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Lese-Sonntag August 2019

Ich habe gerade mal wieder eine Phase, in der ich grumpig mit der Welt bin und das schließt leider auch meine Bücher ein. Auf dem Wohnzimmertisch stapeln sich die angefangenen Romane und Sachbücher und mit keinem komme ich gerade so recht weiter. Also habe ich mir gedacht, ich könnte den heutigen Tag nutzen, um ein paar „Wackelkandidaten“ aus dem Regal zu zupfen und zu schauen, ob ich den Büchern auch in Zukunft noch Regalplatz einräumen will. Mal schauen, wie sich das heute – gerade angesichts meiner aktuellen Stimmung – so entwickelt. 😉

Update 10:00 Uhr

Nach dem Wachwerden habe ich erst einmal „Zeit der Kämpfer“ (ein Sammelband in dem die Titanen-Trilogie veröffentlicht wurde) und „Chamäleon-Zauber“ von Piers Anthony aus dem Regal gezogen. Nach dem Lesen des ersten Kapitels kann ich sagen, dass „Zeit der Kämpfer“ auf jeden Fall rausfliegt. Diese 1972 veröffentlichte Geschichte spielt in einer fernen Zukunft nach eine Atomkrieg und nach dem Zusammenbruch unserer Zivilisation und in einer Zeit, in der sich eine Gesellschaft gebildet hat, in der Krieger gegeneinander kämpfen, um Konflikte zu lösen. Ich hatte so gut wie keine Erinnerungen mehr an das Buch und es stand eigentlich nur noch im Regal, weil ich von dem Autor früher die „Inkarnationen der Unsterblichkeit“- und die Xanth-Reihe so mochte. Da mich aber das erste Kapitel, in dem Sol und Sol miteinander kämpfen (Letzterer verliert im Laufe des Kampfes das Recht diesen Namen zu tragen), schon nervt – auch weil ich den Umgang mit der namenlosen Frau in der Herberge ätzend finde – fliegt der Titel auf jeden Fall aus dem Bestand.

„Chamäleon-Zauber“ hingegen darf ebenso wie die weiteren 21 Titel der Xanth-Reihe, die in meinem Regal stehen, erst einmal bleiben. Ich finde den Umgang mit Frauen in dem Roman wirklich schwierig (vor allem die titelgebende Frau, deren Schönheit und Intelligenz sich im Laufe einer Mondphase konträr entwickelt *argh*), auf der anderen Seite gibt es so viele tolle fantastische Ideen, skurrile Momente und bissige Anmerkungen zu gesellschaftlichen und politischen Elementen, das ich mich von den Büchern doch noch nicht trennen mag. Natürlich wäre es mir deutlich lieber, wenn Piers Anthony respektvoller mit seinen Frauenfiguren umgegangen wäre, auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich bei einem 1977 veröffentlichten Buch (von einem Autor) eh keine großen Erwartungen bezüglich der weiblichen Charaktere habe. Als ich Anfang der 80er Jahre Fantasyromane für mich entdeckte, waren das eben vor allem Bücher, die von Männern für Männer geschrieben wurden.

Update 11:30 Uhr

Weiter ging es mit „Der Retter von Dent-All“ ebenfalls von Piers Anthony. In dem Buch geht es um einen Zahnarzt, der von Aliens entführt wird, um seinem Job auf unterschiedlichen Planeten nachzugehen und ich finde die Grundidee immer noch lustig, kann aber mit der Erzählweise überhaupt nichts mehr anfangen. Wenn das so weitergeht, werde ich bald kaum noch Fantasyromane aus den 70er Jahren in meinem Regal stehen haben. *g*

Katherine Allfreys „Der flammende Baum“ wurde von mir eigentlich nur aus dem Regal gezogen, weil ich kaum noch Erinnerungen an die Handlung hatte. Nach dem ersten Anlesen kamen aber nicht nur die Erinnerungen zurück, sondern ich habe mich auch so über die Erzählweise gefreut, dass ich das Buch wohl in den nächsten Tagen mal in Ruhe lesen werde. Aktuell mag ich mich nicht festlesen, weil ich so viele Titel im Auge habe, die ich vielleicht aus dem Regal werfen könnte. 😉 „Schmetterlingskind“ von Chester Anderson werde ich hingegen behalten, es ist der einzige „psychedelische Klassiker“ in meinem Bestand und ich mochte die ersten Szenen beim Wiederlesen sehr. Wenn das so weitergeht, werde ich am Ende des Tages einen neuen Stapel mit „bald mal lesen“-Büchern auf dem Wohnzimmertisch haben.

Update 12:45 Uhr

Ich finde es wirklich lustig zu sehen, was für unterschiedliche fantastische Romane sich so im Laufe des Jahres in meinen Regalen angesammelt haben. „Die Macht der Träume“ von Andreas Brandhorst befindet sich vor allem deshalb noch in meinem Bestand, weil ich so wenige Fantasytitel von deutschen Autoren habe und die Geschichte für ihre Zeit (erschienen 1991) einige ungewöhnliche Elemente aufweist. Aber ich muss gestehen, dass mich diese Art von Fantasy wirklich nicht mehr reizt – schon gar nicht, wenn ich keine persönlichen Erinnerungen mit dem Buch verknüpfe. Es gibt so einige Romane, die aus sentimentalen Gründen im Regal bleiben, aber dieser gehört nicht dazu.

Bei „Die beschädigte Göttin“ von Hans Bemmann weiß ich noch, dass ich es Anfang der 90er sehr mochte (im Gegensatz zu „Stein und Flöte“ von dem Autoren, das ich relativ früh aussortiert hatte). Ich habe das Buch damals mehrere Male gelesen, genauso wie „Die Gärten der Löwin“ (das keine wirkliche Fortsetzung der Geschichte ist, sondern das eine andere Perspekte auf die Handlung von „Die beschädigte Göttin“ wirft). Aber ich muss auch zugeben, dass ich die Romane in den letzten zwanzig Jahren nicht wieder in die Hand genommen habe und auch heute hat mich der Anfang überhaupt nicht gereizt. Bevor das Buch weitere zwanzig Jahre ungelesen im Regal steht, wandert es dann doch besser in den Bücherschrankt.

„Mellin, die dem Drachen befielt“ von Kirsten Boie finde ich immer noch süß, aber auch das Buch habe ich seit sehr, sehr vielen Jahren nicht mehr in der Hand gehalten und die ersten Kapitel haben auch keine großen Erinnerungen aufkommen lassen. Da mein Herz nicht daran hängt, fliegt es aus dem Regal. Das gleiche gilt auch für „Will Moogleys Geisteragentur – Unheimlichkeiten aller Art“ von Pierdomenico Baccalario. Das Buch ist nett und amüsant (ich mag die Erzählweise des Autors), aber es gehört nicht zu den Romanen, die ich unbedingt noch einmal lesen mag oder mit denen ich besondere Erinnerungen verknüpfe.

Bei den Shannara-Bänden von Terry Brooks fand ich es gerade erstaunlich schwierig zu entscheiden, ob ich die behalte oder nicht. Ich mag die Landover-Romane von dem Autor wirklich sehr und habe mich damals (Ende der 80er/Anfang der 90er) gut mit den Shannara-Büchern unterhalten gefühlt, außerdem verbinde ich ein paar schöne Erinnerungen mit den Romanen. Aber als vor einiger Zeit die Fernsehserie aufkam, waren meine Gedanken eher „ach ja, die gab es ja auch“ und weniger Freude darüber, dass eine alte Fantasyreihe nun neue Beachtung bekommt. Und ein Teil von mir ärgert sich immer noch sehr darüber, dass ich mit den alten Goldmann-Ausgaben pro Buch gerade mal ein Drittel des Originals vorliegen habe. Das war damals so eine Abzocke und ist heute immer noch eine heftige Platzverschwendung im Regal …

Bevor ich weitere Bücher aus dem Regal ziehe, mache ich mir jetzt aber erst einmal Frühstück! 🙂

Update 15:45 Uhr

Zum Frühstück gab es nicht nur Knäcke mit Fruchtgelee (sehr leckeres Aronia-Gelee, nicht so leckeres Quitten-Gewürz-Gelee, das ich vor einiger Zeit geschenkt bekam), sondern auch zwei weitere Wackelkandidaten. Von Timothy Carter hatte ich vor einigen Jahren mehrere Bücher gelesen und „Dämonenhunger“ war damals der einzige Titel, den ich behalten hatte. Da ich die Erzählweise immer noch amüsant finde, darf das Buch auch weiterhin im Regal bleiben. Auch die ersten Kapitel von „Der Lehrling des Magiers“ von Raymond Feist fand ich nett genug geschrieben, dass der Band (plus die fünf folgenden Teile der deutschen Veröffentlichung) nicht rausgeworfen werden. Ich hatte früher noch mehr Romane von dem Autor, die in der gleichen Welt spielten wie die Midkemia-Saga, aber da mir die langfristig Entwicklung der Geschichte nicht zusagte, habe ich irgendwann die späteren Titel rausgeworfen.

