
Nachdem wir in dieser Woche noch einige Tage mit Temperaturen nah der 30 Grad hatten, fühlt es sich für mich noch gar nicht so recht nach Oktober an. Aber ich bin in den letzten Wochen sowieso etwas aus der Zeit gefallen und ertappe mich regelmäßig dabei, dass ich im Kopf meine Liste an Terminen durchgehe, weil ich das Gefühl habe, ich würde sonst etwas vergessen. *g*
Heute versuche ich hingegen alle demnächst anstehenden Sachen zu verdrängen und mir einfach einen entspannten Tag zu gönnen. Nachdem ich gestern endlich „The Ninth Rain“ von Jen Williams ausgelesen habe, muss ich gleich mal schauen, welches Buch mich als nächstes anspricht. Ich hätte gerade Lust auf Kriminalromane, bin mir aber nicht sicher, ob ich gerade die Geduld für einen Roman von Yukito Ayatsuji habe … Ansonsten werde ich heute (natürlich) wieder etwas Zeit mit der Switch verbringen und es wird an diesem Wochenende definitiv wieder eine Brettspielrunde mit meinem Mann geben. Wir haben in den letzten Wochen so oft gemeint, dass wir dieses oder jenes Spiel mal wieder spielen wollen, dass wir jetzt die Tatsache nutzen wollen, dass es endlich etwas kühler in der Wohnung ist und mein angeschlagenes Knie mir inzwischen wieder erlaubt längere Zeit auf einem Stuhl zu sitzen. Alles andere lasse ich heute auf mich zukommen, aber zuvor – wie immer – brauche ich noch etwas Zeit zum Wachwerden und Pflichtkram erledigen.
Update 10:30 Uhr

(Wenn ich schon ein Foto von meinem morgendlichen Tee und meiner Lektüre mache, sollte ich sie auch einstellen.)
Der Morgen ist erstaunlich schnell vergangen. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich mich regelmäßig dabei ertappt habe, dass ich vor dem offenen Fenster stand, die kühle Brise genoss und die Krähen beobachtet habe, die heute besonders laut und aktiv über dem Viertel unterwegs waren. Ansonsten ist der Pflichtkram erledigt, ich habe (mit gemischtem Ergebnis) versucht kniefreundliche Sportübungen zu machen und meinen Feedreader aufgelesen. Dann habe ich etwas Zeit vor meinem SuB verbracht, um herauszufinden, worauf ich gerade Lust habe. Da ich zwar vage Krimilust, aber keine Lust auf japanische Knobelherausforderungen habe, fielen Yukito Ayatsuji und Seishi Yokomizo (den ich heute morgen bei meinen ersten Überlegungen ganz vergessen hatte) schon mal weg. Auf historische Jugendkrimis habe ich gerade auch relativ wenig Lust, nachdem ich im September drei Titel von Katherine Woodfine gelesen hatte, brauche ich da eine kleine Pause. Weshalb ich zu „A Case of Mice and Murder“ von Sally Smith greifen werde. Die Handlung spielt 1901 in London’s Inner Temple, wo der Protagonist Gabriel Ward eines Morgens über den ermordeten Lord Chief Justice of England stolpert – und da die Polizei (laut Klappentext) keine Autorität im Temple hat, übernimmt Gabriel die Ermittlungen. Ich bin gespannt wie mir die Geschichte und der Schreibstil gefallen, aber grundsätzlich klingt es nach dem richtigen Buch für einen entspannten Samstag.
Update 14:00 Uhr

Manchmal frage ich mich, was den Leuten durch den Kopf geht, die meine Gemüsekiste packen. Ich habe drei winzige Bananen und mein Kilo Möhren besteht aus fünf riesigen Möhren, von denen ich nicht weiß, wie ich sie auf ein Abendessen und fünf Frühstücke aufteilen soll. Oo Ich habe mir die kleinste davon heute zum Frühstück gegönnt und es war schon ein sehr hartes Stück Arbeit überhaupt etwas von dieser Möhre abzubeißen zu können … Zum Frühstück (Butter und Blüten-Kräutersalz auf der einen Brötchenhälfte und Pistaziencreme auf der anderen) bin ich zu Youtube gewandert und habe ein Teil eines Videos gesehen und Kommentare habe ich auch nebenbei geschrieben. Ansonsten kann ich erzählen, dass mir „A Case of Mice and Murder“ bislang wirklich gut gefällt. Gabriel, der anfangs etwas sehr trocken und arbeitsbesessen wirkt (und so auch von seinen Kollegen eingeschätzt wird), lässt immer wieder Interessen für Dinge neben seinem Job durchblitzen, die seinen Charakter inzwischen deutlich vielschichtiger wirken lassen. Während sich die Verdächtigen anderen Figuren bislang noch etwas klischeehaft anfühlen, aber das nicht auf unangenehme Art und Weise – gerade weil an Klischees ja häufig auch etwas dran ist. Sehr schön fand ich den Moment, in dem einer der Richter seiner Frau von dem Mord erzählte und sich bei ihrem Anblick dann an eine Aufführung von Macbeth erinnert fühlte … Ich mag es auch zu wissen, dass Sally Smith selber viele Jahre im Temple als Barrister (gibt es für dafür eine bessere Übersetzung als „Anwältin am obersten Gericht“?) gearbeitet hat und dementsprechen die Gegebenheiten vor Ort und die Persönlichkeiten, die im (britischen) Justizapparat zu finden sind, gut kennt.

Oh, und @Anette: Gabriel fragt seinen Vorgesetzten, nachdem ihm die Ermittlungen übertragen wurden „Investigations? You mean like Sherlock Holmes?“ Was diesen zu der Antwort „Who is Sherlock Holmes?“ veranlasste. Womit unsere Lektüre heute wirklich erstaunlich gut zueinanderpasst. 😉
Update 17:00 Uhr

Ich habe den Nachmittag über weiter in „A Case of Mice and Murder“ gelesen und fühle mich weiterhin sehr gut unterhalten. Ich mag das Zusammenspiel zwischen Gabriel und Constable Wright, die aus vollkommen gegensätzlichen Welten kommen und sich gerade deshalb gut ergänzen, und ich genieße sehr die Beschreibungen der vielen verschiedenen Charaktere. Trotzdem werde ich gleich (also nach diesem Update, einer Kommentarrunde und dem Leeren meiner Heißen Schokolade) erst einmal zur Switch greifen und ein bisschen Zeit mit Pokopia verbringen.
Update 20:30 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich in Pokopia meine Strandanlage weiter gestaltet. Es gibt nun ein paar Duschen, den Anfang eines Spielplatzes und eine kleine Strandbar. Letztere braucht beim nächsten Mal noch eine Bestuhlung und eine Kasse … 😉 Ich finde es nett, dass ich mich in dem Spiel frei austoben kann. Aber es ist auch etwas überwältigend, weil es so viel Fläche gibt, mit der es angefangen werden kann. Als mein Mann anfing unser Essen (die Reste einer klassischen Lasagne und einer vegetarischen Lasagne, die ich gestern gekocht hatte,) aufzuwärmen, habe ich aufgehört zu spielen und wir haben gemütlich gegessen. Den Rest des Abends werde ich wohl mit „A Case of Mice and Murder“ verbringen, damit habe ich weiterhin viel Spaß. Vor dem Schlafengehen gibt es dann noch ein Update von mir. 🙂
Update 22:15 Uhr (letztes Update)
Da ich so langsam zu müde bin, um noch aufmerksam zu lesen, beende ich hiermit den Lesetag für heute. Ich hatte wirklich viel Freude mit „A Case of Mice and Murder“ und habe meine entspannten Runden mit der Switch genossen. Außerdem war es nett zu verfolgen, was ihr heute so gemacht habt und wie euer Tag so verlief! Ich wünsche euch eine wunderbar erholsame Nacht und wir lesen uns morgen wieder! 🙂
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