Kategorie: Diverses

In 80 Tagen durch den SuB?

So ganz passt der Beitragstitel nicht, weil ich natürlich nicht in 80 Tagen meinen gesamten SuB abbauen werde. Das will ich auch gar nicht, denn ich mag es sehr, dass ich da ein Regal voller ungelesener Bücher habe, aus dem ich mir jederzeit eine neue Lektüre aussuchen kann. Aber in diesem Jahr ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie viele Titel auf dem SuB liegenbleiben, obwohl ich sie doch “eigentlich sofort” lesen will, wenn sie bei mir ankommen. Oft ertappe ich mich dabei, dass ich von einem Buch denke, dass ich es gerade erst bekommen habe, und wenn ich dann auf meine Liste gucke, stelle ich fest, dass es schon seit über einem halben Jahr (oder gar länger) ungelesen da liegt.

Obwohl ich gerade ziemlich viel um die Ohren habe, lässt mich der Gedanke nicht los, dass ich mir an Neyasha ein Beispiel nehmen und versuchen könnte, meine Neuzugänge des Jahres bis zum Jahresende zu lesen. Vom 13. Oktober bis zum 31. Dezember sind es 80 Tage – 80 Tage, in denen ich versuchen will, die Bücher zu lesen, die zwischen dem 1. Januar 2021 und dem heutigen Tag auf meinem SuB gelandet sind und noch nicht von mir gelesen wurden. Ich werde mir da keinen Druck machen, aber ich werde mich (hoffentlich) in den kommenden 80 Tagen mehr auf meinen SuB konzentrieren. Dabei klammere ich die Bücher aus, die ich vermutlich zum Geburtstag und Weihnachten geschenkt bekomme, denn das wäre nicht nur ein hoffnungsloses Vorhaben, sondern ich würde den Geschichten dann auch nicht die angemessene Aufmerksamkeit schenken können.

Um einen Überblick über die noch zu lesenden Bücher zu haben (und euch die Möglichkeit zu geben, mir ein bisschen auf die Finger zu schauen), gibt es hier eine Liste mit Titeln, die ich in diesem Jahr noch lesen will:

  1. Damaris Young: The Switching Hour
  2. Amy Wilson: Angel and Bavar
  3. Kate Milford: The Thief Knot
  4. Gwenda Bond/Christopher Rowe: The Supernormal Sleuthing Service 1 – The Lost Legacy
  5. Michelle Harrison: A Tangle of Spells
  6. Celine Kiernan: The Little Grey Girl
  7. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  8. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  9. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  10. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  11. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  12. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  13. Bea Koch: Mad and Bad – Real Heroines of the Regency
  14. Jo Spurrier: Daughter of Lies and Ruin
  15. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  16. Taylor Simonds: Collateral Damage
  17. Dominique Valente: Starfell – Willow Moss and the Vanished Kingdom
  18. Phil Hickes: The Bewitching of Aveline Jones
  19. Kelly Yang: Front Desk
  20. Jessica Townsend: Hollowpox – The Hunt for Morrigan Crow
  21. B.B. Alston: Amari and the Night Brothers

Das ist definitiv eine Anzahl, die ich schaffen sollte, und eine gute Mischung aus Reihenfortsetzungen und neuen Autor.innen. Einige der Bücher scheinen mir perfekt für den Herbst zu passen, weshalb ich mir die eh für die kommenden Wochen bereitgelegt hatte. Etwas “Sorgen” machen mir die beiden Sachbücher, denn in diesem Jahr habe ich kaum Sachbücher gelesen. Aber genau genommen habe ich “Mad & Bad” schon halb durch und ich weiß, dass es gut geschrieben ist. Ich muss den Titel nur mal wieder aus einem der Stapel neben dem Sofa kramen …

Was schön war (4)

Auch wenn ich in den letzten Wochen recht still war,
so gab es doch den einen oder anderen erinnerungswürdigen Moment in meinem Leben.

 

Eine weiße Vase, die mit etwas wild und zerrupft aussehenden Wiesenblumen gefüllt ist und vor einer orangen Wand steht.

Dass die Nachbarin
nach einem Fahrradausflug bei uns klopfte,
um sich mit einem selbstgepflückten Blumenstrauß
für all die angenommenen Päckchen der letzten Monate zu bedanken.

***

Eine Auswahl an indischen Essen. Auf einem Teller im Hintergrund kann man eine Portion Reis mit Tandoori-Chicken, in der Mitte steht ein Teller mit Samosas und Naan, links davon ein Schälchen mit Tamarindsauce und in einer Schale im Vordergrund sieht man Reis mit Mandel-Curry.

Die gemeinsamen Urlaubstage mit meinem Mann,
obwohl wir gar nicht so viel anders gelebt haben
als die vergangenen Monate …
Aber das ständige Kontrollieren des Arbeitslaptops fiel weg,
ebenso wie das Gefluche über den Job. 😉

***

Zwei Teller mit Kuchenstücken. Links ein Stück Zitronencreme-Kuchen, der mit bunten Mini-Marshmallows dekoriert ist und rechts ein Stück Minz-Schoko-Torte, die recht unspektakulär aussieht.

Am selben Tag den vollständigen Impfschutz
– dank einer zwei Wochen vorher stattfindenden kurzfristigen J&J-Impfaktion der Stadt –
und den 15. Hochzeitstag feiern zu können … 🙂

Was schön war (3): Japanisches Filmfestival (Teil 2)

Da der Beitrag über das diesjährige japanische Filmfestival in der vergangenen Woche schon lang genug war, gibt es hier jetzt den zweiten Teil mit den Filmen, die wir zwischen Freitag und Montag gesehen hatten.

