Im Moment …

… habe ich überraschend viel um die Ohren, und die To-do-Liste scheint in der Regel länger als der Tag zu sein. Aber nicht alle Punkte auf der To-do-Liste sind stressig oder reine „Pflichtaufgaben“. Manchmal steht da auch „Kuchen zum Frühstück genießen“ drauf, und das mache ich dann auch.

Ein grün gemusterter Teller mit einem sehr flachen Stück Apple Pie und einem Klecks Sahne darauf, daneben eine schwarz-weiß-geringelte Tasse mit Milchkaffee

Die To-do-Liste führe ich eigentlich, damit ich nicht ständig den Kopf voll mit Dingen habe, an die ich noch denken will, aber so richtig klappt das gerade nicht. Weshalb ich in den letzten Wochen nicht so viel Ruhe und Zeit zum Lesen hatte, wie ich gern gehabt hätte, aber grundsätzlich läuft es gerade trotzdem ganz gut mit den Büchern. Am Ende des Tages kann ich doch auf so einige Lesepausen zurückblicken, und das finde ich ziemlich schön.

Ein aufgeschlagenes Buch mit englischem Text auf einer orangefarbenden Decke

Allerdings sorgt meine Grund-Wuseligkeit auch dafür, dass mir immer wieder andere Bücher durch den Kopf gehen, die ich „jetzt sofort“ und wenn nicht schon „genau in diesem Moment“, dann definitiv „spätestens morgen“ anfangen will. So wächst der Stapel neben meinem Sofa immer weiter an, aber irgendwie ist es auch ziemlich schön, dass da so viele Titel auf mich warten, auf die ich mich so freue.

Zwei Stapel mit insgesamt dreizehn Büchern, von denen man nur den Buchschnitt sieht, vor einem Fenster

Es gibt momentan eine Menge Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, und es gab ein paar schlechte Nachrichten von verschiedenen Seiten. Aber es gab auch immer wieder kleine Momente in den vergangenen Tagen, in denen sich jemand meldet und sagt „es geht mir besser“ oder „ich habe mich lange nicht gemeldet, aber immer wieder an dich gedacht“. Alles in Allem kann ich sagen, dass es mir persönlich trotz der vollen To-do-Listen und nicht so schönen Nachrichten gerade gut geht. Mir ist klar, dass das mehr ist, als viele andere zur Zeit von sich sagen können, weshalb ich diese Phase im Moment umso bewusster genieße …

Ich hoffe sehr, dass es bei denjenigen von euch, denen es gerade nicht so gut geht, bald besser ausschaut, und wenn es etwas gibt, das ich für euch tun kann, dann sagt bitte Bescheid.

Shanna Swendson: Interview with a Dead Editor (Lucky Lexie Mysteries 1)

Nachdem ich in den vergangenen Wochen sehr viele fantastische Geschichten gelesen habe, war mir in den letzten Tagen spontan nach einem gemütlichen Kriminalroman. Trotzdem bin ich dann irgendwie bei einem Cozy gelandet, der zumindest leichte fantastische Elemente beinhaltete, denn in „Interview with a Dead Editor“ von Shanna Swendson kann man den Titel ruhig wortwörtlich nehmen, da nicht nur Personen mit besonderen Fähigkeiten in der Handlung auftauchen, sondern auch Geister eine Rolle spielen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Alexa „Lucky Lexie“ Lincoln erzählt, die man als Leser zu einem Job-Interview begleitet, bei dem sie über die Leiche des Zeitungsredakteur Paul Odgen stolpert, mit dem sie den Termin gehabt hätte. Die Tatsache, dass sie zu den Verdächtigen gehört, sorgt ebenso wie ein aufziehender Sturm dafür, dass Lexie für ein paar Tage in der kleinen Stadt Stirling Mills bleiben muss – und natürlich kann die Journalistin ihre Neugier nicht so ganz zügeln und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren.

Ermutigt wird sie bei ihren Ermittlungen von Jean Jacobs, der Gründerin der kleinen Zeitung in Sterling Mills – genauer gesagt von Jeans Geist, denn die Dame ist schon seit Längerem verstorben. Von Jean erfährt Lexie auch, das der verstorbene Odgen zuletzt an einem Artikel über eine Schülerin gearbeitet hatte, die vor zwanzig Jahren auf ungeklärte Weise ums Leben kam, womit der Verdacht naheliegt, dass der Mord an dem Redakteur mit seinen Recherchen zu tun haben könnte. Aber natürlich ist das nicht die einzige Vermutung, der Lexie nachgeht, und so dreht sich ein Großteil der Geschichte darum, dass die Journalistin mit den Bewohnern von Stirling Mills redet und versucht, mehr über all die Personen, ihre Beziehungen zueinander und eventuelle Verdachtsmomente herauszufinden. Auch mit dem ermittelnden Polizisten, Lt. Wes Mosby, tauscht Lexie sich regelmäßig aus, obwohl sie sich anfangs in seiner Gegenwart recht unwohl fühlt, weil er sie als Verdächtige behandelt.

Obwohl ich den Teil mit den „übernatürlichen Fähigkeiten“ der verschiedenen Charaktere nicht so recht überzeugend fand, gefiel mir „Interview with a Dead Editor“ gut genug, dass ich die Geschichte innerhalb von zwei Tagen gelesen habe. Die Stadt Stirling Mills bietet eine Mischung aus sympathischen und skurrilen Figuren, wobei ich sie alle mit ihren Stärken und Schwächen überraschend glaubwürdig dargestellt fand. Außerdem mochte ich die Protagonistin, obwohl sie in Gesprächen immer wieder dazu neigt, ihrem Gegenüber zu viel zu erklären, um ja niemanden vor den Kopf zu stoßen oder um ihre kleinen „Macken“ zu begründen, damit niemand sie deshalb für seltsam hält. Aber das ist – ebenso wie die vorher erwähnten übernatürlichen Fähigkeiten – nicht so schlimm, dass ich mich groß dran gestört hätte, sondern einfach nur etwas, woran ich mich beim Lesen gewöhnen musste.

Ich mochte, dass Lexie zwar schnell Leute kennenlernte, aber es keine Zu- oder Abneigungen auf den ersten Blick gab. Sie geht offen auf die verschiedenen Personen zu, findet einige davon auch sehr nett, ist aber trotzdem in der Lage, sich zu fragen, ob diese Person vielleicht einen Grund für einen Mord (oder sonstigen Dreck am Stecken) hätte. Auch das Verhältnis von Lexie zu Lt. Wes Mosby gefiel mir, denn beide gehen – auch wenn es für die Journalistin belastend ist, dass sie als Verdächtige behandelt wird – professionell miteinander um, tauschen Informationen aus, wenn es angebracht ist, und das Ganze ist so wunderbar dramafrei, dass ich wirklich angenehm überrascht davon war. Insgesamt hat mich „Interview with a Dead Editor“ zwar nicht umgehauen, aber mir genau das geboten, was ich von einem Cozy erwarte: Eine nette und unterhaltsame Geschichte mit sympathischen Figuren, von denen ziemlich viele ein bisschen verdächtig sind, so dass ich mir beim Lesen immer wieder von neuem Gedanken um mögliche Motive machen konnte.

