Sachbücher 2020

Auch wenn ich durch die Sachbuch-Challenge in diesem Jahr eigentlich schon eine Übersichtsseite für meinen gelesenen Sachbücher habe, wollte ich doch wieder einen Beitrag mit einer Liste für das Jahresende haben. Erst einmal ist das der Ort, an dem ich normalerweise nach meinen gelesenen Sachbüchern eines Jahres suche, und dann werden auf der Challenge-Seite ja nur die Titel aufgelistet, die ich auch rezensiert habe und die somit für die Challenge zählen, während hier auch Bücher auftauchen werden, die ich aus dem einen oder anderen Grund nicht rezensiert oder abgebrochen habe.

Januar
1. Tupoka Ogette: exit RACISM – rassismuskritisch denken lernen
2. Matthias Heine: Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis und wo nicht

Februar
3. Erika Fatland: Sowjetistan – Eine Reise durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan
4. Hallie Rubenhold: The Five – The Untold Lives of the Women Killed by Jack the Ripper

März
Odd Arne Westad: Der Kalte Krieg – Eine Weltgeschichte (abgebrochen!)

Nachdem ich ungefähr die Hälfte der 760 Seiten dieses Buches gelesen hatte, hatte ich die Nase voll davon, dass ich ständig Sätze mehrfach lesen und Fremdwörter nachschlagen musste. Auf der einen Seite hatte ich das Gefühl, ich würde mit Aneinanderreihungen (und Wiederholungen) erschlagen, auf der anderen Seite gab es immer wieder Nebensätze, die auf politische Situationen eines Landes anspielten, die ich nicht zuordnen konnte und bei denen mir mehr Informationen oder eine Einordnung in den Gesamtzusammenhang fehlten. Der Kalte Krieg hat meine Kindheit sehr geprägt und ich hätte wirklich gern ein gut geschriebenes und umfassendes Sachbuch zu dem Thema gelesen, das auch noch einen weiteren Blick auf die Folgen dieser Rivalität zwischen den USA und Russland/der UdSSR wirft. Aber Odd Arne Westad hat mit seiner Ausdrucksweise leider dafür gesorgt, dass ich mich durch den Text kämpfen musste – und als es dann soweit war, dass ich das Buch wieder in die Bibliothek zurückbringen musste, hatte ich so wenig Lust auf weitere Stunden mit „Der Kalte Krieg“, dass ich den Titel nicht erneut vormerken ließ.

April bis August waren aufgrund der Nachrichtenlage und der Hitze keine guten Monate für mich, um Sachbücher zu lesen … Immerhin habe ich im letzten Drittel des Jahres dann wieder etwas aufgeholt

September
5. Tuula Karjalainen: Tove Jansson – Work and Love

Oktober
6. Karen Abbott: The Ghosts of Eden Park – The Bootleg King, The Women Who Pursued Him, and the Murder That Shocked Jazz-Age America

November
7. Magid Magid: Art of Disruption – A Manifesto of Real Change
8. Tom Reiss: The Black Count – Napoleon’s Rival, and the Real Count of Monte Cristo (General Alexandre Dumas)

Dezember
9. Eleanor Herman: The Royal Art of Poison – Fatal Cosmetics, Deadly Medicines, and Murder Most Foul

Unterhaltsam geschriebenes Sachbuch über Medizin bzw. medizinischen Aberglauben in den vergangenen Jahrhunderten und über einige verdächtige Todesfälle in Adelskreisen zwischen 1313 und 1821. Dabei hat sich die Autorin – so weit vorhanden – medizinische Unterlagen über den Krankheitsverlauf und den Zustand der Leichen angeschaut und mit heutigem medizinischen Wissen eingeordnet. Ich muss zugeben, dass mir das Buch nicht so viele neue Erkenntnisse brachte, weil eben sehr viele Aussagen auf Vermutungen basieren oder Informationen aufgreifen, die ich schon aus anderen Quellen kannte. Aber grundsätzlich ist es doch immer wieder faszinierend zu lesen, welche alltäglichen Dinge Menschen umgebracht haben und wo vielleicht allem Anschein nach wirklich nachgeholfen wurde.

6 Kommentare

  1. Ich will demnächst auch noch was zur Sachbuch-Challenge schreiben und die entsprechende Seite aktualisieren. Ich bin gerade extrem scharf auf Sachbücher 🙂

    • Oh ja, aktualisier die Seite mal – ich will in der ersten Januar-Woche einen Challenge-Abschluss schreiben. 😉

      Schön, dass du so viel Spaß mit den Sachbüchern gerade hast! Ich hoffe, es bleibt dabei! 🙂

      • Ich habe die Seite jetzt aktualisiert: https://nettebuecherkiste.wordpress.com/2019/12/10/sachbuch-challenge-2020-von-alles-ausser-lyrik/
        Es sind 20 Sachbücher geworden, wobei ich mir bei der griechischen Sagentrilogie von Stephen Fry nicht so sicher war, wie man das einordnen sollte 😉
        Leider gibt es nicht für alle Bücher Einzelrezensionen, während des Umzugs habe ich es ja nicht geschafft, Rezensionen zu schreiben.
        Ich schreibe demnächst auch noch ein kurzes Fazit.

        • Sehr schön, dann kann ich da ja Anfang des Jahres schauen, wenn ich das Fazit schreiben will. 🙂 Schön, dass du so viele Sachbücher gelesen und immer noch Lust auf weitere bekommen hast. Irgendwie ist das ja schon ansteckend – ständig bringen einen Sachbücher auf neue Themen, für die man dann wieder andere Bücher lesen muss. 😀

  2. Ein schöner Überblick, der auch zeigt, dass du bis auf den Sommer eigentlich übers ganze Jahr gleichmäßig verteilt Sachbücher gelesen hast. Schade, dass „Der Kalte Krieg“ nicht ganz das richtige war – das Buch klingt echt anstrengend.

    • Den Sommer kann ich als Lesezeit inzwischen wirklich vergessen – diese Wohnung wird einfach zu heiß, als dass ich dann noch irgendwas auf die Reihe bekommen würde.

      Dass „Der Kalte Krieg“ so schrecklich zu lesen war, fand ich auch sehr bedauerlich. Ich hätte gern mal ein gutes Buch über das Thema gelesen, gerade weil ich als Kind so viele Eindrücke und Ängste davon mitgenommen habe.

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