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Herbstlesen im Oktober 2018 – Halloween-Lesetag

Auch wenn die Oktober-Wochenenden vorbei sind, gönne ich mir noch einen „Herbstlesen-Nachschlag“ am heutigen Tag. Selbst wenn meine Buch-(und Film-)Auswahl nicht perfekt zu Halloween passt, habe ich mir immerhin ein paar Sachen vorgenommen, die entweder in den Bereich „Horror“ gehören oder zumindest zu einem kleinen Teil „halloweenhafte“ Szenen beinhalten. 😉 Da mein Mann schon zur Arbeit gegangen ist, gibt es tagsüber keinerlei Ablenkungen, und ich habe Montag und Dienstag genügend Kram erledigt bekommen, dass ich mir heute wirklich viel Freizeit gönnen kann. Und ganz ehrlich, nachdem ich gestern wieder vier Stunden unterwegs war für einen 10-Minuten-Termin am anderen Ende der Stadt und ich mich auch am Freitag wieder mit Bus, Schienenersatzverkehr und Straßenbahn herumschlagen darf, habe ich das Gefühl, ich habe mir diesen freien Tag mitten in der Woche wirklich verdient. Durch das viele Umsteigen kann ich in dieser Woche die Fahrzeiten nicht mal zum Lesen nutzen, weil der Schienenersatzverkehr für mich immer nur für zwei Stationen nutzbar ist, bevor ich wieder das Fahrzeug wechseln muss. Nun aber genug genörgelt! Bevor ich mich mit meintem Buch auf dem Sofa einrolle, hüpfe ich eben mit einem Rucksack voller Bücher zum Bücherschrank – der war gestern nämlich so leer, dass sich der Gang endlich mal wieder lohnt! 🙂

Update 11:00 Uhr

Natürlich hatten in der Zwischenzeit auch andere Leute festgestellt, dass der Bücherschrank gestern nicht so voll war und hatten etwas dagegen unternommen. Aber mit etwas umsortieren habe ich meine Bücher auch noch hineingequetscht bekommen und nun hoffe ich, dass jemand von der fünfteiligen Reihe auch alle Bände haben mag – Teil 4 einer anderen Reihe, die ich vor kurzem eingestellt hatte, steht nämlich immer noch im Schrank. Und wie so oft, wenn ein Tag mit sehr viel Freizeit vor mir liegt, habe ich mich nach meiner Heimkehr erst einmal online rumgetrieben, bevor ich dann doch mal zu „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant (Seanan McGuire) gegriffen habe. Seit dem Wochenende hängen mir immer noch diese Szenen im Kopf, die von einem Kameramann der „Atargatis“ gesendet wurden, bevor die Verbindung zum Schiff ganz abbrach. Gerade weil die Szenen relativ neutral/wissenschaftlich und nicht durch detailiertere Ausmalung Horror- oder Ekel-erzeugend beschrieben wurden, fand ich sie sehr eindrucksvoll. Außerdem ist es schon cool, dass man so früh im Buch einen kleinen Einblick in die „Meerjungfrauen“-Variante bekommt, die die Autorin hier verwendet.

Zum Frühstück habe ich aber dann aber doch lieber zum eBook gegriffen und weiter in „Fake Geek Girl“ von Tansy Rayner Roberts gelesen. Die 70seitige Geschichte ist der erste Teil der „Belladonna University“-Reihe, die sich um die Zwillinge Hebe und Holly Hallow und ihren Freundeskreis dreht. Ich hatte gehofft, ich würde vor Ende Oktober so weit kommen, dass ich heute den vierten Teil, „Halloween is Not a Verb“, lesen könnte, aber das hat nicht geklappt. So ganz sicher bin ich bei dieser Universität noch nicht, was es mit „real“ und „unreal“ (magisch und nichtmagisch) auf sich hat, aber ich mag die Charaktere und die Erzählweise und den Humor der Autorin. Vielleicht lese ich die Geschichte noch zuende, bevor ich mich um Christies Futter und die eine oder andere Kleinigkeit im Haushalt kümmern muss.

Nachtrag: Inzwischen hat sich Kiya meinem „Halloween-Lesetag“ angeschlossen! 🙂

Update 14:00 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich „Fake Geek Girl“ beendet (so viele Seiten waren es ja nicht mehr) und ich mochte die Geschichte wirklich. Sehr viel passiert auf diesen 70 Seiten nicht – eigentlich lernt man vor allem die Charaktere und ihr Verhältnis zueinander kennen. Es gibt einige Perspektivwechsel, so dass man mehr über die verschiedenen Figuren erfährt (ich mochte besonders Junipers Listen) und einige Nebenbemerkungen, die einem nach und nach eine bessere Vorstellung von der Welt bringen. Ich mochte die Zuneigung, die all diese Charaktere füreinander empfunden haben, die Haltung, mit der Hebe es hinnimmt, dass sie ständig mit ihrer berühmten Schwester Holly, die Sängerin der Band „Fake Geek Girl“ ist, verwechselt wird und das Studenten-WG-Leben mit einem Haufen nerdiger Personen. Ich freu mich auf jeden Fall, dass ich noch ein paar Geschichten mit Hebe, Holly, Sage und all den anderen vor mir habe. 🙂

Nachdem ich dann noch kurz zur Apotheke geflitzt bin, um meine Bestellung von gestern abzuholen, habe ich brav etwas Sport gemacht. Am Wochenende drücke ich mich ja immer davor, aber in der Woche versuche ich gerade wieder meine halbe Stunde am Tag auf die Reihe zu bekommen. Lustigerweise habe ich bei den aktuellen Übungen immer das Gefühl, ich würde nicht wirklich etwas tun – bis dann am nächsten Tag der Muskelkater kommt. *g* Ansonsten ging es für mich erst einmal weiter mit „Into the Drowning Deep“ (und einer schönen Tasse heißem Tee – durch den Regen fühlt es sich auch in der Wohnung gerade deutlich kühler an, vielleicht muss ich heute Nachmittag wohl doch mal die Heizung im Wohnzimmer anwerfen). Ich mag diese Mischung aus Wissenschaft (Meeresbiologie, Klimawandel, Sonartechnik usw.) und Grusel (Boote, deren Besatzung nicht mehr aufgefunden werden konnte, das Wissen, dass da in den Tiefen des Meeres unheimliche Lebewesen existieren könnten). Das man als Leser von Anfang an weiß, dass es diese Meerjungfrauen wirklich gibt, ändert nichts daran, dass die Vorstellung von dem, was die Meere noch an unbekannten Gefahren beinhalten könnten, wirklich unheimlich ist. Ich muss beim Lesen die ganzen Zeit an die Reihe von Meeresdokumentationen denken, die mein Mann und ich vor einiger Zeit gesehen haben, und wie deutlich dabei wurde, dass der Mensch so wenig über die tiefen Schichten des Meers weiß (und wie sehr die Klimaveränderungen und andere Einflüsse das Gleichgewicht der Meere zerstören).

Nachtrag: Auch Ina hat noch Zeit für eine letzte Runde Herbstlesen gefunden und ist nun mit dabei! Wie nett! 🙂

Update 17:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht weiter gelesen, sondern stattdessen eine DVD in den Player geworfen. Es ist Jahre her, seitdem ich „Zauberhafte Schwestern“ das letzte Mal gesehen habe, aber ich fand den Film immer nett. Außerdem habe ich in den letzten Jahren immer wieder an zwei Szenen gegen Ende (den Hexenkreis und die Halloween-Dach-Szene) denken müssen und fand dann vor einigen Wochen, dass das Grund genug sei, um die DVD endlich mal zu kaufen. Nebenbei habe ich dann noch zum Nähzeug gegriffen und angefangen das Schrägband, das ich in der vergangenen Woche endlich in der Stadt besorgt hatte, an mein Nachthemd zu nähen. Ich hoffe, so hält das gute Stück noch ein Weilchen. Ich weiß nicht, ob es an Halloween liegt oder einfach daran, dass meine aktuelle Nähnadel ein kleines bisschen verbogen ist, aber ein Blutopfer habe ich beim Nähen gleich auch noch gebracht. 😉 Ich brauche noch ungefähr eine halbe Stunde, bis ich damit fertig bin, aber da ich mein Nähzeug eh zur Seite legen musste, um dem Paketboten zu öffnen, wollte ich mich hier noch mal melden. Ärgerlicherweise hat mir der Bote die beiden heiß ersehnten Tassen nicht in einem Stück gebracht …

Update 19:30 Uhr

Ich muss gestehen, dass ich mich immer noch über die kaputten Tassen ärgere. Ich finde diese großen Tassen nicht vor Ort und hatte mich nun endlich durchgerungen welche online zu bestellen – vor allem, weil die nicht nur die gewünschten 600 ml Füllmenge, sondern auch die perfekte Form haben, damit man sie selbst gefüllt gut mit einer Hand nutzen kann (außerdem hatte ich welche in schön schlichtem Schwarz-Weiß gefunden). Dummerweise bringt es meiner Erfahrung nach nichts, wenn man solche Schäden reklamiert, weil Post und Absender sich nur gegenseitig die Schuld zuschieben und überhaupt ist der Wert der Sendung ja zu gering, als dass sich jemand dafür verantwortlich fühlen würde.

Um nicht länger über Tassen zu reden: Mein Nachthemd ist fertig repariert! Und ich habe in der Zwischenzeit noch eine längere Runde „Animal Crossing“ gespielt und mich wieder einmal von Jakob dazu erpressen lassen, meine Nachbarn zu erschrecken, damit sie mir Süßigkeiten gebe, die der Kürbiskopf dann bei mir einsammeln kann. 😉 Da ich so langsam wirklich Hunger bekomme, wandere ich jetzt in die Küche und koche mir etwas. Mein Mann ist heute noch nach der Arbeit in der Firma geblieben, weil er sich dort mit Kollegen zum Brettspielen treffen wollte (morgen ist in Hessen zwar kein Feiertag, aber er wird trotzdem frei haben), und da er bis jetzt noch nicht da ist, gehe ich davon aus, dass es nichts mehr mit dem geplanten Film („Die Frau in Schwarz“) heute wird. Also werde ich wohl nach dem Essen wieder zum Buch greifen und mich mit Meerjungfrauen beschäftigen können.

Update 22:00 Uhr

Heute wurde es mal wieder Zeit für eine Portion „Schweizer Käsemakkaroni“ – sehr lecker, auch wenn ich auf die angekratzten Fingerspitzen beim Käsereiben hätte verzichten können. (Irgendwie ist das heute mein Tag der kleinen Ärgernisse, fürchte ich langsam.) Danach habe ich noch etwas in „Into the Drowning Deep“ gelesen, aber da mein Mann inzwischen daheim ist, habe ich dann zu „Unmagical Boy Story“, der zweiten der Belladonna-University-Geschichten, gewechselt.

