Kategorie: Diverses

Sommerpause

Ich habe beschlossen, dass mein Blog ab sofort eine Sommerpause einlegt. Der Grund dafür ist, dass ich bei diesen Temperaturen weder lesen noch kommunizieren mag. Bevor die Gradzahlen nicht für ein paar Tage (und Nächte!) am Stück deutlich fallen, kann man mit mir nichts mehr anfangen. Hinzu kommt, dass wir – wie schon erwähnt – Besuch erwarten und mein Mann in den kommenden Wochen auch Urlaub haben wird.

Ich weiß nicht, ob ich bis zum Lese-Sonntag am 19. August wieder aus meiner Pause zurück sein werde – aktuell spricht die (nicht sehr zuverlässige) 14-Tage-Wettervorhersage eher dagegen, aber ihr könnt ja den Lese-Sonntag im Zweifelsfall auch ohne mich abhalten. 🙂

Macht’s gut, bis spätestens im September!

Sommerbücher

Nachdem es zwei Wochen lang eigentlich relativ angenehmes Sommerwetter gab (vor allem dank der verhältnismäßig kühlen Nachttemperaturen), stiegen am Donnerstag die Temperaturen wieder auf 30 Grad und Abkühlung beim nächtlichen Lüften konnten wir auch vergessen. Es war zu warm, um zu schlafen, und ich war zu müde, um zu lesen. Stattdessen saß ich da und habe mir Gedanken darüber gemacht, was mir für „Sommerbücher“ in den Sinn kommen – spontan kam ich auf folgende Titel, weil sie mir immerhin während des Lesens vorgaukeln, dass Sommer einfach schön sein kann:

Tove Jansson: The Summer Book (Das Sommerbuch)
Wunderschöne, ruhige und fein erzählte Episoden von den Erlebnissen, die eine Großmutter und ihre Enkelin im Sommer (genauer gesagt in mehr als einem Sommer) auf einer kleinen Insel im finnischen Fjord haben. Perfekt für kleine Lesepausen und wunderbar erholsam zu lesen.

Edward Kelsey Moore: Mrs. Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner
Eigentlich kein wirkliches „Sommerbuch“, aber die warmherzige, amüsante und berührende Geschichte rund um drei Freundinnen und die Geister, die die Protagonistin Odette auf einmal sieht, strahlt für mich so eine Art „Südstaaten-Feeling“ aus (ohne überhaupt da zu spielen), dass ich es automatisch mit Sommer und heißen Tagen verbinde. Auf jeden Fall ist es eine wunderbare Wohlfühlgeschichte, ohne dass Themen wie Trauer, Rassismus, Krankheit, verlorene Träume und Bigotterie ausgeklammert werden.

Claire Legrand: Some Kind of Happiness
Ein Jugendbuch aus der Sicht der elfjährigen Finley, die einen Sommer bei ihren Großeltern verbringen soll, während ihre Eltern versuchen ihre Beziehung zu klären. Auf den ersten Blick nur ein Buch rund um einen Sommer voller neuer Freunde und bis dahin unbekannten Familienmitgliedern, Streifzügen durch den Wald und gemeinsamer Abenteuer. Aber es gibt auch fantastische Geschichten, die sich Finley ausdenkt, um mit ihren ganz persönlichen Problemen fertig zu werden, es gibt Familiengeheimnisse, die vor sich hin gären und die „blue days“, an denen Finley all das zu viel wird.

Nnedi Okorafor: Akata Witch
An „Akata Witch“ musste ich nicht nur denken, weil es im Sommer spielt, sondern auch wegen des Schauplatzes Nigeria. In erster Linie geht es um die zwölfjährige Sunny, die nicht nur (als in Amerika geborene Nigerianerin) nach dem Umzug ihrer Eltern in ihre Heimat wieder einen Platz für sich finden muss, sondern als Albino auch sehr unter der Hitze und der Sonne leidet. Trotzdem findet sie in den Wochen, in denen die Geschichte spielt, nicht nur neue Freunde, sondern lernt auch einiges über die Magie der „Leopard People“. (Bevor der Sommer wieder endet, sollte ich unbedingt die Fortsetzung „Akata Warrior“ lesen. *g*)

Banana Yoshimoto: Tsugumi
Obwohl die Geschichte sich über mehrere Jahre zieht, wird sie doch vor allem von einem letzten Sommer am Meer bestimmt, von den Nächten am Strand, vom Meer und all den Dingen, die man in einer kleinen Stadt macht, wenn der Sommer geprägt wird von einer Mischung aus Touristen und Alltag, Abschiednehmen und Freundschaft. Für mich spielen in Tsugumi die Stadt, der Strand und das Meer einfach eine größere Rolle als die Charaktere, da die Autorin diese Elemente wunderbar atmosphärisch beschrieben hat.

Bücherregal (Fantasyromane Teil 2)

Nachdem der erste Teil schon recht lang wurde, erwarten euch hier noch ein paar mehr Fotos mit Büchern und Autoren, die ich darunter aufliste. 😉 Was mich immer noch irritiert, sind die fehlenden Romane, die ich bislang noch nicht wiedergefunden habe. Aber ich habe immer noch die Hoffnung, dass die in den Stapeln vor meinem Bett auftauchen, wo sich die Sachbücher, Kinderbücher und alle anderen Romane, die weder Krimi noch Fantasy (bzw. Science Fiction oder Horror) sind, tummeln.

Mit Guy Gavriel Kay geht es los – einer der Autoren, bei denen ich immer denke, ich sollte mal nach weiteren Büchern schauen. Dann noch M. M. Kaye, P. B. Kerr, Jackie Kessler (mit Caitlin Kittredge), Morgan Keyes, Amber Kizer und Johanna von Koczian. Bei Sarah Kuhn habe ich die Lücke extra größer gelassen, nachdem ich gerade erst sah, dass sie einen Vertrag für drei weitere „Heroine“-Bücher hat, von Lynn Kurland sollen auch irgendwann noch die restlichen Teile der Reihe einziehen und Mercedes Lackey nimmt eh schon zwei Reihen ein.

Mercedes Lackeys „Valdemar“-Veröffentlichungen habe ich auch lange nicht vollständig, aber als sie mit ihrem Ehemann zusammenarbeitete, gefielen mir die Geschichten nicht mehr so gut. Sharon Lee bleibt, weil sie ein Geschenk war, Tanith Lee und Madeleine L’Engle dürfen einfach nicht in meinem Regal fehlen und mit Jason Lethcoe, C. S. Lewis, Holly Lisle und George Lucas (so banal „Willow“ ist, es funktioniert für mich als Wohlfühlbuch *g*) war es das dann auch schon mit den L-Autoren.

