Alle Artikel von Konstanze

Lese-Sonntag im September 2020

Die vergangenen Wochen waren seltsam und ich habe das dringende Bedürfnis mich einen Tag lang mit all den Dingen zu beschäftigen, die mir gut tun. Umso passender ist es, dass heute wieder der dritte Sonntag im Monat ist und ich diesen Tag wieder fest als Lese-Sonntag in meinem Kalender eingeplant habe. In der vergangenen Woche hat es weder mit dem Lesen, noch mit dem Rezensieren geklappt (dabei habe ich noch zwei Bücher, die ich im August gelesen habe, über die ich noch was schreiben wollte). Dafür habe ich in den letzten Tagen etwas intensiver „Animal Crossing“ gespielt (ich hatte viele Regentage im Spiel und suche noch immer einen – nur bei Regen fangbaren – Quastenflosser, um ein Modell daraus bauen zu können,) und eine Weltkarte gepuzzelt (und dabei mein Geografiewissen etwas erweitert). Mal schauen, wie der heutige Sonntag so verläuft, der einzige „feste“ Tagespunkt ist die Brettspielverabredung mit meinem Mann, ansonsten schaue ich mal, worauf ich so Lust habe …

Update 10:15 Uhr

Uff, der Vormittag war bislang etwas trubeliger als erwartet. Nachdem ich diesen Beitrag veröffentlicht hatte, habe ich meine Mailfacher kontrolliert und gleich drei Arbeitsmails vorgefunden, die eine Reaktion auf meine Mail von gestern Abend waren. (Eigentlich hatte ich gehofft, ich hätte den Sonntag frei, wenn ich Samstag alles erledigt bekomme. *g*) Also habe ich mich erst einmal damit beschäftigt und bin dann kurz bei „Animal Crossing“ rein, um den heutigen Rübenpreis herauszufinden – was wiederum dazu geführt hat, dass das Rübenkartell meine Insel stürmte, um sich für eine Woche voller Spekulationen einzudecken. 😉

Später gehe ich noch einmal in Ruhe ins Spiel, aber jetzt muss ich erst einmal das Nachthemd gegen „richtige“ Kleidung wechseln, mir etwas zu Trinken besorgen und das Geschirr von gestern Abend abwaschen …

Update 13:15 Uhr

Ich weiß nicht so recht, wo meine Pläne für einen entspannten Vormittag geblieben sind. *g* Nach dem Anziehen habe ich mir Musik auf die Ohren gesetzt und mich auf die Küche gestürzt, außerdem habe ich eine Ladung Wäsche angeworfen (die inzwischen schon in den Trockner gewandert ist). Als die Küche wieder sauber und ordentlich war, habe ich die in der Woche gepuzzelte Weltkarte weggeräumt, damit wir ein paar Päckchen fertig machen konnten, die Montag zur Post gebracht werden müssen. Außerdem habe ich zwischendurch Kommentare geschrieben, weitere Arbeitsmails beantwortet und mich kurz auf Twitter mit einer Freundin ausgetauscht. Danach war ich kurz davor meine kleine Sportrunde zu schmeißen und direkt zum Frühstück überzugehen, aber da mein Körper gerade sehr muckt, war ich dann doch brav und habe noch eine Runde mit Dehn- und Entspannungsübungen eingelegt. Heute habe ich ein neues Video dafür ausprobiert und festgestellt, dass meine Knie aktuell wieder nicht in den Vierfüßlerstand wollen – was mich etwas ärgert, denn Ende August ging es denen eigentlich wieder so gut, dass das relativ problemlos möglich war. Aber nun gut, ich kann es nicht ändern, nur wieder von vorn mit meinen Übungen anfangen, bis sich die Knie wieder erholt haben. Jetzt gibt es auf jeden Fall erst einmal Frühstück und danch wird es höchste Zeit für unsere Brettspielrunde! 🙂

Update 17:15 Uhr

Meine Frühstückspause dauerte dann doch noch etwas länger als geplant, da mein Mann dann noch das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zuende schauen wollte. Ich habe in der Zeit dann die Kurzgeschichte „Vision Quest“ von Edward Willett gelesen, die in der von dem Autor herausgegebenen Anthologie „Shapers of Worlds“ erschienen ist. Ich habe von dem Autor vorher noch nichts gelesen, aber diese Geschichte hat mir sowohl inhaltlich, als auch vom Erzählton her sehr gut gefallen. Ich hoffe, dass ich jetzt mal wieder mehr Anthologien lese, davon haben sich in den vergangenen Monaten nämlich so einige auf meinem eReader angesammelt.

Dann ging es wirklich endlich mit „Obsession“ los und die heutige Runde war überraschend herausfordernd (für uns beide sehr viele Züge, über die wir sehr gut nachdenken mussten,) und ich hatte erschreckend häufig Pech beim Kartenziehen, wenn es um das „Einladen neuer Gäste“ ging. Spaß hat es aber trotzdem gemacht und nachdem wir nun an zwei Wochenenden unsere Erinnerungen an die Regeln und Spielmechaniken aufgefrischt haben, freue ich mich darauf, dass wir demnächst die neue Erweiterung „Upstairs, Downstairs“ in Angriff nehmen können. Jetzt lege ich ein bisschen meine Füße hoch und schaue, wie es euch so ergangen ist, und wenn ich danach noch etwas Zeit bis zum Kochen habe, dann schaue ich mal, ob ich doch noch ein paar Seiten lesen werde.

Update 18:45 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich doch wirklich noch ein paar Seiten gelesen. *g* Erst hatte ich gehofft, ich käme wieder in die Tove-Jansson-Biografie rein, die ich im August angefangen hatte, aber da muss ich die schon gelesenen Kapitel wohl noch einmal querlesen, damit ich all die Personen, die in ihrem Leben eine Rolle spielten, wieder zugeordnet bekomme. Ich finde es eh ein bisschen schwierig, weil ich so wenige finnische Künstler.innen kenne und deshalb immer darauf angewiesen bin, dass mir die Autorin erklärt, über wen sie da gerade schrieb und in welchem Verhältnis die Person zu Tove Jansson stand. *g* Also habe ich es mir einfach gemacht und zu „They Do It with Mirrors“ von Agatha Christie gegriffen. Das ist eine der Geschichte, die ich schon häufiger auf Deutsch, aber noch nie auf Englisch gelesen habe, und ich muss zugeben, dass es nicht gerade einer meiner liebsten Agatha-Christie-Fälle ist. Ich finde, dass hier die Lösung ziemlich auf der Hand liegt und es gibt ein paar Charaktere, die mir sehr unsympathisch sind. Auf der anderen Seite mag ich es, dass man in diesem Buch so viel über Miss Marple und ihre Jugend erfährt – allein die Wahl ihrer Freundinnen als Teenagerin und wie und wieso sich diese Freundschaften über all die Zeit erhalten haben, sagt ja schon sehr viel über diese Figur aus … 🙂 Jetzt geht es für mich aber erst einmal wieder in die Küche, damit das Abendessen heute nicht so spät stattfindet.

Update 21:45 Uhr

Den Abend habe ich mit Suppe kochen (und natürlich essen 😉 ) verbracht, wobei es zur Paprika-Linsen-Suppe eine Folge „Top Chef“ auf Netflix gab. So ganz kann uns dieser Kochwettbewerb zwar nicht überzeugen, aber um sich etwas beschallen zu lassen, reicht die Sendung.

Und weil die Top-Chef-Folge länger dauerte als wir benötigten, um unsere Suppe zu essen, habe ich dann noch zum Strickzeug gegriffen. Ich weiß nicht mehr, wie viele Socken ich in den vergangenen Monaten gestrickt und wieder aufgeribbelt habe, aber ich bin dieses Mal fest entschlossen die für mich perfekte Socke zu finden. Ich glaube, so langsam komme ich der Sache näher – mal schauen, ob ich dieses Mal mit dem Fersensitz zufrieden bin, an dem ich jetzt schon eine Weile herumknobel. 😉

Zum Abschluss gab es dann noch etwas Schokolade als Nachtisch (jemand – dezenter Blick Richtung Natira – hat mich vor kurzem dazu gebracht Kaffee-Sahne-Schokolade zu kaufen, die ich nur in Norddeutschland kriege, und nun genieße ich sie sehr bewusst an den Tagen, an denen ich Schokohunger habe *g*) und dazu habe ich all die Dinge auf meiner Insel erledigt, für die ich heute keine Ruhe hatte, die ich aber gern täglich erledige. Wenn ich jetzt so auf die Uhr schaue, dann werde ich vor dem Schlafengehen vermutlich nur noch Zeit für eine Blog- und Kommentarrunde haben und dann war es das heute auch schon wieder für mich.

Es war schön heute wieder gemeinsam mit euch den Lese-Sonntag zu verbringen! 🙂 Ich wünsche euch einen angenehmen Start in die Woche – möge sie für uns alle nicht allzu viele unangenehme Nachrichten und stattdessen genügend Auszeiten zum Erholen mit sich bringen!

***

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Ariana
Kiya
Anette
Neyasha

Herbstlesen im Oktober 2020

Ich habe ein bisschen überlegt, ob ich es wagen soll, das Herbstlesen schon jetzt anzukündigen, da ich nicht vollkommen sicher bin, ob ich in den kommenden Wochen nicht noch einmal zu meinen Eltern muss. Aber da es im Moment so ausschaut, als ob meine Mutter noch eine Weile nicht wieder zurück nach Hause kommt und mein Vater aktuell ganz gut allein zurechtkommt, gehe ich mal davon aus, dass ich im Oktober ganz normal Zeit für das Herbstlesen haben werde. Dringend nötig habe ich es auf jeden Fall, mich auf einen Monat voller gemütlicher Lese-Wochenenden zu freuen!

Wie immer geht es beim Herbstlesen weniger darum, möglichst viele Stunden mit Lesen zu verbringen, als sich bewusst für die Dinge, die einem Freude bereiten, gemütliche Auszeiten zu gönnen und diese dann über den Blog mit anderen zu teilen. Da ich normalerweise recht lange Beiträge pro Tag zusammenbekomme, gibt es von mir wieder einen Beitrag pro Herbstlesen-Tag (also je einen Post an jedem Samstag und an jedem Sonntag im Oktober). Wer sich mir anschließt, muss natürlich nicht so viel bloggen, wie ich es tue – es reicht auch ein Sammelbeitrag pro Wochenende oder Ähnliches. Wichtig ist mir nur, dass ihr an den Tagen, an denen ihr euch mir anschließt, einen Kommentar mit Link unter meinem Beitrag hinterlasst, damit ich euch verlinken kann. Der Austausch mit den anderen „Herbstlesern“ ist schließlich immer einer der nettesten Aspekte dieser Aktion, und wenn es einen zentralen Ort gibt, an dem alle Links gesammelt werden, geht das am besten.

Für meinen Herbstlesen-Oktober habe ich mir neben dem Reread der October-Daye-Reihe wieder einige Brettspielstunden mit meinem Mann vorgenommen. Wir haben so viele Brettspiele, die wir im Sommer nicht spielen konnten, dass wir damit vermutlich an den Wochenenden ganz gut beschäftigt sein werden. Außerdem knoble ich gerade an der „perfekten“ Sockenform für mich und werde vermutlich (wie schon in den vergangenen Monaten) sehr viel Zeit mit Sockenstricken und – aufribbeln beschäftigt sein. *g*

In diesem Jahr geht es mit dem Herbstlesen 2020 wieder am 3. Oktober los (der diesmal auf einen Samstag fällt), und der letzte Herbstlesen-Tag wird der 31. Oktober sein (der ebenfalls ein Samstag ist). Ich würde mich freuen, wenn ihr euch mir wieder anschließen mögt, und bin schon neugierig darauf, womit ihr euch die Wochenenden im Oktober „schön und erholsam“ gestaltet.

Jim Hines: Tamora Carter – Goblin Queen

„Tamora Carter – Goblin Queen“ von Jim Hines wird offiziell erst am 15. September veröffentlicht, aber da ich mich an dem Kickstarter beteiligt hatte, mit dem das Buch finanziert wurde, habe ich den Titel schon im August lesen können. Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht der zwölfjährigen Tamora Soo-jin Carter, deren bester Freund Andre Steward vor einiger Zeit verschwunden ist. Niemand weiß, was Andre zugestoßen ist, es scheint keinen Grund zu geben, wieso er von Zuhause hätte fortlaufen sollen, aber Anzeichen für eine Entführung gibt es eigentlich auch nicht. Tamora leidet sehr darunter, dass sie nicht weiß, was aus Andre geworden ist, und nur ihr Roller-Derby-Training lenkt sie etwas von ihren Sorgen ab – bis sie eines Abends hinter der Sporthalle über ein paar Goblins stolpert. Doch nicht nur Goblins, sondern auch noch weitere fantastische Kreaturen tauchen in den folgenden Tagen in der kleinen Stadt Dearborn in Michigan auf. Je mehr Tamora über diese ungewöhnlichen Wesen lernt, desto mehr wächst in ihr der Verdacht, dass diese Kreaturen etwas mit dem Verschwinden von Andre und zwei weiteren Schülern zu tun haben könnten. Gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Mac und Karina Lord, deren Bruder Kevin zur selben Zeit verschwunden ist wie Andre und die dritte entführte Jugendliche, Elizabeth O’Neil, macht sich Tamora daran, ihren Freund zu suchen.

Es gibt so viele Elemente, die ich an „Tamora Carter – Goblin Queen“ einfach großartig fand. So hat Jim C. Hines für dieses Jugendbuch nicht die Perspektive des Teenagers, der in eine fantastische Welt gerät und dort Abenteuer erlebt, gewählt, sondern die einer Person, die zurückbleibt und sich fragt, was mit ihrem besten Freund passiert ist. Tamora, ihre Familienmitglieder und all die anderen Charaktere, die in dem Roman vorkommen, sind von dem Autor wunderbar realistisch und liebenswert dargestellt worden. Tamora ist tapfer und hilfsbereit, aber definitiv nicht fehlerfrei, ihr vierzehnjähriger Bruder Mac ist ein großteils non-verbaler Autist, und wenn man davon absieht, dass er schnell von all den fantastischen Ereignissen rund um seine Schwester gestresst wird und am liebsten über ein Tablet kommuniziert, hindert ihn dies nicht daran, eine große Rolle bei der Rettung von Andre und den anderen zu spielen. (Jim C. Hines hat dazu angemerkt, dass sein eigener Sohn, der autistisch ist, das Manuskript mehrfach gelesen hat, bevor es veröffentlicht wurde.) Mir gefiel auch das Verhältnis zwischen Tamora und ihrem Vater, denn auch wenn sie beide es manchmal ein wenig damit übertreiben, wenn sie den anderen beschützen wollen, so vertrauen sie sich doch gegenseitig. Dies führt dazu, dass Tamoras Vater im Laufe der Handlung nicht zu einem Hindernis wird, das mit allen Mitteln umgangen werden muss (wie man es sonst so oft bei Kinder- und Jugendbüchenr erlebt), sondern zu einem Verbündeten im Kampf gegen die übernatürlichen Widersacher.

