Alle Artikel von Konstanze

Neuzugänge: Januar, Februar und März 2021

Im Januar habe ich regelmäßig das Bedürfnis, mir all die Bücher zu gönnen, die ich nicht zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, weshalb die Januar-Neuzugänge immer etwas üppiger ausfallen. Dieses Mal habe ich mir nicht nur ein paar Titel von der Wunschliste gegönnt, sondern in der ersten Januarwoche auch alle Bücher vorbestellt, deren 2021-Veröffentlichungsdaten mir schon bekannt waren. Im Vorjahr sind so viele Titel verschoben worden, dass ich überhaupt keinen Überblick mehr hatte – und ich hatte (wenn auch vergeblich *g*) gehofft, dass diese Vorbestellungen mir helfen würden, diesen Überblick wiederzuerlangen.

Das Foto zeigt einen Stapel Bücher vor einer orangen Wand.

1. Damaris Young: The Switching Hour
Nachdem mir „The Creature Keeper“ so gut gefallen hatte, habe ich mir auch noch den Debütroman der Autorin gegönnt und bin gespannt, ob dieses Buch auch so eine hübsche Atmosphäre aufzuweisen hat.

2. Lucy Strange: The Ghost of Gosswater
Irgendwie hatte ich Ende 2020 Lust auf Jahrhundertwende-Geistergeschichten, und da ich dieses Buch nicht zu Weihnachten geschenkt bekam, musste ich es mir im Januar dann selber bestellen. 😉 (Rezension)

3. T. Kingfisher: The Hollow Places
Ich lese Horror ja eigentlich nicht, aber bei manchen Autorinnen mache ich eine Ausnahme, und da dieses Buch von Ursula Vernon nicht nur sehr unheimlich, sondern irgendwie auch lustig sein sollte, wollte ich unbedingt einen Versuch damit wagen. Außerdem war meine Ausgabe wegen leichter Beschädigungen sehr günstig zu haben. (Rezension)

4. Jenni Spangler: The Vanishing Trick
Noch ein Buch, das ich bestellt hatte, weil ich Lust auf gruselige Geschichten hatte – dieses Mal als Kinderbuch, was einen Horror-Level garantierte, mit dem ich gut zurechtgekommen bin. 😉 (Rezension)

5. C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
Der zweite Band des Kingston Cycle, den ich mir direkt nach dem Beenden von „Witchmark“ bestellt hatte! Band 3 ist auch vorbestellt und wird hoffentlich noch früh genug geliefert, um im letzten Drittel dieses Beitrags aufzutauchen. *g*

6. Wendy Xu/Suzanne Walker: Mooncakes (Comic)
Ein Weihnachtsgeschenke-Nachzügler. Der Comic saß schon viel zu lange auf meiner Wunschliste, wenn ich bedenke, wie viele positive Meinungen ich dazu gesehen hatte. Das Lesen hat mir viel Freude bereitet. 🙂 (Leseeindruck)

7. Amy Wilson: Angel and Bavar
Der letzte Titel, der mir von Amy Wilsons Backlist noch fehlte. Wenn ich das Buch gelesen habe, muss ich mich also gedulden, um noch mehr von der Autorin in die Finger zu bekommen.

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Im Februar kamen ein paar Titel an, die ich schon im vergangenen Jahr vorbestellt hatte, und zwei Bücher, die schon eine ganze Weile auf der Merkliste saßen und die ich endlich ausprobieren wollte.

Das Foto zeigt einen Buchstapel vor einer orangen Wand - Buchtitel siehe Liste unterhalb des Fotos.

8. Kate Milford: The Thief Knot
Von Kate Milford habe ich ja schon so einige Titel im Bestand, und da mir bislang alle gelesenen Bücher von ihr gefallen haben, gibt es nun also auch die Neuerscheinungen direkt zum Erscheinungstermin –  bzw. so schnell, wie sie mir der Buchhändler eben nach Erscheinen besorgen kann. 😉

9. Gwenda Bond/Christopher Rowe: The Supernatural Sleuthing Service 1 – The Lost Legacy
Ein fantastisches Kinderbuch mit einem Kriminalfall, der in einem Hotel spielt – das klang genau nach meinem Beuteschema. Von den Autoren hatte ich vorher noch nichts gelesen und gehört, und ich weiß nicht mehr, wer diesen Band empfohlen hatte, aber er saß so lange auf meiner Merkliste, dass ich nun doch mal schauen wollte, ob mir die Geschichte gefällt.

10. Patricia Briggs: Smoke Bitten (Mercy Thompson 12)
Nachdem ich im vergangenen Jahr bei dieser Reihe endlich auf den aktuellen Stand gekommen war, heißt es nun immer auf die nächste Taschenbuch-Veröffentlichung warten. „Smoke Bitten“ hatte ich im Dezember vorbestellt, und nun überlege ich (wie so oft, wenn ich lange laufende Reihen lese), ob ich ein paar Bände sammeln und dann auf einmal lesen soll oder darauf hoffen soll, dass ich trotz Jahresabstand genügend Erinnerungen an die letzten Ereignisse habe, um einfach weiterzulesen.

11. Dominique Valente: Starfell – Willow Moss and the Lost Day
Ein Kinderbuch um eine relativ untalentierte Hexe, in deren Händen das Schicksal der Welt liegt … Wie kann ich denn da wiederstehen? 😉 Außerdem dachte ich mir, dass ich mir – wenn mir der Band gefallen sollte – zeitnah auch noch die Fortsetzung besorgen könnte. Was ich dann auch getan habe … *g* (Rezension)

12. Seanan McGuire: Across the Green Grass Fields (Wayward Children)
Der aktuellste Band der Wayward-Children-Romane von Seanan McGuire war schon länger von mir vorbestellt worden, weil ich mich immer so auf die nächsten Veröffentlichungen freue und Seanan McGuire eh zu den Autorinnen gehört, von denen ich so gut wie jeden Titel kaufe. (Rezension)

13. Michelle Harrison: A Tangle of Spells
Die Fortsetzung von „A Pinch of Magic“ und „A Sprinkle of Sorcery“ – ich freu mich schon, mehr über die Widdershin-Schwestern zu lesen. 🙂

14. Seanan McGuire: Calculated Risks (InCryptid 10)
Der aktuellste Band der InCryptid-Reihe, und ich bin nach dem Ende des neunten Bandes soooo gespannt darauf, wie es weitergeht. Das Buch wird definitiv nicht lange auf dem SuB ruhen. 😉

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Im März gab es weitere Vormerkungen, die zum Teil etwas verspätet eintrafen, und eine spontane Buchbestellung mit gleich sechs Romanen, weil ich keine Lust mehr hatte, länger darüber nachzudenken, ob ich mir die Titel nun bestelle oder nicht. 😉

Ein Stapel mit den sechs Büchern "A Charmed Life", "The Lives of Christopher Chant", "Witch Week", "The Magicians of Caprona", "Conrad's Fate" und "The Pinhoe Egg"

15. – 20. Diana Wynne Jones: Chrestomanci 1-6
Seitdem ich vor einiger Zeit angefangen habe, mir die Diana-Wynne-Jones-Romane in den schönen englischen Ausgaben zu holen, habe ich darüber nachgedacht, ob ich mir die Chrestomanci-Titel auch noch einmal kaufen soll. Denn das sind die Bücher der Autorin, die ich schon in verschiedenen (deutschen) Ausgaben mehrfach im Regal stehen habe. Es kam mir unsinnig vor, so viel Geld erneut auszugeben, aber auf der anderen Seite fand ich die englischen Ausgaben so hübsch, und auf Englisch hatte ich sie auch noch nicht alle … Ende Februar habe ich dann spontan beschlossen, dass ich mir die Bücher doch gönnen und dafür all die alten deutschen Ausgaben – trotz der damit verbundenen Kindheitserinnerungen – aus dem Haus werfen werde.

Ein Stapel mit den unten aufgeführten Büchern

21. Dominique Valente: Starfell 2 – Willow Moss and the Forgotten Tale
Nachdem ich mich mit dem ersten Band so gut entspannt hatte, habe ich mir direkt die Fortsetzung besorgt (und gelesen *g*).

22. Aisha Bushby: Moonchild – Voyage of the Lost and Found
Um dieses Buch bin ich eine Weile drumherumgeschlichen, und im März hatte ich dann (ich glaube, das ist ein wiederkehrendes Thema in diesem Monat) keine Lust mehr, darüber nachzudenken, ob ich den Roman wirklich will oder nicht, und habe ihn einfach bestellt. Auf der einen Seite klingt die Geschichte, als ob sie perfekt für mich wäre, auf der anderen Seite wird sie regelmäßig mit einer anderen Serie vergleichen, die mir nicht so gut gefiel wie (gefühlt) allen anderen Lesern. Jetzt bilde ich mir einfach mal selbst ein Urteil. 😉

23. Jo Spurrier: A Curse of Ash and Ember (Blackbone Witches 1)
Und auch dieses Buch fällt unter das „jetzt habe ich lange genug überlegt, ich bestelle das nun einfach“-März-Thema. Wenn mir der Roman gefallen sollte, dann werde ich mir in den nächsten Wochen auch noch den zweiten Band besorgen. Wenn nicht, dann habe ich das immerhin endlich geklärt. *g*

24. M. Harrison: Unrest
Da ich bei der gerade laufenden Reihe von Michelle Harrison auf dem aktuellen Stand bin, hatte ich im Februar mal geschaut, welche Backlist-Titel der Autorin mir noch fehlen. Da mich das Stichwort „haunted museum“ im Klappentext angemacht hat, habe ich dann recht spontan diesen Roman bestellt.

25. Celine Kiernan: The Little Grey Girl (The Wild Magic Trilogy 2)
Dieser Titel ist die Fortsetzung von „Begone the Raggedy Witches“, das mir im vergangenen Jahr so gut gefallen hatte. Das Buch hatte ich direkt vorbestellt, aber es gab ein paar Lieferschwierigkeiten, so dass es etwas verspätet bei mir eintraf.

26. C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
Wie oben schon erwähnt, hatte ich diesen Band zeitgleich mit dem zweiten Teil vorbestellt. Es gab bei der Lieferung einige Verzögerungen, aber ich habe das Buch dann doch noch im März bekommen (und kann nun theoretisch Band 2 und 3 direkt hintereinander lesen, wenn ich mag).

April-SuB 2021

Da ich wusste, dass ich in der letzten Märzwoche ein neues Spiel für die Switch bekommen würde, das mich einige Tage lang rund um die Uhr fesseln wird, habe ich in in den ersten Tagen des Monats versucht meine Freizeit vor allem mit Lesen zu verbringen. So habe ich nicht nur wieder eine befriedigende Menge Bücher gelesen, sondern auch ein paar Rezensionen geschrieben (und zum Teil vorgeplant). Obwohl ich eigentlich davon ausging, dass der neu vorhandene Überblick über meine eBooks – ebenso wie der neue eReader – dafür sorgen würden, dass ich mehr digitale Bücher lesen würde, habe ich meine Lesezeit eigentlich ganz gut auf die verschiedenen Formate (und „Alterstufen“ meines SuBs/Bestands) verteilt. Was überraschend ist, aber auch sehr schön. 😉

Mein Vorhaben 1/4 Neuzugänge, 1/4 ältere Bücher vom SuB, 1/4 Rereads und 1/4 eBooks zu lesen, sorgt auf jeden Fall dafür, dass ich etwas aufmerksamer in die verschiedenen Ecken mit Bücher schaue und mir immer wieder gezielt einen Titel vornehme, der sonst wieder übersehen würde. Insgesamt habe ich im März 5 Neuzugänge, 3 „ältere“ Titel vom SuB, 5 Rereads und 5 eBooks gelesen. Kurzgeschichten, Hörbücher, Sachbücher, Comics und Manga sind etwas zu kurz gekommen, aber damit kann ich leben. Ich gehe davon aus, dass in den kommenden Tagen weiterhin „Story of Seasons – Pioneers of Olive Town“ meine Aufmerksamkeit fesseln wird und bin deshalb gespannt, wie sich der April als Lesemonat insgesamt entwickeln wird.

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  3. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  4. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  5. Sophie Anderson: The Castle of Tangled Magic
  6. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  7. Julie Berry: The Scandalous Sisterhood of Prickwillow Place
  8. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  9. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  10. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
  11. Gwenda Bond/Christopher Rowe: The Supernatural Sleuthing Service 1 – The Lost Legacy
  12. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  13. Rhys Bowen: Naughty in Niece (Royal Spyness 5)
  14. Rhys Bowen: The Twelve Clues of Christmas (Royal Spyness 6)
  15. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  16. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  17. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  18. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  19. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  20. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  21. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  22. Patricia Briggs: Smoke Bitten (Mercy Thompson 12)
  23. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  24. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  25. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  26. Soman Chainani: Quests for Glory (The School for Good and Evil 4)
  27. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  28. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  29. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  30. Helen Corcoran: Queen of Coin and Whispers
  31. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  32. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  33. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  34. Louise Erdrich: The Birchbark House
  35. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  36. Anita Frank: The Lost Ones – Some Houses are Never at Peace
  37. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  38. Jasmine Gower: Moonshine
  39. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  40. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  41. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  42. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  43. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  44. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  45. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  46. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  47. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  48. Radiya Hafiza: Rumaysa – A Fairytale
  49. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  50. Michelle Harrison: A Tangle of Spells
  51. M. Harrison: Unrest
  52. Rachel Hartman: Seraphina
  53. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  54. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  55. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  56. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  57. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  58. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  59. Sharna Jackson: Mic Drop (High-Rise Mystery 2)
  60. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  61. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  62. Diana Wynne Jones: Power of Three
  63. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  64. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  65. Celine Kiernan: Geisterpfade
  66. Celine Kiernan: Königspfade
  67. Celine Kiernan: The Little Grey Girl (The Wild Magic Trilogy 2)
  68. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  69. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  70. R. F. Kuang: The Poppy War
  71. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  72. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  73. Darcie Little Badger: Elatsoe
  74. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  75. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  76. Seanan McGuire: The Unkindest Tide (October Daye 13)
  77. Seanan McGuire: Middlegame
  78. Robin McKinley: Sunshine
  79. Robin McKinley: Dragonhaven
  80. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  81. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  82. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  83. Kelly Meding: Stray Magic
  84. Kelly Meding: Stray Moon
  85. Tamzin Merchant: The Hatmakers
  86. Kate Milford: The Boneshaker
  87. Kate Milford: Bluecrowne
  88. Kate Milford: The Thief Knot
  89. Maya Montayne: Nocturna
  90. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  91. Bishop O’Connell: The Stolen
  92. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  93. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  94. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  95. Natalie C. Parker: Seafire
  96. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  97. C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
  98. C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
  99. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  100. Sarah Prineas: Dragonfell
  101. Philip Reeve: Larklight
  102. Kat Richardson: Labyrinth (Greywalker 5)
  103. Kat Richardson: Downpour (Greywalker 6)
  104. Kat Richardson: Seawitch (Greywalker 7)
  105. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  106. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  107. John Scalzi: Fuzzy Nation
  108. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  109. Barbara Sleigh: Carbonel
  110. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  111. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  112. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  113. Jo Spurrier: A Curse of Ash and Ember (Tales of Blackbone Witches 1)
  114. Robin Stevens: Top Marks for Murder (Murder Most Unladylike 8)
  115. Robin Stevens: Death Sets Sail (A Murder Most Unladylike 9)
  116. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  117. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  118. Charles den Tex: Die Zelle
  119. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  120. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  121. Sarah Tolcser: Song of the Current
  122. Tiffany Trent: Unnaturalist
  123. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  124. Renee Watson: Piecing Me Together
  125. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  126. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  127. Darcie Wilde: And Dangerous to Know (Rosalind Thorne 3)
  128. Amy Wilson: Angel and Bavar
  129. Katherine Woodfine: The Painted Dragon (The Sinclair’s Mysteries 3)
  130. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  131. Xinran: Gerettete Worte
  132. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes
  133. Damaris Young: The Switching Hour
  134. Ibi Zoboi: Pride

126 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB: (noch unvollständig)

  1. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  2. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  3. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  4. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  5. Elizabeth Hawes: Zur Hölle mit der Mode
  6. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  7. Lily Koppel: The Astronaut Wives Club
  8. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  9. Gail MacColl/Carol McD. Wallace: To Marry an English Lord
  10. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  11. Molly Peacock: The Paper Garden – An Artist Begins Her Life’s Work at 72
  12. Michael du Preez und Jeremy Dronfield: Dr. James Barry – A Woman Ahead of Her Time
  13. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce

13 Titel auf dem SuB zum Montatsanfang

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Sharna Jackson: High-Rise Mystery

Der Roman „High-Rise Mystery“ von Sharna Jackson stand schon ziemlich lange auf meinem Wunschzettel, bis ich ihn im vergangenen Jahr zu Weihnachten geschenkt bekam. So ist es kein Wunder, dass es inzwischen auch eine deutsche Ausgabe mit dem Titel „Highrise Mystery – Ein Tödlicher Sommer“ und im englischen Original eine Fortsetzung („Mic Drop“) gibt. Erzählt wird die Handlung von der elfjährigen Anika „Nik“ Alexander, die gemeinsam mit ihrer dreizehnjährigen Schwester Norva den Mord an ihrem Nachbarn Hugo Knightley-Webb aufklären will. Die beiden Mädchen interessieren sich schon länger für Kriminalfälle und führen seit fast einem Jahr eine Datei, in der sie alle Vorkommnisse, die sich in dem Hochhaus-Komplex „The Tri“ ereignen, festhalten. So stehen den beiden für ihre Ermittlungen von Anfang an eine ganze Menge Daten über ihre Nachbarn zur Verfügung, und doch haben sie keine Ahnung, wer als potenzieller Mörder in Frage kommt. Deshalb bleibt Nik und Norva nichts anderes übrig, als systematisch zu ermitteln. Als dann noch ihr eigener Vater von der Polizei verdächtigt wird, wird es umso wichtiger, den Mörder zu finden.

