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Kate Milford: Ghosts of Greenglass House (Greenglass House 2)

Nachdem mir „Greenglass House“ von Kate Milford im vergangenen Jahr so gut gefallen hatte, hatte ich mich sehr über die Veröffentlichung einer Fortsetzung gefreut. Trotzdem habe ich mir den Roman aber dann nicht direkt nach dem Kauf vorgenommen, sondern für die Feiertage aufgehoben, da auch die Handlung von „Ghosts of Greenglass House“ direkt vor Weihnachten spielt. Zu Beginn der Geschichte ist der inzwischen dreizehnjährige Milo nicht gerade glücklich. Er weiß nicht, wie er mit einem Lehrer umgehen soll, der ihn immer wieder auf seine chinesische Herkunft anspricht, er befürchtet, dass der einzige Gast im Greenglass House nicht rechtzeitig abreist, damit Milo ein privates Weihnachten mit seinen Eltern verbringen kann, und vor allem erinnern ihn die nahen Feiertage daran, dass er seine Freundin Meddy seit den Vorfällen im vergangenen Jahr nicht mehr gesehen hat.

Noch bevor Milo so richtig in seinen Problemen versinken kann, klingelt es an der Tür des Greenglass House und ein Haufen neuer Gäste zieht in die Pension ein. Ein paar Personen kennt man als Leser schon von den Ereignissen aus „Greenglass House“, einige andere Charaktere sind vollkommen neu. Aber wie schon im ersten Band scheint fast jeder einzelne sich verdächtig zu verhalten und Geheimnisse zu hüten, die schwerwiegende Folgen für das Gasthaus und seine Gäste mit sich bringen können. In vielen Elementen ähneln sich „Greenglass House“ und „Ghosts of Greenglass House“ sehr, und das finde ich gar nicht schlecht, weil es mir beim Lesen genau die Dinge wiederbrachte, die ich am ersten Band so genossen hatte. Auf der anderen Seite bringt die Tatsache, dass man als Leser inzwischen Meddys Hintergründe kennt und mehr über die Geschichte des Greenglass House und die Stadt Nagspeake weiß, viele neue Möglichkeiten mit sich, die Kate Milford auch gelungen für diese Fortsetzung ausnutzt.

Wie schon beim ersten Band hatte ich trotz der wunderbaren Atmosphäre und den Ereignissen rund um die „Waits“ (eine Gruppe von Sängern, die in – zum Teil unheimlichen – Kostümen in den Tagen vor Weihnachten von Haus zu Haus ziehen), die im Greenglass House landen, relativ wenig Probleme, den Roman in der ersten Hälfte aus der Hand zu legen. Es gibt so viele kleine Szenen, die im Leser nachklingen können, und so viele neue Figuren, auf die man sich erst einmal einlassen muss, dass ich persönlich die Geschichte anfangs lieber in kleinen Häppchen genieße. Erst nachdem mich das Rätsel um die gestohlenen Schätze, die legendäre Violet Cross und die Besonderheiten der „Liberty of the Gammerbund“ richtig gepackt hatte, konnte ich „Ghosts of Greenglass House“ nicht mehr zur Seite legen und habe lieber bis in die Nacht hinein gelesen, um das Buch zu beenden, als vernünftigerweise schlafen zu gehen. Auf der anderen Seite wollte ich eigentlich gar nicht, dass der Roman endet, denn ich mag das Greenglass House und seine Bewohner so gern, dass ich noch mehr Zeit damit verbringen wollte.

Dadurch, dass man als Leser inzwischen weiß, was Meddys Geheimnis ist, und dadurch, dass Milo mit einigen der Gäste befreundet ist, die auch im vergangenen Jahr schon die Vorweihnachtszeit im Greenglass House verbracht haben, gibt es eine Offenheit zwischen diesen Charakteren, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. So fühlt es sich nicht mehr so an, als seien Milo und Meddy die einzigen, denen etwas unheimlich vorkommt und die versuchen müssen, die Hintergründe der verschiedenen seltsamen Ereignisse aufzuklären. Stattdessen arbeitet Milo mit den verschiedenen Personen zusammen, und jede von ihnen hat ihr ganz besonderes Talent, das sie zur Lösung des Rätsels beitragen kann und mit dem sie diejenigen schützen will, die sie in Gefahr sieht. Da es mir persönlich immer so viel Freude bereitet, all diese kleinen Enthüllungen in der Geschichte mitzuerleben, mag ich hier gar nicht mehr oder detaillierter darüber schreiben, aber auch dieses Mal hat Kate Milford wieder einen gute Balance gefunden zwischen „ich kann (fast) niemandem trauen“-Szenen und „heimeligen Momenten mit Familie und Freunden und heißer Schokolade vor dem geschmückten Weihnachtsbaum“. Ich freu mich jetzt schon auf den Tag, an dem „Bluecrown“  – die Vorgeschichte des Greenglass House – als Taschenbuch erscheint und ich noch mehr Zeit in der Stadt Nagspeake mit all ihren Besonderheiten und ungewöhnlichen Bewohnern verbringen kann.

Neuzugänge: Oktober, November und Dezember 2018

Dass der Neuzugangsbeitrag im letzten Quartal eines Jahres etwas länger wird, ist ja bei mir ganz normal. Geburtstag und Weihnachten hinterlassen halt ihre Spuren – vor allem, da meine Lieben immer brav meine Wunschliste abarbeiten. 😉 Dass ich aber neben all den Geschenken noch eine bemerkenswerte Menge an neuen Büchern habe, ist nicht normal. Zum Teil liegt es daran, dass ein paar Romane neu erschienen sind, auf die ich schon seit der ersten Ankündigung ihrer Veröffentlichung warte, zu einem anderen Teil daran, dass ich im September lauter Titel auf meiner Liste entdeckte, die nur noch gebraucht (aber dafür immerhin auch sehr günstig) zu bekommen waren, und natürlich gab es die eine oder andere Versuchung, die durch Twitter oder Blogs entstand und der ich relativ spontan nachgab.

