Im September hatte ich (für mich) ungewöhnlich viele Termine, und dazu gab es mit Pokopia ein Spiel, das mich in meiner Freizeit ziemlich gut beschäftigt hat. Nicht so sehr, dass ich gar nicht gelesen hätte, aber genug, dass hier nicht so viele Lese-Eindrücke zusammenkommen sollten. Ansonsten kann ich stolz behaupten, dass ich hiermit alle Lese-Eindrücke und Rückblicke aufgeholt habe – jetzt muss ich nur die Zeit finden, um mal wieder Einzelrezensionen zu ein paar Büchern zu schreiben. 🙂
T. Kingfisher: The Clockwork Boys/The Wonder Engine (Clocktaur War 1+2)
Nachdem ich mitbekommen hatte, dass eine der Figuren aus der „Clocktaur War“-Duologie einer der Protagonisten in „Daggerbound“ sein würde, habe ich die beiden Romane erneut gelesen und mich auch dieses Mal sehr gut damit unterhalten gefühlt. In den Clocktaur-War-Büchern dreht sich die Handlung um Slate (eine Fälscherin), Brennen (ein Meuchelmörder) und Caliban (ein Paladin, der vor einiger Zeit von einem Dämon besessen wurde und währenddessen einige Nonnen ermordet hat). Diese drei haben den Auftrag, den Gelehrten Edmund auf seiner Reise nach Anuket City zu begleiten, um herauszufinden, wie die monströsen Maschinen-Soldaten, die die Stadt ausschickt, gestoppt werden können. Wie immer bei T. Kingfisher besticht die Handlung mit einer Mischung aus absurden, berührenden und unappetitlichen Elemente, die überraschend amüsant zu lesen ist. Und da es fünf Jahre her ist, dass ich die Bücher gelesen habe, hatte ich so einige Details vergessen (bzw. vergessen, dass diese Elemente aus diesen Romanen stammen). Ich habe mich sehr darüber gefreut, die Figuren wiederzusehen und mit ihnen die diversen Abenteuer zu erleben. Auch wenn ich nicht behaupten würde, dass es notwendig ist, diese Geschichte präsent zu haben, um „Daggerbound“ zu genießen, war es doch großartig, auf diese Weise die Entwicklung zu sehen, die Edmund in den Jahren zwischen den Romanen gemacht hat. Diesen Aspekt habe ich definitiv deutlich mehr zu schätzen gewusst, weil ich die Bücher so nah hintereinander gelesen habe.
T. Kingfisher: Daggerbound (Swordheart 2)
Wie gesagt, es ist nicht nötig die „Clocktaur War“-Bücher zu kennen, um „Daggerbound“ zu genießen (auch wenn ich mich gefreut habe, mit frischen Erinnerungen an den jüngeren Edmund in die Geschichte zu gehen). Aber ich würde auf jeden Fall empfehlen, vorher „Swordheart“ zu lesen, da hier die Grundlagen gelegt werden, um den Fluch, der auf dem Dervish liegt, zu verstehen. Im Vergleich zu „Swordheart“ hat „Daggerbound“ einen düstereren Unterton, da der Dervish im Gegensatz zu Sarkis nicht nur als Bodyguard und Krieger diente, sondern auch zum Opfer von Folter wurde. Trotzdem gelingt es T. Kingfisher auch hier wieder, so viele humorvolle Momente in die Geschichte einzubauen, dass ich den Roman als sehr wohltuend empfunden habe und – wie so oft bei ihren Büchern – beim Lesen ständig vor mich hinkicherte. Da ich den Großteil der Veröffentlichungen von T. Kingfisher nur als eBooks habe, denke ich so langsam darüber nach, sie mir noch einmal als Taschenbücher zu besorgen. Nachdem die großen Verlage die Autorin entdeckt haben, sind zumindest die Neuauflagen gut erhältlich (auch wenn ich die Cover zum Teil deutlich hässlicher finde).
Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
Der zweite Band der Kiki-Kallira-Bücher gefiel mir überraschenderweise noch besser als der erste Teil. Wieder findet sich Kiki in dem magischen Königreich wieder, das sie sich selbst ausgedacht hat. Doch dieses Mal muss sie feststellen, dass diese Welt sich von ihr löst und eine eigene Historie entwickelt hat. Leider bedeutet das auch, dass ein jahrhundertealter Fluch dafür sorgt, dass der Hauptstadt das Wasser ausgeht, während unheimliche Monster aus dem umliegenden Wald auftauchen. Wie gesagt, ich mochte diesen Band lieber als den ersten Teil, gerade weil Kiki dieses Mal nicht schon alles über ihre Welt wusste. Außerdem hat sie in den Monaten, die seit „Kiki Kallira Breaks a Kingdom“ vergangen sind, eine Therapie begonnen und so einige Hilfsmittel zur Hand, wenn es darum geht, mit ihren Ängsten und Impulsen fertigzuwerden. Ich weiß, dass ich damit in der Minderheit bin, aber ich bevorzuge definitiv Sangu Mandannas Jugendbücher. Ich genieße diese fantastische Mischung aus einer indisch inspirierter Welt mit Londoner Elementen wie Doppeldecker-Bussen, in der die Kiki-Geschichten spielen, und ich mag all die Figuren rund um Kiki wirklich sehr.
Katherine Woodfine: Peril in Paris/Spies in St. Petersburg (Taylor and Rose 1+2)
Nachdem ich im September endlich den letzten Band der „Sinclair’s Mysteries“ gelesen hatte (und er ebenso gut war wie die ersten drei Teile der Reihe), habe ich gleich mit dem Spin-Off weitergemacht. Dabei musste ich leider feststellen, dass ich die „Taylor and Rose“-Romane zwar nett und unterhaltsam finde, aber nicht so gut wie die „Sinclair’s Mysteries“ – was vor allem daran liegt, dass die beiden Protagonistinnen Sophie und Lil jetzt getrennt für den Secret Service unterwegs sind. Ich vermisse das Zusammenspiel der beiden Freundinnen und ihren (inzwischen) großen und vielfältigen Freundeskreis, und da hilft es auch nicht, wenn es hier und da eine Szene gibt, die in London spielt und in der eine Person aus diesem Freundeskreis etwas erlebt. Wobei ich es schon nett finde, mit Sophie und Lil nicht nur lauter neue Charaktere, sondern auch ganz andere Städte als London kennenzulernen. Ich bin also nicht böse, dass ich noch zwei Bände auf der Reihe auf dem SuB liegen habe, hoffe aber, dass die beiden Protagonistinnen in Zukunft wieder mehr gemeinsam erleben. Für das nächste Abenteuer geht es nach Venedig – ich bin gespannt!







































