Kategorie: Kulinarisches

[Kulinarisches] Apfel-Marzipan-Schnecken

Eigentlich hatte ich ja vor in diesem Herbst mal wieder Zimtschnecken zu backen, aber da mein Mann keinen Zimt mag, habe ich im November angefangen über eine zimtfreie Variante nachzudenken. Das führte dazu, dass ich irgendwann bei „irgendwas mit Vanille und Apfel und vielleicht Mandeln“ landete. Aber da meine Mandeln an dem Tag, an dem ich backen wollte, wegen unerwünschter Mitbewohner leider nicht zum Verzehr geeignet waren, habe ich spontan zu Marzipan gegriffen. Das Ergebnis war dann so gut, dass ich dieses Backexperiment unbedingt hier noch festhalten wollte, um es in Zukunft wiederholen zu können.

Zutaten für acht Schnecken:

(Von mir in einer Springform gebacken, aber es geht auch jede andere Backform, die genug Platz bietet, um die Schnecken locker nebeneinander zu legen.)

Für den Teig:

  • 2 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 275 g Weizenmehl (550er)
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 60 g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 225 ml lauwarme Milch
  • 50 g weiche Butter

Für die Füllung:

  • 3 große säuerliche Äpfel (z.B. Boskop)
  • 1 Päckchen Marzipan-Rohmasse
  • ca. 50 g Butter
  • ca. 2 EL Zucker

Außerdem noch etwas Milch, um die Schnecken vor dem Backen damit zu bestreichen.

Für den Guss:

  • 2 TL Vanille-Extrakt
  • 2 TL Wasser oder Milch
  • ca. 4 EL Puderzucker

Mehl, Puddingpulver, Trockenhefe, Zucker und Salz gründlich miteinander vermischen, dann die weiche Butter und die lauwarme Milch zugeben und gründlich verkneten. Ich habe dieses Mal dafür meine Küchenmaschine verwendet und den Teig insgesamt gut eine Viertelstunde kneten lassen, aber es geht auch mit den Kneteinsätzen eines Handmixers oder mit der Hand – wobei es mit der Hand einige Geduld benötigt, bis die Teigmasse nicht mehr bei jedem Griff an den Händen klebt. Wenn der Teig nur noch wenig klebt und insgesamt schön elastisch ist, kommt er in eine abgedeckte Schüssel und muss an einem warmen Ort 30 Minuten gehen bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Während der Teig geht, eine Springform (oder andere Form) fetten, die Äpfel putzen und in Würfel schneiden, die Butter zerlassen und das Rohmarzipan in Streifen schneiden (ich habe den Block einfach so lange mit einem Messer halbiert, bis ich Streifen von ca. 0,5 x 0,5 cm hatte). Nach der Gehzeit den Teig noch einmal gründlich durchkneten und dann zu einem Rechteck dünn ausrollen. Die Teigplatte wird dann mit der flüssigen Butter bestrichen und mit einer feinen Schicht Zucker bestreut (wenn mein Mann nicht wäre, hätte ich hier auch noch Zimt verwendet). Dann habe ich an der unteren Längsseite der Teigplatte einen Streifen Marizpan gelegt und das restliche Marzipan in Stückchen zerpflückt und zusammen mit den Apfelstückchen auf dem Teig verteilt. Als nächstes den Teig von der unteren Längsseite locker aufrollen, die Teigrolle in acht gleichgroße Schnecken schneiden und die Schnecken dann mit der Schnittkante nach unten in die Backform stellen. Dabei darauf achten, dass zwischen den einzelnen Schnecken noch etwas Luft ist, damit sie noch aufgehen können. Dann die Form abdecken und mindestens zehn Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis die Schnecken sichtbar an Volumen gewonnen haben.

Während die Schnecken gehen (oder danach, wenn ihr wie ich den Backofen als „warmen Ort“ zum Gehen nutzt), den Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Die Oberfläche der Schnecken wird jetzt noch mit Milch bestrichen und dann werden die Schnecken ca. 25 Minuten gebacken, bis sie goldbraun sind. Dabei nicht erschrecken, wenn die Füllung an ein paar Stellen sehr dunkel aussieht, das Marzipan bräunt sehr schnell.

Ein Teller mit einer Hefeschnecke, daneben eine Tasse mit Milchschaumhaube vor einem Fenster mit Blick auf Wohnhäuser unter grauem Himmel.