1. Michael du Preez und Jeremy Dronfield: Dr. James Barry – A Woman Ahead of Her Time
Ich glaube, ich bin über einen Tweet auf diese Buch aufmerksam geworden und fand die Geschichte dahinter – soweit ich sie damals mitbekommen habe – sehr interessant. (Ich verkneife mir jetzt mal die Frage, warum gerade zwei Männer diese Biografie über eine Frau geschrieben haben, die eine erfolgreiche Karriere als männlicher Militärarzt aufbaute …)

2. Leah Moore/John Reppion/Sally Jane Thompson: Conspiracy of Ravens (Comic)
Noch ein Titel, der mir bei Twitter über den Weg lief und bei dem ich das Cover so interessant fand, dass ich mehr über die Geschichte wissen wollte. Der Klappentext hat dann zur Bestellung geführt und im Oktober kam der Band dann mit der monatlichen Comiclieferung (von der ich immer noch behaupte, dass sie eigentilch nur die Comicbestellungen meines Mann enthält). Ein geerbtes Schloss, fünf „Superheldinnen“ und eine Gegenspielerin in den eigenen Reihen klang auf jeden Fall nach einem Comic, der mir gefallen könnte, und so war es auch.

3. Deborah Crombie: Beklage deine Sünden (Kincaid und James 17)
„Früher“ hat Deborah Crombie einmal im Jahr einen neuen Band ihrer Kriminalromane rund um Duncan Kincaid und Gemma James rausgebracht – zumindest hatte ich das so in Erinnerung, bis ich mir mal eine Liste ihrer Romane inklusive Veröffentlichungsdatum angeschaut habe. Auf jeden Fall hat der seit einigen Jahren größere Abstand zwischen ihrern Büchern dazu geführt, dass ich immer ein bisschen hinterherhinke. Mit diesem Titel bin ich aber wieder auf dem aktuellen Stand und hoffe, dass ich irgendwann mal die Zeit finde, um einige Bände hintereinander zu verschlingen. Neben den wirklich gut geschriebenen Kriminalfällen halten mich nämlich auch die Charaktere und ihre Entwicklung bei der Serie, und da habe ich inzwischen ein bisschen den Überblick verloren. 😉

4. Catherynne M. Valente: The Refrigerator Monologues
Dieser Titel war mir schon ins Auge gefallen (und auf der Wunschliste gelandet), bevor er veröffentlicht wurde. Aber irgendwie gab es dann immer andere Bücher, die schneller in den Einkaufswagen gehüpft sind, bis ich vor ein paar Wochen ein günstiges Angebot bei einem Modernen Antiquariat entdeckte. Jetzt freue ich mich sehr darüber, dass Catherynne M. Valentes „Abrechnung“ mit dem Superheldengenre auf meinem SuB gelandet ist und bin gespannt, wie sie mit dem Thema umgeht.

5. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
Noch ein Buch, das ziemlich lange auf dem Merkzettel saß, bis ich es beim Modernen Antiquariat entdeckte. Da der Titel schon im Mai 2016 veröffentlicht wurde, ist nicht jeder der darin enthaltenen Essays noch topaktuell, aber spannend finde ich die Texte trotzdem.

6. Kristin Hahn und Sigrid Jacobeit (Hrsg.): Brennender Stoff – Deutsche Mode jüdischer Konfektionäre vom Hausvogteiplatz
Über „Brennender Stoff“ bin ich durch die gleichnamige Ausstellung in Berlin gestolpert. Da ich es eindeutig nicht geschafft hätte, vor dem 30. November nach Berlin zu reisen, um die Ausstellung anzuschauen, habe ich mir im November den Begleitband zur Ausstellung gegönnt.

7. Stephanie Burgis: The Girl with the Dragon Heart
„The Girl with the Dragon Heart“ dreht sich um Silke, die beste Freundin von Aventurine aus „The Dragon with a Chocolate Heart“. Ich mochte die Figur schon sehr gern, als sie nur Aventurines hilfreiche Freundin war, und war deshalb sehr gespannt darauf, eine Geschichte aus ihrer Perspektive zu erleben. Da hat es die Andeutungen der Autorin rund um Fairies und Spionage gar nicht mehr gebraucht, damit ich den Band vorbestelle. Bei all der Vorfreude war es dann auch nicht verwunderlich, dass ich den Roman ziemlich zügig gelesen und rezensiert habe. 😉

8. Seanan McGuire: Deadlands – Boneyard
Eine Geschichte von Seanan McGuire, in der ein Jahrmarkt vorkommt und die für sich allein stehend zu lesen ist, obwohl sie zu den Deadlands-Romanen gehört – mehr brauchte ich für eine Bestellung gar nicht zu wissen.

Dann kam mein Geburtstag, und viele Menschen waren so lieb und haben meinen Bücher-Wunschzettel geplündert. Weil das so viele Titel sind, verzichte ich mal auf Anmerkungen zu den einzelnen Büchern. 🙂

9. Ruth Goodman: How to be a Victorian
10. Robin Stevens: Jolly Foul Play (A Murder Unladylike Mystery 4)
11. Robin Stevens: A Spoonful of Murder (A Murder Unladylike Mystery 6)
12. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
13. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
14. Louise Erdrich: The Birchbark House

15. Molly Knox Ostertag: The Witch Boy (Comic)
16. S. A. Patrick: A Darkness of Dragons
17. Catherine Fischer: The Clockwork Crow
18. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
19. Jim C. Hines: Terminal Alliance
20. Dashiel Hammett: The Library of America Edition

21. Vivien Chien: Death by Dumpling
22. Abi Elphinstone: Sky Song
23. Vivian Jamieson: Roller Girl (Comic)
24. Diana Wynne Jones: The Game
25. Lila Bowen: Wake of Vultures (Shadow Series 1)

Auch im Dezember trudelte noch das eine oder andere bestellte Buch bei mir ein, wobei der erste Titel noch im November eintraf – natürlich gerade an dem Tag, nachdem ich den Rest fotografiert hatte. Da ich zu faul war, um die letzten Novemberzugänge noch einmal rauszukramen, landet der Titel nun im Dezember. 😉

26. Rhys Bowen: Royal Flush (Her Royal Spyness 3)
Die Royal-Spyness-Reihe gehört zu den Reihen, die ich seit längerer Zeit im Hinterkopf habe, bei der ich mir aber nicht so ganz sicher war, ob ich sie weiter lesen mag. Im November hatte ich dann Lust darauf, die ersten beiden Bände noch einmal zu lesen, und hatte so viel Spaß dabei, dass ich den dritten Teil direkt im Anschluss bestellt habe. Zum Glück habe ich noch die Ausgabe bekommen, die zu meinen vorhandenen Büchern passt. Da werde ich mich wohl etwas ranhalten müssen, damit ich die weiteren Bücher auch mit den passenden Covern anschaffen kann.