Ich habe Nik und Norva auf Anhieb sympathisch gefunden, obwohl die – gerade sehr verliebte – Norva weder für mich noch für die erzählende Nik immer einfach zu ertragen war. Aber ich mochte es, wie gegensätzlich die beiden Schwestern dargestellt waren und wie gut sie sich deshalb ergänzt haben. Nik geht systematisch vor und arbeitet sich Punkt für Punkt durch ihre Ermittlungen, auch wenn das bedeutet, dass sie unangenehme Fragen klären oder gar ihren eigenen Vater verdächtigen muss. Norva hingegen ist deutlich implusiver, emotionaler und scheut auch schon mal davor zurück, das Alibi und Motiv einer Person zu untersuchen, von der sie sicher ist, dass sie unschuldig sein muss. Norvas Einfallsreichtum sorgt allerdings auch dafür, dass die beiden Schwestern manchmal ungewöhnliche Wege bei der Suche nach Informationen gehen, was bedeutet, dass man als Leser ständig über sie schmunzeln kann. Für mich haben sich Nik und Norva mit all ihren Stärken und Schwächen überraschend realistisch angefühlt. Auch ihre Ermittlungsmethoden sind von Sharna Jackson stimmig dargestellt worden. So haben die Schwestern zum Beispiel keinerlei Zugang zu Informationen, die die Polizei hat, wenn man von dem einen oder anderen belauschten Gespräch absieht, und sind in der Regel auf eigene Beobachtungen und die Aussagen ihrer Nachbarn angewiesen.

Dabei würde die Geschichte so nicht funktionieren, wenn die Autorin nicht so eine großartige Kulisse dafür gewählt hätte. The Tri ist ein etwas vernachlässigter Hochhauskomplex in London voller unterschiedlicher Mieter, die definitiv nicht zur Oberschicht gehören. Das Geld für Reparaturen ist knapp, das Treppenhaus riecht nach Urin und es kann schon mal passieren, dass die Aufzüge übers gesamte Wochenende defekt sind, so dass die Bewohner die (mindestens) 22 Stockwerke zu Fuß hochlaufen müssen. Auf der anderen Seite gibt es einen Gemeinschaftsraum, in dem unter anderem Kunst- oder Yogakurse angeboten werden, es wird gemeinsam von den Anwohnern Geld für dringende Projekte gesammelt, und die Hilfsbereitschaft einiger Nachbarn ist wunderbar. Gerade weil Nik und Norva so vertraut mit und so stolz auf ihr Zuhause sind, bietet dieser Hochhauskomplex so einen tollen Hintergrund für diese Kriminalgeschichte und die Ermittlungen von Nik und Norva.

Auch der Kriminalfall ist solide von Sharna Jackson konstruiert worden, und da die erzählende Nik so betroffen von Hugos Tod ist, fühlt es sich von Anfang an wirklich dringlich an, dass sein Mord aufgeklärt wird. Dabei stehen den Schwestern nur eingeschränkte Mittel für ihre Ermittlungen zur Verfügung, aber aus diesen machen sie wirklich das Beste. Immer wieder überarbeiten sie ihre Listen und Tabellen, so dass man auch als Leser einen guten Überblick über den aktuellen Wissenstand und die neusten Informationen hat. Insgesamt hat mir „High-Rise Mystery“ wirklich sehr gut gefallen. Das einzige (und nicht sehr relevante) Problem, das ich beim Lesen hatte, war, dass der eine oder andere Slangausdruck, der in dem Roman verwendet wird, für mich nicht auf Anhieb verständlich war. Ich habe mich aber im Laufe der Zeit recht gut an diese ungewohnten Ausdrücke der Mädchen (und ihres Freundes George) gewöhnt, und angesichts des Alters der Protagonistinnen fand ich es auch definitiv stimmig, dass sie ihre eigene Ausdrucksweise hatten. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung „Mic Drop“  und bin gespannt, wie Nik und Norva dann im Rahmen eines Musikvideo-Drehs in The Tri ermitteln.

Once Upon A Curse (Anthologie)

Da ich gerade die Woodcutter-Geschichten von Alethea Kontis als Hörbücher genießen, habe ich mal aus den vielen ungelesenen Anthologien, die auf meinem eReader schlummern, eine ausgegraben, in der die Autorin auch vertreten ist. Um eine Erinnerungsstütze an die gelesenen Kurzgeschichten zu haben, schreibe ich meine Eindrücke in diesem Sammelbeitrag auf. Ihr kennt das ja schon, wenn ich Anthologien lese. 😉

1. Devon Monk: Yarrow, Sturdy and Bright
Devon Monk gehört zu den (Urban-)Fantasy-Autorinnen, über die ich regelmäßig stolpere aber von denen ich bislang nichts gelesen habe. Nach dieser wirklich hübschen Variante des Rattenfängers von Hameln denke ich, dass ich doch mal schauen sollte, wie mir die Romane der Autorin gefallen. So kurz und märchenhaft die Geschichte war, so sehr mochte ich doch die Protagonistin Yarrow und die kleinen Details rund um ihre Familie und ihren Liebsten. Jetzt bin ich neugierig, wie es ist, wenn Devon Monk längere Geschichten erzählt.

2. Anthea Sharp: Fae Horse
Auch die zweite Geschichte hat mir gut gefallen. Anthea Sharp spinnt eine Handlung rund um eine Kräuterfrau, die als Hexe gejagt wird und alles, was ihr wichtig ist, aufgibt, um ihren Liebsten zu retten. Ich mochte die Mischung aus keltischen Feenlegenden und Hexengeschichte, auch wenn das Ende nicht gerade … hoffnungsvoll war.

3. Christine Pope: The Queen of Frost and Darkness
Christine Pope erzählt eine hübsche Variante der „Schneekönigin“, die in Russland angesiedelt und insgesamt sehr nett ist. Aber auch nicht mehr als nett, so dass ich mich am Ende der Geschichte ein bisschen unbefriedigt fühlte.

4. Yasmine Galenorn: Bones
Eine wirklich gut geschriebene Geschichte über eine jugendliche Prinzessin, die ins Land des Todes gerät und dort verbleiben muss, weil der König des Landes sich in sie verliebt hat. Wie schon „Fae Horse“ geht die Handlung auch hier nicht „gut“ aus, aber ich muss zugeben, dass ich die Geschichte von Anthea Sharp lieber mochte, weil sie am Ende keinen so bitteren Unterton hatte wie diese hier.

5. C. Gockel: Magic After Midnight
C. Gockel hat hier eine ungewöhnliche Cinderella-Variante geschrieben, die aus Sicht der – alles andere als bösen – Stiefmutter erzählt wurde. Diese humorvolle, realistische und (auf die für mich perfekte Weise) romantische Geschichte war so gut, dass ich direkt im Anschluss den ersten Teil der Roman-Reihe kaufen wollte, in deren Welt diese Geschichte spielt. Zum Glück habe ich vorher noch meine (gerade erst aktualisierte *g*) eBook-Liste studiert und festgestellt, dass ich auf dem eReader schon eine Sammelausgabe der ersten drei Bände habe. Ich denke, ich weiß dann schon mal, welches eBook ich demnächst lesen werde – also sobald ich die angefangenen Titel, mit denen ich gerade beschäftigt bin, beendet habe … 😉

6. Donna Augustine: Dance with the Devil
„Dance with the Devil“ ist eine klassische „Pakt mit dem Teufel“-Geschichte, in der eine Ballerina ihre Seele für eine Karriere als Primaballerina verkauft. Das Ende dieser Kurzgeschichte ist aber überraschend und cool und hat mich noch eine Weile darüber nachdenken lassen, was wohl aus der Protagonistin geworden ist.

7. Annie Bellet: No Gift of the Words
Eine Geschichte über eine junge Frau, die eine Hexe beklaut und dafür verflucht wird. Die Handlung ist nicht besonders überraschend geschrieben, aber ich mochte die Geschichte (und als ich schaute, was die Autorin noch so geschrieben hatte, durfte ich mal wieder feststellen, dass ich auch von ihr schon einen Roman auf dem eReader gehortet hatte *g*).

8. Audrey Faye: The Grim Brother
Eine „Hänsel und Gretel“-Variante, die ich deutlich realistischer und unheimlicher fand als das Märchen der Brüder Grimm. Allerdings wäre es mir lieb gewesen, wenn Audrey Faye nicht am Ende noch extra einmal die Namen des Erzählers und seiner Schwester erwähnt hätte – so kam es mir vor, als wolle die Autorin sichergehen, dass auch wirklich jeder Leser versteht, auf welches Märchen sie sich da bezieht.

9. Danielle Monsch: Beast Inside Beauty
Ich muss zugeben, dass ich mir nicht sicher bin, was ich von dieser „Die Schöne und das Biest“-Variante halte, bei der die „Schöne“ Polizistin in einer korrupten Stadt war. Ich mochte die Erzählweise, ich mochte die Protagonistin, aber ich bin mir nicht sicher, was ich von einigen Details und dem Ende der Geschichte halte. Aber grundsätzlich ist es ja nicht schlecht, wenn man eine Kurzgeschichte noch etwas nachklingen lassen muss.

