Kategorie: Diverses

Jahresausklang 2025 (2)

Sonntag, 28.12.

Gestern Abend habe ich vor dem Schlafengehen wirlich noch zu „Thornwood“ von Leah Cypess gegriffen und die Geschichte sogar noch beendet. Ich mochte diese Dornröschen-Variante überraschend gern, gerade weil sie so viele ungewöhnliche Aspekte in das Märchen einbrachte. So gibt es nicht nur Briony, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird, sondern auch noch Edwin, der sich aus ganz eigenen Gründen ins Schloss geschlichen hatte, um dank des Fluchs 100 Jahre zwischen sich und sein aktuelles Leben zu bringen. Nun bin ich neugierig, was die Autorin noch aus anderen Märchen gemacht hat – auch wenn ich nicht vorhabe, zeitnah die weiteren fünf Bände der „Sisters Ever After“-Reihe zu bestellen. Aber ich gehe momentan davon aus, dass ich irgendwann noch einmal auf die Reihe zurückkommen werde. Da die Nacht wenig erholsam war, habe ich morgens erst einmal gründlich ausgeschlafen – was dazu führte, dass ich den ganzen Tag über aus dem Tritt war. So habe ich auch erst am späten Nachmittag zu „An African History of Africa“ von Zeinab Badawi gegriffen und mein tägliches Pensum darin gelesen.

Nach dem Abendessen ging es dann für mich mit „The Coldest Girl in Coldtown“ von Holly Black los. Ich habe vor Jahren (2017) von der Autorin „The Darkest Part of the Forest“ gemocht und mir deshalb auch noch einen weiteren Titel von ihr geholt. Der lag dann natürlich jahrelang auf dem SuB, ohne dass ich ihn gelesen hätte (was auch daran lag, dass ich den Klappentext eher abschreckend finde – keine Ahnung, wieso ich mir gerade diesen Titel besorgt hatte *g*). Nachdem ich mich aber in den letzten Wochen mit den „Altlasten“ auf meinem SuB beschäftigt habe und grundsätzlich im Hinterkopf hatte, dass ich irgendwann mehr von Holly Black lesen will, wurde es jetzt definitiv Zeit für dieses Buch. Bis zum Schlafengehen habe ich ungefähr das erste Drittel der Handlung gelesen und war dabei vor allem damit beschäftigt, mich an die Welt zu gewöhnen sowie Tanas Verhältnis zu ihrer Familie und ihrem Ex-Freund Aiden zu verstehen.

Montag, 29.12.

Der Vormittag verging mit diversen Pflichten, und erst gegen Mittag war ich so weit, dass ich wieder zu „An African History of Africa“ greifen konnte. Nachdem ich mein Tagespensum darin gelesen hatte, habe ich erst einmal eine Lesepause eingelegt und mich mit der Switch vergnügt, bis ich zum Abendessenkochen in die Küche wandern musste. Nach dem Essen ging es weiter mit „The Coldest Girl in Coldtown“, worin ich gelesen habe, bis die Protagonistin Tana in der Coldtown angekommen war (was bedeutet, dass ich jetzt ungefähr die Hälfte des Romans gelesen habe). Tana ist eine dieser coolen YA-Hauptfiguren (mit einer tragischen Vergangenheit), die einem ziemlich schnell auf die Nerven gehen können, aber bei dieser Geschichte komme ich überraschend gut mit ihr als Protagonistin zurecht. Ich bin gerade wirklich fasziniert davon, dass es so viele klischeebehaftete Elemente und kleine vorhersehbare Wendungen gibt – und ich trotzdem gern weiterlese, weil ich keine Ahnung habe, worauf die Geschichte eigentlich hinauslaufen soll. Ich würde aber gern ein Wörtchen mit der Person reden, die für Schriftart und Größe bei meinem Taschenbuch verantwortlich war, denn beides finde ich ziemlich anstrengend – was bei über 400 Seiten dann doch etwas unangenehm ist.

Dienstag, 30.12.

Der Vormittag verging mit Haushaltskram und erst gegen Mittag habe ich mich mit Hörbuch und Puzzle hingesetzt, damit mein Mann wieder einen Film schauen konnte. Dummeweise war mein Puzzle schneller fertig als erwartet, weshalb ich mir dann noch die Switch geholt habe, bis ich wieder gefahrlos ins Wohnzimmer konnte. Leider habe ich es nicht geschafft „The Adventures of Amina Al-Sirafi“ zu beenden (und habe die Geschichte an einer Stelle unterbrechen müssen, als Amina gerade Schiffbruch erlitt), weshalb ich den Titel also mit ins nächste Jahr nehme, da ich nicht davon ausgehe, dass ich morgen noch Zeit finde, um über vier Stunden Hörbuch zu hören. Nachdem ich am Nachmittag meinen Brotteig ins Gärkörbchen gepackt hatte, habe ich aber noch „An African History of Africa“ beendet, so dass ich immerhin dieses Sachbuch von meinem SuB streichen kann, bevor das nächste Jahr beginnt. (Und ich bin wild entschlossen, einige Zeit verstreichen zu lassen, bevor ich mir eines der Bücher anschaffe, die dank dieses Titels auf meiner Merkliste gelandet sind. *g*) Dummerweise war ich abends zu müde, um noch zu meinem Roman zu greifen – mal schauen, ob ich den morgen noch beendet bekomme oder auch das Buch mit ins nächste Jahr nehmen muss.

Mittwoch, 31.12.