Annabelle Sami: Agent Zaiba Investigates 1 – The Missing Diamonds

Bei dem ersten „Agent Zaiba Investigates“-Band von Annabelle Sami weiß ich gar nicht mehr, wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin. Aber die Inhaltsangabe klang nett, und ich teste gern neue Kriminalromane für Kinder bzw. Jugendliche an, weil ich davon eigentlich immer einen Vorrat auf Lager haben mag. Die Handlung wird erzählt aus der Sicht der elfjährigen Zaiba, die mit ihrer Familie (sowie ihrer besten Freundin Poppy) die Mehndi-Feier ihrer älteren Cousine Sam (Samirah) und deren Verlobten Tanvir im Royal-Star-Hotel besucht. Doch nicht nur die gesamte Großfamilie ist in dem Hotel untergebracht, sondern auch eine mysteriöse Berühmtheit, deren Identität Zaiba unbedingt herausfinden will. Denn Zaibas größter Wunsch ist es, einmal eine ebenso erfolgreiche Privatdetektivin zu sein wie ihre Tante Fouzia, und um dieses Ziel zu erreichen, nutzt sie all das Wissen, das sie aus den Romanen rund um die Detektivin Eden Lockett (und dem Eden-Lockett-Detektiv-Handbuch) gewinnen kann.

Gemeinsam mit Poppy und ihrem jüngeren Bruder Ali versucht sie, mehr über die Berühmtheit im Hotel herauszufinden, doch dann verschwindet ein wertvolles Diamant(hunde)halsband, und aus der spielerischen Ermittlung wird schnell ein ernsthaftes Unterfangen – vor allem, da all der Trubel Samis Mehndi-Feier bedroht. Ich muss gestehen, dass mich die Geschichte in der ersten Hälfte des Romans nicht so recht packen konnte. Ich mochte Zaibas pakistanisch-britische Familie, ich fand es nett, wie die drei Kinder durchs Hotel stromerten, und hier und da habe ich etwas schmunzeln müssen. Als dann die Handlung aber etwas mehr anzog, es immer mehr Hinweise auf das Verbrechen gab und man mehr über Zaiba und all die anderen Charaktere erfuhrt, hatte ich wirklich Spaß mit dem Buch. Der Kriminalfall ist zwar nicht gerade herausfordernd (was ich bei einem Buch für eine Zielgruppe zwischen 10 und 12 Jahren auch nicht erwartet hätte), aber so konzipiert, dass man gut mitraten kann. Außerdem mochte ich die ganzen Verweise auf die Eden-Lockett-Geschichten und die Tatsache, dass diese Romane schon Zaibas verstorbener Mutter und ihrer Tante Fouzia viel bedeutet haben, als diese noch Kinder waren.

Überhaupt spielt Zaibas Familie eine große Rolle in der Geschichte, und ihre Verwandtschaft wird so liebevoll (und trotzdem realistisch) dargestellt, dass man am liebsten Teil ihrer Familie sein würde. Ich fand es auch sehr schön zu sehen, dass Zaibas Freundin Poppy und Ali einen wichtigen Part bei den Ermittlungen spielen. Obwohl Zaiba eindeutig die Anführerin ist, würde sie ohne die Hilfe ihrer beiden „Assistenten“ deutlich mehr Fehler machen oder sich – und das sollte keine gute Detektivin! – in Spekulationen verrennen, ohne die bekannten Fakten noch einmal nachzuprüfen. Sowohl Poppy als auch Ali bringen ihre ganz eigenen Interessen und Stärken ein und überwinden im Laufe des Buches immer wieder (größere oder kleinere) Ängste, um die Suche nach den verschwundenen Diamanten voranzubringen. Dabei mochte ich es nicht nur, dass sich die drei immer wieder gegenseitig unterstützen, sondern auch, dass sie sich gegenseitig auf Fehler und Irrtümer aufmerksam machten, ohne dass das zu Zerwürfnissen führte.

Insgesamt hat mir „The Missing Diamonds“ deutlich mehr Freude bereitet, als ich das in der ersten Hälfte des Buches erwartet hätte, und so ist inzwischen auch der zweite Band („The Poison Plot“) auf meinem Wunschzettel gelandet. Zum Schluss muss ich noch die wirklich ansprechenden Schwarz-weiß-Illustrationen von Daniela Sosa (von der auch das Cover ist) erwähnen, die sich durch das gesamte Buch ziehen und mir richtig gut gefallen haben, weil sie Zaiba und all die anderen so lebendig und stimmig darstellen. Man bekommt auf den Bildern nicht nur die verschiedenen Schlüsselszenen präsentiert, sondern auch einen ganz wunderbar atmosphärischen Eindruck von dem eleganten Hotel, der ausgelassenen Mehndi-Feier und den verschiedenen Nebenfiguren, so dass die Zeichnungen die erzählte Geschichte wirklich schön ergänzen.

Silvia Moreno-Garcia: Mexican Gothic

Von „Mexican Gothic“ von Silvia Moreno-Garcia hatte ich gehört, als der Titel zur Veröffentlichung angekündigt wurde – ich hatte ihn damals gleich auf die Merkliste gesetzt. Als das eBook Ende Oktober im Angebot war, habe ich zugeschlagen und den Roman dann passenderweise am 31. Oktober angefangen zu lesen. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Noemí Taboada, die als Tochter aus reichem Hause in den 1950er Jahren ihr Leben in Mexiko zwischen Studium und Partys genießt. Unterbrochen wird ihr sorgenfreies Leben von einem Brief ihrer Cousine Catalina, die vor einiger Zeit geheiratet hat und zu ihrem Mann Virgil Doyle in einen kleinen Ort in den Bergen gezogen ist. In ihrem Brief behauptet Catalina, dass Virgil sie vergiften würde und dass sein Familiensitz High Place verflucht sei. Also wird Noemí von ihrer Familie losgeschickt, um herauszufinden, was mit Catalina los ist und ob sie vielleicht – wie Noemís Vater befürchtet – verrückt geworden sei oder ob auf High Place irgendwelche unheimlichen Dinge vorgehen.

Obwohl ich meine Lektüre normalerweise weniger unheimlich mag, habe ich die Atmosphäre in „Mexican Gothic“ sehr genossen und fand es spannend, gemeinsam mit Noemí mehr über die Familie Doyle zu erfahren. Noemí ist eine selbstbewusste und lebensbejahende junge Frau, die zwar nicht gerade diplomatisch vorgeht, aber immer das Beste für ihre Cousine Catalina im Sinn hat. Zu sehen, wie eine Figur wie Noemí in einer so geregelten, freudlosen und düsteren Umgebung wie High Place zurechtkommt, war wirklich unterhaltsam, wobei selbst bei den amüsanteren Szenen immer eine unheimliche und bedrohliche Atmosphäre zu spüren war. Noemí ist sich bis zuletzt nicht sicher, wem sie in diesem Haus trauen kann, vor allem, da sie im Laufe der Zeit – ebenso wie ihre Cousine Catalina – Stimmen zu hören scheint und Dinge sieht, die nicht real sein können. Und bei der Enthüllung der Geheimnisse der Familie Doyle habe ich dann auch den Lovecraft-Vergleich besser nachvollziehen können, mit dem die Geschichte beworben wird, auch wenn ich ihn selbst nicht ganz so naheliegend finde.

