Schlagwort: Challenges

Jahresvorhaben-Endspurt

In den letzten Tage habe ich ausgerechnet, dass ich bislang ca. 80% der in diesem Jahr angeschafften Bücher gelesen habe. Bei den eBooks bin ich mit der Zahl sehr zufrieden, denn die Titel, die ich noch nicht gelesen habe, sind in der Regel Romane, die ich mir für die Adventszeit aufgehoben habe, oder Fortsetzungen von Reihen, bei denen ich noch die früher erschienenen Bände lesen muss. Bei den gedruckten Büchern hingegen wäre es nett, wenn ich mein Vorhaben, alle Bücher zu lesen, die ich zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober kaufe, auch wirklich mal umzusetzen würde. Die Titel, die im November und Dezember auf meinem SuB landen, zähle ich bei dem Vorhaben nicht mit, weil das (fast ausschließlich) Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke sind.

Da ich theoretisch mein Vorhaben noch gut schaffen kann, wenn ich mich mehr auf die Bücher konzentriere, die ich in diesem Jahr neu angeschafft habe, und es mir immer hilft, wenn ich so etwas hier öffentlich mache, gibt es hier nun eine Liste der Titel, die ich bis zum Jahresende noch lesen möchte:

  1. A. G. Slatter: The Crimson Road
  2. L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)
  3. Hallie Rubenhold: Story of a Murder
  4. Anne Ursu: Not Quite a Ghost
  5. Becky Chambers: Record of Spaceborn Few (Wayfarers 3)
  6. Becky Chambers: The Galaxy, and the Ground Within (Wayfarers 4)
  7. Becky Chambers: To Be Tought, If Fortunate
  8. Zeinab Badawi: An African History of Africa – From the Dawn of Humanity to Independence
  9. Mary Robinette Kowal: The Fated Sky (Lady Astronaut 2)
  10. Charlie Jane Anders: Lessons in Magic and Disasters
  11. Robin Stevens: A Stocking Full of Spies (The Ministry of Unladylike Activity 3)
  12. Dominique Valente: Witchlight (Witchspark 2)

Die grün markierten Bücher habe ich angefangen und werde ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit noch bis Ende November ausgelesen haben. Und der zwölfte Titel („Witchlight“) ist bei mir erst in der vergangenen Woche angekommen und gehört deshalb eigentlich nicht in meine Vorhabenliste. Aber da der Roman eine spontane Anschaffung von mir und kein Geburtstagsgeschenk war, fände ich es nett, wenn ich das Buch auch bald lesen würde.

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Außerdem wäre es schön, wenn ich in den nächsten Tagen noch ein paar Rezensionen auf die Reihe bekommen würde. Ich habe seit dem Ende meiner Sommerpause am 1. September so schön regelmäßig Beiträge hier auf dem Blog veröffentlicht, da wäre es schade, wenn ich jetzt in den letzten Wochen des Jahres auf einmal wieder damit aufhören würde. Dabei bräuchte ich – neben all den regelmäßigen Posts – nur noch fünf Rezensionen, um den Blog bis zum Jahresende zu füllen. Mal schauen, ob ich das hinbekomme …

  1. Molly O’Neill: Greenteeth (für den 28.11.)

Sachbücher 2024

2024 war kein gutes Sachbuch-Jahr für mich. Was vor allem daran lag, dass ich so dickköpfig war und ein bestimmtes Buch durchlesen wollte – und dann lieber gar keine Sachbücher gelesen habe, um nicht zu diesem einen Titel greifen zu müssen. Die Bücher, die ich dann tatsächlich gelesen habe, haben mir in der Regel aber sehr gut gefallen und mein Leben ein Stückchen bereichert.

Beate Sirota Gordon: The Only Woman in the Room – A Memoir of Japan, Human Rights, and the Arts

Sehr spannend zu lesende Erinnerungen von Beate Sirota Gordon, die nach dem Zweiten Weltkrieg zu dem amerikanischen Team gehörte, das innerhalb einer Woche einen Entwurf für die neue japanische Verfassung aufgestellt hat. So viele faszinierende Details über das Leben ihrer (jüdischen) Musiker-Eltern in Europa, ihre Kindheit in Japan und ihren weiteren Werdegang nach ihrer Heirat, zusammengefasst in einem überraschend schmalen Buch. Besonders beeindruckt haben mich die Passagen, in denen Beate Sirota Gordon darüber schrieb, warum sie welche Elemente z. B. zum Thema Frauenrecht oder Schulbildung in die japanische Verfassung eingefügt hat. Da gab es nicht nur viele Hinweise auf andere Verfassungen (u. a. die der Weimarer Republik), sondern auch auf persönliche Erlebnisse in ihrer Kindheit in Japan. Aber auch ihre spätere Arbeit rund um den kulturellen Austausch zwischen verschiedenen asiatischen Ländern und den USA fand ich faszinierend zu lesen. Ergänzt werden all diese Erinnerungen durch sehr, sehr viele Schwarzweiß-Fotos, die zwar häufig von nicht gerade guter Qualität sind, aber so viele interessante Personen zeigen.

Jo Hedwig Teeuwisse: Fake History – 101 Things that Never Happened

Genau genommen habe ich von Januar bis April 2024 (fast) täglich einen Eintrag in diesem Buch gelesen und so regelmäßig eine kleine Portion „Geschichtswissen“ genossen. Ich folge Jo Hedwig Teeuwisse („The Fake History Hunter“) schon seit einigen Jahren online, weil ich es immer wieder spannend finde, wenn von ihr Posts überprüft/wiederlegt werden, die „interessante“ oder „aufsehenerregende“ Behauptungen über alle möglichen Dinge aus der Vergangenheit aufstellen. Viele dieser Posts basieren auf Gerüchten (die z. B. von der Autorin auf Briefwechsel oder ähnliches zurückgeführt werden konnten) oder Veröffentlichungen aus der viktorianischen Zeit, in denen die „historisch interessierten“ Verfasser sich eher ihrer Fantasie statt handfester Recherche bedienten und so dafür sorgten, dass ihre Vorstellung von der Vergangenheit zum „Allgemeinwissen“ wurde.

