Kategorie: Lese-Tage

Lese-Sonntag im Januar 2020

Kaum zu glauben, dass das Jahr schon wieder fast drei Wochen alt ist und bei uns theoretisch seit einer Woche wieder Alltag herrschen sollte. Eigentlich wollte ich die erste Arbeitswoche meines Mannes nutzen, um meinen normalen Tagesrhythmus aufzunehmen, aber so ganz klappte das nicht. Immerhin habe ich trotz des einen oder anderen überraschend stressigen Tages in der vergangenen Woche einen Museumsbesuch untergebracht und gestern hatten wir wieder eine sehr schöne und lustige Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin. Gelesen habe ich in den letzten Wochen weniger als erwartet, aber insgesamt sind natürlich immer noch eine Menge Seiten zusammengekommen (ebenso wie einige fertiggestellte Blogbeiträge, die ich inzwischen bis Mitte Februar vorausgeplant habe *g*).

Heute beginne ich auf jeden Fall „Magic For Nothing“ von Seanan McGuire, da ich meine Erinnerung auffrischen will, bevor ich zu den beiden weiteren Bänden rund um Antimony Price greife, die auf noch auf meinem SuB ruhen. Große Pläne gibt es ansonsten nicht für den Tag, auch wenn mein Mann schon angekündigt hat, dass er seinen „Japanische Monsterfilme“-Marathon mit einem weiteren Film fortsetzen wird (alle geplanten 36 Filme hatte er natürlich nicht während seiner zwei Wochen Urlaub geschafft) und ich dann wohl zum Nähzeug greifen werde. Aber erst einmal starte ich in den Tag mit einer Kurzgeschichte aus meiner aktuellen Anthologie (immer noch „Hex Life“) und etwas Haushaltskram.

Update 9:45 11:45 Uhr

Wenn man sich während des Update-Schreibens ablenken lässt und vergisst den Beitrag zu aktualisieren, dann gibt es eben nur ein Update am Vormittag … Ich habe den Morgen damit verbracht ein bisschen durch die Wohnung zu wuseln und den Abwasch zu erledigen. Als ich damit dann soweit war, habe ich mich mit meinem Tee auf dem Sofa eingerollt und zu meiner Kurzgeschichte gegriffen. „The Deer Wife“ von Jennifer McMahon wird aus der Sicht von Jules erzählt, die sich schon vor Jahren in die Hexe, die tief im Wald lebt, verliebt hat. Sie weiß nicht, ob die Hexe sie verzaubert hat oder ob die namenlose Frau die Antwort auf eine Frage war, die sie sich selbst nicht zu stellen traute, aber sie kann nicht von ihr lassen. Doch ewig kann dieses Leben zwischen Familie und Wald nicht weitergehen und so fällt Jules am Ende eine Entscheidung, die sie nicht wird rückgängig machen können. Ich mochte es, wie Jules an ihre gemeinsame Zeit mit ihrer Liebsten dachte, wie sie sich daran erinnert, was ihr die Hexe des Waldes alles in den vergangenen Jahren beigebracht hat. Ich mochte es weniger, wie Jules vor einigen Wahrheiten die Augen verschließt oder Charaktereigenschaften ihrer Freundin hinnimmt, weil sie so von dieser Frau fasziniert ist. Insgesamt würde ich aber sagen, dass die Geschichte nicht lange bei mir hängenbleiben wird, weil sie nicht mehr als „nett“ war.

Nach dem Lesen meiner Kurzgeschichte, etwas Online-Rumtreiben und etwas Schwatzen mit meinem Mann wurde es auch schon Zeit fürs Frühstück, wozu ich „Magic for Nothing“ angefangen habe. Der Roman ist für mich ein „ich mochte es, aber“-Buch, weil ich beim ersten Lesen mit meinen eigenen Erwartungen zu kämpfen hatte und deshalb die Geschichte nicht so genießen konnte, wie ich es normalerweise tue. So ist dieser Reread nicht nur dazu da, um meine Erinnerungen wieder aufzufrischen, bevor ich die weiteren beiden Bände lese, sondern auch um zu schauen, wie mir die Handlung gefällt, nachdem ich weiß, was genau mich erwartet. Ich finde es selber merkwürdig, wie wenig ich mich mit dem Covenant of St. George beschäftigen mag, obwohl dieser von Anfang an eine so große Rolle in den InCryptid-Romanen spielte … Bevor ich wieder zum Buch greife, drehe ich aber erst einmal eine Kommentarrunde. 🙂

Update 15:00 Uhr

Ich hatte ganz vergessen wie lange es dauert, bis Antimony (Annie) sich wirklich im Covenant einschleicht, und wie viel „Vorgeplänkel“ von Seanan McGuire davor gesetzt wurde. Eigentlich genieße ich mein Wiedersehen mit all den Familienmitgliedern der Price-Familie und die Anspielungen auf vorhergehende Romane der Reihe. Aber auf der anderen Seite hätte ich gern den Teil in England schon hinter mich gebracht, um mit Annie die Leute die Schausteller kennenzulernen, denen sie sich später in der Geschichte anschließt. Ich fürchte, es lag nicht nur an meiner Stimmung beim ersten Mal, dass das Tempo in „Magic for Nothing“ nicht ganz meinem Geschmack entspricht – ich freu mich trotzdem weiterhin auf die beiden noch ungelesenen Bände, in denen Annie die Protagonistin ist. *g*

Um kurz nach 13 Uhr hat mein Mann dann mit seinem Film angefangen. „Destroy all Monsters“ ist der zwanzigste Monsterfilm von Toho und sollte auch der Abschied der Firma von den Monster-Kinofilmen sein, weil man 1968 der Meinung war, dass dank des Fernsehens solche Filme auf der großen Leinwand keinen Erfolg mehr haben könnten. Die Handlung ist nicht gerade ausgereift: Außerirdische bringen all die japanischen Monster unter ihre Kontrolle und wollen so die Menschheit dazu bringen sich ihnen zu ergeben. Grundsätzlich ging es Toho wohl darum all die Monster der vorherigen Filme noch einmal auf die Leinwand zu bringen (selbst wenn einige der Anzüge schon in so schlechtem Zustand waren, dass man die dementsprechenden Monster nur aus größerer Entfernung filmen konnte *g*). Wer mehr Details zu diesem Machwerk lesen möchte, kann sich gern den Wikipedia-Eintrag zu „Frankenstein und die Monster aus dem All“ anschauen – immer wieder faszinierend, was die deutschen Filmverleih-Firmen sich damals für Titel ausgedacht haben! Obwohl ich den Großteil der Zeit auf meine Näharbeit geschaut habe und mein Mann mit japanischer Tonspur und englischen Untertiteln den Film schaute, konnte ich der Handlung locker folgen, wenn ich nur alle paar Minuten mal einen Blick auf den Bildschirm warf. 😉

Update 18:30 Uhr

Da ich noch Lust hatte weiter zu nähen, habe ich heute Nachmittag noch etwas Musik gehört, bis mein Taschentuch fertig umsäumt war. Danach habe ich spontan zu meinem aktuellen „Unterwegsbuch“ gegriffen und es weitergelesen, während ich Kekse geknabbert habe. Mein „Unterwegsbuch“ ist der zweite Band der Innkeeper Chronicles von Ilona Andrews (ihr erinnert euch vielleicht daran, dass ich den Auftaktband im Dezember gelesen habe) und wenn Dienstag wieder einige Zeit unterwegs sein werde, werde ich vermutlich den dritten Teil der Serie anfangen – so viele Seiten habe ich in „Sweep in Peace“ nicht mehr vor mir. Auf jeden Fall ist „Sweep in Peace“ gerade genau die richtige Art leichte Unterhaltung (soweit man das sagen kann, wenn es um Friedensverhandlungen geht, diverse Morde schon passiert sind und überhaupt sehr viele Personen gerade sehr verzweifelt sind) für mich und unterhält mich besser als „Magic for Nothing“. Auch wenn ich genau weiß, dass letzteres nur wegen des verflixten Covenant so ein Problem für mich darstellt und mir die Geschichte wieder deutlich mehr Freude bereitet, sobald ich den hinter mich bringe – was ich nicht tun werde, wenn ich zwischendurch 1 – 50 ander Bücher lese. 😉 Bis ich in die Küche wandern muss, um das heutige Abendessen in den Ofen zu werfen, werde ich vermutlich nur noch eine Kommentarrunde auf die Reihe bekommen. Mal schauen, womit ihr den Nachmittag so verbracht habt. 🙂

Update 21:30 Uhr

Mein Buch habe ich sogar noch vor dem Kochen beenden können und zum Essen (Ofengemüse mit Feta) gab es nur noch eine Folge „Zumbo’s Just Desserts“ – wir sind bei der zweiten Staffel gerade beim Halbfinale und obwohl ich die beiden Finalisten mag, muss ich sagen, dass ich diese Staffel nicht so interessant und unterhaltsam fand wie die erste. Die Kandidaten waren weniger sympathisch und es gab deutlich weniger Details zum Thema Dessert-Herstellung als in den Folgen vom vergangenen Jahr. Aber die Sendung ist immer noch unterhaltsam genug, dass wir jeden Abend eine Folge davon zum Essen schauen. 😉 Da sich so langsam die kurze Nacht bemerkbar macht, werde ich nur noch meine heutige Runde Animal Crossing beenden und eine Blogrunde drehen und dann ins Bett fallen. Ich hoffe, ihr hattet heute alle einen schönen Tag und startet morgen gut in die neue Woche! 🙂

 

Heutige Teilnehmerinnen:

Ariana
Natira
Neyasha
JED
Sunny

Arianas Adventslesen – 4. Advent 2019

Der vierte Adventssonntag und somit wieder Zeit für Arianas Adventslesen! Diese Woche war irgendwie seltsam, ich habe die Zeit, die ich nachmittags mit Buch auf dem Sofa verbracht habe, genossen, aber ich hatte deutlich weniger Sofastunden, als ich gehofft hatte und stattdessen gab es diverse Dinge, über die ich mich geärgert oder aufgeregt habe. Mein Mann und ich sind beide gerade erholungsbedürftig und im Moment schwappt relativ viel zu uns rüber, das eigentlich gar nicht mit uns zu tun hat, das uns aber trotzdem belastet. Außerdem ist das Verhältnis zu meinen Eltern zur Zeit mal wieder herausfordernder, aber das ist sowieso eine unendliche Geschichte und wird sich auch nicht mehr ändern … Eine schöne Überraschung gab es gestern allerdings auch, als eine liebevoll gepackte Dose voller handgemachter Pralinen bei mir ankam, die mir eine Person geschickt hat, die ich seit ein paar Jahren über Twitter kenne. 🙂

Geplant habe ich für heute – wie schon an den vergangenen Sonntagen – viel Zeit mit Lesen und Stricken zu verbringen, mal schauen, wie das dieses Mal klappt. Ich werde auf jeden Fall wieder mit einer Kurzgeschichte in den Tag starten, mich dann des Geschirrs vom gestrigen Abendessen annehmen und dann sehe ich weiter … 🙂

Update 13:00 Uhr

Irgendwie ist der Vormittag mal wieder so vorbeigedümpelt, aber dafür sind Wochenenden ja auch ein bisschen da. 😉 Zur Kurzgeschichte habe ich doch nicht gegriffen, obwohl mir bislang (so gut wie) alle Geschichten aus „Unbroken“ sehr gut gefallen. Stattdessen bin ich online versumpft und habe die Timeline der letzten Tage nachgelesen, Büchertipps ausgetauscht (mal schauen, ob ich jemandem zum Seanan-McGuire-Lesen animinieren konnte *g*), ein bisschen mit einer Freundin geschwatzt und mehrere sehr unterschiedliche kurze Videos gesehen (wie die erschütternden Nachrichten aus Australien oder einen Isländer, der sich sehr über Mitteleuropäer aufregt, die über die aktuellen kurzen Tage jammern).