Ich finde es gerade überraschend befriedigend so Stück für Stück durchs Regal zu gehen und zu gucken, ob ich Bücher finde, die ich anlesen und eventuell aussortieren möchte. Seit dem Einräumen des Regals vor gut einem Jahr, schaue ich immer wieder auf die Fächer und denke, dass ich mir den einen oder anderen Roman mal vornehmen sollte, weil ich nicht weiß, ob ich ihn wirklich behalten will. Es tut gut, dass ich das nun endlich in Angriff genommen habe. Allerdings erlebe ich dabei auch immer wieder Momente, in denen ich bestimmte Titel vermisse, von denen ich mir sicher war, dass ich mich davon nicht getrennt hätte, die ich aber wohl doch mal aussortiert hatte. Trotzdem ist es schön zu sehen, wie sehr der Stapel mit den aussortierten Büchern heute wächst.

Mary Gentles „Der silberne Falke“ war wohl das erste Urban-Fantasy-Buch, das ich gelesen habe, auch wenn ich 1988 (Erscheinungstermin meiner deutschen Ausgabe, der Roman ist 1977 veröffentlicht worden) noch keine Ahnung hatte, dass es einen Begriff für dieses Genre gab. *g* Die Geschichte hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, aber ich habe das Buch schon sehr, sehr lange nicht mehr gelesen – so lange, dass ich ehrlich gesagt Angst hatte, dass es mir nicht mehr gefallen könnte. Aber die ersten Kapitel mochte ich gerade sehr gern, weshalb es nicht nur seinen Platz im Regal behält, sondern auch auf dem „bald lesen“-Stapel auf dem Wohnzimmertisch gelandet ist. (Ich fürchte, ich habe ein leichtes Stapel-Problem. 😉 )

Nachdem ich damals Douglas Adams und Terry Pratchett für mich entdeckt hatte, zogen noch so einige weitere Autoren bei mir ein, die „humorvolle“ Fantasy/SF schrieben (wenn auch in der Regel nicht auf dem gleichen Niveau wie die beiden anderen). Irgendwie hatte ich aber in den letzten Jahren keine Lust auf diese Art von Büchern, weshalb ich gleich mehrere Romane in dieser Richtung aus dem Schrank gezogen habe. „Surfing Samurai Robots“ von Mel Gilden (deutsche Veröffentlichung von 1992) darf nach den ersten Kapitel auf jeden Fall erst einmal bleiben, weil ich die Grundidee und (überraschenderweise) den Erzähler mag, auch wenn ich die „Außerirdischer blickt auf die ihm unbekannte menschliche Welt“-Idee schon damals etwas ausgelutscht fand. Bei Craig Shaw Gardners „Wunschbringer“ finde ich ebenso wie „Ein Magier in Nöten“ die ersten Kapitel erschreckenderweise auch immer noch lustig. Auch wenn beide mal wieder ein Fall von „denken wir besser nicht näher über die Darstellung von Frauen in von Männern geschriebenen Fantasyromanen nach“ sind – wobei ich zugeben muss, dass sich die ersten Kapitel von Esther Friesners Büchern „Wünschelzeit“ und „Die Käseburg-Connection“ in der Beziehung auch nicht anders anfühlen. Trotzdem dürfen sie bleiben, weil ich die ersten Kapitel amüsant und wunderbar absurd fand.

„Jagd der Vampire“ von Barbara Hambly war der erste Horror-Roman, den ich gelesen habe, der kein Klassiker war, und der mir (1990) richtig gut gefiel. Obwohl mir Horror eigentlich nicht zusagt, hatte ich damals nicht nur diesen Band verschlungen, sondern mir auch die Fortsetzung „Gefährten des Todes“ besorgt (und dank Wiki-Eintrag stelle ich gerade fest, dass sieben James-Asher-Romane gibt und der letzte davon ist erst vor zwei Jahren erschienen). Ein bisschen hatte ich Angst, dass mir nach das Buch nach so vielen Jahren nicht gefallen würden, aber nach den ersten Seiten mag ich nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die Erzählstimme. Es bleibt also im Regal – bzw. landet erst einmal auf dem „bald lesen Stapel“. 😉

Von „Der magische Schlüssel“-Reihe hatte ich vor dem vorletzten Umzug gerade mal die ersten Bücher gelesen und dann musste ich all die schon gehamsterten Titel im Kartons versenken. Dummerweise blieben die Bücher fast zehn Jahre in den Kartons, bis wir nach dem letzten Umzug endlich die neuen Regale angeschafft hatten, so dass ich mir nach all der Zeit nicht mehr sicher war, ob ich noch Lust auf Kate Forsyth’s Romane habe. Aber da ich die ersten Kapitel von „Der Hexenturm“ gerade sehr nett fand, bleiben die Bände erst einmal in meinem Bestand.

Ich weiß nicht, ob ich gleich noch mit meinen „Wackelkandidaten“ weitermache oder mir erst einmal eine andere Beschäftigung suche. Brettgespielt wird heute bei uns nicht, da unser großer Tisch gerade dank einiger Umräumprojekte so vollgestapelt ist, dass sich das Freiräumen als sehr schwierig erweisen würde – nächste Woche dann wieder. Bevor ich mir jetzt überlege, was ich als nächstes mache, packe ich auf jeden Fall meine Bücher wieder an ihren Platz und schaue, was die anderen Mitleserinnen bislang so getan/gelesen haben. 🙂

Update 19:20 Uhr

Nachdem mich gerade eine Müdigkeitswelle packte und ich nicht (schon wieder!) eine Runde Nachmittagsschlaf einlegen wollte, habe ich mich etwas online rumgetrieben (und Schokolade genascht – Müdigkeit ist bei mir bedauerlicherweise der Hauptgrund für Lust auf Schokolade). Da ich aber online nichts Interessantes mehr zu lesen finde, habe ich mir gedacht, dass ich noch ein paar Titel aus dem Regal fische und anschaue. Wenn ich die noch „erledige“, dann hätte ich heute die Hälfte meiner Regalfächer durchgeguckt und das fände ich ziemlich befriedigend. (Weniger schön war die Menge an Staub, die ich in den Regalen gefunden habe, da muss ich in den nächsten Tagen dringend mal aktiv werden. 😉 )

Dass ich Kim Harrisons Rachel-Morgan-Serie sehr mochte, ist ja kein Geheimnis. Und auch mit „Madison Avery – Totgeküsste leben länger“ hatte ich beim ersten Lesen viel Spaß, aber trotzdem habe ich mir den zweiten (und dritten) Band der Reihe nie besorgt und das Buch kein zweites Mal aus dem Regal gezogen. Gerade eben habe ich nicht mal das erste Kapitel beenden wollen, weil mir die Protagonistin auf die Nerven ging (ich habe definitiv keine Geduld mehr mit dieser Art Teenager in Romanen), also fliegt das Buch jetzt aus dem Regal.

Die Romane von Laurell K. Hamilton gehören zu der Kategorie, die ich persönlich für mich als „Regalsünde“ bezeichne, weil ich absolut keine Ahnung mehr habe, wo die Bücher herkommen und ob ich sie jemals gelesen habe. Ich gehe davon aus, dass Letzteres der Fall ist, denn sonst ständen sie im SuB, aber es ist wirklich erschreckend, dass ich so gar keine Erinnerungen an die Titel habe. Selbst nach dem Lesen der ersten zwei Kapitel kommt mir die Geschichte vollkommen unvertraut vor, weshalb ich die beiden Bücher mal auf einen Extra-Stapel gepackt habe. Der Anfang ist nicht schlecht geschrieben, auch wenn mich die Bemerkungen über Sex und Nachwuchs im Klappentext nicht anmachen. Ich schaue mal, ob ich in den nächsten Tagen in der richtigen Stimmung bin, um etwas weiter zu lesen. Sollte das nicht der Fall sein, kann ich die beiden Bücher immer noch zum öffentlichen Bücherschrank bringen, wenn ich die letzte Runde der aussortierten Titel dort einstelle.

„Humorvolle britische Fantasy“ bekam vom Heyne-Verlag in der Mitte der 90er wirklich „wundervolle“ Cover verpasst. Immerhin muss ich zugeben, dass man damals so immerhin die Veröffentlichungen von Tom Holt problemlos im Bücherständer am Bahnhof finden konnte. 😉 „Liebling der Götter“ ist der Titel in meinem Regal, bei dem ich mich kaum noch an die Handlung erinnern konnte, weshalb ich mich fragte, ob der nicht vielleicht aussortiert werden könnte (einige andere Titel des Autoren, die mir nicht so gut gefallen hatten, habe ich schon vor einigen Jahren weggegeben). Aber nachdem ich gerade die ersten Szenen meinem Mann vorgelesen habe, weil ich es so amüsant fand wie das Ehepaar Derry versucht die Missetaten ihres Sohnes zu beseitigen, werde ich „Liebling der Götter“ definitiv noch im Regal behalten.

