Kate Stayman-London: One to watch

Von „One to watch“ von Kate Stayman-London hatte ich mir – nachdem ich über mehrere Empfehlungen des Titels gestolpert war – eine amüsante Liebesgeschichte mit einer dicken Protagonistin und einer ungewöhnlichen Grundidee erhofft. Bekommen habe ich stattdessen ein Buch, das ich fast durchgehend gehasst habe und bei dem es mich wirklich wundert, dass ich es bis zur letzten Seite gelesen habe. Ein Teil von mir hatte wohl gehofft, dass ich irgendwann noch auf den „amüsanten“ Teil der Geschichte stoßen würde, aber dazu kam es dann leider doch nicht. Stattdessen hätte ich bei diesem Roman gern vorher eine Warnung bezüglich einiger Elemente gehabt, die zwar für prominente (dicke) Frauen zum Alltag gehören, aber in einer „unterhaltsamen“ Geschichte vielleicht etwas weniger triggernd eingebracht hätten werden können. Bevor ich hier weiter auf Details eingehe, sollte ich aber wohl erst einmal etwas über die Handlung sagen …

Die Geschichte in „One to Watch“ dreht sich um die dreißigjährige Plus-Size-Modebloggerin Bea. Bea lebt in LA, ist ziemlich erfolgreich in ihrem Job und wird kurzfristig ziemlich berühmt, als sie sich in einem Blogpost darüber aufregt, dass die beliebte Show „Main Squeeze“ (so etwas wie „The Bachelor“) immer nur sportliche und dünne Personen zeigt, obwohl der Großteil der Bevölkerung/Zuschauer*innen nicht diesen Kriterien entspricht. Kurz darauf bekommt sie die Chance, selber zur Hauptfigur in „Main Squeeze“ zu werden. Sie sieht darin eine Möglichkeit, nicht nur über ihren eigenen akuten Liebeskummer hinwegzukommen, sondern auch ganz Amerika zu zeigen, dass auch dicke Frauen es verdient haben, eine liebevolle Beziehung zu finden. Dabei ist Bea wild entschlossen, sich selbst nicht zu verlieben, sondern sich nur von dem Mann ablenken zu lassen, den sie seit Jahren hoffnungslos liebt und der sie nach einer einzigen gemeinsamen Nacht kommentarlos verlassen hat, um zu seiner Verlobten zurückzukehren.

Ich muss zugeben, dass ich den Prolog dieses Buches mochte, weil der wunderbar unrealistisch und ein bisschen märchenhaft war und erklärte, wie sich eine Studentin, die voller Minderwertigkeitskomplexe ist, mit etwas Hilfe einer großzügigen Verkäuferin zu einer Mode-Bloggerin entwickeln konnte. Aber während Kate Stayman-London in den folgenden Kapiteln lang und breit erklärt, wie selbstbewusst Bea geworden ist, wie stolz sie auf die Fotos ist, die sie in ihren verschiedenen Outfits zeigen, und wie erfolgreich sie als Mode-Bloggerin mit hundertausenden Followern ist, gelingt es der Autorin nicht, mich das alles auch glauben zu lassen. Stattdessen begegnet mir eine Frau, die fünf Jahre lang darauf wartet, dass der eine Mann in ihrem Leben, der ihr das Gefühl gibt, witzig und begehrenswert zu sein, zu ihr zurückkommt. Dabei betont sie immer wieder, dass er ihr bester Freund sei und es vor fünf Jahren nur einen einzigen Kuss zwischen ihnen gegeben hat – und ich stehe da und frage mich: Wie sehr muss sich eine Figur selbst betrügen, um daraus abzuleiten, dass dieser Mann die Liebe ihres Lebens ist und dass es okay ist, mit ihm ins Bett zu springen, nur weil er nach all der Zeit für eine Nacht in der Stadt ist?! Wenn es Kate Stayman-London darum ging, in mir Mitleid zu wecken, weil ihre Protagonistin nicht richtig geliebt wurde, dann hat sie leider ihr Ziel verfehlt. Mich haben diese ersten Kapitel, die sich alle nur um diesen einen – in meine Augen wirklich fürchterlichen – Typen drehten und in denen sich Bea in Selbstmitleid wälzte, regelrecht wütend gemacht.

Als es dann um Beas Auftreten in „Main Squeeze“ geht, gibt es so einige Passagen, in denen Kate Stayman-London auf body positivity eingeht und darauf, was die gesellschaftlichen Vorurteile gegenüber dicken Frauen bzw. dicken Menschen für den Alltag dieser Personen bedeuteten. Grundsätzlich bin ich sehr dafür, dass häufiger über all diese Dinge geredet wird, denn so wie gender bias unser Leben in allen möglichen Bereichen bis hin zur korrekten medizinischen Versorgung beeinflusst, so spielen natürlich auch die Vorurteile, die es gegenüber dicken Personen gibt, eine große negative Rolle in unserer Gesellschaft. Aber bei „One to Watch“ hatte ich das Gefühl, dass die Protagonistin Bea zwar all die Daten und Fakten zu diesen Themen parat hat, aber dass sie selbst nichts aus all den von ihr erwähnten wissenschaftlichen Studien gelernt hat. Während auf der einen Seite ständig betont wird, dass Bea der Welt zeigen will, dass auch dicke Personen ein Recht auf ein erfülltes Liebesleben hätte, glaubt die Protagonistin selbst nicht, dass sie trotz ihres Körpergewichts begehrt und geliebt werden könnte. Was zu Dutzenden Szenen mit all den verschiedenen Kandidaten führt, die ihr deutlich signalisieren, dass sie an ihr interessiert sind, während Bea selbst jeden einzelnen Satz seziert, jede Geste hinterfragt und auf jedes Kompliment fast panisch reagiert.

Dazu kommt, dass Bea und die diversen potenziellen Partner nicht gerade viel Zeit miteinander verbringen und die gemeinsamen Stunden von Kamerateams begleitet werden, so dass es für mich ziemlich schwierig war zu glauben, dass sich da wirklich so etwas wie Interesse zwischen der Protagonistin und den verschiedenen Männern entwickelt. Ich gebe zu, dass so eine geskriptete Fernsehserie vielleicht nicht gerade die ideale Umgebung ist, wenn ein Charakter die wahre Liebe sucht. Aber Kate Stayman-London hat sich dieses Setting nun einmal ausgesucht. Hätte sie das Ganze so gestaltet, dass es auch gemeinsame Zeit ohne Kameras zwischen den Kandidaten und Bea gegeben hätte, dann hätte ich am Ende vielleicht glauben können, dass die Protagonistin sich in einen der Männer verliebt und deshalb eine gefühlsmäßige Achterbahn erlebt. Überhaupt, die Kandidaten in dieser Sendung … es gibt so viele Männer in diesem Buch, die sich nicht nur grundsätzlich frauenfeindlich benehmen, sondern noch mal eine ganze Ecke unangenehmer werden, wenn es um dicke Frauen geht, und das war definitiv nicht unterhaltsam zu lesen.

Auch wenn es wichtig ist, in einer Geschichte mit einer dicken Protagonistin zu erwähnen, dass sie tagtäglich mehr als nur den üblichen frauenfeindlichen Kram erlebt, so hätte es durchaus gereicht, wenn das allgemeiner eingeflossen wäre. Stattdessen gibt es nicht nur lauter unangenehme Situationen mit dem einen oder anderen Kandidaten, sondern auch vollkommen unzensierte Tweets mit Vergewaltigungsdrohungen gegenüber Bea, die ohne Vorwarnung inmitten anderer Twittergespräche über die „Main Squeeze“-Ausstrahlungen innerhalb der Handlung auftauchen. Nichts daran ist amüsant oder unterhaltsam oder trägt irgendwie zur Geschichte bei, auch wenn es vielleicht weiter begründen soll, wieso die Protagonistin so unsicher ist und nicht glauben kann, dass sie jemand lieben und begehren könnte. Aber ganz ehrlich, als (dicke) Frau gehören viele dieser Dinge zu meinem ganz persönlichen Alltag und ich muss darüber nicht aufgeklärt oder belehrt werden. Außerdem möchte ich definitiv nicht beim Lesen eines „unterhaltsamen“ Romans immer wieder ohne jede Vorwarnung über Elemente stolpern, die einen Haufen unangenehmer Erinnerungen in mir wecken. Vor allem aber hasse ich es, dass Kate Stayman-London zwar ihre Protagonistin ständig betonen lässt, dass es okay ist, dick zu sein und dass auch dicke Frauen schön sein können, aber auf der anderen Seite mit Beas Handeln sämtliche Vorurteile untermauert, die behaupten, dass dicke Frauen nicht glücklich mit sich und ihrem Körper sein können und deshalb selbst schuld sind, wenn es in ihrem Leben nicht rund läuft.

Ich kann Kate Stayman-London zugute halten, dass sie sich Mühe gegeben hat, ein realistisches Bild vom Alltag einer (berühmten) dicken Frau zu zeichnen. Außerdem hat sich die Autorin bemüht, eine relativ diverse Ansammlung von Charakteren (eine lesbische beste Freundin für Bea, Kandidaten mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und ein Kind, das gender fluid ist) in ihre Geschichte einzubauen. Aber ein Roman, der damit beworben wird, dass er eine unterhaltsame und romantische Geschichte erzählt, sollte in mir beim Lesen nicht so viel Frustration und Wut erzeugen. „One to Watch“ ist leider ein besonders deutliches Beispiel dafür, dass „gut gemeint“ noch lange nicht „gut gemacht“ bedeuten muss. Wenn Kate Stayman-London mit ihrer Geschichte gegen all die Vorurteile, die gegenüber dicken Frauen bestehen, ankämpfen wollte, dann hätte sie keine Protagonistin erschaffen dürfen, die all diese Vorurteile gleich mehrfach untermauert. Für mich bleibt am Ende nur das Fazit, dass ich nach diesem Leseerlebnis zu keinem weiteren Roman von Kate Stayman-London greifen würde. Stattdessen würde ich, wenn ich Bedarf an einer romantischen und positiven Geschichte rund um eine dicke Frau hätte, einfach erneut zu den Brown-Schwestern von Talia Hibbert greifen, um Beschreibungen von liebevollen und empowernden Beziehungen zu genießen.

