Kate Stradling: Yes, Your Serpentine Excellency

„Yes, Your Serpentine Excellency“ ist der aktuellste Roman von Kate Stradling und der erste aus ihrer Feder, den ich gelesen habe, wobei mir die Geschichte rund um Joanna Marlow so gut gefiel, dass ich mir direkt einige Leseproben anderer Veröffentlichungen der Autorin auf den eReader geladen habe. „Yes, Your Serpentine Excellency“ beginnt damit, dass die Protagonistin Joanna Marlow ihrem aktuellen Liebhaber zu einem Spielclub folgt, nachdem dieser ein Erbstück von ihr gestohlen hat. In der Hoffnung, dass sie ihr Erbstück zurückbekommt, ohne ihn zur Rede stellen zu müssen, dringt Joanna mit Hilfe ihrer Magie in den Spielclub ein – wo sie nicht nur einen Aufruhr verursacht, sondern auch die Aufmerksamkeit eines Drachen auf sich zieht. Zur ihrer großen Überraschung folgt dieser Drache Joanna nach Hause und betreibt kurz darauf nicht nur sein Wahrsager-Geschäft in ihrem Hinterhof, sondern sorgt auch dafür, dass sich in den nächsten Tagen so einige gefährlichen Personen in Joannas Leben mischen.

Dank ihres unerwünschten neuen Mitbewohners muss Joanna sich mit einer egozentrischen Erbin, mehreren Verbrecher-Organisationen, einem korrupten königlichem Inspektor und einem verwöhnten Prinzen, der denkt, dass alle Drachen im Königreich ihm gehören sollten, herumschlagen. Zum Glück gehört Joanna zur Familie der Marlows, die zwar gesetzestreue und unauffällige Untertanen des Königs sind, aber auch über eine Magie verfügen, die es ihnen ermöglicht, sich sowohl gegen Verbrechersyndikate als auch die Soldaten des Königs zu stellen. Mehr möchte ich über diese magische Fähigkeit eigentlich nicht verraten, weil es einfach zu nett war, im Laufe der Handlung Genaueres dazu zu erfahren, aber ich kann schon mal sagen, dass es ein reines Vergnügen war zu lesen, wie die Marlows am Ende des Romans ihre Fähigkeiten vollständig ausspielen.

Kate Stradling hat für ihren Roman eine fantastische Welt erschaffen, in der jedes Wirken von Magie einen Preis erfordert, und in der sich das Königreich, in dem die Geschichte spielt, in einer prekären Balance zwischen königlicher Regentschaft und einflussreichen Verbrecherorganisationen befindet. Das führt dazu, dass sich durch die gesamte Handlung das Gefühl zieht, dass sich Joanna, ihre Freunde und ihre Familienmitglieder in Gefahr befinden. Trotzdem ist die Geschichte vor allem amüsant zu lesen, weil Joanna und all die anderen Figuren voller überraschender Einfälle sind und so die Handlung immer wieder in Richtungen treiben, die ich unerwartet und wirklich lustig fand. Ich mochte Joanna und wie sie mit ihrem überraschenden neuen Mitbewohner umging, ich habe mich gut unterhalten gefühlt von Joannas Auseinandersetzung mit ihrer (liebe-, aber nicht gerade sehr verständnisvollen) Familie, und ich habe mich selten so gut über einen Haufen Verbrecher amüsiert, die alle ihre ganz eigenen Ziele verfolgten.

Für mich persönlich funktionierte die Mischung aus lustigen Momenten und – im Laufe der Handlung immer größer werdenden – Gefahren wirklich sehr gut, was dazu führte, dass ich die über 500 Seiten in gerade mal 24 Stunden ausgelesen hatte und dann enttäuscht war, dass ich nicht noch weiterlesen konnte. „Yes, Your Serpentine Excellency“ von Kate Stradling verfügt über einen stimmigen und interessanten Weltenbau, der mich in vielen Elementen an das Viktorianische Zeitalter erinnerte, und bei dem die Kirche – vor allem der Erzbischof – mal nicht eine engstirnige Institution, sondern eine unerwartete Stimme der Vernunft darstellt. Joanna ist eine sympathische Protagonistin, deren Perspektive ich gerne gefolgt bin, und es gab angenehm viele interessante und ungewöhnliche Nebenfiguren. Dazu kamen noch so einige überraschende Wendungen und ein Humor, der für mich hervorragend funktioniert hat. Ich weiß nicht, ob „Yes, Your Serpentine Excellency“ mich einfach nur in genau der richtigen Stimmung erwischt hat, aber ich hätte wirklich gern noch mehr Geschichten von Kate Stradling, die in dieser Welt und mit diesen Figuren spielen.

Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston

Die Handlung von „Sir Callie and the Champions of Helston“ von Esme Symes-Smith erinnert mich in vielen Elementen an die Alanna-von-Trebond-Reihe von Tamora Pierce. Allerdings machen sich die 40 Jahre, die zwischen der Veröffentlichung von „Alanna – The First Adventure“ und „Sir Callie and the Champions of Helston“ liegen, deutlich bemerkbar. Sir Callies Geschichte ist komplexer, queerer und konzentriert sich nicht nur auf die Hauptfigur, sondern auch auf all die anderen Personen, die – so wie Callie – unter der Bigotterie ihrer Umgebung leiden. Callie wächst in einer Welt auf, in der die adligen Mädchen traditionell den Umgang mit (dekorativer und/oder heilender) Magie lernen, während die adligen Jungen im Umgang mit dem Schwert trainiert werden. Callie träumt davon, eine Ausbildung zum Ritter zu machen, und gemeinsam mit dem Vater, der der Champion des Königs ist, das Königreich Helston vor seinen Feinden zu beschützen.

Doch natürlich ist ein Königreich, in dem den Bürger*innen schon bei der Geburt ihre Rollen zugeschrieben werden, nicht gewillt, eine nicht-binäre Person zur Knappen-Ausbildung zuzulassen. Als Callies Vater an den Hof gerufen wird, um den jungen Prinzen auf ein Turnier vorzubereiten, findet Callie heraus, wie fürchterlich die Situation in Helston in den zwei Jahren seit dem Verschwinden des aktuellen Königs für all die anderen „Außenseiter“ geworden ist. Während die adligen Mädchen regelrecht in den Gemächern der Königin eingesperrt werden, werden die Jungen auf einen Krieg gegen das benachbarte Dunmoor vorbereitet, und der Prinz wird tagtäglich bei diesem Waffentraining misshandelt – unter dem Vorwand, dass er „männlicher“ und „königlicher“ werden muss. Für Callie ist es unerträglich, diese Situation mitanzusehen, und das führt im Laufe des Romans zu so einigen Kämpfen (mit Waffen und Wörtern), aber auch zu neuen Freundschaften mit Gleichaltrigen am Hof.