Weiter geht es mit Margaret Mahy (so eine großartige Jugendbuchautorin – nicht alles fantastisch, aber für mich gehört sie in den Bereich), Dunstan Martin, Anne McCaffrey (nicht ganz vollständig, aber ich glaube, meine vorhandene „Pern“-Sammlung reicht mir), Kelly McCullough (mit genügend Lücke für die fehlenden drie Bände), L. J. McDonald (auf Bewährung) und Dennis L. McKiernan.

Von Robin McKinley suche ich noch ein paar Bücher, die hoffentlich irgendwo in meinem Chaos stecken *seufz*, Richelle Mead wird vermutlich langfristig rausgeworfen, während ich von Kelly Meding noch ein paar Titel ergänzen will, und von Kate Milford ist der nächste Greenglass-House-Band schon bestellt. *g* Das Fach ist etwas leer, aber ich wollte die nächste Autorin nicht mit den anderen zusammenquetschen.

Denn Seanan McGuire produziert so viele Geschichten, dass ich großzügig Platz für weitere Romane bereithalten muss. Ein Buch liegt noch auf dem SuB, zwei weitere bestelle ich im Juli und dann gibt es noch die ganzen angekündigten Titel, die in den nächsten Monaten veröffentlicht werden …

Bei N und O habe ich so wenige Autoren, dass erst einmal auch die im Regal bleiben durften, bei denen ich mir nicht sicher bin, wie lange sie noch bleiben dürfen. Mit Rachel Neumeier, Garth Nix, Shawn Thomas Odyssey und Nnedi Okorafor ist der Bereich sehr übersichtlich. Auch Cindy Spencer Pape und Diana L. Paxson sind gerade auf Bewährung, während ich hoffe, dass es von Laura Powell bald neue Romane gibt – die Autorin lese ich gerade sehr gern. T. A. Pratt, Byron Preiss & J. Michael Reaves, Otfried Preußler, Sarah Prineas und Terry Pratchett (bei dem man sehr gut sehen kann, ab wann mir die Scheibenwelt zu viel wurde) sind die restlichen Autoren mit P (abgesehen von Tamora Pierce *g*).

Für Tamora Pierce gibt es nämlich ein eigenes Fach inklusive Lücke für den noch auf dem SuB liegenden Roman. Nur gut, dass die Autorin so langsam schreibt – bis weitere Veröffentlichungen auf den Markt kommen, habe ich hoffentlich eine Lösung dafür gefunden, wie ich die auch noch in das Fach packen kann. 😉

Mit Irene Radford, Marta Randall (so ein tolles Buch – ich muss unbedingt schauen, ob es ihre anderen Titel noch auf Englisch gibt), Melanie Rawn, Käthe Recheis, Katya Reimann, Laura Resnick, Jewell Parker Rhodes, Rick Riordan (den ich eigentlich vor allem aus der Bibliothek ausleihe, weshalb ich nur einen Titel von ihm habe), Phoebe Rivers und Joel Rosenberg geht es weiter.

Jennifer Roberson nimmt im nächsten Fach ein bisschen Platz ein, während Michael Scott Rohan zu den Autoren gehört, die mein Mann (angeblich) bislang noch nie in meinem Regal gesehen hat – das kommt davon, wenn man seine Bücher immer in mehreren Reihen unterbringt *g*. J. K. Rowling und Matt Ruff bilden bei R den Abschluss – bei beiden Autoren habe ich momentan nicht das Bedürfnis, mehr zu kaufen. Was bei Matt Ruff vor allem daran liegt, dass sein aktuellstes Buch im Regal meines Mannes steht. 😉

R. A. Salvatore gehört zu den Autoren, deren Geschichten ich heute bestimmt nicht mehr lesen würde, aber es hängen viele Erinnerungen daran. Elizabeth Scarborough schreibt einfach nur großartig (und für mich absolut zeitlos), Courtney Schafer (wurde leider nicht vollständig ins Deutsche übersetzt, da muss ich mal nach englischen Ausgaben schauen), Victoria Schlederer und Polly Shulman machen dann das Fach voll.

Die „Shadowrun“-Romane habe ich nicht ins Autorenalphabet aufgenommen, sondern unter dem Reihentitel einsortiert. Es ist wirklich unglaublich lange her, dass ich bei einem Run dabei war … weiter geht es mit Arthur Slade, Thorne Smith, Sabine Städing, Mary Stanton, Christopher Stasheff und Amanda Stevens.

Die T-Autoren sind wieder etwas übersichtlicher: Roger Taylor, Rob Thurman (wartet auch auf Ergänzung mit englischen Ausgaben), J. R. R. Tolkien und Val Tyler. Da U und V wegfallen, geht es dann auch schon los mit Vanessa Walder, Irma Walker, Freda Warrington und Holly Webb.

Und da nicht alle Bücher der Autorin ins selbe Fach passten, gibt es auch hier Romane von Holly Webb. Außerdem die letzten Drachenlanze-Titel von Margaret Weis (und Tracy Hickman), die aus sentimentalen Gründen bleiben dürfen, Tad Williams, Walter Jon Williams (so wunderbar unterhaltsame SF-Romane – leider habe ich die Reihe nicht vollständig) und Ursula Wolter. Zu meiner Überraschung haben meine Bücher von Patricia C. Wrede auch noch in das Fach gepasst – nur gut, dass die Autorin so große Abstände zwischen ihren Veröffentlichungen hat. 😉

Den Abschluss bildet das Fach mit Jonathan Wylie, Rick Yancy (keine Ahnung, wo die Bände sind, die nicht mehr auf dem SuB ruhen), Isabel Yap, Brenna Yovanoff, Diane Zahler, Roger Zelazny und Jo Zybell. Wenn ich sehe, wie wenig Platz bei den Anthologien noch ist, muss ich mich wohl langsam mit dem Kaufen zügeln – immerhin sollten die Titel, die ich schon auf dem SuB habe, noch in das Fach passen.