Lese-Sonntag im Juni 2022

Es ist gerade kurz nach 5 Uhr morgens und im Schlafzimmer haben wir aktuell 25 Grad … Wie ihr sehen könnt, hat für mich wieder die Zeit des Jahres angefangen, in der ich bei Sonnenaufgang aufstehe, um die Wohnung zu verdunkeln, und in der ich mich darüber beschwere, dass mich der Lärm der Nachbarn wegen der offenen Fenster die halbe Nacht wach hält. 😉 Ich hoffe, ich kann trotz meiner Übermüdung den Lese-Sonntag genießen, wobei ich jetzt schon sagen kann, dass ich irgendwann im Laufe des Tages einen ausgiebigen Mittagsschlaf machen werde. Ansonsten hoffen wir, dass wir heute morgen eine kurze Brettspielrunde auf die Reihe bekommen und ich habe gerade drei Bücher, die ich aktuell lese. Bevor ich aber aufs Sofa wandere, um den Tag mit Lesen zu verbringen, werde ich die noch einigermaßen erträglichen Temperaturen nutzen, um ein paar Sachen zu erledigen.

 

Update 8:30 Uhr

Ein üppig begrünter Baum vor blassblauer Himmel mit einem Hauch von Sonnenaufgang am unteren linken Rand, an dem Dachsparren, der oben rechts ins Bild ragt, ist erkennbar, dass das Foto aus einem Fenster heraus aufgenommen wurde.

Uff, ich muss gestehen, dass es mir jetzt schon ziemlich mit der Hitze reicht. Keine Wolke am Himmel und ein weiterer Tag mit 37 Grad … Immerhin habe ich mich heute einen Moment lang darüber gefreut, dass ich aus unserer Wohnung heraus Fotos machen kann, die wirken, als ob wir auf dem Land leben. Schon sehr nett, dass der einzige Baum in der Straße gegenüber steht. 😉 Ansonsten ist die Wohnung aufgeräumt, das Geschirr von gestern ist abgewaschen, ich habe Dehnübungen gemacht, das Abendessen soweit vorbereitet und dann gleich wieder eine Runde Geschirr abgewaschen. Sobald mein Mann sein Frühstück gegessen hat, spielen wir eine Runde „Seize the Bean“. Da das Brettspiel in der Regel nicht so viel Zeit erfordert, haben wir uns in den letzten Wochen regelmäßig an den Sonntagen durch die verschiedenen Berliner Bezirke gespielt. So gern ich Brettspiele spiele, die länger dauern und etwas herausfordernder sind, so muss ich zugeben, dass es doch einfacher ist sich mal eben für eine schnelle Brettspielrunde hinzusetzen, statt dafür gleich den halben Tag einplanen zu müssten.

Links eine Schüssel mit Mais, Paprikastücken und Zwiebelwürfeln, rechts ein Holzbrett mit gewürfeltem Weißbrot und oben lässt sich eine kleine Schüssel mit Brotwürfeln erahnen.

 

Update 11:00 Uhr

Eine Seite eines angeschalteten eReaders. Die ersten Absätze geben ein Gespräch zwischen zwei Personen wieder, die eine Person (Mel) betreibt ein Café und die andere Person (Josh) ist ein Gestaltwandler.

Die Fotoqualität wird heute nicht so wahnsinnig groß sein, aber immerhin haben diese ganzen halbdunklen Bilder doch fast etwas … äh … gemütliches! 😉 Während mein Mann also sein Frühstück gegessen hat, habe ich die Kurzgeschichte „Dreaming of Pines“ von Tris Lawrence gelesen. Die Geschichte spielt in einem magischen Café, dessen Kunden durch individuelle Türen kommen und gehen, und wird aus der Perspektive von Mel erzählt, die seit langer Zeit dieses Café zusammen mit dem Gestaltwandler Josh betreibt. Als eines Tages Britt das Café besucht (und wenig später wieder verlässt), kann Mel sie nicht so recht vergessen – ebenso wenig wie das Eiersalat-Sandwich-Rezept, dass sie für diese Kundin gemacht hat. Ich mochte die Vorstellung von einem solchen magischen Cafés, ich mochte die Idee, dass die Gerichte und Getränke, die Mel für ihre Kunden zubereitet, ganz besondere Bedeutung für diese haben und viele Erinnerungen mit sich bringen. Alles in allem war das eine wirklich süße Geschichte.

Eine Zusammenstellung aus drei Bildern. Links eine Übersicht über den Aufbau des Brettspiels heute, rechts oben die sechs Kundengruppen, die heute mit im Spiel waren, rechts unten eine Detailaufnahme von zwei Style-Ausbauten.

Unsere „Seize the Bean“-Runde war heute etwas seltsam, da wir heute zum ersten Mal den Bezirk „Friedrichshain“ ausprobiert haben. Das bedeutet, dass wir heute auch zum ersten Mal „negative“ Kundengruppen in unserem Deck hatten wie zum Beispiel „Criminal Minds“ oder „Rebels“. Wir spielen normalerweise nicht „gemein“, sondern versuchen lieber gemeinsam das Beste aus den jeweiligen Karten zu machen, aber mit dieser Kundenzusammenstellung wird das gegeneinander Spielen zur Grundlage. So hat mein Mann mit seinen kriminellen Kunden regelmäßig meine Vorräte geklaut, während meine Punker dafür gesorgt haben, dass mein Mann negative Bewertungen bekam. Sehr seltsam, aber auch ganz lustig. Wir brauchen aber definitiv noch mindestens eine weitere Runde, um wirklich ein Gefühl für das veränderte Spielverhalten zu bekommen (und an alle dadurch erfolgten Regeländerungen zu denken).

 

Update 14:00 Uhr

Rechts ein Teller mit einer in Scheiben geschnittenen Gurke und einem English Muffin mit Curry-Aufstrich, links die Taschenbuchausgabe von "Possession" und darüber ein leuchtendes Sonnenglas mit Glasmurmeln.

Nach dem letzten Update gab es erst einmal Frühstück, nebenbei habe ich meinen Feedreader geleert und meinem Mann zugehört, der ein paar Gedanken loswerden musste. (Es ist wirklich faszinierend, wie viele Beschwerden ich gerade über die Beziehungen in der Serie „iZombie“ zu hören bekomme – vor allem, da ich die Serie nach anfänglicher Begeisterung vor ein paar Jahren nicht weitergucken wollte, während er sie dieses Mal unbedingt bis zum Ende durchhalten will. *g*)

Rechts eine gefüllte French Press, mittig ein Papierbeutel mit Kaffeebohnen, links davon ist ein weiterer Beutel zu erahnen.

Nach dem Frühstück habe ich mir einen Milchkaffee gekocht, wobei es gerade überraschend schwierig ist mich für eine Bohnensorte zu entscheiden. Wenn ich überlege, dass ich eigentlich erst seit einem guten Jahr regelmäßig Kaffee trinke, finde ich es gerade überraschend faszinierend, wie spannend ich es gerade finde unterschiedliche Kaffeesorten zu testen. Gestern hatte ich eine Sorte, die sehr, sehr fruchtig schmeckte und kaum Geschmacksnoten aufwies, die ich normalerweise mit Kaffee in Verbindung bringe. Sehr faszinierend. *g* Mit meiner Tasse zurück auf dem Sofa habe ich mir dann „Possession“ geschnappt, während mein Mann eine weitere „iZombie“-Folge guckte.

Ein aufgeklapptes englisches Taschenbuch, im Hintergrund ist im Dunklen ein laufender Fernseher zu erahnen.

„Possession“ ist der vorletzte Band der Greywalker-Reihe von Kat Richardson und wie schon bei den vorhergehenden Teilen freue ich mich sehr über diese Mischung aus ungewöhnlicher Urban Fantasy, Lokalkolorid (sehr viele Beschreibungen von Seattle) und ungewöhnlicher Informationen (dieses Mal unter anderem rund um Tunnelbau, Archäologie und Bodenbedingungen im US-Bundesstaat Washington). Die Handlung selber dreht sich darum, dass die Protagonistin Harper Blaine in drei Fällen von Wachkoma-Patienten ermitteln muss, die anscheinend von Geistern besessen sind. So einfach ist es natürlich nicht und so sammelt die Privatdetektivin gerade eifrig Informationen über die drei Patienten – sowohl unter den Menschen, die sie gekannt haben, als sie noch gesund waren, als auch unter den Geistern von Seattle, die gerade ungewöhnlich aktiv sind. Jetzt lege ich das Buch aber erst einmal zur Seite und wandere eine Runde ins Bett, in der Hoffnung, dass ich etwas fehlenden Nachtschlaf nachholen kann.

 

Update 17:00 Uhr

Ein fischförmiges Gebäckstück auf einem kleinen Teller, im Hintergrund leuchtet ein Sonnenglas, rechts lässt sich eine große Tasse erahnen und links ein Taschenbuch.

