Kategorie: Diverses

Was schön war (2)

Auch in diesem Jahr haben wir uns Urlaub genommen, um das japanische Filmfest, das jährlich in unserer Stadt stattfindet, genießen zu können. Da wir uns bei dem Gedanken unwohl fühlten, dass wir stundenlang in schlecht gelüfteten und voll besetzten Kinosälen sitzen würden, haben wir uns wieder auf das Online-Angebot beschränkt. Was bedeutete, dass wir nicht alle Filme des Festivals zur Auswahl hatten, aber insgesamt haben wir zwischen dem 31. Mai und 06. Juni eine bunte Mischung japanischer Filme genießen können.

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Am ersten Abend haben wir „They Say Nothing Stays the Same“ geschaut, weil ich hoffte, dass uns das Regiedebüt von Joe Odagiri nicht nur schöne Landschaftsaufnahmen, sondern auch eine nette Geschichte rund um einen alten Fährmann präsentieren würde. Die Handlung spielt Ende des 19. Jahrhunderts und dreht sich darum, dass der Bau einer Brücke den Fährmann Toichi (Akira Emoto) in absehbarer Zeit arbeitslos machen wird. Der Kern der Handlung ist natürlich, dass es keinen Stillstand gibt und sich alles ständig ändert, und eine gewisse Melancholik ist bei dem Thema natürlich zu erwarten, vor allem, wenn die Handlung aus Sicht einer Person erzählt wird, die durch den Wandel ihren Lebensunterhalt verliert. Dummerweise erzählt Joe Odagiri seine Geschichte voller Plattheiten und Wiederholungen, und seine einzige Aussage scheint „früher war alles besser“ zu sein. Außerdem greift er in seinem Film nicht nur auf Handlungselemente zurück, die unnötig brutal sind, sondern er scheint seine Zuschauer auch für begriffsstutzig zu halten, so dass er seine Botschaften immer wieder wiederholt und am Ende sogar mehrfach von den diversen Figuren aussprechen lässt. Ich muss gestehen, dass ich bis zur Hälfte des Films noch die Hoffnung auf überraschende Elemente und Wendungen hatte, die das Ganze vielleicht hätten retten können, außerdem waren die Naturaufnahmen wirklich wunderschön und haben mich bis dahin über die nervigeren Elementen hinweggetröstet. Aber insgesamt wuchs meine Frustration mit dem Film im Laufe des Abends immer mehr und mein Mann meinte am Ende, dass er es wirklich bedauert, dass er für so etwas mehr als zwei Stunden seiner Urlaubszeit aufgewandt hat.

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Am zweiten Tag haben wir den Film „Ninja Girl“ geschaut – für uns beim Anschauen des Programms der vielversprechendste Film, aber leider war diese Satire dann doch ein Enttäuschung. Die Grundidee klang nett (junge, schüchterne Beamtin bekommt von ihrem Großvater auf dem Sterbebett erzählt, dass sie von einer Ninja-Familie abstammt, und den Auftrag erteilt, seinen Kampf gegen die rassistische Stadtverwaltung weiterzuführen) und ich denke immer noch, dass sich daraus ein sehr cooler Film hätte machen lassen können. Aber am Ende war ich richtig frustriert beim Angucken, weil es so unendlich viele unlogische Handlungselemente in dem Film gab (sowohl was die Motive der Figuren anging, als auch bei so einfachen Dingen wie zeitliche Abfolge der Ereignisse) und wir so oft das Gefühl hatten, dass Yu Irie (der für Drehbuch und Regie verantwortlich war) sich einfach nur gefragt hat, welche Szenen er gern in seinem „Ninja-Film“ sehen würde, ohne sich darüber Gedanken gemacht zu haben, wie diese Szenen in die Gesamthandlung passen würden.

