Schlagwort: Kochen und Backen

[Kulinarisches] Linsen-Bolognese

Nachdem Sayuri am vergangenen Sonntag nach dem Rezept gefragt hat, gibt es hier also meine Variante von „Linsen-Bolognese“. Genau genommen ist es eine Mischung aus drei Rezepten, die ich online gefunden hatte und die ich an die Zutaten angepasst habe, die ich bei uns im Viertel immer finde. Alle drei Original-Rezepte waren sich nämlich einig, dass man unbedingt Staudensellerie verwenden müsse.

Zutaten für 4 großzügige Portionen:

1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Karotten
500 ml Gemüsebrühe
200 g getrocknete rote Linsen
500 ml passierte Tomaten
3 EL Tomatenmark
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz
Pfeffer
getrockneter Thymian
Rosenpaprika

Als erstes die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln und dann andünsten. Währenddessen die Karotten schälen, fein würfeln und zu den Zwiebeln geben, dann das Gemüse mit der Brühe angießen und köcheln lassen, bis die Karotten bissfest gegart sind. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden und die Linsen abwiegen. Sobald die Karotten so weit sind, die Linsen, die passierten Tomaten, das Tomatenmark und die Frühlingszwiebeln in den Topf geben und das Ganze ungefähr 10 Minuten kochen lassen, bis die Linsen gegart sind. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika und großzügig Thymian abschmecken und die Linsen-Bolognese vor dem Servieren noch etwas ziehen lassen.

Ich koche die Linsen-Bolognese meist schon am Vormittag, wenn wir sie abends essen wollen, weil sie aufgewärmt einfach besser schmeckt. Für uns reicht die Menge für zwei großzügige Mahlzeiten, und da sich die Sauce gut einfrieren lässt, mache ich regelmäßig gleich die doppelte Portion, um einen leckeren Vorrat im Gefrierschrank zu haben.

[Kulinarisches] Mangold-Tarte

(Für 4 Personen bzw. für eine 28er Springform)

Teig:

150 g Mehl (Typ 550)
100 g Hartweizengrieß
1/4 Päckchen Trockenhefe
5 g Salz
ca. 140 ml lauwarmes Wasser
1,5 EL (Oliven-)Öl

Die trockenen Zutaten gründlich mischen, dann mit Wasser und Öl verkneten und zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Füllung:

500 g Mangold
150 g geriebenen Gouda (mittelalt)
4 Eier Größe M (oder 3 Eier Größe L)
200 ml Sahne
Salz
Pfeffer

Den Mangold putzen, Blätter und Stiele trennen, die Stiele kleinschneiden und in einer Pfanne andünsten. Währenddessen die Mangoldblätter in „mundgerechte“ Stücke schneiden und kurz in die noch warme Pfanne werfen. (Ich mache das in der Regel, wenn ich den Teig angesetzt habe und lasse das Gemüse dann einfach bis zum Fertigstellen der Tarte in der Pfanne.)

Wenn der Teig gegangen ist, muss er noch einmal kräftig durchgeknetet werden. Die Springform einfetten, dann den Teig grob ausrollen, so dass er deutlich größer ist als der Springformboden. Den Teig lose in die Springform legen (er muss nicht überall auf dem Boden liegen und die Ränder müssen noch nicht ausgeformt sein – wenn man das als erstes macht, wird es nur nervig, weil der Teig ohne Füllung an den Rändern immer nach innen fällt) und das Gemüse auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen. Dann den Rand lose einschlagen, bis er nur noch ca. 1 cm oberhalb der Gemüsefüllung endet. Den geriebenen Käse auf das Gemüse geben und in einer Schüssel die Eier mit der Sahne gründlich verquirlen (einfacher ist es, wenn man erst die Eier gründlich durchmischt und dann die Sahne zugibt). Die Eier-Sahne-Mischung kräftig mit Salz und Pfeffer würden und über den Käse gießen.

Das Ganze dann ca. 45 Minuten bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) im unteren Drittel des vorgeheizten Ofens backen, bis die Tarte goldbraun ist und ein Holzstäbchen bei einer Stäbchenprobe sauber aus der Mitte der Tarte gezogen werden kann.