Ich mochte es sehr, Callies Perspektive zu folgen, auch wenn es aufreibend zu lesen ist, wie sehr Callie (und Callies neue Freund*innen) unter einer engstirnigen, binären Gesellschaft leidet, die alles dafür tut, um ihre Bewohner*innen in enge Formen zu pressen. Umso wohltuender ist es, Callies Entschlossenheit und Dickköpfigkeit zu verfolgen und mitzuerleben, wie sehr Callie sich für andere Personen einsetzt – wenn auch regelmäßig auf Kosten des eigenen Wohlergehens. Für Callie ist es sehr schwierig mitanzusehen, wenn Unrecht geschieht, während die Erwachsenen drumherum ständig vermeintlich gute Gründe für das Verhalten des Bösewichts und seiner Schergen finden.

Ich fand es ziemlich frustrierend zu lesen, wie Callie immer wieder von den Personen, die eigentlich an Callies Seite hätten stehen müssen, gebremst wurde. Immer wieder wird deutlich, dass Kompromisse in einer Situation, in der es um das Leben einer (minderjährigen) Person geht, unangebracht sind – wenn auch leider sehr realistisch. Auf der anderen Seite hat Esme Symes-Smith beim Schreiben eine gute Balance zwischen diesen frustrierenden Momenten in der Handlung und den wohltuenden/amüsanten Szenen mit Callies Freund*innen gefunden. Das führte dazu, dass ich den Roman kaum aus der Hand legen mochte und mich ständig dabei ertappte, dass ich „nur eben kurz ein Kapitel“ gelesen habe, während ich eigentlich andere Dinge zu tun hatte. Und nun warte ich darauf, dass der zweite Band, „Sir Callie and the Dragon’s Roost“, bei mir eintrifft, damit ich herausfinden kann, wie es Callie und all den anderen weiter ergeht.

Lese-Eindrücke März 206

In den letzten zwei Märzwochen habe ich so viel und intensiv gelesen, dass ich alle paar Tage innehalten und meine diversen Leselisten aktualisieren musste. Ich gebe zu, dass der Großteil der gelesenen Romane „Fast Food“-Lektüre war, aber es hat mir wirklich gutgetan, mal wieder so sehr im Lesen zu versinken. Bei der Menge an gelesenen Büchern ist natürlich auch einiges zusammengekommen, was nicht genug Eindruck für eine ausführliche Rezension hinterlassen hat, aber wozu ich hier trotzdem noch ein paar Zeilen festhalten möchte. Oh, und Anlass für die Menge an gelesenen Büchern war eine Aktion, bei der viele erste Bände von Serien kostenlos angeboten wurden, von denen ich mir zum Monatsanfang einige runtergeladen hatte.

Ava Grace Bentley: A Billionaire’s Tail (Heiress of the Dawn 1)

Ich muss gestehen, dass ich „A Billionaire’s Tail“ wegen des – meiner Meinung nach wirklich suboptimalen – Titels beinah nicht runtergeladen hätte. Aber zu meiner Überraschung hat sich die Geschichte von Ava Grace Bentley als wirklich solide, actionreiche Urban Fantasy herausgestellt, und ich habe mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt. In „A Billionaire’s Tail“ verbergen sich die „Others“ (übernatürliche Personen) vor den Menschen, während gleichzeitig ein Machtkampf zwischen den „normalen Others“ (wie Werwölfe, Vampire usw.) und den „Omens“ (besonders starke übernatürliche Wesen, deren Geheimnis erst im Laufe des Romans enthüllt wird) stattfindet. Die Protagonistin ist seit Jahren auf der Flucht vor dem Mann, der ihre Familie getötet hat, und deshalb zu Beginn der Geschichte physisch, psychisch und finanziell ziemlich am Ende, aber natürlich wendet sich ihr Schicksal in den ersten Kapiteln zum Besseren. Insgesamt ist die Handlung schon relativ vorhersehbar (und wieso die Protagonistin nicht kapiert, dass die drei Personen, die alle gleich riechen, „überraschenderweise“ ein und dieselbe Person in unterschiedlichen Identitäten sind, muss ich nicht verstehen), aber ich hatte trotzdem eine so gute Zeit mit dem Roman, dass ich mir nach dem Lesen von „A Billionaire’s Tail“ den zweiten Teil vorbestellt habe, der am 30. Juni erscheinen wird.

Kenley Davidson: Dragon Chained (The Dragon of 23rd Street 1)

Noch ein kostenloser erste Band einer Reihe und noch eine Geschichte, mit der ich mich überraschend gut amüsiert habe, obwohl der Humor mir stellenweise etwas zu gewollt war. Protagonistin Kira Everleigh ist eine Drachin, die gemeinsam mit ihrer Tante in Menschengestalt in einer kleinen Wohnung über einer Buchhandlung in Oklahoma City lebt. Während ihre Tante verreist ist, kümmert sich Kira um den Laden, bis eines Tages ein Elf das Geschäft betritt und nach ihrer Tante sucht. Im Laufe der Geschichte findet Kira raus, dass sie deutlich weniger über ihre Herkunft, über ihre Tante und all die anderen magischen Rassen weiß, als sie dachte, während sie sich gleichzeitig mit einem Elfen-Assassinen auf die Suche nach ihrer verschwundenen Tante macht und einige Abenteuer erlebt. Es gab einige wirklich nette Momente in der Geschichte, und die Handlung hat sich sehr schön flüssig weglesen lassen. Aber es gab auch zu viele Szene, bei denen ich mit den Augen gerollt habe, weil sie geradezu „schau, ist das nicht lustig?!“ schrien. Alles in allem nett, aber nicht gut genug, um Geld für die beiden Fortsetzungen auszugeben … Oh, und noch eine kleine Anmerkung: Laut Klappentext ist die Trilogie schon mal unter dem Pseudonym Haley Ryan veröffentlicht worden.