Wie immer am 31. Dezember bin ich jetzt schon so genervt von der Böllerei in den letzten Tagen, dass ich grumpig bin, bevor das Feuerwerk in der Silvesternacht überhaupt losgeht. Ohnehin hatte ich keine besonders gute Nacht, was nicht nur dazu geführt hat, dass ich heute morgen (viel zu) lange geschlafen habe, sondern auch dazu, dass ich am Nachmittag ständig eingenickt bin. Neben dem Kochen für heute und morgen Abend und einer Runde Wäsche blieb dann nur noch etwas Zeit, um mit der Switch zu spielen. Erst später am Nachmittag habe ich etwas in „The Retired Assassin’s Guide to Orchid Hunting“ gelesen – und erst jetzt fällt mir auf, dass ich das Buch in den letzten Tagen gar nicht mehr erwähnt hatte, obwohl ich immer wieder in kleinen Häppchen darin gelesen habe. Ich mag die Figuren wirklich sehr und ich amüsiere mich über die wirklich absurde Handlung. Ich wüsste zu gern, wieso manche absurden Geschichten bei mir so gut funktionieren, während mich andere die Wände hochtreiben … ich vermute, es hängt damit zusammen, ob die Autor*innen all die abwegigen Elemente in ihrer Handlung mit einem Augenzwinkern erzählen oder mir das Gefühl geben, dass sie erwarten, dass ich das Ganze ernst nehme (oder dass sie beim Schreiben die ganze Zeit dachten, wie lustig sie doch sind). Wie auch immer, ich fühle mich von Naomi Kuttners Erzählweise gut unterhalten und mag ihren pensionierten Assassinen, der solche Probleme damit hat, in einer zivielen Umgebung zu funktionieren.

Da ich mir gerade nicht vorstellen kann, dass ich heute noch sehr viele Seiten lesen werde, beende ich meinen „Jahresausklang“ hiermit. Den kläglichen Rest des Jahres werde ich vermutlich damit zubringen, all meine Listen und Statistiken anzupassen und den Blog für das neue Jahr aufzustellen. Wenn ich danach noch Kapazität zum Lesen haben sollte, bleibe ich vermutlich bei Dante, Charlie und Eleanor, die unter lauter Orchideen-Enthusiasten nach einem Mörder suchen. Aber beenden werde ich den Roman in diesem Jahr definitiv nicht mehr. Auch wenn ich es etwas schade finde, dass ich drei aktuelle (Hör-)Bücher habe, die ich in den letzten Tagen gern noch ausgelesen/-gehört hätte, so fand ich es doch nett, wieder diese entspannten Tage „zwischen den Feiertagen“ zu verbloggen. Nun bleibt mir nur noch zu hoffen, dass den Nachbarn relativ früh das Feuerwerk ausgeht. 😉

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich hoffe, es liegt eine gute Nacht vor euch, und das nächste Jahr bringt viele angenehme Überraschungen für euch mit sich! 🙂

Jahresausklang 2025 (1)

Da ich es im vergangenen Jahr so nett fand, meinen Jahresausklang zu verbloggen, habe ich mir das für dieses Jahr wieder vorgenommen. Wie schon 2024 möchte ich in den nächsten Tagen viel lesen und mich dabei vor allem von meiner aktuellen Leselust lenken lassen – wobei ich immer noch vorhabe, zumindest mein angefangenes Sachbuch bis zum Jahresende auszulesen. Ich finde „An African History of Africa“ von Zeinab Badawi wirklich interessant, aber es ist halt immer leichter, mal eben zu einem Roman zu greifen, und so landet dieses Sachbuch regelmäßig im unteren Bereich meines „aktuellen“ Bücherstapels …

Mittwoch, 24.12.

Der Vormittag verging auch in diesem Jahr damit, dass mein Mann und ich etwas aufwändiger für den Abend vorgekocht haben. Danach habe ich mich erst einmal gemütlich auf dem Sofa eingerollt und mit Frühstück, Videos und der Switch entspannt. Deshalb habe ich erst am späten Nachmittag zu „An African History of Africa“ gegriffen und eine Zeitlang darin gelesen. Da mein Mann noch beschäftigt war, als ich mit meinem „täglichen Sachbuchpensum“ durch war, bin ich mit meinem aktuellen eBook auf den Mini-Stepper gewandert, den ich mir in diesem Jahr zu Weihnachten gegönnt habe. „The Retired Assassin’s Guide to Orchid Hunting“ von Naomi Kuttner ist nach „The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening“ der zweite Band rund um den ehemaligen Assassinen Dante, Gärtner Charlie und ihre ältere Freundin Eleanor, und dieses Mal beginnt die Geschichte mit einem Mord bei einer Orchideen-Convention. Ich habe das Gefühl, dass die Handlung bei diesem Band ein bisschen schneller anzieht, weil die Autorin die Figuren nicht mehr vorstellen muss, und ich amüsiere mich bislang sehr gut beim Lesen. Kurz vor dem Schlafengehen habe ich noch zu „The Drowned Woods“ von Emily Lloyd-Jones gegriffen. Den Roman hatte ich vor zwei Wochen an einem Abend angefangen und dann aus Zeitmangel nach gerade mal drei Kapiteln nicht weitergelesen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen mal ein paar Stunden am Stück mit der Geschichte verbringen kann.

Donnerstag, 25.12.