27. Kelly Barnhill: The Unlicensed Magician
Eines der Bücher von meiner Wunschliste, das ich in den letzten Wochen günstig bei einem Modernen Antiquariat gefunden hatte. Da mir bislang alle gelesenen Romane der Autorin gefielen und sie bislang nicht so viel veröffentlicht hat, versuche ich gerade, ihre Backlist vollständig zu bekommen.

28. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
Noch ein Antiquariats-Kauf, von einer Autorin, um die ich schon eine Weile herumschleiche, mit einer Geschichte, die angeblich sehr ungewöhnlich sein soll – obwohl das Wild-West-Fantasy-Thema nicht ganz so neu ist.

29. Catherynne M. Valente: Space Opera
Und noch ein Fund im Angebot eines Modernen Antiquariats – ich muss zugeben, dass ich bei dem Laden relativ hemmungslos zuschlage, weil die angebotenen Bücher vollkommen neuwertig sind, wenn man von einem kleinen Eddingstrich am oberen oder unteren Schnitt absieht.

Zuletzt dann noch all die Weihnachtsgeschenke, die meine Lieben von meinem Wunschzettel gepflückt haben! Wieder ohne Anmerkungen, weil es einfach so viele Romane, Comics und Sachbücher sind. *freu*

30. Sam Maggs: Girl Squads – 20 Female Friendships that Changed History
31. Fergus Fleming: The Man With the Golden Typewriter – Ian Fleming’s James Bond Letters
32. Sophie Anderson: The House with Chicken Legs
33. Das kleine Sabotage-Handbuch von 1944

34. Tanya Huff: Wizard of the Grove
35. Robin Stevens: Mistletoe and Murder (Murder Most Unladylike 5)
36. Robin Stevens: Cream Buns and Crime (Murder Most Unladylike Anthology)
37. Robin Stevens: Death in the Spotlight (Murder Most Unladylike 7)
38. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
39. Hope Larson/Brittney Williams: Goldie Vance 2 (Comic)

40. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
41. Tom Reiss: Black Count
42. Ovidia Yu: The Frangipani Tree Mystery
43. Aliette de Bodard: In the Vanishers‘ Palace
44. Riley Redgate: Noteworthy
45. Christopher Skaife: The Ravenmaster – My Life with the Ravens at the Tower of London
46. Roshani Chokshi: Aru Shah and the End of Time
47. Katie O’Neill: Princess Princess Ever After (Comic)
48. James Whitley/M. Goodwin: Princeless X (Comic)

Januar-SuB 2019

Nachdem es im November und Dezember so viele neue Bücher für mich gab, hat nur die Tatsache, dass ich Comics und Sachbücher nicht auf die SuB-Liste setze, dazu geführt, dass ich am Weihnachtsabend nicht vor einem dreistelligen SuB stand. Ich muss gestehen, dass all diese schönen neuen Bücher mich sehr glücklich machen und ich mich jetzt schon auf die Lesestunden freue, die ich damit verbringen werde! Ebenso habe ich die vergangenen Tage genossen, in denen ich sehr viel Zeit mit einem Roman vor der Nase verbracht habe – jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, um das eine oder andere Buch zu rezensieren, damit ihr auch noch etwas von meiner Lesezeit habt. Auch in den kommenden Tage werden ich wohl noch viel Zeit zum Lesen finden, bis am 7. Januar für uns der Alltag wieder anfängt.

