Schlagwort: Kochen und Backen

[Kulinarisches] Cremige Blumenkohl-Suppe

Manchmal sind es ja gerade die einfachen Rezepte, die wahre Seelentröster sind. Diese Blumenkohl-Suppe gehört für mich ganz klar dazu. Schon als Kind mochte ich Blumenkohl-Suppe sehr gern, wobei meine Mutter die früher mit Mehl oder Ei gebunden hat, was ich wiederum nicht so gerne mache. Deshalb koche ich also diese Variante:

Zutaten (für 4 Portionen):

4 mittelgroße Kartoffeln
1 mittelgroßer Blumenkohl
1,5 Liter Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Muskat(blüte)
gehackte Petersilie
Zitronensaft

Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und mit den 1,5 Litern Gemüsebrühe in einem großen Topf aufsetzen. Den Blumenkohl putzen, in kleine Röschen teilen (den Stiel würfeln) und zu den kochenden Kartoffeln in den Topf geben. Das Ganze zehn Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl bissfest ist. Dann die Hälfte der Blumenkohl-Röschen mit einer Schaumkelle aus dem Topf fischen und zur Seite stellen. Jetzt wird der restliche Topfinhalt mit einem Pürierstab bearbeitet, bis eine cremige Suppe ohne Stückchen entstanden ist, dann kommt etwas feingehackte Petersilie dazu – die Menge hängt vom individuellen Geschmack und dem vorhandenen Vorrat ab 😉 – sowie die zur Seite gestellten Blumenkohl-Röschen, und zuletzte wird das Ganze mit Salz, Pfeffer, Muskat(blüte) und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Suppe ist supersimpel und sehr lecker.

[Kulinarisches] Oreo-Käsekuchen

Diesen Oreo-Käsekuchen habe ich Sonntag gebacken, weil sich Bibendum den als Geburtstagskuchen gewünscht hatte. Der Vorteil an dem Kuchen ist, dass er auch nach zwei, drei Tagen immer noch sehr lecker schmeckt – genau genommen schmeckt er umso besser, je besser er durchgezogen ist – und dass man das Rezept leicht auf die Hälfte oder ein Viertel der Menge runterrechnen kann, um eine kleinere Portion zu backen. Theoretisch könnte man den Kuchen auch als Muffins backen und einen Teil davon einfrieren, das verträgt er gut. Allerdings müsste man dann die Backzeit anpassen und den Kuchen bzw. die Muffins beim Backen im Auge behalten.

Zutaten für eine ca. 20×30 cm große Form:

36 Oreo-Kekse (schon von der Cremefüllung befreit)
4 EL Butter
800 g Frischkäse
225 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
4 große Eier

Zu Beginn den Ofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen. Bei meiner Glasform ist es nicht nötig, zu buttern, aber im Zweifelsfall würde ich zu dem Zeitpunkt auch die Form ausfetten. Dann 24 Oreo-Kekse zerkrümeln, indem man sie in eine Tüte gibt, diese fest verschließt und dann energisch mit einem Topfboden oder Nudelholz bearbeitet. Danach die 4 Esslöffel Butter in einem Topf schmelzen und – nach einer kurzen Abkühlungzeit – die Butter mit den Kekskrümeln in einer Schüssel vermischen, bis die Kekskrümel fettig glänzen. Die noch immer krümelige Masse wird dann in die Form gegeben, gleichmäßig verteilt und etwas angedrückt.

Dann in einer großen Schüssel den Frischkäse mit dem Zucker und der Vanille verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Dann die Eier einzeln mit einem Handrührgerät unter die Frischkäsemasse rühren. Dabei darauf achten, dass sich die Eier wirklich vollständig mit der Frischkäsecreme vermischt haben, bevor das nächste Ei zugegeben wird. Nun die restlichen Kekse grob mit den Händen zerbrechen und vorsichtig unter die Frischkäsemasse rühren, dann das Ganze in die Form füllen.

Den Kuchen 35 bis 40 Minuten backen, bis die Ränder fest sind. Die Mitte des Kuchens muss noch etwas wabbelig sein, wenn er aus dem Ofen genommen wird. Den Kuchen vollständig in der Form abkühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen. Im Kühlschrank hält er sich einige Tage, außerdem lässt er sich so gut in kleine Stücke schneiden und servieren.

Mürbeteig-Plätzchen?

