Kategorie: Kulinarisches

[Kulinarisches] Schnelle Küche: Pasta mit roter Kräuterbutter

Vor einiger Zeit hatte ich ja mal von den verschiedenen Sorten Kräuterbutter erzählt, die ich nach einem Grundrezept meine Schwiegermutter gemacht hatte. Die eine Kräuterbutter wurde mit Tomatenmark gemacht – und beim Essen hatte ich die ganze Zeit Lust auf Pasta statt auf die Pellkartoffeln, die wir damit gegessen hatten. Da aber die „Zimmertemperatur“ in unserer Küche zur Zeit zu kalt ist, um mal eben eine Kräuterbutter anzumischen, habe ich mir in den letzten Wochen eine Schnellvariante davon ausgedacht. Ich finde, dass es absolut köstlich schmeckt und dazu ist es einfach und ohne Zeitaufwand zu machen. Achja, frisch geriebener Parmesan gehört auch dazu!

Für die Butter benötigte Zutaten (für zwei Portionen Pasta):

ca. 80g Butter
ca. 3 EL Tomatenmark
1/2 Päckchen „Italienische Kräuter“ (in der Mischung sind rote Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grüner Knoblauch, Thymian und Oregano)
großzügig Salz
großzügig Pfeffer

Die Butter in einer Pfanne schmelzen, dann die restlichen Zutaten dazu geben und gründlich  umrühren. Das sieht auf den ersten Blick nicht so appetitlich aus, ist aber wirklich lecker, wenn es mit der Pasta gemischt wurde.

Wenn das Butter-Tomatenmark-Kräuter-Gemisch fertig ist, dann stelle ich es zur Seite (das klappt also auch, wenn man nur eine Kochplatte hat 😉 ) und koche die Pasta. Für dieses Essen nehme ich Linguine, die eine Kochzeit von 6 Minuten haben – viel schneller kann man gutes Essen wirklich nicht zubereiten. Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen, in die Pfanne zur Butter geben und gründlich durchmischen. Wenn die Pasta rundum mit der Kräuterbutter überzogen ist, dann noch mit Parmesan bestreuen und essen!

Dies und Das (10) und Gemüseküchlein

Irgendwie bin ich gerade etwas unzufrieden. So wenig ich mich normalerweise vom Novemberwetter niederschlagen lasse und mich dafür umso mehr auf den herannahenden Winter, die Weihnachtszeit und vielleicht sogar etwas Schnee freue, so sehr möpe ich gerade in der Gegend rum.

Vielleicht liegt es daran, dass unser Umzug in die neue Wohnung nun schon über ein Jahr her ist und wir immer noch einen großen Teil der Umzugskartons nicht auspacken konnten. Inzwischen ist sogar das Suchen in den Kartons zu einer kräftezehrenden Herausforderung geworden, da die Kisten beim Umzug sehr gelitten haben und nur vorsichtig noch bewegt werden können. Nicht gerade einfach, wenn man bedenkt, dass so gut wie alle Kartons mindestens bis zur Hälfte mit Büchern gefüllt sind.

Ich suche gerade verzweifelt meine Lieblingsbluse, weil ich die zum runden Geburtstag meines Schwiegervaters anziehen möchte. Doch wenn das so weitergeht, dann werde ich wohl eins der fünf T-Shirts anziehen, die ich im letzten Jahr immer getragen habe, wenn ich was „außer Haus“ zu erledigen hatte. Unsere Küche ist – dank der ganzen Tierarztkosten – wieder deutlich weiter in die Ferne gerückt. Und die Türen bekomme ich dieses Jahr auch nicht mehr renoviert, weil das Wetter nun nicht mehr gut genug ist, um die große Schleif- und Streichaktion auf dem Balkon zu erledigen …

Letztes Jahr hatte ich noch gehofft, dass ich um diese Zeit eine renovierte und neu eingerichtete Wohnung haben würde. Vermutlicht ist es das, was mich gerade etwas aus der Bahn wirft und für mich so untypisch quengelig macht.

Um dem entgegen zu wirken, versuche ich nachmittags etwas Zeit für mich zu finden, mich dann mit Tee, Keksen und einem Buch auf dem Sofa einzumucken, mit den Katzen zu schmusen und ein gemütliches Stündchen zu verbringen. Allerdings fehlt mir dieses Stündchen gerade ganz eindeutig zum Bloggen. 😉 Dabei hätte ich das eine oder andere Buch hier, von dem ich euch erzählen mag. Zum Beispiel habe ich am Samstag „Böses Blut“ von Rhiannon Lassiter gelesen – leider fällt mir nicht mehr ein, wer von euch Buchbloggern das empfohlen hatte.

Den Katzen geht es zur Zeit wieder gut. Shandy scheint zur Ruhe zu kommen und hat sich schon seit Tagen nicht mehr daneben benommen – nicht einmal, als wir Samstag den ganzen Tag in der Stadt waren und sich dadurch die Fütterungszeit unserer Bande um Stunden verschoben hatte. Christie und Logan benehmen sich, als seien sie niemals beim Tierarzt gewesen und auch wenn Baltimore immer noch an seiner Schnauze rumwischt, so denken wir inzwischen, dass das daran liegt, dass da gerade durch die fehlenden Zähne sehr viel ändert. Er scheint keine Schmerzen zu haben, frisst wie ein Verhungerter und benimmt sich ansonsten vollkommen normal.