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Nach einem Tag Pause, damit wir uns etwas von den Enttäuschungen erholen konnten, haben wir uns an „The Sunday Runoff“ gewagt und damit zum Glück genau die Art von Film präsentiert bekommen, die wir davon erwartet hatten. Die Handlung dreht sich um Tsutomu Tanimura (Masataka Kubota), der als Privatsekretär für den Politiker Shohei Kawashima im Unterhaus des japanischen Parlaments arbeitet. Als sein Chef einen Schlaganfall erleidet, wird dessen älteste Tochter Yumi (Rie Miyazawa) als Nachfolgerin ausgewählt – vor allem, weil die Parteikollegen davon ausgehen, dass die Frau leicht manipulierbar sein wird. Doch Yumi Kawashima ist alles andere als eine gefügige Marionette, und sowohl ihre verwöhntes Wesen als auch ihre unberechenbare Art machen Tsutomu das Leben ziemlich schwer. „The Sunday Runoff“ ist eine sehr solide gemachte Komödie über die Korruption in der (japanischen) Politik, über die Machenschaften der etablierten Politiker und die Geschäftsmänner und Lobbyisten, die hinter diesen Personen stehen, und wir haben uns beim Anschauen sehr gut unterhalten gefühlt. Ich weiß nicht, wie viel ich langfristig von dem Film noch in Erinnerung behalten werde, aber die fast zwei Stunden, die wir mit den Charakteren verbracht haben, haben viel Spaß gemacht (und in mir immer wieder Erinnerungen an die Dokumentation „i – Documentary Of The Journalist“ geweckt, in der viele alte japanische Politiker gezeigt werden, die sich ihrer Macht und Position nur allzu gewiss sind).

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Der letzte Film des japanischen Filmfestivals in diesem Jahr war für uns „Salaryman“ von der costa-ricanischen Künstlerin und Fotografin Allegra Pacheco, die damit ihr Debüt als Dokumentarfilmerin vorlegte. Ich muss gestehen, dass mich ein paar der Bilder im Trailer etwas misstrauisch gemacht hatten, weil ich fürchtete, dass diese Dokumentation sich mehr um die Regisseurin als ihr Thema drehen würde (und ja, es gab auch wirklich mehr Szenen und Informationen über Allegra Pacheco, als meiner Meinung nach notwendig gewesen wären), aber auf der anderen Seite haben mich die Aussagen der „Salarymen“ über ihre Arbeit und ihre Stellung in ihren Firmen sehr neugierig gemacht. All die Interviews mit den – in der Regel männlichen – Büroangestellten, die sich Tag für Tag als gesichtslose Masse in schwarzen Anzügen durch japanische Großstädte bewegen und auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Familienlebens die Wirtschaft am Laufen halten, und die dann nach der Arbeit im Kollegenkreis saufen bis zum umfallen, fand ich sehr spannend. So viele hoffnungslose und (alkohol-)kranke Männer, so viele ältere Männer, die sich eingeredet haben, dass sie sich ja immerhin am Wochenende um ihre Familien gekümmert haben, so viele Männer, die glauben, dass ihre Firma zusammenbricht, wenn sie nicht 70 bis 100 Stunden pro Woche arbeiten, während sie sich gleichzeitig durchaus darüber im Klaren sind, dass sie für ihre Arbeitgeber jederzeit ersetzbar sind.

Auf der anderen Seite diejenigen, die versuchen einen Weg zu finden, um trotz ihrer Arbeit ihre Lebensfreude (einer von diesen Salaryman verwendete sogar den Begriff „Menschlichkeit“) nicht zu verlieren und dabei zum Beispiel so etwas wie „extreme commuting“ betreiben. Was in diesem Fall bedeutete, dass eine Gruppe von Kollegen einen internen Wettbewerb darüber laufen hat, wer die spannendsten und ungewöhnlichsten Aktivitäten (wie z.B. Kanu- oder Riesenrad fahren, Surfen, Sehenswürdigkeiten abklappern, Onsen besuchen u.ä.) zwischen Aufwachen und Arbeitsbeginn auf die Reihe bekommt. Dazu mochte ich noch erwähnen, dass die Regisseurin auch über die weiblichen Büroangstellten sprach und einige von ihnen zu Wort kommen ließ. Kaum eine der interviewten Frauen war wirklich eine „Salarywoman“, aber ihr Arbeitstag ist nicht weniger lang und hart als die der Salaryman und auch unter ihnen ist „Tod durch Überarbeitung“ oder „Selbstmord aufgrund von Überarbeitung“ ein großes Risiko. Am Ende war ich zwar von der Art und Weise, in der Allegra Pacheco diese Dokumentation aufbereitet hat, nicht ganz glücklich, fand aber all die Interviews spannend zu verfolgen.

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Da wir in den vergangenen Tagen immer wieder an frühere Filme, die wir beim Filmfestival gesehen haben, denken mussten, werden wir wohl in der kommenden Wochen unsere Urlaubstage weiterhin mit dem einen oder anderem japanischen Werk verbringen. Zumindest hat mein Mann schon die BluRays von „The Woodsman and the Rain“, „Uzumasa Limelight“, „Beyond the Infinite Two Minutes“ und „Shin Godzilla“ rausgekramt … Ich weiß nicht, ob es ein Glück (für unseren Geldbeutel und Regalplatz) oder Pech ist, dass so wenige Filme, die uns beim japanischen Filmfestival gefallen haben, später auf BluRay oder DVD erhältlichlich sind, aber die, die wir in unseren Besitz haben, genießen wir doch immer wieder.