Außerdem schreckt der Autor nicht davor zurück, seine Charaktere in Gefahr zu bringen und sie wirklich schwierige Entscheidungen treffen zu lassen, wobei die heftigeren Szenen aber immer – passend für eine Geschichte für Kinder und Jugendliche – durch humorvolle Elemente und Dialoge aufgelockert werden. Ich mochte es auch sehr, wie Jim C. Hines all die fantastischen Geschöpfe mit den Herausforderungen umgehen ließ, die das moderne Amerika für sie bereithält, und wie sie ihr Kampfverhalten an all die unvertrauten Gegner angepasst haben, mit denen sie sich im Laufe der Geschichte auseinandersetzen müssen. Die eine oder andere Entwicklung in der Handlung ist zwar etwas vorhersehbar (selbst wenn man nicht wissen sollte, dass man es hier mit einer Variante von „Portal Fantasy“ zu tun hat), aber das hat mich nicht gestört, weil ich die ganze Zeit so gespannt war, wie Tamora mit all diesen Entdeckungen und für sie überraschenden Elementen umgehen wird. Eine weitere Sache, über die ich mich sehr beim Lesen gefreut habe, ist die Tatsache, dass Tamora Roller Derby spielt und der Autor so immer wieder stimmige Szenen eingebaut hat, in denen das Mädchen Taktiken und Fertigkeiten, die es für diesen Sport gelernt hat, beim Kampf gegen all die übernatürlichen Wesen einbringt. (Für diejenige, die sich wundern, dass auf dem Cover ein Hockeyschläger zu sehen ist: Auch der kommt in der Geschichte vor, auch wenn er natürlich beim Roller Derby keine Rolle spielt. 😉 )

Mir hat das Lesen von „Tamora Carter – Goblin Queen“ rundum Spaß gemacht, ich habe mit den Charakteren gebangt, ich habe ein wenig um diejenigen, die Opfer des Krieges wurden, getrauert und ich habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich beim Lesen vor mich hinkicherte. Schon bei den Prinzessinnen-Büchern hatte Jim C. Hines gezeigt, dass er ein Händchen für eine ungewöhnliche Neuinterpretation von Märchenthemen hat, und hier hat mir seine erfrischende Sicht auf klassische Märchen- und Fantasyelemente ganz besonders gut gefallen. Und während ich normalerweise sehr glücklich damit bin, wenn ich ausnahmsweise mal einen Einzelband erwische, so habe ich mir hier nach dem Lesen gewünscht, dass der Autor irgendwann noch einmal zu Tamora und ihren Freunden zurückkehren wird. Ich wüsste gern, was aus all den fantastischen Wesen, die es nach Michigan verschlagen hat, langfristig geworden ist, ich möchte mehr von der Bibliothekarin Miss Pookie lesen, ich will wissen, wie es Andre und den anderen beiden ergeht, nachdem sie den Weg zurück nach Hause gefunden haben, und natürlich bin ich den Entführern gegenüber misstrauisch und glaube nicht, dass sie sich endgültig geschlagen gegeben haben. Es ist selten der Fall, dass ich eine Geschichte so wenig loslassen mag und – trotz eines wirklich befriedigenden Endes – noch so viele Fragen habe, die ich gern vom Autor beantwortet hätte.

Melinda Salisbury: Hold Back the Tide

Eine kleine Warnung vorweg: Wer zu einem Jugendbuch greift, weil er ein garantiertes Happy End für alle Charaktere lesen möchte, der sollte von „Hold Back the Tide“ vielleicht die Finger lassen. Allen anderen Lesern hingegen würde ich diese wirklich sehr gut geschriebene Horror-Geschichte von der Autorin Melinda Salisbury sehr ans Herz legen. Die Handlung wird erzählt aus der Sicht von Alva, die gemeinsam mit ihrem Vater in einem kleinen Ort in den schottischen Bergen lebt. Von Anfang an wird man von Alva darüber informiert, dass ihr Vater vor sieben Jahren ihre Mutter umgebracht hat, als das Mädchen mitten in der Nacht von lauten Stimmen und dem Geräusch von Schüssen und klirrendem Glas aufwachte. Aber da nie eine Leiche gefunden wurde, geht ihr Vater weiterhin unbehelligt seiner Aufgabe als Hüter des örtlichen Lochs nach, während die Dorfbewohner die kleine Familie so weit wie möglich schneiden.

Ebenso steht von Anfang an fest, dass Alva in den vergangenen Jahren alles getan hat, um eine Flucht aus ihren Heimatort vorzubereiten, und nun endlich hat sie Geld und die notwendige Ausrüstung für eine längere Reise beisammen und einen Arbeitsplatz in einer weiter entfernt liegenden Stadt in Aussicht. Alles, was sie noch organisieren muss, ist eine Reisemöglichkeit, die sie schnell genug aus dem Dorf entfernt, damit ihr Vater sie nicht wieder zurückholen kann. Doch bevor Alva ihre Flucht antreten kann, passieren unerwartete und unheimliche Dinge im Ort, und in der jungen Frau keimt der Verdacht auf, dass das radikale Sinken des Pegels des Lochs eine der Ursachen für all die Veränderungen sein könnte. Mehr möchte ich gar nicht zum Inhalt dieser Geschichte sagen, denn ich finde, man sollte sich möglichst unvoreingenommen auf Alva, ihre Erzählweise und ihre Erlebnisse einlassen, um die Handlung rundum genießen zu können.