Ansonsten hatte ich mich auch der Küche angenommen und bin dann vor ungefähr einer halben Stunde wieder mit meinem Frühstück auf dem Sofa gelandet und habe „Clean Sweep“ von Ilona Andrews angefangen. Das Buch kenne ich schon, aber in den letzten Wochen gab es online immer wieder Personen, die von dem Titel gesprochen (und ihn als einen ihrer Wohlfühltitel bezeichnet) hatten, dass ich Lust darauf hatte, meine Erinnerungen an die Geschichte wieder aufzufrischen. Bislang bin ich noch nicht sehr weit gekommen, habe aber gemeinsam mit der Protagonistin Dina festgestellt, dass in ihrer Nachbarschaft immer noch Hunde getötet werden, und hoffe nun, dass der gerade in die Gegend gezogene Werwolf sich des Problems annehmen wird. (Was er natürlich nicht wird … oder zumindest wird er den Eindruck erwecken, damit die Autoren einen Grund haben, damit unsere Innkeeperin ihre Neutralität aufgibt und auf eigene Faust ermittelt.) Zu meiner eigenen Belustigung muss ich feststellen, dass ich mich noch an ziemlich viel erinnern kann (was jetzt nicht so verwunderlich ist, weil ich die folgenden zwei Teile auch schon gelesen hatte), aber Dinas Haustier hatte ich vollkommen vergessen, obwohl ich mich jetzt daran zu erinnern meine, dass da noch einige lustige Szenen mit diesem … Hündchen kommen werden.

Update 15:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich eine kleine Blogrunde gedreht und mich dann mit meinem Strickzeug und einer Inneneinrichtungsdoku auf dem Sofa eingerichtet. Ich freu mich gerade immer, wenn ich es schaffe bei „Tageslicht“ zu stricken, weil ich bei der feine und leicht filzenden schwarze Wolle doch ab und an hinschauen muss, um herauszufinden, ob ich da gerade gedankenverloren einen Fehler gemacht habe oder ob sich die Maschen nur seltsam anfühlen, weil sie mal wieder etwas aneinanderhängen. Ich finde es übrigens total lustig, wie ich auf Einrichtungssendungen reagiere, weil ich die eine Hälfte der Zeit vor mich hinschimpfe, weil schließlich jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt, bestimmtes Grundwissen mitbringen sollte, und die andere Hälfte der Zeit über so froh bin, dass ich nach meinem Studium die Innenarchitektur dann doch recht schnell verlassen habe. 😉

Update 18:45 Uhr

Den Nachmittag über habe ich meine Nase vor allem in meinen Roman gesteckt und mich gut beim Lesen amüsiert. Es gibt sehr viel Imponiergehabe zwischen einem Werwolf und einem Vampir (nur zur Erinnerung: Das ist Science Fiction, weshalb die beiden Herren nicht anderes als – entfernt – menschenähnliche Aliens sind), sehr viele „ich bin die einzige vernünftige Person hier im Raum“-Momente der Protagonistin und dazwischen ein paar „im Zweifelsfall können wir unsere Gegner/Verbündete töten und verspeisen“-Anmerkungen der Dame, die Dauergast im Dinas Inn ist. So bescheuert das klingt, so gut amüsiere ich mich beim Lesen. Allerdings ist „Clean Sweep“ nicht gerade ein umfangreicher Roman und so fehlen mir nur ungefähr dreißig Seiten bis zum Ende und die hebe ich mir für den späteren Abend auf. Irgendwie finde ich es lustig, dass ich so langsam ein gewisses „Feiertagsgefühl“ entwickel, während ich gerade diese Geschichte lese, während ich in der vergangenen Woche mit „Wintersonne“ zwar ein sehr weihnachtlich-winterliches Buch gelesen (und genossen!) habe, aber mich immer noch nicht „adventlich“ fühlte. Bevor ich gleich in die Küche wandere und die Pizza für heute Abend fertig mache, dreh ich noch eben eine Blogrunde, später gibt es dann auf jeden Fall noch ein Update.

Update 22:00 Uhr (Letztes Update)

Der Sonntag ist fast vorbei und in den letzten Stunden habe ich mein Buch beendet, Pizza gemacht und gegessen und „Blümchen gegossen“ (also „Animal Crossing gespielt – noch 89 Tage bis zur Switch-Version! *g*). Nachdem ich in der vergangenen Nacht nur ungefähr fünf Stunden Schlaf bekommen habe, wird es so langsam Zeit ins Bett zu gehen. Also ist dies mein letztes Update für heute. Ich wünsche euch einen guten Start in die Weihnachtswoche und dass die kommenden Tage schön werden. Und vielen Dank an Ariana, dass sie auch in diesem Jahr wieder das Adventslesen veranstaltet hat. 🙂

Lese-Sonntag Dezember 2019/Arianas Adventslesen – 3. Advent 2019

Heute ist der dritte Sonntag im Dezember und somit der letzte Lese-Sonntag in diesem Jahr! Die meisten von uns machen gleichzeitig bei Arianas Adventslesen mit (die beiden Sachen ergänzen sich ja gut), trotzdem werde ich wie immer eine Liste der teilnehmenden Personen unten anhängen, damit der Zugriff auf die heute mitmachenden Blogs einfacher ist. 🙂

Meine Woche lief nicht ganz so rund wie ich gehofft hatte, aber immerhin habe ich mir regelmäßig Lesezeit gönnen können („Die Grenze“ ist inzwischen ausgelesen und rezensiert) und etwas Adventsdeko habe ich auch rausgekramt und aufgestellt. Außerdem sind gestern alle Weihnachtsgeschenke und -karten bei der Post gelandet und am Nachmittag haben mein Mann (der sein Überstundensoll für die Woche schon am Mittwoch erfüllt hatte) und ich endlich mal wieder eine Brettspielrunde eingelegt. Was den heutigen Tag angeht, so habe ich wieder sehr, sehr viel Sofazeit mit Büchern, Strickzeug und der einen oder anderen Konsole geplant. Aber erst einmal starte ich mit einer Kurzgeschichte in den Morgen und dann wandere ich in die Küche, um das Chaos vom gestrigen Abend zu beseitigen.

Update 10:00 Uhr

Sonntagmorgen sieht bei uns in letzter Zeit so aus, dass ich versuche ganz, ganz leise zu sein, um meinen Mann nicht zu wecken, der dringend Schlaf nachholen muss. Irgendwie sorgt das aber dafür, dass ich meine ersten wachen Stunden vor allem auf dem Sofa verbringe und mich mit dem Internet beschäftige, was deutlich weniger befriedigend ist als die dringensten Haushaltssachen eben zu erledigen, um dann zu lesen. Immerhin habe ich die Kurzgeschichte „Per Aspera Ad Astra“ von Katherine Locke gelesen. Eine SF-Geschichte, in der die Protagonistin Lizzie mit ihrem inneren Krieg fertig werden muss, um zu verhindern, dass ihre Stadt und ihre Familie bei einem feindlichen Angriff zerstört wird. Ich … „mochte sehr“ ist hier der falsche Ausdruck … ich fand es beeindruckend, wie die Autorin Lizzies lähmende Angst vor eigentlich allem dargestellt hat und wie es trotzdem stimmig war, dass Lizzie sich aufmacht, um ihre Stadt zu retten. Da mein Mann inzwischen aber aufgestanden ist, werde ich jetzt aber doch endlich in die Küche flitzen und mir – nach dem Abwasch und dem Zusammenlegen der gestrigen Kochwäsche – was zum Frühstück machen. Ich habe heute erstaunlich früh Hunger … *g*

Update 13:00 Uhr

„Erstaunlich früh Hunger“ haben scheint trotzdem nicht zu reichen, damit ich auch ein frühes Frühstück auf die Reihe bekomme. *g* Erst habe ich noch meine Kommentarrunde beendet, dann die Wäsche zusammengelegt, die gestern liegengeblieben ist, und das Geschirr abgewaschen. Dann habe ich mich mit meinem Frühstück (inklusive Adventskalender-Leckerei) hingesetzt, die Kerzen im Wohnzimmer angezündet und die Nase in mein Buch gesteckt. Ich muss gestehen, dass ich mit „Bitten“ von Kelley Armstrong nicht ganz so glücklich bin. Ich hatte mir das Buch gewünscht, weil ich herausfinden wollte, ob ich die Romane der Autorin ebenso sehr mag wie ihre Kurzgeschichten, aber im Moment fürchte ich, dass das nicht der Fall ist. Trotzdem möchte ich den Roman eigentlich beenden, weil ich hoffe, dass meine Desinteresse vor allem damit zusammenhängt, dass Kelley Armstrong in diesem Reihen-Auftakt noch nicht richtig in ihrer Welt und Geschichte angekommen ist. Wobei ich auch zugeben muss, dass ein Teil meiner Unzufriedenheit mit „Bitten“ damit zusammenhängt, dass ich eine am Anfang eingeführte Nebenfigur sehr mochte, von der ich aber weiß, dass sie nicht weiter vorkommen wird, während ich einen anderen Charakter ganz fürchterlich finde und der natürlich die größte Rolle neben der Protagonistin spielt. Das sind Dinge, die sich nicht ändern werden, aber vielleicht finde ich den zweiten Charakter im Laufe der Zeit ja nicht mehr so schlimm … Bislang ist es allerdings so, dass ich ein paar Seiten lese und dann das Buch wieder weglege, um andere Dinge zu tun. Außerdem liegt da ein weiterer Roman in Reichweite, dessen Anfang ich wirklich hinreißend fand … *seufz*

Update 16:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich mir einen Wecker gestellt, um mal dafür zu sorgen, dass ich eine halbe Stunde am Stück in „Bitten“ lese, statt den Roman ständig wieder aus der Hand zu legen. Danach habe ich die Tatsache ausgenutzt, dass mein Mann lieber im Nebenzimmer sein neues Brettspiel („Mezzo“ – nichts für mich, wie er sagt, aber dafür mit Ein-Spieler-Modus spielbar) ausprobiert hat, und habe zum Strickzeug gegriffen und die Buchverfilmung „Tage wie diese“ bei Netflix geschaut. Ich mochte die drei Romanteile, die von drei unterschiedlichen Autor.innen geschrieben wurden, vor Jahren eigentlich gleich gern (HIER ist ein Leseeindruck von mir zu dem Buch zu finden) und hatte nicht das Gefühl, ich würde einen Handlungsstrang bevorzugen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich mich nach acht Jahren auch nicht detailliert an die Handlung erinnere und vor allem noch weiß, dass ich das Gefühl hatte, das John Green eigentlich immer die gleiche Geschichte erzählt (was okay ist, denn das kann er und so weiß man, was einen erwartet).

Äh, wo war ich? Ach ja, ich erinnere mich nicht mehr so gut an die Handlung, aber in der Verfilmung tauchten eine Menge Dinge auf, an dich ich mich erinnert hätte, wenn ich sie in dem Buch gelesen hätte. Was der Grund ist, warum ich grundsätzlich mit Buchverfilmungen nicht so glücklich bin, auch wenn ich hier immerhin sagen kann, dass ein paar Elemente besser waren, als ich sie bei der Romanhandlung in Erinnerung hatte, während andere Dinge für mich beim Lesen deutlich weniger Fremdscham hervorgerufen hatten als beim Schauen … Alles in allem kein Film, den ich in Erinnerung behalten werde, womit er irgendwie wieder zum Roman passt. *g* Jetzt Tee und Kekse und eine Kommentarrunde!