[Kulinarisches] Spinat-Feta-Taschen

Dieses Mal gibt es weniger ein konkretes Rezept als vielmehr den Versuch, ein improvisiertes „Reste-Essen“ festzuhalten, weil es so verflixt lecker war. Abgesehen von dem Feta sind alle Zutaten, die ich dafür verwendet habe, im Laufe der Woche beim Kochen von „Standardessen“ übrig geblieben, so dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass ich das noch einmal wiederholen kann. 😉

Nicht so hübsch, da während des Essens fotografiert – aber lecker!

Zutaten:

Pizzateig für 2 Portionen (siehe Link)

ca. 50 g geriebenen Gouda

Füllung:

2 Knoblauchzehen
250 g TK-Blattspinat (aufgetaut!)
ca. 100 g Mascarpone
200 g Feta
Salz
Pfeffer
Rosenpaprika

Den Knoblauch und den Spinat fein hacken und in einer Pfanne andünsten. Währenddessen den Feta sehr klein zerbröseln und dann zusammen mit dem Mascarpone zu dem Gemüse geben. Das Ganze bei geringer Hitze erwärmen, bis der Feta geschmolzen ist. Dann die Masse mit Salz, Pfeffer und einer Prise Rosenpaprika abschmecken und zur Seite stellen.

Den Pizzateig in zwei Portionen teilen und nacheinander flach ausrollen. Die Hälfte der Masse auf je einen Teigfladen geben, den Teig umschlagen und die Ränder gründlich zusammendrücken.

Den Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen, währenddessen die „Calzone“ mit Wasser bestreichen und mit etwas Gouda bestreuen. Wenn der Ofen die richtige Temperatur erreicht hat, die Calzone für ca. 20 Minuten backen.

[Kulinarisches] Milchreis-Varianten

Beim Milchreis scheint es nur die Liebhaber und die Hasser zu geben. Für mich gehört Milchreis zu den Seelentröstern aus der Kindheit. Trotzdem mache ich ihn nicht so oft, dass ich die Mengenverhältnisse für den perfekten Milchreis im Kopf hätte und musste heute erst einmal schauen, ob ich nicht ein Rezept finde. Gestolpert bin ich über dieses Rezept und da es für mich noch nicht ideal war, notiere ich hier mal meine Variante, bevor sie wieder in Vergessenheit gerät.

Zutaten für 2 Portionen Milchreis:

Basisvariante:

1/2 EL Butter
100 g Milchreis
400 ml lauwarme Milch
1/4 TL gemahlene Vanille (alternativ Vanillezucker)
Zucker nach Geschmack nach dem Kochen unterrühren – ohne weitere Aromen wäre das bei mir ein knapper Esslöffel.

Schoko-Milchreis:

2 Riegel Zartbitterschokolade (in Stückchen zerbrochen) nach dem Kochen unterrühren und nur nach Bedarf noch ein bisschen Zucker zugeben. Bei meiner Schokovariante war kein weiterer Zucker notwendig.

Himbeer-Milchreis:

150 g gefrorene Himbeeren
1-1,5 EL Zucker

Die Butter in einem großen Topf (bei 2 Portionen würde ich einen Topf nehmen, der 1,5 bis 2 Liter Fassungsvermögen hat) schmelzen lassen. Dann den Reis zugeben und unter Rühren in der Butter anschwitzen, bis er glasig ist. Die lauwarme Milch und die Vanille zugeben und die ganze Masse kurz aufkochen lassen, dabei das Rühren nicht vergessen, damit nichts ansetzt. Nach dem Aufkochen den Topf mit einem Deckel verschließen und auf die kleinste Platte des Herdes setzen, die kleinste Stufe einstellen und das Ganze bei wenig Wärme 15 Minuten ziehen lassen. Nach Ablauf dieser Zeit den Milchreis gründlich umrühre (er war zumindest bei mir zu dem Zeitpunkt doch etwas kompakter geworden) und ohne weitere Hitze mit immer noch geschlossenem Deckel für 10-15 Minuten quellen lassen.

Jetzt ist der Milchreis im Prinzip fertig und muss nur noch mit Zucker abgeschmeckt werden. Wenn man allerdings eine der Varianten ausprobieren will, kommen vor dem Zuckern die Himbeeren oder Schokostückchen in den Milchreis, damit die Hitze die Schokolade schmelzen oder die Himbeeren auftauen kann, und erst nach einem gründlichen Umrühren wird der Reis mit Zucker abgeschmeckt.

Ich persönlich mag die Himbeer-Variante besonders gern, während mein Mann auf den Schokoreis steht. Der Klassiker besteht für mich aber immer noch aus Milchreis mit Zimt und Apfelmus und deshalb werde ich beim nächsten Mal wohl schauen, wie es schmeckt, wenn ich nach den 15 Minuten auf kleiner Flamme noch kleingeschnittene Äpfel in den Reis werfe …

[Kulinarisches] Nuss-Getreideflocken-Brötchen

Diese Woche war ziemlich stressig und am Donnerstag hatte ich dann das dringende Bedürfnis, mal wieder etwas zu tun, bei dem ich am Ende des Tages ein greifbares Ergebnis haben würde. Und da ich gerade wieder etwas mäkelig bin, wenn es um mein Frühstück geht, lag es nahe, Brötchen zu backen. Neben den Curry-Lauch-Brötchen aus dem Mini-Brot-Backbuch habe ich noch mit Zimt-Marzipan- und Schoko-Marzipan-Schnecken experimentiert und mal wieder eine Runde Nuss-Brötchen mit Getreideflocken gemacht. Für diese Brötchen habe ich inzwischen die ideale Mischung für mich gefunden, so dass es Zeit wird, das Rezept hier festzuhalten.

Leider sind keine Nüsse auf dem Foto zu sehen, während mein Frühstücksbrötchen am Freitag dann natürlich prompt drei sehr dekorative Nüsse im Anschnitt hatte … *g*


Zutaten für 8-9 Brötchen
175 g Roggenmehl
175 g Weizen(vollkorn)mehl
1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Honig
100 ml lauwarmes Wasser

50 g gemischte Nüsse (bei mir Hasel-, Pekan- und Walnüssen)
50 g gemischte Getreideflocken (oder grobe Haferflocken)
3/4 TL Salz
200 g Schmand
1 Ei

Zuerst das Mehl in eine Schüssel geben, miteinander vermischen und eine Mulde in die Mitte drücken. Dann die Hefe in die Mulde krümeln, den Honig und das Wasser darübergeben und mit ein bisschen Mehl vom Rand der Mulde vermischen. Das Ganze abgedeckt 15 Minuten gehen lassen.

Nach diesen 15 Minuten die Wasser-Hefemischung mit einem Mixer (Knethaken!) unter das Mehl rühren, die restlichen Zutaten dazugeben und so lange kneten, bis ein homogener Teig entstanden ist. Den Teig noch einmal abgedeckt bei Zimmertemperatur ca. 45-60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Ofen bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und – wenn vorhanden – eine Mini-Brotbackform vorbereiten. (Wer keine Mini-Brotbackform hat, kann den Teig natürlich auch mit etwas Mehl zu Rohlingen formen und diese auf einem Blech backen, der Teig ist allerdings relativ klebrig.) Den Teig in 8-9 (je nach Backformaufteilung) Portionen teilen, in die Form setzen und noch einmal 30 Minuten gehen lassen. Dann die Brötchen 20-25 Minuten backen und in der Form (etwas) abkühlen lassen.

P.S.: Ich friere den Großteil meiner Ergebnisse bei solchen Backaktionen immer ein und schiebe die Brötchen dann kurz vor dem Essen zum Auftauen bei 150 Grad (Umluft ohne Vorheizen) für 15 Minuten in den Ofen.

[Kulinarisches] Fladenbrot

In letzter Zeit habe ich zweimal pro Woche Fladenbrot gebacken, seitdem ich auf einem Blog ein Basisrezept gefunden hatte, das mir gut gefiel. Inzwischen habe ich dieses Rezept so sehr unseren Bedürfnissen angepasst, dass ich es wohl bedenkenlos verbloggen kann. 😉

Zutaten für ein Fladenbrot

275 ml lauwarmes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
300 g Mehl
1,5 TL Salz
1 EL Öl
2 EL Sesam

Das Wasser in eine große Rührschüssel geben und die Trockenhefe gründlich darin auflösen, dann die Hälfte des Mehls einrühren. Wenn das Ganze eine homogene Masse ergibt, die restlichen Zutaten in die Schüssel geben und verrühren. Die Schüssel mit einem Teller oder Folie verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag den (relativ weichen) Teig mit einem Teigschaber auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Umluft) für ungefähr 25 Minuten backen.