Wieder wach, aber bevor ich eine Blogrunde drehe und Kommentar beantworte, gönne ich mir Tee und Taiyaki …

 

Update 21:00 Uhr (letztes Update)

Animal-Crossing-Screenshot, auf dem meine Figur in kurzer Hose, Top und Regenstiefeln neben einer japanischen roten Brücke zu sehen ist. Es Regnet und die einzigen leuchtenden Farben im Bild kommen von einem gelben Regenschirm und der roten Brücke.

Nachdem meiner Teezeit und einer Blog- und Kommentarrunde, habe ich erst einmal zur Switch gegriffen und „Animal Crossing“ gespielt. Ich muss gestehen, dass ich es zwar nicht so großartig finde, dass ich nun schon den dritten Tag in Folge Regen habe und deshalb bei meiner täglichen Spielrunde überall sprießende Blumen ausgraben muss, dass es aber auch sehr erholsam ist dem Regen im Spiel zu lauschen. Ich hätte nichts dagegen, wenn es auch in Wirklichkeit gerade so ausdauernd regnen würde. 😉 Nach dem Spielen habe ich wieder zu „Possession“ gegriffen – so langsam laufen die verschiedenen Handlungsstränge zusammen und ich bin gespannt, was am Ende die Lösung für all die unterschiedlichen unnormalen übernatürlichen Phänomene sein wird. Während ich noch las, hat mein Mann das heute morgen vorbereitete Abendessen in den Ofen geschoben. Ich muss gestehen, dass das ein weiterer Vorteil ist, wenn ich im Laufe des Tages „vorkoche“. 😉

Eine Auflaufform mit einem Brotauflauf, der dank Paprikastückchen und Maiskörnern schön farbig ausschaut.

Zum (sehr leckeren) Essen gab es eine Folge „The Good Place“ – nicht mehr lange und wir haben die dritte Staffel davon beendet. Ich muss zugeben, dass ich mich von der Serie nur ungern verabschiede, die hat uns bislang wirklich Freude bereitet, und es ist schade, dass wir nur noch eine weitere Staffel vor uns haben …

Ich drehe jetzt noch eine Kommentar- und Blogrunde und wandere dann auch bald ins Bett, weshalb das hier mein letztes Update für heute sein wird. Es hat mich gefreut, dass ihr euch heute trotz der Hitze zu mir gesellt und von eurem Tag erzählt habt. Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Sonntag und habt einen angenehmen Start in den Tag! Wir lesen uns (spätestens) in einem Monat wieder! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Natira
Anette

Fiona Longmuir: Looking for Emily

„Looking for Emily“ von Fiona Longmuir war eine spontane Bestellung, die ich in den letzten Tagen getätigt hatte, nachdem ich (mal wieder) auf Twitter über den Titel gestolpert war und den Klappentext sehr ansprechend fand. Die zwölfjährige Protagonistin Lily ist zu Beginn der Geschichte gerade erst mit ihrer Mutter aus der Großstadt in die kleine Küstenstadt Edge gezogen und sie ist nicht glücklich darüber. Edge ist viel zu klein und langweilig, nie passiert etwas in der kleinen Stadt und dann ist da noch die Tatsache, dass Lily niemanden in ihrer Klasse kennt und keine Freunde hat. Erst als sie über ein ungewöhnliches privates Museum stolpert, hat Lily das Gefühl, dass Edge immerhin ein Rätsel für sie zu bieten hat. Versteckt hinter einer unauffälligen Tür zwischen zwei kleinen Fischerhäuschen findet Lily in dem „Museum of Emily“ lauter kleine und alltägliche Dinge, die einmal einem Mädchen namens Emily gehört haben.

Was das Museum nicht zu bieten hat, ist eine Antwort darauf, wieso jemand all diese Dinge sorgfältig aufbewahrt und belabelt hat, und erst recht nicht darauf, wer Emily überhaupt war und was aus ihr geworden ist. Kurz nach der Entdeckung des Museums freundet sich Lily mit ihrer Nachbarin Sam und deren Freund Jay an und gemeinsam versuchen die drei mehr über Emily herauszufinden. Vor allem stürzen sich die Freunde dabei auf das Archiv der örtlichen Bibliothek und natürlich auf all die Schaustücke in Emilys Museum. Was ich etwas seltsam fand, war, dass keines der Kinder auf den Gedanken kam, dass sie mal jemanden nach Emily fragen könnten, der schon länger in Edge lebt, obwohl es viele Hinweise darauf gab, dass Emily in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren in dem Ort gelebt haben müsste. Natürlich sind die drei wild entschlossen selber herauszufinden, was mit Emily geschehen ist, aber meiner Meinung nach würde es doch auf der Hand liegen bei einem solchen Rätsel auch ältere Anwohner als Informationsquelle heranzuziehen. Aber vielleicht hatte die Autorin das Gefühl, dass sie mit Lily, ihren beiden Freunden, den Lehrerinnen, einer Bibliothekarin, Emily und all den dazugehörigen Familienmitgliedern schon genügend Figuren in ihre Geschichte gepackt hatte.

Außerdem war ich anfangs etwas verwirrt, was die Zeitspanne anging, in der die Handlung passierte, denn immer wenn ich den Eindruck hatte, dass mehrere Tage vergangen waren, gab es einen Satz, der zu sagen schien, dass die gerade gelesenen Sachen an einem einzigen Tag passiert sind. Während ich bei anderen Szenen das Gefühl hatte, das wäre direkt hintereinander passiert, während dann wieder ein Satz kam, der andeutete, dass mehr Zeit vergangen war. Diese Zeitverwirrtheit könnte aber auch an mir gelegen haben, da ich die ersten Kapitel mit relativ viel Abstand gelesen hatte, oder vielleicht lag es daran, dass am Anfang Lilys Passagen von kurzen Kapiteln unterbrochen wurden, in denen Emily von den Ereignissen erzählt, die zu ihrem Verschwinden geführt haben. In der zweiten Hälfte des Buches wurde das auf jeden Fall besser und grundsätzlich hat mich diese Verwirrtheit nicht so sehr gestört, dass sie mich aus der Geschichte rausgebracht hätte.

Insgesamt hat mir „Looking for Emily“ sehr gut gefallen. Ich mochte Lily mit all ihren Ecken und Kanten – sie macht es Sam und Jay nicht immer einfach mit ihr befreundet zu sein – und ich fand es sehr unterhaltsam zu verfolgen wie Lily und die beiden anderen zusammen mehr über Emily herausgefunden haben. Im Laufe der Zeit werden ihre Ermittlungen immer gefährlicher für die drei, was wirklich spannend zu lesen war. Vor allem, da die Protagonistin versucht sich erwachsene Hilfe zu holen und daran scheitert, dass sie nicht ernst genommen wird. Neben den fesselnden Passagen gelingt es Fiona Longmuir ihre Geschichte immer wieder mit amüsanten und heimeligen Elementen aufzulockern und einem beim Lesen die Gewissheit zu vermitteln, dass am Ende alles gut ausgehen wird. Außerdem bin ich – auch nach dem Lesen des Romans – immer noch ganz verliebt in die Idee eines „Museums of Emily“ und all die kleinen Details, die Lily, Sam und Jay über all die alltäglichen Ausstellungsstücke über Emily herausgefunden haben und finde, dass das eine wunderbare Basis für eine Geschichte ist.

Nancy Jackman (with Tom Quinn): The Cook’s Tale – Life below stairs as it really was

„The Cook’s Tale – Life below stairs as it really was“ ist die Biografie von Nancy Jackman, die aus Interviews entstanden ist, die die ehemalige Köchin mit dem Autor Tom Quinn in den vier Jahren vor ihrem Tod 1989 geführt hat. Nancy Jackman wurde 1907 in einem kleinen Dorf in Norfolk geboren. Ihr Vater war ein Landarbeiter, ihre Mutter ein ehemaliges Dienstmädchen und Nancy hatte das Glück, das einzige Kind ihrer Eltern zu sein, so dass sie relativ viel Aufmerksamkeit von ihnen bekam und trotz der Armut ihrer Eltern eine glückliche Kindheit hatte. Da ihrer Mutter bewusst war, dass die größte Chance ihrer Tochter darin lag, eine Anstellung als Haus- oder Küchenmädchen zu finden, hatte Nancy von ihr schon früh die grundlegenden Dinge beigebracht bekommen, die sie für so eine Stelle benötigen würde. Mit 14 Jahren trat Nancy ihre erste Anstellung als Küchenmädchen an, aber schon vorher hatte sie einen Job, in dem sie einen Tag in der Woche als Dienstmädchen für einen älteren Landwirt in der Nachbarschaft ihrer Eltern arbeitete.

In vielen kleinen und größeren Anekdoten erzählt Nancy Jackman in „The Cook’s Tale“ von ihrem Weg vom unerfahrenen Küchenmädchen zu einer Köchin, die für mehrere Angestellte verantwortlich war. Dabei bietet das Buch nicht nur einen interessanten Einblick in das Leben „below stairs“, sondern zeigt auch die unglaubliche Entwicklung, die es zwischen den 1920ern und 1950ern für das gesellschaftliche Leben (sowohl der Herrschaft als auch ihre Dienerschaft) gegeben hat. Am Ende des Buches bleibt mir vor allem der Gedanke daran, wie einsam das Leben als Hausangestellte gewesen sein muss, und wie unsicher sich diese Menschen Tag für Tag gefühlt haben müssen, da fast jeder Aspekt ihres Lebens in den Händen von Personen lag, die vollkommen willkürlich mit ihnen umgehen konnten. Eine der größten Ängste, die Nancy Jackman hatte, war es, im Alter im Arbeitshaus zu landen und gezwungen zu werden, Straßen zu pflastern, so wie die alten Frauen, die sie als Kind gesehen hatte.

