Schlagwort: Herbstlesen

Herbstlesen im Oktober (So., 13. Oktober)

Gestern ist es definitiv zu spät geworden (so viel zu dem Vorsatz früher ins Bett zu gehen 😉 ) und das wird vermutlich dafür sorgen, dass ich im Laufe des Tages eine Runde Sofaschlaf einlegen werde. Überhaupt plane ich einen entspannten Tag auf dem Sofa, den ich mit Büchern, Spielen und eventuell meinem Strickzeug verbringen werde. Nach der vergangenen Woche mag ich einfach nur noch die Füße hochlegen und so ein Lesetag ist schließlich perfekt dafür. Erst einmal starte ich langsam in den Tag und schaue jetzt mal, ob ich mich auf eine Kurzgeschichte konzentrieren kann oder der Müdigkeit nachgebe und mir zum Wachwerden ein Cooking-Tree-Video gönne.

Update 10:00 Uhr

Statt vernünftig zu sein und einfach ein entspanntes Backvideo zu schauen, habe ich mich mit der aktuellen Nachrichtenlage beschäftigt und dann hatte ich das dringende Bedürfnis mich wieder für ein paar Stunden vor den aktuellen Entwicklungen der Welt zu verstecken und meine Nase in ein Buch zu stecken. Was dazu geführt hat, dass ich die Kurzgeschichte „Curses“ von Jim Butcher gelesen habe, in der sich Harry Dresden mit dem „Curse of the Billy Goat“ beschäftigt – ein Fluch, der angeblich zwischen 1945 und 2016 dafür gesorgt hat, dass die Chicago Cubs kein Spiel der National League gewannen. (Und ja, natürlich hat das dafür gesorgt, dass ich erst einmal Details zum Fluch bei Wikipedia nachgelesen und ich über die verschiedenen „Fluchaufhebungsversuche“ amüsiert habe.) Ich muss zugeben, dass ich beim Baseball-Thema erst einmal wenig motiviert war die Geschichte zu lesen, aber Jim Butcher hat es auch hier wieder geschafft eine Handlung zu spinnen, die ich genossen habe und die dafür gesorgt hat, dass ich mit einem Grinsen im Gesicht das Buch zugeklappt habe.

Update 13:15 Uhr

Vor dem Frühstück habe ich erst einmal die Küche wieder in Ordnung gebracht und zum Essen gab es wieder ein paar Seiten von „Ordeal by Innocence“, aber ich muss zugeben, dass ich mich dann schnell durch das Internet habe ablenken lassen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie die Zeit davonrast, während ich das eine oder andere recherchiere, einen Blogbeitrag oder ein Video sehe und so von einer Seite zur nächsten dümpel. *g* Da unser Nachtbar schon seit heute früh wieder unglaublich kommunikativ ist und mich die anhaltende Geräuschkulisse so langsam aggressiv macht, denken wir gerade über die Kombination Film (für meinen Mann) und Switch (für mich) nach. Musik als Hintergrund fürs Lesen habe ich gerade schon ausprobiert und das hat nichts geholfen, weil der Nachbar heute so gut bei Stimme ist, dass ich die Anlage sehr laut drehen müsste, um ihn zu übertönen, und das bringt mir dann auch nicht die richtige Stimmung zum Lesen.

Update 18:00 Uhr

Ich habe die eine oder andere ruhigere Phase zum Lesen genutzt und dabei drüber nachgedacht, dass ich es immer wieder mag, wenn Agatha Christie mit den Erwartungen des Lesers spielt. Es gibt in dieser Geschichte zum Beispiel ein Ehepaar, bei dem die Frau auf den ersten Blick als kühl, kontrolliert und emotionslos wirkend beschrieben wird, während er einen boshaften Zug zeigt. Aber kaum beginnt das Gespräch zwischen den beiden, wird deutlich, dass er zwar ein Problem damit hat, dass sie ihn seit einer Erkrankung bemuttert, aber grundsätzlich kein unangenehmer Mensch ist und sie immer wieder dazu bringt, dass sie zu ihren Emotionen und Gedanken steht. Sie hingegen ist eher zu emotional und wirkt deshalb so beherrscht, weil sie seit Jahren versucht ihre Gefühle zu unterdrücken, eben weil sie so extrem sind. Grundsätzlich mag ich es, wie Agatha Christie mit wenigen Worten eine Figur beschreibt und obwohl sie damit so manches Mal ein Klischee erfüllt, so gibt es genügend Charaktere, bei den sie dieses Klischee nur aufbaut, um es dann mit wenigen Sätzen wieder einzureißen.

Ansonsten war der Nachmittag wirklich vor allem mit Filmschauen („Rogue One“ für meinen Mann, der ursprünglich fand, dass das der beste der neuen Star-Wars-Filme war, und trotzdem die ganze Zeit beim Schauen vor sich hingenörgelt hat) und Spielen für mich gefüllt. Bis es wieder in die Küche zum Kochen geht, werde ich wohl noch etwas weiterspielen. Vorher schaue ich aber mal, was meine drei Mitleserinnen heute Nachmittag so gemacht haben. 🙂

Update 21:30 Uhr

Heute ist es wirklich schlimm mit mir und ich bekomme wirklich nicht viel auf die Reihe – auf der anderen Seite war das nach einer stressigen Woche, einer Samstagnachmittagverabredung und zu wenig Schlaf in der vergangenen Nacht eigentlich auch zu erwarten. *g* Nach dem Abendessen (mal wieder selbstgemacht Pizza) hat mein Mann wieder einen Film („Frankenstein – Zweikampf der Giganten“) angeworfen, den er schon seit einigen Tagen schauen wollte, während ich mich online rumgetrieben, denn Feedreader geleert und Kommentare geschrieben habe. Jetzt werde ich noch ein bisschen spielen, aber dann geht es für mich auch schon ins Bett, damit ich hoffentlich morgen wieder etwas einsatzfähiger bin. 😉 Auch wenn ich heute nicht ganz so kommunikativ war, hat es mir wieder viel Spaß mit euch gemacht! Ich hoffe, ihr habt alle eine schöne Woche vor euch und vielleicht lesen wir uns ja (spätestens) am kommenden Samstag wieder. 🙂

 

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Sunny
Neyasha

Herbstlesen im Oktober (Sa., 12. Oktober)

Heute geht es weiter mit dem Herbstlesen und nach einer trubeligen Woche freue ich mich sehr auf ein erholsames Wochenende und das Bloggen darüber! Allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass ich mich hier zwischen ca. 12 und 19 Uhr nicht zu Wort melden werde, weil wir heute Nachmittag Besuch bekommen werden. Davor und danach werde ich hier aber wie immer von meinem Tag erzählen.

In der vergangenen Woche habe ich erstaunlich viel gelesen, wenn man bedenkt, dass meine täglichen To-do-Listen überraschend lang waren. Aber das gemeinsame Deborah-Crombie-Lesen mit Sayuri und die eine oder andere spontan eingelegte Lesepause haben dann doch dafür gesorgt, dass ich nicht nur das am vergangenen Sonntag begonnene „Cart and Cwidder“ beendet, sondern auch ein paar Kurzgeschichten und Manga gelesen und zwei weitere Bücher angefangen habe. Außerdem gab es gestern ein neues Switch-Spiel für mich und ich muss zugeben, dass es mich gerade sehr lockt „Doreamon – Story of Seasons“ zu spielen, weil ich gestern Abend noch nicht so viel Zeit dafür hatte. Aber erst einmal kümmere ich mich um den Zustand der Küche und backe die Plätzchen, die ich gestern schon vorbereitet hatte, danach schaue ich, ob ich den Vormittag bis zum Eintreffen des Besuchs mit einem Buch oder mit meinem Spiel verbringe.

Update 10:00 Uhr

Nachdem ich bis jetzt durch die Wohnung gewuselt bin (nach all den Regentagen musste ich den Sonnenschein dann doch kurz zum Fensterputzen nutzen) und die Zimtplätzchen fertig gebacken sind, ist es jetzt Zeit für eine Frühstückspause. Da mein Mann sich die Switch geschnappt hat, greife ich dann wohl zum Buch. 😉 Genau genommen habe ich „Ordeal by Innocence“ von Agatha Christie aus dem Regal gezogen – den Roman habe ich vor kurzem erst auf Englisch in die Finger bekommen und er gehört zu den wenigen Agatha-Christie-Geschichten, bei denen mir nicht nach dem Lesen des Klappentextes und der ersten Seiten die Handlung wieder präsent ist. Bei den meisten anderen Büchern gibt es in der Regel irgendwas, was meine Erinnerung auslöst, aber dieses hier scheine ich auf Deutsch sehr selten gelesen zu haben – vermutlich, weil die Geschichte nicht viele Elemente hat, die sie von anderen Agatha-Christie-Veröffentlichungen unterscheidet. Aber wer weiß, vielleicht beeindruckt mich die Handlung ja auf Englisch deutlich mehr, bei manchen Übersetzungen wurden ja all die atmophärischen Elemente gestrichen, oder ich finde heraus, dass das hier einer der wenigen Romane der Autorin ist, die eben nicht so gelungen sind. 😉

Update 11:30 Uhr

„Ordeal by Innocence“ lässt mich – zum wiederholten Mal – darüber nachdenken, welche Einstellung wohl Agatha Christie zur Todesstrafe hatte. Auf der einen Seite gibt es mehr als eine Agatha-Christie-Figur, die sich deutlich für die Todesstrafe ausspricht (gerade ihre eher altmodischen Charaktere sind da sehr deutlich in ihren Aussagen), auf der anderen Seite hat die Autorin mehrere Bücher geschrieben, in denen das Aufrollen alter Fälle dafür gezeigt hat, dass die dafür verurteilte Person unschuldig war. So auch bei „Ordeal by Innocence“, wo zwei Jahre nach dem Mord an Rachel Argyle mit Dr. Calgary ein Zeuge auftaucht, der Rachels Sohn Jacko ein Alibi geben kann. Doch da Jacko wenige Monate nach seiner Verurteilung verstorben ist, kann dieser von dem Beweis seiner Unschuld nicht mehr profitieren – stattdessen muss sich nun die Familie fragen, wer von ihnen wirklich für Rachels Tod verantwortlich war.

Ein weiteres wiederkehrendes Thema, das auch hier in den ersten Kapiteln angeschnitten wird, ist die Frage, wie man mit Tätern umgeht, die ihre Tat aufgrund einer Geisteskrankheit begangen haben, oder die Fragen, ob Menschen, die des Mordes fähig sind, nicht grundsätzlich als „krank“ anzusehen sind. Auch hier nehmen Agatha Christies Figuren unterschiedliche Standpunkte ein – abhängig davon wie konservativ sie sind, wie sehr sie persönlich getroffen sind oder in welchem Verhältnis sie zum Täter/Opfer stehen. Ich finde es immer wieder spannend, wie die Autorin mit wenigen Sätzen diese Figuren so stimmig darstellt und wie sie auch bei diesem Thema ihre Charaktere die verschiedenen Aspekte aufzeigen lässt, ohne den Leser dabei zu bevormunden.

