Alle Artikel von Konstanze

Herbstlesen im Oktober 2020 (Sa., 31. Oktober) – Die Halloween-Variante

Heute ist der letzte Tag des Herbstlesens und da heute auch Halloween ist, werde ich heute nicht zu meinen angefangenen Büchern („A Local Habitation“ von Seanan McGuire, „The Black Count“ von Tom Reiss oder „Art of Disruption“ von Magid Magid) greifen, sondern mit „Mexican Gothic“ von Silvia Moreno-Garcia ein neues Buch anfangen. Außerdem meinte mein Mann, dass wir heute unbedingt „Hellboy“ spielen müssten, damit unsere heutige Brettspielrunde auch zu Halloween passt, da das aber etwas länger dauert, könnte es sein, dass wir dann doch spontan zu „Gloomhaven“ greifen. Und natürlich gibt es heute bei „Animal Crossing“ ab 17 Uhr ein Halloween-Ereignis … *g* Aber erst einmal starte ich mit den lästigen Pflichten in den Tag und melde mich erst später wieder hier.

 

Update 10:30 Uhr

Animal-Crossing-Screenshot mit einer Spielfigur, die sagt: "Wenn du nur halb so gehypt auf Halloween bist wie ich ... dann is' das ordentlich viel Hype, blümchen!"

Heute fiel es mir etwas schwer in Bewegung zu kommen und so habe ich zwischen Abwasch und Sport einige Zeit mit Nichtstun vertrödelt. Inzwischen sind aber alle lästigen Pflichten erledigt und eine kurze Morgenrunde bei „Animal Crossing“ habe ich auch eingelegt. Jetzt schaue ich erst einmal wie JED und Anette den Tag begonne haben, mache mir dann Frühstück und greife endlich zum Buch.

 

Update 13:00 Uhr

Das Foto zeigt einen eReader neben einem Teller mit zwei beschmierten Brötchenhälften

Seit dem letzten Update habe ich wirklich in „Mexican Gothic“ gelesen und muss sagen, dass mir das Buch bislang wirklich gut gefällt. Die Geschichte spielt 1950 in Mexiko und beginnt damit, dass Noemí Taboada von ihrem Vater von einer Party nach Hause gerufen wird, um ihre Koffer zu packen. Noemí soll mit dem nächsten Zug zu ihrer Cousine Catalina reisen, die einen beunruhigenden Brief an ihren Onkel geschrieben hatte. In diesem Brief beschuldigt Catalina ihren Mann, sie vergiften zu wollen, außerdem erwähnt sie Geister und allerlei andere Elemente, die ihren Onkel an ihrem Verstand zweifeln lassen. Noemí soll nun herausfinden, wie es Catalina genau geht und ob es notwendig ist, dass sich die Familie Taboada gegen die Wünsche von Catalinas Mann Virgil Doyle stellt und die junge Frau nach Mexiko (und im Zweifelsfall in pychatrische Behandlung) holt. Silvia Moreno-Garcia beschreibt sehr atmosphärisch den ehemals wohlhabenden Ort in den Bergen, der seit der Schließung der Silbermine verfällt, ebenso wie das Haus „High End“, in dem die Familie Doyle lebt. Von Anfang an fragt man sich als Leser, was in diesem Haus los ist und warum diese Familie so seltsam ist. (Außerdem finde ich den Herrn des Hauses – Vergils Vater – mit all seinen Abstammungs- und Rassentheorien ziemlich unheimlich.) Jetzt gibt es aber erst einmal eine schnelle Kommentarrunde und dann zum Brettspielen mit meinem Mann. 🙂

 

Update 16:30 Uhr

Zusammenstellung aus vier Fotos, die zwei verschiedene Spielaufbauten bei Gloomhaven zeigen (das zweite mit einer ziemlich großen Karte)

Für die Brettspielrunde haben wir uns wirklich für „Gloomhaven – Jaws of the Lion“ entschieden, aber da die erste Runde so schnell vorbei war, haben wir beschlossen, dass wir noch das zweite Szenario hinterher machen. Das hat dann natürlich deutlich länger gedauert als erwartet, so dass wir doch „Hellboy“ hätten spielen können. *g* Was mich etwas fertig gemacht hat beim Spielen, war die Tatsache, dass man bei der Supermarkt-Version von „Gloomhaven“ am Anfang „Einführungs-Szenarien“ spielt, für die die Karten immer wieder angepasst werden. Wenn ich also endlich das Gefühl hatte, ich weiß, wie ich mit der Figur und den Karten umzugehen hätten, wurde wieder gewechselt und ich habe beim nächsten mal die Karten vermisst, mit denen ich schon gespielt hatte. Naja, noch eine Einführungsrunde und dann ist das auch erledigt und das Kartendeck sollte jetzt so sein, wie es endgültig aufgebaut ist. Insgesamt macht das Spiel aber wirklich viel Spaß und ist sehr nah am großen „Gloomhaven“. 🙂 Oh, und mein Hatchet hat heute richtig gut abgeräumt beim Plündern. *g* Jetzt gibt es erst einmal Zimtkuchen und Kakao (und dazu eine Blogrunde) und um 17 Uhr schaue ich mal, was das Halloween-Ereignis bei „Animal Crossing“ so für mich bereit hält. 🙂

Ein Teller mit einem kleinen Zimtkuchen und daneben eine Tasse mit Kakao

 

Update 20:30 Uhr

Animal-Crossing-Screenshot mit einem "Süßes oder Saures"-Spruchblase

Heute Nachmittag habe ich ungefähr ein Stündchen „Animal Crossing“ gespielt und erst einmal alle Anleitungen und Gegenstände eingesammelt, die man zu diesem Tag bekommen kann. Da es in der Dämmerung aber noch zu hell für die richtige Atmosphäre war, gehe ich gleich noch einmal kurz ins Spiel, bevor ich wieder zu „Mexican Gothic“ greife. Ansonsten habe ich seit dem letzten Update vor allem Zeit mit Kochen, Essen und „Somebody Feed Phil“ schauen verbracht. Das war das erste Mal, dass ich Spaghettikürbis zubereitet hatte, weshalb ich nebenbei keine Ruhe hatte, um etwas zu machen. Dabei würde ich normalerweise die halbe Stunde, die die Tomatensauce auf dem Herd köchelte, während der Kürbis im Ofen war, mit Lesen verbringen. *g* Das Essen hat mir übrigens gut geschmeckt, nur mein Mann ist sich nicht sicher, ob er den Kürbis noch einmal essen will. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass die neue Staffel „Somebody Feed Phil“ mit sehr fleischlastigem brasilianischem Essen anfing. 😉

Ein Teller mit Spaghettikürbis und Tomatensauce

 

Update 22:45 Uhr (letztes Update)

Eine Zusammenstellung aus vier Animal-Crossing-Screenshots mit Halloween-Motiven

Nach dem letzten Update bin ich noch mal für ein halbes Stündchen bei „Animal Crossing“ rein und habe die Halloween-Stimmung bei Nacht genossen. Ich finde es so hübsch mit all den beleuchteten Kürbissen – ich hoffe sehr, dass es für die Weihnachtszeit auch ein paar hübsche Leuchtelemente für die Insel gibt! Ansonsten werde ich demnächst wohl mal eifrig Sternsplitter sammeln müssen, um daraus ein paar hübsche, leuchtende Dekoelemente zu basteln. 😉 Nach dem Spielen habe ich dann wieder zu „Mexican Gothic“ gegriffen und mir gefällt die düstere Stimmung in dem Buch so sehr. Die Familie Doyle ist – abgesehen von dem jüngsten Familienmitglied – unheimlich, das Haus ist fürchterlich (und könnte vermutlich sehr von einer Runde Brandstiftung profitieren) und ich ertappe mich beim Lesen die ganze Zeit dabei, dass ich über Pigmente, Pflanzen und Kriminalfälle nachdenke (konkreter will ich meine Vermutungen hier nicht äußern, falls noch jemand die Geschichte unvoreingenommen lesen will *g*). Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf, was am Ende hinter all den seltsamen Elementen steckt, und gehe davon aus, dass ich den Roman in den nächsten Tagen recht zügig beenden werde.

Ein Foto von meinem eReader und einem darauf liegenden Kitkat mit Match-Geschmack

Nachdem es für mich schon fast Zeit zum Schlafengehen ist, ist dieses mein letztes Herbstlesen-Update für diese Jahr. Es war wieder schön gemeinsam mit euch einen Monat lang gemütliche und entspannte Wochenenden zu verbringen, von all den Dingen zu erzählen, die ich so im Laufe der Sams- und Sonntage gemacht habe, und zu schauen, womit ihr eure Tage möglichst erholsam gestaltet. Ich hoffe, ihr hattet auch viel Freude an dieser Aktion und dem gemeinsamen Austausch! Ich werde es schon ein bisschen vermissen, auch wenn ich mich ein bisschen darauf freue, dass ich morgen den Großteil des Tages den Laptop einfach ignorieren kann. 😉

Seid in den kommenden Wochen bitte vorsichtig, passt gut auf euch und andere auf und versucht so viel Zeit wie möglich mit angenehmen und erholsamen Dingen zu verbringen!

