Kategorie: Diverses

Adventsstimmung

So richtig bin ich in diesem Jahr nicht in Vorweihnachtsstimmung, was auch der Grund ist, warum ich nicht an Arianas Adventslesen teilnehme. Dabei genieße ich sonst diese letzten Wochen im Jahr sehr und nutze die Zeit, um langsam runterzufahren, Pläne für das kommende Jahr zu machen und mir Zeit für mich und meine Lieben zu nehmen. Außerdem habe ich im Laufe des Jahres das eine oder andere Buch zur Seite gelegt, weil ich dachte, dass es perfekt in die Advents-/Winterzeit passen würde, und es wäre zu ärgerlich, wenn ich diese Romane noch ein Jahr auf dem SuB liegenlassen würde, nur weil ich gerade das Gefühl habe, ich wäre nicht in der richtigen Stimmung.

Mit dem Dekorieren wird es vermutlich nichts in diesem Jahr. Durch die neuen Regale, das Ausräumen der Kisten und Umräumen der Inhalte, die keine Bücher sind, ist die Weihnachtdeko an einem Ort gelandet, der dafür sorgt, dass das Rausholen mehr Arbeit verursacht, als ich mir gerade damit machen will. Aber ich versuche trotzdem ein paar „Traditionen“ durchzuziehen und zu genießen und ich habe meine „aufgesparten“ Bücher auf einen separaten Stapel gelegt und mir vorgenommen, immer mal wieder eins davon anzulesen und zu schauen, ob mit den ersten Seiten doch noch die richtige Stimmung zum Lesen kommt.

Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
Abi Elphinstone: Sky Song
Robin Stevens: Jolly Foul Play (A Murder Unladylike Mystery 4)
Sarah Rees Brennan: In Other Lands
Catherine Fischer: Clockwork Crow
Stephanie Burgis: Congress of Secrets
Kate Milford: Ghosts of Greenglass House

 

Wenn ich mich in den nächsten Tagen noch zum Plätzchenbacken aufraffen kann, wird das vielleicht ja doch noch etwas mit der Vorweihnachtsstimmung bis zum 24. Dezember! 😉

Euch wünsche ich auf jeden Fall eine gemütliche, stressfreie und atmosphärische Zeit bis zu den Feiertagen!

Ich bin dann mal für ein paar Tage beschäftigt! ;)

Nachdem es ja in der letzten Woche Lieferprobleme gab, erreichte mich heute Abend dann doch noch mein neues Spielzeug. Inzwischen ist die Switch eingerichtet und ich warte nur noch darauf, dass die Controller (plus Pokéball) vollständig geladen sind, damit Evoli und ich uns auf den Weg machen können, um Kanto zu erkunden und Pokémon zu fangen!

Wie ich mich kenne, werde ich ein paar Tage mit dem neuen Spielzeug versumpfen und nicht viel anderes in meiner Freizeit auf die Reihe bekommen, was auch bedeutet, dass es hier auf dem Blog ein bisschen ruhiger wird. Vor allem, da ich mir heute Abend auch noch ein zweites Spiel („Yonder – The Cloud Catcher Chronicles“) besorgen werde – denn natürlich kann ich mich bei einer neuen Konsole nicht auf ein einziges Spiel beschränken, wenn es so viele nette Dinge zu entdecken gibt. Nur gut, dass mein Mann und ich zusammen Pokémon spielen können, sonst wäre es doch ein kleines bisschen unfair. 😉

Was schön war (5)

Ein Bus voller Leute, die sich nicht über den Schienenersatzverkehr ärgern,
sondern gemeinsam über den armen Busfahrer schmunzeln,
der die Station ankündigt mit „Blutdingsbums … na, Sie wissen schon …
Dingsdastraße … Wird Zeit für den Feierabend!“

Nach einer lästigen Fahrt – inklusive Schienenersatzverkehr 😉 –
zu einem lästigen und vergeblichen Termin
nach Hause kommen, sich auf dem Sofa mit der Katze einrollen
und den in der Stadt gekauften Donut genießen.

