
Hinter mir liegt eine wunderschön, aber ehrlich gesagt auch ziemlich anstrengende Woche mit der Schwiegerfamilie. Am Donnerstagabend saßen wir alle zusammen in einem Restaurant und waren uns einige, dass ein paar Tage mit weniger Rumlaufen uns jetzt gut tun würden. *g*
Dabei muss ich zugeben, dass ich ab Mittwoch schon einen Teil der Aktivitäten ausgesetzt hatte, weil sowohl das Knie, als auch der Fuß trotz Schmerzmitteln anfingen zu streiken. Es wäre wirklich nett, wenn die so langsam mal wieder normal belastbar wären … Aber da das nicht der Fall ist, freue ich mich über ein Wochenende, an dem ich den Großteil der Zeit die Füße auf dem Sofa habe, während ich mir mit Büchern und der Switch die Zeit verreibe. Wobei ich noch nicht weiß, zu welchem Buch ich greifen werde. Ich habe seit dem vergangenen Wochenende kaum gelesen und muss erst einmal schauen, ob meine beiden angefangenen Romane meiner aktuellen Lesestimmung entsprechen. Vielleicht greife ich auch zu „Spoiler Alert“ von Olivia Dade – nachdem ich am Sonntag die Leseprobe von „Zomromcom“ gelesen hatte, frage ich mich, ob das eine der Autor*innen sein könnte, von der ich vielleicht noch etwas in den Tiefen meines eReaders hätte und bin über „Spoiler Alert“ gestolpert. Der Roman dreht sich um einen Schauspieler (Marcus), der seit sieben Jahren die Rolle des Aeneas in der Verfilmung einer Buchserie verkörpert, und eine Geologin (April), die einen Großteil ihrer Freizeit damit zubringt Fanfiction zu dieser (Buch-)Serie zu schreiben.
Als April so einige hässliche Bemerkungen abbekommt, weil sie trotz ihres Übergewichts ein Cosplay-Kostüm angefertigt und ein Bild davon online gestellt hat, springt Marcus in die Bresche und meint, dass er jederzeit mit einer so hübschen Frau ausgehen würden. Weshalb es natürlich zu einem Date zwischen Star und Fan kommt – wobei Marcus herausfindet, dass April unter dem Nickname „Unapologetic Lavinia Stan“ (oder auch ULC) ihre Fanfiction schreibt. Weshalb er sich fragen muss, ob er ihr gestehen kann, dass er seine Fanfiction unter „Book!AeneasWouldNever“ veröffentlicht und seit zwei Jahren eng mit ULC zusammenarbeitet, ohne damit gegen seinen Vertrag zu verstoßen und seine Schauspiel-Karriere aufs Spiel zu setzen. Ich muss zugeben, dass ich das Buch überraschend nett und die Figuren erstaunlich überzeugend finde. Die Geschichte ist weniger amüsant als ich es von „RomCom“ erwarte, aber ich fühle mich gut unterhalten – außerdem finde ich es angenehm, dass das große Geheimnis, das der Protagonist hat, nichts ist, worüber er nicht reden will, sondern etwas, über das er definitiv nicht reden darf, weil er sonst Vertragsbruch begehen würde. Was nicht nur eine heftige Strafzahlung, sondern eben auch das potenzielle Ende seiner Karriere bedeuten könnte. Mal schauen, ob ich dabei bleibe … aber erst einmal Wachwerden und etwas Pflichtkram erledigen, damit ich mich dann den Rest des Tages entspannen kann.
Update 10:00 Uhr
Nachdem ich mit all dem Pflichtkram fertig war, habe ich eben „The Galaxy and the Ground Within“ von Becky Chambers aus dem Regal gezogen, weil ich gerade denke, dass das das richtige Buch für heute sein könnte. Ich habe aber noch keine Zeile gelesen, weil mein Mann gerade laut Brettspielvideos guckt und mir das gerade zu viele Dialoge sind, um ein neues Buch anzufangen. Ich hatte auch für heute ein frühes Frühstück geplant, aber dafür muss ich erst einmal Brötchen aufbacken – also wird es vermutlich nicht so früh wie gehofft. *g* Vielleicht treibe ich mich einfach noch etwas online rum, ich habe eben schon gesehen, dass es einen Switch2-Ankündigungstrailer für „Coral Island“ gibt.Wobei ich mir nicht sicher bin, ob mich das Spiel immer noch so sehr reizt wie vor einigen Jahren, als es für den PC veröffentlicht wurde. Vielleicht hole ich mir gleich auch die Switch und spiele schon mal eine Runde damit auf dem Sofa … noch bin ich etwas unentschlossen und habe das Gefühl, ich habe zu viele Möglichkeiten mich zu entspannen. *g*
Update 14:00 Uhr