Was unseren Start in den Freitag anging, so weiß ich immer noch nicht so recht, was ich von “Sayonara TV” (Regisseur: Koji Hijikata) halten soll. Oder genauer gesagt weiß ich nicht, was ich davon halten soll, dass man den Film für den “Nippon Docs Award” (der für Dokumentationen vergeben wird) bewerten sollte. Denn es wird zwar die ganze Zeit über so getan, als ob der Alltag eines Nachrichtensenders (inklusive prekärer Arbeitsverhältnisse und ethisch fragwürdiger Nachrichtenpräsentation) dokumentiert würde, am Ende wird aber deutlich, dass es keine richtige Dokumentation ist. Und selbst wenn “Sayonara TV” eine Dokumentation gewesen wäre, würde sich der Film im Vergleich zu “i – Documentary Of The Journalist”, eine Dokumentation über die Arbeit von Isoko Mochizuki, die wir im vergangenen Jahr bei der Nippon Connection gesehen hatten, unbefriedigend und nicht kritisch genug anfühlen. Am Ende bleibt bei mir wirklich nur das Wort “unbefriedigend” hängen, wenn ich daran denke …

Danach folgte mit “Our 30-Minute Session” (Regie Kentaro Hagiwara) ein eher entspannter und netter Film über einen extrem introvertierten jungen Mann (Sota), der dank eines alten Walkmans den Geist eines vor einem Jahr verstorbenen und sehr extrovertierten Musikers (Aki) herbeibeschwören kann. Für 30-Minuten-Sequenzen (die Lauflänge einer Kassettenseite) kann Aki Sotas Körper übernehmen. Dies will er nutzen, um nicht nur seine alte Band wieder zusammenzubringen, sondern auch seine Freundin Kana wieder glücklich zu machen. Die Handlung war ziemlich vorsehbar und der Film etwas länger, als ihm gutgetan hat, aber insgesamt war das eine niedliche und ganz unterhaltsame Geschichte. Kein Film, der mir lange in Erinnung bleiben wird, aber ich habe einen netten Abend damit verbracht.

“Ainu Neno An Ainu” (Regie: Laura Liverani und Neo Sora) ist ein Film, der im Prinzip als Nebenprodukt eines Fotoprojekts über die indigene Bevölkerung Nordjapans entstanden ist. Wir hatten im vergangenen Jahr schon eine Dokumentation (“Ainu – Indigenous People Of Japan”) gesehen, die zeigte, wie die heutigen Ainu seit den 1970er Jahren versuchen, ihre Kultur und Sprache wiederzubeleben, nachdem die japanische Regierung ihnen beides seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verboten hatte. In “Ainu Neno An Ainu” gab es auf der einen Seite ein Wiedersehen mit den älteren Ainu, die wir schon aus der letztjährigen Dokumentation kannten, und auf der anderen Seite kamen überraschend viele jüngere Ainu zu Wort, die heute von ihren Eltern und Großeltern ihre Sprache und Traditionen lernen und sich dafür engagieren, ihre Kultur zu erhalten. Der Aufbau der Dokumentation war nicht ganz so gelungen, das Ganze wirkte etwas willkürlich zusammengestückelt, aber es war schön zu sehen, wie die jüngeren Generationen ihre Identität als Ainu ausleben können und wollen.

Auf den Film “Special Actors” von dem Regisseur Shinichiro Ueda hatten wir uns eigentlich sehr gefreut, weil die Beschreibung eine amüsante Handlung zu versprechen schien. Die Geschichte dreht sich um den erfolglosen Schauspieler Kazuto, der in stressigen Situationen immer in Ohnmacht fällt – was für seine Karriere natürlich nicht sehr förderlich ist. Auf Anregung seines Bruders lässt sich Kazuto als “Special Actor” engagieren, um zukünftig auf Beerdigungen die Reihen der Trauergäste aufzufüllen oder ähnliche “alltägliche” Jobs als Darsteller anzunehmen – und natürlich läuft bei einem der größten Aufträge der Special-Actor-Firma eine Menge schief. Ich habe die Grundidee des Films wirklich geliebt und mochte jeden einzelnen Nebendarsteller, und ich hätte liebend gern einen Film über diese verschiedenen Personen, die für eine ganz besondere Schauspieler-Agentur arbeiten, verfolgt. Womit ich ein riesiges Problem hatte, war der Hauptdarsteller Kazuto Osawa, der mich einfach nicht überzeugen konnte (obwohl ich gelesen habe, dass die Figur Kazuto auf persönlichen Problemen und Erfahrungen des Schauspielers basiert).

Nachdem wir von Dienstag an zwei Filme pro Tag gesehen hatten, waren wir am Sonntag ein bisschen film-müde und hatten uns auf “his” von dem Regisseur Rikiya Imaizumi beschränkt. “his” erzählt die Geschichte von Shun und Nagisa, die während ihrer Studienzeit eine Beziehung hatten. Jahre später lebt Shun als Selbstversorger zurückgezogen in einem kleinen Dorf, als Nagisa ihn gemeinsam mit seiner kleinen Tochter aufsucht. Nachdem Nagisas Versuch in einer heterosexuellen Beziehung zu leben gescheitert ist, streitet er nun vor Gericht mit seiner Ex-Frau um das Sorgerecht für die Tochter. Es war schön zu verfolgen, wie die beiden Männer sich wieder näherkamen und wie selbstverständlich Nagisas Tochter Shun als Familienmitglied akzeptierte. Und es gab wunderbare Szenen mit der (überalterten) Dorfgemeinschaft, die deutlich weniger Probleme mit der Homosexualität der beiden Männer hatte, als Shun und Nagisa erwartet hätten. Insgesamt mochte ich es, dass der Film weniger auf Drama setzte, als darauf zu zeigen welche alltäglichen Probleme es mit sich bringt, wenn man in Japan nicht der vermeintlichen Norm entspricht. Dabei wurde es auch wunderbar vermieden, einem der Charaktere Schuld für das Scheitern einer Beziehung, die Probleme beim Aufziehen eines kleinen Kindes oder ähnliches zuzuschieben. Stattdessen wurde versucht, den vielen verschiedenen Perspektiven gerecht zu werden, ohne das Leben der Figuren zu bewerten. Der Film ist übrigens auch Gewinner des Nippon Cinema Award, der von den Zuschauern vergeben wird.