Was schön war (1): Überraschungspaket

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, seitdem es hier einen „Was schön war“-Beitrag gegeben hat. Aber in den vergangenen Monaten gab es auch relativ wenig herausstechende Momente, bei denen es sich gelohnt hätte, sie hier festzuhalten. Umso netter war es, dass wir in den vergangenen Tagen ein Überraschungspaket von einem Freund meines Mannes erhalten haben – voller Leckereien und Aufmerksamkeiten für uns beide.

Im Hintergrund links ist ein Karton, in dem eine braune Tom-Nook-Tasse und weitere Sachen zu erahnen sind, daneben lehnt ein Notizbuch an der Wand mit Animal-Crossing-Figuren-Design, vor dem Notizbuch eine Schachtel Merci und davor zwei Tassen - einmal eine gelbe Melinda-Tasse und eine türkise Tom-Nook-Tasse, daran lehnt ein Untersetzer mit Animal-Crossing-Design. Davor liegt ein weiterer Untersetzer mit Melinda-Design. Außerdem sind ist noch eine Tüte mit italienischem Schokoladengebäck, eine Tafel Ritter Sport Olympia, zwei Packungen Reese's und eine Packung mit Jelly Straws.

Irgendwie hege ich den Verdacht, dass unser beider Schwäche für „Animal Crossing“ ein kleines bisschen beim Zusammenstellen des Pakets berücksichtigt wurde. 😉 Wir haben uns auf jeden Fall sehr über die Tom-Nook- und Melinda-Tassen gefreut. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich noch keine Ahnung habe, wie ich unsere neuen Tassen in unseren überfüllten Küchenschränken unterbringen soll … *g*

Ich habe gerade zwei Probleme … ;)

Ich habe gerade zwei Probleme mit meinen Büchern, die beide miteinander in Zusammenhang stehen. Das eine Problem entsteht dadurch, dass ich momentan immer wieder radikal Bücher aussortiere. Was dazu führt, dass ich nun lauter Bücherstapel in der Wohnung habe, die in kein Regal gehören.

Ein Stapel mit Büchern auf einem Sessel, im Hintergrund sind weitere Bücher zu erkennen, die aufrecht an der Sessellehne stehen, im Vordergrund liegen ein Putzlappen und ein Staubbesen.

Einen Teil der Bücher werde ich in den Öffentlichen Bücherschrank stopfen, aber da der zur Zeit sehr voll ist, kann ich da gerade nur wenige Bücher auf einmal loswerden. Was bedeutet, dass es einige Wochen dauern wird, bis ich alle Bücher, die hier für den Öffentlichen Bücherschrank bereit liegen, losgeworden bin. Einen anderen Teil der Bücher werde ich erst einmal Freunden und Verwandten anbieten, was bedeutet, dass ich die auflisten und fotografieren muss. Und bis ich dann Rückmeldung bekomme, liegen hier weitere Stapel herum – sortiert nach „könnte XY interessieren“. (Und wie ich mich kenne, werden diese Stapel dann noch eine Weile bleiben, bis ich den Versand der gewünschten Titel auf die Reihe bekommen habe. *g*)

Ein Regalausschnitt, der neun Fächer zeigt. Eins der Fächer ist fast leer, die anderen sind zum Teil so sehr vollgestopft, dass die Bücher rausragen und quer übereinander gestapelt wurden.

Mein zweites Problem hängt indirekt auch mit dem Aussortieren von Büchern zusammen und betrifft den Zustand meiner Bücherregale. Stellenweise gibt es inzwischen Fächer, in denen kaum noch Bücher stehen, während in andere Fächer die Bücher nicht nur dreireihig stehen, sondern auch kreuz und quer darüber gestopft wurden. Und ich kann mich nicht zum Umräumen aufraffen, solange ich nicht alle Regalfächer mal durchgeschaut und ausgemistet habe. Da aber das Aussortieren momentan eher in anfallartigen Schüben erfolgt und nicht gerade ein systematischer Prozess ist (weil ich in den vergangenen Wochen ständig das Gefühl hatte, ich habe eigentlich gar keine Zeit dafür), wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben.