Allerding muss ich zugeben, dass ich zwei Probleme mit „Mexican Gothic“ hatte: Zum einen fand ich ein bestimmtes Element von Anfang an etwas zu überpräsent, gerade weil es sich dabei um etwas dreht, das die Ursache für all die Vorgänge in High Place ist. Zum anderen finde ich „körperinvasive“ Elemente in Horrorgeschichten wirklich unerträglich, und das hat mir auch hier beim Lesen zu schaffen gemacht, obwohl Silvia Moreno-Garcia diese Szenen als Traum getarnt oder relativ früh abgebrochen hat, um an einem anderen Punkt der Handlung wieder einzusetzen. Aber genau das sind die Passagen, wegen der ich so selten Horror lese, und dementsprechend konnte ich dieses Buch nur tagsüber lesen, ohne davon unangenehme Träume zu bekommen, und brauchte nebenbei noch einen harmlosen Roman zur Ablenkung. Immerhin kann ich sagen, dass ich die Geschichte trotzdem mochte, und das ist ein großes Kompliment für die Autorin und ihre Art zu erzählen. Wer sich also von solchen Elementen nicht abschrecken lässt, bekommt mit „Mexican Gothic“ eine gut geschriebene und sehr atmosphärische Geschichte, die in einem untergewöhnlichen und reizvollen Setting angesiedelt ist und gekonnt mit Elementen aus verschiedenen Genres spielt.

Lese-Sonntag November 2020

Da der November mit einem Sonntag began, ist der vorletzte Lese-Sonntag dieses Jahres mal wieder recht früh im Monat. Bei mir waren die vergangenen Wochen relativ trubelig und zum Lesen bin ich oft erst nach meiner „normalen“ Schlafenszeit gekommen, was irgendwie nicht ganz so klug, aber dafür recht befriedigend war. Heute werde ich mich beim Lesen vor allem auf den dritten October-Daye-Band („An Artificial Night“) konzentrieren, auch wenn ich hier noch ein paar weitere Bücher angefangen habe (und mich der „bald lesen“-Stapel so freundlich anplinkert). Aber bevor ich zum Buch greife, starte ich mit dem Pflichtkram und – vermutlich – einer Runde durch den Feedreader in den Tag.

 

Update 11:45 Uhr

Das Foto zeigt eine Tasse mit Kräutertee, neben der die Taschenbuchausgabe von "An Atrificial Night" liegt.

Ui … Das war ein seltsamer Vormittag. *g* Nach dem „Pflichtteil“, der heute angenehm schnell vorbei war, habe ich mir eine Tee gekocht und wollte nur schon mal den Feedreader öffnen, bevor ich eine kleine Lesepause einlege. Tja, der Tee ist dann leider doch kalt geworden (und dieser Kräutertee schmeckt kalt wirklich nicht) und weiter in „An Artificial Night“ habe ich auch nicht gelesen, aber dafür ist der Feedreader endlich mal wieder geleert. Wenn ich – so wie in den letzten Tagen – mal wieder länger keine Blogrunden gedreht habe, dann öffne ich einfach alle Beiträge, zu denen ich vielleicht etwas zu sagen finde in neuen Tabs und arbeite die dann systematisch ab. Wenn mir selbst nach gründlichem Lesen kein Kommentar einfällt, dann ist es eben so, aber immerhin weiß ich, dass ich mir Mühe gegeben habe. *g* Außerdem habe ich bei euch allen schon einmal vorbeigeschaut und finde es schön, dass wir heute so viele sind! Bevor ich mich jetzt wieder von irgendwas anderem ablenken lasse, mache ich mir aber erst einmal Frühstück und dann sehe ich mal, was ich als nächstes mache.

 

Update 13:00 Uhr

Eine Schale mit Rote-Beete-Möhren-Erbsen-Naturreis-Suppe und daneben ein kleiner Teller mit einem Butterbrot.

Zum Frühstück gab es heute „adeliges Essen“, wie eine Freundin von mir sagen würde, genauer gesagt gab es die restliche Suppe „von gestern“ und dazu habe ich etwas weiter in meinem aktuellen Hörbuch („Sorcery and Cecelia – Or, The Enchanted Chocolate Pot“ von Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer) weitergehört. Ich hatte schon so lange Lust den Roman noch einmal zu lesen und da kam die Nachricht Anfang der Woche, dass es so viele Jahre nach Veröffentlichung der Geschichte nun eine Hörbuch-Version davon gibt, gerade recht. Inzwischen habe ich den Punkt der Handlung erreicht, an dem sowohl James als auch Thomas feststellen müssen, dass Cecy und Kate ruhig in alles eingeweiht werden können, weil sie mit Hintergrundwissen deutlich hilfreicher sein können. Es ist so schön, wenn die Herren in der Geschichte die kleinen Frauchen nicht mehr um jeden Preis behüten wollen, sondern einsehen, dass diese durchaus ihre eigenen Stärken in die Problemlösung einbringen können. 😉 Danach gab es dann doch noch ein paar Seiten in „An Artificial Night“ von Seanan McGuire. Den dritten October-Daye-Band finde ich schon etwas unheimlich (dabei ist der eigentlich auch nicht schlimmer als andere Teile der Reihe) und nehme Elemente daraus gern mit in meine Träume, weshalb ich gerade versuche ihn nicht direkt vor dem Schlafengehen zu lesen. *g* Lustigerweise habe ich dieses Mal beim Lesen aber nicht nur Blind Michael als „Gruselfigur für Kinder“ im Hinterkopf, sondern auch den Blind Michael, der als große Bruder der Luideag in der Kurzgeschichte „The Fixed Stars“ auftaucht – was die Dinge, die man über sein aktuelles Leben erfährt, umso bedrückender macht … Bevor ich weiterlese, wird es aber erst einmal wieder Zeit für die sonntägliche Brettspielrunde mit meinem Mann. 🙂

 

Update 16:00 Uhr

Ein Brettspielaufbau, wobei das "Brett" aus zwei nebeneinanderliegenden Ringbüchern besteht und davor sieht man einen Charakterbogen und Aktionskarten auf dem Tisch liegen.

Das war wieder eine lustige „Gloomhaven – Jaws of the Lion“-Runde, bei der es Anfangs wieder so ausschaut, als ob wir sofort scheitern würden, während wir am Ende das Gefühl hatte, dass wir ganz gut durchgekommen wären. Das war die letzte „Einführungsrunde“ und somit hatten wir dieses Mal einen Bosskampf (und haben gelernt *g* wie man mit dem Level up der Charaktere umgeht). Ich muss schon sagen, dass es ganz nett zu sehen ist, wie der Spielentwickler mit dieser Variante Leute an das Spielsystem heranführt, die wenig Erfahrung mit dieser Art von Spielen haben. Allerdings fände ich es nett, wenn die Handlung ein bisschen komplexer wäre, wobei das mit den nächsten Szenarien ja noch kommen kann. Bislang haben wir nur herausgefunden, dass die verschwundenen Bürger Gloomhavens für Experimente eines Kults genutzt wurden, und nun müssen wir beim nächsten Mal schauen, ob die Universität von Gloomhaven irgendwelche Erkenntnisse aus den Gewebeproben, die wir heute besorgt haben, gewinnen konnte. 😉 Bevor ich gleich eine Runde „Animal Crossing“ spiele, drehe ich erst einmal eine Blogrunde und schaue wie es euch heute Nachmittag so ergangen ist.

 

Update 19:30 Uhr

Eine Switch, auf der der Animal-Crossing-Startschirm zu sehen ist, und ein Teller mit fünf Dominosteinen.

Nach meiner Blog- und Kommentarrunde habe ich heute Nachmittag dann wirklich erst einmal zu „Animal Crossing“ gegriffen und den täglichen Kram auf meiner Insel erledigt. Eine Freundin fragte mich vor kurzem, was ich den so viele Monate mit dem Spiel machen würde, aber ich finde dort immer was zu tun, ohne dass ich wirklich etwas tun muss. Aktuell genieße ich zum Beispiel sehr die Herbststimmung, ich suche Anleitungen (wofür man Luftballons abschießen muss), die es mir ermöglichen neue Gegenstände zu basteln, in denen Pilze verbaut werden, und zu jeder Jahreszeit gibt es andere Fische und Insekten zu fangen. Außerdem mag ich meine Nachbarn und es gibt immer wieder neue Dialoge mit ihnen, die ich mich amüsieren. Alles wunderbar stressfrei und entspannt, ohne Zeitdruck oder unangenehme Elemente – perfekt zum Abschalten. 🙂

Auf dem Foto sieht man ein zum Lesen aufgehaltenes Buch vor einer Wand, an der ein großes, schwarz-weißes Foto von einer Lichterkette erhellt wird.

Nach dem Spielen habe ich dann zum Buch gegriffen und bis zum Kochen gelesen. Toby hat inzwischen einen Mitstreiter gegen ihren Kampf gegen Blind Michael gefunden, auch wenn sie die Person lieber nicht in Gefahr gebracht hätte, und sie hat etwas über die Herkunft einer ihrer besten Freundinnen herausgefunden, was sie vorher nie vermutet hätte. Ich finde es lustig, dass ich mich an dieses „Geheimnis“ zwar noch gut erinnern konnte, aber mir einfach nicht mehr einfällt, wie es dazu kam, dass Tobys Freundin diesen Teil ihrer Vergangenheit so verbergen konnte. Aber nun gut, das werde ich im Laufe der nächsten Kapitel ja auch noch einmal erfahren. *g* Außerdem scheint es gerade gut für Toby zu laufen, was bei Seanan McGuire immer ein Anzeichen dafür ist, dass gleich was Schreckliches passiert (und da weiß ich auch noch was das sein wird) …

 

Update 22:30 Uhr (letztes Update)

Eine weiße, eckige Auflaufform mit einer (etwas sehr dunkel gewordenen) Gemüselasagne.

Zum Abendessen gab es heute eine (etwas unfotogene) Gemüselasagne und danach habe ich mich ein bisschen online rumgetrieben, noch eine kleine Runde „Animal Crossing“ gedreht und mich mit meinem Mann über mein „An Artificial Night“ unterhalten. Jetzt schaue ich noch einmal, ob es bei euch in der letzten (guten) Stunde etwas Neues gab und fahre dann den Laptop für heute runter. So kurz vor dem Schlafengehen werde ich die Nase nicht weiter in meinen Roman stecken, aber vermutlich werde ich noch ein bisschen in meinem Stapel mit Büchern, die ich bald lesen werde, stöbern, um zu schauen, ob ich für morgen ein „Zweitbuch“ (also neben „An Artificial Night“ und dem Sachbuch „The Black Count“) finde.

Es war wieder sehr nett mit euch und ich hoffe, ihr habt den Tag auch genossen! Kommt morgen gut in die Woche, passt gut auf euch und eure Lieben auf und macht euch die Tage so schön wie irgend möglich. 🙂

Für die, die gern vorausplanen: Der nächste Lese-Sonntag ist am 20. Dezember – das ist der 4. Adventssonntag!

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Heutige Mitleserinnen:

Ariana
Neyasha
Natira
Anette
JED
Sayuri

Magid Magid: The Art of Disruption – A Manifesto for Real Change

Über Magid Magid bin ich gestolpert, als mir ein Zeitungsartikel über ihn in die Timeline gespült wurde, in dem auch dieses Buch erwähnt wurde. Magid Magid war von Mai 2018 bis Mai 2019 Oberbürgermeister von Sheffield (und somit der erste Oberbürgermeister somalischer Abstammung, der erste, der einer grünen Partei angehört, und auch noch der bislang jüngste Oberbürgermeister von Sheffield), und von Juli 2019 bis Januar 2020 war er Mitglied des EU-Parlaments, bis seine Mitgliedschaft durch den Brexit beendet wurde. „The Art of Disruption – A Manifesto for Real Change“ ist ein Aufruf, etwas zu verändern und die aktuellen Entwicklungen in der Politik nicht einfach hinzunehmen. Dabei ist das Buch in zehn Kapitel aufgeteilt, die sich an zehn „Geboten“ orientieren, die Magid Magid während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister für einen Plakatentwurf eines örtlichen Musik-Festivals aufgeschrieben hatte.

Diese zehn Gebote lauten: Be Kind, Dont’t Be a Prick, Do Epic Shit, See the Good, Don’t Lose Hope, Do It Differently, Always Buy Your Round, Don’t Kiss a Tory, Tell Ya Ma You Love Her und You’ve Got This! Dabei erklärt Magid Magid erst einmal, was er mit jedem Punkt meint, und erzählt dazu verschiedene Begebenheiten aus seinem Leben, die zeigen sollen, wieso er dieses „Gebot“ für wichtig hält und wie er es auslegt. Vor allem aber geht es dem Autor darum, aufzuzeigen, dass jeder Mensch auch mit kleinen Dingen die Welt ein wenig verändern kann. Ihm ist bewusst, dass nicht jeder für große Politik gemacht ist, auch wenn er sich wünschen würde, dass mehr Menschen in die Politik gehen würden, für die das nicht selbstverständlich ist. Aber er fordert den Leser auf, sich darüber Gedanken zu machen, wie man auf seine Art und Weise seine Umgebung beeinflussen kann. „The Art of Disruption“ wird so zu einer gut zu lesenden Mischung aus Motivationsbuch und Biografie, auch wenn ich zugeben muss, dass ich für mich persönlich wenig Neues bzw. Nützliches daraus ziehen konnte und vor allem den biografischen Anteil spannend fand.

Aber dafür hat mir das Buch in den Tagen vor der diesjährigen US-Präsidentschaftswahl gutgetan, weil Magid Magid in seinen Texten so viel Hoffnung auf Veränderung mitschwingen lässt. Umso spannender war es dann, kurz nach dem Lesen von „The Art of Disruption“ zu sehen, dass viele der kleineren Dinge, die der Autor in seinen Texten erwähnt, wenn er über die Politik in Sheffield schreibt, in den USA dazu geführt haben, dass die Demokraten dank des „grassroot movement“ so viele Stimmen bekommen haben. Aber ich bin auch immer wieder beim Lesen über Passagen gestolpert, bei denen ich dachte, dass mir für so ein Verhalten die Naivität bzw. die Furchtlosigkeit fehlt – zwei Eigenschaften, die Magid Magid bislang erstaunlich weit gebracht haben. Außerdem macht es sich natürlich bemerkbar, dass seine politische Erfahrung auf dem System in Großbritannien basiert, und so habe ich mich immer wieder gefragt, wie bestimmte Elemente wohl in Deutschland gehandhabt werden, oder welche Schritte man wohl gehen müsste, um bestimmte Dinge hierzulande umsetzen zu können.

Insgesamt hat es mir gutgetan, „The Art of Disruption“ zu lesen, und ich fand es spannend, Magid Magid kennenzulernen und mehr über seinen Lebensweg zu erfahren. Außerdem kann ich definitiv sagen, dass er mich dazu gebracht hat, über einige Dinge noch etwas intensiver nachzudenken (und mal wieder etwas zum Thema Regionalpolitik zu recherchieren, denn mir wurde nach dem Lesen des Buches bewusst, dass ich da erstaunlich wenig informiert bin). Auf der anderen Seite gehören viele seiner „so kannst du dich engagieren“-Vorschläge zu den Dingen, die ich schon vor Jahren für mich verworfen habe, so dass ich nicht das Gefühl habe, dass das Buch mich persönlich ein Stück weitergebracht hätte auf der Suche nach einem Weg, etwas zu verändern.

Kalynn Bayron: Cinderella is Dead

Ich muss gestehen, dass „Cinderella is Dead“ von Kalynn Bayron eines der Bücher ist, die ich auf die Merkliste gesetzt habe, weil ich das Cover der Taschenbuch-Ausgabe so toll fand (und grundsätzlich Märchen-Neuerzählungen mag). Die Handlung wird aus Sicht von Sophia erzählt, die – wie jedes Mädchen in ihrem Alter – zum jährlichen Ball des Königs eingeladen wurde. Doch da dieser Ball seine ganz eigene Historie hat, ist dies für Sophia kein Anlass zu Freude, sondern sie ist wütend und sorgt sich um sich und ihre Freundinnen. Denn in dem Königreich, in dem die Geschichte spielt, wird in jedem Jahr von neuem Cinderellas Ballnacht neu aufgeführt, nur dass es nicht darum geht, dass sich ein Mädchen aus dem Volk und ein Prinz ineinander verliebe und miteinander glücklich bis in alle Ewigkeit leben. Hier geht es darum, dass die Mädchen zum Ball gezwungen werden, damit die Männer des Landes sich eine Frau auswählen können. Die Mädchen haben keinerlei Mitspracherecht, und wenn sie bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr keinen Mann gefunden haben, landen sie im Arbeitshaus.

Kalynn Bayron stellt von Anfang an für den Leser klar, dass es nichts Märchenhaftes in diesem Königreich gibt. Die Männer sind es gewohnt, ihre Frauen als Besitz anzusehen, und selbst die Familien, die ihren Töchtern gern den Ball mit all seinen Folgen ersparen würden, werden gezwungen, sich der „Tradition“ anzuschließen, wenn sie nicht das Leben aller Familienmitglieder aufs Spiel setzen wollen. Es gibt kaum eine Familie, die nicht einen Angehörigen durch Hinrichtung verloren hat, und es gibt erschreckend viele Männer, deren Frauen kurz vor dem Ball „Unfälle“ erleiden, damit sie sich an der frischen „Ware“ bedienen können. Für Sophia kommt noch dazu, dass sie sich Sorgen um ihre Freundin Liv macht, die zum dritten und letzten Mal den Ball besuchen muss, obwohl ihre Familie keinerlei Geld mehr hat, um den üblichen Auftritt (Ballkleid, Schmuck usw.) bezahlen zu können. Und dann ist da noch Erin, das Mädchen, das Sophia seit Jahren liebt, und das ebenfalls in diesem Jahr zum ersten Mal am königlichen Ball teilnimmt.

Ich habe in einigen Rezensionen gelesen, dass es Leute gab, für die die Charaktere nicht gründlich genug ausgearbeitet waren, aber für mich hat die Autorin die richtige Balance zwischen Märchenatmosphäre und Charaktergestaltung gefunden. Ich hatte nicht das Gefühl, ich würde etwas vermissen, und mir reichte es, die Protagonistinnen in diesen wenigen Tagen, in denen der Roman spielt, begleiten zu können. Ich glaube sogar, dass ich die leichte Distanz, die mir die märchenhafte Erzählweise erlaubt hat, gebraucht habe, um das Buch so intensiv lesen zu können und mich dabei trotzdem noch gut zu unterhalten. Denn das Königreich, in dem Sophia lebt, ist unglaublich bedrückend. Vor allem sind es die Frauen, die tagtäglich damit leben müssen, dass sie keinerlei Rechte haben, dass für sie ebenso wie für die Kinder eine abendliche Ausgangssperre gilt, dass sie jederzeit – ohne Folgen für den Täter – misshandelt werden können und dass sie keinen Besitz haben, sondern Besitz sind. Aber auch unter den Männern gibt es genügend, denen bewusst ist, dass die Willkür des Königs sie jederzeit treffen kann und dass jeder, der nicht der vom König festgelegten Norm entspricht, seine wahre Natur entweder verbergen muss oder hingerichtet wird.

So ist es kein Wunder, dass Sophia die ganze Zeit hindurch zwischen Angst und Wut schwankt und ihre Reaktionen auf die verschiedenen Bedrohungen vielleicht nicht immer klug und durchdacht sind. Was bei jeder Szene deutlich wird, ist ihre Verzweiflung über den aktuellen Status und ihr ungebrochener Wille, etwas gegen die Tyrannei des Königs zu unternehmen. Besonders schön fand ich dabei, dass Sophia zwar gegen den König und seine „Traditionen“ kämpfen will und in keiner Weise bereit ist, sich zu verstecken oder anzupassen, aber eben auch immer wieder feststellen muss, wie sehr sie durch die Regeln des Königs geprägt ist und wie schwer es ihr fällt, neue Informationen, die der von Klein auf gelernten Cinderella-Geschichte widersprechen, zu verarbeiten. Hübsch fand ich auch Sophias Liebesgeschichte, denn obwohl sie schon als kleines Mädchen wusste, dass sie Mädchen liebt, und das von ihren Eltern toleriert wurde, solange die Öffentlichkeit nichts davon erfuhr, so wird im Laufe des Romans deutlich, wie wichtig es ist, dass man auch öffentlich zu seiner Liebe stehen darf und dass man von jemandem zurückgeliebt wird, der einen so akzeptiert, wie man ist.

