Eigentlich hatte ich ja vor in diesem Herbst mal wieder Zimtschnecken zu backen, aber da mein Mann keinen Zimt mag, habe ich im November angefangen über eine zimtfreie Variante nachzudenken. Das führte dazu, dass ich irgendwann bei „irgendwas mit Vanille und Apfel und vielleicht Mandeln“ landete. Aber da meine Mandeln an dem Tag, an dem ich backen wollte, wegen unerwünschter Mitbewohner leider nicht zum Verzehr geeignet waren, habe ich spontan zu Marzipan gegriffen. Das Ergebnis war dann so gut, dass ich dieses Backexperiment unbedingt hier noch festhalten wollte, um es in Zukunft wiederholen zu können.

Zutaten für acht Schnecken:
(Von mir in einer Springform gebacken, aber es geht auch jede andere Backform, die genug Platz bietet, um die Schnecken locker nebeneinander zu legen.)
Für den Teig:
- 2 Päckchen Vanillepuddingpulver
- 275 g Weizenmehl (550er)
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 60 g Zucker
- eine Prise Salz
- 225 ml lauwarme Milch
- 50 g weiche Butter
Für die Füllung:
- 3 große säuerliche Äpfel (z.B. Boskop)
- 1 Päckchen Marzipan-Rohmasse
- ca. 50 g Butter
- ca. 2 EL Zucker
Außerdem noch etwas Milch, um die Schnecken vor dem Backen damit zu bestreichen.
Für den Guss:
- 2 TL Vanille-Extrakt
- 2 TL Wasser oder Milch
- ca. 4 EL Puderzucker
Mehl, Puddingpulver, Trockenhefe, Zucker und Salz gründlich miteinander vermischen, dann die weiche Butter und die lauwarme Milch zugeben und gründlich verkneten. Ich habe dieses Mal dafür meine Küchenmaschine verwendet und den Teig insgesamt gut eine Viertelstunde kneten lassen, aber es geht auch mit den Kneteinsätzen eines Handmixers oder mit der Hand – wobei es mit der Hand einige Geduld benötigt, bis die Teigmasse nicht mehr bei jedem Griff an den Händen klebt. Wenn der Teig nur noch wenig klebt und insgesamt schön elastisch ist, kommt er in eine abgedeckte Schüssel und muss an einem warmen Ort 30 Minuten gehen bis er sein Volumen verdoppelt hat.
Während der Teig geht, eine Springform (oder andere Form) fetten, die Äpfel putzen und in Würfel schneiden, die Butter zerlassen und das Rohmarzipan in Streifen schneiden (ich habe den Block einfach so lange mit einem Messer halbiert, bis ich Streifen von ca. 0,5 x 0,5 cm hatte). Nach der Gehzeit den Teig noch einmal gründlich durchkneten und dann zu einem Rechteck dünn ausrollen. Die Teigplatte wird dann mit der flüssigen Butter bestrichen und mit einer feinen Schicht Zucker bestreut (wenn mein Mann nicht wäre, hätte ich hier auch noch Zimt verwendet). Dann habe ich an der unteren Längsseite der Teigplatte einen Streifen Marizpan gelegt und das restliche Marzipan in Stückchen zerpflückt und zusammen mit den Apfelstückchen auf dem Teig verteilt. Als nächstes den Teig von der unteren Längsseite locker aufrollen, die Teigrolle in acht gleichgroße Schnecken schneiden und die Schnecken dann mit der Schnittkante nach unten in die Backform stellen. Dabei darauf achten, dass zwischen den einzelnen Schnecken noch etwas Luft ist, damit sie noch aufgehen können. Dann die Form abdecken und mindestens zehn Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis die Schnecken sichtbar an Volumen gewonnen haben.
Während die Schnecken gehen (oder danach, wenn ihr wie ich den Backofen als „warmen Ort“ zum Gehen nutzt), den Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Die Oberfläche der Schnecken wird jetzt noch mit Milch bestrichen und dann werden die Schnecken ca. 25 Minuten gebacken, bis sie goldbraun sind. Dabei nicht erschrecken, wenn die Füllung an ein paar Stellen sehr dunkel aussieht, das Marzipan bräunt sehr schnell.

Nach dem Backen die Schnecken abkühlen lassen und dann aus Puderzucker, Vanilleextrakt und Wasser (oder Milch, dann wird der Guss weniger durchsichtig als bei mir) einen Zuckerguss anrühren und auf den Schnecken verteilen. Ohne Vanilleextrakt geht das natürlich auch, dann eben etwas mehr Wasser oder Milch nehmen.