Jen Lynning: Lady of Truth (The Great Balance World)

„Lady of Truth“ von Jen Lynning gehörte nicht zu den schon erwähnten kostenlosen eBooks, sondern war eine Empfehlung aus einem Autorinnen-Newsletter – und ich fand die Grundidee, dass die Protagonistin Eleya nicht lügen kann, reizvoll. Die Geschichte beginnt damit, dass sich Eleya nachts in das Schlafzimmer des Mannes schleicht, bei dem ihr Bruder Schulden hat, um diese Schulden auf … handfeste Weise „abzuarbeiten“. Doch Prinz Dmir hat nicht vor, Eleya auszunutzen oder gar Geld von einem Mann einzutreiben, den das in Schwierigkeiten bringen würde – was am Ende dazu führt, dass er Eleya als Sekretärin beschäftigt. Natürlich verlieben sich die beiden ineinander, und ich fand es etwas unbefriedigend, dass ich in dem (gerade mal 120 Seiten langen) Roman das bessere Kennenlernen der beide nicht wirklich miterleben konnte. Dafür hat die Autorin halt mehr Seiten für den „steamy“ Teil dieser „Steamy Steampunk Novella“ aufgewandt, was unterhaltsam war, aber nicht das, was mir an diesem Roman wirklich gefiel. Ich mochte die Idee einer Welt, in der Balance eine wichtige Rolle spielt, mir gefiel die Beziehung der Protagonistin zu ihrem Bruder und die zu ihrer besten Freundin, und das waren die Teile der Geschichte, von denen ich gern noch mehr gelesen hätte. Die anderen Bände der Reihe sind länger, aber so ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob ich weiterlesen mag.

Kimberly A. Rogers: Threats by Numbers (Rogue Spotter 1)

Ich hatte unter meinen kostenlosen eBooks überraschend viele Titel, mit denen ich mich gut amüsiert habe, aber „Threats by Numbers“ von Kimberly A. Rogers gehörte leider nicht dazu. Auch dieser Urban-Fantasy-Roman hatte eine Grundidee, die ich in ihrer Ungewöhnlichkeit eigentlich ganz reizvoll fand. Die Protagonistin Lauren ist ein „Spotter“ – was bedeutet, dass sie eine Person ist, deren übernatürliche Fähigkeit darin besteht, die Gefährlichkeit einer anderen Person anhand einer Zahl (die für sie über deren Kopf zu sehen ist) erkennen zu können. Das Gefahrenpotenzial der meisten Personen liegt bei 3 oder 4, weshalb Lauren unglaublich alarmiert ist, als sie eines Tages bei der Arbeit eine 10 sieht. Wie gesagt, ich fand die Idee eigentlich ganz lustig, aber meinem Gefühl nach hat Kimberly A. Rogers überhaupt nichts daraus gemacht. Ich persönlich finde es zum Beispiel vollkommen unglaubwürdig, dass das Gefahrenpotenzial einer Person immer gleich sein soll – glaubt mir, wenn ich müde oder hungrig bin, bin ich definitiv gefährlicher als satt und ausgeschlafen. 😉 Ebenso fiel es mir schwer zu glauben, dass es Lauren seit Jahren gelingt, sich nicht als Spotter zu outen, wenn sie sich gleichzeitig bei jedem einzelnen Vorfall in der Handlung so ungeschickt anstellt. Das einzige, was ich postiv anmerken kann, ist, dass sich die Beziehung zwischen ihr und „Mr 10“ langsam entfaltet, nachdem die beiden so einige Verabredungen hatten. Wobei ich mich beim Lesen durchgehend fragte, wieso Lauren auf der einen Seite ständig daran denkt, dass eine 10 unfassbar gefährlich ist, und sich auf der anderen Seite durchgehend eingestehen muss, dass dieser Mann einfach nur aufmerksam, rücksichtvoll, fürsorglich und freundlich ist und sie sich in seiner Gegenwart ausnahmsweise einmal sicher fühlt. Am Ende des Romans war ich so genervt von dem Widerspruch zwischen dem Verhalten der Protagonistin und dem, was mir die Autorin die ganze Zeit weismachen wollte, dass ich froh war, dass das Buch nur knapp 200 Seiten lang war.

Dusty Rose: Wanted: Vampire’s Assistant (Moonhaven Cove 1)

Da ich diesen Beitrag dieses Mal nach meiner alphabetischen Leseliste zusammengestellt habe, kommt hier erst das erste kostenlose eBook, das ich im März gelesen hatte. „Wanted: Vampire’s Assisstant“ von Dusty Rose ist genau die Art von leichter, fantastischer Liebesgeschichte, die der Titel vermuten lässt. Protagonistin Mia Durran verliert zu Beginn der Geschichte ihren Job und droht, auch ihr Apartment zu verlieren. Deshalb nimmt sie ein absurd klingendes Jobangebot als Assistentin eines Vampires an – obwohl Mia anfangs nicht glauben kann, dass es übernatürliche Wesen überhaupt gibt. Dieser neue Job führt sie in den kleinen Ort Moonhaven Cove, der eine Zuflucht für alle möglichen Arten von übernatürlichen Wesen darstellt, wo sie nicht nur neue Freunde findet, sondern sich auch in ihren Chef Draven Leto verliebt. Aber natürlich ist auch in Moonhaven Cove nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen und so müssen Mia und Draven herausfinden, wer Anschläge auf den Vampir und/oder seine neue Assistentin verübt. Das alles ist nett, aber so vorhersehbar, dass ich zum Monatsende schon ganz vergessen hatte, dass ich den Roman gelesen hatte. Die Moonhaven-Cove-Reihe ist definitiv keine Reihe, die ich fortsetzen muss.

April-SuB 2026

Im März habe ich überraschend viel und intensiv gelesen – nur nicht die Dinge, die ich mir eigentlich für den Monat vorgenommen hatte … Stattdessen habe ich ein paar – für mich neue – Autor*innen ausprobiert und mich überraschend gut amüsiert, obwohl ich kaum einen der gelesenen Romane als „gut“ bezeichnen würde. Aber diese Art von „Fast Food“-Lektüre war anscheinend genau das, was ich in den letzten Wochen gebraucht habe, auch wenn es dafür gesorgt hat, dass der SuB nicht weiter geschrumpft ist.