Nach dem Backen die Schnecken abkühlen lassen und dann aus Puderzucker, Vanilleextrakt und Wasser (oder Milch, dann wird der Guss weniger durchsichtig als bei mir) einen Zuckerguss anrühren und auf den Schnecken verteilen. Ohne Vanilleextrakt geht das natürlich auch, dann eben etwas mehr Wasser oder Milch nehmen.

[Kulinarisches] Schoko-Lebkuchen-Muffins

Am Wochenende habe ich zwei Backrunden eingelegt, um wenigstens ein paar der Sachen zu backen, die ich mir für diesen Dezember vorgenommen hatte. Neben zwei Blechen mit meinen Schoko-Haferflocken-Keksen gab es auch eine Runde Schokoladen- und Schokoladen-Orangen-Plätzchen. Außerdem musste ich auch noch etwas mit Lebkuchengewürz rumprobieren, nachdem ich mich vor einiger Zeit gefragt hatte, ob ich das in etwas saftigerem Gebäck lieber mögen würde. Und da die Schoko-Lebkuchen-Muffins, die das Ergebnis dieses Experiments waren, ziemlich gut geraten sind, halte ich hier mal das Rezept zum Wiederfinden fest. 😉

Eine Untertasse mit zwei Muffins aus dunklem Teig, links dahinter eine kleine brennende Sturmlaterne, rechts davon eine große Tasse mit dampfendem Tee.

Zutaten für 12 Muffins:

1 Ei
150 g Zucker

100 ml neutrales Öl
250 ml Buttermilch (oder Milch oder vegane „Milchvarianten“)
1 TL Vanille-Extrakt (oder Vanillezucker oder etwas Vanillearoma)

250 g Mehl
30 g Backkakao
2 1/2 TL Backpulver
1 gehäufter TL Lebkuchengewürz

100 g in Stückchen gehackte Zartbitterschokolade (oder Schoko-Drops)

Ofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Grundsätzlich verzeiht dieser Teig wirklich viel und gelingt auch dann, wenn einfach alle Zutaten in eine Schüssel geworfen und mit einem Löffel verrührt werden, bis keine Mehlklumpen mehr zu sehen sind. Aber für das beste Ergebnis bietet es sich an, zuerst das Ei und den Zucker mit dem Handrührgerät schaumig zu schlagen. Dann das Öl, die Milch und Vanille zugeben und kurz unterrühren. Die trockenen Zutaten sollten dann dazugesiebt und mit dem Handrührgerät untergerührt werden, bis der Teig eine glatte Masse ist. Zuletzt noch die Schokolade in den Teig rühren, und dann können auch schon die Muffin-Formen gefüllt werden. Da der Teig zwar schön locker ist, aber nicht besonders hoch aufgeht, können die Formen bis kurz unter den Rand gefüllt werden. Die Muffins brauchen 20 bis 25 Minuten bei 200 Grad (Ober- und Unterhitze) und sind fertig, wenn ein hineingestochener Zahnstocher sauber herausgezogen werden kann.

Vier Muffins aus sehr dunklem Teig, die mit Buttercreme und Schokoraspeln dekoriert wurden.

Die Muffins sind schön saftig und haben ein relativ feines Lebkuchen-Aroma. Bei meinem Backversuch am Samstag hatte ich keine Schokoladenstücke im Teig, aber mein Mann und ich waren uns beim Probieren einig, dass das die Muffins noch ein ganzes Stück besser machen würde. Oh, und am zweiten Tag haben wir die Muffins mit Amerikanischer Buttercreme gegessen, was auch lecker war und die Lebkuchengewürze deutlicher rausgebracht hat. Wobei ich zugeben muss, dass ich die Buttercreme viel zu süß fand (aber das war das einzige Rezept, für das ich alle Zutaten im Haus hatte) und das nächste Mal würde ich vermutlich mit Cream-Cheese-Frosting experimentieren. Die Cremigkeit zum Muffin fand ich nämlich schon sehr angenehm!

Nachtrag:

Die nächste Schoko-Lebkuchen-Muffins gab es dann mit Frischkäse-Frosting und das war sehr, sehr lecker! Für das nächste Mal halte ich hier also noch das Rezept fest, dass sich dafür bewährt hat.