Ich habe am letzten Wochenende mit Mürbeteig experimentiert, nachdem ich einen Keksstempel geschenkt bekommen habe. Aber obwohl die Plätzchen schmecken, bin ich noch nicht so ganz überzeugt vom Ergebnis. Auf der einen Seite suchte ich einen Mürbeteig, der beim Backen nicht zu sehr aufgeht (also kein Backpulver und wenig Ei enthält), auf der anderen Seite sollte er natürlich auch einen leckeren Keks ergeben. Das erste Rezept, das ich ausprobiert habe, habe ich online gefunden. Wie man sehen kann, kommt die Form des Stempels trotz der – allerdings sehr dünnen – Glasur schön durch, allerdings sind die (Orangen-)Plätzchen sehr fest geworden. Außerdem schmecken sie kaum nach Orange, was ich aber nicht dem Teig anlaste, sondern der getrockneten Orangenschale, die dieses Mal nicht so „zündete“.

Bei dem zweiten Teig (einmal Vanille, einmal Schokolade – beide ebenfalls dünn mit einer Glasur überzogen), dessen Rezept an dem Stempel hing, gab es schon beim ausstechen der Kekse Probleme. Der Teig war viel zu weich, viel zu buttrig und selbst gut gekühlt ließ er sich kaum verarbeiten. So ist es auch kein Wunder, dass der Stempel nicht so schön zur Wirkung kommt und das Eulchen auf den Keksen sehr verschwommen zu sehen ist. Dafür schmecken die Plätzchen aber etwas besser als beim ersten Rezept …

Nun frage ich mich, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit Keksstempeln gemacht hat und mir vielleicht ein Rezept empfehlen kann, bei dem die Plätzchen hübsch aussehen und gut schmecken.

[Kulinarisches] Kraut’n’Cheese auf Kartoffelboden

Ich bin vor einigen Wochen über ein Rezept für eine „Sauerkraut-Quiche“ gestolpert und habe damit ein bisschen rumprobiert. Das Ergebnis war eine sehr leckere „Kraut’n’Cheese auf Kartoffelboden“-Version und ist eindeutig wert, geteilt zu werden!

Zutaten (für 4 Personen):

500 g Kartoffeln
1 1/2 TL Salz
1 1/2 EL Mehl
ca. 500 g Sauerkraut (Abtropfgewicht)
1 Lorbeerblatt
50 g Butter
50 g Mehl
400 ml Milch
200 g mittelalter Gouda
Panko
Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie

Das Sauerkraut abspülen, mit dem Lorbeerblatt in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. 25 Minuten im geschlossenen Topf köcheln, dann abgießen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, fein reiben und zusammen mit 1 1/2 TL Salz in ein Sieb geben und ca. 10 Minuten stehen lassen, um das Wasser aus den Kartoffeln zu ziehen. Währenddessen 50 g Butter, 50 g Mehl und 400 ml Milch abmessen, den Gouda reiben und die Auflaufform buttern. Den Backofen auf 190 Grad (Umluft) vorheizen.

Die Kartoffeln mit den Händen kräftig ausdrücken, gründlich mit den 1 1/2 EL Mehl mischen und die Masse gleichmäßig auf dem Boden der Auflaufform verteilen und festdrücken. Die 400 ml Milch in einem kleinen Topf erwärmen, dann die Butter bei mittlerer Hitze in einem größerem Topf schmelzen, die 50 g Mehl zugeben und zu einer homogenen, klümpchenfreien Masse verrühren, nach und nach die Milch zugeben und verrühren, bis die Sauce gründlich angedickt ist. Nun das Sauerkraut ausdrücken und zusammen mit dem geriebenen Gouda zur Sauce geben, das Ganze verrühren bis der Käse geschmolzen ist, und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Petersilie abschmecken. Dann die Sauerkraut-Masse gleichmäßig auf dem Kartoffelboden verteilen, das Ganze mit Panko bestreuen und für 35 bis 40 Minuten im Ofen backen.

[Kulinarisches] 3-Tage-Essen: Würzige Teigtaschen, Indisches Curry und Pizza

Im Moment halte ich wieder verstärkt die Augen offen nach einfachen, (relativ) schnellen Gerichten, die man gut vorbereiten kann. Besonders toll ist es, wenn ich aus einem Tag „Vorbereitung“ gleich drei verschiedene Essen herausholen kann, so wie es hier der Fall ist.

Die Grundidee für die „würzigen Teigtaschen“ habe ich bei Sayuri gefunden, die über die kulinarischen Highlights ihrer Urlaubswoche geschrieben hatte. Vor allem das dort erwähnte Chutney (vorn auf dem Teller) hatte es mir angetan und als sie mir ein Glas davon zukommen ließ, wollte ich es unbedingt mit den Teigtaschen genießen. Allerdings hatte ich in letzter Zeit keine Lust auf Blätterteig und habe deshalb mit einem superleckeren Pizzateig gearbeitet, den ich sonntagmorgens zusammengeknetet habe. Oh, und da ich sonntags Zutaten für je 4 Portionen verarbeitet habe, konnte ich die „Reste“ des Essens für die kommenden zwei Tage verwenden.

Füllung für die Teigtaschen (für 4 Portionen):

5 mittelgroße Kartoffeln, geschält und nicht zu grob gewürfelt
4-5 mittelgroße Mohrrüben, geschält und in feine Stücke geschnitten
ca. 100-150 g TK-Erbsen
etwas Öl zum Anbraten
1/2 TL Zimt
2-3 TL gemahlener Koriander
1 TL Kurkuma
2 TL Cumin
Chiliflocken
Salz
Pfeffer

Da ich rohe Kartoffeln nehme und eine Pfanne mit Deckel habe, werfe ich die Kartoffelwürfel immer mit etwas Öl in die heiße Pfanne, reduziere die Hitze auf ein Minimum, setze den Deckel auf die Pfanne und lasse die Kartoffeln gut zehn Minuten garen. Dann gebe ich die Mohrrüben und die Erbsen zu den Kartoffeln und brate das Ganze, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist. Wenn es so weit ist, kommen die Gewürze hinzu – bei den Chiliflocken mache ich lieber keine genauen Angaben, das ist doch zu sehr geschmacksabhängig – und das Ganze wird schön scharf abgeschmeckt.

Das Gemüse hatte ich am Sonntagvormittag zubereitet, und während die Masse in der Pfanne garte, habe ich die Zutaten für den Pizzateig abgewogen, das Ganze verknetet und zum Gehen zur Seite gestellt.

Pizzateig (für 4 Portionen):

300 g Mehl (Type 550)
200 g Hartweizengrieß
1/2 Päckchen Trockenhefe (ca. 4,5g)
10 g Salz
250g ml lauwarmes Wasser
3 EL (Oliven-)Öl

Alle Zutaten abwiegen, Mehl, Grieß, Hefe und Salz gut mischen und eine Mulde in der Mitte der Mehl-Grieß-Mischung machen. Das Öl und das Wasser in die Mulde gießen und vom Rand her Mehl mit der Flüssigkeit vermischen bis der Teig so weit ist, dass man ihn kneten kann. Nach kurzer Zeit bildet der Teig eine homogene Masse und selbst die paar Mehlreste, die von den ersten Knetgriffen noch an den Händen kleben, arbeiten sich schnell ein. Die Teigschüssel mit einem Teller bedecken oder mit einer Folie verschließen und zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Nach zwei Stunden den gegangenen Teig auf einer Arbeitsfläche noch einmal gründlich durchkneten. Dann den Teig halbieren und die eine Hälfte im Ganzen, die andere in zwei Teile geteilt und zu Kugeln geformt in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen. Diese Teigpäckchen können problemlos sieben Tage im Kühlschrank bleiben, bis man sie aufbraucht.

Tag 1: Teigtaschen (für 2 Personen):

Abends habe ich den Ofen auf 200 Grad (Umluft) vorgeheizt und die größere Teigportion (also die Hälfte des Gesamtteiges) aus dem Kühlschrank geholt, noch einmal kurz durchgeknetet, zu einer Rolle geformt und diese in vier gleich große Stücke geteilt. Die Stücke habe ich jeweils grob zu einer Kugel gerollt, um sie leichter zu kreisrunden und ca. 3 mm dicke Fladen ausrollen zu können. Der Kreis wurde dann von mir mit einem Messer halbiert und aus den so entstandenen Halbkreisen „Tüten“ geformt (dabei die Spitze und die überlappenden Ränder etwas festdrücken), die dann ganz einfach mit der Gemüsemischung gefüllt werden konnten. Zuletzt wurden die Füllöffnung der Taschen dann noch zugedrückt und mit der „Naht“ nach unten auf ein Backblech gelegt. Insgesamt bekam ich so acht Teigtaschen aus dem Ganzen, die dann für ca. 12 Minuten im Ofen gebacken wurden, bis sie goldbraun waren.