„The problem is that when you become a cook you worry too much and get stressed that things won’t come out right and it makes you crotchety. If things don’t come out right then cook is the first to hear about it and one bad meal could lead to the sack, so you end up living on your nerves. (Seite 130)“

Freundschaften zwischen den Bediensteten waren verpönt und es gab keinerlei Anlaufstelle für die jungen Angestellten, um sich Rat oder gar Hilfe zu holen. Wenn nicht eine Vorgesetzte großzügig genug war, um dem unerfahrenen Küchenmädchen zur Seite zu stehen und ihr Wissen weiterzugeben, dann gab es keinerlei Chance, sich weiterzuentwickeln und eventuell eine bessere Position einzunehmen. Nancy selber hatte solches Glück und bekam von der Köchin, unter der sie als erstes gearbeitet hat, den Tipp, ein Notizbuch zu führen, in dem sie alle Küchenkniffe und alle Rezepte sammeln konnte. Im Laufe ihres Arbeitsleben hat ihr dieses Notizbuch mit all den darin gesammelten Rezepten so einige Türen geöffnet, aber das änderte nichts daran, dass ihr Leben hart und aufreibend war. In extremen Zeiten hieß es für Nancy Jackman, 16 Stunden am Stück zu arbeiten, nur um mitten in der Nacht geweckt zu werden, weil einer ihrer Arbeitgeber etwas zu essen oder trinken haben wollte, und am Ende der Woche konnte sie froh sein, wenn sie einen halben Tag frei bekam.

Natürlich haben sich die Arbeitsbedingungen für Bedienstete im Laufe der Jahrzehnte geändert. Es wird in „The Cook’s Tale“ deutlich, was für ein Einschnitt der Zweite Weltkrieg in dieser Beziehung war. Die „Herrschaften“ wurden ärmer und konnten sich weniger Personal leisten, während den Bevölkerungsschichten, die traditionell für diese Herrschaften gearbeitet haben, neue Berufe offenstanden – Berufe, die mehr Sicherheit, mehr Einkommen und deutlich weniger Arbeitsstunden mit sich brachten. All das hat auch für Nancy Jackson dazu geführt, dass ihr Leben zum Ende ihrer Arbeitszeit einfacher wurde und dass sie wählerischer sein konnte bei der Wahl ihrer Arbeitsstellen, aber bei mir bleibt nach dem Lesen von „The Cook’s Tale“ trotzdem vor allem diese Angst vor einem Leben in Armut hängen, die die ersten Jahrzehnte ihres Lebens beherrscht habt. Eine Angst, die – obwohl Nancy Jackman immer wieder betont, dass ihre Eltern sie geliebt haben – ihre Mutter dazu brachte, ihre minderjährige Tochter in den Dienst eines Landwirtes zu stellen, von dem sie nur hoffte, dass er sie am Ende heiraten müsste.

Was schön war (2)

Auch in diesem Jahr haben wir uns Urlaub genommen, um das japanische Filmfest, das jährlich in unserer Stadt stattfindet, genießen zu können. Da wir uns bei dem Gedanken unwohl fühlten, dass wir stundenlang in schlecht gelüfteten und voll besetzten Kinosälen sitzen würden, haben wir uns wieder auf das Online-Angebot beschränkt. Was bedeutete, dass wir nicht alle Filme des Festivals zur Auswahl hatten, aber insgesamt haben wir zwischen dem 31. Mai und 06. Juni eine bunte Mischung japanischer Filme genießen können.

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Am ersten Abend haben wir „They Say Nothing Stays the Same“ geschaut, weil ich hoffte, dass uns das Regiedebüt von Joe Odagiri nicht nur schöne Landschaftsaufnahmen, sondern auch eine nette Geschichte rund um einen alten Fährmann präsentieren würde. Die Handlung spielt Ende des 19. Jahrhunderts und dreht sich darum, dass der Bau einer Brücke den Fährmann Toichi (Akira Emoto) in absehbarer Zeit arbeitslos machen wird. Der Kern der Handlung ist natürlich, dass es keinen Stillstand gibt und sich alles ständig ändert, und eine gewisse Melancholik ist bei dem Thema natürlich zu erwarten, vor allem, wenn die Handlung aus Sicht einer Person erzählt wird, die durch den Wandel ihren Lebensunterhalt verliert. Dummerweise erzählt Joe Odagiri seine Geschichte voller Plattheiten und Wiederholungen, und seine einzige Aussage scheint „früher war alles besser“ zu sein. Außerdem greift er in seinem Film nicht nur auf Handlungselemente zurück, die unnötig brutal sind, sondern er scheint seine Zuschauer auch für begriffsstutzig zu halten, so dass er seine Botschaften immer wieder wiederholt und am Ende sogar mehrfach von den diversen Figuren aussprechen lässt. Ich muss gestehen, dass ich bis zur Hälfte des Films noch die Hoffnung auf überraschende Elemente und Wendungen hatte, die das Ganze vielleicht hätten retten können, außerdem waren die Naturaufnahmen wirklich wunderschön und haben mich bis dahin über die nervigeren Elementen hinweggetröstet. Aber insgesamt wuchs meine Frustration mit dem Film im Laufe des Abends immer mehr und mein Mann meinte am Ende, dass er es wirklich bedauert, dass er für so etwas mehr als zwei Stunden seiner Urlaubszeit aufgewandt hat.

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Am zweiten Tag haben wir den Film „Ninja Girl“ geschaut – für uns beim Anschauen des Programms der vielversprechendste Film, aber leider war diese Satire dann doch ein Enttäuschung. Die Grundidee klang nett (junge, schüchterne Beamtin bekommt von ihrem Großvater auf dem Sterbebett erzählt, dass sie von einer Ninja-Familie abstammt, und den Auftrag erteilt, seinen Kampf gegen die rassistische Stadtverwaltung weiterzuführen) und ich denke immer noch, dass sich daraus ein sehr cooler Film hätte machen lassen können. Aber am Ende war ich richtig frustriert beim Angucken, weil es so unendlich viele unlogische Handlungselemente in dem Film gab (sowohl was die Motive der Figuren anging, als auch bei so einfachen Dingen wie zeitliche Abfolge der Ereignisse) und wir so oft das Gefühl hatten, dass Yu Irie (der für Drehbuch und Regie verantwortlich war) sich einfach nur gefragt hat, welche Szenen er gern in seinem „Ninja-Film“ sehen würde, ohne sich darüber Gedanken gemacht zu haben, wie diese Szenen in die Gesamthandlung passen würden.

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Nach einem Tag Pause, damit wir uns etwas von den Enttäuschungen erholen konnten, haben wir uns an „The Sunday Runoff“ gewagt und damit zum Glück genau die Art von Film präsentiert bekommen, die wir davon erwartet hatten. Die Handlung dreht sich um Tsutomu Tanimura (Masataka Kubota), der als Privatsekretär für den Politiker Shohei Kawashima im Unterhaus des japanischen Parlaments arbeitet. Als sein Chef einen Schlaganfall erleidet, wird dessen älteste Tochter Yumi (Rie Miyazawa) als Nachfolgerin ausgewählt – vor allem, weil die Parteikollegen davon ausgehen, dass die Frau leicht manipulierbar sein wird. Doch Yumi Kawashima ist alles andere als eine gefügige Marionette, und sowohl ihre verwöhntes Wesen als auch ihre unberechenbare Art machen Tsutomu das Leben ziemlich schwer. „The Sunday Runoff“ ist eine sehr solide gemachte Komödie über die Korruption in der (japanischen) Politik, über die Machenschaften der etablierten Politiker und die Geschäftsmänner und Lobbyisten, die hinter diesen Personen stehen, und wir haben uns beim Anschauen sehr gut unterhalten gefühlt. Ich weiß nicht, wie viel ich langfristig von dem Film noch in Erinnerung behalten werde, aber die fast zwei Stunden, die wir mit den Charakteren verbracht haben, haben viel Spaß gemacht (und in mir immer wieder Erinnerungen an die Dokumentation „i – Documentary Of The Journalist“ geweckt, in der viele alte japanische Politiker gezeigt werden, die sich ihrer Macht und Position nur allzu gewiss sind).

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Der letzte Film des japanischen Filmfestivals in diesem Jahr war für uns „Salaryman“ von der costa-ricanischen Künstlerin und Fotografin Allegra Pacheco, die damit ihr Debüt als Dokumentarfilmerin vorlegte. Ich muss gestehen, dass mich ein paar der Bilder im Trailer etwas misstrauisch gemacht hatten, weil ich fürchtete, dass diese Dokumentation sich mehr um die Regisseurin als ihr Thema drehen würde (und ja, es gab auch wirklich mehr Szenen und Informationen über Allegra Pacheco, als meiner Meinung nach notwendig gewesen wären), aber auf der anderen Seite haben mich die Aussagen der „Salarymen“ über ihre Arbeit und ihre Stellung in ihren Firmen sehr neugierig gemacht. All die Interviews mit den – in der Regel männlichen – Büroangestellten, die sich Tag für Tag als gesichtslose Masse in schwarzen Anzügen durch japanische Großstädte bewegen und auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Familienlebens die Wirtschaft am Laufen halten, und die dann nach der Arbeit im Kollegenkreis saufen bis zum umfallen, fand ich sehr spannend. So viele hoffnungslose und (alkohol-)kranke Männer, so viele ältere Männer, die sich eingeredet haben, dass sie sich ja immerhin am Wochenende um ihre Familien gekümmert haben, so viele Männer, die glauben, dass ihre Firma zusammenbricht, wenn sie nicht 70 bis 100 Stunden pro Woche arbeiten, während sie sich gleichzeitig durchaus darüber im Klaren sind, dass sie für ihre Arbeitgeber jederzeit ersetzbar sind.