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Sophie Anderson: The House with Chicken Legs
  3. Kelly Barnhill: Dreadful Young Ladies and Other Stories (Anthologie)
  4. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  5. Kelly Barnhill: The Unlicensed Magician
  6. Tracy Baptiste: Rise of the Jumbies (The Jumbies 2)
  7. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  8. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  9. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
  10. Aliette de Bodard: In the Vanishers‘ Palace
  11. Lila Bowen: Wake of Vultures (Shadow Series 1)
  12. Rhys Bowen: Royal Flush (Royal Spyness 3)
  13. Rhys Bowen: Royal Blood (Royal Spyness 4)
  14. Rhys Bowen: Naughty in Niece (Royal Spyness 5)
  15. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  16. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  17. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  18. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  19. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  20. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  21. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  22. Patricia Briggs: River Marked (Mercy Thompson 6)
  23. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
  24. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  25. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  26. Vivien Chien: Death by Dumpling
  27. Roshani Chokshi: Aru Shah and the End of Time
  28. Deborah Crombie: Beklage deine Sünden (Kincaid und James 17)
  29. Abi Elphinstone: Sky Song
  30. Louise Erdrich: The Birchbark House
  31. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  32. Jasmine Gower: Moonshine
  33. Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  34. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 3)
  35. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  36. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  37. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  38. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  39. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  40. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  41. Rachel Hartman: Seraphina
  42. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  43. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  44. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  45. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  46. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  47. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  48. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  49. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  50. Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder (The Dalemark Quartet 1)
  51. Diana Wynne Jones: Drowned Ammet (The Dalemark Quartet 2)
  52. Diana Wynne Jones: The Spellcoats (The Dalemark Quartet 3)
  53. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  54. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  55. Diana Wynne Jones: Power of Three
  56. Diana Wynne Jones: The Game
  57. Celine Kiernan: Geisterpfade
  58. Celine Kiernan: Königspfade
  59. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  60. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  61. Kelly McCullough: Der Zorn der Klinge
  62. Kelly McCullough: Die erste Klinge
  63. Kelly McCullough: Der Schwur der Klinge
  64. Seanan McGuire: Tricks for Free (InCryptid 7)
  65. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
  66. Seanan McGuire: Deadlands – Boneyard
  67. Kelly Meding: Stray Magic
  68. Kate Milford: The Boneshaker
  69. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  70. Bishop O’Connell: The Stolen
  71. Ellen Oh und Elsie Chapman (Hrsg.): A Thousand Beginnings and Endings (Anthologie)
  72. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  73. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  74. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  75. S. A. Patrick: A Darkness of Dragons
  76. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  77. Cindy Pon: Serpentine
  78. Sarah Prineas: The Lost Books – The Scroll of Kings
  79. Riley Redgate: Noteworthy
  80. Philip Reeve: Larklight
  81. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  82. John Scalzi: Fuzzy Nation
  83. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  84. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  85. Robin Stevens: Mistletoe and Murder (Murder Most Unladylike 5)
  86. Robin Stevens: A Spoonful of Murder (A Murder Unladylike Mystery 6)
  87. Robin Stevens: Death in the Spotlight (Murder Most Unladylike 7)
  88. Robin Stevens: Cream Buns and Crime (Murder Most Unladylike Collection)
  89. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  90. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  91. Charles den Tex: Die Zelle
  92. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  93. Sarah Tolcser: Song of the Current
  94. Tiffany Trent: Unnaturalist
  95. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  96. Catherynne M. Valente: The Refrigerator Monologues
  97. Catherynne M. Valente: Space Opera
  98. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  99. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  100. Xinran: Gerettete Wort
  101. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes
  102. Ovidia Yu: The Frangipani Tree Mystery

96 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

 

Jahresende

Irgendwie haben wir in den letzten Jahren immer gedacht, dass das kommende Jahr hoffentlich weniger anstrengend wird als das vorherige, und dann kam es doch wieder anders – für mich war 2018 vor allem das Jahr des Schlafmangels, und da ich damit wirklich nicht gut umgehe, hoffe ich sehr, dass sich das im kommenden Jahr nicht wiederholt. 😉

Um 2018 mit einem schönen Erlebnis zu beenden (und weil wir in den vergangenen sechs Wochen mehrere Unternehmungen absagen mussten, auf die wir uns gefreut hatten), haben wir für heute Vormittag einen Tisch im Lieblingscafé reserviert. Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück werden wir wieder nach Hause fahren und uns mit Christie einrollen, bis das Jahr vorbei und die Nacht wieder ruhig geworden ist.

Für die ersten Wochen des kommenden Jahres habe ich schon einige Dinge vor – unter anderem ein Wochenendbesuch bei einer Freundin, die ich seit ein paar Jahren nicht gesehen habe – und ich freu mich nicht nur auf all diese Pläne, sondern auch auf das Gefühl des „Neuanfangs“, das ein Jahreswechsel für mich so mit sich bringt.

Für euch hoffe ich, dass das neue Jahr Gesundheit
und viele wunderschöne und unvergessliche Momente parat hält.
Passt gut auf euch auf und verbringt viel Zeit mit Menschen,
die euch guttun und am Herzen liegen,
und mit Tätigkeiten, die euch Freude bereiten
und den Stress des Alltags vergessen lassen!

Sachbücher 2018

Auch in diesem Jahr habe ich wieder eine Extra-Liste für die gelesenen Sachbücher des Jahres. Selbst ohne die Sachbuch-Challenge hat sich das Ganze zu einer für mich liebgewonnenen Tradition entwickelt. In diesem Jahr hätte ich so gern stolz verkündet, dass ich endlich einige Sachbücher beendet (bzw. noch einmal von vorne angefangen und bis zur letzten Seite gelesen) habe, die aus den verschiedensten Gründen schon seit einigen Jahren darauf warten, aber stattdessen habe ich mich vor allem auf Sachbücher konzentriert, die ich aus der Bibliothek ausgeliehen hatte.

Mal schauen, wie es im kommenden Jahr so mit mir und den Sachbüchern läuft. Die angefangenen Titel habe ich ja immer noch und dazu noch sehr viele Sachbücher, die ich in den letzten Wochen geschenkt bekommen habe und auf die ich mich sehr freue! Ich glaube, ich sollte die Bibliotheksausleihen in dem Bereich mal etwas zurückfahren – mit einem Abgabetermin im Nacken liest es sich gerade nicht so gut, und ich habe Zuhause ja genügend Auswahl.

1. Ranga Yogeshwar: Nächste Ausfahrt Zukunft – Geschichten aus einer Welt im Wandel

2. Fumio Sasaki: Das kann doch weg! Das befreiende Gefühl, mit weniger zu leben
Das Buch hatte ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen, nachdem ich in einer Rezension dazu die Aussage las, dass die Person jetzt zwar nicht vom minimalistischen Lebensstil überzeugt sei, aber viele Anregungen für sich mitgenommen hätte. Für mich kann ich sagen, dass ich beim Lesen solcher Bücher nur jedes Mal wieder feststelle, dass mein Leben (und mein Kaufverhalten) absolut nichts mit dem dieser „Selbsthilfe“-Autoren gemein hat. Ich rege mich nur über viele der Aussagen auf, weil sie lediglich beweisen, was für unreflektierte und oberflächliche Menschen diese Autoren vor ihrer Entdeckung des Minimalismus waren. Gerade bei diesem Titel hatte ich am Ende auch oft das Gefühl, dass Fumio Sasaki (trotz aller gegenteiligen Beteuerungen) seinen Minimalismus vor allem deshalb so extrem betreibt, weil er damit (so wie früher mit all den angehäuften Sachen) andere Menschen beeindrucken will. Ein bisschen neidisch war ich beim Lesen allerdings auf den „Versteigerungsservice“, den es anscheinend in einigen Tokioter Vierteln gibt – so etwas hätte ich in meiner Stadt auch gern!

3. Christine Westermann: Da geht noch was – Mit 65 in die Kurve
Keine Ahnung, wo ich über das Buch gestolpert bin, aber es klang interessant (und war in der Bibliothek vormerkbar). Christine Westermann erzählt in kleinen Episoden von den Gedanken und Ängsten, die sie mit 65 geplagt haben, und wie sie für sich einen Weg gefunden hat, um wieder offener und optimistischer durchs Leben gehen zu können. Mit ein paar Aussagen konnte ich mich identifizieren, andere fand ich befremdlich – wie es nun mal so ist, wenn man einen kleinen Einblick in ein fremdes Leben bekommt. Vorher hatte ich mir über Christine Westermann als Person keine Gedanken gemacht, sondern nur ihre Freude am Lesen genossen, wenn ich mal über eine Sendung mit ihr gestolpert bin. Nun werde ich mich vermutlich aber jedes Mal, wenn ich sie im Fernsehen sehe, fragen, welche Gedanken sie mit der jeweiligen Aufzeichnung verbindet. *g*

4. Colin Odell und Michelle LeBlanc: Studio Ghibli – The Films of Hayao Miyazaki and Isao Takahata
Um das Sachbuch bin ich schon länger rumgeschlichen, weil ich die meisten Filme aus dem Studio Ghibli sehr mag und mir mehr Hintergrundwissen durch das Buch erhofft hatte. Es war auch sehr interessant, hat mir aber wenig neues Wissen und dafür eher schon bekannte Dinge in Erinnerung gebracht. Wenn man mehrere Ghibli-Filme aufmerksam gesehen hat, dann kann man gar nicht anders, als bestimmte Elemente festzustellen, da braucht es dieses Werk eigentlich gar nicht. Auch fand ich es ein bisschen schwierig, dass die beiden Autoren eindeutig große Ghibli-Fans sind und so alles einfach nur großartig gefunden wurde, während ich mir sicher bin, dass man bei einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema vielleicht doch den einen oder anderen Kritikpunkt finden könnte. Insgesamt hat mir das Buch, das mit gut 150 Seiten recht dünn ist, vor allem große Lust darauf gemacht, meine Ghibli-DVDs rauszukramen und noch einmal zu sehen.

5. Astrid Lindgren und Louise Hartung: Ich habe auch gelebt – Briefe einer Freundschaft

6. Richard Briers: Coward and Company – A Light-hearted and Affectionate Evocation of Noël Coward and his World
In diesem Buch plaudert Richard Briers über Noël Cowards Werdegang, erzählt Anekdoten, die mit Coward in Verbindung gebracht werden, oder von seinen eigenen Begegnungen mit Noël Coward. Man merkt schon sehr deutlich, dass Richard Briers, der selbst Schauspieler war, sehr große Verehrung für Noël Coward empfand, was einerseits nett zu lesen ist, mir aber auch das Gefühl gibt, er hätte komplett unreflektiert sämtliche Anekdoten über Coward in seinem Büchlein versammelt, ohne über die Glaubwürdigkeit der jeweiligen Geschichte nachzudenken. Insgesamt ist „Coward and Company“ eine amüsante Lektüre, die aber vermutlich noch unterhaltsamer ist, wenn man sich besser mit Noël Cowards Werk und den Künstlern seiner Zeit auskennt als ich.

7. Anne-Ev Ustorf: Wir Kinder der Kriegskinder – Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs
Das Buch war mir empfohlen worden, nachdem ich über Twitter darüber geredet hatte, dass ich einige Erziehungsmethoden meiner Mutter in einem Artikel über einen Erziehungsratgeber, der während der Nazi-Zeit sehr populär war, wiedergefunden hatte. Es gibt einige Aspekte in diesem Buch, wenn es um das Menschenbild der Nazi-Zeit und die Folgen dieser Sicht auf den Menschen und der Kriegserlebnisse auf die nachfolgende Generation geht, die ich interessant fand. Auf der anderen Seite hat es mich schrecklich gestört, dass die Autorin keine Belege oder Zahlen für ihre Behauptungen liefert, sehr viel mit „vermutlich“ und „wahrscheinlich“ arbeitete und immer wieder ihre Familienverhältnisse in das Thema hat einfließen lassen, so dass ich nie beurteilen konnte, ob an ihren Aussagen etwas dran ist oder ob sie da nur eine persönliche Erfahrung verallgemeinert.

Was schön war (6)

Ein Überraschungspaket mit einem Online-Adventskalender-Gewinn bekommen,
obwohl ich schon ganz vergessen hatte,
dass ich überhaupt daran teilgenommen hatte.
(Mal schauen, wie mir der gewonnene
Online-Yoga-Kurs im kommenden Jahr gefällt. *g*)

Ob eine zweite Yoga-Matte im Haus dazu führt, dass mein Mann demnächst „mitsportelt“? 😉

Sich doch noch zum Keksebacken aufraffen können,
weil mein Mann seine Hilfe versprochen hat,
und deshalb das letzte Adventswochenende mit
selbstgebackenen Keksen genießen können.

Zimt-Plätzchen, Espresso-Schokosplitter-Plätzchen, Orangen-Schokosplitter-Plätzchen

Gemütliche Feiertage mit meinem Mann verbringen,
mit der Katze auf dem Sofa kuscheln und dabei
lauter neue Bücher vor der Nase
und genügend Zeit zum Lesen haben.

Frohe Feiertage!

Nachdem bei uns beiden die Erkältung langsam auf dem Rückzug ist, werden mein Mann und ich hoffentlich gemütliche und entspannte Feiertage miteinander verbringen können. Während mein Mann für seine Urlaubszeit schon einige Termine ausgemacht hat, an denen er mit seinen Kollegen Brettspiele spielen will, werde ich meine Zeit aufteilen zwischen „mit einem Haufen Bücher einrollen und lesen, lesen, lesen“ und „ein paar Dinge auf die Reihe bekommen, die in den letzten Wochen liegengeblieben sind“. Ich freu mich auf jeden Fall auf die für uns etwas ruhigere Zeit „zwischen den Jahren“!

