Lese-Sonntag Juni 2025

Der letzte Lese-Sonntag vor meiner Sommerpause und ich muss zugeben, dass ich nach der vergangenen „tropischen“ Nacht jetzt schon bereit für den Herbst bin … Immerhin könnten wir heute – wenn das Wetter so „schlecht“ wird wie angekündigt – Glück haben und einen Teil des Tages mit offenen Fenstern und ohne Verdunklung verbringen können. Was definitiv angenehmer zum Lesen wäre als den ganzen Tag mit Kunstlicht verbringen zu müssen. Ich lese momentan „The Insider“ von Mark Oshiro (in der Taschenbuch-Ausgabe) und mein aktuelles eBook ist „Crown Tourney“ von Tansy Rayner Roberts. Letzteres ist eine Sammlung von zehn märchenhaften Geschichte, die die Autorin im Laufe ihrer Karriere geschrieben hat. Ich mochte die bisher gelesenen Geschichte und ich finde es spannend ihre Anmerkungen dazu zu lesen. Sie schreibt darüber, was sie inspiriert hat, wie sie heute über ältere ihrer Geschichten denkt (und was sie so nicht mehr schreiben würde) und nebenbei gibt es einen Haufen Lese-Empfehlungen (wobei ich zu meiner Erleichterung festgestellt habe, dass ich die meisten empfohlenen Titel/Autor*innen schon längst kenne).

Bevor ich aber zum Buch greife, gönne ich mir wieder Zeit zum Wachwerden (und zum Duschen und Abwaschen und ähnlichem). Ich hoffe sehr, dass die Wohnung im Laufe des Vormittags noch weiter auskühlt, so dass wir eine Brettspielrunde einlegen können. Ansonsten bleibt es heute für mich beim Lesen und Spielen mit der Switch …

Update 11:00 Uhr

Ein angeschalteter eReader dessen Bildschirm in schwarzweiß das Cover von "Crown Tourney" zeigt. Das Covermotiv besteht aus einer Krone, die über dem Titel schwebt und in deren Mitte ein Dolch zu sehen ist. In den Ecken des Bilds sind dornige Zweige zu sehen.

Ich haben heute Vormittag meinen Pflichtkram erledigt, geduscht, etwas Zeit mit „Animal Crossing“ verbracht und in „Crown Tourney“ gelesen. Genau genommen habe ich das Buch beendet, nachdem ich feststellte, dass ich nur noch die Kurzgeschichte auslesen musste, die ich gestern angefangen hatte. Ich mochte diese bunte Mischung aus märchenhaften Geschichten und obwohl sie alle aus der selben Feder stammen, sind sie sehr unterschiedlich angelegt.

Dummerweise bedeutet das, dass ich mir nun ein neues eBook suchen muss und ich weiß nicht so recht, worauf ich Lust habe. Ich könnte natürlich auch „The Insider“ weiterlesen – der Roman gefällt mir bislang sehr gut -, aber ich lese beim Frühstück lieber ein eBook (und so langsam bin ich hungrig genug, dass das bald ansteht). Mal schauen, wofür ich mich entscheide …

Update 15:00 Uhr

Links ein Teller mit einer aufgeschnittenen Kohlrabi, zwei kleinen Möhren und zwei English-Muffin-Hälften, die mit Curry-Creme bestrichen wurden. Rechts davon eine Tasse Milchkaffee mit sehr stabiler Milchschaumhaube.

Beim Frühstück habe ich ein bisschen durch meine eBooks gestobert und bin bei „Point By Point“ von Celia Lake hängengeblieben. Ich habe mir vor kurzem die elf Titel der Autorin, die mir noch fehlten, über Payhip gekauft, weil ich nicht jedes Mal, wenn ich Lust auf einen ihrer Romane hatte, wieder neu recherchieren musste, welchen ich schon besitze/gelesen habe und welchen nicht. „Point By Point“ ist der sechste Band der „Mysterious Powers“-Reihe (diese Reihenbezeichnungen haben es mir auch nicht einfach gemacht all die Bände auseinanderzuhalten *g*) und ich kenne den Protagonisten Galen schon aus einem anderen Roman von Celia Lake. Die Protagonistin Lydia ist Journalistin, die die Nachwirkungen eines vor einigen Monaten aufgedeckten Skandals nachgehen will, wofür sie Galens Hilfe benötigt.