Nachdem ich mit einer Blogrunde und den ersten Kommentaren fertig war, konnte ich auch schon in die Küche gehen, wo mein Mann inzwischen Brötchen aufgebacken hatte. Zum Frühstück (Brötchen mit rotem und schwarzem Johannisbeer-Fruchtaufstrich und eine große Tasse Milchkaffee) habe ich mich von einem Video unterhalten lassen. Außerdem habe ich meinen Mann ermutigt sich ein neues Spiel für die Switch zu kaufen, nachdem er seit Tagen darum herumschleicht und mir gleichzeitig erzählt, dass er doch eigentlich die beiden angefangenen Spiele beenden möchte. (Beide sind Teil längerer Reihen und er hat sichtbar Lust auf Abwechslung … Lustigerweise hätte er mir in der gleichen Situation gesagt, ich solle mir das Spiel kaufen, es ist immer wieder amüsant, dass wir beide zögern für uns neue Spiele zu kaufen, wenn wir mit den alten noch nicht „fertig“ sind, während wir gleichzeitig immer dafür sind, dass der jeweils andere sich doch bitte was Neues gönnt. *g*) Danach habe ich dann endlich zum Buch gegriffen und mit „The Galaxy and the Ground Within“ angefangen und wie immer bei Becky Chambers schwanke ich zwischen Bewunderung für die Darstellung der vielen verschiedenen Rassen und absoluter Verwirrtheit, weil ich mich nicht mehr erinnere, welche Alienart welche Eigenschaften hat. Das ist der Nachteil, wenn ich mir Zeit zwischen den Romanen lasse, ich muss jedes Mal die verschiedenen Rassen und ihren Ruf im Universum wieder neu kennenlernen. Auf der anderen Seite habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich ihre Bücher nicht zu nah hintereinander lesen darf, weil ich dann zu sehr die Charaktere aus dem vorherigen Band vermisse und etwas Probleme habe mich auf die neuen Figuren einzulassen.

In „The Galaxy and the Ground Within“ stranden drei Personen auf einem kleinen Planeten der als Transit-Zwischenstop fungiert. Alle drei Personen sind ungewöhnlich für ihre Rasse, alle drei haben ihre ganz eigenen Gründe für ihre Reise(n) und bislang habe ich gerade mal eine Ahnung davon, wie ihr Leben ausschaut und was für Persönlichkeiten sie haben. Aber ich bin neugierig auf jede einzelne dieser Figuren, ebenso wie auf Ouloo und ihr Kind Tupo, bei denen die drei Reisenden die Zeit überbrücken müssen, bis sie wieder mit ihren jeweiligen Raumschiffen losfliegen können.
Update 17:00 Uhr

Ich genieße weiterhin das Lesen von „The Galaxy and the Ground Within“ und finde es schön zu verfolgen, wie die verschiedenen Figuren sich besser kennenlernen (und dabei immer wieder über ihre eigenen Vorurteile stolpern und sich dessen bewusst sind). Becky Chambers erzählt ihre Geschichten eher … plätschernd, was ich definitiv nicht als Kritikpunkt sehe. Aber es führt dazu, dass ich das Gefühl habe, ich lese mit ein bisschen Abstand eine ruhige, nette Geschichte, nur um dann festzustellen, dass sich diese Charaktere bei mir festgesetzt haben und einen überraschend großen Raum in meiner Erinnung einnehmen. Was auch der Grund ist, wieso ich so schlecht von den Protagonisten eines Romans zum nächsten wechseln kann. Ein Teil von mir schmollt immer noch, dass ich die Figuren aus dem ersten Band, „The Long Way to a Small, Angry Planet“, nicht länger begleiten konnte, weil sie mir so ans Herz gewachsen waren und ich gern noch mehr von ihrem weiteren Leben mitbekommen hätte. *g* Da ich gegen 16 Uhr meine Hände brauchte, um meine Teetasse zu halten, wechselte ich dann zu „Spoiler Alert“ und dabei bin ich geblieben, bis ich zum Laptop griff, um dieses Update zu schreiben. Ich finde den Roman weiterhin sehr nett und es ist nachvollziehbar erzählt, wie sehr Marcus damit hadert, dass er April nicht einfach die Wahrheit sagen kann, wie er aber versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten offen und ehrlich zu sein. Und da mir aufgefallen ist, dass ich das Buch hier noch nicht gezeigt hatte, habe ich mal das Cover fotografiert.

Update 20:00 Uhr
Nach dem letzten Update und der dazugehörigen Blogrunde habe ich zur Switch gegriffen und etwas Zeit mit meinen Spielen verbracht. Bei „Pokopia“ startete heute ein Halloween-Minispiel, für das ich heute nicht genügend Geduld hatte – aber es läuft ja noch einige Zeit, so dass ich hoffen kann, dass ich in den nächsten Tagen damit mehr Erfolg habe. Und bei „Hello Kitty Island Adventures“ gab es heute einen ungebetenen Gast, der so einigen Aufruhr unter meinen Nachbarn verursacht hat:

Mit dem Spielen aufgehört habe ich, als mein Mann das Abendessen (Käsespätzle) servierte – und nun werde ich wohl den Rest des Abends weiter mit Lesen verbringen. 🙂
Update 22:00 Uhr (letztes Update)
Ich habe den Abend wirklich weiter mit „The Galaxy and the Ground Within“ von Becky Chambers verbracht und kann nur sagen, dass ich die Charaktere und die Geschichte wirklich sehr gern mag. Ich finde diese Momente, in denen eine oder mehrere Personen feststellen wie wenig sie doch über die anderen wissen, überraschend berührend. Und es ist schön zu lesen, wie sich alle (mehr oder weniger erfolgreich) darum bemühen behutsam miteinander umzugehen, während sie alle in einer kleinen Kuppel festsitzen, da das Abheben vom Planeten gerade nicht möglich ist. Aber so gern ich gerade weiterlesen würde, so langsam werde ich wirklich müde. Ich drehe also nur noch eine kurze Blogrunde und dann geht es mit mir ins Bett. Ich hatte heute einen wirklich netten Tag und habe mich gefreut, dass ihr mir Gesellschaft geleistet habt. Habt eine gute Nacht und bis morgen! 🙂
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