Kategorie: Lese-Tage

Gemeinsame Lesezeit?

Da das Leben gerade voller erschreckender Nachrichten ist und zumindest in meiner Timeline sehr viele Leute gerade damit fertig werden müssen, dass sie nicht so gut darin sind, zu Hause zu arbeiten und nicht spontan rausgehen zu können, habe ich mich gefragt, ob es nicht schön wäre, wenn wir uns in den nächsten Tagen vielleicht kleine gemeinsame Auszeiten gönnen würden.

Ich meine damit keine ganzen Lesetage (da gibt es ja wieder den üblichen dritten Sonntag im April), sondern vielleicht eine feste Stunde am Tag (oder zwei Stündchen alle zwei oder drei Tage), an denen wir uns bewusst Zeit zum Lesen nehmen und einmal am Anfang und am Ende in einem Beitrag (oder gern auch nur in den Kommentaren unter dem jeweils dafür veröffentlichten Text auf meinem Blog) erzählen, wie es uns gerade geht, mit welchen schönen Dingen wir uns gerade beschäftigen und ob es mit dieser kleinen Auszeit und dem Lesen in der geplanten Zeit geklappt hat.

Hättet ihr an so etwas Interesse? Oder würde so eine „geplante Auszeit“ euch mehr Stress verursachen, als ihr im Moment haben mögt?

Wenn ihr Zeit dafür und Lust darauf hättet, würde ich mich freuen, wenn ihr in den Kommentaren schreibt, welcher Rhythmus und welche Länge euch am Besten passen würde.

Lese-Sonntag im März 2020

Es fühlt sich wieder ein bisschen seltsam an, dass heute schon der dritte Sonntag im März sein soll – aber sowas passiert eben, wenn der Monat an einem Wochenende beginnt. 😉 Nachdem ich in den letzten Tagen versucht habe all den Kram aufzuholen, den ich die ersten beiden Märzwochen wegen einer heftigen Erkältung nicht auf die Reihe bekommen habe, bin ich heute ehrlich gesagt ziemlich müde, obwohl ich meine gestrige Außer-Haus-Verabredung schon (wegen der Warnungen vor Öffentlichen Verkehrsmitteln) abgesagt und einen recht entspannten Samstagnachmittag hatte. Aber grundsätzlich sollte mich die Müdigkeit ja nicht an einem gemütlichen Lese-Sonntag hindern – es könnte nur sein, dass ich zwischendurch für eine Runde Sofaschlaf verschwinde. Ansonsten starte ich jetzt erst einmal mit einer Haushaltsrunde in den Tag und schaue dann, welches meiner angefangenen Bücher mich locken kann. Zu meinem aktuellen Sachbuch („Der Kalte Krieg“ von Odd Arne Westad) werde ich heute wohl nicht greifen, da ich mich darauf ziemlich konzentrieren muss. Aber ich habe noch einen angefangenen Krimi von Charlotte MacLeod („Jodeln und Juwelen“ – und nein, ich weiß nicht, was sich der Verlag bei dem Titel gedacht hat und warum man nicht näher beim englischen Titel „The Gladstone Bag“ gelieben ist) und den Urban-Fantasy-Roman „Storm Cursed“ von Patricia Briggs habe ich ebenfalls noch angelesen hier liegen.

Update 10:15 Uhr

In den vergangenen 2 1/2 Stunden habe ich nicht nur den Abwasch erledigt und meine nächtliche Timeline aufgelesen, sondern auch einen Spaziergang gemacht. Als ich meinen Mann fragte, ob er mit mir rausgehen würde, fing er erst einmal an zu lachen, weil ich prompt an dem Wochenende, an dem ich meine Samstagsverabredung in Mainz abgesagt habe, Spazierengehen wollte. Ein für mich sehr untypisches Verhalten, wie ihr alle inzwischen wissen solltet. 😉 Aber die Sonne scheint so schön und meine Krankenkasse zahlt seit ein paar Monaten mein hochdosiertes Vitamin D nicht mehr, weshalb ich kein Rezept mehr dafür bekomme und so dachte ich mir, ich sollte die menschenleeren Sonntagmorgen-Straßen nutzen, um noch etwas Sonne zu tanken.

Wir sind wirklich kaum einer Menschenseele begegnet und die wenigen Personen auf der Straße (und beim Bäcker) haben alle recht gut Abstand zueinander gehalten (und mich sehr alarmiert angeschaut, als ich dann doch mal husten musste). Jetzt überlege ich, ob ich mir erst einmal Frühstück mache oder ob ich vorher noch eine Runde lese.

Update 13:30 Uhr

Das mit dem Lesen hat bislang noch nicht geklappt, denn erst habe ich mich noch mit Kommentareschreiben abgelenkt und dann falterte mir die Nachricht ins Postfach, dass Bernadette Banner ein neues Video veröffentlicht hat. Seitdem ich die Youtuberin vor über einem Jahr für mich entdeckt habe, freue ich mich ungemein über jedes neue Video und finde es überraschend erholsam ihr dabei zuzuschauen, wie sie historisch(angelehnte) Kleidung per Hand näht. Dass ich dabei eine Menge übers Handnähen und die Konstruktion von Kleidung lerne, ist ein netter Nebeneffekt, aber vor allem höre und schaue ich ihr gern zu und finde es irgendwie befriedigend ein Projekt von der Planung bis zu Fertigstellung zu verfolgen. Da mein Frühstück nicht für ein 40-Minuten-Video reicht, habe ich dann noch zum Strickzeug gegriffen und meinen zweiten Socken angefangen – wobei ich da gerade mit dem Schaft experimentiere, weil ich den beim ersten Socken zwar an der Wade angenehm finde, aber über dem Knöchel zu weit … Na, ich werde sehen, ob ich das besser angepasst bekomme. Jetzt drehe ich erst einmal eine kurze Kommentarrunde (inzwischen sind wir ja doch einige Leute, die heute den Lese-Sonntag genießen) und dann greife ich wirklich zum Buch! *g*

Update 17:00 Uhr

Ich habe es dann doch wirklich endlich geschafft einige Zeit zu lesen und mag mein Buch weiterhin sehr gern. Die Mercy-Thompson-Reihe unterscheidet sich jetzt nicht soooo sehr von anderen Gestaltwandler-Urban-Fantasy-Reihen, obwohl wenn der Romance-Anteil nicht so extrem ist wie bei einigen anderen Serien, aber ich mag den Erzählstil total gern, ich mag den Humor, ich mag die Charaktere und ich mag die immer wieder auftauchenden Überraschungen, die die fantastische Welt inzwischen deutlich erweitert haben. Oh, und ich mag die neue Rolle, die die Werwölfe in ihrem Gebiet inzwischen einnehmen und die dazu führt, dass sie im Prinzip für alle übernatürlichen Dinge verantwortlich sind (oder gemacht werden). Diese neue Rolle ist der Grund, wieso Mercy in den ersten Kapiteln einen Goblin jagt, der vor dem (menschlichen) Gesetzt auf der Flucht ist, zwanzig Mini-Zombie-Ziegen einfangen musste und einen Verbrechenstatort im Haus einer Hexe aufsuchen musste. Obwohl es unübersehbar ist, dass da wieder etwas großes und böses auf Mercy und das Rudel zukommt, kichere ich ständig vor mich hin und fühle mich beim Lesen einfach nur wohl. 🙂

Eine Pause habe ich dann nur eingelegt, weil die Lust auf Kaffee (für die kommenden Wochen habe ich beschlossen, dass ich meine „kein Milchkaffee mehr Zuhause“-Regel aufhebe) und Kuchen zu groß wurde. Neben dem Kuchen habe ich mich wieder mit „Social Media“ beschäftigt, denn – und das finde ich das Schönste an der aktuellen Situation – in meinem Freundeskreis ist es gerade üblich sich täglich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist, dass die anderen versorgt sind, und zu fragen, wie es denn mit der Versorgung und der Situation bei der Arbeit aussieht. Ich weiß, dass viele Menschen die Gefahren, die vom Corona-Virus ausgehen, noch gar nicht richtig einschätzen, weil es eben eine unvorstellbare Sache ist, aber es fühlt sich gut an, dass meine Freunde (und sogar diejenigen in meiner Familie, mit denen ich in den letzten Tagen geredet habe) sich anscheinend an die empfohlenen Verhaltensweisen halten, vorsichtig, aber nicht panisch reagieren und immer wieder Kontakt suchen, um – zumindest aus der Ferne – etwas auf die anderen aufzupassen. 🙂

Update 21:15 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich mich noch ewas online rumgetrieben, „Animal Crossing – New Leaf“ gespielt – zum letzten Mal an einem Lese-Sonntag! – und bin dann in die Küche gewandert, um zu kochen. Zum Essen gab es wenig dekorativen Weißkohl-Eintopf, die Pause zwischen dem letzten Kohl-Eintopf und heute war lang genug, dass er uns wieder schmeckte, aber solangsam wird es Zeit, dass die ersten Frühlingsgemüse-Sorten aus der Region geerntet werden können. (Von unserem Gemüselieferanten gab es heute eine große Ankündigung auf der Homepage, dass er weiter liefern wird – was auch ohne Menschenkontakt organisiert werden kann – und nun überlege ich, ob ich selbst ohne wirklichen Bedarf in der kommenden Woche, eine Solidaritätslieferung mit haltbarem Kram bestelle. *g*)

Zum Essen haben wir „Shin Godzilla“ angefangen und es ist erschreckend wie viele Sätze da vorkommen, die auch auf die aktuelle Situation angewandt werden können, und wie viele Szenen es gibt, in denen (am Anfang des Films) Wirtschaft und Politik die verantwortungslosesten Entscheidungen treffen, weil man ja niemanden vor den Kopf stoßen will und irgendwie glaubt, dass schon alles gut wird, wenn man stillhält … Wenn ich mich richtig erinnere, dann war das auch Natiras erste (und bislang einziger?) Godzilla-Film, nachdem wir den zusammen bei der Deutschlandpremiere auf dem japanischen Filmfest gesehen haben. Oh, und so ein großartiger Ren Osugi als Premierminister – so traurig, dass dieser Schauspieler vor zwei Jahren gestorben ist … Wir werden den Rest des Abends mit diesem Film verbringen, auch wenn ich nebenbei noch eine Kommentarrunde drehen werde, und deshalb war das für heute auch mein letztes Update. Es war schön, dass ihr heute alle dabei gewesen seid, auch wenn die aktuellen Nachrichten uns alle etwas abgelenkt haben. 😉

Passt bitte in den kommenden Wochen alle gut auf euch und eure Lieben auf und wenn jemandem die Decke auf dem Kopf fällt, dann können wir uns gern online treffen und austauschen! (Oder auf einer – fast – verlassenen Insel für diejenigen, die wie ich ab dem kommenden Freitag ihre Zuflucht in „Animal Crossing – New Horizons“ suchen werfen.) 🙂

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Heutige Mitleserin:

Natira
Neyasha
Sunny
animasoul
JED
Sayuri

Deborah-Crombie-Lesetag (9) – Nur wenn du mir vertraust

*seufz* Da sind wir also beim „Hazel“-Roman angekommen … Es ist lustig, dass ich die ganze Serie so gut in Erinnerung hatte und trotzdem jahrelang zwei Ausnahmen erwähnen musste, wenn ich über diese Kriminalromane sprach. Die eine Ausnahme haben wir mit „Von fremder Hand“ schon hinter uns gebracht, die andere ist „Nur wenn du mir vertraust“. Hazel ist eine der Figuren, die ich auf Anhieb mochte und die es in den vorhergehenden Romanen so stimmig gemacht hat, dass Gemma trotz der Tatsache, dass sie eine alleinerziehende Mutter mit einem zeitlich und psychisch sehr anspruchsvollen Job, alles so gut auf die Reihe bekam. Ich weiß nur noch wenige Details zur Handlung in diesem Roman, aber über die Entwicklung, die Hazel hier nimmt, bin ich bis heute verärgert (was natürlich auch damit zusammenhängt, dass die Figur weiterhin als Gemmas Freundin eine Rolle haben wird und mich so immer wieder daran erinnert, dass ich mich hier über sie geärgert habe). Ich bin gespannt, wie ich die Geschichte nach so vielen Jahren beim Lesen empfinde und ob ich vielleicht dieses Mal gnädiger mit Hazel umgehen werde. Wie immer gilt, dass dieser Beitrag voller Spoiler sein wird – wobei sich diese Warnung vermutlich nach acht gemeinsam gelesenen Bänden erübrigt. 😉

Update 12:00 Uhr

Diese Traumverbindung, die ganz am Anfang des Romans angedeutet wird, macht mich ja schon misstrauisch. Es ist lustig zu sehen, auf welche Elemente ich mit deutlicher Ablehnung reagiere – das sind Sachen, die mir sonst gar nicht so extrem auffallen, weil ich einfach drüberweglese statt darüber nachzudenken, dass ich es hier erwähnen könnte. Was Hazels Verhalten angeht, das dazu geführt hat, dass ich diesen Roman so viele Jahre lang nicht noch einmal gelesen habe (mein Buch sieht aus wie neu und lässt sich nicht entspannt aufblättern, weil die Bindung so selten beansprucht wurde *g*), so verzeihe ich ihr mehrere Sachen nicht. 1. gibt sie Gemma das Gefühl, dass sie sich um sie sorgt und deshalb diesen Kurzurlaub vorgeschlagen hat, während sie 2. Gemma eigentlich als Alibi verwendet, um sich mit einem Mann zu treffen, ohne dass ihr Ehemann Tim es erfährt, und 3. dass sie Tim, der bislang – also wenn man von seinem Verhalten in diesem Buch absieht – immer nur als liebenswerter, verständnisvoller und warmherziger Mann dargestellt wurde, so hintergeht. Ich kann verstehen, dass es da eine alte Liebesgeschichte gibt und dass die Versuchung groß ist, aber wenn Hazel schon diesen alten Gefühlen nachgibt, dann würde ich mir wünschen, dass sie mit offenen Karten spielt – statt Tim zu hintergehen und Gemma zu benutzen. Ich glaube, ich kann es Deborah Crombie einfach nicht verzeihen, dass sie mehrere Bücher lang Hazel (und Tim) aufgebaut hat, um das Bild, dass man sich von ihnen gemacht hat, in „Nur wenn du mir vertraust“ einzureißen – und dann in den kommenden Bänden daran zu arbeiten, dieses Bild wieder zu restaurieren, was aber natürlich nur dazu führt, dass es einem leichter fällt die Sprünge zu sehen als das ursprüngliche Muster.

Update 15:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal meiner Unruhe nachgegeben und meinen restlichen Haushaltskram erledigt. Nachdem das Bad nun geputzt, das Geschirr abgewaschen und die Kochwäsche angeworfen wurde, lauft es auch etwas besser – wenn auch nicht gerade flüssig – mit dem Lesen. Ich finde es interessant, wie viele Charaktere ich auf Anhieb erst einmal nicht leiden kann, obwohl man als Leser noch nicht so viel über sie erfährt. Donald, der recht egozentrisch zu sein scheint und deshalb das Gefühl zu haben scheint, dass er andere Menschen ausnutzen darf. Heather, die aus irgendeinem Grund sauer auf Hazel zu sein scheint. Hazel, deren Verhalten gegenüber Gemma mich in den Wahnsinn treibt, weil sie Gemma nicht nur zu ihrem Wochenende mit Donald mitnimmt, sondern auch weil sie ihr nichts von ihrer Familie oder Vergangenheit erzählt hat, was Gemma in die unangenehme Situation bringt, dass alle davon ausgehen, dass sie mehr über Hazel weiß, als sie tut. Oh, und Alison, deren Motive ich zwar teilweise nachvollziehen kann, deren Gedanken ich trotzdem nicht gern verfolge. Und was soll diese „Tim will nichts von meiner Kindheit wissen“-Aussage von Hazel? Ich glaube, ich bin grundsätzlich in Nörgelstimmung, wenn es um dieses Buch geht, denn ich frage mich sogar bei den „Rückblicken“ wieso jemand einen Stall – trotz regelmäßiger Einschneigefahr im Winter – so baut, dass jemand eine Stunde durch den Schnee schaufeln muss, um die Tiere zu erreichen. Das finde ich unstimmig, da Tiere einfach zu kostbar (sind und) waren, um ihren Tod zu riskieren, weil niemand sie im Winter versorgen kann. Ach ja, ich bin übrigens gerade beim Mord angekommen und gespannt wie Duncans in Aussicht stehende Ankunft auf die Atmosphäre vor Ort auswirkt. Aber bevor ich weiterlese, werde ich erst einmal zwei Riegel Zartbitterschokolade in Milch versenken und es mir damit gut gehen lassen. 😉

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Update Mittwoch, der 11.03.2020

Leider doch kein gemeinsames Lesen heute (vielleicht bekommen wir das ja am kommenden Mittwoch wieder auf die Reihe), dafür ein Update, in dem ich meine Gedanken zu den Kapiteln 9 bis 11 zusammenfasse, damit Sayuri und ich uns auch ohne gemeinsame Lesezeit austauschen können. Ich fürchte, ich bin weiterhin einfach unzufrieden mit allen Beteiligten. Hazel, weil sie mit Donald geschlafen hat, obwohl sie schon beschlossen hatte, dass sie ihre Ehe mit Tim nicht aufs Spiel setzen und Donald abweisen will. Duncan, weil gerade wieder etwas Wichtiges mit Kit los ist und er Gemma nichts davon erzählt (weil er ihren Urlaub nicht stören will … pfffff …) und all die anderen Figuren, weil sie alle vor sich hinbrüten und keiner mit irgendjemandem redet. Callum, weil er Alison das angetan hat – auch wenn es vielleicht notwendig war, damit sie sich keine weiteren Illusionen mehr macht. Gemma, weil sie das Gefühl hat, sie müsse von der Polizei eine Sonderstellung bekommen, weil sie eine Kollegin ist – obwohl sie doch oft genug auf der anderen Seite stand und dann ebensowenig erfreut war, wenn sich jemand in ihre Ermittlungen einmischen wollte.

Ich bin so grumpig, dass es mich nicht mal interessiert, warum John sich ständig aus dem Haus schleicht. Einzig das Verhältnis zwischen Louise und Callum finde ich interessant, ich hätte nicht gedacht, dass er so etwas wie eine Zuflucht für sie darstellt, auch wenn ihr dann aufgeht, dass sie ihn eigentlich kaum kennt. Immerhin muss ich anerkennen, dass sich die ganze Geschichte gut lesen lässt, obwohl ich weiterhin der Meinung bin, dass die Handlung nicht gut geschrieben ist und dass Hazel und Tim vollkommen „out of character“ dargestellt werden. Oh, und ich erinnere mich an so gut wie gar nichts mehr und habe dieses Mal relativ wenig Lust mitzuermitteln, weshalb ich momentan davon ausgehe, dass die Auflösung eine ziemliche Überraschung für mich sein wird. *g*

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Update 29.03. – ich muss zugeben, dass ich diesen Text vor gut einer Woche vorgeschrieben hatte, nachdem ich die Kapitel 12 bis 14 gelesen hatte, und nun musste ich selber erst einmal schauen, welche Meinung ich vor einigen Tagen zu diesem Teil der Geschichte hatte. 😉

Uhhhh, ich bin so frustriert mit diesem Buch und den Charakteren! Sorry, für diese Wiederholungen, aber das ist alles, was mir gerade beim Lesen durch den Kopf geht. Duncan, der doch als Ermittler so aufmerksam ist und ein gutes Gespür für Menschen beweist, ist nicht mal in der Lage festzustellen, dass sein Sohn sich Sorgen macht, weil die Großmutter das Sorgerecht einklagen will und weil Gemma und Hazel nun in einen Mordfall verwickelt sind – und dass auch noch in Schottland, so dass Kit sich nicht persönlich davon überzeugen kann, dass es den beiden Frauen, die ihm am Herzen liegen, gut geht. Mal abgesehen davon, dass Kit seit dem Tod seiner Mutter Angst davor hat, dass Menschen aus seinem Leben verschwinden könnten, ohne dass er sie beschützen oder zumindest von ihnen verabschieden kann!

Tim, der in den vorhergehenden Bänden eher eine farblose, aber sympathische Randfigur war, dreht inzwischen richtig am Rad, weshalb ich von dieser Figur total enttäuscht bin. Er ist so wütend über Hazels Benehmen (was ich auch nur teilweise verständlich finde), dass er nicht nur gegenüber Duncan ein unmögliches Verhalten an den Tag legt, sondern auch anscheinend kein Problem damit hat, dass er seine eigene Tochter ängstigt. Bei jemandem, der seinen Lebensunterhalt als Therapeut verdient, erwarte ich keinen Heiligenschein im Privatleben, aber ein kleines Bisschen Rücksicht gegenüber einem Kleinkind! Boah, das macht mich so wütend – und sorgt natürlich dafür, dass ich weiterhin mit allen beteiligten Figuren sehr ungnädig bin.

Was mich zu Gemma bringt, die sich weiterhin nicht wie eine erfahrene Polizistin verhält, sondern wie ein emotionales Schäfchen, dass auf der einen Seite die Ermittler bedrängt, weil sie unbedingt weiterhin zu Hazel will, und auf der anderen Seite darauf wartet, dass endlich Duncan kommt und alles in die Hand nimmt. Naja, ein bisschen ermittelt sie selber natürlich auch auf eigene Faust, aber in erster Linie, weil sie nicht in der Pension mit ihren Freunden zusammensitzen will, die sie nun als Verdächtige ansehen muss. Übrigens den Freunden, die sie gerade mal gut 36 Stunden kennt und denen sie bislang nicht besonders nahe gekommen ist!

Und dann trifft Duncan ein und sie streiten sich, weil Gemma zu recht sauer ist, weil ihr Liebster sie über die ganze Sache mit Kit im unklaren gelassen hat. Dummerweise glaube ich nicht, dass die Erkenntnis, die er daraus gewinnt, wirklich anhaltende Früchte trägt – wir werden sehen, schließlich muss es ja irgendeinen Grund geben, dass ich immer dachte, dass die beiden eigentlich eine gute Beziehung führen. 😉

Update 02.04. – Kapitel 15 bis 17

An allen Ecken und Enden Drama und ich bin nicht daran interessiert. Das große Geheimnis rund um Johns heimliche Unternehmungen interessiert mich überhaupt nicht – vor allem, da ich davon ausgehe, dass es am Ende nichts groß mit dem Mord an Donald zu tun haben wird. Der kleine Martin hat Dreck am Stecken, aber auch das fühlt sich so gar nicht relevant an … und immer wieder Gemma, die wie eine hilflose Glucke versucht alle zu beschützen, obwohl das so gar nicht zu ihrem sonst so professionellen Auftreten passt und obwohl sie mit den meisten Personen bislang gerade mal ein paar Sätze gewechselt hat. Während Deborah Crombie sonst so gut darin ist kleine Szenen einzuflechten, die selbst die kleinste Nebenfigur zu einem Charakter machen, der einem ans Herz wächst, gibt es hier selbst bei den relevanten Figuren so gar keine Momente, die dafür sorgen, dass ich mich für sie interessiere. Es ist schon irgendwie faszinierend, wie viel bei dieser Geschichte schief gelaufen ist … Das Einzige, was gerade eine vage Neugier in mir weckt, ist die Frage, was Callum wohl weiß, dass ihn jemand ermorden wollte. Allerdings gibt mir diese Entwicklung auch das Gefühl, dass Deborah Crombie selber nicht wusste, wie sie ihre seltsam Geschichte auflösen sollte und nun auf einen Zeugen, dem nicht bewusst ist, dass er den Mörder überführen könnte, zurückgreifen musste. Oh, und obwohl ich vor lauter „ich rege mich über das Verhalten der Charaktere auf“-Ablenkung nicht so richtig aufgepasst habe, denke ich, dass eigentlich nur eine Person die Gelegenheit und die Mittel gehabt hätte beide Taten zu begehen …

Nur noch vier Kapitel – ein Ende ist in Sicht und ich hoffe sehr, dass die kommenden Bände sich so gut lesen lassen, wie ich sie in Erinnerung hatte, während ich kurz davor bin „Nur wenn du mir vertraust“ aus dem Regal zu werfen, weil ich den Teil vermutlich nie wieder lesen werde. 😉

Update 07.04. (Kapitel 18 bis Ende)

Und dann entpuppt sich die einzige Person, die Zugang zu allen „Tatwaffen“ hatte, als Mörderin. Überraschung! Oder auch nicht … Das Motiv ist peinlich, die Auflösung nur durch zwei Männer möglich, die beide aus seltsamen Gründen, den Mund nicht aufgemacht haben … was ist nur in die Autorin gefahren, dass sie dachte, dass das eine erzählenswerte Handlung wäre? Immerhin fühlten sich Gemma und Duncan in den letzten vier Kapiteln fast wieder normal an und die Tatsache, dass Nathan mal wieder kurz vorkam und Kits Leben in die richtige Richtung rücken konnte, hat mich auch gefreut. Außerdem bin ich dieses Mal erst recht spät auf die Auflösung gekommen (unter anderem, weil ich mich nicht intensiver mit der Handlung beschäftigen wollte *g*). Alles in allem bin ich froh, dass wir diesen Roman hinter uns gebracht haben! Wieso hat Deborah Crombie eigentlich nie eine zweite Reihe rund um Nathan angefangen? Die hätte wirklich gut werden können. 😉

Lese-Sonntag im Februar 2020

Schon der zweite Lese-Sonntag in diesem Jahr und ich freu mich sehr darauf, mich heute mit einem Buch einrollen zu können. Nachdem ich am Mittwoch von meiner Leseflaute und Charlotte MacLeod erzählt hatte, kann ich heute berichten, dass ich in der vergangenen Woche gleich fünf Bände der „Sarah Kelling und Max Bittersohn“-Reihe und sechs Kapitel des Deborah-Crombie-Romans „Der Rache kaltes Schwert“ gelesen habe und noch nicht weiß, ob ich heute mit Krimis weitermache, denn so langsam überkommt mich dann doch das Bedürfnis nach Abwechslung. Wie ihr seht bin ich noch etwas unentschlossen und weiß noch nicht so recht, womit ich in den Tag starten mag. Immerhin kann ich noch vermelden, dass ich am Donnerstag meine Buchstapel endlich aufgeräumt habe und somit den üblichen Lese-Sonntags-Schnappschüssen nichts im Weg steht. 😉 Vorher räume ich aber die Küche auf, damit ich dann auch wirklich für den Rest des Tages auf dem Sofa entspannen kann …

Update 10:00 Uhr

Natürlich habe ich nach dem Veröffentlichen dieses Beitrags erst einmal eine Zeitlang gebraucht, bis ich mich aufraffen konnte, aber inzwischen ist die Küche aufgeräumt, das Geschirr abgewaschen und das Essen für heute Abend soweit fertig, dass ich es nur aufwärmen und abschmecken muss. Außerdem habe ich mir einen Pfefferminztee gekocht und zwei Bücher angelesen, bei denen ich heute wohl bleiben werde. 🙂 „Wundersmith“ ist die Fortsetzung von „Nevermoor – The Trials of Morrigan Crow“, das ich Ende des vergangenen Jahres gelesen und wirklich geliebt hatte. Auch dieses Buch beginnt schon mal vielversprechend: Morrigan besucht gemeinsam mit ihrem Mentor Jupiter North einen Engel. Dabei lernt sie nicht nur wie gefährlich der Gesang eines Engels ist (er ist so schön, dass alles andere daneben bedeutungslos wird und der Zuhörer den Rest seines Lebens damit verbringt, dass er sich nach diesem Gesang sehnt – im Prinzip sind die Folgen wie beim Konsum einer sofort süchtig machenden Droge, nur dass keinerlei Entzug dafür bekannt ist), sondern auch, dass Engel selten ein „engelhaftes“ Verhalten an den Tag legen …

Und da ich wissen wollte, ob ich wirklich genug von den Sarah-Kelling-und-Max-Bittersohn-Romanen habe, habe ich noch „Ein schlichter alter Mann“ angelesen und mich so über Cousine Mabels Brief an Tante Appie amüsiert, in der Mabel mit gewohnt boshafter Zunge über die Pläne ihrer Verwandschaft – in diesem Fall Tante Emmas Vorhaben für wohltätige Zwecke eine Operettenaufführung auf die Beine zu stellen – schreibt, dass ich in dem Buch heute wohl auch noch weiterlesen werde. So müde, wie ich heute bin, ist es ganz gut, wenn ich eine Geschichte bei der Hand habe, bei der ich ein bisschen weniger aufpassen muss als bei Morrigans Abenteuern in Nevermoor.

Update 13:15 Uhr

Hach, ich bin gerade wirklich glücklich mit Morrigan Crow und ihren Erlebnissen in Nevermoor – wobei glücklich vielleicht nicht der richtige Ausdruck ist, den natürlich befindet sich Morrigan mal wieder in einer unangenehmen Lage. Der erste Band drehte sich vor allem darum, dass sich Morrigan einen Platz in der Wundrous Society erkämpfen musste (um ihren Aufenthalt in der Stadt Nevermoor und somit ihr Überleben zu sichern), dabei wusste sie bis zum Schluss nicht, was ihre besondere Begabung wäre, die ihr Mentor auf den ersten Blick erkannt, ihr aber aus guten Gründen nie verraten hat. Inzwischen weiß Morrigan welche Begabung das ist und die wenigen anderen Personen, die ebenfalls davon wissen, fürchten sie deswegen. Natürlich sorgt das dafür, dass die anderen Mitglieder von Unit 919 (ihr Jahrgang an neuen Wundrous-Society-Mitgliedern) nichts mit ihr zu tun haben wollen – abgsehen von ihrem besten Freund, dem Drachenreiter Hawthorne.

Außerdem traut die für ihre Ausbildung verantwortliche Person Morrigan nicht über den Weg, was dazu führt, dass diese zu Beginn des Schuljahrs nur eine einzige Klasse belegen darf – und die dreht sich vor allem darum, dass Personen mit Morrigans Fähigkeiten in der Vergangenheit zu Katastrophen geführt haben und dass Morrigan (wenn man ihrem Professor glauben darf) dank ihrer Fähigkeit eine durch und durch böse Person sein muss … So schrecklich das alles klingt und so sehr ich bis zum Ende des Buches mit Morrigan mitleiden werde, so gibt es doch so viele wunderbare, amüsante, überraschende, magische Wohlfühlmomente und Charaktere, dass mir das Lesen einfach durchgehend Freude bereitet. Von den wunderbaren Personen, die in dem Hotel arbeiten, in dem Morrigan lebt, über ihre Conductor Cheery (und ihre Ansichten über die Einrichtung eines Unterrichts-Eisenbahnwagons und Qualität von Keksen) bis zu all die großartigen kleinen und großen magischen Elementen in dem Buch – ich genieße jede einzelne Szene und jeden einzelnen Moment.

Update 15:45 Uhr

Uff, die „kurze“ Kommentarrunde, die ich nach dem letzten Update eingelegt habe, hat prompt eine ganze Stunde gedauert, danach habe ich mich aber wieder „Wundersmith – The Calling of Morrigan Crow“ von Jessica Townsend gewidmet (der halbe Tag ist vorbei und ich habe jetzt erst gemerkt, dass ich den Titel hier noch nicht einmal ausgeschrieben hatte *g*). So langsam spitzen sich Morrigans Probleme zu: Ihr Mentor Jupiter North ist kaum Zuhause, weil er dringende Aufträge für die diversen Gesellschaften zu erledigen hat (genauer gesagt sucht er nach verschwundenen Personen), ihre Unterrichtstage sind weiterhin schrecklich und die gerade aufkeimende Freundschaft mit den anderen acht Schülerin von Unit 919 wird durch einen (natürlich unbekannten) Erpresser deutlich getrübt.

Ich mag an der Geschichte, dass man zwar die ganze Zeit mit Morrigan mitleidet, aber trotzdem all die schönen Elemente genießen kann und sich sicher ist, dass es am Ende (wenn auch wohl noch nicht zum Ende dieses Bandes) irgendwie alles gut werden wird für die Zwölfjährige. Immerhin hat sie trotz aller Herausforderungen im Personal des Hotels Deucalion eine Art Ersatzfamilie und den einen oder anderen guten Freund gewonnen und – so abwesend auch auch immer sein mag – Jupiter North glaubt an Morrigan, ihren Charakter und ihre Fähigkeiten! Da mein Mann sich einen Godzilla-Film („Godzilla – Der Urgigant: Die Mutation des Grauens bedroht die Welt …“ *g*) angemacht hat und mir zwischendurch der Magen knurrte, mache ich mir jetzt erst einen Milchreis und schaue dann, was ich als nächstes tun werde. Zum Lesen werde ich während des Films vermutlich nicht kommen, weil der Ton auf Deutsch ist (es gibt, wenn ich das richtig mitbekommen habe, leider keine japanische DVD mit englischen Untertiteln) und mich das zu sehr ablenken würde.

Update 19:00 Uhr

Dafür, dass seit dem letzten Update nicht viel passiert ist, habe ich eine Menge Fotos gemacht. 😉

Nach dem (Zimt-)Milchreis habe ich mir heute Nachmittag die Switch geschnappt, mit der ich in den letzten Wochen kaum gespielt habe. Ein Grund ist, dass mein Mann sehr viel Zeit mit dem Gerät verbringt (genau genommen hat er inzwischen mehr Spielstunden mit meiner Switch verbracht als ich), ein anderer Grund ist, dass ich so sehr auf das neue „Animal Crossing“ wartet, dass ich kein neues Spiel anfangen mag. Stattdessen habe ich die „Cat Quest II“-Demo ausprobiert, was allerdings nur wenige Minuten gedauert hat. Da mein Mann meinte, dass sein Film nur noch eine halbe Stunde ging, habe ich ihn darum gebeten mich dann zu wecken und mich für eine Runde Sofaschlaf hingelegt. Das Wecken erfolgte dann, als er auch noch alle Extras auf seiner DVD geschaut hatte – was bedeutet, dass ich fast zwei Stunden geschlafen habe. Hoffentlich bringt mich das heute Nacht nicht wieder um meinen Schlaf … Ich dreh jetzt eine Blogrunde und dann ist es auch schon Zeit in die Küche zu wandern und das Essen aufzuwärmen.

Update 22:00 Uhr

Das ist für heute das letzte Update, da ich nicht mehr so lange aufbleiben will. Zum Abendessen (Steckrübensuppe) gab es heute bei uns die aktuelle Folge von „The Great Pottery Throw Down“ – wir schauen die britische Sendung rund um eine Gruppe von Töpfern, die in verschiedenen Herausforderungen gegeneinander antreten über Youtube – und heute ging es darum klassisch-griechisch anmutende Skulpturen nach einem Model anzufertigen. Ich mag die Sendung sehr, weil es immer interessant und überraschend lustig ist, wobei heute eine Kandidatin rausflog, die bislang immer für sehr viel komische Momente gesorgt hat und bei der ich es wirklich schade fand. Allerdings hat ihre Leistung wirklich nicht für ein Weiterkommen gereicht und ich muss der Sendung insgesamt zugestehen, dass ich die Entscheidungen der Juroren eigentlich immer nachvollziehbar finde.

Danach gab es eine Runde „Animal Crossing“ – inklusive einer neuen Nachbarin – und ich muss zugeben, dass ich nach mehr als 6 1/2 Jahren, in denen ich täglich meinen Pflichten als Bürgermeisterin nachgekommen bin, wirklich reif bin für eine Auszeit auf einer Insel. 😉 (Oder auch: Noch 33 Tage bis „Animal Crossing – New Horizons“ und ja, ich zähle die Tage …) Ansonsten habe ich die kommende Woche durchgeplant (und hoffe, dass ich meine To-do-Liste auch wirklich abgearbeitet bekomme) und werde mich nun noch ein bisschen mit „Wundersmith“ einrollen. Ich hoffe, ihr hattet einen schönen und erholsamen Tag – es war wieder sehr nett mit euch gemeinsam den Sonntag zu verbringen!

 

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Sunny
JED

Deborah-Crombie-Lesetag (8) – Der Rache kaltes Schwert

Es ist schon wieder ein Weilchen her, seitdem Sayuri und ich das letzte Mal zusammen einen Deborah-Crombie-Roman gelesen haben, aber Vorweihnachtsstress, Feiertage, Urlaubswochen und anderer Trubel sind dann doch ein bisschen wichtiger als das gemeinsame Lesen zwanzig Jahre alter Krimis. 😉 Wie immer gilt, dass diese Beiträge nur für Leute geeignet sind, die die Kincaid-und-James-Romane schon kennen oder nicht vorhaben sie jemals zu lesen, denn wir werden uns mit Spoilern nicht zurückhalten.

Mit „Der Rache kaltes Schwert“ kommen wir langsam in einen Bereich der Reihe, wo meine Erinnerungen etwas verschwimmen. Es gibt viele Elemente aus dem Leben von Gemma und Duncan, an die ich mich erinnere, die ich aber nicht einem bestimmten Roman zuordnen kann. Was auch daran liegt, dass ich die ersten sechs Romane (über den siebten Band rede ich dann doch lieber nicht,) während meines Studiums immer mal wieder gelesen habe. Den folgenden Romanen hing aber so ein bisschen das „Von fremder Hand“-Stigma (und eine Entwicklung von Hazel, die bald kommen wird,) nach und dazu kam, dass ich fast zehn Jahre lang den Großteil meiner Bücher in Umzugskartons aufbewahrte, so dass ich irgendwann nur noch die Neuerscheinungen las und kaum noch Rereads in Angriff nahm. Ich bin also gespannt, was mich in „Der Rache kaltes Schwert“ erwartet und welche Erinnerungen während des Lesens wieder hochkommen …

Update 12:00 Uhr

Freitagvormittag kümmere ich mich normalerweise um all den Haushaltskram, für den ich an den anderen Tagen keine Zeit habe und den ich vor dem Wochenende erledigt haben will. Und selbst wenn ich – wie in dieser Woche – das alles auf Donnerstag gelegt habe, fallen mir immer noch Dinge ein, die mich kurz vom Sofa springen lassen. Ich finde es wirklich seltsam, dass es mir so schwer fällt mich selbst bei solchen Leseverabredungen vormittags einfach hinzusetzen und längere Zeit am Stück zu lesen … Aber nun zum Buch: Faszinierenderweise fühlt es sich an, als ob ich die Geschichte noch nie gelesen hätte. In der Regel kommen bei diesen Rereads relativ schnell Erinnerungen an die Figuren zurück, wenn ich die ersten Kapitel gelesen habe, aber weder das Opfer, noch die Männer, die mit Dawn Arrowood in Verbindung standen, kommen mir irgendwie vertraut vor. Einzig bei der Tierärztin klingelte ein sehr, sehr fernes Glöckchen, aber mehr war da auch nicht, ich kann mich weder an sie als Person noch als Teil der Handlung erinnern.

Die persönlichen Momente zwischen Gemma und Duncan geben mir dafür eher ein Gefühl von „ach ja, so war das“ und „stimmt, das Haus gehörte der Schwester von Duncans Chef“ – wobei ich mich frage, ob die fünf Jahre nicht schon längst vorbei sind (also bei dem aktuellen Roman, nicht bei „Der Rache kaltes Schwert“). 😉 Außerdem mag ich, wie Deborah Crombie in diesem Band den ersten gemeinsamen Auftritt von Gemma und Duncan an einem Mordschauplatz gestaltet hat, bei dem Duncan nur die Rolle des Zuschauers übernehmen darf, und ich freu mich mehr über Doug und Melody zu lesen, die inzwischen schon so lange zum „Team“ gehören, dass ich mich gar nicht mehr an die ersten Szenen mit den beiden erinnern kann. (Wie lang es wohl dauert, bis Doug nicht mehr das Gefühl hat, dass er gegen Gemma immer verlieren wird, weil Duncan mit ihrer Arbeit soooo zufrieden war.)

Bevor ich weiterlese, räume ich erst einmal die Gemüsekiste weg, die gerade geliefert wurde, und mache mir ein Frühstück.

Update 14:00 Uhr

Nach Frühstück, Tee und ein paar weiteren Kapiteln bin ich inzwischen mehr in der Geschichte drin und genieße es einen „unvertrauten“ Deborah-Crombie-Roman zu lesen. Spannend finde ich, dass ich Dawn in den wenigen Momente, die man aus Sicht des Opfers erlebte, gar nicht sooo sympathisch fand, während sie mir nun nach ihrem Tod ans Herz wächst, weil die Menschen um sie herum so von ihr fasziniert waren. (Irgendwann würde ich allerdings gern mal einen Kriminalroman der Autorin lesen, in dem das Mordopfer einfach nur ein ganz gewöhnlicher und unauffälliger Mensch war.) Außerdem deuten sich bei Hazel schon ganz leicht die kommenden Entwicklungen an (ich bin gespannt, ob ich den Teil beim erneuten Lesen auch wieder so doof finde wie vor einigen Jahren) und Duncan rollt in typischer Duncan-Manier in Gemmas Fall hinein, ohne ihr gegenüber überhaupt vorher eine Andeutung fallen zu lassen. Wie kann er die Nacht nach dem Mord mit ihr verbringen und nicht einmal erwähnen, dass er vor einiger Zeit einen ähnlichen Mordfall hatte? Und auch nachdem er seinen Chef darum gebeten hat, dass er sich in Gemmas Mordfall einmischen darf, wartet er noch einen weiteren Tag, bis er ihr Bescheid gibt … Ganz ehrlich, da hätte ich mich an Gemmas Stelle nicht so schnell beruhigen lassen!

Ansonsten finde ich Ferns Verhalten sehr seltsam. Ich kann verstehen, dass sie Alex vor Dawns Ehemann in Sicherheit bringen will, wenn sie befürchet, dass dieser Dawn umgebracht hat, weil sie ein Verhältnis mit Alex hatte (und von ihm schwanger war). Aber wieso sie dann der Polizei nicht sagen will, wo Alex ist und solch ein Rumgeeiere mit Gemma aufführt, kann ich nicht nachvollziehen. Auf der anderen Seite gibt es gleich zwei Frauen in dieser Geschichte, die an hoffnungslosen Gefühlen für Männer festhalten, die anscheinend nichts für sie empfinden, was mir eigentlich etwas viel für einen einzigen Roman ist. 😉

Ich weiß nicht, wie lange Sayuri heute lesen will, aber ich bin gerade mit dem sechsten Kapitel fertig geworden und lege jetzt erst einmal eine Lesepause ein, um ein paar Sachen zu erledigen, und schaue dann, ob es bei Sayuri in der Zwischenzeit ein neues Update gab und ob es bei ihr dann noch weitergeht oder ob sie in den kommenden Tagen etwas „nachlesen“ möchte, bis wir uns zum nächsten gemeinsamen Lesen verabreden.

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Update Montag, der 17.02.2020

Da Sayuri und ich am Freitag mit dem zehnten Kapitel starten wollen, gibt es hier noch meine Eindrücke zu den Kapiteln sieben bis neun. Als ich heute wieder zu „Der Rache kaltes Schwert“ griff, war ich ein bisschen überrascht, dass sich der Ton – meinem Gefühl nach – so deutlich geändert hatte. Es war, als ob die ersten sechs Kapitel die Grundlagen für die Geschichten gelegt hätten (was ist passiert, welche Personen sind beteiligt und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander), während jetzt nicht nur die Ermittlungen mehr Hinweise an den Tag bringen, sondern auch die vielen Charaktere sich ernsthaft der Tatsache stellen müssen, dass so ein Mord mehr als nur die offensichtliche Folge (also den Tod eines Menschen) mit sich bringt und dass jeder von ihnen unter Verdacht steht und sich – bis zur Auflösung des Falles – fragen wird, ob er etwas hätte anders tun können, ob der Mensch, mit dem er sich gerade unterhält, in den Mord verwickelt ist und wie die Person, die einem am Herzen liegt, sich von so einem Schicksalsschlag wieder erholen kann.

Wie immer bei den Romanen, die innerhalb von London spielen, finde ich es wunderbar, wie Deborah Crombie die Geschichte des Stadtteils und die Entwicklung der Gegend in ihre Handlung miteinbezieht. Die Szenen mit Angel und Ronnie waren übrigens die ersten, die mir seitdem wir Freitag das Buch begonnen haben, vertraut vorkamen. Ansonsten bin ich mir – eigentlich seit der ersten Erwähnung der Person – sehr sicher, dass ich weiß, wer der Täter ist, auch wenn ich keine Ahnung habe, was sein Motiv ist. Ebenso finde ich es etwas arg bemüht, dass Deborah Crombie mit dem Spitznamen Angel arbeitet, um die Verbindung zwischen diese Szenen und einem der Mordopfer zu vertuschen – obwohl doch offensichtlich ist, wie der reale Name dieser Frau war – und spätestens nach dem Fotos, dass der Nachbar der ermordeten Marianne Kincaid gegeben hat, kann man sich als Leser auch denken, in wessen Beuteschema Marianne als junge Frau fiel …

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Update Freitag, der 21.02.2020
10:30 Uhr

Ich bin heute mal wieder ein bisschen spät dran, aber dafür habe ich alles erledigt, was ich diese Woche erledigen musste und kann mich nun entspannt aufs Lesen konzentrieren. Ich muss zugeben, dass ich in den vergangenen Tagen kaum an „Der Rache kaltes Schwert“ gedacht habe, weil ich das Gefühl habe, ich wüsste die Auflösung schon und dieses Mal beschäftigen mich die verschiedenen Charaktere nicht so sehr wie sonst bei einem Deborah-Crombie-Roman. Die einzigen Sachen, die mir eben beim Teekochen durch den Kopf gingen, war, dass ich 1. zu wissen glaube, wie Gemma ihr Baby verliert (bei einer Konfrontation mit dem Mörder in der Suppenküche) und 2. ging mir die Frage durch den Kopf, ob ich mich richtig erinnere, dass Wesley in Zukunft als Babysitter für Gemmas Sohn herhalten wird. Da bin ich mir nicht mehr sicher, aber spätestens als erwähnt wurde, dass er auf die Töchter des Cafébesitzers aufpasst, dachte ich, dass er mir vertraut vorkommen würde. Oh, und ich wusste gar nicht mehr wie Geordie zur Familie James-Kincaid kam und finde Gemmas spontanen Entschluss nicht nur untypisch für sie (wenn auch irgendwie liebenswert), sondern hätte mich auch gefreut, wenn sie das in der Zwischenzeit Duncan gegenüber mal angesprochen hätte. Dass die beiden auch über wichtige Punkte ihres Familienlebens kaum reden, finde ich erschreckend irritierend!

Update 13:00 Uhr

Hunger und keine Ahnung, was ich frühstücken soll – also gibt es mal wieder Zimtmilchreis. *g*

Ich mochte diesen Moment der Erkenntnis, den Fern hatte, als sie darüber nachdachte, ob sie deshalb so an Alex Dunn hing, weil diese unerwiederte Liebe ihr erlaubte in ihrer aktuellen Situation zu verharren statt sich weiterzubewegen. Während ich es schon ganz schön heftig finde, dass Gemma und Duncan Kit an seinem allerersten Abend im neuen Haus zum Babysitten verdonnern. Als ob er ein Gummiball wäre, denn man mal eben in jede beliebige Richtung schleudern kann und der heil von allen Herausforderungen zurückprallt. Er war bislang nur zu Besuch in London, kennt sich in der Gegen nicht aus, hat niemanden in der Nachbarschaft, an den er sich wenden kann, und ist verantwortlich für einen kleinen aktiven Jungen – in seinem Alter und mit seiner Vorgeschichte würde es mich nicht beruhigen, dass ich Gemma per Handy jederzeit erreichen kann. Ansonsten musste ich natürlich das Lesen unterbrechen, um mich über Stephen Ward und Christine Keeler zu informieren – das ist genau die Art von Geschichte, die mein Mann in seinen britischen Spionage-Serien so liebt. *g*

Ansonsten hätte ich gern noch mehr über Betty gelesen. Sie kommt so wenig vor in den Rückblicken, aber die wenigen Sätze, die man von ihr hört, lassen sie sehr sympathisch wirken. Mrs. Farley hingegen fand ich gruselig – so viel Fassade, so wenig Inhalt. Ich möchte mir nicht vorstellen, was sie für eine Ehe mit dem Tierarzt (so ein unangenehmer Mensch!) führt. Aber ich kann anerkennen, dass Deborah Crombie es auch hier mal wieder geschafft hat, dass man nach einem kurzen Gespräch eben doch eine erschreckend gute Vorstellung von dieser Ehe bekommt. Und dann ist da noch Marc Mitchell, der zum ersten Mal überhaupt richtig zu Wort kommt und den man sonst nur durch die Augen von Bryony erlebt. Sich selbst soweit aufzugeben, um Gutes zu tun, zeugt von einem Extremismus, den ich bedenklich finde – und kein Wort über seine Mutter, nur über seine Großmutter …

Nur noch ein paar Seiten, aber bevor ich weiterlese gibt es erst einmal Frühstück. 😉

Update 14:00 Uhr

Gemma und das Baby – ich muss gestehen, dass ich es sehr geschickt finde, dass Deborah Crombie Gemma erst allen von Schwangerschaft erzählen lässt und es wirkt, als ob alles gut ist und es keine Probleme mit der Arbeit gibt. Geschickt, aber auch herzzerreißend …

Oh, und ich habe erst als Gemma die Wohnung beschrieb daran gedacht, dass Wesley Bettys Sohn ist – das ist schon etwas sehr viel Zufall, aber ich mag es. Die Betty, die man aus Angels Perspektive kennenlernt, ist die passende Frau, um einen Sohn wie Wesley zu erziehen.

Was den Täter angeht, so wusste ich schon bei seinem Auftauchen, dass er der Täter war, aber erst als Evan erwähnt wurde, konnte man ein Motiv erahnen. Am Ende finde ich den Fall vor allem frustrierend, weil die Gier eines Mannes so viel Leid verursacht hat und weil all die Morde so sinnlos waren … und natürlich das Ende der Geschichte schrecklich traurig, auch wenn die Teekanne ein schönes Element ist. Ich finde es schön, dass sie sich in Zukunft durch fast alle Bücher zieht und dass ich mich nun daran erinnere, wofür sie steht. 🙂

Lese-Sonntag im Januar 2020

Kaum zu glauben, dass das Jahr schon wieder fast drei Wochen alt ist und bei uns theoretisch seit einer Woche wieder Alltag herrschen sollte. Eigentlich wollte ich die erste Arbeitswoche meines Mannes nutzen, um meinen normalen Tagesrhythmus aufzunehmen, aber so ganz klappte das nicht. Immerhin habe ich trotz des einen oder anderen überraschend stressigen Tages in der vergangenen Woche einen Museumsbesuch untergebracht und gestern hatten wir wieder eine sehr schöne und lustige Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin. Gelesen habe ich in den letzten Wochen weniger als erwartet, aber insgesamt sind natürlich immer noch eine Menge Seiten zusammengekommen (ebenso wie einige fertiggestellte Blogbeiträge, die ich inzwischen bis Mitte Februar vorausgeplant habe *g*).

Heute beginne ich auf jeden Fall „Magic For Nothing“ von Seanan McGuire, da ich meine Erinnerung auffrischen will, bevor ich zu den beiden weiteren Bänden rund um Antimony Price greife, die auf noch auf meinem SuB ruhen. Große Pläne gibt es ansonsten nicht für den Tag, auch wenn mein Mann schon angekündigt hat, dass er seinen „Japanische Monsterfilme“-Marathon mit einem weiteren Film fortsetzen wird (alle geplanten 36 Filme hatte er natürlich nicht während seiner zwei Wochen Urlaub geschafft) und ich dann wohl zum Nähzeug greifen werde. Aber erst einmal starte ich in den Tag mit einer Kurzgeschichte aus meiner aktuellen Anthologie (immer noch „Hex Life“) und etwas Haushaltskram.

Update 9:45 11:45 Uhr

Wenn man sich während des Update-Schreibens ablenken lässt und vergisst den Beitrag zu aktualisieren, dann gibt es eben nur ein Update am Vormittag … Ich habe den Morgen damit verbracht ein bisschen durch die Wohnung zu wuseln und den Abwasch zu erledigen. Als ich damit dann soweit war, habe ich mich mit meinem Tee auf dem Sofa eingerollt und zu meiner Kurzgeschichte gegriffen. „The Deer Wife“ von Jennifer McMahon wird aus der Sicht von Jules erzählt, die sich schon vor Jahren in die Hexe, die tief im Wald lebt, verliebt hat. Sie weiß nicht, ob die Hexe sie verzaubert hat oder ob die namenlose Frau die Antwort auf eine Frage war, die sie sich selbst nicht zu stellen traute, aber sie kann nicht von ihr lassen. Doch ewig kann dieses Leben zwischen Familie und Wald nicht weitergehen und so fällt Jules am Ende eine Entscheidung, die sie nicht wird rückgängig machen können. Ich mochte es, wie Jules an ihre gemeinsame Zeit mit ihrer Liebsten dachte, wie sie sich daran erinnert, was ihr die Hexe des Waldes alles in den vergangenen Jahren beigebracht hat. Ich mochte es weniger, wie Jules vor einigen Wahrheiten die Augen verschließt oder Charaktereigenschaften ihrer Freundin hinnimmt, weil sie so von dieser Frau fasziniert ist. Insgesamt würde ich aber sagen, dass die Geschichte nicht lange bei mir hängenbleiben wird, weil sie nicht mehr als „nett“ war.

Nach dem Lesen meiner Kurzgeschichte, etwas Online-Rumtreiben und etwas Schwatzen mit meinem Mann wurde es auch schon Zeit fürs Frühstück, wozu ich „Magic for Nothing“ angefangen habe. Der Roman ist für mich ein „ich mochte es, aber“-Buch, weil ich beim ersten Lesen mit meinen eigenen Erwartungen zu kämpfen hatte und deshalb die Geschichte nicht so genießen konnte, wie ich es normalerweise tue. So ist dieser Reread nicht nur dazu da, um meine Erinnerungen wieder aufzufrischen, bevor ich die weiteren beiden Bände lese, sondern auch um zu schauen, wie mir die Handlung gefällt, nachdem ich weiß, was genau mich erwartet. Ich finde es selber merkwürdig, wie wenig ich mich mit dem Covenant of St. George beschäftigen mag, obwohl dieser von Anfang an eine so große Rolle in den InCryptid-Romanen spielte … Bevor ich wieder zum Buch greife, drehe ich aber erst einmal eine Kommentarrunde. 🙂

Update 15:00 Uhr

Ich hatte ganz vergessen wie lange es dauert, bis Antimony (Annie) sich wirklich im Covenant einschleicht, und wie viel „Vorgeplänkel“ von Seanan McGuire davor gesetzt wurde. Eigentlich genieße ich mein Wiedersehen mit all den Familienmitgliedern der Price-Familie und die Anspielungen auf vorhergehende Romane der Reihe. Aber auf der anderen Seite hätte ich gern den Teil in England schon hinter mich gebracht, um mit Annie die Leute die Schausteller kennenzulernen, denen sie sich später in der Geschichte anschließt. Ich fürchte, es lag nicht nur an meiner Stimmung beim ersten Mal, dass das Tempo in „Magic for Nothing“ nicht ganz meinem Geschmack entspricht – ich freu mich trotzdem weiterhin auf die beiden noch ungelesenen Bände, in denen Annie die Protagonistin ist. *g*

Um kurz nach 13 Uhr hat mein Mann dann mit seinem Film angefangen. „Destroy all Monsters“ ist der zwanzigste Monsterfilm von Toho und sollte auch der Abschied der Firma von den Monster-Kinofilmen sein, weil man 1968 der Meinung war, dass dank des Fernsehens solche Filme auf der großen Leinwand keinen Erfolg mehr haben könnten. Die Handlung ist nicht gerade ausgereift: Außerirdische bringen all die japanischen Monster unter ihre Kontrolle und wollen so die Menschheit dazu bringen sich ihnen zu ergeben. Grundsätzlich ging es Toho wohl darum all die Monster der vorherigen Filme noch einmal auf die Leinwand zu bringen (selbst wenn einige der Anzüge schon in so schlechtem Zustand waren, dass man die dementsprechenden Monster nur aus größerer Entfernung filmen konnte *g*). Wer mehr Details zu diesem Machwerk lesen möchte, kann sich gern den Wikipedia-Eintrag zu „Frankenstein und die Monster aus dem All“ anschauen – immer wieder faszinierend, was die deutschen Filmverleih-Firmen sich damals für Titel ausgedacht haben! Obwohl ich den Großteil der Zeit auf meine Näharbeit geschaut habe und mein Mann mit japanischer Tonspur und englischen Untertiteln den Film schaute, konnte ich der Handlung locker folgen, wenn ich nur alle paar Minuten mal einen Blick auf den Bildschirm warf. 😉

Update 18:30 Uhr

Da ich noch Lust hatte weiter zu nähen, habe ich heute Nachmittag noch etwas Musik gehört, bis mein Taschentuch fertig umsäumt war. Danach habe ich spontan zu meinem aktuellen „Unterwegsbuch“ gegriffen und es weitergelesen, während ich Kekse geknabbert habe. Mein „Unterwegsbuch“ ist der zweite Band der Innkeeper Chronicles von Ilona Andrews (ihr erinnert euch vielleicht daran, dass ich den Auftaktband im Dezember gelesen habe) und wenn Dienstag wieder einige Zeit unterwegs sein werde, werde ich vermutlich den dritten Teil der Serie anfangen – so viele Seiten habe ich in „Sweep in Peace“ nicht mehr vor mir. Auf jeden Fall ist „Sweep in Peace“ gerade genau die richtige Art leichte Unterhaltung (soweit man das sagen kann, wenn es um Friedensverhandlungen geht, diverse Morde schon passiert sind und überhaupt sehr viele Personen gerade sehr verzweifelt sind) für mich und unterhält mich besser als „Magic for Nothing“. Auch wenn ich genau weiß, dass letzteres nur wegen des verflixten Covenant so ein Problem für mich darstellt und mir die Geschichte wieder deutlich mehr Freude bereitet, sobald ich den hinter mich bringe – was ich nicht tun werde, wenn ich zwischendurch 1 – 50 ander Bücher lese. 😉 Bis ich in die Küche wandern muss, um das heutige Abendessen in den Ofen zu werfen, werde ich vermutlich nur noch eine Kommentarrunde auf die Reihe bekommen. Mal schauen, womit ihr den Nachmittag so verbracht habt. 🙂

Update 21:30 Uhr

Mein Buch habe ich sogar noch vor dem Kochen beenden können und zum Essen (Ofengemüse mit Feta) gab es nur noch eine Folge „Zumbo’s Just Desserts“ – wir sind bei der zweiten Staffel gerade beim Halbfinale und obwohl ich die beiden Finalisten mag, muss ich sagen, dass ich diese Staffel nicht so interessant und unterhaltsam fand wie die erste. Die Kandidaten waren weniger sympathisch und es gab deutlich weniger Details zum Thema Dessert-Herstellung als in den Folgen vom vergangenen Jahr. Aber die Sendung ist immer noch unterhaltsam genug, dass wir jeden Abend eine Folge davon zum Essen schauen. 😉 Da sich so langsam die kurze Nacht bemerkbar macht, werde ich nur noch meine heutige Runde Animal Crossing beenden und eine Blogrunde drehen und dann ins Bett fallen. Ich hoffe, ihr hattet heute alle einen schönen Tag und startet morgen gut in die neue Woche! 🙂

 

Heutige Teilnehmerinnen:

Ariana
Natira
Neyasha
JED
Sunny

Arianas Adventslesen – 4. Advent 2019

Der vierte Adventssonntag und somit wieder Zeit für Arianas Adventslesen! Diese Woche war irgendwie seltsam, ich habe die Zeit, die ich nachmittags mit Buch auf dem Sofa verbracht habe, genossen, aber ich hatte deutlich weniger Sofastunden, als ich gehofft hatte und stattdessen gab es diverse Dinge, über die ich mich geärgert oder aufgeregt habe. Mein Mann und ich sind beide gerade erholungsbedürftig und im Moment schwappt relativ viel zu uns rüber, das eigentlich gar nicht mit uns zu tun hat, das uns aber trotzdem belastet. Außerdem ist das Verhältnis zu meinen Eltern zur Zeit mal wieder herausfordernder, aber das ist sowieso eine unendliche Geschichte und wird sich auch nicht mehr ändern … Eine schöne Überraschung gab es gestern allerdings auch, als eine liebevoll gepackte Dose voller handgemachter Pralinen bei mir ankam, die mir eine Person geschickt hat, die ich seit ein paar Jahren über Twitter kenne. 🙂

Geplant habe ich für heute – wie schon an den vergangenen Sonntagen – viel Zeit mit Lesen und Stricken zu verbringen, mal schauen, wie das dieses Mal klappt. Ich werde auf jeden Fall wieder mit einer Kurzgeschichte in den Tag starten, mich dann des Geschirrs vom gestrigen Abendessen annehmen und dann sehe ich weiter … 🙂

Update 13:00 Uhr

Irgendwie ist der Vormittag mal wieder so vorbeigedümpelt, aber dafür sind Wochenenden ja auch ein bisschen da. 😉 Zur Kurzgeschichte habe ich doch nicht gegriffen, obwohl mir bislang (so gut wie) alle Geschichten aus „Unbroken“ sehr gut gefallen. Stattdessen bin ich online versumpft und habe die Timeline der letzten Tage nachgelesen, Büchertipps ausgetauscht (mal schauen, ob ich jemandem zum Seanan-McGuire-Lesen animinieren konnte *g*), ein bisschen mit einer Freundin geschwatzt und mehrere sehr unterschiedliche kurze Videos gesehen (wie die erschütternden Nachrichten aus Australien oder einen Isländer, der sich sehr über Mitteleuropäer aufregt, die über die aktuellen kurzen Tage jammern).

Ansonsten hatte ich mich auch der Küche angenommen und bin dann vor ungefähr einer halben Stunde wieder mit meinem Frühstück auf dem Sofa gelandet und habe „Clean Sweep“ von Ilona Andrews angefangen. Das Buch kenne ich schon, aber in den letzten Wochen gab es online immer wieder Personen, die von dem Titel gesprochen (und ihn als einen ihrer Wohlfühltitel bezeichnet) hatten, dass ich Lust darauf hatte, meine Erinnerungen an die Geschichte wieder aufzufrischen. Bislang bin ich noch nicht sehr weit gekommen, habe aber gemeinsam mit der Protagonistin Dina festgestellt, dass in ihrer Nachbarschaft immer noch Hunde getötet werden, und hoffe nun, dass der gerade in die Gegend gezogene Werwolf sich des Problems annehmen wird. (Was er natürlich nicht wird … oder zumindest wird er den Eindruck erwecken, damit die Autoren einen Grund haben, damit unsere Innkeeperin ihre Neutralität aufgibt und auf eigene Faust ermittelt.) Zu meiner eigenen Belustigung muss ich feststellen, dass ich mich noch an ziemlich viel erinnern kann (was jetzt nicht so verwunderlich ist, weil ich die folgenden zwei Teile auch schon gelesen hatte), aber Dinas Haustier hatte ich vollkommen vergessen, obwohl ich mich jetzt daran zu erinnern meine, dass da noch einige lustige Szenen mit diesem … Hündchen kommen werden.

Update 15:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich eine kleine Blogrunde gedreht und mich dann mit meinem Strickzeug und einer Inneneinrichtungsdoku auf dem Sofa eingerichtet. Ich freu mich gerade immer, wenn ich es schaffe bei „Tageslicht“ zu stricken, weil ich bei der feine und leicht filzenden schwarze Wolle doch ab und an hinschauen muss, um herauszufinden, ob ich da gerade gedankenverloren einen Fehler gemacht habe oder ob sich die Maschen nur seltsam anfühlen, weil sie mal wieder etwas aneinanderhängen. Ich finde es übrigens total lustig, wie ich auf Einrichtungssendungen reagiere, weil ich die eine Hälfte der Zeit vor mich hinschimpfe, weil schließlich jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt, bestimmtes Grundwissen mitbringen sollte, und die andere Hälfte der Zeit über so froh bin, dass ich nach meinem Studium die Innenarchitektur dann doch recht schnell verlassen habe. 😉

Update 18:45 Uhr

Den Nachmittag über habe ich meine Nase vor allem in meinen Roman gesteckt und mich gut beim Lesen amüsiert. Es gibt sehr viel Imponiergehabe zwischen einem Werwolf und einem Vampir (nur zur Erinnerung: Das ist Science Fiction, weshalb die beiden Herren nicht anderes als – entfernt – menschenähnliche Aliens sind), sehr viele „ich bin die einzige vernünftige Person hier im Raum“-Momente der Protagonistin und dazwischen ein paar „im Zweifelsfall können wir unsere Gegner/Verbündete töten und verspeisen“-Anmerkungen der Dame, die Dauergast im Dinas Inn ist. So bescheuert das klingt, so gut amüsiere ich mich beim Lesen. Allerdings ist „Clean Sweep“ nicht gerade ein umfangreicher Roman und so fehlen mir nur ungefähr dreißig Seiten bis zum Ende und die hebe ich mir für den späteren Abend auf. Irgendwie finde ich es lustig, dass ich so langsam ein gewisses „Feiertagsgefühl“ entwickel, während ich gerade diese Geschichte lese, während ich in der vergangenen Woche mit „Wintersonne“ zwar ein sehr weihnachtlich-winterliches Buch gelesen (und genossen!) habe, aber mich immer noch nicht „adventlich“ fühlte. Bevor ich gleich in die Küche wandere und die Pizza für heute Abend fertig mache, dreh ich noch eben eine Blogrunde, später gibt es dann auf jeden Fall noch ein Update.

Update 22:00 Uhr (Letztes Update)

Der Sonntag ist fast vorbei und in den letzten Stunden habe ich mein Buch beendet, Pizza gemacht und gegessen und „Blümchen gegossen“ (also „Animal Crossing gespielt – noch 89 Tage bis zur Switch-Version! *g*). Nachdem ich in der vergangenen Nacht nur ungefähr fünf Stunden Schlaf bekommen habe, wird es so langsam Zeit ins Bett zu gehen. Also ist dies mein letztes Update für heute. Ich wünsche euch einen guten Start in die Weihnachtswoche und dass die kommenden Tage schön werden. Und vielen Dank an Ariana, dass sie auch in diesem Jahr wieder das Adventslesen veranstaltet hat. 🙂

Lese-Sonntag Dezember 2019/Arianas Adventslesen – 3. Advent 2019

Heute ist der dritte Sonntag im Dezember und somit der letzte Lese-Sonntag in diesem Jahr! Die meisten von uns machen gleichzeitig bei Arianas Adventslesen mit (die beiden Sachen ergänzen sich ja gut), trotzdem werde ich wie immer eine Liste der teilnehmenden Personen unten anhängen, damit der Zugriff auf die heute mitmachenden Blogs einfacher ist. 🙂

Meine Woche lief nicht ganz so rund wie ich gehofft hatte, aber immerhin habe ich mir regelmäßig Lesezeit gönnen können („Die Grenze“ ist inzwischen ausgelesen und rezensiert) und etwas Adventsdeko habe ich auch rausgekramt und aufgestellt. Außerdem sind gestern alle Weihnachtsgeschenke und -karten bei der Post gelandet und am Nachmittag haben mein Mann (der sein Überstundensoll für die Woche schon am Mittwoch erfüllt hatte) und ich endlich mal wieder eine Brettspielrunde eingelegt. Was den heutigen Tag angeht, so habe ich wieder sehr, sehr viel Sofazeit mit Büchern, Strickzeug und der einen oder anderen Konsole geplant. Aber erst einmal starte ich mit einer Kurzgeschichte in den Morgen und dann wandere ich in die Küche, um das Chaos vom gestrigen Abend zu beseitigen.

Update 10:00 Uhr

Sonntagmorgen sieht bei uns in letzter Zeit so aus, dass ich versuche ganz, ganz leise zu sein, um meinen Mann nicht zu wecken, der dringend Schlaf nachholen muss. Irgendwie sorgt das aber dafür, dass ich meine ersten wachen Stunden vor allem auf dem Sofa verbringe und mich mit dem Internet beschäftige, was deutlich weniger befriedigend ist als die dringensten Haushaltssachen eben zu erledigen, um dann zu lesen. Immerhin habe ich die Kurzgeschichte „Per Aspera Ad Astra“ von Katherine Locke gelesen. Eine SF-Geschichte, in der die Protagonistin Lizzie mit ihrem inneren Krieg fertig werden muss, um zu verhindern, dass ihre Stadt und ihre Familie bei einem feindlichen Angriff zerstört wird. Ich … „mochte sehr“ ist hier der falsche Ausdruck … ich fand es beeindruckend, wie die Autorin Lizzies lähmende Angst vor eigentlich allem dargestellt hat und wie es trotzdem stimmig war, dass Lizzie sich aufmacht, um ihre Stadt zu retten. Da mein Mann inzwischen aber aufgestanden ist, werde ich jetzt aber doch endlich in die Küche flitzen und mir – nach dem Abwasch und dem Zusammenlegen der gestrigen Kochwäsche – was zum Frühstück machen. Ich habe heute erstaunlich früh Hunger … *g*

Update 13:00 Uhr

„Erstaunlich früh Hunger“ haben scheint trotzdem nicht zu reichen, damit ich auch ein frühes Frühstück auf die Reihe bekomme. *g* Erst habe ich noch meine Kommentarrunde beendet, dann die Wäsche zusammengelegt, die gestern liegengeblieben ist, und das Geschirr abgewaschen. Dann habe ich mich mit meinem Frühstück (inklusive Adventskalender-Leckerei) hingesetzt, die Kerzen im Wohnzimmer angezündet und die Nase in mein Buch gesteckt. Ich muss gestehen, dass ich mit „Bitten“ von Kelley Armstrong nicht ganz so glücklich bin. Ich hatte mir das Buch gewünscht, weil ich herausfinden wollte, ob ich die Romane der Autorin ebenso sehr mag wie ihre Kurzgeschichten, aber im Moment fürchte ich, dass das nicht der Fall ist. Trotzdem möchte ich den Roman eigentlich beenden, weil ich hoffe, dass meine Desinteresse vor allem damit zusammenhängt, dass Kelley Armstrong in diesem Reihen-Auftakt noch nicht richtig in ihrer Welt und Geschichte angekommen ist. Wobei ich auch zugeben muss, dass ein Teil meiner Unzufriedenheit mit „Bitten“ damit zusammenhängt, dass ich eine am Anfang eingeführte Nebenfigur sehr mochte, von der ich aber weiß, dass sie nicht weiter vorkommen wird, während ich einen anderen Charakter ganz fürchterlich finde und der natürlich die größte Rolle neben der Protagonistin spielt. Das sind Dinge, die sich nicht ändern werden, aber vielleicht finde ich den zweiten Charakter im Laufe der Zeit ja nicht mehr so schlimm … Bislang ist es allerdings so, dass ich ein paar Seiten lese und dann das Buch wieder weglege, um andere Dinge zu tun. Außerdem liegt da ein weiterer Roman in Reichweite, dessen Anfang ich wirklich hinreißend fand … *seufz*

Update 16:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich mir einen Wecker gestellt, um mal dafür zu sorgen, dass ich eine halbe Stunde am Stück in „Bitten“ lese, statt den Roman ständig wieder aus der Hand zu legen. Danach habe ich die Tatsache ausgenutzt, dass mein Mann lieber im Nebenzimmer sein neues Brettspiel („Mezzo“ – nichts für mich, wie er sagt, aber dafür mit Ein-Spieler-Modus spielbar) ausprobiert hat, und habe zum Strickzeug gegriffen und die Buchverfilmung „Tage wie diese“ bei Netflix geschaut. Ich mochte die drei Romanteile, die von drei unterschiedlichen Autor.innen geschrieben wurden, vor Jahren eigentlich gleich gern (HIER ist ein Leseeindruck von mir zu dem Buch zu finden) und hatte nicht das Gefühl, ich würde einen Handlungsstrang bevorzugen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich mich nach acht Jahren auch nicht detailliert an die Handlung erinnere und vor allem noch weiß, dass ich das Gefühl hatte, das John Green eigentlich immer die gleiche Geschichte erzählt (was okay ist, denn das kann er und so weiß man, was einen erwartet).

Äh, wo war ich? Ach ja, ich erinnere mich nicht mehr so gut an die Handlung, aber in der Verfilmung tauchten eine Menge Dinge auf, an dich ich mich erinnert hätte, wenn ich sie in dem Buch gelesen hätte. Was der Grund ist, warum ich grundsätzlich mit Buchverfilmungen nicht so glücklich bin, auch wenn ich hier immerhin sagen kann, dass ein paar Elemente besser waren, als ich sie bei der Romanhandlung in Erinnerung hatte, während andere Dinge für mich beim Lesen deutlich weniger Fremdscham hervorgerufen hatten als beim Schauen … Alles in allem kein Film, den ich in Erinnerung behalten werde, womit er irgendwie wieder zum Roman passt. *g* Jetzt Tee und Kekse und eine Kommentarrunde!

Update 21:30 Uhr (Letztes Update)

Wie geplant hatte ich mir nach dem letzten Update Tee und Kekse gegönnt und dabei eine Blogrunde gedreht. Als ich damit fertig war, habe ich wieder zu „Bitten“ gegriffen und fand anfangs sogar, dass die Handlung jetzt endlich etwas anzieht, weil leichte Krimielemente eine Rolle spielten. Dann bin ich allerdings über eine Szene gestolpert, die ich nicht akzeptabel fand, weshalb das Buch nun ungelesen aus meinem Bestand fliegt. Ich kann mit schwierigen Sexszenen in Urban-Fantasy-Romanen leben, solange mir die Autor.innen gute Begründungen dafür geben, aber wenn es auf „ich ignoriere dein Nein und fessel dich, um mit dir Sex zu haben, denn du willst es doch auch“ hinausläuft, dann reicht es mir – vor allem, wenn es keinerlei für mich akzeptable Hintergründe für dieses Verhalten gibt. Um mich wieder zu beruhigen habe ich dann erst einmal zu „Animal Crossing“ gegriffen.

Mein Charakter ist für die Adventszeit gut ausgerüstet (und hat ihre Haare schon gefärbt, um am 24. den Job von Chris dem Rentier zu übernehmen und im Weihnachtsmann-Kostüm Geschenke zu verteilen 😉 ). Noch 96 Tage bis „Animal Crossing: New Horizon“ für die Switch erscheint (nicht, dass ich die Tage zählen würde, weil ich mich so auf das neue Spiel freue … *g*). Nach dem Spielen hatte ich noch etwas Zeit, bevor ich mit dem Kochen des Abendessens anfangen musste, also habe ich zu „Wintersonnenwende“ gegriffen. Ich habe seit Tagen total große Lust auf das Buch und ich will mir meinen anderen Roman („Nevermoor“) noch etwas aufheben, also gönne ich mir diesen einen Band von Susan Cooper.

Das Kochen hat heute ziemlich lange gedauert (ich unterschätze jedes Mal, wie viel Zeit man braucht, um kleinblättriges Grünzeug zu putzen), aber die Grünkohl-Pasta hat definitiv geschmeckt. Ich weiß nur nicht, ob ich mir die Arbeit noch einmal machen wollen würde. Die Entdeckung für mich war dabei ehrlich gesagt vor allem der „vegane Parmesan“ aus Cashewkernen, Knoblauch und etwas Salz – der war wirklich lecker und das merke ich mir für den Fall, dass ich mal wieder Lust auf Pasta, aber keinen Parmesan im Haus habe. Jetzt drehe ich erst einmal eine abschließende Blogrunde und dann werde ich bis zum Schlafengehen die Nase in meine Bücher stecken.

Ich wünsche euch einen angenehmen Start in die kommende Woche! Lasst euch keinen Stress machen und gönnt euch – soweit wie möglich – kleine Auszeiten zum Erholen (und Lesen)! 🙂

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Heutige Mitleserin:

Sayuri
Natira
JED
Ariana
Anette
Sunny
Neyasha

Arianas Adventslesen – 2. Advent 2019

Am vergangenen Dienstag habe ich den letzten festen Termin für dieses Jahr hinter mich gebracht und nachdem ich die Zahnarztpraxis verlassen hatte, habe ich diese Tatsache mit einem gemütlichen Cafébesuch gefeiert. Seit diesem Cafébesuch bin ich in regelrechter Ferienstimmung, denn auch wenn ich noch das eine oder andere auf der To-do-Liste habe und definitiv nicht „verpflichtungsfrei“ bin, so fühlt es sich unglaublich gut an, dass ich nach diesem Termin-reichem Jahr keine Tage und Uhrzeiten mehr im Kopf halten muss. Diese „Terminfreiheit“ hat dann auch dafür gesorgt, dass ich mir wirklich in der vergangenen Woche jeden Tag etwas Zeit freigehalten habe, um gemütlich am Nachmittag mit einem Buch oder meinem Strickzeug auf dem Sofa zu sitzen und mich zu entspannen. Im Prinzip habe ich auch den heutigen Tag, an dem ich an Arianas Adventslesen teilnehme, so geplant, weil ich große Lust auf Lesezeit und etwas Stricken habe, aber wenn mir noch irgendwas anderes in den Sinn kommt, dann kann sich meine Planung heute auch wieder schnell ändern. 😉

Update 13:25 Uhr

Bislang war ich eher fleißig als gemütlich unterwegs, aber das wird sich jetzt hoffentlich ändern. 😉 Immerhin habe ich den Vormittag über Kekse gebacken (und traditionell ist natürlich die erste Runde etwas dunkel geworden), die Küche wieder in Ordnung gebacht und eine Rezension geschrieben (die erst im Januar veröffentlicht werden wird, weil ich gerade so viele Beiträge fertig bzw. geplant habe, dass der Dezember schon voll ist). Außerdem hat mein Mann mir die Weihnachtsdeko rausgeholt, damit ich mich damit in den nächsten Tagen beschäftigen kann. Eigentlich wollte ich die schon in der vergangenen Woche im Wohnzimmer verteilen, aber wir hatten es prompt geschafft die schwersten Boxen oben auf den Stapel zu stellen und so stand ich da und kam allein nicht an die ganz unten befindliche Weihnachtsdeko. Das kommt davon, wenn man keinen Extrastauraum hat und alles irgendwie neben dem Kleiderschrank aufstapeln muss. *g*

Jetzt wird es aber Zeit für mein Frühstück und dazu greife ich zu „Die Grenze“ von Erika Fatland. Nachdem ich in der vergangenen Woche mit der Autorin schon die Nordostpassage und Asien bereist habe, geht es nun – immer entlang der russischen Grenze –  in den Kaukasus. Bislang lese ich ihren Reisebericht wirklich gern und finde es spannend, wie sie historische Begebenheiten zusammenfasst, damit man einen Überblick über die Situation eines Landes bekommt.

Update 18:15 Uhr

So sehr viel habe ich in den letzten Stunde nicht gelesen, da mir nach einigen Seiten (inklusive dem Vorlesen ganzer Abschnitte, damit mein Mann auch von meiner Lektüre profitieren konnte,) die Augen zugefallen sind. Nach einer Stunde Sofaschlaf habe ich dann erst einmal zum Wachwerden zu Tee, Keksen und Strickzeug gegriffen und weiter an meinem Halstuch gearbeitet, während mein Mann mich dabei mit Youtube-Videos zu einer Spieleerweiterung unterhielt, die nächstes Jahr bei uns eintreffen sollte.

Außerdem habe ich etwas Zeit damit verbracht meine „Reihen-Vervollständigungsliste“ anzuschauen und ein paar Vorbestellungen bei meinem Buchhändler zu tätigen. Je früher der Bescheid weiß, dass ich Romane importiert bekommen möchte, desto größer ist die Chance, dass ich die Bücher auch nicht allzu viele Wochen nach Veröffentlichungstermin in die Finger bekomme. Ein bisschen grummelig bin ich ja, dass all die Taschenbuchausgaben, auf die ich so warte, so häufig zum Jahresanfang erscheinen, weil die Verlage natürlich mit den teureren Hardcover-Ausgaben noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen wollen. Auf der anderen Seite bin ich natürlich auch froh, wenn die Verlage genügend Geld einnehmen, um weiter meine Romanreihen produzieren zu können und wollen … 😉

Update 21:00 Uhr (Letztes Update)

Seit dem letzten Update habe ich meine Zeit vor allem verdamelt – was nicht die schlechtest Art und Weise ist, um einen Sonntagabend zu verbringen. 😉 Ich bin bei Twitter über „Pepper and Carrot“ gestolpert und habe mich erst einmal festgelesen, weil ich den Zeichenstil bezaubernd finde und die kleinen Geschichten sehr mochte. Irgendwann musste ich meine Lektüre aber unterbrechen, um Abendessen zu produzieren und dazu haben wir eine der Weihnachtsfolgen von „Nailed it“ geschaut. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie planlos Menschen ans Backen gehen können. auf der anderen Seite würde ich vermutlich auch lauter Verzweiflungstaten begehen, wenn ich innerhalb solch kurzer Zeit vor einer Kamera solch dekorierte Backwaren produzieren sollte. Bevor ich gleich zum DS greife, um meine tägliche Runde „Animal Crossing“ zu spielen, drehe ich aber noch einmal eine Blogrunde, um zu schauen wie es den anderen heute Abend so ergangen ist. Danach werde ich wohl noch ein paar Seiten in „Die Grenze“ lesen und dann ins Bett fallen. Auch wenn ich keine Termine mehr in diesem Jahr habe, wird der Wecker früh klingeln, damit ich meine To-do-Liste früh genug abgearbeitet bekomme, um mir wieder meine Lese- und Strickrunde am Nachmittag gönnen zu können. Habt einen schönen Start in die Woche! 🙂

Deborah-Crombie-Lesetag (7) – Von fremder Hand

Nachdem Sayuri und ich inzwischen beide „Böses Erwachen“ beendet haben, beginnen wir heute mit „Von fremder Hand“. Ich muss zugeben, dass ich mich auch hier an relativ wenig erinnere, was dieses Mal daran liegt, dass ich den Roman (ebenso wie den neunten Teil) beim ersten Lesen nicht mochte und deshalb auch deutlich seltener gelesen habe als die anderen Deborah-Crombie-Titel. Alles, woran ich mich noch erinnere, ist, dass sich diese Geschichte um eine Person dreht, die Texte, die von einem mittelalterlichen(?) Mönch niederschreibt, und sich darum eine Art Kult bildet (bei dem Teil bin ich mir nicht so sicher). Für mich bildet dieses Buch den Tiefpunkt der Reihe – ich bin gespannt, ob das nach dem erneuten Lesen so bleibt, oder ob ich überraschenderweise Elemente finde, die ich doch mögen werde. 😉

Wie immer kommt hier die Warnung, dass dieser Beitrag nur für Leute geeignet ist, die den Roman schon kennen oder keinerlei Probleme mit Spoilern haben, denn Sayuri und ich werden uns hemmungslos über die Geschichte austauschen. Ansonsten bin ich gespannt, wie viel Konzentration ich in den nächsten Stunden aufbringe, da ich auf Paketboten warte und mich das immer sehr unruhig macht, weil die örtlichen Boten recht unzuverlässig sind.

Update 12:00 Uhr

Es ist schwierig für mich unbefangen an ein Buch heranzugehen, das ich seit so vielen Jahren als „Tiefpunkt“ der Reihe in Erinnerung habe – obwohl ich kaum noch Erinnerungen an den Inhalt habe. *g* Ich bemühe mich wirklich unbefangen an die Geschichte heranzugehen, finde aber Jacks Reaktion auf die lateinischen Texte, die er unbewusst produziert, etwas extrem, auch wenn Deborah Crombie versucht das mit einem „Gefühl“ zu hinterlegen, das dafür sorgt, dass Jack die Vorgänge nicht einfach verdrängen/ignorieren kann. Ebenfalls finde ich es etwas seltsam, dass Nick bei seinem ersten Gespräch mit Jack so schnell auf den Gedanken kommt, dass dieser genau wie Frederick Bligh Bond paranormale Botschaften erhält. Frederich Bligh Bond hat mich dann erst einmal vom Lesen abgelenkt hat, weil ich durch eine Online-Recherche meine Erinnungen an ihn auffrischen musste und nun bin ich irritiert, weil in dem englischen Wiki-Artikel behauptet wird, dass er Botschaften durch ein Medium bekam, während in „Von fremder Hand“ gesagt wird, dass er selber – mit Hilfe eines Freundes – das „automatisches Schreiben“ beherrschte.

Ansonsten finde ich es gerade überraschend anstrengend, dass die Autorin einem erst einmal eine ganze Reihe von Personen vorstellt. Jede Figur hat zwar auch ihren ganz eigenen Ton, aber da ich etwas unruhig bin, würde ich gerade gern lieber länger bei einem Charakter bleiben. Immerhin freue ich mich über das Wiedersehen mit Winnie und mochte es, wie Jack an sie denkt und wie er in Gedanken ihr erstes Treffen noch einmal durchspielte. Außerdem hatte ich gar nicht mehr in Erinnerung, dass es für Gemma so schwierig war den Entschluss zu fassen, dass es Zeit für den nächsten Karriereschritt sei. Aber zu Beginn dieses Buches zögert sie, weil das bedeuten würde, dass sie nicht länger mit Duncan zusammenarbeiten würde und weil sie nicht weiß, wie Duncan darauf reagieren wird. Insgesamt bleibt es momentan dabei, dass ich kaum Erinnerungen an die Geschichte habe – stattdessen habe ich bislang einen Haufen Leute kennengelernt, den ich erst einmal zuordnen muss, wobei Winnie sich als roter Faden erweist, denn sie scheint diejenige zu sein, zu der fast alle eine Beziehung haben.

Update 14:00 Uhr

Sehr weit bin ich heute mit dem Roman nicht gekommen, aber ich denke, ich habe jetzt so gut wie alle relevanten Personen kennengelernt und ein Gefühl für ihren jeweiligen Charakter und ihre Ansichten bekommen. Und ich muss mich berichtigen, Deborah Crombie klärt dann relativ schnell noch auf, dass nicht Bligh Bond, sondern sein „helfender“ Freund derjenige war, der das automatische Schreiben praktizierte. Außerdem bin ich etwas grummelig, weil wir als Leser das Gespräch zwischen Gemma und Kincaid, in dem es um ihre Bemühungen um eine Beförderung geht, nicht mitbekommen hat. Wieso hat die Autorin dann das Thema überhaupt aus Gemmas Sicht aufgebracht, wieso ist sie nicht gleich an dem Punkt eingestiegen, an dem sich Duncan und Kit darüber unterhalten? Alles in allem packt mich die Geschichte noch nicht, aber da es inzwischen in dem Kreis, der sich rund um Jack gebildet hat, knirscht, bin ich neugierig darauf, wann endlich etwas passiert, das dafür sorgt, dass Duncan hinzugezogen wird.

Jetzt höre ich für heute aber erst einmal auf mit dem Lesen, denn sonst ist das letzte bisschen Tageslicht weg, bevor die Wohnung einigermaßen sauber ist. 😉

Mittwoch, der 27. November
Update10:45 Uhr

Heute steige ich etwas verspätet in die gemeinsame Leserunde mit Sayuri ein, da mein Wuseln in der Küche etwas länger gedauert hatte als geplant. Dafür habe ich das Abendessen für heute schon vorgekocht und mein Frühstück fertig gemacht und kann mich jetzt ungestört mit meinem Buch einrollen. 😉 Ich muss gestehen, dass ich seit Freitag nicht einmal an „Von fremder Hand“ gedacht habe. Die Geschichte hinterlässt bei mir nicht genügend Spuren, um mich auch zwischen den Lesestunden zu beschäftigen (während mich mein „Zweitkrimi“ sogar bis in den Schlaf begleitet). So ganz ohne Grund habe ich diesen Band der Kincaid-und-James-Reihe also doch nicht als den schlechtesten Roman von Deborah Crombie in Erinnerung. Wie Sayuri auch, finde ich den esoterische Anteil nicht stimmig. Mir kommt Jack zwar glaubwürdig vor, aber ich glaube der Autorin nicht, dass mit ihm die Dinge passieren, die sie schildert. Ansonsten muss ich schon etwas genauer darüber nachdenken, um mich an Details aus den ersten vier Kapiteln zu erinnern und abgesehen davon, dass ich Winnie wirklich mag, bleibt nur eine vage Furcht um Faith, weil ich ihr Verhältnis zu Garnet wirklich ungesund finde.

Update 12:00 Uhr

Dank Gemmas Beförderung taucht nun Doug Cullen in der Geschichte auf bzw. er wurde einmal kurz erwähnt – darüber freu ich mich, ich weiß gar nicht mehr, wie seine erste Zeit als Duncans Sergant war, aber ich mag die Figur und hoffe, dass es bald mehr von ihm (und Gemma und Duncan) zu lesen gibt. (Dass Gemma schon so früh in ihrer Beziehung befürchtet schwanger zu sein, hatte ich auch komplett vergessen.) Ansonsten bin ich jetzt gerade erst mit dem siebten Kapitel fertig geworden, weil ich mich kurz von einer Recherche zum Thema Straußenfeder-Staubwedel habe ablenken lassen, und hoffe, dass die Geschichte nun mit Winnies Unfall endlich etwas Fahrt aufnimmt. Diese ganzen Vorahnungen bei den diversen Beteiligten und die unausgesprochenen Verbindungen und Erwartungen, die die Charakter miteinander verknüpft, finde ich in diesem Roman wirklich etwas zu viel. Wobei es immerhin nett zu lesen ist, dass sich so viele Leute Gedanken um Faith machen und sie beschützen wollen, auch wenn kaum eine dieser Personen uneigennützig handelt. Für heute beende ich erst einmal das Deborah-Crombie-Lesen, aber vielleicht schaffe ich morgen noch ein Kapitel oder so, damit ich am Freitag wieder ungefähr auf dem gleichen Stand wie Sayuri bin.

Freitag, der 29. November
Update 13:30 Uhr

Ich fürchte, es bleibt dabei, dass mich die Geschichte von „Von fremder Hand“ nach dem Weglegen des Buches nicht länger beschäftigt. Ich habe sogar regelmäßig beim Weiterlesen einen leichten Moment der Orientierungslosigkeit, weil ich mich nicht daran erinnern kann, was als letztes passiert ist. Ganz so schlimm wird es heute nicht sein, denn 1. habe ich erst gestern Abend das achte und neunte Kapitel gelesen, damit ich heute auf dem selben Stand bin wie Sayuri, und 2. zieht die Handlung endlich etwas an, nachdem Winnie angefahren wurde und Faith in verwirrtem Zustand bei Jack aufgeschlagen ist. Außerdem Duncan und Gemma auf dem Weg nach Glastonbury, so dass das Ganze jetzt hoffentlich in den kommenden Kapiteln mehr an einen Krimi erinnern wird. 😉

Update 14:30 Uhr

Heute komme ich wirklich deutlich besser voran, als an den letzten Tagen, was damit zusammenhängt, dass endlich mehr in der Geschichte passiert. Nicht nur, dass Winnie angefahren wurde und es mehrere Verdächtige gibt, sondern inzwischen ist auch Garnet ermordet aufgefunden worden. Und auch wenn ich mich nicht mehr an die Handlung erinneren kann, verhält sich Andrew (Winnies Bruder) momentan so verdächtig, dass ich mir sicher bin, dass er nichts mit den Morden zu tun hat.

Update 16:10 Uhr

Und das war es dann auch schon für mich mit „Von fremder Hand“. Es bleibt dabei, dass ich Winnie und Jack sehr mag, und nachdem die Geschichte mit dem Eintreffen von Gemma und Duncan in Glastonbury an Fahrt aufnahm, habe ich den Roman auch gern gelesen. Die Auflösung der verschiedenen Geheimnisse fand ich allerdings etwas unbefriedigend. Dass Andrew der Vater von Faith Kind ist, war von langer Hand abzusehen, dass er sich am Ende so unreif und dumm benimmt, finde ich weiterhin nervig. Ansonsten fand ich das Motiv für den Mord an Garnet etwas schwach. Die Verheimlichung einer Tat, die vor mehreren Jahren stattfand, ist zwar ein klassisches Mordmotiv, aber so viel hätte der Täter durch das Eingeständnis der damaligen Fahrerflucht meiner Meinung nach nicht zu verlieren gehabt. Ein bisschen frage ich mich, wie es langfristig mit Fiona weitergehen wird – auf der anderen Seite gehe ich davon aus, dass Winnie sich schon um ihre Freundin kümmern wird. Alles in allem bleibe ich dabei, dass dieser Band für mich der schwächste der Reihe ist, weil die esoterischen Elemente der Krimihandlung ebenso wenig wie dem Erzähltempo gut getan haben.