Auf der anderen Seite diejenigen, die versuchen einen Weg zu finden, um trotz ihrer Arbeit ihre Lebensfreude (einer von diesen Salaryman verwendete sogar den Begriff „Menschlichkeit“) nicht zu verlieren und dabei zum Beispiel so etwas wie „extreme commuting“ betreiben. Was in diesem Fall bedeutete, dass eine Gruppe von Kollegen einen internen Wettbewerb darüber laufen hat, wer die spannendsten und ungewöhnlichsten Aktivitäten (wie z.B. Kanu- oder Riesenrad fahren, Surfen, Sehenswürdigkeiten abklappern, Onsen besuchen u.ä.) zwischen Aufwachen und Arbeitsbeginn auf die Reihe bekommt. Dazu mochte ich noch erwähnen, dass die Regisseurin auch über die weiblichen Büroangstellten sprach und einige von ihnen zu Wort kommen ließ. Kaum eine der interviewten Frauen war wirklich eine „Salarywoman“, aber ihr Arbeitstag ist nicht weniger lang und hart als die der Salaryman und auch unter ihnen ist „Tod durch Überarbeitung“ oder „Selbstmord aufgrund von Überarbeitung“ ein großes Risiko. Am Ende war ich zwar von der Art und Weise, in der Allegra Pacheco diese Dokumentation aufbereitet hat, nicht ganz glücklich, fand aber all die Interviews spannend zu verfolgen.

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Da wir in den vergangenen Tagen immer wieder an frühere Filme, die wir beim Filmfestival gesehen haben, denken mussten, werden wir wohl in der kommenden Wochen unsere Urlaubstage weiterhin mit dem einen oder anderem japanischen Werk verbringen. Zumindest hat mein Mann schon die BluRays von „The Woodsman and the Rain“, „Uzumasa Limelight“, „Beyond the Infinite Two Minutes“ und „Shin Godzilla“ rausgekramt … Ich weiß nicht, ob es ein Glück (für unseren Geldbeutel und Regalplatz) oder Pech ist, dass so wenige Filme, die uns beim japanischen Filmfestival gefallen haben, später auf BluRay oder DVD erhältlichlich sind, aber die, die wir in unseren Besitz haben, genießen wir doch immer wieder.

Juni-SuB 2022

Irgendwo in meinen SuB-Liste gibt es eine Differenz, der ich momentan nicht auf die Spur komme. Ich glaube, ich muss mir die Listen demnächst einmal in Ruhe anschauen und mit meinem realen SuB vergleichen. (Vielleicht bekomme ich das ja noch auf die Reihe solange mein Mann Urlaub hat, dann stelle ich ihn vor mein Bücherregal, während ich die Listen durchgucke. *g*) Ansonsten habe ich im Mai erstaunlich viel gelesen – sehr viele Novelettes und Kurzgeschichten, wenige Romane mit normalem Umfang, aber immerhin habe ich gelesen und das hat wirklich gut getan.

Ansonsten haben wir gerade „Urlaubshalbzeit“ und schauen jeden Tag einen japanischen Film, der im Onlineprogramm des Filmfestivals angeboten wird. Da die Kinovorstellungen in diesem Jahr wieder „normal“ liefen (also ohne Masken und 100%iger Sitzplatzbelegung) und die Festival-Kinos schon unter normalen Umständen nicht gerade den besten Luftaustausch bieten, haben wir auf alle anderen Angebote des Festivals lieber verzichtet. Den Rest des Tages spielen oder lesen wir und das ist wunderbar – allerdings muss ich so langsam schon wieder aktiv daran arbeiten die wartende To-do-Liste zu verdrängen, damit es mit der Erholung bis Mitte Juni weiterhin klappt. 😉

 

Belletristik-SuB:

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  3. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  4. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  5. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  6. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  7. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  8. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  9. Kalynne Bayron: This Poison Heart
  10. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  11. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  12. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
  13. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  14. Rhys Bowen: Naughty in Niece (Royal Spyness 5)
  15. Rhys Bowen: The Twelve Clues of Christmas (Royal Spyness 6)
  16. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  17. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  18. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  19. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  20. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  21. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  22. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  23. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  24. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  25. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  26. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  27. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  28. Soman Chainani: Quests for Glory (The School for Good and Evil 4)
  29. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  30. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  31. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  32. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  33. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  34. Sarah Driver: Once we were Witches
  35. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  36. Joseph Elliott: The Good Hawk (Shadow Skye 1)
  37. Louise Erdrich: The Birchbark House
  38. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  39. Anita Frank: The Lost Ones – Some Houses are Never at Peace
  40. Francesca Gibbons: A Clock of Stars 1 – The Shadow Moth
  41. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  42. Nicole Glover: The Conductors
  43. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  44. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  45. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  46. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  47. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  48. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  49. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  50. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  51. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  52. Alexis Hall: The Affair of the Mysterious Letter
  53. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  54. Rachel Hartman: Seraphina
  55. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  56. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  57. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  58. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  59. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  60. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  61. Sharna Jackson: The Good Turn
  62. Catherine Johnson: A Nest of Vipers
  63. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  64. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  65. Diana Wynne Jones: Power of Three
  66. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  67. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  68. Celine Kiernan: Geisterpfade
  69. Celine Kiernan: Königspfade
  70. Celine Kiernan: The Little Grey Girl (The Wild Magic Trilogy 2)
  71. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  72. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  73. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  74. R. F. Kuang: The Poppy War
  75. L.D. Lapinski: The Strangeworlds Travel Agency 3 – The Secrets of the Stormforest
  76. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  77. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  78. Darcie Little Badger: Elatsoe
  79. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  80. Fiona Longmuir: Looking for Emily
  81. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  82. Seanan McGuire: Middlegame
  83. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  84. Seanan McGuire: Spelunking Through Hell (InCryptid 11)
  85. Hilary McKay: The Time of Green Magic
  86. Robin McKinley: Sunshine
  87. Robin McKinley: Dragonhaven
  88. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  89. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  90. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  91. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Breaks a Kingdom
  92. Kate Milford: The Boneshaker
  93. Kate Milford: Bluecrowne
  94. Kate Milford: The Thief Knot
  95. Ashia Monet: The Black Veins (Black Magic 1)
  96. Maya Montayne: Nocturna
  97. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  98. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  99. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  100. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  101. Bishop O’Connell: The Stolen
  102. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  103. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  104. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  105. Natalie C. Parker: Seafire
  106. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  107. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  108. C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
  109. C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
  110. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  111. Sarah Prineas: Dragonfell
  112. Benjamin Read & Laura Trinder: The Midnight Howl (The Midnight Hour 2)
  113. Benjamin Read & Laura Trinder: The Midnight Hunt (The Midnight Hour 3)
  114. Philip Reeve: Larklight
  115. Kat Richardson: Downpour (Greywalker 6)
  116. Kat Richardson: Seawitch (Greywalker 7)
  117. Kat Richardson: Possession (Greywalker 8)
  118. Kat Richardson: Revenant (Greywalker 9)
  119. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  120. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  121. John Scalzi: Fuzzy Nation
  122. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  123. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  124. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  125. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  126. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  127. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  128. Charles den Tex: Die Zelle
  129. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  130. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  131. Sarah Tolcser: Song of the Current
  132. Jessica Townsend: Hollowpox – The Hunt for Morrigan Crow
  133. Tiffany Trent: Unnaturalist
  134. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  135. Renee Watson: Piecing Me Together
  136. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  137. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  138. Martha Wells: The Cloud Roads
  139. J.T. Williams: Drama and Danger (The Lizzie and Belle Mysteries 1)
  140. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  141. Kate Williams: The Babysitter Coven 2 – For Better or Cursed
  142. Amy Wilson: Angel and Bavar
  143. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  144. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  145. Xinran: Gerettete Worte
  146. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes
  147. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  148. Kelly Yang: Front Desk
  149. Damaris Young: The Switching Hour
  150. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  151. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  152. Ibi Zoboi: Pride

148 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB: (immer noch unvollständig)

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  6. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  7. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  8. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  9. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  10. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  11. Lily Koppel: The Astronaut Wives Club
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Gail MacColl/Carol McD. Wallace: To Marry an English Lord
  14. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  15. Leo Marks: Between Silk and Cyanide – A Code Maker’s War 1941-45
  16. Molly Peacock: The Paper Garden – An Artist Begins Her Life’s Work at 72
  17. Michael du Preez und Jeremy Dronfield: Dr. James Barry – A Woman Ahead of Her Time
  18. Margaret Powell: Below Stairs – The Bestselling Memoirs of a 1920s Kitchen Maid
  19. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  20. Ronen Steinke: Der Muslim und die Jüdin – Die Geschichte einer Rettung in Berlin
  21. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking

21 Titel auf dem SuB zum Montatsanfang

Lese-Sonntag im Mai 2022

Uff, das war bislang kein guter Blogmonat und ich fürchte, dass es so auch noch eine Weile bleiben wird. Ich habe viel um die Ohren, mein Mann hat gerade unberechenbare Arbeitszeiten, was auch immer meinen Rhythmus aus dem Tritt bringt, und nur noch eine Woche und dann beginnt sein Urlaub. Außerdem leben wir – dank der hohen Außentemperaturen – schon wieder den ganzen Tag in der verdunkelten Wohnung, was meine Laune auch nicht gerade hebt. Aber ich bin wild entschlossen trotzdem diesen Lese-Sonntag zu genießen, weshalb wir uns für heute Vormittag (solange wir auf der West-Seite der Wohnung noch etwas Licht reinlassen können) eine Runde „Seize the Bean“ vorgenommen haben. Und nach der Brettspielrunde suche ich mir ein nettes eBook – ich habe ja genügend ungelesene Titel auf dem eReader, um etwas Passendes für meine aktuelle Stimmung zu finden. Aber vorher gönne ich mir etwas entspannte Zeit zum Wachwerden …

 

Update 10:45 Uhr

Ein eReader mit dem Anfang der Kurzgeschichte "Bånd", die die Tags: asexual character, biromantic character, curses (accidental), interspecies romance, magic user, magical mishap, mlm, norway, past tense, pov third person limited, reaper, witch zeigt.

In den letzten 2 1/2 Stunden habe ich die nächtliche Timeline aufgelesen (auch nach Verkündigung des ESC-Gewinners haben wohl noch einige daran zu knabbern gehabt, dass Deutschland mal wieder auf dem letzten Platz gelandet ist, während meine englischsprachige TL sich über das Abschneiden von Ukraine und UK gefreut hat), meinen Feedreader geleert (sorry, wenn die Beiträge zu lange darin ruhen, fällt mir in der Regel kaum noch was zum Kommentieren ein) und das Geschirr von gestern Abend abgewaschen. Außerdem habe ich die Kurzgeschichte „Bånd“ von Florence Vale gelesen, die Teil der „Add Magic to Taste“-Anthologie ist, die ich vor Kurzem über Kickstarter bekommen habe. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Thomas erzählt, der ein Café mit „extra Service“ betreibt – genau genommen hat er eine zusätzliche Lizenz, um Zauber zu verkaufen. Dummerweise verflucht er aus Versehen einen Kunden und muss nun einen Weg finden, um diesen Fluch wieder aufzuheben, was bedeutet, dass er viel Zeit mit seinem Kunden verbringen muss … Alles in allem war das eine wirklich süße Liebesgeschichte, auch wenn ich gestehen muss, dass sich die bislang gelesenen Geschichten in dieser Anthologie überraschend ähnlich anfühlen, wenn ich bedenke, dass sie von den verschiedensten Autor*innen sind.

 

Update 13:30 Uhr

Eine Auswahl Karten aus dem Spiel "Seize the Bean", die die Kundengruppen "Locals", "Families", "Students" und "Health Nuts" und die dazugehörigen Geschäftsausbauten und Produktangebote zeigt.

Nach dem letzten Update haben mein Mann und ich eine Runde „Seize the Bean“ gespielt, dieses Mal mit dem „Prenzlauer Berg“-Setting, bei dem die Kundengruppen „Friendly Locals“, „Families“, „Students“, „Health Nuts“, „Board Game Geeks“ und „Tourists“ bedient werden mussten. Dabei haben wir heute vermutlich mehr Zeit mit Auf- und Abbau verbracht als mit dem eigentlichem Spiel, da ich eine sehr günstige Kombination aus Produkt-Nachschub und Kunden erwischt hatte und meine „Board Game Geeks“-Kunden dafür sorgten, dass ich innerhalb kürzester Zeit so viele positive Bewertungen hatte, dass das Spiel vorbei war und wir Punkte zählen konnten.

Ein Überblick über das Ende des Spiels, wobei bei meinem Spielbereich im Vordergrund sehr viele Plättchen mit positiven Bewertungen zu sehen sind.

Das war eine sehr seltsame Spielerunde, aber es war auch lustig zu sehen wie unterschiedlich die verschiedenen Spiele selbst mit den selben Kundengruppen sein können, weil eben sehr viel davon abhängt in welcher Reihenfolge die Karten gezogen werden und ob die Läden gut ausgebaut werden können oder nicht. Bislang macht uns das Spiel wirklich viel Spaß und ich bin schon gespannt, wie es beim nächsten Mal wird, wenn wir uns „Berlin Mitte“ nähern und vollkommen neue Kundengruppen treffen werden. 😉

Zwei Brötchen mit (viel) Salat und einer nur erahnbaren Käsescheibe auf einem Holzbrett und eine große Tasse mit schwarzem Tee und etwas Milch.

Nach dem Brettspielen wurde es Zeit für mein Frühstück (nach langer Zeit mal wieder Aufbackbrötchen) und nun werde ich wohl mal zum eReader greifen und schauen, ob mich spontan einer der Titel darauf anspricht. Es ist wirklich unglaublich, wie viele ungelesene Romane darauf schlummern – und wie wenig davon immer zu meiner jeweils aktuellen Lesestimmung passen. 😉

 

Update 16:00 Uhr

Die erste Seite von "Private Eye". Der Text beschreibt, wie die Protagonistin eines Tages eine Banshee in ihrer Pfandleihe stehen hat, die ihr erzählt, dass sie ihre Großmutter sei.

Nach dem letzten Update habe ich mich ein bisschen durch meinen eReader gewühlt und dann beschlossen, dass ich mir spontan „Private Eye“ von Alyssa Day runterladen und anfangen könnte. Den ersten Band der „Tiger’s Eye Mysteries“ habe ich in den letzten Tagen gelesen und fand die Geschichte amüsant und wunderbar entspannend – für mich gerade genau die richtige Mischung aus Cozie (wenn ich das bei all den Leichen überhaupt sagen kann) und Urban Fantasy. Ich mag wie die Charaktere miteinander umgehen und ich muss gestehen, dass ich so langsam neugierig auf Details rund um den Weltenbau werde (allerdings nicht so neugierig, dass ich momentan Lust hätte die Atlantis-Reihe der Autorin anzufangen, von der die „Tiger’s Eye Mysteries“ ein Spin-off sind).

Links der geöffnete eReader mit meiner aktuellen Lektüre, unten rechts eine Glasschale mit Vanillequark, oben rechts ist noch eine große Tasse mit Milchschaum zu erahnen.

Außerdem habe ich in der Zwischenzeit das Fladenbrot fürs heutige Abendessen gebacken und mir eine Portion Vanillequark (und Chai mit Milchschaum) gegönnt. Bevor ich weiterlese oder eine Runde „Animal Crossing“ spiele, drehe ich erst einmal eine Blogrunde und schaue, was ihr heute Nachmittag so gemacht habt. 🙂

 

Update 18:45 Uhr

Meine Animal-Crossing-Figur mit einem geflochtenen Hut, einer kurzen Hose und einem bunten Top vor einem Steinkreis, der zwischen Tannen verborgen ist.

Die Blogrunde nach dem letzten Update hat ein bisschen Zeit gekostet und so habe ich seitdem nicht viel mehr als „Animal Crossing“ spielen auf die Reihe bekommen und ein bisschen mit meinem Mann geschwatzt, der mit unserem Vermieter kommunizieren musste. *g* Jetzt drehe ich eine weitere Blogrunde (irgendwie ist mein Rhythmus heute so, dass ich eure Kommentare anscheinend immer knapp verpassen) und gehe dann kochen. 🙂

 

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Zwei Stücke Fladenbrot, die dekorativ gefüllt sind.

Zum Abendessen gab es Fladenbrot, das ich mit Salat, Halloumi und Frühlingszwiebelringen gefüllt habe und dazu haben wir heute ein bisschen „Kühlschrank öffne dich!“ geschaut. Ansonsten habe ich „Private Eye“ beendet und mich gut amüsiert. Die Bücher sind eigentlich nicht so gut geschrieben und die Geschichten relativ vorhersehbar, aber ich mag die vielen kleinen Szenen zwischen der Protagonistin und all den anderen Figuren und diese kleinen „Hinterwäldler“-Momente. In der Realität bin ich definitiv für scharfe Waffengesetze und ihre Durchsetzung, in Romanen hingegen kann ich sehr gut damit leben, wenn ältere Diner-Gäste der Protagonistin zur Hilfe eilen, indem sie zwei Schlägern zeigen, dass sie nicht wehrlos sind und die größeren Waffen bei der Hand haben … 😉

Noch ein Ausschnitt aus "Private Eye" - dieses Mal wird die Protagonistin bedrohnt und zwei ältere Diner-Gäste zücken ihre Waffen, um ihr zur Seite zu stehen.

Sehr lange werde ich nicht mehr wach bleiben, weshalb das hier mein letztes Update ist. Ich fand es wieder sehr schön den heutigen Tag so entspannt zu verbringen und habe ich sehr gefreut, dass sich mir so viele angeschlossen haben! Ich hoffe, ihr habt einen guten Start in die Woche! 🙂

 

 

***

Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Anette
Natira
Sayuri
Neyasha

Rae Carson: The Girl of Fire and Thorns

Ich muss gestehen, dass der Debütroman von Rae Carson ziemlich an mir vorbeigegangen ist, als er vor ca. 11 Jahren erschien, obwohl ich mir sicher bin, dass einige Personen ihn gelesen haben, deren Blogs ich folg(t)e. Und ich habe keine Ahnung mehr, was mich im vergangenen Herbst dazu brachte, spontan das eBook zu kaufen (wenn ich mal vom günstigen Preis absehe). Aber ich bin sehr froh, dass ich mir den Roman gegönnt habe, und habe in der vergangenen Woche gespannt all die Ereignisse rund um die Protagonistin Elisa verfolgt. Elisa ist „die Auserwählte“, diejenige, die am Tag ihrer Taufe von Gott mit einem Edelstein im Bauchnabel versehen wurde. Elisa wird irgendwann in ihrem Leben hoffentlich eine große Aufgabe erfüllen, doch was für eine Aufgabe das sein wird, weiß niemand. Und Elisa ist diejenige, die am wenigsten von allen versteht, warum gerade sie auserwählt wurde – was auch der Grund dafür ist, dass sie im Laufe der Zeit eine ausgewachsene Essstörung entwickelt hat, die dafür sorgt, dass Elisa ziemlich dick ist.