Euch wünsche ich, dass die kommenden Tage ganz wunderbar und möglichst harmonisch verlaufen. Habt eine schöne Zeit, egal, ob ihr sie allein, mit einer Katze auf dem Schoß oder inmitten einer trubeligen Familie verbringt. Gönnt euch ein leckeres Essen, genießt die Auszeit vom Alltag und kümmert euch gut um euch und diejenigen, die euch am Herzen liegen.

Ich wünsche euch ruhige, stressfreie und erholsame Feiertage!

Catherine Fisher: The Clockwork Crow

„The Clockwork Crow“ von Catherine Fisher gehört zu den vielen Büchern, die mir in den letzten Monaten in meiner englischsprachigen Timeline bei Twitter untergekommen sind und die so gut klangen, dass sie direkt auf dem Wunschzettel gelandet sind. Die Handlung erinnert auf den ersten Blick an verschiedene britische Kinderbuchklassiker, aber es gibt genügend Wendungen und Elemente, um „The Clockwork Crow“ zu einer ganz eigenen Geschichte voller kleiner Besonderheiten zu machen. Der Leser lernt die Protagonistin Seren Rhys kennen, als sie gerade mitten im Schneegestöbert auf einem Bahnsteig auf den Zug wartet. Das Mädchen hat nach dem Tod seiner Eltern zwölf Jahre in einem Waisenhaus gelebt, um dann eine kurze Zeit bei seiner Großtante Grace unterzukommen. Jetzt, nachdem Großtante Grace verstorben ist, soll Seren von ihrem Patenonkel Captain Arthur Jones und seiner Familie aufgenommen werden, was bedeutet, dass sie die lange Bahnfahrt nach Wales auf sich nehmen muss.

Bevor ihr Zug noch am Bahnsteig eintrifft, bekommt Seren von einem geheimnisvollen und sehr ängstlichen Mann ein Päckchen übergeben, das sie für ein paar Minuten sicher aufbewahren soll, bis er es wieder abholt. Doch als der Fremde nach der vereinbarten Zeit nicht zurückkehrt, nimmt Seren das Päckchen mit, als endlich ihr Zug abfährt. In Plas-y-Fran, dem Haus von Captain Jones, angekommen, muss Seren feststellen, dass die Familie in London weilt und sie ganz allein mit der Haushälterin und einem weiteren Angestellten in dem düsteren und unheimlichen Haus wohnen soll. Obwohl Seren schon so lange Zeit von einem gemütlichen Weihnachtsfest im Kreis einer liebevollen Familie geträumt hat, versucht sie, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Doch die Tatsache, dass sie ständig über Regeln und Verbote stolpert, deren Sinn sich ihr nicht erschließt, und dass es ein unheimliches Geheimnis rund um Captain Jones‘ Sohn Tomos zu geben scheint, das eng mit Plas-y-Fran verknüpft ist, lassen ihr keine Ruhe. Gemeinsam mit der mechanischen und verzauberten Krähe aus dem Päckchen, das sie am Bahnhof in ihre Obhut genommen hat, versucht Seren, die diversen Geheimnisse in ihrem neuen Zuhause zu lüften.

Grundsätzlich habe ich eh schon eine Schwäche für diese Art britische Kinderbücher, aber bei „The Clockwork Crow“ kamen angenehmerweise zu einer klassischen Handlung auch noch viele unvertraute Elemente hinzu, die ich sehr mochte, und eine Protagonistin, die ich schnell ins Herz geschlossen hatte. Seren ist kein traditionelles braves Mädchen, das es allen recht machen will, sie ist aber auch keine Mary Lennox, die erst einmal lernen muss, dass ihre eigenen Bedürfnisse nicht wichtiger sind als die der anderen. Aber Seren ist enttäuscht von der Situation in Plas-y-Fran und frustriert von all den Erwachsenen, die ihre Fragen nicht beantworten wollen, und sie hat keine Hemmungen, diese Gefühle auch offen zu zeigen. Gerade mit der Haushälterin Mrs. Villiers gerät Seren regelmäßig aneinander, obwohl sie nicht bewusst aufsässig oder verletztend sein will. Außerdem ist Seren sehr mutig und riskiert am Ende nicht nur ihre Freiheit, sondern sogar den Verlust ihres neuen Zuhauses, um das Geheimnis von Plas-y-Fran zu lüften und der Familie Jones zu helfen.

Ich mochte Serens offene und aufmüpfige Art sehr und ich mochte ihr Interagieren mit der mechanischen Krähe, die nicht gerade ein aufmerksamer und liebenswerter Helfer ist, aber gerade deshalb für einige amüsante Szenen in der Geschichte verantwortlich ist. Dazu kommt die wunderbar düster-viktorianische Atmophäre, die Catherine Fisher in „The Clockwork Crow“ heraufbeschwört und die anfangs wenig greifbare, aber überaus präsente Bedrohung durch Personen, vor denen anscheinend jeder, der von ihnen weiß, große Angst hat. Dass die ganze Geschichte dann noch in einem vernachlässigt wirkenden eingeschneiten Herrenhaus spielt, ist eigentlich nur noch das Tüpfelchen auf dem i und macht „The Clockwork Crow“ zur perfekten „Vorweihnachtslektüre“ – vor allem, da man sich bei einem Kinderbuch darauf verlassen kann, dass am Schluss trotz aller Widernisse und Gefahren ein glückliches Ende auf die Protagonistin warten wird.

Kleinigkeiten?