Aufräumen, Abwaschen, Familientelefonat und ähnliche Dinge benötigten so viel Zeit, dass ich erst am Nachmittag wieder zu „An African History of Africa“ griff. Was bedeutete, dass ich mein tägliches Pensum dank Sekundenschlaf nicht ganz geschafft habe, aber ich hoffe trotzdem, dass ich das Buch vor Jahresende gelesen bekomme. Ich finde es wirklich faszinierend, so viel über die Geschichte Afrikas zu lernen, aber bei Passagen, in denen sehr viele Namen und Jahreszahlen vorkommen, neigen meine Gedanken dann doch leider zum Abschweifen. Nach einer Runde mit der Switch habe ich dann weiter in „The Drowned Woods“ gelesen und die Geschichte hat mich dann so gepackt, dass ich die letzten 2/3 des Romans (von einer Pause fürs Abendessen inklusive einer Folge „Culinary Class Wars“ abgesehen) in einem durchgelesen habe. Die Handlung dreht sich um die letzte lebende water diviner, um den obersten Spion des Prinzen, einen Ironfetch und eine Diebin (und ein bisschen um einen Gelehrten und einen Mann, der weder ein Söldner noch ein Spion ist).

All diese Figuren machen sich auf, um einen magischen Schatz (und einem Prinzen seine Macht) zu stehlen, und sie alle haben ganz eigene Motive für ihr Handeln. Die Geschichte wird aus mehr als einer Sicht erzählt und alle Charaktere, deren Perspektive ich beim Lesen mitverfolgen konnte, mochte ich sehr. Bei allen hat es mich sehr berührt, dass sie in der Regel nur die Wahl hatten zwischen zwei Übeln, von denen sich hoffentlich eines als das geringere herausstellen würde. Das alles hätte mich schon sehr zufrieden mit „The Drowned Woods“ gemacht – und dann gab es im letzten Teil der Handlung eine für mich überraschende Wendung, die ich einfach großartig fand, auch wenn ich zugeben muss, dass dieses Element letztendlich zu einem unnötig guten Ende geführt hat, ohne das der Roman für mich genauso befriedigend gewesen wäre. Der Tag ging für mich dann damit zuende, dass ich die Taschenbuchausgabe von „The Huntress“ von Emily Lloyd-Jones, die im kommenden Jahr erscheint, vorbestellt habe. *g*

Freitag, 26.12.

Da mein Mann über die Feiertage etwas Zeit haben wollte, in der er (Horror-)Filme gucken kann, von denen ich definitiv nichts mitbekommen will, habe ich mich vormittags mit Hörbuch und Puzzle in das andere Zimmer verzogen. Mein aktuelles Hörbuch („The Adventures of Amina Al-Sirafi“ von Shannon Chakraborty) habe ich irgendwann im Sommer angefangen – ich kann definitiv sagen, dass ich es das letzte Mal am 4. Oktober gehört habe, und seitdem habe ich nicht mehr gepuzzelt und dementsprechend auch nicht weitergehört. Mir hatte die Geschichte der Piratenkapitänin, die ihren Ruhestand für einen letzten großen Auftrag unterbricht, schon von Anfang an gefallen, aber es war faszinierend weiterzuhören, während ich gleichzeitig die Daten und Fakten von „An African History of Africa“ im Hinterkopf hatte. Das hat dazu geführt, dass ich Orte, Legenden, Völker und den Einfluss von Religion deutlich besser zuordnen konnte. Nachdem mein Mann seinen ersten Film beendet hatte, habe ich mich auf dem Sofa mit der Switch wieder aufgewärmt und danach noch ein weiteres Kapitel in meinem Sachbuch gelesen.

Am Nachmittag habe ich dann noch eine Runde mit Hörbuch und Puzzle verbracht, während mein Mann einen zweiten Film guckte – und da Puzzles nun mal die Eigenschaft haben, mich sehr in ihren Bann zu ziehen, habe ich erst damit aufgehört, als mein Mann das Abendessen servierte. *g* Nach dem Essen habe ich dann mit „Thornwood“ von Leah Cypess einen neuen Roman angefangen. Das Kinderbuch wird erzählt aus der Perspektive von Briony, der kleinen Schwester von „Dornröschen“ (Rosalin), und die eigentliche Handlung beginnt an dem Tag, an dem das Schloss aus seinem Schlaf erwacht – dummerweise scheint der Fluch nicht ganz gebrochen zu sein …

Samstag, 27.12.

Auch heute Vormittag habe ich mit Puzzle und Hörbuch verbracht, damit mein Mann einen Film schauen konnte. Was bedeutet, dass ich inzwischen ungefähr bei der Hälfte des Hörbuchs von „The Adventures of Amina Al-Sirafi“ bin. Amina und ein Teil ihrer Crew haben gerade eine Höhle betreten, die eine Vergangenheit als Begräbnisstätte hat. So kam mein Mann gerade dazu, als Amina beschrieb, wie sie über Skelette kletterte – was ihn zu der Bemerkung veranlasste, dass sein gerade gesehener Film deutlich weniger gruselig war als mein Hörbuch. Ich hingegen kann dazu sagen, dass ich gesehene unangenehme Bilder regelmäßig mit in meine Träume nehme, während mir das beim Lesen sehr viel weniger passiert – vor allem, wenn das Buch eher unterhaltsam ist als unheimlich. Dann wurde es Zeit fürs Sofa mit Frühstück, Videos und Switch, und da ich anschließend noch das Tageslicht zum Lesen nutzen wollte, habe ich mein heutiges Sachbuch-Pensum gelesen. Später am Nachmittag habe ich noch eine weitere Puzzle-Runde eingelegt – danach habe ich jetzt nur noch sechs Stunden in der Geschichte vor mir. Erstaunlich, wie viel ich in den letzten zwei Tagen gehört habe! Aber es ist auch schön, mal wieder so intensiv ein Hörbuch zu hören. Gleich muss ich erst einmal kochen, und ich denke, dass ich vor dem Schlafengehen noch einmal zu „Thornwood“ greifen werde.