Update 21:30 Uhr (Letztes Update)

Wie geplant hatte ich mir nach dem letzten Update Tee und Kekse gegönnt und dabei eine Blogrunde gedreht. Als ich damit fertig war, habe ich wieder zu „Bitten“ gegriffen und fand anfangs sogar, dass die Handlung jetzt endlich etwas anzieht, weil leichte Krimielemente eine Rolle spielten. Dann bin ich allerdings über eine Szene gestolpert, die ich nicht akzeptabel fand, weshalb das Buch nun ungelesen aus meinem Bestand fliegt. Ich kann mit schwierigen Sexszenen in Urban-Fantasy-Romanen leben, solange mir die Autor.innen gute Begründungen dafür geben, aber wenn es auf „ich ignoriere dein Nein und fessel dich, um mit dir Sex zu haben, denn du willst es doch auch“ hinausläuft, dann reicht es mir – vor allem, wenn es keinerlei für mich akzeptable Hintergründe für dieses Verhalten gibt. Um mich wieder zu beruhigen habe ich dann erst einmal zu „Animal Crossing“ gegriffen.

Mein Charakter ist für die Adventszeit gut ausgerüstet (und hat ihre Haare schon gefärbt, um am 24. den Job von Chris dem Rentier zu übernehmen und im Weihnachtsmann-Kostüm Geschenke zu verteilen 😉 ). Noch 96 Tage bis „Animal Crossing: New Horizon“ für die Switch erscheint (nicht, dass ich die Tage zählen würde, weil ich mich so auf das neue Spiel freue … *g*). Nach dem Spielen hatte ich noch etwas Zeit, bevor ich mit dem Kochen des Abendessens anfangen musste, also habe ich zu „Wintersonnenwende“ gegriffen. Ich habe seit Tagen total große Lust auf das Buch und ich will mir meinen anderen Roman („Nevermoor“) noch etwas aufheben, also gönne ich mir diesen einen Band von Susan Cooper.

Das Kochen hat heute ziemlich lange gedauert (ich unterschätze jedes Mal, wie viel Zeit man braucht, um kleinblättriges Grünzeug zu putzen), aber die Grünkohl-Pasta hat definitiv geschmeckt. Ich weiß nur nicht, ob ich mir die Arbeit noch einmal machen wollen würde. Die Entdeckung für mich war dabei ehrlich gesagt vor allem der „vegane Parmesan“ aus Cashewkernen, Knoblauch und etwas Salz – der war wirklich lecker und das merke ich mir für den Fall, dass ich mal wieder Lust auf Pasta, aber keinen Parmesan im Haus habe. Jetzt drehe ich erst einmal eine abschließende Blogrunde und dann werde ich bis zum Schlafengehen die Nase in meine Bücher stecken.

Ich wünsche euch einen angenehmen Start in die kommende Woche! Lasst euch keinen Stress machen und gönnt euch – soweit wie möglich – kleine Auszeiten zum Erholen (und Lesen)! 🙂

***

Heutige Mitleserin:

Sayuri
Natira
JED
Ariana
Anette
Sunny
Neyasha

Arianas Adventslesen – 2. Advent 2019

Am vergangenen Dienstag habe ich den letzten festen Termin für dieses Jahr hinter mich gebracht und nachdem ich die Zahnarztpraxis verlassen hatte, habe ich diese Tatsache mit einem gemütlichen Cafébesuch gefeiert. Seit diesem Cafébesuch bin ich in regelrechter Ferienstimmung, denn auch wenn ich noch das eine oder andere auf der To-do-Liste habe und definitiv nicht „verpflichtungsfrei“ bin, so fühlt es sich unglaublich gut an, dass ich nach diesem Termin-reichem Jahr keine Tage und Uhrzeiten mehr im Kopf halten muss. Diese „Terminfreiheit“ hat dann auch dafür gesorgt, dass ich mir wirklich in der vergangenen Woche jeden Tag etwas Zeit freigehalten habe, um gemütlich am Nachmittag mit einem Buch oder meinem Strickzeug auf dem Sofa zu sitzen und mich zu entspannen. Im Prinzip habe ich auch den heutigen Tag, an dem ich an Arianas Adventslesen teilnehme, so geplant, weil ich große Lust auf Lesezeit und etwas Stricken habe, aber wenn mir noch irgendwas anderes in den Sinn kommt, dann kann sich meine Planung heute auch wieder schnell ändern. 😉

Update 13:25 Uhr

Bislang war ich eher fleißig als gemütlich unterwegs, aber das wird sich jetzt hoffentlich ändern. 😉 Immerhin habe ich den Vormittag über Kekse gebacken (und traditionell ist natürlich die erste Runde etwas dunkel geworden), die Küche wieder in Ordnung gebacht und eine Rezension geschrieben (die erst im Januar veröffentlicht werden wird, weil ich gerade so viele Beiträge fertig bzw. geplant habe, dass der Dezember schon voll ist). Außerdem hat mein Mann mir die Weihnachtsdeko rausgeholt, damit ich mich damit in den nächsten Tagen beschäftigen kann. Eigentlich wollte ich die schon in der vergangenen Woche im Wohnzimmer verteilen, aber wir hatten es prompt geschafft die schwersten Boxen oben auf den Stapel zu stellen und so stand ich da und kam allein nicht an die ganz unten befindliche Weihnachtsdeko. Das kommt davon, wenn man keinen Extrastauraum hat und alles irgendwie neben dem Kleiderschrank aufstapeln muss. *g*

Jetzt wird es aber Zeit für mein Frühstück und dazu greife ich zu „Die Grenze“ von Erika Fatland. Nachdem ich in der vergangenen Woche mit der Autorin schon die Nordostpassage und Asien bereist habe, geht es nun – immer entlang der russischen Grenze –  in den Kaukasus. Bislang lese ich ihren Reisebericht wirklich gern und finde es spannend, wie sie historische Begebenheiten zusammenfasst, damit man einen Überblick über die Situation eines Landes bekommt.

Update 18:15 Uhr

So sehr viel habe ich in den letzten Stunde nicht gelesen, da mir nach einigen Seiten (inklusive dem Vorlesen ganzer Abschnitte, damit mein Mann auch von meiner Lektüre profitieren konnte,) die Augen zugefallen sind. Nach einer Stunde Sofaschlaf habe ich dann erst einmal zum Wachwerden zu Tee, Keksen und Strickzeug gegriffen und weiter an meinem Halstuch gearbeitet, während mein Mann mich dabei mit Youtube-Videos zu einer Spieleerweiterung unterhielt, die nächstes Jahr bei uns eintreffen sollte.

Außerdem habe ich etwas Zeit damit verbracht meine „Reihen-Vervollständigungsliste“ anzuschauen und ein paar Vorbestellungen bei meinem Buchhändler zu tätigen. Je früher der Bescheid weiß, dass ich Romane importiert bekommen möchte, desto größer ist die Chance, dass ich die Bücher auch nicht allzu viele Wochen nach Veröffentlichungstermin in die Finger bekomme. Ein bisschen grummelig bin ich ja, dass all die Taschenbuchausgaben, auf die ich so warte, so häufig zum Jahresanfang erscheinen, weil die Verlage natürlich mit den teureren Hardcover-Ausgaben noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen wollen. Auf der anderen Seite bin ich natürlich auch froh, wenn die Verlage genügend Geld einnehmen, um weiter meine Romanreihen produzieren zu können und wollen … 😉

Update 21:00 Uhr (Letztes Update)

Seit dem letzten Update habe ich meine Zeit vor allem verdamelt – was nicht die schlechtest Art und Weise ist, um einen Sonntagabend zu verbringen. 😉 Ich bin bei Twitter über „Pepper and Carrot“ gestolpert und habe mich erst einmal festgelesen, weil ich den Zeichenstil bezaubernd finde und die kleinen Geschichten sehr mochte. Irgendwann musste ich meine Lektüre aber unterbrechen, um Abendessen zu produzieren und dazu haben wir eine der Weihnachtsfolgen von „Nailed it“ geschaut. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie planlos Menschen ans Backen gehen können. auf der anderen Seite würde ich vermutlich auch lauter Verzweiflungstaten begehen, wenn ich innerhalb solch kurzer Zeit vor einer Kamera solch dekorierte Backwaren produzieren sollte. Bevor ich gleich zum DS greife, um meine tägliche Runde „Animal Crossing“ zu spielen, drehe ich aber noch einmal eine Blogrunde, um zu schauen wie es den anderen heute Abend so ergangen ist. Danach werde ich wohl noch ein paar Seiten in „Die Grenze“ lesen und dann ins Bett fallen. Auch wenn ich keine Termine mehr in diesem Jahr habe, wird der Wecker früh klingeln, damit ich meine To-do-Liste früh genug abgearbeitet bekomme, um mir wieder meine Lese- und Strickrunde am Nachmittag gönnen zu können. Habt einen schönen Start in die Woche! 🙂

Deborah-Crombie-Lesetag (7) – Von fremder Hand

Nachdem Sayuri und ich inzwischen beide „Böses Erwachen“ beendet haben, beginnen wir heute mit „Von fremder Hand“. Ich muss zugeben, dass ich mich auch hier an relativ wenig erinnere, was dieses Mal daran liegt, dass ich den Roman (ebenso wie den neunten Teil) beim ersten Lesen nicht mochte und deshalb auch deutlich seltener gelesen habe als die anderen Deborah-Crombie-Titel. Alles, woran ich mich noch erinnere, ist, dass sich diese Geschichte um eine Person dreht, die Texte, die von einem mittelalterlichen(?) Mönch niederschreibt, und sich darum eine Art Kult bildet (bei dem Teil bin ich mir nicht so sicher). Für mich bildet dieses Buch den Tiefpunkt der Reihe – ich bin gespannt, ob das nach dem erneuten Lesen so bleibt, oder ob ich überraschenderweise Elemente finde, die ich doch mögen werde. 😉

Wie immer kommt hier die Warnung, dass dieser Beitrag nur für Leute geeignet ist, die den Roman schon kennen oder keinerlei Probleme mit Spoilern haben, denn Sayuri und ich werden uns hemmungslos über die Geschichte austauschen. Ansonsten bin ich gespannt, wie viel Konzentration ich in den nächsten Stunden aufbringe, da ich auf Paketboten warte und mich das immer sehr unruhig macht, weil die örtlichen Boten recht unzuverlässig sind.

Update 12:00 Uhr

Es ist schwierig für mich unbefangen an ein Buch heranzugehen, das ich seit so vielen Jahren als „Tiefpunkt“ der Reihe in Erinnerung habe – obwohl ich kaum noch Erinnerungen an den Inhalt habe. *g* Ich bemühe mich wirklich unbefangen an die Geschichte heranzugehen, finde aber Jacks Reaktion auf die lateinischen Texte, die er unbewusst produziert, etwas extrem, auch wenn Deborah Crombie versucht das mit einem „Gefühl“ zu hinterlegen, das dafür sorgt, dass Jack die Vorgänge nicht einfach verdrängen/ignorieren kann. Ebenfalls finde ich es etwas seltsam, dass Nick bei seinem ersten Gespräch mit Jack so schnell auf den Gedanken kommt, dass dieser genau wie Frederick Bligh Bond paranormale Botschaften erhält. Frederich Bligh Bond hat mich dann erst einmal vom Lesen abgelenkt hat, weil ich durch eine Online-Recherche meine Erinnungen an ihn auffrischen musste und nun bin ich irritiert, weil in dem englischen Wiki-Artikel behauptet wird, dass er Botschaften durch ein Medium bekam, während in „Von fremder Hand“ gesagt wird, dass er selber – mit Hilfe eines Freundes – das „automatisches Schreiben“ beherrschte.

Ansonsten finde ich es gerade überraschend anstrengend, dass die Autorin einem erst einmal eine ganze Reihe von Personen vorstellt. Jede Figur hat zwar auch ihren ganz eigenen Ton, aber da ich etwas unruhig bin, würde ich gerade gern lieber länger bei einem Charakter bleiben. Immerhin freue ich mich über das Wiedersehen mit Winnie und mochte es, wie Jack an sie denkt und wie er in Gedanken ihr erstes Treffen noch einmal durchspielte. Außerdem hatte ich gar nicht mehr in Erinnerung, dass es für Gemma so schwierig war den Entschluss zu fassen, dass es Zeit für den nächsten Karriereschritt sei. Aber zu Beginn dieses Buches zögert sie, weil das bedeuten würde, dass sie nicht länger mit Duncan zusammenarbeiten würde und weil sie nicht weiß, wie Duncan darauf reagieren wird. Insgesamt bleibt es momentan dabei, dass ich kaum Erinnerungen an die Geschichte habe – stattdessen habe ich bislang einen Haufen Leute kennengelernt, den ich erst einmal zuordnen muss, wobei Winnie sich als roter Faden erweist, denn sie scheint diejenige zu sein, zu der fast alle eine Beziehung haben.