Da der Besuch wohl doch erst kurz vor 13 Uhr ankommt, wechsel ich jetzt doch noch zu meinem „Doreamon – Story of Seasons“-Spiel – zwei Tage auf meine Farm sollten in der Zeit noch drin sein. 😉

Update 12:40 Uhr

Da gleich der Besuch kommt, höre ich jetzt wohl erst einmal besser auf zu spielen. Ich freue mich übrigens sehr über das neue Spiel – mit Doreamon kann ich zwar recht wenig anfangen, aber der Story-of-Seasons-Teil macht mir wirklich Freude und ich kann es kaum erwartetn zu sehen, was ich langfristig alles aus meiner Farm machen kann. Vorerst allerdings fange ich noch mühsam Insekten, in der Hoffnung, dass ich irgendwann genügend Geld für eine Rucksackerweiterung zusammenbekomme. 😉 Ich wünsche euch schon mal einen wunderschönen Nachmittag und melde mich heute Abend wieder, wenn der Besuch wieder weggefahren ist. 🙂

Update 20:45 Uhr

Elena blieb dann doch ein kleines Bisschen länger als erwartet und danach habe ich erst einmal eine Blogrunde gedreht, um zu schauen wie es heute so bei den anderen lief. Wir waren den Nachmittag über vor allem mit „Obsession“ beschäftigt und haben zwei Runden lang versucht für unsere Familien genügend Reputation, Gebäudeausbauten und einflussreiche Besucher zu verschaffen, um die Aufmerksamkeit der einflussreichen und wohlhabenden Fairchild-Erben auf uns zu ziehen. 😉 Es hat wirklich Spaß gemacht das Spiel mal zu dritt zu spielen und zu sehen wie jemand, der vorher noch gar nichts mit dem Spiel zu tun hatte, so langsam ein Gefühl dafür entwickelte. Zwischendurch gab es dann noch die Plätzchen zur Stärkung inklusive der „Nutellakekse“, die ich gestern schon gebacken hatte.

Nach den zwei Spielrunden musste ich mich auch schon beeilen, um in die Küche zu flitzen und das Abendessen zu kochen, weil Elena pünktlich wieder weg musste. Und während ich in der Küche den Spinat-Nudel-Auflauf zusammenbaute, haben die anderen beiden Punkte gezählt und das Spiel wieder weggeräumt. Bei beiden Runden habe ich die glorreiche Mitte belegt, was ich total lustig finde, weil ich beim ersten Mal das Gefühl hatte, es würde total gut laufen, und beim zweiten Spiel dachte, ich würde haushoch verlieren. *g*

Ich weiß noch nicht so recht, womit ich mich als nächstes beschäftige, mal schauen, was gleich noch meine Aufmerksamkeit weckt.

Update 0:30 Uhr

Upps, wo sind denn nur die letzten Stunden hin? 😉 Ich habe seit dem letzten Update noch ein bisschen gelesen (inzwischen hat man als Leser die verschiedenen Familienmitglieder und die Beziehungen der Personen zueinander besser kennengelernt) und mir dann die Switch geschnappt, um noch ein paar Tage bei „Story of Seasons“ zu spielen. Ich muss zugeben, dass ich mit dem „Doreamon“-Teil des Spiels relativ wenig anfangen kann und deutlich merke, dass ich einige Jahre älter bin, als die übliche Doreamon-Zielgruppe. Aber ich mag die Optik des Spiels (also von den Doreamon-Charakteren abgesehen) und natürlich grundsätzlich das Spielprinzip. Wobei dieser SoS-Version relativ einfach ist, was den Farmanteil angeht (im ersten Frühling konnte ich schon fünf verschiedene Feldfrüchte anbauen und habe keine Probleme meine dreißig Feldstücke zu bebauen) und etwas lästig, wenn es um das Sammeln von Gegenständen oder Insekten oder das Angeln geht, weil ein Rucksackausbau wirklich teuer ist und der Original-Rucksack nur acht Gegenstände fasst.

Jetzt wird es aber wirklich Zeit für mich ins Bett zu wandern. Vermutlich wird es morgen etwas später als sonst, aber ich versuche nicht zu spät aufzustehen, damit ihr einen Ort habt, wo ihr den Sonntags-Herbstlesen-Beitrag verlinken könnt. 🙂 Auch wenn ich heute weniger Zeit für eigentliche Lesen und den Austausch hatte, fand ich es doch schön wieder „gemeinsam“ mit euch den Tag zu verbringen. Gute Nacht! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Sunny
Neyasha

Herbstlesen im Oktober 2019 (So., 6. Oktober)

Gefühlt habe ich gestern mehr Zeit online als mit einem Buch verbracht, aber das gehört ja irgendwie zum Herbstlesen dazu. 😉 Heute geht es weiter mit einer Harry-Dresden-Kurzgeschichte und „Murder is Easy“. Ansonsten habe ich keine großen Pläne für den heutigen Tag, abgesehen davon, dass ich irgendwann den Teig fürs Abendessen vorbereiten muss, steht heute Vormittag nur noch wieder der Abwasch auf dem Programm, aber der sollte schnell erledigt sein. Mal schauen, ob ich heute „Murder is Easy“ fertig bekomme oder mich wieder von diversen Dingen ablenken lasse. Irgendwann sollte ich mir auch noch mal meinen Feedreader vornehmen, da schlummern noch die ganzen Buchblog-Beiträge der letzten zwei Wochen, die ich nach meinem Urlaub nicht aufgeholt habe. Da die kommende Woche etwas stressiger wird, wäre es vielleicht ganz vernünftig, wenn ich das vorher hinbekommen würde. Na, mal schauen, ob ich dazu im Laufe des Tages Lust habe, jetzt greife ich erst einmal zum Buch.

Update 9:15 Uhr

Die heutige Harry-Dresden-Geschichte war „I was a Teenage Bigfoot“ und hier hatte Harry wieder mit Irwin zu tun, der schon in „B is for Bigfoot“ vorkam. Es sind ein paar Jahre vergangen, seitdem die beiden sich getroffen haben, und dieses Mal wurde Harry zur Hilfe gerufen, weil Irwin krank ist, obwohl ein Bigfoot eigentlich nicht krankwerden kann. Ich fand es ein bisschen schade, dass Irwin den Großteil der Geschichte bewusstlos war, aber mit Nurse Jen habe ich eine neue Lieblingsfigur, auch wenn ich vermutlich niemals wieder von ihr lesen werde. 🙂

Ansonsten habe ich den „Buchblogger“-Bereich meines Feedreaders überflogen und schon mal alle Beiträge als gelesen markiert, bei denen ich definitiv nicht kommentieren werde. Jetzt muss ich nur noch schauen, ob ich die restlichen 18 Beiträge heute noch angucke und kommentiere oder erst im Laufe der Woche. Immerhin habe ich in den letzten zwei Tagen den Feedreader von über 200 ungelesenen Beiträgen auf diese übersichtliche Menge geschrumpft bekommen. Ich habe das Gefühl, dass es sich gerade besonders bemerkbar macht, dass Herbst ist und die Leute wieder mehr Lust zum Bloggen haben. 😉

Die Planung für die kommende Woche habe ich auch schon angefangen (trotz eines Kalenders und sich wiederholender Tätigkeiten fühle ich mich immer noch am Wohlsten, wenn ich in stressigen Zeiten alles per Hand auf einen Zettel schreibe und dort dann abstreiche, was ich erledigt habe) und nun wandere ich in die Küche, erledige den Abwasch und kümmere mich um meinen knurrenden Magen. Keine Ahnung, was der schon so früh von mir will, aber da ich überraschenderweise Lust auf Porridge habe, lässt sich das Frühstück heute ja schnell zusammenrühren. 😉

Update 11:15 Uhr

Bevor ich eben in die Küche ging, durfte sich mein armer Mann noch eine lange Erklärung anhören, wieso „Trace of Magic“ von Diana Pharaoh Francis mich so geärgert hat und „Burn for Me“ von Ilona Andrews mich so gut unterhalten hat, obwohl beide Geschichten theoretisch so viele Ähnlichkeiten haben, wenn es um die Grundthemen geht. Ich finde es wirklich faszinierend, wie ähnlich sich viele Aspekte in diesen Romanen sind und wie unterschiedlich die Autorinnen (bzw. die Autorin und das Autorenteam) damit umgehen und welchen Unterschied das für mich als Leserin macht. Nach meinem Monolog über Urban-Fantasy-Bücher haben wir dann erst einmal zusammen abgewaschen und danach ging es mit dem Frühstück (und einem Youtube-Video weiter – es ist so seltsam, dass ich seit diesem Sommer regelmäßig Videos schaue).

Eine Blogrunde habe ich auch schon gedreht und noch ein bisschen in „Murder is Easy“ weitergelesen. Momentan klappert Luke die verschiedenen Dorfbewohner ab, um mehr über die verstorbenen Personen zu erfahren und herauszufinden, ob es jemanden gibt, der eine Verbindung zu allen Personen hatte. Ich mag es, dass Agatha Christie sich mit diesem Part Zeit lässt, so dass man die verschiedenen Figuren nicht nur im direkten Gespräch mit Luke kennenlernt, sondern auch die verschiedenen Bemerkungen mitbekommt, die die Nachbarn machen und die einen einen neuen Blick auf den jeweiligen Charakter werfen lassen.

Update 14:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich vor allem meine Nase in meinen Roman gesteckt und „Murder is Easy“ ausgelesen. Ich muss zugeben, dass ich es immer etwas unbefriedigend finde, wenn ich die Motivation eines Täters nicht so recht nachvollziehen kann (in diesem Fall, weil der Mörder verrückt ist), aber grundsätzlich mochte ich „Murder is Easy“ auch dieses Mal gern lesen. Ich habe es genossen, wie fein Agatha Christie die Hinweise in die Geschichte eingestreut und wie die Autorin die verschiedenen Figuren dargestellt hat. Was die deutsche Übersetzung angeht, so habe ich das Gefühl, dass einige Dialoge gekürzt und einige Zitate entfernt wurden, aber die Unterschiede fühlen sich nicht so gravierend an, dass ich für einen Vergleich meine deutsche Ausgabe aus dem Regel ziehen wollte. 😉 Bevor ich überlege, was ich als nächstes lesen werde, schaue ich erst einmal, wie es den anderen bislang so ergangen ist.

Update 18:45 Uhr

Uff, ganz schön viel Zeit vergangen, seit dem letzten Update. *g* Den Nachmittag habe ich mit Mothra und meinem Strickzeug verbracht. Mein Mann hat den Film zum Geburtstag bekommen und wollte ihn gern sehen und bei Mothra-Filmen bin ich auch gern dabei. Die Handlung war relativ simpel: Ein Forschungsteam findet auf einer angeblich einsamen Insel zwei „Mini-Mädchen“ und obwohl sich alle einig sind, dass sie die Frauen und den Rest der Insel in Ruhe lassen, gibt es natürlich einen Bösewicht, der die beiden Frauen entführt und gegen Geld zur Schau stellt. Darauf hin rufen die Einheimischen der Insel Mothra, um die beiden Frauen aus ihrer Gefangenschaft zu retten. Was ich nett fand, war, dass der „Held“ der Geschichte ein mittelalter, übergewichtiger Journalist war, der zwar oft gute Ideen hatte, aber grundsätzlich wirkte wie sprichwörtliche Mann von nebenan.

Da es natürlich sehr anstrengend ist, um die Zukunft der Welt zu bangen 😉 , brauchten wir auch noch ein Stück Kuchen. Dazu gab es für mich die ersten Seiten von „Cart and Cwidder“ von Diana Wynne Jones. Ich habe die Dalemark-Reihe als Kind geliebt und die in der Bibliothek vorhandenen Teile immer wieder ausgeleihen. Ich habe aber nie die gesamte Reihe gelesen und als ich nun vor einiger Zeit die Bände bekommen habe, habe ich mich kaum getraut sie anzulesen, weil ich fürchtete, dass die Romane mit einer Erinnerung nicht mithalten können. Die ersten Seiten mochte ich aber wieder sehr gern und habe mich gefreut, dass ich durch Morils Augen eine Einführung in das Leben seiner Familie bekomme, die als fahrende Spielleute durch Dalemark ziehen.

Und dann fiel mir ein, dass ich in diesem Monat noch Manga bestellen wollte und da ich schon dabei war, habe ich gleich geschaut, ob es neu aufgelegte Bücher Diana Wynne Jones gibt (jupp, drei Stück, die im Juni erschienen sind) und irgendwie ist da dann doch eine ganz schöne Bestellung zusammengekommen. Mal schauen, wann mein Buchhändler die Titel liefert – gerade die englischen Bücher brauchen ja immer etwas länger, vor allem, wenn sie direkt für mich importiert werden. Das war dann vermutlich auch die letzte Bestellung für diese Jahr (wenn ich von den Vorbestellungen absehe, die ich schon im Sommer getätigt habe), denn normalerweise spare ich mein Büchergeld in den letzten zwei Monaten des Jahres lieber und gönne mir dann zum Jahresanfang eine etwas größere Bestellung. 😉 Jetzt geht es für mich erst einmal in die Küche, da das Essen heute wieder etwas länger dauert (und dann noch einige Zeit im Ofen benötigt) und dann gönne ich mir eine ausgiebige Blog- und Kommentarrunde.

Update 22:45 Uhr

Das Kochen hat – wie erwartet – ziemlich viel Zeit gekostet, aber am Ende lohnt sich das lange Warten dann doch, weil so eine Mangold-Quiche einfach sehr lecker ist. 😉 Nach dem Kochen blieb neben der Blogrunde nicht so viel Zeit, weshalb ich zwischendurch nur noch das sechste Kapitel von „Numismancer“ von Kelly McCullough gelesen habe. Der Autor schaltet jeden Monat bei Patreon ein Kapitel des Romans frei und bislang finde ich die Geschichte rund um einen Mann, der versucht dem Einfluss seines Vaters zu entfliehen, und in der Münzen eine wichtige Rolle im Kampf gegen das Übernatürliche spielen, ganz nett. So viel ist in den ersten sechs Kapiteln noch nicht passiert, auch wenn es schon einen Mord gab. Aber vor allem ging es bislang darum die Figuren vorzustellen und die Grundsituation einzuführen.

Und da ich schon bei den Patron-Geschichten war, habe ich gleich noch mit „The Traitor Lords“ von Kameron Hurley weitergemacht. Die Geschichte ist „about a young mage on a quest to hunt down the five traitor lords who’ve brought ruin to her family“, genau genommen macht sich Imelda auf den Weg ausgestattet mit den wenigen Erbstücken, die von ihrer Lieben übrig geblieben sind, und dem alten Hund der Familie an ihrer Seite. Die Geschichte ist sehr märchenhaft und ich habe sie wirklich gern gelesen.

Zuletzt wartete noch die monatliche Geschichte von Seanan McGuire auf mich. „Take the Shot“ gehört zu den InCryptid-Romanen. Die Autorin bietet eine Menge Kurzgeschichten kostenlos auf ihrer Homepage an und die rund um Thomas Price und Alice Healy mochte ich bislang immer. Diese Geschichte bildet da keine Ausnahme und bekommt von mir Bonuspunkte für das Auftauchen von Mary (ein Geist, der früher als Alice Babysitter fungierte) und eine Runde Magie. Ganz ehrlich, Seanan McGuire könnte über Gemüse schreiben und ich fände es unterhaltsam – genau genommen hat sie schon über Gemüse geschrieben und es war eher gruselig, aber das sehen ich mal nicht so eng. 😉

Da ich heute vermutlich nur noch etwas Zeit mit „Animal Crossing“ verbringe, bevor ich nach einer letzten Blogrunde ins Bett falle, verabschiede ich mich hier schon mal für heute von euch. Habt einen guten Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja am kommenden Wochenende wieder! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Neyasha
Natira
Anette
Ina
Sunny

Herbstlesen im Oktober 2019 (Sa., 5. Oktober)

Nachdem ich mich am Donnerstag ja ein winziges Bisschen über meine Lektüre geärgert hatte, kann ich heute verkünden, dass ich gestern „Trace of Magic“ von Diana Pharaoh Francis beendet habe (alle Passagen ohne Beziehungskram haben mir wirklich gefallen, es gab nur zu wenig davon 😉 ) und heute mit einem neuen Buch in den Tag starten kann. Wobei ich erst einmal wieder zu „Brief Cases“ von Jim Butcher greife und eine Kurzgeschichte lese, weil ich heute Vormittag noch Zeit in der Küche verbringen muss, um das Geschirr von gestern Abend abzuwaschen und eine Torte zu basteln. Da ich zu kurz vor seinem Geburtstag von meiner Reise nach Hause kam, um die Torte pünktlich fertigzustellen, gibt es heute nachträglich den Geburtstagskuchen für meinen Mann. 🙂 Während ich in der Küche wusel, kann ich ja dann schon mal darüber nachdenken, nach welchem Genre mir so als nächstes ist …

Update 11:00 Uhr

Inzwischen ist die Küche aufgeräumt und sauber, die Schoko-Birnen-Torte ruht im Kühlschrank und ich habe die Gemüselieferung entgegengenommen und verstaut. (Ob ich irgendwann einmal lerne das Fassungsvermögen meines Gemüsefachs so gut einzuschätzen, dass die wöchentliche Gemüsekiste mich nicht zum Tetris-spielen herausfordert?) Außerdem bin ich noch eben unter die Dusche gesprungen und habe eine Runde Wäsche angestellt – das war es jetzt aber auch mit Haushalten für heute (wenn ich davon absehe, dass ich die Wäsche später noch zusammenlegen und verstauen muss)!

Die heutige Harry-Dresden-Geschichte war „AAAA Wizardry“ über die Grundlagen der Arbeit als magischer Privatermittler. Mir hat auch diese Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn ich fand, dass Jim Butcher anfangs die Mischung aus „Unterrichtssituation“ (Harry gibt angehenden Zauberern eine Lektion über kluges Ermitteln) und „Rückblick“ (er erinnert sich an einen früheren Fall, bei dem er all die Grundlagen, die er heute so wichtig findet, vollkommen missachtete) nicht ganz so rund erzählt hat, wie er gekommt hätte. Aber am Ende fühlte es sich stimmig an und das ist ja das Wichtigste an einer Geschichte. Jetzt wird es erst einmal Zeit für eine kleine Blogrunde, danach gibt es mein Frühstück und dabei schaue ich dann, ob mich der aus dem Regal gezupfte Krimi heute reizen kann. 🙂

Update 13:30 Uhr

Zum Frühstück gab es dann weniger Krimilesen und dafür eine Menge Bloglesen, aber das gehört zum Herbstlesen ja auch dazu. *g* Inzwischen habe ich dann aber doch einige Seiten in „Murder is Easy“ (oder „Easy to kill“) gelesen. Wenn ich mich recht erinnere, dann ist das einer der Agatha-Christie-Romane, bei denen ich das Motiv des Täters nicht ganz stimmig fand, aber die Figuren und die Erzählweise so sehr mochte, dass mich diese Schwäche bei der Auflösung nicht störte. Bislang kenne ich die Geschichte nur auf Deutsch („Das Sterben in Wychwood“) und ich bin gespannt, ob bei diesem Roman auch so viele atmosphärische Szenen bei der Übersetzung verloren gingen. Zumindest ist mir bei den ersten Kapiteln relativ wenig „Kurzungspotezial“ aufgefallen, so dass ich mich bislang noch davon abhalten kann, meine deutsche Ausgabe aus dem Regal zu ziehen, um die beiden Versionen der Geschichte zu vergleichen. 😉

Etwas irritierend ist gerade, dass mein Mann den gestern Abend aufgenommenen SchleFaZ („Laserkill – Todesstrahlen aus dem All“) schaut und der Film ist nicht nur eine unerträgliche Mischung aus langweilig und bescheuert, sondern stellenweise auch sehr laut. Aber solange ich zum Lesen das Wohnzimmer nicht verlassen will, muss ich damit wohl leben. 😉 (Und dann musste ich doch noch imdb.com anwerfen, um herauszufinden, dass der Sheriff in dem Film der gleiche Schauspieler ist, der bei „Mord ist ihr Hobby“ Sheriff Metzger gespielt hat – irgendwie lässt es mir immer keine Ruhe, wenn mir ein Schauspieler vertraut vorkommt.)

Update 16:00 Uhr

Ich habe bislang beim Lesen wirklich das Gefühl, dass für die deutsche Ausgabe meines Agatha-Christie-Romans nicht so viel gekürzt wurde. Mal schauen, ob ich das noch überprüfe oder ob ich einfach weiter die Geschichte genieße. Da ich dazu noch nichts geschrieben habe, gibt es hier erst einmal die Grundlagen der Handlung. Protatonist von „Murder is Easy“ ist Luke Fitzwilliam, der nachlangjähriger Arbeit als Polizist im „Osten“ zurück nach England gekommen ist und im Zug eine ältere Dame trifft, die ihm erzählt, dass sie auf dem Weg zu Scotland Yard sei. Genau genommen will Miss Pinkerton bei Scotland Yard bewirken, dass Ermittlungen gegen einen mehrfachen Mörder in ihrem Dorf aufgenommen wird. Keiner der Todesfälle ist bislang als Mord aufgefallen, doch Miss Pinkerton ist sich sicher, dass es Morde waren und dass sie genau weiß, wer das nächste Opfer sein soll. Natürlich denkt Luke erst einmal, dass die Fantasie mit der alten Dame durchgeht. Doch als er erst von Miss Pinkertons Tod und wenig später auch den Namen des nächsten Opfers in den Todesanzeigen der Zeitung liest, beschließt er auf eigene Faust in dem idyllischem Ort Wychwood zu ermitteln. Ich mag einfach, wie Agatha Christie die verschiedenen Personen und die Dynamik im Dorf beschreibt. Ein wenig bedauerlich ist es, dass ich mich noch so gut an den Mörder erinnern kann, aber immerhin bedeutet das auch, dass ich mich an all den kleinen versteckten Hinweise erfreuen kann.

Zum Tortenstück habe ich aber erst einmal zu einer Kurzgeschichte gewechselt, die ich online gefunden hatte. „To Follow Her Home“ von Lydia San Andres erzählt von einer Gruppe von Frauen, die den Tod einer gemeinsamen Freundin betrauern. Die Erzählerin kann nicht so recht fassen, dass ihre Freundin Ada so plötzlich gestorben ist und sucht eine übernatürliche Erklärung für den Tod. Dabei ist sie so besessen von ihrer Suche, dass sie nicht nur ihre noch lebenden Freunde allein mit ihrer Trauer lässt, sondern beinah auch noch ihre Lebensgefährtin verloren hätte. Ich mochte die Erzählstimme, auch wenn es mir schwerfiel die Besessenheit der Erzählerin zu verstehen, und ich mochte die Auflösung am Ende der Geschichte.

Nebenbei gluckerte hier noch die Heizung so sehr, dass mein Mann keinen weiteren Film angefangen hat. Wir heizen zwar noch nicht, aber am Mittwoch kommen erneut die Installateure, da bei der im Frühling neu eingebauten Heizung – laut unserer Nachbarn – irgendwas nicht in Ordnung ist. Auf jeden Fall wollten wir mal schauen, ob bei uns alles funktioniert wie es sollte, bevor der Handwerkertermin ins Haus steht, und durften dabei feststellen, dass die Heizung nicht nur kaum heizt, sondern auch über eine Stunde benötigt, um warm zu werden … Jetzt lege ich aber schnell noch die Kochwäsche zusammen, bevor ich mich wieder mit „Murder is Easy“ auf dem Sofa einrolle.

Update 21:15 Uhr

Ich habe keine Ahnung, wo die Stunden seit dem letzten Update geblieben sind. Ich habe meine Wäsche zusammengelegt (und amüsiere mich immer noch über meine neue eingeführte Marie-Kondō-Faltung für Geschirrtücher – schon schlimm, was so hängenbleibt, wenn man die US-Serie mit ihr sieht), dann ging es weiter mit „Animal Crossing“ und danach habe ich irgendwie Zeit verloren.

Das heutige Abendessen dauerte auch seine Zeit, aber das Rote-Beete-Risotto ist nicht nur sehr lecker, sondern auch das einzige Gericht, das mir spontan mit Roter Beete einfällt. Wenn ihr da noch Tipps für mich habt, wäre ich wirklich dankbar, da ich Rote Beete wirklich gern mag, aber so keine Zubereitungsideen habe. Zum Essen gab es noch eine Folge „Brooklyn Nine-Nine“ – wir sind noch in der dritten Staffel, da wir immer etwas aufpassen müssen, dass wir von einer Serie nicht zu schnell übersättigt sind, aber aktuell mögen wir die Serie wieder.

Jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und schaue, was ihr so heute Abend bislang so gemacht habt, und beantworte Kommentare. Danach geht es weiter mit „Murder is Easy“, die Geschichte passt gerade gut zu meiner Stimmung. 🙂

Update 23:30 Uhr

Sehr viel habe ich seit dem Update nicht mehr in „Murder is Easy“ gelesen, aber morgen geht es ja weiter mit dem Herbstlesen. Da es so langsam wirklich Zeit wird ins Bett zu gehen, wünsche ich euch eine gute Nacht! Es war wieder sehr schön mit euch heute! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
Natira
Ina
Kiya
Sunny
Anette

Herbstlesen im Oktober 2019 (Do., 3. Oktober)

Da mehrere Leute gemeint hatten, sie hätten am heutigen Feiertag schon Zeit und Lust, starte ich jetzt schon mit dem ersten Herbstlesen-Tag. Wie immer bitte ich euch darum, dass ihr euch mit einem Link zu eurem jeweiligen Beitrag in den Kommentaren meldet, damit ich euch in die Liste der „Herbstlesenden“ eintragen kann.

Für mich beginnt der Tag relativ entspannt mit etwas Lesezeit. Ich habe in den vergangenen Wochen relativ viele Kurzgeschichten gelesen und das hat mir wieder Lust auf all die Anthologien gemacht, die ich noch im Regal stehen habe. Irgendwie ist das schon fast eine Tradition im Herbst geworden, dass ich dann wieder vermehrt Kurzgeschichten lese, um etwas Abwechslung in meine Lektüre zu bekommen. Außerdem habe ich am Montag in der Bahn ein eBook angefangen, das ich wohl heute weiterlesen werde. Bislang finde ich die Geschichte etwas beliebig und fühle mich ständig an andere Urban-Fantasy-Veröffentlichungen erinnert, aber das Ganze ist trotzdem nett genug zum Weiterlesen.

Update 9:45 Uhr

Ich finde es jedes Mal wieder erstaunlich, wie wenig ich am Morgen so auf die Reihe bekomme. Was natürlich auch daran liegt, dass ich kurz mal eben bei Twitter gucke und Kommentare schreibe, und daran, dass mein Mann mal eben seine neue CD einlegt (und Hardcore Punk nicht meine bevorzugte Musikrichtung neben dem Lesen ist). 😉

Auf jeden Fall habe ich in der Zwischenzeit „B is for Bigfoot“ aus der Anthologie „Brief Cases“ gelesen. Lustigerweise habe ich die Bigfoot-Geschichten von Jim Butcher schon sehr, sehr lange als eBooks, aber bislang hatte ich mir die immer für eine „besondere Gelegenheit“ aufgehoben. Da ich bei einer Anthologie die Geschichten aber immer schön der Reihe nach lese (ich denke mir ja immer, dass die Herausgeber sich schon was bei der Zusammenstellung der Kurzgeschichten was gedacht haben), wurde es jetzt endlich Zeit mehr über Harry Dresdens Zusammentreffen mit Bigfoot herauszufinden. Zu Beginn der Geschichte wird Harry von dem Bigfoot River Shoulders engagiert, um herauszufinden wer seinen Sohn Irwin regelmäßig verletzt. Da Irwin zusammen mit seiner menschlichen Mutter in Chicago lebt, ist es für River Shoulders nicht möglich selber aktiv zu werden (er würde in der Stadt eindeutig zu viel Aufmerksamkeit erregen *g*), weshalb der Bigfoot es so arrangiert hat, dass Harry als Hausmeister an Irwins Schule engagiert wird. Mir fällt immer wieder auf, wie sehr ich die Figuren mag, die Jim Butcher für seine Geschichten entwickelt, und hier kommt noch dazu, dass der Autor mit wenigen Worten eine Zusammenarbeit zwischen einigen Native Americans und den übernatürlichen Wesen in ihren Wäldern skizziert, die mich wirklich anspricht. Ansonsten bietet „B is for Bigfoot“ die übliche Mischung aus lustigen, nachdenklichen und fantastischen Elementen, die ich von Jim Butcher inzwischen erwarte. (Und die dafür sorgt, dass ich so langsam wirklich ungeduldig auf die Fortsetzung der Harry-Dresden-Romane warte. 😉 )

Update 12:30 Uhr

Nach dem letzten Update bin ich erst einmal in die Küche gewandert, um mich des Bergs mit dreckigem Geschirr anzunehmen, der sich gestern Abend angesammelt hatte. Da ich gestern zwei Saucen (einmal mit Fleisch für meinen Mann, einmal ohne für mich) gekocht hatte und das Ganze dann auch noch in zwei kleinen Auflaufformen in den Ofen kam, war da beim Kochen so einiges an Geschirr angefallen. Parallel dazu habe ich meinem Mann von meinen Problemen mit meinem aktuellen Buch erzählt – was bedeutete, dass ich ihm erst einmal von der Elemental-Assassin-Reihe von Jennifer Estep erzählen musst, um ihm dann zu erklären, welche Probleme ich mit „Trace of Magic“ von Diana Pharaoh Francis habe. Im Gegenzug bekam ich dann grob die Handlung der Manga-Reihe „Blade of the Immortal“ zusammengefasst, wo wir schon mal beim Thema „Rachegeschichten“ waren. 😉

Zum Frühstück habe ich dann noch etwas in „Trace of Magic“ weitergelesen, aber so richtig war ich nicht bei der Sache, weil ich im Kopf schon den Einkaufszettel für morgen durchging, weshalb ich ständig in die Küche wanderte, um zu schauen, ob wir bestimmte Zutaten im Haus haben. Jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und starte dann noch einmal einen Versuch mit „Trace of Magic“. Das Buch ist eigentlich nett, ich komme gut mit der Erzählweise der Autorin zurecht, ich mag die Beschreibungen der Stadt, in der die Geschichte spielt, und auch die Protagonistin finde ich nicht unsympathisch. Aber es gibt so viele Elemente in dem Roman, die mich an die Elemental-Assassin-Reihe erinnern, dass ich ständig das Gefühl habe, es gäbe Logikbrüche, weil das Gelesene nicht mit den Details aus den Romanen von Jennifer Estep übereinstimmen. Außerdem bin ich genervt davon, dass die Protagonistin sich wider besseres Wissen körperlich so sehr von dem Polizisten angezogen fühlt, mit dem sie zusammenarbeiten muss. Ich habe wirklich keine Geduld mehr für diese Art von „Liebesgeschichten“ in Urban-Fantasy-Veröffentlichungen.

Update 15:30 Uhr

Ich hänge weiterhin an „Trace of Magic“ und musste nach der obligatorischen Sexszene (die überraschenderweise schon in der ersten Hälfte des Romans vorkam) erst einmal eine Pause machen und auf Youtube zuschauen, wie „Cooking Tree“ eine Mango-Crepe-Torte bastelte. So entspannend! 🙂 Weiterhin mag ich schon herausfinden, was bei „Trace of Magic“ hinter der Entführung des Ex-Verlobten der Schwester der Protagonistin (deren Namen ich mir einfach nicht merken kann) steckt, und ich habe grundsätzlich eine Schwäche für „aufrechte Einzelkämpfer in einer korrupten Stadt“-Geschichten, aber die Sache mit dem Polizisten (der bekannterweise von einer der kriminellen Organisationen der Stadt bezahlt wird) geht mir so auf die Nerven. Ich wünschte, die Protagonistin Riley (ich habe jetzt doch mal nachgeschlagen) würde sich nun mal entscheiden, ob sie ihn sexy und vertrauenswürdig, sexy und dubios oder einfach nur dubios und gefährlich findet. Auf der anderen Seite würde vermutlich die Hälfte des Textes wegfallen, wenn dieser Teil der Handlung wegfallen würde. Argh! Ich brauche auf jeden Fall erst einmal wieder eine Pause von diesem Hin und Her und drehe deshalb jetzt erst einmal eine Blogrunde und wandere dann in die Küche, um den Teig fürs Abendessen anzusetzen. 😉

Update 18:45 Uhr

Ich habe heute Nachmittag noch weiter in „Trace of Magic“ gelesen, weil ich hoffte, ich würde den Beziehungskram mal hinter mich bringen und es gäbe wieder etwas mehr Handlung. Aber als mein Mann dann anfing Games-Videos zu schauen, habe ich erst einmal zu Animal Crossing gewechselt, weil meine Konzentration nicht für das Buch reichte, während nebenbei aus dem Fernseher eine enthusiastische Spielerezension zu hören war. 😉

So ganz mag ich den Roman noch nicht aufgeben, weil ich immer noch hoffe, dass Riley und der Polizist das Ganze endlich mal geklärt bekommen und dann die Handlung weitergeht. Den Anfang der Geschichte mochte ich nämlich – trotz all der Ähnlichkeit zur Elemental-Assassin-Reihe – wirklich gern. Momentan schwanke ich zwischen „gut, dass ich nicht deutlich mehr Geld für ein Taschenbuch ausgegeben habe“ und „wenn ich eine gedruckte Ausgabe hätte, könnte ich den nervigen Teil eben querlesen“. Ansonsten habe ich mir eben eine halbe Stunde Sofaschlaf gegönnt und werde nun erst einmal in die Küche wandern, um das Abendessen zu kochen.

Update 22:00 Uhr

Zum Abendessen haben wir heute eine Folge „Fastest Car“ gesehen. Ich finde das überraschend spannend, obwohl ich im Gegensatz zu meinem Mann relativ wenig Interesse an Autos habe. Aber das Prinzip, dass drei Personen mit selbstzusammengebastelten Autos (leider gab es in dieser Staffel noch keinen Hot Rod, aber dafür einige Wagen, die von außen wie absolute Schrottkarren aussahen) gegen eine Person mit einem „Supercar“, also einem mehrere 100.000 Dollar teurem Sportwagen, antreten, macht es interessant. In dieser Staffel sind auch ziemlich viele Fahrerinnen dabei, was mir auch gut gefällt, weil die in der Regel weniger Ego-Probleme haben als die Männer. Grundsätzlich fiebere ich eigentlich mit denjenigen mit, die jahrelang Arbeit in ihre Autos gesteckt haben, um aus Schrottteilen einen Sleeper (also ein Auto, das rennfähig ist, auch wenn es nicht so aussieht) zu bauen, aber manchmal sind auch die Supercar-Fahrer überraschend sympathisch. 😉

Da die Folge nach dem Essen noch nicht zuende war, habe ich noch zum Strickzeug gegriffen und am Ende meinen aktuellen Socken noch beim Lesen beendet. Bei „Trace of Magic“ haben die beiden Figuren immerhin endlich geklärt, dass sie ineinander verliebt sind – ich hoffe, dass das nun dafür sorgt, dass die Handlung endlich weitergeht. So lange werde ich aber nicht mehr aufbleiben und somit verabschiede ich mich für heute schon mal von euch. Ich fand diesen gemeinsamen Einstieg ins Herbstlesen sehr schön und habe mich gefreut, dass so viele dabei waren. 🙂

Habt einen guten Wochenausklang – bald ist schon wieder Wochenende und wer weiß, vielleicht lesen wir uns dann hier schon wieder.

 

***

Heutige Mitleserin:

Natira
Sunny
Anette
Ina

Herbstlesen im Oktober 2019 – Ankündigung

In diesem Jahr wird das „Herbstlesen“ fünf Jahre alt, und wie immer geht es weniger darum, möglichst viele Stunden mit Lesen zu verbringen, als sich bewusst gemütliche Auszeiten zu gönnen für die Dinge, die einem Freude bereiten, und natürlich darüber zu bloggen.

Da ich erfahrungsgemäß pro Herbstlesen-Tag so viel schreibe, dass das in einem gesammelten Wochenendbeitrag zu viel wird, gibt es bei mir jeden Samstag und Sonntag im Oktober einen Beitrag, in dem ich von meiner Lektüre und all den anderen Dingen, die ich mir an dem jeweiligen Tag gönne, erzähle. Wer sich mir anschließen will, muss natürlich nicht jedes Wochenende im Oktober durchweg verbloggen, sondern kann sich spontan in den Kommentaren des jeweiligen Tages mit einem Link zum eigenen Beitrag melden und wird dann von mir in die Liste der aktuellen Mitleser eingetragen. Oder wenn einer von euch statt an den Wochenenden lieber in der Woche regelmäßig etwas Lesezeit (oder Zeit für andere erholsame und angenehme Dinge) einrichten kann, besteht auch die Möglichkeit, einfach am Wochenende von diesen gemütlichen Stunden in einem Sammelbeitrag am Samstag oder Sonntag zu erzählen, der dann ebenfalls von mir verlinkt wird.

Ich werden an diesen Tagen nicht nur lesen und (Brett-)spielen, sondern habe auch noch ein paar Handarbeitsprojekte, die ich mal aus der UFO-Kiste (UnFinished Objects) ziehen und beenden möchte. Grundsätzlich mag ich es einfach, wenn ich mir im Herbst bewusst gemütliche Wochenenden mit angenehmen Tätigkeiten vornehme und mich dann hier mit euch darüber austauschen kann. Außerdem finde ich es spannend zu sehen, womit ihr die – hoffentlich schön herbstlichen – Tage so verbringt und welche Dinge euch Freude bereiten und Entspannung bringen.

Es würde mich sehr freuen, wenn sich mir auch in diesem Jahr beim Herbstlesen wieder ein paar Leute anschließen würden – einen gemütlichen Tag oder gar ein entspanntes Wochenende können wir doch alle gebrauchen. 🙂

 

P. S.: In den vergangenen Jahren habe ich manchmal auch die „Feiertage“ (3. Oktober und Halloween) beim Herbstlesen mitgenommen – hättet ihr in diesem Jahr wieder Interesse daran oder habt ihr in der Woche eh zu viel um die Ohren, um auch noch einen Teil des Tages mit Bloggen zu verbringen?

Herbstlesen im Oktober 2018 – Halloween-Lesetag

Auch wenn die Oktober-Wochenenden vorbei sind, gönne ich mir noch einen „Herbstlesen-Nachschlag“ am heutigen Tag. Selbst wenn meine Buch-(und Film-)Auswahl nicht perfekt zu Halloween passt, habe ich mir immerhin ein paar Sachen vorgenommen, die entweder in den Bereich „Horror“ gehören oder zumindest zu einem kleinen Teil „halloweenhafte“ Szenen beinhalten. 😉 Da mein Mann schon zur Arbeit gegangen ist, gibt es tagsüber keinerlei Ablenkungen, und ich habe Montag und Dienstag genügend Kram erledigt bekommen, dass ich mir heute wirklich viel Freizeit gönnen kann. Und ganz ehrlich, nachdem ich gestern wieder vier Stunden unterwegs war für einen 10-Minuten-Termin am anderen Ende der Stadt und ich mich auch am Freitag wieder mit Bus, Schienenersatzverkehr und Straßenbahn herumschlagen darf, habe ich das Gefühl, ich habe mir diesen freien Tag mitten in der Woche wirklich verdient. Durch das viele Umsteigen kann ich in dieser Woche die Fahrzeiten nicht mal zum Lesen nutzen, weil der Schienenersatzverkehr für mich immer nur für zwei Stationen nutzbar ist, bevor ich wieder das Fahrzeug wechseln muss. Nun aber genug genörgelt! Bevor ich mich mit meintem Buch auf dem Sofa einrolle, hüpfe ich eben mit einem Rucksack voller Bücher zum Bücherschrank – der war gestern nämlich so leer, dass sich der Gang endlich mal wieder lohnt! 🙂

Update 11:00 Uhr

Natürlich hatten in der Zwischenzeit auch andere Leute festgestellt, dass der Bücherschrank gestern nicht so voll war und hatten etwas dagegen unternommen. Aber mit etwas umsortieren habe ich meine Bücher auch noch hineingequetscht bekommen und nun hoffe ich, dass jemand von der fünfteiligen Reihe auch alle Bände haben mag – Teil 4 einer anderen Reihe, die ich vor kurzem eingestellt hatte, steht nämlich immer noch im Schrank. Und wie so oft, wenn ein Tag mit sehr viel Freizeit vor mir liegt, habe ich mich nach meiner Heimkehr erst einmal online rumgetrieben, bevor ich dann doch mal zu „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant (Seanan McGuire) gegriffen habe. Seit dem Wochenende hängen mir immer noch diese Szenen im Kopf, die von einem Kameramann der „Atargatis“ gesendet wurden, bevor die Verbindung zum Schiff ganz abbrach. Gerade weil die Szenen relativ neutral/wissenschaftlich und nicht durch detailiertere Ausmalung Horror- oder Ekel-erzeugend beschrieben wurden, fand ich sie sehr eindrucksvoll. Außerdem ist es schon cool, dass man so früh im Buch einen kleinen Einblick in die „Meerjungfrauen“-Variante bekommt, die die Autorin hier verwendet.

Zum Frühstück habe ich aber dann aber doch lieber zum eBook gegriffen und weiter in „Fake Geek Girl“ von Tansy Rayner Roberts gelesen. Die 70seitige Geschichte ist der erste Teil der „Belladonna University“-Reihe, die sich um die Zwillinge Hebe und Holly Hallow und ihren Freundeskreis dreht. Ich hatte gehofft, ich würde vor Ende Oktober so weit kommen, dass ich heute den vierten Teil, „Halloween is Not a Verb“, lesen könnte, aber das hat nicht geklappt. So ganz sicher bin ich bei dieser Universität noch nicht, was es mit „real“ und „unreal“ (magisch und nichtmagisch) auf sich hat, aber ich mag die Charaktere und die Erzählweise und den Humor der Autorin. Vielleicht lese ich die Geschichte noch zuende, bevor ich mich um Christies Futter und die eine oder andere Kleinigkeit im Haushalt kümmern muss.

Nachtrag: Inzwischen hat sich Kiya meinem „Halloween-Lesetag“ angeschlossen! 🙂

Update 14:00 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich „Fake Geek Girl“ beendet (so viele Seiten waren es ja nicht mehr) und ich mochte die Geschichte wirklich. Sehr viel passiert auf diesen 70 Seiten nicht – eigentlich lernt man vor allem die Charaktere und ihr Verhältnis zueinander kennen. Es gibt einige Perspektivwechsel, so dass man mehr über die verschiedenen Figuren erfährt (ich mochte besonders Junipers Listen) und einige Nebenbemerkungen, die einem nach und nach eine bessere Vorstellung von der Welt bringen. Ich mochte die Zuneigung, die all diese Charaktere füreinander empfunden haben, die Haltung, mit der Hebe es hinnimmt, dass sie ständig mit ihrer berühmten Schwester Holly, die Sängerin der Band „Fake Geek Girl“ ist, verwechselt wird und das Studenten-WG-Leben mit einem Haufen nerdiger Personen. Ich freu mich auf jeden Fall, dass ich noch ein paar Geschichten mit Hebe, Holly, Sage und all den anderen vor mir habe. 🙂

Nachdem ich dann noch kurz zur Apotheke geflitzt bin, um meine Bestellung von gestern abzuholen, habe ich brav etwas Sport gemacht. Am Wochenende drücke ich mich ja immer davor, aber in der Woche versuche ich gerade wieder meine halbe Stunde am Tag auf die Reihe zu bekommen. Lustigerweise habe ich bei den aktuellen Übungen immer das Gefühl, ich würde nicht wirklich etwas tun – bis dann am nächsten Tag der Muskelkater kommt. *g* Ansonsten ging es für mich erst einmal weiter mit „Into the Drowning Deep“ (und einer schönen Tasse heißem Tee – durch den Regen fühlt es sich auch in der Wohnung gerade deutlich kühler an, vielleicht muss ich heute Nachmittag wohl doch mal die Heizung im Wohnzimmer anwerfen). Ich mag diese Mischung aus Wissenschaft (Meeresbiologie, Klimawandel, Sonartechnik usw.) und Grusel (Boote, deren Besatzung nicht mehr aufgefunden werden konnte, das Wissen, dass da in den Tiefen des Meeres unheimliche Lebewesen existieren könnten). Das man als Leser von Anfang an weiß, dass es diese Meerjungfrauen wirklich gibt, ändert nichts daran, dass die Vorstellung von dem, was die Meere noch an unbekannten Gefahren beinhalten könnten, wirklich unheimlich ist. Ich muss beim Lesen die ganzen Zeit an die Reihe von Meeresdokumentationen denken, die mein Mann und ich vor einiger Zeit gesehen haben, und wie deutlich dabei wurde, dass der Mensch so wenig über die tiefen Schichten des Meers weiß (und wie sehr die Klimaveränderungen und andere Einflüsse das Gleichgewicht der Meere zerstören).

Nachtrag: Auch Ina hat noch Zeit für eine letzte Runde Herbstlesen gefunden und ist nun mit dabei! Wie nett! 🙂

Update 17:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht weiter gelesen, sondern stattdessen eine DVD in den Player geworfen. Es ist Jahre her, seitdem ich „Zauberhafte Schwestern“ das letzte Mal gesehen habe, aber ich fand den Film immer nett. Außerdem habe ich in den letzten Jahren immer wieder an zwei Szenen gegen Ende (den Hexenkreis und die Halloween-Dach-Szene) denken müssen und fand dann vor einigen Wochen, dass das Grund genug sei, um die DVD endlich mal zu kaufen. Nebenbei habe ich dann noch zum Nähzeug gegriffen und angefangen das Schrägband, das ich in der vergangenen Woche endlich in der Stadt besorgt hatte, an mein Nachthemd zu nähen. Ich hoffe, so hält das gute Stück noch ein Weilchen. Ich weiß nicht, ob es an Halloween liegt oder einfach daran, dass meine aktuelle Nähnadel ein kleines bisschen verbogen ist, aber ein Blutopfer habe ich beim Nähen gleich auch noch gebracht. 😉 Ich brauche noch ungefähr eine halbe Stunde, bis ich damit fertig bin, aber da ich mein Nähzeug eh zur Seite legen musste, um dem Paketboten zu öffnen, wollte ich mich hier noch mal melden. Ärgerlicherweise hat mir der Bote die beiden heiß ersehnten Tassen nicht in einem Stück gebracht …

Update 19:30 Uhr

Ich muss gestehen, dass ich mich immer noch über die kaputten Tassen ärgere. Ich finde diese großen Tassen nicht vor Ort und hatte mich nun endlich durchgerungen welche online zu bestellen – vor allem, weil die nicht nur die gewünschten 600 ml Füllmenge, sondern auch die perfekte Form haben, damit man sie selbst gefüllt gut mit einer Hand nutzen kann (außerdem hatte ich welche in schön schlichtem Schwarz-Weiß gefunden). Dummerweise bringt es meiner Erfahrung nach nichts, wenn man solche Schäden reklamiert, weil Post und Absender sich nur gegenseitig die Schuld zuschieben und überhaupt ist der Wert der Sendung ja zu gering, als dass sich jemand dafür verantwortlich fühlen würde.

Um nicht länger über Tassen zu reden: Mein Nachthemd ist fertig repariert! Und ich habe in der Zwischenzeit noch eine längere Runde „Animal Crossing“ gespielt und mich wieder einmal von Jakob dazu erpressen lassen, meine Nachbarn zu erschrecken, damit sie mir Süßigkeiten gebe, die der Kürbiskopf dann bei mir einsammeln kann. 😉 Da ich so langsam wirklich Hunger bekomme, wandere ich jetzt in die Küche und koche mir etwas. Mein Mann ist heute noch nach der Arbeit in der Firma geblieben, weil er sich dort mit Kollegen zum Brettspielen treffen wollte (morgen ist in Hessen zwar kein Feiertag, aber er wird trotzdem frei haben), und da er bis jetzt noch nicht da ist, gehe ich davon aus, dass es nichts mehr mit dem geplanten Film („Die Frau in Schwarz“) heute wird. Also werde ich wohl nach dem Essen wieder zum Buch greifen und mich mit Meerjungfrauen beschäftigen können.

Update 22:00 Uhr

Heute wurde es mal wieder Zeit für eine Portion „Schweizer Käsemakkaroni“ – sehr lecker, auch wenn ich auf die angekratzten Fingerspitzen beim Käsereiben hätte verzichten können. (Irgendwie ist das heute mein Tag der kleinen Ärgernisse, fürchte ich langsam.) Danach habe ich noch etwas in „Into the Drowning Deep“ gelesen, aber da mein Mann inzwischen daheim ist, habe ich dann zu „Unmagical Boy Story“, der zweiten der Belladonna-University-Geschichten, gewechselt.

Das ist für heute auch mein letztes Update – es war wieder sehr nett den Tag mit euch gemeinsam zu verbringen. Ich habe das Herbstlesen auch in diesem Jahr sehr genossen!

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 4/Sonntag

Nach dem letzten Update gestern und einer gefühlt kleinen Kommentarrunde, bin ich dann doch wieder erst nach 23 Uhr ins Bett gefallen. (Dabei bemühe ich mich zur Zeit wirklich darum, dass ich nicht immer so spät schlafen gehe. 😉 ) So richtig weiß ich noch nicht, womit ich heute in den Tag starte. Bei „Der Besucher“ von Sarah Waters muss ich erst einmal über die Hundeszene hinwegkommen, bevor ich weiterlese. Bislang gefällt mir die Atmosphäre in der Geschichte gut genug, dass ich sie definitiv weiterlesen will, aber eben mit etwas mehr Abstand zu dieser Szene. Bei „Ghosts of Greenglass House“ von Kate Milford habe ich gestern Abend dann doch beschlossen, dass ich das Buch zurück auf den SuB packe, weil es einfach zu gut in die Vorweihnachtszeit passt. Wer weiß, vielleicht habe ich ja dann Glück und das Wetter ist frostig genug, dass ich bei mir die gleiche gemütliche „Schnee in der Luft, Tasse mit Heißer Schokolade in den Händen“-Atmosphäre schaffen kann beim Lesen. 😉

Da meine Stimmung gerade auch nicht zu „Weave a Circle Round“ von Kari Maaren passt, muss ich mir wohl für heute eine neue Lektüre suchen. Vielleicht greife ich zu einem der Sachbücher, da hängt es bei mir in der Regel weniger an der Stimmung als an der Konzentrationsfähigkeit, ob ich sie lesen mag. Oder ich beginne (sozusagen als Vorgeschmack auf meinen „halloweenigen Herbstlesetag“ am Mittwoch) mit einem der Horrorromane, die ich noch gehamstert habe. Wobei ich vermutlich besser nicht zu „Feedback“ greife, wenn ich Natira den Tag nicht verderben will. 😉

Update 12:00 Uhr

Uff, das war ein Vormittag! Seit dem Aufstehen habe ich zwei Bücher aus dem Regal gefischt, dann in Ruhe geduscht und wollte mich danach gemütlich zum Lesen auf dem Sofa einrollen, als der erste Marathon-Lärm begann. Wir hatten wegen des Marathons, der an unserer Straße vorbeiführt, ja schon Briefwahl gemacht (sehr geschickt, die beiden Termine auf den selben Tag zu legen), aber irgendwie verdrängen wir jedes Mal, wie viel Lärm so eine Sportveranstaltung mit sich bringt. Neben den kreisenden Hubschraubern von den Fernsehssendern gibt es auch noch den Vorwegwagen, der laut Musik spielt und per Durchsage auf den Beginn der Veranstaltung aufmerksam macht, und die begeisterten Menschen am Rand der Laufstrecke, die mit Trillerpfeife, Kuhglocken und Klatschen die Läufer anfeuern. Also habe ich mich erst einmal in die Küche begeben und mich um die Spülmaschine und den Abwasch gekümmert, das Essen für heute Abend (Linsen-Bolognese) vorgekocht und das Kätzchen gefüttert. Dann habe ich noch mit meiner Mutter telefoniert und jetzt sitze ich wirklich endlich mit Frühstück und Tee auf dem Sofa, werde gleich eine kleine Blogrunde drehen und danach doch noch zum Buch greifen!

Ich habe „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant und „Coward & Company“ von Richard Briers aus dem Regal gefischt. „Into the Drowning Deep“ ist – soweit ich weiß – Wissenschaftshorror mit mörderischen Meerjungfrauen und ich habe mir den Roman ein bisschen aufgehoben, weil von „Mira Grant“ (Seanan McGuire) relativ wenige finanzierbare Bücher veröffentlicht werden. „Coward & Company“ hingegen habe ich mir vor sehr, sehr vielen Jahren gekauft und dann anlässlich eines Umzugs ungelesen verstaut und erst vor ein paar Wochen wiederentdeckt. Ich hatte damals von einer Freundin eine Kassette überspielt bekommen, mit Liedern von Noël Coward und Gertrude Lawrence, die ich sehr amüsant fand. Dabei fiel mir auf, wie wenig ich über Noël Coward und sein Umfeld wusste und hoffte, dass mir dieses Buch auf unterhaltsame Weise mehr darüber erzählen wird. Ich bin gespannt, ob es wirklich so „Light-hearted“ und liebevoll geschrieben ist, wie es der Klappentext aussagt. Vor allem hoffe ich aber, dass der Lärm da draußen demnächst ein bisschen abklingt – der führende Läufer ist gerade ins Ziel eingelaufen (wie mir die tonlose Fernsehübertragung, die mein Mann gerade laufen hat), aber der größte Teil des Feldes wird ja noch einige Zeit brauchen.

Update 16:00 Uhr

Gelesen habe ich nach dem letzten Update nur andere Blogs und den einen oder anderen Tweet, der Lärm von draußen wurde zwischenzeitlich wirklich unerträglich. Mehrstimmige Kuhglocken, die eine Stunde lang durchläuten, sind wirklich nicht mein Ding! Zum Glück war damit so gegen 13:30 Uhr Schluss und da sich der Griff zum Buch dann eigentlich nicht mehr lohnte, haben wir gleich mit „Gloomhaven“ angefangen. Die heutige Runde war lustig – mein Mann hatte überraschend große Schwierigkeiten sich wieder auf seinen Tinkerer einzulassen, während ich mit meinem Brut einfach ins Getümmel gelaufen bin. Dieses Mal konnten wir unsere Gegner ziemlich ignorieren und musste nur zwei bestimmte Felder an unterschiedlichen Ecken des Gebiets erreichen. Zwischendurch lief es so schlecht, dass mein Mann schon über einen Neustart nachdachte, aber am Ende haben wir dann doch erstaunlich entspannt siegen können. Noch ein Stadtszenario und ich kann meinen Brute in Rente schicken und da es von der Story her passt, wenn wir das direkt im Anschluss machen, werde ich wohl nur noch eine Runde mit dem Charakter (am kommenden Sonntag) genießen können. Ich bin gespannt darauf, welche Figur ich damit dann freischalte. Jetzt werde ich aber erst einmal wirklich zum Buch greifen – auch wenn es vorher wieder einen Blogrunde gibt.

Update 19:45 Uhr:

Irgendwann bin ich dann doch mal zum Lesen gekommen und habe den ersten Abschnitt („Don’t Put Your Daughter on the Stage, Mrs. Worthington“)  in „Coward & Company“ gelesen und mich dabei gut amüsiert. Zwar kann ich einen Großteil der erwähnten Schauspieler und Schauspielerinnen nicht zuordnen, aber der Abriss über Noël Cowards Karriere war interessant und einige der Anekdoten konnte ich wirklich genießen – zum Beispiel die Geschichte über Laurence Olivier, der wohl zu Beginn seiner Karriere vor lauter Nervosität zu heftigen Kicheranfällen neigte, was ihn auch schon mal eine Rolle kostete. Einige dieser Geschichten sind selbst für Theaterlegenden so absurd, dass ich sie mich schon frage, wie es der Autor fertig gebracht hat, sie in seinem Buch unterzubringen. Auf der anderen Seite macht diese Unglaubwürdigkeit diese Legenden nicht weniger amüsant zu lesen, also wird das wohl der Grund für ihr Auftauchen in diesem Titel gewesen sein. 😉

Auch „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant hat mich auf den ersten Seiten gut unterhalten (und ich gehe davon aus, dass das weiterhin der Fall sein wird). Ein bisschen ärgert es mich ja, dass ich wohl nie „Rolling in the Deep“ lesen werde – das erste Buch, das in dieser Welt spielt und in dem die Vorgeschichte von „Into the Drowning Deep“ erzählt wird. Aber da der Titel in einer ziemlich teuren Sammlerausgabe erschienen ist und das eBook nicht in Deutschland erhältlich ist, lässt sich das nicht ändern. (Ich muss trotzdem ein bisschen darüber grummeln, weil mich all diese überteuerten Supterranean-Ausgaben unfassbar ärgern.) „Into the Drowning Depp“ beginnt mit Berichten, die von der Entstehung des Imagine Networks erzählen, dass sich auf Dokumentationen spezialisiert hat, die mythischen Wesen nachspüren und in der Regel nur Beweisen, dass es keine greifbaren Belege für die Existenz dieser Kreaturen zurückkomme. Bis zu dem Tag, an dem sich das Boot „Atargatis“ aufmachte, um die Legende von Meerjungfrauen zu überprüfen. Sechs Wochen, nachdem die „Atargatis“ vom Radar verschwand, wurde das Schiff gefunden – ohne ein Leichen oder sonst eine Spur der Besatzung … „Into the Drowning Deep“ setzt sieben Jahre später ein und dreht sich um ein Team, das die Vorgänge rund um die „Atargatis“ untersuchen soll. Ich mochte den Anfang schon mal sehr gern, ein bisschen erinnert er mich an „Feed“ mit all den unterschiedlichen Berichten und Textauszügen, die einem eine Vorstellung von den früheren Ereignissen bringen sollen, und ich bin neugierig auf die verschiedenen Personen, die ich noch (besser) kennenlernen werden. 🙂 Aber bevor ich weiterlese, gibt es erst einmal eine kleine Blogrunde und das Abendessen, das mein Mann gerade fertig macht.

Update 22:00 Uhr

Auch wenn ich selber gekocht habe, muss ich sagen, dass das Abendessen ganz schön lecker war. 😉 Zum Essen gab es eine weitere Folge „Hilda“ (ich mag den Lindwurm!) und danach habe ich meine Blogrunde beendet, „Animal Crossing“ gespielt und noch ein paar Kommentare beantwortet. Da es auch bei uns langsam kühl wird, hätte ich auch im realen Leben nichts gegen ein hübsches Holzfeuerchen. Mein Mann schaut jetzt „Godzilla – Attack All Monsters“, während ich wieder zum Buch greife. Der japanische Ton wird mich hoffentlich nicht so sehr ablenken, dass ich nicht lesen kann.

Da ich nicht davon ausgehe, dass sich viele/jemand mir am Mittwoch zum Halloween-Herbstlesen anschließen wird. verabschiede ich mich schon mal von euch für dieses Herbstlesen-Jahr. Es war schön zu sehen, wie viele von euch sich Zeit für das gemeinsame Lesen genommen haben, und spannend mitzuverfolgen, was ihr alle so zur Entspannung und Erholung an den Wochenenden gemacht habt. Ich habe mich sehr darüber gefreut!

Für mich gibt es am Mittwoch – wie gesagt – noch einen Halloween-Lesetag und bevor die Sehnsucht nach einem Lesetag in den kommenden Wochen zu groß werden kann, steht auch schon wieder der 18. November an, der als dritter Sonntag im Monat ebenfalls wieder ein Lesetag sein wird. Egal, ob ihr an einem der Lesetage teilnehmt oder nicht: Passt gut auf euch auf und gönnt euch ab und an eine erholsame Auszeit! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Sayuri
Kiya
Natira
Neyasha
Anette
Ina
JED

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 4/Samstag

Ich weiß immer noch nicht, wie aus meinem „geruhsamen Oktober“ ein Monat voller Termine werden konnte, aber immerhin habe ich ja meine freien Wochenenden zum Entspannen. In den letzten Tagen habe ich „Urban Enemies“ beendet und sowohl „Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata, als auch „Schrei unter Wasser“ von Jeanette Øbro und Ole Tornbjerg gelesen – die letzten beiden Titel hatte ich aus der Bibliothek ausgeliehen und in der Bahn bzw. in Wartezimmern gelesen. Da die Bauarbeiten an der Straßenbahn-Weiche in der kommenden Woche fertig sein sollten, werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen nicht ganz so viel Zeit finden, um in der Bahn meine Bibliotheksbücher zu lesen, auch wenn ich wieder viel unterwegs sein werde. 😉

Weiterhin liegt „Der Besucher“ von Sarah Waters auf dem Tisch, ebenso wie „Weave the Circle Round“ von Kari Maaren und „Ghosts of Greenglass House“ von Kate Milford – auf alle drei Titel habe ich Lust, bei allen drei Büchern habe ich die ersten Seiten angelesen, aber so richtig kann ich mich nicht für einen Roman entscheiden und weiter parallellesen wollte ich in den nächsten Tagen eigentlich auch nicht. Mal gucken, ob mich gleich eine der Geschichten anspringt oder ob ich noch ein weiteres Buch aus dem SuB ziehe. Immerhin sollte das Wetter heute perfekt für einen Lesentag werden, denn da draußen ist es aktuell grau, (relativ) kalt und wunderbar ungemütlich. Ganz eventuell werden ich am Nachmittag sogar mal die Heizung anwerfen, weil es sonst im Durchgangszimmer zu kühl für unsere Brettspielrunde sein könnte. 😀

Update 10:45 Uhr

Erst einmal habe ich heute zu „Der Besucher“ gegriffen. Ich mag die Erzählweise und den Doktor, weiß aber noch nicht so recht, was ich von den anderen Personen zu halten habe, denen ich bislang begegnet bin. Ein bisschen habe ich mich beim Frühstück (endlich mal wieder Karamell-Brioche 🙂 ) auch vom Internet ablenken lassen und ich bin gespannt, wie gleich die Geräuschkulisse von „SRI und die unheimlichen Fälle“ – heute schaut mein Mann die Folge „Der Kopf, der einen Spaziergang machte“ – zu „Der Besucher“ passt. So ganz bin ich von der Kompatibilität noch nicht überzeugt. *g*

Update 14:00 Uhr

Dank der Geräuschkulisse (nach der Folge SRI hat mein Mann entdeckt, dass es die Serie „Shaka Zulu“ auf Netflix gibt und musste unbedingt herausfinden, ob die gut gealtert ist, was dann dazu führte, dass er mir lang und breit erzählte, dass er den ganzen britischen Kolonialkram überhaupt nicht mehr in Erinnerung hatte) hatte ich mich nach dem letzten Update dann doch vor allem auf den Feedreader konzentriert. Den hatte ich die ganze Woche über nicht geöffnet und so hatten sich einige Blogbeiträge angesammelt, die ich jetzt aber gelesen und zum Teil kommentiert habe. Ein bisschen Zeit konnte ich danach noch für „Der Besucher“ aufbringen, wobei ich zugeben muss, dass ein Teil meines Gehirns bei all den Beschreibungen des verfallenen Herrenhaus britische Renovierungssendungen abspielt, was ein kleines Bisschen irritierend ist beim Lesen. 😉 Bevor ich wieder zum Buch greife, gibt es jetzt aber erst einmal eine Brettspielrunde mit „Bargain Quest“. Es ist schon wieder eine Weile her, dass wir das Spiel gespielt haben und zuletzt waren wir dabei zu dritt, so dass wir gleich erst einmal herausfinden müssen, wie das noch mit den Zwei-Spieler-Regeln war. *g*

Update 16:15 Uhr

„Bargain Quest“ war lustig, auch wenn ich (mal wieder) gegen meinen Mann verloren habe. Irgendwie hatte ich kein Glück mit meinen Kunden und so landeten immer die Helden in meinem Geschäft, die kein Geld für ihre Ausrüstung ausgeben konnten oder für die ich nicht die passende Ausrüstung auf Lager hatte. Kein Wunder, dass die arme Abenteurer einen schlechten Stand gegen den Garbage Troll, die Wicked Witch und den Demon Prince hatten. Wobei ich sagen muss, dass mein Geschäft sich am Ende eine schöne Reputation erarbeitet hatte, nur war der Ruf meines Konkurrenten leider noch besser. 😉

Bevor ich wieder zum Buch greife, gibt es jetzt erst einmal Kuchen und eine Folge „Hilda“. Ich finde die Serie so knuffig, dass wir uns die Folgen momentan regelrecht fürs Wochenende aufsparen. *g*

Update 19:00 Uhr

Seit dem letzten Update und nach dem Schauen von „Hilde“, habe ich weiter in „Der Besucher“ gelesen und habe nun eine Szene (mit dem Hund) miterlebt, die mir schwer im Magen liegt. Ich habe zwar schon eine (und hoffentlich die schlimmste) Folge dieses Moments hinter mich gebracht, mag aber jetzt erst einmal nicht wieder zur Geschichte greifen. Unheimliche Elemente sind okay, aber solche Handlungsentwicklungen – gerade wenn Tiere involviert sind, sind für mich wirklich schwierig zu lesen. Ansonsten mag ich die ambivalente Haltung des Erzählers zur Familie Ayres und die Melancholie, die bislang über der gesamten Geschichte liegt. Zur Ablenkung habe ich dann zu „Animal Crossing“ gegriffen und mein Dorf gepflegt, und wenn mein Mann gleich mit dem Kartoffelschälen fertig ist, werde ich in die Küche wandern und das Abendessen fertigstellen. Christie ist schon beleidigt weggewandert, nachdem ich es wagte den Laptop zu ihr auf die Decke zu stelen. *g*

Update 21:45 Uhr

Zum Abendessen gab es Kartoffelbrei mit „Gemüseküchlein“ – die Kartoffeln waren nicht ideal für Kartoffelbrei und die Küchlein wollten nicht so wirklich zusammenhalten, aber beides war trotzdem sehr lecker. Außerdem gab es zum Essen eine Folge von „Somebody Feed Phil“ (Kopenhagen) und weil die Sendung länger war, als wir zum Essen brauchten, habe ich noch mein Strickzeug rausgekramt. Inzwischen bin ich beim letzten Drittel des Schals und ich frage mich wirklich, ob es je wieder kalt genug wird, damit ich den Schal auch tragen kann. Christie war in der Zwischenzeit gut damit beschäftigt mein Wollknäuel im Auge zu behalten, damit es nicht einfach aus der Schale hüpft und flüchtet oder sie gar angreift. 😉 Außerdem habe ich noch ein paar Seiten in „Ghosts of Greenglass House“ gelesen – ich mag die Geschichte jetzt schon so gern wie den Vorgänger, aber bei all den Beschreibungen von Frost und Vorweihnachtsstimmung habe ich das Gefühl, ich sollte das Buch doch noch für ein paar Wochen auf den SuB zurücklegen. Ich schau morgen mal, ob ich das wirklich mache oder ob ich doch weiter in dem Roman lese, weil die Atmosphäre so wunderbar behaglich ist. Jetzt aber wird es so langsam Zeit für mich an mein Bettchen zu denken, vorher drehe ich aber noch eine Blogrunde und schaue, wie es den anderen heute Abend so ergangen ist. Es war wieder schön mit euch und ich freu mich schon auf morgen! 🙂

***

Nachdem ich den Eintrag gerade erst im Feedreader gefunden habe, verlinke ich hier noch JEDs Rückblick auf das vergangenen Herbstlesen-Wochenende.

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Kiya
Neyasha
Anette
Sayuri

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 3/Sonntag

Da heute nicht nur der dritte Sonntag im Monat ist, sondern auch das Herbstlesen stattfindet, ist es vermutlich wenig überraschend, dass ich auch den heutigen Tag so gemütlich wie möglich verbringen und darüber bloggen will. 😉 Gestern Abend habe ich noch „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill ausgelesen und mochte das Buch auf seine Weise genauso wie „The Girl Who Drank the Moon“. Die Sprache ist stellenweise ebenso poetisch, es gibt immer wieder überraschende Wendungen und Verwendungen von „klassischen“ Fantasy- oder Märchenelementen und die Charaktere sind wunderbar. Aber „The Witch’s Boy“ ist schon eine ganz eigene Geschichte, klarer und in manchen Aspekten minimalistischer erzählt als „The Girl …“ und obwohl die Autorin viele Elemente einsetzt, die mir schon an dem anderen Roman gefallen haben, kann man die Geschichten eigentlich nicht miteinander vergleichen.

Und während ich mich sonst gern schon beim Schreiben des morgendlichen „Herbstlesen“-Beitrags vom Internet ablenken lasse, habe ich heute morgen nur einen kurzen Blick in „Urban Enemies“ werfen wollen und so mal eben nebenbei die Geschichte „Unexpected Choices“ von Diana Pharaoh Francis gelesen. Dabei kam es mir allerdings zugute, dass diese Kurzgeschichte in der Welt der Hornblade Witches spielt und ich diese Reihe kenne (auch wenn es ungefähr fünf Jahre her ist, seitdem ich die Bücher gelesen habe), was bedeutet, dass ich die Charaktere schon kannte und mich ganz auf die Handlung rund um einen viel zu hochmütigen Engel und eine skrupellose Hexe konzentrieren konnte. Obwohl ich einige Elemente, die sie in ihren Büchern verwendet, kritisch sehe, fühle ich mich von der Autorin eigentlich immer gut unterhalten und so war es auch hier wieder.

Ich habe noch keine Ahnung, womit ich den Vormittag verbringen werde, aber heute Nachmittag gibt es auf jeden Fall wieder eine „Gloomhaven“-Runde mit meinem Mann. Bis dahin schau ich mal, ob mich ein Buch packen kann oder ob ich doch endlich mal meinen Feedreader in Angriff nehme. 😉

Update 12:00 Uhr

Den Vormittag habe ich wirklich mit dem Feedreader, Bloglesen und Kommentarschreiben verbracht, während ich meine neue CD hörte – nicht nur, weil ich die sehr mag, sondern auch um den telefonierenden Nachbarn zu übertönen. Außerdem habe ich zwischendurch meinen Mann nach Hauptstädten von US-Bundesstaaten gefragt. Gemeinerweise ist er so viel besser beim Lernen als ich (er hatte heute morgen nur noch fünf Städte, die ihm nicht eingefallen sind). Und Christie wurde auch schon beschmust, bespaßt und gefüttert. Für mich ist es so langsam Zeit zum Frühstücken, obwohl mir seit dem Eis gestern (genaugenommen seit den insgesamt vier Löffeln mit viel zu hohem Salzanteil) etwas übel ist, habe ich so große Lust auf Heiße Schokolade, dass ich mir welche gemacht habe. Mal schauen, wie gut ich die vertrage. *g*

Mein Mann schaut nun einen Godzilla-Film („Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer“) und je nachdem, ob ich mich bei der Geräuschkulisse auf ein Buch konzentrieren kann oder nicht, werde ich gleich entweder die ersten Seiten von „Weave a Circle Round“ von Kari Maaren lesen oder zum Strickzeug greifen.

Update 17:00 Uhr

Natürlich habe ich nach dem letzten Update weder gelesen, noch zum Strickzeug gegriffen, stattdessen bin ich gemütlich eingeschlafen, während auf dem Fernseher Segelboote, unbekannte Inseln, ein Safeknacker und ein tanzender Godzilla zu sehen war – ein sehr seltsamer Film! *g* Meine Heiße Schokolade habe ich übrigens gut vertragen und inzwischen frage ich mich, ob die leichte Übelkeit plus Müdigkeit vielleicht auch eine Nebenwirkung meiner am Freitag bekommenen Grippeimpfung sein könnten. Das war meine erste Grippeimpfung und da ich am Freitag so viel um die Ohren hatte, hatte ich die schon wieder ganz vergessen. Was auch immer es ist, ich fühle mich nicht schlecht, sondern einfach nur so ein bisschen kuddelig und hätte nichts gegen ein paar weiter Stunden Schlaf. 😉

Mein Mann hat mich dann geweckt, als es Zeit für „Gloomhaven“ wurde und dieses Mal haben wir eine etwas seltsame Brettspielrunde damit verbracht. Vor dem eigentlichen Szenario hatten wir sehr viel Glück und haben auf dem Weg zu unserem Zielort nicht nur überraschend Geld verdient (weil wir einen Job als Wächter für die Lieferung eines Händlers angenommen haben), sondern auch bei einer Begegnung auf der Straße einen neuen Ort für weitere Abenteuer entdeckt. Dann haben wir uns auf ein gesunkenes Schiff gestürzt, von dessen Existenz wir vor einiger Zeit erfahren hatten, und durften uns mit allerlei Monstern rumschlagen. Das Ganze lief so gut, dass mein Mindthief so richtig, richtig viel Erfahrung gesammelt hat, während der Sunkeeper meines Mannes ein wertvolles Item in einer Schatztruhe fand. Etwas schade war es, dass wir so viel Geld liegenlassen mussten, weil unsere Züge etwas knapp wurden. Diese Sidequest werden wir wohl irgendwann noch einmal machen müssen. 😉

Jetzt werde ich erst einmal schauen, wie es den anderen den Nachmittag über so ergangen ist, und dann sehe ich weiter …

Update 21:45 Uhr

Als ich gerade den Beitrag öffnete, um ein letztes Update für heute zu schreiben, habe ich mich doch prompt gefragt, was ich eigentlich in den letzten Stunden gemacht habe. Nur gut, dass mich heute die Kamera ständig begleitet hat … 😉 Nach einer kleinen Onlinerunde haben wir Animal Crossing gespielt, während gleichzeitig eine Folge „Wer weiß denn sowas?“ lief. Mein Mann sammelt im Laufe der Woche immer Quizsendungen, die er mag, um sie dann laufen zu lassen, wenn er Lust darauf hat. Danach habe ich ein Geburtstagsgeschenk eingepackt, damit es morgen auf den Weg gehen kann. Der Geburtstag ist zwar erst in einer Woche, aber da mein Mann morgen sowieso zur Post gehen muss (um eine Lieferung für mich abzuholen :D), kann er das dann gleich mitnehmen.

Beim Kochen des Abendessens gab es gleich zwei ärgerliche Dinge. Einmal waren das vor zwei Tagen gekaufte Gemüse schimmelig, was bedeutete, dass ich auf unser „Notfallessen“ Nudelauflauf umschwenken musste, und dann ist meine (Käse)Reibe zerbrochen. Ich glaube, jeder hat dieses eine alte Küchengerät, das er fast jeden Tag verwendet, und bei mir war das diese Reibe. Ich schaue schon seit Jahren nach einem Ersatz, weil das Teil wirklich alt war und der Kunststoff bei jeder Benutzung deutlich ächzte, aber bislang habe ich einfach kein Gerät gefunden, das so praktisch und effektiv ist … *grummel* Zum Abendessen gab es noch eine Folge „Hilda“ (Netflix) und das war es für heute eigentlich auch schon. Ich drehe gleich noch eine Blogrunde und dann werde ich bis zum baldigen Schlafgehen wohl nichts mehr auf die Reihe bekommen. Auch wenn ich heute etwas matt war, war es wieder schön mit euch den Tag zu verbringen! Habt einen schönen Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja am kommenden Wochenende wieder. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Anette