Das war es dann auch schon mit meinen Fantasyromanen. Ein bisschen macht es sich ja doch bemerkbar, dass ich das Genre seit ca. 35 Jahren intensiv lese (und während meiner Zeit im Buchhandel direkt an der Quelle saß *g*). Nur gut, dass ihr hier nicht sehen könnt, wie viele Autoren und Serie ich in den vergangenen Jahrzehten schon abgegeben habe. 😉

Bücherregal (Fantasyromane Teil 1)

Bei den Krimis gab es ja schon so einige Titel, die ich mir noch mal in Ruhe ansehen möchte, um dann endgültig über ihren Verbleib im Regal zu entscheiden. Bei den Fantasyromanen (zu denen bei meiner Sortierung auch Science Fiction und Horror gehören) ist es eigentlich noch schlimmer, denn hier sind einige Reihen im Regal gelandet, weil ich damit Erinnerungen verknüpfe. Ich lese diese Art von High Fantasy eigentlich gar nicht mehr, aber so ganz trennen kann ich mich von manchen Titeln trotzdem immer noch nicht – zumindest nicht, bevor ich sie nicht noch einmal in Ruhe gelesen und mir eine aktuelle Meinung gebildet habe. Immerhin überwiegen im Regal trotzdem die Bücher, die ich seit Jahrzehnten immer wieder mit Vergnügen lese oder die neu genug sind, dass ich sie noch lange nicht über habe. 😉

Ganz klassisch beginnt mein Regal mit Douglas Adams, Mariette Aerts, Joan Aiken (mit etwas Luft für zukunftige Neuzugänge), Vivian Alcock, Lloyd Alexander, Katherine Allfrey, Chester Anderson und Piers Anthony – dank der ganzen Einzelbände passen schön viele Autoren in ein Fach. Bei Piers Anthony weiß ich noch nicht so recht, wie ich mit den Xanth-Bänden umgehe. Die Darstellung von Frauen fand ich schon damals schwierig, sehr viele Ideen sind hingegen großartig und fantastische Satire habe ich sonst auch nicht so oft im Regal.

Auch im nächsten Fach gibt es noch Bücher von Piers Anthony, gefolgt von Sharon Ashwood (das Format lässt sich wirklich nicht gut in ein mehrreihiges Bücherregal packen) und Robert Asprin. Bei B wurde es dann lustiger dank der ganzen mehrbändigen Reihen, auch wenn es harmlos mit Pierdomenico Baccalario, Tracy Baptiste, Peter S. Beagle, Hans Bemmann und Holly Black anfängt. Juliet Blackwell brauchte dann schon etwas mehr Platz und insgesamt habe ich hoffentlich ausreichend Lücken gelassen, um die eventuelle Neuzugänge (und SuB-Exemplare) von den Autoren noch unterzubringen.

Lustig finde ich auch immer die Mischung, die sich so in einem Fach sammelt, wenn ich grob nach Fantasy/SF und Autorennamen sortiere. Ein schönes Beispiel bildet das nächste Fach mit Deborah Blake, Nina Blazon, Kirsten Boie, Dermot Bolger, Marion Zimmer Bradley (die paar Romane von ihr, die ich nach den letzten zwei großen Ausmistrunden noch behalten habe), Andreas Brandhorst, Katja Brandis und Marie Brennan (deren restliche Lady-Trent-Romane sich noch immer auf dem SuB tummeln).

Es ist immer ein bisschen schade, wenn die aktuelleren Autoren in der letzten Reihe landen, aber ich will auch nicht von meiner Sortierung abweichen, damit ich die Bücher auch auf Anhieb finde, wenn ich sie suche. Also darf sich Sarah Rees Brennan mit Patricia Briggs in der letzten Reihe tummeln, während Brom und meine uralte Sammlung von Terry-Brooks-Romanen den Rest des Fachs einnimmt. Ich weiß noch nicht, was ich mit den Shannara-Büchern machen soll, da ich vor allem die Romane rund um Ben Holiday mochte und die Shannara-Bände damals eher Verlegenheitskäufe waren, weil ich froh über jeden Fantasyroman war, den ich noch nicht kannte und der auch nur annähernd in meine Leserichtung ging. Ich fürchte, ich werde die Reihe mal wieder lesen müssen, um eine Entscheidung zu fällen.

Bei diesem Fach fällt die ungewöhnliche Lücke in der ersten Reihe auf – Lois McMaster Bujold nimmt genügend Platz für eine ganze Reihe ein (und ich muss demnächst mal schauen, welche Romane von ihr seit meiner letzten Vervollständigungsrunde erschienen sind) und Jim Butcher ist ja auch in den vergangenen Jahren erschreckend fleißig gewesen (kein Wunder, dass er da eine mehrjährige Schreibpause einlegen musste). Mal schauen, ob ich bis zum Erscheinen des nächsten Harry-Dresden-Romans die ersten sieben Bände noch nachgekauft bekomme (die hatte ich geliehen bekommen, als ich mit der Reihe anfing). 😉

Auf jeden Fall denke ich, dass Jim Butcher noch etwas mehr Platz in meinem Regal benötigt, als die ersten sieben Harry-Dresden-Bände einnehmen, und auch Stephanie Burgis veröffentlicht regelmäßig neue Bücher, die mein Interesse wecken. Bei C wird es dann erst einmal wieder etwas übersichtlicher, dank Titeln von Trudi Canavan (die nur bleiben, weil eine Freundin sie mir schenkte) und Gail Carriger (von der bestimmt noch mehr bei mir einziehen wird), Jennifer Carson, Timothy Carter, Soman Chainani und David Chandler. Sehr viel Luft muss ich hier nicht lassen, denn abgesehen von den fehlenden David-Chandler-Romanen (bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie mir noch besorge) und Soman Chainanis nächstem „School for Good and Evil“-Band gibt es hier leider nicht so viel, was ich noch ergänzen könnte.

Mit Jo Clayton, Susan Cooper und Bruce Coville war es das dann auch schon wieder mit meinen C-Autoren. Bruce Coville hat zwar bislang sehr viele tolle Bücher geschrieben, aber da die meisten Titel nicht mehr erhältlich sind, habe ich bei ihm nicht das Bedürfnis, ein Vermögen für weitere Kinderbücher auszugeben. Also blieb in diesem Fach noch Platz für Susan Dexter, Chris D’Lacey, Joe Donnelly, Marissa Doyle, Tonke Dragt (hm, da fehlt doch auch noch ein Buch!) und Dave Duncan.

Von David Eddings habe ich eine ganze Menge – zum Teil sogar doppelt und in sehr unterschiedlichen Ausgaben, weil es damals noch nicht so einfach war, englische Titel zu bekommen *g* -, so bleibt in diesem Fach nur noch Platz für Doris Egan und Katja Evert.

Auch von Jennifer Estep gibt es inzwischen einige Titel in meinem Regal, also bekam sie zwei Reihen im nächsten Fach. Dazu Jean Louis Fetjaine (an den Titel habe ich überhaupt keine Erinnerungen mehr, den muss ich also bald mal wieder lesen) und Raymond Feist.

Alan Dean Foster (von dem ich nur den Bannsänger-Zyklus komplett habe und dazu noch eine wilde Sammlung von Flinx-Romanen), Kate Forsythe, Karen Foxlee, Esther Friesner, Diana Pharao Francis, Max Frei (da fehlt auch noch ein Band *seufz*) und Anthony Francis – von dem ich die weiteren Bände der Serie als englische eBooks habe *g* – füllen das letzte Fach in der obersten Reihe meines Wohnzimmerregals. Ich muss zugeben, ich bin ganz hingerissen davon, wie viel in die Fächer passt, wenn man die Bücher dreireihig hineinpacken kann.

Beim Sortieren meiner Fantasy-Bücher finde ich es immer wieder spannend, wie ich auf manche ältere Titel reagiere. Craig Shaw Gardner gehört zum Beispiel zu den Autoren, deren Humor ich vor einigen Jahren mochte und bei denen ich mich inzwischen frage, ob das immer noch der Fall ist. Auch seine Bücher werde ich noch mal in Ruhe lesen müssen, um zu einem endgültigen Entschluss zu kommen. Bei Randall Garrett (einmal zusammen mit seiner Frau Vicky Ann Heydron und einmal mit zwei Büchern von Michael Kurland, der die Lord-Darcy-Reihe nach Garretts Tod weiterführte) freu ich mich hingegen einfach nur über das Wiedersehen. Die restlichen Autoren in diesem Fach sind Mary Gentle, Mel Gilden, William Goldman, Elizabeth Goudge, Arthur Lee Gould, Mira Grant (mit genügend Platz für weitere Titel von der Autorin), Joyce Ballou Gregorian und Kate Griffin (von der ich noch einige Bände im SuB habe).

Barbara Hambly ist die erste (und für lange Zeit einzige) Autorin, von der ich Horrorgeschichten las, an Laurell K. Hamilton habe ich kaum noch Erinnerungen, weshalb sie vor allem deshalb im Regal bleibt, weil die Bücher ein Geschenk waren. Mit Tara K. Harper, Kim Harrison, Michelle Harrison (wieder fehlt da ein Roman, den ich noch nicht wiedergefunden habe) und Robert A. Heinlein ist das Fach dann auch gut gefüllt – vor allem Kim Harrison nimmt doch einiges an Platz ein. *g*

Als mein Mann entdeckte, dass die schönen Jim-Henson-Ausgabe in dritter Reihe stehen, schlug er vor, dass ich doch so umsortieren sollte, dass die schöneren Titel vorne stehen, aber ich bleibe doch lieber bei meiner alphabetischen Reihenfolge. Außerdem mag ich diese Mischung als alten (und weniger schönen Romanen) und neuen in meinem Regal! Die Gebrüder Hildebrandt und Carol Hill gehören eindeutig zu den älteren, was man ihnen auch ansieht, während Will Hill, Jim C. Hines und Mark Hodder neuere Autoren sind. Wolfgang und Heike Hohlbein haben mich nie so gepackt wie viele andere deutschsprachige Fantasyleser, aber diese beiden Bücher haben sich doch einen Platz in meinem Regal verdient. Tom Holt muss ich mal wieder darauf überprüfen, wie gut die Geschichten gealtert sind, während Robert Don Hughes allein schon deshalb im Regal bleiben darf, weil ich mit dieser Trilogie mehrere Leute davon überzeugen konnte, dass Lesen an sich doch gar nicht so schlecht ist. 😉

Auch von Tanya Huff werden noch ein paar Titel in mein Regal einziehen, weshalb ich auch hier Platz gelassen habe. I fällt aus, weil ich keine Autoren mit I in meinem Besitz habe – spontan fallen mir nicht mal Fantasy-Autoren mit I ein. *grübel* Und bei J gibt es neben Tove Jansson gefühlt eigentlich nur einen Nachnamen – den aber gleich bei mehreren Autorinnen. Ganz stimmt das natürlich nicht, denn neben D. B. Jackson (von dem ich noch Bücher im SuB habe) gibt es noch Alaya Johnson, bevor es mit den vielen „Joneses“ losgeht. J. V. Jones und Kelly Jones dürfen noch mit in dieses Regalfach, während Diana Wynne Jones ihr eigenes bekommen hat, weil es da in den kommenden Monaten Jahren noch so einige Neuzugänge gibt, bis ich ihre Romane vollständig habe. (Außerdem habe ich inzwischen einige Bücher doppelt, weil ich seit Jahren versuche, zumindest die Reihen in zueinander passenden Ausgaben im Regal stehen zu haben. *seufz*)

Bevor dieser Beitrag noch länger und somit endgültig unlesbar wird, teile ich das Zeigen meiner Fantasy-Regalfächer lieber auf. In ein paar Tagen geht es dann also weiter von K bis zu den Anthologien. 😉

Sommerwetter

Auch wenn es euch vielleicht nicht so vorkommt, so versuche ich mich doch beim Jammern über die Hitze zurückzuhalten. Immerhin ist es seit gestern ein bisschen kühler und heute sollte ich vielleicht sogar tagsüber auch mal die Vorhänge öffnen können, ohne dass die Sonne gleich alles durchheizt. Auch wenn es selbst bei anhaltender Temperaturreduzierung (die leider nicht vorhergesagt wurde) noch eine Weile dauert, bis die Hitze aus den Wänden der Wohnung verschwindet, bin ich über jede kleine Abkühlung des „Sommerwetters“ froh. Und um euch nicht immer nur erzählen, dass es hier verflixt warm ist, gibt es noch ein Bild, das ich Samstagabend von der Küchenfensterbank geschossen habe. 😉

Bücherregal (Krimis)

Als ich erzählte, dass so nach und nach bei uns endlich Bücherregale eingezogen sind, gab es den einen oder anderen Kommentar, in dem nach Bildern gefragt wurde. Natürlich dauerte das Auspacken der Buchkartons, das Sortieren (, das erneute Ausmisten *seufz*) und wieder Einräumen deutlich länger als erwartet, aber immerhin haben die Krimis endlich ihren Platz im Regal (im Durchgangszimmer) gefunden. Die Fotos sind in der gewohnt schlechten Qualität (was auch daran liegt, dass ich dieses Mal nicht weiter vom Regal abrücken konnte, weil ich schon fast auf dem davorstehenden Tisch saß beim Fotografieren), aber ihr gewinnt immerhin einen Eindruck von den Regalen. Oh, und weil man Mann das beim Anblick der Fotos nicht auf Anhieb verstanden hatte: Jedes Bild zeigt die drei Reihen pro Regal von hinten nach vorne. 😉

