Lese-Eindrücke April 2026

Auch im April habe ich überraschend viel gelesen, was vor allem daran lag, dass ich mich durch die Perfectly-Pixie-Reihe und die Necromancer Tales von MJ May gelesen habe. Wenn ich nicht noch ein paar andere Lese-Eindrücke hier gesammelt hätte, hätte ich den Beitrag einfach mit „MJ May und ihre diversen Reihen“ betiteln können. 😉

MJ May: Perfectly Perfect Pixie/Perfectly Charmed Pixie/Perfectly Perplexing Zombie/Purrfectly Peculiar Pixie (Perfect Pixie Series 2-5)

Ich hatte im vergangenen August den ersten Band der Reihe („Perfectly Imperfect Pixie“) gelesen und wirklich nett gefunden. Als ich also im April überlegte, was sich als (weitere) Fast-Food-Lektüre eignen könnte, habe ich mir den zweiten Band der Serie geholt und danach nicht aufgehört, die Reihe zu lesen. Jede Geschichte dreht sich um zwei männliche Personen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund, die sich in einem Urban-Fantasy-Setting näherkommen. Ich muss zugeben, dass ich die (mal mehr, mal weniger) vorhandenen Sexszenen nicht gebraucht hätte, aber ich mochte es sehr mitzuverfolgen, wie die Figuren sich besser kennenlernten, sich ihren Vorurteilen (in der Regel bezüglich der Rasse des anderen) stellen mussten und gemeinsam an der Lösung eines Problems arbeiteten. Außerdem kann ich sagen, dass ich das Geplänkel zwischen all den unterschiedlichen Charakteren wirklich gern gelesen habe. Dabei ging es mir nicht nur um die Protagonisten und ihre langsam wachsenden Beziehungen, sondern auch um alte und neue Freundschaften, die sehr den Ton der Geschichten prägen. Da alle fünf Bände in derselben Region und rund um einen festen Freundeskreis spielen, gibt es regelmäßige Wiedersehen mit den Protagonisten und Nebenfiguren der vorhergehenden Bücher, was wirklich nett zu lesen ist. Ich will nicht behaupten, dass die Reihe besonders ungewöhnlich ist, aber ich habe mich gut amüsiert und war neugierig genug auf weitere Entwicklungen, dass ich nicht nur abends konzentriert gelesen, sondern auch tagsüber in meinen Pausen zum eReader gegriffen haben. Oh, und die dazugehörige Sammlung von Kurzgeschichten („Perfectly Petite Shorts“) war auch sehr nett für zwischendurch.

MJ May: Deadly Lineage/Deadly Deception/Deadly Avarice/Deadly Arrogance (Necromancer Tales 1-4)

Nach den ganzen Pixie-Geschichten dachte ich, ich teste mal die Leseprobe von „Deadly Lineage“ von MJ May an – und das führte dazu, dass ich auch diese Reihe hintereinander weg gelesen habe. Die Handlung spielt in derselben Welt wie die Perfect-Pixie-Serie, und auch hier gibt es eine Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten Erasmus Boone (Necromancer) und Franklin O’Hare (menschlicher Detective bei der Abteilung für Mordermittlungen). Allerdings zieht sich diese Liebesgeschichte über alle vier Bände, während die Haupthandlung sich um einen oder mehrere Kriminalfälle dreht. Auch wenn ich es stellenweise sehr offensichtlich fand, wer der Bösewicht in der Geschichte war, so mochte ich es mitzuverfolgen, wie Franklin und Erasmus ermittelten und (wenn möglich) gemeinsam ihre Schlüsse zogen. Besonders nett fand ich Erasmus‘ persönliche Fähigkeit als Necromancer, die darin besteht, dass er die Seele eines/r Verstorbenen zurückholen kann. Das bedeutet, dass er regelmäßig von Angehörigen engagiert wird, die noch etwas mit einer zu früh verstorbenen Person zu regeln haben (und sei es nur die Frage nach dem geliebten Marmeladenrezept). Manchmal bieten diese Jobs allerdings eher den Verstorbenen die Möglichkeit, noch ein paar Dinge loszuwerden, die sie ihren Familienmitgliedern bislang nicht direkt ins Gesicht gesagt hatten, was sehr amüsant zu lesen war. Alles in allem bot diese Reihe für mich eine gute Mischung aus humorvollen und emotionalen Momenten, die zu einer intensiveren Handlung führten als bei den Pixie-Romane. Die Beziehung zwischen Erasmus und Franklin war schön zu verfolgen – gerade weil die beiden sich auf Augenhöhe begegneten, obwohl Franklins Arbeit und Erasmus‘ Herkunft als Necromancer (was in diesen Romanen sowohl eine Rassen- als auch eine Fähigkeitenbezeichnung ist) für so einige Hürden sorgten. Die nächste Reihe der Autorin wird sich um Erasmus‘ Vater drehen, der ein Warlock und – nach allem, was ich bislang über ihn gelesen habe – eine ungewöhnliche Wahl für eine Hauptfigur ist. Was mich zu der Frage bringt, ob ich den ersten Band bald mal anteste oder lieber warte, bis die Reihe vollständig ist, damit ich die dann im Zweifelsfall auch in einem Rutsch lesen kann.

MJ May: No Good Deed (Maverick Insurance Mystery 1)

Nachdem ich gut eine Woche so intensiv mit Romanen von MJ May verbracht hatte, dachte ich mir, ich sollte auch noch die früheren Veröffentlichungen der Autorin antesten. Deshalb habe ich den ersten Band der Maverick-Insurance-Mysteries gelesen, um danach sagen zu können, dass der für mich längst nicht so gut funktioniert wie die vorher gelesenen Urban-Fantasy-Geschichten von MJ May. „No Good Deed“ wird aus der Sicht von Perry Atherton und Detective Nathanial Harmon erzählt. Perry wäre drei Jahre vor Beginn der Handlung beinahe gestorben, als er versuchte, einem Fremden, der in einer Gasse überfallen worden war, zur Hilfe zu eilen. Inzwischen hat Perry sein Leben wieder so einigermaßen im Griff, aber die schwere Kopfverletzung und der Schuss ins Knie haben Spuren hinterlassen, die bis heute sein Leben beeinträchtigen. Deshalb ist er umso glücklicher, dass er endlich einen Arbeitgeber gefunden hat, der bereit ist, ihn zumindest als Hausmeister einzustellen. Das führt dazu, dass Perry sich eigentlich nicht einmischen und das Ganze ignorieren will, als er eine Nachricht findet, die andeutet, dass einer der anderen Angestellten ein Mörder ist. Nate hingegen war vor drei Jahren der erste Polizist vor Ort und konnte bis heute den jungen Mann, der heldenhaft in eine Gasse eilte und dafür beinah mit seinem Leben bezahlt hätte, nicht vergessen – nur um ihm erneut zu begegnen, als er einem anonymen Hinweis auf einen Mörder in einem Versicherungsunternehmen nachgeht. Die Beziehung zwischen Nate und Perry fand ich eigentlich ganz süß zu lesen, aber für mich funktionierte bei Perry diese Mischung aus Naivität, Scheuklappen und Ermittlungseifer am Arbeitsplatz nicht so recht. Außerdem überzeugten mich die Hintergründe rund um den vermutlichen Mörder sowie die gesamte Dynamik innerhalb der Versichung leider ebenfalls nicht. Deshalb habe ich die Serie für mich abgeschrieben und stattdessen noch einen weiteren ersten Band ausprobierte …