An ihrem sechzehnten Geburtstag wird Elisa mit König Alejandro verheiratet und reist mit ihm in seine Heimat. Dort muss sie zu ihrer großen Überraschung feststellen, dass Alejandro ihre Hochzeit erst einmal geheimhalten will und sie nur als Ehrengast bei Hof vorstellt. Doch das Leben und die Intrigen an diesem fremden Hof sind nur eine der Herausforderungen, die auf Elisa warten. An den Grenzen des Landes stehen feindliche Truppen, Rebellen sorgen für Unruhen und schon bald findet Elisa heraus, dass es deutlich mehr über den Götterstein in ihrem Bauchnabel zu wissen gibt, als ihr beigebracht wurde. Während Elisa anfangs schüchtern und voller Minderwertigkeitskomplexe ist, fand ich es schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt und an ihren Herausforderungen wächst. Ich fand es durchaus verständlich, dass Elisa das Gefühl hatte, dass sie neben ihrer schönen, klugen und weltgewandten großen Schwester Alodia verblasst und dass ihre Gesellschaft nur wegen des Göttersteins gesucht wird. So versteckt sie sich vor der Welt hinter ihrem Essen und hinter Schriftrollen, die ihr vielleicht mehr zu ihrem Schicksal verraten können.

Dabei gibt es immer wieder Momente, in denen Elisa schon früh beweist, dass sie eine kluge und herzliche Person ist. Ich mochte es zum Beispiel sehr, wie sie im Laufe der Geschichte auf ihren Mann Alejandro reagierte. Anfangs ist sie – verständlicherweise – überwältigt davon, dass ein erfahrener und so gut aussehender Mann so freundlich mit ihr umgeht, während sie mit jeder weiteren Begegnung mehr über ihn lernt und so auch seine Schwächen wahrnimmt. Sie bemüht sich während der gesamten Handlung von „The Girl of Fire and Thorns“ hart darum, sich den Respekt der Personen um sich herum zu erarbeiten. Und je mehr Elisa den anderen Menschen beweist, dass sie mehr ist als nur die Trägerin des Göttersteins, dass sie eine Person ist, die ihre Versprechen hält und bereit ist, wirklich weit zu gehen, um diejenigen zu beschützen, die ihr am Herzen liegen, desto mehr lernt sie sich selbst zu mögen und ihren Fähigkeiten zu vertrauen. Ich mochte es sehr, wie Rae Carson nicht nur Elisa, sondern auch all die anderen Figuren in dieser Geschichte angelegt hat. Wenn ich ehrlich bin, sorgte die Autorin schon früh dafür, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, ich könne keinem Charakter rund um Elisa vertrauen. Aber Rae Carson gelang es auch, mir zu vermitteln, dass jede ihrer Figuren einen guten Grund für ihr Handeln hat – und das hat mir wirklich viel Spaß gemacht.

Interessant fand ich auch den Weltenbau bei „The Girl of Fire and Thorns“, denn Rae Carson lässt dabei viele Elemente offen und bietet relativ wenig Erklärungen für diese Mischung aus arabischer und spanischer Kultur. Die wenigen Hinweise, die es in den „religiösen Texten“ gibt, die Elisa regelmäßig liest, haben bei mir das gleiche Gefühl hinterlassen wie viele ältere SF-Romane, die ich früher gelesen habe. So als ob die Autorin eine grobe Idee hatte, die darauf basiert, dass eine (unsere?) Welt aufhörte zu existieren und ihre Bewohner deshalb in einer anderen Welt Zuflucht fanden. Das würde die Mischung aus vertrauten und ungewöhnlichen Elementen ebenso erklären wie einige der Legenden rund um vergangene Ereignisse. Auf der anderen Seite bot mir Rae Carson beim Lesen aber auch sehr viele realistische und alltägliche Details rund um das Überleben in der Wüste, das Bewegen in der Natur und die Dinge, auf die jemand achten muss, der ohne Vorräte in der Wildnis zurechtkommen muss. Ich mochte es sehr, dass in ihrer Welt nicht einfach Bogenschützen in der Wüste unterwegs sind, denn schließlich müssen sich die Menschen am Rande der Wüste gut überlegen, ob sie irgendwo Holz für Pfeile und Bögen herbekommen oder ob sie ihren Krieg nicht eher mit Schleudern und ähnlichen Mitteln führen sollten.

All diese Elemente zum Weltenbau und zum Alltag der Figuren mochte ich sehr. Ebenso gefiel es mir, wie die Autorin ihre Charaktere angelegt hatte, und ich fand es faszinierend, Elisa zu begleiten, während sie an all ihren Herausforderungen wächst. Insgesamt hat die Handlung einen gefährlichen „noch ein Kapitel“-Sog auf mich ausgeübt, der für längere Frühstückspausen gesorgt hat, als ich mir eigentlich leisten konnte. Die Geschichte ist am Ende von „The Girl of Fire and Thorns“ noch nicht abgeschlossen, aber der Ausklang des Romans ist so rund, dass das Buch für sich stehen kann. Ich fürchte allerdings, dass ich mit wohl in näherer Zukunft noch die nächsten Bände holen werde, auch wenn ich eigentlich eine eBook-Kaufpause einlegen wollte, bis ich wieder ein paar Titel aus meinem Bestand gelesen habe. Aber ich möchte zu gern wissen, wie es mit Elisa und all den anderen Charakteren weitergeht und wie sie mit den weiteren Herausforderungen, die noch auf sie warten, umgehen wird.

Mai-SuB 2022

Ich habe das Gefühl, ich schreibe seit zwei Jahren, dass meine Monate nicht so laufen wie gedacht oder geplant. Aber ich muss auch zugeben, dass dieser April sich immerhin in der zweiten Hälfte „wie früher“ angefühlt hat. Ich hatte viel um die Ohren und mehr Termine, als mir lieb war, aber ich habe es geschafft relativ wenig Zeit online zu verbringen und dafür häufiger die Nase in meine Bücher zu stecken. Das hat mir definitiv gut getan! Außerdem hat es dafür gesorgt, dass ich relativ viel gelesen haben – auch wenn sich das nicht so sehr an meinem SuB-Stand abzeichnet, wie ich das gern hätte. Es ist schon seltsam, auf der einen Seite liebe ich die Auswahl, die mir mein SuB bietet (und habe regelmäßig das Gefühl, dass mir noch ein paar Bücher in diesem oder jenem Genre fehlen), auf der anderen Seite hätte ich auch gern eine sichtbare Schrumpfung, wenn ich viel lese … Allerdings müsste ich dafür weniger eBooks lesen. *g*

Ich hoffe, dass ich im Mai weiterhin meinen Kram ganz gut auf die Reihe bekomme und langfristig wieder in einen Rhythmus finde, der mir Zeit für all die Dinge lässt, die ich neben den notwendigen To-dos gern machen würde. Wobei ich jetzt schon sagen kann, dass ich in der zweiten Monatshälfte wenig Zeit für Arbeitskram haben werde, da mein Mann Urlaub haben wird. In diesen Wochen neigen wir ja dann doch dazu es uns gemütlich zu machen und unsere Zeit mit Brettspielen, Filmen und ähnlichen Dingen zu vertreiben. 🙂

Belletristik-SuB:

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  3. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  4. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  5. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  6. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  7. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  8. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  9. Kalynne Bayron: This Poison Heart
  10. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  11. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  12. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
  13. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  14. Rhys Bowen: Naughty in Niece (Royal Spyness 5)
  15. Rhys Bowen: The Twelve Clues of Christmas (Royal Spyness 6)
  16. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  17. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  18. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  19. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  20. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  21. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  22. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  23. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  24. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  25. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  26. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  27. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  28. Soman Chainani: Quests for Glory (The School for Good and Evil 4)
  29. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  30. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  31. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  32. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  33. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  34. Sarah Driver: Once we were Witches
  35. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  36. Joseph Elliott: The Good Hawk (Shadow Skye 1)
  37. Louise Erdrich: The Birchbark House
  38. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  39. Anita Frank: The Lost Ones – Some Houses are Never at Peace
  40. Francesca Gibbons: A Clock of Stars 1 – The Shadow Moth
  41. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  42. Nicole Glover: The Conductors
  43. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  44. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  45. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  46. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  47. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  48. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  49. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  50. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  51. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  52. Radiya Hafiza: Rumaysa Ever After
  53. Alexis Hall: The Affair of the Mysterious Letter
  54. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  55. Rachel Hartman: Seraphina
  56. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  57. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  58. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  59. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  60. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  61. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  62. Sharna Jackson: The Good Turn
  63. Catherine Johnson: A Nest of Vipers
  64. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  65. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  66. Diana Wynne Jones: Power of Three
  67. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  68. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  69. Celine Kiernan: Geisterpfade
  70. Celine Kiernan: Königspfade
  71. Celine Kiernan: The Little Grey Girl (The Wild Magic Trilogy 2)
  72. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  73. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  74. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  75. R. F. Kuang: The Poppy War
  76. L.D. Lapinski: The Strangeworlds Travel Agency 3 – The Secrets of the Stormforest
  77. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  78. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  79. Darcie Little Badger: Elatsoe
  80. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  81. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  82. Seanan McGuire: Middlegame
  83. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  84. Seanan McGuire: Spelunking Through Hell (InCryptid 11)
  85. Hilary McKay: The Time of Green Magic
  86. Robin McKinley: Sunshine
  87. Robin McKinley: Dragonhaven
  88. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  89. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  90. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  91. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Breaks a Kingdom
  92. Kate Milford: The Boneshaker
  93. Kate Milford: Bluecrowne
  94. Kate Milford: The Thief Knot
  95. Ashia Monet: The Black Veins (Black Magic 1)
  96. Maya Montayne: Nocturna
  97. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  98. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  99. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  100. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  101. Bishop O’Connell: The Stolen
  102. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  103. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  104. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  105. Natalie C. Parker: Seafire
  106. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  107. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  108. C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
  109. C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
  110. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  111. Sarah Prineas: Dragonfell
  112. Benjamin Read & Laura Trinder: The Midnight Howl (The Midnight Hour 2)
  113. Benjamin Read & Laura Trinder: The Midnight Hunt (The Midnight Hour 3)
  114. Philip Reeve: Larklight
  115. Kat Richardson: Labyrinth (Greywalker 5)
  116. Kat Richardson: Downpour (Greywalker 6)
  117. Kat Richardson: Seawitch (Greywalker 7)
  118. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  119. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  120. John Scalzi: Fuzzy Nation
  121. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  122. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  123. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  124. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  125. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  126. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  127. Charles den Tex: Die Zelle
  128. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  129. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  130. Sarah Tolcser: Song of the Current
  131. Jessica Townsend: Hollowpox – The Hunt for Morrigan Crow
  132. Tiffany Trent: Unnaturalist
  133. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  134. Renee Watson: Piecing Me Together
  135. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  136. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  137. Martha Wells: The Cloud Roads
  138. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  139. Kate Williams: The Babysitter Coven 2 – For Better or Cursed
  140. Amy Wilson: Angel and Bavar
  141. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  142. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  143. Xinran: Gerettete Worte
  144. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes
  145. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  146. Kelly Yang: Front Desk
  147. Damaris Young: The Switching Hour
  148. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  149. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  150. Ibi Zoboi: Pride

147 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB: (immer noch unvollständig)

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  6. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  7. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  8. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  9. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  10. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  11. Lily Koppel: The Astronaut Wives Club
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Gail MacColl/Carol McD. Wallace: To Marry an English Lord
  14. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  15. Leo Marks: Between Silk and Cyanide – A Code Maker’s War 1941-45
  16. Molly Peacock: The Paper Garden – An Artist Begins Her Life’s Work at 72
  17. Michael du Preez und Jeremy Dronfield: Dr. James Barry – A Woman Ahead of Her Time
  18. Margaret Powell: Below Stairs – The Bestselling Memoirs of a 1920s Kitchen Maid
  19. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  20. Ronen Steinke: Der Muslim und die Jüdin – Die Geschichte einer Rettung in Berlin
  21. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking

20 Titel auf dem SuB zum Montatsanfang

Lesen in den Mai

Mit „leichter“ Verspätung starte ich nun auch mal in Anettes „Lesen in den Mai“-Tag, nachdem ich tagsüber erst einige andere Dinge auf die Reihe bekommen musste. Aber jetzt habe ich den Rest des Tages „frei“ (wenn ich vom Kochen absehe) und kann mich meinen Büchern (und Spielen) widmen. So ganz bleibt es bei mir ja nicht bei einem „Lese“-Tag, wenn die Switch mich immer so freundlich anlächelt. 😉 Ich möchte heute aber auf jeden Fall noch zwei Sachen beenden, damit ich die nicht mit in den Mai nehme. Das eine ist eine Kurzgeschichte, die ich gestern beim Frühstück angefangen habe, das andere ein Sachbuch, in dem ich im Laufe der vergangenen Wochen immer wieder gelesen habe. 🙂

 

Update 19:00 Uhr

Links ein angeschalteter eReader, der Kapitel 6 einer Kurzgeschichte zeigt, in der Mitte ein Vanillemuffin mit Schokostücken, darüber eine kleine Sturmlaterne mit brennender Kerze und rechts eine Tasse mit Milchtee.

Die vergangenen zwei Stunden habe ich erst einmal mit der Kurzgeschichte „The Shadow Cats“ von Rae Carson (und einem Stracciatella-Muffin und Tee 😉 ) verbracht. Die Handlung spielt kurz vor dem Roman „The Girl of Fire and Thorns“ und wird aus der Sicht von Prinzessin Alodia erzählt, die in dieser Geschichte nicht nur versucht einen alten Verbündeten ihres Vaters auf ihre Seite zu ziehen und das Rätsel um seltsame Jaguar-Angriffe und eine ebenso seltsame Dürre zu klären, sondern auch herausfindet, dass ihre kleine Schwester Elisa über mehr Fähigkeiten verfügt, als Alodia ihr zugetraut hätte. Nachdem ich in den letzten Wochen „The Girl of Fire and Thorns“ gelesen habe, fand ich es spannend Alodias Sicht auf Elisa mitzuerleben – gerade weil Elisa mit dem Gefühl aufgewachsen ist, dass ihre Schwester sie so gar nicht schätzt und dass sie eh nicht mit ihr mithalten kann.

Links mein Animal-Crossing-Charakter, rechts einer meiner Nachbarn, der sagt: "Deine Hippie-Tunika sieht sehr frühlingshaft aus. Da riecht man fast die Blümchen!"

Nach dem Beenden der Kurzgeschichte habe ich erst einmal „Animal Crossing“ angeworfen und eine schnelle Runde über die Insel gedreht. In den letzten Tagen ist mein Inselleben ein bisschen zu kurz gekommen, dafür habe ich mir für morgen Vormittag eine längere Runde mit meinen Nachbarn vorgenommen. Vielleicht gestalte ich ja sogar mal wieder ein Ferienhaus – da gibt es so viele nette Möglichkeiten. Bevor ich jetzt in die Küche wandere und ein (ziemlich spätes) Abendessen koche, drehe ich noch eine kleine Blogrunde und schaue, wie es den anderen in der Zwischenzeit ergangen ist. 🙂

 

Update 21:30 Uhr

Eine Porzellanschale mit Kartoffel-Spitzkohl-Eintopf.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Zeit mit Kochen und Essen vergeht, selbst wenn es nur ein einfaches Essen ist. Dafür ist das Foto von unserem Spitzkohl-Eintopf überraschend ansprechend geworden – vielleicht sollte ich häufiger unser Essen im Schatten meines Leselichts fotografieren. 😉 Zum Essen haben wir einen Teil der Sendung „Kühlschrank öffne dich“ geschaut. Das ist eine Kochsendung, bei der die Köchin Hanna Reder mit Alexander Kumpner (bzw. Alexander Hermann, nachdem Kumpner an Covid erkrankt ist) gegen wechselnde Herausforder-Teams kocht. Dabei müssen die Teams für Personen (Familien, WGs usw.) kochen, deren Kühlschrankinhalt zur Verfügung gestellt wird und die am Ende die servierten Essen bewerten müssen. Wir finden die Sendung ganz unterhaltsam, aber da uns eine Folge zu lang ist, um sie am Stück zu gucken, nehmen wir sie auf, spulen beim Gucken während der Werbung vor und teilen uns das Ganze auf zwei bis drei Abende auf. Heute sind wir ein bisschen dabei hängengeblieben – zum Vorsichhinglubschen während Übermüdungsphasen sind solche Sendungen einfach perfekt. 😉 Damit ich heute aber noch etwas zum Lesen komme, wechsel ich jetzt endlich mal zu meinem Sachbuch – genau genommen zu der Biografie „The Cook’s Tale“.

Die Taschenbuchausgabe von "The Cook's Tale - Life below stairs as ist really was" von Nancy Jackman und Tom Quinn. Das Cover zeigt zwei vergilbte serpiafarbenden Fotos. Das hintere lässt ein altmodisches Steinhaus erahnen, das vordere zeigt eine Frau mit einer altmodischen Frisur und einer Schürze.

 

Update 0:00 Uhr (Letztes Update)

Ich habe bis vor wenigen Minuten an „The Cook’s Tale“ gelesen und damit das Buch wirklich noch in diesem Monat beendet. Ich fand es spannend von Nancy Jackmans Leben als Köchin zu lesen, gerade weil es wohl einige Aspekte in ihrem Leben gab, in denen sie deutlich mehr Glück hatte, als die meisten jungen Frauen ihrer Zeit. Ich versuche in den nächsten Tagen mal eine Rezension zu dem Titel zu schreiben – momentan geht mir noch zu viel dazu durch den Kopf. Außerdem wird es definitiv Zeit, dass ich ins Bett gehe, also schaue ich nur noch kurz wie es den anderen heute Abend ergangen ist, und hole dann hoffentlich den verpassten Schlaf der vergangenen Nächte nach. 😉 Es war nett den Abend gemeinsam mit euch zu verbringen. Ich hoffe, ihr habt einen guten Start in den Mai und morgen noch einen entspannten Sonntag!