Im ersten Regalfach fanden Desmond Bagley, George Baxt, Katherine K. Beck, Lilian Jackson Braun, Rhys Bowen und Rita Mae Brown ihren Platz. Letztere ist gerade in der Probezeit, weil ich noch nicht dazu kam, mir mal wieder einen Roman aus der Sneaky-Pie-Reihe vorzunehmen. Die ersten Bände mochte ich sehr, die späteren nicht so – insgesamt hat mich die Serie nicht so sehr gepackt, dass ich es geschafft hätte, sie mir vollständig anzuschaffen.

Das zweite Fach beginnt noch mit B (Jan Burke – die Bücher müsste ich auch noch mal antesten, um eine endgültige Entscheidung zu treffen) und wechselt dann mit Maeve Carels, Dorothy Cannell, P. M. Carlson, John Dickson Carr, Heron Carvic, Mary Higgins Clark und Raymond Chandler zu C. Die abschließende Reihe besteht aus den Agatha-Christie-Einzelbänden, die nicht in das Agatha-Christie-Fach daneben passten.

Von hinten nach vorne gibt es hier die Hercule-Poirot-Romane, die Tommy-und-Tuppence-Beresford-Titel und die Miss-Marple-Geschichten (sortiert nach Erscheinungsdatum *hüstel*).

Die restlichen „C-Titel“ bestehen aus Colin Cotterill und Deborah Crombie – hier habe ich genügend Luft gelassen, um noch ein paar Fortsetzungen unterzubringen – und dann ging es weiter mit Sandra Dallas, Diane Mott Davidson, S.S. van Dine und Carole Nelson Douglas (letztere müsste ich auch mal wieder lesen, um meine Eindrücke aufzufischen).

Weiter geht es mit meinem Arthur-Conan-Doyle-Schuber, Lucie Flebbe und Earlene Fowler. Die darauf folgende Lücke bei Dick Francis liegt daran, dass ich erschreckend viele „F“-Krimis vermisse. Ich hoffe sehr, dass ich nur beim Auspacken und Sortieren durcheinander gekommen bin und sich in den ganzen anderen Stapeln noch die vermissten Romane befinden (oder ich habe eine Kiste mit Büchern übersehen, aber eigentlich gibt es davon nur noch die mit den sperrigeren Sachbüchern, die ich nicht auch noch auf den Fußboden stapeln wollte).

Um sicher zu gehen, bekam auch das nächste Regalfach etwas Puffer, bevor es mit Dorothy Gilman weiterging. Die nächste Schicht besteht aus Celia L. Grace und Anne Granger und den Abschluss bilden Gallagher Gray und Alex Grecian (von dem ich mir noch einige Bücher anschaffen werde). Von Alex Grecian abgesehen, habe ich eigentlich schon seit Jahren keine Lust mehr auf historische Krimis – da werde ich in den nächsten Monate auch noch schauen müssen, ob die alle bleiben dürfen.

Das siebte Regalfach beherbergt Martha Grimes, Lotte und Søren Hammer (Wo sind die beiden anderen Titel der Reihe geblieben?), Dashiel Hammett, Carolyn G. Hart, Henry Fitzgerald Heard, Carolyn Haines, Georgette Heyer und Michael Innes. Spätestens hier stand bei mir übrigens der Entschluss, dass ich viel zu wenig Krimiklassiker habe. Außerdem habe ich beim Sortieren herausgefunden, dass mir bei manchen Reihen erschreckend viele Titel fehlen, da die deutschen Ausgaben (mal wieder) nicht alle Bände des englischen Originals beinhalten. Jetzt muss ich in den kommenden Monaten Jahren nur schauen, welche davon mir so wichtig sind, dass ich die fehlenden Bände auch noch – wenn sie denn überhaupt erhältlich sind – beschaffe.

Und wieder eine Lücke, die darauf hinweist, dass ich ein paar Bände bislang nicht wiedergefunden habe … *seufz* Davon abgesehen finde ich es lustig, wie sich die Autorennamen so verteilen. Bei manchen Buchstaben bekomme ich gefühlt das halbe Alphabet in ein Fach, bei anderen benötigte ich drei Fächer für einen einzigen Buchstaben. Bei „J über K bis L“ hält es sich mit dem Platzbedarf wirklich in Grenzen – da tummeln sich nur P. D. James, M. M. Kaye, Jessica Kremser, Caroline Llewellyn und Janet Laurence. Bei M wird es da wieder lustiger mit Ross Macdonald, Charlotte MacLeod, Edward Marston, Lee Martin, Ava McCarthy und G. A. McKevett.

Auch bei Ngaio Marsh fehlen mir noch ein paar Titel, von denen ich mir sicher bin, dass ich sie habe, aber es sollten noch ein paar Bücher oben drauf passen. Danach folgen Margaret Millar, Patricia Moyes, Tamar Myers, Peter O’Donnell, Ellis Peters und Elizabeth Peters.

Im nächsten Krimifach tummeln sich Zelda Popkin, Claire Rayner, Mary Roberts Rinehard, Candace Robb (schon wieder historische Krimis), Mark Ross, Laura Joh Rowland, Dorothy Sayers, Robin Stevens (hoffentlich mit ausreichen Luft nach oben), Phoebe Atwood Taylor, Josephine Tey und Charles den Tex.

Zuletzt kommen noch Johan Theorin, P. J. Tracy (wieso habe ich eigentlich die ganzen Serien mit fehlenden Bänden in der hinteren Reihe stehen?), Kathy Hogan Trocheck, Daniel Twardowski, Uwe Voehl, Mary Willis Walker, Edgar Wallace, Ethel Lina White, Nancy Means Wright und zwei Anthologien mit Krimi-Kurzgeschichten.

Wenn ich jetzt noch in den nächsten Wochen die fehlenden Romane wiederfinde und ins Regal packen kann, bin ich erst einmal mit dem Bereich zufrieden. Ich habe weniger Regalfächer für die Krimis gebraucht, als ich ursprünglich dachte, und bei all den Autoren, die ich nochmal lesen will, um über ihr Schicksal zu entscheiden, dürfte ich da in Zukunft noch etwas Platz rausholen können, um die neu hinzukommenden Krimiklassiker oder die noch laufenden Reihen auch noch unterbringen zu können.