MJ May: Sow What You Reap (Reaping Coventous 1)

„Sow What You Reap“ wird aus der Perspektive der 22jährigen Leah McKnight erzählt, die Geister sehen und mit ihnen kommunizieren kann. Außerdem wurden vor sechs Jahren ihre Eltern von Leahs Zwillingsbruder Bobby ermordet – wobei bis heute ungewiss ist, was Bobby zu dieser Tat veranlasst hat, weil dieser seit jener Nacht verschwunden ist. Leah ist also so ziemlich auf sich allein gestellt, während die Hälfte des Ortes davon überzeugt ist, dass sie mit Bobby gemeinsame Sache gemacht haben muss, und sie dementsprechend schlecht behandelt … Ich gebe zu, dass es ein paar interessante und ungewöhnliche Elemente in der Geschichte gab (gerade rund um die Reaper, denen Leah im Laufe der Handlung begegnet und die die Seelen von Verstorbenen abholen). Außerdem ist es durchaus stimmig, dass eine Person in Leahs Situation mit psychischen Problemen kämpft, während ihre Kleinstadt-Nachbarn lieber davon ausgehen, dass sie irgendwie mitschuldig am Tod ihrer Eltern sein muss, statt ihr zur Seite zu stehen. Daneben gab es durchaus ein paar Personen wie Leahs Arbeitgeber, ihren besten Freund aus Kindheitstagen oder ihren Onkel und ihre Cousine, die an Leahs Unschuld glauben und für sie da sind. Aber insgesamt fand ich Leahs Perpektive viel zu deprimierend und die Andeutungen rund um weitere Entwicklungen am Ende des Romans nicht verlockend genug, um noch die weiteren sechs Romane der Reihe lesen zu wollen …

Hazel Smith: Mystery Maid

Nachdem ich im April dann schon so viel Geld für eBooks ausgegeben hatte, wurde es Zeit, mal einen der vielen ungelesenen Titel anzugehen, die seit Längerem auf dem eReader schlummern. Den ersten (und zweiten) Band der Mystery-Maid-Serie habe ich irgendwann vor drei Jahren umsonst heruntergeladen. Es handelt sich dabei um eine typische Cozy-Mystery-Geschichte, die in diesem Fall in einem Hotel in London spielt. Die (amerikanische) Protagonistin Ivy Stone hat zu Beginn der Handlung ihren ersten Tag als Zimmermädchen in dem berühmten Hotel LaFontaine, als sie im namengebenden Springbrunnen über eine Leiche stolpert. Gemeinsam mit einigen weiteren Hotel-Angestellten beginnt sie zu ermitteln, während gleichzeitig im Hotel eine Fashion Show stattfindet, die für so einige Aufregung sorgt. Es ist lange her, dass ich bei einem Cozy Mystery nicht weit vor der Auflösung wusste, wer der Täter war, weshalb ich diesen Titel in dieser Hinsicht wirklich loben muss. Allerdings fand ich die Motivation des Täters weniger überzeugend, was dann wiederum etwas schade war. Auch muss ich gestehen, dass ich es zwar eigentlich angenehm zu lesen finde, wenn eine Protagonistin ein nettes Arbeitsumfeld hat, aber hier wurde es mir ein bisschen zu unglaubwürdig mit all dem Entgegenkommen durch den Besitzer des Hotels und den vielen Möglichkeiten für Ivys neue Freundinnen, sich von ihren Arbeitsplätzen zu entfernen, um mal eben zu ermitteln. Ich werde bestimmt irgendwann noch den zweiten Teil lesen, da er ja eh schon auf meinem eReader schlummert, mir aber vermutlich keine weiteren Bände der Reihe besorgen. (Oh, und was die Reihennummer angeht: Als ich den Titel auf den eReader lud, lief er als Band 1, während mir inzwischen eine andere Geschichte als Band 1 der Mystery-Maid-Reihe auf den diversen Plattformen angezeigt wird. Ich bleibe bei Band 1 – und sei es nur, weil die gesamte Reihe nach diesem Band benannt wurde.)

Kat Kinnley: Light My Pyre (Everwood Falls 1)

„Light My Pyre“ gehörte zu den kostenlosen Büchern, die ich Anfang März runtergeladen (und damit dann auch schon alle gelesen) hatte, und entpuppte sich als nette paranormal romance zwischen Asher Heath (Feuer-Magier und zur Hälfte Fae) und Gwyneth Drake (Drachen-Gestaltwandlerin). Beide treffen in Everwood Falls aufeinander, einem abgelegenen Ort in den Rocky Mountains, der in der paranormalen Gesellschaft als Zuflucht für diejenigen dient, die eine zweite Chance benötigen. Wobei diese zweite Chance entweder nötig ist, weil die Betroffenen andere paranormale Personen in Gefahr gebracht haben oder riskierten, dass Menschen herausfinden, dass es paranormale Wesen gibt. Ich muss zugeben, dass weder die Hintergrund-Geschichten der beiden Figuren noch der Weltenbau oder die Liebesgeschichte in irgendeiner Form groß erinnerungswert waren. Aber die Figuren waren (fast) alle sympathisch und der Roman war nett und entspannend zu lesen. Da die weiteren Titel der Reihe aktuell für gerade mal 99 Cent pro Band zu bekommen sind, könnte es also sein, dass ich da doch irgendwann einmal für den Preis zugreifen werde, wenn ich wieder auf der Suche nach netter Fast-Food-Lektüre sein sollte.

Mai-SuB 2026

Der Mai war überraschend leseintensiv – vor allem, wenn ich bedenke, dass ich mein Leben trotz der vielen Lesestunden nicht nur „normal“ auf die Reihe gekriegt habe, sondern auch ein paar extra Projekte erledigt bekommen habe. Dank einiger wirklich flüssig lesbaren eBooks bin ich (ohne Comics) auf insgesamt 6740 gelesene Seiten gekommen (mit Comics waren es 8804 Seiten Oo) und das ist eine wirklich unglaubliche Zahl. Aber ich hatte auch so viel Freude am Lesen, dass ich halt in jeder Minute, die nicht anders verplant war, zum Buch gegriffen habe.

Mal schauen, ob das im Mai so weitergeht. Aber da das jetzt zwei gute Lese-Monate in Folge waren, bezweifel ich das ein bisschen, denn normalerweise folgen nach so einer intensiven Lesephase ein paar Wochen, in denen ich lieber andere Dinge mache. Allerdings wäre es schön, wenn ich den SuB vor dem Sommer (wenn ich eigentlich nur eBooks lese) noch etwas abbauen könnte. Bislang hat es in diesem Jahr ganz gut geklappt, dass ich – trotz diverser Neuzugänge – jeden Monat eine etwas kleinere Anzahl an ungelesenen Büchern im Regel stehen hatte.

Belletristik-SuB:

  1. Julie Abe: Tessa Miyata is no Hero
  2. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  3. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  4. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  5. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  6. Charlie Jane Anders: Lessons in Magic and Disasters
  7. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  8. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  9. Sophie Anderson: The Snow Girl
  10. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  11. Yukito Ayatsuji: The Labyrinth House Murders
  12. Yukito Ayatsuji: The Clock House Murders
  13. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  14. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  15. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  16. Alice Bell: Displeasure Island (Grave Expectations 2)
  17. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  18. Aliette de Bodard: A Fire Born of Exile
  19. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  20. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  21. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  22. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  23. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  24. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  25. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  26. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  27. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  28. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  29. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  30. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  31. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  32. Becky Chambers: The Galaxy, and the Ground Within (Wayfarers 4)
  33. Becky Chambers: To Be Taught, If Fortunate
  34. Amber Chen: Of Jade and Dragons
  35. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  36. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  37. Traci Chee: Kindling
  38. Rin Chupeco: An Unreliable Magic (A Hundred Names for Magic 2)
  39. Rin Chupeco: The Bone Witch
  40. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  41. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  42. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  43. April Daniels: Sovereign (Nemesis 2)
  44. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  45. Sarah Driver: Once we were Witches
  46. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  47. Louise Erdrich: The Birchbark House
  48. Hafsah Faizal: A Steeping of Blood (Blood and Tea 2)
  49. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  50. Nicole Glover: The Undertaker (Murder & Magic 2)
  51. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  52. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  53. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  54. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  55. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  56. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  57. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  58. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  59. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  60. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  61. Rachel Hartman: Shadow Scale (Seraphina 2)
  62. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  63. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  64. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  65. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  66. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  67. Anna James: Chronicles of Whetherwhy – The Age of Enchantment
  68. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  69. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  70. Diana Wynne Jones: Power of Three
  71. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  72. Celine Kiernan: Geisterpfade
  73. Celine Kiernan: Königspfade
  74. Mary Robinette Kowal: The Fated Sky (Lady Astronaut 2)
  75. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  76. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  77. R. F. Kuang: The Poppy War
  78. Lillie Lainoff: One for All
  79. L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)
  80. E. Latimer: Escape to Witch City
  81. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  82. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  83. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  84. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  85. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  86. Elizabeth Lim: The Dragon’s Promise (Six Crimson Cranes 2)
  87. Elizabeth Lim: Her Radiant Curse
  88. Ann Sei Lin: Rebel Fire (Rebel Skies 2)
  89. Ann Sei Lin: Rebel Dawn (Rebel Skies 3)
  90. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  91. Darcie Little Badger: Elatsoe
  92. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  93. Emily Lloyd-Jones: The Wild Huntress
  94. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  95. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  96. Seanan McGuire: Middlegame
  97. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  98. Seanan McGuire: Through Gates of Garnet and Gold (Wayward Children)
  99. Skye McKenna: Hedgwitch
  100. Robin McKinley: Dragonhaven
  101. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  102. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  103. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  104. Kate Milford: The Boneshaker
  105. Kate Milford: Bluecrowne
  106. Kate Milford: The Thief Knot
  107. Maya Montayne: Nocturna
  108. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  109. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  110. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  111. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  112. Bishop O’Connell: The Stolen
  113. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  114. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  115. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  116. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  117. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  118. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  119. Sarah Prineas: Dragonfell
  120. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  121. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  122. John Scalzi: Fuzzy Nation
  123. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  124. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  125. A. G. Slatter: The Crimson Road
  126. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  127. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Dragon’s Roost (Sir Callie 2)
  128. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  129. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  130. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  131. Sarah Tolcser: Song of the Current
  132. Hana Tooke: The Unadoptables
  133. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  134. Tiffany Trent: Unnaturalist
  135. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  136. Anne Ursu: Not Quiet a Ghost
  137. Dominique Valente: Witchlight (Witchspark 2)
  138. Renee Watson: Piecing Me Together
  139. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  140. Amy Wilson: Angel and Bavar
  141. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  142. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  143. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  144. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  145. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  146. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  147. Kelly Yang: Front Desk
  148. Seishi Yokomizo: The Village of Eight Graves
  149. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  150. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  151. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  152. Ibi Zoboi: Pride

151 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  6. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  7. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  8. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  9. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  10. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  11. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  14. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  15. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  16. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  17. Hallie Rubenhold: Story of a Murder
  18. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
  19. Kimberley Wilson: Unprocessed – What Your Diet is Doing to Your Brain

19 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Rachel Morgan: The Charmed Leaf Legacy 1-3

Ich weiß nicht mehr, wo ich über diese Reihe von Rachel Morgan gestolpert bin, aber die „The Charmed Leaf Legacy“-Bücher sind einfach bezaubernd, wohltuend und amüsant. Rachel Morgen lässt diese Romane in einer fantastischen Regency-Welt spielen, in der die Fae mit all ihrer Magie der Adelsschicht entsprechen, während die Menschen – aufgrund ihres Mangels an Magie – im besten Fall die Mittelschicht erreichen können. Das bedeutet natürlich, dass Ehen zwischen Fae und Menschen – und ebenso eventuelle Kinder aus solch einer Verbindung – dementsprechend skandalös sind. Die Protagonistin des ersten Bandes „Tempest & Tea Leaves“ ist das Ergebnis einer solchen Ehe, und während ihr Fae-Vater und ihre menschliche Mutter sehr liebevoll und sehr stolz auf Iris sind, ist die Fae-Gesellschaft wenig entgegenkommend, als Iris während der Bloom Season ihre Magie vorstellen soll.

Ich fand die Ähnlichkeit zwischen „Tempest & Tea Leaves“ und „Pride and Prejudice“ von Jane Austen bei der ersten Begegnung zwischen Iris und ihrem Gegenstück Lord Jasvian Rowanwood schon sehr auffällig. Aber zum Glück geht die Handlung dann schnell ihren eigenen Weg – vor allem, da Lord Jasvians Großmutter Lady Rivenna beschließt, dass Iris eine geeignete Nachfolgerin für die Leitung ihres „Charmed Leaf Tea House“ sein könnte. Während Iris von Lady Rivenna ausgebildet wird, müssen sie und Lord Jasvian im selben Büro arbeiten – was natürlich dazu führt, dass die beiden sich besser kennenlernen und ihre gegenseitigen Vorurteile überwinden. Ich mochte diese Mischung aus (magischer) Ausbildung, Geplänkel zwischen Iris und Lord Jasvian, die ungewöhnliche Magie rund um das Teehaus und Iris‘ – auf den ersten Blick – nutzloser Fähigkeit wirklich sehr. „Tempest & Tea Leaves“ war – trotz all der unschönen Begegnungen, die Iris mit einigen Fae hatte – eine rundum amüsante und wohltuende Lektüre, die mir wirklich Spaß gemacht hat. Deshalb war ich sehr froh, dass ich mir nach dem Lesen der Leseprobe gleich den Sammelband mit den ersten drei Teilen der Reihe gegönnt hatte.

