Da ich es im vergangenen Jahr so nett fand, meinen Jahresausklang zu verbloggen, habe ich mir das für dieses Jahr wieder vorgenommen. Wie schon 2024 möchte ich in den nächsten Tagen viel lesen und mich dabei vor allem von meiner aktuellen Leselust lenken lassen – wobei ich immer noch vorhabe, zumindest mein angefangenes Sachbuch bis zum Jahresende auszulesen. Ich finde „An African History of Africa“ von Zeinab Badawi wirklich interessant, aber es ist halt immer leichter, mal eben zu einem Roman zu greifen, und so landet dieses Sachbuch regelmäßig im unteren Bereich meines „aktuellen“ Bücherstapels …
Mittwoch, 24.12.
Der Vormittag verging auch in diesem Jahr damit, dass mein Mann und ich etwas aufwändiger für den Abend vorgekocht haben. Danach habe ich mich erst einmal gemütlich auf dem Sofa eingerollt und mit Frühstück, Videos und der Switch entspannt. Deshalb habe ich erst am späten Nachmittag zu „An African History of Africa“ gegriffen und eine Zeitlang darin gelesen. Da mein Mann noch beschäftigt war, als ich mit meinem „täglichen Sachbuchpensum“ durch war, bin ich mit meinem aktuellen eBook auf den Mini-Stepper gewandert, den ich mir in diesem Jahr zu Weihnachten gegönnt habe. „The Retired Assassin’s Guide to Orchid Hunting“ von Naomi Kuttner ist nach „The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening“ der zweite Band rund um den ehemaligen Assassinen Dante, Gärtner Charlie und ihre ältere Freundin Eleanor, und dieses Mal beginnt die Geschichte mit einem Mord bei einer Orchideen-Convention. Ich habe das Gefühl, dass die Handlung bei diesem Band ein bisschen schneller anzieht, weil die Autorin die Figuren nicht mehr vorstellen muss, und ich amüsiere mich bislang sehr gut beim Lesen. Kurz vor dem Schlafengehen habe ich noch zu „The Drowned Woods“ von Emily Lloyd-Jones gegriffen. Den Roman hatte ich vor zwei Wochen an einem Abend angefangen und dann aus Zeitmangel nach gerade mal drei Kapiteln nicht weitergelesen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen mal ein paar Stunden am Stück mit der Geschichte verbringen kann.
Donnerstag, 25.12.
Aufräumen, Abwaschen, Familientelefonat und ähnliche Dinge benötigten so viel Zeit, dass ich erst am Nachmittag wieder zu „An African History of Africa“ griff. Was bedeutete, dass ich mein tägliches Pensum dank Sekundenschlaf nicht ganz geschafft habe, aber ich hoffe trotzdem, dass ich das Buch vor Jahresende gelesen bekomme. Ich finde es wirklich faszinierend, so viel über die Geschichte Afrikas zu lernen, aber bei Passagen, in denen sehr viele Namen und Jahreszahlen vorkommen, neigen meine Gedanken dann doch leider zum Abschweifen. Nach einer Runde mit der Switch habe ich dann weiter in „The Drowned Woods“ gelesen und die Geschichte hat mich dann so gepackt, dass ich die letzten 2/3 des Romans (von einer Pause fürs Abendessen inklusive einer Folge „Culinary Class Wars“ abgesehen) in einem durchgelesen habe. Die Handlung dreht sich um die letzte lebende water diviner, um den obersten Spion des Prinzen, einen Ironfetch und eine Diebin (und ein bisschen um einen Gelehrten und einen Mann, der weder ein Söldner noch ein Spion ist).
All diese Figuren machen sich auf, um einen magischen Schatz (und einem Prinzen seine Macht) zu stehlen, und sie alle haben ganz eigene Motive für ihr Handeln. Die Geschichte wird aus mehr als einer Sicht erzählt und alle Charaktere, deren Perspektive ich beim Lesen mitverfolgen konnte, mochte ich sehr. Bei allen hat es mich sehr berührt, dass sie in der Regel nur die Wahl hatten zwischen zwei Übeln, von denen sich hoffentlich eines als das geringere herausstellen würde. Das alles hätte mich schon sehr zufrieden mit „The Drowned Woods“ gemacht – und dann gab es im letzten Teil der Handlung eine für mich überraschende Wendung, die ich einfach großartig fand, auch wenn ich zugeben muss, dass dieses Element letztendlich zu einem unnötig guten Ende geführt hat, ohne das der Roman für mich genauso befriedigend gewesen wäre. Der Tag ging für mich dann damit zuende, dass ich die Taschenbuchausgabe von „The Huntress“ von Emily Lloyd-Jones, die im kommenden Jahr erscheint, vorbestellt habe. *g*
Freitag, 26.12.
Da mein Mann über die Feiertage etwas Zeit haben wollte, in der er (Horror-)Filme gucken kann, von denen ich definitiv nichts mitbekommen will, habe ich mich vormittags mit Hörbuch und Puzzle in das andere Zimmer verzogen. Mein aktuelles Hörbuch („The Adventures of Amina Al-Sirafi“ von Shannon Chakraborty) habe ich irgendwann im Sommer angefangen – ich kann definitiv sagen, dass ich es das letzte Mal am 4. Oktober gehört habe, und seitdem habe ich nicht mehr gepuzzelt und dementsprechend auch nicht weitergehört. Mir hatte die Geschichte der Piratenkapitänin, die ihren Ruhestand für einen letzten großen Auftrag unterbricht, schon von Anfang an gefallen, aber es war faszinierend weiterzuhören, während ich gleichzeitig die Daten und Fakten von „An African History of Africa“ im Hinterkopf hatte. Das hat dazu geführt, dass ich Orte, Legenden, Völker und den Einfluss von Religion deutlich besser zuordnen konnte. Nachdem mein Mann seinen ersten Film beendet hatte, habe ich mich auf dem Sofa mit der Switch wieder aufgewärmt und danach noch ein weiteres Kapitel in meinem Sachbuch gelesen.
Am Nachmittag habe ich dann noch eine Runde mit Hörbuch und Puzzle verbracht, während mein Mann einen zweiten Film guckte – und da Puzzles nun mal die Eigenschaft haben, mich sehr in ihren Bann zu ziehen, habe ich erst damit aufgehört, als mein Mann das Abendessen servierte. *g* Nach dem Essen habe ich dann mit „Thornwood“ von Leah Cypess einen neuen Roman angefangen. Das Kinderbuch wird erzählt aus der Perspektive von Briony, der kleinen Schwester von „Dornröschen“ (Rosalin), und die eigentliche Handlung beginnt an dem Tag, an dem das Schloss aus seinem Schlaf erwacht – dummerweise scheint der Fluch nicht ganz gebrochen zu sein …
Samstag, 27.12.
Auch heute Vormittag habe ich mit Puzzle und Hörbuch verbracht, damit mein Mann einen Film schauen konnte. Was bedeutet, dass ich inzwischen ungefähr bei der Hälfte des Hörbuchs von „The Adventures of Amina Al-Sirafi“ bin. Amina und ein Teil ihrer Crew haben gerade eine Höhle betreten, die eine Vergangenheit als Begräbnisstätte hat. So kam mein Mann gerade dazu, als Amina beschrieb, wie sie über Skelette kletterte – was ihn zu der Bemerkung veranlasste, dass sein gerade gesehener Film deutlich weniger gruselig war als mein Hörbuch. Ich hingegen kann dazu sagen, dass ich gesehene unangenehme Bilder regelmäßig mit in meine Träume nehme, während mir das beim Lesen sehr viel weniger passiert – vor allem, wenn das Buch eher unterhaltsam ist als unheimlich. Dann wurde es Zeit fürs Sofa mit Frühstück, Videos und Switch, und da ich anschließend noch das Tageslicht zum Lesen nutzen wollte, habe ich mein heutiges Sachbuch-Pensum gelesen. Später am Nachmittag habe ich noch eine weitere Puzzle-Runde eingelegt – danach habe ich jetzt nur noch sechs Stunden in der Geschichte vor mir. Erstaunlich, wie viel ich in den letzten zwei Tagen gehört habe! Aber es ist auch schön, mal wieder so intensiv ein Hörbuch zu hören. Gleich muss ich erst einmal kochen, und ich denke, dass ich vor dem Schlafengehen noch einmal zu „Thornwood“ greifen werde.
