
Der letzte Sonntag im Oktober und somit auch schon der letzte Herbstlesen-Sonntag. Ich weiß, ich habe schon gestern morgen geschrieben, dass ich nicht begreifen kann, wo der Oktober hin ist, aber so geht es mir heute immer noch … Was meine heutige Tagesplanung angeht, so habe ich nicht viel vor.
Ich genieße es einfach, dass ich heute nicht aus dem Haus muss, und freue mich darauf weiter in „Sisters of the Lost Marsh“ zu lesen. Oh, und ich habe fest vor heute auch endlich wieder zu „The Barbizon“ zu greifen – ob ich es schaffe das Sachbuch vor November noch zu beenden? Aber erst einmal in Ruhe wachwerden, etwas Pflichtkram erledigen und dann sehe ich weiter. Ich hoffe, ihr habt einen entspannten Start in den Tag!
Update 11:00 Uhr
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich so langsam die letzten Wochen etwas einholen. Aber immerhin ist der Pflichtkram erledigt, auch wenn ich mich später noch um die aktuell laufende Wäsche kümmern und mir Milchreis zum Frühstück kochen muss. Ich habe eben beim Abwaschen noch über „Sisters of the Lost Marsh“ von Lucy Strange nachgedacht und mir ist durch den Kopf gegangen, dass ich die Geschichte, die Figuren und die Landschaft sehr mag, aber nicht so mit Willas Erlebnissen mitfiebere, wie ich es zum Beispiel bei „The Ghost of Gosswater“ mit Agatha oder bei „The Secret of Nightingale Wood“ mit Henry getan hatte. Was vermutlich daran liegt, dass Willa nicht alleine ist, sondern von ihren Schwestern und ihrer Großmutter zumindest teilweise behütet wird. Auch hat Willa keine Angst um Grace, weil sie sich sicher ist, dass diese mit dem Zirkuss weggelaufen ist, was eben bei mir auch kein besonders beklemmendes Gefühl erzeugt. Ich bin mir sicher, dass sich die Situation bald ändern wird, da sich nun auch Willa auf den Weg gemacht hat, um den Zirkus zu finden. Aber das werde ich erst etwas später rausfinden – der Marathon läuft schon und so ist es mit klatschenden Zuschauern und kreisenden Hubschraubern gerade etwas laut draußen. Je nachdem wie ausdauernd die Zuschauer sind (und wie spät die Läufer ankommen, die von der Nachbarschaft angefeuert werden) kann das noch einige Zeit so weitergehen, weshalb ich jetzt wohl erst einmal zur Switch greifen werde.
Update 14:00 Uhr

Der Marathon scheint inzwischen vorbei zu sein und wenn ich das eben richtig gehört habe, dann ist sogar schon die Straßenreinigung einmal durchs Viertel gefahren. Was bedeutet, dass ich nach diesem Update endlich zu „Sisters of the Lost Marsh“ greifen werde. In den letzten drei Stunden habe ich mit der Switch gespielt und mich dann daran gemacht Milchreis für mein Frühstück zu kochen. Da ich dafür alle zehn Minuten in die Küche muss, habe ich parallel dazu ein Video geschaut und dann beim Essen in meinem eBook gelesen. Ich bin inzwischen bei dem elften Penric-and-Desdemona-Band mit dem Titel „Knot of Shadows“ und die Geschichte beginnt damit, dass eine Heilerin Penric um Hilfe bittet, weil vor drei Tagen die Leiche eines Mannes im Hafen gefunden wurde. Während das nicht weiter ungewöhnlich ist, ist es doch etwas erstaunlich, dass diese Wasserleiche inzwischen wieder … lebendig geworden zu sein scheint. „Scheint“ ist hier der passende Begriff und nun ist Penric damit beschäftigt herauszufinden, ob hier ein Mord vorliegt, wer Opfer und wer Täter ist, und ob neben den theologischen auch noch rechtliche Problemen vorliegen. (In einer Welt, in der Götter und Göttinnen schon mal direkt in das Leben der Menschen eingreifen stehen theologische Aspekte häufig über rechtlichen Erwägungen – was nicht immer einfach zu verhandeln ist.) Oh, und ich habe festgestellt, dass vor zwei Tagen ein neuer Penric-and-Desdemona-Band erschienen ist, dessen Handlung chronologisch deutlich früher stattfindet – genauer gesagt wird „Testimony of Mute Things“ hinter „Penric’s Fox“ eingeordnet. Ich bin nicht böse darum, dass ich nun noch eine weitere Geschichte rund um Penric zu lesen habe, bleibe aber erst einmal dabei, dass ich in Veröffentlichungsreihenfolge weiterlese. Ich liebe Lois McMasters Bujold als Autorin, aber ihre Neigung immer mal wieder neue Geschichten zu schreiben, die ihren Platz irgendwo zwischen älteren Werken finden, macht es immer wieder herausfordernd eine Lesereihenfolge zu finden.
Update 16:45 Uhr
Kurz nach 16 Uhr habe ich „Sisters of the Lost Marsh“ beendet und bin immer noch davon angetan, wie gut Lucy Strange es hinbekommt diese hoffnungslose Gothic-hafte Atmosphäre mit der liebevollen Beziehung der Schwestern zueinander zu kombinieren. Die Handlung selbst ist in der zweiten Hälfte deutlich angezogen, obwohl ich weiterhin nie daran gezweifelt hatte, das alles gut ausgehen würde. Als erwachsene Leserin hätte ich ein paar härtere Herausforderungen für die Protagonistin Willa angenehmer gefunden. Auf der anderen Seite ist es nun mal ein Middle-Grade-Buch und es ist eine heikle Balance eine solche – häufig wirklich trostlose – Geschichte so zu erzählen, dass jüngere Leser*innen damit fertig werden und trotzdem reale Gefahren und eine unheimliche Atmosphäre heraufzubeschwören. Und ich muss zugeben, dass ich am Ende sogar ein paar Tränchen im Auge hatte – so sehr haben mich die Ereignisse am Ende dann doch berührt. Den Rest des Tages werde ich mich wohl mit „The Barbizon“, „Knot of Shadows“ und dem Abendessen (kochen und essen) beschäftigen – und vielleicht kommt dazu noch ein Film, das hängt ein bisschen davon ab, was mein Mann heute Abend noch vor hat.

Update 20:30 Uhr
Nach dem letzten Update hatte ich nicht mehr so viel Lesezeit, bevor es in die Küche ging. Wir haben heute zum ersten Mal Süßkartoffel-Mac-n-Cheese gemacht mit Süßkartoffeln, Nudeln, Bechamelsauce und Cheddar. Das Ergebnis war … weniger lecker als erhofft, aber nicht so schlecht. Außerdem warm, sättigend und definitiv pappig genug, um ohne Probleme aktuell für mich essbar zu sein. *g*

Zum Essen haben wir angefangen einen Bryan-Edgar-Wallace-Film zu schauen, der auch immer noch läuft. „Das Ungeheuer von London-City“ ist nicht gerade der überzeugenste Film dieser Art, den ich je gesehen habe. Die Kulissen, die schon in einem anderen Film vorkamen und da deutlich überzeugender waren, wirken hier so unfassbar billig. Die Schauspieler sind nicht so überzeugend, wie sie hätten sein könnten, und die Handlung ist nicht mal unfreiwillig komisch. Das ist eine interessante Erfahrung, die noch ein bisschen andauern wird, denn der Film ist aktuell noch nicht beendet. Ich bin sehr gespannt, was der Autokommentar zu dem Film in den nächsten Tagen für Informationen bringen wird. (Zumindest hoffe ich, dass es ein guter Kommentator ist – ich weiß noch nicht, wer diesen Film kommentiert.)
Update 23:00 Uhr (letztes Update)
Sehr viel habe ich über die letzten Stunden nicht zu erzählen. Nachdem der Film beendet war, habe ich zu „The Barbizon“ gegriffen und mein angefangenes Kapitel beendet. Danach hatte ich kurz überlegt weiterzulesen, aber ich wollte nicht wieder mitten in einem Kapitel unterbrechen und habe stattdessen zu „Knot of Shadows“ gegriffen, wo Penric inzwischen die Identität des Toten herausgefunden hat. So langsam wird es nun aber wirklich Zeit für mich ins Bett zu gehen und damit auch das diesjährige Herbstlesen zu beenden.
Ich habe mich gefreut, dass ihr mir auch in diesem Jahr wieder beim Herbstlesen Gesellschaft geleistet habt. Es war schön ein bisschen über eure Wochenenden zu lesen, mitzubekommen, was euch gerade so beschäftigt und welche Bücher ihr zur Zeit so hört/liest. Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls eine angenehme Zeit und vielleicht lesen wir uns ja bei einem der Lese-Sonntage in den nächsten Monaten wieder! 🙂
***








































