Der erste Lese-Sonntag im neuen Jahr und ich freue mich auf einen Tag mit lauter angenehmen Beschäftigungen. Bislang hatte ich gar kein schlechtes Lesejahr, was auch daran lag, dass wir in der ersten Januarwoche noch Urlaub hatten und ich dementsprechend etwas mehr Lesezeit einräumen konnte. Aktuell lese ich „The Decagon House Murders“ von Yukito Ayatsuji, „Dark Star Burning, Ash Falls White“ von Amélie Wen Zhao und „Harper’s Tale“ von Annie Bellet. Außerdem höre ich seit gestern „Never Say You Can’t Survive – How to Get Through Hard Times by Making Up Stories“ von Charlie Jane Anders beim Puzzeln. Ich bin gespannt, wie viel ich heute wirklich lesen werde. Denn sobald ich mich wach genug dafür fühle, werde ich noch etwas weiterpuzzeln, damit sich das Puzzle gut einrollen lässt, wenn wir den Tisch zum Spielen nutzen wollen. Nachdem wir am vergangenen Wochenende viel zu schnell an unserem „Keep the Heroes Out!“-Szenario gescheitert sind, müssen wir das heute unbedingt noch einmal versuchen. Ansonsten haben wir für heute Abend das Anschauen von „Die Spur des Falken“ geplant, da mein Mann den Film von einem Kollegen auf BluRay geliehen bekommen hat. (Natürlich musste ich deshalb gestern schon mal meine Bogart-Biografie und den Band mit Dashiell Hammetts Novels aus dem Regal ziehen – im Original habe ich den Roman noch nie gelesen …)
Update 11:45 Uhr

Ich habe den heutigen Morgen mit ein bisschen Rumwuseln, Wachwerden und „Animal Crossing“ verbracht, nur um dann den Vormittag mit meinem Puzzle (und Hörbuch) zu verbringen. Ich genieße es zur Zeit sehr zu puzzeln, das entspannt mich mehr als jede andere Tätigkeit – allerdings ist das auch die Beschäftigung, die ich gerade am wenigsten beenden kann. Gestern Abend habe ich nur eben ein paar Minuten gepuzzelt, während ich darauf wartete, dass das Essen gar wird, und am Ende hat sich mein Mann zu mir gesellt und wir beide haben uns die ganze Zeit versichert, dass wir nur noch dieses eine Teil anlegen und dann in die Küche wandern … *g* Da ich aber Hunger habe, wird es jetzt definitiv Zeit fürs Frühstück und dazu werde ich vermutlich eine Folge „Reincarnated as a Sword“ schauen, weil ich die Serie gerade so nett finde.

Update 16:15 Uhr

So viel fehlte bei meinem Puzzle ja nicht, weshalb ich mit meinem Mann abgemacht hatte, dass ich nach dem Frühstück noch ein Stündchen lang versuchen würde es fertig zu stellen. Bei den letzten Teilen hat mein Mann dann mitgearbeitet, aber kurz nach 14 Uhr konnte ich das Puzzle aufrollen. In den nächsten Tagen werde ich mir die Mühe machen und das Puzzle in 24 (ungefähr) gleich große Portionen aufteilen, damit ich das in Zukunft als „Adventskalender“ nutzen kann. Das tägliche „portionsweise“ Puzzeln hat mir im vergangenen Dezember wirklich gefallen, aber ich habe kein Adventskalenderpuzzle mit ansprechendem Motiv gefunden …

Dann ging es endlich los mit dem Szenario Nr. 26 von „Keep the Heroes Out!“. Mein Mann hat wie schon in der vergangenen Woche den Vampir(-Bibliothekar) gespielt, weshalb seine Figur ständig von – von ihm herbeigerufenen – Fledermäusen und seinen – von uns liebevoll „emotional suport“ – Büchern umgeben war. Während ich eine Gruppe von Skeleten gesteuert habe, die den Vorteil haben, dass ich (solange ich noch ungenutzte Spielfiguren zur Verfügung hatte) getötete Helden in ein neues Skelett verwandeln konnte. Unsere Aufgabe war es unser Dungeon nicht nur gegen die – wie üblich – eindringenden Helden zu verteidigen, sondern auch gegen die Pilze, die unter bestimmten Bedingungen im Dungeon auftauchten. Es war wieder sehr, sehr knapp und wir hätten definitiv keine weitere Runde überstanden, aber am Ende haben wir gesiegt. Was auch daran lag, dass wir nach der verherrenden Niederlage am vergangenen Wochenende bestimmte Dinge schon vorher wussten und deshalb vermeiden konnten. *g*

Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr erkennen, dass nur noch der Vampir und ein einsames Skelett oben links in dem Raum mit den Ausrufezeichen stehen, während die anderen Skelette und die Fledermäuse besiegt außerhalb des Dungeons sind. Auerdem liegen sehr viele bewusstlose Helden und Pilze im Dungeon verteilt – wenn wir nicht den entscheidenden Punkt geholt hätten, hätten die in der nächsten Runde ihr Bewusstsein wiedererlangt, unser Dungeon ausgeräumt und uns vernichtet. Jetzt habe ich mir definitiv Tee und Kekse verdient! 😉
Update 19:00 Uhr

Die Zeit seit dem letzten Update (und der anschließenden Kommentarrunde) habe ich mit „The Decagon House Murders“ verbracht. Der Roman von Yukito Ayatsuji wurde im Original 1987 veröffentlich und hat – zumindest laut Klappentext – zu einem erneuten Aufleben des klassischen Detektivroman in Japan geführt. Die Geschichte in dem Buch spielt im Jahr 1986, wobei ein Teil der Handlung auf einer Insel – ohne Kontakt zur Außenwelt – geschieht und ein anderer Teil der Handlung findet parallel dazu an verschiedenen Orten in/rund um Osaka statt. Es steht von Anfang an fest, dass es zwei dramatische Ereignisse rund um die Familie, der die Insel bis vor kurzem gehörte, gab. Außerdem steht von Anfang an fest, dass es ein Mörder auf sieben Student*innen abgesehen hat, die eine Woche auf der Insel verbringen. Yukito Ayatsuji macht keinen Hehl daraus, dass die Geschichte von „And Then There Where None“ von Agatha Christie inspiriert wurde (der Roman wird mehrfach erwähnt), aber ich finde es reizvoll, dass es zusätzlich zu den Ereignissen auf der Insel noch den Handlungsstrang auf dem Festland gibt. Außerdem bin ich sehr gespannt herauszufinden, ob die Auflösung ebenfalls von Agatha Christie beeinflusst wurde oder ob all die vielen Hinweise, die ich beim Lesen sammel, zu einer überraschenden Auflösung führen. Bevor ich aber weiterlesen kann, muss ich erst einmal Abendessen kochen – und zum Essen gibt es „Die Spur des Falkens“!
Update 22:45 Uhr (letztes Update)

Das Kochen dauerte heute etwas länger, aber die Gemüsepfannkuchen (mit Kräuterquark und Mais-Kidneybohnen-Gurken-Salat) waren so lecker, dass sich die Arbeit definitiv gelohnt hat. Es ist doch immer befriedigend, wenn eine „hm, ich könnte dieses und jenes zusammenwerfen“-Idee zu einem wiederholenswerten Rezept führt. 🙂
Zum Essen haben wir „Die Spur des Falkens“ angefangen. Es ist sehr, sehr lange her, dass ich den Film gesehen habe, aber ich habe eine Schwäche für diese Art von film noir und es ist beeindruckend, was eine 4K-BluRay aus dem alten Bildmaterial rausholen kann. Auch wenn es sich immer wieder bemerkbar macht, dass damals nicht für solche Bildqualität gedreht wurde. Etwas, das meinem Mann gerade regelmäßig bei alten britischen Horrorfilmen auffällt, wenn die Kostüme bei genauerem Betrachten unübersehbare Schwächen aufweisen, die bei der alten Bildqualität nicht ins Auge fielen. *g*
Bevor ich gleich ins Bett gehe, drehe ich noch eine letzte Kommentarrunde. Es war schön den ersten Lese-Sonntag in diesem Jahr mit so vielen Personen gemeinsam zu genießen. Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Tag! 🙂
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Das klingt doch nach einem Tag voller schöner Aktivitäten!
Ich bin diesmal auch mal wieder dabei: https://birthezurnieden.de/2025/01/19/konstanzes-lesesonntag-januar-2025/ 😊
Ich denke auch, dass ich da ganz gute Pläne für heute habe. 😉
Schön, dass du heute wieder mit dabei bist – ich freu mich!
Ich bin so halb dabei (zum vierten Mal in einem Januar, wie wir sehen):
https://kiyaliest.wordpress.com/2025/01/19/lesesonntag-im-januar-4/
Die erste Januarwoche frei zu haben, war bestimmt schön! Ich hatte im Dezember so viel frei, dass ich im Januar nun wieder ran muss, aber das fällt schon schwer, weil Januar so eine Low-Energy-Zeit für die meisten ist und man eigentlich gar nicht möchte.
Schön, dass du etwas dabei bist, Kiya! (Ich finde es ja immer lustig, dass dein Blog das so brav anzeigt. :D)
Es ist immer schön frei zu haben. *g* Aber ich muss zugeben, dass das bei mir im Januar dazu führt, dass ich danach nicht so richtig wieder in den Schwung komme, weil meine „Jahresanfangs-Energie“ sich eher auf gemütliche Sachen richtet. Ich denke vorher immer, dass ich doch nach den Feiertagen dieses oder jenes in Angriff nehmen könnte. Aber irgendwie wird daraus nichts im Urlaub, stattdessen richte ich mich schön gemütlich in einem Alltag mit viel Lese- und Spielstunden ein und bin sehr unwillig den wieder zu verlassen. 😉
Wahrscheinlich klappt das bei meinem Blog nur, weil ich immer den gleichen Titel verwende, ohne Jahreszahlen 🙂
Ich meine, das ist für Januar ganz normal. Hektisches Vorsätze umsetzen und Neustarts in diesen Monat zu legen, kann eigentlich nur schief gehen *lach*
Beim Puzzlen wieder aufzuhören finde ich auch schwierig! Manchmal bin ich damit ziemlich schnell, aber mein Herbstpuzzle war etwas komplizierter und liegt immer noch halbbearbeitet herum…
Daran wird es liegen. Ich vermeide das bei meinem, damit es leichter ist den richtigen Beitrag zum Verlinken zu finden, wenn ich das mal tun möchte. *g*
Es fühlt sich nur so seltsam an, dass „nach den Feiertagen“ kein Alltag kommt, sondern eine weitere entspannte Phase. Aber ich beschwere mich nicht! 😀
Ich rechne für Puzzle normalerweise drei bis vier Tage, wenn ich es offen liegen lassen kann. Wobei ich auch welche habe, die herausfordernder sind und mehr Zeit erfordern. Und jetzt muss ich mal schauen, ob du dein Herbstpuzzle fotografiert hattest, um zu schauen, welches das war. 🙂
Ja, so haben beide Herangehensweisen ihre Vorteile 🙂
Puh, ich weiß es selbst nicht. Hast du mein Herbstpuzzle gefunden? So langsam sollte ich mir das wirklich noch einmal vornehmen, es liegt doch ein bisschen im Weg herum…
Und ich sehe, du bist auch Japanisch unterwegs heute Abend. Klingt gut. Ich habe nach dem Autor geschaut und eine Reihe namens „The Bizarre House Mysteries“ gefunden, was reizvoll klingt – gehört dein Buch dazu? Und es scheint so, als gäbe es auch einen Manga zu deinem Buch („Mord im Dekagon“).
Nein, keine Spur vom Puzzle auf deinem Blog (wenn ich nichts übersehen hatte)! Wenn du es bis zum nächsten Lese-Sonntag, an dem du teilnimmst, nicht fertiggestellt hast, kannst du das ja als Gelegenheit zum Puzzeln nehmen. 😉
„The Decagon House Murders“ ist der erste Titel aus der Reihe, den Manga dazu kenne ich nicht. Aber bislang bin ich so angetan von dem Roman, dass ich mir noch mehr von dem Autor holen werde. Zum Glück hat der Pushkin-Vertigo-Verlag in den letzten Jahren so einige japanische Autor*innen neu aufgelegt – da gibt es noch eine Menge zu entdecken. 🙂
Moin Konstanze, bin jetzt dabei unter https://nettebuecherkiste.wordpress.com/2025/01/19/lesesonntag-januar-2025/
Das Puzzle sieht sehr schön aus! Und was für ein gesundes Frühstück! Lass es dir schmecken!
Schön, dass es bei dir heute auch klappt, Anette!
Das Puzzle war anfangs überraschend herausfordernd, aber ich mag es auch sehr und überlege, ob ich das als „Adventskalender“ für den Dezember aufteile, wenn ich damit fertig bin. Mal schauen … 🙂
Ach, das ist ja eine originelle Idee 🙂
Ich hatte das schon mit der Idee im Hinterkopf gekauft, weil ich es so schade fand, dass es keine Adventskalenderpuzzle gibt, die mir gefallen und deren Qualität ich okay finde. Da mache ich mir lieber die Arbeit und teile das beim Wegpacken in 24 Portionen auf und habe dafür zum Jahresende Spaß beim täglichen Puzzeln. 🙂
Klasse! Das Bild erinnert mich ein bisschen an dieses bekannte Gemälde von Pieter Bruegel, Die Jäger im Schnee. Das Spiel klingt mal wieder phänomenal. „And Then There Were None“ hab ich schon Jahre auf der Wunschliste. Hab es ja eigentlich nicht so mit Krimis, aber ich habe (schon der Optik wegen) die Verfilmung mit Aidan Turner gesehen und fand die Geschichte echt interessant.
Das Spiel macht wirklich viel Spaß und ist zum Glück auch für zwei Spieler wirklich gut spielbar – das ist bei uns ja immer ein wichtiger Aspekt.
Ich liebe Agatha-Christie-Krimis, nicht nur wegen der Kriminalfälle, sondern auch als Zeugnis ihrer Zeit! „And Then There Were None“ ist aber wirklich einer ihrer herausstechenden Titel, die Erzählweise und der Fall sind nicht ohne Grund eine Inspiration für so viele andere Geschichten geworden. Hier kommt noch dazu, dass es so viele japanische Elemente hinzukommen wie das Verhältnis der verschiedenen Figuren zueinander oder die kleinen Anmerkungen zu dem Uni-Leben der Student*innen u.ä. – das finde ich wirklich faszinierend zu lesen.
Ich steige heute noch verspätet mit ein: https://neyasha.at/2025/01/19/lesesonntag-mit-konstanze-im-jaenner-2025/
Das mit dem Puzzeln kommt mir bekannt vor! Ich finde es herrlich entspannend, aber wenn ich mal eins begonnen habe, kann ich kaum damit aufhören. Dein Puzzle-Motiv ist sehr schön. 🙂
Oh, wie schön, dass du dich uns noch anschließt, Neyasha! 🙂
Ich genieße das Puzzeln gerade wirklich sehr – und seitdem wir endlich funktionierende Deckenlampen haben, bin ich auch nicht mehr auf ausreichendes Tageslicht dafür angewiesen. *g*
Ein selbstgemachter Puzzle-Adventskalender ist ja eine tolle Idee! 🙂
Ausreichend Licht ist wirklich wichtig für Puzzles. Ich habe eine Tageslichtlampe, die ich sonst vor allem fürs Malen nutze, die aber auch bei Puzzles hilfreich ist.
Gratulation zum Spielsieg!
Ich liebe „And Then There Were None“! Daher ist „The Decagon House Murders“ gleich mal auf meiner Liste gelandet.
Ich dachte, dass das die einfachste Möglichkeit wäre, um ein ansprechendes Motiv für einen Puzzle-Adventskalender zu finden. Ich brauche nur 24 Tüten, um die Teile Portionsweise zu verpacken, und das ist ja keine große Investition. 😉
Danke! Es macht Spaß, wenn es kniffelig ist, aber zu oft möchte ich das selbe Szenario auch nicht wiederholen. *g*
Oh, dann bin ich gespannt wie dir der Roman gefällt, wenn du ihn irgendwann in die Finger bekommst! Ich bin momentan wirklich fasziniert von den Parallelen und den Unterschieden zu „And Then There Were None“ und neugierig auf die Auflösung des Falls.
Also, ich muss ja sagen, dieses Spiel scheint ja echt ein Glücksgriff gewesen zu sein – ich hab schon ewig kein Gesellschaftsspiel mehr gespielt, mir fehlen da auch die Leute zu, und ich bin jetzt nie so die Superspielerin gewesen, habe eher immer nur mitgespielt, wenn jemand es vorgeschlagen hat, aber wenn ich mir deine Bilder angucke und deine Berichte lese, kriege ich richtig Lust auf sowas …
Das Spiel war wirklich ein Glücksgriff! Wir haben einige Spiele, die zu zweit viel Spaß machen und wir viel gespielt haben, aber „Keep the Heroes Out!“ ist momentan unser Favorit. Wobei die Tatsache, dass eine Runde in ca. 1 1/2 Stunden gespielt ist, auch eine Rolle spielt. Das ist doch einfacher regelmäßig einzuschieben als die Spiele, die gleich mehrere Stunden benötigen.
Die richtigen Spiele und die richtigen Personen zum Spielen machen wirklich viel aus und da mein Mann noch lieber spielt als ich, passt es bei uns mit dem regelmäßigen Brettspielen. Früher hatte ich da auch deutlich weniger Anlässe zum Spielen und war – wie du – eher eine Gelegenheitsspielerin.