„Das Buch der Worte 1 – Melliandra“ von J.V. Jones gehört für mich zu den Romanen, die in den 90ern einen Übergang bilden von der recht männlichen Szene zu High Fantasy, die zwar noch sehr von den Veröffentlichungen der 70er und 80er Jahre geprägt, aber von Frauen veröffentlicht wurde. Mir hatte die Reihe in der Mitte der 90er Jahre sehr gut gefallen, dummerweise hatte Bastei Lübbe die Geschichten in diesem unhandlichen Hardcover-Format veröffentlicht. Ich weiß nicht, was den Verlagsleuten damals durch den Kopf ging, aber das Format ist so unangenehm beim Lesen (und bei einigen Büchern löste sich schon beim ersten vorsichtigen Öffnen die Bindung, so dass einem die mittleren Seiten entgegenrauschten), dass ich die Romane nur selten wieder in die Hand genommen habe. Beim aktuellen erneuten Lesen der ersten Kapitel bin ich etwas hin- und hergerissen. Auf der einen Seite lässt sich die Geschichte flüssig lesen und ich habe das Gefühl, dass die Autorin zwar überaus vertraute Elemente verwendet, aber ich die Handlung trotzdem unterhaltsam finden könnte, auf der anderen Seite gibt es Missbrauchs-Szenen, die ich so eigentlich nicht mehr lesen mag. Ein wenig kann ich das mit der Zeit entschuldigen, in der die Romane entstanden sind, trotzdem nervt es mich. Auf der anderen Seite habe ich in den letzten Jahren so einige High-Fantasy-Titel aussortiert und so langsam fühlt es sich an, als ob ich kaum noch etwas von diesem Genre im Regal hätte. Vielleicht sollte ich die Bücher auf den gleichen Stapel packen wie die Romane von Laurell K. Hamilton und mir noch ein paar Tage Zeit lassen, um eine Entscheidung zu treffen.

Der letzte „Wackelkandidat“ für heute ist „Die Herrin der Wölfe“ von Tara K. Harper (und die restlichen vier Bände der Wolfwalker-Serie). Von Goldmann wurde die Serie damals (1998) als Fantasy vermarktet, aber eigentlich sind es SF-Romane. Die ersten Szenen erzählen davon wie die Protagonistin Dion auf einer Reise, die sie gemeinsam mit ihrem Bruder unternimmt, von Sklavenjägern überfallen wurde und danach verletzt und nur mit ihrer Wölfin Gray Hishin als Begleiterin überleben muss. Ich mochte das Verhältnis zwischen Dion und Gray Hishin und habe den Roman erst einmal auf den „demnächst lesen“-Stapel gepackt (schließlich braucht so ein Stapel eine anständige Höhe, um nicht zwischen all den anderen Stapeln auf dem Wohnzimmertisch unterzugehen 😉 ).

Jetzt schaue ich aber erst einmal nach den anderen und dann koche ich mir Abendessen …

Update 21:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht mehr viel gemacht. Zum „luxuriösen“ Abendessen (Nudeln mit Ketchup, da wir dank Fehlkommunikation bezüglich des Einkaufszettels heute Morgen einen eklatanten Mangel an Lebensmitteln im Haus feststellen mussten) gab es eine Sendung auf NHK World. Ich schaffe es irgendwie nie auf dem Sender gezielt etwas zu schauen, freue mich aber immer, wenn ich dort über interessante japanische Dokumentationen stolpere.

Danach gab es nur noch eine Runde „Animal Crossing“ für mich, während mein Mann eine aufgenommen Quizssendung geschaut hat. Da ich inzwischen wirklich müde bin, werde ich nur noch eine Blogrunde drehen und dann wohl direkt ins Bett fallen. Die To-do-Liste für die kommende Woche ist lang, da schadet es nicht, wenn ich morgen früh ausgeschlafen in den Montag starte. 😉

Es war sehr schön, dass heute so viele mit mir gemeinsam den Lese-Sonntag verbracht haben. Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Tag und kommt gut in die neue Woche! 🙂

Heutige Mitleserin:

Neyasha
Natira
Sayuri

Rose Donovan: The Mystery of Ruby’s Sugar (Ruby Dove Mystery 1)

Ich weiß nicht mehr, wie ich über „The Mystery of Ruby’s Sugar“ von Rose Donovan gestolpert bin, was bedeutet, dass ich auch nicht mehr weiß, welche Elemente des Klappentextes mich ursprünglich angesprochen hatten. Das kommt davon, dass ich gern Cozies hamstere, um welche auf Lager zu haben, wenn mir nach diesem Genre ist. 😉 Die Handlung wird aus der Sicht von Fina Aubrey-Havelock erzählt, die gemeinsam mit ihrer Freundin und Geschäftspartnerin Ruby Dove die Weihnachtstage auf dem Herrensitz Pauncefort Hall verbringt. Doch im Gegensatz zu den restlichen Gästen sind Fina und Ruby nicht eingeladen worden, um eine nette Zeit im Kreis von Familie und Freunden zu verbringen, sondern um ihrer Arbeit als Designerin (Ruby) und Schneiderin (Fina) nachzugehen. Die beiden jungen Frauen finanzieren sich ihr Leben und ihr Studium in Oxford nämlich damit, dass sie reiche Frauen bezüglich ihrer Garderobe beraten und für sie Kleider entwerfen und nähen.

Außerdem ist Ruby auf der Suche nach Papieren, die beweisen sollen, dass die Familie Sykes-Duckworth, in deren Besitz sich Pauncefort Hall befindet, verantwortlich für ein Massaker auf der karibischen Insel St. Kitts war, bei dem ein Verwandter von Ruby ums Leben kam. Als dann Granville Sykes-Duckworth, der älteste Sohn des Hauses, ermordet wird, wollen Ruby und Fina die Tat aufklären, bevor die Polizei in dem eingeschneiten Herrensitz eintreffen kann, damit diese nicht aufgrund der Tatsache, dass das Mordmittel anscheinend Rubys selbstgebrauter Fleckenlöser war, die falschen Schlüsse zieht. Schnell sichern sich Ruby und Fina die Hilfe des Bediensteten Charles, der die beiden mit Informationen über die Familie und Angestellten versorgt.

Ich mochte an „The Mystery of Ruby’s Sugar“ sehr, dass die Geschichte für einen Cozy überraschend politisch ist. Die Handlung spielt Weihnachten 1934 und schon zu Beginn erfährt man, dass einer der Gäste eher links eingestellt ist, während der älteste Sohn des Hauses – ebenso wie einer seiner engsten Freunde – Anhänger des Faschisten Oswald Mosley ist. Und obwohl sich Ruby in der höheren Gesellschaft zu Hause zu fühlen scheint und als Designerin gefragt ist, gibt es natürlich Personen, die ein Problem mit ihrer Hautfarbe haben. Trotzdem ist Ruby nicht die einzige farbige Person bei dieser Gesellschaft, da auch noch zwei Schwestern aus Indien die Weihnachtstage in Pauncefort Hall verbringen.

Ein bisschen zu viel war für mich, dass sowohl Ruby als auch ihre Freundin Fina eine „Vergangenheit“ haben. Während Ruby sich aufgrund ihrer Herkunft und ihrer Bemühungen, das Zuckerimperium der Familie Sykes-Duckworth für das Massaker auf St. Kitts zur Verantwortung zu ziehen, in einer kritischen Position befindet, hat Fina das Problem, dass jeder sich bei ihrem Nachnamen an den Mord an ihrem Vater erinnert. Der Mord an sich wäre schon schlimm genug gewesen, doch die Tatsache, dass Finas Bruder für die Tat verurteilt wurde, facht natürlich die Sensationslust Außenstehender noch weiter an. Außerdem bin ich immer wieder über Szenen gestolpert, bei denen ich das Verhalten der verschiedenen Personen unstimmig fand und mich dann darüber grübeln ließen, ob die Autorin sich was dabei gedacht hat oder nur nachlässig war bei der Darstellung von Umgangsformen. Solche Momente haben regelmäßig dafür gesorgt, dass ich den Roman immer wieder aus der Hand legte, und da die Geschichte zwar unterhaltsam, aber nicht so spannend war, dass ich sie unbedingt zeitnah wieder aufnehmen und weiterlesen musste, hat sich das Lesen überraschend lang hingezogen.

Auch das Ende hat mich frustriert, weil der Mörder und sein Motiv zwar enthüllt werden, aber die Lösung, die nach der Entdeckung des Täters von Ruby vorgeschlagen wird, von der unwahrscheinlichen Voraussetzung ausgeht, dass eine Gruppe von Menschen es schafft, der Polizei eine erfundene Geschichte zu erzählen, ohne dass sich einer der Beteiligten verplappert. Insgesamt bin ich am Schluss recht enttäuscht von „The Mystery of Ruby’s Sugar“ gewesen, denn obwohl die Autorin so eine gute Grundidee hatte, ich die Selbstverständlichkeit mochte, mit der nicht-heteronormative Beziehungen dargestellt wurden, und ich die Tatsache begrüßte, dass mehrere farbige Frauen in der Geschichte vorkamen, konnten mich weder die Erzählweise noch die Auflösung des Romans überzeugen.