Dabei muss ich zugeben, dass ich Mariselle Brightcrest, die Protagonistin von „Deals & Dreams“, im ersten Band sehr unangenehm fand und mir nicht vorstellen konnte, dass ich ihre Liebesgeschichte gern lesen würde. Aber schon auf den ersten Seiten sorgt Rachel Morgan dafür, dass Mariselle in einem ganz neuem Licht erscheint – was dafür sorgt, dass ihre Fake-Verlobungs-Geschichte mit Evryn Rowanwood mir überraschenderweise am Ende noch besser gefiel als der erste Band der Reihe. Das lag auch daran, dass sich Mariselle und Evryn ständig gegenseitig alberne Streiche spielen. was zu sehr vielen unerwarteten und amüsanten Szenen führt. Gleichzeitig wird trotz all der lustigen Momenten deutlich, dass beide Figuren nicht glücklich mit ihrer Position innerhalb ihrer Familien sind und sich nach jemandem sehnen, der sie so respektiert, wie sie sind – wobei Evryn sich immerhin sicher sein kann, dass seine Familie ihn liebt. Gerade weil Mariselle innerhalb ihrer Familie auf keine Unterstützung hoffen kann, ist es umso schöner zu verfolgen, wie Evryn ihr – trotz der unglücklichen Umstände, die zur ihrer Fake-Verlobung geführt haben – zur Seite steht. Das war berührend und amüsant und wirklich schön zu lesen – weshalb ich auch dieses Mal am Ende nicht davon ausging, dass mir der nächste Band annähernd so gut gefallen könnte.

Damit hatte ich mich aber erneut getäuscht, denn auch „Love & Letter Charms“ konnte mich nicht nur mindestens ebenso gut unterhalten wie die ersten beiden Bänden, sondern auch damit überraschen, wie gut Aurelise Rowanwood (die jüngste Schwester von Jasvian und Evryn) und Prinz Ryden zusammenpassen. Dabei ist die unglaublich schüchterne Aurelise zutiefst schockiert, als verkündet wird, dass in dieser Bloom Season alle debütierenden Fae-Damen für einige Wochen in den Palast eingeladen werden, damit der Prinz unter ihnen seine zukünftige Frau auswählen kann. Auch bei dieser Geschichte gelingt es Rachel Morgan, im Laufe der Handlung zu zeigen, dass ihre Figuren deutlich mehr Tiefe haben, als der erste Eindruck andeutet, und während ich es anderen Autor*innen vermutlich nicht so schnell verzeihen würde, dass der Protagonist Aurelise eine wichtige Information vorenthält, konnte ich es hier erstaunlich gut nachvollziehen und es Prinz Ryden (ebenso wie der Autorin) nachsehen.

Insgesamt habe ich drei rundum befriedigende Tage mit den drei Bänden der „The Charmed Leaf Legacy“-Reihe verbracht, während derer ich meine Lektüre kaum aus der Hand legen mochte. Jeder der drei Romane hatte einen ganz anderen thematischen Schwerpunkt, und sie fühlten sich beim Lesen überraschend unterschiedlich an, obwohl sie alle drei eine gute Mischung aus berührenden und amüsanten Szenen hatten. Ich mochte die Hauptfiguren und die Personen, von denen sie unterstützt werden, wirklich sehr – so sehr, dass es mir jedes Mal schwerfiel, mir vorzustellen, dass ich die Protagonisten des nächsten Teils ebenso ins Herz schließen würde, nur um dann eines Besseren belehrt zu werden. Es sind schon zwei weitere „The Charmed Leaf Legacy“-Bände angekündigt (und von mir vorbestellt) worden, und ich hoffe sehr, dass sie mir ebenso gut gefallen werden wie die ersten drei Teile der Reihe. Wobei ich da wirklich optimistisch bin, denn es ist wirklich selten, dass ich nach dem Lesen von Fortsetzungen das Gefühl habe, dass die Geschichten immer besser werden.

Oh, und für diejenigen, die Interesse an der Reihe haben, aber nicht auf Englisch lesen mögen: Es gibt deutsche Ausgaben der ersten drei Bände, die von der Autorin selbst veröffentlicht wurden. Allerdings kann ich nichts zur Qualität der Übersetzung sagen – nur, dass sich der deutsche Klappentext für mich unrunder anfühlt als der englische, aber das liegt vermutlich daran, dass ich inzwischen so viel mehr auf Englisch lese.

Lese-Sonntag April 2026

Schon der vierte Lese-Sonntag im diesem Jahr – wobei ich zugeben muss, dass sich die letzte Woche von den Temperaturen her bei uns eher sommerlich als frühlingshaft angefühlt hat. Immerhin soll es heute den ganzen Tag über so wolkig/regnerisch sein, dass ich nicht für mehrere Stunden die Wohnung verdunkeln muss, was in der vergangenen Wochen leider schon wieder nötig war … Überhaupt scheint das heutige Wetter perfekt zu sein, um sich mit einem Buch auf dem Sofa einzurollen und da mir gestern (endlich) „This Kingdom Will Not Kill Me“ von Ilona Andrews geliefert wurde, weiß ich auch schon genau, mit welchem Roman ich den Tag verbringen werde. Aber vorher muss ich noch ein paar Sachen erledigen und wach genug werden, um mich auf mein Buch konzentrieren zu können.

Update 11:15 Uhr

Mein heutiges Wachwerden hat wieder einmal länger gedauert als erwartet. Zwischendurch ertappte ich mich dabei, dass ich mit der Zahnbürste in der Hand in der Küche stand, um einen neuen Aufsatz auf die Abwaschbürste zu montieren – manchmal wünschte ich mir wirklich, ich wäre morgens funktionsfähiger und würde nicht jedem „daran muss ich noch denken“-Gedanken hinterherrennen. Immerhin habe ich inzwischen meinen Kram auf die Reihe bekommen, mich etwas online rumgetrieben und mich gründlich gegen meinen aktuellen Muskelkater gedehnt – was bedeutet, dass es jetzt endlich Zeit ist, zu meinem Buch zu greifen. Von „This Kingdom Will Not Kill Me“ hatte ich schon beim Lese-Sonntag im Februar geschrieben, weil ich Anfang Februar in einer kleinen Leseflaute war, nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte und dann keine Lust hatte einen anderen Roman zu lesen. *g* Wie gesagt, gestern ist das Buch bei mir angekommen und da ich am Abend mit meinem Mann zum Filmgucken verabredet war, habe ich mir gestern gerade mal genug Zeit genommen, um zu schauen welchen Teil des Romans ich schon kenne (die Leseprobe umfasste die ersten 80 von 480 Seiten).

„This Kingdom Will Not Kill Me“ wird aus der Perspektive von Maggie erzählt, die sich von einem Moment auf den anderen in der Stadt Kair Toren wiederfindet – eine Stadt, die sie sehr gut aus einer Reihe von Romanen kennt, die sie seit Jahren immer und immer wieder liest. Die Welt dieser Romane ist grausam, voller Kriegsherren, Magie und politischer Rivalitäten, aber Maggies Wissen rund um die Handlung ihrer Lieblingsbücher gibt ihr die Möglichkeit sich in dieser Welt zu bewegen (und die kommenden Ereignisse zu beeinflussen). Dazu kommt, dass Maggie schnell feststellen muss, dass sie in dieser Welt nicht sterben kann – oder genauer gesagt, sie kann sterben (und es tut höllisch weh), aber sie bleibt nicht tot … Ich muss zugeben, ich fand es sehr lustig Maggies Perspektive zu verfolgen und zu sehen, wie all die Figuren um sie herum auf ihr ungewöhnliches Wissen und ihr unerwartetes Verhalten reagieren. Ich denke, ich habe einen sehr intensiven und unterhaltsamen Lese-Sonntag vor mir! 😀