Das Verhältnis Butter:Puderzucker:Frischkäse sollte 1:1:2 sein. Für vier Muffins habe ich 40g weiche Butter, 40g Puderzucker und 1 TL Vanille-Extrakt für ca. 10 Minuten auf hoher Stufe mit dem Handmixer geschlagen, bis sich der Zucker soweit aufgelöst hatte, dass eine cremige Masse ohne jegliche „Sandigkeit“ entstand. Darunter habe ich dann 80g Frischkäse gehoben, bis eine homogene Masse entstanden war.

[Kulinarisches] Apple Crumble

Da wir den Apple Crumble am vergangenen Wochenende so genossen haben, halte ich hier mal das Rezept (mit all meinen kleinen Änderungen) fest, damit ich immer wieder darauf zurückgreifen kann.

Eine dünnwandige zartgrüne Schale neben einer brennenden kleinen Sturmlaterne. In der Schale befindet sich eine Portion Apple Crumble, die von zwei Sahneklecksen flankiert wird.

Zutaten (für zwei Portionen):

3 säuerliche Äpfel
(Zimt oder gemahlene Vanille, eventuell Zitronensaft)

45 g kalte Butter, fein gewürfelt
45 g Zucker
75 g Mehl

Den Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen. Die Äpfel putzen und in grobe Stücke schneiden (wenn das aus irgendeinem Grund nicht zeitnah passiert, sollten die Äpfel mit etwas Zitronensaft gemischt werden, damit sie nicht oxidieren – geschmacklich gibt das keinen Unterschied). Dann die Äpfel in eine Auflaufformen geben oder – wenn es zwei Apple Crumble mit unterschiedlichen Gewürzen werden sollen – in zwei kleine Auflaufformen geben. Die Äpfel können so bleiben oder mit etwas gemahlener Vanille oder Zimt vermischt werden. (Auf dem Foto gibt es einen Crumble mit einer eher großzügige Menge Zimt zu sehen. :D)

Für die Streusel Mehl, Zucker und Butter mit den Fingerspitzen verkneten und diese dann gleichmäßig über den Äpfeln verteilen. Ich mag die am liebsten, wenn sie unterschiedlich groß sind, so dass die Konsistenz beim Essen immer wieder Abwechslung bietet. Den Apple Crumble für eine halbe Stunde im vorgeheizten Ofen backen, dann etwas abkühlen lassen und mit geschlagener Sahne oder Vanilleeis servieren.

[Kulinarisches] Kürbissuppe

Es ist schon länger her, dass ich hier ein Rezept festgehalten habe, um es in Zukunft immer wiederfinden zu können, aber diese Kürbissuppe war gestern so einfach zu machen und so befriedigend zu essen trinken, dass ich sie bestimmt noch häufiger zubereiten werde. Wenn das der Fall ist, liefere ich auch ein Foto nach – gestern wollte ich nach dem Kochen ehrlich gesagt nur noch aufs Sofa und essen. 😉

Ein weißer Teller, auf dem eine gebutterte Brotscheibe liegt und eine große Tasse steht, die mit einer cremigen orangen Suppe gefüllt ist.

Bild nachgereicht am 26.11.2022

Wichtige Anmerkung: Das Gemüse sollte zwischen dem Garen im Ofen und der Zubereitung der Suppe abkühlen, also bietet es sich an, das Gemüse am Vormittag oder Vortag zu garen.

Zutaten für 2 Portionen:

1 Butternut-Kürbis
2 Zweige Rosmarin
2 Zehen Knoblauch
2 Schalotten
etwas Öl

1 l Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Rosenpaprikapulver

(2 Scheiben Sauerteigbrot und Butter)

Zubereitung des Gemüses:

Den Ofen auf 200° C (Umluft) vorheizen, währenddessen den Kürbis großzügig schälen, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Außerdem die Knoblauchzehen und die Schalotten schälen und die Schalotten halbieren, dann das Gemüse in eine Schüssel geben und gründlich mit einem Schuss Öl vermischen. Danach das Gemüse auf einem Blech verteilen und großzügig mit Salz und Pfeffer würzen, dann werden noch die Rosmarinzweige oben draufgelegt, und das Ganze kommt für ca. 20 Minuten in den Ofen. Wenn das Gemüse gegart ist, das Blech aus dem Ofen nehmen und für eine Stunde (oder länger) zur Seite stellen.