Nachdem ich ja endlich wieder Zugriff auf meine alten Bücherschätze habe, gehe ich immer wieder am Regal vorbei und schaue, welche Erinnerungen ich mit bestimmten Romanen verbinde. Besonders häufig mache ich das bei den Büchern, bei denen ich daran denken muss, dass ich beim Lesen nicht immer glücklich mit der Geschichte oder mit bestimmten Details war, obwohl ich insgesamt schöne Erinnerungen an das Buch habe. So nach und nach will ich diese Titel lesen, um herauszufinden, ob ich die jeweilige Geschichte behalten möchte oder nicht – es sind die Bücher, bei denen mir eine Entscheidung schwerfällt und für die ich mir deshalb eben auch mehr Zeit nehmen möchte.

Einen dieser Roman habe ich in den letzten Tagen wieder gelesen und mich für das Behalten entschieden, weil es genügend Momente in der Handlung gab, die mich berührt oder die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Auf der anderen Seite gab es so viele Kleinigkeiten, über die ich gestolpert bin und die mich irritiert haben, dass mir wieder einmal auffiel, wie wichtig es für mich als Leser ist, dass Autoren diese kleinen Elemente in ihren Büchern stimmig beschreiben. Bei diesem Buch ging es in der Handlung um eine junge Frau, die – weil es sich zufällig so ergibt – neben ihrem Hauptjob eine Karriere im Catering startet. Was passend ist, denn in ihrem Hauptjob kocht und backt sie für ein Café – wobei mich da beim Lesen schon immer die Frage beschäftigt, warum sie all das Kochen und Backen von Zuhause erledigen muss und wieso es niemanden interessiert, ob die Küche in ihrem gemieteten Häuschen überhaupt irgendwelchen Regeln des Gesundheitsamts entspricht. Das ist anscheinend eine ganz normale Küche ohne größere Küchengeräte, und alles was in dem Roman betont wird, ist die Gemütlichkeit der Küche.

Später in der Handlung ist immerhin die Rede davon, dass sie für das Catering einen Gewerbeschein benötigt und sich dann auch eine Gefriertruhe und ein paar andere Sachen anschaffen muss, die keinen Platz in ihrer gemütlichen Küche finden können. Aber nie gibt es auch nur einmal die Andeutung, dass jemand, der professionell kocht, auch eine dementsprechende Ausstattung benötigt, auf Hygiene und Gesundheit zu achten hat und vielleicht nicht unbedingt einen süßen kleinen Kater in der Küche haben sollte, während Lebensmittel verarbeitet werden.

Ein weiterer Punkt war eine Abmachung mit einer Freundin, für die die Protagonistin ein großes Abendessen vorbereitete, damit die Freundin ihre Schwester plus Familie beeindrucken kann. Weil die Freundin nicht so viel Geld hat, vereinbaren die beiden Frauen als Bezahlung einen Pullover für das Drei-Gänge-Menü – und ich stehe da und werde sauer, weil mir die Autorin das Gefühl gibt, dass die Protagonistin der Freundin mit diesem Deal einen total großen Gefallen tut. Was bedeutet, dass das Stricken der Freundin als weniger wertig eingeschätzt wird als das Kochen der Protagonistin. Und ja, ein Drei-Gänge-Menü ist nicht billig und die Vorbereitung kostet Zeit, aber ein Pullover entsteht auch nicht aus dem Nichts und nur weil das Stricken das liebste Hobby der Freundin ist, bedeutet das doch nicht, dass die Wolle vom Himmel fällt und so ein Kleidungsstück mal eben an einem Abend gefertigt werden kann.

Bei solchen Handarbeits-/Handwerkelementen fällt es mir in Romanen besonders oft auf, wenn Autoren keine Ahnung vom Arbeitsaufwand oder Materialwert einer Sache haben. Aber manchmal reicht es mir auch schon, wenn jemand eine Figur beschreibt, die zwei Jobs hat, alleinerziehend ist und trotzdem eine perfekt geputzte und aufgeräumte Wohnung hat. Natürlich gibt es solche Menschen, aber bei mir entsteht dann das Gefühl, dass es dem Autor viel wichtiger gewesen ist, dass seine Person zwar arm, aber nicht verwahrlost ist, als sich zu überlegen, dass jemand, der zwei Jobs plus Kinderbetreuung stemmen muss, vielleicht auch mal so etwas wie eine Auszeit oder Schlaf benötigt.

Es gibt Dutzende solcher Kleinigkeiten, die mich bei Geschichten ärgern, und die drehen sich nicht mal unbedingt darum, dass ich einen gewissen Realismus in einer fiktiven Geschichte erwarte, sondern darum, dass bestimmte Elemente die Vorurteile des jeweiligen Autors zeigen. Vorurteile, die nicht nur an dieser einen Person hängen, die da gerade eine Geschichte schreibt, sondern die allgemein so verbreitet sind, dass sie uns allen viel zu selten auffallen, wenn wir nicht gerade in dem Bereich aus irgendeinem Grund etwas aufmerksamer oder sensibler sind. Ich persönlich bin im Laufe der Jahre immer empfindlicher geworden, wenn es um solche Elemente geht, und merke immer häufiger, dass ich mich an solchen Kleinigkeiten stoße – obwohl ich über viele Dinge hinweglesen kann, wenn mich eine Geschichte richtig gepackt hat. Auf der einen Seite finde ich es schön zu merken, dass ich aufmerksamer werde, auf der anderen Seite wünschte ich mir, es gäbe nicht so viele Kleinigkeiten in all den netten Romanen, über die ich mich aufregen könnte.

Lese-Sonntag im Dezember

Momentan leide ich wirklich unter einem akuten Anfall von „Wie schnell die Zeit vergeht!“. 😉 Heute ist also schon der dritte (Advents-)Sonntag im Dezember (nur noch zwei Wochen und das Jahr ist schon wieder vorbei) und damit auch der letzte Lese-Sonntag in diesem Jahr. Was bedeutet, dass wir nun schon seit über einem Jahr regelmäßig den dritten Sonntag im Monat als Lese-Sonntag miteinander verbringen – schön, dass sich das so bewährt hat! Ich gehe mal davon aus, dass das im kommenden Jahr so weiterläuft, oder?

