[Kulinarisches] Irgendwie (k)ein Shepherds Pie

Vor ein paar Tagen habe ich bei einer Youtuberin eine Variante des „Shepherd’s Pie“ gesehen, die ich am Osterwochenende in der abgewandelten und „veganisierten“ Version nachgekocht habe. Da uns meine Variante geschmeckt hat, archiviere ich das Rezept mal hier, damit ich es wiederfinde, wenn ich noch einmal darauf Lust haben sollte. Wobei ich betonen muss, dass meine Gemüse-Mischung so üppig ausgefallen ist, dass ich die Hälfte des Gemüses einfrieren konnte (und das Essen selbst von der Menge für drei Personen gereicht hätte), weshalb ich die Mengenangaben hier so weit reduziere, dass es für zwei Personen passen müsste. 😉

Zutaten für die Gemüse-Mischung:

1 große Zwiebeln (geschält und in nicht zu feine Würfel geschnitten)
4 Karotten (geputzt und grob gewürfelt)
50 g rote Linsen
100 ml Wasser
250 ml passierte Tomaten
2 EL Tomatenmark
Öl
Oregano
Salz
Pfeffer

weitere Zutaten:

4 große Pellkartoffeln
Salz
Öl

Die Zwiebeln und die Karotten werden in etwas Öl angedünstet, bis beide etwas Farbe bekommen haben, dann kommen die Linsen, das Wasser, die passierten Tomaten und das Tomatenmark in den Topf und die gesamte Masse wird zum Kochen gebracht. Das Ganze noch mit Salz, Pfeffer und Oregano kräftig abschmecken (die Kartoffeln schlucken ja doch etwas Geschmack) und einige Zeit köcheln lassen und zwischendurch immer wieder umrühren. Bei mir waren es ungefähr 30 Minuten, weil das die Zeit war, die ich am Vormittag zum Aufräumen der Küche und für den Abwasch gebraucht habe. Wichtig ist, dass das Gemüse und die Linsen gar sind, wobei die Karotten ruhig noch leichten Biss haben dürfen.

Den Ofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen und währenddessen die Gemüsemischung in eine Auflaufform geben, die so groß sein sollte, dass das Gemüse nur bis zur Hälfte der Wände reicht. Die Kartoffeln geschält oder ungeschält (unsere Kartoffeln sind aktuell nicht so schön, dass ich sie ungeschält verwenden mag) in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und „ziegelförmig“ auf die Gemüsemischung legen. (Am einfachsten geht das, wenn man die Kartoffel beim Schneiden zusammenhält und dann mit der Handfläche sanft von oben drückt, so dass sie sich im Ganzen verschiebt.) Die Kartoffeln dann mit ein bisschen Öl einpinseln und leicht salzen und dann die Auflaufform für ungefähr 20 bis 25 Minuten relativ weit oben in den Ofen schieben – bei unserem Ofen habe ich die zweite Schiene von oben genommen. Am Ende sollen die Kartoffeln schön knusprig sein.

Varianten:

Man kann natürlich auch andere Gemüsesorten in die Sauce geben, ich habe mich mit den Zwiebeln und Karotten an das Rezept gehalten, das ich online gesehen hatte; die Linsen sind mein persönlicher „Hackfleisch-Ersatz“. Wer grundsätzlich den Geschmack von Fleisch mag, kann die Linsen durch Soja-Hack ersetzen, wer keine vegane Variante davon haben möchte, kann noch einen großzügigen Klacks Frischkäse in die Gemüse-Mischung geben, und wer näher am Original sein möchte, der kann natürlich richtiges Hackfleisch verwenden. Außerdem kann ich noch anmerken, dass im Originalrezept Dosentomaten verwendet wurden, aber da ich die nicht vertrage, weiche ich halt immer auf passierte Tomaten aus. Bei all diesen Varianten müsste dann vermutlich die Wassermenge angepasst werden. 😉

6 Kommentare

    • Konstanze

      Es war wirklich lecker und ich fand es angenehm, dass ich den Großteil der Arbeit vormittags erledigen konnte, um dann abends mit wenig Aufwand ein Essen kochen zu können.

  1. Wow, dass sieht aber lecker aus 🙂
    Ich werde mal versuchen, dieses Essen auf die Wochenend-Essensliste zu setzen!
    Danke fürs Teilen <3

    • Konstanze

      Gern geschehen! Ich bin gespannt, wie es euch schmeckt, wenn das mit der Wochenend-Liste klappen sollte! 🙂

  2. Das schaut sehr gut aus, auch wenn ich es eher ein Shepherd’s Gratin ist. 😉 Zumindest kenne ich den auch in vegetarischen Varianten nur mit Kartoffelpüree obenauf.
    Aber merk ich mir mal, danke für das Rezept!

    • Konstanze

      Ich hatte einfach den Namen übernommen, den die schottische Youtuberin verwendet hat, deren Rezept ich noch etwas abgewandelt habe. *g* Da ich Kartoffelpüree nicht als „Haube“ mag, fand ich die Alternative mit den Kartoffelscheiben ziemlich reizvoll – das war der Hauptgrund, warum ich das mal ausprobiert habe. 😉

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