Das Brot ist sehr fluffig und aromatisch und lässt sich leicht variieren, zum Beispiel, indem man 2 EL getrocknete Kräuter in den Teig gibt. Wer mag, kann vor dem Backen das Brot mit Öl bepinseln und Sesam oder Kräuter darüberstreuen – ich persönlich lasse das, weil ich die glatte Kruste beim Essen lieber mag. 😉

[Kulinarisches] Chili-Polenta und Radieschen-Tzatziki

Ostermontag habe ich – mit leichten Abwandlungen – Chili-Käse-Rosmarin-Polenta aus dem „Täglich vegetarisch“-Kochbuch von Hugh Fearnley-Whittingstall und dazu Radieschen-Tzatziki – mit ein paar größeren Veränderungen – nach einem Rezept von Steph vom Kuriositätenladen gekocht. Beides schmeckt schon für sich fantastisch, aber zusammen gewinnen beide Gerichte noch einmal ein ganzes Stück. Es ist einfach die perfekte Kombination von heiß, knusprig, würzig-scharf und kühl, erfrischend und würzig.

Weil ich noch Salat und Möhre vom Wochenende übrig hatte, gab es bei uns noch Eisbergsalat mit gehobelter Möhre und Vinaigrette dazu und die leichte Süße der Möhre ergab noch einen dezenten Kontrast zum Essen, den ich sehr mochte, der aber nicht unbedingt nötig ist.

Chili-Käse-Rosmarin-Polenta (für 4 Portionen)

etwas Öl zum Andünsten
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
Chiliflocken
1 EL getrockneter Rosmarin
Rosenpaprika-Pulver
800 ml Wasser
150 g Instant-Polenta
100 g geriebener Hartkäse (z.B. Parmesan oder Pecorino)
Salz
Pfeffer
noch etwas Öl zum abschließenden Braten

Laut dem Originalrezept benötigt man unter anderem eine Pfanne, einen Topf und eine frische rote Chilischote, aber da ich ungern mit frischem Chili hantiere, habe ich – nicht nur – das geändert. 😉

Die Knoblauchwürfelchen in etwas Öl mit den Chiliflocken und dem Rosmarin andünsten. Dann das Wasser zugeben und zum Kochen bringen, Unter ständigem Rühren (am Besten mit einem Schneebesen) die Polenta einrieseln lassen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Masse sehr fest geworden ist – dabei auf gar keinen Fall das Rühren vergessen! Dann den Topf von der Flamme nehmen und eine kräftige Prise Rosenpaprika, Salz, Pfeffer und den geriebenen Käse unterrühren. Die Polentamasse soll eine gute Schärfe haben und nur leicht nach Käse und Knoblauch schmecken. Zuletzt die Polenta auf einen Teller oder ein Blech streichen, so dass sie ungefähr 1,5-2 cm dick ist und abkühlen lassen. (Ich mache die Polenta gern vormittags, wenn wir sie abends essen wollen.) Wenn die Polenta abgekühlt und fest ist, kann sie in Stücke geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten angebraten werden.

Radieschen-Tzatziki

1 Bund Radieschen
3 confierte Knoblauchzehen (Rezept findet ihr HIER), aber ich bin mir sicher, dass feingehackter frischer Knoblauch auch funktionieren würde
450 g griechischer Abtropfjoghurt
1 EL Rapsöl
1 EL Balsamico Bianco
kleingehackte Petersilie oder Dill (beides ausprobiert, beides schmeckt)
Rosenpaprika-Pulver
1 Prise Zucker
Salz
Pfeffer

Die Radieschen groß raspeln (wir haben eine Käsereibe zum Kurbeln, mit der das hervorragend geht, solange die Radieschen frisch sind), aber das geht natürlich auch mit einer normalen Reibe, und mit einer Prise Salz bestreut etwas stehen lassen. Dann die Radieschen kräftig ausdrücken, um möglichst viel Flüssigkeit aus ihnen zu bekommen.

Die konfierten Knoblauchzehen mit der Gabel zerdrücken und dann mit den Radieschen, dem Joghurt, der Petersilie (oder dem Dill) dem Öl und dem Essig gründlich vermischen. Die Masse mit einer Prise Zucker, Salz, Pfeffer und Rosenpaprika abschmecken. Vor dem Servieren ruhig noch etwas ziehen lassen und im Zweifelsfall noch einmal nachwürzen.