Ich habe die Taschen aus der Hand gegessen und dazu das leckere Chutney genossen, mein Mann hat Messer und Gabel bevorzugt – bei meiner Methode dauert es etwas länger, weil die Taschen so verflixt heiß sind. Aber uns beiden hat es sehr, sehr gut geschmeckt.

Tag 2: Indisches Curry (für 2 Personen)

In Ermangelung eines besseren Namens nenne ich das Ganze mal „Indisches Curry“. Ich habe es mir einfach gemacht und morgens eine Portion Reis gekocht und dann den Reis zusammen mit der restlichen Gemüsemischung vom Vortag in eine gebutterte Auflaufform gegeben und das Ganze dann mit Alufolie abgedeckt im Ofen erwärmt. Dazu gab es noch etwas Naturjoghurt, weil diese säuerliche Frische einfach perfekt zu den indischen Gewürzen passt.

Wer es gern etwas saftiger hätte, kann das Gemüse auch in der Pfanne erhitzen, ca. 150 ml Gemüsebrühe und den Joghurt dazu geben und das Ganze kurz köcheln lassen.

Tag 3: Die weltbeste knusprigste Pizza

Das Geheimnis für diese tolle Pizza liegt nicht nur in dem Teig, sondern auch darin, dass man alles sehr dünn ausrollt und belegt und dann sehr kurz, sehr heiß backt. Dazu halte ich mich an die Beschreibung von Steph vom Kuriositätenladen, die ihr HIER findet.

Basiszutaten sind bei mir neben dem Teig noch 6-8 EL Pizzasauce, getrockneter Oregano und ein kleines Stück Parmesan.

Morgens setze ich eine kleine Menge Pizzasauce an. Ich mache es mir dabei leicht und verwende eine italienische Kräutermischung aus dem Tiefkühler inklusive Zwiebeln und Knoblauch. Die Kräutermischung erhitze ich kurz in etwas Öl, bis die Zwiebeln glasig sind, gebe dann ca. 2 EL Tomatenmark und etwas Wasser sowie kleingeschnittenes Basilikum dazu und lasse es ein bisschen köcheln. Das Ganze sollte insgesamt gerade mal 6 bis 8 EL dickflüssige Tomatensauce ergeben. Diese Sauce stelle ich dann bis zum Abend zur Seite – bis dahin ist sie schön durchgezogen.

Abends heize ich den Ofen auf 220 Grad vor – wobei ich ein Blech auf der untersten Ebene drin lassen – und hole dann die beiden übrigen Teigkugeln aus dem Kühlschrank, knetet sie noch einmal und rolle sie dann mit dem Nudelholz zu zwei sehr dünnen Teigfladen aus. Bei mir werden die so groß, dass ich nur eine Pizza auf ein Blech bekomme, also rolle ich die Teigfladen auf dem Nudelholz auf, um sie heil auf ein Stück Backpapier legen zu können. Zum Glück ist der Teig, obwohl er so dünn ist, schön robust. Dann wird die Pizza dünn mit der Tomatensauce bestrichen – ruhig etwas Abstand zum Rand lassen, wenn man den schön knusprig mag – und das Ganze noch einmal extra mit dem Oregano würzen.

Nun den Parmesan fein reiben und über die Sauce streuen, danach kann nach Lust und Laune – aber nicht zu dick! – belegt werden. Für meinen Mann gibt es in der Regel Salami auf die Pizza, über die noch ein halber Mozzarella gezupft wird, bei mir bleibt es oft bei der anderen Mozzarellahälfte. Diese Pizza schmeckt mir schlicht einfach am Besten.

Wenn man das Backpapier mit der Pizza auf das heiße Blech legt, muss man höllisch vorsichtig sein, danach geht das Pizzabacken aber ganz einfach und total schnell. Wenn das Backpapier braun wird, wird es unter der Pizza rausgezogen, und wenn der Rand schön knusprig ist, dann kann auch die Pizza aus dem Ofen – und die zweite wird gebacken. Obwohl wir immer nacheinander backen müssen, geht es so schnell, dass wir problemlos gemeinsam essen können.

 

[Kulinarisches] Gegrillte Lauch-Käse-Brote

Seitdem ich zu Weihnachten Hugh Fearnley-Whittingstalls „Täglich Vegetarisch“ geschenkt bekommen habe, habe ich schon so einige Rezepte aus diesem Kochbuch nachgekocht. Ich glaube, ich habe in den letzten vier Wochen mehr Parmesan (und vergleichbare Hartkäsesorten) gekauft als in den letzten vier Jahren insgesamt. 😀 Eins von den Rezepten, die es uns besonders angetan haben, ist das Lauch-Käse-Brot. Allerdings habe ich ein paar kleine Veränderungen am Originalrezept vorgenommen, damit es besser in unsere Essensplanung und zu meinen Vorräten passt.

Zutaten für 4 Brote:

4 Scheiben Bauernbrot
3 Stangen Lauch (nur die weißen und hellgrünen Teile, geputzt und in feine Ringe geschnitten)
Butter zum Dünsten
150 g Crème fraîche
ca. 2 TL Thymian (getrocknet)
100-120 g frisch geriebener Parmesan (alternativ schmeckt auch Bergkäse sehr gut in dem Gericht)
Salz
Pfeffer

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und die Brotscheiben auf einem Blech unter dem Grill rösten. Parallel dazu den Lauch in einer Pfanne in Butter andünsten, bis er weich ist. Dann den Lauch gründlich mit der Crème fraîche vermischen und den Thymian zugeben und die Masse einmal kurz erhitzen. Zuletzt 2/3 des geriebenen Parmesans in die Pfanne geben und mit der Lauch-Crème-fraîche-Mischung verrühren, bis der Käse geschmolzen ist. Jetzt alles mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Wenn die Lauch-Masse so weit ist, kann sie gleichmäßig und großzügig auf den Brotscheiben verteilt werden, zum Abschluss wird der restliche geriebene Käse über die Brote gestreut und dann kommt das Blech wieder unter den Grill des Ofens, bis die Oberfläche der Brote goldbraun ist und Blasen wirft.

Bei uns reichen die vier Brote als Hauptmahlzeit für zwei hungrige Erwachsene. Aber man kann sie auch sehr gut für vier Personen als Zwischenmahlzeit oder als Beilage zu einem Salat servieren. Sie sind würzig, käsig, knusprig und einfach nur richtig leckeres Soulfood.

[Kulinarisches] Apfel-Sandkuchen

Als am Wochenende Besuch da war, habe ich eine Apfel-Tarte gemacht. Die ist einfach immer absolut köstlich, selbst wenn der Teig (so wie es dieses Mal der Fall war) Probleme bereitet. Saftig, voller Apfelaroma und mit zartschmelzender Teigdecke mit einem sehr feinen Geschmack … so gut!

Aber ganz ehrlich, manchmal steht mir der Sinn eher nach handfesterem Kuchen und als unsere Besucherin am Dienstag bei ihrer Abfahrt drei Äpfel hinterließ, habe ich gestern einen Apfel-Sandkuchen gebacken. Der Kuchen basiert auf dem Standard-Sandkuchen-Rezept, das meine Mutter vor vielen Jahren von einer Freundin bekommen hat. Das Rezept nehme ich jedes Mal, wenn ich einen Napfkuchen backen will, egal, ob es am Ende ein Schokokuchen, ein Marmorkuchen oder irgendetwas Fruchtiges werden soll. Am Ende kommt immer ein lockerer, leckerer Kuchen heraus, der – meiner Meinung nach – perfekt in die kühleren Jahreszeiten passt. So ein Kuchen, von dem man sich noch schnell eine Scheibe abschneidet, bevor man mit dem Hund vor die Tür geht, um sie dann im Gehen zu essen. 😉

Zutaten für einen Apfelkuchen:

4 Eier
200g Zucker (wer es nicht so süß mag, sollte etwas weniger nehmen)
1 Päckchen Vanillezucker
250g weiche Butter
250g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
Zimt nach Geschmack (ich habe dieses Mal einen 1/2 TL genommen,
                                   was zu einer sehr feinen Zimtnote führt)
3 mittelgroße Äpfel

Zu Beginn den Backofen auf 180 Grad vorheizen (die Temperatur funktioniert sowohl bei Umluft als auch bei Ober-/Unterhitze) und eine Backform einfetten. Dann die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel schaumig schlagen, dazu die weiche Butter geben und gründlich unter die Ei-Zuckermasse rühren. Wenn noch kleine Butterflocken zurückbleiben sollten, ist es nicht so schlimm, die lösen sich beim Backen auf. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Zimt vermischen und nach und nach zu der Ei-Zucker-Butter-Mischung geben und unterrühren. Zuletzt die Äpfel schälen, in Stücke schneiden und mit dem Teig vermischen. Dabei benötigt es ein bisschen Geduld, da der Teig relativ fest ist. Das Ganze dann in die gefettete Backform geben, grob glattstreichen und in den vorgeheizten Ofen schieben.