Dabei fand ich es besonders faszinierend, anhand der kleinen Nebenbemerkungen in den Texten und der Anhänge ein bisschen mehr über die Recherchearbeit von Jo Hedwig Teeuwisse mitzubekommen, die oft genug damit startet, dass erst einmal überhaupt ein konkreter Rahmen oder eine Definition als Ausgangspunkt geschaffen werden muss. Wenn zum Beispiel behauptet wird, dass der Kuss zwischen Uhura und Kirk der „erste interracial Kuss der Fernsehgeschichte“ sei (was nicht stimmt, egal, welche Definition angewendet wird), muss erst einmal bestimmt werden, ob es sich dabei um den ersten Kuss auf die Wange, Kuss auf den Mund oder Zungenkuss handelt, um einen Kuss, der bewusst ausgeführt wurde, der zufällig passierte, der gegen den Willen einer oder beider beteiligten Personen erfolgte, oder um einen Kuss, der mit romantischer oder komischer Intention gefilmt wurde. Erst wenn diese Definition gesetzt wurde, ist es überhaupt möglich, die Recherche dementsprechend zu gestalten und Antworten auf die Frage zu finden, welcher Kuss nun der erste seiner jeweiligen Art war. Das war – wie gesagt – spannend zu lesen und sorgt auf jeden Fall dafür, dass ich „faszinierenden Fakten“, über die ich online stolpere, noch ein bisschen skeptischer gegenüberstehe.

Clare Hunter: Threads of Life – A History of the World Through the Eye of a Needle

Clare Hunter erzäht in sechzehn Kapiteln von verschiedenen Momenten oder Bewegungen in der Geschichte der Welt, in denen Handarbeitskunst – vor allem mit dem Schwerpunkt Sticken – eine häufig übersehene, aber wichtige Rolle einnahm. Wie bei Molly Peacocks Buch (siehe Dezember) gibt es auch hier enge Bezüge zwischen dem Leben der Autorin und den Dingen, die sie erzählt, aber während ich mit Molly Peacock so gar nicht zurechtkam, fand ich Clare Hunters sehr persönliche Einleitungen zu den verschiedenen Kapiteln interessant zu lesen. Es ist für mich schwierig, mehr über dieses Buch zu erzählen, denn Clare Hunter stellt jedes Kapitel unter einen Oberbegriff und manchmal bedeutet das, dass sie sich auf ein Thema konzentriert, aber deutlich häufiger gibt es mehrere Beispiele, die über mehrere Zeiten und Länder verteilt stattfanden. Auf jeden Fall gibt jedes dieser Kapitel Einblick in Bereiche der Weltgeschichte – seien es Kriegsgefangene in den verschiedensten Kriegen, Sufragetten-Proteste oder so etwas „Begrenztes“ wie Community-Projekte -, die mir so noch nicht untergekommen waren und die ich faszinierend und berührend fand. Handarbeit als politisches Element wird häufig übersehen, gerade weil es eine vermeintlich „weibliche und häusliche“ Tätigkeit ist, dabei lässt sich (aus den wenigen noch vorhandenen Stücken) so viel über die Situation der Personen lernen, die diese Arbeiten ausgeführt haben.

Djamila Knopf: Luminescence – Shedding light on the creative process with Djamila Knopf

Ein Artbook mit Bildern der deutschen Künstlerin Djamila Knopf, das neben sehr vielen (japanisch inspirierten) Werken auch einige Texte enthält. Diese Texte drehen sich um den Denkprozess, der von der Idee zum fertigen Bild führt, aber auch um konkrete Aspekte, die Einfluss auf die Wirkung eines Bildes haben. Ich fand die Texte faszinierend zu lesen und habe es genossen, mir Zeit beim Betrachten der Bilder lassen zu können – so ein Artbook ist doch etwas anderes, als wenn man beim Social-Media-Scrollen über ein ansprechendes Bild stolpert. 😉

Molly Peacock: The Paper Garden – An Artist Begins Her Life’s Work at 72 (abgebrochen)

Auch dieses Buch habe ich über mehrere Monate (genau genommen fast das ganze Jahr) gelesen, was aber nicht daran lang, dass ich es in kleine Portionen aufgeteilt habe, sondern daran, dass ich immer lieber zu anderen Titeln gegriffen habe. Irgendwie hatte ich beim Klappentext den Teil mit „As she tracks the extraordinary life of Delany – friend of George Frideric Handel and Jonathan Swift – internationally acclaimed poet Molly Peacock weaves in delicate parallels in her own life …“ überlesen, und so faszinierend ich Mary Delany und ihre Kunstwerke fand, so wenig interessierte mich Molly Peacock und ihre Art, Mary Delanys Geschichte zu erzählen. Im Dezember habe ich mir dann endlich eingestanden, dass Molly Peacock mich mit ihrer Schreibweise vom Lesen abhält und dieses Buch ein Fehlgriff für mich war. Das Buch wird aussortiert – vielleicht stolpere ich irgendwann mal über eine anderen Biografie über Mary Delany, und dann kann ich schauen, ob ich mehr über diese interessante Person herausfinde.

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Kein Sachbuch, aber trotzdem eine Erwähnung wert:

Nikita Gill: These are the Words – Fearless Verse to Find Your Voice

Im Februar bin ich über ein Gedicht aus „These are the Words – Fearless Verse to Find Your Voice“ von Nikita Gill gestolpert, und das hat dazu geführt, dass ich mir das Buch angeschafft habe. Die Gedichtsammlung ist für Teenager gedacht, die erste Erfahrungen mit einer Welt machen, die nicht gerade freundlich mit Personen umgeht, die ihren Weg noch finden müssen. Aufgeteilt sind die Gedichte in vier Jahreszeiten, und so habe ich sie auch gelesen (auch wenn das bedeutete, dass ich zu Frühlingsbeginn erst einmal einige Seiten überblätterte, um die restlichen „Winter-Texte“ aufs Jahresende zu schieben).

Die Gedichte sind in der Regel sehr einfach und klar geschrieben, nicht immer besonders poetisch, aber gerade deshalb gaben sie häufig genau die Ratschläge, die ich persönlich als Teenagerin nötig gehabt hätte. Es fühlt sich beim Lesen an, als ob eine ältere Freundin oder große Schwester Denkanstöße oder Ermutigung geben würde, was ich sehr nett fand. Ich muss aber auch zugeben, dass ich ein bisschen darüber stolperte, dass die Gedichte auf der einen Seite so feministisch sind und den lesenden Personen helfen sollen, eine eigene Stimme zu finden, und auf der anderen Seite sind sie (wenn Personalpronomen verwendet werden) durchgehend binär. Das ist meiner Meinung nach ein Widerspruch.

Sachbücher 2022 und 2023

Da ich im Jahr 2022 so wenig Sachbücher gelesen hatte, lohnte es sich nicht eine Liste davon zu veröffentlichen. Aber so ganz wollte ich auf diese „Statistik“ dann doch nicht verzichten, weshalb es also eine gemeinsame Liste für 2022 und 2023 gibt.