Zubereitung der Suppe:

Die Gemüsebrühe in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Parallel das im Ofen gegarte Gemüse (bei mir waren das nach dem Garen ca. 350 g) in einen hohen schmalen Becher geben, etwas von der Brühe dazugeben und das Ganze pürieren. Wenn das Gemüse fein püriert ist, die Masse zusammen mit einer großzügigen Prise Rosenpaprikapulver und dem Tomatenmark zu der restlichen Brühe in den Topf geben und ein paar Minuten köcheln lassen. Am Ende die Suppe noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit gebuttertem Sauerteigbrot servieren. Die Suppe ist dünnflüssig genug, dass sie in einer großen Tasse serviert und getrunken werden kann, was ich sehr angenehm fand.

Oh, und das Rezept, von dem ich mich habe inspirieren lassen, hatte noch Oliven und Parmesan in der Suppe. Uns hat so aber definitiv nichts gefehlt, wobei ich zugeben muss, dass ich Oliven sowieso nicht essen mag.

[Kulinarisches] Irgendwie (k)ein Shepherds Pie

Vor ein paar Tagen habe ich bei einer Youtuberin eine Variante des „Shepherd’s Pie“ gesehen, die ich am Osterwochenende in der abgewandelten und „veganisierten“ Version nachgekocht habe. Da uns meine Variante geschmeckt hat, archiviere ich das Rezept mal hier, damit ich es wiederfinde, wenn ich noch einmal darauf Lust haben sollte. Wobei ich betonen muss, dass meine Gemüse-Mischung so üppig ausgefallen ist, dass ich die Hälfte des Gemüses einfrieren konnte (und das Essen selbst von der Menge für drei Personen gereicht hätte), weshalb ich die Mengenangaben hier so weit reduziere, dass es für zwei Personen passen müsste. 😉

Zutaten für die Gemüse-Mischung:

1 große Zwiebeln (geschält und in nicht zu feine Würfel geschnitten)
4 Karotten (geputzt und grob gewürfelt)
50 g rote Linsen
100 ml Wasser
250 ml passierte Tomaten
2 EL Tomatenmark
Öl
Oregano
Salz
Pfeffer

weitere Zutaten:

4 große Pellkartoffeln
Salz
Öl

Die Zwiebeln und die Karotten werden in etwas Öl angedünstet, bis beide etwas Farbe bekommen haben, dann kommen die Linsen, das Wasser, die passierten Tomaten und das Tomatenmark in den Topf und die gesamte Masse wird zum Kochen gebracht. Das Ganze noch mit Salz, Pfeffer und Oregano kräftig abschmecken (die Kartoffeln schlucken ja doch etwas Geschmack) und einige Zeit köcheln lassen und zwischendurch immer wieder umrühren. Bei mir waren es ungefähr 30 Minuten, weil das die Zeit war, die ich am Vormittag zum Aufräumen der Küche und für den Abwasch gebraucht habe. Wichtig ist, dass das Gemüse und die Linsen gar sind, wobei die Karotten ruhig noch leichten Biss haben dürfen.

Den Ofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen und währenddessen die Gemüsemischung in eine Auflaufform geben, die so groß sein sollte, dass das Gemüse nur bis zur Hälfte der Wände reicht. Die Kartoffeln geschält oder ungeschält (unsere Kartoffeln sind aktuell nicht so schön, dass ich sie ungeschält verwenden mag) in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und „ziegelförmig“ auf die Gemüsemischung legen. (Am einfachsten geht das, wenn man die Kartoffel beim Schneiden zusammenhält und dann mit der Handfläche sanft von oben drückt, so dass sie sich im Ganzen verschiebt.) Die Kartoffeln mit ein bisschen Öl einpinseln und leicht salzen und dann die Auflaufform für ungefähr 20 bis 25 Minuten relativ weit oben in den Ofen schieben – bei unserem Ofen habe ich die zweite Schiene von oben genommen. Am Ende sollen die Kartoffeln schön knusprig sein.