Was schön war (3): Eine Urlaubswoche mit japanischem Filmfestival

Ich hatte ja schon erzählt, dass mein Mann die letzte Mai-/erste Juniwoche Urlaub hat und wir diese Zeit nutzen werden, um möglichst viele Filme bei der Nippon Connection zu sehen. Angefangen hat das Filmfest für uns am Dienstagabend mit dem Eröffnungsfilm „Mori – The Artist’s Habitat“. Ich muss gestehen, dass ich schon das Schlimmste befürchtete, weil sich im vergangenen Jahr die Eröffnungsreden direkt vor dem Film nicht nur endlos hingezogen haben, sondern sich auch extrem wiederholten, da wirklich jeder Redner jeden anwesenden Ehrengast begrüßen, jedem Helfer danken und jede Fördersumme inklusive Quelle aufführen musste. In diesem Jahr war es nicht ganz so schlimm, trotzdem hätte man gut ein Trinkspiel aus den sich wiederholenden Elementen der verschiedenen Reden machen können. 😉 Auch war es ein bisschen schade, dass die wirklich hervorragende Dolmetscherin, die die Redebeiträge der verschiedenen Sprecher im fließenden Wechsel zwischen Japanisch und Deutsch übersetzte, nach dem Film nicht mehr für die Q&A-Runde mit dem Regisseur zur Verfügung stand. Ihre Kollegin war jetzt nicht wirklich schlecht, aber eben nicht genauso gut – so dass man regelmäßig das Gefühl hatte, man würde Details der Antworten verpassen. (Allerdings finde ich es lustig, dass ich inzwischen genügend japanische Wörter erkenne, um festzustellen, dass mir beim Übersetzen etwas vorenthalten wurde.)

Der Film selbst war einfach nur wunderbar! „Mori – The Artist’s Habitat“ dreht sich um einen (fiktiven) Tag im Leben des zu dieser Zeit 94jährigen Malers Morikazu Kumagai (1880 – 1977). Der Maler war nicht nur für seine Kunstwerke berühmt, sondern auch für die Tatsache, dass er die letzten dreißig Jahre seines Lebens nicht mehr sein Grundstück verlassen hat. Seine Zeit verbrachte er wohl vor allem damit, in seinem kleinen Garten die Natur (in erster Linie Insekten und Amphibien, aber auch Vögel und Katzen) zu beobachten – was natürlich auch großen Einfluss auf seine Kunst hatte. Im Film selbst bekommt man von Morikazu Kumagai eigentlicher Kunst relativ wenig mit, wenn man von den regelmäßigen Besuchern absieht, die von dem Maler etwas wollen. Stattdessen wechselt der Film von wunderschönen Naturaufnahmen und sehr ruhigen Momenten, in denen der Maler (gespielt von Tsutomu Yamazaki) sich in seinem Garten aufhält, zu amüsanten – stellenweise schon fast slapstickartigen – Szenen, in denen es um die Familie, die vielen Besucher und das Unverständnis gegenüber der sehr reduzierten Kunst von Morikazu Kumagai geht. Von dem Regisseur (und Drehbuchautor) Shuichi Okita haben wir schon die DVD von „The Woodsman and the Rain“ in unserem Besitz und ich hoffe sehr, dass auch dieser Film demnächst auf DVD zu kaufen sein wird, denn ich bin mir sicher, dass wir auch daran langfristig Freude haben werden.

Der zweite Film, „Destiny – The Tale of Kamakura“, ist eine Manga-Realverfilmung und erzählt eine wirklich wunderschöne und witzige Geschichte voller fantastischer Elemente. Die Handlung dreht sich um den Schriftsteller Masakazu und seine junge Frau Akiko. Direkt nach der Hochzeit zieht Akiko zu Masakazu in den kleinen Ort Kamakura. Die Alterspanne zwischen den beiden ist recht groß, aber es wird von Anfang an deutlich, wie sehr die beiden einander zugetan sind. Erst nach ihrem Umzug findet Akiko heraus, dass Kamakura voller magischer Energie ist – was bedeutet, dass sich allerlei übernatürliche Kreaturen von diesem Ort angezogen fühlen. Während dieses Zusammenleben mit Naturgeistern, Göttern und ähnlichen Wesen für Masakazu eine relativ alltägliche Sache ist, ist Akiko anfangs eher erschrocken über die ungewöhnlichen Nachbarn.

Der Regisseur Takashi Yamazaki gilt als einer der führenden Special-Effects-Experten in Japan, und so ist es kein Wunder, dass dieser Film voller seltsamer Kreaturen und magischer Orte war. Aber für mich waren es vor allem die wunderbaren Charaktere und die vielen kleinen, amüsanten oder berührenden Momente, die den Film zu einem solchen Genuss gemacht haben. Der Großteil der Geschichte spielt in Kamakura und so gibt es viele kleine Szenen, in denen Akiko auf übernatürliche Wesen trifft, wodurch sich ihre anfängliche Angst über Neugier in begeisterte Faszination für all diese magischen Aspekte des Lebens in Kamakura wandelt. Obwohl sich viele dieser magischen Elemente rund um den Tod drehen, ist „Destiny“ kein trauriger Film. So ist es zum Beispiel sehr lustig, als Akiko am Anfang eine Nachbarin von Masakazu kennenlernt und er ihr (mehr oder weniger) behutsam beibringen muss, dass die Dame schon vor einem Jahr verstorben ist. Dieser wunderbare Humor, die ganzen fantastischen Elemente und die wirklich hervorragend ausgewählten Schauspieler haben den Film für mich zu einem Wohlfühlfilm gemacht, der mir – trotz einer Laufzeit von über zwei Stunden – viel Spaß gemacht hat. Das Ende hätte man zwar etwas raffen und mit ein paar weniger Wiederholungen bei den Effekten erzählen können, aber das ist auch der einzige Kritikpunkt, der mir dazu einfällt, – was erschreckenderweise bedeutet, dass es einen weiteren Film gibt, bei dem ich auf eine DVD-Veröffentlichung hoffen muss.