Ich habe den gesamten Roman sehr genossen, obwohl die „überraschende Enthüllung“ am Ende der Geschichte für mich sehr vorhersehbar war. Die Autorin hat es mit ihrer Schreibweise nämlich geschafft, dass ich trotzdem bis zum Schluss mit den Figuren gebangt habe, dass ich mir Gedanken um die verschiedenen Personen gemacht habe, die in den letzten Kampf gegen den König involviert waren, und dass ich mit Sophia zusammen um das Leben der schon längst verstorbenen Cinderella getrauert habe. Insgesamt hatte ich viel Spaß beim Lesen von „Cinderella is Dead“ und fand die – wirklich düstere – Interpretation, die Kalynn Bayron für das klassische Aschenputtel-Märchen gefunden hat, ungemein faszinierend. Außerdem war es spannend, all die Details zu entdecken, die zeigen, was alles aus einem Land werden kann, wenn man die verklärten Elemente eines Märchens instrumentalisiert, um Frauen zu unterdrücken. Auch wenn das keine neuen Erkenntnisse sind, so wirkt es doch ganz anders, wenn es innerhalb einer solchen Geschichte noch einmal erzählt wird. Nach „Cinderella is Dead“ bin ich sehr gespannt auf andere Bücher von Kalynn Bayron und schleiche aktuell um ihre Neuinterpretation der Peter-Pan-Geschichte („Hook’s Origin“ und „The Lost Son“) herum.

Karen Abbott: The Ghosts of Eden Park …

… The Bootleg King, the Women Who Pursued Him, and the Murder That Shocked Jazz-Age America

Karen Abbott erzählt mit „The Ghosts of Eden Park“ die Geschichte des Schwarzbrenners George Remus, der als Sohn deutscher Einwanderer während der Prohibition Millionen verdiente, bis es der Staatsanwältin Mable Walker Willebrandt gelang, ihm das Handwerk zu legen. Die damit verbundenen Veränderungen in George Remus‘ Leben führten im Jahr 1927 zu einem Mord im Eden Park in Cincinnati und zu einem der aufsehenerregendsten Prozesse in der Geschichte der USA. Für ihr Buch über George Remus konnte Karen Abbott auf unglaublich viele Originaldokumente wie Prozessprotokolle, Ermittlungsakten, Tagebücher, Zeitungsartikel u. ä. zurückgreifen und so viele Aussagen und Gespräche wortwörtlich zitieren, was die Lektüre dieses Sachbuchs zu einem wirklich spannenden Erlebnis macht. (Auch wenn ich zu Beginn die ganzen Namen und Informationen ziemlich überwältigend fand, die einem hier präsentiert wurden.)

Die Autorin teilt „The Ghosts of Eden Park“ in drei Abschnitten, die die wichtigsten Punkte in George Remus‘ Leben erzählen. So beschreibt der erste Abschnitt George Remus‘ Werdegang vom Apothekerlehrling über seine Tätigkeit als Anwalt bis zu seiner sehr erfolgreichen Karriere als Schwarzbrenner, die dafür sorgte, dass er vor Gericht und im Gefängnis landete. Und da es nicht möglich ist, die Geschichte von George Remus zu erzählen, ohne auf sein Privatleben einzugehen, erfährt der Leser auch viel über die Personen, die in seinem Leben wichtig waren – allen voran seine zweite Frau Imogene. Der mittlere Teil des Buches dreht sich um die Folgen, die Imogenes Bemühungen um eine Scheidung auf George Remus‘ Leben hatten, um Georges Reaktion darauf, dass Imogene ein Verhältnis mit Franklin Dodge (einem ehemaligen Ermittler der Staatsanwaltschaft) hatte, und um den Mord, der am Ende dieses „Dreiecksverhältnisses“ stand. Der letzte und kürzeste Abschnitt konzentriert sich auf den folgenden Mordprozess, der in den USA zu einem vorher so noch nicht gekannten Schauspiel wurde.

Da Karen Abbott – bis sie zu dem Mord selbst kommt – in „The Ghosts of Eden Park“ nicht erwähnt, wer ermordet wird, habe ich diese Information auch aus meiner Rezension rausgehalten, obwohl online natürlich problemlos herauszufinden ist, wer das Opfer war. Aber für mich war das Lesen dieses Sachbuchs gerade deshalb so spannend, weil ich vorher nichts über George Remus und den Mord wusste. Die Geschichte dieses Mannes ist stellenweise so unfassbar, dass ich sie in einem Roman als unglaubwürdig und „zu viel“ abgetan hätte, aber da das Leben von George Remus nun einmal so verlief, fand ich es wirklich faszinierend, seinen Werdegang zu verfolgen. Auch von Mable Walker Willebrandt hatte ich vor diesem Sachbuch nichts gehört, und ich hätte gern noch mehr über diese Frau erfahren, die trotz einiger Umwege in ihrer Ausbildung und ihrer angeborenen Schwerhörigkeit sehr jung zur Staatsanwältin ernannt wurde und dadurch so viel (politischen) Einfluss hatte.

Außerdem gefiel es mir, beim Lesen immer wieder über kleine Informationen zu stolpern, die mir vorher noch nie untergekommen waren. So gab es in den 1920er Jahren keine Richtlinien oder Vorgaben für das Engagieren von Ermittlern der Staatsanwaltschaft, was dazu führte, dass zum Beispiel jemand wie „Steward McMullin“ Prohibitionsagent werden konnte: „A prospective Prohibitions agent could even have a record of his own, as in the case of the pseudonymous „Steward McMullin“, the first agent to kill a bootlegger in the line of duty. When McMullin – who hat been convicted of murder, falsifying checks, and armed robbery – received his agent badge, he was still doing time in New York’s Dannemora State Prison.“ (Seite 35/36) Oder ich bin an Details hängengeblieben, die ich einfach absurd fand, auch wenn sie mir schon länger bekannt waren, wie zum Beispiel die Tatsache, dass eine Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA einflussreiche Positionen einnehmen konnte (wie die Position einer Staatsanwältin), aber nicht wählen durfte (da das bundesweite Wahlrecht für Frauen erst 1920 eingeführt wurde).

Insgesamt fand ich „The Ghosts of Eden Park“ wirklich spannend zu lesen, und das nicht nur, weil George Remus, Mable Walker Willebrandt und all die anderen erwähnten Personen interessant waren, sondern auch, weil es Karen Abbott gelungen ist, eine Geschichte von illegalen Geschäften, Liebschaften, Mord und Prozessen so zu erzählen, dass mich nicht nur das Wohlergehen der verschiedenen Parteien interessierte, sondern ich für mich auch viele Elemente der amerikanischen Geschichte neu verknüpfen konnte. Ich habe auf überraschend unterhaltsame Weise viel beim Lesen dieses Buches gelernt – und das ist genau das, was ich von einem Sachbuch erwarte.