Varianten:

Man kann natürlich auch andere Gemüsesorten in die Sauce geben, ich habe mich mit den Zwiebeln und Karotten an das Rezept gehalten, das ich online gesehen hatte; die Linsen sind mein persönlicher „Hackfleisch-Ersatz“. Wer grundsätzlich den Geschmack von Fleisch mag, kann die Linsen durch Soja-Hack ersetzen, wer keine vegane Variante davon haben möchte, kann noch einen großzügigen Klacks Frischkäse in die Gemüse-Mischung geben, und wer näher am Original sein möchte, der kann natürlich richtiges Hackfleisch verwenden. Außerdem kann ich noch anmerken, dass im Originalrezept Dosentomaten verwendet wurden, aber da ich die nicht vertrage, weiche ich halt immer auf passierte Tomaten aus. Bei all diesen Varianten müsste dann vermutlich die Wassermenge angepasst werden. 😉

[Kulinarisches] Linsen-Bolognese

Nachdem Sayuri am vergangenen Sonntag nach dem Rezept gefragt hat, gibt es hier also meine Variante von „Linsen-Bolognese“. Genau genommen ist es eine Mischung aus drei Rezepten, die ich online gefunden hatte und die ich an die Zutaten angepasst habe, die ich bei uns im Viertel immer finde. Alle drei Original-Rezepte waren sich nämlich einig, dass man unbedingt Staudensellerie verwenden müsse.

Zutaten für 4 großzügige Portionen:

1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Karotten
500 ml Gemüsebrühe
200 g getrocknete rote Linsen
500 ml passierte Tomaten
3 EL Tomatenmark
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz
Pfeffer
getrockneter Thymian
Rosenpaprika

Als erstes die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln und dann andünsten. Währenddessen die Karotten schälen, fein würfeln und zu den Zwiebeln geben, dann das Gemüse mit der Brühe angießen und köcheln lassen, bis die Karotten bissfest gegart sind. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden und die Linsen abwiegen. Sobald die Karotten so weit sind, die Linsen, die passierten Tomaten, das Tomatenmark und die Frühlingszwiebeln in den Topf geben und das Ganze ungefähr 10 Minuten kochen lassen, bis die Linsen gegart sind. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika und großzügig Thymian abschmecken und die Linsen-Bolognese vor dem Servieren noch etwas ziehen lassen.

Ich koche die Linsen-Bolognese meist schon am Vormittag, wenn wir sie abends essen wollen, weil sie aufgewärmt einfach besser schmeckt. Für uns reicht die Menge für zwei großzügige Mahlzeiten, und da sich die Sauce gut einfrieren lässt, mache ich regelmäßig gleich die doppelte Portion, um einen leckeren Vorrat im Gefrierschrank zu haben.

[Kulinarisches] Fladenbrot

In letzter Zeit habe ich zweimal pro Woche Fladenbrot gebacken, seitdem ich auf einem Blog ein Basisrezept gefunden hatte, das mir gut gefiel. Inzwischen habe ich dieses Rezept so sehr unseren Bedürfnissen angepasst, dass ich es wohl bedenkenlos verbloggen kann. 😉

Zutaten für ein Fladenbrot

1 Päckchen Trockenhefe
300 g Mehl
1,5 TL Salz
2 EL Sesam
1 EL Öl
275 ml lauwarmes Wasser

Die trockenen Zutaten in eine große Rührschüssel geben und gründlich mischen. Dann das Öl und das Wasser zugeben und mit einem Löffel zusammenrühren bis das Ganze eine homogene Masse ergibt. Die Schüssel mit einem Decker, Teller oder Folie verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag den (relativ weichen) Teig mit einem Teigschaber auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft) für ungefähr 25 Minuten backen.

Das Brot ist sehr fluffig und aromatisch und lässt sich leicht variieren, zum Beispiel, indem man 2 EL getrocknete Kräuter in den Teig gibt. Wer mag, kann vor dem Backen das Brot mit Öl bepinseln und Sesam oder Kräuter darüberstreuen – ich persönlich lasse das, weil ich die glatte Kruste beim Essen lieber mag. 😉

[Kulinarisches] 3-Tage-Essen: Würzige Teigtaschen, Indisches Curry und Pizza

Im Moment halte ich wieder verstärkt die Augen offen nach einfachen, (relativ) schnellen Gerichten, die man gut vorbereiten kann. Besonders toll ist es, wenn ich aus einem Tag „Vorbereitung“ gleich drei verschiedene Essen herausholen kann, so wie es hier der Fall ist.

Die Grundidee für die „würzigen Teigtaschen“ habe ich bei Sayuri gefunden, die über die kulinarischen Highlights ihrer Urlaubswoche geschrieben hatte. Vor allem das dort erwähnte Chutney (vorn auf dem Teller) hatte es mir angetan und als sie mir ein Glas davon zukommen ließ, wollte ich es unbedingt mit den Teigtaschen genießen. Allerdings hatte ich in letzter Zeit keine Lust auf Blätterteig und habe deshalb mit einem superleckeren Pizzateig gearbeitet, den ich sonntagmorgens zusammengeknetet habe. Oh, und da ich sonntags Zutaten für je 4 Portionen verarbeitet habe, konnte ich die „Reste“ des Essens für die kommenden zwei Tage verwenden.

Füllung für die Teigtaschen (für 4 Portionen):

5 mittelgroße Kartoffeln, geschält und nicht zu grob gewürfelt
4-5 mittelgroße Mohrrüben, geschält und in feine Stücke geschnitten
ca. 100-150 g TK-Erbsen
etwas Öl zum Anbraten
1/2 TL Zimt
2-3 TL gemahlener Koriander
1 TL Kurkuma
2 TL Cumin
Chiliflocken
Salz
Pfeffer

Da ich rohe Kartoffeln nehme und eine Pfanne mit Deckel habe, werfe ich die Kartoffelwürfel immer mit etwas Öl in die heiße Pfanne, reduziere die Hitze auf ein Minimum, setze den Deckel auf die Pfanne und lasse die Kartoffeln gut zehn Minuten garen. Dann gebe ich die Mohrrüben und die Erbsen zu den Kartoffeln und brate das Ganze, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist. Wenn es so weit ist, kommen die Gewürze hinzu – bei den Chiliflocken mache ich lieber keine genauen Angaben, das ist doch zu sehr geschmacksabhängig – und das Ganze wird schön scharf abgeschmeckt.

Das Gemüse hatte ich am Sonntagvormittag zubereitet, und während die Masse in der Pfanne garte, habe ich die Zutaten für den Pizzateig abgewogen, das Ganze verknetet und zum Gehen zur Seite gestellt.

Pizzateig (für 4 Portionen):

300 g Mehl (Type 550)
200 g Hartweizengrieß
1/2 Päckchen Trockenhefe (ca. 4,5g)
10 g Salz
250g ml lauwarmes Wasser
3 EL (Oliven-)Öl

Alle Zutaten abwiegen, Mehl, Grieß, Hefe und Salz gut mischen und eine Mulde in der Mitte der Mehl-Grieß-Mischung machen. Das Öl und das Wasser in die Mulde gießen und vom Rand her Mehl mit der Flüssigkeit vermischen bis der Teig so weit ist, dass man ihn kneten kann. Nach kurzer Zeit bildet der Teig eine homogene Masse und selbst die paar Mehlreste, die von den ersten Knetgriffen noch an den Händen kleben, arbeiten sich schnell ein. Die Teigschüssel mit einem Teller bedecken oder mit einer Folie verschließen und zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Nach zwei Stunden den gegangenen Teig auf einer Arbeitsfläche noch einmal gründlich durchkneten. Dann den Teig halbieren und die eine Hälfte im Ganzen, die andere in zwei Teile geteilt und zu Kugeln geformt in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen. Diese Teigpäckchen können problemlos sieben Tage im Kühlschrank bleiben, bis man sie aufbraucht.

Tag 1: Teigtaschen (für 2 Personen):

Abends habe ich den Ofen auf 200 Grad (Umluft) vorgeheizt und die größere Teigportion (also die Hälfte des Gesamtteiges) aus dem Kühlschrank geholt, noch einmal kurz durchgeknetet, zu einer Rolle geformt und diese in vier gleich große Stücke geteilt. Die Stücke habe ich jeweils grob zu einer Kugel gerollt, um sie leichter zu kreisrunden und ca. 3 mm dicke Fladen ausrollen zu können. Der Kreis wurde dann von mir mit einem Messer halbiert und aus den so entstandenen Halbkreisen „Tüten“ geformt (dabei die Spitze und die überlappenden Ränder etwas festdrücken), die dann ganz einfach mit der Gemüsemischung gefüllt werden konnten. Zuletzt wurden die Füllöffnung der Taschen dann noch zugedrückt und mit der „Naht“ nach unten auf ein Backblech gelegt. Insgesamt bekam ich so acht Teigtaschen aus dem Ganzen, die dann für ca. 12 Minuten im Ofen gebacken wurden, bis sie goldbraun waren.