Um das Filmfest bis zum letzten Tag auszunutzen, hatten wir dann am Sonntagabend noch einen Film für den Montag gebucht, dessen Beschreibung sich ganz amüsant anhörte. In “The Stormy Family” (Regie: Masahide Ichii) treffen sich die vier Geschwister der Suzuki-Familie, um eine Trauerfeier für ihre vor zehn Jahren nach einem Banküberfall spurlos verschwundenen Eltern abzuhalten. Im Rahmen der Trauerfeier werden alte Konflikte und Kränkungen wieder hervorgeholt und gemeinsam über die Frage nachgedacht, wieso ihr Vater damals eine Bank überfallen hat. Es gab ein paar skurril-amüsante Momente in der Geschichte, aber insgesamt konnte uns der Film nicht so recht überzeugen, da die Handlung – trotz der eigentlich ganz reizvollen Ausgangsidee – recht vorhersehbar und wenig ungewöhnlich war.

***

Insgesamt waren also die Filme, die wir in diesem Jahr gesehen haben, von eher gemischter Qualität. Aber ich muss zugeben, dass die Tatsache, dass wir selten vorhersagen können, ob ein Film unseren Erwartungen entsprechen wird oder nicht, auch einer der spannenderen Aspekte der Nippon Connection für mich ist.

Was schön war (2): Japanisches Filmfestival (Teil 1)

Da ich es in den letzten Jahren immer schön fand, wenn ich hier auf dem Blog etwas zu den Filmen nachlesen konnte, die wir während vergangener “Nippon Connections” gesehen haben, sammle ich hier mal meine Eindrücke zu den gesehenen Filmen. Da auch in diesem Jahr das Festival donline stattfand, haben wir wieder eine Menge gesehen, was dafür sorgte, dass die Qualität der verschiedenen Filme sehr unterschiedlich war. *g*

Unser Start-Film war in diesem Jahr “It’s a Summer Film!”, eine wunderbar amüsante und leicht absurde Mischung aus Coming-of-Age-Geschichte und Liebeserklärung ans Filmemachen, die unter der Regie von Sôshi Masumoto gedreht wurde. Die Handlung begleitet die Schülerin Barefoot, die gemeinsam mit zwei Freundinnen den Sommer über einen Samuraifilm dreht, weil sie so frustriert davon ist, dass der Filmclub an ihrer Schule nur Liebesfilme produziert. Es war einfach wunderbar lustig zu verfolgen, wie Barefoot die verschiedenen Mitschüler dazu bringt, ihr bei ihrem Dreh zu helfen. Allein die Szenen rund um Rintaro, der ihr Hautpdarsteller sein soll, obwohl er sich dazu definitiv nicht in der Lage sieht, haben mich mehrfach schallend zum Lachen gebracht. Es hat einfach Spaß gemacht, diese Gruppe von Schülern zu begleiten, die all ihre Energie und ihren Einfallsreichtum in die Verwirklichung von Barefoots Traum stecken. Und es gibt so großartige Frauenfiguren und Frauenfreundschaften in diesem Film. Ich weiß nicht, ob es die leicht absurden Elemente in dem Film benötigt hätte, aber sie haben mich definitiv nicht gestört. Insgesamt mochte ich die Geschichte und die verschiedenen Charakteren sehr gern – “It’s a Summer Film!” war für mich der perfekte Start in eine Woche voller japanischer Filme.

Unser zweiter Film des Tages war “Shiver” – der im Prinzip nichts anderes war als ein ca. 1 1/2 Stunden langes Musikvideo des Taiko-Ensemble Kodo, das in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Koshiro Hino und dem Regiesseur Toshiaki Toyoda entstanden ist. Da ich Taiko-Trommeln wirklich gern höre und es immer wieder beeindruckend finde, den Musikern zuzuschauen, war das ein schön entspannter Ausklang für den ersten Nippon-Connection-Tag. (Mein Mann hat dann im Laufe der Woche noch die beiden Filme “Wolf’s Calling” und “The Day of Destruction” von Toshiaki Toyoda gesehen und war von beiden Werken nicht so angetan, da die kritischen Botschaften beider Filme eigentlich nur mit Anmerkungen des Regisseurs in die gezeigten Szenen reininterpretiert werden konnten. Filme, für die man erst einmal eine Interpretationsanleitung benötigt, sind eindeutig nicht unser Ding. 😉 )

Am Mittwoch sind wir dann mit “Under the Open Sky” (Regie Miwa Nishikawa) in den Filmtag gestartet. Den Film haben wir ausgewählt, obwohl uns das Thema nicht so ansprach, weil wir den Hauptdarsteller Koji Yakusho immer wieder großartig finden. Die Handlung dreht sich um den ehemaligen Yakuza-Gangster Mikami, der nach dreizehn Jahren Haft fest entschlossen ist, seinen Weg in die Gesellschaft zurückzufinden. Dabei macht es ihm die Gesellschaft aber nicht leicht, denn natürlich sind die Vorurteile und Hindernisse, denen der Ex-Häftling begegnet, kaum zu überwinden. “Under the Open Sky” ist eine leise erzählte – und trotz des einen oder anderen amüsanten Moments –  melancholische Geschichte über einen Mann, dem es schwer fällt, sich in der heutigen Gesellschaft zurechtzufinden, und über eine Gesellschaft, die es ihm schwer macht, seine kriminelle Lebensweise hinter sich zu lassen. Der gesamte Film lebt von der intensiven schauspielerischen Leistung von Koji Yakusho, die es einem während des Zuschauens auch leichter macht, über die zum Teil etwas sehr klischeebehafteten Elemente der Handlung hinwegzusehen.