November-SuB 2020

Der Oktober war ein richtig guter Lesemonat und das nicht nur wegen des Herbstlesens, sondern weil ich auch in der Woche jeden Tag zum Buch greifen konnte. Insgesamt habe ich sogar meine „Wohlfühlseitenzahl“ erreicht und das ist lange nicht mehr passiert. Das viele Lesen hat sogar dazu geführt, dass der SuB endlich mal wieder etwas geschrumpfen ist, was gar nicht so schlecht ist, wenn ich bedenke, dass in den letzten zwei Monaten des Jahres bei mir immer einige Bücher neu dazu kommen. 😉

Für den November habe ich schon überraschend viel Lesepläne. Ich will mindestens eins der beiden angefangenen Sachbücher lesen – nicht nur, weil ich ein paar tolle ungelesene Sachbücher habe, sondern auch weil ich noch zwei Titel für die Challenge lesen muss, wenn ich da erfolgreich sein will. *g* Außerdem habe ich mir ja noch den October-Daye-Reread vorgenommen, mit dem ich im Oktober noch nicht so weit gekommen bin, weil ich mich erst auf die Kurzgeschichten gestürzt hatte. Uuund ich habe da einige Titel auf dem SuB, die ich schon seit Monaten dringend lesen will, die aber bislang zu kurz kamen, weil meinem Parallellesen definitiv Grenzen gesetzt sind!

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  3. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  4. Hanna Alkaf: The Girl and the Ghost
  5. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  6. Lily Anderson: Undead Girl Gang
  7. Sophie Anderson: The Castle of Tangled Magic
  8. Dean Atta: The Black Flamingo
  9. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  10. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  11. Diana Biller: The Widow of Rose House
  12. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  13. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
  14. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  15. Rhys Bowen: Naughty in Niece (Royal Spyness 5)
  16. Rhys Bowen: The Twelve Clues of Christmas (Royal Spyness 6)
  17. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  18. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  19. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  20. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  21. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  22. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  23. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  24. Stephanie Burgis: The Princess Who Flew with Dragons
  25. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  26. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  27. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  28. Soman Chainani: Quests for Glory (The School for Good and Evil 4)
  29. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  30. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  31. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  32. Helen Corcoran: Queen of Coin and Whispers
  33. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  34. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  35. Louise Erdrich: The Birchbark House
  36. Natasha Farrant: Eight Princesses and a Magic Mirror
  37. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  38. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  39. Jasmine Gower: Moonshine
  40. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  41. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  42. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  43. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  44. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  45. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  46. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  47. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  48. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  49. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  50. Rachel Hartman: Seraphina
  51. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  52. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  53. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  54. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  55. Tanya Huff: Valor’s Choice (Confederation Novel 1)
  56. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  57. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  58. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  59. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  60. Diana Wynne Jones: Power of Three
  61. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  62. Celine Kiernan: Geisterpfade
  63. Celine Kiernan: Königspfade
  64. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  65. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  66. R. F. Kuang: The Poppy War
  67. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  68. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  69. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  70. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
  71. Seanan McGuire: Night and Silence (October Daye 12)
  72. Seanan McGuire: The Unkindest Tide (October Daye 13)
  73. Seanan McGuire: Middlegame
  74. Robin McKinley: Sunshine
  75. Robin McKinley: Dragonhaven
  76. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  77. Kelly Meding: Stray Magic
  78. Kelly Meding: Stray Moon
  79. Kate Milford: The Boneshaker
  80. Kate Milford: Bluecrowne
  81. Maya Montayne: Nocturna
  82. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  83. Bishop O’Connell: The Stolen
  84. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  85. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  86. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  87. Natalie C. Parker: Seafire
  88. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  89. C.E. Polk: Witchmark (Kingston Cycle 1)
  90. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  91. Sarah Prineas: Dragonfell
  92. Philip Reeve: Larklight
  93. Kat Richardson: Labyrinth (Greywalker 5)
  94. Kat Richardson: Downpour (Greywalker 6)
  95. Kat Richardson: Seawitch (Greywalker 7)
  96. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  97. Annabelle Sami: Agent Zaiba Investigates 1 – The Missing Diamonds
  98. John Scalzi: Fuzzy Nation
  99. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  100. Barbara Sleigh: Carbonel
  101. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  102. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  103. Robin Stevens: A Spoonful of Murder (A Murder Unladylike Mystery 6)
  104. Robin Stevens: Death in the Spotlight (Murder Most Unladylike 7)
  105. Robin Stevens: Top Marks for Murder (Murder Most Unladylike 8)
  106. Robin Stevens: Death Sets Sail (A Murder Most Unladylike 9)
  107. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  108. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  109. Charles den Tex: Die Zelle
  110. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  111. Sarah Tolcser: Song of the Current
  112. Tiffany Trent: Unnaturalist
  113. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  114. Renee Watson: Piecing Me Together
  115. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  116. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  117. Amy Wilson: Snowglobe
  118. Amy Wilson: Owl and the Lost Boy
  119. Katherine Woodfine: The Jewelled Moth (The Sinclair’s Mysteries 2)
  120. Katherine Woodfine: The Painted Dragon (The Sinclair’s Mysteries 3)
  121. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  122. Xinran: Gerettete Worte
  123. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes
  124. Damaris Young: The Creature Keeper
  125. Ibi Zoboi: Pride

116 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Herbstlesen im Oktober 2020 (Sa., 31. Oktober) – Die Halloween-Variante

Heute ist der letzte Tag des Herbstlesens und da heute auch Halloween ist, werde ich heute nicht zu meinen angefangenen Büchern („A Local Habitation“ von Seanan McGuire, „The Black Count“ von Tom Reiss oder „Art of Disruption“ von Magid Magid) greifen, sondern mit „Mexican Gothic“ von Silvia Moreno-Garcia ein neues Buch anfangen. Außerdem meinte mein Mann, dass wir heute unbedingt „Hellboy“ spielen müssten, damit unsere heutige Brettspielrunde auch zu Halloween passt, da das aber etwas länger dauert, könnte es sein, dass wir dann doch spontan zu „Gloomhaven“ greifen. Und natürlich gibt es heute bei „Animal Crossing“ ab 17 Uhr ein Halloween-Ereignis … *g* Aber erst einmal starte ich mit den lästigen Pflichten in den Tag und melde mich erst später wieder hier.

 

Update 10:30 Uhr

Animal-Crossing-Screenshot mit einer Spielfigur, die sagt: "Wenn du nur halb so gehypt auf Halloween bist wie ich ... dann is' das ordentlich viel Hype, blümchen!"

Heute fiel es mir etwas schwer in Bewegung zu kommen und so habe ich zwischen Abwasch und Sport einige Zeit mit Nichtstun vertrödelt. Inzwischen sind aber alle lästigen Pflichten erledigt und eine kurze Morgenrunde bei „Animal Crossing“ habe ich auch eingelegt. Jetzt schaue ich erst einmal wie JED und Anette den Tag begonne haben, mache mir dann Frühstück und greife endlich zum Buch.

 

Update 13:00 Uhr

Das Foto zeigt einen eReader neben einem Teller mit zwei beschmierten Brötchenhälften

Seit dem letzten Update habe ich wirklich in „Mexican Gothic“ gelesen und muss sagen, dass mir das Buch bislang wirklich gut gefällt. Die Geschichte spielt 1950 in Mexiko und beginnt damit, dass Noemí Taboada von ihrem Vater von einer Party nach Hause gerufen wird, um ihre Koffer zu packen. Noemí soll mit dem nächsten Zug zu ihrer Cousine Catalina reisen, die einen beunruhigenden Brief an ihren Onkel geschrieben hatte. In diesem Brief beschuldigt Catalina ihren Mann, sie vergiften zu wollen, außerdem erwähnt sie Geister und allerlei andere Elemente, die ihren Onkel an ihrem Verstand zweifeln lassen. Noemí soll nun herausfinden, wie es Catalina genau geht und ob es notwendig ist, dass sich die Familie Taboada gegen die Wünsche von Catalinas Mann Virgil Doyle stellt und die junge Frau nach Mexiko (und im Zweifelsfall in pychatrische Behandlung) holt. Silvia Moreno-Garcia beschreibt sehr atmosphärisch den ehemals wohlhabenden Ort in den Bergen, der seit der Schließung der Silbermine verfällt, ebenso wie das Haus „High End“, in dem die Familie Doyle lebt. Von Anfang an fragt man sich als Leser, was in diesem Haus los ist und warum diese Familie so seltsam ist. (Außerdem finde ich den Herrn des Hauses – Vergils Vater – mit all seinen Abstammungs- und Rassentheorien ziemlich unheimlich.) Jetzt gibt es aber erst einmal eine schnelle Kommentarrunde und dann zum Brettspielen mit meinem Mann. 🙂

 

Update 16:30 Uhr

Zusammenstellung aus vier Fotos, die zwei verschiedene Spielaufbauten bei Gloomhaven zeigen (das zweite mit einer ziemlich großen Karte)

Für die Brettspielrunde haben wir uns wirklich für „Gloomhaven – Jaws of the Lion“ entschieden, aber da die erste Runde so schnell vorbei war, haben wir beschlossen, dass wir noch das zweite Szenario hinterher machen. Das hat dann natürlich deutlich länger gedauert als erwartet, so dass wir doch „Hellboy“ hätten spielen können. *g* Was mich etwas fertig gemacht hat beim Spielen, war die Tatsache, dass man bei der Supermarkt-Version von „Gloomhaven“ am Anfang „Einführungs-Szenarien“ spielt, für die die Karten immer wieder angepasst werden. Wenn ich also endlich das Gefühl hatte, ich weiß, wie ich mit der Figur und den Karten umzugehen hätten, wurde wieder gewechselt und ich habe beim nächsten mal die Karten vermisst, mit denen ich schon gespielt hatte. Naja, noch eine Einführungsrunde und dann ist das auch erledigt und das Kartendeck sollte jetzt so sein, wie es endgültig aufgebaut ist. Insgesamt macht das Spiel aber wirklich viel Spaß und ist sehr nah am großen „Gloomhaven“. 🙂 Oh, und mein Hatchet hat heute richtig gut abgeräumt beim Plündern. *g* Jetzt gibt es erst einmal Zimtkuchen und Kakao (und dazu eine Blogrunde) und um 17 Uhr schaue ich mal, was das Halloween-Ereignis bei „Animal Crossing“ so für mich bereit hält. 🙂

Ein Teller mit einem kleinen Zimtkuchen und daneben eine Tasse mit Kakao

 

Update 20:30 Uhr

Animal-Crossing-Screenshot mit einem "Süßes oder Saures"-Spruchblase

Heute Nachmittag habe ich ungefähr ein Stündchen „Animal Crossing“ gespielt und erst einmal alle Anleitungen und Gegenstände eingesammelt, die man zu diesem Tag bekommen kann. Da es in der Dämmerung aber noch zu hell für die richtige Atmosphäre war, gehe ich gleich noch einmal kurz ins Spiel, bevor ich wieder zu „Mexican Gothic“ greife. Ansonsten habe ich seit dem letzten Update vor allem Zeit mit Kochen, Essen und „Somebody Feed Phil“ schauen verbracht. Das war das erste Mal, dass ich Spaghettikürbis zubereitet hatte, weshalb ich nebenbei keine Ruhe hatte, um etwas zu machen. Dabei würde ich normalerweise die halbe Stunde, die die Tomatensauce auf dem Herd köchelte, während der Kürbis im Ofen war, mit Lesen verbringen. *g* Das Essen hat mir übrigens gut geschmeckt, nur mein Mann ist sich nicht sicher, ob er den Kürbis noch einmal essen will. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass die neue Staffel „Somebody Feed Phil“ mit sehr fleischlastigem brasilianischem Essen anfing. 😉

Ein Teller mit Spaghettikürbis und Tomatensauce

 

Update 22:45 Uhr (letztes Update)

Eine Zusammenstellung aus vier Animal-Crossing-Screenshots mit Halloween-Motiven

Nach dem letzten Update bin ich noch mal für ein halbes Stündchen bei „Animal Crossing“ rein und habe die Halloween-Stimmung bei Nacht genossen. Ich finde es so hübsch mit all den beleuchteten Kürbissen – ich hoffe sehr, dass es für die Weihnachtszeit auch ein paar hübsche Leuchtelemente für die Insel gibt! Ansonsten werde ich demnächst wohl mal eifrig Sternsplitter sammeln müssen, um daraus ein paar hübsche, leuchtende Dekoelemente zu basteln. 😉 Nach dem Spielen habe ich dann wieder zu „Mexican Gothic“ gegriffen und mir gefällt die düstere Stimmung in dem Buch so sehr. Die Familie Doyle ist – abgesehen von dem jüngsten Familienmitglied – unheimlich, das Haus ist fürchterlich (und könnte vermutlich sehr von einer Runde Brandstiftung profitieren) und ich ertappe mich beim Lesen die ganze Zeit dabei, dass ich über Pigmente, Pflanzen und Kriminalfälle nachdenke (konkreter will ich meine Vermutungen hier nicht äußern, falls noch jemand die Geschichte unvoreingenommen lesen will *g*). Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf, was am Ende hinter all den seltsamen Elementen steckt, und gehe davon aus, dass ich den Roman in den nächsten Tagen recht zügig beenden werde.

Ein Foto von meinem eReader und einem darauf liegenden Kitkat mit Match-Geschmack

Nachdem es für mich schon fast Zeit zum Schlafengehen ist, ist dieses mein letztes Herbstlesen-Update für diese Jahr. Es war wieder schön gemeinsam mit euch einen Monat lang gemütliche und entspannte Wochenenden zu verbringen, von all den Dingen zu erzählen, die ich so im Laufe der Sams- und Sonntage gemacht habe, und zu schauen, womit ihr eure Tage möglichst erholsam gestaltet. Ich hoffe, ihr hattet auch viel Freude an dieser Aktion und dem gemeinsamen Austausch! Ich werde es schon ein bisschen vermissen, auch wenn ich mich ein bisschen darauf freue, dass ich morgen den Großteil des Tages den Laptop einfach ignorieren kann. 😉

Seid in den kommenden Wochen bitte vorsichtig, passt gut auf euch und andere auf und versucht so viel Zeit wie möglich mit angenehmen und erholsamen Dingen zu verbringen!

***

Heutige Mitleserinnen:

JED
Anette