Die Backzeit hängt etwas von der gewählten Form ab. Wenn man eine Kastenform nimmt, dann benötigt der Kuchen mindestens 45 Minuten und sollte nach der Hälfte der Zeit mit Alufolie abgedeckt werden, damit er nicht zu dunkel wird. Bei einer Springform, so wie ich sie dieses Mal verwendet habe, liegt die Backzeit bei 35 Minuten. Wenn der Kuchen schon goldbraun ist, aber bei der Stäbchenprobe noch zu viel Feuchtigkeit im Teig ist, dann einfach den Ofen auf 150 Grad runterdrehen und noch zehn Minuten backen. Da es hier mehrere Variablen gibt, empfehle ich grundsätzlich nach einer guten halben Stunde eine Stäbchenprobe durchzuführen und sich dann auf das Ende der Backzeit heranzutasten. 😉

[Kulinarisches] Schoko-Haferflocken-Kekse

In den letzten Wochen hatte ich große Lust auf Haferflocken-Kekse, aber die Rezepte, die ich online gefunden habe, waren nicht ganz das was ich suchte. Also habe ich angefangen mit einem meiner Basisrezepte zu experimentieren und dabei sind diese Schoko-Haferflocken-Kekse herausgekommen.

Kleiner weißer Teller mit drei Kekse, am rechten Rand ist eine gestreifte Tasse mit Kakao zu erahnen

Zutaten:

75 g grobe Haferflocken (noch besser schmeckt es mit einer Mischung aus Hafer, Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel)
100 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
*
100 g weiche Butter
125 g Zucker
gemahlene Vanille (statt Messerspitzen nehme ich immer das Ende meines Teelöffels – einfach nach Gefühl dosieren)
1 Ei (L-Größe)
*
100 g gehackte Mandeln
1/2 Tafel Zartbitterschokolade

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein (also vor allem das Ei und die Butter). In einer Schüssel das Mehl mit dem Salz, dem Backpulver und den Haferflocken gründlich vermischen und zur Seite stellen. Die Schokolade auf einem großen Brett mit einem großen Messer in grobe Stücke schneiden und zur Seite stellen. In einer zweiten Schüssel die Butter, den Zucker, die gemahlene Vanille und das Ei gründlich mit einem Handrührgerät miteinander verquirlen bis die Masse hell und fluffig ist. Dann in kleinen Portionen die Mehl-Flockenmischung zugeben und gründlich untermischen bis ein fester homogener Teig entstanden ist. Zuletzt die Mandeln und die Schokoladenstücke zugeben und unterrühren, dabei aufpassen, dass auch die unteren Teigschichten Mandeln und Schokolade abbekommen. Pro Keks einen halben Esslöffel vom Teig abstechen und auf ein Blech geben, dabei genügend Abstand lassen (ich habe relativ kleine Bleche und bekomme neun Kekse auf einem Blech gebacken) und ca. 15 Minuten backen bis die Kekse goldbraun sind. Nach dem Backen kurz auf dem Blech abkühlen lassen, bis man die Kekse anfassen kann, dann auf ein Gitter umlagern und gründlich trocknen lassen. Danach halten sich die Kekse sehr lange, ohne an Aroma zu verlieren.

(Wer einen Ofen hat, der keine 5er-Schritte beherrscht, der kann die Kekse auch bei 170 Grad backen und muss sie dann nur ein paar Minuten länger im Ofen lassen.)

Das dritte Adventswochenende …

Am dritten Adventswochenende besuchte uns Katrin von den BuchSaiten. Neben netten und interessanten Gesprächen, lustigen gemeinsamen Fernsehstunden, noch mehr Gesprächen, kulinarischen Lieferdienstexperimenten und Guitar-Hero-Auftritten, haben Katrin und ich am Samstag auch noch ein paar Stunden in der Küche verbracht. Inzwischen ist sie wieder auf dem Heimweg und kommt hoffentlich gut wieder Zuhause an.