Immerhin ist es spannend zu sehen, welche Bücher bleiben dürfen und welche ich hemmungslos aussortiere – Van Gogh darf zum Beispiel gehen, Mucha und Palladio dürfen (noch) bleiben, obwohl ich seit Jahren nicht in die Bildbände geschaut habe …

Habt ihr noch Lust auf Lese-Sonntage?

In den vergangenen vier Jahren gab es an jedem dritten Sonntag im Monat den Lese-Sonntag bei mir auf dem Blog, an dem es darum ging, gemeinsam einen möglichst gemütlichen und erholsamen Sonntag zu verbringen und darüber zu bloggen. Ich persönlich mag diese Lese-Sonntage immer noch und plane sie als „Veranstalterin“ seit 2018 fest in meinen Monat ein (und wer mich persönlich kennt, weiß in der Regel auch, dass ich an diesen Tagen schon „verabredet“ bin). Wenn ich aber sehe, wie die Lese-Sonntage im vergangenen Jahr gelaufen sind, dann habe ich das Gefühl, dass so ein fester monatlicher Termin nicht mehr in euren Zeitplan passt. Unser aller Leben hat sich in den vergangenen Jahren geändert – es wäre ja auch unheimlich, wenn es bei uns allen jahrelang immer gleich laufen würde – und einige Leute, die früher regelmäßig mitgelesen haben, haben sich schon lange von Bloggen (und Bloglesen) verabschiedet. Ich möchte nicht, dass dieser Tag zu einer „Pflichtveranstaltung“ wird oder dass ihr denkt, dass ihr meinetwegen daran festhalten müsstet, obwohl euch so ein fester Lese-Sonntag eigentlich zu viel wird.

Deshalb also hier zum Jahresbeginn die Frage, ob ihr überhaupt noch Lust auf die monatlichen Lese-Sonntage habt? Wenn nicht, ist es vollkommen okay, und wenn doch, dann würde ich gern wissen, ob alles bleiben soll wie immer oder ob euch vielleicht ein anderer Tag oder ein anderer Rhythmus besser passen würde.

Kommt gut ins neue Jahr!

Nachdem ich vor einem Jahr um diese Zeit noch so hoffnungsvoll war, dass die Impfungen die Wende in der Pandemie bringen würden, weiß ich gar nicht so recht, was ich in diesem Jahr zum Jahreswechsel schreiben soll …

Vielleicht beschränke ich mich einfach nur auf ein paar wenige Wünsche für die kommenden Stunden: Ich hoffe, ihr könnt es euch heute Abend gemütlich machen und entspannt und ohne allzugroße Sorgen ins neue Jahr wechseln. Ich hoffe, dass diejenigen von euch, die in diesem Jahr Verluste erlitten haben, sich an die schönen Momente mit denjenigen, die nun fehlen, erinnern können. Ich hoffe, dass ihr in den vergangenen Monaten Beschäftigungen oder Dinge für euch entdecken konntet, die euch gut tun und für die ihr auch im kommenden Jahr Zeit finden werdet. Passt gut auf euch und eure Lieben auf und gönnt euch Auszeiten, wann immer es die Möglichkeit dafür gibt!

Frohe Feiertage!

Im Vordergrund ist ein Teller voll mit unterschiedlichen Plätzchen zu sehen, im Hintergrund ist links ein kleiner Stapel mit Geschenken und rechts eine größere weiße Sturmlaterne mit einer brennenden Kerze zu sehen.

Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür, und während ich im vergangenen Jahr um diese Zeit noch verhalten optimistisch war, dass die Impfung eine Wende in der Pandemie bringen könnte, muss ich zugeben, dass mich dieses Jahr ziemlich desillusioniert hat. Zusätzlich hatte ich in den letzten Monaten ziemlich viel um die Ohren und bin inzwischen überraschend urlaubsbedürftig. Weshalb ich mich gerade sehr auf die kommenden Feiertage freue, die wir auch in diesem Jahr wieder gemütlich zu zweit verbringen werden. Mein Mann und ich werden uns wie immer einigeln und ein paar entspannte freie Tage mit Spielen, Büchern und Comics verbringen und so diese Zeit hoffentlich rundum genießen können.

Euch wünsche ich frohe Feiertage und hoffe sehr, dass auch ihr euch in diesen Tagen Zeit für die Dinge nehmen könnte, die euch guttun und die euch nach diesem anstrengenden Jahr Erholung bieten. Macht es euch so gemütlich wie möglich und passt weiterhin gut auf euch und eure Lieben auf!