SuB-Gedanken

Als ich klein war, bestand mein „SuB“ (Stapel ungelesener Bücher) aus den Büchern, die ich für die Woche aus der Bibliothek ausgeliehen hatte. Das war dann auch wirklich ein Stapel, der neben meinem Bett auf dem Fußboden stand, damit ich nach dem Beenden einer Geschichte gleich zur nächsten greifen konnte. Doch inzwischen sind einige Jahrzehnte vergangen, das Angebot an für mich interessanten Büchern ist so viel größer geworden und statt ein einzigen kostbaren Kinderbuchs zu Geburtstag und Weihnachten geschenkt zu bekommen, reicht mein Buchetat für den Kauf von mehrere Titel pro Monat (und ja, auch zu Geburtstag und Weihnachten gibt es von meinen Lieben mehrere Bücher vom Wunschzettel).

In den letzten Jahren ist mein SuB deshalb so groß geworden, dass die Lagerung in Stapeln schon lange nicht mehr reicht, also habe ich erst ein Regalbrett und am Ende den Großteil eines Buchregals dafür freigemacht. Nicht, dass das Verhindern würde, dass trotzdem noch überall in der Wohnung Buchstapel zu finden sind. Allein vom Sofa aus, kann ich gerade fünf Stapel sehen – auch wenn nicht alle davon aus ungelesenen Bücher bestehen. Da gibt es auch noch den Stapel mit Titeln, die ich noch besprechen will, und den Stapel mit Romanen, die nach Genre und Alphabet sortiert, weggeräumt werden müssen.

Grundsätzlich finde ich es schön, dass mein „SuB“ inzwischen so umfangreich ist, dass er keinen übersichtlichen Stapel mehr bildet, und ich finde es großartig, wenn er mit genügend Auswahl für jede Lesestimmung bietet. Trotzdem kommt jetzt natürlich noch ein „Aber“, denn ich habe das Gefühl, dass ich den Überblick verloren habe – was auch daran liegt, dass das SuB-Regal nicht für alle Formate geeignet (und viel zu voll) ist. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich dazu neige meine Suche nach dem nächsten Buch auf die ersten drei Regalbretter zu beschränken, weil die nun mal auf Augenhöhe sind und ich dort in der Regel schon einen Titel finde, den ich anfangen mag. Um das ein bisschen zu ändern, habe ich in diesem Jahr versucht mich gezielter durchs Alphabet zu lesen, und hab dabei ein paar wirklich gute Bücher vom SuB gezogen.

Dabei ist mir wiederum aufgefallen, dass ich so gar kein Gefühl mehr dafür habe, wie lange ein Buch schon auf dem SuB liegt. Mir ist durchaus bewusst, dass ich dazu neige zu Neuanschaffungen zu greifen. Was einerseits gut ist, denn die möchte ich ja schon zeitnah lesen, was andererseits aber auch dazu führt, dass manche Bücher so lange auf dem SuB liegen, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wieso ich die eigentlich lesen wollte …

Also habe ich mir Anfang dieser Woche die Mühe gemacht und meine SuB-Liste mal nach Anschaffungsdatum sortiert. Wobei ich erst seit 2021 eine Jahresübersicht in einer Tabelle führe und deshalb alle früheren Neuzugänge einfach in die Kategorie „vor 2021“ gestopft habe. Tja, und diese Kategorie beinhaltete dann 80 von 152 Büchern und dass über 50% meines SuBs mehr als fünf Jahre alt sind, fand ich dann schon erschreckend. Ein paar dieser Romane habe ich mir bewusst aufgehoben, weil sie von Autor*innen sind, die schon verstorben sind oder nur noch sehr, sehr wenige Titel veröffentlichen. Aber selbst bei diesen Büchern habe ich das Gefühl, dass es so langsam Zeit wird sie zu lesen.

Im kommenden Jahr werde ich also nicht nur versuchen meine Neuzugänge zeitnah zu lesen, sondern auch mehr alte Titel vom SuB ziehen. Ich hoffe nur, dass das dann nicht zu dem gleichen Ergebnis wie in diesem Jahr führt, wo ich nach dem Lesen einiger älterer SuB-Titel prompt lauter Fortsetzungen auf die Wunschliste setzen musste, damit ich die endlich angefangenen Reihen bald weiterlesen kann. 😉

Jahresvorhaben-Endspurt

In den letzten Tage habe ich ausgerechnet, dass ich bislang ca. 80% der in diesem Jahr angeschafften Bücher gelesen habe. Bei den eBooks bin ich mit der Zahl sehr zufrieden, denn die Titel, die ich noch nicht gelesen habe, sind in der Regel Romane, die ich mir für die Adventszeit aufgehoben habe, oder Fortsetzungen von Reihen, bei denen ich noch die früher erschienenen Bände lesen muss. Bei den gedruckten Büchern hingegen wäre es nett, wenn ich mein Vorhaben, alle Bücher zu lesen, die ich zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober kaufe, auch wirklich mal umzusetzen würde. Die Titel, die im November und Dezember auf meinem SuB landen, zähle ich bei dem Vorhaben nicht mit, weil das (fast ausschließlich) Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke sind.