Update 14:00 Uhr

Da ich beim Lesen gerade immer wieder von meinem Mann unterbrochen wurde und zwischendurch eine Pause zum Frühstücken gemacht habe, komme ich mit „This Kingdom Will Not Kill Me“ langsamer voran als erwartet. Aber das stört mich nicht, ich habe extra noch einmal von vorne angefangen, weil ich das Buch ausgiebig genießen will, statt direkt nach der Leseprobe einzusteigen. Ich mag, dass Maggie, während sie sich durch Kair Toren bewegt, immer wieder Elemente entdeckt, die sie überraschen, weil sie in den Büchern nicht erwähnt wurden. Ebenso finde ich es nett, dass sie nicht auf den ersten Blick Personen erkennt, nur weil die in den ihr vertrauten Geschichten vorkommen, sondern erst einmal eine Verbindung zwischen einem ungewöhnlich gezeichnetem Pferd/einem Wappen und einer Person ziehen muss, um jemanden zuordnen zu können. Und dann ist da ja noch die Frage, was kann/soll Maggie mit dem Wissen um die weitere Zukunft der Stadt anfangen … Hach, ich habe wirklich gerade viel Spaß mit meinem Buch! 😀

Update 17:00 Uhr

Ich habe mich den Nachmittag über so gut mit meinem Buch amüsiert, dass ich es kaum aus der Hand legen mochte, als es Zeit für meine sonntägliche Schoko-Marzipan-Schnecke wurde. (Die Schnecken hatte ich Ostern gebacken und nachdem ich nun sagen kann, dass sie auch aufgetaut gut schmecken, muss ich das Rezept unbedingt mal festhalten, um es in Zukunft erneut backen zu können.) Was „This Kingdom Will Not Kill Me“ angeht, so finde ich es sehr unterhaltsam zu verfolgen wie Maggie immer mehr Leute in Kair Toren kennenlernt. Vor allem, da Maggie ursprünglich vorhatte sich unauffällig zu verhalten und nichts zu riskieren – und nun sieht es so aus, als ob sie in wenigen Monaten die gesamte korrupte Gesellschaft des Landes auf den Kopf stellen wird. Unwillige Held*innen lesen sich doch immer besonders nett … 🙂 Bevor ich wieder zum Buch greife (und ich befürchte jetzt schon, dass ich heute Abend länger lesen werde als klug ist), spiele ich erst einmal eine Runde mit der Switch. Meine Animal-Crossing-Insel braucht etwas Aufmerksamkeit!

Update 20:30 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich ein gutes Stündchen mit der Switch gespielt und bin dann in die Küche gewandert, um mit meinem Mann zusammen Abendessen zu kochen. Es gab Linsen-Couscous mit Falafel und Gurke und beim Essen haben wir eine Folge von „Cooking Price-Wise“ (eine Kochsendung mit Vincent Price aus den 1970er Jahren) – dieses Mal mit dem Thema „Käse“. Ich finde es bei dieser Sendung auf der einen Seite rührend, wie Vincent Price versucht das britische Publikum dazu zu bewegen doch mal etwas internationaler und abenteuerlicher zu kochen und deshalb Gerichte aus aller Welt zeigt, die er mit Zutaten kocht, die in jedem britischen Supermarkt zu bekommen waren. Gruselig hingegen sind – zumindest aus meiner heutigen Sicht – die Rezepte, die er vorstellt. Heute waren es mit einer sehr reichhaltigen und dicken Käsecreme gefüllte Crepes, die mit einer sehr dicken Schicht Sauce Hollandaise überbacken wurden, und „dekorative“ Käse-IgelMonster. Alles in allem sehr unterhaltsam, aber nicht gerade ein appetitlicher Anblick … *g* Bevor ich jetzt für den Rest des Abends zum Buch greife, drehe ich noch eine kleine Blogrunde und schaue, ob die anderen etwas zu erzählen hatten.

Eine Schale mit rötlichem Linsen-Couscous, vier goldbraunen Falafel und einigen Gurkenscheiben.

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Ich habe den Rest des Abend mit der Nase im Buch verbracht und bin weiterhin sehr zufrieden mit meiner Lektüre! Maggie ist sich durchaus bewusst, dass ihre Eingriffe in die „Romanwelt“, in der sie sich befindet, Folgen haben, die dafür sorgen, dass sie keine Ahnung hat, was in Zukunft passieren wird. Aber je länger sie in Kair Toren bleibt, desto wichtiger wird für sie, was aus all den Personen wird, die sie (sei es persönlich oder durch ihre Romanlektüre) kennt und ins Herz geschlossen hat – und wenn ihr Wissen um all die Geheimnisse der Hauptfiguren helfen kann diese Personen zu retten, dann kann sie nicht einfach zuschauen, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt … Leider ist es langsam spät genug, dass ich ans Bettgehen denken muss. Ich werde also vernünftig sein und nur noch eine kurze Blogrunde drehen und dann schlafen – und hoffen, dass ich morgen meinen Kram auf die Reihe bekomme, ohne mich zu sehr von meinem Buch zu unnötigen „Pausen“ verführen zu lassen. *g*

Ich hatte heute einen wunderbar entspannten Lese-Sonntag und hoffe, dass auch ihr den Tag genießen konntet. Schön, dass ihr dabei gewesen seid! Habt eine gute Nacht und einen guten Start in die kommende Woche! Bis bald!

***

Heutige Mitleser*innen:

Kate Stradling: Yes, Your Serpentine Excellency

„Yes, Your Serpentine Excellency“ ist der aktuellste Roman von Kate Stradling und der erste aus ihrer Feder, den ich gelesen habe, wobei mir die Geschichte rund um Joanna Marlow so gut gefiel, dass ich mir direkt einige Leseproben anderer Veröffentlichungen der Autorin auf den eReader geladen habe. „Yes, Your Serpentine Excellency“ beginnt damit, dass die Protagonistin Joanna Marlow ihrem aktuellen Liebhaber zu einem Spielclub folgt, nachdem dieser ein Erbstück von ihr gestohlen hat. In der Hoffnung, dass sie ihr Erbstück zurückbekommt, ohne ihn zur Rede stellen zu müssen, dringt Joanna mit Hilfe ihrer Magie in den Spielclub ein – wo sie nicht nur einen Aufruhr verursacht, sondern auch die Aufmerksamkeit eines Drachen auf sich zieht. Zur ihrer großen Überraschung folgt dieser Drache Joanna nach Hause und betreibt kurz darauf nicht nur sein Wahrsager-Geschäft in ihrem Hinterhof, sondern sorgt auch dafür, dass sich in den nächsten Tagen so einige gefährlichen Personen in Joannas Leben mischen.

Dank ihres unerwünschten neuen Mitbewohners muss Joanna sich mit einer egozentrischen Erbin, mehreren Verbrecher-Organisationen, einem korrupten königlichem Inspektor und einem verwöhnten Prinzen, der denkt, dass alle Drachen im Königreich ihm gehören sollten, herumschlagen. Zum Glück gehört Joanna zur Familie der Marlows, die zwar gesetzestreue und unauffällige Untertanen des Königs sind, aber auch über eine Magie verfügen, die es ihnen ermöglicht, sich sowohl gegen Verbrechersyndikate als auch die Soldaten des Königs zu stellen. Mehr möchte ich über diese magische Fähigkeit eigentlich nicht verraten, weil es einfach zu nett war, im Laufe der Handlung Genaueres dazu zu erfahren, aber ich kann schon mal sagen, dass es ein reines Vergnügen war zu lesen, wie die Marlows am Ende des Romans ihre Fähigkeiten vollständig ausspielen.

Kate Stradling hat für ihren Roman eine fantastische Welt erschaffen, in der jedes Wirken von Magie einen Preis erfordert, und in der sich das Königreich, in dem die Geschichte spielt, in einer prekären Balance zwischen königlicher Regentschaft und einflussreichen Verbrecherorganisationen befindet. Das führt dazu, dass sich durch die gesamte Handlung das Gefühl zieht, dass sich Joanna, ihre Freunde und ihre Familienmitglieder in Gefahr befinden. Trotzdem ist die Geschichte vor allem amüsant zu lesen, weil Joanna und all die anderen Figuren voller überraschender Einfälle sind und so die Handlung immer wieder in Richtungen treiben, die ich unerwartet und wirklich lustig fand. Ich mochte Joanna und wie sie mit ihrem überraschenden neuen Mitbewohner umging, ich habe mich gut unterhalten gefühlt von Joannas Auseinandersetzung mit ihrer (liebe-, aber nicht gerade sehr verständnisvollen) Familie, und ich habe mich selten so gut über einen Haufen Verbrecher amüsiert, die alle ihre ganz eigenen Ziele verfolgten.

Für mich persönlich funktionierte die Mischung aus lustigen Momenten und – im Laufe der Handlung immer größer werdenden – Gefahren wirklich sehr gut, was dazu führte, dass ich die über 500 Seiten in gerade mal 24 Stunden ausgelesen hatte und dann enttäuscht war, dass ich nicht noch weiterlesen konnte. „Yes, Your Serpentine Excellency“ von Kate Stradling verfügt über einen stimmigen und interessanten Weltenbau, der mich in vielen Elementen an das Viktorianische Zeitalter erinnerte, und bei dem die Kirche – vor allem der Erzbischof – mal nicht eine engstirnige Institution, sondern eine unerwartete Stimme der Vernunft darstellt. Joanna ist eine sympathische Protagonistin, deren Perspektive ich gerne gefolgt bin, und es gab angenehm viele interessante und ungewöhnliche Nebenfiguren. Dazu kamen noch so einige überraschende Wendungen und ein Humor, der für mich hervorragend funktioniert hat. Ich weiß nicht, ob „Yes, Your Serpentine Excellency“ mich einfach nur in genau der richtigen Stimmung erwischt hat, aber ich hätte wirklich gern noch mehr Geschichten von Kate Stradling, die in dieser Welt und mit diesen Figuren spielen.

Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston

Die Handlung von „Sir Callie and the Champions of Helston“ von Esme Symes-Smith erinnert mich in vielen Elementen an die Alanna-von-Trebond-Reihe von Tamora Pierce. Allerdings machen sich die 40 Jahre, die zwischen der Veröffentlichung von „Alanna – The First Adventure“ und „Sir Callie and the Champions of Helston“ liegen, deutlich bemerkbar. Sir Callies Geschichte ist komplexer, queerer und konzentriert sich nicht nur auf die Hauptfigur, sondern auch auf all die anderen Personen, die – so wie Callie – unter der Bigotterie ihrer Umgebung leiden. Callie wächst in einer Welt auf, in der die adligen Mädchen traditionell den Umgang mit (dekorativer und/oder heilender) Magie lernen, während die adligen Jungen im Umgang mit dem Schwert trainiert werden. Callie träumt davon, eine Ausbildung zum Ritter zu machen, und gemeinsam mit dem Vater, der der Champion des Königs ist, das Königreich Helston vor seinen Feinden zu beschützen.

Doch natürlich ist ein Königreich, in dem den Bürger*innen schon bei der Geburt ihre Rollen zugeschrieben werden, nicht gewillt, eine nicht-binäre Person zur Knappen-Ausbildung zuzulassen. Als Callies Vater an den Hof gerufen wird, um den jungen Prinzen auf ein Turnier vorzubereiten, findet Callie heraus, wie fürchterlich die Situation in Helston in den zwei Jahren seit dem Verschwinden des aktuellen Königs für all die anderen „Außenseiter“ geworden ist. Während die adligen Mädchen regelrecht in den Gemächern der Königin eingesperrt werden, werden die Jungen auf einen Krieg gegen das benachbarte Dunmoor vorbereitet, und der Prinz wird tagtäglich bei diesem Waffentraining misshandelt – unter dem Vorwand, dass er „männlicher“ und „königlicher“ werden muss. Für Callie ist es unerträglich, diese Situation mitanzusehen, und das führt im Laufe des Romans zu so einigen Kämpfen (mit Waffen und Wörtern), aber auch zu neuen Freundschaften mit Gleichaltrigen am Hof.

Ich mochte es sehr, Callies Perspektive zu folgen, auch wenn es aufreibend zu lesen ist, wie sehr Callie (und Callies neue Freund*innen) unter einer engstirnigen, binären Gesellschaft leidet, die alles dafür tut, um ihre Bewohner*innen in enge Formen zu pressen. Umso wohltuender ist es, Callies Entschlossenheit und Dickköpfigkeit zu verfolgen und mitzuerleben, wie sehr Callie sich für andere Personen einsetzt – wenn auch regelmäßig auf Kosten des eigenen Wohlergehens. Für Callie ist es sehr schwierig mitanzusehen, wenn Unrecht geschieht, während die Erwachsenen drumherum ständig vermeintlich gute Gründe für das Verhalten des Bösewichts und seiner Schergen finden.

Ich fand es ziemlich frustrierend zu lesen, wie Callie immer wieder von den Personen, die eigentlich an Callies Seite hätten stehen müssen, gebremst wurde. Immer wieder wird deutlich, dass Kompromisse in einer Situation, in der es um das Leben einer (minderjährigen) Person geht, unangebracht sind – wenn auch leider sehr realistisch. Auf der anderen Seite hat Esme Symes-Smith beim Schreiben eine gute Balance zwischen diesen frustrierenden Momenten in der Handlung und den wohltuenden/amüsanten Szenen mit Callies Freund*innen gefunden. Das führte dazu, dass ich den Roman kaum aus der Hand legen mochte und mich ständig dabei ertappte, dass ich „nur eben kurz ein Kapitel“ gelesen habe, während ich eigentlich andere Dinge zu tun hatte. Und nun warte ich darauf, dass der zweite Band, „Sir Callie and the Dragon’s Roost“, bei mir eintrifft, damit ich herausfinden kann, wie es Callie und all den anderen weiter ergeht.

Lese-Eindrücke März 206

In den letzten zwei Märzwochen habe ich so viel und intensiv gelesen, dass ich alle paar Tage innehalten und meine diversen Leselisten aktualisieren musste. Ich gebe zu, dass der Großteil der gelesenen Romane „Fast Food“-Lektüre war, aber es hat mir wirklich gutgetan, mal wieder so sehr im Lesen zu versinken. Bei der Menge an gelesenen Büchern ist natürlich auch einiges zusammengekommen, was nicht genug Eindruck für eine ausführliche Rezension hinterlassen hat, aber wozu ich hier trotzdem noch ein paar Zeilen festhalten möchte. Oh, und Anlass für die Menge an gelesenen Büchern war eine Aktion, bei der viele erste Bände von Serien kostenlos angeboten wurden, von denen ich mir zum Monatsanfang einige runtergeladen hatte.

