Schlagwort: Liebe und Romantik

Lese-Eindrücke Juni und Juli 2026

Im Juni und Juli fand ich es überraschend schwierig, mich für ein Buch zu entscheiden, was bedeutete, dass ich mich vor allem auf Reihen(fortsetzungen) konzentriert habe. Außerdem habe ich im Juli so wenig gelesen, dass die paar Lese-Eindrücke hier auch noch reinpassen.

Lois McMaster Bujold: The Sharing Knife – Complete Series

Nach dem aktuellsten „Penric & Desdemona“-Band hatte ich Lust auf mehr Geschichte von Lois McMaster Bujold, wollte aber nicht zu den Vorkosigan-Romanen greifen, weil das definitiv dazu geführt hätte, dass ich die ganze Serie am Stück gelesen hätte. Also startete ich einen Reread der beiden deutschen „Die magischen Messer“-Bände, die sich in meinem Regal befanden – nur um dann die beiden Romane nach den ersten Absätzen auszusortieren und mir den englischen Sammelband als eBook zu besorgen, weil ich die deutsche Übersetzung nicht mehr lesen mochte. Die Komplettausgabe der „Sharing Knife“-Serie beinhaltet die vier Romane „Beguilement“, „Legacy“, „Passage“ und „Horizon“ plus die Novella „Knife Children“ und erzählt die Geschichte von Dag (ein Lakewalker) und Fawn (eine Farmerin – eine Bezeichnung, die für jeden Menschen, der kein Lakewalker ist, verwendet wird). Die beiden verlieben sich ineinander, nachdem sie gemeinsam gegen eine „Malice“ (ein magisches Wesen, dass seiner Umgebung sämtliche Lebensenergie aussaugt) gekämpft haben. Dummerweise gibt es bei den Farmern keinen Platz für Dag und bei den Lakewalkern keine Zuflucht für Fawn, so dass sich das Paar gezwungen sieht, einen ganz eigenen – neuen – Weg einzuschlagen, um sich ein gemeinsames Leben aufbauen zu können. Ich mochte die Geschichte so sehr, dass ich die über 1800 Seiten in gerade mal sechs Tagen gelesen habe. Fawn und Dag bekämpfen im Laufe der Zeit weitere Malices, lernen mehr über die Kultur des jeweils anderen, finden eine Menge neuer Verbündeter und Freunde, und das alles ist durchzogen mit dem für Lois McMaster Bujold typischen Humor. Ich freu mich sehr darüber, dass ich nun alle Bände der Reihe in meinem Besitz habe und bin mir sicher, dass ich sie in Zukunft regelmäßig erneut lesen werde.

Haylock Jobson: Heretical Fishing 1-5 – A Cozy Guide to Annoying the Cults, Outsmarting the Fish, and Alienating Oneself

„Heretical Fishing“ von Haylock Jobson war ein weiterer Versuch von mir, im Juni einen Isekai-Roman zu finden, der mich gut unterhält, und ich muss zugeben, dass ich Band 1 wirklich amüsant und ungewöhnlich fand. Zu Beginn der Geschichte wird der Protagonist „Fischer“ von einem LKW überfahren, nachdem er zum ersten Mal in seinem Leben einen entspannten Nachmittag mit Angeln verbracht hat. Das führt dazu, dass er sich nach seinem Tod in einer fantastischen Welt wiederfindet, in der das „System“ offensichtlich defekt ist (und ihm lauter Fehlermeldungen präsentiert). Er beschließt, dass er nicht im klassischen Isekai-Stil sein zweites Leben verbringen will, sondern sich lieber aufs Angeln konzentrieren möchte. Ich fand es anfangs lustig zu lesen, dass Fischer so besessen vom Angeln ist, dass es ihm auch vollkommen egal ist, dass das in dieser Welt als Häresie gilt, und wie er ständig seine neuen Nachbarn dazu bringen will, seine Fischgerichte zu probieren. Und da ich das Ganze so nett fand, habe ich mir auch noch den zweiten Band besorgt, wo der Humor dann etwas ermüdend wurde, aber am Ende die Handlung so weit anzog, dass ich auch noch die Fortsetzung las – mit der es mir wieder genauso erging, dass ich den Humor ermüdend fand, aber dann am Schluss neugierig genug auf den weiteren Verlauf der Geschichte war … Bei Band 4, den ich im Juli gelesen habe, war ich dann so weit, die Reihe abzubrechen, allerdings hatte ich dummerweise auch Band 5 schon auf dem eReader … Die Grundidee ist nett, die ersten Bände fand ich unterhaltsam, und ich fand es schön, dass Fischers Einfluss dafür sorgte, dass all seine Nachbarn magische Kräfte entwickelten und Zugang zum System bekamen. Aber der eher alberne und sich ständig wiederholende Humor, der sehr viel darauf basierte, dass sich die Figuren gegenseitig Streiche spielten, ging mir doch überraschend schnell auf die Nerven. Keine Reihe, die ich fortsetzen werde, auch wenn der fünfte Band (natürlich) wieder auf eine Art und Weise endete, die eine interessante Weiterführung der Geschichte mit sich bringen könnte.

L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)

Ich sehe gerade, dass es schon zwei Jahre her ist, seitdem ich den ersten Band rund um die Artezans von L. D. Lapinski gelesen habe, und frage mich nun, wieso Fortsetzungen so oft bei mir auf dem SuB liegenbleiben … Immerhin habe ich in diesem Jahr endlich den zweiten Teil „The Whispering World“ gelesen und fand ihn mindestens ebenso nett wie den Auftaktband der Reihe. Da dieses Mal die magische Welt, zu der die Zwillinge Ed und Elodie gehören, nicht vorgestellt werden muss, zieht die Handlung in diesem Roman deutlich schneller an als in „The Forgotten Magic“. Zu Beginn der Geschichte erleiden die beiden Kinder mit ihren Vätern Schiffbruch und landen auf einer kleinen (und zum Glück von Magie-Nutzern bewohnten) Insel. Nachdem die kleine Familie froh ist, dass sie so viel Glück im Unglück hatten, müssen sie schnell feststellen, dass es auf der Insel nicht so ganz mit rechten Dingen zugeht. Ich mochte es, all die verschiedenen Personen auf der Insel kennenzulernen, mitzuverfolgen, wie Ed und Elodie einen neuen Freund finden und wie sich die drei dann gegenseitig unterstützen, als sie gegen eine Gruppe von Personen angehen müssen, die ihre Magie stehlen will. Und ich bin sehr, sehr neugierig darauf, wie die Geschichte zu Ende geht, weshalb ich den dritten Band der Reihe inzwischen auf dem SuB habe und fest davon ausgehe, dass ich ihn in diesem Herbst lesen werde.

Rachel Morgan: Hearts & Honey Light (The Charmed Leaf Legacy 4)

Ich habe die „The Charmed Leaf Legacy“-Serie von Rachel Morgan wirklich ins Herz geschlossen und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band, der im November erscheinen soll. „Hearts & Honey Light“ dreht sich mit Kazrian Rowanwood und Lucie Fields um zwei Figuren, die schon in den vorherigen Bänden eine Rolle spielten. Lucie ist eine junge (menschliche) Frau, die eine Ausbildung als Konditorin in dem Teehaus von Kazrians Großmutter gemacht hat, und Kazrian ist ein Fae Lord, der in den vergangenen Jahren fern seiner Familie am Hof der Königin gelebt und dort seine Magie gewirkt hat. Doch nun hat ihn seine Großmutter nach Hause gerufen, weil sie in Bloomhaven ein Café eröffnen will und Kazrian sich um die von Magie hervorgerufenen Fehlfunktionen in dem Gebäude kümmern soll. Was natürlich bedeutet, dass Lucie und Kazrian so einige Zeit miteinander verbringen müssen, obwohl sie ihm vor einigen Jahren das Herz gebrochen hat, als sie ihm mitteilte, dass sie keine Gefühle für ihn hegen würde. Was natürlich nicht stimmte, obwohl sie gute Gründe für diese Lüge hatte … Ich mochte es sehr, mitzuerleben, wie die beiden Figuren sich wieder neu kennenlernen und sich so nach und nach ihren Gefühlen füreinander stellen müssen. Ich muss zugeben, dass ich den Grund für einen Teil der magischen Probleme in dem Café etwas zu auf der Hand liegend fand, und auch die Hintergründe zu Kazrians Gegenspieler war mir etwas zu offensichtlich. Aber da ich den Rest der Handlung so süß fand und bei dieser Reihe sicher sein kann, dass den Figuren nichts Schlimmes passiert, selbst wenn die Geschichte so einiges Potenzial für Drama und Unglück bietet, konnte ich damit leben.