***

Heutige Mitleserinnen:

JED
Anette

Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)

Rachel Caines „The Great Library“-Serie basiert auf der Grundidee, dass die Große Bibliothek von Alexandria nie zerstört wurde, sondern im Laufe der Zeit immer mehr Wissen und Macht an sich gerissen hat. Die daraus resultierende Alternativ-Welt, die der Leser in „Ink and Bone“ kennenlernt, ist eine harte Welt für die Menschen, die darin leben. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Jess Brightwell, dessen Familie als Buchschmuggler ein gefährliches und lukratives Geschäft betreibt. Denn der Besitz von Original-Bücher ist von der Bibliothek verboten worden, und wer mit diesen Kostbarkeiten handelt, dem droht die Todesstrafe – unabhängig vom Alter desjenigen, der mit einem solchen illegalen Buch erwischt wird. Jess liebt es zwar, alte Bücher in den Händen zu halten, aber er hasst die Skrupellosigkeit, mit der sein Vater seinem Geschäft nachgeht. So sieht er in dem Plan seines Vaters, dass Jess sich auf eine der seltenen Trainingsstellen der Bibliothek bewerben soll, eine Möglichkeit, dem Geschäft seiner Familie zu entkommen – auch wenn sein Vater damit nur eine neue Quelle für illegale Bücher auftun will.

Doch schnell muss Jess erkennen, dass das Leben innerhalb der Großen Bibliothek nicht weniger gefährlich ist als seine Tätigkeit als „Runner“ für seinen Vater. Nur sechs Anwärter können auf eine der begehrten Stellen in der Bibliothek hoffen, so dass die Rivalität zwischen den – anfangs dreißig – Bewerbern hoch ist. Einige von ihnen haben daher keine Hemmungen, drastische Mittel einzusetzen, um die Konkurrenten auszuschalten. Außerdem entdeckt Jess im Laufe der Zeit, wie skrupellos die Obersten der Bibliothek sind, wie wenig ein Menschenleben in ihren Augen zählt und welche Mittel sie einsetzen, um ihre Macht zu erhalten. Während Jess relativ wenig Probleme damit hat, wenn er sein Leben geben soll, um einzigartige Bücher zu beschützen, so erschüttern ihn doch die (bibliothekspolitischen) Intrigen und Machtspiele, die er während seiner Trainingszeit erleben muss.

Obwohl Rachel Caine „Ink and Bone“ mit einer actionreichen und sehr spannenden Szene beginnt, bei der man Jess als Zehnjährigen begleitet, während er als Runner für seinen Vater unterwegs ist, entwickelt sich die Handlung in dem Roman recht langsam. Es dauert einige Zeit, bis die Autorin einem die Alternativ-Welt, in der ihre Handlung spielt, vorgestellt hat und die verschiedenen Parteien, sowohl die, die gegen die Großen Bibliothek vorgehen, als auch die, die innerhalb dieser Institution agieren, eingeführt hat. Trotzdem sind diese Kapitel in keiner Weise langweilig, weil den gesamten Roman – selbst bei den amüsanten Szenen – so eine bedrohliche Atmosphäre durchzieht. Außerdem muss sich Jess immer wieder in Situationen bewähren, die im besten Fall seine Hoffnung auf eine Anstellung in der Bibliothek oder im schlimmsten Fall sogar sein Leben bedrohen.

Ich fand die Welt, die Rachel Caine für diesen Roman geschaffen hat, mit all ihren Details rund um die Bibliothek, um Politik und Krieg wirklich faszinierend, doch noch mehr haben mich ihre Charaktere überzeugt. Egal, ob mir eine Figur sympathisch war oder nicht, ich hatte das Gefühl, ich könnte ihr Motive verstehen und trotz aller Fehler auch ihre guten Seiten anerkennen (wenn sie denn gute Seiten hatten). Dabei geht die Autorin alles andere als gnädig mit ihren Charakteren um, und die Sterberate in „Ink and Bone“ ist nicht gering. Aber da die Welt, die rund um die Große Bibliothek entstanden ist, so unbarmherzig ist, sind diese Todesfälle innerhalb der Handlung stimmig. Außerdem erwartet einen am Ende dieses Buchs kein wie auch immer geartetes Happy End, allerdings auch kein Cliffhanger – nur die Frage, wie die Zukunft für diejenigen, die nach all den schrecklichen Erlebnissen nun einen Job in der Bibliothek ergattert haben, aussehen wird. Was bedeutet, dass ich den nächsten Band („Paper and Fire“) direkt ganz oben auf den Wunschzettel gepackt habe, weil ich unbedingt herausfinden muss, wie es Jess und seinen Mitstreitern ergehen wird.

Leah Johnson: You Should See Me in a Crown

„You Should See Me in a Crown“ von Leah Johnson ist ein wunderbares Wohlfühlbuch rund um die Bemühungen der siebzehnjährigen Elizabeth (Liz) Lighty, zur Prom Queen ihrer Highschool gewählt zu werden. Dabei gehört Liz nicht zu den beliebten Schülerinnen, für die es selbstverständlich zu sein scheint, dass sie sich in den verrückten Wahlrummel stürzen, der an der Campbell-County-Highschool jedes Jahr veranstaltet wird. Doch Liz will unbedingt am Pennington College studieren, und da sie es nicht geschafft hat, ein Stipendium vom College zu bekommen, muss sie einen anderen Weg finden, um finanzielle Unterstützung für ihr Studium zusammenzubekommen. So bleibt ihr nur der Versuch, Prom Queen zu werden, da diese neben dem Titel ein 10.000-Dollar-Stipendium überreicht bekommen.

Doch Liz gehört nicht nur zu den unauffälligen Schülerinnen und Bandmitgliedern, die gewiss keinen Beliebtheitswettbewerb gewinnen, sondern sie leidet auch unter heftiger „anxiety“. Allein schon der Gedanke an all die Aufmerksamkeit, die die Teilnehmer.innen während des Wettbewerbs auf sich ziehen, sorgt bei ihr für eine Panikattacke. Aber dies scheint der einzige Weg zu sein, all die harte Arbeit für gute Schulnoten und all die Zeit, die sie mit Nebenjobs verbracht hat, um Geld zu sparen, nicht umsonst sein zu lassen und doch noch irgendwie ihr Studium aufnehmen zu können. Außerdem hat Liz ja auch ihre Freundinnen Gabi, Britt und Stone, die ihr bei ihrem Weg zur Prom Queen zur Seite stehen, und dann gibt es da noch die neue Mitschülerin Mack, die Liz wirklich anziehend findet.

Leah Johnson gelingt es, aus einem Roman über eine der wenigen schwarzen Schüler.innen, die versucht, an einer konservativen Highschool in Indiana die Positon der Prom Queen zu erlangen, eine Wohlfühlgeschichte zu machen, ohne dabei all die alltäglichen Probleme, mit denen Liz zu kämpfen hat, unter den Teppich zu kehren. Ich habe es genossen mitzuverfolgen, wie Liz nach vier Jahren, in denen sie sich angepasst hat, in denen sie alles getan hat, um nicht aufzufallen, und in denen sie all ihre Energie darauf ausgerichtet hat, einen Studienplatz zu bekommen und ihren Geburtsort zu verlassen, einen Weg findet, um der ganzen Schule zu zeigen, wer sie wirklich ist. Dabei ist es für sie in mehrfacher Hinsicht nicht einfach, da sie nicht nur schwarz ist, sondern ihre Familie auch relativ arm und Liz selbst lesbisch ist und sich bislang nur gegenüber ihrer Familie und ihren besten Freundinnen geoutet hat. Dazu kommt noch, dass Liz‘ Bruder Robbie – ebenso wie ihre verstorbene Mutter – an Sichelzellen-Anämie leidet und sich Liz deshalb ständig Sorgen um ihn macht.

All diese Probleme, mit denen Liz jongliert, sorgen dafür, dass sie nicht immer die klügsten Entscheidungen trifft, aber anstatt dass die Autorin daraus große Dramen spinnt, erlebt man als Leser Charaktere, die miteinander reden, die sich entschuldigen und einander verzeihen – und das ist so wohltuend zu lesen. Ich mochte Liz und ihre Freunde wirklich sehr, und ich fand es wunderbar, ihre Gedanken und ihre Erlebnisse mitzuverfolgen. Und wann immer Liz etwas Unangenehmes erlebt hat, gab es jemanden, der sie aufgefangen hat, der sie in den Arm genommen oder abgelenkt hat, und das hat die Geschichte umso schöner gemacht. Ich könnte höchstens kritisieren, dass nicht alle Charaktere in diesem Roman besonders tief ausgearbeitet sind – so findet man zum Beispiel auch hier die klassische, boshafte Highschool-Schönheit, die der Protagonistin das Leben schwermacht. Aber mir reichte die Charakterisierung der verschiedenen Nebenfiguren vollkommen, damit sie ihre Rolle in der Geschichte ausfüllen und mir ein Gefühl dafür geben, wieso sie in welchem Verhältnis zu Liz stehen.

Außerdem mochte ich all die Gespräche zwischen Liz und Mack über Musik, die verschiedenen popkulturellen Anspielungen in der Geschichte und die vielen Szenen, in denen Liz und ihr (ehemals bester) Freund Jordan beweisen, wie vertraut sie miteinander sind. Es gab so viele wunderbare Momente zwischen den verschiedenen Figuren – egal, ob es nun Charaktere waren, die Liz nahestanden, oder Personen, die sie kaum kannte und die ihr Facetten zeigten, die sie nicht erwartet hätte. Mich hat das Lesen dieses Romans für ein paar Stunden glücklich gemacht, ich habe mich mit Liz gefreut, wenn etwas Gutes passiert ist, und mit ihr gelitten, wenn ihre Ängste oder ihre Nerven die Oberhand gewannen. Und weil ich das gerade nicht oft genug betonen kann: Ich habe „You Should See Me in a Crown“ als überraschend wohltuend empfunden! Was dafür sorgt, dass ich jetzt schon gespannt auf die nächste Veröffentlichung („Rise to the Sun“) von Leah Johnson bin, die im kommenden Sommer erscheinen wird, und in der es um zwei Mädchen geht, die sich bei einem Musikfestival treffen.