10. Jenna Elizabeth Johnson: Faescorned
Auch bei „Faescorned“ bin ich mir nicht ganz sicher, was ich von der Geschichte halte. Dieses Mal liegt es in erster Linie daran, dass diese Kurzgeschichte zu einer Romanreihe der Autorin gehört und ich das Gefühl habe, dass sie für sich allein stehend nicht so gut funktioniert. Auf der anderen Seite denke ich, dass es vermutlich ziemlich cool ist, wenn man die Otherworld-Reihe der Autorin kennt und dann eine Geschichte aus Sicht der Antagonistin liest, die dafür sorgt, dass man Mitleid mit ihr verspürt.

11. Tara Maya: Drawn to the Brink (A Painted World Story)
Das war eine richtig, richtig gute Geschichte – wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich ebenso begeistert wäre, wenn die Handlung in einem anderen Rahmen gespielt hätte. Aber mir gefiel diese Welt, in der Dinge herbeigezeichnet werden können, wenn eine Person über das richtige Talent verfügt, auf Anhieb ganz besonders gut. Ebenso mochte ich die Protagonistin und wie sich ihr Verhältnis zu ihrer „Beute“ im Laufe der Geschichte änderte. Leider habe ich keinen Roman von Tara Maya gefunden, der in dieser Welt spielt, was aber vielleicht auch ganz gut ist, sonst hätte ich mir vermutlich spontan ein neues Buch zugelegt.

12. Alexia Purdy: The Variance Court
Eine ganz nette Geschichte über einen Ring, der Wünsche erfüllt, und was für ein Fluch dies doch sein kann. Beim zweiten Abschnitt der Geschichte war ich etwas überrascht über den Perspektivwechsel, aber er hat mich auch neugierig auf die weitere Entwicklung der Handlung gemacht. Dummerweise verlor ich diese Neugier ganz schnell wieder, als die beiden erzählenden Personen aufeinandertrafen, da ab diesem Zeitpunkt vollkommen klar war, worauf die Autorin hinauswollte. Nett, aber nicht gut genug, um mich neugierig auf weitere Sachen von Alexia Purdy zu machen.

13. Phaedra Weldon: The Morrigan
Oh, ich mochte die Geschichte rund um einen Studenten, der nach einem Zusammentreffen mit einer Troll-Schlägertruppe herausfindet, dass er ein Leprechaun ist (und die Morrigan ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat *uups*)! Was bedeutet, dass ich jetzt nicht nur weiß, dass die Autorin mehrere (Urban- und Dark-)Fantasy-Serien geschrieben hat, sondern dass ich neuerdings auch den ersten Band einer fantastischen Cozy-Reihe von ihr auf dem eReader habe. *hüstel*

14. Julia Crane: Alice
Dies hier ist keine richtige Kurzgeschichte, sondern eher eine Leseprobe für einen Roman der Autorin, der eine Alice-im-Wunderland-Variante mit einer wahnsinnigen Alice erzählt, die von der Roten Königin adoptiert wurde. *seufz*

15. Sabrina Locke: Still Red
„Still Red“ ist eine Rotkäppchen-Geschichte, die auf jeden Fall sehr eigen ist. Nicht schlecht, aber auch nicht so, dass ich spontan sagen würde, dass es mir gefallen hätte. Eigen und mit sehr düsteren Untertönen – und ich vermute, dass die greise Red und ihre Erlebnisse noch eine Weile in mir nachklingen werden.

16. Jennifer Blackstream: The Final Straw
Jennifer Blackstream erzählt hier eine ungewöhnliche Rumpelstilzchen-Variante, die mir gut gefallen hat. In ihrer Geschichte will die Müllerstochter keinen König heiraten, der ihr Leben bedroht, wenn sie seine unmöglichen Aufgaben nicht erfüllt, sondern sie möchte lieber mit dem übernatürlichen Wesen fliehen, das ihr Nacht für Nacht bei der Erfüllung ihrer Aufgaben hilft. Dummerweise ist dieses Wesen von einem Dämon besessen, so dass die beiden erst einen Weg finden müssen, um diesen loszuwerden. Insgesamt war das Ganze wirklich nett zu lesen, und ich mochte die Idee, ein klassisches Märchen in einer Werwolf-Vampir-Dämon-Fantasywelt zu erzählen.

17. Alethea Kontis: The Unicorn Hunter
Eine wirklich ungewöhnliche Schneewittchen-Variante mit einer naiven Prinzessin, die auf Befehl ihrer Mutter im Wald getötet werden soll, und einem Dämon, der ganz eigene Pläne mit dem jungen Mädchen hat. Ich mochte die Entwicklung, die die beiden Figuren im Laufe der Geschichte durchliefen, ich mochte das Motiv des Dämonen und ich mochte die Erzählweise der Autorin. Was mich nicht überrascht, denn wegen ihrer Erzählweise und ihrer ungewöhnlichen Sicht auf Märchenmotive mag ich ja auch die Woodcutter-Hörbücher so gern, die ich momentan höre.

***

Grundsätzlich hat mir die Anthologie mit all den unterschiedlichen Geschichten gut gefallen, aber es hätte diesem Buch gutgetan, wenn es eine Herausgeberin gegeben hätte. Außerdem gab es bei der eBook-Version des Buches eine Sache, die mich wirklich gestört hat: Nach den verschiedenen Geschichten gab es in der Regel einen kurzen Absatz zur Autorin, zu ihren weiteren Werken und wo man den Newsletter der Person abonnieren kann, aber es gab für diesen informativen Anhang keine durchgehende Formatierung. So war dieser Teil bei einigen Autorinnen – gerade wenn zwischen der Erzählung und dem Infoteil kein Seitenwechsel lag – von der Formatierung her überhaupt nicht von der eigentlichen Geschichte unterscheidbar. Was dazu führte, dass ich häufig das Lesen mit einem Gefühl der Irritation beendet habe, weil ich – statt die Geschichte ausklingen zu lassen und ihre Atmosphäre noch einen Moment genießen zu können – direkt mit der Autoren-Info weitergelesen habe und erst mitten im Satz merkte, dass das nicht zur Handlung gehörte. Bei anderen Geschichten hingegen konnte man anhand eines trennenden Schnörkels oder einer Überschrift deutlich sehen, dass hier der Infoteil beginnt – was mich zu der Frage bringt, wieso das nicht durchgehend so gehalten wurde.

Talia Hibbert: The Brown Sisters 1-3

In den vergangenen Wochen habe ich die drei Romane von Talia Hibbert gelesen, die die Autorin um die Schwestern Cloe, Dani und Eve Brown geschrieben hat. Da alle drei Geschichten sehr ähnliche Elemente haben, dachte ich mir, dass ich mal eine „Sammelrezension“ dazu veröffentlichen könnte. Die Bücher von Talia Hibbert fallen unter „contemporary romance“ (gibt es dafür einen deutschen Begriff?), weshalb es für mich umso überraschender war, dass sie mir so gut gefallen haben, weil ich bei dem Genre doch normalerweise immer was zu kritisieren finde. In jedem der Bände steht eine andere der Brown-Schwestern im Mittelpunkt, und jede dieser Protagonistinnen hat ganz eigene Probleme, die sie – ihrer eigenen Meinung nach – für eine Beziehung ungeeignet machen.

In „Get a Life, Cloe Brown“ (auf Deutsch „Kissing Cloe Brown“) beschließt Cloe, nachdem sie beinahe in einen schrecklichen Autounfall verwickelt worden wäre, dass es Zeit wird, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Also zieht sie bei ihren Eltern aus und erstellt eine Liste mit Dingen, die sie erleben will. Aber so richtig kommt sie mit ihrer Liste nicht voran, bis sie den Hausmeister (und Künstler) Redford „Red“ Morgan näher kennenlernt. Ihr Schwester Danika hingegen will sich ganz auf ihrer Universitätskarriere konzentrieren und sucht in „Take a Hint, Dani Brown“ nur einen Mann, mit dem sie ab und an etwas Dampf im Bett ablassen kann. Dummerweise lernt sie mit dem Sicherheitsmann Zafir Ansari einen hoffnungslosen Romantiker kennen, der definitiv mehr als nur Sex von ihr will. Die jüngste Brown-Schwester Eve ist in „Act Your Age, Eve Brown“ auf der Flucht vor ihrem aktuellsten beruflichen Versagen und der damit einhergehenden Enttäuschung ihrer Eltern, als sie aus Versehen den Betreiber eines B&Bs anfährt. Da Jacob Wayne mit seinen Verletzungen nicht in der Lage ist, seine Frühstückspension zu führen, springt Eve ein und lernt so nicht nur ihren neuen Boss besser kennen, sondern auch mehr über ihre eigenen Stärken und Schwächen.