Beim dritten Film, den ich in dieser Woche gesehen habe, besteht immerhin nicht die Gefahr, dass ich ihn auch für unsere private Sammlung haben will. „Oh Lucy!“ hatte ich – obwohl die Hauptdarstellerin Shinobu Terajima in diesem Jahr mit dem Nippon Honor Award des Filmfests ausgezeichnet wird – eigentlich nicht auf meinem Plan, aber unsere ehemalige Nachbarin schlug den Film für einen gemeinsamen Kinobesuch vor. Laut Ankündigung sollte „Oh Lucy!“ eine mit „einem außerordentlichen Gespür für komisches Timing“ erzählte Geschichte mit „bezauberndem Gefühlswirrwarr“ sein. Aber ich fand den Film rund um eine einsame und unglückliche Frau, die sich innerhalb kürzester Zeit in ihren amerikanischen Englischlehrer John verliebt, am Ende eher deprimierend.

Weder die Hauptfigur Setsuko (von besagtem Amerikaner für den Unterricht kurzerhand in „Lucy“ umgetauft), noch ihre Nichte (die mit dem Amerikaner liiert ist und mit ihm in die USA verschwindet) oder Setsukos Schwester scheinen am Ende eine Aussicht auf ein einigermaßen gutes Leben zu haben. Alle sind voneinander enttäuscht, zutiefst verletzt und fast noch einsamer als zuvor – selbst wenn Setsuko am Ende einem Menschen begegnet, der ihre Einsamkeit zu verstehen scheint. Da hilft es mir als Zuschauer auch nicht, dass die Besetzung von Shinobu Terajima bis Josh Hartnett (der den John spielt) wirklich gut ausgewählt war und sehr, sehr gute Leistung zeigte oder dass es anfangs wirklich einige amüsante Szenen gab (bei denen allerdings auch oft genug eine deutliche Spur von Fremdscham mitschwang).
(Nachtrag: Sonntag wurde der Film dann – für mich nicht ganz nachvollziehbar, weil ich die anderen Filme deutlich besser fand – noch mit dem Publikumspreis Nippon Cinema Award ausgezeichnet. Aber Geschmäcker sind nun mal sehr unterschiedlich. *g*)

Film Nummer vier war für uns die Dokumentation „Ramen Heads“, die sich vor allem um die Arbeit von Osamu Tomita, eines der besten Ramen-Köche Japans, dreht, aber auch die Schwerpunkte anderer berühmter japanischer Ramen-Köche aufgreift und mehr über die verschiedenen Varianten von Ramen und die unterschiedlichen Herangehensweisen beim Kochen erzählt. Ich muss gestehen, dass ich durch die verschiedenen Filme, Manga und Romane Ramen mit „Wohlfühlessen“ assoziiere, obwohl ich selbst nie japanische Ramen – egal welcher Variante – essen könnte, weil dieses Gericht definitv nicht für Vegetarier geeignet ist. So gab es auch relativ zu Beginn des Films eine Szene, in der man das Geheimnis der berühmten Brühe von Osamu Tomita erfuhr, für die 27 Stunden lang sehr viele unterschiedliche Fleischsorten (inklusive einem vollständigen Schweinekopf, Schweine- und Hühnerfüßen) mit Gemüse gekocht werden, um später mit verschiedenen Sorten Trockenfisch weitergekocht zu werden. Von diesen für mich wenigen appetitlichen Szenen abgesehen war die Dokumentation wirklich spannend, weil es ja nicht nur verschiedene „Grundsorten“ von Ramen (abhängig von der Basis für die Brühe) gibt, sondern auch innerhalb dieser Ramen-Arten verschiedene Herangehensweisen und Philosophien bei den unterschiedlichen Köchen.

Es war nicht nur spannend, mehr über die verschiedenen Köche zu erfahren, sondern auch über die Entstehung von Ramen an sich (vor allem die Erfolgsgeschichte nach dem 2. Weltkrieg) und die Gedanken, die sich die (moderneren) Köche über ihre Zutaten, den individuellen Touch ihres Restaurants und den Service gemacht haben. Ebenso fand ich es interessant, einen kleinen Einblick darin zu bekommen, wie es wohl für einen Auszubildenden in einem so berühmten Restaurant ist, oder wie das berühmte Schlangestehen von Osamu Tomita für sein Lokal (das gerade mal zehn Sitzplätze hat und bei mir für Beklemmungen sorgen würde) perfektioniert wurde. Da Osamu Tomita vier Jahre in Folge den Preis für den besten Ramen-Kochs Japans gewonnen hat, war diese Perfektionierung auch notwendig – wenn man nicht morgens um 6:30 Uhr seinen Sitzplatz reserviert, wird es schwierig mit dem Essen für diesen Tag. Am Ende des Films habe ich mir fast gewünscht, ich hätte nicht solche Probleme mit Fisch und Fleisch (und Soja) und könnte mir auch mal eine schöne Schale mit Ramen gönnen. 🙂
(Nachtrag: Der Film hat dann auch am Sonntag den Nippon Visions Audience Award gewonnen – beim Thema Essen waren sich die Zuschauer anscheinend schnell einig, dass sie das gut fanden. 😉 )

Am Sonntag haben wir dann noch „Recall“ gesehen, in dem sich die Handlung rund um eine kleine Transportfirma dreht, die in eines Tages in einen Unfall verwickelt wird. Anfangs wirkt es noch so, als ob die Mechaniker der kleinen Firma Akamatsu Schuld daran wären, dass sich ein Reifen von einem fahrenden LKW löste und eine Frau – vor den Augen ihres kleinen Sohnes – erschlug. Aber dann können die Mechaniker nachweisen, dass sie wesentlich gründlicher gearbeitet haben, als es der Gesetzgeber überhaupt von ihnen verlangt hat. Um herauszufinden, was diesen Unfall verursachen hat, und natürlich auch, um seine Transportfirma und somit die Arbeitsplätze seiner 80 Angestellten zu retten, wendet sich der Chef an die Herstellerfirma des LKWs – und obwohl er langjähriger treuer Kunde ist, bekommt er keinerlei Hilfe oder Antworten.