Ich habe die Taschen aus der Hand gegessen und dazu das leckere Chutney genossen, mein Mann hat Messer und Gabel bevorzugt – bei meiner Methode dauert es etwas länger, weil die Taschen so verflixt heiß sind. Aber uns beiden hat es sehr, sehr gut geschmeckt.

Tag 2: Indisches Curry (für 2 Personen)

In Ermangelung eines besseren Namens nenne ich das Ganze mal „Indisches Curry“. Ich habe es mir einfach gemacht und morgens eine Portion Reis gekocht und dann den Reis zusammen mit der restlichen Gemüsemischung vom Vortag in eine gebutterte Auflaufform gegeben und das Ganze dann mit Alufolie abgedeckt im Ofen erwärmt. Dazu gab es noch etwas Naturjoghurt, weil diese säuerliche Frische einfach perfekt zu den indischen Gewürzen passt.

Wer es gern etwas saftiger hätte, kann das Gemüse auch in der Pfanne erhitzen, ca. 150 ml Gemüsebrühe und den Joghurt dazu geben und das Ganze kurz köcheln lassen.

Tag 3: Die weltbeste knusprigste Pizza

Das Geheimnis für diese tolle Pizza liegt nicht nur in dem Teig, sondern auch darin, dass man alles sehr dünn ausrollt und belegt und dann sehr kurz, sehr heiß backt. Dazu halte ich mich an die Beschreibung von Steph vom Kuriositätenladen, die ihr HIER findet.

Basiszutaten sind bei mir neben dem Teig noch 6-8 EL Pizzasauce, getrockneter Oregano und ein kleines Stück Parmesan.

Morgens setze ich eine kleine Menge Pizzasauce an. Ich mache es mir dabei leicht und verwende eine italienische Kräutermischung aus dem Tiefkühler inklusive Zwiebeln und Knoblauch. Die Kräutermischung erhitze ich kurz in etwas Öl, bis die Zwiebeln glasig sind, gebe dann ca. 2 EL Tomatenmark und etwas Wasser sowie kleingeschnittenes Basilikum dazu und lasse es ein bisschen köcheln. Das Ganze sollte insgesamt gerade mal 6 bis 8 EL dickflüssige Tomatensauce ergeben. Diese Sauce stelle ich dann bis zum Abend zur Seite – bis dahin ist sie schön durchgezogen.

Abends heize ich den Ofen auf 220 Grad vor – wobei ich ein Blech auf der untersten Ebene drin lassen – und hole dann die beiden übrigen Teigkugeln aus dem Kühlschrank, knetet sie noch einmal und rolle sie dann mit dem Nudelholz zu zwei sehr dünnen Teigfladen aus. Bei mir werden die so groß, dass ich nur eine Pizza auf ein Blech bekomme, also rolle ich die Teigfladen auf dem Nudelholz auf, um sie heil auf ein Stück Backpapier legen zu können. Zum Glück ist der Teig, obwohl er so dünn ist, schön robust. Dann wird die Pizza dünn mit der Tomatensauce bestrichen – ruhig etwas Abstand zum Rand lassen, wenn man den schön knusprig mag – und das Ganze noch einmal extra mit dem Oregano würzen.

Nun den Parmesan fein reiben und über die Sauce streuen, danach kann nach Lust und Laune – aber nicht zu dick! – belegt werden. Für meinen Mann gibt es in der Regel Salami auf die Pizza, über die noch ein halber Mozzarella gezupft wird, bei mir bleibt es oft bei der anderen Mozzarellahälfte. Diese Pizza schmeckt mir schlicht einfach am Besten.

Wenn man das Backpapier mit der Pizza auf das heiße Blech legt, muss man höllisch vorsichtig sein, danach geht das Pizzabacken aber ganz einfach und total schnell. Wenn das Backpapier braun wird, wird es unter der Pizza rausgezogen, und wenn der Rand schön knusprig ist, dann kann auch die Pizza aus dem Ofen – und die zweite wird gebacken. Obwohl wir immer nacheinander backen müssen, geht es so schnell, dass wir problemlos gemeinsam essen können.

 

[Kulinarisches] Schoko-Haferflocken-Kekse

In den letzten Wochen hatte ich große Lust auf Haferflocken-Kekse, aber die Rezepte, die ich online gefunden habe, waren nicht ganz das was ich suchte. Also habe ich angefangen mit einem meiner Basisrezepte zu experimentieren und dabei sind diese Schoko-Haferflocken-Kekse herausgekommen.

Kleiner weißer Teller mit drei Kekse, am rechten Rand ist eine gestreifte Tasse mit Kakao zu erahnen

Zutaten:

75 g grobe Haferflocken (noch besser schmeckt es mit einer Mischung aus Hafer, Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel)
100 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
*
100 g weiche Butter
125 g Zucker
gemahlene Vanille (statt Messerspitzen nehme ich immer das Ende meines Teelöffels – einfach nach Gefühl dosieren)
1 Ei (L-Größe)
*
100 g gehackte Mandeln
1/2 Tafel Zartbitterschokolade

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein (also vor allem das Ei und die Butter). In einer Schüssel das Mehl mit dem Salz, dem Backpulver und den Haferflocken gründlich vermischen und zur Seite stellen. Die Schokolade auf einem großen Brett mit einem großen Messer in grobe Stücke schneiden und zur Seite stellen. In einer zweiten Schüssel die Butter, den Zucker, die gemahlene Vanille und das Ei gründlich mit einem Handrührgerät miteinander verquirlen bis die Masse hell und fluffig ist. Dann in kleinen Portionen die Mehl-Flockenmischung zugeben und gründlich untermischen bis ein fester homogener Teig entstanden ist. Zuletzt die Mandeln und die Schokoladenstücke zugeben und unterrühren, dabei aufpassen, dass auch die unteren Teigschichten Mandeln und Schokolade abbekommen. Pro Keks einen halben Esslöffel vom Teig abstechen und auf ein Blech geben, dabei genügend Abstand lassen (ich habe relativ kleine Bleche und bekomme neun Kekse auf einem Blech gebacken) und ca. 15 Minuten backen bis die Kekse goldbraun sind. Nach dem Backen kurz auf dem Blech abkühlen lassen, bis man die Kekse anfassen kann, dann auf ein Gitter umlagern und gründlich trocknen lassen. Danach halten sich die Kekse sehr lange, ohne an Aroma zu verlieren.

(Wer einen Ofen hat, der keine 5er-Schritte beherrscht, der kann die Kekse auch bei 170 Grad backen und muss sie dann nur ein paar Minuten länger im Ofen lassen.)

[Kulinarisches] Paprika-Linsensuppe

Leider kann ich bei diesem Rezept kein Foto mitliefern, weil ich gestern erst die Suppe komplett ausgelöffelt habe und mir dann aufging, dass sie es wert wäre, verbloggt zu werden. Sie war nämlich einfach nur lecker! 😉 Entstanden ist das Ganze als eine Art Resteverwertung, ich versuche gerade mal wieder, meine Vorräte zu reduzieren, und experimentierte deshalb mit roten Linsen. Ach ja, weder Zucker noch Koriander hatte ich anfangs für die Suppe eingeplant, aber mit diesen beiden Bestandteilen wurde sie richtig rund. Diese Linsensuppe ist leicht scharf, sehr sättigend, einfach gemacht und vor allem so lecker!

Ein tiefer Teller mit einer goldfarbenden Suppe, in der kleine rote Paprikastückchen schwimmen.

1,5 Jahre später doch noch ein Foto …

Zutaten für vier Teller Suppe:

3 kleine, scharfe Paprika (gewürfelt)
1/2 Zwiebel (fein gewürfelt)
250g rote Linsen
ca. 1 1/2 Liter Gemüsebrühe
100 ml Sahne
1 TL Zucker
Salz
Pfeffer
Paprikapulver (Rosenpaprika)
gemahlener Koriander

Die Paprika und die Zwiebel in einem Topf mit etwas Öl gründlich anschwitzen, die Linsen (nachdem sie kurz mit klarem Wasser gespült wurden) zugeben und mit der Brühe aufgießen. Das Ganze kurz aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze eine (gute) Viertelstunde köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Die Sahne zugeben, mit Zucker, Salz, Pfeffer, Rosenpaprika und Koriander abschmecken und vor dem Servieren noch einmal kurz ziehen lassen.