Elaine Viets: Shop Till You Drop (A Dead-End Job Mystery 1)

Elaine Viets‘ Roman „Shop Till You Drop“ beinhaltet unglaublich viele Elemente, die ich eigentlich in Kriminalromanen (selbst wenn es „nur“ Cozies sind) nicht mag, und trotzdem habe ich mich beim Lesen großartig amüsiert. Die Protagonistin Helen Hawthorne arbeitet zu Beginn des Romans gerade mal seit drei Wochen bei „Juliana’s“, einem extrem exklusivem Geschäft für Luxus-Mode. Für Helen ist die Boutique eine vollkommen neue Welt, auch wenn sie sich vor ihrer Scheidung selbst bei den teuren Mode-Marke eingekleidet hat. Sie ist fasziniert davon, dass die Geschäftsführerin Christine den Kundinnen einzeln über einen Summer Zugang gewähren muss (und von den Kriterien, die einer Frau das Betreten des Geschäfts verwehren), und lernt bei der Arbeit eine Seite an den Kundinnen kennen, die diese fast durchgehend liebenswert erscheinen lassen, obwohl Helen früher immer Vorurteile gegenüber dieser Art von Frauen hatte.

Denn die Kundinnen von „Juliana’s“ sind in der Regel junge, magere Frauen, deren Schönheit schon lange nicht mehr auf ihren natürlichen Vorraussetzungen basiert, sondern auf der Kunst (zweifelhafter) Schönheitsspezialisten. So gibt Christine nicht nur Rat beim Kauf der passenden Kleidung, um die perfekt modellierte Figur in Szene zu setzen, sondern auch Empfehlungen für nicht lizensierte brasilianische Ärztinnen, die in den USA nicht zugelassene Behandlungen durchführen, oder vermittelt Haushaltsangestellte und weitere Dienste. Was anfangs wie ein erstaunlich freundschaftliches Verhältnis zu all den reichen Kundinnen wirkt, kommt Helen im Laufe der Zeit immer dubioser vor, und als dann Drogen in „Juliana’s“ auftauchen und in einer Gated Community, trotz der theoretisch vorhandenen Bewachung, eine Frau erschossen wird, ist sie fest davon überzeugt, dass ihre Vorgesetzte in mehr als eine illegale Tätigkeit verwickelt ist.

Normalerweise wäre ich beim Lesen schnell total genervt gewesen von dieser Welt, in der so gut wie alle Frauen Schönheits-OPs hinter sich gebracht haben, in der das Leben davon geprägt ist, sich einen reichen Mann zu angeln und bei Laune zu halten und die Augen davor zu verschließen, dass der Sugar Daddy seine Millionen mit illegalen Geschäften gemacht hat. Doch bei „Shop Till You Drop“ lernt man diese Welt durch Helens Augen kennen, und sie findet nicht nur viele Elemente, die im Leben ihrer Kundinnen vollkommen normal sind, ebenso absurd wie ich selbst, sondern sie entwickelt auch eine ernsthafte Zuneigung zu den diversen Stammkundinnen. Durch ihre Perspektive verspürt man eine Mischung aus Mitleid, dass diese Frauen ihren Wert auf ihr Äußeres reduzieren und ihnen die Zeit mit jedem weiteren Lebensjahr davonläuft, und Bewunderung für all die Intelligenz, Willenskraft und den Mut, der sich hinter dem barbiepuppenhaften Äußeren häufig verbirgt.

Auch all die vagen Andeutungen, die man zu Beginn der Geschichte über Helens Vergangenheit und die Ereignisse rund um ihre Scheidung bekommt, hätten mich bei einer anderen Autorin vermutlich schnell genervt, weil trotz all der „auf der Flucht vor dem Gericht“-Bemerkungen nie ernsthaft der Gedanke aufkommt, dass Helen eine Verbrecherin sein könnte, auch wenn ihr aktueller Lebensstil eher zweifelhaft ist. Doch statt mich darüber aufzuregen, habe ich mich dank Elaine Viets‘ Erzählweise wunderbar amüsiert, als Helen endlich enthüllt, wieso sie auf der Flucht vor dem Gericht ist und weshalb sie sich mit unterbezahlter Schwarzarbeit über Wasser hält. Ebenso fand ich es lustig, Helens erste Dating-Versuche nach der Scheidung zu verfolgen, weil dadurch so viele absurde Szenen entstanden, die vollkommen unvorhersehbar waren.

Der Kriminanteil von „Shop Till You Drop“ entwickelt sich nur sehr langsam, aber auch das hat mich nicht gestört, weil man alle Beteiligten gut kennenlernt und Helen von Kapitel zu Kapitel immer mehr Ungereimtheiten und Geheimnisse rund um das „Juliana’s“ und seine Kundinnen entdeckt. Helen ist keine besonders professionelle Ermittlerin, aber sie arbeitet (vor allem gegen Ende) mit der Polizei zusammen und bekommt im Laufe der Geschichte auch überraschende Unterstützung von ihren Nachbarn aus der Wohnanlage, in der sie wohnt. Bei diesem Buch brauchte es für mich keine rasanten Entwicklungen, um stets neugierig auf die weiteren Ereignisse zu bleiben. Ich habe mich wunderbar beim Lesen amüsiert und die Charaktere (vor allem Helens großartige Vermieterin) ins Herz geschlossen. Da die Autorin am Schluss Helens Leben regelrecht aufräumt, muss ich nicht unbedingt sofort zum nächsten Teil der Trilogie greifen, aber wenn ich das nächste Mal Lust auf einen Wohlfühl-Roman mit Krimianteil habe, werde ich wohl herausfinden, welche absurden Situationen Helen bei ihrem nächsten Job in einer Buchhandlung erleben wird.

Ashley Weaver: Murder at the Brightwell (Amory Ames 1)

Über „Murder at the Brightwell“ von Ashley Weaver bin ich über Twitter gestolpert und da das Buch als „Wohlfühlroman“ und amüsanter Krimi bezeichnet wurde, habe ich mir spontan das eBook runtergeladen und gelesen. Die Handlung spielt im Jahr 1932 und die Geschichte wird aus der Perspektive von Amory Ames erzählt, einer noch relativ jungen Dame der Gesellschaft, die seit fünf Jahren mit Milo Ames verheiratet ist. Dass es mit ihrer Ehe nicht zum Besten steht, erfährt man schon auf den ersten Seiten. Milo ist ein Lebemann, der die vergangenen Monate ohne seine Frau an der Riviera verbracht und sich dort – wenn man den Gesellschaftsseiten der Zeitungen glauben darf – gut amüsiert hat. Trotz dieser Entfremdung zwischen Milo und Amory wird deutlich, dass es doch immer noch zwischen den beiden funkt, auch wenn sie anscheinend nicht wissen, wie sie ihre Ehe retten sollen.

So ganz sicher ist sich Amory auch nicht, ob sie ihre Ehe noch retten will, und so hat sie keine Hemmungen, gemeinsam mit ihrem ehemaligen Verlobten Gil Trent in ein Hotel an der See zu fahren, als dieser sie darum bittet. Dabei hat Gil nichts Romantisches im Sinn, sondern das Wohl seiner kleinen Schwester Emmeline, die sich gerade erst mit Rupert Howe verlobt hat. Gil ist sich sicher, dass Rupert Emmeline nicht liebt und definitiv nicht der richtige Mann für seine kleine Schwester sein wird. So hofft er, dass Amory, die früher einen gewissen Einfluss auf Emmeline hatte, seine Schwester davon überzeugen kann, dass Rupert nicht gut genug für sie ist. Doch bevor Amory überhaupt die Gelegenheit hat, den in dem Hotel am See versammelten Freundeskreis von Gil, Emmeline und Rupert besser kennenzulernen, wird Rupert ermordet und Gil als vermeintlicher Mörder verhaftet. Nun geht es für Amory nicht mehr darum, Emmeline vor dem gleichen Fehler zu bewahren, den sie selbst vor Jahren begangen hat, sondern zu beweisen, dass Gil nicht der Täter ist.

Ein Punkt, den ich an „Murder at the Brightwell“ sehr mochte, ist, dass Amory und der ermittelnde Inspector Jones sehr respektvoll miteinander umgehen. Man hat bei beiden das Gefühl, dass sie anerkennen, dass ihr Gegenüber intelligent ist und dass es ihnen beiden darum geht, dass der Mörder überführt wird. Das ändert natürlich nichts daran, dass Inspector Jones fest davon überzeugt zu sein scheint, dass Gil der Mörder ist, während Amory ebenso fest davon überzeugt ist, dass ihr ehemaliger Verlobter einer solchen Tat nicht fähig wäre. So kommt es, dass Amory gemeinsam mit Milo, der überraschend im Hotel auftaucht, anfängt zu ermitteln. Ich mochte das Zusammenspiel zwischen Amory und Milo sehr, gerade weil die beiden sich die ganze Zeit nicht sicher waren, was der andere empfindet, während es gleichzeitig für den Leser offensichtlich ist, dass die beiden noch Gefühle füreinander haben, sich aber nicht trauen, diese dem anderen einzugestehen, weil sie Ablehnung fürchten.