Da ich theoretisch mein Vorhaben noch gut schaffen kann, wenn ich mich mehr auf die Bücher konzentriere, die ich in diesem Jahr neu angeschafft habe, und es mir immer hilft, wenn ich so etwas hier öffentlich mache, gibt es hier nun eine Liste der Titel, die ich bis zum Jahresende noch lesen möchte:

  1. A. G. Slatter: The Crimson Road
  2. L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)
  3. Hallie Rubenhold: Story of a Murder
  4. Anne Ursu: Not Quite a Ghost
  5. Becky Chambers: Record of Spaceborn Few (Wayfarers 3)
  6. Becky Chambers: The Galaxy, and the Ground Within (Wayfarers 4)
  7. Becky Chambers: To Be Tought, If Fortunate
  8. Zeinab Badawi: An African History of Africa – From the Dawn of Humanity to Independence
  9. Mary Robinette Kowal: The Fated Sky (Lady Astronaut 2)
  10. Charlie Jane Anders: Lessons in Magic and Disasters
  11. Robin Stevens: A Stocking Full of Spies (The Ministry of Unladylike Activity 3)
  12. Dominique Valente: Witchlight (Witchspark 2)

Die grün markierten Bücher habe ich angefangen und werde ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit noch bis Ende November ausgelesen haben. Und der zwölfte Titel („Witchlight“) ist bei mir erst in der vergangenen Woche angekommen und gehört deshalb eigentlich nicht in meine Vorhabenliste. Aber da der Roman eine spontane Anschaffung von mir und kein Geburtstagsgeschenk war, fände ich es nett, wenn ich das Buch auch bald lesen würde.

***

Außerdem wäre es schön, wenn ich in den nächsten Tagen noch ein paar Rezensionen auf die Reihe bekommen würde. Ich habe seit dem Ende meiner Sommerpause am 1. September so schön regelmäßig Beiträge hier auf dem Blog veröffentlicht, da wäre es schade, wenn ich jetzt in den letzten Wochen des Jahres auf einmal wieder damit aufhören würde. Dabei bräuchte ich – neben all den regelmäßigen Posts – nur noch fünf Rezensionen, um den Blog bis zum Jahresende zu füllen. Mal schauen, ob ich das hinbekomme …

  1. Molly O’Neill: Greenteeth (für den 28.11.)

Review Run (15.09.-30.09.2025)

Nach einem Blick auf den viel zu hohen Stapel mit „Büchern, die ich eigentlich noch rezensieren wollte“ habe ich mich mit Neyasha für die zweite Septemberhälfte verabredet, damit wir uns gegenseitig zum Rezensieren anspornen. Ich habe hier so einige Bücher, die ich schon vor Monaten besprechen wollte und bei denen ich schauen muss, ob ich überhaupt noch einen sinnvollen Text auf die Reihe bekomme. Dazu kommen noch die Titel, die ich den Sommer über gelesen und bislang noch nicht besprochen habe. Vom 15. bis zum Ende des Monats versuche ich also, so viel wie möglich von meiner Liste abzuarbeiten, wobei ich diesen Beitrag immer wieder aktualisieren werde.

Rezensionen (8/13):

  1. Ngozi Ukazu/Mad Rupert: Bunt! – Striking Out on Financial Aid (Comic) (gelesen im März 2024)
  2. Mizuki Tsujimura: Lonely Castle in the Mirror (gelesen im Juni 2024)
  3. Molly Knox Ostertag: The Deep Dark (Comic) (gelesen im Dezember 2024)
  4. Helen Corcoran: Daughter of Winter and Twilight (gelesen im Dezember 2024)
  5. Shion Miura: The Easy Life in Kamusari (gelesen im Dezember 2024)
  6. Mark Oshiro: The Insiders (gelesen im Juni 2025)
  7. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja (gelesen im Juli 2025)
  8. Julie Leong: The Teller of Small Fortunes (gelesen im Juli 2025)
  9. A. J. Lancaster: How to Find a Nameless Fae (gelesen im Juli 2025)
  10. Mary Robinette Kowal: The Spare Man (gelesen im Juli 2025)
  11. Elizabeth Lim: Six Crimson Cranes (gelesen im August 2025)
  12. Mary Robinette Kowal: The Calculating Stars (Lady Astronaut 1) (gelesen im August 2025)
  13. Naomi Kuttner: The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening (gelesen im September)

Bei den ganzen Titeln vom vergangenen Jahr, bin ich mir nicht sicher, ob ich sie noch rezensieren will. Aber da ich mir bei jedem Stapelaufräumen dachte, dass ich dazu noch etwas sagen könnte, habe ich sie mit auf die Liste gesetzt. Wenn ich die Bücher im Rahmen dieser Aktion nicht bespreche, dann wandern sie eben unbesprochen ins Regal.

Dienstag (16.09.)

Statt Rezensionen zu schreiben, packe ich weitere Titel auf die Liste. So hatte ich mir das nicht gedacht. *g*

Donnerstag (18.09.)

Es hat nur vier Tage gedauert, aber ich habe meine erste Rezension („How to Find a Nameless Fae“) geschrieben und im Anschluss noch die für „The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening“.

Samstag (20.09.)

Da ich davon ausgehe, dass ich morgen (da Lese-Sonntag) und in der kommenden Woche (da mehrere Zahnarzttermine) nicht so viel zum Schreiben kommen werde, habe ich mich heute zu zwei weiteren Rezensionen („Six Crimson Cranes“ und „The Spare Man“) aufgeraffte. Ich hoffe, am nächsten Wochenende geht es so weiter! 🙂

Samstag (27.09)

Wie erwartet war ich in der Woche zu sehr mit dem ganzen Drumherum rund um meine Zahnarzttermine beschäftigt, um noch eine Rezension zu schreiben. Und ein Teil von mir wollte sich heute einfach nur einrollen und berieseln lassen … Aber auf der anderen Seite möchte ich auch gern noch ein paar Titel von der Liste streichen, weshalb ich mich dann doch zu einer Rezension zu „The Easy Life in Kamusari“ und einer zu „Blanca & Roja“ aufgerafft habe. Da jetzt eine Urlaubswoche vor mir liegt, in der ich mir so viel Freizeit wie möglich gönnen möchte, bekomme ich bis Dienstagabend hoffentlich noch ein paar Texte mehr auf die Reihe.

Montag (29.09.)