Januar 2022
Erika Fatland: Hoch oben – Eine Reise durch den Himalaya

Februar 2022
Jerrelle Guy: Black Girl Baking
Ein vegetarisches Kochbuch, das von der Südstaatenküchen inspiriert wurde, mit der die Autorin aufgewachsen ist, und in dem es zu jedem Rezept eine kleine Anekdote gibt. Ich fand es angenehm, dass Jerrelle Guy häufig auch Variationsmöglichkeiten – zum Beispiel für eine vegane Version – erwähnt hat. Viele Gerichte in diesem Kochbuch fallen unter „Wohlfühlessen“ und sie haben meinem Mann und mir gut geschmeckt. Trotzdem ist mir aufgefallen, dass es eigentlich keines der ausprobierten Rezepte fest in unseren Alltag geschafft hat. Obwohl die Essen einfach zuzubereiten und lecker waren, blieben sie nicht genug bei mir hängen, um mir bei der Erstellung des wöchentlichen Essensplan in den Sinn zu kommen.

April 2022
Nancy Jackman (with Tom Quinn): The Cook’s Tale – Life below Stairs as it really was

Juni 2022
Margaret Powell: Below Stairs

September/Oktober 2022
Anne Lister (and Helena Whitbread): The Secret Diaries of Miss Anne Lister 1 – 1816-1824
Dieses Tagebuch war für mich eine überraschend spannende Lektüre, obwohl Anne Lister den Großteil der Zeit über ihre Familie, ihren Freundeskreis und die Frauen, mit denen sie eine Beziehung hatte (oder hätte haben wollen) gejammert hat. Aber Anne war auch eine sehr interessante Person, mit ihrer Suche nach dem für sie passenden Platz im Leben und einer Gefährtin, die zur ihr passen würde. Außerdem gab es so viele Informationen zu den alltäglichen Dingen wie die Kosten für die großen und kleinen Anschaffungen, Reisen und den Umgang mit Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis. Es gibt noch einen weiteren Band mit ihren Tagebüchern, den ich auch noch unbedingt lesen will.

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Januar 2023
Ronen Steinke: Der Muslim und die Jüdin – Die Geschichte einer Rettung in Berlin
Das Buch hatte ich mir gekauft, nachdem ich online einen Artikel von Ronen Steinke über die Rolle, die muslimische Jazz-Club-Besitzer während des Zweiten Weltkriegs beim Verstecken von Juden in Berlin gespielt haben, gelesen hatte. So gab es in diesem Buch vor allem viele – für mich vollkommen neue – Informationen über das Verhältnis zwischen den jüdischen und muslimischen Gemeinden im Berlin der 1920er Jahre, die ich sehr interessant fand.

Februar 2023
Lily Koppel: The Astronauts Wives Club
Ein Sachbuch über die Ehefrauen der ersten amerikanischen Astronauten und welchen Einfluss die Karriere ihrer Männer auf ihr Leben hatte. Während Lily Koppel sich sehr darauf konzentrierte, wie wenig diese Frauen auf den plötzlichen Ruhm und das Leben mit Journalisten und Paparazzi vorbereitet waren, fand ich vor allem die kleinen Anmerkungen und Anekdoten  spannend, die zeigten wie schwierig (und frustrierend) es war als Frau mit eigenen Bedürfnissen und Interessen die Rolle der perfekten 50er-Jahre-Ehefrau zu erfüllen. Dazu gab es so einige Details rund um die Mercury-, Gemini- und Apollo-Missionen, die ich faszinierend fand. Das war unterhaltsam und spannend, auch wenn ich ziemlich konzentriert dabei bleiben musste, um all die verschiedenen Personen auseinanderhalten zu können.

März 2023
Gail MacColl and Carol McD. Wallace: To Marry an English Lord – Tales of Wealth and Marriage, Sex and Snobbery in the Gilded Age
An „To Marry an English Lord“ reizte mich vor allem der Teil, der sich mit der amerikanischen „höheren Gesellschaft“ beschäftigte, da ich darüber relativ wenig wusste. Gail MacColl und Carol McD. Wallace stellen die Gepflogenheiten der einflussreichen (New-Yorker-)Familien vor und zeigen auf, wie es dazu kam, dass während des „Gilded Age“ so viele amerikanische Erbinnen in britische Adelshäuser einheirateten. Während ich die Unmengen an Informationen zu den verschiedenen Personen, Traditionen und Ereignissen wirklich spannend fand, konnte mich die Art und Weise wie sie präsentiert wurden, nicht ganz so sehr begeistern. Natürlich ist es optisch ansprechender, wenn es immer wieder dekorative Einschübe, Fotos oder Randbemerkungen im Text gibt. Aber regelmäßig sorgten diese Unterbrechungen dafür, dass ich von all den zusätzlichen Informationen so abgelenkt war, dass ich den Faden verlor und zum zweiten (dritten/vierten) Mal den Text anfangen musste, um die Menge an Personen und Namen zuorden und die Ereignisse, um die es in dem Kapitel eigentlich ging, auch wirklich aufnehmen zu können.

April 2023
Ronald Schweppe und Aljoscha Long: Affen im Kopf – Mentale Gelassenheitsstrategien für einen ruhigen Geist
Eine spontane Lektüre, nachdem Birthe während des Lese-Sonntags im April so angetan von dem Titel war. Direkt nach dem Lesen bin ich mir nicht so sicher, was ich von dem Buch halte. Es gab einige Punkte, bei denen ich den Autoren nicht zustimmen konnte, und ein paar Dinge, bei denen ich das Gefühl hatte, ich sollte sie mal versuchen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es zwei Sachen gab, die auch etwas gebracht haben, solange ich sie noch präsent hatte, die aber dann in einer aufreibenden Phase schnell wieder in Vergessenheit geraten waren. Da müsste ich vielleicht noch einen Weg finden, um das auch in Ausnahmesituationen in meinen Alltag zu integrieren.

August 2023
Leo Marks: Between Silk and Cyanide – A Code Maker’s War 1941-45
Wenn ich ganz genau bin, dann habe ich das Buch zwischen Oktober 2022 und August 2023 gelesen, denn die kleine Schrift, die Unmengen an Namen (es gibt Personen in diesem Buch, die mit ihrem Namen, ihrem Spitznamen, ihrem Codenamen und eventuellen weiteren Codenamen bezeichnet werden,) und die Details rund ums (De)Codieren und über den Einsatz von Spionen und Saboteuren und den Kriegsverlauf aus britischer Sicht, sorgten dafür, dass ich in „Between Silk and Cyanide“ nur bei gutem Licht und mit ausreichender Konzentration lesen konnte. Aber das Buch war überraschend unterhaltsam und beinhaltete viele faszinierende Details rund um die Arbeit „hinter den Kulissen der Spionagetätigkeiten“ der Briten im Zweiten Weltkrieg. Vor allem die zweite Hälfte fand ich wirklich spannend zu lesen, weil Leo Marks da in einer Position war, in der er sehr viel über die britischen Spione erfuhr, was zu einigen bedrückenden Momenten beim Lesen führte. Stellenweise war es aber auch ziemlich frustrierend von den Rivalitäten zwischen den verschiedenen Bereichen zu lesen und nachzuverfolgen zu welchen Risiken dies für die Spione hinter den feindlichen Linien mit sich brachte (als ob ihre Aufgabe an sich nicht schon schlimm genug gewesen wäre).

Sarah Kurchak: Work It Out – A Mood-Boosting Exercise Guide for People Who Just Want to Lie Down
Der Untertitel fasst schon sehr gut zusammen, worum es in diesem Ratgeber geht. Sarah Kurchak schreibt mit sehr viel Verständnis darüber, dass es nicht immer leicht ist (regelmäßig) Sport zu machen und darüber welche Methoden die Leser*innen ausprobieren können, um den für sich richtigen Weg dafür zu finden. Viele der Informationen sind nicht gerade neu, aber der Ton ist sehr ermutigend und die Autorin bietet einige Anstöße für Personen mit psychischen oder physischen Problemen, die normalerweise in Sportratgebern nicht angesprochen werden, was mir gut gefallen hat. Außerdem gibt Sarah Kurchak (allgemeine!) Hinweise, welche Sportarten für bestimmte Einschränkungen besser angepasst werden können oder was unter bestimmten Umständen besser gemieden werden sollte. Ich mochte vor allem das Gefühl beim Lesen, dass der Autorin durchaus bewusst ist, dass Sport eine Tätigkeit ist, die nicht jeder Person Freude bereitet. Und den Eindruck, dass es Sarah Kurchak nicht darum geht den Leser*innen Sport als Wundermittel zu verkaufen, sondern als etwas, das einen positiven Effekt auf den Körper und die Psyche haben kann, wenn bestimmte Aspekte beachtet werden.

September 2023
Amy Butler Greenfield: The Woman All Spies Fear – Code breaker Elizebeth Smith Friedman and her hidden life
Eine Biografie über Elizebeth Smith Friedman, die für die USA Codes entschlüsselte und deren Arbeit großen Einfluss auf den Bereich der militärischen und polizeilichen Arbeit in den USA hatte. Spannend fand ich dabei, dass sie eben auch bei Ermittlungen z.B. gegen die Mafia eingesetzt wurde, um die geheimen Nachrichten der Verbrecher zu entziffern. Dabei hat sich Amy Butler Greenfield auf die Tagebücher und Briefe von Elizebeth Smith Friedman (und ihrem Mann William) konzentriert, was ich grundsätzlich interessant finde, und auf die 2008 von der US-Regierung freigegebenen Dokumente „History of Coast Guard Unit #387, 1940-1945“. Aber ich kam nicht immer gut damit zurecht, wie die Autorin die verschiedenen Details den Leser*innen präsentierte und ich habe häufig gedacht, dass ich lieber einen direkten Einblick in die Tagebücher (und in den Bericht über die Arbeit der Küstenwache *g*) hätte. Insgesamt fand ich Elizebeth Smith Friedman und ihr Leben sehr faszinierend und habe durch die Biografie so einiges Neues zum sehr frühen (De-)Coding in den USA gelernt (und eine andere Perspektive zu so einige Ereignissen, von denen Leo Marks in „Between Silk and Cyanide“ erzählte, bekommen).

Ashley „Dotty“ Charles: Outraged – Why Everyone is Shouting and No One is Talking
Ein schmales, aber sehr interessantes Buch, in dem die Autorin der Frage nachgeht, wieso manche Ereignisse online so ein Eigenleben entwickeln, wann Empörung (online) angemessen und wichtig ist, wann sie eher hinderlich ist oder gar das Gegenteil von dem bewirkt, was beabsichtigt war. Ich muss zugeben, dass der Skandal, der bei Ashley Charles die Überlegungen zum Sinn und Nutzen von Online-Aufregung auslöste, an mir ziemlich vorbeigegangen ist, fand es aber sehr spannend und erhellend ihre Überlegungen und Erkenntnisse zu diesem und anderen Themen/Personen zu lesen. Insgesamt gab es sehr viele Anstöße um mein eigenes Online-Verhalten mal unter die Lupe zu nehmen und noch kritischer mit den diversen Themen umzugehen, die mir online so vor die Nase kommen.

Oktober 2023
Lily Koppel: The Red Leather Diary – Reclaiming a Life Through the Pages of a Lost Journal
Ich muss gestehen, dass ich die Tatsache, dass die Journalistin Lily Koppel ein altes Tagebuch in die Finger bekommen hat und dann Kontakt mit der – inzwischen über 90jährigen – Frau aufnehmen konnte, die dieses Tagebuch in den 1930er Jahren geführt hatte, faszinierend finde. Nicht weniger faszinierend war das Lesen dieses Buches, das die Tagebucheinträgen von Florence und die Informationen, die Lily Koppel durch die Interviews erfahren hat, zu flüssig lesbaren Texten kombiniert. In den verschiedenen Kapiteln gibt es so viele Informationen über das Leben und die Gedanken der jungen Florence, ebenso wie viele kleine und größere Details dazu, wie es war als selbstbewusste und künstlerisch interessierte junge Frau im New York der 1930er Jahren aufzuwachsen.

November 2023
Simone Ferriero: The Art of Simz
Ein Artbook mit den Zeichnungen von Simz (Simone Ferriero) und sehr, sehr vielen Texten zum Werdegang und zur Arbeitsweise des Künstlers. Ich mag Simz‘ Hexen mit ihren (Geister)Katzen sehr und fand es spannend mal mehr zu der Person hinter den Zeichnungen zu erfahren und zu sehen wie Simone Ferriero an seine Bilder herangeht.