Es ist für den Zuschauer natürlich schnell klar, dass die Herstellerfirma Hope Motors was zu verbergen hat, aber die Frage, ob und wie Akamatsu herausfindet, was die Firma vertuschen will, und ob es ihm gelingt, gegen den mächtigen Konzern (und dessen diverse „Verbündete“) vorzugehen, sorgt für einen sehr fesselnden Film. Die Handlung wird in vielen kurzen und eindringlichen Szenen erzählt und beleuchtet die Motivation der verschiedensten Beteiligten. Dabei war es für mich sehr spannend, dass ich einige Elemente sehr „japanisch“ fand, wie die Ergebenheit gegenüber der Firma, das „Zusammenspiel“ zwischen den diversen Beteiligten oder die Bemühungen, sein Gesicht zu wahren. Auf der anderen Seite kann ich mir vorstellen, dass die Reaktionen bei dem meisten Großkonzernen (auch außerhalb Japans) vergleichbar wären (gerade wenn ich an den einen oder anderen aktuelleren Skandal in der Autodindustrie denke). Ein sehr guter Film mit fantastischen Schauspielern und einer spannenden – wenn auch vielleicht wenig überraschenden – Handlung.

Für sechs Tage Filmfestival scheinen fünf Kinofilme nicht so viel zu sein, aber auf der einen Seite hat uns die Hitze (und der daraus resultierende Schlafmangel) wirklich fertiggemacht und auf der anderen Seite haben wir uns in dieser Urlaubswoche auch relativ viel Restaurantessen gegönnt und die eine oder andere Erledigung auf die Reihe bekommen, so dass wir für unsere Verhältnisse verflixt viel unterwegs waren. Außerdem bedeutet Großstadt nicht unbedingt, dass der Nahverkehr auch optimal läuft, und so konnte es schon mal passieren, dass wir für einen 1 1/2stündigen Film mit An- und Heimfahrt insgesamt fünf Stunden unterwegs waren. Das sorgte bei Christie in den letzten Tagen auch für unangenehm viel Alleinsein und so brauchte sie nach unserer Heimkehr abends immer extra viel Betreuung und Aufmerksamkeit. Da heute der letzte Urlaubstag meines Mannes ist, beginnt für uns morgen wieder der Alltag. Und für das kommende Jahr ist die Urlaubswoche zur Nippon Connection schon wieder fest eingeplant … 🙂

So wenig Beiträge …

… schreibe ich sonst nur, wenn ich mich für einen Teil des Monats „offiziell“ abmelde, weil wir Besuch erwarten oder etwas Gravierendes passiert ist. Beides ist in diesem Mai nicht der Fall, aber ich fürchte, sehr viel mehr Beiträge werden es in diesem Monat trotzdem nicht mehr werden.

Auf der einen Seite war ich in den vergangenen Wochen mit dem Blogumzug und dem Überarbeiten alter Beiträge (womit ich noch nicht fertig bin) beschäftigt, auf der anderen Seite hat mein Mann in der kommenden Woche Urlaub und wir werden von Dienstag bis Sonntag so intensiv wie möglich das Angebot der Nippon Connection nutzen.

Außerdem lese ich gerade relativ wenig Bücher, die ich auch rezensieren mag, weil ich auf meinem Lesestapel lauter Titel habe, die ich lese, um zu entscheiden, ob ich den Autor oder die Reihe überhaupt weiter in meinem Bestand haben will. Nach neun Jahren feiere ich zwar eine Menge fröhlicher Wiedersehen, aber manchmal stellt sich auch die Frage, wieso ich gerade diese Buchreihe oder diesen Autor/diese Autorin behalten habe. Der eine oder andere ältere Krimi ist es zwar dann trotzdem wert besprochen zu werden, aber viele andere Romane lese ich nur an oder nur mit sehr viel Kopfschütteln zu Ende und dann wandern sie in den öffentlichen Bücherschrank um die Ecke.

Zum Ausgleich gibt es für mich Comics und Manga, aber auch da lohnt sich in der Regel keine Rezension, weil ich entweder zum ersten Band schon alles gesagt hatte oder so weit in der Reihe vorangeschritten bin, dass ich nicht mit Band 83 auf einmal etwas dazu auf dem Blog erzählen mag. 😉

Willkommen bei „Alles außer Lyrik“

Nachdem ich seit dem 5. August 2009 bei Blogspot auf „Winterkatzes Buchblog“ meine Rezensionen, Katzenfotos und Gedanken online geteilt habe, hat mich die DSGVO (wie so viele andere Blogger) nun zu WordPress wechseln lassen.

Da ich mit dem alten Buchblog auch die „Winterkatze“ abgestreift habe, heißt es also ab heute:

Herzlich Willkommen auf „Alles außer Lyrik“

von Konstanze

Abgesehen von dem Umzug, der Änderung des Blognamens und der Tatsache, dass ich nun hier unter meinem Vornamen schreibe, wird sich auf meinem Blog nichts ändern. Weiterhin veröffentliche ich hier Rezensionen zu meinen gelesenen Büchern (Comics, Hörbüchern usw.), erzähle von meinen Lesetagen und zeige euch ab und an ein Katzenfoto.

Mein Dank für all die Hilfe beim Umzug gilt vor allem Elena von Gedankenfunken, die mir nicht nur aktiv beim Umgang mit den unvertrauten WordPress-Elementen geholfen hat, sondern auch tapfer all meine Anfälle von Frustration ertrug und dafür sorgte, dass ich am Ball blieb. (Überhaupt war es toll zu sehen, wie viele WP-Blogger ihre Hilfe angeboten haben, als ich meine ersten Umzugsgedanken äußerte! Dankeschön!)

***

Oh, und weil ich Zahlen so mag, gibt es hier als Abschied vom alten Blog ein paar Daten:

„Winterkatzes Buchblog“ startete am 5. August 2009 und war somit 8 Jahre, 9 Monate und 6 Tage online – nicht gerade eine runde Zahl 😉 . In all den Jahren gab es insgesamt 1581 veröffentlichte Beiträge und 16831 Kommentare. Ich muss gestehen, dass mich die Kommentar-Menge recht sprachlos gemacht hat, als ich sie beim Übertragen der Daten sah. Ich bin ein bisschen stolz und sehr froh darüber, dass in den vergangenen Jahren so viele Leute sich mit mir auf meinem Blog über die Dinge, die mich beschäftigt haben, oder die Bücher, die ich gelesen habe, unterhalten haben.

Also vielen lieben Dank an all jene, die in den letzten Jahren meinen Blog gelesen und mit ihren Kommentaren dazu beigetragen haben – ich hoffe, ich treffe euch hier ab und an wieder!

Frohe Feiertage!

Ich wünsche euch frohe Ostertage!
Unabhängig davon, ob ihr Ostern mit allem Drum und Dran feiert oder
ob euch der christliche Hintergrund dieses langen Wochenendes egal ist,
wünsche ich euch entspannte Tage,
viel Zeit für angenehme Tätigkeiten
und vielleicht ein paar Stunden in netter Gesellschaft!