Ich habe mich heute dabei ertappt, dass ich etwas quengelig aufs Sofa fiel und mir dachte, dass ich jetzt eigentlich lieber lesen würde … Auf der anderen Seite möchte ich diese Aktion nicht beenden und nicht mal die Hälfte meiner vorgenommenen Rezensionen geschrieben haben. 😉 Also habe ich mich zu einer Besprechung von „The Insider“ aufgerafft – und hoffe, dass ich nach dem Abendessen vielleicht noch einen weiteren Text schreiben kann.

Dienstag (30.09.)

Gestern Abend hatte ich noch die Rezension zu „Lonely Castle in the Mirror“ angefangen, als unser Internet ausfiel und ich nicht länger auf meinen Blog zugreifen konnte. (Und natürlich kam ich erst beim Einschlafen darauf, dass ich den Text ja offline hätte weiterschreiben können. *g*) Außerdem habe ich gestern Abend beschlossen, dass ich „Bunt!“ und „Daughter of Winter and Twilight“ nichts mehr schreiben werden. Zu „Daughter of Winter and Twilight“ habe ich im Prinzip nichts mehr zu sagen, als das, was ich während es Lesens schon hier auf dem Blog dazu geschrieben hatte, während ich bei „Bunt“ immer noch nicht weiß, wie ich „das war nett, aber auch etwas unrund“ konkreter formulieren soll. 😉

Zu „The Calculating Stars“, „Teller of Small Fortunes“ und „The Deep Dark“ wird es vermutlich noch Rezensionen geben, aber ich weiß nicht, ob ich die heute noch geschrieben bekomme. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm, da diese Aktion auf jeden Fall dafür gesorgt hat, dass ich meinen Stapel etwas abgearbeitet habe und mir (mal wieder) gezeigt hat, dass Rezensionen schreiben relativ schnell geht, wenn ich mich nur mal darauf konzentriere. *g*

Jahresausklang 2024 (2)

Da ich es in den letzten Tagen so nett fand meine gemütlichen Beschäftigungen hier festzuhalten, mache ich einfach bis Silvester damit weiter …

Samstag, 28.12.

Nachdem es endlich mal wieder die für mich perfekten Temperaturen (-3 Grad um 9 Uhr morgens) gab, habe ich den Vormittag mit einem Spaziergang durchs Viertel verbracht. Dabei habe ich zwischendurch einen Stop im Café eingelegt und die Buchhandlung aufgesucht, um ein Sachbuch („Not the End of the World“ von Hannah Ritchie) zu bestellen. Grauer Himmel, leere Straßen, frostige Temperaturen – so schön! *-*

Als ich wieder zuhause war, habe ich erst etwas in „Daughter of Winter and Twilight“ gelesen (das mir immer noch viel Spaß macht). Da mein Mann nachmittags gern einen Horror-Film schauen wollte, den er von einem Kollegen ausgeliehen bekommen hat und dessen Bilder ich definitiv nicht sehen wollte, bin ich dann in das andere Zimmer gewandert und ein neues Puzzle begonnen. Dabei habe ich eins der beiden Hörbücher weitergehört, die ich aktuell angefangen habe. Genau genommen war das „The Village Library Demonhunting Society“ von C. M. Waggoner. Die Grundidee – laut Klappentext „Murder She Wrote“ trifft auf „Buffy“ – klang gut und die Leseprobe war nett … Aber je weiter die Handlung voranschreitet, desto schrecklicher finde ich das Ganze. Momentan halte ich nur durch, weil ich nicht schon wieder ein Hörbuch abbrechen will und die Sprecherin Cindy Piller versucht das Beste aus einer entsetzlich albernen Vorlage zu machen. Weshalb ich nach dem Abendessen lieber wieder zu „Daughter of Winter and Twilight“ gegriffen habe, obwohl mich das angefangene Puzzle sehr lockte. Immerhin kann ich meinen Roman problemlos lesen, obwohl seit einer Stunde immer wieder Böller zu hören sind, die bei einem Hörbuch noch mehr stören würden als eh schon. (Noch drei Tage bis Silvester – ich bin gespannt, wie lange wir in diesem Jahr mit dem Lärm leben müssen.)

Sonntag, 29.12.

Nach einem sehr gemütlichem Sonntagvormittag mit Ausschlafen, mit der Switch spielen und einiger Puzzlezeit (inklusive „The Village Library Demonhunting Society“), haben mein Mann und ich das 23. Szenario von „Keep the Heroes Out!“ gespielt. Das war schon unser zweiter Versuch mit dem Szenario (bei dem wir einen neuen Dungeon aufbauen mussten *g*) und dieses Mal waren wir – sehr knapp! – erfolgreich.

Gegen 15:30 Uhr bin ich dann wieder auf dem Sofa gelandet und habe meine Nase in „Daughter of Winter and Twilight“ gesteckt. Abgesehen von der einen oder anderen Pause für notwendige Dinge wie zum Beispiel Abendessen kochen und essen, bin ich bei dem Roman geblieben, bis ich ihn kurz vor dem Schlafengehen ausgelesen hatte. Die Geschichte hat mir wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn die Tatsache, dass eigentlich relativ wenig passiert und es sich vor allem um die Entwicklung der Protagonistin Emri (und ihr Verhältnis zu anderen Personen) dreht, dafür gesorgt hat, dass ich ungewöhnlich lange für die knapp 600 Seiten gebraucht habe. Jetzt bin ich nur gespannt, ob sich heute Nacht Elemente der Geschichte in meine Träume schleichen werden … *g*

Und weil ich noch keine Lust hatte zu einer vernünftigen Uhrzeit ins Bett zu gehen, habe ich noch ein bisschen in meinem eReader gestöbert und bin an „Castle and Key“ von W.R. Gingell hängengeblieben. Das Buch ist der letzte Band der „Two Monarchies“-Serie und ich hatte schon bei meinem Cafébesuch am Samstag reingelesen. Die Geschichte scheint der perfekte nette „Lückenfüller“ für die nächsten Tage zu sein …

Montag, 30.12.