Ava Grace Bentley: A Billionaire’s Tail (Heiress of the Dawn 1)

Ich muss gestehen, dass ich „A Billionaire’s Tail“ wegen des – meiner Meinung nach wirklich suboptimalen – Titels beinah nicht runtergeladen hätte. Aber zu meiner Überraschung hat sich die Geschichte von Ava Grace Bentley als wirklich solide, actionreiche Urban Fantasy herausgestellt, und ich habe mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt. In „A Billionaire’s Tail“ verbergen sich die „Others“ (übernatürliche Personen) vor den Menschen, während gleichzeitig ein Machtkampf zwischen den „normalen Others“ (wie Werwölfe, Vampire usw.) und den „Omens“ (besonders starke übernatürliche Wesen, deren Geheimnis erst im Laufe des Romans enthüllt wird) stattfindet. Die Protagonistin ist seit Jahren auf der Flucht vor dem Mann, der ihre Familie getötet hat, und deshalb zu Beginn der Geschichte physisch, psychisch und finanziell ziemlich am Ende, aber natürlich wendet sich ihr Schicksal in den ersten Kapiteln zum Besseren. Insgesamt ist die Handlung schon relativ vorhersehbar (und wieso die Protagonistin nicht kapiert, dass die drei Personen, die alle gleich riechen, „überraschenderweise“ ein und dieselbe Person in unterschiedlichen Identitäten sind, muss ich nicht verstehen), aber ich hatte trotzdem eine so gute Zeit mit dem Roman, dass ich mir nach dem Lesen von „A Billionaire’s Tail“ den zweiten Teil vorbestellt habe, der am 30. Juni erscheinen wird.

Kenley Davidson: Dragon Chained (The Dragon of 23rd Street 1)

Noch ein kostenloser erste Band einer Reihe und noch eine Geschichte, mit der ich mich überraschend gut amüsiert habe, obwohl der Humor mir stellenweise etwas zu gewollt war. Protagonistin Kira Everleigh ist eine Drachin, die gemeinsam mit ihrer Tante in Menschengestalt in einer kleinen Wohnung über einer Buchhandlung in Oklahoma City lebt. Während ihre Tante verreist ist, kümmert sich Kira um den Laden, bis eines Tages ein Elf das Geschäft betritt und nach ihrer Tante sucht. Im Laufe der Geschichte findet Kira raus, dass sie deutlich weniger über ihre Herkunft, über ihre Tante und all die anderen magischen Rassen weiß, als sie dachte, während sie sich gleichzeitig mit einem Elfen-Assassinen auf die Suche nach ihrer verschwundenen Tante macht und einige Abenteuer erlebt. Es gab einige wirklich nette Momente in der Geschichte, und die Handlung hat sich sehr schön flüssig weglesen lassen. Aber es gab auch zu viele Szene, bei denen ich mit den Augen gerollt habe, weil sie geradezu „schau, ist das nicht lustig?!“ schrien. Alles in allem nett, aber nicht gut genug, um Geld für die beiden Fortsetzungen auszugeben … Oh, und noch eine kleine Anmerkung: Laut Klappentext ist die Trilogie schon mal unter dem Pseudonym Haley Ryan veröffentlicht worden.

Jen Lynning: Lady of Truth (The Great Balance World)

„Lady of Truth“ von Jen Lynning gehörte nicht zu den schon erwähnten kostenlosen eBooks, sondern war eine Empfehlung aus einem Autorinnen-Newsletter – und ich fand die Grundidee, dass die Protagonistin Eleya nicht lügen kann, reizvoll. Die Geschichte beginnt damit, dass sich Eleya nachts in das Schlafzimmer des Mannes schleicht, bei dem ihr Bruder Schulden hat, um diese Schulden auf … handfeste Weise „abzuarbeiten“. Doch Prinz Dmir hat nicht vor, Eleya auszunutzen oder gar Geld von einem Mann einzutreiben, den das in Schwierigkeiten bringen würde – was am Ende dazu führt, dass er Eleya als Sekretärin beschäftigt. Natürlich verlieben sich die beiden ineinander, und ich fand es etwas unbefriedigend, dass ich in dem (gerade mal 120 Seiten langen) Roman das bessere Kennenlernen der beide nicht wirklich miterleben konnte. Dafür hat die Autorin halt mehr Seiten für den „steamy“ Teil dieser „Steamy Steampunk Novella“ aufgewandt, was unterhaltsam war, aber nicht das, was mir an diesem Roman wirklich gefiel. Ich mochte die Idee einer Welt, in der Balance eine wichtige Rolle spielt, mir gefiel die Beziehung der Protagonistin zu ihrem Bruder und die zu ihrer besten Freundin, und das waren die Teile der Geschichte, von denen ich gern noch mehr gelesen hätte. Die anderen Bände der Reihe sind länger, aber so ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob ich weiterlesen mag.

Kimberly A. Rogers: Threats by Numbers (Rogue Spotter 1)

Ich hatte unter meinen kostenlosen eBooks überraschend viele Titel, mit denen ich mich gut amüsiert habe, aber „Threats by Numbers“ von Kimberly A. Rogers gehörte leider nicht dazu. Auch dieser Urban-Fantasy-Roman hatte eine Grundidee, die ich in ihrer Ungewöhnlichkeit eigentlich ganz reizvoll fand. Die Protagonistin Lauren ist ein „Spotter“ – was bedeutet, dass sie eine Person ist, deren übernatürliche Fähigkeit darin besteht, die Gefährlichkeit einer anderen Person anhand einer Zahl (die für sie über deren Kopf zu sehen ist) erkennen zu können. Das Gefahrenpotenzial der meisten Personen liegt bei 3 oder 4, weshalb Lauren unglaublich alarmiert ist, als sie eines Tages bei der Arbeit eine 10 sieht. Wie gesagt, ich fand die Idee eigentlich ganz lustig, aber meinem Gefühl nach hat Kimberly A. Rogers überhaupt nichts daraus gemacht. Ich persönlich finde es zum Beispiel vollkommen unglaubwürdig, dass das Gefahrenpotenzial einer Person immer gleich sein soll – glaubt mir, wenn ich müde oder hungrig bin, bin ich definitiv gefährlicher als satt und ausgeschlafen. 😉 Ebenso fiel es mir schwer zu glauben, dass es Lauren seit Jahren gelingt, sich nicht als Spotter zu outen, wenn sie sich gleichzeitig bei jedem einzelnen Vorfall in der Handlung so ungeschickt anstellt. Das einzige, was ich postiv anmerken kann, ist, dass sich die Beziehung zwischen ihr und „Mr 10“ langsam entfaltet, nachdem die beiden so einige Verabredungen hatten. Wobei ich mich beim Lesen durchgehend fragte, wieso Lauren auf der einen Seite ständig daran denkt, dass eine 10 unfassbar gefährlich ist, und sich auf der anderen Seite durchgehend eingestehen muss, dass dieser Mann einfach nur aufmerksam, rücksichtvoll, fürsorglich und freundlich ist und sie sich in seiner Gegenwart ausnahmsweise einmal sicher fühlt. Am Ende des Romans war ich so genervt von dem Widerspruch zwischen dem Verhalten der Protagonistin und dem, was mir die Autorin die ganze Zeit weismachen wollte, dass ich froh war, dass das Buch nur knapp 200 Seiten lang war.