Jahresendspurt-Leseliste

Ich hatte mir im vergangenen Dezember vorgenommen, dass ich mir ein Beispiel an Neyasha nehmen und versuchen wollte, meine Neuzugänge zeitnah zu lesen. Genau genommen wollte ich die Bücher, die ich zwischen dem 01.01.2022 und 31.10.2022 neu bekommen würde, bis zum 31.12.2022 gelesen haben. Die Neuzugänge von November und Dezember habe ich bei diesem Vorhaben von vornherein ausgeschlossen, denn selbst wenn ich den Dezember durchgehend lesen würde, wäre es wohl schwierig, alle meine Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke in gut einem Monat zu lesen. 😉

Um mich mal selbst ein bisschen anzuspornen und mir einen Überblick zu verschaffen, gibt es hier heute also eine Liste der Bücher, die ich gern noch bis zum Jahresende lesen möchte. Da alle Vormerkungen, die im Oktober erscheinen sollten, bei mir eingetroffen sind, müsste die Liste vollständig sein. Allerdings bedeutet das Lesen von „Faith – Greater Hights“ von Julie Murphy, dass ich vorher noch den ersten Band lesen müsste, und bei „Mixed Magic“ von Diana Wynne Jones muss ich mir überlegen, ob ich vorher noch die beiden englischen Crestomanci-Titel lesen will, die ich bislang nur auf Deutsch kenne und die deshalb mit im SuB-Regal liegen. Insgesamt sind es also 18 (+1) Bücher, die ich in den kommenden 80 Tage lesen müsste, um mein Vorhaben zu schaffen.

Einige Titel habe ich in den vergangenen Monaten schon angefangen, dann aber wegen Sommerhitze oder unpassender Lesestimmung erst einmal liegengelassen, und um da deutlich zu machen, dass sie auf dem Stapel mit angefangenen Büchern liegen, habe ich sie grün markiert.

  1. Ronen Steinke: Der Muslim und die Jüdin – Die Geschichte einer Rettung in Berlin
  2. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  3. Seanan McGuire: Spelunking Through Hell (InCryptid 11)
  4. Diana Wynne Jones: Mixed Magic
  5. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  6. L.D. Lapinski: The Strangeworlds Travel Agency 3 – The Secrets of the Stormforest
  7. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  8. Julie Murphy: Faith 2 – Greater Hights
  9. Sharna Jackson: The Good Turn
  10. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  11. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  12. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  13. Julie Abe: Eva Evergreen and the Cursed Witch
  14. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  15. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  16. Leslye Penelope: The Monsters We Defy
  17. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  18. James Nicol: The Spell Tailors

Sachbuch-Challenge 2020 – Ein Rückblick

Rückblickend betrachtet war das Jahr 2020 ab März kein gutes Jahr, um Sachbücher zu lesen – zumindest ging es mir so, dass ich ein paar Monate lang nicht genügend Konzentration dafür aufgebracht habe. Trotzdem habe ich am Ende meine acht Sachbücher gelesen (und rezensiert) und damit meine Challengen geschafft – und das Beste daran ist, dass ich die meisten Sachbücher nicht nur wirklich interessant fand, sondern nach dem Lesen auch einige Autor.innen auf meine Merkliste gesetzt habe, um zu schauen, was es für weitere Veröffentlichungen von ihnen gibt.

Die von mir für die Challenge gezählten Sachbücher waren:

1. Tupoka Ogette: exit RACISM – rassismuskritisch denken lernen
2. Matthias Heine: Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis und wo nicht
3. Erika Fatland: Sowjetistan – Eine Reise durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan
4. Hallie Rubenhold: The Five – The Untold Lives of the Women Killed by Jack the Ripper
5. Tuula Karjalainen: Tove Jansson – Work and Love
6. Karen Abbott: The Ghosts of Eden Park – The Bootleg King, the Women Who Pursued Him, and the Murder That Shocked Jazz-Age America
7. Magid Magid: The Art of Disruption – A Manifesto of Real Change
8. Tom Reiss: The Black Count – Napoleon’s Rival, and the Real Count of Monte Christo (General Alexandre Dumas)

Außerdem habe ich noch „The Royal Art of Poison – Fatal Cosmetics, Deadly Medicines, and Murder Most Foul“ von Eleanor Herman gelesen, aber da ich das Buch nicht rezensiert habe, zählt es natürlich nicht für die Challenge.

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Aber ich war ja bei meiner Challenge nicht allein, weshalb ich natürlich auch noch einen Blick auf den Verlauf der Sachbuch-Challenge der anderen Teilnehmer werfen mag. Dabei beziehe ich mich auf den Stand der Challenge-Übersichtsseiten vom 05.01.2021.

Insgesamt waren wir achtzehn Personen, und von diesen haben sechs Personen die Challenge offiziell geschafft. (Ich bin gern bereit, da noch jemanden nachzutragen, wenn ihr eure Seiten in den nächsten Tagen noch aktualisiert und mir hier dann Bescheid sagt. Ich hatte aber keine Zeit, eure Blogs nach eventuell geschriebenen, aber nicht verlinkten Leseeindrücken zu durchsuchen.) Ein paar andere sind nur knapp an den Challenge-Bedingungen gescheitert, und ich finde es toll, dass ihr trotz des Stresses, den die Pandemie in unser aller Leben gebracht hat, im vergangenen Jahr so viele Sachbücher gelesen habt! 🙂

Die Gesamtübersicht aller Teilnehmer zeigt, dass einiges mehr an Sachbüchern gelesen als rezensiert wurde. Außerdem würde ich von monerl, Martin und Anette gern erfahren, wie sie es geschafft haben, im vergangenen Jahr genügend Konzentration und Zeit für diese Sachbuch-Mengen inklusive der dazugehörigen Rezensionen aufzubringen – ich bin wirklich beeindruckt! *g*

Challenge-Teilnehmer, die alle Challenge-Bedingungen erfüllt haben:

monerl 27 gelesene Sachbücher, davon 26 rezensiert
Martin 20 Sachbücher gelesen und rezensiert
Anette 20 Sachbücher, davon 12 rezensiert
Neyasha 10 Sachbücher gelesen, davon 8 rezensiert
Konstanze 9 Sachbücher gelesen, davon 8 rezensiert
Helma 8 Sachbücher gelesen und rezensiert

Challenge-Teilnehmer, die zwar die erforderliche Anzahl an Sachbüchern gelesen, aber nicht zu allen einen aussagekräftigen Leseeindruck verlinkt haben::

Peanut 11 Sachbücher gelesen, davon 5 rezensiert
Caroline 8 Sachbücher, davon 5 rezensiert