Montagvormittage sind bei mir immer ziemlich geschäftig und dieses Mal hatte ich erst gegen 16:30 Uhr Zeit, um zum Buch zu greifen. Genau genommen habe ich „The Deep Dark“ von Molly Knox Ostertag in einem Zug durchgelesen, weil es so gut war! Ich mag die Comics von der Zeichnerin grundsätzlich, aber diesen hier fand ich besonders gelungen. Es gibt so viele Elemente bei Comics wie das Spiel mit Farben/ Schrift, die beeinflussen wie eine Geschichte wahrgenommen wird – und selten habe ich dies so gut eingesetzt gesehen wie hier!

Nach dem Abendessen habe ich zu einem weiteren Weihnachtsgeschenk gegriffen – dieses Mal zu „The Easy Life in Kamusari“ von Shion Miura. Lustigerweise habe ich beim Lesen die ganze Zeit Szenen aus dem Film „The Woodsman and the Rain“ vor Augen. Außerdem lerne ich eine Menge über Forstwirtschaft in Japan … *g* Mein einziger Kritikpunkt ist zur Zeit, dass der Protagonist sich grundsätzlich sehr passiv verhält und die einzigen Momente, in denen er mal aktiv wird, drehen sich um Dinge, bei denen ich mich dann frage, wieso er jetzt so handelt.

Dienstag,31.12.

Der letzte Tag des Jahres startete für mich mit einem geschäftigen Vormittag (und einem fertig vorbereiteten Essen für die kommenden zwei Tage). Nach einer gemütlichen Frühstückspause (mit „Castle and Key“ und etwas Zeit mit der Switch, haben mein Mann und ich dann mit einem „Keep the Heroes Out!“-Szenario begonnen, die zwischendurch durch eine überraschende Bücherlieferung („Hedgewitch“ von Skye McKenna und „Death on Gokumon Island“ von Seishi Yokomizo) unterbrochen wurde.

Nach unserer wirklich lustigen Brettspielrunde, habe ich mich auf dem Sofa eingerollt und erst einmal etwas Zeit damit zugebracht meinen Blog für den Januar vorzubereiten. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie lange es dauert, bis „nur mal eben ein paar Seiten/Beiträge“ für das kommende Jahr erstellt sind. Danach ging es weiter mit „The Easy Life in Kamusari“, bei dem ich nur noch ein Drittel vor mir hatte, weshalb ich den Roman nach dem Abendessen dann auch beendet habe. Den restlichen Abend (also bis 23:30 Uhr) habe ich weiter in „Castle and Key“ von W.R. Gingell gelesen – und je nachdem wie lange es heute draußen lärmt, kann es sein, dass ich den Roman auch noch vor dem Schlafengehen beende. So oder so werde ich jetzt erst einmal diesen Beitrag freischalten, damit ich später nicht noch einmal online gehen muss.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich hoffe, es liegt eine gute Nacht vor euch! 🙂

Jahresausklang 2024 (1)

Seitdem ich mich zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr mit meinem Mann einigeln und mich auf die Tätigkeiten konzentrieren kann, die ich mag, genieße ich meinen Jahresausklang wirklich sehr. Eigentlich hatte ich vor in den letzten zwei Wochen des Jahres ein paar der angefangenen Bücher auszulesen, die ich in den letzten Monaten nicht beendet hatte, aber das führte dazu, dass ich am vergangenen Wochenende gar nicht gelesen habe. Also schiebe ich diese Titel doch lieber ins kommende Jahr (oder gestehe mir einfach ein, dass manche Bücher nichts für mich sind und aussortiert werden können) und genieße einfach ein paar entspannte Lesestunden und greife dabei zu den Geschichten, auf die ich gerade Lust habe. Wobei mein Mann und ich auch so einige gemeinsame Brettspiel-Pläne haben, mal schauen, wie ich beides unter einen Hut bekomme. 😉

Dienstag, 24.12.

Gestartet habe ich in mein gemütliches Feiertagslesen am Weihnachtsabend damit, dass ich mein Adventskalenderbuch ausgelesen habe. Ich hatte bei „The Biggest Christmas Secret Ever“ noch zwei Kapitel (für den 24. und 25.) vor mir und habe das Buch nach dem Lesen mit einem Lächeln aus der Hand gelegt. Ich mag diese Geschichten rund um eine Familie, deren Mutter eine Beziehung mit dem Weihnachtsmann hat.

Weiter ging es mit dem Comic „Four Gathered on Christmas Eve“ (mit Geschichten von Eric Powell, Mike Mignola, Becky Cloonan, James Harren), den mir mein Mann vor einiger Zeit ans Herz gelegt hatte. Ich muss gestehen, dass mir zwar die Idee von vier Personen, die sich Horrorgeschichten am Weihnachtsabend erzählen, gefiel, aber so richtig warm geworden bin ich mit dem Comic und den Geschichten nicht. Vor dem Schlafengehen gab es dann noch „The Prince of Her Dreams“ von Lynn Strong (eine von drei Episoden aus „Chai and Cat-tales“) für mich. Das war eine wirklich süße, amüsante Geschichte mit einer Protagonistin, die unbedingt Archivarin werden will. Weshalb sie ihre Familie davon überzeugt, dass der beste Weg sich einen Prinzen als Ehemann zu schnappen, darin besteht, dass sie sich auf den – für andere Frauen weniger attraktiven – gelehrten Königssohn konzentriert, indem sie ihm bei seinen Studien assistiert.