***

Die Polenta schmeckt auch am nächsten Tag (kalt oder warm) sehr gut, was die Reste zu einem perfekten Snack oder zum passenden Bestandteil einer Lunchbox macht.

Und das restliche Radieschen-Tzatziki lässt sich ganz einfach zu (frischem) Brot genießen.

[Kulinarisches] Eier-Muffins

Mein Mann durfte in den letzten Wochen mal wieder regelmäßig Überstunden bei der Arbeit machen, was unseren normalen Essensrhythmus ziemlich durcheinander bringt. Da er eh immer relativ ausgehungert nach Hause kommt, habe ich also nach etwas gesucht, was ich ihm zusätzlich mitgeben konnte. Es sollte nur eine Kleinigkeit und transportabel sein und etwas, das er besonders gerne mag. Dann bin ich HIER über die Eier-Muffins als Lunchbox-Bestandteil gestolpert und habe damit selber mal rumprobiert. Oh, und da es für meinen Mann ist, ist das mal kein vegetarisches Rezept.

Zutaten für 12 Eier-Muffins:

1/2 rote Paprika
1/4 Zucchini (mittelgroß)
1/2 Zwiebel (klein)
ca. 100 g fertig gewürfelten Frühstücksspeck
ca. 50 g geriebener Gouda
2 Scheiben Toastbrot
6 Eier
ca. 150 ml Milch
Salz
Pfeffer
Rosenpaprika-Pulver
Oregano (getrocknet)
Butter (für die Muffinform)

Die Paprika, Zucchini und Zwiebel habe ich sehr fein gewürfelt, das Toastbrot in eher grobere Würfel geschnitten und das Ganze zusammen mit dem Speck und dem Käse in einer großen Schüssel vermischt. Gewürzt habe ich die Masse dann mit Pfeffer, einer großzügigen Prise Rosenpaprika und Oregano – kein Salz, da der Speck salzig genug sein sollte. Diese Mischung habe ich auf ein gebuttertes 12er-Muffinblech aufgeteilt. Dann habe ich den Ofen auf 200 Grad bei Umluft vorgeheizt und währenddessen die Eier mit der Milch, etwas Salz und noch etwas Pfeffer verquirlt und mit dieser Flüssigkeit die Muffinformen aufgefüllt. Nach 20 Minuten im Ofen waren die Muffins fertig und konnten zum Abkühlen rausgeholt werden.

Laut meinem Mann schmecken sie warum und kalt gut und sie lassen sich prima mitnehmen. 😉 Allerdings muss ich zugeben, dass man schon eine gut beschichtete Muffin-Form benötigt, um die Dinger heil auszulösen …

[Kulinarisches] Wirsing-Rouladen mit Reis-Paprika-Füllung

In den letzten Wochen gab es bei all den stressigen Tagen abends doch immer eher simple und wenig zeitaufwändige Gerichte. Trotz Renovierungs- und „ich will noch so viel vor Weihnachten schaffen“-Chaos wollte ich das mal wieder ändern und ein bisschen aufmerksamer kochen, während mein Mann Urlaub hat. Simpel sind diese Wirsing-Rouladen auch, aber dafür brauchen sie schon ein bisschen Zeit bei der Zubereitung.

Zutaten für 8 Rouladen (oder zwei hungrige Personen)

8 große Wirsingblätter in gutem Zustand (also nicht die Blätter ganz außen, die haben regelmäßig kleine Löcher)
250 g Reis
1-2 Paprikaschoten
etwas Öl zum Dünsten
Salz
Pfeffer
Rosenpaprika-Pulver
ca. 300 ml Sahne
(8 Zahnstocher)

Zubereitung:

Bei den Wirsingblättern den mittleren dicken Strunk mit einem scharfen Messer an der Außenseite so weit wegschneiden, dass er nicht mehr viel dicker als das Blatt ist. Dann die Blätter kurz in einem großen Topf in köchelndes Wasser legen, bis sie so weich sind, dass man sie später gut rollen kann. Ich mache das einzeln, damit mir nicht ein Teil zu gar wird, während die oberen noch zu knackig sind. Die Wirsingblätter dann in einem Sieb abtropfen lassen. Dann den Reis in Salzwasser garen, parallel dazu die Paprika säubern, in kleine Stücke schneiden und mit ein bisschen Öl in einer Pfanne andünsten.