C. A. Moss: How I Became a Therapist in Another World 1-4

Ein weiterer Versuch mit einer Isekai-Serie, dieses Mal im Juli und beworben mit den Worten „A light novel-inspired, LGBT-inclusive four-part novella series about one thing every angsty anime series and fantasy novel could use: Therapy.“ Diese vier Bände (die zusammen gerade mal um die 420 Seiten umfassen) werden alle aus der Sicht von Lavender erzählt, einer Therapeutin, die sich nach ihrem Tod in einer fantastischen Welt wiederfindet, wo die Bewohner von Dämonen geplagt werden. Dabei sind diese Dämonen nichts anderes als ein für alle sichtbarer Ausdruck der psychischen Probleme, die die jeweilige Person (Mensch, Ork oder Elf gleichermaßen) plagen. Weshalb Lavender auch in ihrem zweiten Leben ihr Wissen als Therapeutin nutzt, um ihren Nachbarn zu helfen, ihre Dämonen zu besiegen. Außerdem gibt es da noch die attraktive Köchin in dem Wirtshaus, in dem Lavender aushilfsweise als Bedienung arbeitet, und das Rätsel um die Herkunft der Dämonen (und um den Ursprung dieser fantastischen Welt). C. A. Moss nimmt sich viel Zeit, um Lavenders neues Leben aufzubauen und die verschiedenen Personen, die sie im Laufe der folgenden Monate kennenlernt, vorzustellen. Was dazu führt, dass die Geschichten – trotz ihrer Kürze – etwas vor sich hin dümpeln. Immerhin ließ sich die Handlung so aber auch gut in kleinen Abschnitten lesen, wenn mein Kopf gerade sehr voll war und ich einfach nur ein paar Minuten in der Gesellschaft von ein paar schrecklich netten Charakteren verbringen wollte. Die Fortsetzungen (also Band 5 bis 10) habe ich deshalb im August auch noch gelesen und fand vor allem den zweiten Sammelband („Herbs and Harmonies“) sehr nett – gerade weil ab Band 5 andere Protagonist*innen als Lavender eine Rolle spielen. „The Dark Lord’s Army Wants You!“ hatte hingegen ein paar sehr amüsante Ideen, aber mir waren die unterschiedlichen Geschichten, die sich zwar um verschiedene Personen drehen, die aber alle zu derselben Armee gehören, thematisch fast schon zu ähnlich. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass ich die Serie zu genau der richtigen Zeit für mich entdeckt hatte, dass ich bei einem erneuten Lesen aber nicht mehr so ganz nachvollziehen können werde, was mich in diesem Sommer daran gereizt hatte.

Lese-Eindrücke Mai 2026 (Teil 1)

Die Tatsache, dass ich in diesem Jahr versuche, meiner ungelesenen eBooks etwas Herr zu werden, hat nicht nur dafür gesorgt, dass ich ziemlich viel gelesen habe, sondern auch dafür, dass ich mir sehr viele neue Bücher gekauft habe. Im Mai war meine Impulskontrolle in der Beziehung nicht sehr ausgeprägt, weshalb hier in diesem Monat so einige Reihen erwähnt werden. Außerdem habe ich so viel gelesen, dass ich die Lese-Eindrücke für Mai lieber in zwei Teilen veröffentliche.

Lois McMaster Bujold: Darksight Dare (Penric & Desdemona 16)

Der aktuellste „Penric & Desdemona“-Band war genauso amüsant wie all die anderen davor – wobei ich es angenehm fand, dass ein nicht geringer Teil der Handlung aus der Perspektive einer neu eingeführten Person erzählt wurde. Das bedeutete nicht nur, dass all die Dinge, die für Penric inzwischen vollkommen normal sind, von dieser Person ganz anders wahrgenommen wurden, sondern auch, dass wir als Leser*innen eine weitere Beziehung zwischen einem Menschen und einem Dämonen miterleben konnten. Das war ein guter Ansatz, um einer so lange laufenden Reihe einen erfrischenden Dreh zu geben. Ich hoffe sehr, dass Lois McMaster Bujold noch so einige Bände mit Penric und Desdemona schreiben wird – ich habe wirklich viel Spaß mit der Reihe.

Zoe Chant: Bun in a Million (Virtue Shifters 13)

Der aktuellste Band der Virtue-Shifter-Reihe bietet eine sehr süße Fake-Dating-Geschichte zwischen der Architektin Sabrina und dem Kaninchen-Gestaltwandler Luke, wobei ich es auch hier wieder einmal bevorzugt hätte, wenn sich das Kennenlernen der beiden Figuren länger hingezogen hätte und nicht auf „Fated Mate – also sind drei Tage genug, um sich für einander zu entscheiden“ hinausgelaufen wäre. Immerhin habe ich inzwischen erfahren, dass der Unterschied zwischen den ersten Virtue-Shifter-Bänden (mit deutlich längerer Kennenlernphase und interessanterer Hintergrundgeschichte) und den aktuellen Bänden dieser Reihe an den Bedingungen liegen, die mit dem geteilten Pseudonym einhergehen. Das führt dazu, dass es demnächst eine Reihe unter einem anderen Pseudonym der Autorin C.E. Murphy geben wird, die in derselben Stadt spielt und komplexere Geschichten beinhalten wird.

Marissa Doyle: Countess of Shadows (The Ladies of Almack’s Omnibus 1)

Von Marissa Doyle mochte ich die Leland-Sisters-Romane sehr gern, hatte die Autorin aber in den letzten zehn Jahren aus den Augen verloren, bis ich im Mai über die „Ladies of Almack’s“-Reihe stieß. Dieser Band beinhaltet die Geschichten „The Forgery Furore“, „The Vanishing Volume“ und „Lyrics and Larceny“, und zusammen umfassen sie gerade mal 326 Seiten. Ich muss zugeben, dass ich die Geschichten rund um Annabel Chalfont (Countess of Fellbridge) nicht so bezaubernd fand wie die um die Leland-Schwestern, aber sie waren nett genug, um irgendwann mehr davon zu lesen. Die Grundidee ist, dass die Ladies of Almack’s nicht nur den Ton in der gehobenen Gesellschaft angeben, sondern alle auch eine (jeweils unterschiedliche) besondere magische Begabung haben, die ihnen hilft, im Geheimen Probleme zu lösen. Dabei reichen in dieser Sammlung die Probleme von gefälschten Vouchers für Almack’s über eine nicht erhältliche Fortsetzung eines beliebten Romans bis zum Diebstahl von Juwelen. Allein schon die Kürze der jeweiligen Geschichten sorgt dafür, dass die Herausforderungen sich jedes Mal recht schnell auflösen. Aber es ist nett und entspannend zu lesen, ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sich mit jedem Band ein bisschen besser in ihrer neuen Reihe zurechtfand, und die kleinen Anmerkungen zu den historischen Hintergrunden am Ende der jeweiligen Episode waren teilweise überraschend interessant..

Miles English: Scarred/Illusionist/Nightmares/Benighted (Bog Standard Isekai 1-4)

Bei meiner Suche nach weiteren Isekai-Geschichten, die mich gut unterhalten könnten, bin ich über „Bog Standard Isekai“ (der seltsame Reihentitel wird im Laufe des ersten Bands erklärt) gestolpert, was dazu führte, dass ich in vier Tagen 2500 Seiten gelesen habe, weil mich die Reihe nicht so recht losließ. Der Protagonist Mark stirbt als erwachsener Mann in unserer Welt und wird als junger Teenager in einem fantastischen Reich wiedergeboren – dummerweise passiert das in einem abgelegenen kleinen Ort im Sumpf, der gerade von Untoten überrannt wurde. Nach einigen Tagen voller traumatischer Erlebnisse wird Mark gerettet, aber damit sind die Gefahren noch nicht vorbei. Die „Bog Standard Isekai“-Geschichten sind deutlich brutaler als die Isekai-Veröffentlichungen, die ich sonst bevorzuge, aber das macht für mich auch ihren Reiz aus. Mark gehört zu den Isekai-Protagonisten, deren Fähigkeiten überproportional besser sind als die der anderen Bewohner dieser fantastischen Welt. Aber es gelingt Miles English, das Ganze nicht nur mit Marks Wissen aus seinem früheren Leben zu begründen, sondern auch mit den vier einflussreichen und mächtigen Personen, die ihn aus dem Dorf im Sumpf gerettet hatten und sich deshalb für sein weiteres Leben und seine Ausbildung verantwortlich fühlen. Den Ausgleich für Marks Fähigkeiten bieten all die Gefahren, mit denen er sich herumschlagen muss, und die physisch und psychisch ihre Spuren hinterlassen. Beim Lesen hat mich die Handlung immer wieder an das Videospiel „Diablo III“ erinnert, das sich genauso düster und hoffnungslos anfühlte wie diese Welt (und mit dem ich vor einigen Jahren erschreckend viele Stunden verbracht habe). Mit seinen Adoptiveltern und all den Freunden, die er findet, ist Mark immerhin nicht alleine mit all den Herausforderungen – was einen dringend nötigen Ausgleich zu den Schlachten und ähnlichen Ereignissen bildet. Ich habe keine Ahnung, wie lang die Reihe werden wird, kann aber sagen, dass ich den fünften Band direkt vorbestellt hatte, nachdem ich mit Band vier fertig war – und nun bin ich sehr gespannt darauf, wie der Kampf gegen die jahrtausendealte böse Königin des Nachbarreichs verlaufen wird und ob damit die Reihe zu einem Ende findet oder nicht …

Murphy Lawless: OctoBEARfest/Partridge in a Bear Tree (Renaissance Shifters 1+2)

Nachdem ich mit den „Bog Standard Isekai“-Romanen so viel Düsteres gelesen hatte, brauchte ich eine etwas fluffigere Lektüre und befreite deshalb „OctoBEARfest“ vom eReader. Die „Renaissance Shifters“-Reihe ist ein Ableger der Virtue-Shifters-Romane und die Geschichten drehen sich um die Bären-Gestaltwandler-Brüder (bzw. in Band 2 um seine Cousine) von Steven aus „Hold My Bear“. Auch wenn C. E. Murphy hier nicht unter dem geteilten Pseudonym Zoe Chant schreibt, sondern als Murphy Lawless, so folgen die Geschichten doch demselben Schema wie die Virtue-Shifter-Romane. Aber es sind süße und amüsante Geschichten, perfekt zum Entspannen (oder um sich von einer etwas aufreibenderen Lektüre zu erholen). Die Reihe wird mit fünf Bänden abgeschlossen sein und alle Teile spielen entweder rund um eine Brauerei mit angeschlossenem Pub oder einen am selben Ort stattfindenden Mittelaltermarkt. Während ich mir bei den Beziehungen oft wünschte, dass die Autorin sich bei diesen Liebesromanen mehr Zeit mit der Kennenlernphase lassen würde, kann ich mich über den Humor in diesen Geschichten wirklich nicht beschweren. Ich kichere beim Lesen die ganze Zeit vor mich hin, was dann auch der Grund ist, wieso ich immer wieder zu diesen Gestaltwandler-Romanen zurückkehre.