Mittwoch, 25.12.

*g* Das mit dem „ich will fast den ganzen Tag lesen“ hat schon mal nicht geklappt – wir waren nach einem entspannten Vormittag erst nach 16 Uhr mit unserer Kooperativen Brettspielrunde von „Obsession“ fertig. Das war das erste Mal, dass wir das Spiel auf diese Weise gespielt haben und ich mochte, dass mein Mann und ich so gemeinsam gegen einen vom Spiel gesteuerten Gegner angetreten sind. Allerdings hatte dieser so viele Vorteile, dass wir beide keine Chance hatten. *g*

Außerdem bedeutete diese lange Spielrunde, dass ich dann erst einmal dringend „frühstücken“ musste (um danach direkt zu Tee und Keksen zu greifen), während ich mich dabei von Youtube-Videos berieseln ließ … In meinen Leseabend startete ich also erst nach 17 Uhr mit dem Gedicht „Our bodies as art galleries“ aus „these are the words“ von Nikita Gill, womit ich diesen Gedichtband beendet habe. Seit Februar habe ich immer wieder zu dem Buch gegriffen und bin dabei regelmäßig über Gedichte gestolpert, die ich gemocht habe und/oder die mich zum Nachdenken brachten. 🙂 Danach habe ich eine Weile die Stapel rund um mich angeschaut, bis ich mit „Daughter of Winter and Twilight“ von Helen Corcoran angefangen habe. Das Buch ist die Fortsetzung von „Queen of Coin and Whispers“ und dreht sich um Emri, die 18jährige Adoptivtochter von Königin Aurelia. Ich weiß nicht, wie Helen Corcoran es schafft, dass mich ihre Geschichten beim Lesen immer so beschäftigen, aber damit ich Emri und all ihre Probleme nicht mit in den Schlaf nehme, habe ich dann noch die zweite Geschichte aus „Chai and Cat-tales“ mit dem Titel „Priye“ gelesen.

„Priye“ dreht sich um eine sehr junge Katzen-Gestaltwandlerin, die allein auf der Straße lebt und irgendwie versucht einen Platz in einer von Menschen geprägten und für sie sehr verwirrenden Gesellschaft zu finden. Dabei fand ich es spannend, dass Priye – obwohl andere Gestaltwandler die menschliche Sprache beherrschen – nicht redet, sondern andere Wege findet, um mit den Personen um sich herum zu kommunizieren. Auch diese Episode war sehr niedlich und amüsant, die Bezeichnung „magical Middle Eastern cozy fantasy novellas“ passt auf jeden Fall und ich bereue es definitiv nicht, dass auch auf Verdacht ganze 97 Cent für diese drei Geschichten ausgegeben habe. 😉

Donnerstag, 26.12.

Ich mag meine entspannten Vormittage gerade sehr! Nach einem Telefonat mit meiner Mutter und einiger Zeit mit meinem neuen Switchspiel „stitch“ (solche kleinen Puzzlespiele sind schreckliche Zeitfresser und ich liebe sie! 😀 ), habe ich angefangen einen Handschuh zu stricken. Damit habe ich dann den restlichen Nachmittag verbracht, weil ich das Paar bis Samstag auf jeden Fall fertig haben wollte.

Abends ging es dann weiter mit „Daughter of Winter and Twilight“ – wenn ich weiterhin nur abends in dem Buch lese, werde ich bei fast 600 Seiten noch ein paar Tage mit dem Roman haben. Vor allem, wenn ich vor dem Schlafengehen zu etwas wechsel, was meine Gedanken weniger beschäftigt wie z.B. „The Potter’s Dream“, die letzte Geschichte aus „Chai and Cat-tales“. Den sanften Priester Shai Madhur mochte ich schon, als er eine Nebenfigur in Priyes Geschichte war, und es war sehr süß davon zu lesen, wie er versucht die Probleme mit der Mäuseplage in (s)einem Tempel zu lösen. Laut Nachwort hofft Lynn Strong, dass sie es schafft im kommenden Jahr einen Roman in dieser Welt zu veröffentlichen – und ich hoffe sehr, dass der dann ebenso nett wird, wie diese Kurzgeschichten.

Freitag, 27.12.

Dieser Vormittag verlief deutlich weniger gemütlich als die letzten beiden. Während mein Mann zur üblichen Zeit zur Arbeit ging (um in seinem Urlaub mit einigen Kollegen ein paar längere Brettspiele zu spielen *g*), habe ich geputzt, aufgeräumt und ein paar Sachen geflickt. Erst gegen 15 Uhr habe ich angefangen zu lesen, wobei ich das restliche Tageslicht ausgenutzt habe, um Band 3 und 4 von „Die Tagebücher der Apothekerin“ zu lesen.

Danach habe ich dann wieder zu „Daughter of Winter and Twilight“ gegriffen und bis zum Essen eine Weile darin gelesen. Ich mag es sehr, wie nah ich durch Helen Corcorans Erzählweise bei der Protagonistin Emri bin. Das sorgt dann aber auch dafür, dass ich mit meinen Gedanken bei lauter Kleinigkeiten hängenbleiben, die für die Handlung überhaupt nicht relevant sind, die mich aber bei einer realen Person interessieren würden. Nach dem Essen blieb nicht mehr viel Zeit zum Lesen, da wir dazu eine „Twin Peaks“-Folge angefangen hatten, die etwas länger ging. Ich bin gespannt, ob ich es am Wochenende schaffe den Roman zu beenden oder ob ich tagsüber dann doch wieder mit anderen Dingen beschäftigt bin. *g*