Herbstlesen im Oktober 2020 (So., 25. Oktober)

Gestern war wieder ein netter Herbstlesentag – ich freu mich immer, wenn ich eine gute Balance zwischen Lesen, Brettspielen und „Animal Crossing“ finde. 🙂 Gestern Abend habe ich dann nicht mehr so lange gelesen, weil ich doch überraschend müde war, aber dafür hält der heutige Tag ja eine Extrastunde für uns bereit. (Wenn es nicht so schrecklich wäre mit den erhöhten Coronazahlen, könnte es fast amüsant sein, dass die Zeitumstellung in diesem Herbst so gar kein Thema zu sein scheint …) Ich starte wie immer in den Tag, in dem ich ein bisschen online rumsurfe, mich dem Geschirr von gestern widme und dann schaue, in welchem Buch ich als erstes lese.

 

Update 10:30 Uhr

Ein Foto der Taschenbuchausgabe von "The Ghosts of Eden Park" und daneben eine Tasse Pfefferminztee

Heute morgen war ich wirklich noch etwas wirr und brauchte etwas Zeit, um richtig wach zu werden. Dann aber habe ich mich ein bisschen mit „The Ghosts of Eden Park“ hingesetzt und beim Lesen darüber nachgedacht, welche Erkrankung wohl George Remus gehabt haben mag, die sich bei ihm in – wie er selbst es bezeichnete – „Brainstorms“ äußerte und zu Wutausbrüchen und Paranoia führte. Es ist wirklich spannend, wie viel Materialien die Autorin dank all der Unterlagen der Staatsanwaltschaft und der noch erhaltenen Briefe über Remus und all die anderen Beteiligten zusammentragen konnte.

Ein Animal-Crossing-Screenshot, bei dem ein Hundecharakter sagt "Heute bin ich ganz gewiss der glücklichste Hund der ganzen Welt!"

Danach habe ich eine schnelle Runde „Animal Crossing“ eingelegt, weil meine Nachbarin heute Geburtstag hat und ich für die Rübengruppen-Statistik meinen heutigen Rübenpreis rausfinden musste – was dazu geführt hat, dass ich um elf Uhr mit den anderen Spielern des Rübenkartells verabredet bin, damit sie auf meiner Insel ihre Rüben einkaufen können. *g*

Eine Schüssel mit Porridge und ein eReader, dessen Display den Titel "Heaps of Pearl" zeigt

Zum (frühen) Frühstück gab es dann wieder Porridge (mit Zimt, Banane, einem Teelöffel Erdnussbutter und ein paar Mandeln *g*) und einer Kurzgeschichte von Seanan McGuire. In „Heaps of Pearl“ geht es um das Kennenlernen von Patrick Twycross und Dianda Lorden und ich finde nicht nur niedlich, wie die beiden Charaktere miteinander umgehen, sondern mag auch, dass man in dieser Geschichte eine ganz andere Facette von Simon Torquill kennenlernt, der in den ersten October-Daye-Büchern der große Bösewicht ist – unter anderem, weil er derjenige war, der October in einen Koi verwandelt hat, und somit dafür verantwortlich war, dass ihre Tochter ohne sie aufwachsen musste. Hier lernt man Simon als Patricks Freund kennen, ein Freund, der zwar dazu neigt Patrick in Schwierigkeiten zu bringen, der aber keine wirklich boshaften Züge zu haben scheint.

 

Update 15:30 Uhr

Animal-Crossing-Screenshot mit drei verschiedenen Spielcharakteren und der Rübenverkäuferin Jorna

Um elf Uhr hatte ich heute Vormittag erst einmal meine Animal-Crossing-Insel für die Rübengruppe geöffnet und es hat wie immer ein bisschen Zeit gedauert, bis alle ihre Rüben gekauft, meine Schneiderei besucht und alle anderen Geschäfte erledigt hatten. 🙂 Ich bin gespannt, wie das Spekulieren mit Rüben in dieser Woche läuft, in der vergangenen Woche waren die Preise nicht so gut. *g* Danach ging es direkt ans Brettspielen:

Kollage aus vier Fotos, die eine Spielschachtel, eine Landkarte, einen Charakterbogen und eine Plastikfigur zeigen.

Wir haben heute „Gloomhaven – The Jaws of the Lion“ angefangen zu spielen. Das ist die „Supermarkt-Variante“ von „Gloomhaven“, was bedeutet, dass es für Brettspielanfänger konzipiert wurde und deutlich weniger Umfang hat, als das Original. Es gibt hier nur vier Charaktere, aus denen man wählen kann (Ich spiele mit dem Hatchet, mein Mann mit der Voidwarden), und man wird ziemlich an der Hand geführt, wenn es um die ersten Schritte geht. Wir haben heute die ersten beiden „Einführungsrunden“ gespielt und es war schon überraschend irriterend, welche Sachen hier anfangs alle weggefallen sind, die für uns ganz selbstverständlich sind.

Kollage aus vier Fotos, die das Regelbuch und das Spielbuch zeigen, sowie unterschiedliche Spielkarten und zwei Dungeon-Settings.

Aber ich fand es auch lustig mal relativ entspannt in ein Dungeon zu gehen. Etwas irritierend fand ich, dass man schon nach der ersten Runde zwei Karten austauschen musste (die zweite Kartenvariante ist etwas stärker als die erste) und ich bin auch nicht so ganz davon überzeugt, dass man kein Spielbrett hat, sondern die Dungeons in einem Ringheft abgedruckt wurden. Aber insgesamt fand ich es sehr nett und deutlich weniger herausfordernd als unsere letzten „Gloomhaven“-Runden. Da der Inhalt von „Jaws of the Lion“ recht übersichtlich ist, haben wir das Spiel vorgezogen und werden erst mit dem Original weitermachen, wenn wir hiermit durch sind … Direkt nach dem Spiel habe ich eben noch eine Blogrunde eingelegt und jetzt greife ich erst einmal wieder zum Buch! 🙂

 

Update 20:15 Uhr

Foto von "The Ghosts of Eden Park" und daneben ein Tellerchen mit vier Dominosteinen

Heute Nachmittag habe ich erst einmal weiter in „The Ghosts of Eden Park“ gelesen – ich bin wild entschlossen das Buch noch im Oktober zu beenden. 😉 Ich finde es immer wieder faszinierend für wie unverwundbar sich Kriminelle (besonders bei Kriminellen, die Millionen mit ihren illegalen Geschäften verdient haben) halten, während gleichzeitig mehrere Verfahren gegen sie laufen oder sie gar schon im Gefängnis sitzen. Nicht, dass George Remus erster Gefängnisaufenthalt so entbehrungsreich gewesen wäre, durfte doch seine Frau regelmäßig Essen und Einrichtung für seine Zelle vorbeibringen …

Das Foto zeigt einen Teller, der zur Hälfte mit Reis und zur anderen Hälfte mit einem tomatigen Kichererbsen-Kartoffel-Curry gefüllt ist.

Kurz vorm Kochen bin ich dann aber doch wieder zu „Rosemary und Rue“ gewechselt, wo ich inzwischen über Szenen gestolpert bin, die sich mit dem Wissen der aktuelleren (also in meinem Fall des Romans, der vor drei Jahren als Taschenbuch erschienen ist) ganz anders lesen als ohne dieses Hintergrundwissen. Weshalb ich auch beim Kochen immer wieder meine Nase in den Roman gesteckt habe. *g* Und wenn ich nicht gleich für einen kurzen Animal-Crossing-Insel-Besuch verabredet wäre, würde ich einfach weiterlesen. Stattdessen drehe ich jetzt eine schnelle Blogrunde und starte dann erst einmal wieder die Konsole. 🙂

 

Update 22:30 Uhr (letztes Update)

Ein Foto der Taschenbuchausgabe von "Rosemary and Rue" und von dem daneben stehendem kleinen Teller mit vier Pralinen.

Nach einer schnelle Animal-Crossing-Runde, bei der eine Freundin zu Besuch kam, die sich all die Anleitungen angeschaut hat, die die anderen Spieler heute Vormittag auf meiner Insel hinterlassen hatten, habe ich wieder zu „Rosemary and Rue“ gegriffen. Es ist spannend an welche Details ich mich noch gut erinnere und welche Sachen ich in all den Jahren komplett vergessen hatte. Ich genieße es auf jeden Fall sehr Toby so menschlich zu sehen und dass sie so sehr mit ihrer Position innerhalb der „Feenwelt“ hadert. Trotzdem werde ich für heute erst einmal Schluss machen. Ich hoffe, ihr habt das Wochenende genossen und wünsche euch eine gute Nacht und einen schönen Start in die Woche! Vielleicht lesen wir uns ja am kommenden Samstag noch einmal zum Herbstlesen. 🙂

Oh, und damit das heute Abend nicht untergeht: Der Oktober hat am kommenden Wochenende noch einen letzten Herbstlesen-Samstag! Vielleicht mögt ihr mir da noch einmal Gesellschaft leisten. 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Lyne
Anette
Neyasha
Sunny
Kiya
Sayuri

Herbstlesen im Oktober 2020 (Sa., 24. Oktober)

In der vergangenen Woche habe ich einige Zeit mit Lesen verbracht und habe nicht nur „Begone the Raggedy Witches“ von Celine Kiernan und „Ink and Bone“ von Rachel Caine beendet, sondern auch „You Should See Me in a Crown“ von Leah Johnson vom SuB befreit. (Rezensionen zu den letzten beiden Titeln sind für die kommende Woche geplant.) Was bedeutet, dass ich bei meinen angefangenen Titeln nur noch Sachbücher habe – vielleicht sollte ich mich da mal wieder mehr drauf konzentrieren, vor allem, da ich noch ein paar andere Sachbücher im Auge habe, die gern bald lesen würde. Außerdem bin ich bei den October-Daye-Kurzgeschichten so weit, dass ich die Tybald-Geschichten gelesen habe, die vor dem ersten Roman spielen. Ich denke, ich stecke heute mal meine Nase in „Rosemary and Rue“ und werde mir die restlichen Kurzgeschichen, die früher spiele, einfach parallel zum Roman zu Gemüte führen. Aber bevor ich zum Buch greifen kann, gibt es noch ein paar Sachen zu erledigen.

 

Update 11:30 Uhr

Ein Foto der beiden Bücher The Ghosts of Eden Park und Rosemary and Rue

So, das Geschirr ist sauber, die Küche aufgeräumt und die Einkäufe verstaut. Außerdem habe ich eine Runde Sport gemacht, bin danach unter die Dusche gehüpft, habe bei „Animal Crossing“ den ersten Bastler des Tages gesucht und zwei Texte noch einmal überarbeitet, die ich in der vergangenen Woche geschrieben habe. Bis mein Frühstück so weit ist, dass ich essen kann, greife ich jetzt aber erst einmal zum Buch. Ich würde gern endlich mal in „The Ghosts of Eden Park“ voran kommen, weil ich das wirklich spannend finde, mir aber in der Woche die Konzentration für ein Sachbuch fehlte. Auf der anderen Seite habe ich „Rosemary and Rue“ schon in Griffweite gelegt und hätte wirklich Lust endlich meinen October-Daye-Reread zu starten. *g*

 

Update 14:00 Uhr

Himbeer-Milchreis mit Banane und Mandeln

Bevor ich gleich eine „Bargain Quest“-Runde mit meinem Mann einlege, gibt es hier noch ein Update. Bis zum Frühstück habe ich wirklich in „The Ghosts of Eden Park“ gelesen – leicht erschwert durch die Tatsache, dass mein Mann im Fernsehen eine seltsame 70er-Jahre-Krimiserie entdeckt hatte, von der er zwei Folgen gesehen hat. Um nicht von den Nebengeräuschen gestört zu werden, hatte ich mich zum Lesen ins Durchgangszimmer gesetzt, weshalb er immer wieder angelaufen kam, um mir von der Serie zu erzählen. (Die Handlung schien ziemlich absurd und für eine 25-Minuten-Folge auch voller haarsträubender Verbrechen zu sein. *g*) Als mein Frühstück dann so weit war, bin ich wieder aufs Sofa gewandert und habe beim Essen lieber zu einer Kurzgeschichte gegriffen, da mein Sachbuch nicht gerade gut mit einer Hand zu halten ist, während ich nebenbei Milchreis löffel. 😉 „In Little Stars“ war eine wirklich süße Geschichte über die Jugend von Prinz Gilad – wobei ich gestehen muss, dass ich etwas Zeit brauchte, um Gilad ins October-Daye-Universum einzuordnen. Es ist wirklich schon zu lange her, dass ich das letzte Mal einen der Romane gelesen habe, um all die Nebenfiguren und Vorfahren der verschiedenen Charaktere auf Anhieb auf die Reihe zu bekommen. *g* Jetzt dreh ich noch schnell eine Blog- und Kommentarrunde und dann geht es zum Spielen. 🙂

 

Update 18:30 Uhr

Eine Kollage aus vier Fotos, die Elemente des Brettspiels "Bargain Quest" zeigen

Unsere Bargain-Quest-Runde war wirklich lustig, auch wenn es eine Weile gedauert hat all die Extra-Elemente der „Sunk Costs“-Erweiterung anzuschauen und herauszufinden, welche Auswirkungen sie auf das Spiel haben. Ich habe am Ende einige Punkte weniger gehabt als mein Mann, aber mich gut über die neuen Helden und ihre Eigenschaften amüsiert. Außerdem gefällt mir das Prinzip mit den Schiffen sehr gut – vorher haben die Spieler einige Karten gezogen, eine davon behalten und dann den Stapel an den nächsten Spieler weitergereicht, damit er sich auch eine Karte aussuchen kann. Das hatte natürlich zur Folge, dass man sich immer die beste noch vorhandene Karte raussuchte und am Ende genau wusste, dass die letzten Karten des Stapels Schrott waren. Zu zwei ist das besonders blöd, weil man nach dem ersten Karten-Weiterreichen genau wusste, was zur Verfügung stand. Mit den Schiffen ist es so, dass die Spieler abwechselnd zwei Karten ziehen und diese dann auf den Schiffen platzieren und da man vorher nicht weiß, welches Schiff man am Ende zur Verfügung gestellt bekommt, sorgt das dafür, dass man versucht die Schiffe ausgeglichen mit guten und nicht so attraktiven Karten auszustatten.

Das Foto zeigt einen kleines Stück Gebäck und eine große Tasse Tee

Nach der Brettspielrunde gab es Kuchen, da mein Mann heute bei unserem Lieblingsbäcker etwas Neues im Angebot gefunden hat. Ich muss gestehen, dass ich den Marzipan-Kirsch-Kuchen zwar lecker (wenn auch etwas sehr süß) fand, aber ziemlich genervt davon war, dass der Kuchen in einer Papierform gebacken wurde, die man nicht problemlos entfernen konnte. Am Ende hatte ich das Gefühl, ich hätte beim Essen beide Hände in Marzipan getunkt und der halbe Kuchen würde noch an den Resten der Form hängen. Da das Essen so lästig war, bin ich mir nicht sicher, ob ich am kommenden Wochenende noch die Marzipan-Zimt-Variante davon probieren möchte, obwohl ich ja eigentlich ein Zimt-Junkie bin.

Ein Screenshot des Spiels Animal Crossing, bei dem man meinen Charakter und einige Nachbarn bei einem K.K.-Konzert sieht.

Nach dem Kuchen wurde es dann Zeit eine etwas ausführlichere „Animal Crossing“-Runde und da ich damit kurz vor 18 Uhr fertig war, bin ich noch etwas im Spiel geblieben, um nach 18 Uhr das samstägliche K.K.-Konzert zu genießen. Wie man auf dem Foto sehen kann, hatten einige meiner Nachbarinnen den gleichen Gedanken und so haben wir uns in gemütlicher Runde von K.K. ein Lied vorspielen lassen. 😉 Da ich heute nicht kochen muss (es gibt die Reste von gestern), drehe ich jetzt erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde, bevor ich gleich wieder zum Buch greife.

 

Update 10:00 Uhr (letztes Update)

Foto der Taschenbuchausgabe von "The Ghosts of Eden Park"

Ich habe doch wirklich noch die Zeit bis zum Abendessen mit „The Ghosts of Eden Park“ verbracht. Dabei muss ich zugeben, dass ich heute ständig kurz davor stand online nach mehr Informationen zu suchen, weil die Autorin Karen Abbott auf den ersten Seiten einen Vorfall beschreibt, der zwischen George Remus und seiner Frau Imogene im Eden Park passiert ist und man als Leser zwar weiß, dass da ein Mord geschah, aber nicht wer wen getötet hat. Und dann springt sie zu George Remus Jugendzeit, erzählt wie er zum erfolgreichsten Schwarzbrenner der USA wurde, wie er 1924 deswegen in Haft kam und wie seine Frau in der Zwischenzeit mit einem der Ermittler anbändelte, der Beweismaterial gegen Remus gesammelt hatte. Und dazwischen gibt es immer wieder Zeugenaussagen, die Hinweise auf die Charaktere der Personen geben oder von bestimmten Vorfällen erzählen, aber keine Informationen darüber geben, wer wen getötet hat. Ich glaube, ich muss für die kommende Woche alle Pläne streichen, bis ich endlich dieses Buch beendet habe. *g*

Ein Teller mit einem Stück Zwiebelkuchen

Zum Abendessen gab es dann den restlichen Zwiebelkuchen von gestern. Sehr, sehr lecker! Ich mag Zwiebelkuchen wirlich gern, aber ich mache mir so ungern die Arbeit, weshalb es ihn nur alle paar Jahre bei uns gibt. Außerdem haben wir beim Essen endlich die zweite Staffel von „Aggretsuko“ geschaut – wir sind wirklich nicht gut darin regelmäßig irgendwelche Serien zu schauen, wobei das auch ein bisschen daran liegt, dass wir selten Lust auf die selben Dinge haben, wenn wir abends etwas gucken wollen. *g*

Auf dem Foto sind die Taschenbuchausgabe von "Rosemary und Rue" und ein kleiner Teller mit vier Pralinen zu sehen.

Nach „Aggretsuko“ habe ich mich ein bisschen online rumgetrieben und dann doch mal zu „Rosemary und Rue“ gegriffen. Sehr weit bin ich noch nicht gekommen, aber ich finde es faszinierend nach so langer Zeit mal wieder an den Anfang der October-Daye-Geschichten zurück zu kehren. Angeblich gibt es ja schon im ersten Band sehr viele Elemente, die einem erst ins Auge springen, wenn man die späteren Teile schon gelesen hat, weil die Autorin da schon Andeutungen auf weitere Entwicklungen versteckt hat, aber auf den ersten Seiten habe ich noch keine davon entdeckt. 😉 Bevor ich wieder zum Buch greife, drehe ich noch eine letzte Blogrunde. Wir lesen uns (hoffentlich) morgen wieder! Es war wieder nett mit euch! 🙂

 

***

Heutige Mitleserinnen:

Lyne
Anette
Neyasha
Sunny
Kiya

Celine Kiernan: Begone the Raggedy Witches (The Wild Magic Trilogy 1)

Nachdem ich am Wochenende solche Lust auf eine Hexengeschichte hatte, habe ich spontan „Begone the Raggedy Witches“ von Celine Kiernan vom SuB gezogen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Mup (Pearl) erzählt und beginnt eines Abends, als Mup gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Tipper und ihrer Mutter Stella aus dem Krankenhaus nach Hause fährt. Während der Fahrt sieht Mup Hexen, die das Auto verfolgen, und erinnert sich daran, dass ihre Großtante Boo sie vor den Hexen gewarnt hatte und dass Mup ihr unbedingt Bescheid sagen soll, wenn sie jemals welche sieht. Doch Tante Boo liegt im Krankenhaus im Sterben und ihre Mutter hört ihr nicht zu, bis die Hexen schon längst ins Haus der Familie eingedrungen sind und kurz darauf Mups Vater Daniel vermisst wird. Um ihren Vater zu retten, macht sich der Rest der Familie auf in das magische Königreich Witches Borough, dessen böse Königin sich als Tante Boos Schwester herausstellt – was Mups Mutter Stella zur Thronerbin macht.

Während Mup, Stella und ihr kleiner Bruder nur ihren Vater befreien wollen, erhoffen sich die Rebellen in Witches Borough, dass Stella den Kampf gegen die böse Königin aufnimmt und so die Herrschaft ihrer eigenen Mutter beendet. Was genau das wäre, was die Königin seit der Geburt ihrer Tochter fürchtet und weshalb Tante Boo Stella überhaupt in die Menschenwelt in Sicherheit gebracht hat. Je mehr Mup von den Vorgängen in Witches Borough mitbekommt, desto mehr fürchtet sie, dass sie ihre Mutter an das magische Land verliert. Auf der anderen Seite kann Mup ebensowenig wie ihre Mutter mit ansehen, wie die Bewohner des Landes unter der Herrschaft ihrer Großmutter zu leiden haben. Celine Kiernan gelingt es sehr gut, die verschiedenen bedrohlichen Facetten eines Lebens unter einer Tyrannin darzustellen und trotzdem immer wieder wunderbar amüsante und absurde Szenen einzuflechten, die die Geschichte auflockern und dafür sorgen, dass sie für jüngere Leser nicht zu beängstigend wird.

Außerdem mochte ich es sehr, wie Celine Kiernan die Handlung auf den ersten Blick rund um die tyrannische Herrschaft von Mups Großmutter spielen lässt, sich die Geschichte aber vor allem damit beschäftigt, was eine Familie eigentlich ausmacht, was es bedeutet, jemandem zu vertrauen, und welche Verantwortung damit verbunden ist, wenn jemand das Vertrauen einer Person genießt. Ebenso ist es ein wichtiges Thema in der Geschichte, dass es grundsätzlich nicht gut ist, wenn jemand darüber bestimmen will, wie das Leben eines anderen auszusehen hat – unabhängig davon, wie gut die Motive einer Person sein mögen. So sind all die Charaktere in „Begone the Raggedy Witches“ wunderbar stimmig dargestellt, mit all den guten und schlechten Eigenschaften, die eine realistische Figur nun einmal ausmachen, und es gibt immer wieder kleine Momente oder Dialoge, die den Leser darüber nachdenken lassen, wie man mit seiner Familie und seine Freunden umgehen will und wie man von ihnen behandelt werden möchte. Dabei werden all diese Elemente in eine unterhaltsame und märchenhafte Geschichte verpackt, die voller Magie und Hexen, voller dramatischer Ereignisse und überaus amüsanter Momente ist.

Catie Murphy: Dead in Dublin (Dublin Driver Mystery 1)

Nachdem ich in letzter Zeit sehr viele fantastische Sachen gelesen hatte, hatte ich in den letzten Tagen spontan Lust auf einen gemütlichen Kriminalroman. Und da vor ein paar Tagen der zweite Band der „Dublin Driver“-Reihe rausgekommen ist, dachte ich, dass es doch langsam mal Zeit wird, den ersten Teil rund um Megan Malone in den Tiefen meines eReaders zu suchen. Bislang kannte ich von der Autorin vor allem „Romantasy“ (in Form von Liebesgeschichten mit Gestaltwandlern), aber schon da mochte ich, dass ihre Figuren sich realistisch anfühlen und dass sie in der Regel respektvoll miteinander umgehen. Die Tatsache, dass ich das überhaupt betonen muss, zeigt, dass das in diesem Genre leider nicht selbstverständlich ist. „Dead in Dublin“ hingegen ist ein gemütlicher Kriminalroman, dessen Protagonistin Megan, eine gebürtige Texanerin, seit ungefähr drei Jahren in Dublin lebt. Megan arbeitet – nachdem sie zwanzig Jahre lang in der US-Armee als Sanitäterin tätig war – als Chauffeurin für einen Limousinendienst, der sich darauf spezialisiert hat, Touristen zu fahren, und so stolpert sie auch über ihren ersten Mordfall.

Genau genommen wartet sie in ihrem Wagen darauf, dass ihre Kunden Elizabeth und Simon Darr nach einem Restaurantbesuch so weit sind, dass sie sie wieder ins Hotel fahren kann, als Elizabeth vor der Statue von Molly Malone zusammenbricht und trotz der gemeinsamen Wiederbelebungsversuche von Megan und Simon verstirbt. Da man sich anfangs nicht sicher ist, ob eine natürliche Todesursache, eine Lebensmittelvergiftung oder gar eine gezielte Vergiftung für den Tod der Restaurantkritikerin verantwortlich ist, beginnt die Gadaí (Polizei) in Gestalt von Detective Paul Bourke zu ermitteln. Auch Megan versucht, so viel wie möglich über Elizabeth und ihre eventuellen Feinde herauszufinden, da sie nicht nur das Bild der sterbenden Frau nicht aus ihrem Kopf bekommt, sondern sich gleichzeitig Sorgen um ihre Freundin Fionn macht, in deren Restaurant die Verstorbene ihre letzte Mahlzeit zu sich genommen hat. Ich mochte an der Protagonistin sehr, dass sie durch ihre berufliche Verbindung zur Toten und ihre Freundschaft zu Fionn in die Angelegenheit verwickelt wird, aber ihre Nase vor allem deshalb in den Mordfall steckt, weil sie wissen will, was hinter all den Geschehnissen steckt, die sie rund um den Tod von Elizabeth Darr mitbekommt.

Megan ist neugierig, aber auch freundlich, hilfsbereit und offen gegenüber den Menschen, denen sie begegnet, was immer wieder dazu führt, dass ihr die Leute mehr erzählen als der Polizei. Dabei behält Megan die von ihr ermittelten Informationen nicht für sich, sondern teilt ihr Wissen mit Paul Bourke, was ich ungemein angenehm fand. Es gibt keinerlei wie auch immer geartete Rivalität zwischen der Protagonistin und dem Polizisten, ebensowenig wie spontane und unwiderstehliche Anziehung, sondern so etwas wie eine vorsichtig aufkeimende Freundschaft und gegenseitigen Respekt, während Megan gleichzeitig versucht, Paul zu einem Date mit ihrer Freundin Niamh zu bringen. Insgesamt habe ich es seht genossen, von Megans Umgang mit anderen Personen zu lesen. Ich habe selten so normale und wohltuende Beziehungsbeschreibungen in einem Cozy gelesen wie hier. Dazu kommen immer wieder amüsante Dialoge oder absurde Szenen, die nicht übertrieben oder zu abwegig erscheinen, sondern in sich stimmig und passend wirken und mich wunderbar unterhalten haben.

Außerdem merkt man dem Roman an, dass die Autorin selbst eine Amerikanerin ist, die seit vielen Jahren in Dublin lebt, weil sie sich in die Architektur, die Menschen und die Landschaft verliebt hat. Es gibt keine schwärmerischen Beschreibungen von Dublin, aber kleine, liebevolle Beobachtungen und ein Bewusstsein für Megans Umgebung, die davon zeugen, dass es für sie eben nicht selbstverständlich ist, in einer Stadt mit einer so langen Geschichte zu leben. Dazu kommen immer wieder Anmerkungen zu amüsanten oder überraschenden Sprachbarrieren, die zwischen Iren und Amerikanern entstehen, die ich lustig oder interessant fand.

Nachdem ich jetzt so viel über alles andere geschrieben habe, sollte ich jetzt wohl noch auf den Krimianteil der Geschichte eingehen, den ich durchaus solide geschrieben fand. Es hat mir Spaß bereitet, Megan bei ihren Ermittlungen zu begleiten und mir meine eigenen Gedanken über die verschiedenen Charaktere und ihr Verhältnis zu der Ermordeten zu machen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich die Auflösung ein bisschen abwegig fand (und gern mehr über das verwendete Gift wüsste). Das hat aber meinen Spaß an „Dead in Dublin“ keinesfalls getrübt – was man schon allein daran sehen kann, dass ich direkt im Anschluss auch den zweiten Kriminalroman rund um Megan Malone („Dead on the Green“) gelesen und wieder sehr genossen habe.

Herbstlesen im Oktober 2020 (So., 18. Oktober)

Gestern war ein schöner Herbstlesentag, auch wenn ich nicht so viel gelesen und dafür ziemlich viel Zeit mit Spielen verbracht habe. Meine Pläne für heute sind eigentlich die gleichen wie immer: Eine kurze Runde im Haushalt drehen, dann lesen, frühstücken, Animal-Crossing- und Brettspielen. Wobei ich gerade überraschend wenig motiviert bin meine angefangenen Bücher weiterzulesen, obwohl ich sie wirklich gern mag. Aber bei dem einen gibt es so viele Informationen (und eine relativ kleine Schrift) und das andere ist zwar gut, aber eine Art von Fantasy, die gerade nicht ganz meiner Stimmung entspricht. Mal schauen, ob ich trotzdem dazu greife oder im SuB nach einer weiteren Lektüre suche.

 

Update 11:30 Uhr

Der Vormittag ist heute vor allem mit „Animal Crossing“ vergangen – Sonntag ist halt immer Rübenkauftag und wenn ich eh darauf warte, dass die anderen Rübenspekulanten ihren Preis melden, kann ich auch meine tägliche Runde auf der Insel drehen. 😉 Außerdem habe ich meine nächtliche Timeline aufgelesen, mich online etwas verschwatzt und zum Frühstücksporridge habe ich eine weitere Seanan-McGuire-Kurzgeschichte gelesen. Insgesamt fühle ich mich heute etwas dümpelig und wäre eigentlich ganz zufrieden, wenn ich einfach nur in meine Sofadecke eingekuschelt den Tag verdösen würde, aber natürlich bin ich heute Nachmittag schon zum Brettspielen verabredet (und wäre heute Abend auch nicht zufrieden, wenn ich den Tag so verstreichen lassen würde).

 

Update 14:00 Uhr

Bevor ich ein paar Stunden zum „Obsession“-Spielen verschwinde, erzähle ich hier noch kurz, was ich seit dem letzten Update gemacht habe. Genau genommen habe ich erst etwas Zeit damit verschwendet nörgelig zu sein, weil irgendwie nichts zu passen schien und niemand mich so unterhalten wollte, wie es mir gerade passte. (Besonders schmollig machte mich die Tatsache, dass die wenigen Youtuber, deren Videos ich gern schaue, in den vergangenen Tagen nichts Neues hochgeladen haben, obwohl ich mich doch gern berieseln lassen wollte. 😉 ) Dann aber habe ich beschlossen, dass ich mir einen großen Pot heißen Kakao gönne und vorher noch eben einen Blick auf den SuB werfe. Als mir dabei dabei „Begone the Raggedy Witches“ in die Hände fiel, habe ich dann beschlossen, dass ich in das Buch mal reinlese, weil ich gerade so viel Lust auf Hexen habe. Mehr als 50 Seiten später freue ich mich jetzt schon darauf, dass ich die Geschichte am späten Nachmittag weiterlesen kann. Ich mag Mup (auch wenn ich gern wüsste, wie alt sie ist – vielleicht so um die acht Jahre?), ich mag ihre tote Tante Boo und ich bin fasziniert davon, wie die Autorin Celine Kiernan Mups Mutter beschreibt, die zwischen Fürsorge und Überforderung zu schwanken scheint und für die die andere Seite der Grenze gerade überraschend verlockend zu sein scheint, auch wenn Tante Boo sie immer davor gewarnt hat.

 

Update 17:00 Uhr

Da war eine überraschend lustige Runde „Obsession“! Wir haben noch nie so viele Gebäudeteile gekauft, wir haben noch nie so wenig schreckliche Gäste gehabt und wir haben selten so einen knappen Ausgang gehabt. Wenn mein Mann nicht eine extra Karte mit Siegpunkten gehabt hätte, hätte ich gewonnen – so hatte mein Mann am Ende vier Punkte mehr. *g* Was ich dieses Mal angenehm fand, war, dass ich nie zu wenig Personal hatte, nie zu wenig Gäste, die ich einladen konnte, und dass ich immer ein oder zwei Züge vorausplanen konnte, ohne dass mir irgendwas dazwischen kam. 🙂 Jetzt drehe ich aber erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde, bevor ich wieder zum Buch greife.

 

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Oh, das war ein lustiger Abend! Nach dem letzten Update und einer schnellen Kommentarrunde habe ich noch etwas in „Begone the Raggedy Witches“ gelesen (und ja, Kiya, das ist ein Buch für dich!), bevor ich dann kochen musste. Zum Essen gab es nach langer Zeit mal wieder Mais-Risotto (das einzige Risotto-Rezept, das ich kenne, in dem zusätzlich Mascarpone verwendet wird) und dann haben wir den Film „Knives Out“ gesehen, von dem ich schon viel gehört hatte. Lustigerweise hatte ich keine rechte Vorstellung davon, was mich bei diesem Film erwarten würde – nur so eine grobe Erwartung von „Hommage an klassische Cozys“ und „gute Schauspieler in ungewöhnlichen Rollen“ – was das Ganze umso netter gemacht hat. Wir haben uns wunderbar unterhalten (auch wenn mein Mann etwas mit dem seltsamen Akzent, den Daniel Craig in seiner Rolle hatte, zu kämpfen hatte) und ich freu mich schon darauf in den kommenden Tagen noch die Extras auf der BluRay zu schauen.

Jetzt schaue ich noch, wie es euch heute Abend so ergangen ist und antworte auf eure Kommentare und dann bleibt mir vielleicht noch ein bisschen Zeit zum Lesen, bevor ich ins Bett gehe. Es war wieder nett mit euch gemeinsam zu lesen! Habt einen guten Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja am Samstag wieder beim Herbstlesen! 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Sayuri
Anette
Sunny
JED

Herbstlesen im Oktober 2020 (Sa., 17. Oktober)

Die vergangene Woche war ein bisschen seltsam und von ein paar Kurzgeschichten und einem sehr schmalen Cozy („Dead in Dublin“ von Catie Murphy) und den ersten Kapiteln im Folgeband („Death on the Green“) habe ich nichts gelese. Stattdessen habe ich tagsüber meine Pausen mit Puzzeln verbracht und dabei mal wieder festgestellt, dass ich lieber Puzzle im Querformat mache als im Hochformat, auch wenn ich das Motiv wirklich mag. Ansonsten habe ich gestern die jährliche Grippeimpfung hinter mich gebracht und bin gespannt, ob ich mich (wie in den vergangenen Jahren) übers Wochenende etwas angeschlagen fühlen werde. Immerhin kann ich sagen, dass ich die leichten Halsschmerzen beim Aufwachen schon zwei Tage vor der Impfung (und der Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs) hatte. 😉 Bevor ich mich zum Lesen einrolle, kümmere ich mich erst einmal um die täglichen Pflichten, und schaue dann, auf welches Buch ich heute Lust habe.

 

Update 11:30 Uhr

Den heutigen Vormittag habe ich mit einer ganzen Reihe von Dingen verbracht. Erst habe ich etwas aufgeräumt, Geschirr abgewaschen, den Einkauf verstaut und eine schnelle erste Runde über die Insel gedreht. Dann bin ich bei unserem Puzzle hängengeblieben und als mir dort zu kalt wurde, habe ich mir einen Tee gekocht und ein bisschen gelesen. Ich mag gerade den Ton und die Figuren in den Romanen von Catie Murphy sehr und bin neugierig darauf zu erfahren, wieso der allseits beliebte Lou MacDonald ermordet wurde. Den Sport habe ich für heute gestrichen, da mein Knie nach der gestriegen Nutzung einer Hochflurbahn wieder muckt. Ich hoffe wirklich, dass die Stadt endlich mal die bestellten Straßenbahnen geliefert bekommt und dass dann die museumsreifen Dinger nicht mehr in unserem Viertel eingesetzt werden. Normalerweise würde ich einfach auf die nächste (normale) Straßenbahn warten, aber gestern musste ich früh genug wieder Zuhause sein, um ab elf Uhr bereit für den Gemüselieferant zu sein (der dann erst gegen 16 Uhr klingelte *seufz*). Nachdem mein Tee geleert war, habe ich mich noch auf den Feedreader gestürzt, in dem sich schon wieder viel zu lange ungelesene Beiträge gesammelt hatten. Die Beiträge sind jetzt auch gelesen (und zum Teil kommentiert) und nun wird es Zeit für mein Frühstück!

 

Update 13:45 Uhr

Zum Frühstück habe ich weiter in „Dead on the Green“ gelesen und da ich mich dabei so gut amüsiert habe, habe ich das Buch im Anschluss noch beendet. Ich fand den Krimianteil nett, auch wenn ich bei beiden Bänden das Gefühl hatte, dass man als Leser nicht richtig mitraten kann, weil einem hier und da Informationen zur Lösung fehlen. Aber da man immer genau so viel weiß wie die Protagonistin Megan selber, passt das. Wie schon erwähnt mochte ich die Charaktere sehr gern und eine Sache ist mir ganz besonders deutlich ins Auge gesprungen: Es gibt keine Liebesgeschichte in dieser Cozy-Reihe! Ich habe das Gefühl, dass sich bei jeder anderen Reihe eine Beziehung zwischen Megan und dem ermittelnden Polizisten Paul entwickelt hätte. Hier hingegen vermittelt Megan ein Treffen Paul und einer ihrer Freundinnen, außerdem flirtet sie dezent mit einem Kollegen, hat ein Date mit einer Frau, die sie vor ein paar Monaten in ihrem Fitnessclub kennengelernt hat, und all das ist ganz natürlich und normal und freundschaftlich und ohne jegliches Drama. Außerdem mag ich wie Catie Murphy Dublin als Schauplatz verwendet. Die Autorin ist ebenso wie ihre Protagonistin Amerikanerin und lebt seit einigen Jahren in Dublin und so gibt es immer wieder Elemente, die die Amerikanerin an Irland irritieren, aber auch Szenen, in denen sie die historischen Gebäude, die Landschaft und die sympathischen Eigeneheiten der Iren würdigt. Dafür, dass in diesen Büchern um Mord geht, ist alles wunderbar nett und entspannend zu  lesen und lustig geschrieben und ich freu mich jetzt schon auf den dritten Band, der im kommenden Jahr erscheinen wird.

 

Update 16:00 Uhr

Das war heute eine lustige Spielerunde, wobei wir erst einmal beim „Wegräumen“ des Puzzles noch etwas hängengeblieben sind und ein paar Teile angelegt haben. Dann aber ging es los mit einer weiteren „Godzilla“-Runde, wobei wir dieses Mal nicht Godzilla und Megalon, sondern Mothra und King Ghidorah gespielt haben. Anfangs dachte ich, ich würde mit Mothra überhaupt nicht voran kommen, weil Mothra keine nennenswerten Angriffe hat, aber all die kleinen Nadelstiche haben dafür gesorgt, dass ich am Ende dann doch haushoch gesiegt hatte. Das hat Spaß gemacht, auch weil wir so gar nicht wussten, welche Sachen überhaupt mit diesen Figuren möglich waren. 😀

 

Update 20:30 Uhr

Nach dem letzten Update wurde es Zeit für eine Runde Kuchen (genauer gesagt ein halber „Marzipankragen“ und ein halbes „Schoko-Croissant“) und danach habe ich eine etwas längere Runde „Animal Crossing“ gespielt und nicht nur alle „Pflichten des Tages“ abgearbeitet, sondern auch noch eine neue kleine Insel besucht und dort einen Haufen Anleitungen, die mein Mann und ich in dieser Woche doppelt hatten, abgeliefert.

Nach der „Animal Crossing“-Runde waren meine Hände so kalt, dass ich mich tief in meine Sofadecke eingegraben habe, um sie wieder aufzuwärmen. Wieder wach geworden bin ich dann von dem Wecker, den ich mir fürs Kochen gestellt hatte … *g* Eine Kommentarrunde habe ich dann nebenbei auch noch gedreht und nun weiß ich gerade nicht so recht, was ich als nächstes mache, da wir gegen 21 Uhr bei Sayuri zum Sternschnuppenschauen verabredet sind. 😉

Update 22:45 Uhr

Das war ein ziemlich langer, aber auch sehr lustiger Inselbesuch bei Sayuri und wenn ich schon heute Abend nicht mehr zum Lesen gekommen bin, so habe ich mir bei Sayuri doch immerhin gemütlich in der Küche ein Buch angeschaut. 😉 Ich bin gespannt, wie viele Sternschnuppen ich morgen am Strand finde, und ein paar neue Items gab es auch wieder für den Katalog. *g* Jetzt wird es aber langsam Zeit ins Bett zu fallen, wobei ich vorher noch eine kleine Kommentarrunde drehen werde. Ich wünsche euch schon mal eine gute Nacht! Bis morgen! 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
Kiya
Sayuri
Sunny

Edward Willett (Hrsg.): Shapers of Worlds (Anthologie)

Da ich für die Anthologien, die ich lese, gern einen Beitrag habe, in dem ich meine gesammelten Eindrücke zu den Kurzgeschichten aufschreibe, gibt es natürlich auch zu „Shapers of Worlds“ einen Post. In dieser Anthologie hat der Autor Edward Willett Kurzgeschichten von Autoren gesammelt, die 2018 in seinem Podcast über die Hintergründe des Schreibens mit ihm geredet haben. Dabei reichen die Beiträge von klassisch anmutender Science Fiction über Fantasy bis jinzu eher genreübergreifenden Geschichten, und ich persönlich fand es sehr spannend, so gar nicht zu wissen, was mich bei einem Text erwarten würde. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich beim Lesen dieser Anthologie – obwohl ich vorher relativ wenige Autoren kannte – nur eine Autorin (Shelley Adina) gefunden habe, die mich neugierig auf weitere Geschichten aus ihrer Feder gemacht hat.

1. Edward Willett: Vision Quest
Die erste Geschichte überhaupt, die ich von dem Autor gelesen habe, und sie hat mir sowohl inhaltlich als auch vom Erzählton gut gefallen. Erzählt wird die Handlung aus zwei Perspektiven: Auf der einen Seite aus der Sicht von Jamie, die vor einiger Zeit ihre Mutter verloren hat und sich eines Tages auf unerklärliche Weise von einem Stein inmitten der Prärie angezogen fühlt. Auf der anderen Seite von einem uralten Wesen, das seit vielen Jahrhunderten junge Menschen zu sich lockt. Bringt die Geschichte anfangs einen fast schon unheimlichen Unterton und eine beinah Lovecraftsche Atmosphäre mit sich, so entwickelt sie sich am Ende zu etwas sehr Schönem, das meine Fantasie angeregt und mir gutgetan hat. Doch, das hat mir wirklich gefallen. 🙂

2. Tanya Huff: Call to Arms
Tanya Huff war einer der Namen, die mich dazu gebracht haben, diesen Kickstarter überhaupt zu unterstützen. Die Geschichte spielt in der gleichen Welt wie „The Silvered“, neun Jahre nach den Ereignissen, die im Roman erzählt werden, und dreht sich auf der einen Seite darum, objektiv mit einer Macht wie dem Empire umzugehen, und auf der anderen Seite darum, dass eine funktionierende und menschliche Gesellschaft nicht auf Machtgier aufgebaut werden kann. Viel zum Nachdenken, viel zum Lachen – für mich eine typische Tanya-Huff-Geschichte. Sehr gut! Ich bin mir nicht sicher, ob die Kurzgeschichte so gut funktionieren würde, wenn man den Roman nicht kennt, gehe aber davon aus – für mich persönlich war es die perfekte Ergänzung zu „The Silvered“.

3. John Scalzi: The Tale of the Wicked
Ich finde es immer wieder lustig, dass ich von dem Autoren John Scalzi vor allem seinen Blog und seinen Twitteraccount kenne – und eine Handvoll Kurzgeschichten. Und jedes Mal, wenn ich wieder eine seiner Kurzgeschichten lese, denke ich, dass ich mir endlich einen seiner Romane vornehmen sollte. So auch nach dem Lesen von „The Tale of the Wicked“, in dem die Besatzungen zweier feindlicher Raumschiffe längere Zeit „Katze und Maus“ miteinander gespielt haben und nun feststellen müssen, dass ihre Raumschiffe die Regeln geändert haben. Die Grundidee ist – ebenso wie der Verweis auf „Asimov’s Laws of Robotics“ – nicht neu, aber gut geschrieben, mit amüsant zu lesenden kleinen Details und Wendungen und einem Ende, das deutlich hoffnungsvoller ist, als man es bei einer Geschichte, die mitten in einem Kampf beginnt, erwarten konnte.

4. John C. Wright: The Farships Fall to Nowhere
Diese Geschichte erzählt eine kurze Begegnung zwischen den namenlosen Erzähler und einem alten Mann, die auf dem Planeten Nowhere gemeinsam ein Glas leeren. Anfangs war ich etwas verwirrt, aber das war überaus passend, denn so erging es auch dem Erzähler. Je länger er sich allerdings mit dem alten Mann unterhält, desto mehr erfährt er über das Leben auf diesem Planeten und über das Schicksal der Raumschiffe, die dort nach langen, langen Reisen anlegen. Eine überraschende und gute Geschichte, die mir nicht nur aufgrund der Erzählstimme gefallen hat, sondern auch, weil sie eine Sicht auf Siedlungsraumschiffe wirft, die ich so noch nie gesehen habe. (Wobei ich zugeben muss, dass ich seit meiner Teenagerzeit nur noch sehr sporadisch SF lese. 😉 )

5. L. E. Modesitt, Jr.: Evanescence
Ich weiß nicht, was ich von dieser Geschichte halte. Sie dreht sich um … eine Begegnung im All, um Musik, um Kommunikation, um den Beginn einer Welt? Die Hälfte der Zeit hatte ich das Gefühl, nicht so recht greifen zu können, was der Autor mir sagen will, was irgendwie unbefriedigend war. Auf der anderen Seite fand ich das Ende nett und stimmig, so dass ich nicht unzufrieden aus der Geschichte gegangen bin.

6. Julie E. Czerneda: Peel
Uhhhh, diese Geschichte war gruselig und deprimierend, aber auch faszinierend … Wobei ich das Gefühl habe, ich düarf hier nichts über den Inhalt sagen, weil das zu viel verrät. Es gab zu Beginn auf jeden Fall ein paar Szenen, die mich intensiv an „The Stepford Wives“ erinnerten. Gut erzählt, aber keine Geschichte, zu der ich gern noch einmal zurückkehren würde, auf der anderen Seite aber wohl auch eine Geschichte, die noch längere Zeit in mir nachhallen wird.

7. Shelley Adina: The Knack of Flying
Diese Geschichte habe ich wirklich sehr gemocht, und da ich bislang nichts von der Autorin gelesen hatte, waren ihre Steampunkwelt und ihre Figuren eine angenehme Überraschung für mich! Nachdem ich nun die Pilotin Lady Phil(omena Noakes), den ungewöhnlichen Lewis Protheroe und ihre Freunde kennengelernt habe, habe ich gleich mal die ersten vier Magnificent-Devices-Steampunk-Bände der Autorin auf meine Merkliste gesetzt.

8. Derek Künsken: Ghost Colours
Der Autor erzählt mit „Ghost Colours“ eine Geschichte über ein Paar – Vanessa und Brian – und den Geist Pablo, der Brian seit ein paar Jahren heimsucht. Ich mochte es sehr, dass man in dieser Geschichte Geister erben kann, und ich fand Pablos Fachgebiet sehr interessant, doch vor allem fand ich es fasziniered, wie weit die Menschen in dieser Welt gehen, um einen Geist loszuwerden. Umso schöner war es, Brians Gedanken zu verfolgen und seine Gedanken und Gefühle gegenüber Pablo kennenzulernen. Das war nett, aber ehrlich gesagt auch nicht mehr.

9. Thoraiya Dyer: One Million Lira
Das war eine brutale Geschichte mit einem viel zu wahren Kern. Eine Geschichte über zwei Scharfschützinnen, die auf verschiedenen Seiten stehen und über ihre Motivation, diesen Beruf auszuüben, und über eine Welt, in der Überleben zu einer Herausforderung wird, nachdenken. Ich weiß nicht, ob ich hier von „gefallen“ sprechen kann, aber das war auf jeden Fall eine eindringliche Geschichte.

10. Gareth L. Powell: Pod Dreams of Tuckertown
Das war definitiv keine schöne Geschichte! Erzählt wird die Handlung aus der Sicht des achtzehnjährigen Pod, der von der Zeit träumt, als er gemeinsam mit seinen Freunden Eric und Kai noch Tuckertown unsicher machte. Eine Zeit, bevor Außerirdische die Gesellschaft übernahmen und die Regeln änderten. Im Laufe der Geschichte fällt Pod eine Entscheidung und ich weiß nicht, ob ich seinen Zustand davor oder danach schlimmer finde. Alles in allem war „Pod Dreams of Tuckertown“ ziemlich deprimierend.

11. Seanan McGuire: In Silent Streams, Where Once the Summer Shone
Diese Geschichte ist eine sehr bedrückende, aber auch überraschend verständnisvolle Auseinandersetzung mit den vergangenen Monaten und dem häufig erschreckend ignoranten Umgang der Menschheit als Ganzes mit der Corona-Pandemie. Sehr eindringlich erzählt Seanan McGuire davon, dass eine Apokalypse in der Regeln nicht wie im Film mit großem Lärm einhergeht, sondern leise und schleichend mit dem Sterben der Insekten, dem Verschwinden der Wälder und einem Virus, das sich über die gesamte Welt ausbreitet.

12. Fonda Lee: Welcome to the Legion of Six
Ein alternder Superheld, der während der Bewerbungsgespräche für Neuzugänge für „The Legion of Six“ über all die Veränderungen nachdenkt, die die vergangenen Jahrzehnte mit sich gebracht haben. Ich mag einfach solche „hinter den Kulissen von Superhelden-Organisationen“-Geschichten, außerdem fand ich den Erzähler sympathisch und mochte es, dass man trotz der Kürze einen erstaunlich guten Eindruck von all den Kandidaten für die Anwerbung bekam. Doch das Beste an der Geschichte war das Ende, das dafür gesorgt hat, dass ich jetzt noch lächeln muss, wenn ich daran denke!

13. Christopher Ruocchio: Good Intentions
Ich finde es wirklich spannend, wie unterschiedlich die Geschichten in dieser Anthologie sind. Christopher Ruocchio lässt den Leser mit „Good Intentions“ in eine fremde Welt reisen, in der eine Wissenschaftlerin die örtlichen Gepflogenheiten (zu denen unter anderem Sklaverei gehört) kaum ertragen kann. Doch als sie versucht, etwas zum Besseren zu wenden, scheint alles nur noch schlimmer zu werden. Ich muss zugeben, dass ich die Erzählstimme zwar mochte, aber von einer Wissenschaftlerin ein weniger irrationales Vorgehen und eine intensivere Betrachtung der Fakten erwartet hätte. Die Protagonistin scheint so festgefahren in ihrer Meinung zu sein, dass sie nur eine Perspektive sieht, und das finde ich nicht angemessen. Auf der anderen Seite ist es schon stimmig, dass sie hartnäckig eine Lösung für ein Problem sucht … So recht kann ich mich am Ende nicht entscheiden, ob ich die Geschichte mochte oder nicht.

14. David Brin: „Shhhh …“
David Brins Geschichte erzählt von einer Menschheit, die durch den Kontakt mit Außerirdischen verändert wurde, von einem wahnsinnigen Präsidenten und einer großen Frage, die den Erzähler beschäftigt. Ich mochte „Shhhh …“ sehr, gerade weil der Autor so viele Elemente in der Handlung offen und einem so viel Spielraum für eigene Gedanken lässt. Und mir gefällt die Vorstellung, dass der Erzähler am Ende recht behält und alles richtig beobachtet hat. 😉

15. D.J. Butler: The Greatest of These Is Hope
Das war eine wirklich hübsche Geschichte über einen sterbenden Planeten und dass Hoffnung manchmal aus unerwarteten Ecken kommt. Ich mochte die Erzählstimme der elfjährigen Izzy ebenso wie die anderen Charaktere, die der Autor in die Handlung eingebaut hat. Ein Teil von mir ist zynisch und fürchtet, dass nach dem hoffnungsvollen Ende für die Figuren noch etwas schief laufen könnte, ein anderer Teil möchte glauben, dass Izzys kleiner Bruder Bear und sein neuer Freund ein Zeichen für eine hoffnungsvollere Zukunft sind. Aber gerade die Tatsache, dass so viele Möglichkeiten in dem Ende von „The Greatest of These Is Hope“ mitschwingen, macht es für mich zu einer guten Geschichte.

16. Dr. Charles E. Gannon: A Thing of Beauty
Diese Geschichte von Dr. Charles E. Gannon finde ich schwierig, weil mir auf der einen Seite die Erzählweise und die Figuren gefallen, ich auf der anderen Seite aber ein riesiges Problem mit der Lösung habe, die die Protagonistin am Ende wählt. Der Autor lässt seine Handlung auf einem Mond spielen, der – ebenso wie der Rest des bekannten Universums – von Konzernen beherrscht wird. Und diese Konzerne bzw. die Entscheidungsträger in diesen Konzernen geben nicht viel auf ein Menschenleben, was zu Beginn der Geschichte dazu führt, dass die Protagonistin Elnesse zwei Führungskräfte dabei belauscht, wie sie einen Plan entwerfen, um die „nichtproduktiven“ und somit „zu teuren“ Waisenkinder unter ihrer Obhut loszuwerden. Ich wünschte mir, der Autor, der ausführlich die Kunst der Protagonistin beschreibt, hätte einen kreativeren Weg gefunden, um am Ende der Geschichte die Kinder zu retten. So hingegen bin ich am Ende ziemlich enttäuscht von „A Thing of Beauty“ …

17. David Weber: Home Is Where the Heart Is
Das war eine sehr, sehr nette Geschichte – vor allem, wenn man bedenkt, dass der Teufel seine Finger bei diesem Text im Spiel hatte 😉 – mit einer überraschenden Wendung am Ende, die ich so nicht erwartet hätte. (Ich war eher davon ausgegangen, dass der Protagonist sich als das Gegenteil dessen herausstellt, was er wirklich war.) Wenn ich sehr ernsthaft nach einem Kritikpunkt suche, dann könnte ich höchstens sagen, dass ich bei der Länge der Geschichte gern noch ein kleines bisschen mehr über den Werdegang des Protagonisten erfahren hätte, aber so wie es war, war es auch gut.

18. Joe Haldeman: Tricentennial
„Tricentennial“ ist eine gut geschriebene Geschichte über eine Gruppe von Wissenschaftlern, die eine Nachricht ins All schicken will, um die benachbarten Aliens wissen zu lassen, dass es sie gibt. Ein bisschen frustierend fand ich die „überraschende“ Wendung am Ende, die ich nicht so überraschend fand und bei der ich das Gefühl hatte, ich hätte sie schon mehrfach so gelesen. Was bei mir mal wieder zu dem Schluss geführt hat, dass ich grundsätzlich lieber (Urban) Fantasy, Science Horror oder Steampunk lese als „klassische“ Science Fiction, weil ich da das Gefühl habe, dass auch schon erzählte Ideen mir mit mehr Variablen präsentiert werden als bei dieser Art von SF-Geschichten.