Der Kriminalfall selbst ist sehr klassisch aufgebaut. Es gibt eine überschaubare Gruppe, die mit dem Opfer bekannt war, und auf den ersten Blick gibt es keinen offensichtlichen Grund dafür, dass jemand Rupert ermorden wollen würde. Gemeinsam mit Amory, die als Außenseiterin dazukommt, lernt man als Leser die verschiedenen Personen und ihre Beziehungen zueinander kennen, was wirklich nett zu lesen ist – wobei ich hier anmerken muss, dass ich die Nebencharaktere nicht so prägnant fand, dass ich auf Anhieb die verschiedenen Personen problemlos zuordnen konnte. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und eifrig mitgeraten, wer denn welchen Grund gehabt haben könnte, um zum Mörder zu werden. Ab dem zweiten Mord wurden die Hintergründe zwar dann offensichtlicher, aber insgesamt hat Ashley Weaver einen soliden Kriminalfall konstruiert.

Mir hat „Murder at the Blightwell“ gut gefallen, denn auch wenn die Probleme von Amory und Milo mit einem anständigen Gespräch hätten geklärt werden können, konnte ich die Beziehung der beiden angesichts der Persönlichkeiten der beiden Figuren und der Zeit, in der die Geschichte spielt, so akzeptieren. Ein bisschen haben mich die beiden an Nick und Nora Charles („Der dünne Mann“) erinnert, nur dass Amory nicht über das gleiche Selbstbewusstsein wie Nora verfügt und somit Probleme mit der Lebensweise ihres Mannes hat, statt mit ihm mitzuhalten und ihn regelmäßig herauszufordern. Ich hätte aber auch nichts dagegen, wenn sich Amory im Laufe der folgenden Bände noch weiter entwickeln und langfristig selbstbewusster mit Milos Verhalten umgehen würde. Alles in allem habe ich mich mit diesem Cozy gut amüsiert und habe schon mal den zweiten Teil der Reihe auf den Merkzettel gesetzt.

Was schön war (5)

Rib-eye Steak für ihn, Spinat-Flammkuchen für mich.

Den 13. Hochzeitstag mit leckerem Essen begehen,
gerade weil wir das Feiern dieses Tages bislang
nicht sehr oft auf die Reihe bekommen haben.

Die Forgotten-Circles-Erweiterung für das Gloomhaven-Brettspiel.

Nachschub für die Gloomhaven-Spielrunden bekommen,
auch wenn wir mit den Grundspiel noch lange nicht so weit sind,
dass uns die Herausforderungen und neuen Charaktere ausgehen. *g*

So ein riesiges Bett … *g*

Die erste Nacht im neuen und deutlich breiteren Bett verbracht
und somit die erste Nacht in 18 Jahren erlebt,
in der wir uns umdrehen konnten,
ohne auf dem anderen zu landen. 😉

August-SuB 2019

Nachdem ich mich im zweiten Quartal mit den Neuanschaffungen etwas zurückgehalten hatte, trafen im Juli nicht nur lauter Vorbestellungen bei mir ein, sondern auch die eine oder andere spontane Buchbestellung. Zum Glück war meine Leselust – dank des gemeinsamen Deborah-Crombie-Lesens mit Sayuri – auch wieder da, so dass ich insgesamt genügend gelesen habe, um den SuB trotzdem im Vergleich zum Vormonat ein kleines Bisschen schrumpfen zu lassen. 😉

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  3. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  4. Tracy Baptiste: Rise of the Jumbies (The Jumbies 2)
  5. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  6. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  7. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
  8. Rhys Bowen: Royal Blood (Royal Spyness 4)
  9. Rhys Bowen: Naughty in Niece (Royal Spyness 5)
  10. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  11. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  12. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  13. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  14. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  15. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  16. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  17. Jim Butcher: Brief Cases (Anthologie)
  18. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
  19. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  20. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  21. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  22. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  23. Roshani Chokshi: Aru Shah and the End of Time
  24. Louise Erdrich: The Birchbark House
  25. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  26. Jasmine Gower: Moonshine
  27. Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  28. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  29. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  30. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 3)
  31. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  32. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  33. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  34. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  35. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  36. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  37. Rachel Hartman: Seraphina
  38. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  39. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  40. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  41. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  42. Tanya Huff: Valour’s Choice (Confederation Novel 1)
  43. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  44. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  45. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  46. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  47. Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder (The Dalemark Quartet 1)
  48. Diana Wynne Jones: Drowned Ammet (The Dalemark Quartet 2)
  49. Diana Wynne Jones: The Spellcoats (The Dalemark Quartet 3)
  50. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  51. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  52. Diana Wynne Jones: Power of Three
  53. Celine Kiernan: Geisterpfade
  54. Celine Kiernan: Königspfade
  55. Celine Kiernan: Begone the Raggedy Witches (The Wild Magic Trilogy 1)
  56. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  57. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  58. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  59. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  60. Seanan McGuire: Tricks for Free (InCryptid 7)
  61. Seanan McGuire: This Ain’t Witchcraft (InCryptid 8)
  62. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
  63. Seanan McGuire: Deadlands – Boneyard
  64. Kelly Meding: Stray Magic
  65. Kelly Meding: Stray Moon
  66. Kate Milford: The Boneshaker
  67. Bishop O’Connell: The Stolen
  68. Ellen Oh und Elsie Chapman (Hrsg.): A Thousand Beginnings and Endings (Anthologie)
  69. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  70. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  71. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  72. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  73. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  74. Philip Reeve: Larklight
  75. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  76. John Scalzi: Fuzzy Nation
  77. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  78. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  79. Robin Stevens: A Spoonful of Murder (A Murder Unladylike Mystery 6)
  80. Robin Stevens: Death in the Spotlight (Murder Most Unladylike 7)
  81. Robin Stevens: Top Marks for Murder (Murder Most Unladylike 8)
  82. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  83. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  84. Charles den Tex: Die Zelle
  85. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  86. Sarah Tolcser: Song of the Current
  87. Tiffany Trent: Unnaturalist
  88. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  89. Catherynne M. Valente: Space Opera
  90. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  91. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  92. Xinran: Gerettete Wort
  93. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

92 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Sayantani Dasgupta: The Serpent’s Secret (Kiranmala and the Kingdom Beyond 1)

„The Serpent’s Secret“ von Sayantani Dasgupta ist der erste Band der dreiteiligen Reihe „Kiranmala and the Kingdom Beyond“. Die Geschichte beginnt an Kiran(mala)s zwölftem Geburtstag, als sie von der Schule nach Hause kommt und ihre Eltern verschwunden sind. Auf einer nicht beendeten Geburtstagskarte informiert ihre Mutter sie darüber, dass dies der Tag sei, an dem sie von einem Fluch eingeholt worden wären, dass Kiran eine Prinzessin sei (so wie ihre Eltern es ihr seit Jahren erzählen) und dass sie den Prinzen trauen soll. Kurz darauf klopfen wirklich zwei junge Prinzen an Kirans Tür und retten sie vor einem Rakkhosh. Gemeinsam reisen die drei ins Kingdom Beyond, einem magischen Königreich, in dem die Prinzen Neel und Lal zuhause sind und in dem auch Kiran und ihre Eltern geboren wurden.

Im Laufe ihrer Reise erfährt Kiran nicht nur mehr über das magische Königreich, aus dem sie stammt, sondern auch über ihre leiblichen Eltern und die beiden Menschen, die sie aufgezogen haben. Dabei erlebt sie eine sehr abenteuerliche Reise, voller Monster, Flüche, Rätsel und Reime, und all diese Elemente basieren auf indischen Mythen. Ich habe es sehr genossen, diesen Teil der Geschichte zu lesen, denn das Königreich ist voller Seltsamkeiten und Überraschungen, voller märchenhafter Elemente und Gefahren, die Kiran und die Prinzen bestehen müssen. Auf der anderen Seite gab es zwei Dinge, die ich an „The Serpent’s Secret“ sehr schade fand: Obwohl Kiran anfangs sagt, dass sie kein Mädchen sei, das den Jungs hinterherschaut, lässt sie sich ständig von Neels Gegenwart ablenken. Ihre Gefühle ihm gegenüber schwanken die ganze Zeit zwischen Bewunderung und Ablehnung, und das finde ich wirklich anstrengend zu lesen.

Außerdem nimmt sich niemand die Zeit, Kiran mal genau über die aktuelle Situation aufzuklären und über die Dinge, die sie beachten oder vor denen sie sich in Acht nehmen muss. Unter den Umständen ist es kein Wunder, dass sie ständig Fehler macht, die ihr dann natürlich vorgeworfen werden. So schwankt sie durchgehend zwischen „ich muss etwas tun, um die Menschen zu retten, die mir am Herzen liegen“ und „ich bin darauf angewiesen, dass ein Prinz mich und die meinen rettet, weil ich keine Ahnung von dieser Welt habe“. Ganz ehrlich, ein intelligentes Mädchen, das sich seit Jahren mit Bogenschießen beschäftigt hat, hätte eine deutlich bessere Rolle in dieser Geschichte verdient, wenn denn nur einmal einer der Einheimischen richtig mit ihm geredet hätte. Dabei ist es vermutlich nicht so unwahrscheinlich, dass zwei pubertierende Jungen nicht in der Lage sind, richtig zu kommunizieren (vor allem, wenn ihr Gegenüber nicht nur weiblich, sondern auch noch in einer verschmähten Welt aufgewachsen ist), aber die Geschichte hätte halt von einem etwas weniger klischeehaften Verhalten der Figuren deutlich profitieren können. Am Ende muss ich leider sagen, dass mir „The Serpent’s Secret“ lange nicht so gut gefallen hat, wie ich anhand all der fantastischen indischen Elemente erwartet hätte, so dass ich nicht nur die Reihe nicht weiterlesen, sondern auch den Roman aus meinem Bestand aussortieren werde.