Stapel angefangener Bücher

In den letzten Wochen habe ich immer wieder Bücher (und Comics) angefangen und mir beim Lesen gedacht, dass ich da eine tolle Geschichte in den Händen halte und dass es nett sein wird, wenn ich darüber auf dem Blog schreiben kann. Und als nächstes habe ich ein anderes Buch angefangen, ohne den vorherigen Titel zu beenden. So langsam wird es hier bei mir mit den angefangenen Büchern etwas unübersichtlich, aber da sie sich auf dem Tisch hinter meinem Sofa verstecken und ich sie selten bewusst wahrnehme, stören mich die Stapel mit angefangenen Büchern überraschend wenig.

Zwei Stapel mit Büchern, von denen man nur den unteren Buchschnitt sehen kann. Insgesamt sind es 22 Bücher und Comics.

Was mich allerdings stört, ist die Tatsache, dass ich all diese Buchanfänge wirklich genossen habe und gar nicht genau sagen kann, wieso ich nach dem ersten Anlesen nicht weitergelesen habe. Ich habe zwar gerade wenig Zeit (und Konzentration), aber ich habe in dieser Woche wieder regelmäßig vor dem Schlafengehen gelesen – nur eben nicht die Bücher, die ich im Laufe des Tages angelesen habe. Stattdessen greife ich momentan zum eReader und lese eine Urban-Fantasy-Reihe, die ich „nett“ finde. Die „Death Before Dragons“-Geschichten von Lindsay Buroker haben unterhaltsame Dialoge, eine wenig überraschende Handlung, nette Charaktere, die nach einer ersten Einführung immer wieder vorkommen, und sonst gibt es eigentlich nichts dazu zu sagen. Die Bücher sind halt nett und kurz und beanspruchen nicht besonders viel Kapazität von meiner Seite, was ja in Ordnung ist, aber insgesamt etwas unbefriedigend, wenn noch so viele tolle Titel darauf warten, dass ich sie endlich weiterlese. Mal schauen, ob es am kommenden Lese-Sonntag besser läuft, oder ob ich euch dann nur erzählen kann, was ich Neues angefangen (und nicht weitergelesen) habe. 😉

Was schön war (5)

Eine Dose mit drei Sorten Plätzchen (links Orangen-Schneebälle, mittig Mandel-Schoko-Haferflocken-Plätzchen, rechts Schoko-Zimt-Schneebälle)

Die ersten „Adventsplätzchen“ des Jahres backen
und damit einer Freundin eine Freude bereiten können.

 

Eine große Schachtel Pralinen von der Konditorei "Cron&Lanz" in Göttingen und davor steht ein großes Glas, das mit der Animal-Crossing-Figur Tom Nook bedruckt ist.

Ein Überraschungspäckchen zu bekommen,
dessen Inhalt mir viel Freude bereitet
(und ein paar schöne Erinnerungen weckt).

 

Zwei Teller mit unterschiedlichen Kuchenstücken. Links Donauwelle, rechts Maracuja-Quark-Kuchen.

Nach einem stressigen Tag
mit der ersten Autofahrt seit zwei Jahren
und diversen Stationen,
um Sachen zu spenden und richtig entsorgen zu können,
ein entspannter Tag mit Café-Kuchen und indischem Lieferessen.

Eine Schale mit Reis und Malai Kofta, links daneben steht ein kleiner Teller mit zwei Stücken Naan.

 

Viele, viele neue Bücher
geschenkt zu bekommen.

Zwei Bücherstapel, zwischen denen vier weitere Bücher eingeklemmt sind. Insgesamt sind 19 Bücher auf dem Foto zu sehen.

In 80 Tagen durch den SuB?

So ganz passt der Beitragstitel nicht, weil ich natürlich nicht in 80 Tagen meinen gesamten SuB abbauen werde. Das will ich auch gar nicht, denn ich mag es sehr, dass ich da ein Regal voller ungelesener Bücher habe, aus dem ich mir jederzeit eine neue Lektüre aussuchen kann. Aber in diesem Jahr ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie viele Titel auf dem SuB liegenbleiben, obwohl ich sie doch „eigentlich sofort“ lesen will, wenn sie bei mir ankommen. Oft ertappe ich mich dabei, dass ich von einem Buch denke, dass ich es gerade erst bekommen habe, und wenn ich dann auf meine Liste gucke, stelle ich fest, dass es schon seit über einem halben Jahr (oder gar länger) ungelesen da liegt.