Das ist für heute auch mein letztes Update – es war wieder sehr nett den Tag mit euch gemeinsam zu verbringen. Ich habe das Herbstlesen auch in diesem Jahr sehr genossen!

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 4/Sonntag

Nach dem letzten Update gestern und einer gefühlt kleinen Kommentarrunde, bin ich dann doch wieder erst nach 23 Uhr ins Bett gefallen. (Dabei bemühe ich mich zur Zeit wirklich darum, dass ich nicht immer so spät schlafen gehe. 😉 ) So richtig weiß ich noch nicht, womit ich heute in den Tag starte. Bei „Der Besucher“ von Sarah Waters muss ich erst einmal über die Hundeszene hinwegkommen, bevor ich weiterlese. Bislang gefällt mir die Atmosphäre in der Geschichte gut genug, dass ich sie definitiv weiterlesen will, aber eben mit etwas mehr Abstand zu dieser Szene. Bei „Ghosts of Greenglass House“ von Kate Milford habe ich gestern Abend dann doch beschlossen, dass ich das Buch zurück auf den SuB packe, weil es einfach zu gut in die Vorweihnachtszeit passt. Wer weiß, vielleicht habe ich ja dann Glück und das Wetter ist frostig genug, dass ich bei mir die gleiche gemütliche „Schnee in der Luft, Tasse mit Heißer Schokolade in den Händen“-Atmosphäre schaffen kann beim Lesen. 😉

Da meine Stimmung gerade auch nicht zu „Weave a Circle Round“ von Kari Maaren passt, muss ich mir wohl für heute eine neue Lektüre suchen. Vielleicht greife ich zu einem der Sachbücher, da hängt es bei mir in der Regel weniger an der Stimmung als an der Konzentrationsfähigkeit, ob ich sie lesen mag. Oder ich beginne (sozusagen als Vorgeschmack auf meinen „halloweenigen Herbstlesetag“ am Mittwoch) mit einem der Horrorromane, die ich noch gehamstert habe. Wobei ich vermutlich besser nicht zu „Feedback“ greife, wenn ich Natira den Tag nicht verderben will. 😉

Update 12:00 Uhr

Uff, das war ein Vormittag! Seit dem Aufstehen habe ich zwei Bücher aus dem Regal gefischt, dann in Ruhe geduscht und wollte mich danach gemütlich zum Lesen auf dem Sofa einrollen, als der erste Marathon-Lärm begann. Wir hatten wegen des Marathons, der an unserer Straße vorbeiführt, ja schon Briefwahl gemacht (sehr geschickt, die beiden Termine auf den selben Tag zu legen), aber irgendwie verdrängen wir jedes Mal, wie viel Lärm so eine Sportveranstaltung mit sich bringt. Neben den kreisenden Hubschraubern von den Fernsehssendern gibt es auch noch den Vorwegwagen, der laut Musik spielt und per Durchsage auf den Beginn der Veranstaltung aufmerksam macht, und die begeisterten Menschen am Rand der Laufstrecke, die mit Trillerpfeife, Kuhglocken und Klatschen die Läufer anfeuern. Also habe ich mich erst einmal in die Küche begeben und mich um die Spülmaschine und den Abwasch gekümmert, das Essen für heute Abend (Linsen-Bolognese) vorgekocht und das Kätzchen gefüttert. Dann habe ich noch mit meiner Mutter telefoniert und jetzt sitze ich wirklich endlich mit Frühstück und Tee auf dem Sofa, werde gleich eine kleine Blogrunde drehen und danach doch noch zum Buch greifen!

Ich habe „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant und „Coward & Company“ von Richard Briers aus dem Regal gefischt. „Into the Drowning Deep“ ist – soweit ich weiß – Wissenschaftshorror mit mörderischen Meerjungfrauen und ich habe mir den Roman ein bisschen aufgehoben, weil von „Mira Grant“ (Seanan McGuire) relativ wenige finanzierbare Bücher veröffentlicht werden. „Coward & Company“ hingegen habe ich mir vor sehr, sehr vielen Jahren gekauft und dann anlässlich eines Umzugs ungelesen verstaut und erst vor ein paar Wochen wiederentdeckt. Ich hatte damals von einer Freundin eine Kassette überspielt bekommen, mit Liedern von Noël Coward und Gertrude Lawrence, die ich sehr amüsant fand. Dabei fiel mir auf, wie wenig ich über Noël Coward und sein Umfeld wusste und hoffte, dass mir dieses Buch auf unterhaltsame Weise mehr darüber erzählen wird. Ich bin gespannt, ob es wirklich so „Light-hearted“ und liebevoll geschrieben ist, wie es der Klappentext aussagt. Vor allem hoffe ich aber, dass der Lärm da draußen demnächst ein bisschen abklingt – der führende Läufer ist gerade ins Ziel eingelaufen (wie mir die tonlose Fernsehübertragung, die mein Mann gerade laufen hat), aber der größte Teil des Feldes wird ja noch einige Zeit brauchen.

Update 16:00 Uhr

Gelesen habe ich nach dem letzten Update nur andere Blogs und den einen oder anderen Tweet, der Lärm von draußen wurde zwischenzeitlich wirklich unerträglich. Mehrstimmige Kuhglocken, die eine Stunde lang durchläuten, sind wirklich nicht mein Ding! Zum Glück war damit so gegen 13:30 Uhr Schluss und da sich der Griff zum Buch dann eigentlich nicht mehr lohnte, haben wir gleich mit „Gloomhaven“ angefangen. Die heutige Runde war lustig – mein Mann hatte überraschend große Schwierigkeiten sich wieder auf seinen Tinkerer einzulassen, während ich mit meinem Brut einfach ins Getümmel gelaufen bin. Dieses Mal konnten wir unsere Gegner ziemlich ignorieren und musste nur zwei bestimmte Felder an unterschiedlichen Ecken des Gebiets erreichen. Zwischendurch lief es so schlecht, dass mein Mann schon über einen Neustart nachdachte, aber am Ende haben wir dann doch erstaunlich entspannt siegen können. Noch ein Stadtszenario und ich kann meinen Brute in Rente schicken und da es von der Story her passt, wenn wir das direkt im Anschluss machen, werde ich wohl nur noch eine Runde mit dem Charakter (am kommenden Sonntag) genießen können. Ich bin gespannt darauf, welche Figur ich damit dann freischalte. Jetzt werde ich aber erst einmal wirklich zum Buch greifen – auch wenn es vorher wieder einen Blogrunde gibt.

Update 19:45 Uhr:

Irgendwann bin ich dann doch mal zum Lesen gekommen und habe den ersten Abschnitt („Don’t Put Your Daughter on the Stage, Mrs. Worthington“)  in „Coward & Company“ gelesen und mich dabei gut amüsiert. Zwar kann ich einen Großteil der erwähnten Schauspieler und Schauspielerinnen nicht zuordnen, aber der Abriss über Noël Cowards Karriere war interessant und einige der Anekdoten konnte ich wirklich genießen – zum Beispiel die Geschichte über Laurence Olivier, der wohl zu Beginn seiner Karriere vor lauter Nervosität zu heftigen Kicheranfällen neigte, was ihn auch schon mal eine Rolle kostete. Einige dieser Geschichten sind selbst für Theaterlegenden so absurd, dass ich sie mich schon frage, wie es der Autor fertig gebracht hat, sie in seinem Buch unterzubringen. Auf der anderen Seite macht diese Unglaubwürdigkeit diese Legenden nicht weniger amüsant zu lesen, also wird das wohl der Grund für ihr Auftauchen in diesem Titel gewesen sein. 😉

Auch „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant hat mich auf den ersten Seiten gut unterhalten (und ich gehe davon aus, dass das weiterhin der Fall sein wird). Ein bisschen ärgert es mich ja, dass ich wohl nie „Rolling in the Deep“ lesen werde – das erste Buch, das in dieser Welt spielt und in dem die Vorgeschichte von „Into the Drowning Deep“ erzählt wird. Aber da der Titel in einer ziemlich teuren Sammlerausgabe erschienen ist und das eBook nicht in Deutschland erhältlich ist, lässt sich das nicht ändern. (Ich muss trotzdem ein bisschen darüber grummeln, weil mich all diese überteuerten Supterranean-Ausgaben unfassbar ärgern.) „Into the Drowning Depp“ beginnt mit Berichten, die von der Entstehung des Imagine Networks erzählen, dass sich auf Dokumentationen spezialisiert hat, die mythischen Wesen nachspüren und in der Regel nur Beweisen, dass es keine greifbaren Belege für die Existenz dieser Kreaturen zurückkomme. Bis zu dem Tag, an dem sich das Boot „Atargatis“ aufmachte, um die Legende von Meerjungfrauen zu überprüfen. Sechs Wochen, nachdem die „Atargatis“ vom Radar verschwand, wurde das Schiff gefunden – ohne ein Leichen oder sonst eine Spur der Besatzung … „Into the Drowning Deep“ setzt sieben Jahre später ein und dreht sich um ein Team, das die Vorgänge rund um die „Atargatis“ untersuchen soll. Ich mochte den Anfang schon mal sehr gern, ein bisschen erinnert er mich an „Feed“ mit all den unterschiedlichen Berichten und Textauszügen, die einem eine Vorstellung von den früheren Ereignissen bringen sollen, und ich bin neugierig auf die verschiedenen Personen, die ich noch (besser) kennenlernen werden. 🙂 Aber bevor ich weiterlese, gibt es erst einmal eine kleine Blogrunde und das Abendessen, das mein Mann gerade fertig macht.

Update 22:00 Uhr

Auch wenn ich selber gekocht habe, muss ich sagen, dass das Abendessen ganz schön lecker war. 😉 Zum Essen gab es eine weitere Folge „Hilda“ (ich mag den Lindwurm!) und danach habe ich meine Blogrunde beendet, „Animal Crossing“ gespielt und noch ein paar Kommentare beantwortet. Da es auch bei uns langsam kühl wird, hätte ich auch im realen Leben nichts gegen ein hübsches Holzfeuerchen. Mein Mann schaut jetzt „Godzilla – Attack All Monsters“, während ich wieder zum Buch greife. Der japanische Ton wird mich hoffentlich nicht so sehr ablenken, dass ich nicht lesen kann.

Da ich nicht davon ausgehe, dass sich viele/jemand mir am Mittwoch zum Halloween-Herbstlesen anschließen wird. verabschiede ich mich schon mal von euch für dieses Herbstlesen-Jahr. Es war schön zu sehen, wie viele von euch sich Zeit für das gemeinsame Lesen genommen haben, und spannend mitzuverfolgen, was ihr alle so zur Entspannung und Erholung an den Wochenenden gemacht habt. Ich habe mich sehr darüber gefreut!