Lila Bowen: Wake of Vultures (The Shadow 1)

„Wake of Vultures“ von Lila Bowen (Delilah S. Dawson) ist der erste Teil der Shadows-Serie und spielt in einem Western-Setting. Die sechzehnjährige Protagonistin Nettie Lonesome ist ein Halbblut, und da sie bei einem Paar Alkoholiker aufgewachsen ist, die sie wie eine Sklavin behandeln, weiß sie nicht viel über ihre Herkunft. Der einzige Mensch, der sie in all den Jahren freundlich behandelt hat, ist Monty, einer der Cowboys der Nachbarfarm. Monty hat kein Problem damit, dass Nettie lieber kein Mädchen wäre, und so behandelt er sie wie einen Jungen, nennt sie Nat und bringt ihr alles über das Zähmen von Mustangs bei, das er weiß.

Eines Nachts trifft Nettie auf der Farm einen fremden Mann, der sie bedroht, und um sich selbst zu schützen, ersticht sie ihn mit einem Stück Holz. Doch statt einer Leiche bleiben von dem Fremden nur seine Habseligkeiten, vier Zähne und ein Haufen schwarzer Sand zurück. Für Nettie ist das der entscheidende Anstoß, um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie schneidet sich die Zöpfe ab und heuert als Ranch-Hand an. Doch obwohl sie jetzt das selbstbestimmte Leben führt, von dem sie immer geträumt hat, muss sie nun fürchten, dass sie als entlaufene Sklavin gesucht wird. Und dann ist da auch noch die Aztecan-Frau, die verletzt in der Prärie gefunden wird und von Pia Mupitsi erzählt, einem legendären Ungeheuer, das ihr Kind geholt hat. Auf einmal scheint Netties ganze Welt voller Monster zu sein, die es zu bekämpfen gilt. Doch so, wie nicht jeder Mensch automatisch gut ist, ist auch nicht jedes Monster automatisch böse.

Nettie ist kein einfacher Charakter, sie ist dickköpfig, häufig undankbar und kommt mit Pferden deutlich besser zurecht als mit Menschen. Ihr Leben lang hat man ihr gesagt, was sie nicht ist. Sie ist nicht weiß, sie ist kein Mann und sie ist nichts wert. Umso schöner war es, Nettie zu begleiten, während sie herausfindet, was sie ist und was sie vom Leben erwartet. Je länger sie auf eigenen Beinen steht, je mehr sie über die Welt und die Menschen und Monster, die sie bevölkern, erfährt, desto mehr findet sie über ihre Fähigkeiten und Stärken heraus. Die Autorin selbst bezeichnet Nettie als Trans-Charakter, wobei ich es dann unstimmig finde, dass Nettie sich bin zum Ende des Buches selbst als „sie“ bezeichnet. Auf der anderen Seite wäre es für eine Figur, die in einem 1870er Western-Setting lebt, vermutlich schwierig, eine Bezeichnung für sich zu finden, die „ich fühle mich weder als Junge noch als Mädchen“-beinhaltet, vor allem, da Nettie unter Weißen aufwuchs und nicht in einem der Stämme der Native Americans, die mehr als zwei Geschlechtsbezeichnungen in ihrer Sprache haben.

Mir gefiel an „Wake of Vultures“ nicht nur die Protagonistin und wie sie sich im Laufe der Geschichte ihren ganz eigenen Raum erobert, sondern auch die unbarmherzige Welt, in der Wasser knapp und ein Leben nicht viel wert ist. In dieses Setting passen Harpyien, Werwölfe und Zwerge ebenso gut wie die diversen anderen Monster, die Nettie im Laufe des Romans kennenlernt. Delilah S. Dawson mischt für ihre fantastische Western-Welt die verschiedensten Mythen und lässt die unterschiedlichsten Gestalten eine Nische in diesem trockenem und heißen Landstrich finden, obwohl man sich beim Lesen ständig fragt, wie überhaupt irgendein Lebewesen dort überleben kann. „Wake of Vultures“ erzählt keine schöne Geschichte, es gibt viele ekelhafte Elemente durch die Lebensbedingungen ebenso wie durch die Kämpfe, die Nettie bestreiten muss, aber der Roman bietet auch eine wunderbar selbstbewusste Protagonistin, ungewöhnliche Freundschaften und immer humorvolle Szenen, die eine kleine Erholung von all den düsteren Dingen in dieser Welt bieten.

Deborah-Crombie-Lesetag (3)

Genau genommen wird das hier nicht ein Beitrag für den heutigen Tag, sondern im Prinzip ein „Sammelbeitrag“ für die kommenden Tage, die Sayuri und ich dafür nutzen, um in ihrer Mittagspause (meine Frühstückspause 😉 ) gemeinsam den dritten Band der Kincaid-und-James-Krimis von Deborah Crombie zu lesen. An „Und ruhe in Frieden“ habe ich relativ wenig Erinnerungen, aber das ist der Teil der Reihe, der bei mir am ehesten ein „Elizabeth George“-Gefühl auslöst – vielleicht wegen des Umfelds, in dem der Mord passiert ist. Ich kann wirklich nicht genau sagen warum, aber das ist der Gedanke, der mir als erstes zu diesem Titel in den Sinn kommt. Mal schauen, ob mir das auch heute noch so geht oder ob ich dieses Mal beim Lesen gar nicht mehr verstehen kann, wo der Vergleich herkommt. *g*

Auch beim dritten Band halten wir uns mit Spoilern nicht zurück und somit sollten diejenigen, die diesen Krimi noch für sich entdecken wollen, diesen Beitrag lieber nicht lesen.

Update 15:00 Uhr

In „Und ruhe in Frieden“ bekommt der Leser erst einmal einen Prolog präsentiert, in dem beschrieben wird, wie Julia Asherton miterleben muss wie ihr kleiner Bruder Matthew in einem Bach ertrinkt. Die eigentliche Handlung beginnt dann mit Duncan Kincaid, der zu einem Mord gerufen wird, bei dem das Opfer Connor Swann ertrunken in einem Kanal gefunden wird. Seine Frau Julia scheint die einzige Person zu sein, die seinen Tod nicht betrauert, während ihre Eltern sehr erschüttert sind von dem Tod ihres Schwiegersohns. Ich finde es spannend, wie Deborah Crombie auf der einen Seite das Bild des netten, lebenslustigen und beliebten Connors zeichnet und auf der anderen Seite seine Frau stehen lässt, die meint, dass ihr Mann ein Schwein war und sie ihn verachtet hatte. Was sie natürlich – auch aufgrund des Prologs – sehr verdächtig wirken lässt. 😉

Was ich nicht so schön finde, ist Kincaids Haltung zu dem Fall. Er reist nur wiederwillig an, weil ihm der Fall als Gefälligkeit seines Chefs gegenüber Sir Gerald Asherton übertragen wurde. Er scheint so gar nicht neugierig auf die Menschen zu sein (abgesehen von Julia, die ihm aufgrund ihrer Ausstrahlung zu beeindrucken scheint) und scheint anfangs vor allem damit beschäftigt zu sein sich über das unbehagliche Wetter Gedanken zu machen als über den Fall, der vor ihm liegt. Gemma ist im Vergleich dazu angenehm professionell, beschäftigt sich mit den Unterlagen der örtlichen Kollegen, befragt nebenbei den Wirt des örtlichen Pubs und bleibt mit ihrer Konzentration bei den Ermittlungen, obwohl sie sich in der Gesellschaft der Ashertons unwohl fühlt. Ich habe mich beim Lesen ein bisschen gefragt, ob Deborah Crombie anfangs einfach Probleme hatte aus männlicher Perspektive zu schreiben. Es gab schon in den vorhergehenden beiden Büchern immer wieder Momente, die ich unstimmig in Bezug auf Duncans Charakter fand und die sich vor allem um seinen Umgang mit Frauen drehten (auch hier gibt es wieder eine seltsame Flirtszene mit einer Frau in der Gerichtsmedizin). Trotz dieser Elemente mag ich Duncan Kincaid, aber ich mag ihn in den späteren Büchern lieber, als diese spontane Anziehung zwischen ihm und anderen Frauen als Gemma nur noch von Sympathie und potenzieller Freundschaft zeugt und nichts anderes andeutet.

Für heute war es das schon mit meiner „Und ruhe in Frieden“-Pause, morgen gibt es hier dann ein Update, wenn ich weiterlese.

Dienstag 13:00 Uhr

Ich finde es lustig, dass ich gestern nach dem Lesen zwar weiter über „Und ruhe in Frieden“ nachgedacht habe, aber nicht über den gelesenen Teil, sondern über die Dinge, an die ich mich noch erinnere. Was erschreckend wenig ist, obwohl normalerweise nach wenigen Kapiteln wieder Erinnerungen an die Handlung auftauchen, wenn ich einen Roman schon mal gelesen hatte. Ich habe nur die ganze Zeit ein vages Gefühl, dass ich einen Teil der Handlung, der sich um Julia drehte, nicht so befriedigend fand. Mal schauen, ob sich dieses vage Gefühl in der heutigen Frühstückspause schon bestätigt oder ob ich mich im Laufe meiner Lesezeit an ein paar mehr Sachen erinnern kann. *g*

Update 14:30 Uhr

Für heute war es das schon wieder mit meiner Frühstücks-Lese-Pause. 😉 Ich mag, wie so langsam die eine oder andere Unstimmigkeit zum Vorschein kommt und wie Gemma und Duncan sich ihre Gedanken zu den verschiedenen Beteiligten machen. Spannend finde ich auch die vielen Facetten, die der ermordete Connor gehabt zu haben scheint. Ich glaube, der Connor, der für seine Freundin Sharon kocht und mit ihrer kleinen Tochter Hayley spielt, der Connor, der sich anscheinend nach einer Familie und liebevoller Gesellschaft sehnt, dieser Connor ist mir am Liebsten. Aber natürlich wird diese Seite von Connor nicht der Grund dafür gewesen sein, dass er umgebracht wurde …

Und um meine Sammlung an „relativ unbedeutende Nebenfiguren, die von Deborah Crombie in einer kleinen Szene vorgestellt werden und beim Leser hängenbleiben“ zu erweitern: Mir war der Galerist sehr sympathisch, der Julias Bilder ausstellt. Er ist zwar kein treuer Ehemann, aber er scheint ein netter Mensch zu sein, der sich Mühe gibt andere Personen nicht zu verletzen, der sich keine Illusionen über sich und seine Fähigkeiten macht und der sich freut, wenn ein Bild von jemandem gekauft wird, der sich darin verliebt hat. Ebenso habe ich den Pastor ins Herz geschlossen, dessen Leidenschaft für die Landschaftsgeschichte seiner Region etwas größer zu sein scheint als die Lust auf das Schreiben von Predigten. Diese Figuren bilden einen deutlichen Kontrast zu der Familie Asherton, die trotz ihrer Hilfsbereitschaft und Höflichkeit gegenüber Duncan und Gemma kühl und abweisen wirken.

Oh, und noch eine Bemerkung zu Gemma: Ich wusste noch, dass Gemma ihre Schwäche für klassische Musik erst im Laufe der Romanreihe entwickelt, hatte aber komplett vergessen, dass ein Besuch in der Oper (zur Bestätigung von Sir Geralds Alibi) diese Liebe ausgelöst hat. Das war eine schöne Szene, ebenso wie der Moment am Küchentisch, als sie Duncan ihr neues Wissen über La Traviata erzählt. 🙂

Morgen geht es hier weiter, für heute muss ich erst einmal mit „Und ruhe in Frieden“ aufhören.

Mittwoch 14:45 Uhr

Eine der letzten Szenen, die ich gestern gelesen habe, war die Befragung von Tommy Godwin und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Person – trotz der Lässigkeit gegenüber Gemma – der Grund für den Tod von Connor ist. Irgendwo zwischen Tommy und den Asherton liegt die Lösung des Falls, auch wenn mir gerade spontan nur ein Grund einfällt und der scheint mir nicht wichtig genug für einen Mord.

Außerdem frage ich mich, ob diese seltsame Anziehung zwischen Duncan und Julia von Deborah Crombie nur deshalb eingebracht wurde, um zu erklären wieso Julia sich Duncan gegenüber stellenweise öffnet, obwohl Julia grundsätzlich als zurückhaltender Mensch beschrieben wird. Als ob es zwischen ihrem Protagonisten und den diversen weiblichen Nebenfiguren nur dann zu einem offenen Austausch kommen kann, wenn sich beider einer gewissen Anziehung bewusst sind. Während Gemma natürlich als Frau (und Mutter) das notwendige Fingerspitzengefühl hat, um mit Männern und Frauen zu reden, ohne dass da etwas mitschwingen muss. Was so auch nicht stimmt, denn bei Gemma schwingt gerade bei Frauen, die schön oder gebildet sind, etwas mit, das stark an Eifersucht erinnert, nur dass sie diese unschönen Regungen in der Regel unterdrückt.

Inzwischen haben Duncan und Gemma rausgefunden, dass überraschend viel Personen mit Connor am Abend seines Todes noch Kontakt hatten, auch wenn sie immer noch nicht wissen, was Connor an diesem Tag so sehr beschäftigt hat. Ich höre für heute erst einmal auf zu lesen, denn die letzten 50 Seiten des Romans würde ich gern am Stück konsumieren und da Sayuri in den letzten Tagen nicht so viel zum Lesen gekommen ist, will ich das Buch nicht so viel vor ihr beenden …

Dienstag, 06.08.

Da Sayuri gerade wirklich viel um die Ohren hat, haben wir beschlossen, dass wir die letzten Seiten von „Und ruhe in Frieden“ nicht gemeinsam lesen werde. Also habe ich heute Abend den Krimi beendet und sitze nun ein bisschen grummelig da. Auf der einen Seite kann ich gut damit leben, dass Duncans „Beziehung“ zu Julia von der Autorin als Katalysator benutzt wurde, um Duncan einen Übergang von seinem „Single-Darsein, nachdem mich meine Ex-Frau so verletzt hat“ zu einer potenzielle Beziehung mit Gemma zu bieten. Auf der anderen Seite hasse ich Kriminalfälle, bei denen es letztendlich nur darum geht, wer vor vielen, vielen Jahren mit wem geschlafen hat. Ich hatte auf jeden Fall recht, dass Tommy in gewisser Weise in die Ursache für den Mord involviert war. Oh, und der Mord könnte auch nur unterlassene Hilfeleistung gewesen sein, weil wohl nie bewiesen werden kann, ob Connor absichtlich ins Wehr gestoßen wurde oder ob die beteiligte Person „nur“ keine Hilfe geholt hat, als Connor zu ertrinken drohte.

Es ist irgendwie lustig, dass ich die Bücher immer noch sehr gern mag, aber bei einem so aufmerksamen Wiederlesen eine Menge Punkte finde, die mich ärgern oder bei denen ich der Meinung bin, dass Deborah Crombie das besser hätte lösen können.

Mit „Das verlorene Gedicht“ geht es vermutlich in der kommenden Woche los – das hängt ein wenig davon ab, ob und wie Sayuri das gemeinsame Lesen einrichten kann. Da ich den Band in sehr guter Erinnerung habe, bin ich gespannt, ob ich da auch so viele Elemente zum Bekritteln finde oder ob ich die Geschichte rundum genießen kann. (Wobei ich mich jetzt schon daran erinnere, dass ich das Mordmotiv in dem Roman auch nicht so prickelnd fand, aber an alles andere habe ich wirklich gute Erinnerungen! *g*)

Lese-Sonntag Juli 2019

Ganz „traditionell“ fange ich diesen Beitrag wieder an mit: Heute ist wieder der dritte Sonntag im Monat und somit Lese-Sonntag. 😉 Ich hänge gerade ein bisschen zwischen zwei Büchern, da ich am Freitagabend den zweiten Band von „The Apprentice Witch“ beendet hatte und gestern nach der Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin zu kaputt war, um ein neues Buch anzufangen. Eigentlich darf ich mich über den Sommer nicht beschweren, da es relativ wenige richtig heiße Tage hintereinander gab und dafür relativ viele Phasen, in denen es zumindest nachts kühl genug war, um die Wohnung auf annehmbare Temperaturen zu bekommen, aber der gestrige schwül-heiße Tag hat mich wirklich fertig gemacht. Deshalb gab es also gestern ab dem Nachmittag nur noch die Switch und eine Runde Renovierungssendungen für mich und ich muss mich nun für einen neuen Roman entscheiden.

In Reichweite liegen „Brief Cases“ von Jim Butcher (eine Anthologie mit Harry-Dresden-Geschichten, die ich schon seit ein paar Tagen anfangen möchte), „Urban Shaman“ von C. E. Murphy (Urban Fantasy zum Ausprobieren, ob ich die Autorin auch in diesem Genre mag,) und „When Death Comes Stealing“, den ersten Tamara-Hayles-Krimi von Valerie Wilson Wesley. Letzterer ist meine aktuelle Wartezimmerlektüre und es wäre schön, wenn ich darin mal mehr als ein paar Seiten am Stück lesen würde, auch wenn der wirklich kurze Roman, dann wohl innerhalb einer Stunde beendet wäre und ich mir neue Wartezimmerlektüre suchen müsste. *g*

Ich schau gleich mal, ob mich eines der drei Bücher packt und wenn nicht, dann habe ich da ja noch einen SuB mit reichlich Auswahl und einen Leihbücher-Stapel voller (japanischer) Geschichten. Ansonsten haben mein Mann und ich für den heutigen Vormittag eine Gloomhaven-Runde geplant und ein bisschen im Haushalt rumwuseln darf ich auch noch, aber erst einmal lese ich ein wenig. 🙂

Update 10:30 Uhr

Es ist immer wieder faszinierend, wie sehr ich mich ablenken lasse, wenn ich doch eigentlich lesen will. Unter anderem habe ich heute morgen die aktuelle Sendung mit der Maus (rund um den Mond) gesehen, da für meinen Mann der Fernseher zu seiner „Wachwerde“-Zeit gehört. Ein bisschen habe ich inzwischen aber auch in „Urban Shaman“ gelesen und nach einem etwas holprigen Start, weil die Ausgangsszene doch etwas arg unglaubwürdig war (die Protagonistin sieht aus einem landenden Passagierflugzeug heraus eine Frau, die von einer Hundemeute gejagt und von einem Mann mit einem Messer auf einem Parkplatz gestellt wird), finde ich die Geschicht doch nett. So ganz weiß ich noch nicht, was ich von den mythologischen Elementen halte (der Mann mit dem Messer soll Cernunnos sein), die Protagonistin Joanne Walker (Walkingstick) ist halb Cherokee, halb Irin (und hat laut Klappentext schamanische Fähigkeiten, auch wenn sie das noch nicht weiß, was ich aber als Erklärung für die Flugzeugfenster-Sache nehme). Bislang gefällt mir das Verhältnis, dass sich zwischen Joanne und dem Taxifahrer Gary, der sie vom Flughafen aus zu dem Parkplatz gefahren hat, am Besten an dem Buch. Gary ist ein alter Mann, der in seiner Jugend Football gespielt hat und immer noch die dementsprechende Figur aufweist, der vor einigen Jahren seine Frau verloren hat und der ständig stichelnde Bemerkungen macht. Trotzdem steht er Joanne zur Seite, als sie sich auf diese seltsame Suche nach der unbekannten Frau macht, die vielleicht vor einem Messerstecher gerettet werden muss. Ich mag gut geschriebene und konstruierte Urban Fantasy, aber selbst wenn ich den Weltenbau noch nicht überzeugend finde, so kann mich eine UF-Geschichte auch gut unterhalten, wenn mir die Charaktere – in all ihrer Grumpigkeit – sympathisch sind. Ich bin gespannt, ob mich der Weltenbau im Laufe der Geschichte mehr überzeugt, halte beim Lesen aber auch im Hinterkopf, dass das der Debütroman der Autorin ist. 😉

Jetzt aber erst einmal Frühstück und „Gloomhaven“ …

Update 13:00 Uhr

Ein Brute allein im Dungeon …

Genau genommen wurde es erst einmal nur „Gloomhaven“ und ich muss zugeben, dass diese heutige Brettspielrunde überraschend frustrierend war. Normalerweise macht es mir nichts aus, wenn wir mehrere Anläufe für ein Szenario benötigen, aber nach den heutigen drei Anläufen brauchte ich erst einmal eine Pause. Wir haben heute das erste Solo-Szenario von meinem Brute gespielt, was bedeutet, dass ich mit meinem Charakter allein ins Dungeon gegangen bin, während mein Mann die Steuerung der Gegner übernommen hat. Zwei Punkte haben dabei gleich mehrfach zu meinem Scheitern geführt: 1. hat der Brute beim Spiel am vergangenen Wochenende ein Level dazu gewonnen, was dafür sorgt, dass die Gegner deutlich schwerer geworden sind, und 2. ist mein Brute ein Teamspieler, der heftigen Schaden bei den Monstern verursacht und viel Schaden einsteckt, der dann von den Teammitgliedern wieder geheilt wird. Das mit dem Schadeneinstecken hat er dieses Mal auch hinbekommen, aber mit nur einer einzige Möglichkeit zu heilen und Gegner, die dank hoher Schildzahlen nur schwer zu töten waren, war mein Brute immer schon besiegt, bevor er den zweiten von drei Räumen überhaupt durchquert hatte. Es gibt theoretisch die Möglichkeit die Schwierigkeit dieses Solo-Szenarios runterzusetzen, wir überlegen noch, ob wir dass dann für die nächste Spielrunde machen oder nicht. Ich fände es auf jeden Fall schade, wenn ich meinen Brute mit so einem frustrierenden Gefühl in Rente schicken würde und er hat nur noch eine einzige Aufgabe zu bewältigen, bevor er in den Ruhestand gehen muss.

Knäcke mit Gurke und Möhrenstücken

Jetzt aber erst einmal Frühstück – heute bin ich ungewöhnlich hungrig *g* – und weiter in „Urban Shaman“ lesen.

Update 15:00 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich mein Frühstück gegessen, weitergelesen und etwas Zeit in der Küche verbracht. Bislang finde ich „Urban Shaman“ ganz unterhaltsam, auch wenn ich den „übernatürlichen Bereich“ etwas willkürlich gestaltet finde und mich die Magie noch nicht so recht überzeugt. Dafür mag ich die Charaktere immer mehr – auch wenn eine interessante Figur gerade ermordet aufgefunden wurde. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und welche Überraschungen die Handlung für mich noch bereit hält. Trotz der einen oder anderen Schwäche ist es ein nettes Buch und wenn der Roman bis zum Ende sein Niveau hält (oder vielleicht sogar besser wird), werde ich mir die Fortsetzungen der Reihe wohl auch mal anschauen.

Ansonsten ist es heute ein extrem ruhiger Lese-Sonntag, denn Ariana ist die einzige Person, die noch mitmacht. Keine Ahnung, ob die anderen heute anderes zu tun haben, einfach nur keine Lust hatten oder ob sie Probleme mit meinem Blog haben. Ariana zumindest meinte, dass sie den heutigen Blogpost erst über den Direktlink, den ich ihr per Twitter gegeben habe, hätte aufrufen können und vorher hätte sie keinen Beitrag für den heutigen Tag gefunden, obwohl sie meinen Blog mit mehrere Browser aufgerufen hatte. Ich finde es immer etwas frustrierend, wenn es ein Problem zu geben scheint und es gibt keinen Hinweis darauf, was das verursacht …

Update 17:45 Uhr

Zwischendurch habe ich „Urban Shaman“ kurz verlassen und stattdessen den Comic „Mysticons“ von Kate Leth (Autorin) und Megan Levens (Zeichnerin) gelesen. Von dem selben Team hatte ich schon „Spell on Wheels“ gelesen und sehr gemocht, weshalb ich vor einiger Zeit diesen Comic auf die Merkliste gepackt hatte. Jetzt nach dem Lesen fühle ich mich ein bisschen unbefriedigt, denn die Zeichnungen waren zwar nett und die Charaktere waren mir sympathisch, aber ich habe das Gefühl, dass mir irgendwie eine Vorgeschichte oder Hintergrundwissen fehlt. Alles in allem eine nette Lektüre, aber nicht gut genug, um auch noch den zweiten Band lesen zu wollen.

Comic und Kekse am Nachmittag

Die Handlung in „Urban Shaman“ nimmt langsam Fahrt auf, die Geschichte macht mir immer noch viel Spaß (auch wenn eine Frau, die ein Nahtod-Erlebnis und zum ersten Mal beeindruckende „magische“ Fähigkeiten eingesetzt hatte, für mein Gefühl nicht ganz so energisch die Existenz übernatürlicher Elemente leugnen müsste, aber das führt immerhin immer wieder zu amüsanten Szenen). Ansonsten genieße ich sehr, dass es bislang keine Liebesgeschichte gibt (auch wenn sie ein interessantes Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten hat und ich fürchte, dass da (langfristig) noch etwas kommen könnte). Doch vor allem dreht sich die Handlung um die Wilde Jagd, um die Akzeptanz von Joannes ererbten Fähigkeiten und darum denjenigen zu stoppen, der in den letzten Wochen einigen Menschen in der Stadt ermordet hat.

Bis zum Abendessen ist es noch etwas hin (den Salat habe ich schon heute Mittag vorbereitet, das Fladenbrot habe ich heute Nachmittag gebacken, das Servieren wird dann mein Mann übernehmen 😉 ) und ich stecke einfach weiter meine Nase in mein Buch.

Update 21:15 Uhr

Fladenbrot, Feta und Gurkensalat mit Joghurt-Dill-Sauce

Seit dem letzten Update gab es noch ein paar Kapitel in „Urban Shaman“, das Abendessen und eine Runde „Animal Crossing“. Bei „Animal Crossing“ sammel ich seit einiger Zeit etwas gezielter die Fotos meiner Nachbarn (genau genommen seit dem Zeitpunkt, an dem wir die Amiibo-Karten hatten, mit denen man sich gezielt neue Nachbarn ins Dorf einladen kann). Es dauert immer einige Zeit, bis die Freundschaft mit den Nachbarn so intensiv genug ist, dass sie einem ein Foto schenken, aber das sorgt dafür, dass ich auch nach über sechs Jahren noch eine Art „Ziel“ im Spiel habe. Wie man auf dem Bild sehen kann, habe ich bald alle Fotos von vogelartigen Nachbarn – die Hühner und Hähne sind schon vollständig, die Entenfotos musste ich in einem anderen Raum lagern. *g*

Da ich heute nur noch etwas bis zum Schlafengehen lesen werde (mal schauen, ob ich den Roman heute noch beenden kann), ist dies mein letztes Update für heute. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und für Ariana hoffe ich, dass sie in den letzten Stunden ihres Lesemarathons noch gut durchhält. *g*

Heutige Mitleserin:

Ariana