Danach den fertig gekochten Reis mit der Paprika mischen und das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer und dem Rosenpaprika-Pulver würzen. Die Masse sollte auf jeden Fall überwürzt schmecken, da der Wirsing ja ungewürzt ist. Dann die Wirsingblätter mit der Reis-Paprika-Mischung füllen – je nach Blattgröße nehme ich da 3-4 Esslöffel pro Blatt, schlage dann die Seiten über der Füllung zusammen und rolle das Ganze vom Stiel her auf, bis eine Roulade entstanden ist, und fixiere dann das Ende des Wirsingblatts mit einem Zahnstocher.

Als Nächstes werden die Wirsingrouladen in die nun leere Pfanne gelegt und mit Sahne angegossen, bis die Rouladen zu einem Viertel bis Drittel in der Sahne liegen. Dann kommt ein Deckel auf das Ganze und die Pfanne wird erhitzt, bis die Sahne leicht köchelt. Hier etwas aufpassen, dass die Hitze wirklich so niedrig ist, dass die Sahne nicht zu sehr hochkocht. Die Wirsingrouladen sollen insgesamt 20 Minuten in der Sahne gar ziehen, die Rouladen nach der Hälfte der Zeit wenden, damit sie von beiden Seiten gleichmäßig garen. In dieser Zeit kocht die Sahne deutlich ein, bekommt ein paar Aromen von dem Wirsing und den Gewürzen ab und ergibt so am Ende eine leckere Sauce für das Essen.

***

Wer sich nun fragt, was mit dem Rest Wirsing gemacht werden könnte: Mein Vorschlag wäre ein Wirsing-Risotto. Einfach ein klassisches Risotto ansetzen und nach dem Angießen der letzten Kelle Brühe kleingeschnittenen Wirsing (und einen Hauch Muskatnuss) unterrühren und mit dem Risotto fertig garen.

Oder man macht ein Resteessen – das gab es am Montag bei uns. Dafür habe ich die restlichen 2 Paprika und den übrigen Wirsing kleingeschnitten und in der Pfanne angebraten, dazu gab es den Rest eines angefangenen Frischkäses (den ich auf Brot nicht so mochte und der langsam mal aufgebraucht werden sollte) und einen Schuss Brühe, damit es nicht so trocken wird. Das Ganze habe ich dann mit Harissa, Salz und Pfeffer scharf abgeschmeckt und am Ende mit ein paar frisch gekochten Nudeln gemischt.

[Kulinarisches] Cremige Blumenkohl-Suppe

Manchmal sind es ja gerade die einfachen Rezepte, die wahre Seelentröster sind. Diese Blumenkohl-Suppe gehört für mich ganz klar dazu. Schon als Kind mochte ich Blumenkohl-Suppe sehr gern, wobei meine Mutter die früher mit Mehl oder Ei gebunden hat, was ich wiederum nicht so gerne mache. Deshalb koche ich also diese Variante:

Zutaten (für 4 Portionen):

4 mittelgroße Kartoffeln
1 mittelgroßer Blumenkohl
1,5 Liter Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Muskat(blüte)
gehackte Petersilie
Zitronensaft

Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und mit den 1,5 Litern Gemüsebrühe in einem großen Topf aufsetzen. Den Blumenkohl putzen, in kleine Röschen teilen (den Stiel würfeln) und zu den kochenden Kartoffeln in den Topf geben. Das Ganze zehn Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl bissfest ist. Dann die Hälfte der Blumenkohl-Röschen mit einer Schaumkelle aus dem Topf fischen und zur Seite stellen. Jetzt wird der restliche Topfinhalt mit einem Pürierstab bearbeitet, bis eine cremige Suppe ohne Stückchen entstanden ist, dann kommt etwas feingehackte Petersilie dazu – die Menge hängt vom individuellen Geschmack und dem vorhandenen Vorrat ab 😉 – sowie die zur Seite gestellten Blumenkohl-Röschen, und zuletzte wird das Ganze mit Salz, Pfeffer, Muskat(blüte) und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Suppe ist supersimpel und sehr lecker.