Eine gemütliche Frühstücksverabredung mit Neyasha,
die ich nun schon so seit vielen Jahren durch ihren Blog kenne,
die aber normalerweise für ein persönliches Treffen zu weit weg wohnt.
Ich freu mich immer noch sehr darüber, dass sie auf dem Rückweg nach Österreich
Zeit fand für diese Verabredung!

[Stöckchen] Herbstliebe: Ein Herbst & fünf Fragen

Über diesen Tag von Katriona bin ich bei Rike gestolpert und fand ihn so nett, dass ich ihn gleich mitnehmen musste. Dass ich mich jedes Jahr wie verrückt auf den Herbst freue und ihn den ganzen Sommer herbeisehne, sollte ja niemanden verwundern, der meinen Blog schon eine Weile verfolgt, und dass mein Leben sich sehr um das Lesen dreht, noch weniger. 😉

1. Welche Bücher möchtest du diesen Herbst unbedingt lesen?

Schrecklich viele Titel stehen in diesem Herbst ganz oben auf meiner Leseliste. Mit dem Reread von „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire habe ich schon angefangen, damit ich in den nächsten Tagen zur Fortsetzung „The Girl in the Green Silk Gown“ greifen kann. Auf diesen zweiten Band habe ich mich seit Ankündigung gefreut, und solch eine Geistergeschichte passt doch gut in den Herbst. Außerdem möchte ich endlich „Feedback“ und „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant lesen (ja, schon wieder Seanan McGuire – von ihr mag ich sogar Horror lesen), die beiden Titel liegen schon viel zu lange auf dem SuB. Des Weiteren haben ich „Ghost of the Greenglass House“ von Kate Milford im Auge (welches allerdings auch gut in den Winter passen würde) und wenn mir weniger nach Geistern und Grusel zumute sein sollte, werde ich vermutlich zu „Masks and Shadows“ und „Congress of Secrets“ von Stephanie Burgis greifen – ich mag fantastische Historicals und erwarte bei der Autorin unterhaltsame, berührende und amüsante Geschichten.

2. Was magst du am Herbst am liebsten?

Dass die Sommerhitze vorbei ist, die Nächte kälter werden und die ganze Welt ein wenig ruhiger zu werden scheint. Für mich ist der Herbst das, was für viele Menschen der Frühling ist. Herbst bedeutet für mich, dass ich wieder aktiver und kommunikativer werde (auch wenn das bei all den Lesestunden auf dem Sofa nicht so zu sein scheint 😉 ). Ich liebe das wechselhafte Wetter, das Licht und die frühe Dunkelheit. Der Herbst ist so wunderbar vielversprechend. Auf die ersten Herbsttage folgen viele weitere Wochen, in denen ich mich über die Verfärbung der Blätter und die sich versammelnden Zugvögel freuen kann und in denen all diese Menschen, die den Sommer wie verrückt rumgerannt sind, um das „gute Wetter“ zu genießen, ruhiger werden und wieder Zeit für gemütliche gemeinsame Stunden finden. Und wenn der Herbst zu Ende geht, dann hoffentlich mit diesem wunderbaren Hauch von Frost in der Luft, der in einem die Hoffnung auf einen Winter mit einer dicken Schneedecke weckt.

3. Über welche herbstlichen Themen liest du am liebsten?

Richtig „herbstliche“ Themen könnte ich gar nicht benennen, auch wenn es das eine oder andere Buch gibt, das ich mit einem „Herbstgefühl“ in Verbindung bringe. Allerdings mag ich mit der früher einsetzenden Dunkelheit eher mal zu einer Geistergeschichte (oder Horror) greifen, wobei ich dann zum Ausgleich auch wieder einen Cozy Mystery oder eine eher märchenhafte Geschichte brauche. Oh, und für Sachbücher (quer durch alle möglichen Themengebiete) habe ich im Herbst dann auch wieder Geduld, während mir im Sommer dafür in der Regel die Konzentration fehlt.

4. Wo liest du im Herbst am liebsten?

Ganz klar auf dem Sofa! Wir werfen eigentlich erst im Winter die Heizung an und so brauche ich, wenn die Temperaturen fallen, dann doch meine Sofadecke, wenn ich länger stillsitzen und lesen will. Ich finde es auch einfach praktisch, dass ich mit Decke und Katze bequem auf dem Sofa liegen und auf dem Tisch daneben einen Stapel Bücher, eine große Tasse Tee und vielleicht sogar ein paar Kekse lagern kann. Hinter mir steht auf einem weiteren Tisch eine Leselampe, die nicht nur für das richtige Licht sorgt, sondern auch den Nacken etwas wärmt, und wenn es von der Atmosphäre her passt, kann ich sogar noch die Stereoanlage anwerfen und etwas leise Musik beim Lesen genießen. Und wenn mir doch mal der Lesestoff ausgehen sollte, ist das Regal mit dem SuB auch nicht weit weg …

5. Welches Buch kannst du allen, die etwas Herbstliches lesen möchten, empfehlen?

Da ich nun mal bin, wie ich bin, gibt es natürlich nicht nur ein Buch, das mir spontan eingefallen ist. Grundsätzlich mag ich gemütliche Krimis im Herbst wie zum Beispiel „Das Album“ von Mary Roberts Rinehart. Diese Geschichte beginnt zwar im August, aber durch die gesamte Handlung zieht sich eine Atmosphäre von Abschied, von Vergänglichkeit und Melancholie, die ich sehr passend für den Herbst finde. Auch bei Agatha Christie gibt es einige Krimis, die ich passend für den Herbst finde, wenn auch vielleicht nicht gerade „Das Böse unter der Sonne“ oder eine der anderen Geschichten, die in heißen Gefilden spielt. Eine weitere Empfehlung von mir wäre die Jugendbuchreihe „Murder Most Unladylike“ von Robin Stevens, diese Krimis greifen nicht nur großartig die Atmosphäre der eher gemütlichen Krimiklassiker auf, sondern bieten mit einer chinesischen Protagonistin mal eine andere Perspektive auf das „traditionelle britische Leben“. Überhaupt fällt mir gerade auf, dass ich bei meinen (herbstlichen) Krimis dazu neige, Geschichten auszuwählen, die in einer bestimmten Zeitspanne spielen. Aber grundsätzlich passt ein ruhiger Krimi, bei dem man viel über die Menschen und ihre Zeit erfährt, in Ruhe den einzelnen Hinweisen nachgehen und sich an der Erzählstimme erfreuen kann, eben auch sehr gut zu einer gemütlichen Lesestunde mit Tee und Keksen auf dem Sofa.

Unheimliche Geschichten oder gar Geistergeschichten sind für mich im Herbst ein Thema, weil sie selbst dann, wenn sie im Sommer spielen, die für mich passende Atmosphäre mitbringen, und da fallen mir gleich drei Titel ein, die ich empfehlen mag: „The Woman in White“ von Wilkie Collins braucht etwas Ausdauer, aber am Ende wird man mit einer atmosphärischen Geschichte voller detailliert ausgearbeiteter Charaktere und Spannung belohnt, während man bei „Sparrow Hill Road“ ebenso wie bei „Dusk or Dark or Dawn or Day“ (beide Titel sind von Seanan McGuire) sympathische Geister, gruselige Elemente, herzzerreißende Momente und ungewöhnliche Perspektiven auf die Welt, das Leben als Geist und all das Drumherum geboten bekommt.

Oder soll es etwas „märchenhaftere“ Lektüre für den Herbst sein? Dann kommen hier zwei Titel, die sich nicht nur nach Herbst anfühlen, sondern sogar wirklich mal in dieser Jahreszeit spielen. 😉 Der erste Roman ist „Unspoken“, der erste Teil der Lynburn-Legacy-Trilogie von Sarah Rees Brennan, Die Geschichte kann man als eine „märchenhafte YA-Urban-Fantasy-Geschichte mit Schauerromanelementen“ bezeichnen, die mir – vor allem aufgrund vieler kleiner Szenen innerhalb des Familien- und Freundeskreises der Protagonistin und der dazu im Gegensatz stehenden unheimlichen Elemente –  gut gefallen hatte und um die ich deshalb schon seit ein paar Tagen herumschleiche und über einen Reread nachdenke. Der zweite Titel, den ich empfehlen möchte, ist voller wunderschöner Gedanken und Sätze rund um den Herbst, die man zitieren und genießen möchte. Es gibt eigentlich kaum ein Buch, das ich als so durch und durch „Herbst“ empfinde wie „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson – aber ich bin ja eh der Meinung, man sollte regelmäßig die Mumin-Bücher (vor)lesen und sich dabei ganz auf diese ganzen wunderbaren Beschreibungen, Sätze und Figuren einlassen.

Was schön war (4)

Endlich richtiges Herbstwetter erleben.
Aufwachen und hören, wie der Regen gegen das Fenster klopft.
Zum ersten Mal seit März wieder Socken anziehen,
weil die Zehen kalt werden.

Nach viel zu langer Zeit wieder
mit einer guten Freundin telefoniert
und debei regelmäßige „Telefon-Termine“ verabredet,
damit die Pausen zwischen den Telefonaten in Zukunft
nicht mehr so lang werden.

Das erste Roller-Derby-Spiel seit Saison-Start gesehen –
„unser“ Team spielt zwar in derselben Liga
wie die heutigen Gegner, aber nicht auf demselben Niveau.
Das Zuschauen hat trotzdem Spaß gemacht!

So richtig …

… bin ich nach meiner Sommerpause noch nicht wieder da, dabei habe ich theoretisch sogar wieder Lust zum Bloggen (und Kommentieren). Aber so recht will das Schreiben noch nicht wieder klappen – achtzehn angefangene Entwürfe tummeln sich im Dashboard, aber seit Tagen mache ich sie nur auf und wieder zu, ohne ein Wort hinzuzufügen. Ich lese wieder (wenn auch wenig) und hüpfe dabei von Buch zu Buch. Um aber über Bücher schreiben zu können, sollte ich auch mal eins beenden, statt ständig neue anzufangen. Und dann gibt es noch den Feedreader, den ich immer wieder öffne, durchscrolle und mir dann vornehmen, dass ich mich gleich morgen ernsthaft ans Abarbeiten machen werde …

Statt also all die Dinge zu tun, die ich mir für „nach dem Sommer“ vorgenommen habe und auf die ich eigentlich ja auch Lust hätte, wusel ich ziellos durch die Wohnung, wandere mit Tunnelblick an den im Laufe des Sommers entstandenen Kruschelecken vorbei, teste Plätzchenrezepte (hat jemand ein gutes Snickerdoodle-Rezept für mich?), höre mich durch meine CD-Sammlung und schaue Briten dabei zu, wie sie Wohnungen in europäischen Ländern suchen („Escape to the Continent“ bei Netflix).

Ein bisschen hoffe ich ja, dass dieser „ich bekomme nix auf die Reihe“-Beitrag dazu führt, dass ich wieder mit dem Bloggen anfange, aber irgendwie ist der Tag gerade immer kürzer als die To-do-Liste, und die Ablenkungen sind zu groß, um lange bei einer Sache zu bleiben … 😉

Sommerpausenende

Die vergangenen Wochen waren wirklich nicht schön – auch wenn die Zeit mit dem Besuch im August sehr nett war und wir zumindest an den ersten Tage noch einigermaßen erträgliche Temperaturen hatten. Aber insgesamt hatten wir in den vergangenen 3 1/2 Monaten nur vier Tage, an denen die Temperatur in unserer Wohnung (direkt nach dem morgendlichen Lüften) unter 25 Grad sank. An den meisten Tagen lag die Temperatur um die 30 Grad und auch nachts wurde es nicht merklich kühler, da wir schon Wochen vor der „Hitzewelle“ eine tropische Nacht nach der anderen erleben durften.

Ohne mein morgendliches Lüften hätte sich die Wohnung noch weiter aufgeheizt, was der einzige Grund war, warum ich es wochenlang geschafft habe, morgens um vier aufzustehen. Dummerweise sorgte das dafür, dass ich in der Regel mehrere Tage hintereinander nicht mehr als vier bis fünf Stunden Schlaf pro Nacht bekam, was auf Dauer irgendwie nicht so gesund ist (und dazu führte, dass ich auch ohne jeglichen Anlass ständig in Tränen ausbrechen konnte) – vor allem, wenn es mit dem „Mittagsschlaf“ aus irgendeinem Grund (Kindergartenlärm, Baustellenlärm, klingelnde Postboten mit Paketen für die Nachbarn) nicht klappt. Außerdem ist „Mittagsschlaf“ bei über 30 Grad einfach nicht erholsam und dauert nie lange genug, um den fehlenden Nachtschlaf auszugleichen. Anfang August war alles, woran ich denken konnte, nur noch, wie müde ich war. Zu erschöpft, um irgendwas zu tun, zu müde zum Lesen, zu müde zum Denken – selbst Netflix bietet nicht genügend unterhaltsame, anspruchslose Wohlfühlunterhaltung, um so viele Wochen in diesem Zustand zu überbrücken.

Die zur Aufmunterung getroffene Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin endete überstürzt, weil wir bei jedem Bissen schauen muss, dass wir keine der Wespen, die auf und in allen Lebensmitteln saßen, mitaßen. So extrem habe ich das noch nie erlebt, und dabei bin ich normalerweise relativ gelassen, wenn es um Wespen geht. Überhaupt war das in den letzten Wochen mit den Insekten nicht so schön – was mich immerhin den einzigen Vorteil einer Dachgeschosswohnung im Sommer hat wiederentdecken lassen, da sich die Zahl der Wespen, die den Weg in die Wohnung fanden, in Grenzen hielt. Dafür haben wir vor ein paar Tagen ungebetene „Besucher“ in der Küche entdeckt – drei Monate, in denen kaum gekocht wird, ergeben anscheinend ganz ungeahnte Möglichkeiten für Mehlmotten. Inzwischen ist die Küche frei von Vorräten und Befall. Allerdings hätte ich den gründlichen Sommerendputz doch lieber bei weniger hohen Temperaturen betrieben.

Ich komme schon sonst nicht so gut mit dem Sommer zurecht, aber in diesem Jahr kamen so viele Faktoren zusammen, die das Ganze noch potenziert haben … Ich bin froh, dass das Schlimmste nun wohl vorbei ist (und versuche zu ignorieren, dass für Dienstag und Mittwoch schon wieder Temperaturen um die 30 Grad angekündigt sind) – solange es nachts abkühlt, kann ich auch die warmen Tage ertragen. Seit gestern haben wir sogar tagsüber in unserer Wohnung knapp unter 25 Grad und ich habe in den vergangenen drei Nächten endlich mal wieder richtig schlafen können. Das reicht natürlich nicht, um die Folgen der vergangenen drei Monate auszugleichen, gibt mir aber so langsam das Gefühl, ich könnte mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Ich habe gestern sogar endlich mal wieder zum Buch gegriffen – was sehr gut ist, wenn man bedenkt, dass ich mir in den vergangenen Wochen die eine oder andere Trostbestellung gegönnt habe. 😉

 

Sommerpause

Ich habe beschlossen, dass mein Blog ab sofort eine Sommerpause einlegt. Der Grund dafür ist, dass ich bei diesen Temperaturen weder lesen noch kommunizieren mag. Bevor die Gradzahlen nicht für ein paar Tage (und Nächte!) am Stück deutlich fallen, kann man mit mir nichts mehr anfangen. Hinzu kommt, dass wir – wie schon erwähnt – Besuch erwarten und mein Mann in den kommenden Wochen auch Urlaub haben wird.

Ich weiß nicht, ob ich bis zum Lese-Sonntag am 19. August wieder aus meiner Pause zurück sein werde – aktuell spricht die (nicht sehr zuverlässige) 14-Tage-Wettervorhersage eher dagegen, aber ihr könnt ja den Lese-Sonntag im Zweifelsfall auch ohne mich abhalten. 🙂

Macht’s gut, bis spätestens im September!

Sommerbücher

Nachdem es zwei Wochen lang eigentlich relativ angenehmes Sommerwetter gab (vor allem dank der verhältnismäßig kühlen Nachttemperaturen), stiegen am Donnerstag die Temperaturen wieder auf 30 Grad und Abkühlung beim nächtlichen Lüften konnten wir auch vergessen. Es war zu warm, um zu schlafen, und ich war zu müde, um zu lesen. Stattdessen saß ich da und habe mir Gedanken darüber gemacht, was mir für „Sommerbücher“ in den Sinn kommen – spontan kam ich auf folgende Titel, weil sie mir immerhin während des Lesens vorgaukeln, dass Sommer einfach schön sein kann:

Tove Jansson: The Summer Book (Das Sommerbuch)
Wunderschöne, ruhige und fein erzählte Episoden von den Erlebnissen, die eine Großmutter und ihre Enkelin im Sommer (genauer gesagt in mehr als einem Sommer) auf einer kleinen Insel im finnischen Fjord haben. Perfekt für kleine Lesepausen und wunderbar erholsam zu lesen.

Edward Kelsey Moore: Mrs. Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner
Eigentlich kein wirkliches „Sommerbuch“, aber die warmherzige, amüsante und berührende Geschichte rund um drei Freundinnen und die Geister, die die Protagonistin Odette auf einmal sieht, strahlt für mich so eine Art „Südstaaten-Feeling“ aus (ohne überhaupt da zu spielen), dass ich es automatisch mit Sommer und heißen Tagen verbinde. Auf jeden Fall ist es eine wunderbare Wohlfühlgeschichte, ohne dass Themen wie Trauer, Rassismus, Krankheit, verlorene Träume und Bigotterie ausgeklammert werden.

Claire Legrand: Some Kind of Happiness
Ein Jugendbuch aus der Sicht der elfjährigen Finley, die einen Sommer bei ihren Großeltern verbringen soll, während ihre Eltern versuchen ihre Beziehung zu klären. Auf den ersten Blick nur ein Buch rund um einen Sommer voller neuer Freunde und bis dahin unbekannten Familienmitgliedern, Streifzügen durch den Wald und gemeinsamer Abenteuer. Aber es gibt auch fantastische Geschichten, die sich Finley ausdenkt, um mit ihren ganz persönlichen Problemen fertig zu werden, es gibt Familiengeheimnisse, die vor sich hin gären und die „blue days“, an denen Finley all das zu viel wird.

Nnedi Okorafor: Akata Witch
An „Akata Witch“ musste ich nicht nur denken, weil es im Sommer spielt, sondern auch wegen des Schauplatzes Nigeria. In erster Linie geht es um die zwölfjährige Sunny, die nicht nur (als in Amerika geborene Nigerianerin) nach dem Umzug ihrer Eltern in ihre Heimat wieder einen Platz für sich finden muss, sondern als Albino auch sehr unter der Hitze und der Sonne leidet. Trotzdem findet sie in den Wochen, in denen die Geschichte spielt, nicht nur neue Freunde, sondern lernt auch einiges über die Magie der „Leopard People“. (Bevor der Sommer wieder endet, sollte ich unbedingt die Fortsetzung „Akata Warrior“ lesen. *g*)

Banana Yoshimoto: Tsugumi
Obwohl die Geschichte sich über mehrere Jahre zieht, wird sie doch vor allem von einem letzten Sommer am Meer bestimmt, von den Nächten am Strand, vom Meer und all den Dingen, die man in einer kleinen Stadt macht, wenn der Sommer geprägt wird von einer Mischung aus Touristen und Alltag, Abschiednehmen und Freundschaft. Für mich spielen in Tsugumi die Stadt, der Strand und das Meer einfach eine größere Rolle als die Charaktere, da die Autorin diese Elemente wunderbar atmosphärisch beschrieben hat.

Bücherregal (Fantasyromane Teil 2)

Nachdem der erste Teil schon recht lang wurde, erwarten euch hier noch ein paar mehr Fotos mit Büchern und Autoren, die ich darunter aufliste. 😉 Was mich immer noch irritiert, sind die fehlenden Romane, die ich bislang noch nicht wiedergefunden habe. Aber ich habe immer noch die Hoffnung, dass die in den Stapeln vor meinem Bett auftauchen, wo sich die Sachbücher, Kinderbücher und alle anderen Romane, die weder Krimi noch Fantasy (bzw. Science Fiction oder Horror) sind, tummeln.

Mit Guy Gavriel Kay geht es los – einer der Autoren, bei denen ich immer denke, ich sollte mal nach weiteren Büchern schauen. Dann noch M. M. Kaye, P. B. Kerr, Jackie Kessler (mit Caitlin Kittredge), Morgan Keyes, Amber Kizer und Johanna von Koczian. Bei Sarah Kuhn habe ich die Lücke extra größer gelassen, nachdem ich gerade erst sah, dass sie einen Vertrag für drei weitere „Heroine“-Bücher hat, von Lynn Kurland sollen auch irgendwann noch die restlichen Teile der Reihe einziehen und Mercedes Lackey nimmt eh schon zwei Reihen ein.

Mercedes Lackeys „Valdemar“-Veröffentlichungen habe ich auch lange nicht vollständig, aber als sie mit ihrem Ehemann zusammenarbeitete, gefielen mir die Geschichten nicht mehr so gut. Sharon Lee bleibt, weil sie ein Geschenk war, Tanith Lee und Madeleine L’Engle dürfen einfach nicht in meinem Regal fehlen und mit Jason Lethcoe, C. S. Lewis, Holly Lisle und George Lucas (so banal „Willow“ ist, es funktioniert für mich als Wohlfühlbuch *g*) war es das dann auch schon mit den L-Autoren.

Weiter geht es mit Margaret Mahy (so eine großartige Jugendbuchautorin – nicht alles fantastisch, aber für mich gehört sie in den Bereich), Dunstan Martin, Anne McCaffrey (nicht ganz vollständig, aber ich glaube, meine vorhandene „Pern“-Sammlung reicht mir), Kelly McCullough (mit genügend Lücke für die fehlenden drie Bände), L. J. McDonald (auf Bewährung) und Dennis L. McKiernan.

Von Robin McKinley suche ich noch ein paar Bücher, die hoffentlich irgendwo in meinem Chaos stecken *seufz*, Richelle Mead wird vermutlich langfristig rausgeworfen, während ich von Kelly Meding noch ein paar Titel ergänzen will, und von Kate Milford ist der nächste Greenglass-House-Band schon bestellt. *g* Das Fach ist etwas leer, aber ich wollte die nächste Autorin nicht mit den anderen zusammenquetschen.

Denn Seanan McGuire produziert so viele Geschichten, dass ich großzügig Platz für weitere Romane bereithalten muss. Ein Buch liegt noch auf dem SuB, zwei weitere bestelle ich im Juli und dann gibt es noch die ganzen angekündigten Titel, die in den nächsten Monaten veröffentlicht werden …

Bei N und O habe ich so wenige Autoren, dass erst einmal auch die im Regal bleiben durften, bei denen ich mir nicht sicher bin, wie lange sie noch bleiben dürfen. Mit Rachel Neumeier, Garth Nix, Shawn Thomas Odyssey und Nnedi Okorafor ist der Bereich sehr übersichtlich. Auch Cindy Spencer Pape und Diana L. Paxson sind gerade auf Bewährung, während ich hoffe, dass es von Laura Powell bald neue Romane gibt – die Autorin lese ich gerade sehr gern. T. A. Pratt, Byron Preiss & J. Michael Reaves, Otfried Preußler, Sarah Prineas und Terry Pratchett (bei dem man sehr gut sehen kann, ab wann mir die Scheibenwelt zu viel wurde) sind die restlichen Autoren mit P (abgesehen von Tamora Pierce *g*).

Für Tamora Pierce gibt es nämlich ein eigenes Fach inklusive Lücke für den noch auf dem SuB liegenden Roman. Nur gut, dass die Autorin so langsam schreibt – bis weitere Veröffentlichungen auf den Markt kommen, habe ich hoffentlich eine Lösung dafür gefunden, wie ich die auch noch in das Fach packen kann. 😉

Mit Irene Radford, Marta Randall (so ein tolles Buch – ich muss unbedingt schauen, ob es ihre anderen Titel noch auf Englisch gibt), Melanie Rawn, Käthe Recheis, Katya Reimann, Laura Resnick, Jewell Parker Rhodes, Rick Riordan (den ich eigentlich vor allem aus der Bibliothek ausleihe, weshalb ich nur einen Titel von ihm habe), Phoebe Rivers und Joel Rosenberg geht es weiter.

Jennifer Roberson nimmt im nächsten Fach ein bisschen Platz ein, während Michael Scott Rohan zu den Autoren gehört, die mein Mann (angeblich) bislang noch nie in meinem Regal gesehen hat – das kommt davon, wenn man seine Bücher immer in mehreren Reihen unterbringt *g*. J. K. Rowling und Matt Ruff bilden bei R den Abschluss – bei beiden Autoren habe ich momentan nicht das Bedürfnis, mehr zu kaufen. Was bei Matt Ruff vor allem daran liegt, dass sein aktuellstes Buch im Regal meines Mannes steht. 😉

R. A. Salvatore gehört zu den Autoren, deren Geschichten ich heute bestimmt nicht mehr lesen würde, aber es hängen viele Erinnerungen daran. Elizabeth Scarborough schreibt einfach nur großartig (und für mich absolut zeitlos), Courtney Schafer (wurde leider nicht vollständig ins Deutsche übersetzt, da muss ich mal nach englischen Ausgaben schauen), Victoria Schlederer und Polly Shulman machen dann das Fach voll.

Die „Shadowrun“-Romane habe ich nicht ins Autorenalphabet aufgenommen, sondern unter dem Reihentitel einsortiert. Es ist wirklich unglaublich lange her, dass ich bei einem Run dabei war … weiter geht es mit Arthur Slade, Thorne Smith, Sabine Städing, Mary Stanton, Christopher Stasheff und Amanda Stevens.

Die T-Autoren sind wieder etwas übersichtlicher: Roger Taylor, Rob Thurman (wartet auch auf Ergänzung mit englischen Ausgaben), J. R. R. Tolkien und Val Tyler. Da U und V wegfallen, geht es dann auch schon los mit Vanessa Walder, Irma Walker, Freda Warrington und Holly Webb.

Und da nicht alle Bücher der Autorin ins selbe Fach passten, gibt es auch hier Romane von Holly Webb. Außerdem die letzten Drachenlanze-Titel von Margaret Weis (und Tracy Hickman), die aus sentimentalen Gründen bleiben dürfen, Tad Williams, Walter Jon Williams (so wunderbar unterhaltsame SF-Romane – leider habe ich die Reihe nicht vollständig) und Ursula Wolter. Zu meiner Überraschung haben meine Bücher von Patricia C. Wrede auch noch in das Fach gepasst – nur gut, dass die Autorin so große Abstände zwischen ihren Veröffentlichungen hat. 😉

Den Abschluss bildet das Fach mit Jonathan Wylie, Rick Yancy (keine Ahnung, wo die Bände sind, die nicht mehr auf dem SuB ruhen), Isabel Yap, Brenna Yovanoff, Diane Zahler, Roger Zelazny und Jo Zybell. Wenn ich sehe, wie wenig Platz bei den Anthologien noch ist, muss ich mich wohl langsam mit dem Kaufen zügeln – immerhin sollten die Titel, die ich schon auf dem SuB habe, noch in das Fach passen.

Das war es dann auch schon mit meinen Fantasyromanen. Ein bisschen macht es sich ja doch bemerkbar, dass ich das Genre seit ca. 35 Jahren intensiv lese (und während meiner Zeit im Buchhandel direkt an der Quelle saß *g*). Nur gut, dass ihr hier nicht sehen könnt, wie viele Autoren und Serie ich in den vergangenen Jahrzehten schon abgegeben habe. 😉