Jeder dieser drei Romane ist wunderbar lustig und auf eine realistische und wohltuende Weise romantisch. Was die Bücher für mich aber zu etwas Besonderem gemacht haben, ist die Tatsache, dass sowohl die Protagonistinnen als auch die Protagonisten diverse Probleme im Leben haben, ohne dass diese Dinge zu einem großen Drama aufgebaut werden. Cloe ist chronisch krank und muss mit ihrer Energie bewusst haushalten, während Red eine toxische Beziehung hinter sich hat, die Spuren hinterließ, die sich nicht so einfach abschütteln lassen. Dani denkt aufgrund früherer Erlebnisse, sie sei beziehungsunfähig, während Zafir durch seine ehemalige Sportkarriere (und die damit verbundene Medienberichterstattung über ihn) traumatisiert wurde. Jacob ist Autist und wurde als Kind von seinen Eltern vernachlässigt und Eve hat nicht nur gravierende Konzentrationsprobleme, sondern auch eine ziemlich gestörte Selbstsicht. All diese Probleme haben zwar immer wieder einen deutlichen Einfluss auf das Leben der Protagonist.innen, sind aber in erster Linie einfach nur ein Teil ihrer Persönlichkeit bzw. ihres Lebens, ebenso wie der Humor, die Fürsorglichkeit, die Leidenschaft für Literatur oder Sport oder andere Elemente, die einen Charakter formen.

Ich mochte auch sehr, wie die Figuren miteinander umgingen. Es gibt so viele wunderbar lustige Szenen, und selbst die „dramatischen“ Elemente wurde von der Autorin so geschrieben, dass man ein bisschen über die jeweilige Person schmunzeln kann. Die Figuren gehen in der Regel respektvoll miteinander um, und wenn es in diesen Geschichten zu Missverständnissen kommt, dann nicht durch irgendein gekünsteltes „nicht miteinander reden“, sondern durch Szenen, die zeigen, dass zwei Menschen sich eben auch mal missverstehen können. Und sobald die verletzten Gefühle etwas gehätschelt wurden und die jeweilige Figur etwas Zeit zum Nachdenken hatte, gehen Talia Hibberts Figuren wieder aufeinander zu und reden miteinander. Ich habe die Dialoge in diesen Romanen so genossen, weil immer wieder deutlich wird, dass es nicht einfach reicht, wenn man sich der Tatsache bewusst wird, dass man da ein Problem oder vielleicht falsch gehandelt hat, sondern dass man sich immer wieder damit auseinandersetzen und an sich arbeiten muss. Genauso wird immer wieder deutlich, dass auch eine funktionierende Beziehung nicht etwas ist, das von ganz alleine entsteht, wenn sich zwei Personen lieben, sondern dass das etwas ist, woran beide Parteien immer wieder arbeiten müssen. Dabei gelingt es der Autorin, dieses „gemeinsame Arbeiten an einer Beziehung“ als etwas sehr Schönes – und für den Leser unterhaltsam zu Lesendes – darzustellen.

Mein einziger Kritikpunkt an allen drei Romanen besteht darin, dass Talia Hibberts Wortwahl, wenn es um die Sexszenen bzw. die Gedanken geht, die die jeweiligen Figuren bezüglich der körperlichen Vorzüge ihrer potenziellen Partner.innen haben, für meinen persönlichen Geschmack etwas zu direkt ist. Wenn ich allerdings an die eine oder andere Sendung denke, die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe, scheint diese Wortwahl im alltäglichen britischen Sprachgebrauch nicht so abwegig zu sein. Grundsätzlich hat mich die Sprache auch nicht davon abgehalten, die Geschichten zu genießen, aber da mir dieser Punkt negativ aufgefallen ist, wollte ich ihn hier auch nicht unterschlagen. Insgesamt habe ich alle drei Romane wirklich gern gelesen, ich habe mit den verschiedenen Charakteren mitgelitten, ihren Umgang miteinander genossen und mich großartig über all die lustigen Szenen mit ihnen amüsiert.

Lese-Sonntag im März 2021

Gestern war Frühlingsanfang und das Wetter in den vergangenen Tagen schwankte zwischen apriligen Regenschauern und heftigem Pollenflug – alles in allem bin ich heute mal wieder sehr zufrieden damit den Tag mit der Nase im Buch zu verbringen. 😉 Überhaupt klappt es gerade mit dem Lesen richtig gut, was vielleicht auch daran liegt, dass ich genau weiß, dass ich ab dem Ende der kommenden Woche meine Freizeit vor allem mit Spielen verbringen werde. Mit „Story of Seasons – Pioneers of Olive Town“ kommt in fünf Tagen ein Spiel für die Switch, auf das ich schon sehnsüchtig gewartet habe. Die Story-of-Seasons-Spiele können mich immer über längere Zeit beschäftigen und gerade in den ersten Tagen, wenn man anfängt seinen Bauernhof aufzubauen, die Gegend zu erkunden und seine Nachbarn kennenzulernen, spiele ich das gern sehr intensiv. Aber bis dahin ist es ja noch etwas Zeit und heute starte ich erst einmal mit dem üblichen Haushaltskram in den Lese-Sonntag, um später zu meinem aktuellen Buch („Starfell 2 – Willow Moss and the Forgotten Tale“ von Dominique Valente) zu wechseln.

Update 11:00 Uhr

Switch-Konsole, deren Bildschirm ein Ferkel zeigt, das meinem Spielcharakter Rüben zum Kaufen anbietet.

Der Vormittag ist vor allem mit Haushaltskram vergangen, da der Abwasch heute überraschend viel Zeit in Anspruch nahm. Allerdings habe ich schon eine kurze Animal-Crossing-Runde eingelegt, um nach Jornas Rübenpreis zu schauen und dann auf einer anderen Insel zu einem etwas günstigeren Preis einzukaufen. Mal schauen, wie sich der Rübenhandel im Laufe der Woche wieder so entwickelt … Außerdem habe ich mich ein wenig online rumgetrieben, die nächtliche Timeline überflogen und ein paar Kommentare beantwortet. So langsam wird es aber Zeit richtig mit dem Lese-Sonntag anzufangen und Hunger habe ich auch, also stehen als nächstes Frühstück und Buch auf dem Programm!

Update 13:00 Uhr

Links ein angeschalteter eReader, rechts daneben ein Teller mit drei Möhren und einem mit Curry-Aufstrich bestrichenen Toastie

Zum Frühstück lese ich zur Zeit in einer Anthologie, da der eReader es einfacher macht neben dem Essen zu lesen und die Kurzgeschichtenlänge in der Woche immer ganz gut mit meiner Frühstückspause zusammenpasst. Heute gab es also die Geschichte „The Final Straw“ von Jennifer Blackstream für mich und ich mochte diese Rumpelstilzchen-Variante, die in einer Vampir-Werwolf-Dämonen-Fantasywelt spielte. Vor allem gefiel mir, dass die Müllerstochter definitiv keine Lust hatte einen König zu heiraten, der sie töten lassen wollte, wenn sie es nicht schafft Stroh zu Gold zu spinnen.

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Illustration, die einen alten Mann mit Holzbein in einem Sessel sitzend zeigt. Neben dem Sessen ist eine katzenartige Kreatur zu sehen.

Danach ging es dann endlich weiter mit Willows Abenteuern. Die kleine Hexe hat es seit dem letzten Buch nicht einfach mit ihrer Familie gehabt, da sich niemand daran erinnern kann, dass Willow gemeinsam mit Moreg, Oswin, Nolin und Feathering den gestohlenen Dienstag zurückgebracht und somit die Welt gerettet hat. Weshalb auch Willows Familie nicht versteht, wieso sie auf einmal behauptet, dass sie mit der mächtigsten Hexe der Welt befreundet ist und dass sie einer Person zur Hilfe eilen muss, von der ihre Eltern noch nie etwas gehört haben. Dummerweise benimmt sich Willows Magie in letzter Zeit auch noch unberechenbar (was an ihrem Aufenthalt in Wisperia liegen könnte), so dass sie zu Beginn der Geschichte mit einigen Herausforderungen zu kämpfen hat. Was Willow natürlich nicht davon abhält, sich gemeinsam mit ihrem „Monster in the Bag“ Oswin auf den Weg zu machen, um ihren Freund Nolin zu suchen, der anscheinend entführt wurde. In den Kapiteln, die ich gerade gelesen habe, durfte sich Willow mit einer etwas zu hilfsbereiten Hexe rumschlagen, sich mit eine Turm streiten, einen neuen Freund finden und ein Boot besteigen, das an eine kupferne Badewanner erinnerte. Ich mag die Geschichte und freu mich schon darauf heute Nachmittag weiterzulesen, nachdem ich eine Runde mit meinem Mann gebrettspielt habe.

 

Update 16:00 Uhr

Eine Kollage, die verschiedene Momente unseres Brettspielnachmittags zeigt. Einmal den Charakter (Alberto Santos-Dumont), den ich gespielt habe, einmal eine Situation zu Beginn des Spiels mit noch nicht sehr weit ausgebautem Fahrzeug und einmal kurz vor Ende des Spiels.

Wie schon an den vergangenen Wochenenden haben wir heute wieder „Steampunk Rally Fusion“ gespielt. Das Spiel geht relativ schnell, was bedeutet, dass mein Mann nicht auch am Wochenende an dem Tisch sitzen muss, an dem er aktuell jeden Tag arbeitet, und so langsam fühlen wir uns sicher, was die diversen Regeln und Optionen des Spiels angeht. Ab der nächsten Woche wollen wir dann mal eine der erweiterten Varianten ausprobieren. Ich habe heute Alberto Santos-Dumont gespielt, einen brasilianischen Wissenschaftler, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Und da ich von Anfang an viel Glück beim Ziehen der Ausbaukarten für mein Fahrzeug hatte und beim Würfeln, lief es heute richtig gut für mich. Am Ende ist Alberto nicht nur mit sehr großem Vorsprung durchs Ziel gefahren, wir waren auch so schnell mit der Spielrunde durch wie nie zuvor. Ich muss gestehen, dass mir das Spiel noch ein bisschen mehr Spaß macht, wenn ich mal nicht hoffnungslos hinterher hinke. Während mein Mann heute sehr viel Pech hatte und sein Tesla einige Runden lang gar nicht erst in Fahrt kam. 😉

Links die Taschenbuchausgabe von "Willow Moss and the Forgotten Tale", rechts eine weiße Untertasse mit vier Schokolden-Keksen, rechts oben eine große Tasse mit Milchkaffee

Nach unserer Spielrunde ging es für mich wieder mit Willow aus Sofa. Während ich ein paar Kekse geknabbert habe, hat Willow mehr über die Ursache ihrer Magieprobleme herausgefunden, eine Person kennengelernt, bei der der Leser befürchten muss, dass ihre Absichten nicht ganz so hilfreich sind wie Willow glaubt, und Nolins Zuhause erreicht und Spuren seiner Entführung und einen sehr einsamen Hund vorgefunden. Bevor ich herausfinde, von wem und warum Nolin entführt wurde, drehe ich erst einmal eine Blogrunde und schaue, wie es euch heute Nachmittag so ergangen ist.

 

Update 20:00 Uhr

Eine Schüsselmit Karotten-Kartoffel-Eintopf

Seit dem letzten Update habe ich „Willow Moss and the Forgotten Tale“ beendet, mich etwas online rumgetrieben und das Abendessen gekocht. Außerdem habe ich noch einmal geschaut, was eigentlich mit dem dritten Band der Starfell-Reihe ist und festgestellt, dass das gerade erschienene Taschenbuch (was zu den beiden gerade gelesenen Ausgaben passen würde) wohl nicht so einfach in Deutschland zu bestellen ist. Momentan ist es wirklich schwierig mit englischsprachigen Büchern. All meine Vorbestellungen benötigen deutlich länger als sonst und aktuell erschienene Romane kann man großteils gar nicht bestellen bzw. nur als eBooks bekommen. Ich werde mich also noch etwas gedulden müssen, bis ich die weiteren Abenteuer von Willow Moss lesen kann.

Das "The Brightest Fell"-Taschenbuch auf einer orangen Decke.

Dafür habe ich eben schon einmal einen Blick in mein nächstes Buch („The Brightest Fell“ von Seanan McGuire) geworfen. Das ist der erste von drei October-Daye-Bänden in meinem Bestand, den ich vorher noch nicht gelesen habe, was bedeutet, dass ich in den nächsten Tagen so einiges neu zu entdecken habe. Ich weiß gerade nicht so recht, ob ich mich freuen soll, dass ich nun bei den Titeln vom SuB gelandet bin, oder es bedauern soll, dass mein October-Daye-Reread schon beendet ist und ich nach diesen drei Bänden bis zum kommenden Herbst warten muss, um die Fortsetzung der Geschichte in die Finger zu bekommen … Bevor ich weiterlese, drehe ich aber erst einmal eine Blogrunde und spiele etwas „Animal Crossing“ – ich muss noch ein paar Nachbarn treffen und ein paar Fossilien suchen. 😉

 

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Die zwei Stunden seit dem letzten Update habe ich nur mit Kommentieren und Animal-Crossing-Spielen verbracht, weshalb ich jetzt lieber den Laptop runterfahre und zu meinem Buch greife, damit ich vor dem Schlafengehen noch etwas zum Lesen komme. *g*

Es war wieder sehr schön mit euch gemeinsam einen Lese-Sonntag zu verbringen! Danke, dass ihr mir wieder Gesellschaft geleistet habt! Ich hoffe, ihr hattet einen schönen und erholsamen Tag und habt einen guten Start in die kommende Woche! Bleibt (oder werdet) gesund und passt weiter gut auf euch und eure Lieben auf! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:
Natira
JED
Neyasha
Sayuri
Sunny

Seanan McGuire: Across the Green Grass Fields (Wayward Children)

Auf den sechsten Titel der Wayward-Children-Geschichten von Seanan McGuire habe ich wirklich sehnsüchtig gewartet. Vor allem war ich neugierig darauf, wie es sein wird, eine Geschichte zu lesen, deren Protagonistin bislang noch keine Rolle in den vorhergehenden Veröffentlichungen gespielt hat. So ist „Across the Green Grass Fields“ auch für diejenigen gut lesbar, die keinerlei Vorwissen aus den anderen Wayward-Children-Bänden haben, während die anderen Titel teilweise eng mit den Ereignissen in „Eleanor West’s Home For Wayward Children“ verknüpft sind und gewisser Weise aufeinander aufbauen. Diese Geschichte hingegen dreht sich ausschließlich um Regan, deren Kindheit eigentlich recht schön ist, wenn man davon absieht, dass ihr von klein auf bewusst war, dass ihre beste Freundin Laurel schnell zu ihrer schlimmsten Feindin werden könnte. Einzig Regans Liebe zu Pferden ist ungetrübt von dieser Freundschaft, auch wenn sie sich immer mal wieder fragt, wie lange dies wohl noch so sein wird.

Als dann der Tag eintrifft, an dem sich Laurel gegen Regan stellt, findet diese eine Tür in die „Hooflands“. Die Hooflands gehören zu einer Welt voller pferdeähnlicher Geschöpfe wie Zentauren, Kelpies, Perytons, Einhörnern und vielen mehr. Obwohl die Hooflands kein ungefährlicher Ort sind, findet Regan hier eine Gruppe von Zentauren, die bereit ist, das Mädchen in ihre Familie aufzunehmen. Von Anfang an steht fest, dass es Regans Aufgabe in den Hooflands ist, als Heldin die Welt zu retten, auch wenn noch nicht klar ist, wovor sie die Welt zu retten hat. Für die Zentauren, die Regan aufnehmen, bedeutet dies, dass sie dem Mädchen so viel Sicherheit und Geborgenheit bieten, wie sie können, bis die Zeit für Regans Heldentat kommt. Dank der Zentauren kann Regan in einer geschützten Umgebung und innerhalb einer liebevollen und sie unterstützenden Familie erwachsen werden, und das ist wunderschön zu lesen.

Normalerweise haben die Wayward-Children-Geschichten immer einen bitteren Kern, der die gesamte Erzählung durchdringt. Selbst wenn die Beziehungen zwischen den verschiedenen Figuren wunderschön und die Welten faszinierend und perfekt für die jeweiligen Kinder sind, so gibt es dort Risiken, die kein Kind eingehen sollte. Die Tatsache, dass so viele Kinder ihre Welten wieder verlassen müssen und keinen erneuten Zugang zu ihrer ganz persönlichen Zuflucht finden können, sorgt normalerweise für so viel Kummer und Sehnsucht, dass jede einzelne der Geschichten selbst in den schönen Passagen davon durchdrungen ist. Für Regan hingegen bringen die Hooflands ungetrübte, schöne Jahre und eine „Pflegefamilie“, die sie liebt und fördert. Eine Familie, die ihr Zeit verschafft, um herauszufinden, wer sie ist und was für ein Mensch sie sein will. So weiß Regan ganz genau, worauf sie sich einlässt und welche Risiken sie eingeht, als der Zeitpunkt kommt, an dem sie ihre Heldentat vollbringen muss. Gerade weil sie dieses Wissen um ihre eigenen Identität hat und weil Regan die Hooflands und ihre Bewohner so sehr liebt, kann sie mit Herausforderungen fertig werden, die niemand hätte vorhersehen können.

Das alles macht „Across the Green Grass Fields“ für mich zu dem bislang besten Wayward-Children-Band, obwohl so viel weniger um Regan herum passiert als um all die anderen Figuren, die bislang in den Büchern vorkamen. Ich finde es einfach großartig, wie Regans  Entwicklung beschrieben wird und wie man am Ende das Gefühl hat, dass es fast egal ist, ob sie ihr Leben in den Hooflands weiterleben kann oder nicht, weil sie dort sich selbst gefunden hat und sich auch in den kommenden Jahren nicht wieder verlieren wird. All das Wissen, all das Erlebte und all die Selbsterkenntnis, die sie in dieser magischen Welt gewonnen hat, wird bei ihr bleiben und ihr zukünftiges Leben bestimmen. Die Liebe und die Akzeptanz, die sie von den Zentauren erfahren hat, verschaffen ihr eine Grundlage für die Zukunft, die ich so bei den anderen Figuren nicht gesehen habe, und die die Geschichte (trotz der Ereignisse rund um Regans Heldentat) positiver enden lassen als die anderen Wayward-Children-Bücher. Ich bin gespannt, ob Regan noch einmal in den kommenden Veröffentlichungen der Reihe auftauchen wird und bin – immer wieder von Neuem – hingerissen davon, dass Seanan McGuire jedes Mal einen neuen Ton und einen vollkommen überraschenden Ansatz für ihre Wayward-Children-Geschichten findet.

J. M. Griffin: Tangled to Death

J. M. Griffin ist (wenn ich nach ihrer Homepage gehen kann) angeblich eine etablierte und erfolgreiche Autorin, allerdings hatte ich noch nie von ihr gehört, bevor ich zu „Tangled to Death“ griff. Und nachdem ich diesen kurzen Roman von ihr gelesen habe, kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich keine weitere Geschichte von ihr lesen werde. Es ist unglaublich, wie lang sich 190 Seiten eines Cozies beim Lesen anfühlen können, wenn man nur noch von allem genervt ist. Protagonistin der Geschichte ist die 24jährige Katie Greer, die vor einem Jahr in eine kleine Stadt in New Hampshire gezogen ist, um dort ein Kunststudio zu eröffnen. Von Anfang an hatte Katie Probleme mit der ältere Flora Middly, die nicht nur der Meinung war, dass Katies „Tangle Art“ keine Kunst sei, sondern auch alles daran setzte, um die Eröffnung des Studios zu verhindern. Als nun Flora erwürgt auf der Bank vor Katies Studio gefunden wird, gehört Katie natürlich zu den Verdächtigen. Katie fürchtet nicht nur die schrecklichen Befragungen durch die Polizei, sondern auch, dass ihre neuen Nachbarn herausfinden, dass sie schon einmal in einen Mordfall verwickelt war.

Obwohl Katie so gar nichts mit der Polizei und dem Mord zu tun haben will, kann sie sich auch nicht beherrschen und steckt natürlich ihre Nase in die Ermittlungen. Was dann der Punkt war, wo ich – nach einem zwar nicht besonders gut geschriebenen, aber ganz netten Anfang – sehr schnell alle Hoffnungen auf eine unterhaltsame Geschichte fahren lassen musste. Ich glaube, ich habe „Tangled to Death“ nur zu Ende gelesen, weil ich dachte, dass es nicht sein kann, dass J. M. Griffin wirklich jedes Element mitnehmen wird, das ich an einem „romantischen Cozy“ hasse. Leider hatte ich mich in dieser Beziehung getäuscht. Der Krimianteil der Handlung ist noch dürftiger, als es der Umfang von 190 Seiten zugelassen hätten. Das Motiv für den Mord ist unglaublich an den Haaren herbeigezogen. Die Tatsache, dass die Autorin auf der einen Seite behauptet, dass in dieser Kleinstadt jeder über jeden tratschen würde und auf der anderen Seite trotzdem niemand wusste, womit die Ermordete ihren Lebensunterhalt bestritt (oder sich wunderte, dass sie ohne erkennbares Einkommen überhaupt überleben konnte), hat mich gleich mehrfach auf die Palme gebracht.

Doch so richtig schrecklich fand ich die Protagonistin Katie und ihren potenziellen „Liebsten“ Detective Jonah Kilbride. Katie ist einer dieser Charaktere, die alle anderen Personen in schrecklich veraltete Schubladen stecken, und äußert regelmäßig Gedanken wie „Nur Frauen verstehen, wie Frauen denken“, „Cops ist ihre Arbeit wichtiger als alles andere“, „alle Cops genießen es, wenn sie andere Menschen einschüchtern können“ und ähnliches. Dieses Schubladendenken plus die unglaublich schrecklichen Erinnerungen, die sie an die Verhöre durch den Polizisten hat, der den Mord an ihren Eltern aufzuklären versuchte, sorgen dafür, dass sie Detective Jonah Kilbride von Anfang an ablehnend gegenübersteht. Dummerweise findet sie ihn aber auch unglaublich attraktiv und ist deshalb ständig stocksauer, weil er seinen Job macht. Was dazu führt, dass sie ihm nur Fragen beantwortet, wenn es ihr passt, ihn ständig aus ihrem Studio wirft und die Hälfte der Zeit Beweismittel unterschlägt, die die Geschichte innerhalb weniger Seiten beendet hätten.

Jonah hingegen benimmt sich von Anfang an wie ein Arschloch, weil er „fühlt“, dass sie ihm was verschweigt. Als er von Katies Vergangenheit erfährt, nennt er sie nicht nur ständig bei ihrem Geburtsnamen – was in ihr schmerzhafte Erinnungen weckt, was sie ihm auch sagt -, sondern scheint es auch noch zu genießen, dass dieser Name bei ihr Unbehagen auslöst. Dazu kommt, dass er sie mehrfach gegen ihren Willen küsst und sie (obwohl er weiß, welche Erfahrungen sie früher mit der Polizei gemacht hat) verbal bedroht. Ich glaube, die Autorin hat Jonah mit diesem Verhalten als besonders „männlich“ darstellen und auf die „wenn er dich neckt, dann mag er dich“-Schiene aufspringen wollen. Für mich hingegen war das Verhalten beider Figuren einfach nur abschreckend, frustrierend und so gar nicht romantisch.

Dass aus Katie und Jonah am Ende auch noch ein Paar wird, lässt sich dann auch nur noch damit erklären, dass sie anscheinend das Gefühl haben, sie dürften nur miteinander Sex haben, wenn sie sich vorher gegenseitig ihre Liebe erklären. Wann und wieso sie sich ineinander verliebt haben, kann mir die Autorin mit ihrer Geschichte aber nicht glaubhaft erklären. Bei all diesen größeren Ärgernissen habe ich das Gefühl, ich müsste die vielen anderen Details, die mich gestört haben, gar nicht mehr erwähnen, auch wenn es davon mehr als genug gab. „Tangled to Death“ war definitiv keine unterhaltsame oder gar vergnügliche Lektüre, und ich kann diesen kurzen Roman nur dann weiterempfehlen, wenn ihr verzweifelt auf der Suche nach einem Cozy sein solltet, über den ihr euch mal so richtig aufregen könnt.

Kiki-Thementag ;)

In den letzten Tagen war ich ein bisschen grumpig, weil ich ein paar (schöne!) Dinge wirklich tun wollte und mich doch nicht dazu aufraffen konnte – während ich meinen Pflichtkram wirklich gut hinbekommen habe. So will ich bestimmt schon seit Wochen … eher einem halben Jahr endlich mal wieder Hefe-Schnecken backen und bekomme es doch nicht auf die Reihe, obwohl alle Zutaten im Haus sind. Außerdem habe ich schon seit einiger Zeit große Lust darauf, „Kikis kleiner Lieferservice“ zu schauen und die „Apprentice Witch“-Bücher von James Nicol noch einmal zu lesen, aber trotzdem habe ich meine Lesestunden dann doch immer mit anderen Geschichten verbracht. Also habe ich beschlossen, dass ich mir heute eine Art „Kiki-Thementag“ gönne, den ich mit lauter Dingen fülle, die ich mit „Kikis kleiner Lieferservice“ verbinde und die passenderweise schon länger auf meiner Vorhaben-Liste stehen. Ein paar alltägliche Pflichten werde ich trotzdem erledigen müssen, aber da „Putzen“ keinen so kleinen Teil von Kikis Leben auszumachen scheint, passt das ja auch ganz gut. 😉

Das Foto zeigt eine grüne Yoga-Matte auf einem hellen Holzboden, im Hintergrund kann man die untere Hälfte einer weißen TV-Konsole erkennen.

Nachdem ich etwas durch die Wohnung gewuselt bin und das Geschirr abgewaschen habe, gab es erst einmal eine kleine Sportrunde. Ich habe heute solchen Muskelkater von den neuen Übungen, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, dass ich mich auf entspanntes Dehnen und die 5-Minuten-Runde für den Schulterbereich beschränkt habe. Das war definitiv zügig erledigt und somit konnte der schöne Teil des Tages starten. Begonnen habe ich den mit einer Runde „Animal Crossing“, damit ich auch da meinen täglichen Kram erledigt hatte. Danach ging es zum Frühstückzubereiten wieder in die Küche …

Eine Switch auf deren Bildschirm zwei Personen im Regen zu sehen sind. Von hinten mein Spielcharakter mit einem roten Regenhut und davor meine Nachbarin Isolde (ein weißer Hund mit schwarzen und grauen Flecken), die sagt "Ich weiß wirklich zu schätzen, wie freundlich du immer mit mir redest! Das hebt jedes Mal meine Stimmung!"

 

Pfannkuchen zum Frühstück

Auf dem Foto sind zwei weiße Teller auf weißen Tischsets zu sehen, auf denen jeweils ein Pfannkuchen liegt. Daneben steht ein weiterer Teller mit einem ganzen Pfannkuchenstapel, sowie eine Flasche Cranberrysirup und ein kleines Schälchen mit etwas Zucker.

Wenn ich an „Kikis kleiner Lieferservice“ denke, dann fallen mir relativ schnell auch die Pfannkuchen ein, die sie regelmäßig isst, weil diese günstig und einfach zu machen sind. Ich habe heute damit meine neue Pfanne eingeweiht und natürlich gleich noch ein neues Rezept ausprobiert. Das Rezept ist sehr, sehr gut. Die Pfannkuchen sind total fluffig und sehr lecker geworden. Die Pfanne gefällt mir auch, aber gegen Ende hatte sie so viel Temperatur, dass die letzten drei Pfannkuchen doch etwas dunkel geworden sind. Was vielleicht auch daran lag, dass ich von der Tatsache abgelenkt wurde, dass der Vermieter-Handwerker ohne Vorankündigung das Wasser abgestellt hatte. Es war ein ziemlicher Schreck für mich, als ich mal eben nebenbei etwas abwaschen wollte und nur ein Ächzen aus dem Wasserhahn kam … Eine Stunde später lief das Wasser wieder und trotz ein paar dunkler Stellen waren die Pfannkuchen sehr lecker! Allerdings weiß ich jetzt auch wieder, warum ich so selten welche mache, denn direkt nach dem Essen stand gleich eine Runde Abwasch an. *g*

 

Ein Hefekranz zum Nachmittag

Das Foto zeigt die DVD-Hülle von "Kikis kleiner Lieferservice" und darauf liegt die Taschenbuch-Ausgabe von "The Apprentice Witch", dessen blaues Cover die Scherenschnitt-artige Darstellung einer Hexe zeigt, die mit einer Hand an ihrem fliegenden Besen hängt.

Nachdem der Abwasch erledigt war, habe ich mich mit „The Apprentice Witch“ auf dem Sofa eingerollt und eine Weile gelesen. Die Bücher – vor allem der erste Teil – erinnern mich sehr an Kiki, da es auch hier darum geht, dass eine junge Hexe, die sich ihrer Fähigkeiten nicht sicher ist, allein einen Weg ins Berufsleben finden muss. Der Ort, in dem Arianwyn Fuß fassen möchte, ist deutlich weniger großstädtisch als Kikis Stadt am Meer, aber dafür ist Arianwyns Job auch wesentlich herausfordernder. 😉

Das Foto zeigt einen Fernseher, auf dem eine Szene aus dem Anime "Kikis kleiner Lieferservice" zu sehen ist. Die Szene zeigt Kiki, wie sie in den Arbeitsraum ihrer Mutter kommt.

Dann wurde es Zeit, einen Hefeteig für den Schoko-Hefekranz anzusetzen, den es dann heute Nachmittag zu „Kikis kleiner Lieferservice“ gab. Ein Foto vom Gesamtwerk gibt es nicht, weil ich mit „ich wandel mal eben ein vertrautes Rezept ab und verwende eine unvertraute Technik, die ich vor kurzem im Fernsehen gesehen habe“ wohl ein bisschen überambitioniert war. *g* Die Konsistenz des Endergebnisses war definitiv nicht gut, aber geschmeckt hat er trotzdem. Oh, und ich hatte extra die Kranzform gewählt, statt ein paar Hefeschnecken zu backen, weil ich an den Brotkranz mit der fliegenden Hexe denken musste, der in dem Film von dem knuffigen Bäcker ins Schaufenster gehängt wird, um für Kikis Service zu werben. Auf die Hexe in der Mitte des Kranzes habe ich beim Formen allerdings verzichtet. 😉

Ein kleiner Teller, der auf der DVD-Hülle von "Kikis kleiner Lieferservice" steht und auf dem ein Stück eines geflochtenen Hefekranzes liegt. Daneben steht eine große Tasse mit Milchkaffee.

 

Eine „Pastete“ zum Abendessen

Als ich am Nachmittag den Hefekranz aus dem Ofen geholt hatte, habe ich auch noch einen Teig fürs Abendessen angesetzt, der dann in der warmen Küche gehen durfte. Mit Spinat gefüllte Teigtaschen machen ich ja öfter, aber heute dachte ich, ich lehne unser Essen zumindest optisch mal an die „Herings-Kürbis-Pastete“ an, die die ältere Dame in dem Anime für ihre undankbare Enkelin gebacken hat.

Eine quadratische Auflaufform mit einer Pastete, wobei auf der Teigdecke der Pastete noch ein Fisch aus Teig zu sehen ist.

Den restlichen Abend werde ich mit „The Apprentice Witch“ verbringen – mal schauen, ob ich den ersten Band noch beendet bekomme. Mir macht die Geschichte gerade viel Spaß und ich bin froh, dass ich mir diesen „Kiki-Thementag“ gegönnt habe. 🙂

Das Foto zeigt ein geöffnetes Buch ("The Apprentice Witch"), im Hintergrund sind eine braune Sofalehne, eine weiße Wand und ein schwarz-weißes Foto von einem Wald zu erkennen.

Dominique Valente: Starfell 1 – Willow Moss and the Lost Day

So langsam sollte es ja hinreichend bekannt sein, dass ich eine Schwäche für fantastische Kinder- und Jugendbücher habe, in denen Hexen die Protagonistinnen sind. Was natürlich der Grund ist, wieso ich mir den Titel „Starfell – Willow Moss and the Lost Day“ von Dominique Valente zugelegt habe. Trotzdem hatte ich nicht erwartet, dass mir die Geschichte so gut gefallen würde, dass ich mir noch vor Beenden des Buches den zweiten Band („Starfell – Willow Moss and the Forgotten Tale“) bestellen würde. 😉 Willow ist die jüngste Tochter ihrer Familie und diejenige mit dem geringsten magischen Talent. Während ihre Schwestern wirklich aufsehenerregende Magie beherrschen, kann Willow nur verlorene Dinge wiederfinden. So ist es kein Wunder, dass Willow immer diejenige ist, die zurückbleibt und sich um ihre Großmutter kümmern muss, während ihre Mutter mit Willows Schwestern auf Jahrmärkte fährt, um Geld zu verdienen.

Doch dann steht eines Tages die mächtige Hexe Moreg Vaine vor Willow und benötigt ihre Hilfe, um einen verschwundenen Tag wiederzufinden. Wenn dieser verlorene Dienstag nicht wieder auftaucht, könnte die Existenz der gesamten Welt auf dem Spiel stehen. Doch bevor Willow den verschwundenen Tag herbeibeschwören kann, muss sie erst einmal gemeinsam mit Moreg herausfinden, wer der Täter ist und wie dieser Dienstag gestohlen wurde. Dabei stehen Willow ihr „Kobold Monster under the Bed in the Bag“ Oswin zur Seite und einige Freunde, die sie im Laufe der Reise findet. Ich mochte die vielen verschiedenen Charaktere sehr und wie sie mit ihrer – zum Teil sehr herausfordernden – Magie umgingen. Denn in dieser Geschichte ist Magie nicht etwas, das man lernt, sondern eher ein Talent, das man hat. Auch wenn es früher wohl so war, dass eine Person verschiedene magische Talente haben konnte, so ist diese Zeit schon lange vorbei.

Dominique Valente hat mit Starfell eine wunderbare fantastische Welt voller skurriler Gestalten  geschaffen. All die vielen verschiedenen Talente scheinen eine wichtige Rolle im Alltag zu spielen, auch wenn die fanatischen Brothers of Wol alles dafür tun, dass die Magie aus Starfell verschwindet. So muss sich Willow nicht nur mit der Suche nach dem verschwundenen Tag beschäftigen, sondern auch mit all den Herausforderungen fertig werden, die die Reise durch ein von Fanatikern beherrschtes Land mit sich bringen. Umso hübscher ist es zu lesen, wie sie – auch mit Hilfe ihrer Freunde – immer wieder Lösungen für akute Probleme findet. Was im Laufe der Zeit dazu führt, dass Willow sich selbst und ihr nicht gerade aufsehenerregendes Talent deutlich mehr zu schätzen lernt, als sie es ihm Kreis ihrer Familie konnte. Ich habe Willows Entwicklung wirklich gern verfolgt und mich wunderbar über all die kleinen und größeren Abenteuer, die sie erlebt, amüsiert. Ich mochte die ungewöhnliche Sicht auf magische Elemente, die Dominique Valente immer wieder präsentierte, und habe die verschiedenen Figuren schnell ins Herz geschlossen.

Einzig die Spielerei mit den Textformaten (andere Schriftarten und -größen, wenn eine Person lauter oder aufgeregter ist oder ein kurviger Schriftverlauf, wenn besonders dynamische Aktionen beschrieben wurden) und die eher lautmalerische Ausdrucksweise von Oswin hätte ich persönlich nicht benötigt. Auf der anderen Seite hat mich das aber beim Lesen auch nicht so sehr gestört, dass ich das Buch hätte abbrechen wollen. Die Illustrationen von Sarah Warburton fand ich hingegen wirklich bezaubernd und zu der Doppelseite mit dem Drachen habe ich sogar mehrfach hingeblättert, um sie erneut zu betrachten. Ich freu mich jetzt schon auf den Tag, an dem die Fortsetzung bei mir eintrifft und ich weitere Abenteuer in Starfell erleben kann. Oh, und wer Lust auf Willows Geschichten hat, aber nicht auf Englisch lesen mag, hat die Möglichkeit, die ersten beiden Bände schon in der Übersetzung zu bekommen. Die deutsche Reihenbezeichnung lautet „Der Zauber von Immerda“, der erste Band trägt den Titel „Die Suche nach dem verschwundenen Dienstag“ und der zweite Teil „Ein Hellseher sieht schwarz“.