Nach dem eher bedrückenden Film haben wir uns später am Tag noch die Dokumentation “Koshien – Japan’s Field of Dreams” gegönnt, in der es um Highschool-Baseball geht – was ja eigentlich so gar nicht mein Thema ist. Aber ich fand es faszinierend, diesen Film über zwei Highschool-Baseball-Teams und ihre Trainer zu verfolgen, die beide unbedingt zum 100. Jubiläum am Koshien (dem Tunier, das den Höhepunkt der Highschool-Baseball-Saison bildet) teilnehmen wollten. Dabei zeigte die Regisseurin Ema Ryan Yamazaki zwei sehr unterschiedliche Trainer, von denen der eine sehr traditionsbehaftet und der andere offen für neue Methoden ist, was ich sehr spannend fand. Bei den Spielern selbst wurde deutlich, wie sehr der Sport ihr Leben prägt und welchen unglaublichen Einfluss die Trainer auf sie haben. Dabei gab es so viele Momente, die – für mich immer noch befremdliche – Elemente einer traditonellen japanischen Gesellschaft zeigten, aber auch die Stellen, an denen die Traditionen sich nicht gut in unsere moderne Welt transportieren lassen und wo inzwischen neue Wege gesucht werden müssen. Diese Auseinandersetzungen mit der Suche nach neuen Methoden und das Setzen des Schwerpunkts auf die Beziehungen zwischen Trainern und Spielern haben die Dokumentation für mich zu einem wirklich lohnenden Film gemacht.

Der Donnerstag startete mit einem Film, auf den wir uns beide sehr gefreut hatten, nachdem wir die Beschreibung im Programm gelesen hatten. “Beyond the Infinite Two Minutes” ist ein Low-Budget-Projekt der Theatergruppe EUROPE KIKAKU, und große Teile der Handlung wurden ohne Schnitt gedreht. Da es eine Zeitreise-Geschichte ist, gibt es so einige Szenen, die natürlich seperat gedreht wurden, aber bei der Haupthandlung kann man eigentlich ganz gut verfolgen, dass da sehr viele Teile der Geschichte am Stück gedreht wurde. Die Handlung rund um den Cafébesitzer Kato, dessen privater Fernseher zwei Minuten in die Zukunft “schauen” kann, während sein Café-Fernseher zwei Minuten in die Vergangenheit “sieht”, war sehr amüsant, ziemlich absurd und hat uns großen Spaß gemacht. Der Theaterhintergrund der Schauspieler war definitiv spürbar, ebenso die Vertrautheit, mit der sie miteinander umgingen. Der Film hat nicht umsonst den “Nippon Visions Audience Award” (für Newcomer-Filme) gewonnen!

Da wir bei der Planung davon ausgingen, dass ein Zeitreise-Film vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern würde, hatten wir uns für den Nachmittag entspannte und leichte Unterhaltung vorgenommen. Mit dem Film “Can’t Stop the Dancing” von Regisseur Shinobu Yaguchi haben wir genau das dann auch gefunden. Die Geschichte rund um die ehrgeizige Büroangestellte Shizuka, die nach dem Besuch eines Jahrmarkt-Hypnotiseurs anfängt zu singen und zu tanzen, sobald sie Musik hört, war zwar weniger Musical, als wir erwartet hatten, bot uns aber dafür ein wunderbar lustiges Roadmovie (mit gut platzierten Musical-Nummern). Ich mochte die Entwicklung, die die Protagonistin im Laufe des Films durchmachte, ebenso wie ihre Mitstreiterin wider Willen, und es war lustig einen altvertrauten Schauspieler (Akira Takarada) als alternden Hypnotiseur in den Film zu entdecken. Alles in allem hatten wir wirklich sehr viel Spaß mit diesem unterhaltsamen Film. 🙂

Drei Bücher, die mich im Mai am Lesen gehindert haben. ;)

Oder wäre “Drei Bücher, die ich am Ende abgebrochen habe” ein besserer Titel gewesen? Im Mai gab es drei Romane, bei denen ich relativ früh stockte, weil mir irgendetwas an den Geschichten nicht gefiel, obwohl ich die Bücher eigentlich mögen wollte. Am letzten Mai-Wochenende hatte ich dann die Nase voll von dem Stapel mit angefangenen Büchern, bei dem sich wochenlang nichts tat, obwohl ich die Geschichten doch eigentlich lesen wollte. Also nahm ich mir vor, dass ich mich in den nächsten Tagen mit jedem dieser Romane für eine Stunde beschäftigen würde. Wenn sie mich nach einer Stunde Lesezeit immer noch nicht gepackt (oder mich erneut irritiert/geärgert) hätten, dann würde ich sie endgültig abbrechen und mir etwas Anderes zu lesen suchen. Aber diese eine Stunde Lesezeit wollte ich jeder der drei Geschichten noch gönnen.

Über “The Secret Life of Mary Bennet” von Katherine Cowley bin ich gestolpert, als ich einen Text der Autorin bei John Scalzis “The Big Idea” gelesen hatte, in der sie über die Idee hinter dem Roman schrieb. Sie hatte sich gefragt, welche Stärken Mary Bennet eigentlich hat und welchen Weg das Leben dieser Figur nehmen müsste, damit sie sich von ihren berühmteren Schwestern abheben kann. Ich mochte den Text und ich mochte die Idee, also habe ich mir den Roman als eBook gegönnt, obwohl ich normalerweise mit Geschichten nicht so glücklich bin, die an Jane Austens Bücher angelehnt sind. Bei “The Secret Life of Mary Bennet” hatte ich aber kein Problem, die Handlung getrennt von Jane Austens Romanen zu betrachten, weil Marys Perspektive dafür sorgte, dass ich die vertrauten Figuren mit anderen Augen sah. Die Geschichte beginnt in den Tagen vor Mr. Bennets Beerdigung, und so habe ich anfangs den einen oder anderen für mich irritierenden Gedanken der Protagonistin auf ihre Trauer geschoben. Vor allem tat mir Mary in ihrer Unbeholfenheit leid, und ich fand es bedrückend zu sehen, wie sie von ihrer Familie abgetan und wenig geschätzt wurde.