Eine angeschaltete Switch, deren Bildschirm eine Szene aus Fantasy Life i zeigt. In der Szene ist mein Charakter in das Outfit eines Angler-Meisters gekleidet und steht mit einer Gruppe anderer Figuren vor einem Haus in einer tropisch anmutenden Umgebung.

Ich mag diese Mischung aus magischer Parallelgesellschaft, historischen Tatsachen und sich real anfühlenden Figuren, die die Autorin für ihre Romane entwickelt hat. Besonders ansprechend finde ich es, welchen Aufwand sie in all die Detailrecherche steckt, wenn es um das Leben in der jeweiligen Zeit geht und um all die kleinen speziellen Dinge rund um Handwerksberufe. Ihr wöchentlicher Newsletter ist immer voller faszinierender Links. *g* Aber da mein Mann die ganze Zeit, während ich las, „Fantasy Life i“ gespielt hat, habe ich dann auch erst einmal zur Switch gegriffen und eine Runde gespielt. Ich bin gerade an einem Punkt im Spiel, wo ich für meine verschiedenen Berufe mal wieder Materialen sammeln muss, um ein paar Aufträge zu erledigen – was bedeutet, dass ich gut hier und da mal eine halbe Stunde spielen kann, ohne das Gefühl zu haben, ich würde mittendrin aufhören.

Update 18:30 Uhr

Die Taschenbuchausgabe von "The Insiders" neben einem Knoppers auf einer dunkelbraunen Sofasitzfläche. Das Cover ist leuchtendgelb und wird von zwei diagnoal laufenden dunkelblauen Streifen unterbrochen, die drei laufende Kinder in amerikanischen Schulfluren zeigen.

Den Nachmittag über habe ich sowohl weiter in „Point By Point“ (ich mag, dass die Geschichte aus einer ganz anderen Perspektive und Monate später die Ereignisse aus „Magician’s Hoard“ aufgreift), als auch in „The Insiders“ gelesen. „The Insiders“ ist mein erstes Buch von Mark Oshiro und bislang (ich bin ungefähr bei der Hälfte) gefallen mir die Erzählweise, ebenso wie die Hauptfigur Héctor. Héctor hat zu Beginn des Romans gerade einen Umzug hinter sich bringen müssen, der dafür sorgt, dass er statt weiter in seine künstlerisch ausgerichtete Schule in San Francisco gehen zu können, in eine eher „traditionelle“ Schule in der kleinen Stadt Orangevale im Norden von Kalifornien gehen muss. Ihm fehlen nicht nur seine Freunde und sein Engagement in Theaterkurs, er wird auch schon am ersten Schultag vom Schulbully ins Visier genommen. Das ist nicht einfach zu lesen, aber die Handlung wird dadurch aufgelockert, dass Héctor relativ schnell einen Raum in der Schule findet, der ihm Zuflucht bietet (und der sich als überraschend magisches Element in dieser ansonsten sehr realistischen Geschichte entpuppt). Bevor ich mich entscheide, womit ich mich den Abend über beschäftige, schleppe ich erst einmal den Schlafzimmer-Ventilator in die Küche und koche das Abendessen …

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Zum Abendessen gab es heute für uns eine Folge der dritten Staffel von „Jet Lag: The Game“ (Youtube). Das ist eine Sendung, bei der (in dieser Staffel) zwei 2er-Teams versuchen in 100 Stunden so viele Bundesstaaten der USA zu besuchen wie möglich mit dem Ziel mehr Staaten (oder zumindest mehr Siegpunkte) zu erringen als das andere Team. Die verschiedenen Staffeln haben unterschiedliche Reise-Spiele – sehr amüsant war es für uns, als einer der Teilnehmer bei einem „Fangenspiel“ durch Europa fürchterlich an der Deutschen Bahn scheiterte. Das ist unterhaltsam und hat für uns genau die richtige Länge, damit wir noch genug Zeit für andere Dinge haben, bevor wir ins Bett gehen.