Was den heutigen Lesetag angeht, so habe ich bislang so gar keine Pläne. Nachdem es mir in der vergangenen Woche eigentlich wieder gut ging, hat mich Freitagabend die/eine Erkältung wieder erwischt, was dafür gesorgt hat, dass ich die Hälfte des gestrigen Tages auf dem Sofa verdöst habe. Den Rest der Zeit habe ich mit Netflix (sehr entspannende Gartensendungen *g*) und einem nicht besonders gut geschriebenen eBook verbracht – zum Glück habe ich die Geschichte gestern schon ausgelesen und muss nun nicht mehr die ganze Zeit meinem Mann erzählen, was mich daran gestört hat. 😉 Allerdings stellt mich das wieder vor die Frage, was ich als nächstes lese. Eigentlich hatte ich „Congress of Secrets“ von Stephanie Burgis angefangen und ich mag sehr, sehr viele Elemente an dem Roman. Die Handlung spielt während des Wiener Kongress im Jahr 1814, die Protagonistin Caroline/Karolina ist mir sympathisch, ich bin neugierig auf die Hintergründe der Geschichte und ich mag den fantastischen Anteil inklusive der verwendeten Alchemie und die sehr düstere Atmosphäre. Dummerweise kann ich den Protagonisten Michael nicht leiden und sein Verhalten hat im Laufe der letzten Kapitel zu immer größerer Frustration bei mir gesorgt, was der Grund ist, warum ich gerade nicht weiterlesen mag. Ich bin mir zwar sicher, dass er im Laufe der Geschichte ein „besserer“ Mensch wird, aber aktuell mag ich den Weg dahin nicht verfolgen.

Vielleicht greife ich einfach mal zu einem der Krimis, die ich aus der Bibliothek ausgeliehen habe …

Update 12:45 Uhr

Ich habe keine Ahnung, wo die letzten Stunden geblieben sind, aber in einem Buch habe ich in der Zeit nicht gelesen. 😉 Dafür habe ich den Blick aus dem Fenster genossen, der auch für uns ausnahmsweise mal Schnee bietet – ich kann gar nicht genug von der weißen Pracht bekommen und freue mich sehr, dass es weiterhin schneit! Ansonsten habe ich eine Blogrunde gedreht, meinem Mann zugehört, der mir von seinem aktuellen Spiel (Civ VI – aktuell versucht er die Welt davon zu überzeugen, dass Mothraismus die einzig wahre Religion ist) erzählt hat, einem Impuls folgend spontan ein Buch als Geschenk bestellt (dabei war ich doch so stolz, weil ich eigentlich alle Bestellungen für dieses Jahr erledigt hatte) und habe während des Frühstücks die Leseprobe zu dem ersten Band der „Vintage Trailer Mysteries“ gelesen, die Helma in ihrem aktuellen Blogbeitrag erwähnt hatte.

Es ist schon lustig, dass ich so viele Bücher bei der Hand habe und nun um ein eBook-Bundle rumschleiche, weil die Leseprobe so nett klingt … Bevor ich überlege, womit ich die nächsten Stunden verbringe, muss ich erst einmal Christie versorgen. Da sie so schön bei meinem Mann auf den Beinen geschlafen hat, haben wir die Fütterungszeit spontan verschoben, aber so langsam wird es dann doch Zeit dem Kätzchen frisches Futter hinzustellen. 😉

Update 19:00 Uhr

Nach dem Katzenfüttern (den Plural werde ich bei dem Wort wohl nicht mehr los) ging es für mich mit Wärmflasche und Switch auf die Couch, während mein Mann im Durchgangszimmer ein Brettspiel spielte. Der arme Kerl durfte heute so tun, als wäre er drei Personen, um sein neustes Spiel auszuprobieren – nicht nur, weil ich mich nicht gut genug zum Spielen füllte, sondern auch weil das kein Spiel ist, das ich gern spiele. Als mir beim Pokémon fangen so langsam die Augen zuzufallen drohten, wechselte ich dann zu Tee und eBook – denn natürlich bin ich doch noch bei dem Cozy-Bundle schwach geworden. Die erste Geschichte habe ich inzwischen gelesen – was insgesamt ca. 100 Seiten waren und nach dem Lesen der relativ langen Leseprobe nicht mehr so viel Zeit benötigte. Während nebenan mein Nachbar lauthals mit seinem Besuch redete, sind mir dann doch die Augen zugefallen und ich habe bis kurz vor 19 Uhr geschlafen. Jetzt wird es Zeit das Abendessen zu machen und dann werde ich vermutlich heute nur noch „Blümchen gießen“ und „Wir sind keine Engel“ sehen – ich glaube, der Film ist heute genau das richtige. 🙂

 

Update 23:00 Uhr

Der restliche Abend verging dann wirklich mit Abendessen, „Blümchen gießen“ und „Wir sind keine Engel gucken. Den Film hatte ich mir im November auf DVD gegönnt, nachdem ich mal wieder darüber gejammert hatte, wie selten diese alten Filme noch im Fernsehen zu sehen sind. Früher konnte man sich immerhin darauf verlassen, dass über das Jahr auf den dritten Programmen ein großer Teil alter Filmklassiker gesendet wurde, aber irgendwie scheinen die Zeiten vorbei zu sein. Ich mag die Geschichte von „Wir sind keine Engel“ sehr gern – eine der schönsten weihnachtlichen Geschichten (und das ohne Schnee! 😉 ) mit wunderbaren Charakteren und einem leisen Humor, der mir wirklich zusagt. Heute habe ich den Film zum ersten Mal auf Englisch geschaut und war mal wieder überrascht, wie gut ich inzwischen die Sprache verstehe und wie wenig ich auf die Untertitel angewiesen bin. 🙂 Nachdem es jetzt endlich mit dem Hochladen der Bilder (das hat heute schrecklich lange gebraucht) geklappt hat, falle ich jetzt auch ins Bett. Ich hoffe, ihr habt einen guten Start in die Woche und wenig Stress in den letzten Tagen vor Weihnachten! 🙂