Update 14:00 Uhr

Sehr weit bin ich heute mit dem Roman nicht gekommen, aber ich denke, ich habe jetzt so gut wie alle relevanten Personen kennengelernt und ein Gefühl für ihren jeweiligen Charakter und ihre Ansichten bekommen. Und ich muss mich berichtigen, Deborah Crombie klärt dann relativ schnell noch auf, dass nicht Bligh Bond, sondern sein „helfender“ Freund derjenige war, der das automatische Schreiben praktizierte. Außerdem bin ich etwas grummelig, weil wir als Leser das Gespräch zwischen Gemma und Kincaid, in dem es um ihre Bemühungen um eine Beförderung geht, nicht mitbekommen hat. Wieso hat die Autorin dann das Thema überhaupt aus Gemmas Sicht aufgebracht, wieso ist sie nicht gleich an dem Punkt eingestiegen, an dem sich Duncan und Kit darüber unterhalten? Alles in allem packt mich die Geschichte noch nicht, aber da es inzwischen in dem Kreis, der sich rund um Jack gebildet hat, knirscht, bin ich neugierig darauf, wann endlich etwas passiert, das dafür sorgt, dass Duncan hinzugezogen wird.

Jetzt höre ich für heute aber erst einmal auf mit dem Lesen, denn sonst ist das letzte bisschen Tageslicht weg, bevor die Wohnung einigermaßen sauber ist. 😉

Mittwoch, der 27. November
Update10:45 Uhr

Heute steige ich etwas verspätet in die gemeinsame Leserunde mit Sayuri ein, da mein Wuseln in der Küche etwas länger gedauert hatte als geplant. Dafür habe ich das Abendessen für heute schon vorgekocht und mein Frühstück fertig gemacht und kann mich jetzt ungestört mit meinem Buch einrollen. 😉 Ich muss gestehen, dass ich seit Freitag nicht einmal an „Von fremder Hand“ gedacht habe. Die Geschichte hinterlässt bei mir nicht genügend Spuren, um mich auch zwischen den Lesestunden zu beschäftigen (während mich mein „Zweitkrimi“ sogar bis in den Schlaf begleitet). So ganz ohne Grund habe ich diesen Band der Kincaid-und-James-Reihe also doch nicht als den schlechtesten Roman von Deborah Crombie in Erinnerung. Wie Sayuri auch, finde ich den esoterische Anteil nicht stimmig. Mir kommt Jack zwar glaubwürdig vor, aber ich glaube der Autorin nicht, dass mit ihm die Dinge passieren, die sie schildert. Ansonsten muss ich schon etwas genauer darüber nachdenken, um mich an Details aus den ersten vier Kapiteln zu erinnern und abgesehen davon, dass ich Winnie wirklich mag, bleibt nur eine vage Furcht um Faith, weil ich ihr Verhältnis zu Garnet wirklich ungesund finde.

Update 12:00 Uhr

Dank Gemmas Beförderung taucht nun Doug Cullen in der Geschichte auf bzw. er wurde einmal kurz erwähnt – darüber freu ich mich, ich weiß gar nicht mehr, wie seine erste Zeit als Duncans Sergant war, aber ich mag die Figur und hoffe, dass es bald mehr von ihm (und Gemma und Duncan) zu lesen gibt. (Dass Gemma schon so früh in ihrer Beziehung befürchtet schwanger zu sein, hatte ich auch komplett vergessen.) Ansonsten bin ich jetzt gerade erst mit dem siebten Kapitel fertig geworden, weil ich mich kurz von einer Recherche zum Thema Straußenfeder-Staubwedel habe ablenken lassen, und hoffe, dass die Geschichte nun mit Winnies Unfall endlich etwas Fahrt aufnimmt. Diese ganzen Vorahnungen bei den diversen Beteiligten und die unausgesprochenen Verbindungen und Erwartungen, die die Charakter miteinander verknüpft, finde ich in diesem Roman wirklich etwas zu viel. Wobei es immerhin nett zu lesen ist, dass sich so viele Leute Gedanken um Faith machen und sie beschützen wollen, auch wenn kaum eine dieser Personen uneigennützig handelt. Für heute beende ich erst einmal das Deborah-Crombie-Lesen, aber vielleicht schaffe ich morgen noch ein Kapitel oder so, damit ich am Freitag wieder ungefähr auf dem gleichen Stand wie Sayuri bin.

Freitag, der 29. November
Update 13:30 Uhr

Ich fürchte, es bleibt dabei, dass mich die Geschichte von „Von fremder Hand“ nach dem Weglegen des Buches nicht länger beschäftigt. Ich habe sogar regelmäßig beim Weiterlesen einen leichten Moment der Orientierungslosigkeit, weil ich mich nicht daran erinnern kann, was als letztes passiert ist. Ganz so schlimm wird es heute nicht sein, denn 1. habe ich erst gestern Abend das achte und neunte Kapitel gelesen, damit ich heute auf dem selben Stand bin wie Sayuri, und 2. zieht die Handlung endlich etwas an, nachdem Winnie angefahren wurde und Faith in verwirrtem Zustand bei Jack aufgeschlagen ist. Außerdem Duncan und Gemma auf dem Weg nach Glastonbury, so dass das Ganze jetzt hoffentlich in den kommenden Kapiteln mehr an einen Krimi erinnern wird. 😉

Update 14:30 Uhr

Heute komme ich wirklich deutlich besser voran, als an den letzten Tagen, was damit zusammenhängt, dass endlich mehr in der Geschichte passiert. Nicht nur, dass Winnie angefahren wurde und es mehrere Verdächtige gibt, sondern inzwischen ist auch Garnet ermordet aufgefunden worden. Und auch wenn ich mich nicht mehr an die Handlung erinneren kann, verhält sich Andrew (Winnies Bruder) momentan so verdächtig, dass ich mir sicher bin, dass er nichts mit den Morden zu tun hat.

Update 16:10 Uhr

Und das war es dann auch schon für mich mit „Von fremder Hand“. Es bleibt dabei, dass ich Winnie und Jack sehr mag, und nachdem die Geschichte mit dem Eintreffen von Gemma und Duncan in Glastonbury an Fahrt aufnahm, habe ich den Roman auch gern gelesen. Die Auflösung der verschiedenen Geheimnisse fand ich allerdings etwas unbefriedigend. Dass Andrew der Vater von Faith Kind ist, war von langer Hand abzusehen, dass er sich am Ende so unreif und dumm benimmt, finde ich weiterhin nervig. Ansonsten fand ich das Motiv für den Mord an Garnet etwas schwach. Die Verheimlichung einer Tat, die vor mehreren Jahren stattfand, ist zwar ein klassisches Mordmotiv, aber so viel hätte der Täter durch das Eingeständnis der damaligen Fahrerflucht meiner Meinung nach nicht zu verlieren gehabt. Ein bisschen frage ich mich, wie es langfristig mit Fiona weitergehen wird – auf der anderen Seite gehe ich davon aus, dass Winnie sich schon um ihre Freundin kümmern wird. Alles in allem bleibe ich dabei, dass dieser Band für mich der schwächste der Reihe ist, weil die esoterischen Elemente der Krimihandlung ebenso wenig wie dem Erzähltempo gut getan haben.

Lese-Sonntag November 2019

Bislang bestand der November aus einer guten Mischung aus „viel gearbeitet“ und „viel gelesen“, was dazu geführt hat, dass ich in den letzten Wochen so langsam all die Stapel mit angefangenen Bücher etwas mehr in den Griff bekommen und mich dafür auf den einen oder anderen Bibliotheks-Titel gestürzt habe. Neben drei weiteren Büchern, die ich in den nächsten Tagen lesen muss, wenn ich sie nicht ungelesen in die Bibliothek zurückbringen will, habe ich hier noch ein paar Romane, die ich in den letzten Wochen aus dem SuB und dem Bücherregal gezogen habe, weil ich sie gern lesen wollte. So richtig weiß ich noch nicht, wonach mir heute ist, aber Auswahl habe ich ja genug. Vorher gibt es aber erst einmal eine Kurzgeschichte aus der „A Thousand Beginnings and Endings“-Anthologie, die in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen ist. Außerdem wäre es vermutlich nicht schlecht, wenn ich gleich einmal kurz in die Küche husche, um das Geschirr von gestern Abend in Angriff zu nehmen (und eine Portion noch nicht verarbeiteter Plätzchenteig ruht auch noch im Kühlschrank). Ich wünsche euch erst einmal einen schönen und entspannten Start in den heutigen Lesetag und erinnere euch jetzt schon einmal daran, dass der Lese-Sonntag im Dezember auf den 15. fällt. 😉

Update 12:00 Uhr

Orangen-Mäuse

Ich bin mir nicht sicher, ob mir „Still Star-Crossed“ von Sona Charaipotra gefallen hat, denn auf der einen Seite wirkt die Geschichte zwar romantisch (vor allem, wenn man die „Basisgeschichte“ von Mirza und Sahiba im Hinterkopf behält und sich vorstellt, dass die beiden Liebenden über die Jahrhunderte immer wieder eine Chance auf ein Happy Ende bekommen – und es immer wieder von neuem verbocken), auf der anderen Seite hat der Protagonist der Geschichte etwas von einem Stalker, weil er in der Protagonistin Taara seine verlorene Liebe wiedererkennt und nun natürlich alles tun will, um endlich mit ihr zusammen sein zu können. Schwierig, aber immerhin eine Geschichte, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Zimt-Schildkröten

Ansonsten war die Küche zwischendurch sauber und danach habe ich mich mit (eigentlich bewährtem) Plätzchenteig rumgeärgert, der heute seltsam brüchig und so gar nicht gut zu verarbeiten war. Aber jetzt ist er weggebacken und ich hoffe sehr, dass die Ergebnisse heute Nachmittag schmecken. Außerdem habe ich mir zum Frühstück ein paar Seiten in „Howl’s Mowing Castle“ von Diana Wynne Jones gegönnt. Ich liebe den Anfang dieser Geschichte so sehr und ich hatte heute solche Lust darauf, obwohl es so viel vernünftiger wäre, wenn ich ein paar Bücher vom SuB anfangen würde. Aber Vernunft spielt beim Bücherhorten und -lesen bei mir ja eh keine so große Rolle. 😉 Kommentiert habe ich auch eine Runde und jetzt rolle ich mich wieder auf dem Sofa zusammen und entspanne mich mit Sophie, die demnächst in ein magischen Schloss eindringt (und dann behaupten wird, dass sie die neue Putzfrau sei). 😉

Apfel-Milchreis mit Zimt

Update 16:00 Uhr

Nach dem letzten Update haben mein Mann und ich – dank eines Anstupers durch Ariana – erst einmal einige Zeit damit verbracht herauszufinden, ob wir unsere Stereoanlage und unseren Laptop per Bluetooth verbinden können. Da hat geklappt und nachdem die Verbindung nun steht, sollte es in Zukunft relativ einfach möglich sein, dass ich nun meine (Audible-)Hörbücher über die Lautsprecher der Anlage höre und nicht mehr darauf angewiesen bin, dass ich mit Kopfhörern in den Ohren rumlaufe. Vielen Dank für die Anregung, Ariana! 🙂

Nicht die schönste Ausgabe von „Howl’s Moving Castle“, aber ich hänge wirklich an diesem Buch. 🙂

Als ich mich dann wieder auf dem Sofa einrollen wollte, hielt eine hupende Kolonne vor der Tür, Instrumente wurden ausgepackt und die Brautentführung der Nachbarstochter aus dem Hinterhaus nahm ihren Lauf. Auch wenn keine dieser Traditionen rund um Hochzeiten noch besonders zeitgemäß ist, muss ich doch zugeben, dass die ganze Aktion hübsch anzuschauen war, weshalb wir auch aus dem Fenster schauten bis die Braut davonfuhr. Wobei ich überrascht war, wie laut die Musik ist, wenn man sie nicht nur von der Straße aus hört (was hier im Viertel jetzt nicht so selten der Fall ist), sondern gleichzeitig noch aus dem eigenen Treppenhaus. *g* Dann ging es aber wirklich mit Buch und Tee aufs Sofa. Jedes Mal, wenn ich zu „Howl’s Moving Castle“ greife, finde ich es großartig zu lesen, wie befreiend es für Sophie ist eine alte Frau zu sein. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie nicht das Gefühl, sie müssen den Erwartungen ihrer Familie/Umgebung gerecht werden, sondern sie macht einfach wonach ihr ist – und wenn man sie deswegen für verrückt halten sollten, dann ist es auch egal, denn alte Frauen werden oft als sonderlich, verrückt oder verwirrt abgetan.

Orangen-Maus, Zimt-Schildkröte und Schokoladen-Katze. 😉

Neben „Howl’s Moving Castle“ habe ich ansonsten noch die Geschichte „A Recipe for Magic“ von Kate Howard und Fran Wilde gelesen, die (schon vor zwei Jahren) auf dem B&N-Blog veröffentlicht wurde. Die Handlung wird erzählt aus der Sicht von Esmé, der Besitzerin der Night & Day Bakery – wo Backen und Magie Hand in Hand gehen, und aus der Sicht von Lux, Esmés neuer Auszubildenden, die anfangs so glücklich war diesen Ausbildungsplatz zu finden. Doch nachdem ihr ein Missgeschick nach dem anderen passiert, fürchtet sie, dass sie ihren Ausbildungsplatz verliert, ihre letzte Chance mehr über Magie zu lernen und den einzige Ort, an dem sie sich noch Zuhause fühlt. Ich mochte die Geschichte sehr, vor allem war es schön zu lesen, wie viel Mühe sich Esmé gibt, damit Lux sich wohlfühlt, etwas von dem Kummer aus ihrer Vergangenheit loslässt und bereit ist all die Dinge über Magie und Backen zu lernen, die Esmé ihr beibringen will. Vor allem mochte ich aber die Verbindung, die Esmé mit ihrer Bäckerei, mit ihrem Ofen und all den anderen Utensilien hatte, die sie tagtäglich für ihre Arbeit verwendet. Das war eine wirklich hübsche Geschichte! 🙂

Update 19:15 Uhr

Von den vergangenen gut drei Stunden habe ich ungefähr zwei mit Sofaschlaf verbracht. Das war anscheinend nötig, nachdem die letzten Nächte etwas kurz waren. 😉 Jetzt flitze ich in die Küche und während das Essen im Ofen ist, drehe ich eine Blogrunde und schaue, wie es euch heute Nachmittag erging.

Update 22:00 Uhr

Kartoffeln und Rote Beete aus dem Ofen mit Feta und Thymian

Die letzten Stunden sind mit Kochen, Essen, Kommentare schreiben und beantworten und natürlich Animal-Crossing-Spielen schnell vergangen. Ich mag, wie mein Animal-Crossing-Charakter gerade aussieht, obwohl ich die Frisur normalerweise scheußlich finde. Aber mit dem Outfit passt alles erstaunlich gut zusammen. *g* Den Rest meines Abends werde ich wohl weiterhin mit „Howl’s Moving Castle“ verbringen und da die anderen schon ihr letztes Update geschrieben haben, war es das hier auch für mich.

Ich habe mich darüber gefreut, dass wir heute wieder in so netter Runde gemeinsam gelesen und den Tag verbracht haben! Habt einen schönen Start in die Woche, passt gut auf euch auf und gönnt euch ab und an eine Auszeit. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
JED
Ariana
Sunny

Herbstlesen im Oktober (So., 27. Oktober)

Da für den 31. kaum einer Zeit und Interesse angemeldet hat (was bei einem Wochentag mehr als verständlich ist), ist heute also schon der letzte Tag des Herbstlesens 2019. Ich freu mich sehr darüber, dass wir noch einen gemeinsam Sonntag miteinander verbringen können (und verweise vorsichtshalber schon mal auf den Lese-Sonntag am 17. November). Bevor ich noch mehr Sätze mit eingeschobenen Klammerbemerkungen produziere, schiebe ich die gestern angesetzten Brötchen in den Ofen und greife ich dann erst einmal zu meiner Anthologie und schaue, was die nächste Kurzgeschichte mir zu bieten hat. 😉

Update 10:00 Uhr

Die Brötchen sind fertig (wenn sie schmecken, mache ich das nächste Mal nur die Hälfte des Teigs und nehme deutlich weniger Hitze als im Rezept steht), der Abwasch erledigt, die Wäsche von gestern Abend weggeräumt und meine erste Kurzgeschichte des Tages habe ich auch gelesen. Lori M. Lee greift in „Steel Skin“ eine Geschichte der Hmong („The Woman and the Tiger“) auf und erzählt eine SF-Handlung, in der die fünfzehnjährige Protagonistin Yer vor einem Jahr bei einem Aufstand der Androiden ihre Mutter verloren hat. Ihr Vater ist seitdem nicht mehr der Selbe, er ist verschlossen, antriebslos und abweisend, obwohl Yer ihn nun mehr den je benötigt. Richtig unheimlich wird es, als er nach einer Reise zurückkommt und sich noch weniger als zuvor um Yer kümmert, bis in ihr der Verdacht aufkommt, dass die Person, mit der sie zusammenlebt, nicht mehr ihr Vater ist … Ich mochte die Geschichte sehr, sie ist voller Wut und Trauer, Freundschaft und Vertrauen und präsentiert ein wirklich überraschendes und cooles Ende. 🙂

Nach dem Lesen der Geschichte habe ich die Tatsache genutzt, dass mein Mann heute länger geschlafen hat und mir Musik angemacht und zu meinem Strickzeug gegriffen. Das Tuch habe ich schon vor einer Weile angefangen, hatte aber in letzter Zeit keine Gelegenheit für „Stricken mit ein bisschen mehr Denken als sonst“ und stattdessen in der Regel eher zu den Socken gegriffen, die ich aktuell für meinen Mann stricke. Wenn mein Mann mit seinem Frühstück fertig ist, werden wir wohl erst einmal eine Runde zusammen puzzeln. Den Hellboy hatten wir in der vergangenen Woche beendet und nun haben wir uns als nächstes unser letztes (noch eingeschweißtes) Elzupp! vorgenommen. Da es heute draußen sehr dunkel ist und bestimmt bald wie aus Eimern schütten wird (mein Mittleid gilt den armen Läufern, die heute beim Frankfurt Marathon starten), wird es heute etwas anstrengend für die Augen. Aber wir denken, dass das schon klappt wenn wir einfach vormittags und nachmittags eine Puzzle-Runde einlegen – das bietet mir dann auch die Gelegenheit zu einer relativ normalen Zeit (also für mich) zu frühstücken. 😉

Update 13:00 Uhr

Ich bin wirklich froh, dass ich heute Vormittag gar nicht versucht habe zu Lesen, denn wie immer an Marathon- (oder Triathlon-)Tagen ist es sehr, sehr laut im Viertel inklusive Trillerpfeifen und Kuhglocken, Hubschraubern und Vorausfahrzeugen mit Megafon-Durchsagen. Immerhin ist heute die Spitze der Läufer schon um 11 Uhr an unserer Kreuzung vorbeigezogen und gerade meldete die Polizei über Twitter, dass sie einen Teil der Innenstadt schon wieder für den Verkehr freigibt, also sollte sich die Veranstaltung heute wohl nicht so lang hinziehen.

Was das Puzzle angeht, so wird es dieses Mal besonders spannend, denn wir puzzeln nicht einen Teil der Szene, der auf dem Bild nicht abgebildet ist, wie das sonst bei den Elzzups! der Fall war, sondern wir puzzeln die gleiche Veranstaltung – allerdings 2000 Jahre in der Zukunft. Bislang haben wir gerade mal den Rand gelegt und überall auf dem Tisch Häufchen verteilt, um einen groben Überblick über das Puzzle zu bekommen. Momentan habe ich das Gefühl, wir hätten die Puzzlematte gar nicht rausholen müssen, weil wir mit all den Haufen das Ganze eh nicht mal eben einrollen können, wenn wir den Tisch anderweitig nutzen wollen. *g*

Da mein Magen dann doch noch anfing zu knurren, gab es erst einmal Frühstück. Die Brötchen schmecken überraschend gut, allerdings finde ich die Konsistenz recht schwierig, da nach dem Abkühlen selbst die anfangs knusprige Kruste weich geworden ist. Mal schauen, wie sie sich in den nächsten Tagen machen – ich habe ja genug gebacken, um mich davon bis zur Wochenmitte zu ernähren … Jetzt dreh ich erst einmal eine Kommentarrunde und wärme dabei meine Fuße unter der Sofadecke.

Update 17:00 Uhr

Uff, rund um das letzte Update fing unsere Internetverbindung an zu mucken und so etwas treibt mich ja in den Wahnsinn. Für Technik – egal welcher Art – die nicht reibungslos funktioniert, habe ich so gar keine Geduld. Besonders lästig war es, dass sich dadurch die Kommentarrunde so lange hingezogen hat und ich bei den Blogspot-Blogs mehrfach meinen Namen eingeben und die „ich bin kein Roboter“-Haken setzen musste, bevor mein Kommentar überhaupt gesendet wurde. Jetzt scheint aber alles wieder okay zu sein und ich hoffe, dass es den Rest des Tages dann auch so bleibt.

Da ich mich etwas frostig fühlte und meine (seit Wochen ein winziges Bisschen am Morgen vorhandenen) Halsschmerzen heute einfach nicht verschwinden wollen, bin ich nach der Kommentarrunde auf dem Sofa geblieben und habe mit meinem Mann „Gefangen bei den Pharaonen“ von H.P. Lovecraft (gelesen von David Nathan) gehört. Dazu habe ich weiter an meinem Tuch gestrickt, bis ich genügend Fläche hatte, um mir das Muster richtig anzuschauen. Dann habe ich beschlossen, dass meine Wolle viel zu fein für dieses Muster ist und alles wieder aufgeribbelt. Etwas ärgerlich, aber ich ribbel lieber jetzt auf, als dass ich später mit einem Tuch rumlaufe, das mir nicht gefällt. Dummerweise muss ich mich jetzt auf die Suche nach einem weiteren klarem, nicht zu verspielten Muster machen, mit dem ich den nächsten Versuch für ein Halstuch wagen kann.

Oder ich mache das Muster noch einmal, das ich schon für mein grünes Tuch verwendet habe. Das gefiel mir gut und passt auch zu der Jacke, zu der ich das schwarze Tuch machen möchte, aber auf der anderen Seite finde ich es etwas langweilig zwei gleiche Tücher zu machen. Nebenbei habe ich in der letzten Stunde weiter Kommentare beantwortet und etwas getwittert (wenn mein Mann CivVI kommen regelmäßig blöde Sprüche von ihm, die ich einfach irgendwo festhalten mag :D) und Bilder von flauschigen Katzenbäuchen zugeschickt bekommen. Drückt mir die Daumen, dass ich nicht in den nächsten Tagen krank werde, ich habe keine Lust meinen Grippe-Impftermin am Mittwoch abzusagen.