Für mich gibt es am Mittwoch – wie gesagt – noch einen Halloween-Lesetag und bevor die Sehnsucht nach einem Lesetag in den kommenden Wochen zu groß werden kann, steht auch schon wieder der 18. November an, der als dritter Sonntag im Monat ebenfalls wieder ein Lesetag sein wird. Egal, ob ihr an einem der Lesetage teilnehmt oder nicht: Passt gut auf euch auf und gönnt euch ab und an eine erholsame Auszeit! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Sayuri
Kiya
Natira
Neyasha
Anette
Ina
JED

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 4/Samstag

Ich weiß immer noch nicht, wie aus meinem „geruhsamen Oktober“ ein Monat voller Termine werden konnte, aber immerhin habe ich ja meine freien Wochenenden zum Entspannen. In den letzten Tagen habe ich „Urban Enemies“ beendet und sowohl „Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata, als auch „Schrei unter Wasser“ von Jeanette Øbro und Ole Tornbjerg gelesen – die letzten beiden Titel hatte ich aus der Bibliothek ausgeliehen und in der Bahn bzw. in Wartezimmern gelesen. Da die Bauarbeiten an der Straßenbahn-Weiche in der kommenden Woche fertig sein sollten, werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen nicht ganz so viel Zeit finden, um in der Bahn meine Bibliotheksbücher zu lesen, auch wenn ich wieder viel unterwegs sein werde. 😉

Weiterhin liegt „Der Besucher“ von Sarah Waters auf dem Tisch, ebenso wie „Weave the Circle Round“ von Kari Maaren und „Ghosts of Greenglass House“ von Kate Milford – auf alle drei Titel habe ich Lust, bei allen drei Büchern habe ich die ersten Seiten angelesen, aber so richtig kann ich mich nicht für einen Roman entscheiden und weiter parallellesen wollte ich in den nächsten Tagen eigentlich auch nicht. Mal gucken, ob mich gleich eine der Geschichten anspringt oder ob ich noch ein weiteres Buch aus dem SuB ziehe. Immerhin sollte das Wetter heute perfekt für einen Lesentag werden, denn da draußen ist es aktuell grau, (relativ) kalt und wunderbar ungemütlich. Ganz eventuell werden ich am Nachmittag sogar mal die Heizung anwerfen, weil es sonst im Durchgangszimmer zu kühl für unsere Brettspielrunde sein könnte. 😀

Update 10:45 Uhr

Erst einmal habe ich heute zu „Der Besucher“ gegriffen. Ich mag die Erzählweise und den Doktor, weiß aber noch nicht so recht, was ich von den anderen Personen zu halten habe, denen ich bislang begegnet bin. Ein bisschen habe ich mich beim Frühstück (endlich mal wieder Karamell-Brioche 🙂 ) auch vom Internet ablenken lassen und ich bin gespannt, wie gleich die Geräuschkulisse von „SRI und die unheimlichen Fälle“ – heute schaut mein Mann die Folge „Der Kopf, der einen Spaziergang machte“ – zu „Der Besucher“ passt. So ganz bin ich von der Kompatibilität noch nicht überzeugt. *g*

Update 14:00 Uhr

Dank der Geräuschkulisse (nach der Folge SRI hat mein Mann entdeckt, dass es die Serie „Shaka Zulu“ auf Netflix gibt und musste unbedingt herausfinden, ob die gut gealtert ist, was dann dazu führte, dass er mir lang und breit erzählte, dass er den ganzen britischen Kolonialkram überhaupt nicht mehr in Erinnerung hatte) hatte ich mich nach dem letzten Update dann doch vor allem auf den Feedreader konzentriert. Den hatte ich die ganze Woche über nicht geöffnet und so hatten sich einige Blogbeiträge angesammelt, die ich jetzt aber gelesen und zum Teil kommentiert habe. Ein bisschen Zeit konnte ich danach noch für „Der Besucher“ aufbringen, wobei ich zugeben muss, dass ein Teil meines Gehirns bei all den Beschreibungen des verfallenen Herrenhaus britische Renovierungssendungen abspielt, was ein kleines Bisschen irritierend ist beim Lesen. 😉 Bevor ich wieder zum Buch greife, gibt es jetzt aber erst einmal eine Brettspielrunde mit „Bargain Quest“. Es ist schon wieder eine Weile her, dass wir das Spiel gespielt haben und zuletzt waren wir dabei zu dritt, so dass wir gleich erst einmal herausfinden müssen, wie das noch mit den Zwei-Spieler-Regeln war. *g*

Update 16:15 Uhr

„Bargain Quest“ war lustig, auch wenn ich (mal wieder) gegen meinen Mann verloren habe. Irgendwie hatte ich kein Glück mit meinen Kunden und so landeten immer die Helden in meinem Geschäft, die kein Geld für ihre Ausrüstung ausgeben konnten oder für die ich nicht die passende Ausrüstung auf Lager hatte. Kein Wunder, dass die arme Abenteurer einen schlechten Stand gegen den Garbage Troll, die Wicked Witch und den Demon Prince hatten. Wobei ich sagen muss, dass mein Geschäft sich am Ende eine schöne Reputation erarbeitet hatte, nur war der Ruf meines Konkurrenten leider noch besser. 😉

Bevor ich wieder zum Buch greife, gibt es jetzt erst einmal Kuchen und eine Folge „Hilda“. Ich finde die Serie so knuffig, dass wir uns die Folgen momentan regelrecht fürs Wochenende aufsparen. *g*

Update 19:00 Uhr

Seit dem letzten Update und nach dem Schauen von „Hilde“, habe ich weiter in „Der Besucher“ gelesen und habe nun eine Szene (mit dem Hund) miterlebt, die mir schwer im Magen liegt. Ich habe zwar schon eine (und hoffentlich die schlimmste) Folge dieses Moments hinter mich gebracht, mag aber jetzt erst einmal nicht wieder zur Geschichte greifen. Unheimliche Elemente sind okay, aber solche Handlungsentwicklungen – gerade wenn Tiere involviert sind, sind für mich wirklich schwierig zu lesen. Ansonsten mag ich die ambivalente Haltung des Erzählers zur Familie Ayres und die Melancholie, die bislang über der gesamten Geschichte liegt. Zur Ablenkung habe ich dann zu „Animal Crossing“ gegriffen und mein Dorf gepflegt, und wenn mein Mann gleich mit dem Kartoffelschälen fertig ist, werde ich in die Küche wandern und das Abendessen fertigstellen. Christie ist schon beleidigt weggewandert, nachdem ich es wagte den Laptop zu ihr auf die Decke zu stelen. *g*

Update 21:45 Uhr

Zum Abendessen gab es Kartoffelbrei mit „Gemüseküchlein“ – die Kartoffeln waren nicht ideal für Kartoffelbrei und die Küchlein wollten nicht so wirklich zusammenhalten, aber beides war trotzdem sehr lecker. Außerdem gab es zum Essen eine Folge von „Somebody Feed Phil“ (Kopenhagen) und weil die Sendung länger war, als wir zum Essen brauchten, habe ich noch mein Strickzeug rausgekramt. Inzwischen bin ich beim letzten Drittel des Schals und ich frage mich wirklich, ob es je wieder kalt genug wird, damit ich den Schal auch tragen kann. Christie war in der Zwischenzeit gut damit beschäftigt mein Wollknäuel im Auge zu behalten, damit es nicht einfach aus der Schale hüpft und flüchtet oder sie gar angreift. 😉 Außerdem habe ich noch ein paar Seiten in „Ghosts of Greenglass House“ gelesen – ich mag die Geschichte jetzt schon so gern wie den Vorgänger, aber bei all den Beschreibungen von Frost und Vorweihnachtsstimmung habe ich das Gefühl, ich sollte das Buch doch noch für ein paar Wochen auf den SuB zurücklegen. Ich schau morgen mal, ob ich das wirklich mache oder ob ich doch weiter in dem Roman lese, weil die Atmosphäre so wunderbar behaglich ist. Jetzt aber wird es so langsam Zeit für mich an mein Bettchen zu denken, vorher drehe ich aber noch eine Blogrunde und schaue, wie es den anderen heute Abend so ergangen ist. Es war wieder schön mit euch und ich freu mich schon auf morgen! 🙂

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Nachdem ich den Eintrag gerade erst im Feedreader gefunden habe, verlinke ich hier noch JEDs Rückblick auf das vergangenen Herbstlesen-Wochenende.

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Kiya
Neyasha
Anette
Sayuri

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 3/Sonntag

Da heute nicht nur der dritte Sonntag im Monat ist, sondern auch das Herbstlesen stattfindet, ist es vermutlich wenig überraschend, dass ich auch den heutigen Tag so gemütlich wie möglich verbringen und darüber bloggen will. 😉 Gestern Abend habe ich noch „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill ausgelesen und mochte das Buch auf seine Weise genauso wie „The Girl Who Drank the Moon“. Die Sprache ist stellenweise ebenso poetisch, es gibt immer wieder überraschende Wendungen und Verwendungen von „klassischen“ Fantasy- oder Märchenelementen und die Charaktere sind wunderbar. Aber „The Witch’s Boy“ ist schon eine ganz eigene Geschichte, klarer und in manchen Aspekten minimalistischer erzählt als „The Girl …“ und obwohl die Autorin viele Elemente einsetzt, die mir schon an dem anderen Roman gefallen haben, kann man die Geschichten eigentlich nicht miteinander vergleichen.

Und während ich mich sonst gern schon beim Schreiben des morgendlichen „Herbstlesen“-Beitrags vom Internet ablenken lasse, habe ich heute morgen nur einen kurzen Blick in „Urban Enemies“ werfen wollen und so mal eben nebenbei die Geschichte „Unexpected Choices“ von Diana Pharaoh Francis gelesen. Dabei kam es mir allerdings zugute, dass diese Kurzgeschichte in der Welt der Hornblade Witches spielt und ich diese Reihe kenne (auch wenn es ungefähr fünf Jahre her ist, seitdem ich die Bücher gelesen habe), was bedeutet, dass ich die Charaktere schon kannte und mich ganz auf die Handlung rund um einen viel zu hochmütigen Engel und eine skrupellose Hexe konzentrieren konnte. Obwohl ich einige Elemente, die sie in ihren Büchern verwendet, kritisch sehe, fühle ich mich von der Autorin eigentlich immer gut unterhalten und so war es auch hier wieder.

Ich habe noch keine Ahnung, womit ich den Vormittag verbringen werde, aber heute Nachmittag gibt es auf jeden Fall wieder eine „Gloomhaven“-Runde mit meinem Mann. Bis dahin schau ich mal, ob mich ein Buch packen kann oder ob ich doch endlich mal meinen Feedreader in Angriff nehme. 😉

Update 12:00 Uhr

Den Vormittag habe ich wirklich mit dem Feedreader, Bloglesen und Kommentarschreiben verbracht, während ich meine neue CD hörte – nicht nur, weil ich die sehr mag, sondern auch um den telefonierenden Nachbarn zu übertönen. Außerdem habe ich zwischendurch meinen Mann nach Hauptstädten von US-Bundesstaaten gefragt. Gemeinerweise ist er so viel besser beim Lernen als ich (er hatte heute morgen nur noch fünf Städte, die ihm nicht eingefallen sind). Und Christie wurde auch schon beschmust, bespaßt und gefüttert. Für mich ist es so langsam Zeit zum Frühstücken, obwohl mir seit dem Eis gestern (genaugenommen seit den insgesamt vier Löffeln mit viel zu hohem Salzanteil) etwas übel ist, habe ich so große Lust auf Heiße Schokolade, dass ich mir welche gemacht habe. Mal schauen, wie gut ich die vertrage. *g*

Mein Mann schaut nun einen Godzilla-Film („Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer“) und je nachdem, ob ich mich bei der Geräuschkulisse auf ein Buch konzentrieren kann oder nicht, werde ich gleich entweder die ersten Seiten von „Weave a Circle Round“ von Kari Maaren lesen oder zum Strickzeug greifen.

Update 17:00 Uhr

Natürlich habe ich nach dem letzten Update weder gelesen, noch zum Strickzeug gegriffen, stattdessen bin ich gemütlich eingeschlafen, während auf dem Fernseher Segelboote, unbekannte Inseln, ein Safeknacker und ein tanzender Godzilla zu sehen war – ein sehr seltsamer Film! *g* Meine Heiße Schokolade habe ich übrigens gut vertragen und inzwischen frage ich mich, ob die leichte Übelkeit plus Müdigkeit vielleicht auch eine Nebenwirkung meiner am Freitag bekommenen Grippeimpfung sein könnten. Das war meine erste Grippeimpfung und da ich am Freitag so viel um die Ohren hatte, hatte ich die schon wieder ganz vergessen. Was auch immer es ist, ich fühle mich nicht schlecht, sondern einfach nur so ein bisschen kuddelig und hätte nichts gegen ein paar weiter Stunden Schlaf. 😉

Mein Mann hat mich dann geweckt, als es Zeit für „Gloomhaven“ wurde und dieses Mal haben wir eine etwas seltsame Brettspielrunde damit verbracht. Vor dem eigentlichen Szenario hatten wir sehr viel Glück und haben auf dem Weg zu unserem Zielort nicht nur überraschend Geld verdient (weil wir einen Job als Wächter für die Lieferung eines Händlers angenommen haben), sondern auch bei einer Begegnung auf der Straße einen neuen Ort für weitere Abenteuer entdeckt. Dann haben wir uns auf ein gesunkenes Schiff gestürzt, von dessen Existenz wir vor einiger Zeit erfahren hatten, und durften uns mit allerlei Monstern rumschlagen. Das Ganze lief so gut, dass mein Mindthief so richtig, richtig viel Erfahrung gesammelt hat, während der Sunkeeper meines Mannes ein wertvolles Item in einer Schatztruhe fand. Etwas schade war es, dass wir so viel Geld liegenlassen mussten, weil unsere Züge etwas knapp wurden. Diese Sidequest werden wir wohl irgendwann noch einmal machen müssen. 😉

Jetzt werde ich erst einmal schauen, wie es den anderen den Nachmittag über so ergangen ist, und dann sehe ich weiter …

Update 21:45 Uhr

Als ich gerade den Beitrag öffnete, um ein letztes Update für heute zu schreiben, habe ich mich doch prompt gefragt, was ich eigentlich in den letzten Stunden gemacht habe. Nur gut, dass mich heute die Kamera ständig begleitet hat … 😉 Nach einer kleinen Onlinerunde haben wir Animal Crossing gespielt, während gleichzeitig eine Folge „Wer weiß denn sowas?“ lief. Mein Mann sammelt im Laufe der Woche immer Quizsendungen, die er mag, um sie dann laufen zu lassen, wenn er Lust darauf hat. Danach habe ich ein Geburtstagsgeschenk eingepackt, damit es morgen auf den Weg gehen kann. Der Geburtstag ist zwar erst in einer Woche, aber da mein Mann morgen sowieso zur Post gehen muss (um eine Lieferung für mich abzuholen :D), kann er das dann gleich mitnehmen.

Beim Kochen des Abendessens gab es gleich zwei ärgerliche Dinge. Einmal waren das vor zwei Tagen gekaufte Gemüse schimmelig, was bedeutete, dass ich auf unser „Notfallessen“ Nudelauflauf umschwenken musste, und dann ist meine (Käse)Reibe zerbrochen. Ich glaube, jeder hat dieses eine alte Küchengerät, das er fast jeden Tag verwendet, und bei mir war das diese Reibe. Ich schaue schon seit Jahren nach einem Ersatz, weil das Teil wirklich alt war und der Kunststoff bei jeder Benutzung deutlich ächzte, aber bislang habe ich einfach kein Gerät gefunden, das so praktisch und effektiv ist … *grummel* Zum Abendessen gab es noch eine Folge „Hilda“ (Netflix) und das war es für heute eigentlich auch schon. Ich drehe gleich noch eine Blogrunde und dann werde ich bis zum baldigen Schlafgehen wohl nichts mehr auf die Reihe bekommen. Auch wenn ich heute etwas matt war, war es wieder schön mit euch den Tag zu verbringen! Habt einen schönen Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja am kommenden Wochenende wieder. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Anette

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 3/Samstag

Diese Woche war schrecklich voll. Voller ungeliebter, aber notwendiger Aktivitäten und Termine, bei denen ich froh bin, dass ich sie nun hinter mich gebracht habe. Dazu kam, dass meine Nächte ein winziges Bisschen kurz waren, weil ich viele Albträume hatte, mich „The Girl in the Green Silk Gown“ von Seanan McGuire nicht losgelassen hat (und ich nur spät am Abend zum Lesen kam) und ich an einigen Tagen wegen Terminen früher raus musste als normal. „The Girl in the Green Silk Gown“ ist inzwischen beendet und dank langer Wartezeit und Bahnfahrten am Freitagvormittag habe ich auch noch einen der Bibliothekskrimis, („Tausendschön“ von Kristina Ohlsson) am Stück gelesen. Für „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill war ich nicht in der Stimmung, dafür brauche ich Ruhe und die Muße, um Geschichte und Sprache genießen zu können. Mal schauen, ob ich heute mit dem Roman weiterkomme, aber vorher muss ich wachwerden, noch etwas durch die Wohnung wuseln und zumindest eine schnelle Grundreinigung vornehmen – dafür war in der Woche keine Zeit. Oh, und wer mag, kann noch JEDs letztes „Herbstlesenwochenende“ nachlesen, denn sie hat am Montag einen Rückblick auf ihr Wochenende veröffentlicht, und auch Sayuri hat sich die Zeit genommen und geschrieben, warum es bei ihr am zweiten Wochenende mit dem Herbstlesen nicht so gut geklappt hat!

Update 13:15 Uhr

Die Wohnung ist nun sauber genug für ein Wochenende zu zweit, der Wäschetrockner arbeitet vor sich hin und meine Sofadecke habe ich auch gleich mal neu bezogen. Eigentlich ist es noch warm genug, um ohne Decke hier zu sitzen, aber für Kuschelzeiten mit Christie ist die Decke doch immer besser und sei es nur, weil sie mich vor Madamchens Krallen schützt. 😉 Gefrühstückt habe ich in der Zwischenzeit ebenfalls und dazu aus „Urban Enemies“ die Kurzgeschichte „Chase the Fire“ von Jon F. Merz gelesen. Die Geschichte konnte mich nicht so recht überzeugen, denn sie funktioniert meiner Meinung nach nicht ohne das Hintergrundwissen aus den Romanen des Autors. So hat mich der Protagonist ebenso kalt gelassen, wie die Dinge, die er tat und die ihm zustießen und das fühlt sich dann ein bisschen nach Zeitverschwendung an.

Da ich gerade richtig müde und kaputt bin, haben wir beschlossen, dass wir das nachmittägliche Spielen auslassen. Ich werfe stattdessen jetzt den DS an und gieße entspannt ein paar Blümchen, danach sehe ich dann weiter. Mein Mann hat zum Glück noch ein Spiel, das er allein spielen kann und das er schon lange nicht mehr gemacht hat, so dass er immerhin nicht ganz aufs Brettspielen verzichten muss. 😉

Update 16:00 Uhr

Ein bisschen hatte ich mich nach dem letzten Update bei Twitter verschwatzt, aber nebenbei klappte es trotzdem mit dem Animal-Crossing-Spielen – ich bin fast ein bisschen neidisch auf meine Spielfigur, denn einen liebevoll zubereiteten Milchkaffee könnte ich auch gerade gebrauchen, bin aber zu faul ihn selber zuzubereiten. 😉 Ansonsten habe ich mich ein bisschen von einer Kochsendung im Fernsehen berieseln lassen, während ich weiter an meinem Schal strickte. Immerhin hatte ich ihn heute mal bei Tageslicht in der Hand, so dass ich ihn auch so fotografieren konnte, dass das Muster mal zu sehen ist.

Bevor ich gleich doch mal zum Buch greife, dreh ich noch eine kleine Blogrunde. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht beim vernachlässigten Feedreader hängen bleibe. 😉

Update 19:00 Uhr

Die letzten Stunden habe ich sehr gemütlich mit meinem Buch zugebracht, während Christie es sich wiederum auf mir gemütlich gemacht hatte – und die Nachbarin uns mit Musik beschallte. Inzwischen hat die Handlung in „The Witch’s Boy“ deutlich angezogen. Die Hexe wurde eingesperrt, Ned und Áine werden gejagt und während an dem einen Königshof intrigiert wird, bereitet sich der andere Königshof auf einen Krieg vor. Mir gefällt es besonders gut, dass Ned und Áine zwar Reisegefährten, aber keine Freunde sind. Sie wissen beide, dass sie dem anderen nur ein kleine Stück weit vertrauen können und dass es Dinge gibt, die außerhalb ihrer Macht liegen und die dafür sorgen können, dass aus dem Reisegefährten in Sekundenbruchteilen ein Feind wird …

Da ich so langsam wieder Hunger bekomme (die Kekse heute Nachmittag waren gleich in mehrerer Hinsicht unbefriedigend), schicke ich meinen Mann jetzt zum Essenholen, während ich selber noch ein bisschen online rumwusel. Keine Ahnung, was wir nach dem Essen machen werden, aber wenn die Geräuschkulisse so bleibt wie sie gerade ist, werden wir wohl auch irgendwelche Töne produzieren müssen. So toll ist diese Mischung aus Musik (aus der Wohnung unter uns) und Fernsehen (vom Nachbarn neben uns) nicht, da wird es angenehmer, wenn wir selber auch den Fernseher anmachen und einen Film schauen oder ähnliches. Nur gut, dass mich mein Schal noch ein bisschen beschäftigt halten wird.

Update 22:00 Uhr

Die Zeit seit dem letztem Update verging mit Katze schmusen, Abendessen („Lieferpizza“) und Nachtisch (HD Peanutbutter Crisp – nicht ganz so überzeugend) verspeisen und dabei „Ninja Warrior Germany“ im Schnellvorlauf sehen. Genau genommen nehmen wir die Sendung auf, damit wir Werbung und Kommentatoren vorspulen können – womit die Sendung nicht nur erheblich kürzer, sondern auch deutlich erträglicher wird. 😉 Außerdem habe ich noch etwas gestrickt und weiter in „The Witch’s Boy“ gelesen – letzteres nicht während der Fernseher lief, aber zwischendurch gab es Badezimmer- und Katzenfütterpausen, die ich genutzt habe. Denn jetzt fehlen mir nur noch wenige Seite und ich will wirklich wissen wie die Geschichte ausgeht. Was bedeutet, dass ich nach dem Posten dieses letzten Updates und der letzten kleinen Blogrunde für heute, nur noch „The Witch’s Boy“ auslesen und dann ins Bett fallen werde. Es war wieder nett und gemütlich mit euch! Habt eine gute Nacht und ich bin gespannt, wen ich morgen wieder beim Herbstlesen treffe. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Anette

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 2/Sonntag

Nachdem ich gestern Abend so früh so müde und im Bett war, hatte ich gehofft, dass ich heute nach dem Aufstehen etwas wacher wäre – so ganz hat das aber mit dem „Wachsein“ bislang noch nicht geklappt. Ansonsten will ich mal schauen, ob es heute was mit mir und „The Witch’s Boy“ wird, wobei mich „The Girl in the Green Silk Gown“ auch sehr lockt  – ich weiß schon, warum ich das Parallellesen normalerweise nicht so ausarten lasse. *g* Heute Nachmittag steht wieder eine Brettspielrunde mit meinem Mann an, aber davon abgesehen habe ich eigentlich nur so viel wie möglich lesen geplant. Wir werden ja sehen, wie gut das hinhaut. 😉

Update 11:00 Uhr

Ich habe seit dem Aufstehen (also neben dem Surfen und Rumwuseln in der Wohnung) und während des Frühstücks in „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill gelesen. Wenn ich so recht drüber nachdenke, habe ich noch nicht viel von dem Buch erzählt, dabei mag ich die Geschichte unheimlich gern. Die Handlung beginnt auf der einen Seite mit den eineiigen Zwillingsbrüdern Ned und Tam, die von klein auf von den Dorfbewohner verglichen wurden, um herauszufinden, wer der „bessere“ von beiden sei. Als dann Tam bei einem Unfall ums Leben kam, waren sich alle sicher, dass der Vater der beiden Brüder den „falschen“ Sohn gerettet hat, denn seit diesem Tag scheint Ned verstummt zu sein. Seine Weigerung zu sprechen, seine Probleme beim Lesen und all die anderen Dinge, die ihm das Leben schwer machen, hindern den Jungen aber nicht daran ein guter Beobachter zu sein und sich Sorgen um seine Mutter zu machen, die den letzten Rest Magie bewacht.

Auf der anderen Seite gibt es noch die Perspektive von Áine, die bis zum Tod ihrer Mutter ein gutes Leben mit ihren Eltern in einem kleinen Fischerort führte. Doch nach dem Tod der Mutter verändert sich ihr Vater und wenig später sind die beiden gezwungen in den Wald zu flüchten, vor dem jeder andere Mensch sich fürchtet. In den folgenden Jahren könnte Áine eigentlich mit ihrem friedlichen Leben im Wald zufrieden sein, wäre da nicht das Wissen, dass ihr Vater ihren Unterhalt als Banditenkönig verdient … Ich finde es schön, dass eigentlich ziemlich schnell feststeht, dass Ned und Áine eigentlich den selben Widersacher haben. Denn Ned will verhindern, dass der Banditenkönig die Magie in die Hände bekommt, während Áine ihren liebevollen Vater wiederhaben will und alles versucht, um ihn von seinem Leben als Bandit abzubringen. Sprachlich finde ich die Geschichte genauso gut erzählt wie „The Girl Who Drank the Moon“, aber ich muss zugeben, dass „The Witch’s Boy“ bislang etwas weniger Gelegenheiten für diese wunderschönen poetischen Momente bietet. Dafür genieße ich diese Passagen dann umso mehr, wenn sie dann auftauchen. 🙂

Update 14:00 Uhr

In den letzten Stunden habe ich weiter in „The Witch’s Boy“ gelesen – nachdem Ned eine schwierige Entscheidung treffen musste, die ich heute morgen „hinter mich“ gebracht hatte, ist sein Leben definitiv nicht einfacher geworden. Große Magie bringt – wie ihm und seiner Familie nur zu gut bewusst ist – auch große Gefahren mit sich, doch der Banditenkönig sieht natürlich nur die Macht und die Möglichkeiten, die ihm die Magie bieten würde … Außerdem haben wir schon „Animal Crossing“ gespielt und als wir zum Füttern der Katze in der Küche waren, habe ich danach noch den Kuchen zusammengerührt, der gerade im Ofen backt. Ich bin gespannt, ob der was wird, denn wieder einmal habe ich vergessen, dass ich gar keine große Kranzform mehr habe. Da ich keine Lust hatte, den Teig in zwei Runden zu backen, habe ich einfach alles in meine normale Springform geworfen … Momentan baut mein Mann schon „Gloomhaven“ auf und sobald ich eine kurze Blog- und Kommentarrunde gedreht habe, geht es mit dem Spiel los.

Update 17:30 Uhr

Uff, nach der Spielrunde habe ich mir meinen Kuchen redlich verdient. 😉 Unsere Spielfiguren waren für diese Mission am unteren Level und so war das Überleben dieses Gebiets doch etwas herausfordernd. Dabei klang der Auftrag am Anfang so gut: Lauf durch das Gebiet, plündere die Schatztruhen und komm als Team heil wieder zum Ausgang. Letzteres hätte für mich keine Runde länger dauern dürfen, denn dann hätten wir verloren. Dafür hat mein Mindthief erstaunlich erfolgreich gegen die Monster gekämpft, die zwar nicht zahlreich, aber dafür sehr stark und mit fiesen Angriffen ausgestattet waren. Es hat Spaß gemacht, war aber auch anstrengend und nun bin ich wild entschlossen etwas Zeit auf dem Sofa zu verbringen und mich mit Kuchen und Buch zu entspannen – also gleich nach der Blogrunde. Der Kuchen ist besser geworden als erwartet und weil ich ja nicht einfach so spontan „normalen“ Marmorkuchen backen kann, hatte ich heute Mittag noch spontan etwas Espresso in den Schokoteig getan, was nicht nur gut duftet, sondern auch beim ersten Testbissen überzeugen konnte. 😉

Update 22:00 Uhr

Bis zum Kochen habe ich noch in „The Girl in the Green Silk Gown“ von Seanan McGuire gelesen und finde es sehr spannend, wie die Autorin die Geschichte nun entwickelt, nachdem sie sich nicht mehr auf einzelne Episoden „beschränkt“. Ich muss aber auch zugeben, dass es bei ihren Werken wiederkehrende Elemente (wie Halloween) gibt, die mir langsam schon fast zu oft vorkommen – immerhin gelingt es Seanan McGuire jedes Mal eine überraschende Variante ins Spiel zu bringen, so dass sich auch diese vertrauten Dinge nicht zu ähnlich sind. Das Abendessen war heute „Pasta Surprise“ – was eindeutig besser klingt als „Nudeln mit Resten, die ich in die Pfanne geworfen habe“. 😉 Genau gesagt habe ich Blumenkohl angebraten, mit Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt und am Ende noch etwas Nudelwasser und geriebenen Parmesan dazu getan, um eine Sauce zu bekommen. Das Ergebnis war erstaunlich lecker, was mit ein Grund ist, um die Zubereitung hier festzuhalten, damit ich das noch mal machen kann. Danach gab es eine Folge „Hilda“, bei der ich meinen Schal weitergestrickt habe, und das war es dann eigentlich auch schon fast für heute. Ich drehe jetzt noch eine Blogrunde und schaue, wie die anderen den Abend verbracht haben. Ansonsten wünsche ich euch einen schönen Start in die Woche! Geht es langsam an und gönnt euch die eine oder andere Lesestunden in den nächsten Tagen. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Neyasha
Natira
Ina

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 2/Samstag

Obwohl ich nicht so viel zum Lesen kam, habe ich in der vergangenen Woche „Ich habe auch gelebt – Briefe eine Freundschaft“ beendet (und gleich besprochen) und auch in „Urban Enemies“ und „Sparrow Hill Road“ habe ich weitergelesen, ebenso wie in „The Witch’s Boy“. Und weil ich ja mein Parallel-Lesen reduzieren wollte, habe ich prompt noch mehr Titel angefangen – es wäre ja langweilig, wenn ich mich mal an meine Vorhaben halten würde. 😉 Genau genommen habe ich den Comic „Conspiracy of Ravens“ gelesen, der am Montag mit der monatlichen Comiclieferung eintraf, und aus einer Kiste mit aussortierten Büchern habe ich „Der Besucher“ von Sarah Waters gefischt, weil ich nach einem gelesenen Blogpost an den Titel denken musste und mir dachte, dass ich ihm vielleicht doch noch eine Chance geben sollte, bevor ich den Roman an die Bibliothek weiterreiche.

Bibliothek ist überhaupt so ein Stichwort, denn da habe ich auch noch ein paar Ausleihen herumliegen, die ich mal anfangen sollte … Hilfe! *g* Da mein Mann heute wieder mit Kollegen zum Brettspielen verabredet ist, sollte der Nachmittag für mich auf jeden Fall ein paar ruhige Stunden zum Lesen bringen, ohne dass Godzilla, Varan oder Megalon ihre ganz eigene Atmosphäre im Wohnzimmer schaffen. Aber vorher muss ich noch wach genug werden, damit sich der Griff zum Buch überhaupt lohnt … 😉

Update 11:00 Uhr

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie wenig ich am Wochenende vormittags auf die Reihe bekomme, weil mein Mann zuhause ist. *g* Seit dem letzten Update habe ich den Einkauf weggeräumt, mit meinem Mann geschwatzt und eine Episode in „Sparrow Hill Road“ gelesen, bei der Rose es mit einer Gruppe von Geisterjägern zu tun bekam, die unbedingt „The Girl in the Diner“ (Rose) fangen wollten, ohne natürlich eine Ahnung davon zu haben, dass sie ihren Geist schon vor der eigentlichen Jagd gefunden hatten. Außerdem gab es Frühstück für mich und die ersten Kommentare zu beantworten. In zwei Stunden geht mein Mann aus dem Haus und bis dahin werde ich erst einmal eine Runde „Animal Crossing“ spielen (damit wir das wie immer gemeinsam machen können) und vermutlich meine neue Wolle rausholen und ein wenig stricken.

Update 15:00 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich nicht nur „Animal Crossing“ gespielt und meinen zukünftigen Schal soweit angestrickt, dass ich ihn demnächst beim Fernsehen weiterstricken kann, sondern auch „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire beendet, während Christie sich einen Platz auf meiner Sofadecke eroberte. Obwohl ich das Buch ja schon einmal gelesen hatte und mich an viele Episoden noch detailliert erinnern konnte, haben mich die Geschichten rund um Rose Marshall sehr berührt. Besonders die Episode, in der noch einmal etwas über das Leben von Gary erzählt wird, mit dem sie an dem Abend, an dem sie starb, auf den Schulball gehen wollte, ist so süß und so traurig und am Ende so richtig … Eigentlich wäre ich ja nun in der richtigen Stimmung für die Fortsetzung „The Girl in the Green Silk Gown“, auf der anderen Seite mag ich auch endlich mal ein paar Kapitel am Stück in „The Witch’s Boy“ lesen. Bevor ich mir aber überlege, mit welchem Buch es weitergeht, koche ich mir erst einmal einen Tee, schnappe mir meinen Möhrenkuchen und drehe eine Blog- und Kommentarrunde, um zu schauen wie es den anderen bislang so ergangen ist. 🙂

Update 18:30 Uhr

Nachdem ich meine Blogrunde gedreht und meinen Kuchen gegessen hatte, habe ich natürlich erst einmal zu „The Girl in the Green Silk Gown“ von Seanan McGuire gegriffen und mich darüber gefreut, dass es mit der Geschichte von Rose Marshall weiterging. Dummerweise beschloss mein Nachbar dann, dass es Zeit sei zur Bohrmaschine zu greifen und mir wurde es zu laut zum Lesen – in letzter Zeit mag ich wirklich keine Nebengeräusche mehr, wenn ich mich in ein Buch vertiefen will, früher war es eher so, dass ich von den Nebengeräuschen einfach nichts mitbekommen habe, wenn ich meine Nase in einen Roman steckte. Auf jeden Fall habe ich erst einmal wieder zum Strickzeug gegriffen und damit weitergemacht, was auch nett war. Inzwischen ist es zwar wieder ruhig in der Nachbarwohnung, aber so langsam meldet sich mein Magen, weshalb ich erst einmal in die Küche wandere, bevor ich wieder zum Buch greife. Ich hoffe, ihr hattet bislang auch einen schönen Nachmittag! 🙂

Update 21:45 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht viel gemacht und ein weiteres Udpate wird es heute auch nicht geben, da ich gerade richtig müde bin. Nach dem Kochen (Ananas-Curry *lecker*), habe ich zum Essen Youtube angeworfen, weil ich mich etwas beschallen lassen wollte. In den letzten Wochen haben sich ein paar neue John-Oliver-Videos angesammelt, die ich geschaut habe. Außerdem musste ich Christie bespaßen, die nicht fassen konnte, dass nicht jeder Gang in die Küche Futter für sie mit sich bringt. Das arme Kätzchen ist zur Zeit wirklich sehr, sehr hungrig! Eine letzte Kommentar- und Blogrunde habe ich auch schon gedreht und wenn mein Mann gleich nach Hause kommt und wir uns gegenseitig auf den aktuellsten Stand gebracht haben, wird es für mich auch schon Zeit ins Bett zu fallen. Es war wieder schön mit euch heute! Ich hoffe, wir sehen uns morgen wieder! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Ina
Neyasha
Kiya

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 1/Sonntag

Nachdem ich gestern ja den Vormittag über gar nicht so recht ins „Herbstlesen“ hineinkam, bin ich gespannt wie es heute morgen läuft. 😉 „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson habe ich gestern ausgelesen und in „Urban Enemies“ bin ich über die nächste Hürde gekommen (aber zum Wachwerden passen diese ganzen Antagonisten nicht so recht). Damit bliebe entweder ein weiteres Kapitel in „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire, das Buch hatte ich seit Donnerstag nicht mehr in der Hand, oder „Ich habe auch gelebt“ – darin habe ich allerdings in den letzten Tagen so viel gelesen, dass ich schon mehr als die Hälfte bewältigt habe und mich nun langsam das Gefühl überkommt, ich müsse mir den Rest etwas aufbewahren. Oder ich fange einen neuen Titel an, obwohl ich mein Parallellesen eigentlich wieder etwas runterfahren wollte, weil ich bei so vielen Büchern immer etwas frustriert bin, weil ich in keinem so richtig voranzukommen scheine … Erst einmal gibt es einen Tee und dann sehe ich weiter! Ich hoffe, ihr habt einen schönen Start in den Sonntag! 🙂

Update 10:45 Uhr

Irgendwie bekomme ich es gerade nicht so richtig hin gemütlich in einen Lesetag zu starten. Aber das ist auch okay, ich muss ja nicht lesen, wenn mir andere Dinge durch den Kopf gehen. 😉 Den Tee gab es nicht, weil ich nach den Mumins Lust auf ein märchenhafteres Buch hatte als schon auf dem Tisch bereit lag, also habe ich mich vor den SuB gesetzt und ein bisschen gestöbert. Dabei habe ich mich bei „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill festgelesen und meinen Plan Tee zu kochen vollkommen vergessen. Die Frau kann einfach mit Worten umgehen! Die Einführungsszene ist so kurz, aber man lernt die Dorfbewohner, die unbedingt die Zwillinge der Hexe irgendwie unterscheiden will, so gut kennen, dass es einen nicht verwundert, dass sie nach dem Tod des einen Jungen davon überzeugt sind, dass der „falsche“ Zwilling ums Leben kam. Dabei wissen sie noch nicht einmal, was die Hexe tat, um wenigstens ihrem zweiten Sohn das Leben zu retten …

Als ich mich von dem Buch losreißen musste (weil es mir in meiner „Stöberposition“ doch etwas zu unbequem und zu kalt wurde), wollte ich nur eben online etwas schauen und habe daraufhin meine nächtliche Twitter-Timeline nachgelesen. So viel Wut und so viel Verzweiflung bei den Amerikanern, die ich verfolge, wegen Brett Kavanaughs Ernennung zum Obersten Richter. Und in meiner deutschen Timeline Bilder von „Nachrufen“ für Geflüchtete, die vor der Küste Maltas ertranken, berechtigte Aufregung über „AfD-freundliche“ Rechtssprechung durch eine Richterin mit AfD-Verwandtschaft und viele andere Dinge, die ich inzwischen ehrlich gesagt nur noch portionsweise aufnehmen und verarbeiten kann, wenn ich in meinem Alltag weiter funktionieren will. Nebenbei hat mir mein Mann einen Überraschungs-Ei-Beipackzettel unter die Nase gehalten, bei dem all die Schlümpfe Berufe wie Pilot, Arzt usw. haben, während Schlumpfine Blümchen verkaufen und shoppen darf … Ansonsten haben wir gemeinsam deutsche Bundesländer plus Hauptstädte aufgezählt, um zu schauen, ob wir das ohne Nachgucken können (können wir, auch wenn ich bei Thüringen die Hauptstadt nur mit Nachdenken auf die Reihe bekomme, während er bei Potsdam nicht sicher war, ob er richtig liegt *g*), und dann wurde es doch mal Zeit Frühstück zu machen.

Update 14:00 Uhr

Nach dem Frühstück habe ich weiter in „The Witch’s Boy“ gelesen und bin immer noch hingerissen von den Formulierungsfähigkeiten von Kelly Barnhill. Ich weiß nicht, ob und wie man ihre Texte übersetzen könnte, weil es sich anfühlt, als ob die einzelnen Sätze nur genauso wie sie sind funktionieren könnten. Oh, und die Figuren und die Handlung – soweit ich sie bislang kenne – gefallen mir mindestens ebenso gut wie in „The Girl Who Drank the Moon“. Leider wurde es dann Zeit Christie zu füttern und als das erledigt war, habe ich mich erst einmal nicht wieder aufs Sofa geworfen, auch wenn es noch so sehr lockte. 😉

Stattdessen habe ich ein paar Briefe erledigt, die Anfang der Woche auf den Weg müssen (unter anderem die Beantragung von Briefwahlunterlagen), und dann habe ich mein kaputtes Nachthemd rausgekramt und überlegt, ob und wie ich das Ganze wieder in Ordnung bringen kann. Ohne die Häkelspitze (die ich noch nie mochte) gehen die Nähte am Kragen auf, auf der anderen Seite ist die Häkelspitze kaputter, als mir bewusst war, so dass ich die nicht einfach wieder annähen kann. Da ich am Besten alles in Ruhe auftrennen und die Kanten dann neu umfassen (oder zumindest sorgfältig umnähen) muss, habe ich das Ganze dann doch verschoben und stattdessen zu „Ich habe auch gelebt“ gegriffen. Aktuell baut mein Mann nämlich schon alles für unsere heutige „Gloomhaven“-Runde auf und da bleibt nicht genügend Platz, um ein Update zu schreiben UND kopfhüber in „The Witch’s Boy“ zu versinken. 😉 Jetzt versuche ich noch eine schnelle Blogrunde auf die Reihe zu bekommen und dann flitze ich auch schon wieder zum Brettspielen.

Update 18:00 Uhr

Das heutige Gloomhaven-Spiel hat (inklusive Aufräumen am Ende) doch erstaunlich lange gedauert, dafür sind wir siegreich aus dieser Kampagne herausgegangen. Unsere Aufgabe war es einen Bereich zu durchqueren, sämtliche aufgedeckten Monster zu killen und eine Schatztruhe zu öffnen. Da die Gegner ziemlich heftig waren, bin ich mit meiner Figur einige Risiken eingegangen und zum Glück hat sich das dann auch bezahlt gemacht. Am Ende hatten wir beide zwar nur noch jeweils einen Lebenspunkt, aber alle Monster waren besiegt und in der Schatztruhe fanden wir eine Landkarte, die uns zu einem versunkenen Schiff führen wird. Bei meinem Mann hat dieser Sieg dazu geführt, dass er nun seinen „Cragheart“ in Rente schicken konnte und wir deshalb nun mit einen „Vermling Beast Tyrant“ freigeschaltet haben. Er hat sich aber für die nächste Runde für eine andere Rasse entschieden – mal schauen wie das so wird. *g* Für meine Sofazeit bis zum Kochen habe ich mir „The Witch’s Boy“ bereitgelebt – mal schauen, ob ich da wirklich noch einen Blick reinwerfe oder ob die Blogrunde zu lange dauert (oder ich mich von den von Kiya verlinkten Kurzgeschichten ablenken lasse). Später am Abend schaffe ich aber hoffentlich noch ein paar Seiten.

Update 22:00 Uhr

Natürlich habe ich dann doch erst einmal die von Kiya verlinkten Kurzgeschichten zur „Lynburn Legacy“ gelesen und mich dann ein wenig mit Christie beschäftigt, die den auf einmal doch noch schmusig wurde. 🙂 Zum Abendessen gab es dann Pasta Alfredo (zum ersten Mal mit Bärlauch-Nudeln, was wirklich großartig passte) und danach habe ich erst einmal Animal Crossing gespielt. Da einer meiner Nachbarn eine Petition hatte und ich dafür in eine Nachbarstadt reisen musste, habe ich also noch kurz meinen Mann besucht. 😉 Da mein Mann gerade „Befehl aus dem Dunkel“ schaut und die Geräuschkulisse dieses japanischen Monsterfilms nicht ganz zu der Atmosphäre von „The Witch’s Boy“, werde ich erst einmal wieder zu „Ich habe auch gelebt“ greifen – vorher drehe ich aber noch eine letzte Blog- und Kommentarrunde. Auf jeden Fall war das mein letztes Update für morgen. Ich fand es an diesem Wochenende wieder sehr nett mit euch und hoffe sehr, dass wir im Laufe des Monats noch einmal gemeinsam lesen werden. Habt einen guten Start in die Woche und in den kommenden Tagen möglichst wenig Stress! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Ina
Anette
Natira
JED
Sayuri

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 1/Samstag

Nachdem ich am Mittwoch schon gemütlich  ins Herbstlesen gestartet bin, geht es heute „offiziell“ los. Ich bin gespannt, ob ich heute auch wieder ein paar Mitleser habe und wenn ja, womit diese sich den Tag vertreiben und welche Bücher gelesen werden.

Bei mir hat sich seit Mittwoch nicht so viel getan. Ich habe weiterhin „Ich habe auch gelebt – Briefe einer Freundschaft“ von Astrid Lindgren und Louise Hartung, die Anthologie „Urban Enemies“ (herausgegeben von Joseph Nassise) und „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire neben dem Sofa liegen. Dazu kommt noch „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson, das mich so sehr gelockt hat, als ich vorgestern diesen Beitrag über Herbstbücher vorbereitet habe. Mal schauen, bei welchem Titel ich zum „Wachwerden“ hängenbleibe – nur gut, dass mein Mann den Wochenend-Einkauf übernimmt, so dass ich gemütlich in den Tag starten kann. 😉 Neben dem Lesen (und vielleicht einer nachmittäglichen Brettspielrunde) habe ich eigentlich keine Pläne für den Tag, allerdings wäre es vermutlich nicht schlecht, wenn ich mich dazu aufraffen könnte das Nähzeug rauszuholen, um etwas Flickarbeit hinter mich zu bringen.

Update 11:00 Uhr

Hihi, so richtig wurde das heute nichts mit dem gemütlichen Wachwerden und dabei lesen. Als ich mir Tee kochen wollte, musste ich feststellen, dass die Spülmaschine noch lief (die programmiere ich immer abends und hatte mich wohl gestern mit der Zeit vertan), weshalb ich spontan unter die Dusche sprang. Dann kam mein Mann wieder und schwatzte mit mir, während Christie verzweifelt an der Küchentür scharrte, weil sie sooooooolchen Hunger hatte. (Wenn das mit dem Cortison-gepimpten Kätzche so weitergeht, dann geht uns das Futter aus, bevor die Nachlieferung kommt!) Also haben wir beschlossen, dass es eine Extra-Futterrunde für Christie gibt, doch bevor sie was zu Essen bekommen konnte, mussten wir erst einmal die Näpfe abwaschen, die Wassernäpfe reinigen und das Katzenklo ebenso und als das alles erledigt war, hatte ich solchen Hunger, dass ich mir Frühstück gemacht habe. Statt dann beim Frühstück in einem meiner Bücher zu lesen, habe ich online rumgedümpelt und so war das irgendwie nicht geplant. *g* Ich klappe jetzt also erst einmal den Laptop zu, damit ich wirklich auch etwas Zeit mit Lesen verbringe. 😉

Update 13:45 Uhr

Gerade mal 62 Seiten sind es in „Herbst im Mumintal“ geworden, was auch daran liegt, dass ich meinem armen Mann regelmäßig Passagen vorlese. Beim Hemul fühlte ich mich ein bisschen ertappt und als ich meinem Mann vorlas, wie der Hemul morgens aufwacht, meinte er (wenn auch mit einem Schmunzeln), dass das das Deprimierenste gewesen wäre, das er je gehört hätte. Ähm … nun … bei aller Niedlichkeit sind die Mumingeschichten doch nicht ohne Melancholie … und ich mag es sehr, wie der Hemul zumindest für einen kleinen Moment aus seinem Alltag ausbricht und ihn das so glücklich macht.

Nachdem ich in den letzten Minuten einige Kommentare beantwortet und hinterlassen habe, werde ich jetzt wieder den Laptop zuklappen. Ich bin für 14 Uhr mit meinem Mann für eine „Obsession“-Runde verabredet. Wir haben am Mittwoch gemerkt, dass wir noch nicht ganz regelsicher sind und beschlossen, dass wir etwas häufiger spielen müssen, um nicht nur all unsere Brettspiele angemessen zu würdigen, sondern auch etwas sicherer spielen zu können. 😉

Update 16:15 Uhr

Uff, so langsam denke ich, dass mir das Spiel nicht liegt – was nichts daran ändert, dass es mir wirklich viel Spaß macht. Aber dreimal hintereinander zu verlieren, selbst wenn es nur knapp ist, ist doch ein bisschen frustrierend. Genau gesagt war es heute ein bisschen frustrierend, weil ich relativ wenige Möglichkeiten hatte (wenig Geld, wenig gute Gäste, wenig Sachen, bei denen sich der Kauf gelohnt hätte) und jedes Mal, wenn ich mir dann doch eine gute Kombination überlegt hatte, kam mein Mann vor mir dran und schnappte sich genau das Teil, das ich dringend gebraucht hätte. Nun gut, beim nächsten Mal läuft es hoffentlich anders! (Wenn wir aber morgen spielen sollten, wäre eh erst einmal wieder „Gloomhaven“ dran.)

Jetzt gibt es erst einmal Tee und Kuchen (ein halbes Stück Rhabarber-Käsekuchen mit Streuseln und ein halbes Stück Schoko-Kirsch-Käsekuchen), während mein Mann „Assault – Anschlag bei Nacht“ schaut (den Film hat er gerade erst zum Geburtstag bekommen) und ich bei den anderen Herstleserinnen vorbeischaue. Danach geht es wieder ins Mumintal, das genieße ich gerade so sehr. 🙂

Update 19:00 Uhr

Christie und ich haben uns wirklich noch etwas Zeit im Mumintal gegönnt, dann allerdings meldete der Wäschetrockner, dass er geleert werden wollte und ich habe mich ans Zusammenlegen gemacht. (Irgendwie verdränge ich immer gern, dass nach dem Wäschewaschen das Zusammenlegen kommt – geht euch das auch so?) Währendessen habe ich darüber nachgedacht, dass es doch albern ist, dass ich heute den ganzen Tag erzähle, dass ich wegen der letzten Geschichte gerade wenig Lust auf die Anthologie habe. Also habe ich mir dann „Urban Enemies“ geschnappt und „The Naughtiest Cherub“ von Kevin Hearne gelesen. Die Geschichte spielt nach dem achten Roman rund um den Eisernen Druiden und beschreibt eine Besuch Lokis in der Hölle. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich den Eisernen Druiden nicht besonders gut kenne (halt nur von Kurzgeschichten), an Kevin Hearnes Erzählweise (die mir nicht wirklich liegt) oder an der Handlung, aber so richtig konnte mich diese Kurzgeschichte nicht überzeugen. Mal schauen, wie es dann mit der nächsten Geschichte wird – immerhin kann ich da schon sagen, dass ich schon einige nette Texte von Caitlin Kittredge gelesen. 🙂

Nach der Kurzgeschichte habe ich mir noch ein paar Seiten in „Herbst im Mumintal“ gegönnt und nun drehe ich eine Blogrunde, bevor ich in die Küche wandere, um zu kochen. Ich hoffe, ihr hattet bislang einen schönen Tag und habt all eure Tätigkeiten genossen! 🙂

Update 22:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich gekocht (und nebenbei „Animal Crossing“ gespielt, das passt immer gut, wenn man Garzeiten zu überbrücken hat). Ich muss gestehen, ich bin gerade etwas „kulinarisch“ frustriert. Seitdem ich versuche frisches Obst und Gemüse nur noch bio und regional zu kaufen, bin ich dank der naheliegenden Supermärkte gezwungen mir sehr viele Varianten mit Kartoffeln und Möhren zu überlegen … Ich hoffe, ich kann demnächst häufiger meinen Mann in den neueröffneten Biomarkt schicken, um etwas mehr Abwechslung auf den Tisch zu bekommen.

Nach dem Essen habe ich „Herbst im Mumintal“ beendet und ja, die Geschichte ist schon stellenweise sehr melancholisch, aber auch wunderschön. Ich liebe allein schon die Szenen mit dem Onkelschrompel, der sehr alt ist und fast alles vergessen hat – abgesehen von ein paar schönen Kleinigkeiten – und der eine sehr schöne Zeit mit dem Urahn verbringt, der aus unerklärlichen Gründen im Kleiderschrank lebt, ebenso höflich wie der Onkelschrompel ist, nie spricht und – aber verratet es dem alten Herren nicht – das Spiegelbild des Onkelschrompel sein könnte. 😉

Außerdem habe ich eine Rede von Deniz Yücel gelesen, die mit dem Titel „Ein Lob der Zerrissenheit zum Tag der Einheit“ in der Welt veröffentlicht wurde (wer Interesse daran hat, dürfte mit diesen Angaben bei einer Suchmaschine erfolgreich sein – ich hasse diese ganzen Einschränkungen beim Verlinken, die durch die „neuen“ Gesetze entstanden sind) und die ich an der einen oder anderen Stelle augeöffnend empfand (und die mir viele andere Dinge in Erinnerung gerufen haben, die mir nicht mehr ganz so bewusst waren). Jetzt werde ich nur noch eine Blogrunde drehen, Kommentare beantworten und die zweite Ladung Wäsche zusammenlegen. Morgen sehen wir uns hoffentlich hier wieder – es war wieder schön mit euch! Habt noch einen angenehmen Abend! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
JED
Kiya
Ina

Herbstlesen im Oktober 2018 – Feiertag

Auch wenn das Herbstlesen „offiziell“ nur an den Wochenenden stattfindet, dachte ich mir, dass ich schon heute einen Beitrag dazu schreiben könnte. Schließlich werde ich den Tag wohl vor allem mit einem Buch vor der Nase verbringen und nachtmittags mit meinem Mann wieder eine Brettspielrunde einlegen. Draußen ist es gerade noch regenwolkig und grau und ich freu mich schon darauf heute gemütlich mit einer Decke auf dem Sofa zu lesen. In den letzten Tagen habe ich eigentlich gar nicht sooooo wenig Lesezeit gehabt, wenn man bedenkt, dass ich gut zu tun hatte, aber es hat sich nach „nicht lesen“ angefühlt, weil ich in meinen aktuellen Büchern so langsam vorankomme. Einem Teil von mir ist bewusst, dass das daran liegt, dass ich gerade so gut wie jeden Tag in drei Büchern parallel lese, aber es fühlt sich trotzdem etwas unbefriedigend an. Mal schauen, wie sich das an den kommenden Lesetagen entwickelt. Heute morgen greife ich auf jeden Fall erst einmal zu „Sparrow Hill Road“. Das Buch habe ich vor gut drei Jahren schon mal gelesen, aber da inzwischen die Fortsetzung bei mir eingetroffen ist und eine Geistergeschichte für mich so schön in den Herbst passt, freu ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Rose Marshall.

Update 10:45 Uhr

So richtig kann sich das Wetter gerade nicht zwischen „bewölkt mit drohendem Regen“ und „sonnig“ entscheiden – ersteres wäre mir lieber, aber ich mag auch dieses wechselnde Schauspiel am Himmel sehr gern. 🙂 „Sparrow Hill Road“ hat mich wieder richtig erwischt. Ich liebe gerade diese erste Episode, bei der man als Leser genau weiß, dass der Trucker, den Rose in einem Diner trifft, die nächste Fahrt nicht überleben wird – schließlich ist es ihr Job diejenigen, die auf den Highways sterben, ein Stück zu begleiten. Mit diesem Wissen ist es wirklich herzzerreißend zu lesen, was für ein netter Kerl Larry ist und wie freundlich er sich um ein Mädchen kümmert, dessen vermeintliche Hilflosigkeit er genauso gut ausnutzen könnte.

Da ich zu meinem Frühstück (Porridge mit getrockneten Äpfeln und Zimt) die Hände nicht für mein Buch frei hatte, habe ich online eine Kurzgeschichte von Stephanie Burgis gelesen. Die Autorin hatte „Clasp Hands“ in den vergangenen Tagen auf Twitter verlinkt und ich hatte bislang noch keine Ruhe dafür. Umso mehr habe ich nun heute die Geschichte genossen, in der es um eine kleine Hexe, ihre Mutter und ihre Tanten geht, um Alleinsein und Magie. Sehr atmosphärisch und sehr berührend! 🙂 Da ich nicht direkt von dieser Geschichte zurück zu Rose gehen mag, greife ich erst einmal zu „Ich habe auch gelebt“ – ist ja nicht so, dass ich keine Auswahl bei meinen angefangenen Büchern hätte. *g*

Update 12:45 Uhr

Während mein Mann in den letzten Stunden einen seiner neusten japanischen Monsterfilme („Varan“) genossen hat, habe ich weiter in „Ich habe auch gelebt“ gelesen. Mir fällt es immer schwer das Buch aus der Hand zu legen, weil ich diese beiden Frauen so faszinierend finde. Ein Austausch ist mir heute besonders ins Auge gesprungen, der nicht nur die Charaktere der beiden Freundinnen gut beschreibt, sondern mich auch deshalb berührt, weil ich das Gefühl habe, dass sich in all den Jahren in der Welt viel zu wenig geändert hat.

Astrid Lindgren klagte in einem Brief vom 31. Oktober 1956: „Sonst herrschen kalter Herbst und Blut und Qualen auf der Erde. Ungarn und Ägypten wirbeln von morgens bis abends in meinem armen Kopf herum, schreib mir, was Du von alldem hältst, du Kluge!“ (In Ungarn gab es damals einen Aufstand gegen die sowjetischen Besatzer, der mindestens 20.000 Menschen das Leben kostete, in Ägypten kam es zur Suezkrise.) Louise Hartung antwortete am 5. November 1956: „Astrid – wenn auch Ungarn und Ungarns Unglück unser ganzes Denken ausfüllt, so hilft doch alles nichts, die täglichen Dinge müssen immer weiter getan werden, als sei nichts sonst auf der Welt. Leider kenne ich das seit zu vielen Jahren und weiß, dass man nur dadurch Elend und Qual und Leiden aushalten kann. Wenn ich also nicht klug schwätze und alle möglichen Kombinationen, von denen keine stimmt, von mir gebe, so glaube nicht, dass ich im täglichen Krimskrams untergehe, sondern glaube mir, dass gar nichts anderes hilft, als dass jeder Einzelne eine unbeirrbare Haltung einnimmt, sich dem Guten zuwendet und wo auch immer hilft, wenn einer in Not ist. Was könnte sonst der Einzelne tun als sich zerreiben?“

Jetzt lege ich das Buch aber erst einmal zur Seite und versorge das arme hungrige Kätzchen, das sich zum Glück ganz gut vom gestrigen Tierarzt-Tag inklusive Vollnarkose erholt hat. Jetzt muss Christie sich nur noch Winterspeck anfressen und wir können vorerst zufrieden mit ihrem Zustand sein. Nach dem Füttern geht es erst einmal weiter mit der Brettspielrunde – nachdem wir am vergangenen Sonntag endlich mal wieder „Gloomhaven“ gespielt haben, ist heute „Obsession“ dran. Wirklich schlimm, wenn man so viele Brettspiele hat, die Spaß machen. 😉

Update 16:00 Uhr

Ohje, das war mal wieder eine Brettspielrunde! Dieses Mal habe ich die Familie York gespielt, was bedeutet, dass ich einen „Footman“ extra hatte – was mir aber nichts brachte, weil mein Mann sich schon sehr, sehr früh die gesamten Kammerdiener sicherte. Das wiederum bedeutete, dass ich meine „gehobenen“ männlichen Gäste nicht ausspielen konnte und mich auf die Frauen konzentrieren musste. Die zwar theoretisch auch viel Reputation, Geld und Gäste einbringen konnten, aber ebenfalls nur dann, wenn ich auch das nötige Personal aufbrachte, um sie zu bedienen. Glück beim Ziehen neuer Gäste hatte ich auch nicht (all diese amerikanischen Erbinnen mit dem schlechten Ruf und die jungen Herren, die man in der besseren Gesellschaft eigentlich nicht sehen will! *g*) und erst als meine Familie einen neuen Hengst anschaffte, den sich diverse Gäste anschauen wollten, ging es so langsam mit ihr aufwärts. Leider zu spät, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben. 😀

Mir hat das Spielen wieder sehr viel Spaß gemacht. Allerdings bin ich jetzt auch sehr durchgefroren (ohne Heizung wird es eben doch etwas kalt, wenn man so lange stillsitzt, da hilft auch keine heiße Schokolade) und freue mich darauf, dass ich jetzt erst einmal wieder unter der Decke auf dem Sofa verschwinden kann. Bevor ich wieder zu Rose („Sparrow Hill Road“) greife, beantworte ich aber erst einmal Kommentare und drehe eine kleine Online-Runde.

Update 19:30 Uhr

Meine „kleine Online-Runde“ wurde dann doch etwas länger (Twitter ist Schuld!), außerdem habe ich ein wenig mit meinem Mann geschwatzt, die Mahlzeiten für die kommende Woche vorgeplant, ein paar Ideen notiert und die To-do-Liste für morgen bearbeitet. Als Christie sich dann aber an mich heranpirschte und beschloss, dass es Zeit für etwas Ruhezeit auf meiner Sofadecke wäre, habe ich mir doch noch einmal „Sparrow Hill Road“ gegriffen und weitergelesen. Gerade die ersten Geschichten finde ich immer wieder so berührend, dass mir regelmäßig die Tränen in die Augen treten. Aber genau das ist auch der Grund, warum ich dieses Buch nicht am Stück lesen mag, sondern es gern zur Seite lege und die einzelnen Episoden und Figuren noch etwas nachklingen lasse. Jetzt aber wird es Zeit in die Küche zu wandern und das Abendessen zu kochen – vermutlich werde ich mich zwischen 22 und 23 Uhr hier noch einmal melden, bevor es Zeit wird ins Bett zu fallen, um morgen fit genug für die To-do-Liste zu sein. 😉

Update 22:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nur gekocht und gegessen, nebenbei etwas „Animal Crossing“ gespielt (das geht ganz gut, während man darauf wartet, dass der Reis gar wird *g*) und am Ende noch etwas die Nase in „Ich habe auch gelebt“ gesteckt. Ich finde es so spannend, welche Details man über das private und berufliche Leben der beiden Frauen erfährt, über die Zeit und über ihre Beziehung zueinander. Die eine (Louise Hartung) wirft der anderen vor, dass sie zu prüde, zu zurückhaltend, zu ängstlich sei, die andere (Astrid Lindgren) sagt, sie kann die Erwartungen der anderen nicht erfüllen, sie fühlt nicht so intensiv, sie kann sich nicht so absolut auf einen Menschen einlassen, nur eine gute Freundin sein … Es ist sehr berührend, wie viel diese Briefe erzählen (obwohl einige besonders „offen“ Briefe von Louise Hartung bewusst nicht veröffentlicht wurden, um die Würde dieser Frau nicht noch so viele Jahre nach ihrem Tod zu verletzten).

Für mich geht es bald ins Bett, aber vorher dreh ich noch eine kleine Runde und schaue, wie der Abend für Helma und Natira endete. Ich habe diesen Lesetag wieder sehr genossen und mich darüber gefreut, dass die beiden mir heute Gesellschaft geleistet haben. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Helma
Natira
Sayuri