Einige Entwicklungen kann man in „Hold Back the Tide“ zwar schon recht früh vorhersehen, aber das stört überhaupt nicht, weil die Figuren und die Atmosphäre in dieser Geschichte einen wirklich gefangen nehmen. Dieses abgeschiedene Dorf inmitten der schottischen Berge ist die perfekte Kulisse für einen solchen Horrorroman, und die Monster, die im Laufe der Handlung auftauchen, werden durch ihre Verbindung zum Loch zu einer ganz eigenen und ungewöhnlichen Variante eines bekannten Monstertypus. Ich mochte auch die verschiedenen Charaktere, die man im Laufe der Handlung kennenlernt, sehr gern. Die Protagonistin Alva ist zwar stellenweise fast ein bisschen zu fähig und zu gut (ebenso wie einer der anderen jugendlichen Dorfbewohner), aber sie hat trotzdem genügend Schwächen und Fehler, um eine überzeugende Erzählerin zu sein.

Obwohl das eBook nur 218 Seiten lang ist, hatte ich das Gefühl, dass sich Melinda Salisbury einige Zeit lässt, um ihre Geschichte aufzubauen, und erst nach und nach die verschiedenen Entdeckungen und unheimlichen Vorfälle einbringt. Für mich hat das vor allem dafür gesorgt, dass ich – wann immer ich das Buch aus der Hand legen musste – mit meinen Gedanken immer wieder zu Alva und den Ereignissen in ihrem Heimatort geschweift bin. Ich mag es sehr, wenn mich eine Geschichte nicht so recht loslässt und ich immer wieder dahin zurückkehre. Außerdem fand ich (als jemand, der selten zu Horrorgeschichten greift,) die Darstellung der Kreaturen aus dem Loch ausgewogen genug, dass ich um Alva und all die anderen Charaktere zwar gebangt, aber dieses Unbehagen nicht mit in meinen Alltag genommen habe. Wer also mit dem Wissen leben kann, dass die Geschichte nicht für alle Beteiligten gut ausgeht, und Lust auf einen ruhig erzählten und atmosphärischen Horrorroman hat, der (vermutlich) Ende des 19. Jahrhunderts in der Abgeschiedenheit schottischer Berge spielt und gut geschriebene, stimmige Charaktere aufzuweisen hat, der sollte definitiv einen Versuch mit „Hold Back the Tide“ wagen.

September-SuB 2020

Erst eine Hitzewelle, dann ein familiärer Notfall – viel gelesen habe ich im August aufgrund dieser Umstände wirklich nicht … Im Moment habe ich keine Ahnung, wie sich der September entwickeln wird, aber ich hoffe sehr, dass ich bald wieder in die Nähe meines SuBs komme. Der ist in den vergangenen Wochen nämlich doch ein Bisschen gewachsen und ich würde ihn im Herbst gern wieder etwas schrumpfen lassen. 😉

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  3. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  4. Hanna Alkaf: The Girl and the Ghost
  5. Sophie Anderson: The Girl Who Speaks Bear
  6. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  7. Dean Atta: The Black Flamingo
  8. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  9. Kalynne Bayron: Cinderella is Dead
  10. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  11. Diana Biller: The Widow of Rose House
  12. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  13. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
  14. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  15. Rhys Bowen: Naughty in Niece (Royal Spyness 5)
  16. Rhys Bowen: The Twelve Clues of Christmas (Royal Spyness 6)
  17. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  18. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  19. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  20. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  21. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  22. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  23. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  24. Stephanie Burgis: The Princess Who Flew with Dragons
  25. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
  26. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  27. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  28. Soman Chainani: Quests for Glory (The School for Good and Evil 4)
  29. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  30. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  31. Helen Corcoran: Queen of Coin and Whispers
  32. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  33. Louise Erdrich: The Birchbark House
  34. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  35. Jonna Gjevre: Arcans Unraveled
  36. Jasmine Gower: Moonshine
  37. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  38. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  39. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  40. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  41. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  42. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  43. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  44. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  45. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  46. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  47. Rachel Hartman: Seraphina
  48. Michelle Harrison: A Sprinkle of Socery
  49. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  50. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  51. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  52. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  53. Tanya Huff: Valor’s Choice (Confederation Novel 1)
  54. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  55. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  56. Leah Johnson: You Should See Me in a Crown
  57. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  58. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  59. Diana Wynne Jones: Power of Three
  60. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  61. Celine Kiernan: Geisterpfade
  62. Celine Kiernan: Königspfade
  63. Celine Kiernan: Begone the Raggedy Witches (The Wild Magic Trilogy 1)
  64. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  65. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  66. R. F. Kuang: The Poppy War
  67. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  68. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  69. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  70. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
  71. Seanan McGuire: Night and Silence (October Daye 12)
  72. Seanan McGuire: The Unkindest Tide (October Daye 13)
  73. Seanan McGuire: Middlegame
  74. Robin McKinley: Sunshine
  75. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  76. Kelly Meding: Stray Magic
  77. Kelly Meding: Stray Moon
  78. Kate Milford: The Boneshaker
  79. Kate Milford: Bluecrowne
  80. Maya Montayne: Nocturna
  81. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  82. Bishop O’Connell: The Stolen
  83. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  84. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  85. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  86. Natalie C. Parker: Seafire
  87. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  88. C.E. Polk: Witchmark (Kingston Cycle 1)
  89. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  90. Philip Reeve: Larklight
  91. Kat Richardson: Labyrinth (Greywalker 5)
  92. Kat Richardson: Downpour (Greywalker 6)
  93. Kat Richardson: Seawitch (Greywalker 7)
  94. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  95. John Scalzi: Fuzzy Nation
  96. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  97. Barbara Sleigh: Carbonel
  98. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  99. Robin Stevens: A Spoonful of Murder (A Murder Unladylike Mystery 6)
  100. Robin Stevens: Death in the Spotlight (Murder Most Unladylike 7)
  101. Robin Stevens: Top Marks for Murder (Murder Most Unladylike 8)
  102. Robin Stevens: Death Sets Sail (A Murder Most Unladylike 9)
  103. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  104. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  105. Charles den Tex: Die Zelle
  106. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  107. Sarah Tolcser: Song of the Current
  108. Tiffany Trent: Unnaturalist
  109. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  110. Renee Watson: Piecing Me Together
  111. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  112. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  113. Amy Wilson: Snowglobe
  114. Katherine Woodfine: The Jewelled Moth (The Sinclair’s Mysteries 2)
  115. Katherine Woodfine: The Painted Dragon (The Sinclair’s Mysteries 3)
  116. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  117. Xinran: Gerettete Worte
  118. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes
  119. Ibi Zoboi: Pride

112 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Was schön war (6)

In diesem Jahr gab es bislang viel zu wenig „Was schön war“-Beiträge auf diesem Blog, obwohl ich mir doch so viele schöne Dinge vorgenommen hatte. Ich fürchte, dass ich all die geplanten Ausflügen wohl eher auf das kommende (oder gar das übernächste?) Jahr schieben werde, denn selbst wenn die Temperaturen in den kommenden Wochen wieder erträglich werden, so gibt es in der Nachbarstadt Offenbach gerade das deutschlandweit höchste Neuaufkommen an Covid-19-Erkrankungen und die Straßenbahn, die wir hauptsächlich nutzen, um aus unserem Viertel zu kommen, pendelt nun einmal zwischen Offenbach und Frankfurt hin und her. Deshalb verzichten ich lieber weiterhin auf die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs, wenn es irgendwie geht …

Aber auch ohne Ausflüge und große Erlebnisse gibt es ja schöne Tage, und nachdem ich gestern Abend dasaß und mir durch den Kopf ging, dass ich diesen Samstag wirklich genossen habe, dachte ich mir, dass es vielleicht doch mal wieder Zeit für einen „Was schön war“-Beitrag wäre. 😉

Zum ersten Mal seit Wochen die Nacht durchgeschlafen
und nach dem ersten (sehr späten) Aufwachen
noch bis zum Mittag im Bett gedöst.

Mit dem Ehemann den Nachmittag über
gemeinsam gepuzzelt und nach fast drei Wochen
endlich das Puzzle beendet
und dabei sehr viel Spaß gehabt.

Sputniks mit Ketchup und Parmesan und Mamas uralten Goldrand-Tellern – Kindheit pur! *g*

Nachdem wir vor ein paar Tagen festgestellt hatten,
dass wir beide Lust auf Nudeln mit Ketchup hatten,
gab es nach sehr, sehr langer Zeit mal wieder
„Kindheitsessen“. 😉

So ganz …

… bin ich nach meiner sommerlichen Auszeit noch nicht wieder beim Bloggen angekommen. Ich habe mehrere Rezensionen im Entwurfsordner, aber keine davon ist soweit, dass ich sie veröffentlichen könnte. Und da mein Kopf gerade zwischen „zu viele Gedanken“ und „Ablenkung gesucht“ schwankt, klappt es mit dem Schreiben auch nicht so recht. Um mich selbst ein bisschen herauszufordern, gibt es hier mal eine Liste mit Rezensionen, die ich eigentlich gern im August noch schreiben (und veröffentlichen) würde:

1. T. Kingfisher: A Wizard’s Guide To Defensive Baking
2. Michelle Harrison: A Pinch of Magic
3. Jim C. Hines: Tamora Carter – Goblin Queen
4. Tuula Karjalainen: Tove Jansson – Work and Love (wenn ich den endlich mal die letzten Kapitel lesen würde)

Drei sehr unterschiedliche fantastische Kinder- bzw. Jugendbücher (und eine Biografie), die mir alle sehr gut gefallen haben, obwohl ich keins davon besonders zügig durchgelesen habe. Was das Lesen selber angeht, so kann ich immerhin vermelden, dass das wieder klappt! Genau genommen habe ich von Dienstagnachmittag bis jetzt (Donnerstag ca. 18 Uhr) um die 1200 Seiten gelesen, wobei ich zugeben muss, dass ich gerade die (zum Glück nicht so häufigen) Sexszenen der Hidden-Legacy-Reihe nur querlese, weil ich definitiv mehr Lust auf Action, Monster und Magie habe). Lustigerweise habe ich erst nach dem Lesen des zweiten Teils festgestellt, dass mein Zeitpunkt für diesen Reihe-Reread geradezu perfekt ist, da der fünfte Band „Emerald Blaze“ in wenigen Tagen veröffentlicht wird. So kann ich die Fortsetzung direkt nach Erscheinen lesen und habe noch frische Erinnerung an all die Ereignisse und Intrigen, die in den vorhergehenden Romanen passiert sind. 😉

Lese-Sonntag im August 2020

Aufgrund von technischen Problemen scheint mein Blog gerade unter den Beiträgen keine Kommentare anzuzeigen, allerdings kann ich die Kommentare im Dashboard lesen und beantworten. Ich weiß nicht, wie viel Sinn unter diesen Umständen ein Lese-Sonntag macht, aber immerhin kann ich hier eventuelle Mitleser.innen verlinken und wir können uns auf deren Blogs dann in den Kommentaren austauschen …

Der dritte Sonntag im August und somit Lese-Sonntag und das bei frühmorgendlichen Temperaturen von 28 Grad in der Wohnung … Weshalb ich davon ausgehe, dass bei mir nicht viel gelesen wird, weil ich einfach viel zu müde und unkonzentriert dafür bin. Im gesamten Monat bin ich bis jetzt gerade mal auf 462 gelesene Seiten gekommen und 176 Seiten davon gehörten zu einem Manga. *g* Stattdessen werde ich den Tag mit Videospielen („Animal Crossing – New Horizons“ und „Final Fantasy XII – The Zodiac Age“), Hörbuch oder Musik hören, Mittagsschlaf (hoffentlich klappt das heute!) und Serien oder Filme gucken verbringen. In den Tag gestartet bin ich bei Sonnenaufgang, damit ich die vordere Hälfte der Wohnung verdunkeln konnte, und dann habe ich mich ein paar Minuten an mein aktuelles Puzzle gesetzt. Selbst frühmorgens ist es in der Wohnung in den vergangenen Tagen so warm gewesen, dass ich nur einige Minuten puzzeln kann. Aber immerhin habe ich so länger etwas von diesem Puzzle, das ich vor zwei Wochen angefangen habe und bei dem ich schon „sehr weit“ gekommen bin … 😉

… und ich habe ein leichtes Platzproblem, so dass all die Teile, von denen ich genau weiß, dass ich sie fast anlegen kann, mitten im Puzzle liegen. 😉

Update 11:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich noch ein bisschen rumprobiert, um herauszufinden, woran das Problem mit den Kommentaren liegen könnte. Ich habe einige Sachen ausschließen können, aber keine Ursache gefunden, die in meiner Hand liegt. So etwas treibt mich in den Wahnsinn und meine Zündschnur ist dank des aktuellen Wetters eh ziemlich kurz …

Nachdem mein Mann aufgestanden war, haben wir noch ein bisschen gemeinsam gepuzzelt (am oberen Rand haben wir so einige Baumstämme anlegen können :D) und gegen neun Uhr ging es dann zu „Animal Crossing“. Sonntag ist ja immer der Tag, an dem wir uns mit mehreren anderen Leuten austauschen, um den günstigsten Rübenpreis für den Einkauf nutzen zu können. Außerdem habe ich mir ein paar Komplimente von meinen Nachbarn anhören dürfen – das finde ich immer ganz besonders nett. 😉 Bevor es noch heißer in der Wohnugn wird, sollte ich aber jetzt endlich das Geschirr vom Abendessen abwaschen …

Update 13:30 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich das Geschirr abgewaschen, so noch ein bisschen im Haushalt rumgewuselt und habe mir mein Frühstück gemacht. Beim Essen habe ich sogar ein bisschen gelesen, wenn auch vor allem, weil mein Mann gerade einen Film schaut und ich so nicht selber etwas gucken konnte. Immerhin habe ich so zwei weitere Kapitel in „Alfie Bloom and the Talisman Thief“ von Gabrielle Kent gelesen. Ich mag auch den zweiten Teil der Alfie-Bloom-Reihe sehr und bin sehr froh, dass die Geschichte es auch verträgt, wenn ich sie mal für eine Woche zur Seite lege. Ich glaube, ich habe noch nie zuvor so lange für gerade mal 140 Roman-Seiten benötigt und dabei habe ich die Hälfte noch vor mir. *g* Bevor ich mir meine nächste Tätigkeit suche, flitze ich erst einmal bei Natira vorbei, die heute auch mitliest und dann gönne ich mir einen Mittagsschlaf (was auch den Vorteil hat, dass mein Mann dann wohl seinen Film beendet hat, wenn ich wieder aufwache). 😉

Update 16:15 Uhr

Ich habe bis ungefähr 15 Uhr geschlafen und hätte ehrlich gesagt noch mehr Schlaf gebrauchen können, da das Einschlafen heute ziemlich lange dauerte. Da ich aber aus Erfahrung weiß, dass ich nachts (noch mehr) Schlafprobleme habe, wenn ich gerade zu weit in den Nachmittag meinen „Mittagsschlaf“ halte, bin ich lieber aufgestanden. Mein Mann war noch mit seinem Film beschäftigt, also habe ich mir Kopfhörer aufgesetzt und etwas bei Youtube gestöbert. Ich schaue gerade überraschend gern alte (und aktuelle, aber davon gibt es nicht so viel,) Reden von Obama – irgendwie habe ich ein sehr großes und so gar nicht überraschendes Bedürfnis mal einen intelligenten und humanen Politiker reden zu hören. Etwas, was mir in den vergangenen Jahren immer seltener untergekommen ist. Ich habe das Gefühl, dass die (erschreckend wenigen) vernünftigen Politiker, die noch aktiv sind oder gerade in der Politik Fuß fassen, recht wenig Öffentlichkeit bekommen … Jetzt aber zieht es mich erst einmal nach Ivalice, wo ich ein paar Monster jagen und eine königliche Grabstätte plündern werde. 😉

Update 19:00 Uhr

Meine Monsterjagd habe ich geschafft (genau genommen habe ich mir einen „MOB“ vorgenommen, bei dem ich ohne Walkthrough nie herausfinde, wie ich das Monster aus der Reserve locken kann, um es zu besiegen), aber zur königlichen Grabstätte bin ich noch nicht gekommen. Vielleicht schaue ich mich da später am Abend noch um … *g* Da ich bei dem Wetter definitiv keine Lust aufs Kochen habe und wir seit Wochen indisches Essen bestellen wollen, hatten wir für heute Lieferessen geplant.

Dummerweise haben wir es (schon wieder) geschafft unsere Pläne so zu machen, dass das indische Restaurant, bei dem wir bestellen wollten, nicht lieferte. Sie haben heute den gesamten Tag geöffnet, aber geliefert wird nicht. Ich wünschte, die Lieferzeiten wären auf der Homepage und dem Flyer besser ersichtlich, dann hätten wir nicht auf mittelgute Lieferpizza zurückgreifen müssen, obwohl ich von drei verschiedenen Sorten Naan träumte. Immerhin war die Pizza heute nicht so schlecht belegt und gebacken und sogar warm, als sie ankam – das war beim letzten Mal definitiv nicht der Fall. Zum Essen gab es die letzte Folge der aktuellen Staffel von „Somebody Feed Phil“ (dieses Mal in Montreal), die für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Sterneessen und zu wenig Streetfood beinhaltete. Aber grundsätzlich mögen wir beide die Serie sehr und denken jedes Mal, dass wir uns doch eine kulinarische Weltreise gönnen sollten (also gleich nach dem Lottogewinn 😉 ). Wir heben uns die einzelnen Folgen immer sehr auf und diese aktuelle Staffel hatte nur fünf Folgen, so dass wir uns die in den letzten Wochen als „Sonntagsentspannung“ aufgehoben hatten.

Update 21:30 Uhr

Die Zeit seit dem Essen ging mit online rumsurfen und unterhalten drauf (anscheinend sind die aktuellen Kommentare meines Blogs über den Feedreader zu lesen, auch wenn sie weder abonnierbar, noch auf dem Blog selber sicht bar sind) und dann habe ich noch ein bisschen das Feuerwerk in „Animal Crossing“ genossen, das es an jedem Sonntagabend im August gibt. Außerdem wollte ich noch ein bisschen Tauchen – das finde ich besonders hübsch, wenn das Meer vom Feuerwerk erhellt wird.

Da ich ziemlich müde bin, war es das hier auch für mich. Es war nett mit Natira den Tag zu verbringen, auch wenn ich wirklich gern wüsste, wie ich morgen die Kommentarprobleme in Angriff nehmen kann … Aber immerhin haben wir es heute hinbekommen (wenn auch über drei Ecken, wie Natira es so passend auf ihrem Blog beschrieb), dass wir uns hier etwas austauschen konnten und das war sehr schön! 🙂 Ich hoffe sehr, dass die kommende Woche für uns alle etwas kühler und erholsamer wird und so langsam mal der Strom an schlechten Nachrichten (aus aller Welt) etwas abreißt!

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Heutige Mitleserin:

Natira

Technische Probleme

Ich habe keine Ahnung, was die Ursache dafür ist (vielleicht das WP-Update, das es in den letzten Tagen gab?), aber ich kann gerade keine Kommentare unter meinen Beiträgen auf dem Blog sehen. Genau genommen kann ich die Kommentare im Dashboard lesen und beantworten, aber nicht auf dem Blog … Auch über das Smartphone meines Mannes wird nur angezeigt, dass es Kommentare gibt, aber nicht die Kommentare selber.

Ich weiß nicht, wie ich das wieder in Ordnung bringen kann oder ob ich das überhaupt in Ordnung bringen muss, weil es vielleicht nur ein Blog-Schluckauf ist, der von selber wieder verschwindet. Aber wenn das also morgen immer noch so sein sollte, hat es wohl wenig Sinn, wenn der Lese-Sonntag über meinen Blog läuft, wenn niemand von uns die Kommentare unter dem dementsprechenden Beitrag sehen kann …

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Nachtrag: Okay, die verschwundenen Kommentare lagen daran, dass mein Theme nicht auf dem aktuellsten Stand war. Da ich das von einer Freundin netterweise mitbenutzen darf, musste sie erst einmal die aktuelle Version kaufen und bei mir installieren, damit die Kommentare wieder auftauchten. So hat sie dann auch festgestellt, dass dieses Theme nur ein Jahr lang nach Kauf aktualisiert wird. Ich sollte also bis zum August 2021 besser die Augen nach einem Theme aufhalten …