Ich hoffe trotzdem, dass ich mich im April wieder mehr meinem SuB widmen werde. Schließlich habe ich die in den letzten Monaten vom SuB gezogenen (älteren) Titel wirklich genossen und mich immer wieder gefragt, wieso ich diese Bücher eigentlich immer so lange liegen lasse. Mal schauen, was der Monat sonst so bringt. Ich habe keine großen Pläne oder Termine und kann so die kommenden Wochen einfach auf mich zukommen lassen.

Belletristik-SuB:

  1. Julie Abe: Tessa Miyata is no Hero
  2. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  3. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  4. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  5. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  6. Charlie Jane Anders: Lessons in Magic and Disasters
  7. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  8. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  9. Sophie Anderson: The Snow Girl
  10. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  11. Yukito Ayatsuji: The Labyrinth House Murders
  12. Yukito Ayatsuji: The Clock House Murders
  13. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  14. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  15. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  16. Alice Bell: Displeasure Island (Grave Expectations 2)
  17. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  18. Aliette de Bodard: A Fire Born of Exile
  19. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  20. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  21. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  22. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  23. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  24. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  25. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  26. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  27. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  28. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  29. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  30. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  31. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  32. Becky Chambers: The Galaxy, and the Ground Within (Wayfarers 4)
  33. Becky Chambers: To Be Taught, If Fortunate
  34. Amber Chen: Of Jade and Dragons
  35. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  36. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  37. Traci Chee: Kindling
  38. Rin Chupeco: An Unreliable Magic (A Hundred Names for Magic 2)
  39. Rin Chupeco: The Bone Witch
  40. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  41. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  42. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  43. April Daniels: Sovereign (Nemesis 2)
  44. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  45. Sarah Driver: Once we were Witches
  46. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  47. Louise Erdrich: The Birchbark House
  48. Hafsah Faizal: A Steeping of Blood (Blood and Tea 2)
  49. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  50. Nicole Glover: The Undertaker (Murder & Magic 2)
  51. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  52. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  53. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  54. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  55. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  56. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  57. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  58. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  59. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  60. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  61. Rachel Hartman: Shadow Scale (Seraphina 2)
  62. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  63. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  64. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  65. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  66. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  67. Anna James: Chronicles of Whetherwhy – The Age of Enchantment
  68. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  69. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  70. Diana Wynne Jones: Power of Three
  71. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  72. Celine Kiernan: Geisterpfade
  73. Celine Kiernan: Königspfade
  74. Mary Robinette Kowal: The Fated Sky (Lady Astronaut 2)
  75. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  76. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  77. R. F. Kuang: The Poppy War
  78. Lillie Lainoff: One for All
  79. L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)
  80. E. Latimer: Escape to Witch City
  81. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  82. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  83. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  84. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  85. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  86. Elizabeth Lim: The Dragon’s Promise (Six Crimson Cranes 2)
  87. Elizabeth Lim: Her Radiant Curse
  88. Ann Sei Lin: Rebel Fire (Rebel Skies 2)
  89. Ann Sei Lin: Rebel Dawn (Rebel Skies 3)
  90. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  91. Darcie Little Badger: Elatsoe
  92. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  93. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  94. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  95. Seanan McGuire: Middlegame
  96. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  97. Seanan McGuire: Through Gates of Garnet and Gold (Wayward Children)
  98. Skye McKenna: Hedgwitch
  99. Robin McKinley: Dragonhaven
  100. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  101. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  102. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  103. Kate Milford: The Boneshaker
  104. Kate Milford: Bluecrowne
  105. Kate Milford: The Thief Knot
  106. Maya Montayne: Nocturna
  107. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  108. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  109. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  110. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  111. Bishop O’Connell: The Stolen
  112. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  113. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  114. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  115. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  116. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  117. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  118. Sarah Prineas: Dragonfell
  119. Mary Roberts Rinehart: Miss Pinkerton
  120. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  121. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  122. John Scalzi: Fuzzy Nation
  123. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft (aussortiert)
  124. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  125. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  126. A. G. Slatter: The Crimson Road
  127. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  128. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
  129. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  130. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  131. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  132. Sarah Tolcser: Song of the Current
  133. Hana Tooke: The Unadoptables
  134. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  135. Tiffany Trent: Unnaturalist
  136. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  137. Anne Ursu: Not Quiet a Ghost
  138. Dominique Valente: Witchlight (Witchspark 2)
  139. Renee Watson: Piecing Me Together
  140. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  141. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  142. Amy Wilson: Angel and Bavar
  143. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  144. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  145. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  146. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  147. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  148. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  149. Kelly Yang: Front Desk
  150. Seishi Yokomizo: The Village of Eight Graves
  151. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  152. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  153. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  154. Ibi Zoboi: Pride

154 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  6. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  7. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  8. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  9. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  10. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  11. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  14. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  15. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  16. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  17. Hallie Rubenhold: Story of a Murder
  18. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
  19. Kimberley Wilson: Unprocessed – What Your Diet is Doing to Your Brain

19 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Lese-Sonntag März 2026

Während ich sonst kaum glauben kann, dass schon der dritte Sonntag im Monat ist, habe ich in diesem März das Gefühl, dass es der Monat schon mindestens fünf Wochen andauert. Nur gut, dass der Lese-Sonntag fest in meinem Kalender steht und so nicht von mir vergessen werden kann … Was das Lesen angeht, so kann ich vermelden, dass ich in den letzten Tagen überraschend viel gelesen habe, und gerade sehr begierig bin zu meinem aktuellem eBook zurückzukehren. „Yes, Your Serpentine Excellency“ von Kate Stradling trifft gerade genau meinen Humor – was bedeutet, dass der Krimi („Miss Pinkerton“ von Mary Roberts Rinehart), den ich vor ein paar Tagen vom SuB gezogen habe, wohl etwas liegen bleiben muss. Wobei ich heute vermutlich zu beiden Büchern greifen werde – so viele Kapitel habe ich mit seiner Exzellenz nicht mehr vor mir. Aber vorher erst einmal brauche ich etwas Zeit zum Wachwerden und um ein paar lästige Pflichten zu erledigen …

Update 11:00 Uhr

Das mit dem Wachwerden ist heute noch etwas schwieriger als sonst schon – was ganz eventuell daran liegen könnte, dass ich vergangene Nacht bis ein Uhr in mein Buch versunken war. Auch in der letzten Stunde habe ich schon etwas Zeit mit „Yes, Your Serpentine Excellency“ verbracht und mich so gut dabei amüsiert, dass ich definitiv schauen muss, ob mich noch mehr Romane von Kate Stradling ansprechen. Die Handlung spielt in einer fantastischen und ans Viktorianische Zeitalter erinnernden Welt und wird aus der Sicht von Joanna Marlow erzählt, die zu Beginn des Romans einem Mann in eine Spielhölle folgt, nachdem dieser sie bestohlen hatte. Statt ihr gestohlenes Erbstück zurück zu bekommen, verursacht Joanna einen Aufruhr in der Spielhölle – und zieht die Aufmerksamkeit eines Drachen auf sich, der ihr dann nach Hause folgt. Wie schon gesagt, der Humor in dieser Geschichte liegt mir sehr, aber ich mochte auch die Welt voller Magier, Gestaltwandler, Krimineller Organisationen und Marlows (die Familie Marlow ist definitiv ein Faktor für sich), die sich Kate Stradling für „Yes, Your Serpentine Excellency“ ausgedacht hat. Ich muss mal schauen, ob ich in den nächsten Tagen eine richtige Rezension für den Titel auf die Reihe bekomme – es gab so viele Elemente, die mir bislang Spaß gemacht haben. Bevor ich aber die letzten Kapitel lese, muss ich mir mal so langsam Frühstück machen. Mein Magen knurrt schon eine ganze Weile vor sich hin … *g*

Update 14:00 Uhr

Da meine in dieser Woche gelieferten Bananen in Größe und Farbe eher an Gurken erinnern, habe ich mir statt des geplanten Porridge Milchreis zum Frühstück gemacht (und durfte dabei feststellen, dass ich keinen Milchreis mehr im Haus habe, aber zum Glück hatte ich noch etwas Risottoreis). Während ich den Reis gekocht habe, habe ich „Yes, Your Serpentine Excellency“ ausgelesen und mich bis zur letzten Seite davon gut unterhalten gefühlt. Weshalb ich dann zum Frühstück in die Leseprobe von „Kingdom of Ruses“ von der gleichen Autorin reingeschaut habe. Das Buch liest sich zwar gut an, aber Protagonistin klingt für meinen aktuellen Geschmack etwas zu jung – ich werde also entweder weiterschauen müssen, ob mich andere Titel von Kate Stradling ansprechen oder (vernünftigerweise) erst einmal weiter meine vorhandenen eBooks lesen. 😉

Nach dem Essen habe ich weiter meine Nase in „Miss Pinkerton“ gesteckt. Ich hatte vor ein paar Tagen große Lust auf einen Kriminalroman, aber „Miss Pinkerton“ packt mich nicht ganz so sehr, wie ich gehofft hatte. Die Erzählweise ist typisch für Mary Roberts Rinehart, aber die Protagonistin Hilda Adams ist – im Gegensatz zu den anderen Protagonistinnen, die ich bislang von der Autorin kenne – eine Außenseiterin in der Geschichte. Was dafür sorgt, dass ich die Handlung als relativ zäh empfinde, weil Hilda erst einmal selber mehr über die Figuren herausfinden muss, bevor sie mit ihnen interagieren kann. Bei allen anderen Romanen war es bislang so, dass die Erzählerin sich in einem vertrauten Umfeld mit vertrauten Personen befand und dort auf einmal über verstörte Ereignisse stolpert, die ihre Sicht auf ihre Umgebung und die ihr nahestehenden Menschen verändert. Obwohl die Geschichte so zäh ist, finde ich den Fall an sich schon interessant: Ein junger Mann wird erschossen in seinem Zimmer aufgefunden und obwohl die Hinweise eher für einen Unfall beim Waffenreinigen oder Selbstmord sprechen, geht die Polizei von Mord aus – und engagiert Hilda als Krankenschwester für die alte Frau, der das Haus gehört, damit sie unauffällig Informationen sammeln kann. Ich denke, ich werde erst einmal noch etwas bei „Miss Pinkerton“ bleiben, muss aber zugeben, dass die eher gemächliche Erzählweise nicht ideal für meinen übermüdeten Zustand ist. Vielleicht doch erst einmal eine Runde Mittagsschlaf?

Update 17:00 Uhr

Ich habe dann wirklich erst einmal ein Stündchen geschlafen, nachdem ich einsehen musste, dass eine sich sehr langsam entwickelnde Geschichte und mein Müdigkeitsgrad keine ideale Kombination waren. Danach habe ich dann wieder zu „Miss Pinkerton“ gegriffen und bin ungefähr bei der Hälfte des Romans. Hilda Adams hat inzwischen große Sympathien für eine junge Frau, die mit dem Verstorbenen verlobt war, weshalb sie sich immer mal wieder zwischen die Polizei und diese Frau stellt. Außerdem gab es ein paar nächtliche Vorfälle, die dazu geführt haben, dass der Anwalt und der Hausarzt der alten Dame, die von Hilda betreut wird, eine Nacht lang Wache im Haus gehalten haben, um zu schauen, ob sie einen Eindringling ertappen können. Ich muss zugeben, dass ist ein Aspekt, den ich bei diesen Romanen immer wieder sehr faszinierend finde. Wie reich (oder wie „alteingesessen“) muss eine Person sein, dass der Anwalt und der Hausarzt das Gefühl haben, es wäre ihre Pflicht nachts Wache zu halten?!

Bevor ich weiterlese, werde ich jetzt wohl erst einmal eine Runde zur Switch greifen und einen Spaziergang über meine Animal-Crossing-Insel einlegen …

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Drei Frühlingsrollen auf einem weißen Teller. Daneben eine kleine Schale mit Sweet-Chili-Sauce.