Cranberry-Pistazien-Biscotti (dieses Mal wirklich mit Pistazien),
unfassbar gute dunkle Schokoladenplätzchen,
nervenraubende Petit Four (einmal mit Zuckerguss, einmal mit weißer Schokolade –
bis zu dem Zeitpunkt, an dem man die laut Rezept mit Zuckerguss bestreichen sollte, lief alles gut …)

Für mich war diese Wochenendverabredung der letzte feste Termin in diesem Jahr. Und nachdem ich in der vergangenen Woche unter anderem eine Art „Jahresendputz“ veranstaltet habe, werde ich mich in der zweiten Dezemberhälfte ganz aufs Lesen, Feiertagsstimmung-Genießen und (hoffentlich wieder) Bloggen konzentrieren können.

Aber erst einmal lasse ich das schöne Wochenende ganz gemütlich ausklingen, indem ich mir heute Nachmittag einen leckeren Tee koche, ein paar Plätzchen esse und die Nase in ein Buch stecke …

Ich wünsche euch allen eine möglichst stressfreie Woche! 🙂

[Kulinarisches] Panna Cotta mit Mangokompott

Bei den Seitenspinnerinnen hatte ich in einem Kommentar geschrieben, dass mein Mann und ich seit Jahren zu Weihnachten Panna Cotta mit Mangokompott zum Nachtisch haben. Hier gibt es nun das Rezept zum Nachmachen!

2015 denke ich endlich mal daran ein Foto nachzureichen. *g*

Zutaten für 2 Portionen:

200 ml Sahne
1 EL Zucker
1/2 TL Zimt
1/2 Vanilleschote
1 Blatt Gelatine
2 EL Milch

2 kleine Formen (ich verwende immer beschichtete Kinderbackformen in Schneeflockenform)

Die Sahne in einen Topf geben, Zucker, Zimt und die aufgeschlitzte halbe Vanilleschote (ich kratze immer die zweite Hälfte auch schon aus und bewahre das Mark für das Mangokompott auf, während die Schotenhälfte ebenfalls in der Sahne landet) dazugeben und das Ganze 30 Minuten zugedeckt in den Kühlschrank stellen.

Nach Ablauf der 30 Minuten die Gelatine in der Milch einweichen. Die Sahne aus dem Kühlschrank nehmen, erhitzen und 10 Minuten köcheln lassen, dabei regelmäßig rühren. Dann die Vanilleschote aus der Sahne fischen, die Gelatine leicht ausdrücken und in der köchelnden Sahne unter Rühren auflösen, dann die Sahnemischung vom Herd nehmen. Die Förmchen sehr kalt ausspülen und die Sahne hineingießen. Wenn die Masse abgekühlt ist, die Förmchen über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag kann die Panna Cotta gestürzt werden. Dafür mit einem spitzen Messer die Panna Cotta vorsichtig vom Förmchen lösen (es reicht, wenn der obere Rand nicht mehr „festklebt“), die Form ganz kurz in warmes Wasser tunken und dann stürzen.

Mangokompott

Für das Mangokompott braucht man eine – möglichst reife – Mango. Die schäle ich und schneide sie dann (am Kern entlang) in Scheiben, aus denen ich Spalten mache. Die Mangospalten mit 1-2 EL Wasser, dem Vanillemark aus der halben Schote (von der Panna-Cotta-Herstellung) und 1/2 EL Zucker (bei Bedarf kann am Ende nachgesüßt werden) in einen kleinen Topf geben und vorsichtig köcheln lassen, bis die Frucht sich leicht mit einem Löffel zerteilen lässt, die Stückchen aber noch gut zusammenhalten.

Das Ganze kann man entweder direkt vor dem Stürzen der Panna Cotta zubereiten oder schon am Vortag. Dann würde ich das Kompott aber noch einmal warm machen, bevor es mit der Panna Cotta serviert wird.

P.S.: Ja, das ist ein Rezept mit Gelatine, obwohl ich Vegetarierin bin. Aber hier weiß ich, dass es schmeckt und dass das Mengenverhältnis passt, während ich mit Agar-Agar noch experimentiere. Wenn meine Informationen stimmen, dann müsste es passen, wenn man 1-1,5 g statt des Blatts Gelatine nimmt, aber dazu habe ich (noch) keine Erfahrungswerte.