Rachel Morgan: The Charmed Leaf Legacy 1-3

Ich weiß nicht mehr, wo ich über diese Reihe von Rachel Morgan gestolpert bin, aber die „The Charmed Leaf Legacy“-Bücher sind einfach bezaubernd, wohltuend und amüsant. Rachel Morgen lässt diese Romane in einer fantastischen Regency-Welt spielen, in der die Fae mit all ihrer Magie der Adelsschicht entsprechen, während die Menschen – aufgrund ihres Mangels an Magie – im besten Fall die Mittelschicht erreichen können. Das bedeutet natürlich, dass Ehen zwischen Fae und Menschen – und ebenso eventuelle Kinder aus solch einer Verbindung – dementsprechend skandalös sind. Die Protagonistin des ersten Bandes „Tempest & Tea Leaves“ ist das Ergebnis einer solchen Ehe, und während ihr Fae-Vater und ihre menschliche Mutter sehr liebevoll und sehr stolz auf Iris sind, ist die Fae-Gesellschaft wenig entgegenkommend, als Iris während der Bloom Season ihre Magie vorstellen soll.

Ich fand die Ähnlichkeit zwischen „Tempest & Tea Leaves“ und „Pride and Prejudice“ von Jane Austen bei der ersten Begegnung zwischen Iris und ihrem Gegenstück Lord Jasvian Rowanwood schon sehr auffällig. Aber zum Glück geht die Handlung dann schnell ihren eigenen Weg – vor allem, da Lord Jasvians Großmutter Lady Rivenna beschließt, dass Iris eine geeignete Nachfolgerin für die Leitung ihres „Charmed Leaf Tea House“ sein könnte. Während Iris von Lady Rivenna ausgebildet wird, müssen sie und Lord Jasvian im selben Büro arbeiten – was natürlich dazu führt, dass die beiden sich besser kennenlernen und ihre gegenseitigen Vorurteile überwinden. Ich mochte diese Mischung aus (magischer) Ausbildung, Geplänkel zwischen Iris und Lord Jasvian, die ungewöhnliche Magie rund um das Teehaus und Iris‘ – auf den ersten Blick – nutzloser Fähigkeit wirklich sehr. „Tempest & Tea Leaves“ war – trotz all der unschönen Begegnungen, die Iris mit einigen Fae hatte – eine rundum amüsante und wohltuende Lektüre, die mir wirklich Spaß gemacht hat. Deshalb war ich sehr froh, dass ich mir nach dem Lesen der Leseprobe gleich den Sammelband mit den ersten drei Teilen der Reihe gegönnt hatte.

Dabei muss ich zugeben, dass ich Mariselle Brightcrest, die Protagonistin von „Deals & Dreams“, im ersten Band sehr unangenehm fand und mir nicht vorstellen konnte, dass ich ihre Liebesgeschichte gern lesen würde. Aber schon auf den ersten Seiten sorgt Rachel Morgan dafür, dass Mariselle in einem ganz neuem Licht erscheint – was dafür sorgt, dass ihre Fake-Verlobungs-Geschichte mit Evryn Rowanwood mir überraschenderweise am Ende noch besser gefiel als der erste Band der Reihe. Das lag auch daran, dass sich Mariselle und Evryn ständig gegenseitig alberne Streiche spielen. was zu sehr vielen unerwarteten und amüsanten Szenen führt. Gleichzeitig wird trotz all der lustigen Momenten deutlich, dass beide Figuren nicht glücklich mit ihrer Position innerhalb ihrer Familien sind und sich nach jemandem sehnen, der sie so respektiert, wie sie sind – wobei Evryn sich immerhin sicher sein kann, dass seine Familie ihn liebt. Gerade weil Mariselle innerhalb ihrer Familie auf keine Unterstützung hoffen kann, ist es umso schöner zu verfolgen, wie Evryn ihr – trotz der unglücklichen Umstände, die zur ihrer Fake-Verlobung geführt haben – zur Seite steht. Das war berührend und amüsant und wirklich schön zu lesen – weshalb ich auch dieses Mal am Ende nicht davon ausging, dass mir der nächste Band annähernd so gut gefallen könnte.

Damit hatte ich mich aber erneut getäuscht, denn auch „Love & Letter Charms“ konnte mich nicht nur mindestens ebenso gut unterhalten wie die ersten beiden Bänden, sondern auch damit überraschen, wie gut Aurelise Rowanwood (die jüngste Schwester von Jasvian und Evryn) und Prinz Ryden zusammenpassen. Dabei ist die unglaublich schüchterne Aurelise zutiefst schockiert, als verkündet wird, dass in dieser Bloom Season alle debütierenden Fae-Damen für einige Wochen in den Palast eingeladen werden, damit der Prinz unter ihnen seine zukünftige Frau auswählen kann. Auch bei dieser Geschichte gelingt es Rachel Morgan, im Laufe der Handlung zu zeigen, dass ihre Figuren deutlich mehr Tiefe haben, als der erste Eindruck andeutet, und während ich es anderen Autor*innen vermutlich nicht so schnell verzeihen würde, dass der Protagonist Aurelise eine wichtige Information vorenthält, konnte ich es hier erstaunlich gut nachvollziehen und es Prinz Ryden (ebenso wie der Autorin) nachsehen.

Insgesamt habe ich drei rundum befriedigende Tage mit den drei Bänden der „The Charmed Leaf Legacy“-Reihe verbracht, während derer ich meine Lektüre kaum aus der Hand legen mochte. Jeder der drei Romane hatte einen ganz anderen thematischen Schwerpunkt, und sie fühlten sich beim Lesen überraschend unterschiedlich an, obwohl sie alle drei eine gute Mischung aus berührenden und amüsanten Szenen hatten. Ich mochte die Hauptfiguren und die Personen, von denen sie unterstützt werden, wirklich sehr – so sehr, dass es mir jedes Mal schwerfiel, mir vorzustellen, dass ich die Protagonisten des nächsten Teils ebenso ins Herz schließen würde, nur um dann eines Besseren belehrt zu werden. Es sind schon zwei weitere „The Charmed Leaf Legacy“-Bände angekündigt (und von mir vorbestellt) worden, und ich hoffe sehr, dass sie mir ebenso gut gefallen werden wie die ersten drei Teile der Reihe. Wobei ich da wirklich optimistisch bin, denn es ist wirklich selten, dass ich nach dem Lesen von Fortsetzungen das Gefühl habe, dass die Geschichten immer besser werden.

Oh, und für diejenigen, die Interesse an der Reihe haben, aber nicht auf Englisch lesen mögen: Es gibt deutsche Ausgaben der ersten drei Bände, die von der Autorin selbst veröffentlicht wurden. Allerdings kann ich nichts zur Qualität der Übersetzung sagen – nur, dass sich der deutsche Klappentext für mich unrunder anfühlt als der englische, aber das liegt vermutlich daran, dass ich inzwischen so viel mehr auf Englisch lese.

Lese-Eindrücke März 206

In den letzten zwei Märzwochen habe ich so viel und intensiv gelesen, dass ich alle paar Tage innehalten und meine diversen Leselisten aktualisieren musste. Ich gebe zu, dass der Großteil der gelesenen Romane „Fast Food“-Lektüre war, aber es hat mir wirklich gutgetan, mal wieder so sehr im Lesen zu versinken. Bei der Menge an gelesenen Büchern ist natürlich auch einiges zusammengekommen, was nicht genug Eindruck für eine ausführliche Rezension hinterlassen hat, aber wozu ich hier trotzdem noch ein paar Zeilen festhalten möchte. Oh, und Anlass für die Menge an gelesenen Büchern war eine Aktion, bei der viele erste Bände von Serien kostenlos angeboten wurden, von denen ich mir zum Monatsanfang einige runtergeladen hatte.

Ava Grace Bentley: A Billionaire’s Tail (Heiress of the Dawn 1)

Ich muss gestehen, dass ich „A Billionaire’s Tail“ wegen des – meiner Meinung nach wirklich suboptimalen – Titels beinah nicht runtergeladen hätte. Aber zu meiner Überraschung hat sich die Geschichte von Ava Grace Bentley als wirklich solide, actionreiche Urban Fantasy herausgestellt, und ich habe mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt. In „A Billionaire’s Tail“ verbergen sich die „Others“ (übernatürliche Personen) vor den Menschen, während gleichzeitig ein Machtkampf zwischen den „normalen Others“ (wie Werwölfe, Vampire usw.) und den „Omens“ (besonders starke übernatürliche Wesen, deren Geheimnis erst im Laufe des Romans enthüllt wird) stattfindet. Die Protagonistin ist seit Jahren auf der Flucht vor dem Mann, der ihre Familie getötet hat, und deshalb zu Beginn der Geschichte physisch, psychisch und finanziell ziemlich am Ende, aber natürlich wendet sich ihr Schicksal in den ersten Kapiteln zum Besseren. Insgesamt ist die Handlung schon relativ vorhersehbar (und wieso die Protagonistin nicht kapiert, dass die drei Personen, die alle gleich riechen, „überraschenderweise“ ein und dieselbe Person in unterschiedlichen Identitäten sind, muss ich nicht verstehen), aber ich hatte trotzdem eine so gute Zeit mit dem Roman, dass ich mir nach dem Lesen von „A Billionaire’s Tail“ den zweiten Teil vorbestellt habe, der am 30. Juni erscheinen wird.

Kenley Davidson: Dragon Chained (The Dragon of 23rd Street 1)

Noch ein kostenloser erste Band einer Reihe und noch eine Geschichte, mit der ich mich überraschend gut amüsiert habe, obwohl der Humor mir stellenweise etwas zu gewollt war. Protagonistin Kira Everleigh ist eine Drachin, die gemeinsam mit ihrer Tante in Menschengestalt in einer kleinen Wohnung über einer Buchhandlung in Oklahoma City lebt. Während ihre Tante verreist ist, kümmert sich Kira um den Laden, bis eines Tages ein Elf das Geschäft betritt und nach ihrer Tante sucht. Im Laufe der Geschichte findet Kira raus, dass sie deutlich weniger über ihre Herkunft, über ihre Tante und all die anderen magischen Rassen weiß, als sie dachte, während sie sich gleichzeitig mit einem Elfen-Assassinen auf die Suche nach ihrer verschwundenen Tante macht und einige Abenteuer erlebt. Es gab einige wirklich nette Momente in der Geschichte, und die Handlung hat sich sehr schön flüssig weglesen lassen. Aber es gab auch zu viele Szene, bei denen ich mit den Augen gerollt habe, weil sie geradezu „schau, ist das nicht lustig?!“ schrien. Alles in allem nett, aber nicht gut genug, um Geld für die beiden Fortsetzungen auszugeben … Oh, und noch eine kleine Anmerkung: Laut Klappentext ist die Trilogie schon mal unter dem Pseudonym Haley Ryan veröffentlicht worden.

Jen Lynning: Lady of Truth (The Great Balance World)

„Lady of Truth“ von Jen Lynning gehörte nicht zu den schon erwähnten kostenlosen eBooks, sondern war eine Empfehlung aus einem Autorinnen-Newsletter – und ich fand die Grundidee, dass die Protagonistin Eleya nicht lügen kann, reizvoll. Die Geschichte beginnt damit, dass sich Eleya nachts in das Schlafzimmer des Mannes schleicht, bei dem ihr Bruder Schulden hat, um diese Schulden auf … handfeste Weise „abzuarbeiten“. Doch Prinz Dmir hat nicht vor, Eleya auszunutzen oder gar Geld von einem Mann einzutreiben, den das in Schwierigkeiten bringen würde – was am Ende dazu führt, dass er Eleya als Sekretärin beschäftigt. Natürlich verlieben sich die beiden ineinander, und ich fand es etwas unbefriedigend, dass ich in dem (gerade mal 120 Seiten langen) Roman das bessere Kennenlernen der beide nicht wirklich miterleben konnte. Dafür hat die Autorin halt mehr Seiten für den „steamy“ Teil dieser „Steamy Steampunk Novella“ aufgewandt, was unterhaltsam war, aber nicht das, was mir an diesem Roman wirklich gefiel. Ich mochte die Idee einer Welt, in der Balance eine wichtige Rolle spielt, mir gefiel die Beziehung der Protagonistin zu ihrem Bruder und die zu ihrer besten Freundin, und das waren die Teile der Geschichte, von denen ich gern noch mehr gelesen hätte. Die anderen Bände der Reihe sind länger, aber so ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob ich weiterlesen mag.

Kimberly A. Rogers: Threats by Numbers (Rogue Spotter 1)

Ich hatte unter meinen kostenlosen eBooks überraschend viele Titel, mit denen ich mich gut amüsiert habe, aber „Threats by Numbers“ von Kimberly A. Rogers gehörte leider nicht dazu. Auch dieser Urban-Fantasy-Roman hatte eine Grundidee, die ich in ihrer Ungewöhnlichkeit eigentlich ganz reizvoll fand. Die Protagonistin Lauren ist ein „Spotter“ – was bedeutet, dass sie eine Person ist, deren übernatürliche Fähigkeit darin besteht, die Gefährlichkeit einer anderen Person anhand einer Zahl (die für sie über deren Kopf zu sehen ist) erkennen zu können. Das Gefahrenpotenzial der meisten Personen liegt bei 3 oder 4, weshalb Lauren unglaublich alarmiert ist, als sie eines Tages bei der Arbeit eine 10 sieht. Wie gesagt, ich fand die Idee eigentlich ganz lustig, aber meinem Gefühl nach hat Kimberly A. Rogers überhaupt nichts daraus gemacht. Ich persönlich finde es zum Beispiel vollkommen unglaubwürdig, dass das Gefahrenpotenzial einer Person immer gleich sein soll – glaubt mir, wenn ich müde oder hungrig bin, bin ich definitiv gefährlicher als satt und ausgeschlafen. 😉 Ebenso fiel es mir schwer zu glauben, dass es Lauren seit Jahren gelingt, sich nicht als Spotter zu outen, wenn sie sich gleichzeitig bei jedem einzelnen Vorfall in der Handlung so ungeschickt anstellt. Das einzige, was ich postiv anmerken kann, ist, dass sich die Beziehung zwischen ihr und „Mr 10“ langsam entfaltet, nachdem die beiden so einige Verabredungen hatten. Wobei ich mich beim Lesen durchgehend fragte, wieso Lauren auf der einen Seite ständig daran denkt, dass eine 10 unfassbar gefährlich ist, und sich auf der anderen Seite durchgehend eingestehen muss, dass dieser Mann einfach nur aufmerksam, rücksichtvoll, fürsorglich und freundlich ist und sie sich in seiner Gegenwart ausnahmsweise einmal sicher fühlt. Am Ende des Romans war ich so genervt von dem Widerspruch zwischen dem Verhalten der Protagonistin und dem, was mir die Autorin die ganze Zeit weismachen wollte, dass ich froh war, dass das Buch nur knapp 200 Seiten lang war.

Dusty Rose: Wanted: Vampire’s Assistant (Moonhaven Cove 1)

Da ich diesen Beitrag dieses Mal nach meiner alphabetischen Leseliste zusammengestellt habe, kommt hier erst das erste kostenlose eBook, das ich im März gelesen hatte. „Wanted: Vampire’s Assisstant“ von Dusty Rose ist genau die Art von leichter, fantastischer Liebesgeschichte, die der Titel vermuten lässt. Protagonistin Mia Durran verliert zu Beginn der Geschichte ihren Job und droht, auch ihr Apartment zu verlieren. Deshalb nimmt sie ein absurd klingendes Jobangebot als Assistentin eines Vampires an – obwohl Mia anfangs nicht glauben kann, dass es übernatürliche Wesen überhaupt gibt. Dieser neue Job führt sie in den kleinen Ort Moonhaven Cove, der eine Zuflucht für alle möglichen Arten von übernatürlichen Wesen darstellt, wo sie nicht nur neue Freunde findet, sondern sich auch in ihren Chef Draven Leto verliebt. Aber natürlich ist auch in Moonhaven Cove nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen und so müssen Mia und Draven herausfinden, wer Anschläge auf den Vampir und/oder seine neue Assistentin verübt. Das alles ist nett, aber so vorhersehbar, dass ich zum Monatsende schon ganz vergessen hatte, dass ich den Roman gelesen hatte. Die Moonhaven-Cove-Reihe ist definitiv keine Reihe, die ich fortsetzen muss.

Lese-Eindrücke Januar 2026

Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown

„The Coldest Girl in Coldtown“ hatte ich Ende Dezember halb gelesen zur Seite gelegt, und dann kamen ein paar Tage, in denen ich aus verschiedenen Gründen nur zu eBooks gegriffen habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich die Geschichte rund um Tana zwar mochte und mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt habe, aber mich das Vampirthema eigentlich recht wenig fesselte. Was etwas schwierig ist bei einem Roman, in dem die Protagonistin versuchen muss, in einer Welt voller Vampire zu überleben, während sie gleichzeitig fürchtet, dass sie selbst sich in eine Vampirin verwandeln wird. Die zweite Hälfte des Buchs habe ich dann wieder an zwei Abenden gelesen und mich definitiv nicht dabei gelangweilt, aber es fehlten auch ein wenig die überraschenden oder reizvollen Elemente – die Elemente, die aus einer düsteren Urban-Fantasy-Vampir-Geschichte etwas machen, was mich fesselt und dafür sorgt, dass der Roman eine langanhaltende Erinnerung bei mir hinterlässt. Jetzt bin ich fast versucht, „The Darkest Part of the Forest“ von der Autorin noch einmal zu lesen, um zu schauen, ob mir der Roman heute noch ebenso gefällt wie vor (fast) neun Jahren.

Emily Krempholtz: Violet Thistlewaite is Not a Villain Anymore

„Violet Thistlewaite ist Not a Villain Anymore“ ist eine wirklich süße Geschichte, die aus den Perspektiven der Blumenhändlerin Violet und des Alchemisten Nathaniel erzählt wird. Die beiden lernen sich kennen, als Violet in den Ort Dragon’s Rest zieht, der bis vor kurzem von der Anwesenheit des bösen Zauberers Guy Shadowfade überschattet wurde. Nachdem Guy besiegt und seine Verbündeten in alle Winde zerstreut wurden, beschließt Violet (früher bekannt als die tödliche Thornwitch), ihr Leben als „gute Person“ in dem kleinen Ort zu beginnen. Doch es ist nicht so einfach, all die Dinge aus ihrer Vergangenheit vor ihren Nachbarn verborgen zu halten und sich an ein normales Leben zu gewöhnen. Vor allem ihr grummeliger Vermieter Nathaniel macht es Violet nicht gerade einfach – und natürlich liegt das daran, dass er sich zu seiner Mieterin hingezogen fühlt. Ich hatte viel Spaß mit „Violet Thistlewaite ist Not a Villain Anymore“, denn auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Violet und Nathaniel etwas arg vorhersehbar war, so mochte ich, wie sich die beiden im Laufe der Zeit über ihre Probleme und Sorgen austauschten (so weit das eben geht, wenn eine Person versucht, ihre Vergangenheit geheim zu halten). Vor allem aber habe ich den kleinen Ort Dragon’s Rest und all seine Bewohner ins Herz geschlossen. Violets neue Nachbarn sind vielleicht nicht immer ganz einfach, aber es sind genau die richtigen Personen, damit sich eine ehemaligen Thornwitch unter ihnen zuhause fühlen kann. Ich bin sehr gespannt, was die Autorin im Zukunft noch so schreiben wird!

Leslie Gail: The Drama of Death (Dead End Witches 2)

„The Drama of Death“ ist nach „The Magic of Death“ der zweite Teil einer wirklich netten Cozy-Mystery-Reihe von Leslie Gail. Die Handlung wird weiterhin aus der Perspektive von Star Bell erzählt, die dieses Mal damit fertig werden muss, dass ihre Schwester Daisy zurück nach Dead End kommt – um Aufnahmen für eine Fernsehserie zu drehen. Das Verhältnis zwischen Star und Daisy ist schwierig, da Daisy berühmt geworden ist, indem sie vortäuschte, über Stars magische Fähigkeiten (Geister sehen und mit ihnen kommunizieren können) zu verfügen. Eine weitere Herausforderung ist, dass die Fernsehserie, für die Daisy vor der Kamera steht, berühmt dafür ist, Personen zu entlarven, die übernatürliche Fähigkeiten vortäuschen. Als dann auch noch die Moderatorin der Serie ermordet wird, muss Star sich nicht nur endlich wieder Daisy annähern, sondern auch noch herausfinden, wer den Mord verübt hat. Während ich beim ersten Teil noch die Eigenheiten der älteren Generation der Bell-Hexen etwas kritisiert hatte, kann ich hier anmerken, dass nur Stars Großmutter ein paar Auftritte bekommt, die sich auch alle im Rahmen halten. Ansonsten mochte ich die vielen verschiedenen Figuren, und ich habe mich gut darüber amüsiert, wie Star versucht, Informationen rund um den Mord zu sammeln. Auch wenn ich es recht offensichtlich fand, wer die Tat begangen hat, so hatte ich doch Spaß daran, Stars Weg zur Auflösung zu verfolgen. Soweit ich weiß, wird es irgendwann auch noch einen dritten Teil der Reihe geben, der sich um den Mord an Stars und Daisys dritter Schwester dreht, und ich freu mich schon darauf.

Rebekah Isert: The Heart of the Matter

Normalerweise bestelle ich keine Liebesgeschichten vor, aber „The Heart of the Matter“ von Rebekah Isert klang so reizvoll, dass ich hier eine Ausnahme machte. Die Geschichte beginnt damit, dass die Protagonistin Summer von ihrer Familie sechs Paar-Therapiestunden geschenkt bekommt, die sie mit ihrem Freund besuchen soll. Dummerweise ist der Freund, über den sich Summer gegenüber ihrer Familie regelmäßig beklagt, nur ausgedacht – weil sie nicht wusste, wie sie sonst mit all dem Druck umgehen soll, den ihre Familie ihr bezüglich ihres Single-Daseins machte. Statt nun ihre Familie darüber aufzuklären, dass sie gelogen hat, sucht Summer einen Mann, der mit ihr zur Paartherapie geht. Der Protagonist hingegen ist Chase, dessen letzte Beziehung vor einem halben Jahr endete und dessen Ex-Freundin ihm vorwarf, dass sein Verhalten toxisch gewesen sei. Das führte dazu, dass Chase sein Benehmen gegenüben allen Personen hinterfragt und das Gefühl hat, er müsse an sich arbeiten, weshalb er bereit ist, mit Summer zur Therapie zu gehen. Natürlich lernen sich die beiden während dieser Therapiestunden (und bei den Hausaufgaben, die sie dafür aufbekommen) sehr gut kennen, und das fand ich wirklich sehr nett zu verfolgen. Die Idee, eine Liebegeschichte mit einer Paar-Therapie beginnen zu lassen, funktionierte überraschend gut für mich, und ich mochte es, den gemeinsamen Weg von Summer und Chase zu verfolgen.

W.R. Gingell: Lady of Weeds (Lady 2)

Nachdem ich im Januar schon „Lady of Dreams“ gelesen hatte, habe ich auch noch zum zweiten Teil der Reihe „Lady of Weeds“ gegriffen. Diese Geschichte spielt an der Küste von Sunderland und wird aus der Perspektive von Carys erzählt. Carys ist die Wächterin eines Strandabschnitts und beschützt mit ihrer Arbeit das naheliegende Fischerdorf vor den Selkie, die an der Küste ihren Schabernack treiben (und damit eine tödliche Gefahr für die Anwohner sind). Eines Tages findet Carys einen jungen verletzten Mann in einem der Salzwasserteiche an der Küste und versorgt ihn in ihrer kleinen Hütte am Strand. Eurion (wie Carys ihn nennt) leidet unter Gedächtnisverlust, trägt aber überraschend kostbare Gegenstände bei sich und einen Ring, den Carys aus ihrer Vergangenheit wiedererkennt. Deshalb behält Carys Eurion bei sich, in der Hoffnung, dass er seine Erinnerungen wiedererlangt und ihr ihre Fragen zu dem Ring beantworten kann. Gleichzeitig erreichen Gerüchte den kleinen Ort von einem Anschlag auf einen der Kronprinzen und von untergegangenen Schiffen, und mehrere Fremde stellen Fragen zu dem, was das Meer in den letzten Tagen so angespült hat … Im Kern ist auch „Lady of Weeds“ eine Liebesgeschichte, aber während sich „Lady of Dreams“ fast ausschließlich um eine Handvoll potenzieller Paare und ihre Gefühle und Hintergründe drehte, gibt es bei „Lady of Weeds“ durch die Ereignisse außerhalb von Carys‘ kleinem Küstenort eine deutlich politischere Note. Ich habe es sehr genossen, mich mit dem Rätsel um Eurions Herkunft, mit all den Fragen rund um Carys‘ Vergangenheit und den verschiedenen Neuankömmlingen im Ort zu beschäftigen. Letztere sorgten dann auch für ein Wiedersehen mit ein paar Figuren, die ich schon aus „Lady of Dreams“ kannte, was ich sehr nett fand, mich aber auch neugierig darauf machte, mehr über ihren Weg von Eppa nach Sunderland zu erfahren. Ich würde wirklich gern noch mehr über diese fantastische Welt lesen und mich mit diesen süßen Liebesgeschichten beschäftigen – zu schade, dass es keine Erwähnung der beiden weiteren (ursprünglich) geplanten Titel zu finden gibt.

W.R. Gingell: Lady of Dreams (Lady Series 1)

„Lady of Dreams“ habe ich gekauft, ohne irgendetwas darüber zu wissen, abgesehen davon, dass der Roman von W. R. Gingell geschrieben wurde und ich die Geschichten der Autorin bislang alle mochte. Auf den ersten Seiten wird deutlich, dass die Handlung aus der Sicht von Clovis erzählt wird. Clovis ist eine junge Frau, die nicht gehen kann und den Großteil ihres Lebens in Träumen verbringt. Wobei diese „Träume“ Dinge sind, die Menschen in ihrer Umgebung gerade aktuell passieren und die sie – zumindest zum Teil – beeinflussen kann. Clovis lebt den Großteil des Jahres in Scandia, dem Land, aus dem ihre Mutter stammte und über das wir als Leser*innen nicht besonders viel erfahren. Aber für die Sommermonate reist sie nach Eppa, wo ihr Vater und ihr Stiefbruder leben, um mit diesen Zeit zu verbringen.

Nach und nach wird deutlich, dass Magie (und damit meine ich nicht Clovis‘ Träume) in diesen Ländern existiert, auch wenn sie nicht alltäglich ist, und dass parallel dazu so etwas wie Dampfkraft die Technik bestimmt. Außerdem ist das Land Eppa im Prinzip eine fantastische Variante von (Süd-)Korea (vermutlich in den 1920er Jahren), was sich auch in den vielen koreanischen Anreden/Titeln/Ausrufen wiederspiegelt. Auch die Handlung entfaltet sich in „Lady of Dreams“ nur langsam, während Clovis erzählt, wie sie in diesem Sommer nicht nur von ihrem jüngeren Bruder Jessamy träumte, sondern auch von dem Schriftsteller Park Hyun-jun, dem Komponisten Ma Yong-hwa und der rätselhaften Ae-jung. Während sich die Geschichte zwischen diesen Personen langsam entwickelte, stellt ich zu meiner Überraschung fest, dass „Lady of Dreams“ im Prinzip nichts anderes als ein ruhig erzähltes K-Drama ist – und ich muss zugeben, dass ich das sehr genossen habe.

Lange Zeit beobachtet Clovis nur, wie sich die drei Männer immer mehr für Ae-jung interessieren, während die junge Frau nur in Ruhe arbeiten und ihr ganz persönliches Geheimnis bewahren will. Doch als für Clovis der Sommer in Eppa beginnt, greift sie immer wieder in das Leben (nicht nur) dieser vier Personen ein, was zu so einigen sehr amüsanten Momenten führt. Ich habe mich mit der ruhigen Erzählweise, den unterschiedlichen Charakteren und den diversen Liebesgeschichten, die sich im Laufe der Zeit entwickelten, wunderbar unterhalten gefühlt. „Lady of Dreams“ ist kein Roman gewesen, denn ich in einem Rutsch verschlingen wollte, sondern eine Geschichte, die ich mir für einen entspannenden Tagesausklang gegönnt habe, während ich tagsüber immer wieder gern an die Figuren und am Vortag gelesene Momente zurückdachte. Am Ende des Romans kündigte W. R. Gingell an, dass dies die erste von vier Veröffentlichungen in dieser Welt sei, aber der zweite Teil, „Lady of Weeds“, wurde schon vor sechs Jahren veröffentlicht, und danach gab es keinen weiteren Band in der Reihe.

Megaera C. Lorenz: The Shabti

Über „The Shabti“ von Megaera C. Lorenz habe ich schon beim letzten Lese-Sonntag einiges geschrieben. Die Geschichte spielt 1934 in den USA und wird aus der Sicht von Dashiel Quicke erzählt. Dashiel war bis vor wenigen Jahren als „Medium“ unterwegs und verdient sich nun – mehr schlecht als recht – seinen Lebensunterhalt damit, dass er Vorträge über die Tricks und Methoden seiner ehemaligen Kolleg*innen hält. Während eines seiner Vorträge trifft er auf Hermann Goschalk, der als Professor für Ägyptologie nicht nur für das Unterrichten von Student*innen, sondern auch für das kleine Museum des College verantwortlich ist – und Hermann ist davon überzeugt, dass dieses Museum über ein Artefakt verfügt, das von einem Geist besessen ist.

„The Shabti“ ist ein ungewöhnlicher Roman, und es fällt mir sehr schwer, die Geschichte einem einzelnen Genre zuzuschreiben. Der Anfang, bei dem man mehr über Dashiel und seine Vergangenheit als „Medium“ (und die damit zusammenhängenden Betrugsmaschen) erfährt, fühlt sich sehr nach einem roman noir an. Dann kommen dazu die Elemente rund um den realen Spuk, die der Handlung einen Anstrich von altmodischen Horrorfilmen verleihen, und zuletzt ist da noch die Beziehung, die sich zwischen Dashiel und Hermann entwickelt. Diese Liebesgeschichte zwischen dem (ehemaligen) Schwindler und dem sehr respektablen und unauffälligen Professor ist überraschend süß zu verfolgen und der Grund, wieso Dashiel bei all den Herausforderungen, die er im Roman durchstehen muss, nicht wieder in alte Verhaltensweisen zurückfällt und davonläuft.

Die ersten zwei Drittel von „The Shabti“ habe ich sehr langsam und genussvoll gelesen, während ich mich gleichzeitig immer wieder fragte, wie weit Megaera C. Lorenz wohl den Horror- oder Krimianteil der Geschichte treiben würde. Gleichzeitig fand ich es spannend, von der Autorin, die unter anderem Ägyptologin ist, mehr über Hermanns Tätigkeit als Professor und Museumskurator – und natürlich über die Ausstellungstücke in seiner Obhut, zu denen das verfluchte Shabti gehört – zu erfahren. Überraschenderweise gab es auch so einige amüsante Momente in dieser Geschichte voller (für die Charaktere) gruseliger und aufreibender Ereignisse, und zu meinem eigenen Erstaunen musste ich an einem Punkt sehr laut auflachen, weil ich mich so über eine unerwartete Enthüllung amüsierte. Nach dieser Wendung in der Handlung konnte ich den Roman dann auch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich ihn beendet hatte, weil ich wirklich wissen wollte, wie die Figuren damit umgehen würden.

Am Ende war die Lösung für Dashiels und Hermanns Probleme dann doch recht offensichtlich, aber es fühlte sich sehr stimmig an, wie die Autorin die verschiedenen Puzzleteile der Handlung zu einer schlüssigen Auflösung zusammenbrachte. Nach dem Lesen habe ich das Buch rundum befriedigt aus der Hand gelegt, was ich nicht so oft sagen kann. Mit „The Shabti“ hat Megaera C. Lorenz eine wirklich ungewöhnliche und sehr reizvolle Geschichte erzählt, in der verschiedene Genre-Elemente gelungen miteinander verwoben werden. Wer sich für Ägyptologie, roman noir, eine mlm-Liebesgeschichte oder (relativ harmlosen) Horror interessiert, findet hier auf jeden Fall einen interessanten und unterhaltsamen Roman. Ich bin mir sicher, dass ich das Buch nicht zum letzten Mal gelesen habe, und vor allem bin ich neugierig darauf, was die Autorin (hoffentlich) in Zukunft noch veröffentlicht wird.

Lese-Eindrücke Oktober 2025

Dank der Herbstlesen-Wochenenden habe ich im Oktober trotz einiger stressiger Wochen nicht gerade wenig Bücher gelesen. Nicht alle davon geben genug Stoff für eine ausführliche Rezension, aber einen Lese-Eindruck möchte ich hier trotzdem noch festhalten.

You Yeong-Gwang: The Rainfall Market

„The Rainfall Market“ habe ich am zweiten Herbstlesen-Sonntag gelesen und konnte schon da nicht viel mehr zu dem Roman sagen, als dass ich ihn genossen habe. Die Handlung dreht sich um die ca. 16jährige (ich schätze das Alter anhand der Schuljahre in Südkorea) Serin, deren Leben in den letzten Jahren ziemlich hart war. Ihr Vater ist früh verstorben und ihre Mutter schafft es kaum, mit ihrem Einkommen die Familie über Wasser zu halten. Vor einem Jahr ist auch noch Yerin weggelaufen, die nicht nur Serins kleine Schwester, sondern auch ihre beste Freundin war. Der Zugang zum magischen Rainfall Market soll Serins Leben eine ganz neue Wendung geben, was dafür sorgt, dass sie dort so einige Abenteuer erlebt. Das Ganze war wirklich sehr nett zu lesen, vor allem, da die Dokkaebi (Bewohner des Rainfall Markets) alle ihre ganz besonderen Eigenarten haben. Erwartbarerweise bringt jede Begegnung mit den koboldartigen Wesen Serin eine neue Erkenntnis, auch wenn ihr erst am Ende aufgeht, was sie alles während ihrer Zeit im Rainfall Market gelernt hat. Das ist sehr vorhersehbar, aber eben auch sehr süß zu lesen, wobei es mich überrascht hat, dass sich die Geschichte anfühlte, als wäre sie eher für ein Middle-Grade-Publikum geschrieben worden. Obwohl ich das nicht erwartet hatte, habe ich meinen Tag mit diesem Buch sehr genossen – es war genau das Richtige für einen entspannten Sonntag.

Claire Trella Hill: Black and Deep Desires – A Gothic Vampire Romance (Bonds of Blood 1)

Ich muss zugeben, dass ich den Titel „Black and Deep Desires“ eher abschreckend finde. Da die Autorin Claire Trella Hill aber schon seit einiger Zeit immer wieder von unterschiedlichen Autorinnen empfohlen wird, habe ich mir im Oktober mal die Leseprobe dieses Romans angeschaut – nur um dann direkt das Buch zu kaufen und zu lesen. Die Geschichte hat eine wunderbare „Gothic“-Atmosphäre mit einer neunzehnjährigen Protagonistin, die – seit einer Krankheit in ihrer Kindheit – behindert ist, von ihrem Vater und ihren Brüdern vernachlässigt wird und trotzdem versucht, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Doch dann entdeckt sie, dass ihr wissenschaftlich interessierter Vater und ihre Brüder (von denen einer ein sadistisches Arschloch ist) eine Person für Experimente im Keller gefangen halten. Da unsere Heldin Claire nicht nur weichherzig, sondern auch mutig ist, führt das zu einer überraschend süßen Liebesgeschichte mit einem Vampir – ohne dass der Gothic-Anteil, die Kämpfe gegen die Bösewichte und all die anderen unterhaltsamen Elemente zu kurz kommen. Ich habe mich wirklich sehr gut mit der Geschichte unterhalten gefühlt, ich mochte die Charaktere und ich habe nun definitiv Lust, mehr von Claire Trella Hill zu lesen. (Was bedeutet, dass ich inzwischen nicht nur eine Kurzgeschichte rund um zwei Nebenfiguren, die ich in „Black and Deep Desires“ schon mochte, gelesen habe, sondern auch die Fortsetzung „Every Longing Heart“ vorbestellt hatte. Die hebe ich mir dann aber für Dezember auf, um das Weihnachtsthema richtig zu genießen. *g*)

Becky Chambers: A Closed and Common Orbit (Wayfarers 2)

Nachdem ich „The Long Way to a Small, Angry Planet“ gelesen hatte, war ich ein bisschen enttäuscht, als ich feststellte, dass mir „A Closed and Common Orbit“ nicht mehr über die Crew der Wayfarer erzählen würde. Deshalb bin ich froh, dass ich das Buch erst einmal zur Seite gelegt und abgewartet habe, bis ich grundsätzlich in der richtigen Stimmung für diesen Roman war. Das war am dritten Herbstlesen-Sonntag im Oktober der Fall, und gerade mal drei Tage später hatte ich die Geschichte beendet. Es gibt in dem Roman zwei Handlungsstränge. Der eine begleitet Sidras aktuelle Erlebnisse, der andere erzählt die Geschichte von Jane 23, die mit zehn Jahren aus einer Fabrik flüchtete, in der sie arbeitete, um von da an auf einem riesigen Schrottplatz zu leben. Faszinierenderweise fand ich beide Handlungsstränge gleich fesselnd, obwohl ich bei Jane 23 schon wusste, dass sie irgendwann dem Schrottplatz entkommen wird. Aber ich wusste nicht genau, wie es dazu kommen würde und welche Herausforderungen Jane 23 in der Zwischenzeit bewältigen musste … Ich will eigentlich gar nicht mehr zu dem Roman schreiben, weil ich das Gefühl habe, dass es besser ist, ohne großes Vorwissen in die Geschichte zu gehen. Aber Becky Chambers‘ Erzählweise hat mich wieder gut unterhalten, und ich finde es großartig, wie sie mich beim Lesen dazu gebracht hat, darüber nachzudenken, was eine Person ausmacht, und mitzufühlen, was Sidra und Jane 23 jeweils durchmachen. Schön, dass ich noch drei weitere Titel der Autorin auf meinem SuB habe.

Jane Glatt: Lost and Found (Wrap-It-Up Magic 1)

„Lost and Found“ von Jane Glatt war mir als ungewöhnlicher Cozy-Mystery empfohlen worden, und da ich mir nach dem Klappentext so gar nicht vorstellen konnte, worum es genau in dem Roman geht, habe ich (mal wieder) zur Leseprobe gegriffen, was dann zum Kauf führte. Die Geschichte dreht sich um die 62jährige Barbara, die vor einigen Monaten feststellen musste, dass ihr Mann ein Betrüger im ganz großen Stil ist. Während er vor Beginn der Ermittlungen flüchten konnte, wurde Barbara verdächtigt, seine Komplizin zu sein. Auch wenn sie nicht verurteilt wurde, hat sie den Großteil ihres Besitzes, ihr Haus und die Beziehung zu ihren beiden Söhnen verloren. Die einzige Person, die noch an Barbaras Seite steht, ist ihre Freundin Kat, bei der sie zu Beginn des Romans auch einzieht. Kurz darauf stellt Barbara fest, dass sie unter ganz bestimmten (magischen) Umständen verlorene Dinge/Personen/Tiere finden kann – was ein wirklich seltsames, aber unterhaltsames Element in einem ansonsten durchgehend realistischen Roman ist. Ich mochte Barbara, die wild entschlossen ist, diesen Schicksalsschlag als Chance zu sehen, sehr gern, ebenso wie ihre Freundin Kat und deren Tochter, die beide Barbara unterstützen. Ich fand die Art und Weise, in der Barbara ihr übernatürliches Talent entdeckt, unterhaltsam, und es war erfrischend ungewöhnlich, dass sich die Handlung weniger um ein aktuelles Verbrechen und große Dramen dreht als darum, dass Barbara mehr über ihr Talent herausfindet – und dann versucht, diese Gabe dazu zu nutzen ihren Mann der Justiz zu übergeben. Das war auf genau die richtige Weise eine wirklich „nette“ Geschichte.

A. J. Lancaster: How to Find a Nameless Fae

Von A. J. Lancaster mochte ich schon die „Stariel“-Romane (soweit ich sie bislang gelesen habe), und so war ich neugierig genug, als „How to Find a Nameless Fae“ angekündigt wurde, um den Titel direkt vorzubestellen. Die ungewöhnliche Rumpelstilzchen-Variante wird aus der Perspektive von Prinzessin Gisele erzählt. Diese hat an ihrem vierzigsten Geburtstag die Nase voll davon, darauf zu warten, dass der Fae, mit dem ihre Mutter vor ihrer Geburt einen Handel abgeschlossen hatte, sie abholt. Gisele ist sich sicher, dass ihre einzige Chance, in Zukunft ein einigermaßen normales Leben zu führen, darin besteht, dass sie den unbekannten Fae tötet, um endlich von ihrem Fluch befreit zu werden. Doch als sie im Feenreich ankommt und auf den Fae – von ihr Malediction genannt – trifft, stellt sich heraus, dass er nicht der skrupellose Bösewicht ist, als der er immer dargestellt wurde. Stattdessen ist Malediction ein etwas planloser Gelehrter, der von Giseles Fluch ebenso betroffen ist wie sie. So scheint es nur logisch zu sein, dass Gisele bei Malediction bleibt und ihm dabei hilft, den Zauber zu lösen.

„How to Find a Nameless Fae“ beinhaltete so viele Elemente, die ich wirklich mochte. Erst einmal war es schön, mit Gisele eine schon etwas ältere Prinzessin als Protagonistin zu haben. Ihr Leben war ziemlich herausfordernd, da ihr Fluch dafür sorgte, dass kaum jemand ihre Gesellschaft für längere Zeit aushalten konnte. Aber sie hat versucht, das Beste aus der Situation zu machen, und im Laufe der Jahre allerlei hilfreiches Wissen gesammelt. Es ist nicht einfach für Gisele herauszufinden, dass nicht alles, was ihre Mutter ihr erzählt hat, wahr ist. Aber sie geht mit einem liebenswerten Pragmatismus an die Herausforderungen heran, die durch all die unbekannten Elemente im Feenland auf sie warten. Malediction hingegen war sich nicht bewusst, dass Gisele ebenso durch den Fluch litt wie er, weshalb er ein schrecklich schlechtes Gewissen ihr gegenüber hat. Der Fae ist ein wirklich liebenswerter Charakter, auch wenn er anfangs etwas gedankenlos und oberflächlich wirkt. Aber es ist wirklich wunderbar zu sehen, wie er sich um sein (über eine großartige Persönlichkeit verfügendes) Haus kümmert und wie er versucht, aufmerksam mit Gisele umzugehen.

Die sich im Laufe der Zeit entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Malediction und Gisele ist sehr süß und voller kleiner Missverständnisse, die ich überraschenderweise nachvollziehbar und deshalb eher berührend fand. Da das Aufeinanderzugehen der beiden Charaktere eher langsam vonstatten ging, muss ich zugeben, dass ich die – relativ frühe – Sexszene in der Geschichte etwas irritierend fand. Wobei „Sexszene“ auch nicht der richtige Begriff ist, da es sich um einen Traum handelt. Das war für mich ein überraschender Bruch in einer ansonsten eher zurückhaltenden (und beinahe jugendfreien) Liebesgeschichte, aber immerhin hat diese Szene einige wichtige Informationen übermittelt, mit denen am Ende die Handlung ein paar Schritte vorwärts machen konnte. Ansonsten konnte „How to Find a Nameless Fae“ nicht nur mit den beiden liebenswerten Protagonisten und einem wunderbaren Haus aufwarten, sondern auch noch mit einem ganzen Haufen ungewöhnlicher – und häufig sehr sympathischer – Nebencharaktere. Ich hoffe sehr, dass A. J. Lancaster noch mehr Geschichten in dieser Welt schreiben wird, in denen wir dann noch mehr über die verschiedenen Nebenfiguren erfahren, und dass diese Romane dann ebenso amüsant und wohltuend sein werden wie „How to Find a Nameless Fae“.

Lese-Eindrücke August 2025

Nachdem ich im Juni und Juli schon fast alle für den Sommer gekauften Celia-Lake-eBooks gelesen hatte, habe ich im August meine Abende mit einer etwas bunteren Mischung an Romanen verbracht. Was bedeutet, dass ich auch wieder so einige Lese-Eindrücke sammeln konnte …

Kara Buchanan: Magica Riot (Maidensong Magica 1)

„Magica Riot“ ist eine „magical girl“-Geschichte, die mich wirklich gut unterhalten hat. Die Handlung wird aus der Sicht von Claire Ryland erzählt, die nach einem aufregenden Abend – inklusive einer Schlägerei in einer Seitengasse – in die Band „Magica Riot“ aufgenommen wird. Doch „Magica Riot“ ist nicht nur eine Band, sondern auch Teil der „Starlight Alliance“, deren Kämpferinnen die Welt (oder – wie im Fall von „Magica Riot“ – die Stadt Portland) vor Monstern beschützen. Ich habe Claire gern dabei begleitet, wie sie sich mit den anderen Bandmitglieder angefreundet und mehr über ihre Aufgabe als magical girl gelernt hat. Die trans Keytar-Spielerin ist natürlich anfangs ziemlich überwältigt von all den Veränderungen in ihrem Leben, aber ich habe es wirklich genossen mitzuverfolgen wie Claire immer mehr zu sich selbst und ihren Platz zwischen den anderen vier magical girls findet. Der Roman ist mit etwas über 200 Seiten relativ kurz, verfügt aber über all die Elemente, die zu einer „magical girl“-Geschichte gehören. Das führte dazu, dass ich mich beim Lesen nicht nur gut unterhalten gefühlt habe, sondern auch auf angenehme Weise an die diversen Manga und Anime erinnert wurde, die ich eigentlich mal wieder lesen/sehen könnte.

Becky Chambers: The Long Way to A Small Angry Planet (Wayfarers 1)

Nachdem ich „Monk & Robot“ von Becky Chambers so mochte, dachte ich, es wäre Zeit, auch die Wayfarers-Romane auszuprobieren. Auch diese Reihe gehört zu den Büchern, über die so viel gesprochen wurde, dass ich erst einmal Abstand vom Hype brauchte, um überhaupt Lust auf ein erstes Antesten zu haben. Als ich dann also endlich damit anfing, habe ich die Handlung rund um das Raumschiff Wayfarer und seine Crew sehr genossen. Beginnend mit der Ankunft des neusten Crewmitglieds Rosemary Harper, begleitet die Geschichte die Wayfarer auf ihrem Weg in eine erst kürzlich befriedete Zone – und auf der langen Reise gibt es viele Details rund um die verschiedenen Personen, ihre Vergangenheit und ihre Planeten zu entdecken. Das war – trotz der diversen Gefahren – wunderbar wohltuend zu lesen, und ich freue mich, dass ich noch vier weitere Bücher von Becky Chambers auf dem SuB habe. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich – aufgrund des Perspektiv- und Schauplatzwechsels – etwas Zeit zwischen den einzelnen Romanen benötige und deshalb „A Closed and Common Orbit“ nach einem ersten Anlesen erst einmal zur Seite gelegt habe. Mal schauen, ob ich im September damit weitermache …

Sharna Jackson: The Good Turn

Nachdem ich die „High Rise„-Mysteries von Sharna Jackson so mochte, hatte ich mir „The Good Turn“ direkt mit der Veröffentlichung im Mai 2022 gekauft. Bei einem ersten Anlesen bin ich dann aber nicht mit der Protagonistin Josie warm geworden, und so lag der Roman erst einmal eine Zeitlang auf meinem SuB. Nachdem ich „The Good Turn“ nun endlich zu Ende gelesen habe, muss ich zugeben, dass ich die Geschichte zwar mochte, aber Josies Perspektive weiterhin ungern verfolgt habe. Sie entwickelt sich (natürlich) im Laufe des Buchs weiter, und grundsätzlich würde ich sagen, dass Josies Verhalten realistisch und nachvollziehbar für eine Elfjährige ist, aber ich habe sie – im Gegensatz zu den Figuren aus „High Rise“ – nicht so sehr ins Herz geschlossen. Von Josie abgesehen gab es aber so einiges, was ich an der Handlung genossen habe. So ist es zum Beispiel immer wieder beeindruckend, wie es Sharna Jackson gelingt, die liebenswerten Seiten einer heruntergekommenen Gegend zu beschreiben, ohne dabei jemals unrealistisch zu werden. Auch Josies – nicht immer einfache – Freundschaft zu Wallace und Margot, die beide in Josies Nachbarschaft leben, fand ich stimmig. Außerdem sind die Herausforderungen für die Kinder (wie Rassismus, Einwanderungspolitik, Armut, Überforderung eines alleinerziehenden Elternteils), die Sharna Jackson in „The Good Turn“ aufgreift, leider ziemlich aktuell und somit Dinge, die wohl so einige (nicht nur) jugendliche Leser*innen beschäftigen. Grundsätzlich bin ich also immer noch überzeugt von Sharna Jacksons Erzählweise, aber ich weiß nicht, ob ich noch weitere Romane aus Josies Perspektive lesen möchte.

M. J. May: Perfectly Imperfect Pixie (Perfect Pixie 1)

Von „Perfectly Imperfect Pixie“ hatte ich vor einiger Zeit eine Leseprobe gelesen, die ich wirklich nett fand. Und da ich während der heißesten Tage im August kaum etwas auf die Reihe bekommen habe, das anstrengender war, als meinen eReader zu halten, hatte ich auch Bedarf an neuen Romanen, die wenig Konzentrationsfähigkeit erforderten. „Perfectly Imperfect Pixie“ (der Titel ist schon etwas lästig zu tippen) ist eine süße Geschichte, deren beiden Protagonisten dringende Probleme in ihrem Leben haben. Phil(odendron) ist ein Pixie, dessen ungewöhnliche Größe dafür sorgt, dass er nicht für die traditionellen Jobs eines Haus-und-Herd-Pixies engagiert wird, während der Werwolf Sed(rick) sich nach dem Tod seines Bruders und dessen Frau um seine Nichte Ruthie und seinen Neffen Dillon kümmern muss. Außerdem steckt Sed mitten in einem Sorgerechtsstreit, da der skrupellose Großvater der beiden Kinder das Testament der verstorbenen Eltern angefochten hat. Um zu beweisen, dass er sich gut um Dillon und Ruthie kümmert, empfielt Seds Anwalt ihm, einen Haus-und-Herd-Pixie zu engagieren. So dreht sich die Handlung in „Perfectly Imperfect Pixie“ vor allem darum, wie sich Phil und Sed um Dillon und Ruthie kümmern, Phil mit den diversen Herausforderungen rund um Seds Haushalt fertig wird und Sed sich mit all den Intrigen, die der Großvater der Kinder spinnt, auseinandersetzen muss. Ich mochte die verschiedenen Figuren, und das Ganze ist überraschend amüsant und wohltuend zu lesen. Natürlich gibt es immer wieder gefährliche Situationen, die durchgestanden werden müssen, aber da es recht schnell abzusehen ist, dass es für Sed und Phil (die sich am Ende endlich eingegestehen müssen, dass sie Gefühle füreinander entwickelt haben) gut ausgeht, haben diese Gefahren vor allem dafür gesorgt, dass die Geschichte nicht zu zuckersüß wurde.

Alice Coldbreath: The Unlovely Bride (Brides of Karadok 2)

Über „The Unlovely Bride“ von Alice Coldbreath bin ich in einem YT-Video gestolpert. Nach dem Lesen der Leseprobe war ich mir ziemlich sicher, dass ich die Warnung der Autorin („Please do not purchase if you are offended by strong language and or sex scenes.“) ignorieren konnte und stattdessen viel Spaß mit der Liebesgeschichte haben würde. Die Handlung dreht sich um Lenora, deren gefeierte Schönheit nach einer Pocken-Erkrankung verschwunden ist, und um Garman, der bei jedem Turnier den Preis des unbeliebtesten Ritters gewinnen könnte. Da selbst Lenoras Eltern der Meinung sind, dass sie ohne ihre ehemalige Makellosigkeit besser an ihrer Krankheit verstorben wäre, bietet Lenora Garman an, dass er über ihre großzügige Mitgift verfügen kann, wenn er mit ihr durchbrennt. Von Anfang an ist klar, dass Garman eigentlich ein netter – wenn auch etwas ungehobelter – Kerl ist, und ich fand es sehr schön zu verfolgen, wie er und Lenora sich besser kennenlernen. Ich muss zugeben, dass ich eine etwas weniger derbe Ausdrucksweise von seiner Seite bevorzugt hätte, aber nichts davon war so irritierend, dass es mich beim Lesen wirklich gestört hätte. Stattdessen habe ich mit Vergnügen verfolgt, wie Lenora nach dem Verlust ihrer Schönheit entdeckt, dass sie eine ziemlich willenstarke und einfallsreiche Person ist, der es Freude bereitet, sich für andere einzusetzen. Garman hingegen muss ziemlich schnell mit der Erkenntnis fertigwerden, dass er sich Hals über Kopf in seine Frau verliebt hat, obwohl das doch so gar nicht in seine Pläne passt. Das war sehr süß und amüsant zu lesen, und ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft noch weitere Titel der „Brides of Karadok“-Reihe ausprobieren werde.

C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)

Im August habe ich mit „Soulstar“ endlich auch den dritten Band des Kingston-Cycle gelesen. Dieser Teil gefiel mir deutlich besser als „Stormsong“, weil trotz aller bedrückenden Ereignisse so viele Personen vorkamen, die sich für eine gerechtere Gesellschaft engagierten. Außerdem mochte ich die Perspektive von Robin, die in den vorhergehenden Büchern zwar als sympathische Nebenfigur vorkam, von deren Leben aber bislang nicht sehr viel erzählt worden war. Insgesamt war dieser Roman ein wirklich befriedigender Abschluss für die Trilogie – und trotzdem überlege ich, ob ich die drei Bücher aussortieren soll. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, dass ich die Romane noch einmal lesen möchte, weil der zweite Teil für mich so unfassbar frustrierend beim Lesen war. Für die Trilogie-übergreifende Handlung waren all diese frustrierenden Elemente gut und richtig (wenn ich von dieser einen offensichtlichen und ärgerlichen Auflösung eines bestimmten Aspekts absehe). Aber obwohl ich die Figuren und die Welt sehr mochte und definitiv der Meinung bin, dass C. L. Polk sehr gut darin ist, ihren Geschichten Leben einzuhauchen, schrecke ich momentan bei der Vorstellung zurück, „Stormsong“ noch einmal zu lesen. Wenn ich den zweiten Band des Kingston Cycle aber nicht noch einmal lesen möchte, dann muss ich „Witchmark“ und „Soulstar“ eigentlich auch nicht im Regal stehen lassen, obwohl sie mir wirklich gut gefallen haben.