Nach dem letzten Update habe ich wirklich erst einmal „Animal Crossing“ gespielt, bis es Zeit fürs Abendessen wurde. Zum Abendessen gab es für mich heute fertige Frühlingsrollen und die ganze Zeit beim Essen habe ich darüber nachgedacht, wann ich das letzte mal Frühlingsrollen gegessen habe – ich glaube, das ist mindestens zehn Jahre her. Es waren definitiv nicht die besten Frühlingsrollen, die ich je hatte, aber es war eine nette Abwechslung und hatte den Vorteil, dass ich heute nicht kochen musste. 😉 Nach dem Essen habe ich dann zu „An Unreliable Magic“ gegriffen, was die Fortsetzung von „Wicked as You Wish“ ist, was ich vor ein paar Tagen hier auf dem Blog besprochen hatte. Ich mag diese Mischung aus modernen und märchenhaften Elementen in der Geschichte und der Schreibstil von Rin Chupeco lässt sich auch in übermüdetem Zustand noch gut lesen. So langsam wird es für mich aber dann doch Zeit ins Bett zu gehen, wenn ich morgen meinen Kram auf die Reihe bekommen will.

Die Taschenbuchausgabe von "An Unreliable Magic" von Rin Chupeco.

Es war nett heute voller Vorfreude auf mein Buch in den Lese-Sonntag zu starten und ich habe mich gefreut, dass ich den Tag nicht alleine verbracht habe. Ich hoffe sehr, ihr hattet einen angenehmen und entspannten Sonntag! Habt einen guten Start in die Woche! 🙂

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Heutige Mitleser*in:

Rin Chupeco: Wicked as You Wish (A Hundred Names for Magic 1)

Mit „Wicked as You Wish“ von Rin Chupeco habe ich Anfang März mal wieder ein Buch vom SuB gefischt, das da schon ein paar Jahre drauf lag. Lustigerweise habe ich zwei Bücher von Rin Chupeco auf dem SuB gehabt, obwohl ich bislang noch nie etwas von der Person (they/them-Pronomen sind im Deutschen wirklich schwierig) gelesen hatte. „Wicked as You Wish“ spielt in einer alternativen, fantastischen Welt, die in vielen Elementen (Technologie, Politik, Musik, Filme usw.) unserer Welt entspricht, in der Magie aber einen selbstverständlichen Einfluss auf das Leben der Menschen hat – sogar in den Ländern, die die Nutzung von Magie stark einschränken. Die Protagonistin Tala Makiling ist in dem kleinen Ort Invierno, Arizona, in den Royal States of Amerika aufgewachsen, in dem Magie durch einen lokalen Effekt unterdrückt wird. Talas Eltern haben diesen Ort bewusst als Wohnort gewählt, in der Hoffnung, dass er helfen würde, Talas besondere magische Fähigkeit (andere Magie auszulöschen) verborgen zu halten, solange sie noch zu jung und unerfahren ist, um diese im Griff zu haben.

Die Handlung selbst beginnt mit der Ankunft von Alex in Invierno. Alex ist der Kronprinz von Avalon und lebt – seit sein Land vor zwölf Jahren von der Schneekönigin angegriffen wurde – im Verborgenen. Außerdem wird Alex ziemlich schnell zu Talas bestem Freund, weshalb sie einige Monate später – gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Teenager – auch in all die Abenteuer reingezogen wird, die mit Alex‘ Versuch, Avalon vom Fluch der Schneekönigin zu befreien, einhergehen. Ich mochte die Welt, die sich Rin Chupeco für ihre „A Hundred Names for Magic“-Trilogie ausgedacht hat, wirklich gern. Neben den realen Dingen aus unserer Welt (ICE ist in diesem Roman, der im Jahr 2021 erschienen ist, die große böse Organisation auf amerikanischem Boden) gibt es eine wilde Mischung aus Märchen- und Sagen-Elementen, die von Rin Chupeco mit sehr viel Fantasie eingesetzt werden. „The Cheshire“ ist z. B. der letzte überlebende Adelige des Wunderlands und nun derjenige, der den Widerstand gegen die Schneekönigin koordiniert. Flüche gehören ganz normal zum Leben der einflussreicheren Bewohner der diversen magischen Länder – auch wenn sie manchmal ganz schön lästig sind – und das Wirken von Magie erfordert einen Preis (und nicht immer sind sich die Personen, die diesen Preis zahlen, bewusst, was sie damit verlieren).

Ebenso reizvoll wie die Welt fand ich die vielen verschiedenen Charaktere, die diesen Roman bevölkern. Auch wenn Talas Familie nur aus ihr und ihren Eltern besteht, so wächst sie doch in einer Nachbarschaft voller Titas und Titos auf, die sie mindestens ebenso liebevoll erziehen, wie ihre Eltern es tun. Dazu kommt die Gruppe von Jugendlichen, die den Auftrag bekommen hatte, Alex aus Invierno zu holen und in Sicherheit zu bringen – und die stattdessen gemeinsam mit dem Kronprinzen und Tala durch das verfluchte Avalon reisen. Ich will nicht behaupten, dass diese Figuren klischeefrei gestaltet wurden, aber ich mochte sie und habe mich bei all dem Geplänkel zwischen ihnen gut unterhalten gefühlt (selbst wenn der Gestaltwandler ein wenig zu oft daran erinnert werden musste, dass er sich nach seiner Rückverwandlung doch bitte etwas anziehen soll). Ein bisschen nervig fand ich es, dass sowohl der Klappentext als auch eine Prophezeiung innerhalb der Geschichte betonen, dass es einen Verräter innerhalb der Gruppe gibt. Denn natürlich sind die offensichtlich wirkenden Kandidat*innen nicht die Personen, die Alex und Avalon verraten würden, und das liegt im Prinzip von Anfang an auf der Hand. Ich persönlich bevorzuge es, wenn solche „unvorhersehbaren“ Enthüllungen in der Handlung auch wirklich überraschend kommen, statt mit Fanfaren angekündigt zu werden, in dem vergeblichen Versuch, mit diesem Handlungselement Spannung aufzubauen.

Insgesamt war „Wicked as You Wish“ aber ein wirklich nettes und unterhaltsames Jugendbuch (und ja, es ist wirklich ein Jugendbuch und nicht „Young Adult“ – was ich sehr angenehm fand). Gerade weil Rin Chupeco nicht davor zurückschreckt, auch schwierige Themen anzusprechen, wie zum Beispiel Flucht aus Kriegsgebieten und die Art und Weise, wie Schutzsuchende von ihren Zielländern oft behandelt werden, habe ich die Geschichte gern gelesen. Ich fand die Handlung jetzt nicht so spannend, dass ich den Roman nicht hätte aus der Hand legen können, aber ich habe mich über all die kleinen kreativen Details rund um die magischen Elemente in der Geschichte gefreut. Außerdem mochte ich es, endlich mal wieder ein Jugendbuch zu lesen, in dem sich die Teenager (zumindest meinem Gefühl nach) altersgerecht verhalten haben und trotzdem nicht unerträglich für mich zu lesen waren. Ich bin neugierig, wie es mit Tala und den anderen weitergeht und ob es Alex gelingen wird, Avalon in Zukunft vor der Schneekönigin zu beschützen. Was bedeutet, dass ich direkt nach dem Beenden dieses Romans die Fortsetzung „An Unreliable Magic“ bestellt habe und hoffentlich dann bald lesen kann. Mal schauen, ob mich die Trilogie bis zum Ende gut unterhält – und was ich danach zu „The Bone Witch“ von Rin Chupeco sagen kann, was auch noch auf meinem SuB liegt.

Nicole Glover: The Conductors (Murder & Magic 1)

Wie schon im vergangenen Jahr versuche ich auch 2026, häufiger und bewusster zu den älteren Titeln im SuB zu greifen. „The Conductors“ von Nicole Glover wartete seit 2021 darauf, von mir gelesen zu werden, und ich bin froh, dass ich das im Februar endlich auf die Reihe bekommen habe (auch wenn das direkt zur Bestellung der Fortsetzung führte *g*). Nicole Glovers Debütroman wird aus der Sicht von Henrietta „Hetty“ Rhodes erzählt und spielt im Jahr 1871 in einem alternativen (fantastischen) Philadelphia. Nachdem Hetty 1858 als Fünfzehnjährige von der Plantage fliehen konnte, auf der sie als Sklavin lebte, hat sie Jahre damit zugebracht, als Teil der Underground Railroad anderen zur Flucht zu verhelfen.

Doch die Zeiten haben sich geändert, und die Conductors der Underground Railroad werden seit einem Erlass, der den Besitz von Sklaven verbietet, nicht mehr benötigt. Weshalb Hetty und ihr Ehemann Benjy inzwischen ihre Fähigkeit einsetzen, um die Probleme der Schwarzen Bewohner von Philadelphia zu lösen, für die sich die Polizei nicht zuständig fühlt. So ist es nicht ungewöhnlich, dass eines Nachts ein Mann an ihre Tür klopft, um ihnen den Fund eines Mordopfers zu melden. Doch der Leichnam weist nicht nur ein magisches Fluchzeichen auf, sondern der Verstorbene gehörte auch zu Hettys und Benjys Freundeskreis, was die Ermittlungen für die beiden überraschend kompliziert macht, weil es nicht gerade einfach ist, die Menschen, mit denen einen seit vielen Jahren komplizierte Beziehungen verbinden, des Mordes zu verdächtigen. Je mehr Hetty über die Geheimnisse des getöteten Charlie herausfindet, desto muss sie sich fragen, wie gut sie ihre Freunde wirklich kennt.

Es gibt ein paar Elemente an „The Conductors“, bei denen es sich meiner Meinung nach bemerkbar macht, dass dieser Roman das Debüt von Nicole Glover ist. So braucht die Handlung ziemlich lange, bis sie so weit anzieht, dass ich das Gefühl hatte, die Mordermittlung würde eine nennenswerte Rolle in der Geschichte spielen. Außerdem fand ich die Mischung aus aktuellen Ereignissen und Rückblenden etwas unausgewogen und musste gerade am Anfang immer mal wieder zurückblättern, um herauszufinden, welche der vielen Figuren in Hettys Freundeskreis in der gerade gelesenen Rückblende eine Rolle spielte. Nachdem ich mich aber auf das langsamere Tempo und das Gefühl eingelassen hatte, überhaupt keine Ahnung zu haben, was hier gerade los ist, habe ich „The Conductors“ wirklich genossen. Auch wenn es seine Zeit dauert, bis man beim Lesen eine greifbare Vorstellung von den vielen Charakteren bekommt, so mochte ich doch die vielen verschiedenen Figuren mit all ihren Ecken und Kanten. Vor allem Hetty ist nicht gerade eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt, aber gerade weil sie so einen herausfordernden Charakter hat, macht es Spaß, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu verfolgen.

Wirklich spannend fand ich die Magie, die sich Nicole Glover für ihre „Murder & Magic“-Reihe ausgedacht hat. Auf der einen Seite gibt es Zauberei, die von Weißen mit Zauberstäben ausgeführt wird und für Schwarze Personen verboten ist, und auf der anderen Seite gibt es „celestial magic“, deren Basis aus Legenden, Überlieferungen und Sternzeichen besteht, die seit Generationen weitergegeben werden und in denen sich viele verschiedene Regionen widerspiegeln. Auf diese Art von Magie musste ich mich erst einmal einlassen, weil sie so ungewöhnlich war und so wenig Regeln unterworfen zu sein schien. Aber ich fand die Tatsache, dass diese „celestial magic“ so sehr in den Alltag aller Personen eingebunden war, sehr faszinierend. So nutzen Hetty und Benjy ihre Magie nicht nur, um ihr Badewasser zu wärmen und ihr Zimmer zu erleuchten, sondern auch, um schützende Symbole in ihre Kleidung einzuweben. Ein weiterer Aspekt an dieser Geschichte, den ich sehr interessant fand, war, dass Nicole Glover darauf einging, wie das Leben für die verschiedenen ehemaligen Sklaven Jahre nach ihrer Flucht ausschaute.

Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich ein Buch las, das sich nicht mit dem Leben in Sklaverei oder der Underground Railroad beschäftigte, sondern mit den Folgen, die diese Erlebnisse für die betroffenen Personen haben. Die Geschichte beschreibt, wie es war, wenn man vor langer Zeit verkaufte Familienmitglieder suchte, wie schwierig es war, Informationen zu finden, und welche Wege dafür offenstanden. Welche Auswirkungen es haben kann, wenn jemand zum ersten Mal in seinem Leben die Hoffnung auf Besitz und materielle Sicherheit hat. Wie schwierig es ist, sich ein neues Leben aufzubauen, wenn jemand sich nicht sicher sein kann, dass all die belastenden Dinge aus der Vergangenheit wirklich zu Ende sind. Nicole Glover hat wirklich sehr viele dieser Elemente in diesen einen Roman gepackt, aber auch wenn die Krimihandlung und das Tempo darunter gelitten haben, so habe ich diese Mischung auf fantastischen und realen Elementen, aus sympathischen und herausfordernden Charakteren und aus aktuellen und vergangenen Ereignissen wirklich genossen. Ich bin gespannt, wie die Autorin Hettys und Benjys Geschichte weiterführen wird (und würde im Moment sagen, dass ich in Zukunft auch noch zu den beiden weiteren Fortsetzungen, die in den 1920ern und 1960er Jahren spielen, greifen werde).

Lese-Eindrücke Februar 2026

Im Februar habe ich nicht sehr viel gelesen, wozu ich etwas zu erzählen hätte. Aber ein paar Lese-Eindrücke gibt es dann doch, die ich hier festhalten will.

Ilona Andrews: Beast Business (Hidden Legacy 6.5)

Soweit ich weiß, gibt es keine offizielle Zählung für diese Romane, und in den meisten Lese-Apps gilt der Band als Teil 7 der „Hidden Legacy“-Reihe, aber für mich ist „Beast Business“ kein „vollwertiger“ Teil der Serie. Der Titel beinhaltet die beiden (Kurz-)Geschichten „Beast Business“ und „Arabella Saves the Day“ sowie ein paar Extras, die schon auf der Homepage von Ilona Andrews veröffentlicht worden waren. „Beast Business“ wird aus der Perspektive von Augustine Montgomery erzählt, der in den vorherigen sechs Bände eine Nebenrolle einnahm und von dem man hier nun zum ersten Mal persönlichere Details erfährt, was mich sehr gut unterhalten hat und dazu führte, dass ich die ersten sechs Hidden-Legacy-Bände noch einmal gelesen habe. Fast noch netter fand ich aber die Kurzgeschichte rund um Arabella Baylor, die sich überraschenderweise mit einer jungen Frau anfreundet, deren Familie mit den Baylors bislang nicht gerade auf gutem Fuß stand. Gerade weil Arabella von ihren älteren Schwestern – aus deren Perspektive die anderen sechs Bücher geschrieben waren – häufig als impulsiv und unberechenbar abgetan wird, fand ich es spannend, mal ihre Gedankengänge zu verfolgen, wenn sie einem Job nachgeht. Diese gerade mal 30 Seiten haben mir große Lust gemacht, endlich mal einen Roman aus der Perspektive der jüngsten Baylor-Schwester zu lesen – ich hoffe sehr, dass Ilona Andrews daran schon schreibt, auch wenn bislang nichts dazu angekündigt wurde. Dieses Ehepaar arbeitet einfach an zu vielen Reihen gleichzeitig … *seufz*

Katherine Addison: The Orb of Cairado (Hörbuch)

Ich mochte sowohl „The Goblin Emperor“ als auch die „Cemetery of Amalo“-Trilogie von Katherine Addison sehr – weshalb ich natürlich auch gern die Novella „The Orb of Cairado“, die in derselben Welt spielt, gelesen hätte. Dummerweise ist die Geschichte bei Subterranean Press erschienen, was nicht nur hohe Preise für wenig Seiten bedeutet, sondern auch häufig dazu führt, dass eine gedruckte Version in Deutschland nur schwer erhältlich ist. Also habe ich zum Hörbuch gegriffen, in dem Bewusstsein, dass ich die Sprecherin Zehra Jane Naqvi schon von anderen Veröffentlichungen kannte und mochte. Die Geschichte rund um einen Gelehrten, der Jahre, nachdem er wegen eines Diebstahlverdachts aus der Universität ausgeschlossen wurde, die Chance erhält, seinen Namen reinzuwaschen, hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die Hauptfigur Ulcetha, ich mochte das Geheimnis rund um den titelgebenden Orb of Cairado und ich habe es sehr genossen, mal wieder etwas Zeit in dieser fantastischen Welt zu verbringen. „The Orb of Cairado“ ähnelt in vielen Dingen den Romanen rund um Thara Celehar, nur dass Ulcetha natürlich eine ganz andere Herangehensweise an ein Rätsel/einen Mordfall hat als ein „Witness for the Dead“. Allerdings muss ich zugeben, dass ich hier und da etwas Probleme hatte, die Figuren zuzuordnen, was an den Namen (und Anrede-Regeln), die Katherine Addison für diese Welt verwendet, liegt. Mir fällt es deutlich leichter, die Namen (inklusive ihrer verschiedenen Versionen) wiederzuerkennen, wenn ich sie gedruckt vor mir sehe und nicht höre – vor allem, wenn ich drei Tage brauche, um das relativ kurze Hörbuch zu beenden.

Jee-Hye Kim: Yu-jins Bücherküche der großen Träume

Meine Mutter hatte in den letzten Wochen darüber geklagt, dass sie Probleme beim Lesen hat und sich nicht auf ihre Romane konzentrieren kann. Als ich dann in der Buchhandlung im Viertel über „Yu-jins Bücherküche der großen Träume“ von Jee-Hye Kim stolperte, dachte ich, dass das vielleicht das richtige für sie sein könnte. Um sicherzugehen, dass die Geschichte keine fantastischen Elemente oder ähnliche Dinge, die sie nicht mag, beinhaltet, habe ich den Roman vor dem Abschicken gelesen. Die Handlung wird in mehreren – locker zusammenhängenden – Episoden erzählt, die im Laufe eines Jahres rund um eine neu gegründete (fiktive) Buchhandlung im ländlichen Südkorea stattfinden. Jede dieser Episoden stellt eine (oder mehrere) Figur(en) vor, die gerade an einem schwierigen Punkt in ihrem Leben stehen und entweder ein Auszeit oder einen Richtungswechsel benötigen. Ganz ehrlich, diese entspannten Alltagsgeschichten ähneln sich doch alle sehr – aber ich lese sie trotzdem gern, gerade weil sie einem das Gefühl geben, dass manchmal nur ein Innehalten oder ein kleiner Anstoß von Außen reicht, um ein Leben zum Besseren zu wenden. Und zwischen all den wohltuenden kleinen Momenten gibt es immer wieder spannende Details zum Leben im heutigen Südkorea. Das war ein nettes und entspannendes Buch – und ich hoffe, dass meine Mutter das genauso sehen wird.