Ein angeschaltete eReader auf meinem Bein liegend, dessen Bildschirm das Cover von "Point By Point" von Celia Lake zeigt. Auf dem Cover sind die Schattenrisse von zwei Personen zu sehen, deren Kleidung auf die 1920er Jahre hindeutet und von denen die vordere Person weiblich und die etwas weiter hinten stehende Person männlich zu sein scheint.

Was für mich heute bedeutete, dass ich nach dem Essen weiter in „Point By Point“ gelesen habe. Ich mag es Lydia besser und Galen in seiner neuen Rolle als „Familienoberhaupt“ kennenzulernen und da ich weiß, dass Celia Lake Dick Francis (dessen Krimis hauptsächlich rund um den Pferderennsport angesiedelt waren) als eine der Inspirationen für diesen Roman genannt hat, finde ich die Szenen rund um Pferdesport noch ein bisschen unterhaltsamer als eh schon. So langsam wird es aber Zeit für mich ins Bett zu gehen …

Vielen Dank an Kiya, dass sie sich mir heute angeschlossen hat! Auf meinem Blog wird es wegen meiner „Sommerpause“ vom 2. Juli bis zum 31. August keine neuen Posts geben. Ich hoffe, dass wir uns zum nächsten Lese-Sonntag im September wiedersehe, und wünsche euch bis dahin eine gute Zeit!

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Heutige Mitleserin:

8 Kommentare

    • Konstanze

      Mir haben sie auch wirklich gut gefallen – natürlich nicht alle gleich gut, aber die Mischung war überraschend interessant und abwechslungsreich, was nicht unbedingt erwartbar ist, wenn alle aus der selben Feder stammen. Und ich mag den Humor von Tansy Rayner Roberts, der funktioniert für mich eigentlich immer … 🙂

      • Auf dein Lob hin habe ich schon einige E-Books von ihr (von Celia Lake übrigens auch) auf dem Kindle gesammelt, aber mit dem Lesen habe ich noch nicht begonnen. Kurzgeschichten sind immer so eine spannende Wundertüte – oft geht das anders aus, als man erwartet hat, und nicht immer sind die Geschichten von den Autoren, die man besonders mag, auch die Geschichten, die am Ende den besten Eindruck hinterlassen.

        • Konstanze

          Uhhh, dann bin ich sehr gespannt, wie dir die beiden Autorinnen gefallen, wenn du anfängst sie zu lesen.

          Bei den Kurzgeschichten hast du definitiv recht! Wobei ich immer wieder die Erfahrung gemacht habe, dass ich Autor*innen, die ich über ihre Kurzgeschichten kennengelernt habe (z.B. durch Anthologien), häufig auch dann in längerer Form gerne lese. Natürlich passt das nicht immer, aber doch überraschend oft.

          • Bei mir ist das nicht immer so. Vielen Autoren scheint entweder die kurze oder die lange Form mehr zu liegen. Wobei man immerhin mitbekommt, ob der Stil generell, der Humor, die Art, Figuren zu zeichnen usw. zu einem passt 🙂

  1. Hallo Konstanze, sorry, bin aus Gründen heute nicht so super aufgelegt und nehme daher nicht teil. Wünsche euch viel Spaß!

    • Konstanze

      Danke, Anette! Ich hoffe, dass es bei dir bald wieder besser aussieht! Ansonsten lesen wir uns im September vielleicht beim nächsten Lese-Sonntag wieder. 🙂

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