Schlagwort: Fantasy

Zoe Chant: Librarian Bear (Virtue Shifters 2)

„Librarian Bear“ von Zoe Chant (C.E. Murphy) ist der zweite Teil der Virtue-Shifters-Serie, und nachdem ich den ersten Band, „Timber Wolf“, im vergangenen Jahr als so wohltuend und erholsam empfand, hatte ich den zweiten Teil vorbestellt, sobald die Autorin ihn auf Twitter angekündigt hatte. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Sarah und Matthew erzählt. Sarah ist die Leiterin der Bibliothek in Virtue und hat für einen Monat einen Archivar finanziert bekommen, der die alten Unterlagen ordnen soll, die in den Tiefen der Bibliothek aufbewahrt werden. Dieser Archivar ist der Bären-Gestaltwandler Matthew, der den Job in Virtue als Überbrückung nutzen will, bis er in wenigen Wochen seinen Traumjob in Chicago antreten wird.

Beide Charaktere fühlen sich von Anfang an zueinander hingezogen und zeigen dies ihrem Gegenüber auch. Dabei wird in jeder Szene deutlich, dass die beiden die Grenzen des anderen respektieren und alles dafür tun, damit sich der andere nicht unwohl mit der gezeigten Aufmerksamkeit fühlt. Ich liebe diesen freundschaftlich-respektvollen Umgang, den die Figuren in den Virtue-Shifter-Romanen miteinander pflegen, und wünschte mir wirklich, dass mehr Autorinnen kapieren, dass Charaktere, die miteinander reden und sich (relativ) langsam aneinander annähern nicht nur romantisch, sondern auch sexy sein können. Das große Hindernis in dieser sich anbahnenden Beziehung besteht in der Tatsache, dass Matthew ja nur für einen Monat in Virtue ist. Was mich als „Problem“ für eine Liebesgeschichte gestört hätte, wenn Matt und Sarah nicht im Laufe der Handlung darüber reden würden, ob sie sich auch eine Fernbeziehung vorstellen könnten.

Außerdem gibt es noch eine Landerschließungsfirma, die in Virtue Fuß fassen und dafür die Ranch von Rachels Freundin enteignen lassen will. Um dieser Firma Einhalt gebieten zu können, muss Sarah eine Abschrift des Gründungsdokuments der Stadt finden (ich hoffe, dass das mehr Sinn ergibt, wenn man sich mit US-Recht auskennt 😉 ), was natürlich den beiden Charakteren viel Zeit gibt, um gemeinsam in Archiven zu wühlen. Dieser Handlungsstrang führt dazu, dass sich Sarah und Matt mit der Geschichte der Stadt und den Besonderheiten einiger Einwohner beschäftigen müssen. So kommt es, dass der Gestaltwandler-Anteil der Reihe in „Librarian Bear“ eine entscheidende Rolle spielt, während er in „Timber Wolf“ nur ein amüsantes, aber definitiv nicht notwendiges Element war. So fühlt es sich an, als ob die Autorin in diesem Band mehr in ihrer Urban-Fantasy-Welt angekommen wäre, was mir gut gefallen hat.

Wenn ich etwas an „Librarian Bear“ kritisieren müsste, dann wäre es die unglaublich umfassende Kompetenz von Sarah. Sie ist nicht nur eine hervorragende Bibliothekarin, die nebenbei eine tägliche Kinderbetreuung in ihrer Bibliothek aufgebaut hat, das örtliche Jugendtheater mit Kostümen versorgt und diverse gemeinnützige Organisationen leitet, sondern sie näht auch all ihre Kleidung perfekt selbst und wartet und repariert ihr altes Auto. Trotzdem hat sie nebenbei noch genügend Zeit, um mit Matt stundenlang alte Papiere zu durchwühlen und die alteingesessenen Familien abzuklappern und auszufragen. Das war alles ein bisschen viel und nur deshalb erträglich, weil diese Protagonistin trotz allem überraschend sympathisch war. Außerdem lese ich solche Romane nicht für ihren Realismus, sondern für ihre wohltuende Wirkung, und so konnte ich über die überperfekte Sarah hinwegsehen und stattdessen den wunderbaren Umgang der beiden Hauptfiguren miteinander und die amüsanten kleinen Szenen zwischen diesen beiden Charakteren und all den Nebenfiguren genießen.

Radiya Hafiza: Rumaysa

In den letzten Tagen wusste ich nicht so recht, auf welche Art von Geschichte ich eigentlich Lust hätte. Also habe ich testweise ein paar Bücher angelesen und bei „Rumaysa“ bin ich direkt nach den ersten Absätzen hängengeblieben. Ich mochte die ungewöhnlichen Märchenvarianten, die Radiya Hafiza in „Rumaysa“ erzählt, so sehr, dass ich mir die Geschichten eigentlich einteilen wollte – nur um dann doch immer wieder zum Buch zu greifen, um nur noch ein weiteres kleines Kapitel zu lesen. Genau genommen greift die Autorin die Märchen von „Rapunzel“, „Aschenputtel“ und „Dornröschen“ auf und spinnt daraus ganz eigene Geschichten mit starken und selbstbewussten Protagonistinnen, die Hijab tragen und das Fastenbrechen feiern, die keine Prinzen benötigen, die sie retten, sondern einfallsreich sind. Dabei ist die titelgebende Rumaysa nicht nur die erste Person, deren Geschichte in diesem Buch erzählt wird, sondern sie spielt auch eine wichtige Rolle im Leben der anderen beiden Protagonistinnen (Cinder)Ayla und (Sleeping) Sara.

Jede der drei Geschichten beginnt nicht nur mit dem klassischen „Once upon a time“-Anfang, sondern sie bieten auch sonst eine durchgehende Märchenatmosphäre. Zusätzlich gibt es aber so viele amüsante Momente und überraschende Wendungen, dass es sich immer wieder anfühlte, als ob ich die vertrauten Geschichten ganz neu entdecken dürfte. Es war so wunderbar zu lesen, wie sich Rumaysa selbst aus ihrem Turm rettet und wie sie im Anschluss an dieses erste Abenteuer anderen Mädchen zur Seite steht, die dringend Hilfe benötigen. Ich mochte es so sehr, dass der Fokus der Autorin nicht darauf lag, dass die Protagonistinnen ihren jeweiligen Prinzen bekamen, sondern dass sie Freunde fanden und einen Weg, um ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben zu führen.

„I’m looking for someone – a princess. Have you seen her?“
„No, I’m the only one here,“ Rumaysa replied tersely.
It was quiet for a moment. „Right, OK. Guess I’ll go, then.“
Rumaysa heard an odd whoosh in the air and then silence. She let out a breath of relief – the boy must have gone.
As she restarted her climb, she muttered, „When I need someone to break me out, no one shows for years and years. But the night I’m hanging from a sky-high tower, then some boy wants to show up.“ (Rumaysa, Seite 46)

Keine der Protagonistinnen schafft es allein, sich gegen die Widrigkeiten in ihrem Leben zu behaupten, aber sie brauchen keinen „Prinzen“, um ihre Situation zu verbessern, sie finden Freunde, die ihnen zur Seite stehen – und das ist so viel schöner zu lesen. Wie so oft bei solchen Geschichten gefielen mir vor allem die kleinen Momente, in denen zwei Freundinnen sich über ihren Tag austauschen, in denen gemeinsam gegessen wird oder in denen den Protagonistinnen bewusst wird, dass ihnen mehrere Alternativen offen stehen. Der einzige Kritikpunkt, den ich an „Rumaysa“ finden kann, besteht in dem relativ abrupten – und für Rumaysa offenen – Ende des Buches. Es wäre schön gewesen, wenn die Autorin auch für diese Figur einen runden Abschluss gefunden hätte. Aber ich hoffe, dass dies bedeutet, dass Radiya Hafiza noch weitere Märchen neu-erzählen wird, auch wenn ich bislang noch keinen Hinweis auf eine weitere Veröffentlichung gefunden habe.

Erwähnen sollte ich auch noch, dass es in dem Buch mehrere Illustrationen von Rhaida El Touny gibt und auch wenn ich nicht alle Bilder gleichermaßen mochte, so vertiefen sie doch die Atmosphäre des jeweiligen Märchens. Besonders gefielen mir die kleinen Zeichnungen über den Kapitelanfängen – vor allem die von der Eule Zabina, die einfach bezaubernd zerzaust aussieht. Aber auch die Ballszene mit den vielen unterschiedlichen Kleidungsstilen fand ich wunderbar, gerade weil Rumaysa dort mit ihrem Hijab so gut hineinpasst. Insgesamt fand ich die Illustrationen zwar nicht ganz so umwerfend wie die von Lydia Corry in „Eight Princesses and a Magic Mirror“ (was auch daran liegt, dass ihnen die Farbigkeit fehlt), aber sie haben definitiv zur märchenhaften Atmosphäre von „Rumaysa“ beigetragen.

Helen Corcoran: Queen of Coin and Whispers

Ich weiß nicht, ob es an der relativ ruhigen Erzählweise oder an der Menge an Politik und Intrigen lag, aber „Queen of Coin and Whispers“ von Helen Corcoran hat mich beim Lesen immer wieder an „The Goblin Emperor“ von Katherine Addison erinnert. Die Geschichte wird auf der einen Seite aus der Sicht der achtzehnjährigen Aurelia (Lia) erzählt, die nach langen Jahren des Wartens und Vorbereitens endlich die Krone von ihrem Onkel erbt. Als Königin will sie all die Dinge in die Hand nehmen, die ihr Onkel und ihr Großvater haben schleifen lassen, und dafür sorgen, dass die Korruption in ihrem Königreich bekämpft wird. Doch bevor sie wirklich etwas bewirken kann, muss sie erst einmal mit all den Personen fertig werden, die sich an ihre Macht klammern und alles versuchen, um die Pläne der junge Königin zu durchkreuzen. Nur zwei Menschen gibt es, denen Lia wirklich vertraut: Ihren Kindheitsfreund Matthias, mit dem sie sich schon seit vielen Jahren die Reformen ausgemalt hat, die sie vornehmen will, und die junge Xania, die für Lia die Rolle des „Whispers“ (als Leiterin von Lias Spionagenetzwerk) einnimmt.

Xanias Perspektive ist die zweite Sicht, aus der der Leser die Handlung erlebt, und so wissen wir von Anfang an, dass Xania die Position des Whispers in erster Linie annimmt, um möglichst viele Informationen über den skrupellosen und mächtigen Lord Vigrante zu sammeln. Dieser hält nicht nur alle Fäden bei Hofe in der Hand, sondern Xania ist sich auch sicher, dass er für den Mord an ihrem Vater verantwortlich ist. Als Angehörige eines niedrigen Adelshauses kann sich Xania relativ frei am Hof bewegen, und als Mitarbeiterin der Schatzkammer hat sie Einblick in die Finanzen der anderen Personen am Hofe und der wichtigsten Kaufleute des Landes, was ihr einen überraschenden Vorteil als Whispers verschafft. Auf der anderen Seite hat ihr Lia keinerlei Informationen über ihren Vorgänger und seine Agenten beschaffen können, so dass Xania von Grund auf ein neues Spionagenetzwerk aufbauen muss. Beide Frauen sind fest entschlossen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um das überschuldete Königreich auf einen besseren Kurs zu bringen, auch wenn sie hoffnungslos überfordert sind mit all den Aufgaben, die dies mit sich bringt. Dass Lia und Xania dann auch noch Gefühle füreinander entwickeln, macht die Situation definitiv nicht einfacher, denn Emotionen helfen nun einmal nicht, rationale Entscheidungen zu treffen.

Ich mochte beide Protagonistinnen sehr gern habe die Geschichte gern aus ihrer beider Sicht verfolgt. Ich fand die Liebesgeschichte zwischen den beiden jungen Frauen sehr süß zu verfolgen, weil sich diese Beziehung sehr langsam und voller Unsicherheiten (auch aufgrund des großen Machtunterschieds) aufbaut, und hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass dieser Teil der Handlung zu viel Raum einnehmen würde. Denn in erster Linie hat sich Helen Corcoran auf die Situation bei Hof, auf all die Intrigen, die Anschläge und politischen Machtspielchen konzentriert, mit denen Lia und Xania zu kämpfen haben. Dabei gibt es viele Szenen, in denen jemand (qualvoll) zu Tode kommt, die aber trotzdem überraschend gut zu lesen sind, weil sich die beiden Erzählerinnen nicht an den unappetitlichen Details festhalten, sondern sofort darüber nachdenken müssen, welche Konsequenzen das Ableben einer Person nach sich zieht. Und obwohl ich normalerweise keine Schwäche für sehr politische Fantasy habe, fand ich es hier sehr spannend mitzuerleben, wie sich Lia und Xania bei Hof behaupten und wie sie immer und immer wieder von Neuem herausfinden müssen, welche Partei welche Motive für ihr Handeln hat und mit welchen Mitteln jemand vielleicht dazu bewegt werden kann, sich auf die Seite der Königin zu stellen.

Dabei hat die Autorin auch stimmig dargestellt, dass so ein Leben natürlich Spuren bei den Beteiligten hinterlässt. Wenn man ständig von korrupten und skrupellosen Menschen umgeben ist, fällt es nicht immer leicht, die eigenen Ideale und Überzeugungen hochzuhalten, statt sich auf das Niveau seiner Gegner herabzubegeben. So muss sich zum Beispiel Lia im Laufe der Geschichte fragen, ob sie wirklich mit Argumenten und guten Absichten weiterkommt oder ob sie vielleicht doch auf Erpressung und Drohungen zurückgreifen sollte, um endlich etwas bewirken zu können. Und auch Xania muss regelmäßig feststellen, dass man nicht vor unangenehmen Überraschungen geschützt ist, nur weil man einen Menschen gut zu kennen glaubt und viele Informationen über ihn gesammelt hat. Ich mochte diesen Realismus und die Entwicklungen, die die beiden Frauen nehmen, muss aber auch zugeben, dass dies dafür sorgt, dass es für einen stimmigen Abschluss der Handlung auch kein uneingeschränktes „Happy End“ geben konnte. Dieser leicht bittere Beigeschmack am Ende hat aber mein Vergnügen an diesem Geschichte nicht geschmälert, sondern dafür gesorgt, dass ich mich umso mehr über die kleinen positiven Entwicklungen für die Figuren gefreut habe.

C. Gockel: Wolves (I Bring the Fire 1)

Ich hatte im März die Anthologie „Once Upon A Curse“ gelesen und mochte die Kurzgeschichte „Magic After Midnight“, die C. Gockel in der Anthologie veröffentlicht hatte, unglaublich gern. Also habe ich nach weiteren Titeln der Autorin gesucht und festgestellt, dass die Sammelausgabe von „I Bring the Fire“ (Band 1-3 plus 3.5) schon seit einiger Zeit in der riesigen ungelesenen Datensammlung meines eReaders ruhte. Ich gestehe, dass meine Erwartungen nach dieser einen Kurzgeschichte hoch waren und dass sie von „Wolves“ … nicht so ganz erfüllt wurden. Genau genommen bin ich nach dem Lesen des letzten Satzes dieses kurzen Romans (252 Seiten) in schallendes Gelächter ausgebrochen, weil die Geschichte so absurd endet – oder besser gesagt „nicht endet“, da man diesen ersten Teil definitiv nicht so für sich stehen lassen kann. Da ich mir aber noch nicht sicher bin, ob ich die anderen Teile noch lesen mag, und gern meine Gedanken ein wenig (öffentlich) ordnen will, gibt es hier also eine Rezension zum ersten Band. Ich kann ja ein Postscriptum an den Beitrag anhängen, wenn ich noch mehr lesen sollte.

Die Handlung wird auf der einen Seite aus Sicht der Veterinärmedizin-Studentin Amy Lewis erzählt, die gemeinsam mit ihrem kleinen Hund Fenrir zu Beginn der Ferien mit dem Auto von der Universität zu ihrer Großmutter Beatrice nach Chicago fährt. Dort will sie den Sommer über genügend Geld verdienen, um das kommende Semester zu finanzieren. Auf der langen Strecke bekommt sie ein Problem mit ihrem Auto, und statt Glück zu haben und von einem anderen Fahrer Hilfe zu bekommen, wird sie von einem Serienmörder gefunden. Doch bevor etwas Schlimmes passieren kann, kommt Amy ein unbekannter Mann zur Hilfe, der sich als Thor Odinson vorstellt. Womit wir zur zweiten Perspektive in dieser Geschichte kommen, der von Thor Loki. Loki ist nach einem Vorfall, bei dem Odin Lokis Söhne wegen Verrats in die Leere (ich vermute, dass damit Ginnungagap gemeint sein sollte) werfen lassen wollte, durch einen irrgeleiteten Zweig des Weltenbaums auf der Erde gelandet. Dank glücklicher Umstände kann Loki so Amy vor dem Serienmörder retten und bekommt damit eine Begleiterin, die sich nicht nur in der aktuellen Welt auskennt, sondern auch bereit ist, ihm immer wieder bei allen möglichen Dingen zu helfen. Denn Loki muss nicht nur eine Zeitlang auf der Erde überleben, sondern er versucht natürlich auch, seine Söhne doch noch zu retten oder – wenn sein Rettungsversuch zu spät sein sollte – Rache an Odin zu nehmen.

Das ist die Ausgangssituation, und viel mehr passiert in der aktuellen Handlung eigentlich nicht, bis es zum „mehr als offenen“ Ende kommt. Amy und Loki fahren zu Amys Großmutter, unternehmen gemeinsam mit dieser einen Ausflug zu den Elfen und … das ist es irgendwie. Wobei ich zugeben muss, dass es so einige amüsante Momente mit Loki gab, der sich mit moderner Technologie herumschlägt, denn das letzte Mal war er während des ersten Weltkriegs auf der Erde. Amy selbst ist etwas farblos gestaltet, aber ich fand Amys Reaktion auf Magie und all die anderen Dinge, die für Loki selbstverständlich sind, unterhaltsam zu lesen. Außerdem ist Amys Großmutter Beatrice eine wunderbare Figur, von der ich gern noch mehr gesehen hätte, auch wenn ihre Szenen nicht so viel zum Voranschreiten der Handlung beigetragen haben. Was Loki angeht, so gibt es immer wieder Passagen, in denen er sich an Ereignisse in der Vergangenheit erinnert, und diese waren wirklich gut zu lesen. Die Autorin beweist hier eine ungewöhnliche Sicht auf bekannte nordische Mythen, bei denen die vertraute Basis durch Lokis Perspektive und all die anderen Dinge, die er über die beteiligten Personen zu sagen hat, einen ganz neuen Dreh bekommt. Diese „Neuerzählungen“ mochte ich wirklich gern, und ich glaube ehrlich gesagt, dass C. Gockel mit der „I bring the Fire“-Serie eigentlich auch nur einen Weg suchte, um ihre Loki-Geschichten in einen (verkaufbaren?) Urban-Fantasy-Roman einzuflechten, ohne dass sie sich wirklich eine Handlung für den UF-Teil des Ganzen ausgedacht hatte.

Außerdem fühlt sich „Wolves“ definitiv nicht nach einem abgeschlossener Roman an, auch wenn er als erster Band der Serie vermarktet und verkauft wird. Die Geschichte liest sich eher wie ein sehr langer (und stellenweise sogar wirklich unterhaltsamer) Prolog, und kaum hat die Autorin die Grundvoraussetzungen ihrer Welt und die aktuelle Position ihrer Figuren dem Leser dargelegt, endet das Buch, ohne dass man das Gefühl hat, es sei wirklich etwas passiert. Ich vermute vielmehr, dass man die ersten drei Bände am Stück lesen muss, um einen „abgeschlossenen ersten Teil“ gelesen zu haben, aber ich muss gestehen, dass mich nur die Tatsache, dass ich eh schon die beiden nächsten Teile (plus die anschließende Novella) habe, überhaupt darüber nachdenken lässt, weiterzulesen. Wenn ich mir den zweiten Band dafür kaufen müsste, würde ich einfach mit den Schultern zucken und zu einem anderen Buch weiterwandern, weil es mir diese Geschichte definitiv nicht wert wäre, dafür extra Geld auszugeben. So hingegen habe ich ja die Fortsetzungen schon, und auch wenn ich erschreckenderweise so gar nicht neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung bin, so argumentiert ein Teil von mir mit „aber es war ja schon irgendwie nett und stellenweise amüsant“ fürs Weiterlesen.

Jo Spurrier: A Curse of Ash and Embers (Tales of the Blackbone Witches 1)

Ich hatte „A Curse of Ash and Embers“ gerade mal zu einem Drittel gelesen, als ich mir die im Juli erscheinende Fortsetzung der Geschichte vorbestellte, weil mir Jo Spurriers Erzählweise so gut gefiel. Der Roman ist die erste Veröffentlichung, die ich von der Autorin gelesen habe, und ich wusste nicht so recht, was mich da erwartet. Aber ich mochte den Klappentext, der davon sprach, dass die Geschichte um eine junge Hexe ging, die Gräultaten ihrer Vorgängerin aufräumen muss, und um ein junges Dienstmädchen, das bei ihr arbeitet. Genau genommen begleitet man die Handlung aus der Sicht von Elodie von dem Tag an, an dem sie den elterlichen Bauernhof verlässt, um eine Stelle als Dienstmädchen anzutreten. Elodie weiß nicht so recht, wie sie überhaupt zu dieser Stelle gekommen ist, aber sie ist froh, nicht länger unter der Obhut ihres Stiefvaters leben zu müssen. Dieser hat in den vergangenen Jahren alles in seiner Macht Stehende getan, um Elodie immer wieder einzubläuen, dass sie ungeschickt, nutz- und wertlos sei und ihm dankbar dafür sein müsse, dass er sich überhaupt um sie kümmert.

So ist Elodie zwar nicht gerade glücklich, als sie herausfindet, dass ihre neue Arbeitgeberin eine Hexe ist, aber solange sie nicht zurück zu ihrer Familie muss, ist sie erst einmal bereit, mit all den Herausforderungen, die so ein Hexenhaushalt mit sich bringt, fertig zu werden. Dabei sind die Aufgaben nicht gerade gering, denen sich Elodie stellen muss, da ihre neue Dienstherrin Aleida Blackbone erst vor wenigen Tagen mit der alte Hexe Gyssha gekämpft hat. Aleida hat in diesem Kampf zwar gesiegt, ist aber von ihrer Gegnerin mit einem Fluch belegt worden. So muss sie nicht nur mit den Folgen dieses Kampfes fertig werden, sondern auch mit all den Überresten von Gysshas schwarzer Magie, die die Bewohner der Gegend bedrohen. Dazu kommen noch ein Warlock, der sich um einen Handel betrogen fühlt, und weitere Gefahren, die dafür sorgen, dass die beiden jungen Frauen beide Hände voll zu tun haben.

Ich mochte es sehr, Elodies Perspektive zu verfolgen, gerade weil sie sich lange Zeit eingeredet hat, dass sie als Dienstmädchen ja nichts mit all der Magie zu tun hat, die ihre neue Dienstherrin betreibt. Elodie ist stellenweise etwas naiv und definitiv ungebildet (wofür ihr Stiefvater gesorgt hat), aber sie ist nicht dumm und sie ist voller Fragen, die dafür sorgen, dass sie im Laufe der Zeit dann doch einen ganz guten Einblick in das Leben einer Hexe erhält. Vor allem aber ist sie loyal und hilfsbereit und sorgt so dafür, dass Aleida nicht allein ist in ihrem Kampf gegen all die Dinge, die Gysshas Tod mit sich bringt. Es ist schön zu verfolgen, wie sich die beiden jungen Frauen im Laufe der Geschichte besser kennen- und verstehen lernen, wie sie sich miteinander anfreunden und gegenseitig helfen. Vor allem, da von Anfang an deutlich wird, dass die Herausforderungen, denen die beiden gegenüberstehen, so groß sind, dass eine junge Hexe allein damit wohl nicht fertig werden kann.

Die Welt, in der Elodie sich nach Antritt ihres Dienstes wiederfindet, ist voller Gefahren. Böse Hexen, Geister, Dämonen, Warlocks, Naturgeister und animierte, riesige Konstrukte, die zur Zerstörung geschaffen wurden und erst damit aufhören, wenn sie selbst in ihre Einzelteile zerlegt wurden, gehören zu den Dingen, von denen das Mädchen vorher noch nie gehört hatte und gegen die sie nun zusammen mit Aleida kämpfen muss. Dabei hat es Jo Spurrier meinem Gefühl nach sehr gut hinbekommen, dass Elodie auf der einen Seite in einem relativ friedlichen ländlichen Umfeld lebt und arbeitet und trotzdem mit all dieser dunklen Magie konfrontiert wird – und dieser Kontrast macht auch für mich den Reiz der Geschichte aus. Ebenso wie die Gegensätzlichkeit der beiden Protagonistinnen sorgt er dafür, dass die Geschichte immer spannend bleibt, weil man nie weiß, was einen als nächstes erwartet. Ich habe es sehr genossen zu sehen, wie sich Elodie weiterentwickelt und wie sie all ihr neugewonnenes Wissen anwendet. Ich mochte das wachsende Vertrauen zwischen den beiden jungen Frauen (und das in diesem Buch eben eine Frauen-Freundschaft und keine Liebesbeziehung im Mittelpunkt steht) und ich habe Jo Spurriers Erzählweise sehr genossen.

Barbara Sleigh: Carbonel

Über „Carbonel“ von Barbara Sleigh bin ich vor vielen Jahren bei Kiya gestolpert, und da der Titel nicht nur sehr lange auf meiner Wunschliste saß, sondern dann auch noch über ein Jahr auf meinem SuB lag, habe ich nun das Problem, dass ich den dritten Carbonel-Band nicht mehr bestellen kann. Dabei gefiel mir der erste Teil rund um Rosemary, ihren neu gewonnenen Freund John und den König der Katzen so gut, dass ich gern noch mehr Abenteuer mit den dreien lesen würde. Die Geschichte beginnt damit, dass die zehnjährige Rosemary sich überlegt, dass sie in ihren Sommerferien mit Putzen Geld verdienen könnte. Doch dafür benötigt sie erst einmal die notwendigen Utensilien, und so kauft sie auf einem Gebrauchtmarkt von einer etwas wunderlichen alten Frau einen Besen.

Da die Dame auch noch günstig einen schwarzen Kater abzugeben hatte und Rosemary schon immer eine Katze wollte, nimmt sie diesen auch noch mit, ohne zu wissen, dass sie damit in Besitz eines Hexenbesens und des passenden Hexenkaters gekommen ist. Doch Carbonel ist mehr als nur ein einfacher Hexenkater. Er ist ein Prinz der Katzen, der als Kätzchen von der Hexe gestohlen und verflucht wurde. Erst wenn der Fluch gebrochen ist, kann er den Thron seines verstorbenen Vaters in Besitz nehmen und über die Katzen von London herrschen. Natürlich erklärt sich Rosemary bereit, alles dafür zu tun, dass Carbonels Fluch gebrochen wird. Dies führt dazu, dass sie in den kommenden Wochen quer durch London unterwegs ist, um die notwendigen Dinge für den Zauber aufzutreiben. Doch diese Aufgabe ist nicht so einfach, und so ist es nur gut, dass Rosemary in ihrem neu gefundenen Freund John jemanden hat, der mit ihr gemeinsam Informationen sammelt und Abenteuer erlebt.

Die Geschichte wurde von Barbara Sleigh das erste Mal 1955 veröffentlicht, und natürlich merkt man der Handlung ihr Alter auch an. Barbara und John müssen zu Fuß, mit dem Bus oder mit dem – leider ziemlich altersschwachen – Hexenbesen all ihre Wege hinter sich bringen. Und um überhaupt den ganzen Tag unterwegs sein zu können, benötigen sie die Erlaubnis von Johns Tante und Rosemarys Mutter. So verstreicht zwischen den verschiedenen Unternehmungen immer wieder Zeit, und es gibt Tage, an denen die beiden Kinder einfach nur gemeinsam im Garten von Johns Tante spielen, weil sie eben diese Erlaubnis nicht bekommen haben. Das sorgt dafür, dass „Carbonel“ eher ruhig erzählt wird, aber gerade das habe ich sehr gemocht. Ich habe eine Schwäche für altmodische britische Kinderbücher voller Magie und Alltagsszenen, und genau das habe ich hier gefunden. Ich mochte all die fantastischen Elemente ebenso sehr wie die eher alltäglichen Momente, mir gefielen die verschiedenen Charaktere, und ich fand es großartig, dass Carbonel arrogant und fordernd ist und wenig Verständnis für die begrenzten Möglichkeiten eines zehnjährigen Mädchens hat.

Es gab beim Lesen immer wieder Punkte, die mich an die Mary-Poppins-Romane von P.L. Travers oder an die Geschichten von Edith Nesbit erinnert haben, die ich als Kind so geliebt habe. Dabei hatte ich jedoch nie das Gefühl, dass Barbara Sleigh sich von diesen Autorinnen hat inspirieren lassen. „Carbonel“ ist eine ganz eigene Geschichte mit einer wunderbar warmherzigen Atmosphäre, vielen amüsanten Wendungen und (Neben-)Charakteren, die ich wirklich mochte. Für diejenigen, die nun auch Lust auf „Carbonel“ bekommen haben, aber nicht auf Englisch lesen mögen: 2013 ist eine deutsche Ausgabe mit dem Titel „Carbonel – König der Katzen“ bei Ravensburger erschienen und auch wenn das Buch nur noch gebraucht zu bekommen ist, so scheint das Angebot an günstigen und gut erhaltenen Exemplaren gar nicht so gering zu sein.

Aisha Bushby: Moonchild – Voyage of the Lost and Found

Um „Moonchild – Voyage of the Lost and Found“ von Aisha Bushby bin ich ziemlich lange drumherumgeschlichen. Auf der einen Seite gefiel mir der Klappentext, auf der anderen Seite wurde die Geschichte regelmäßig mit den Aru-Sha-Titeln von Roshani Chokshi verglichen, und da mich der erste Teil dieser Reihe nicht so ganz überzeugen konnte, fürchtete ich, dass es mir mit „Moonchild“ ähnlich gehen würde. Am Ende muss ich gestehen, dass sich meine Befürchtungen bewahrheitet haben, obwohl es in „Moonchild“ wirklich sehr viele Elemente gab, die ich mochte. Die Geschichte dreht sich um die zwölfjährige Amira und ihren katzenartigen Jiinni Namur. Die beiden wissen seit Jahren, dass sie zusammen in einer Auster geboren wurden, die dann von zwei Seehexen aus dem Meer gefischt wurde. Diese beiden Seehexen, Dunya und Jamila, haben sich von diesem Tag an um Amira gekümmert und sie als ihre Tochter aufgezogen. Gemeinsam wohnen die drei auf einer Dau und leben von dem, was das Meer ihnen zur Verfügunge stellt, und was sie an selbstgemachten Dingen auf den verschiedenen Insel-Basaren verkaufen können.

Zu Beginn des Romans beschädigt ein Sturm das Schiff der kleinen Familie, und so müssen sie für Reparaturen im Hafen der Insel Failaka anlegen. Da Amira inzwischen alt genug ist, darf sie zum ersten Mal mit Dunya auf den Basar gehen und ihre Waren verkaufen. Dabei muss sie schnell lernen, dass die meisten Menschen – im Gegensatz zu ihrer Familie – nicht über Magie verfügen und Magie sogar etwas ist, das man eher geheim halten sollte. Als dann auch noch ein Sturmvogel auftaucht und die Insel bedroht, wird die Stimmung auf Failaka noch unangenehmer für das Mädchen. Denn Amiras Magie (und ihre Verbindung zu ihrem Jiinni Namur) ermöglicht es ihr, die Gefühle anderer Menschen zu spüren. Was auch dazu führt, dass sie genau weiß, dass ihre beiden Mütter ihr etwas Wichtiges verschweigen …

Ich habe die zweite Hälfte von „Moonchild – Voyage of the Lost and Found“ wirklich sehr genossen, aber der Weg dahin war ziemlich steinig für mich. Nach den ersten Kapiteln hatte ich sogar überlegt, ob ich das Buch nicht unbeendet in den Öffentlichen Bücherschrank stellen sollte. Dabei gab es von Anfang an so viele schöne und fantastischen Elemente in der Geschichte, die ich wirklich sehr gemocht habe. So fand ich Amiras Mütter und ihr Verhältnis zueinander sehr sympathisch, ebenso gefielen mir die Beschreibungen des Lebens auf der Dau (inklusive der dickköpfigen Ziege und der abendlichen Geschichtenerzähl-Runde) und die magischen Wesen, die es in dieser Welt gibt, haben mir mit ihren Eigenheiten viel Freude bereitet. Auch fand ich Leo, mit dem sich Amira auf Failaka anfreundet, auf Anhieb sehr nett und hatte Lust, mehr über den nervösen Jungen und sein Leben zu erfahren.

Ich hatte allerdings zwei Probleme beim Lesen des Buches. Das kleiner Problem ist die namenlose Erzählerin, die die Geschichte immer wieder an den spannendsten Stellen unterbricht, um den Leser direkt anzusprechen. Das soll natürlich an die Stilmittel traditioneller Geschichtenerzähler erinnern, kam mir aber hier so übertrieben und unrund vor, dass es mich etwas geärgert hat. Vor allem mochte ich hier nicht, dass mich diese Unterbrechungen genau an dem Punkt immer aus der Handlung gerissen haben, wenn ich endlich mal ein bisschen in der Geschichte versunken war. Und damit sind wir beim zweiten Problem: Mich in die Geschichte fallen zu lassen fiel mir nämlich wirklich schwer, weil ich Amiras Perspektive so ungern geteilt habe. Sie war ständig wütend – was wichtig für die Handlung war, aber eben auch dafür sorgte, dass sie weder mit ihren Müttern noch mit ihrem neugefundenen Freund Leo ein anständiges Gespräch führen konnte. Ich fand es wirklich anstrengend, dass ich mich die ganze Zeit beim Lesen mit ihren Gefühlen beschäftigen musste, obwohl ich immer nur denken konnte, dass ein paar ruhige klärende Worte alle Beziehungsprobleme zwischen den Figuren sofort beseitigt hätten.

Ich fand es auch nicht so toll, dass Amiras Mütter Geheimnisse vor ihr hatten, vor allem, da von Anfang an absehbar war, dass dieses Verschweigen von Wissen nur dazu führt, dass Amira in größere Schwierigkeiten als notwendig gerät. Erst als dieser Punkt aus dem Weg geräumt war und alle Charaktere zusammengearbeitet haben, um gegen die Gefahr vorzugehen, die von dem Sturmvogel ausging, zog die Handlung so weit an, dass ich all die märchenhaften Elemente wirklich genießen konnte. Vorher hat mich Amiras Verhalten so sehr gestört, dass ich ständig das Buch aus der Hand gelegt und nach einer Leseunterbrechung lieber zu einem anderen Roman mit einer weniger anstrengenden Protagonistin gegriffen habe. Ich muss zugeben, dass ich nicht weiß, ob ich weitere Veröffentlichungen von Aisha Bushby lesen werde. Ich habe die ganzen kleinen Geschichten in der größeren Geschichte genossen, ich mochte die märchenhaften und „orientalischen“ Elemente in „Moonchild – Voyage of the Lost and Found“, aber insgesamt habe ich mich einfach zu sehr über die Figuren geärgert.

Once Upon A Curse (Anthologie)

Da ich gerade die Woodcutter-Geschichten von Alethea Kontis als Hörbücher genießen, habe ich mal aus den vielen ungelesenen Anthologien, die auf meinem eReader schlummern, eine ausgegraben, in der die Autorin auch vertreten ist. Um eine Erinnerungsstütze an die gelesenen Kurzgeschichten zu haben, schreibe ich meine Eindrücke in diesem Sammelbeitrag auf. Ihr kennt das ja schon, wenn ich Anthologien lese. 😉

1. Devon Monk: Yarrow, Sturdy and Bright
Devon Monk gehört zu den (Urban-)Fantasy-Autorinnen, über die ich regelmäßig stolpere aber von denen ich bislang nichts gelesen habe. Nach dieser wirklich hübschen Variante des Rattenfängers von Hameln denke ich, dass ich doch mal schauen sollte, wie mir die Romane der Autorin gefallen. So kurz und märchenhaft die Geschichte war, so sehr mochte ich doch die Protagonistin Yarrow und die kleinen Details rund um ihre Familie und ihren Liebsten. Jetzt bin ich neugierig, wie es ist, wenn Devon Monk längere Geschichten erzählt.

2. Anthea Sharp: Fae Horse
Auch die zweite Geschichte hat mir gut gefallen. Anthea Sharp spinnt eine Handlung rund um eine Kräuterfrau, die als Hexe gejagt wird und alles, was ihr wichtig ist, aufgibt, um ihren Liebsten zu retten. Ich mochte die Mischung aus keltischen Feenlegenden und Hexengeschichte, auch wenn das Ende nicht gerade … hoffnungsvoll war.

3. Christine Pope: The Queen of Frost and Darkness
Christine Pope erzählt eine hübsche Variante der „Schneekönigin“, die in Russland angesiedelt und insgesamt sehr nett ist. Aber auch nicht mehr als nett, so dass ich mich am Ende der Geschichte ein bisschen unbefriedigt fühlte.

4. Yasmine Galenorn: Bones
Eine wirklich gut geschriebene Geschichte über eine jugendliche Prinzessin, die ins Land des Todes gerät und dort verbleiben muss, weil der König des Landes sich in sie verliebt hat. Wie schon „Fae Horse“ geht die Handlung auch hier nicht „gut“ aus, aber ich muss zugeben, dass ich die Geschichte von Anthea Sharp lieber mochte, weil sie am Ende keinen so bitteren Unterton hatte wie diese hier.

5. C. Gockel: Magic After Midnight
C. Gockel hat hier eine ungewöhnliche Cinderella-Variante geschrieben, die aus Sicht der – alles andere als bösen – Stiefmutter erzählt wurde. Diese humorvolle, realistische und (auf die für mich perfekte Weise) romantische Geschichte war so gut, dass ich direkt im Anschluss den ersten Teil der Roman-Reihe kaufen wollte, in deren Welt diese Geschichte spielt. Zum Glück habe ich vorher noch meine (gerade erst aktualisierte *g*) eBook-Liste studiert und festgestellt, dass ich auf dem eReader schon eine Sammelausgabe der ersten drei Bände habe. Ich denke, ich weiß dann schon mal, welches eBook ich demnächst lesen werde – also sobald ich die angefangenen Titel, mit denen ich gerade beschäftigt bin, beendet habe … 😉

6. Donna Augustine: Dance with the Devil
„Dance with the Devil“ ist eine klassische „Pakt mit dem Teufel“-Geschichte, in der eine Ballerina ihre Seele für eine Karriere als Primaballerina verkauft. Das Ende dieser Kurzgeschichte ist aber überraschend und cool und hat mich noch eine Weile darüber nachdenken lassen, was wohl aus der Protagonistin geworden ist.

7. Annie Bellet: No Gift of the Words
Eine Geschichte über eine junge Frau, die eine Hexe beklaut und dafür verflucht wird. Die Handlung ist nicht besonders überraschend geschrieben, aber ich mochte die Geschichte (und als ich schaute, was die Autorin noch so geschrieben hatte, durfte ich mal wieder feststellen, dass ich auch von ihr schon einen Roman auf dem eReader gehortet hatte *g*).

8. Audrey Faye: The Grim Brother
Eine „Hänsel und Gretel“-Variante, die ich deutlich realistischer und unheimlicher fand als das Märchen der Brüder Grimm. Allerdings wäre es mir lieb gewesen, wenn Audrey Faye nicht am Ende noch extra einmal die Namen des Erzählers und seiner Schwester erwähnt hätte – so kam es mir vor, als wolle die Autorin sichergehen, dass auch wirklich jeder Leser versteht, auf welches Märchen sie sich da bezieht.

9. Danielle Monsch: Beast Inside Beauty
Ich muss zugeben, dass ich mir nicht sicher bin, was ich von dieser „Die Schöne und das Biest“-Variante halte, bei der die „Schöne“ Polizistin in einer korrupten Stadt war. Ich mochte die Erzählweise, ich mochte die Protagonistin, aber ich bin mir nicht sicher, was ich von einigen Details und dem Ende der Geschichte halte. Aber grundsätzlich ist es ja nicht schlecht, wenn man eine Kurzgeschichte noch etwas nachklingen lassen muss.

10. Jenna Elizabeth Johnson: Faescorned
Auch bei „Faescorned“ bin ich mir nicht ganz sicher, was ich von der Geschichte halte. Dieses Mal liegt es in erster Linie daran, dass diese Kurzgeschichte zu einer Romanreihe der Autorin gehört und ich das Gefühl habe, dass sie für sich allein stehend nicht so gut funktioniert. Auf der anderen Seite denke ich, dass es vermutlich ziemlich cool ist, wenn man die Otherworld-Reihe der Autorin kennt und dann eine Geschichte aus Sicht der Antagonistin liest, die dafür sorgt, dass man Mitleid mit ihr verspürt.

11. Tara Maya: Drawn to the Brink (A Painted World Story)
Das war eine richtig, richtig gute Geschichte – wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich ebenso begeistert wäre, wenn die Handlung in einem anderen Rahmen gespielt hätte. Aber mir gefiel diese Welt, in der Dinge herbeigezeichnet werden können, wenn eine Person über das richtige Talent verfügt, auf Anhieb ganz besonders gut. Ebenso mochte ich die Protagonistin und wie sich ihr Verhältnis zu ihrer „Beute“ im Laufe der Geschichte änderte. Leider habe ich keinen Roman von Tara Maya gefunden, der in dieser Welt spielt, was aber vielleicht auch ganz gut ist, sonst hätte ich mir vermutlich spontan ein neues Buch zugelegt.

12. Alexia Purdy: The Variance Court
Eine ganz nette Geschichte über einen Ring, der Wünsche erfüllt, und was für ein Fluch dies doch sein kann. Beim zweiten Abschnitt der Geschichte war ich etwas überrascht über den Perspektivwechsel, aber er hat mich auch neugierig auf die weitere Entwicklung der Handlung gemacht. Dummerweise verlor ich diese Neugier ganz schnell wieder, als die beiden erzählenden Personen aufeinandertrafen, da ab diesem Zeitpunkt vollkommen klar war, worauf die Autorin hinauswollte. Nett, aber nicht gut genug, um mich neugierig auf weitere Sachen von Alexia Purdy zu machen.

13. Phaedra Weldon: The Morrigan
Oh, ich mochte die Geschichte rund um einen Studenten, der nach einem Zusammentreffen mit einer Troll-Schlägertruppe herausfindet, dass er ein Leprechaun ist (und die Morrigan ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat *uups*)! Was bedeutet, dass ich jetzt nicht nur weiß, dass die Autorin mehrere (Urban- und Dark-)Fantasy-Serien geschrieben hat, sondern dass ich neuerdings auch den ersten Band einer fantastischen Cozy-Reihe von ihr auf dem eReader habe. *hüstel*

14. Julia Crane: Alice
Dies hier ist keine richtige Kurzgeschichte, sondern eher eine Leseprobe für einen Roman der Autorin, der eine Alice-im-Wunderland-Variante mit einer wahnsinnigen Alice erzählt, die von der Roten Königin adoptiert wurde. *seufz*

15. Sabrina Locke: Still Red
„Still Red“ ist eine Rotkäppchen-Geschichte, die auf jeden Fall sehr eigen ist. Nicht schlecht, aber auch nicht so, dass ich spontan sagen würde, dass es mir gefallen hätte. Eigen und mit sehr düsteren Untertönen – und ich vermute, dass die greise Red und ihre Erlebnisse noch eine Weile in mir nachklingen werden.

16. Jennifer Blackstream: The Final Straw
Jennifer Blackstream erzählt hier eine ungewöhnliche Rumpelstilzchen-Variante, die mir gut gefallen hat. In ihrer Geschichte will die Müllerstochter keinen König heiraten, der ihr Leben bedroht, wenn sie seine unmöglichen Aufgaben nicht erfüllt, sondern sie möchte lieber mit dem übernatürlichen Wesen fliehen, das ihr Nacht für Nacht bei der Erfüllung ihrer Aufgaben hilft. Dummerweise ist dieses Wesen von einem Dämon besessen, so dass die beiden erst einen Weg finden müssen, um diesen loszuwerden. Insgesamt war das Ganze wirklich nett zu lesen, und ich mochte die Idee, ein klassisches Märchen in einer Werwolf-Vampir-Dämon-Fantasywelt zu erzählen.

17. Alethea Kontis: The Unicorn Hunter
Eine wirklich ungewöhnliche Schneewittchen-Variante mit einer naiven Prinzessin, die auf Befehl ihrer Mutter im Wald getötet werden soll, und einem Dämon, der ganz eigene Pläne mit dem jungen Mädchen hat. Ich mochte die Entwicklung, die die beiden Figuren im Laufe der Geschichte durchliefen, ich mochte das Motiv des Dämonen und ich mochte die Erzählweise der Autorin. Was mich nicht überrascht, denn wegen ihrer Erzählweise und ihrer ungewöhnlichen Sicht auf Märchenmotive mag ich ja auch die Woodcutter-Hörbücher so gern, die ich momentan höre.

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Grundsätzlich hat mir die Anthologie mit all den unterschiedlichen Geschichten gut gefallen, aber es hätte diesem Buch gutgetan, wenn es eine Herausgeberin gegeben hätte. Außerdem gab es bei der eBook-Version des Buches eine Sache, die mich wirklich gestört hat: Nach den verschiedenen Geschichten gab es in der Regel einen kurzen Absatz zur Autorin, zu ihren weiteren Werken und wo man den Newsletter der Person abonnieren kann, aber es gab für diesen informativen Anhang keine durchgehende Formatierung. So war dieser Teil bei einigen Autorinnen – gerade wenn zwischen der Erzählung und dem Infoteil kein Seitenwechsel lag – von der Formatierung her überhaupt nicht von der eigentlichen Geschichte unterscheidbar. Was dazu führte, dass ich häufig das Lesen mit einem Gefühl der Irritation beendet habe, weil ich – statt die Geschichte ausklingen zu lassen und ihre Atmosphäre noch einen Moment genießen zu können – direkt mit der Autoren-Info weitergelesen habe und erst mitten im Satz merkte, dass das nicht zur Handlung gehörte. Bei anderen Geschichten hingegen konnte man anhand eines trennenden Schnörkels oder einer Überschrift deutlich sehen, dass hier der Infoteil beginnt – was mich zu der Frage bringt, wieso das nicht durchgehend so gehalten wurde.

Seanan McGuire: Across the Green Grass Fields (Wayward Children)

Auf den sechsten Titel der Wayward-Children-Geschichten von Seanan McGuire habe ich wirklich sehnsüchtig gewartet. Vor allem war ich neugierig darauf, wie es sein wird, eine Geschichte zu lesen, deren Protagonistin bislang noch keine Rolle in den vorhergehenden Veröffentlichungen gespielt hat. So ist „Across the Green Grass Fields“ auch für diejenigen gut lesbar, die keinerlei Vorwissen aus den anderen Wayward-Children-Bänden haben, während die anderen Titel teilweise eng mit den Ereignissen in „Eleanor West’s Home For Wayward Children“ verknüpft sind und gewisser Weise aufeinander aufbauen. Diese Geschichte hingegen dreht sich ausschließlich um Regan, deren Kindheit eigentlich recht schön ist, wenn man davon absieht, dass ihr von klein auf bewusst war, dass ihre beste Freundin Laurel schnell zu ihrer schlimmsten Feindin werden könnte. Einzig Regans Liebe zu Pferden ist ungetrübt von dieser Freundschaft, auch wenn sie sich immer mal wieder fragt, wie lange dies wohl noch so sein wird.

Als dann der Tag eintrifft, an dem sich Laurel gegen Regan stellt, findet diese eine Tür in die „Hooflands“. Die Hooflands gehören zu einer Welt voller pferdeähnlicher Geschöpfe wie Zentauren, Kelpies, Perytons, Einhörnern und vielen mehr. Obwohl die Hooflands kein ungefährlicher Ort sind, findet Regan hier eine Gruppe von Zentauren, die bereit ist, das Mädchen in ihre Familie aufzunehmen. Von Anfang an steht fest, dass es Regans Aufgabe in den Hooflands ist, als Heldin die Welt zu retten, auch wenn noch nicht klar ist, wovor sie die Welt zu retten hat. Für die Zentauren, die Regan aufnehmen, bedeutet dies, dass sie dem Mädchen so viel Sicherheit und Geborgenheit bieten, wie sie können, bis die Zeit für Regans Heldentat kommt. Dank der Zentauren kann Regan in einer geschützten Umgebung und innerhalb einer liebevollen und sie unterstützenden Familie erwachsen werden, und das ist wunderschön zu lesen.

Normalerweise haben die Wayward-Children-Geschichten immer einen bitteren Kern, der die gesamte Erzählung durchdringt. Selbst wenn die Beziehungen zwischen den verschiedenen Figuren wunderschön und die Welten faszinierend und perfekt für die jeweiligen Kinder sind, so gibt es dort Risiken, die kein Kind eingehen sollte. Die Tatsache, dass so viele Kinder ihre Welten wieder verlassen müssen und keinen erneuten Zugang zu ihrer ganz persönlichen Zuflucht finden können, sorgt normalerweise für so viel Kummer und Sehnsucht, dass jede einzelne der Geschichten selbst in den schönen Passagen davon durchdrungen ist. Für Regan hingegen bringen die Hooflands ungetrübte, schöne Jahre und eine „Pflegefamilie“, die sie liebt und fördert. Eine Familie, die ihr Zeit verschafft, um herauszufinden, wer sie ist und was für ein Mensch sie sein will. So weiß Regan ganz genau, worauf sie sich einlässt und welche Risiken sie eingeht, als der Zeitpunkt kommt, an dem sie ihre Heldentat vollbringen muss. Gerade weil sie dieses Wissen um ihre eigenen Identität hat und weil Regan die Hooflands und ihre Bewohner so sehr liebt, kann sie mit Herausforderungen fertig werden, die niemand hätte vorhersehen können.

Das alles macht „Across the Green Grass Fields“ für mich zu dem bislang besten Wayward-Children-Band, obwohl so viel weniger um Regan herum passiert als um all die anderen Figuren, die bislang in den Büchern vorkamen. Ich finde es einfach großartig, wie Regans  Entwicklung beschrieben wird und wie man am Ende das Gefühl hat, dass es fast egal ist, ob sie ihr Leben in den Hooflands weiterleben kann oder nicht, weil sie dort sich selbst gefunden hat und sich auch in den kommenden Jahren nicht wieder verlieren wird. All das Wissen, all das Erlebte und all die Selbsterkenntnis, die sie in dieser magischen Welt gewonnen hat, wird bei ihr bleiben und ihr zukünftiges Leben bestimmen. Die Liebe und die Akzeptanz, die sie von den Zentauren erfahren hat, verschaffen ihr eine Grundlage für die Zukunft, die ich so bei den anderen Figuren nicht gesehen habe, und die die Geschichte (trotz der Ereignisse rund um Regans Heldentat) positiver enden lassen als die anderen Wayward-Children-Bücher. Ich bin gespannt, ob Regan noch einmal in den kommenden Veröffentlichungen der Reihe auftauchen wird und bin – immer wieder von Neuem – hingerissen davon, dass Seanan McGuire jedes Mal einen neuen Ton und einen vollkommen überraschenden Ansatz für ihre Wayward-Children-Geschichten findet.

Dominique Valente: Starfell 1 – Willow Moss and the Lost Day

So langsam sollte es ja hinreichend bekannt sein, dass ich eine Schwäche für fantastische Kinder- und Jugendbücher habe, in denen Hexen die Protagonistinnen sind. Was natürlich der Grund ist, wieso ich mir den Titel „Starfell – Willow Moss and the Lost Day“ von Dominique Valente zugelegt habe. Trotzdem hatte ich nicht erwartet, dass mir die Geschichte so gut gefallen würde, dass ich mir noch vor Beenden des Buches den zweiten Band („Starfell – Willow Moss and the Forgotten Tale“) bestellen würde. 😉 Willow ist die jüngste Tochter ihrer Familie und diejenige mit dem geringsten magischen Talent. Während ihre Schwestern wirklich aufsehenerregende Magie beherrschen, kann Willow nur verlorene Dinge wiederfinden. So ist es kein Wunder, dass Willow immer diejenige ist, die zurückbleibt und sich um ihre Großmutter kümmern muss, während ihre Mutter mit Willows Schwestern auf Jahrmärkte fährt, um Geld zu verdienen.

Doch dann steht eines Tages die mächtige Hexe Moreg Vaine vor Willow und benötigt ihre Hilfe, um einen verschwundenen Tag wiederzufinden. Wenn dieser verlorene Dienstag nicht wieder auftaucht, könnte die Existenz der gesamten Welt auf dem Spiel stehen. Doch bevor Willow den verschwundenen Tag herbeibeschwören kann, muss sie erst einmal gemeinsam mit Moreg herausfinden, wer der Täter ist und wie dieser Dienstag gestohlen wurde. Dabei stehen Willow ihr „Kobold Monster under the Bed in the Bag“ Oswin zur Seite und einige Freunde, die sie im Laufe der Reise findet. Ich mochte die vielen verschiedenen Charaktere sehr und wie sie mit ihrer – zum Teil sehr herausfordernden – Magie umgingen. Denn in dieser Geschichte ist Magie nicht etwas, das man lernt, sondern eher ein Talent, das man hat. Auch wenn es früher wohl so war, dass eine Person verschiedene magische Talente haben konnte, so ist diese Zeit schon lange vorbei.

Dominique Valente hat mit Starfell eine wunderbare fantastische Welt voller skurriler Gestalten  geschaffen. All die vielen verschiedenen Talente scheinen eine wichtige Rolle im Alltag zu spielen, auch wenn die fanatischen Brothers of Wol alles dafür tun, dass die Magie aus Starfell verschwindet. So muss sich Willow nicht nur mit der Suche nach dem verschwundenen Tag beschäftigen, sondern auch mit all den Herausforderungen fertig werden, die die Reise durch ein von Fanatikern beherrschtes Land mit sich bringen. Umso hübscher ist es zu lesen, wie sie – auch mit Hilfe ihrer Freunde – immer wieder Lösungen für akute Probleme findet. Was im Laufe der Zeit dazu führt, dass Willow sich selbst und ihr nicht gerade aufsehenerregendes Talent deutlich mehr zu schätzen lernt, als sie es ihm Kreis ihrer Familie konnte. Ich habe Willows Entwicklung wirklich gern verfolgt und mich wunderbar über all die kleinen und größeren Abenteuer, die sie erlebt, amüsiert. Ich mochte die ungewöhnliche Sicht auf magische Elemente, die Dominique Valente immer wieder präsentierte, und habe die verschiedenen Figuren schnell ins Herz geschlossen.

Einzig die Spielerei mit den Textformaten (andere Schriftarten und -größen, wenn eine Person lauter oder aufgeregter ist oder ein kurviger Schriftverlauf, wenn besonders dynamische Aktionen beschrieben wurden) und die eher lautmalerische Ausdrucksweise von Oswin hätte ich persönlich nicht benötigt. Auf der anderen Seite hat mich das aber beim Lesen auch nicht so sehr gestört, dass ich das Buch hätte abbrechen wollen. Die Illustrationen von Sarah Warburton fand ich hingegen wirklich bezaubernd und zu der Doppelseite mit dem Drachen habe ich sogar mehrfach hingeblättert, um sie erneut zu betrachten. Ich freu mich jetzt schon auf den Tag, an dem die Fortsetzung bei mir eintrifft und ich weitere Abenteuer in Starfell erleben kann. Oh, und wer Lust auf Willows Geschichten hat, aber nicht auf Englisch lesen mag, hat die Möglichkeit, die ersten beiden Bände schon in der Übersetzung zu bekommen. Die deutsche Reihenbezeichnung lautet „Der Zauber von Immerda“, der erste Band trägt den Titel „Die Suche nach dem verschwundenen Dienstag“ und der zweite Teil „Ein Hellseher sieht schwarz“.