Update 20:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich spontan einen ersten Entwurf für einen „Sachbuch-Challenge“-Ankündungsbeitrag (für Anfang Dezember) geschrieben. Seitdem das Thema vor kurzem aufkam, ging es mir nicht mehr aus dem Kopf und ich hoffe, dass ich für das kommende Jahr wieder Leute finde, die mit mir gemeinsam Sachbücher lesen mögen. Vor der Veröffentlichung müsste ich aber noch ein Logo basteln. *g*

Außerdem habe ich ein bisschen an meinem aktuellen Socken gestrickt, während mein Mann (seltsame) Musik gehört hat. Neben habe ich noch ein paar Seiten in „Poor Economics“ (darüber, warum Versicherungsangebote von wirklich armen Menschen so gut wie nie angenommen werden) gelesen und gekocht (und immer wieder ein paar Puzzleteile gelegt :D) und gegessen.

Spitzkohl-Eintopf

Jetzt gibt es erst einmal wieder eine gründliche Blog- und Kommentarrunde und dann geht es mit dem Blücmchen gießen weiter.

Update 23:00 Uhr

Eigentlich wollte ich ja nach dem letzten Update „Animal Crossing“ spielen, aber bislang hat es nur zum Laden meines Speicherstands gereicht und den Rest der Zeit habe ich mit dem Lesen von Updates und dem Schreiben von Kommentaren verbracht. Irre, wie viel ihr heute (mit mir) kommuniziert habt! 😀 Damit meine Blümchen nicht über Nacht welken, werde ich für heute offline gehen, Blümchen gießen und dann ins Bett fallen.

Es war auch in diesem Jahr wieder wunderbar, mit euch gemeinsam das Herbstlesen zu verbringen. Ich mag es nicht nur, dass dieses bewusste Verbringen des Tages dafür sorgt, dass ich mir wirklich ausgiebige Erholungszeit gönne, sondern ich liebe auch den Austausch mit euch! Es ist immer spannend zu sehen, was euch beschäftigt, was ihr lest und womit ihr eure Stunden verbringt, wenn ihr es euch gutgehen lasst. Also vielen Dank fürs Mitmachen, und vielleicht treffen wir uns im kommenden Jahr ja wieder zum Herbstlesen im Oktober! 🙂

 

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Heutige Mitleserin:

Neyasha
Ina
Sunny
Anette
Natira
Kiya
JED
Sayuri

Herbstlesen im Oktober (Sa., 26. Oktober)

Ich habe gerade mal wieder einen Anfall von „wie schnell die Zeit vergeht“, denn heute bricht schon das letzte Herbstlesen-Wochenende an und ich habe das Gefühl, der Oktober ist einfach so vorbeigeflogen. Immerhin habe ich mir in der vergangenen Woche sehr viele Lesestunden gönnen können (auch in den Bewusstsein, dass die kommende Woche mit all den vielen Terminen mir nicht viel Freizeit bringen wird). Es ging also nicht nur am Freitag weiter mit dem Deborah-Crombie-Lesen mit Sayuri, sondern ich habe auch den erste Band der Beaumont-and-Beasley-Reihe, „The Spellcoats“, ungefähr die Hälfte von „Poor Economics“ und ein paar Kapitel in „The Boneyard“ gelesen, sowie „Brief Cases“ beendet und „A Thousand Beginnings and Endings“ (erneut) angefangen. Mit der Anthologie mache ich auch gleich weiter, bevor es für uns wieder losgeht, weil wir für heute Vormittag eine Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin haben.

Update 8:45 Uhr

Nicht gerade das beste Cover, um es im Halbdunkeln zu fotografieren …

Die Kurzgeschichte „Olivia’s Table“ von Alyssa Wong hat mir sehr gut gefallen (ich muss mal schauen, was die Autorin noch so geschrieben hat). In der Geschichte wird das chinesische Yu Lan (Hungry Ghost Festival – keine Ahnung, wie das auf Deutsch genannt wird) aufgegriffen, wobei Olivia eine chinesische Amerikanerin ist, die nach dem Tod ihrer Mutter deren Rolle als „Exorzistin“ übernimmt und in einer alten Minenstadt für die Geister ein Festmahl ausrichtet. Während das örtliche Hotel Olivia als Exorzistin engagiert hat, geht es ihr darum die Vorfahren zu ehren, sie auch nach dem Tod noch mit gutem Essen glücklich zu machen und wenn das dazu führt, dass sie Ruhe und Frieden finden, dann ist es gut so. Ich mochte die Geschichte sehr, weil es nicht nur schön diese chinesische Tradition beschreibt, sondern auch Olivias eigenen Weg, um mit dem Tod ihrer Mutter fertig zu werden, und ihre Suche nach einen Platz im Leben.

Jetzt muss ich mich aber so langsam umziehen, damit wir uns pünktlich auf den Weg machen können. Ich melde mich nach der Frühstücksverabredung wieder hier und wünsche euch bis dahin einen schönen Start ins Wochenende! 🙂

Update 14:45 Uhr

Uff, das war heute eine gründliche Frühstücksverabredung mit sehr lästigen Straßenbahnfahrten (dank Sperrung des Hauptbahnhofes hat sich sehr viel Verkehr auf die Straßenbahn verlagert, die wir quer durch die Stadt nehmen müssen) und sehr intensiven und lustigen Gesprächen. Unter anderem haben wir uns über Filme unterhalten, die anscheinend nur ich kenne … Ich gebe zu, dass weder „Die Indianer von Cleveland“, noch „Flammender Sommer“ besondere Kunstwerke oder besonders erinnerungswürdig sind, aber dass weder unsere ehemalige Nachbarin, noch mein Mann diese Filme je gesehen haben, irritiert mich. Das ist ein bisschen wie mit „Bolle“ am vergangenen Wochenende, bei den „Indianern von Cleveland“ war ich mir ebenso sicher, dass die allgemein bekannt sind wie der „Bolle“. 😉

Bevor ich mich jetzt auf dem Sofa einrolle und zum Buch greife, drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde und kümmere mich um den heute Morgen nicht beendeten Abwasch.

Update 19:00 Uhr

Statt mich direkt nach der Kommentarrunde auf meinen restlichen Abwasch zu stürzen, habe ich mich natürlich vom Internet ablenken lassen und mich intensiv mit einem Artikel über Giulia Tofana beschäftigt – eine Frau, die in der Renaissance über 600 Frauen dabei half, ihre Männer zu vergiften. Ich muss gestehen, ich würde sehr gern mal eine gut geschriebene Biografie über diese Frau lesen, aber da es die nicht zu geben scheint, muss ich mich wohl mit einem englischen Sachbuch über Giftmorde („The Royal Art of Poison“ von Eleanor Herman) begnügen, über das ich bei meiner Suche gestolpert bin und das ich auf meinen Merkzettel gesetzt habe. 😀 Und da ich schon bei meinem Merkzettel war und seit Wochen im Hinterkopf habe, dass ich noch ausprobieren wollte, ob ich meinen Vater in diesem Jahr von „doppelten Geschenken“ abhalten kann, in dem ich für ihn einen Extra-Wunschzettel, habe ich das auch gleich erledigt. Irgendwie erschüttert es mich immer wieder, dass der Mensch, der mir in den 90ern bei jedem PC-Problem zur Seite stand, heutzutage mit den alltäglichsten Dingen im Internet vollkommen überfordert ist (obwohl er das natürlich nicht so sieht und ich deshalb sehr vorsichtig sein muss, wenn ich mich mit ihm darüber unterhalte, warum etwas wohl noch hinhaute).

Irgendwann habe ich mich dann aber doch vom Laptop gelöst (nachdem ich noch eben spontan zwei Hörbücher gekauft und den Download gestartet hatte, obwohl ich gerade so gut wie keine Hörbücher höre,) und mich auf den Abwasch und danach in die Dusche gestürzt. Kochwäsche habe ich auch noch angeworfen und das Abendessen soweit vorbereitet, dass ich nur noch Nudeln kochen und die Sauce aufwärmen muss. Dann wollte ich eigentlich gemütlich mit Tee, Apfel (wir testen gerade jede Woche eine andere aktuelle Apfelsorte, was erstaunlich spannend ist, weil die so unterschiedlich schmecken) und Buch auf dem Sofa versumpfen, aber irgendwie gab es schon wieder Kommentare zu beantworten. *g* Jetzt werde ich aber die Zeit bis zum Kochen nutzen und wirklich meine Nase in meinen Roman stecken. Da ich wieder einen spontanen Anfall von Cozy-Lust habe, aber euch nicht schon wieder einen Agatha Christie zumuten will, habe ich mich für den vierten (?) Her-Royal-Spyness-Band „Royal Blood“ entschieden. Ich habe von der Reihe noch mehrere Bände auf dem SuB und es gibt noch diverse Fortsetzungen, die ich noch nicht besorgt habe, so dass ich da nicht befürchten muss, dass mir der Nachschub in den nächsten Jahren ausgeht. 😉

Update 22 Uhr

Brötchenteig … der wegen der darin befindlichen Haferlocken so klumpig aussieht. *g*

Wenn man bis 20 Uhr Kommentare schreibt, schiebt sich das Abendessen irgendwie ein bisschen nach hinten. Und wenn man dann noch während des Kochens feststellt, dass die einkaufende Person heute vergessen hat Knäcke für mein Frühstück zu besorgen, dann wird es notwendig noch eben einen Teig für „Übernachtbrötchen“ anzusetzen. Das Rezept habe ich vor einigen Wochen irgendwo gefunden und für den „Notfall“ notiert, hätte aber nicht gedacht, dass ich es so schnell einmal ausprobieren würde. Aber Mehl, Haferflocken, Wasser und Trockenhefe habe ich nun mal immer im Haus und wenn die Brötchen morgen was werden, dann wäre das ziemlich cool.

Linsen-Bolognese ist auch nicht gerade das fotogenste Essen. 😉

Nach dem Abendessen habe ich dann noch meine tägliche Runde „Animal Crossing“ absolviert – so langsam geht es auch in dem Spiel in Richtung Halloween, was bedeutet, dass meine Nachbarin mich mal wieder darüber aufgeklärt hat, was ich am 31. zu tun habe. 😉

Uuuund dann habe ich es doch noch geschafft endlich meinen Roman aufzuschlagen! Georgie hat nach den Ereignissen im vergangenen Band kein neues Engagement gehabt (nachdem ihre Idee eines Begleitservices für Theaterbesuche diverse Herren auf vollkommen absurde Ideen gebracht hatte – sehr seltsam! :D). Es ist nebelig und kalt in London und Georgie fühlt sich ziemlich einsam im Stadthaus ihrer Familie. Trotzdem ist die Aussicht darauf, dass ihr Bruder mit seiner Frau (die zu erwarten scheint, dass Georgie das Haus vorbereitet) sich in den nächsten Wochen dort einquartieren, noch unangenehmer für Georgie als die Einsamkeit. Außerdem fürchtet sie sich ein bisschen davor, dass Queen Mary wieder einen Auftrag für sie geplant hat, der ihr Leben aufregender machen wird, als ihr lieb ist (und als sie sich finanziell leisten kann). Stellenweise wird Georgie schon sehr naiv dargestellt, aber grundsätzlich mag ich die Krimis sehr gern, finde sie amüsant und bin neugierig auf den Fall. Es gibt eindeutig schlechtere Cozies. 🙂

Update 23:50 Uhr

Auch wenn ich mich wiederhole: Wo ist der Tag hin? Seit dem letzten Update habe ich noch ein bisschen gelesen und ein bisschen kommentiert und nun hüpfe ich am Besten ins Bett, bevor ich wieder etwas finde, dass die nächsten Stunden frisst. 😉 Ich hoffe, ihr habt eine gute Nacht! Bis morgen! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
Sunny
Natira
Ina
Anette
JED

Deborah-Crombie-Lesetag (6) – Böses Erwachen

Inzwischen sind Sayuri und ich schon beim sechsten Kincaid-und-James-Roman angekommen und als ich in der vergangenen Woche online den Klappentext der aktuellen Ausgabe las, konnte ich so gar nichts mit der Inhaltsangabe anfangen. Meine ältere Ausgabe hingegen beinhaltet nicht nur die Erwähnung eines „Straßenmusiker“ (bei dem ich mich frage, ob ich die richtige Figur im Kopf habe), sondern auch den Namen des Opfers und der sorgt dafür, dass ich mich zumindest erinnern kann, dass ich die Geschichte früher mochte. Ich bin gespannt, welche Erinnerungen im Laufe der ersten Kapitel noch hochkommen oder ob es dieses Mal so sein wird, als ob ich den Roman zum ersten Mal lesen würde. 😉

Update 11:45 Uhr

Es ist für mich jedes Mal wieder von neuem faszinierend, wie Deborah Crombie mit wenigen Worten einen Charakter kreiert, der für mich lebendig wird. Auf den ersten Seiten von „Böses Erwachen“ schafft sie das für mich mit George Brent, der nur seine Hündin ausführen will, bevor der Tag noch heißer wird, und dabei eine Leiche findet. Die wenigen Absätze aus seiner Sicht führen dazu, dass es mir schrecklich leid tut, dass gerade er diese Leiche finden muss. Auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass seine Hündin Sheba und seine verwitwete Nachbarin sich gut um ihn kümmern werden. 🙂 Außerdem mochte ich sehr die ersten beiden Szenen mit Gemma (die all ihren Mut zusammengenommen hat, um eine Klavierlehrerin aufzusuchen,) und Duncan (der auf dem Weg ist, um einen Tag mit Kit zu verbringen, der immer noch nicht weiß, dass er Duncans Sohn ist). Während Gemma Angst vor ihrer eigenen Courage hat, ist Duncan richtig glücklich darüber, dass er Zeit mit Kit verbringen kann und dass sie sich in den letzten Monaten so gut verstanden haben. Das ist ebenso schön zu lesen wie die Pläne, die er sich beim Anblick eines bunten Marktes für einen gemeinsamen Ausflug mit Kit und Gemma überlegt.

Schon auf den ersten Seiten stellt Deborah Crombie mit wenigen Sätzen die Entwicklung der Docklands da. Die Arbeiter und Farmer, die früher dort lebten, und die Baufirmen, die in den 90er Jahren der Gegend einen ganz neuen Schwerpunkt verliehen haben. Sehr schön die Beschreibung des Supermarktes, der für eine gehobenere Schichte geplant zu sein scheint, aber (noch?) vor allem von Arbeitern genutzt wird. Dass es sich bei der Toten um Annabelle Hammond handelt, wird schon lange vor der Identifizierung der Leiche deutlich, und obwohl die Autorin wie immer schöne „Vorstellungsszenen“ geschrieben hat, wurde es mir am Anfang fast ein wenig viel mit all den neuen Charakteren, die sich Gedanken über Annabelle machten. Es fühlte sich an, als ob ich die selbe Stunde des selben Samstags immer wieder erlebte, ohne dass es weiterging. Wobei Letzteres vermutlich an mir liegt und weniger an dem Buch, da ich den Vormittag über auf eine Lieferung gewartet habe und mich das immer unruhig macht. Aber da meine Gemüsekiste gerade geliefert wurde, kann ich mich jetzt in Ruhe mit Frühstück und Buch auf dem Sofa einrollen und mich in den nächsten Stunden etwas intensiver mit der Geschichte befassen.

Update 13:30 Uhr

So richtig klappte es heute nicht mit dem konzentrierten Lesen, aber trotzdem habe ich das Gefühl, ich bin wieder in der Handlung drin. Ich erinnere mich an die Atmosphäre des Romans und bestimmte Szenen kommen mir auch vertraut vor (wie der Moment, in dem Reg und der Vater der Toten zusammen Tee trinken und sich Reg Gedanken über die richtige Art des Teeaufbrühens macht), aber ich habe keine Erinnerungen an noch kommende Szenen. Ich bin mir nur sicher, dass der Straßenmusikant (der bislang vor allem in den Gedanken anderer vorkam) nichts mit dem Mord zu tun hat und in gewisser Weise selber ein Opfer ist. Ansonsten frage ich mich, was Deborah Crombie mit der Figur von Janice Coopin beabsichtigt hat. Es fühlt sich an, als ob die Autorin sich nicht entscheiden konnte, ob diese Polizistin nun sympathisch sein sollte oder nicht, und wie so oft denke ich, dass Duncan ihr gegenüber etwas aufmerksamer sein könnte. Er bemerkt zwar, dass es für sie nicht schön ist, dass er ihr bei dieser Ermittlung vor die Nase gesetzt wird, hat aber kein Gefühl dafür, dass es für sie als Frau noch einmal ein Stück schwieriger ist, obwohl er inzwischen durch Gemma doch genügend Einblicke in das Leben als Polizistin bekommen haben müsste.

Ein wenig schmunzeln musste ich bei der Beschreibung der Wohnung von Annabelle, da Gemma feststellt, dass alles ein bisschen zu ordentlich ist und nichts darauf hinweist, dass das Opfer irgendeiner Tätigkeit nachgegangen sei, bevor sie das Haus verließ. Wenn ich so über den Rand meines Buches blicke, dann sehe ich bei mir genau das Gegenteil davon (und bekomme spontan Lust ein paar der angefangenen Sachen jetzt sofort weiter zu machen). *g*

Update 15:00 Uhr

Heute ist einer dieser Tage, an denen sich mein Gehirn mit allem möglichen beschäftigt und viel zu wenig mit dem Buch vor meiner Nase. (Ein Teil meines Gehirns hat sich zum Beispiel mit der Frage beschäftigt, ob es sich lohnen würde, wenn man After-Eight-Stückchen dünn mit Mürbeteig ummantelt, um Kekse darauf zu backen, oder ob sich die Schokolade mit der Minzfüllung einfach bei der Wärme im Ofen verabschieden würden. Und nein, ich weiß nicht, wieso mir das gerade heute in den Sinn gekommen ist …) Aber zurück zu „Boses Erwachen“: Inzwischen hat der Straßenmusiker (Gordon Finch) nicht nur einen Namen, sondern ist auch zum ersten Mal von der Polizei verhört worden. Was zu der Frage führt, was wohl zwischen ihm und Gemma vor einiger Zeit vorgefallen ist, was uns als Leser bislang vorenthalten wird.

Ansonsten schwanke ich zwischen Faszination und Erschütterung, wenn es um das Verhältnis der verschiedenen Personen zu Annabell geht. Auf der einen Seite hat sie ihre Angestellten anscheinend sehr unterstützt und sie ermutigt das Beste aus sich herauszuholen und sich mehr zuzutrauen, auf der anderen Seite scheint sie die Leute in ihrer Nähe regelmäßig verletzt zu haben (ohne dass sie es wollte oder es sie kümmerte?). Was mich erschüttert, ist die Verherrlichung ihrer Person, die anscheinend schon vor ihrem Tod stattfand. Für ihren Vater war sie die perfekte Tochter und ihre Schwester Jo konnte da nicht mithalten, für ihren Verlobten schien es klar zu sein, dass Annabell diejenige war, die die Regeln aufstellte, die die Entscheidungen traf und deren Launen jederzeit nachgegangen werden müsste. Es kann für Annabell nicht einfach gewesen sein, diesem Ideal ihres Vaters/ihrer Umgebung zu entsprechend, und damit zu leben, dass dies natürlich auch (negative) Reaktionen in ihrem Umfeld hervorgerufen hat.

Außerdem hatte ich ganz vergessen, dass es eine Verbindung zwischen William Hammond und Lewis Finch gibt – zum Großteil ist es wirklich, als ob ich den Roman noch gar nicht kennen würde. Ansonsten bin ich ziemlich verärgert mit Duncan, weil er Kit gegenüber so rücksichtslos ist und ihn (und seine Versprechen Kit gegenüber) vollkommen über die Arbeit vergessen hat. Das ist mehr als nur „er ist nicht ans Vatersein gewöhnt“, das ist rücksicht- und herzlos. Auch wenn ich vermute, dass das von Deborah Crombie so aufgebaut wurde, damit Duncan Kit endlich sagt, dass er sein leiblicher Vater ist.

Für heute war es das auf jeden Fall mit dem Deborah-Crombie-Lesetag für mich. Der Staubsauger und das Badezimmer rufen nach mir und auch sonst stehen noch ein paar weitere Punkte auf der To-do-Liste, die ich erledigen möchte, damit ich den Samstag entspannt genießen kann. 🙂

Mittwoch, der 6. November
Update 10:30 Uhr

Irgendwie bin ich heute nicht in den Tritt gekommen und renne ein bisschen hinter meiner Terminplanung hinterher, aber jetzt ist es soweit, dass die dringensten Vormittagssachen erledigt sind, mein Tee fertig gezogen ist und ich mich für eine Weile mit dem Buch aufs Sofa zurückziehen kann. Ich muss zugeben, dass ich mich seit Ende Oktober gar nicht mehr mit dem Roman beschäftigt habe und ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass mich dieses Mal die Figuren (noch) nicht so gepackt haben, oder einfach daran, dass gerade in jeder freien Minute Bücher verschlinge und deshalb so viele Charaktere und Geschichten zwischen mich und „Böses Erwachen“ kamen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Handlung weitergeht, denn es bleibt dabei, dass ich mich an erstaunlich wenig Dinge erinnern kann. 🙂

Update 12:00 Uhr

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wieder in der Geschichte drin war. Vor allem sind mir zwei Dinge durch den Kopf gegangen: Wie einsam all diese Figuren sind, selbst wenn sie Familien und Freunde haben, zu denen sie regelmäßig Kontakt haben. Jeder von ihnen gibt mir das Gefühl, er müsse einen Teil seiner Selbst verbergen, um den Erwartungen und Ansprüchen seiner Umgebung zu genügen. Auf der anderen Seite ist da Annabell, die den Menschen, mit denen sie zusammen war, das Gefühl gab, dass sie ihnen nur einen kleinen Teil ihrer selbst zeigen würde, dass sie sich und ihr Verhalten nie an die Erwartungen und Ansprüche ihrer Umgebung anpassen würde. Immer wieder fällt dabei das Wort „Egoismus“, aber fast nie schwingt dabei ein bitterer Unterton bei, sondern eher Bewunderung dafür, dass sie so konsequent in ihrem Verhalten war.

Ansonsten hänge ich mit meinem Kopf ein bisschen bei der Frage, was Gemma mit Gordon Finch verbindet und wieso sie mit Duncan nicht darüber reden mag. Gemma und Gordon haben keine Beziehung miteinander und doch ist da etwas Persönliches, das über die gemeinsame (und auf Gemmas Seite unausgesprochene) Liebe zur Musik hinaus zu gehen scheint. Duncan hingegen darf sich nun damit herumschlagen, dass Ian McClellan wieder eine Rolle in Kits Leben spielen will. All diese Erwachsenen, die für den Jungen wichtig sein wollen, aber nicht wirklich bereit sind ihren Alltag so weit umzukrempeln, dass Kit auch darin Platz findet, machen mich gerade ziemlich wütend. Ebenso wenig bin ich darüber glücklich, dass Duncan Gemma so von seinem Leben ausschließt, weil es bei ihm gerade nicht so gut läuft. Dieses Zurückziehen und Schweigen in einer Beziehung macht es für beide doch nur schwieriger …

Freitag, der 8. November
Update 10:30 Uhr

In den kommenden ein oder zwei Stunden wird es bei mir noch nicht so viel mit dem ungestörten Lesen, da ich unter anderem die Lieferung der Gemüsekiste erwarte und noch einen Kuchenteig im Ofen hatte. Außerdem muckt mein Körper ein bisschen, nachdem ich gestern die Treppe vor unserer Wohnungstür auf eher unkonventionellere Weise hinter mich gebracht habe. Zum Glück ist mir kaum etwas passiert, aber längere Zeit in der selben Position sitzen mag meine rechte Schulter seitdem so gar nicht, was das gemütliche Einrollen auf dem Sofa etwas erschwert. Was „Böses Erwachen“ angeht, so hinterlässt dieser Roman selbst beim Lesen bei mir relativ wenig Eindrücke. Vielleicht liegt das daran, dass ich schon weiß, wie es mit Kit und Duncan ausgehen wird, oder daran, dass ich Gordon Finch zwar mag, aber nicht das Gefühl habe, als ob er jemals wieder eine Rolle spielen wird, weil er einfach ein Mensch ist, dessen Prioritäten keine tieferen Bindungen zu anderen Menschen zulassen. Ich mag die Geschichte, aber sie klingt nicht so in mir nach wie die anderen Deborah-Crombie-Romane. Trotzdem bin ich neugierig darauf, wie es nun weitergeht und welche Spuren Gemma und Duncan letztendlich zum Täter (an den ich mich weiterhin nicht erinnern kann) führen. Ich glaube, am Ende bleiben zu Annabell bei mir vor allem die Sätze der Nachbarin Rachel hängen, die bedauert, dass Annabell durch ihren frühen Tod nicht die Gelegenheit hatte ihrer Schönheit zu entwachsen.

Update 12:30 Uhr

Sehr viel habe ich bislang nicht gelesen, dafür ist der Kuchen aus dem Ofen und ich habe mir noch einen Apfel-Milchreis zum Frühstück angesetzt … Bei „Böses Erwachsen“ ist bislang auch nicht so viel Neues passiert, allerdings habe ich gerade Brandy, die neue „Freundin“ von Martin Lowell, kennengelernt. Sie ist sehr jung, hat blondgefärbte Haare und trägt während einer sommerlichen Hitzewelle einen Minirock, ein bauchfreies Top und ein Nabelpiercing. Das wäre ja nicht bemerkenswert, wenn nicht sowohl Duncan, als auch Gemma abfällige Bemerkungen über Brandy machen würden, bei denen klar gesagt wird, dass Brandy selber Schuld ist, wenn Männer sie anglotzen, weil sie das mit ihrer Kleidung provoziert. Solche Bemerkungen machen mich wütend und ich hatte von Deborah Crombie eigentlich mehr erwartet, vor allem nachdem die Autorin im dritten Band der Reihe genau diese „Falle“ umgangen hatte, in dem sie Connors Freundin Sharon zwar auf den ersten Blick „billig“ wirken ließ, aber dann durch die weiteren Gespräche zwischen Duncan und ihr zeigte, was für ein Unrecht Sharon mit solch einer schnellen Verurteilung angetan wurde. Brandy hingegen wird wohl keinen weiteren Raum im Roman mehr einnehmen … Überhaupt muss ich bei diesem Band einen beklagenswerten Mangel an liebenswerten Nebenfiguren feststellen, wenn man von George Brent und Jos Nachbarin Rachel absieht, aber beide gehen etwas unter zwischen all den Personen, die direkter mit Annabell zu tun hatten.

Update 15:00 Uhr

Beim Fotografieren ist mir eben mal wieder aufgefallen, wie nichtssagend die Cover der Deborah-Crombie-Romane doch gestaltet wurden. Dabei hätte man bei diesem Band so schön einen alten Speicher, einen Teil der Themse oder ähnliches verwenden können, um die Stimmung der Geschichte aufzugreifen. Selbst ein altes Herrenhaus, wie das in dem William und Lewis die Kriegsjahre verbracht haben, wäre passender gewesen als dieses nichtssagende Gebäude. Aber nun gut, nur weil ich die Cover wenig ansprechend finde, wird der Verlag wohl nicht anfangen eine 25-Jahre-alte Verkaufsstrategie zu ändern. 😉

Es hat eben ein bisschen gedauert, bis ich mich wirklich in Ruhe aufs Sofa setzen und lesen konnte, aber da ich wusste, dass ich Sayuri mal wieder davon geeilt war, fand ich es heute auch nicht so schlimm, dass ich von Paketboten, Gemüselieferanten und all den anderen Kleinigkeiten, die ich „nur kurz“ eben erledigt habe, abgelenkt wurde. Was „Böses Erwachen“ angeht, so finde ich es schwierig über Gemmas „Beziehung“ mit Gordon zu lesen. Ich kann verstehen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt, ich kann aber nicht verstehen, dass sie damit nicht umgehen kann. Letztendlich sind es einfach nur ein gut aussehender Mann und seine Musik und ich vermute, dass Letzteres der Hauptgrund für die Anziehung ist, die sie reizen. Aber bislang war Gemma zu professionell, um private Elemente so sehr in ihre Arbeit einfließen zu lassen, und diese Professionalität vermisse ich hier. Ebenso passt es für mich nicht, dass sie sich wie Duncan in den vergangenen Romanen benimmt, statt wie die Gemma, die ich bislang kennengelernt habe.

Ansonsten fand ich es schön Irene kennenzulernen, auch wenn sie nur sehr wenig Raum einnahm, und dass Madelaine Wade (aus „Kein Grund zur Trauer“) noch einmal auftauchen durfte. Außerdem fand ich die Szenen berührend, in der Gordon und Lewis endlich einmal miteinander reden und endlich das ausgesprochen wird, was die ganze Zeit bei jedem Gespräch der beiden mit der Polizei mitschwang (nämlich, dass sie befürchteten, dass der jeweils andere der Mörder sein könnte). Was die Auflösung des Falls angeht, so habe ich inzwischen das Gefühl, dass ich die nach dem Lesen einfach jedes Mal wieder verdränge. So eine unschöne Geschichte, so viel verschwendetes Leben, so große unrealistische Erwartungen und so viele Jahre Kummer, obwohl das eine oder andere leicht hätte geklärt werden können. Oh, und irgendwie hatte ich gedacht, dass der Tee eine größere Rolle spielen würde – vielleicht weil das der Teil ist, der am unberührtesten von der ganzen Geschichte bleibt …

Herbstlesen im Oktober (So., 20. Oktober)

Mir ist gerade erst aufgefallen, dass heute ja nicht nur das Herbstlesen, sondern auch der monatliche Lese-Sonntag ist – wie kann es sein, dass wir schon das dritte Oktoberwochenende erreicht haben? Nachdem ich gestern das Lesen von „White Hot“ so sehr genossen habe, werde ich heute damit auch weitermachen, außerdem haben mein Mann und ich geplant, dass wir heute zusammen puzzeln wollen. Aber vorher gönne ich mir noch eine Harry-Dresden-Kurzgeschichte und erledige den Abwasch, den ich seit Freitagabend dezent ignoriere und nun wirklich mal in Angriff nehmen sollte. 😉

Update 11:00 Uhr

Die heutige (ziemlich lange) Kurzgeschichte drehte sich vor allem um Molly (Harrys Lehrling), die ohne Harry auf der Straße überleben muss und dabei versucht ihre Magie so einzusetzen, wie er es (ihrer Meinung nach) tun würde. Ich mag es, wie Molly beschrieben wird – sie ist skrupellos, sie nimmt magische Abkürzungen und das alles passt zu ihrer weiteren Entwicklung. Außerdem finde ich Jim Butchers Versuch jemanden „nach Harrys Vorbild“ handeln zu lassen unterhaltsam zu lesen, weil man so einen idealisierten Harry präsentiert bekommt, ohne all seine Gedanken mitzubekommen, die zeigen, dass ihm durchaus bewusst ist, dass er gerade Mist gebaut hat oder dass seine Motive bei einer Handlung nicht ganz so edel sind, wie er selber gern glauben würde. Ich mochte die Geschichte („Bombshells“), aber ich muss trotzdem zugeben, dass Jim Butcher besser darin ist aus der Sicht von Männern zu schreiben als aus der Perspektive einer Frau.

Einen Teil der Zeit seit dem letzten Update habe ich nicht nur „normal“ online verbracht, sondern ich musste auch unbedingt den Text von „Bolle reiste jüngst zu Pfingsten“ nachschauen, weil mein Mann das nicht kannte, obwohl das Lied meinem Gefühl nach zum Allgemeinwissen (in „Westdeutschland“?) gehört. Ansonsten ist die Küche inzwischen ordentlich (also so ordentlich wie sie sein kann, wenn man lauter Sachen auf der Arbeitsplatte lagert), die Kartoffeln fürs Abendessen sind vorgekocht und mein Frühstück ist fertig, was bedeutet, dass ich mich damit auf dem Sofa einrollen und noch ein bisschen in „White Hot“ lesen werde, bis mein Mann mit mir anfangen mag zu puzzeln.

Update 17:00 Uhr

Bis ich dann mit meinem Frühstück und der Blog- und Kommentarrunde fertig war (sagt mal, seid ihr heute alle gleichzeitig online gegangen? *g*), war es dann doch schon wieder 13:00 Uhr und mein Mann wartete auf mich, damit wir endlich mit puzzeln anfangen konnten.

Wir haben uns heute ein Hellboy-Puzzle vorgenommen, dass sich mein Mann beim „Hellboy Day“ im März gegönnt hatte. Dazu gab es – nachdem wir die Stereoanlage im Wohnzimmer ab- und im Durchgangszimmer aufgebaut hatten – von David Nathan gelesene Geschichten von Lovecraft. Genau genommen haben wir die Geschichten „Das Fest“, „Stadt ohne Namen“, „Die Katzen von Ulthar“, „Der Alchemist“, „Geschichte des Necronomicons“ und „Das gemiedene Haus“ gehört, bis ich gerade keine Lust hatte länger am Tisch zu sitzen und mich nach Sofa und Buch sehnte. 😉

Aber wir sind mit dem Puzzle ganz schön weit gekommen und wenn das Licht im Durchgangszimmer besser wäre, wäre es sogar ein bisschen einfacher all die sehr ähnlichen Blauschattierungen auch besser auseinander zu halten. *g*

Update 20:45 Uhr

Heute rennt die Zeit wieder sehr schnell. *g* Seit dem letzten Update habe ich vor allem in „White Hot“ gelesen (und ich winde mich immer noch bei dem Titel). Ich mag die Figuren, ich mag die Geschichte und ich finde das Ganze trotz der diversen Dramen wunderbar erholsam. Gegen halb acht bin ich dann in die Küche gewandert und habe angefangen Spinat zu putzen (wieso vergesse ich eigentlich immer, wie lange das dauert?), um eine „Würzige Spinat-Kartoffel-Pfanne“ nach einem Gericht von Hugh Fearnley-Whittingstall zu kochen. Das war mein erster Versuch damit und die leicht angebratenen Kartoffen, mit Spinat, Zwiebeln, Knoblauch und den scharfen Gewürzen waren verflixt lecker! Wenn ich mich häufiger dazu aufraffen kann frischen Spinat zu verarbeiten, wird es das Gericht in Zukunft definitiv öfter geben. Bevor ich zum DS greife, um Animal Crossing zu spielen, drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde und schaue, wie es euch den Abend über ergangen ist.

Update 0:15 Uhr

Ups, etwas später als geplant, aber dafür habe ich nicht nur „Blümchen gegossen“, sondern auch meinen Roman ausgelesen. Natürlich bin ich nach dem Ende nun neugierig auf die Fortsetzung, aber die muss noch eine Weile warten, ich habe nicht nur genügend angefangene Bücher und Bibliotheksausleihen im Haus, ich will auch nicht das Risiko eingehen, dass ich von der Reihe übersättigt werde. 😉 Es war heute wieder sehr nett, dass ich mit euch gemeinsam den Herbstlese-Sonntag verbringen durfte! Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen und erholsamen Tag! Gute Besserung an all diejenigen von euch, die mit Halsschmerzen und Erkältungen kämpfen! Kommt gut durch die Woche und gönnt euch genügend Erholungszeiten. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Helma
Natira
Ina
Anette
JED
Sunny