Und weil ich es zu schade fände, wenn all die anderen gelesenen Sachbücher untergehen würden, obwohl es doch so viele faszinierende Titel gibt, gibt es hier noch die Teilnehmer, die nicht so viele Sachbücher gelesen, aber mindestens eine Rezension auf ihrer Übersichtsseite verlinkt hatten. Außerdem habe ich Natiras Sachbuch-Challenge-Endpost verlinkt, weil sie da mehr über die gelesenen Sachbücher sagt als auf ihrer Challengeseite. *g*

Ariana
Daniela
Kerstin
Lisa (Lieschen liest)
Natira / Natiras Sachbuch-Challenge-Endpost
Rosa

Wie ihr vermutlich schon gesehen habt, wird es in diesem Jahr keine neue Auflage der Sachbuch-Challenge geben. Ein Grund, warum ich die 2020 wiederbelebt habe, war die Hoffnung, dass es wieder mehr Austausch ums Sachbuchlesen geben wird. Dieser Austausch ist aber leider nicht so zustande gekommen wie erhofft – was wohl auch daran lag, dass ich selber irgendwann nicht mehr wusste, was ich noch kommentieren sollte, obwohl ich viele der von euch besprochenen Sachbücher wirklich spannend fand und es immer wieder faszinierend zu sehen ist, welche Themengebiete andere Blogger besonders ansprechen. Ich hoffe, die Challenge hat euch trotzdem motiviert, eher mal zum Sachbuch zu greifen, und ihr hattet viel Spaß beim Lesen!

Sachbücher 2020

Auch wenn ich durch die Sachbuch-Challenge in diesem Jahr eigentlich schon eine Übersichtsseite für meinen gelesenen Sachbücher habe, wollte ich doch wieder einen Beitrag mit einer Liste für das Jahresende haben. Erst einmal ist das der Ort, an dem ich normalerweise nach meinen gelesenen Sachbüchern eines Jahres suche, und dann werden auf der Challenge-Seite ja nur die Titel aufgelistet, die ich auch rezensiert habe und die somit für die Challenge zählen, während hier auch Bücher auftauchen werden, die ich aus dem einen oder anderen Grund nicht rezensiert oder abgebrochen habe.

Januar
1. Tupoka Ogette: exit RACISM – rassismuskritisch denken lernen
2. Matthias Heine: Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis und wo nicht

Februar
3. Erika Fatland: Sowjetistan – Eine Reise durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan
4. Hallie Rubenhold: The Five – The Untold Lives of the Women Killed by Jack the Ripper

März
Odd Arne Westad: Der Kalte Krieg – Eine Weltgeschichte (abgebrochen!)

Nachdem ich ungefähr die Hälfte der 760 Seiten dieses Buches gelesen hatte, hatte ich die Nase voll davon, dass ich ständig Sätze mehrfach lesen und Fremdwörter nachschlagen musste. Auf der einen Seite hatte ich das Gefühl, ich würde mit Aneinanderreihungen (und Wiederholungen) erschlagen, auf der anderen Seite gab es immer wieder Nebensätze, die auf politische Situationen eines Landes anspielten, die ich nicht zuordnen konnte und bei denen mir mehr Informationen oder eine Einordnung in den Gesamtzusammenhang fehlten. Der Kalte Krieg hat meine Kindheit sehr geprägt und ich hätte wirklich gern ein gut geschriebenes und umfassendes Sachbuch zu dem Thema gelesen, das auch noch einen weiteren Blick auf die Folgen dieser Rivalität zwischen den USA und Russland/der UdSSR wirft. Aber Odd Arne Westad hat mit seiner Ausdrucksweise leider dafür gesorgt, dass ich mich durch den Text kämpfen musste – und als es dann soweit war, dass ich das Buch wieder in die Bibliothek zurückbringen musste, hatte ich so wenig Lust auf weitere Stunden mit „Der Kalte Krieg“, dass ich den Titel nicht erneut vormerken ließ.

April bis August waren aufgrund der Nachrichtenlage und der Hitze keine guten Monate für mich, um Sachbücher zu lesen … Immerhin habe ich im letzten Drittel des Jahres dann wieder etwas aufgeholt

September
5. Tuula Karjalainen: Tove Jansson – Work and Love

Oktober
6. Karen Abbott: The Ghosts of Eden Park – The Bootleg King, The Women Who Pursued Him, and the Murder That Shocked Jazz-Age America

November
7. Magid Magid: Art of Disruption – A Manifesto of Real Change
8. Tom Reiss: The Black Count – Napoleon’s Rival, and the Real Count of Monte Cristo (General Alexandre Dumas)

Dezember
9. Eleanor Herman: The Royal Art of Poison – Fatal Cosmetics, Deadly Medicines, and Murder Most Foul

Unterhaltsam geschriebenes Sachbuch über Medizin bzw. medizinischen Aberglauben in den vergangenen Jahrhunderten und über einige verdächtige Todesfälle in Adelskreisen zwischen 1313 und 1821. Dabei hat sich die Autorin – so weit vorhanden – medizinische Unterlagen über den Krankheitsverlauf und den Zustand der Leichen angeschaut und mit heutigem medizinischen Wissen eingeordnet. Ich muss zugeben, dass mir das Buch nicht so viele neue Erkenntnisse brachte, weil eben sehr viele Aussagen auf Vermutungen basieren oder Informationen aufgreifen, die ich schon aus anderen Quellen kannte. Aber grundsätzlich ist es doch immer wieder faszinierend zu lesen, welche alltäglichen Dinge Menschen umgebracht haben und wo vielleicht allem Anschein nach wirklich nachgeholfen wurde.

Sachbuch-Challenge 2020 – Halbzeitstand!

Die ersten sechs Monate des Jahres sind (so gut wie) vorüber und ich dachte mir, es wäre ganz nett, mal einen Blick auf den aktuellen Stand der verschiedenen Teilnehmer zu werfen. Was mich persönlich angeht, so hatte ich ursprünglich natürlich gehofft, ich hätte bis zum heutigen Datum mehr Sachbücher gelesen – schließlich liegen so vielen reizvolle Titel auf dem SuB. Aber durch all die Ereignisse der vergangenen Wochen habe ich seit Mitte März kein Sachbuch mehr angefasst (dabei hatte ich damals gerade ein wirklich gutes Buch angefangen). Während der Sommermonate wird sich das vermutlich auch nicht so schnell ändern, da ich mich bei Hitze/Schwüle normalerweise nicht angemessen auf Sachbücher konzentrieren kann. Aber wir haben ja noch sechs weitere Monate vor uns, und zumindest bei mir sind die Herbst- und Wintermonate deutlich lesereicher als der Rest des Jahres.