Aber nach einem Drittel der Handlung fand ich es schwierig, Marys Verhalten weiter zu entschuldigen. Es gab immer mehr Szenen, in denen ich die Darstellung von Mary widersprüchlich (und auch schwer zu ertragen) fand. So wird sie zum Beispiel auf der einen Seite als jemand beschrieben, dem Regeln wichtig sind und Halt geben, auf der anderen Seite verstößt sie ständig (bewusst!) gegen gesellschaftliche Regeln, weil diese nicht ihren Bedürfnissen entsprechen. Je häufiger ich diese kleinen Widersprüche im Text sah, desto weniger Lust hatte ich, mich mit Mary Bennet und ihrem Schicksal zu beschäftigen. Ich habe das Buch abgebrochen, nachdem eine Leiche gefunden wurden, obwohl das ja normalerweise der Punkt ist, an dem eine Geschichte erst richtig anzieht. Aber es war mir so egal, wie die Handlung weitergeht, und ich hatte so wenig Lust, weiter Marys Gedanken verfolgen zu müssen, dass ich mich von diesem Buch nicht länger von genussvollerer Lektüre abhalten lassen wollte. (Stattdessen habe ich dann zu “The Daughter of the Sun” von Effie Calvin gegriffen und an einem Tag durchgelesen.)

Der zweite Titel auf meinem “SaB” war “Stray Magic” von Kelly Meding. Den Roman hatte ich vor längerer Zeit schon einmal angefangen und dann mit einem “Ich bin anscheinend gerade nicht in der Stimmung für Urban Fantasy”-Gedanken zur Seite gelegt. Nachdem ich im Mai aber “Smoke Bitten” von Patricia Briggs gelesen hatte, hatte ich definitiv große Lust auf weitere Urban-Fantasy-Titel und habe deshalb erneut meine Nase in “Stray Magic” gesteckt – nur, um nach gerade mal 31 Seiten das Buch frustriert zur Seite zu legen. Ich mochte die “Dreg City”- und die “Cornerstone Run”-Romane der Autorin wirklich gern und hatte gehofft, dass mich “Stray Magic” ebenso gut unterhalten würde. Doch irgendwie funktionierte diese Geschichte für mich nicht, und obwohl ich mir einzureden versuchte, dass es vielleicht nur daran lag, dass ich mich nicht richtig darauf eingelassen oder beim ersten Anlesen zu viele andere Dinge im Kopf hatte, kam ich auch beim zweiten Anlauf nicht damit zurecht.

Ich fürchte, es gibt bei “Stray Magic” einfach zu viele Punkte, die nicht meinem Geschmack entsprechen. Ich fand die Protagonistin Shiloh regelrecht unsympathisch, und das hat es mir schwer gemacht, ihrer Erzählstimme zu folgen. Außerdem gefiel mir zwar grundsätzlich der Anfang des Romans (eine Gruppe von Vampiren nimmt die Bewohner eines Trailerparks als Geisel, um Unterstützung zu bekommen, die ihnen hilft herauszufinden, wer Vampire und Werwölfe entführt), aber die Ausführung reizte mich so gar nicht. Als dann bei meinem (inzwischen dritten Versuch mit dem Roman) noch der “untote” Kopf von Shilohs Vorgesetztem gefunden wurde und mich ihre Trauer total kalt ließ, habe ich das Buch dann doch lieber abgebrochen. Es ist sehr schade, dass Kelly Meding mit ihren früheren Reihen nicht erfolgreicher war. Aber ich fürchte, der fehlende Erfolg der Bücher, die meinen Geschmack getroffen haben, hat dazu geführt, dass sie mit ihren Geschichten in eine Richtung gegangen ist, von der sie hoffte, dass sie eher ein Publikum findet, die mir persönlich aber einfach nicht gefällt. (Ich habe dann meine Urban-Fantasy-Lust mit dem gerade erschienenen Titel “Practical Boots” von C.E. Murphy gestillt. 😉 )

Zuletzt hat mir noch “The Scandalous Sisterhood of Prickwillow Place” von Julie Berry zu schaffen gemacht. Der Roman stand schon ziemlich lange auf meiner Merkliste, aber so richtig sicher war ich mir nicht, ob er wirklich in mein Beuteschema passen würde. Mir gefiel die Grundidee (sieben Schülerinnen vertuschen im viktorianischen London den plötzlichen Tod ihrer Schulleiterin, um weiterhin gemeinsam in ihrer Schule leben zu können), und grundsätzlich mag ich humorvolle Kriminalromane. Auf der anderen Seite ist es immer schwierig vorherzusagen, ob der Humor einer Autorin mit meinem kompatibel ist. Bei dieser Geschichte hat mich von Anfang an gestört, dass die sieben Protagonistinnen immer mit ihren vollen Spitznamen (“Disgraceful Mary Jane”,  “Dour Elinor”, “Smooth Kitty”, “Dull Martha”, “Pocked Louise”, “Stout Alice” und “Dear Roberta”) erwähnt wurden. Nicht ein einziges Mal gab es nur einen Vornamen zu lesen, die Namen wurden immer mit dem “Label” zusammen erwähnt und das hat mich unglaublich genervt, weshalb ich das Buch nach 50 gelesenen Seiten erst einmal weggelegte, obwohl die sieben Schülerinnen gerade mit einem Haus voller unangekündigter Gäste zu kämpfen hatten. Außerdem wurden die Charaktere (zumindest im ersten Drittel) schrecklich eindimensional dargestellst und als ich mich dann dabei ertappte, dass ich bei meiner “ich gebe diesem Buch noch eine Chance”-Stunde mit meinen Gedanken überall anders war, aber nicht bei der Geschichte, weil mich die Erzählweise einfach nicht packen konnte, habe ich auch diesen Roman abgebrochen (und aussortiert).

***

Da der Beitrag noch in den Entwürfen ruhte, als ich mein erstes Buch im Juni abbrach, bekommt das hier auch noch eine “ehrenvolle” Erwähnung. 😉 Ich hatte mir den ersten Teil der Twist-Reihe, “Indelible”, von Dawn Metcalf relativ spontan als eBook besorgt, weil dieses Urban-Fantasy-Jugendbuch für seine “slow burning romance” gelobt wurde. Die Handlung wird aus der Sicht von Joy erzählt, die bei einem Diskobesuch von einem Fremden angegriffen und am Auge verletzt wird. Relativ schnell stellt sich heraus, dass der Fremde (Ink) eine Art übernatürliches Wesen ist und ihr eigentlich das Augenlicht hätte nehmen müssen. Da er daran aber scheiterte, hat sein Angriff Joy als seinen Besitz bzw. seine Gefährtin gekennzeichnet. Damit Joy nicht getötet wird, weil sie über die Fähigkeit verfügt, übernatürliche Wesen sehen zu können, und Ink nicht vernichtet wird, weil er daran gescheitert ist, die magischen Wesen vor der Entdeckung durch einen Menschen zu schützen, müssen die beiden so tun, als ob sie eine Beziehung hätten.

Ich muss zugeben, dass die Kennenlernen von Joy und Ink sich wunderbar langsam entwickelt und es im ersten Drittel des Romans überraschend intime (und jugendfreie!) Szenen mit den beiden gibt. Auch gibt es einige andere Aspekte, die die Autorin wirklich gut behandelt hat, die mich sonst häufig in (nicht nur Urban-Fantasy-)Romanen ärgern. So fand ich es zum Beispiel wunderbar zu lesen, dass sich Joy anfangs einem Polizisten anvertraut und sich halt wirklich wie ein relativ vernünftiger verängstigter Teenager verhält und nicht wie eine sich selbst überschätzende Superheldin. Aber insgesamt hat mich die Geschichte leider nicht packen können, weil mich der fantastische Teil der Handlung so gar nicht interessiert hat – und als ich mich dann dabei ertappte, dass ich lieber noch eine Runde Haushaltskram erledigte, als meine Lesezeit mit diesem Buch zu verbringen, habe ich auch diesen Roman abgebrochen. Mal schauen, wie es in den nächsten Wochen so weitergeht mit mir und dem Lesen …

Kurze Blogpause

Ich starte in den Juni mit einer kurzen Blogpause, da ich gerade viel um die Ohren habe, mein Mann in den ersten Juniwochen Urlaub hat und wieder das japanische Filmfest stattfindet. Letzteres wird dafür sorgen, dass ich meine Freizeit also mit Filmen verbringen werde, ersteres dafür, dass ich die Zeit zwischen den Filmen mit Arbeit verbringe. 😉

Für meine Statistik gibt es zum 1. Juni noch meinen SuB-Beitrag und danach wird es hier erst einmal etwas still werden. Ich werde definitiv vor dem Lese-Sonntag wieder zurück sein, so dass ihr den wieder mit mir gemeinsam erleben könnt, wenn ihr wollt.

Habt einen guten Start in den Juni und bis bald! 🙂

Die Mischung aus …

… sehr vielen Neuzugängen in den Wintermonaten und dem Umstand, dass wir unseren Ventilator in dieser Zeit vor meinem SuB-Regal lagern, sorgt dafür, dass mein SuB ein kleines bisschen unorganisiert aussah. Die Tatsache, dass ich mich in den letzten Wochen recht selten zum Aufräumen aufraffen konnte, und dass ich ständig Bücher von einem Ort zum anderen geschleppt habe, machte die Sache nur noch schlimmer. Als ich also gestern meine (momentan sehr kostbare) Lesezeit mit einem neuen Buch verbringen wollte, hat mich der Anblick meines SuBs so genervt, dass ich statt zu Lesen lieber meinen ungelesenen Bestand aufgeräumt habe. 😉

Links die Sicht von vorne, rechts die seitliche Sicht auf mein Bücherregal. Die Bücher stehen nicht nur sehr unordentlich im Regal, sondern es stehen auch lauter Stapel vor den Buchreihen, die deutlich hervorragen. ein Ventilator mit einem übergeworfenen Tuch lässt sich in der Ecke rechts unten erahnen.

Das Chaos vor dem Aufräumen (inklusive staubgeschütztem Ventilator). *g*

Ich habe zwei Bücher gefunden, die ich aus irgendeinem Grund nicht in der SuB-Liste aufgeführt hatte (“The Black Tides of Heaven” von Jy Yang und “The Cloud Roads” von Martha Wells). Außerdem gibt es immer noch ein paar Titel im Regal, die genau genommen nicht zum SuB gehören, die ich aber dahingepackt habe, weil ich sie lesen will, bevor ich zu anderen Büchern greife. Die kleinen Masspaperbacks dürfen vor den anderen Büchern stehenbleiben, weil sie da gut hinpassen und so keinen Extra-Platz in Anspruch nehmen.

Ein Bücherregal mit alphabetisch geordneten Büchern (und ein paar Comics). Es gibt nur noch drei kleine Stapel vor den Buchreihen und diese bestehen aus kleinen US-Masspaperbacks, die da auch genügend Platz haben, um nicht aus dem Regal zu ragen.

Nachher – nicht perfekt, aber sehr viel besser als vorher. 😉

Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit meinem Rumräumen (und Staubwischen *g*), ich sollte aber dringend meine Lesezeit wieder mit Lesen verbringen, um etwas Platz im Regal zu schaffen. 😉

Was schön war (1)

Eine Zusammenstellung aus vier Screenshots des Spiels Story of Seasons - Pioneers of Olive Town, die alle eine überwucherte waldige Fläche und Gebäuderuinen zeigen.

Ein neuer Anfang auf Opas vernachlässigtem Bauernhof.
Die ersten Flächen roden und bebauen,
das Haus und die Ställe renovieren
und natürlich das Sammeln von vielen verschiedenen Dingen …

 

Ein weißer Unterteller mit drei goldbraunen Schokosplitter-Haferflocken-Mandel-Keksen, rechts sieht man eine gestreifte Tasse mit Kakao und einer großen Menge Mini-Marshmallows darauf

Ein Nachmittag mit frisch gebackenen Keksen
und Mini-Marshmallows für meinen heißen Kakao.

 

Ein gehäkelter Streifen, der ein Muster aus dunkelbrauner, mittelbrauner und weißer Wolle zeigt, das so ausschaut, als ob die drei Farben miteinander verwebt wären. Drei Wollknäule und eine Häkelnadel.

Mir Zeit nehmen für ein neues Handarbeitsprojekt
(eine gehäkelte Decke für meinen Mann),
zu sehen wie es langsam Form annimmt
(und in der Lage zu sein, all die anderen angefangenen Projekte
währenddessen zu ignorieren *g*).

Kiki-Thementag ;)

In den letzten Tagen war ich ein bisschen grumpig, weil ich ein paar (schöne!) Dinge wirklich tun wollte und mich doch nicht dazu aufraffen konnte – während ich meinen Pflichtkram wirklich gut hinbekommen habe. So will ich bestimmt schon seit Wochen … eher einem halben Jahr endlich mal wieder Hefe-Schnecken backen und bekomme es doch nicht auf die Reihe, obwohl alle Zutaten im Haus sind. Außerdem habe ich schon seit einiger Zeit große Lust darauf, “Kikis kleiner Lieferservice” zu schauen und die “Apprentice Witch”-Bücher von James Nicol noch einmal zu lesen, aber trotzdem habe ich meine Lesestunden dann doch immer mit anderen Geschichten verbracht. Also habe ich beschlossen, dass ich mir heute eine Art “Kiki-Thementag” gönne, den ich mit lauter Dingen fülle, die ich mit “Kikis kleiner Lieferservice” verbinde und die passenderweise schon länger auf meiner Vorhaben-Liste stehen. Ein paar alltägliche Pflichten werde ich trotzdem erledigen müssen, aber da “Putzen” keinen so kleinen Teil von Kikis Leben auszumachen scheint, passt das ja auch ganz gut. 😉

Das Foto zeigt eine grüne Yoga-Matte auf einem hellen Holzboden, im Hintergrund kann man die untere Hälfte einer weißen TV-Konsole erkennen.

Nachdem ich etwas durch die Wohnung gewuselt bin und das Geschirr abgewaschen habe, gab es erst einmal eine kleine Sportrunde. Ich habe heute solchen Muskelkater von den neuen Übungen, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, dass ich mich auf entspanntes Dehnen und die 5-Minuten-Runde für den Schulterbereich beschränkt habe. Das war definitiv zügig erledigt und somit konnte der schöne Teil des Tages starten. Begonnen habe ich den mit einer Runde “Animal Crossing”, damit ich auch da meinen täglichen Kram erledigt hatte. Danach ging es zum Frühstückzubereiten wieder in die Küche …

Eine Switch auf deren Bildschirm zwei Personen im Regen zu sehen sind. Von hinten mein Spielcharakter mit einem roten Regenhut und davor meine Nachbarin Isolde (ein weißer Hund mit schwarzen und grauen Flecken), die sagt "Ich weiß wirklich zu schätzen, wie freundlich du immer mit mir redest! Das hebt jedes Mal meine Stimmung!"

 

Pfannkuchen zum Frühstück

Auf dem Foto sind zwei weiße Teller auf weißen Tischsets zu sehen, auf denen jeweils ein Pfannkuchen liegt. Daneben steht ein weiterer Teller mit einem ganzen Pfannkuchenstapel, sowie eine Flasche Cranberrysirup und ein kleines Schälchen mit etwas Zucker.

Wenn ich an “Kikis kleiner Lieferservice” denke, dann fallen mir relativ schnell auch die Pfannkuchen ein, die sie regelmäßig isst, weil diese günstig und einfach zu machen sind. Ich habe heute damit meine neue Pfanne eingeweiht und natürlich gleich noch ein neues Rezept ausprobiert. Das Rezept ist sehr, sehr gut. Die Pfannkuchen sind total fluffig und sehr lecker geworden. Die Pfanne gefällt mir auch, aber gegen Ende hatte sie so viel Temperatur, dass die letzten drei Pfannkuchen doch etwas dunkel geworden sind. Was vielleicht auch daran lag, dass ich von der Tatsache abgelenkt wurde, dass der Vermieter-Handwerker ohne Vorankündigung das Wasser abgestellt hatte. Es war ein ziemlicher Schreck für mich, als ich mal eben nebenbei etwas abwaschen wollte und nur ein Ächzen aus dem Wasserhahn kam … Eine Stunde später lief das Wasser wieder und trotz ein paar dunkler Stellen waren die Pfannkuchen sehr lecker! Allerdings weiß ich jetzt auch wieder, warum ich so selten welche mache, denn direkt nach dem Essen stand gleich eine Runde Abwasch an. *g*

 

Ein Hefekranz zum Nachmittag

Das Foto zeigt die DVD-Hülle von "Kikis kleiner Lieferservice" und darauf liegt die Taschenbuch-Ausgabe von "The Apprentice Witch", dessen blaues Cover die Scherenschnitt-artige Darstellung einer Hexe zeigt, die mit einer Hand an ihrem fliegenden Besen hängt.

Nachdem der Abwasch erledigt war, habe ich mich mit “The Apprentice Witch” auf dem Sofa eingerollt und eine Weile gelesen. Die Bücher – vor allem der erste Teil – erinnern mich sehr an Kiki, da es auch hier darum geht, dass eine junge Hexe, die sich ihrer Fähigkeiten nicht sicher ist, allein einen Weg ins Berufsleben finden muss. Der Ort, in dem Arianwyn Fuß fassen möchte, ist deutlich weniger großstädtisch als Kikis Stadt am Meer, aber dafür ist Arianwyns Job auch wesentlich herausfordernder. 😉

Das Foto zeigt einen Fernseher, auf dem eine Szene aus dem Anime "Kikis kleiner Lieferservice" zu sehen ist. Die Szene zeigt Kiki, wie sie in den Arbeitsraum ihrer Mutter kommt.

Dann wurde es Zeit, einen Hefeteig für den Schoko-Hefekranz anzusetzen, den es dann heute Nachmittag zu “Kikis kleiner Lieferservice” gab. Ein Foto vom Gesamtwerk gibt es nicht, weil ich mit “ich wandel mal eben ein vertrautes Rezept ab und verwende eine unvertraute Technik, die ich vor kurzem im Fernsehen gesehen habe” wohl ein bisschen überambitioniert war. *g* Die Konsistenz des Endergebnisses war definitiv nicht gut, aber geschmeckt hat er trotzdem. Oh, und ich hatte extra die Kranzform gewählt, statt ein paar Hefeschnecken zu backen, weil ich an den Brotkranz mit der fliegenden Hexe denken musste, der in dem Film von dem knuffigen Bäcker ins Schaufenster gehängt wird, um für Kikis Service zu werben. Auf die Hexe in der Mitte des Kranzes habe ich beim Formen allerdings verzichtet. 😉

Ein kleiner Teller, der auf der DVD-Hülle von "Kikis kleiner Lieferservice" steht und auf dem ein Stück eines geflochtenen Hefekranzes liegt. Daneben steht eine große Tasse mit Milchkaffee.

 

Eine “Pastete” zum Abendessen

Als ich am Nachmittag den Hefekranz aus dem Ofen geholt hatte, habe ich auch noch einen Teig fürs Abendessen angesetzt, der dann in der warmen Küche gehen durfte. Mit Spinat gefüllte Teigtaschen machen ich ja öfter, aber heute dachte ich, ich lehne unser Essen zumindest optisch mal an die “Herings-Kürbis-Pastete” an, die die ältere Dame in dem Anime für ihre undankbare Enkelin gebacken hat.

Eine quadratische Auflaufform mit einer Pastete, wobei auf der Teigdecke der Pastete noch ein Fisch aus Teig zu sehen ist.

Den restlichen Abend werde ich mit “The Apprentice Witch” verbringen – mal schauen, ob ich den ersten Band noch beendet bekomme. Mir macht die Geschichte gerade viel Spaß und ich bin froh, dass ich mir diesen “Kiki-Thementag” gegönnt habe. 🙂

Das Foto zeigt ein geöffnetes Buch ("The Apprentice Witch"), im Hintergrund sind eine braune Sofalehne, eine weiße Wand und ein schwarz-weißes Foto von einem Wald zu erkennen.

In der ersten Januarwoche …

… hatte ich mir zwei Dinge vorgenommen: 1. wollte ich es in diesem Jahr endlich mal schaffen, einen Überblick über all die eBooks zu bekommen, die im Laufe der Zeit auf meinem Reader und meiner Festplatte gelandet sind, und 2. wollte ich versuchen, ein Verhältnis von 1/4 Neuzugänge, 1/4 “ältere” SuB-Titel, 1/4 eBooks und 1/4 Rereads auf die Reihe zu bekommen. Dummerweise musste ich dann aber feststellen, dass es ziemlich schwierig ist, beide Vorhaben gleichzeitig erfolgreich durchzuziehen. 😉

Erst einmal kostete es überraschend viel Zeit, meine eBooks zu sichten und herauszufinden, welche ich davon gelesen habe. Außerdem muss ich bei den gelesenen Büchern herausfinden, woher ich das eBook bezogen habe und ob ich es jederzeit wiederbekommen kann, wenn ich es vom Reader lösche. Es ist wirklich schrecklich, wie viele Romane absolut nichtssagende Titel haben – und wie viele kostenlose oder billige Titel ich im Laufe der Jahre so mitgenommen habe, weil ich neue Autoren antesten wollte. Bislang bin ich – bei alphabetischer Autorennamen-Sortierung – bis H gekommen und musste bei gefühlt 75% aller Titeln die Inhaltsangabe nachschlagen, um mich daran zu erinnern, ob mir das Buch gefallen hat (wenn ich es denn überhaupt schon gelesen habe).

Es gibt nur eine Handvoll Autorinnen, die mehrfach auf meinem Reader vertreten sind, und das sind häufig die, die ich auch über Patreon unterstütze. Wobei ich nicht nur die Kurzgeschichten und anderen Texte, die ich über Patreon bekommen habe, von diesen Autorinnen besitze, sondern auch noch so einige eBooks, die ich mir gekauft habe. Das sind auch die Titel, an die ich mich erinnern kann, ohne dass ich Klappentexte suchen muss. Was mich darauf bringt, dass ich endlich, endlich mal lernen sollte, dass ich weniger … hm … offen für neue Autor.innen sein sollte, wenn es um günstige eBooks geht, weil ich unter all den “ganz netten” Büchern die Geschichte nicht mehr wiederfinde, die ich mochte oder die ich irgendwann mal wirklich dringend lesen wollte. Mein “reales” Bücherregal würde ich nie mit so viel Schrott vollstopfen …

Außerdem hat mich das Sichten meiner eBooks über so einige Titel stolpern lassen, die ich wirklich gern gelesen habe oder eigentlich schon längst gelesen haben wollte. Was wiederum dazu geführt hat, dass ich in den letzten Tagen das eine oder andere eBook (erneut) gelesen oder Fortsetzungen gekauft (und gleich verschlungen) habe. Wenn ich also mein 2. Vorhaben noch durchziehen wollen würde, müsste ich in den kommenden fünf Tagen noch vier Neuzugänge, drei Rereads und sieben ältere Bücher vom SuB lesen, um mit den gelesenen eBooks Schritt zu halten … *g* Ich werde mich also eher an Vorhaben Nr. 1 halten und in den kommenden Wochen weiter daran arbeiten, meine eBooks zu sichten, und hoffentlich am Ende wirklich daraus lernen, dass ich wieder weniger experimentierfreudig sein sollte, wenn es um eBooks geht.