 

Etwas liebebedürftiger sind sie bei dem Wetter alle – aber das kenne ich schon, wenn das Wetter kälter wird und die Heizung bei uns trotzdem erst am späten Abend kurz angeworfen wird. Frauchen ist an solchen Tagen eindeutig die beste Wärmequelle für diese armen frierenden Kätzchen. 😉

Gemüseküchlein

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob „Gemüseküchlein“ das richtige Wort dafür ist, aber irgendwie muss ich die Dinger für euch ja benennen. *g* Wenn ich als Studentin gerade nicht gerade total pleite war, dann hatte ich immer drei Dinge im Haus: Eier, Käse und Zwiebeln. Alles zusammengemischt mit Salz und Pfeffer gewürzt und eventuell mit Mehl angedickt ergab einen in der Pfanne ausbackbaren Teig und das Ergebnis erinnerte ein wenig an Zwiebelkuchen

Manchmal erinnere ich mich diese Experimente aus meinem Studentenleben – und da ich es sowieso liebe in der Küche zu improvisieren oder aus Resten etwas machen zu müssen, habe ich mich gestern in meiner Küche einfach mal umgeguckt. Ich suchte etwas, was ich zu Kartoffelbrei machen konnte, denn den hatte sich mein Mann schon vor länger Zeit gewünscht, und angefangen hat das ganze Rezept mit einer Dose Mais – alle anderen Sachen wurden von der Menge her darauf abgestimmt.

So habe ich letztendlich folgende Zutaten zusammengeworfen:

4 Eier
ca. 200 g Mehl (ich habe den Rest aus meiner Mehldose genommen, ohne abzumessen, aber Eier und Mehl ergaben einen festen, aber noch flüssigen Teig)
1 Dose Mais
1 große Mohrrübe (grob gerieben)
1 Zwiebel (fein gewürfelt)
Petersilie
Salz
Pfeffer

 

Aus dem ganzen Teig habe ich kleine „Pfannkuchen“ ausgebacken – insgesamt sind es wohl 16 Stück geworden und reichen somit locker für zwei Mahlzeiten für zwei Personen. Ich finde, dass man die auch ohne den Kartoffelbrei (wobei der verflixt lecker war) oder kalt (zum Frühstück *g*) essen kann. 😉 Vielleicht mag einer von euch ja auch mal damit experimentieren. Mit einer kleineren Dose Mais oder ohne den Mais und dafür mit anderem Gemüse kann man auch kleinere Mengen davon machen.

[Kulinarisches] Cranberry-Flapjack

Gestern habe ich mal ein bisschen mit einem Flapjack-Rezept experimentiert und das Ergebnis war einfach unglaublich lecker! Ich mache deutlich lieber Flapjacks als normale Pfannkuchen. Ein Flapjack ist kleiner, dicker, lässt sich besser zubereiten und schmeckt mir persönlich sogar besser als ein Pfannkuchen.


So gab es bei uns also gestern Cranberry-Flapjacks und für diejenigen, die Lust zum Nachkochen haben, habe ich die Zutaten abgewogen – ich messe die nämlich sonst immer mit meinem Cup&Spoon-Set ab.

200 g Mehl (1 1/2 Cup)
1 Prise Salz
1 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 TL Backpulver
2 große Eier
1 EL Öl
225 ml Milch (1 Cup)
ca. 150 g getrocknete (ungesüßte!) Cranberries

Wenn man die Eier erst einmal kräftig aufschlägt, wird der Teig luftiger, aber ansonsten kann man bei diesem Rezept alle Zutaten (abgesehen von den Beeren) einfach in einen Topf werfen und kräftig durchrühren bis daraus eine homogene Masse geworden ist. Den Teig dann eine Viertelstunde stehen lassen und noch einmal gründlich rühren, dann die Beeren untermischen.

Die Flapjacks in einer heißen Pfanne mit etwas Öl ausbacken. Ich nehme immer zwei Eßlöffel Teig für einen davon, dann reicht die Menge für ungefähr 10 Flapjacks. Mit Ahornsirup schmeckt es einfach nur richtig lecker!

Wer keine getrockneten Cranberries bekommt, kann den Vanillezucker durch 1 TL Zimt und die Beeren durch zwei mittelgroße Äpfel ersetzen. So mache ich die nämlich normalerweise und das schmeckt auch fantastisch! Reste werden bei uns übrigens am nächsten Tag kalt zum Nachtisch gegessen.

Oh, und bei dem Ahornsirup ruhig einen nicht zu hellen nehmen, das passt besser zu den Cranberries. Wir hatten nur noch eine Sirupdose, die uns ein Bekannter aus Kanada mitgebracht hat, und der Ahornsirup ist zwar unglaublich gut, aber etwas zu mild für diese Flapjacks gewesen.