Wenn ich mir so die Listen der Teilnehmer.innen anschaue, dann ging es einigen von euch ähnlich wie mir, während andere die Challenge schon (so gut wie) abgeschlossen haben oder noch gar nicht richtig angefangen haben. Diejenigen von euch, die noch nicht besonders viel oder gar kein Sachbuch gelesen haben, lassen sich hoffentilch nicht entmutigen oder haben die Challenge gar innerlich schon aufgegeben. In den kommenden sechs Monaten findet sich bestimmt noch die eine oder andere Lesestunde für ein Sachbuch! Ich fand es auf jeden Fall in den letzten Monaten spannend zu sehen, welche Titel euch gereizt haben und wie sie euch gefielen.

Von den schon gelesenen Büchern anderer Teilnehmer sind bislang folgende Titel auf meiner persönlichen Merkliste gelandet:

„Farewell to the East End“ von Jennifer Worth, „Wie ändert sich Gender?“ von Sally Hines, „Marie Curie – Die Entdeckung der Radioaktivität“ von Maja Nielsen, „A Season with the Witch“ von J. W. Ocker, „Ich war noch niemals auf Saturn – Eine Reise durchs Universum“ von Michael Büker, „Exposure“ von Robert Bilott, „Verleumdet, verfolgt, vertrieben“ von Hans-Jürgen Grabbe, „Kein Schweigen im Walde“ von Madlen Ziege, „Escape from Camp 14“ von Blaine Harden und „Quito und die Galapagosinseln 2020“ von Brigitte van Hattem

Allerdings habe ich mir fest vorgenommen, dass ich mir diese Bücher erst im kommenden Jahr näher anschaue, damit mein Sachbuch-SuB in diesem Jahr doch noch etwas schrumpfen kann. 😉

Interessant fand ich auch, dass wir in diesem Jahr relativ wenige doppelte Titel haben (genau genommen haben Natira und Neyasha beide „Permanent Record“ und Anette und ich haben beide „The Five“ gelesen, und sonst taucht nur noch der Autor Stephan Orth doppelt in der Liste auf, und das mit zwei unterschiedlichen Titeln). Um ein bisschen den Austausch über die gelesenen und gehörten (Hör-)Bücher anzustupsen, liste ich hier mal alle bislang rezensierten Titel auf – vielleicht inspiriert euch das ja auch zu neuer Lektüre.

Anette
1. Simon Schama: A History of Britain 1 – At the Edge of the World? (3000 BC – AD 1603)
2. Michelle Obama: Becoming (Hörbuch)
3. Jennifer Worth: Farewell to the East End
4. Hallie Rubenhold: The Five – The Untold Lives of the Five Women Killed By Jack the Ripper (Hörbuch)

Ariana
– hat bislang noch kein Sachbuch für die Challenge rezensiert –

Caroline
1. Judith Schalansky: Taschenatlas der abgelegenen Inseln – 50 Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde
2. Klaus L. Schulte: Das Earhart Mysterium
3. Wolfgang Rössing: Zur richtigen Zeit am perfekten Ort – Reise-Inspirationen für das ganze Jahr
4. Thomas Eversberg: Hollywood im Weltall – Waren wir wirklich auf dem Mond?
5. Opernfestspiele und Klassikfestivals – 50 musikalische Erlebnisse, die eine Reise wert sind

Daniela
1. Michael Büker und Tanja Wehr: Was den Mond am Himmel hält – Der etwas andere Streifzug zu unserem kosmischen Begleiter
2. Lola A. Åkerström: In der Mitte liegt das Glück – LAGOM: Der schwedische Weg zum guten Leben/Linnea Dunne: LAGOM: The Swedish Art of Balanced Living

Helma
1. Stephan Orth: Couchsurfing in Russland – Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde
2. Sally Hines: Wie ändert sich Gender? Große Fragen des 21. Jahrhunderts

Kerstin
– hat bislang noch kein Sachbuch für die Challenge rezensiert –

Kiya
1. Zack Davisson: Kaibyō – The Supernatural Cats of Japan
2. M.D. Payne: What is the Story of Scooby Doo?
3. Maja Nielsen: Marie Curie – Die Entdeckung der Radioaktivität
4 Gerald Axelrod: Sherlock Holmes und der Fluch von Baskerville – Spurensuche nach dem Höllenhund in England, Wales und Schottland
5. Friedrich von Borries / Benjamin Kasten: Stadt der Zukunft – Wege in die Globalopolis

Konstanze
1. Tupoka Ogette: exit RACISM – rassismuskritisch denken lernen
2. Matthias Heine: Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis und wo nicht
3. Erika Fatland: Sowjetistan – Eine Reise durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan
4. Hallie Rubenhold: The Five – The Untold Lives of the Women Killed by Jack the Ripper

Lisa (Verrückt nach Büchern)
– hat bislang noch kein Sachbuch für die Challenge rezensiert –

Lisa (Lieschen liest)
1. Stephan Harbort: Wenn Kinder töten

Martin
1. Torolf E. Kroglund: Reise mit Aal – Auf den Spuren einer aussterbenden Art
2. Patrik Svensson: Das Evangelium der Aale
3. Erik Kormann: Der Esel steht – Durch Südfrankreich mit einem charmanten Langohr
4. Madlen Ziege: Kein Schweigen im Walde – Wie Tiere und Pflanzen miteinander kommunizieren
5. Iris Schürmann-Mock/Mareike Engelke: Wer besser spinnt, gewinnt: Verblüffende Rekorde im Tierreich
6. Robin Clover: Mein Insektenhotel
7. Robin Clover: Mein Vogelhaus
8. Stuart Cox: I like Birds – Die bunte Vielfalt unserer Vögel
9. Karl Schulze-Hagen, Gabriele Kaiser: Die Vogel-WG – Die Heinroths, ihre 1000 Vögel und die Anfänge der Verhaltensforschung
10. Rainer Nahrendorf: Geier Georg auf der Flucht
11. Sy Montgomery: Das herzensgute Schwein
12. Natasha Durley: Mein großes Buch – Dinosaurier
13. Brigitte van Hattem: Quito und die Galapagosinseln 2020 – Ein Reisebericht mit zahlreichen Abbildungen
14. Bernhard Weßling: Der Ruf der Kraniche – Expeditionen in eine geheimnisvolle Welt
15. Lotte Möller: Wie Bienen und Menschen zueinanderfanden – Ein Streifzug durch Jahrhunderte und Jahreszeiten
16. Nia Gould: Eine Geschichte der Kunst in 21 Katzen
17. Ben Hoare: Wunderbare Welt der Tiere
18. Bob Hume: Vögel in Europa – Über 500 Arten
19. David MacNeal: Planet der Insekten – Zu Besuch bei den wahren Herrschern der Erde
20. Guirec Soudée : Seefahrt mit Huhn – Monique und ich und unsere ungewöhnliche Weltreise

monerl
1. Stephan Ort: Couchsurfing im Iran – Meine Reise hinter verschlossene Türen
2. Jasmin Arensmeier: Mein Bullet-Planer für Ideen, Ziele und Träume
3. Valentina Gianella und Manuela Marazzi: Mein Name ist Greta – Das Manifest einer neuen Generation
4. Isabel Sánchez Vegara und Sveta Dorosheva: Anne Frank
5. Björn Kern: Im Freien – Abenteuer vor der Haustür
6. Hans-Jürgen Grabbe: Verleumdet, verfolgt, vertrieben – Der Wittenberger Arzt Paul Bosse und seine Familie (1900-1949)

Natira
1. Michael Büker: Ich war noch niemals auf Saturn – Eine Reise durchs Universum
2. Edward Snowden: Permanent Record
3. Robert Bilott: Exposure – Poisoned Water, Coporate Greed and one Laywer’s Twenty-Year Battle against Dupont

Neyasha
1. Robert Yarham: Landschaften lesen – Die Formen der Erdoberfläche erkennen und verstehen
2. Edward Snowden: Permanent Record
3. Dagmar Röhrlich: Tiefsee – Von Schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen

Peanut
1. Marie A. Böhm: Kindheitshölle – Vom Vater verprügelt und missbraucht
2. Mark Benecke: Mordmethoden – Neue spektakuläre Kriminalfälle – erzählt vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt
3. Blaine Harden: Escape from Camp 14 – One Man’s Remarkable Odyssey from North Korea to Freedom in the West
4. Sebastian Fitzek: Fische, die auf Bäume klettern – Ein Kompass für das große Abenteuer namens Leben (Hörbuch)
5. Stephan Harbot: Das Hannibal Syndrom – Phänomen Serienmord (Hörbuch)

Rike
– hat bislang noch kein Sachbuch für die Challenge rezensiert –

Rosa
1. J. W. Ocker: A Season with the Witch – The Magic and Mayhem of Halloween in Salem, Massachusetts

Sayuri
– hat bislang noch kein Sachbuch für die Challenge rezensiert –

(Stand der Liste 28. Juni 2020)

Sachbücher 2019

Nachdem ich im letzten Jahr gesehen habe, wie viele Sachbücher ich aus der Bibliothek gelesen hatte und wie wenige aus meinem eigenen Bestand, hatte ich mir fest vorgenommen, dass ich das 2019 ändern würde. Schließlich hatte ich so viele schöne (und ziemlich neue) Sachbücher auf dem SuB, auf die ich mich so gefreut hatte. So richtig hat das mit dem Lesen der SuB-Titel allerdings nicht geklappt, weshalb es im kommenden Jahr wieder eine Sachbuch-Challenge geben wird. 😉 Doch bevor ich zum nächsten Sachbuch greife, gibt es hier erst einmal die Liste der Sachbücher, die ich 2019 gelesen habe. Für die Statistik kann ich noch anmerken, dass ich acht davon aus der Bibliothek ausgeliehen hatte und dass es sich zum Jahresende deshalb so gehäuft hat, weil ich keine angelesenen Sachbücher mit ins neue Jahr nehmen wollte … *g*

Januar/Februar
1. Sam Maggs: Girl Squads – 20 Female Friendships that Changed History

Februar
2. Christopher Skaife: The Ravenmaster – My Life with the Ravens at the Tower of London

März
Drei Anläufe um „Aufstieg und Fall der Dinosaurier“ von Steve Brusatte zu lesen, aber ich hatte einfach nicht die Konzentration dazu. Immerhin hat mein Mann von dieser Bibliotheksausleihe profitiert (und sich beim Lesen immer wieder aufgeregt, weil ihn ein paar Sachen an dem Buch gestört hatten *g*).

April
3. Elena Favilli und Francesca Cavallo: Good Night Stories for Rebel Girls – 100 außergewöhnliche Frauen

Mai/Juni
In den beiden Monaten habe ich in diesem Jahr so gut wie gar nicht gelesen, also auch keine Sachbücher.

Juli
4. Mark Lauren: Fit ohne Geräte – Anatomie
5. Mark Lauren und Joshua Clark: Fit ohne Geräte für Frauen
Mein blöder Sturz im Mai hatte dafür gesorgt, dass ich mir wochenlang jede Bewegung gut überlegen musste. Danach hatte ich das Gefühl, ich müsste Wege finden, um gezielter wieder fit zu werden. Am Ende bin ich allerdings eher bei Dehn- und Yogaübungen gelandet statt beim Muskelaufbau.

August/September
Drei angefangene Sachbücher („Brennender Stoff“, „The Adventures of Maud West, Lady Detective“ und „Prince of Europe“), keins davon beendet – immerhin habe ich zwei davon im Laufe des Jahres noch ausgelesen.

Oktober
6. Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo: Poor Economics – Plädoyer für ein neues Verständnis von Armut

November
7. Barbara Achermann: Frauenwunderland – Die Erfolgsgeschichte von Ruanda
8. Verena Klaus: Müllkommanix – Ohne Abfall lebt’s sich leichter
Über das Sachbuch war ich auf irgendeinem Blog gestolpert und habe es dann spontan in der Bibliothek ausgeliehen, weil ich finde, dass es nicht schadet, wenn man immer wieder überprüft, ob man doch noch ein bisschen mehr für die Umwelt tun kann. Insgesamt war es flüssig zu lesen, brachte mir aber nicht so viel Neues für meinen Alltag.
9. Kristin Hahn und Sigrid Jacobeit (Hrsg.): Brennender Stoff – Deutsche Mode jüdischer Konfektionäre vom Hausvogteiplatz

Dezember
10. Erika Fatland: Die Grenze – Eine Reise rund um Russland
11. Dr. Mai Thi Nguyen-Kim: Komisch, alles chemisch! Handys, Kaffee, Emotionen – Wie man mit Chemie wirklich alles erklären kann
12. Susannah Stapleton: The Adventures of Maud West, Lady Detective – Secrets and Lies in the Golden Age of Crime