Obwohl ich gerade ziemlich viel um die Ohren habe, lässt mich der Gedanke nicht los, dass ich mir an Neyasha ein Beispiel nehmen und versuchen könnte, meine Neuzugänge des Jahres bis zum Jahresende zu lesen. Vom 13. Oktober bis zum 31. Dezember sind es 80 Tage – 80 Tage, in denen ich versuchen will, die Bücher zu lesen, die zwischen dem 1. Januar 2021 und dem heutigen Tag auf meinem SuB gelandet sind und noch nicht von mir gelesen wurden. Ich werde mir da keinen Druck machen, aber ich werde mich (hoffentlich) in den kommenden 80 Tagen mehr auf meinen SuB konzentrieren. Dabei klammere ich die Bücher aus, die ich vermutlich zum Geburtstag und Weihnachten geschenkt bekomme, denn das wäre nicht nur ein hoffnungsloses Vorhaben, sondern ich würde den Geschichten dann auch nicht die angemessene Aufmerksamkeit schenken können.

Um einen Überblick über die noch zu lesenden Bücher zu haben (und euch die Möglichkeit zu geben, mir ein bisschen auf die Finger zu schauen), gibt es hier eine Liste mit Titeln, die ich in diesem Jahr noch lesen will:

  1. Damaris Young: The Switching Hour
  2. Amy Wilson: Angel and Bavar
  3. Kate Milford: The Thief Knot
  4. Gwenda Bond/Christopher Rowe: The Supernormal Sleuthing Service 1 – The Lost Legacy
  5. Michelle Harrison: A Tangle of Spells
  6. Celine Kiernan: The Little Grey Girl
  7. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  8. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  9. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  10. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  11. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  12. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  13. Bea Koch: Mad and Bad – Real Heroines of the Regency
  14. Jo Spurrier: Daughter of Lies and Ruin
  15. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  16. Taylor Simonds: Collateral Damage
  17. Dominique Valente: Starfell – Willow Moss and the Vanished Kingdom
  18. Phil Hickes: The Bewitching of Aveline Jones
  19. Kelly Yang: Front Desk
  20. Jessica Townsend: Hollowpox – The Hunt for Morrigan Crow
  21. B.B. Alston: Amari and the Night Brothers

Das ist definitiv eine Anzahl, die ich schaffen sollte, und eine gute Mischung aus Reihenfortsetzungen und neuen Autor.innen. Einige der Bücher scheinen mir perfekt für den Herbst zu passen, weshalb ich mir die eh für die kommenden Wochen bereitgelegt hatte. Etwas „Sorgen“ machen mir die beiden Sachbücher, denn in diesem Jahr habe ich kaum Sachbücher gelesen. Aber genau genommen habe ich „Mad & Bad“ schon halb durch und ich weiß, dass es gut geschrieben ist. Ich muss den Titel nur mal wieder aus einem der Stapel neben dem Sofa kramen …

Was schön war (4)

Auch wenn ich in den letzten Wochen recht still war,
so gab es doch den einen oder anderen erinnerungswürdigen Moment in meinem Leben.

 

Eine weiße Vase, die mit etwas wild und zerrupft aussehenden Wiesenblumen gefüllt ist und vor einer orangen Wand steht.

Dass die Nachbarin
nach einem Fahrradausflug bei uns klopfte,
um sich mit einem selbstgepflückten Blumenstrauß
für all die angenommenen Päckchen der letzten Monate zu bedanken.

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Eine Auswahl an indischen Essen. Auf einem Teller im Hintergrund kann man eine Portion Reis mit Tandoori-Chicken, in der Mitte steht ein Teller mit Samosas und Naan, links davon ein Schälchen mit Tamarindsauce und in einer Schale im Vordergrund sieht man Reis mit Mandel-Curry.

Die gemeinsamen Urlaubstage mit meinem Mann,
obwohl wir gar nicht so viel anders gelebt haben
als die vergangenen Monate …
Aber das ständige Kontrollieren des Arbeitslaptops fiel weg,
ebenso wie das Gefluche über den Job. 😉

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Zwei Teller mit Kuchenstücken. Links ein Stück Zitronencreme-Kuchen, der mit bunten Mini-Marshmallows dekoriert ist und rechts ein Stück Minz-Schoko-Torte, die recht unspektakulär aussieht.

Am selben Tag den vollständigen Impfschutz
– dank einer zwei Wochen vorher stattfindenden kurzfristigen J&J-Impfaktion der Stadt –
und den 15. Hochzeitstag feiern zu können … 🙂