Dusty Rose: Wanted: Vampire’s Assistant (Moonhaven Cove 1)

Da ich diesen Beitrag dieses Mal nach meiner alphabetischen Leseliste zusammengestellt habe, kommt hier erst das erste kostenlose eBook, das ich im März gelesen hatte. „Wanted: Vampire’s Assisstant“ von Dusty Rose ist genau die Art von leichter, fantastischer Liebesgeschichte, die der Titel vermuten lässt. Protagonistin Mia Durran verliert zu Beginn der Geschichte ihren Job und droht, auch ihr Apartment zu verlieren. Deshalb nimmt sie ein absurd klingendes Jobangebot als Assistentin eines Vampires an – obwohl Mia anfangs nicht glauben kann, dass es übernatürliche Wesen überhaupt gibt. Dieser neue Job führt sie in den kleinen Ort Moonhaven Cove, der eine Zuflucht für alle möglichen Arten von übernatürlichen Wesen darstellt, wo sie nicht nur neue Freunde findet, sondern sich auch in ihren Chef Draven Leto verliebt. Aber natürlich ist auch in Moonhaven Cove nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen und so müssen Mia und Draven herausfinden, wer Anschläge auf den Vampir und/oder seine neue Assistentin verübt. Das alles ist nett, aber so vorhersehbar, dass ich zum Monatsende schon ganz vergessen hatte, dass ich den Roman gelesen hatte. Die Moonhaven-Cove-Reihe ist definitiv keine Reihe, die ich fortsetzen muss.

April-SuB 2026

Im März habe ich überraschend viel und intensiv gelesen – nur nicht die Dinge, die ich mir eigentlich für den Monat vorgenommen hatte … Stattdessen habe ich ein paar – für mich neue – Autor*innen ausprobiert und mich überraschend gut amüsiert, obwohl ich kaum einen der gelesenen Romane als „gut“ bezeichnen würde. Aber diese Art von „Fast Food“-Lektüre war anscheinend genau das, was ich in den letzten Wochen gebraucht habe, auch wenn es dafür gesorgt hat, dass der SuB nicht weiter geschrumpft ist.

Ich hoffe trotzdem, dass ich mich im April wieder mehr meinem SuB widmen werde. Schließlich habe ich die in den letzten Monaten vom SuB gezogenen (älteren) Titel wirklich genossen und mich immer wieder gefragt, wieso ich diese Bücher eigentlich immer so lange liegen lasse. Mal schauen, was der Monat sonst so bringt. Ich habe keine großen Pläne oder Termine und kann so die kommenden Wochen einfach auf mich zukommen lassen.

Belletristik-SuB:

  1. Julie Abe: Tessa Miyata is no Hero
  2. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  3. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  4. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  5. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  6. Charlie Jane Anders: Lessons in Magic and Disasters
  7. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  8. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  9. Sophie Anderson: The Snow Girl
  10. Ilona Andrews: This Kingdom Will Not Kill Me (Maggie the Undying 1)
  11. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  12. Yukito Ayatsuji: The Labyrinth House Murders
  13. Yukito Ayatsuji: The Clock House Murders
  14. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  15. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  16. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  17. Alice Bell: Displeasure Island (Grave Expectations 2)
  18. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  19. Aliette de Bodard: A Fire Born of Exile
  20. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  21. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  22. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  23. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  24. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  25. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  26. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  27. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  28. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  29. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  30. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  31. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  32. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  33. Becky Chambers: The Galaxy, and the Ground Within (Wayfarers 4)
  34. Becky Chambers: To Be Taught, If Fortunate
  35. Amber Chen: Of Jade and Dragons
  36. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  37. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  38. Traci Chee: Kindling
  39. Rin Chupeco: An Unreliable Magic (A Hundred Names for Magic 2)
  40. Rin Chupeco: The Bone Witch
  41. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  42. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  43. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  44. April Daniels: Sovereign (Nemesis 2)
  45. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  46. Sarah Driver: Once we were Witches
  47. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  48. Louise Erdrich: The Birchbark House
  49. Hafsah Faizal: A Steeping of Blood (Blood and Tea 2)
  50. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  51. Nicole Glover: The Undertaker (Murder & Magic 2)
  52. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  53. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  54. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  55. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  56. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  57. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  58. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  59. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  60. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  61. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  62. Rachel Hartman: Shadow Scale (Seraphina 2)
  63. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  64. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  65. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  66. Tanya Huff: Direct Descendant
  67. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  68. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  69. Anna James: Chronicles of Whetherwhy – The Age of Enchantment
  70. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  71. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  72. Diana Wynne Jones: Power of Three
  73. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  74. Celine Kiernan: Geisterpfade
  75. Celine Kiernan: Königspfade
  76. Mary Robinette Kowal: The Fated Sky (Lady Astronaut 2)
  77. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  78. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  79. R. F. Kuang: The Poppy War
  80. Lillie Lainoff: One for All
  81. L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)
  82. E. Latimer: Escape to Witch City
  83. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  84. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  85. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  86. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  87. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  88. Elizabeth Lim: The Dragon’s Promise (Six Crimson Cranes 2)
  89. Elizabeth Lim: Her Radiant Curse
  90. Ann Sei Lin: Rebel Fire (Rebel Skies 2)
  91. Ann Sei Lin: Rebel Dawn (Rebel Skies 3)
  92. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  93. Darcie Little Badger: Elatsoe
  94. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  95. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  96. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  97. Seanan McGuire: Middlegame
  98. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  99. Seanan McGuire: Through Gates of Garnet and Gold (Wayward Children)
  100. Skye McKenna: Hedgwitch
  101. Robin McKinley: Dragonhaven
  102. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  103. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  104. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  105. Kate Milford: The Boneshaker
  106. Kate Milford: Bluecrowne
  107. Kate Milford: The Thief Knot
  108. Maya Montayne: Nocturna
  109. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  110. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  111. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  112. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  113. Bishop O’Connell: The Stolen
  114. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  115. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  116. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  117. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  118. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  119. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  120. Sarah Prineas: Dragonfell
  121. Mary Roberts Rinehart: Miss Pinkerton
  122. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  123. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  124. John Scalzi: Fuzzy Nation
  125. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft (aussortiert)
  126. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  127. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  128. A. G. Slatter: The Crimson Road
  129. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  130. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
  131. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Dragon’s Roost (Sir Callie 2)
  132. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  133. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  134. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  135. Sarah Tolcser: Song of the Current
  136. Hana Tooke: The Unadoptables
  137. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  138. Tiffany Trent: Unnaturalist
  139. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  140. Anne Ursu: Not Quiet a Ghost
  141. Dominique Valente: Witchlight (Witchspark 2)
  142. Renee Watson: Piecing Me Together
  143. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1) (abgebrochen und aussortiert)
  144. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  145. Amy Wilson: Angel and Bavar
  146. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  147. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  148. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  149. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  150. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  151. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  152. Kelly Yang: Front Desk
  153. Seishi Yokomizo: The Village of Eight Graves
  154. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  155. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  156. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  157. Ibi Zoboi: Pride

154 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  6. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  7. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  8. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  9. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  10. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  11. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  14. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  15. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  16. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  17. Hallie Rubenhold: Story of a Murder
  18. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
  19. Kimberley Wilson: Unprocessed – What Your Diet is Doing to Your Brain

19 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang