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Lese-Sonntag Dezember 2025

Ich weiß nicht, wieso ich so oft davon ausgehe, dass ich nur dieses oder jenes noch erledigen muss, und dann kann ich mich erst einmal eine Weile entspannen. Was auch immer der Grund ist, es läuft nie so wie ich erwarte … So auch in den letzten zwei Wochen, die unerwartet voll mit Terminen waren (auch wenn zumindest einer davon ein überraschend netter Weihnachtsmarktbesuch war) und bei denen ich froh war, wenn ich abends noch genügend Kapazität hatte, um die „Dungeon Life“-Serie noch einmal zu lesen. Und auch wenn ich befürchte, dass ich damit irgendeine kleine Katastrophe beschwöre: Vom heutigen 4. Adventssonntag an sollte ich mich für den Rest des Jahres einfach nur noch entspannen können! (Ihr dürft mir gern die Daumen drücken, dass das jetzt auch wirklich klappt. 😉 )

Für heute habe ich nicht so viel vor. Ich muss im Laufe des Tages Teig fürs Abendessen ansetzen, ich will eine Brettspielrunde mit meinem Mann einlegen und ich möchte meinen gestern Abend angefangenen Roman („A Stocking Full of Spies“ von Robin Stevens) weiterlesen. Aber bevor ich zum Buch greifen, brauche ich – wie immer – noch ein bisschen Zeit zum Wachwerden und rumwuseln.

Update 11:00 Uhr

Uhhh … heute brauchte ich wirklich lange zum Wachwerden – was vielleicht daran lag, dass die Nacht kürzer war, als es vernünftig gewesen wäre. *g* Aber jetzt ist der lästige Pflichtkram erledigt und nachdem ich mich danach noch eine Weile online rumgetrieben habe, bin ich bereit endlich zum Buch zu greifen. „A Stocking Full of Spies“ ist der dritte Band der „The Ministry of Unladylike Activity“-Reihe – was die Folgereihe der „Murder Most Unladylike“-Reihe ist. Diese Reihe spielt während des zweiten Weltkriegs und die Protagonist*innen May (Hazels kleine Schwester), Fionnuala und Eric haben es trotz ihres jungen Alters geschafft Teil einer Einheit zu werden, die sich mit Spionage beschäftigt. Auch wenn die drei bislang nur in den Ferien für das Ministerium arbeiten konnten, haben sie inzwischen einiges Wissen zum (De-)Codieren und ähnlichem gesammelt. Weshalb sie jetzt für einen Mordfall eingeteilt werden, der in Bletchley Park passiert ist. Ich mag diese Reihe sehr, auch wenn May mit ihrem Tunnelblick und ihrer impulsiven Art nicht gerade die ideale Ermittlerin/Spionin ist. Aber sie, Nuala und Eric ergänzen sich so gut und es macht Spaß die Geschichte aus den so unterschiedlichen Perspektiven der beiden Mädchen zu erleben.

Update 14:00 Uhr

Nach dem letzten Update wollte ich eigentlich gemütlich lesen, aber dann fragte mein Mann, ob wir nicht direkt spielen könnten, damit er am Nachmittag den Tisch für sein neues Brettspiel nutzen könnte. Also haben wir uns spontan mit „Flamecraft Duals“ hingesetzt, das wir vor gerade mal zwei Wochen bekommen habe. Da wir beide wenig Zeit hatten, war das heute erst unser zweiter Versuch mit dem Spiel und es war so nett, dass wir gleich zwei Runden gespielt haben. „Flamecraft Duals“ ist ein Spiel für 1-2 Personen (und ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten Tagen mal eine Solo-Runde auf die Reihe bekomme), bei dem die Spieler abwechselnd ein Drachen-Token aus einem Beutel ziehen und auf einem kleinen Spielfeld platzieren. Jede der sechs Farben bedeutet eine andere Nutzungsmöglichkeit des Tokens (z.B. lässt einen das gelbe Token ein weiteres Token aus dem Beutel ziehen, während ein dunkelblaues Token es z.B. einem ermöglicht zwei anliegende Token zu versetzen). Mit diesen Token muss man dann versuchen die Aufgaben, die auf den Karten des Spielers stehen zu erfüllen. Wenn am Ende eines Zuges eine Aufgabe erfüllt ist, wird eine neue Karte gezogen, die dann für den nächsten Zug relevant ist. Das Ganze lässt sich sehr schnell aufbauen (ca. 2 Minuten), sehr schnell spielen (eine Runde dauert bei uns gerade mal eine halbe Stunde) und kann überraschend herausfordernd sein. Langfristige Pläne sind selten drin, weil man keinen Einfluss darauf hat, was der Gegner als nächstes tun wird – und bei unserer zweiten Runde war es regelmäßig so, dass ich am Ende meines Zugs eine Karte gezogen habe, deren Bedingung durch den aktuellen Zustand des Spielfelds schon erfüllt war, die ich aber erst am Ende meines nächsten Zuges hätte werten können – wenn nicht mein Mann in der Zwischenzeit für seine eigenen Ziele das Spielfeld komplett auf den Kopf gestellt hätte. *g* Das war regelmäßig sehr ärgerlich, aber auf amüsante und wenig frustrierende Weise …

Danach wurde es Zeit für mein Frühstück, bei dem ich gleich mal testen konnte, wie gut die gestern gebackenen English Muffins aus Sauerteig geworden sind (und ob Mango-Chutney als Aufstrich für mich funktioniert). Zum Frühstück habe ich ein Video geschaut, das ich gerade erst beendet habe, und nun werde ich eine kleine Blogrunde drehen und dann lesen bis es Zeit wird den Teig fürs Abendessen anzusetzen.

Update 18:00 Uhr

Den Nachmittag habe ich zum Großteil mit „A Stocking Full of Spies“ verbracht und gespannt verfolgt wie sich May, Nuala und Erik in Betchley Park zurecht finden – wo sie offiziell als Boten zwischen den verschiedenen Hütten fungieren, während sie gleichzeitig in einen verdächtigen Todesfall ermitteln. Dieser Todesfall wird momentan noch als Unfall betrachtet, ein Unfall, bei dem Berties Waffe (Daisys älterer Bruder) losgegangen ist und einen Kollegen erschossen hat. Dabei hätte die Waffe nicht mit scharfer Monition geladen sein sollen und Bertie selber kann sich nicht erinnern, dass er irgendwie an den Auslöser gekommen war. Auf der anderen Seite ist sein Kollege erschossen worden und der Schuss kam von Berties Standort … Ich bin gespannt darauf noch mehr über die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu erfahren, die die drei Kinder in Betchley Park vorfinden, und die Leute besser kennenzulernen, die in den Fall verwickelt sind.

Dann wurde es aber erst einmal Zeit den Teig für unser heutiges Abendessen anzusetzen und die Füllung fertig zu machen. Es gibt kleine Teigtaschen mit einer scharf gewürzten Gemüsefüllung und dazu das Chutney, das ich heute schon morgen probiert habe. Ich mache die so selten, weil es halt doch mehrere Arbeitsschritte sind, aber in den letzten Wochen hatte ich solche Lust darauf, dass ich sie für heute auf den Essensplan gesetzt hatte. Nachdem das Essen soweit vorbereitet war, dass ich später nur noch die Teigtaschen füllen muss, habe ich mir eine Heiße Schokolade gegönnt und dazu ein paar Seiten in „Alchemical Reactions“ von Celia Lake gelesen. Das ist eine Geschichte, die die Autorin in ihrem gestrigen Newsletter zum Download angeboten hatte, und sie dreht sich um Jehan (Alchemie-Professor) und Isaac (Bäcker). Die beiden sind einander bei einer Gesellschaft vorgestellt worden und fanden sich sympathisch genug, um sich über ein zufälliges Wiedersehen zu freuen. Da das Ganze 1948 spielt der beschränkte Zugang zu Materialien für beide eine große Rolle – und ich vermute, dass die beiden Männer auch noch weitere Gemeinsamkeiten finden werden.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Nach dem letzten Update habe ich noch ein Stündchen gelesen und mich dann in die Küche begeben, um die Teigtaschen zu füllen und in den Ofen zu werfen. Auch wenn sie verflixt heiß waren, waren sie wirklich lecker und ich bin froh, dass ich genug gemacht habe, um ein paar davon einzufrieren. (Unser Tiefkühlfach ist jetzt allerdings so voll, dass ich erst einmal einiges davon aufbrauchen muss, bevor ich wieder von irgendwas eine doppelte Portion kochen kann. *g*) Nach dem Essen habe ich erst einmal zur Switch gegriffen und entspannt ein bisschen gespielt, da ich aber inzwischen doch ziemlich müde bin (und fest entschlossen heute pünktlich im Bett zu landen), beende ich hiermit den Lese-Sonntag.

Ich habe mich gefreut, dass sich mir heute Kiya und Anette angeschlossen haben und ich so diesen letzten Lese-Sonntag im Jahr nicht allein verbracht habe. Ich hoffe, dass wir auch im kommenden Jahr wieder so einige nette Lesetage miteinander verbringen werden. Bis dahin habt eine wunderschöne Zeit! 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Lese-Sonntag November 2025

Es ist immer etwas seltsam, wenn der dritte Sonntag im Monat sich anfühlt, als ob er in der ersten Monatshälfte liegt … Aber auch wenn es sich seltsam anfühlt, so ist heute nun mal der dritte Sonntag im November und damit auch wieder Lese-Sonntag! Ich habe für heute keine konkreten Pläne, abgesehen davon, dass ich mit meinem aktuellen Sachbuch („An African History of Africa“ von Zeinab Badawi) etwas vorankommen möchte und hoffe, dass ich mich für einen Roman vom SuB entscheiden kann. Außerdem liegt immer noch der dritte Hellboy-Band auf dem Tisch neben dem Sofa, weil ich in den letzten Wochen nicht dazu gekommen bin ihn zu lesen …

Aber vorher muss ich – wie immer am Morgen – erst einmal richtig wach werden und etwas Pflichtkram hinter mich bringen. Bis später!

Update 10:45 Uhr

Uhhhh, irgendwie habe ich bislang nur einen Teil meines Pflichtkrams auf die Reihe bekomme, weil ich nur kurz eben ein Päuschen einlegen und ein Kapitel in meinem eBook lesen wollte. Tja, und dann wurde aus dem einen Kapitel ein angemessener Start in den Lese-Sonntag und so habe ich mal eben „The Undercutting of Rosie and Adam“ von Megan Bannen beendet. Das ist der dritte Teil der „Hart and Mercy“-Geschichten und während ich den zweiten Roman („The Undermining of Twyla and Frank“) zwar unterhaltsam, aber lange nicht so überzeugend wie „The Undertaking of Hart and Mercy“ fand, hat mich dieser Band wieder vollkommen hingerissen. Die Protagonistin Rosie ist – wie Hart im ersten Teil – eine Demi-Göttin, was bei ihr dazu führt, dass sie unsterblich ist. Oder genauer gesagt: Sie kann sterben, aber kurze Zeit später ist sie wieder lebendig und unverletzt. Was dazu geführt hat, dass sie in ihren über 175 Jahren Lebenszeit schon über hundert Mal gestorben ist und sich inzwischen sehr wünscht, dass sie doch sterblich wäre. Protagonist Adam hingegen scheint anfangs ein ziemlich gefühlloser Wissenschaftler zu sein, der für die Erfindung der Portale verantwortlich ist, die nach Tanria – dem Land, in dem bis vor zweihundert Jahren die alten Götter von den neuen Göttern gefangen gehalten wurden – führen und die momentan nicht zuverlässig funktionieren.

Ich habe mich beim Lesen ein bisschen gefragt, wieso mich der zweite Teil der Reihe so viel weniger berührt hat als die anderen beiden Bände und ich glaube, es liegt daran, dass sowohl Hart, als auch Rosie Demi-Götter sind und ihre Probleme deshalb deutlich mehr beinhalten als „wir stehen uns selber im Weg“ – was bei Twyla und Frank der Fall war. Sich zu verlieben, wenn man selber unsterblich ist, die andere Person aber nicht, beinhaltet eben mehr Herausforderungen als gewöhnlich. Wenn dann noch dazu kommt, dass sich die Götter immer wieder ins eigene Leben einmischen (und sei es nur, weil dein Vater ein Gott ist), dann vergrößern sich die Herausforderungen nur. Bei mir hat es auf jeden Fall dazu geführt, dass ich die letzten Kapitel meines Buchs eben nur lesen konnte, in dem ich schnell genug meine Tränen wegwischte, um überhaupt etwas sehen zu können. Zum Teil könnte das daran liegen, dass ich gerade sehr übermüdet bin, aber eben auch daran, dass ich Rosie und Adam wirklich mochte und mit ihnen mitgelitten habe, während sie versuchten ihre Freunde und Tanria zu retten, während sie gleichzeitig nach einem Weg suchten, der ihnen eine gemeinsame Zukunft ermöglichen würde. Das war ein sehr schöner Start in den Tag – auch wenn ich mich jetzt dann doch endlich aufraffen sollte, um endlich meinen Abwasch von gestern Abend zu erledigen. 😉

Update 14:30 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich endlich meinen Abwasch erledigt und noch etwas rumgeräumt (unter anderem, damit ich den kleinen Tisch neben dem Sofa heute nutzen kann *g*). Außerdem gab es Frühstück und ich habe ein paar Bücher angelesen, um mich für eins zu entscheiden. Was ich dann doch nicht getan habe … stattdessen habe ich ein Mittagsschläfchen eingelegt, was natürlich wieder länger gedauert hat. Seitdem ich von meiner Mutter zurück bin, bin ich jeden Tag um die Mittagszeit eingeschlafen, was mir wirklich zu denken gibt. So eine ereignislose Reise sollte nicht so viel Energie kosten. Da ich immer noch unentschossen bin, was meine nächste Lektüre angeht, und ich mich immer noch nicht wachgenug fühle, um zum Sachbuch zu greifen, werde ich jetzt wohl erst einmal eine Runde mit der Switch spielen.

Update 17:00 Uhr

Den Nachmittag über habe ich gemütlich gespielt und mich dabei unerwartet lange bei „Animal Crossing“ rumgetrieben, weil ich zwei Sachen nicht gefunden habe, die eigentlich hätten da sein müssen. Das hat immerhin meinem Nachbarn Marius (ein grauer Ochse) die Chance gegeben sich in meine Wohnung einzuladen und mir ein Foto von sich als Gastgeschenk mitzubringen. Wie ihr sehen könnt, habe ich schon eine große Sammlung, aber das hindert mich nicht daran mich über jedes weitere Foto zu freuen. Vor allem, da das für mich bedeutet, dass ich meinen Nachbarn dazu überreden werde wegzuziehen, um Platz für eine neue Person (dieses Mal Gregor, der ebenso wie Marius einer der liebenswerten grumpigen alten Männer ist). Ein bisschen schade ist es, dass ich Marius durch den selben Charaktertypen ersetze, aber ich arbeite mich da systematisch durch die Nachbarn der ersten Generation durch. *g*

Nach dem Spielen habe ich ein bisschen in „Empire of Shadows“ von Jaqueline Benson gelesen. Ich weiß noch nicht recht, was ich von der Geschichte halten soll. Die Geschichte spielt 1898 und die Protagonistin Eleanora „Ellie“ Mallory hat gerade wegen ihrer Aktivitäten als Suffragette ihren Job verloren und gleichzeitig eine geheimnisvolle Karte in die Finger bekommen, die den Standort einer verschollenen Stadt im zentralamerikanischen Dschungel anzeigen könnte. Weshalb sich Ellie nun auf einem Dampfer befinden, der kurz davor ist in Belize City anzulegen, während sie gleichzeitig befürchten muss, dass eine andere Person hinter ihr her ist, um ihr die Karte wieder abzunehmen. Mehrere Autorinnen, deren Bücher ich gern lese, habe die Raiders-of-the-Arcana-Reihe von Jacqueline Benson empfohlen, weshalb ich jetzt doch mal den ersten Band als eBook gekauft habe, als es ihn in den letzten Tagen für 99 Cent gab. Aber so richtig davon überzeugt, dass der Roman etwas für mich ist, bin ich noch nicht …

Update 20:30 Uhr

Nach dem letzten Update bin ich online noch ein bisschen hängen geblieben, habe Kommentare geschrieben und mir ein Video angeschaut. Was natürlich bedeutete, dass ich etwas später in die Küche ging, als ich mir vorgenommen hatte. Das Abendessen habe ich heute etwas improvisiert, weil ich die Rote Beete aufbrauchen wollte, aber es war wirklich sehr lecker! Ich gebe zu, dass sich das auf dem Foto nicht sehr gut erkennen lässt, aber es gab Pasta mit Rote-Beete-Stückchen und einer Rosmarin-Rote-Beete-Sauce, die ich mit Cashewmus angereichert hatte. Allerdings hatte ich beim Pürrieren der Sauce einen kleinen Unfall und durfte dann erst einmal meine weiße Küche von rosaroten Sprenkeln befreien. Eins meiner Handtücher hat dabei auch gleich ein hübschen Tupfen-Muster abbekommen und ich werde vermutlich den morgigen Montag noch damit verbringen, dass ich bei Tageslicht nach weiteren Spuren suche. Immerhin habe ich schon alles abgewaschen, damit ich nicht morgen mit den Folgen meiner Kochaktion kämpfen muss. *g* Beim Essen habe ich noch etwas weiter in „Empire of Shadows“ – Ellie hat inzwischen den Protagonisten getroffen und es gab eine Szene, bei der er dachte, er müsse sie vor einer Schlange retten, während sie den Typen, der Messer-schwingend in ihr Badezimmer rannte, bedrohlicher fand als das Tier, das sie gerade in ihrer Badewanne vorgefunden hatte. Ich muss zugeben, so richtig springt der Funke immer noch nicht über. Ich werde wohl gleich mal schauen, ob mich nicht doch noch eins meiner anderen Bücher packt.

Update 22:30 Uhr (letztes Update)

Kurz bevor der Tag vorbei ist, habe ich es doch noch geschafft ein wenig in „Records of a Spaceborn Few“ von Becky Chambers zu lesen. Die Handlung in diesem Roman beginnt zeitlich an der Stelle, an der die Handlung von „The Long Way to a Small, Angry Planet“ endet, allerdings geht es weniger um Personen, die in einem Raumschiff reisen, als um diejenigen, die in der Exodus Fleet leben. Der Flotte, mit der vor langer, langer Zeit die Menschen die Erde verlassen haben und in der das Leben nach den selben Traditionen geführt wird, die von diesen Menschen ins All gebracht wurden. Wobei der Prolog, der einige Jahre früher spielt, schon andeutet, dass die Exodus Fleet kein sicherer Hafen mehr ist, da das hohe Alter der Schiffe die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Katastrophen kommt, steigen lässt. Wie immer habe ich das Gefühl, ich muss mich auf Becky Chambers Erzählweise erst einmal einlassen, darauf warten, dass ich die verschiedenen Protagonist*innen besser kennengelernt habe, und wieder mehr in einer Welt voller Alien-Rassen angekommen bin, bevor ich mehr über die Geschichte sagen kann. Aber immerhin bin ich nach den bisher gelesenen Kapiteln neugierig auf die weiteren Geschehnisse, die mich morgen da erwarten.

Jetzt wird es aber erst einmal Zeit den Tag zu beenden und ins Bett zu gehen. Es war wieder sehr nett den Lese-Sonntag gemeinsam mit euch zu verbringen und ich hoffe, ihr hattet einen ebenso erholsamen Tag wie ich! Habt einen guten Start in die Woche. Bis bald! 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Lese-Sonntag September 2025

Willkommen zum ersten Lese-Sonntag nach meiner Sommerpause! Ich bin gerade zu grauem Himmel und Regen aufgewacht und freue mich darüber, dass die heutige Höchsttemperatur 12 Grad kühler werden soll als die gestrigen 30 Grad. Es klingt nach dem perfekten Tag zum auf dem Sofa einrollen und lesen! Da mein Mann heute Nachmittag mit Kollegen zum Spielen verabredet ist, weiß ich noch nicht, ob ich heute überhaupt brettspielen werde. Auf der anderen Seite ist es schon wieder eine Weile her, seitdem ich gespielt habe und unser neustes Spiel („A Place for All My Books“) verfügt über einen Solo-Modus, den ich sehr mag … Mal schauen, wozu ich mich im Laufe des Tages durchringen kann. Ich werde auf jeden Fall etwas Zeit mit meinem aktuellen eBook („Claiming the Tower“ von Celia Lake) verbringen. Außerdem lese ich gerade „Hedgewitch“ von Skye McKenna (nett, aber an der Stelle, an der ich Donnerstag pausierte, war es mir gerade etwas zu klischeehaft) und ich habe am Freitag mit „Lessons in Magic and Disaster“ von Charlie Jane Anders ein neues Buch geliefert bekommen.

Ich denke, ich habe so einige nette Dinge, mit denen ich mich den Tag über beschäftigen kann! Aber vorher heißt es wie immer Wachwerden und etwas morgendlichen Pflichtkram auf die Reihe bekommen …

Update 11:00 Uhr

Es ist immer wieder erschreckend wie schnell mein Vormittag vergeht, wenn ich „nur noch eben“ das eine oder andere erledigen muss. Jetzt ist der Pflichtkram aber wirklich erledigt, ich fühle mich (einigermaßen *g*) wach und mein Magen knurrt. Also werde ich erst einmal Frühstück machen und dabei zum eBook greifen. „Claiming the Tower“ ist die neuste Veröffentlichung von Celia Lake und der Auftakt der „Council Mysteries“. Die Handlung beginnt im April 1854 in London und dreht sich um Hereswith, die für den magischen Teil der britischen Gesellschaft im Diplomatischen Dienst arbeitet, und Bess, die als Gesellschafterin arbeitet. Die beiden Frauen treffen sich in dem Clubhaus der magischen Vereinigung, der beide angehören. (Mir wird gerade bewusst, wie vielschichtig diese magische Parallelgesellschaft inzwischen ist, die Celia Lake für ihre Geschichten geschaffen hat.) Ich habe gestern Abend erst die beiden ersten Kapitel des Romans gelesen, kann aber jetzt schon sagen, dass Hereswith ziemlich frustriert damit ist, dass sie als Frau nur gehört wird, wenn sie als „Anhängsel“ eines Mannes die diplomatische Bühne betritt. Aktuell bedeutet das, dass sie in den Augen der nichtmagischen Öffentlichkeit mit ihrem – ebenfalls in diplomatischer Mission aktiven – Cousin Marcus zusammenwohnt und ihm den Haushalt führt. Obwohl sie diejenige ist, die den Überblick über ihre aktuelle Mission und die verschiedenen Spieler auf dem Feld hat. Laut Klappentext dreht sich „Claiming the Tower“ auf der einen Seite darum, dass Hereswith im Laufe der Geschichte eine wichtige Position in der magischen Gesellschaft erlang und auf der anderen Seite um ihre Liebesgeschichte mit Bess, deren Unterstützung ihr hilft diesen Posten zu erreichen. Ich bin gespannt und nach meinem ersten Eindruck gehe ich davon aus, dass ich gern einen Teil meines Tages mit diesen beiden sympathischen Charakteren verbringen werde.

Update 14:00 Uhr

Zum Frühstück gab es wie vorgenommen weitere Kapitel in „Claiming the Tower“, was bedeutet, dass es nun erste Anzeichen dafür gibt, dass Hereswith mit der Versorgung der Soldaten an der Front im Krim-Krieg – und der Tatsache, dass sie wenig Einfluss darauf hat – sehr unzufrieden ist, während ich auf Bess‘ Seite mehr über ihre – nicht gerade angenehmen – Lebensumstände als Gesellschafterin gelernt habe. Die beiden Frauen sehen sich (wenn es Hereswith‘ Kalender zulässt) einen Nachmittag in der Woche und es entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft zwischen den beiden, die ich wirklich nett finde. Bess hat schon signalisiert, dass sie grundsätzlich ein romantisches Interesse an Frauen hat (auch um herauszufinden, ob das der Grund ist, wieso Hereswith ihre Gesellschaft zu suchen scheint), während Hereswith einfach ein anregendes Gespräch außerhalb ihrer üblichen Kreise genießt. Außerdem hat sie festgestellt, dass es ihr gefällt, dass sie mit einer einfachen Einladung zum Tee (und Heißer Schokolade!) einer anderen Person einen schönen Moment in einer ansonsten aufreibenden Woche bescheren kann. Bislang ist das alles sehr nett und entwickelt sich langsam genug, dass ich das Buch aber auch problemlos zur Seite legen kann.

Was ich genutzt habe, um nach dem Frühstück mit „Lessons in Magic and Disaster“ von Charlie Jane Anders anzufangen. Ich kenne bislang von der Autorin nur ein Sachbuch über das Schreiben, das ich als Hörbuch gehört habe, und mochte da ihre Art und Weise an Geschichten heranzugehen. Da mich der Klappentext ihres neusten Romans angesprochen hat, habe ich ihn mir also vorbestellt. Ich bin noch nicht sehr weit in dem Buch und noch dabei die verschiedenen Figuren kennenzulernen, aber die Handlung dreht sich um Trauer (und vermutlich noch etwas anderes, was das Leben von Serena, der Mutter der Erzählerin Jamie, negativ beeinflusst hat) und um das Verhältnis zwischen Serena und Jamie. Noch fühle ich mich etwas haltlos beim Lesen, aber ich finde Charlie Jane Anders Erzählweise interessant und bin neugierig wie lange ich brauche, um mich in der Geschichte nicht mehr fremd zu fühlen.

Update 18:00 Uhr

Der Nachmittag ist mit einer Solo-Runde „A Place for All My Books“ und weiterer Lesezeit gut rumgegangen. Bei der Solo-Version des Spiels wird gegen „Penelope“ gespielt, deren verschiedenen Aktionen durch die Karten rechts von ihrer Charakterkarte gesteuert werden. Jedes Mal, wenn ich einen Zug gemacht habe, ziehe ich eine neue Karte für Penelope und führe die jeweilige Aktion für sie aus. Was dazu sorgt, dass sie Bücher, Projektkarten oder ähnliches aus dem Stadtbereich entfernt und in ihren Besitz bringt. Ich verliere automatisch, wenn ich keine Aktionskarte mehr für Penelope ziehen kann, weshalb es wichtig ist, dass ich ihre Karten immer wieder zurücksetze. Dieses Zurücksetzen passiert, wenn ich „Little Projects“ erfülle, die nicht nur Punkte für mich bringen, sondern es mir auch ermöglichen einen Teil von Penelopes Karten wieder in ihren Stapel zu mischen.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Projektkarten, die entweder durch das Ausruhen im eigenen Apartment (das persönliche Spielfeld einer Person) oder durch die Besorgung von Büchern in der Buchhandlung zu bekommen sind. Und es gibt für die Spieler die Zug-Option „Admire“, bei der diese Projektkarten dann eingelöst werden können, wenn in den vorherigen Zügen die Bedingungen dafür hergestellt wurden. Bei der Runde, die ich fotografiert habe, habe ich es geschafft die wenigen Bücher, die ich zu Beginn des Spiels hatte, so anzuordnen, dass ich alle drei Projektkarten erfüllen konnte. Womit ich dann genügend „Social Battery Points“ gewonnen hatte, dass ich eine Runde in die Stadt gehen konnte, um neue Bücher zu besorgen und andere Dinge zu erledigen. *g* Insgesamt lief die heutige Runde für mich heute richtig gut und ich habe zum ersten Mal, seitdem wir das Spiel haben, gegen Penelope gewonnen – auch wenn sie gerade mal zwei Punkte weniger hatte als ich. Danach wurde es dann Zeit mit wieder mit meinen Büchern auf dem Sofa einzurollen und weiter zu lesen.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Seit dem letzten Update habe ich weiter Zeit mit meinen beiden Büchern verbracht, mir Abendessen (Nudeln mit einer Sauce aus Tomatenmark und Kräutern) gekocht und mich später mit meinem zurückkehrenden Mann über seinen Nachmittag und meine Spielerunde ausgetauscht. Ich mag meine beiden Romane immer noch sehr. „Lessons in Magic and Disaster“ ist erfrischend anders als die Geschichten, die ich sonst so lese, und die Interaktionen zwischen der Protagonistin und ihrer Mutter machen mich neugierig auf weitere Details ihrer Beziehung. „Claiming the Tower“ hingegen ist bislang einfach nur sehr nett zu lesen, auch wenn Bess inzwischen ihren Job verloren hat und das einen unangenehmen Nachgeschmack mit sich brachte. Aber auf der anderen Seite erlaubt ihr das gerade herauszufinden, wie es sich anfühlt ein einem Haushalt zu leben, in dem Arbeitgeber*innen und Angestellte sich gegenseitig respektieren. Alles in allem war das ein sehr netter Abend, aber so langsam werde ich ziemlich müde und da ich in den nächsten Tagen viel um die Ohren habe, sollte ich heute zu einer vernünftigen Zeit ins Bett gehen.

Ich fand es nett nach der Sommerpause endlich mal wieder einen Lese-Sonntag mit euch zu verbringen und hoffe, ihr konntet den Tag ebenso genießen wie ich! Habt einen guten Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja beim Herbstlesen im Oktober wieder. 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Lese-Sonntag Juni 2025

Der letzte Lese-Sonntag vor meiner Sommerpause und ich muss zugeben, dass ich nach der vergangenen „tropischen“ Nacht jetzt schon bereit für den Herbst bin … Immerhin könnten wir heute – wenn das Wetter so „schlecht“ wird wie angekündigt – Glück haben und einen Teil des Tages mit offenen Fenstern und ohne Verdunklung verbringen können. Was definitiv angenehmer zum Lesen wäre als den ganzen Tag mit Kunstlicht verbringen zu müssen. Ich lese momentan „The Insider“ von Mark Oshiro (in der Taschenbuch-Ausgabe) und mein aktuelles eBook ist „Crown Tourney“ von Tansy Rayner Roberts. Letzteres ist eine Sammlung von zehn märchenhaften Geschichte, die die Autorin im Laufe ihrer Karriere geschrieben hat. Ich mochte die bisher gelesenen Geschichte und ich finde es spannend ihre Anmerkungen dazu zu lesen. Sie schreibt darüber, was sie inspiriert hat, wie sie heute über ältere ihrer Geschichten denkt (und was sie so nicht mehr schreiben würde) und nebenbei gibt es einen Haufen Lese-Empfehlungen (wobei ich zu meiner Erleichterung festgestellt habe, dass ich die meisten empfohlenen Titel/Autor*innen schon längst kenne).

Bevor ich aber zum Buch greife, gönne ich mir wieder Zeit zum Wachwerden (und zum Duschen und Abwaschen und ähnlichem). Ich hoffe sehr, dass die Wohnung im Laufe des Vormittags noch weiter auskühlt, so dass wir eine Brettspielrunde einlegen können. Ansonsten bleibt es heute für mich beim Lesen und Spielen mit der Switch …

Update 11:00 Uhr

Ein angeschalteter eReader dessen Bildschirm in schwarzweiß das Cover von "Crown Tourney" zeigt. Das Covermotiv besteht aus einer Krone, die über dem Titel schwebt und in deren Mitte ein Dolch zu sehen ist. In den Ecken des Bilds sind dornige Zweige zu sehen.

Ich haben heute Vormittag meinen Pflichtkram erledigt, geduscht, etwas Zeit mit „Animal Crossing“ verbracht und in „Crown Tourney“ gelesen. Genau genommen habe ich das Buch beendet, nachdem ich feststellte, dass ich nur noch die Kurzgeschichte auslesen musste, die ich gestern angefangen hatte. Ich mochte diese bunte Mischung aus märchenhaften Geschichten und obwohl sie alle aus der selben Feder stammen, sind sie sehr unterschiedlich angelegt.

Dummerweise bedeutet das, dass ich mir nun ein neues eBook suchen muss und ich weiß nicht so recht, worauf ich Lust habe. Ich könnte natürlich auch „The Insider“ weiterlesen – der Roman gefällt mir bislang sehr gut -, aber ich lese beim Frühstück lieber ein eBook (und so langsam bin ich hungrig genug, dass das bald ansteht). Mal schauen, wofür ich mich entscheide …

Update 15:00 Uhr

Links ein Teller mit einer aufgeschnittenen Kohlrabi, zwei kleinen Möhren und zwei English-Muffin-Hälften, die mit Curry-Creme bestrichen wurden. Rechts davon eine Tasse Milchkaffee mit sehr stabiler Milchschaumhaube.

Beim Frühstück habe ich ein bisschen durch meine eBooks gestobert und bin bei „Point By Point“ von Celia Lake hängengeblieben. Ich habe mir vor kurzem die elf Titel der Autorin, die mir noch fehlten, über Payhip gekauft, weil ich nicht jedes Mal, wenn ich Lust auf einen ihrer Romane hatte, wieder neu recherchieren musste, welchen ich schon besitze/gelesen habe und welchen nicht. „Point By Point“ ist der sechste Band der „Mysterious Powers“-Reihe (diese Reihenbezeichnungen haben es mir auch nicht einfach gemacht all die Bände auseinanderzuhalten *g*) und ich kenne den Protagonisten Galen schon aus einem anderen Roman von Celia Lake. Die Protagonistin Lydia ist Journalistin, die die Nachwirkungen eines vor einigen Monaten aufgedeckten Skandals nachgehen will, wofür sie Galens Hilfe benötigt.

Eine angeschaltete Switch, deren Bildschirm eine Szene aus Fantasy Life i zeigt. In der Szene ist mein Charakter in das Outfit eines Angler-Meisters gekleidet und steht mit einer Gruppe anderer Figuren vor einem Haus in einer tropisch anmutenden Umgebung.

Ich mag diese Mischung aus magischer Parallelgesellschaft, historischen Tatsachen und sich real anfühlenden Figuren, die die Autorin für ihre Romane entwickelt hat. Besonders ansprechend finde ich es, welchen Aufwand sie in all die Detailrecherche steckt, wenn es um das Leben in der jeweiligen Zeit geht und um all die kleinen speziellen Dinge rund um Handwerksberufe. Ihr wöchentlicher Newsletter ist immer voller faszinierender Links. *g* Aber da mein Mann die ganze Zeit, während ich las, „Fantasy Life i“ gespielt hat, habe ich dann auch erst einmal zur Switch gegriffen und eine Runde gespielt. Ich bin gerade an einem Punkt im Spiel, wo ich für meine verschiedenen Berufe mal wieder Materialen sammeln muss, um ein paar Aufträge zu erledigen – was bedeutet, dass ich gut hier und da mal eine halbe Stunde spielen kann, ohne das Gefühl zu haben, ich würde mittendrin aufhören.

Update 18:30 Uhr

Die Taschenbuchausgabe von "The Insiders" neben einem Knoppers auf einer dunkelbraunen Sofasitzfläche. Das Cover ist leuchtendgelb und wird von zwei diagnoal laufenden dunkelblauen Streifen unterbrochen, die drei laufende Kinder in amerikanischen Schulfluren zeigen.

Den Nachmittag über habe ich sowohl weiter in „Point By Point“ (ich mag, dass die Geschichte aus einer ganz anderen Perspektive und Monate später die Ereignisse aus „Magician’s Hoard“ aufgreift), als auch in „The Insiders“ gelesen. „The Insiders“ ist mein erstes Buch von Mark Oshiro und bislang (ich bin ungefähr bei der Hälfte) gefallen mir die Erzählweise, ebenso wie die Hauptfigur Héctor. Héctor hat zu Beginn des Romans gerade einen Umzug hinter sich bringen müssen, der dafür sorgt, dass er statt weiter in seine künstlerisch ausgerichtete Schule in San Francisco gehen zu können, in eine eher „traditionelle“ Schule in der kleinen Stadt Orangevale im Norden von Kalifornien gehen muss. Ihm fehlen nicht nur seine Freunde und sein Engagement in Theaterkurs, er wird auch schon am ersten Schultag vom Schulbully ins Visier genommen. Das ist nicht einfach zu lesen, aber die Handlung wird dadurch aufgelockert, dass Héctor relativ schnell einen Raum in der Schule findet, der ihm Zuflucht bietet (und der sich als überraschend magisches Element in dieser ansonsten sehr realistischen Geschichte entpuppt). Bevor ich mich entscheide, womit ich mich den Abend über beschäftige, schleppe ich erst einmal den Schlafzimmer-Ventilator in die Küche und koche das Abendessen …

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Zum Abendessen gab es heute für uns eine Folge der dritten Staffel von „Jet Lag: The Game“ (Youtube). Das ist eine Sendung, bei der (in dieser Staffel) zwei 2er-Teams versuchen in 100 Stunden so viele Bundesstaaten der USA zu besuchen wie möglich mit dem Ziel mehr Staaten (oder zumindest mehr Siegpunkte) zu erringen als das andere Team. Die verschiedenen Staffeln haben unterschiedliche Reise-Spiele – sehr amüsant war es für uns, als einer der Teilnehmer bei einem „Fangenspiel“ durch Europa fürchterlich an der Deutschen Bahn scheiterte. Das ist unterhaltsam und hat für uns genau die richtige Länge, damit wir noch genug Zeit für andere Dinge haben, bevor wir ins Bett gehen.

Ein angeschaltete eReader auf meinem Bein liegend, dessen Bildschirm das Cover von "Point By Point" von Celia Lake zeigt. Auf dem Cover sind die Schattenrisse von zwei Personen zu sehen, deren Kleidung auf die 1920er Jahre hindeutet und von denen die vordere Person weiblich und die etwas weiter hinten stehende Person männlich zu sein scheint.

Was für mich heute bedeutete, dass ich nach dem Essen weiter in „Point By Point“ gelesen habe. Ich mag es Lydia besser und Galen in seiner neuen Rolle als „Familienoberhaupt“ kennenzulernen und da ich weiß, dass Celia Lake Dick Francis (dessen Krimis hauptsächlich rund um den Pferderennsport angesiedelt waren) als eine der Inspirationen für diesen Roman genannt hat, finde ich die Szenen rund um Pferdesport noch ein bisschen unterhaltsamer als eh schon. So langsam wird es aber Zeit für mich ins Bett zu gehen …

Vielen Dank an Kiya, dass sie sich mir heute angeschlossen hat! Auf meinem Blog wird es wegen meiner „Sommerpause“ vom 2. Juli bis zum 31. August keine neuen Posts geben. Ich hoffe, dass wir uns zum nächsten Lese-Sonntag im September wiedersehe, und wünsche euch bis dahin eine gute Zeit!

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Heutige Mitleserin:

Lese-Sonntag Mai 2025

Der dritte Sonntag im Monat ist auch im Mai ein „Lese-Sonntag“. Wobei ich aktuell eigentlich keinen extra Tag zum Lesen freihalten muss, weil ich das eigentlich ganz gut auf die Reihe bekomme. Was sich wirklich gut anfühlt … aber auch zu dem einen oder anderen Buchzugang in den letzten Wochen geführt hat, weil gelesene Leseproben oder die Tatsache, dass ich einen Band aus einer Reihe beendet habe, zu spontanen Bestellungen führten. Ich bin sehr gespannt, wie mein SuB zum Monatsende ausschaut und ob ich noch ein paar Bücher beendet bekomme, bevor der Urlaub meines Mannes beginnt und damit so einige gemeinsame Vorhaben anstehen. Wie immer muss ich erst einmal wachwerden (und das Abendessen vorbereiten und den Abwasch der letzten … ähm … 1 1/2 Tage erledigen), bevor ich heute zum Buch greife. Ich bin gepannt, ob ich heute einen der angefangenen (und zum Teil schon länger pausierten) Titel weiterlese, oder ob es mich spontan zu einem neuen Roman ziehen wird. Momentan kann ich meine Leselaune noch gar nicht einschätzen …

12:00 Uhr Update

Heute ein spätes erstes Update, weil mir heute nach dem „ich habe ein paar Pflichten, bevor ich mich vergnügen kann“-Beitragsanfang nicht nach Kommunikation war. Ich war müde und schlecht gelaunt und hatte keine Lust den Abwasch anzufangen. Mein Kopf ist mit der Planung der kommenden drei Wochen beschäftigt und ich habe gleichzeitig zu viele Bücher, die ich jetzt sofort lesen will, und zu viele Bücher, die mir nicht gefallen, denen ich aber noch eine Chance geben will. Außerdem habe ich keine Ahnung, was ich heute frühstücken soll, ich habe den schwedischen Eurovision-Song als Ohrwurm … und so könnte ich immer weiter jammern. Dabei gehe ich mir selber so auf die Nerven, wenn ich so schlecht drauf bin, was meine Laune natürlich nicht verbessert. *g*

Irgendwann war der Abwasch dann doch erledigt, die Suppe für heute Abend so weit vorgekocht, dass ich mir darüber keine Gedanken mehr machen muss, mein Mann und ich haben einen Café-Termin für seinen Urlaub geplant und ein Switch-Spiel für den Sommer vorbestellt, auf das wir uns beide schon seit der ersten Ankündigung vor ein paar Jahren freuen. Jetzt muss ich mich so langsam für ein Frühstück entscheiden und dann denke ich, dass ich einfach so lange Bücher von dem Stapel neben dem Sofa (weiter)lese, bis ich bei einem hängenbleibe. Mit etwas Gück bleibt der Himmel weiterhin so bedeckt, dass ich beim Lesen sogar Tageslicht genießen kann.

Update 15:00 Uhr

Eine zartgrüne Schale mit einer Portion Milchreis, auf der sich ein großzügiger Klecks pürrierte Mango befindet. Daneben steht eine große Tasse mit schwarzem Tee mit Milch. Im Hintergrund ist eine kleinere Schale mit Milchreis zu erahnen.

Sehr viel habe ich seit dem letzten Update nicht gemacht. Ich habe mir Milchreis zum Frühstück gekocht (heute mit etwas gekaufter pürrierter Mango) und beim Essen ein Video von Beth Bartholomew geschaut, danach habe ich etwas Zeit mit zwei Büchern verbracht. Das eine Buch ist „Fuzzy Nation“ von John Scalzi, das schon seit erschreckend langer Zeit (November 2016) auf meinem SuB liegt. Da ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe endlich mal mehr ältere Titel aus meinem Bestand zu lesen, habe ich vor ein paar Tagen zu dem Buch gegriffen und wurde dann nicht so recht warm mit dem Protagonisten. Ich finde immer noch das die Inhaltsangabe dieses SciFi-Romans gut klingt, aber ich weiß nicht, ob mir John Scalzis Erzählweise liegt. Es kann aber auch sein, dass ich einfach gerade nur etwas nörgelig bin und mir etwas mehr Zeit nehmen muss, um in die Geschichte reinzukommen und mich auf den Protagonisten einzulassen.

Zwei Bücher auf einer dunkelbraunen Sofa-Sitzfläche. Rechts das Masspaperback von Fuzzy Nation von John Scalzi. Das Cover zeigt einen Mann und ein kleineres pelziges Wesen und im Hintergrund neben einem großen Baum einen kleinen Flieger. Links liegt das Buch "The Kingdom of Carbonel", dessen gezeichnetes und etwas altmodisch wirkendes Cover zwei Kinder und zwei kleine Katzen zeigt, die in einem Schaukelstuhl durch die Luft fliegen.

Da ich mich gerade aber dazu nicht in der Stimmung fühlte, habe ich „The Kingdom of Carbonel“ von Barbara Sleigh aus dem Regal gezogen. Den ersten Carbonel-Band mochte ich wirklich gern und ich fand es nett ein paar Kapitel in dieser wunderbar altmodischen Geschichte zu lesen, aber auch dafür bin ich nicht in der richtigen Stimmung. Ich denke, ich werde noch eine Weile weiter durch meine Bücherstapel wühlen, bis ich das richtige Buch für mich gefunden habe.

Update 18:30 Uhr

Ein angeschalteter eReader mit der Titelseite von "The Gryphonpike Chronicles" auf dem Bildschirm. Davor eine Untertasse mit zwei Keksen und einem Riegel Schokolade.

Mein Nachmittag ist damit vergangen, dass ich meine Nase in verschiedene Bücher gesteckt habe. Ich habe gerade so viele angefangene und „die lese ich als nächstes“-Titel neben dem Sofa gestapelt, dass ich wirklich viel Auswahl hatte. 😉 Als es dann Zeit für Tee und Kekse wurde, habe ich aber lieber zum eBook gegriffen und die „Gryphonpike Chronicles“ von Annie Bellet angefangen. Mein eBook beinhaltet alle sechs Geschichten (insgesamt um die 220 Seiten), die zu der Reihe gehören, und der Anfang gefiel mir gut genug, dass ich den Roman wohl in den nächsten Tagen weiterlesen werde, wann immer ich beim Lesen die Hände frei haben möchte. Die Geschichten drehen sich um eine stumme Elfe, die von ihrem Volk verstoßen wurde und erst ihre Stimme zurückerhält, wenn sie 1000 gute Taten vollbracht hat. Dafür hat sie sich eine klassischen (und sehr gemischten) Gruppe von Abenteurern angeschlossen und ich denke, dass das ganz unterhaltsam wird. Ich mochte Annie Bellets Erzählweise in den Titeln, die ich bislang von der Autorin gelesen habe, und diese Geschichte unterscheidet sich deutlich von dem gestern beendeten Roman „The Viscount St. Albans“, was mir bei meinem nächsten eBook wichtig war.

Eine Szene aus dem Switchspiel "Hello Kitty Island Adventure", bei der mein Charakter - ein braunes Häschen - an einem gemütlich prasselnden Lagerfeuer in einer stimmungsvollen Schneelandschaft sitzt.

Danach habe ich erst einmal eine Runde „Hello Kitty Island Adventure“ gespielt. Nachdem es in der vergangenen Wochen ein vorgezogenes Update für das Spiel gab, gibt es ein neues Gebiet, das ich sehr mag, und neue Challenges, die ich nett finde. Grundsätzlich kommt es mir entgegen, dass ich bei dem Spiel selber wählen kann, wie viel oder wie wenig Zeit ich damit verbringen, ohne dass ich das Gefühl habe, ich würde etwas verpassen. 🙂 Da ich aber noch immer unzufrieden damit war, dass ich kein „richtiges“ Buch gefunden hatte, das mich fesseln konnte, habe ich zu einem meiner Neuzugänge gegriffen und „The Raven Scholar“ von Antonia Hodgson angefangen – und ich denke, dass ist der Roman, bei dem ich erst einmal bleibe. *uff*

The Raven Scholar auf einer Fensterbank. Das dunkelviolette Cover zeigt einen gezeichneten weißen Raben, dessen Kopf und Kralle von der linken Seite über den goldenen Titel ragen.

„The Raven Scholar“ ist epic fantasy, obwohl ich das ja fast gar nicht mehr lese. Die Handlung dreht sich um einen Wettbewerb, in dem acht Kandidat*innen (die in Klöstern, von denen jedes einem anderen heiligen Tier gewidmet ist, dafür ausgebildet wurden) gegeneinander antreten. Der/die Sieger/in in diesem Wettbewerb wird für die kommenden 24 Jahre als Kaiser*in das Land regieren. Doch ein/e Teilnehmer*in des Wettbewerbs wird ermordet und die Protagonistin Neema Kraa (eine Gelehrte) wird damit beauftragt den Mörder zu finden. Ich mag Neema, die unter dem aktuellen Kaiser eine Rolle bei Hof einnimmt, obwohl sie so gar nicht in die höfische Gesellschaft passt. Sie freut sich gerade sehr darauf, dass sie in wenigen Wochen ihren Dienst für den Kaiser beenden und in Ruhe ihre wissenschaftlichen Studien wieder aufnehmen kann. Mal schauen, wie es mit ihr so weitergeht. *g*

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Die letzten Stunden habe ich vor allem mit Lesen verbracht. Bei den „Gryphonpike Chronicles“ habe ich inzwischen die erste Geschichte („Witch Hunt“) beendet und mich von dem Miteinander der Abenteurergruppe gut unterhalten gefühlt. Weder Weltenbau, noch Handlung, noch Figuren sind ungewöhnlich, aber ich finde es nett eine neue Variante eines vertrauten Themas zu lesen. Es fühlt sich an, als ob ich ein klassisches RPG anfangen würde. 🙂 Bei „The Raven Scholar“ hingegen habe ich das Gefühl, dass ich immer noch zuschaue, wie die eigentliche Handlung vorbereitet wird. Neema Kraa durchsteht eine unangenehme Situation nach der anderen und sie tut mir jetzt schon leid, wenn ich nur daran denke, was ihr noch bevorsteht. Auf der anderen Seite bin ich sehr gespannt, wie sie sich auf der Suche nach einem Mörder (wenn der Mord dann mal passiert ist) anstellen wird. Außerdem gibt es einen Aspekt, der mit dem Prolog zusammenhängt, bei dem mich eine Frage nicht loslässt und ich hoffe sehr, dass die Autorin darauf noch einmal irgendwann zurückkommen wird.

Aber jetzt ist es so langsam für mich Zeit eine letzte Blogrunde zu drehen und den Tag dann zu beenden. Auch wenn ich ziemlich nörgelig in den Tag gestartet bin, fand ich es nett die letzten Stunden in meinem Buch zu versinken und freue ich darauf morgen mehr von Neema zu lesen. Danke, dass ihr mir wieder beim Lese-Sonntag Gesellschaft geleistet habt – ich hoffe, ihr habt einen guten Start in die Woche und wir lesen uns demnächst wieder hier! Gute Nacht!

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Heutige Mitleserinnen:

Lese-Sonntag April 2025

Erst einmal wünsche ich euch Frohe Ostern! Ich habe keine Ahnung, wie viele Leute hier heute vorbeischauen, wo doch der Lese-Sonntag auf Ostern fällt, aber mich persönlich hält der Feiertag nicht davon ab den Lese-Sonntag wie üblich zu verbringen. Wobei ich heute – dank einer heftigen Erkältung – etwas angeschlagen bin, was dazu führt, dass ich vermutlich nicht mit meinem Mann brettspielen werde. Dem habe ich nämlich am vergangenen Wochenende bei Spielen von „Keep the Heroes Out!“ einen ziemlichen Schreck damit eingejagt, dass ich am Tisch sitzend ohnmächtig geworden bin, und das will er lieber nicht noch einmal erleben. *g* Ansonsten weiß ich noch nicht so recht, was ich heute lesen werde. Meiner ziemlich kurzen Konzentrationsspanne bin ich in den letzten Tagen damit entgegengekommen, dass ich ziemlich viele Leseproben gelesen habe. Was dazu führt, dass ich mich nicht entscheiden kann, ob ich damit noch etwas weitermache, mir ein neues eBook besorge, dessen Leseprobe mir gut gefallen hat, oder doch (vernünftigerweise) zu einem Buch vom SuB greifen (auch wenn das bedeutet, dass ich das zum Naseputzen ständig aus der Hand legen muss). Ich gönne mir also erst einmal noch etwas Zeit zum Wachwerden und schaue dann, ob mich doch ein bestimmtes Buch locken kann oder ob ich erst einmal weiter durch die gesammelten Leseproben auf meinem eReader arbeite …

Update 10:30 Uhr

Das mit dem Wachwerden ist heute anscheinend etwas schwierig, aber ich habe heute morgen ein bisschen Haushaltskram gemacht und mich dann mit dem eReader hingesetzt und drei Leseproben gelesen. Ich habe es mir in den letzten Monaten angewöhnt alle Bücher, die ich spontan interessant finde, erst einmal in einem „nicht sicher, ob das was für mich ist“-Ordner aufzulisten. Wann immer ich dann ein neues eBook kaufe, nutze ich die Gelegenheit und schicke mir ein paar Leseproben zu den Titeln in diesem Ordner auf meinen eReader. Die erste Leseprobe war die von „Ready or Not“ von Cara Bastone – ein Liebesroman, der mir in den letzten zwei oder drei Jahren ständig als Empfehlung vor die Nase gekommen ist und dessen Anfang mir gut gefiel. Die Handlung dreht sich um Eve, die nach einem One-Night-Stand schwanger wird und beschließt, dass sie das Baby behalten will. Während sie sonst all die Schwierigkeiten in ihrem Leben mit der Hilfe ihrer besten Freundin Willa gemeistert hat, sieht sich Willa dieses Mal nicht in der Lage Eve beizustehen – stattdessen springt Willas älterer Bruder Shep ein und das sorgt anscheinend dafür, dass sich die bislang freundschaftliche Beziehung zwischen Eve und Shep verändert. Die Leseprobe war amüsant, gerade weil jede Szene einen eigentlich ernsten Kern hat, die Figuren waren sympathisch (selbst Willa, die als Freundin hier nicht „perfekt“ funktioniert,) und diverse Personen haben betont, dass die Handlung weniger auf Liebesgeschichte, als auf „found family“ hinausläuft, was ich vielversprechend finde. Mal schauen, ob ich mir das Buch heute noch gönne – es scheint selbst in unkonzentriertem Zustand gut lesbar zu sein.

Leseprobe Nr. 2 war „Hot Hex Boyfriend“ von Carly Bloom, was von einer Youtuberin mit den „The Witches of Thistle Grove“-Büchern von Lana Harper verglichen wurde. Diesen Vergleich kann ich nach den wenigen gelesenen Seiten nicht nachvollziehen und während ich die bislang gelesenen Lana-Harper-Titel gemocht habe, bezweifel ich, dass mir „Hot Hex Boyfriend“ zusagen wird. Es gab so viele Elemente zu Beginn der Geschichte, die von der Autorin anscheinend gezielt eingebaut wurden, um „amüsant“ zu sein, die mich aber eher mit den Augen rollen ließen. Dazu kommt, dass ich den Protagonisten absolut unsympathisch fand und keinen ganzen Roman mit ihm lesen will, selbst wenn er sich (durch die Liebe einer Frau *argh*) deutlich ändern sollte. Es wäre vermutlich weniger schlimm gewesen, wenn die gesamte Handlung aus der Perspektive der Protagonistin erzählt würde, aber da ich seine Perspektive schon während der Leseprobe teilen musste, reichen mir diese wenigen Seiten, um das Buch nicht weiter in Betracht zu ziehen!

Danach habe ich ein bisschen „Animal Crossing“ gespielt, wobei ich immer wieder eingenickt bin. Weshalb ich jetzt wohl lieber erst einmal schaue, ob ich was zu Frühstück finde und ob mich das etwas wacher werden lässt.

Update 13:00 Uhr

Ein Frühstück und ein paar Leseproben später … Wobei „Frühstück“ vielleicht eine etwas übertriebene Bezeichnung für eine Banane, ein Riegel Schokolade und eine Tasse heiße Milch mit Honig ist. Aber es beruhigt den knurrenden Magen, die Schokolade schmeckt intensiv genug, dass ich das Gefühl habe, ich hatte was „Leckeres“ und alles zusammen lässt sich auch mit kratzendem Hals zu mir nehmen.

Was die Leseproben angeht, so habe ich die ersten Kapitel von „Perfectly Imperfect Pixie“ von MJ May gelesen. Ich bin mir nicht sicher, ob das reine Fantasy oder Romantasy ist (ich vermute letzteres). Ich fand den Erzählton gut lesbar, die Figuren sympathisch und da ich grundsätzlich „found family“-Geschichten mag, bleibt der Titel auf auf der „irgendwann mal lesen“-Liste. Ich lese gern „humorvolle“ Liebesgeschichten – solange die Handlung einen ernsten Kern hat, die dafür sorgt, dass ich auch die Figuren und ihre Probleme ernst nehmen kann. Da es hier um den untypischen Pixie Phil(odendron) geht, der das Gefühl hat, dass sein neuer Job die letzte Chance für ihn ist sich mit seinen Pixiefähigkeiten seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Während Phils neuer Arbeitgeber sich mit Sorgerechtsstreitigkeiten rund um die Kinder seines verstorbenen Bruders herumschlägt und damit überhaupt eine Beziehung zu diesen Kindern aufzubauen.

Danach ging es weiter mit „The Spare Man“ von Mary Robinette Kowal – obwohl ich von der Autorin noch „The Calculating Stars“ auf dem SuB habe und deshalb eigentlich nicht nach weiteren Büchern von ihr Ausschau halte. Aber ich war vor ein paar Tagen über diesen Titel gestolpert und die Mischung aus Krimi und SF und die Tatsache, dass es ein Einzelband ist, haben mich gelockt. Erzählt wird die Handlung aus der Perspektive von Tesla Crane, einer reichen Erbin und Investorin, die auf ihrer Hochzeitsreise ist, als es auf dem Raumschiff (dessen Atmosphäre eher an ein altmodisches Kreuzfahrtschiff erinnert) einen Mord gibt. Da Teslas frisch angetrauter Ehemann Mishal als Täter verdächtigt wird, beginnt sie gemeinsam mit ihrem Assistenzhund zu ermitteln. Normalerweise mag ich es nicht, wenn jemand verdächtigt wird, nur weil er am Tatort war – weshalb dann die Person selber oder die dieser Person nahestehende Protagonistin ermitteln muss. Aber hier stört es mich nicht, weil ich die Genremischung plus die Erzählweise, die mich sehr an eine moderne Version der „Der dünne Mann“-Filme erinnert, sehr mochte. Ich fürchte, ich muss jetzt mal gut überlegen, ob ich das eBook oder das Taschenbuch bestelle … Weshalb ich gerade eine Bestellung bei „meinem“ Buchhändler in Großbritannien aufgegeben habe. 😉

Update 16:45 Uhr

Von links nach rechts die Romane "The Witness for the Dead", "The Grief of Stones" und "The Tomb of Dragons" von Katherine Addison.

Nachdem ich „The Spare Man“ bestellt hatte, fiel mein Blick auf „The Tomb of Dragons“ von Katherine Addison, das ich Ende März geliefert bekommen und noch nicht gelesen hatte. Da ich gerade große Lust auf diese Art von Geschichten habe, aber fürchtete, dass ich zu müde wäre, um mich auf einen neuen Fall für Thara Celehar einzulassen, habe ich die beiden Vorgänger-Bände aus dem Regal geholt.

Ich mag Katherine Addisons Schreibstil und vor allem mag ich ihren ganz besonderen Thara Celehar (auch wenn ich niemals in seiner Welt voller Kirchenpolitik, Intrigen und Mord leben wollen würde). Allerdings sind mir nach einigen Kapiteln von „The Witness for the Dead“ die Augen zugefallen, weshalb es für mich dann erst einmal einen ausgiebigen Mittagsschlaf auf dem Sofa gab. Mein Mann hat mich aus dem dann geweckt, um zu fragen, ob ich Lust auf eine Runde „Nachmittagssüß“ hätte, weshalb es für mich gerade Schokolade, Marzipan-Eier und Pfefferminztee in meiner neuen Capybara-Tasse gab. Die Tasse habe ich im vergangenen Monat von unserer ehemaligen Nachbarin geschenkt bekommen und freue mich beim Trinken immer, wenn das im Tee sitzende Capybara so nach und nach auftaucht.

Update 20:15 Uhr

Meine Spielfigur aus "Hello Kitty Island Adventure" vor einer gemütlichen Sitzecke vor einem lodernden Kamin in einer Eishöhle.

Nach dem Teetrinken habe ich erst einmal zur Switch gegriffen und „Hello Kitty Island Adventure“ gespielt. Das Spiel macht mir immer noch viel Spaß und ich finde es ganz angenehm, dass ich aktuell nicht mehr so viele neue Dinge zu entdecken habe. Das hat mir heute die Gelegenheit gegeben etwas Zeit mit der Suche nach Gudetama zu verbringen, von denen ich noch drei fotografieren musste. Beim letzten habe ich dann auf einen Walkthrough zurückgegriffen, weil ich das verflixte Ding einfach nicht gefunden habe. *g* Damit war ich so gut beschäftigt, dass ich erst aufgehört habe zu spielen, als es Zeit zum Kochen wurde.

Eine Schale mit Couscous-Linsen-Salat und Falafel.

Zum Abendessen gab es heute eine fertige Mischung für „Couscous-Linsen-Salat“, die ich immer noch mit Tomatenmark und Feta abschmecke. (Letzteres vor allem, weil die Mischung intensiv pfeffrig ist und dringend abgemildert werden muss.) Dazu dann noch Falafel, um etwas Struktur beim Essen zu haben und weil es vom Geschmack her passt. Alles in allem dauert das Kochen heute ungefähr sieben Minuten, was mir wirklich entgegen kam. 😉

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Den Abend habe ich vor allem mit „The Witness for the Dead“ verbracht. Ich mag den Protagonisten so sehr und ich begleite ihn sehr gern bei seiner Arbeit, obwohl sein Job (und sein Leben) eigentlich ziemlich bedrückend ist. Bevor ich gleich ins Bett gehe, gönne ich mir noch das heutige „Rewilding Jude“-Video. Ich gucke den Kanal seit fast einem halben Jahr und finde Judes Videos immer wunderbar entspannend, gerade weil bei seinen ganzen Projekten selten etwas auf Anhieb klappt. Auf jeden Fall sorgen seine Videos bei mir für gute Laune, was dann hoffentlich dafür sorgt, dass ich gleich gut einschlafen kann. 🙂

Ich hatte heute einen überraschend abwechslungsreichen Tag, wenn ich bedenke, dass ich das Sofa kaum verlassen habe. Danke, dass ihr – trotz der österlichen Familientermine – vorbeigeschaut und kommentiert habt! Ich hoffe, ihr hattet einen wunderschönen Ostersonntag und könnt auch den morgigen Feiertag noch genießen!

Lese-Sonntag März 2025

Auch wenn es sich dafür (mal wieder) zu früh anfühlt, ist heute der dritte Sonntag im März und somit Lese-Sonntag. Da ich endlich wieder regelmäßig lese, hoffe ich, dass ich heute ein paar Seiten in meinen aktuellen Büchern schaffe. Auf der anderen Seite haben mein Mann und ich am Donnerstag ein neues Brettspiel bekommen, das wir noch nicht ausprobiert haben (und von dem wir deshalb nicht wissen, wie lange eine Runde dauern wird). Außerdem werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit wieder etwas Zeit mit der Switch verbringen, da ich immer noch viel Spaß mit „Hello Kitty Island Adventure“ habe. Bevor ich mich aber ins Vergnügen stürze, muss ich erst einmal richtig wach werden (und ein paar Pflichten hinter mich bringen).

Update 10:00 Uhr

Der Morgen ist bislang recht entspannt vergangen. Ich habe meinen Pflichtkram hinter mich gebracht und sorgar schon ein paar Seiten in meinem einem meiner aktuellen Romane gelesen – genau genommen in „Die Hexenprinzessin“ von Susan Dexter. Ich weiß nicht, wann ich die Bücher das letzte Mal gelesen habe, aber es ist definitiv mehr als 15 Jahre her. (Mein Mann behauptet, dass er sich nicht erinnern kann, dass ich die Romane je in seiner Gegenwart gelesen hätte, was – wenn er recht hat – bedeuten würde, dass ich die Bücher in den letzten 25 Jahren nicht in der Hand hatte.) Auf jeden Fall bin ich gerade sehr fasziniert von der deutschen Übersetzung (von Gabriele Fröba), die ich inzwischen als etwas sperrig empfinde. Etwas, das mir früher definitiv nicht aufgefallen wäre. Da ich gestern entdeckt habe, dass es einen vierten Band gibt, der nie auf Deutsch veröffentlicht wurde, werde ich vermutlich beim Frühstück da einen Blick in die englische Leseprobe werden. Ansonsten haben mein Mann und ich geplant, dass wir heute Vormittag noch unsere Brettspielrunde in Angriff nehmen.

Update 13:45 Uhr

Nach dem letzten Update und einer kleinen Kommentarrunde gab es erst einmal Frühstück für mich. Dazu habe ich – wie geplant – die ersten Seiten von „The Wandering Duke“ von Susan Dexter gelesen und kann nun sagen, dass die Erzählweise zwar zeigt, dass die Geschichte schon vor zwanzig Jahren geschrieben wurde, aber es liest sich deutlich runder als die deutsche Übersetzung von „Die Hexenprinzessin“. Wenn mir die sechs Susan-Dexter-Titel, die ich in meinem Regal habe, auch nach diesem Reread immer noch gefallen (und momentan sieht es danach aus), dann muss ich mal schauen, ob noch andere Bücher der Autorin auf Englisch zu kaufen sind. Nach meinem Frühstück ging es dann zum Brettspielen.

Das war heute unsere erste Runde mit „Critter Kitchen“. Das Spiel ist von der selben Firma (und der selben Illustratorin), die auch „Flamecraft“ gemacht hat, und da uns „Flamecraft“ so gut gefallen hatte, hatten wir bei „Critter Kitchen“ den Kickstarter unterstützt. Die Spieler*innen betreiben jeder ein eigenes Restaurant und die drei verschiedenen Köche, die einem zur Verfügung stehen, werden zu Beginn einer Runde losgeschickt, um Lebensmittel einzukaufen. Jeder der Köche hat verschiedene Fähigkeiten, so dass gut überlegt werden muss, welcher Koch welches Geschäft aufsucht. Mit den besorgten Lebensmitteln (deren Auswahl vom Glück abhängt) sollten dann nach den ersten drei Runden drei Gerichte zusammengestellt werden, mit denen vorgegebene Aufgaben erfüllt werden müssen. Insgesamt gibt es sieben Runden (zweimal drei Runden für das Zusammenstellen von Gerichten und in der letzten Runde muss ein Restaurantkritiker zufriedengestellt werden). Auf den ersten Blick ist die Menge an Karten und kleinen Dingen, die auf dem Tisch liegen, schon etwas überwältigend, aber im Spiel selber fühlt es sich stimmig und überraschend einfach an (zumindest nachdem wir zweimal zwei kleine Regelunklarheiten nachgeschlagen hatten). Ich fürchte, dass das Spiel mit mehreren Personen mehr Spaß macht als zu zweit, aber auch so war es wirklich sehr nett zu spielen. Ich bin gespannt, wie sich das im Laufe der Zeit noch entwickelt – heute hatten wir erst einmal die einfachste Variante ausprobiert.

Update 17:00 Uhr

Bis ca. 16 Uhr habe ich weiter in „Die Hexenprinzessin“ gelesen und fühle mich davon gut unterhalten. Die Geschichte wird vor allem aus der Sicht von Leith erzählt, der ein Prinz ist, auf dem ein Fluch liegt. Dieser Fluch hat dafür gesorgt, dass er – als einziger Überlebender einer Schiffsreise (womit m. M. nach die Frage im Raum steht, ob es wirklich ein Fluch ist) – an die Küste von Esdragon gespült wurde. Ohne jeglichen Proviant stieß er dort auf den magischen Hengst Valadan, dank dessen Fähigkeiten er wenig später einen gläsernen Berg erklimmen konnte. Was ihm theoretisch die Hand der örtlichen Prinzessin einbrachte – nur, dass diese Prinzessin (Kess) alles andere als bereit zur Hochzeit ist. Gemeinsam machen die beiden sich auf den Weg, um Kess‘ verschwundene Eltern zu finden – und bislang hat sie Leith tagelang ziemlich fies an der Nase rumgeführt, vergiftet, mehrfach heftig getreten und auch sonst muss er vor seiner Reisegefährtin mindestens ebenso sehr auf der Hut sein wie vor seinem Fluch. (Überraschenderweise finde ich Kess bei all ihrer Boshaftigkeit trotzdem irgendwie sympathisch … auf jeden Fall macht sich bemerkbar, dass Susan Dexter mit ihren Geschichten typische High-Fantasy-Elemente auf den Kopf stellen wollte.) Wenn ich überlege, dass ich den Roman gestern kurz vor dem Schlafengehen angefangen habe, bin ich ein bisschen überrascht davon, wie zügig ich die Geschichte lese.

Die letzte Stunde habe ich dann mit „Hello Kitty Island Adventure“ verbracht und in Ruhe etwas gebastelt und Geschenke an meine Nachbarn verteilt. Als nächstes organisiere ich noch einen Bandauftritt für Tuxedosam und dann greife ich wieder zum Buch. Heute kann ich entspannt lesen bis es Abendessen gibt, denn wir haben beschlossen, dass es endlich mal wieder indisches Lieferessen geben wird! 🙂

Update 20:00 Uhr

Uff, bin ich satt! *g* Nach dem letzten Update habe ich weiter in „Die Hexenprinzessin“ gelesen, bis unser Essen geliefert wurde. Es war wieder sehr lecker und ich habe dieses Mal daran gedacht, dass das indische Restaurant am Wochenende schärfer würzt als in der Woche, weshalb ich mir auch nur einen halben Samose von meinem Mann habe geben lassen. Es ist nicht so, dass ich scharfes Essen nicht mag, aber es schmeckt halt nicht so gut, wenn ich Atemprobleme bekomme. 😉

Ein eReader, dessen Bildschirm das Cover von "The Shoemaker's Wife" von Celia Lake zeigt. Auf dem Cover sind die Silhouetten eines Paares zu sehen. Die Frau steht vor dem Mann hat den rechten Fuß so hochgehoben hat, als wolle sie ihm ihren Schuhabsatz zeigen, auf den beide hinunterblicken.

Nach dem Essen war mir nach Abwechslung, weshalb ich zu meinem aktuellen eBook gegriffen habe. „The Shoemaker’s Wife“ von Celia Lake ist der zweite Band der „Mysterious Arts“-Reihe – wobei alle Bände laut der Autorin unabhängig voneinander gelesen werden können. Dieser Roman spielt (wie alle Bucher der Autorin) in einem alternativen Großbritannien, in dem ein Teil der Bevölkerung über Magie verfügt, was aber den nicht-magischen Teil der Bevölkerung verborgen bleibt. Genau genommen dreht sich diese Geschichte auf der einen Seite um den Schuhmacher Owen, der nach Ende des Ersten Weltkriegs wieder nach Hause kommt und nach einigen Fehlschlägen einen Handwerkerjob beim Theater ergattern kann. Auf der anderen Seite ist da noch seine Frau Clara, der erst jetzt so richtig bewusst wird, dass sie ihren Mann eigentlich gar nicht richtig kennt, die in Abwesenheit ihrer Tante deren Apotheke führt, und die einen hartnäckigen Kunden hat, der anscheinend mehr von ihr will. Ich mag wie Celia Lake das Zusammenleben zwischen Owen und Clara beschreibt, die beide herausfinden müssen, wie ein Ehealltag für sie überhaupt ausschauen kann. Ich finde die Theaterleute großartig, die überraschend sensibel damit umgehen, dass Owens Kriegserfahrungen eben Spuren hinterlassen haben, und ich liebe all die Details rund um die professionelle Herstellung von Schuhen. Diese Mischung aus gut recherchierten Themen und sympathischen Charakteren mit nachvollziehbaren und realistischen Problemen sorgt dafür, dass ich bald Celia Lakes gesamte Backlist in meinem Besitzt habe. *g*

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

In den vergangenen drei Stunden habe ich weiter in „The Shoemaker’s Wife“ gelesen und bin mit dem Roman beinah durch. Mal schauen, ob ich die letzten Seiten noch schaffe, während ich darauf warte, dass das Badezimmer frei wird. Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut von der Geschichte unterhalten gefühlt. Celia Lake gelingt es sehr gut eine für mich funktionierende Mischung aus wohltuenden Elementen und Problemen, die die Handlung interessant machen, zu schaffen. Hier gab es jetzt nicht nur eine überraschend wenig dramatische Lösung für Claras aufdringlichen Kunden, sondern auch ein amüsantes „dritte Akt“-Element im Theater, bei dem allen Beteiligten ständig Anspielungen auf Bühnenstück-Timing und dem, was die Charaktere gerade selbst erlebten, machten. Wie gesagt, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Das war alles in allem ein netter Abend.

Genau genommen war der gesamte Tag wunderbar entspannt und ich bin sehr zufrieden mit den verschiedenen Sachen, die ich heute gemacht habe, (und definitiv nicht böse darüber, dass ich heute nicht kochen musste). Ich hoffe, ihr konntet den Sonntag auch genießen – es war schön, dass ihr heute wieder dabei gewesen seid!

Habt einen guten Start in die Woche und wir lesen uns (spätestens) in einem Monat wieder. 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Lese-Sonntag Februar 2025

Schon der zweite Lese-Sonntag in diesem Jahr und mir ist gerade bewusst geworden, dass ich seit dem im Januar kaum etwas gelesen habe. Mein Stapel mit angefangenen Büchern hat sich nicht bewegt und wenn mich nicht am vergangenen Dienstag überraschenderweise eine Leseprobe (die Indranan-War-Trilogie von K.B. Wagers) gepackt hätte, hätte ich in diesem Monat bislang gar nichts gelesen. Aber ich kann vermelden, dass mir das Offline-Sein gut tut, ebenso wie die Tatsache, dass ich in den vergangenen zwei Wochen meine Abende mit dem Spiel „Hello Kitty Island Adventure“ verbracht habe. Ewig kann ich (und will ich) mich nicht vor der Welt verstecken, aber für die nächsten zehn Tage werde ich dabei bleiben …

Was den heutigen Tag angeht, so starte ich erst einmal mit den üblichen Sachen, die ich zum Wachwerden nutze. Ansonsten steht wieder eine „Keep the Heroes Out!“-Runde an, ich habe – nachdem ich Freitag die Trilogie beendet hatte – gestern mit „Demon World Boba Shop“ (einen entspannten isekai-Roman rund um jemanden, der einen Bubble-Tea-Shop in einer Fantasywelt eröffnet) angefangen und dann werde ich gewiss auch noch Zeit mit Hello Kitty und all den anderen Figuren auf der Ferieninsel verbringen. Ich hoffe, wir können heute alle einen erholsamen Sonntag verbringen!

Update 10:00 Uhr

Der Morgen ist wieder einmal viel zu schnell rumgegangen. Aber immerhin fühle ich mich so langsam wach genug, um über etwas zu Trinken und über die nächste Aktivität nachzudenken. Genau genommen werden wir jetzt unsere „Keep the Heroes Out!“-Runde in Angriff nehmen, damit mein Mann heute noch genügend Zeit für die beiden Brettspiele, die er am Wochenende allein spielt, hat. Danach gönne ich mir dann ein Frühstück und schaue, ob mich mein Buch nicht locken kann …

Update 13:00 Uhr

Unsere „Keep the Heroes Out!“-Runde war heute wieder sehr lustig. Wir hatten das gleiche Szenario schon vor zwei Wochen gespielt und waren daran gescheitert, dass unser Markt keinerlei Tränke im Angebot hatte. Während wir gleichzeitig dringend Tränke brauchten, um die Feen, mit denen unser Dungeon befallen war, zu vertreiben. Ich muss gestehen, dass ich diese „Ungeziefer tummelt sich im Dungeon“-Aufgabe sehr lustig fand – gerade weil mein Mann wieder die Spinnen spielte, die heute dann auch erfolgreich den Feen-Befall beseitigt haben. Da wir dieses Mal genau wussten, dass die Tränke entscheiden für den Spielverlauf sind, habe ich sehr viele Karten geopfert, um den Markt auffrischen zu können, und am Ende waren wir so dann überraschend schnell erfolgreich. Ich bin gespannt, wie es beim nächsten Mal wird, wenn einer von uns die Feen spielen wird.

Nach unserer Brettspielrunde habe ich mir Milchreis gekocht und beim Essen etwas in „Demon World Boba Shop“ gelesen. Der Protagonist Arthur hatte gerade seinen allerersten Tag als Betreiber eines Bubble-Tea-Shops und nach einem etwas holprigen Start hat er so viel verkauft, dass er gleich drei Level als „Teamaster“ dazugewonnen hat. Was ich an dieser Geschichte mag, ist, dass die Figuren nicht nur wie im klassischen RPG aufleveln, wenn sie Erfahrungen sammeln, sondern dass sie auch aufleveln, wenn jemand anders ihre Produkte verwendet. Arthur zum Beispiel benötigte für seinen Shop Metallstrohhalme und Becher und so haben seine Freunde (ein Schmied und eine Töpferin) an diesem ersten Shoptag ebenfalls aufgelevelt. Außerdem ist es nett, dass die ganze Geschichte in einer Welt spielt, die darauf eingerichtet ist, dass Personen aus anderen Welten bei ihnen auftauchen und keine Ahnung von der Gesellschaft und den Strukturen hat – weshalb es klare Regeln für den Umgang mit und finanzielle Unterstützung für diese/n neuen Bürgern gibt.

Update 17:30 Uhr

Nach meinem Frühstück habe ich erst einmal eine ganze Weile „Hello Kitty Island Adventure“ gespielt. Ich hatte gestern Abend einen neuen Bereich freigeschaltet, den ich mir heute erst einmal in Ruhe angeschaut habe. Außerdem gibt es jeden Tag eine Menge einzusammeln, zu basteln und neue Quests zu erfüllen. Ich finde das Spiel wirklich wunderbar entspannend und bin mir sicher, dass ich da noch so einige Zeit mit zu tun habe. Ich habe ein paar kleinere Kritikpunkte, was die (mangelnde) Ordnung im Inventar angeht, aber ansonsten haben sich die Entwickler wirklich sehr viel Mühe gegeben das Spiel so hindernisfrei und selbsterklärend wie möglich zu gestalten. Und je größer das Gebiet wird, das einem zur Verfügung steht, und je besser die Freundschaft zu den anderen Personen wird, desto mehr Möglichkeiten gibt es auch das Ganze komfortabler zu gestalten. Besonders nett ist es auch, dass es ein Gebiet unter Wasser gibt, das von fast allen Inseln zugänglich ist und in dem frei geschwommen werden kann. So lassen sich unter Wasser ein Piratenschiff, ein Algenlabyrinth oder ein Comedy Club entdecken … 😉

Danach wurde es dann Zeit für Kekse und Milchkaffee und einige Kapitel in „Demon World Boba Shop“. Der Protagonist Arthur hatte zu Beginn des Romans (nachdem er in unserer Welt an einem Herzinfakt gestorben war) darum gebeten, dass er sein zweites Leben in einer Umgebung verbringen kann, die „nice“ ist. Und genau das passt auch hervorragend zu der Stadt in der er gelandet ist – inklusive all der Personen, die er bislang kennengelernt hat. Es gibt zwar den typischen Abenteurer-/Dungeon-Hintergrund aus klassischen Fantasy-Spielen, aber für Arthur spielt das kaum eine Rolle, da für ihn schnell feststeht, dass das nicht die richtige Art von Job für ihn ist. Was ihn dann relativ schnell dazu bringt, dass er Erfahrungen im Teebrühen, dem Herstellen von kleinen Teigkugeln und – nach der Eröffnung seines Standes – dem Umgang mit Kunden sammelt. Inzwischen hat er eine Assistentin eingestellt, die vor allem als Spülkraft arbeitet. Mir macht es viel Spaß die vielen kleinen Details dieser Welt – gemeinsam mit Arthur – zu entdecken. Sehr nett fand ich z.B. die Szene, in der ihm der Unterschied zwischen „Chef“ und „Cook“ in dieser Welt erklärt wurde. Der Chef ist jemand, dem es darum geht seine Gerichte zu perfektionieren, der „Cook“ jemand, dem es darum geht, dass sein Gast das für ihn perfekte Gericht bekommt. 😉

Update 22:30 Uhr (letztes Update)

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal eine Kommentarrunde gedreht und bin dann in die Küche gewandert, um drei verschiedene Beete (rote, gelbe und geringelte) für mein heutige Abendessen zu machen. Damit sich die Mühe lohnt, habe ich gleich noch eine Portion für morgen mitgemacht, die ich dann zusätzlich zum Kräuterquark noch mit Panko-Kräuter-Bröseln versehen werde. Ich bin gespannt, wie das zusammenpasst. 🙂

Bei „Demon World Boba Shop“ habe ich inzwischen mehr als die Hälfte des Buchs gelesen und der Protagonist hat gerade zum ersten Mal eine mehrtägige Monsterwelle miterlebt, die die Stadt angriff. Das Leben in dieser Welt ist nicht nur rundum nett und gemütlich. Aber da Arthur nichts passiert ist und er am zweiten Tag eine Idee hatte, wie er die anderen Verteidiger der Stadt mit seinem Tee unterstützen könnte, war auch dieser Teil beim Lesen überraschend wohltuend. Ich genieße es sehr all die Gedanken, die sich R.C. Joshua rund um die kleinen Details seiner Fantasywelt gemacht hat, zu lesen. Allein schon die Szene, in der Arthur sich durch einen Haufen (für ihn) unbekannter Früchte testet, um herauszufinden, was zu seinem Tee passen könnte und was ihn an Früchte und Beeren in unserer Welt erinnert, fand ich überraschend faszinierend. Nichts davon ist ausführlich beschrieben und es gibt in der Regel sehr schnelle Lösung für Arthurs Produktionsprobleme, aber ich finde es unterhaltsam und gut gemacht. Ich bin gespannt, was Arthur morgen in meiner Frühstückspause so erleben wird. 😉

Jetzt aber wird es Zeit eine letzte Blogrunde zu drehen und dann den Tag so langsam zum Ende zu bringen. Ich hatte heute einen wunderbar entspannten Tag und hoffe, dass es euch ebenso erging! Habt einen guten Start in die Woche! Schön, dass ihr wieder dabei gewesen seid. 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Lese-Sonntag Januar 2025

Der erste Lese-Sonntag im neuen Jahr und ich freue mich auf einen Tag mit lauter angenehmen Beschäftigungen. Bislang hatte ich gar kein schlechtes Lesejahr, was auch daran lag, dass wir in der ersten Januarwoche noch Urlaub hatten und ich dementsprechend etwas mehr Lesezeit einräumen konnte. Aktuell lese ich „The Decagon House Murders“ von Yukito Ayatsuji, „Dark Star Burning, Ash Falls White“ von Amélie Wen Zhao und „Harper’s Tale“ von Annie Bellet. Außerdem höre ich seit gestern „Never Say You Can’t Survive – How to Get Through Hard Times by Making Up Stories“ von Charlie Jane Anders beim Puzzeln. Ich bin gespannt, wie viel ich heute wirklich lesen werde. Denn sobald ich mich wach genug dafür fühle, werde ich noch etwas weiterpuzzeln, damit sich das Puzzle gut einrollen lässt, wenn wir den Tisch zum Spielen nutzen wollen. Nachdem wir am vergangenen Wochenende viel zu schnell an unserem „Keep the Heroes Out!“-Szenario gescheitert sind, müssen wir das heute unbedingt noch einmal versuchen. Ansonsten haben wir für heute Abend das Anschauen von „Die Spur des Falken“ geplant, da mein Mann den Film von einem Kollegen auf BluRay geliehen bekommen hat. (Natürlich musste ich deshalb gestern schon mal meine Bogart-Biografie und den Band mit Dashiell Hammetts Novels aus dem Regal ziehen – im Original habe ich den Roman noch nie gelesen …)

Update 11:45 Uhr

Ich habe den heutigen Morgen mit ein bisschen Rumwuseln, Wachwerden und „Animal Crossing“ verbracht, nur um dann den Vormittag mit meinem Puzzle (und Hörbuch) zu verbringen. Ich genieße es zur Zeit sehr zu puzzeln, das entspannt mich mehr als jede andere Tätigkeit – allerdings ist das auch die Beschäftigung, die ich gerade am wenigsten beenden kann. Gestern Abend habe ich nur eben ein paar Minuten gepuzzelt, während ich darauf wartete, dass das Essen gar wird, und am Ende hat sich mein Mann zu mir gesellt und wir beide haben uns die ganze Zeit versichert, dass wir nur noch dieses eine Teil anlegen und dann in die Küche wandern … *g* Da ich aber Hunger habe, wird es jetzt definitiv Zeit fürs Frühstück und dazu werde ich vermutlich eine Folge „Reincarnated as a Sword“ schauen, weil ich die Serie gerade so nett finde.

Update 16:15 Uhr

So viel fehlte bei meinem Puzzle ja nicht, weshalb ich mit meinem Mann abgemacht hatte, dass ich nach dem Frühstück noch ein Stündchen lang versuchen würde es fertig zu stellen. Bei den letzten Teilen hat mein Mann dann mitgearbeitet, aber kurz nach 14 Uhr konnte ich das Puzzle aufrollen. In den nächsten Tagen werde ich mir die Mühe machen und das Puzzle in 24 (ungefähr) gleich große Portionen aufteilen, damit ich das in Zukunft als „Adventskalender“ nutzen kann. Das tägliche „portionsweise“ Puzzeln hat mir im vergangenen Dezember wirklich gefallen, aber ich habe kein Adventskalenderpuzzle mit ansprechendem Motiv gefunden …

Dann ging es endlich los mit dem Szenario Nr. 26 von „Keep the Heroes Out!“. Mein Mann hat wie schon in der vergangenen Woche den Vampir(-Bibliothekar) gespielt, weshalb seine Figur ständig von – von ihm herbeigerufenen – Fledermäusen und seinen – von uns liebevoll „emotional suport“ – Büchern umgeben war. Während ich eine Gruppe von Skeleten gesteuert habe, die den Vorteil haben, dass ich (solange ich noch ungenutzte Spielfiguren zur Verfügung hatte) getötete Helden in ein neues Skelett verwandeln konnte. Unsere Aufgabe war es unser Dungeon nicht nur gegen die – wie üblich – eindringenden Helden zu verteidigen, sondern auch gegen die Pilze, die unter bestimmten Bedingungen im Dungeon auftauchten. Es war wieder sehr, sehr knapp und wir hätten definitiv keine weitere Runde überstanden, aber am Ende haben wir gesiegt. Was auch daran lag, dass wir nach der verherrenden Niederlage am vergangenen Wochenende bestimmte Dinge schon vorher wussten und deshalb vermeiden konnten. *g*

Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr erkennen, dass nur noch der Vampir und ein einsames Skelett oben links in dem Raum mit den Ausrufezeichen stehen, während die anderen Skelette und die Fledermäuse besiegt außerhalb des Dungeons sind. Auerdem liegen sehr viele bewusstlose Helden und Pilze im Dungeon verteilt – wenn wir nicht den entscheidenden Punkt geholt hätten, hätten die in der nächsten Runde ihr Bewusstsein wiedererlangt, unser Dungeon ausgeräumt und uns vernichtet. Jetzt habe ich mir definitiv Tee und Kekse verdient! 😉

Update 19:00 Uhr

"The Decagon House Murders" vor einer orangen Decke. Das Cover zeigt eine in rotes Licht getauchte Hand vor einem blauen Hintergrund. Die Hand ist mit keinem Körper verbunden und die blaue Hintergrundfläche zeigt eine Struktur, die an Spielkarten erinnert.

Die Zeit seit dem letzten Update (und der anschließenden Kommentarrunde) habe ich mit „The Decagon House Murders“ verbracht. Der Roman von Yukito Ayatsuji wurde im Original 1987 veröffentlich und hat – zumindest laut Klappentext – zu einem erneuten Aufleben des klassischen Detektivroman in Japan geführt. Die Geschichte in dem Buch spielt im Jahr 1986, wobei ein Teil der Handlung auf einer Insel – ohne Kontakt zur Außenwelt – geschieht und ein anderer Teil der Handlung findet parallel dazu an verschiedenen Orten in/rund um Osaka statt. Es steht von Anfang an fest, dass es zwei dramatische Ereignisse rund um die Familie, der die Insel bis vor kurzem gehörte, gab. Außerdem steht von Anfang an fest, dass es ein Mörder auf sieben Student*innen abgesehen hat, die eine Woche auf der Insel verbringen. Yukito Ayatsuji macht keinen Hehl daraus, dass die Geschichte von „And Then There Where None“ von Agatha Christie inspiriert wurde (der Roman wird mehrfach erwähnt), aber ich finde es reizvoll, dass es zusätzlich zu den Ereignissen auf der Insel noch den Handlungsstrang auf dem Festland gibt. Außerdem bin ich sehr gespannt herauszufinden, ob die Auflösung ebenfalls von Agatha Christie beeinflusst wurde oder ob all die vielen Hinweise, die ich beim Lesen sammel, zu einer überraschenden Auflösung führen. Bevor ich aber weiterlesen kann, muss ich erst einmal Abendessen kochen – und zum Essen gibt es „Die Spur des Falkens“!

Update 22:45 Uhr (letztes Update)

Ein Teller mit drei goldbraun gebackenen Gemüsepfannkuchen und einem Klecks Kräuterquark. Daneben ist ein weiterer Teller zu erahnen und im Hintergrund sind zwei Glasschalen mit Bohnensalat zu sehen.

Das Kochen dauerte heute etwas länger, aber die Gemüsepfannkuchen (mit Kräuterquark und Mais-Kidneybohnen-Gurken-Salat) waren so lecker, dass sich die Arbeit definitiv gelohnt hat. Es ist doch immer befriedigend, wenn eine „hm, ich könnte dieses und jenes zusammenwerfen“-Idee zu einem wiederholenswerten Rezept führt. 🙂

Zum Essen haben wir „Die Spur des Falkens“ angefangen. Es ist sehr, sehr lange her, dass ich den Film gesehen habe, aber ich habe eine Schwäche für diese Art von film noir und es ist beeindruckend, was eine 4K-BluRay aus dem alten Bildmaterial rausholen kann. Auch wenn es sich immer wieder bemerkbar macht, dass damals nicht für solche Bildqualität gedreht wurde. Etwas, das meinem Mann gerade regelmäßig bei alten britischen Horrorfilmen auffällt, wenn die Kostüme bei genauerem Betrachten unübersehbare Schwächen aufweisen, die bei der alten Bildqualität nicht ins Auge fielen. *g*

Bevor ich gleich ins Bett gehe, drehe ich noch eine letzte Kommentarrunde. Es war schön den ersten Lese-Sonntag in diesem Jahr mit so vielen Personen gemeinsam zu genießen. Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Tag! 🙂

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Heutige Mitleser*in: