Schlagwort: Kochen und Backen

[Kulinarisches] Apfel-Sandkuchen

Als am Wochenende Besuch da war, habe ich eine Apfel-Tarte gemacht. Die ist einfach immer absolut köstlich, selbst wenn der Teig (so wie es dieses Mal der Fall war) Probleme bereitet. Saftig, voller Apfelaroma und mit zartschmelzender Teigdecke mit einem sehr feinen Geschmack … so gut!

Aber ganz ehrlich, manchmal steht mir der Sinn eher nach handfesterem Kuchen und als unsere Besucherin am Dienstag bei ihrer Abfahrt drei Äpfel hinterließ, habe ich gestern einen Apfel-Sandkuchen gebacken. Der Kuchen basiert auf dem Standard-Sandkuchen-Rezept, das meine Mutter vor vielen Jahren von einer Freundin bekommen hat. Das Rezept nehme ich jedes Mal, wenn ich einen Napfkuchen backen will, egal, ob es am Ende ein Schokokuchen, ein Marmorkuchen oder irgendetwas Fruchtiges werden soll. Am Ende kommt immer ein lockerer, leckerer Kuchen heraus, der – meiner Meinung nach – perfekt in die kühleren Jahreszeiten passt. So ein Kuchen, von dem man sich noch schnell eine Scheibe abschneidet, bevor man mit dem Hund vor die Tür geht, um sie dann im Gehen zu essen. 😉

Zutaten für einen Apfelkuchen:

4 Eier
200g Zucker (wer es nicht so süß mag, sollte etwas weniger nehmen)
1 Päckchen Vanillezucker
250g weiche Butter
250g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
Zimt nach Geschmack (ich habe dieses Mal einen 1/2 TL genommen,
                                   was zu einer sehr feinen Zimtnote führt)
3 mittelgroße Äpfel

Zu Beginn den Backofen auf 180 Grad vorheizen (die Temperatur funktioniert sowohl bei Umluft als auch bei Ober-/Unterhitze) und eine Backform einfetten. Dann die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel schaumig schlagen, dazu die weiche Butter geben und gründlich unter die Ei-Zuckermasse rühren. Wenn noch kleine Butterflocken zurückbleiben sollten, ist es nicht so schlimm, die lösen sich beim Backen auf. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Zimt vermischen und nach und nach zu der Ei-Zucker-Butter-Mischung geben und unterrühren. Zuletzt die Äpfel schälen, in Stücke schneiden und mit dem Teig vermischen. Dabei benötigt es ein bisschen Geduld, da der Teig relativ fest ist. Das Ganze dann in die gefettete Backform geben, grob glattstreichen und in den vorgeheizten Ofen schieben.

Die Backzeit hängt etwas von der gewählten Form ab. Wenn man eine Kastenform nimmt, dann benötigt der Kuchen mindestens 45 Minuten und sollte nach der Hälfte der Zeit mit Alufolie abgedeckt werden, damit er nicht zu dunkel wird. Bei einer Springform, so wie ich sie dieses Mal verwendet habe, liegt die Backzeit bei 35 Minuten. Wenn der Kuchen schon goldbraun ist, aber bei der Stäbchenprobe noch zu viel Feuchtigkeit im Teig ist, dann einfach den Ofen auf 150 Grad runterdrehen und noch zehn Minuten backen. Da es hier mehrere Variablen gibt, empfehle ich grundsätzlich nach einer guten halben Stunde eine Stäbchenprobe durchzuführen und sich dann auf das Ende der Backzeit heranzutasten. 😉

[Kulinarisches] Schoko-Haferflocken-Kekse

In den letzten Wochen hatte ich große Lust auf Haferflocken-Kekse, aber die Rezepte, die ich online gefunden habe, waren nicht ganz das was ich suchte. Also habe ich angefangen mit einem meiner Basisrezepte zu experimentieren und dabei sind diese Schoko-Haferflocken-Kekse herausgekommen.

Kleiner weißer Teller mit drei Kekse, am rechten Rand ist eine gestreifte Tasse mit Kakao zu erahnen

Zutaten:

75 g grobe Haferflocken (noch besser schmeckt es mit einer Mischung aus Hafer, Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel)
100 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
*
100 g weiche Butter
125 g Zucker
gemahlene Vanille (statt Messerspitzen nehme ich immer das Ende meines Teelöffels – einfach nach Gefühl dosieren)
1 Ei (L-Größe)
*
100 g gehackte Mandeln
1/2 Tafel Zartbitterschokolade

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein (also vor allem das Ei und die Butter). In einer Schüssel das Mehl mit dem Salz, dem Backpulver und den Haferflocken gründlich vermischen und zur Seite stellen. Die Schokolade auf einem großen Brett mit einem großen Messer in grobe Stücke schneiden und zur Seite stellen. In einer zweiten Schüssel die Butter, den Zucker, die gemahlene Vanille und das Ei gründlich mit einem Handrührgerät miteinander verquirlen bis die Masse hell und fluffig ist. Dann in kleinen Portionen die Mehl-Flockenmischung zugeben und gründlich untermischen bis ein fester homogener Teig entstanden ist. Zuletzt die Mandeln und die Schokoladenstücke zugeben und unterrühren, dabei aufpassen, dass auch die unteren Teigschichten Mandeln und Schokolade abbekommen. Pro Keks einen halben Esslöffel vom Teig abstechen und auf ein Blech geben, dabei genügend Abstand lassen (ich habe relativ kleine Bleche und bekomme neun Kekse auf einem Blech gebacken) und ca. 15 Minuten backen bis die Kekse goldbraun sind. Nach dem Backen kurz auf dem Blech abkühlen lassen, bis man die Kekse anfassen kann, dann auf ein Gitter umlagern und gründlich trocknen lassen. Danach halten sich die Kekse sehr lange, ohne an Aroma zu verlieren.

(Wer einen Ofen hat, der keine 5er-Schritte beherrscht, der kann die Kekse auch bei 170 Grad backen und muss sie dann nur ein paar Minuten länger im Ofen lassen.)

Das dritte Adventswochenende …

Am dritten Adventswochenende besuchte uns Katrin von den BuchSaiten. Neben netten und interessanten Gesprächen, lustigen gemeinsamen Fernsehstunden, noch mehr Gesprächen, kulinarischen Lieferdienstexperimenten und Guitar-Hero-Auftritten, haben Katrin und ich am Samstag auch noch ein paar Stunden in der Küche verbracht. Inzwischen ist sie wieder auf dem Heimweg und kommt hoffentlich gut wieder Zuhause an.

Cranberry-Pistazien-Biscotti (dieses Mal wirklich mit Pistazien),
unfassbar gute dunkle Schokoladenplätzchen,
nervenraubende Petit Four (einmal mit Zuckerguss, einmal mit weißer Schokolade –
bis zu dem Zeitpunkt, an dem man die laut Rezept mit Zuckerguss bestreichen sollte, lief alles gut …)

Für mich war diese Wochenendverabredung der letzte feste Termin in diesem Jahr. Und nachdem ich in der vergangenen Woche unter anderem eine Art „Jahresendputz“ veranstaltet habe, werde ich mich in der zweiten Dezemberhälfte ganz aufs Lesen, Feiertagsstimmung-Genießen und (hoffentlich wieder) Bloggen konzentrieren können.

Aber erst einmal lasse ich das schöne Wochenende ganz gemütlich ausklingen, indem ich mir heute Nachmittag einen leckeren Tee koche, ein paar Plätzchen esse und die Nase in ein Buch stecke …

Ich wünsche euch allen eine möglichst stressfreie Woche! 🙂

[Kulinarisches] Panna Cotta mit Mangokompott

Bei den Seitenspinnerinnen hatte ich in einem Kommentar geschrieben, dass mein Mann und ich seit Jahren zu Weihnachten Panna Cotta mit Mangokompott zum Nachtisch haben. Hier gibt es nun das Rezept zum Nachmachen!

2015 denke ich endlich mal daran ein Foto nachzureichen. *g*

Zutaten für 2 Portionen:

200 ml Sahne
1 EL Zucker
1/2 TL Zimt
1/2 Vanilleschote
1 Blatt Gelatine
2 EL Milch

2 kleine Formen (ich verwende immer beschichtete Kinderbackformen in Schneeflockenform)

Die Sahne in einen Topf geben, Zucker, Zimt und die aufgeschlitzte halbe Vanilleschote (ich kratze immer die zweite Hälfte auch schon aus und bewahre das Mark für das Mangokompott auf, während die Schotenhälfte ebenfalls in der Sahne landet) dazugeben und das Ganze 30 Minuten zugedeckt in den Kühlschrank stellen.

Nach Ablauf der 30 Minuten die Gelatine in der Milch einweichen. Die Sahne aus dem Kühlschrank nehmen, erhitzen und 10 Minuten köcheln lassen, dabei regelmäßig rühren. Dann die Vanilleschote aus der Sahne fischen, die Gelatine leicht ausdrücken und in der köchelnden Sahne unter Rühren auflösen, dann die Sahnemischung vom Herd nehmen. Die Förmchen sehr kalt ausspülen und die Sahne hineingießen. Wenn die Masse abgekühlt ist, die Förmchen über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag kann die Panna Cotta gestürzt werden. Dafür mit einem spitzen Messer die Panna Cotta vorsichtig vom Förmchen lösen (es reicht, wenn der obere Rand nicht mehr „festklebt“), die Form ganz kurz in warmes Wasser tunken und dann stürzen.

Mangokompott

Für das Mangokompott braucht man eine – möglichst reife – Mango. Die schäle ich und schneide sie dann (am Kern entlang) in Scheiben, aus denen ich Spalten mache. Die Mangospalten mit 1-2 EL Wasser, dem Vanillemark aus der halben Schote (von der Panna-Cotta-Herstellung) und 1/2 EL Zucker (bei Bedarf kann am Ende nachgesüßt werden) in einen kleinen Topf geben und vorsichtig köcheln lassen, bis die Frucht sich leicht mit einem Löffel zerteilen lässt, die Stückchen aber noch gut zusammenhalten.

Das Ganze kann man entweder direkt vor dem Stürzen der Panna Cotta zubereiten oder schon am Vortag. Dann würde ich das Kompott aber noch einmal warm machen, bevor es mit der Panna Cotta serviert wird.

P.S.: Ja, das ist ein Rezept mit Gelatine, obwohl ich Vegetarierin bin. Aber hier weiß ich, dass es schmeckt und dass das Mengenverhältnis passt, während ich mit Agar-Agar noch experimentiere. Wenn meine Informationen stimmen, dann müsste es passen, wenn man 1-1,5 g statt des Blatts Gelatine nimmt, aber dazu habe ich (noch) keine Erfahrungswerte.

[Kulinarisches] Gemüselasagne ohne großen Aufwand (für Natira)

Gemüselasagne gehört für mich zu den Gerichten, die ich mache, wenn ich etwas Leckeres essen, aber nicht viel Arbeit damit haben will. Natürlich könnte ich den Aufwand deutlich erhöhen, wenn ich auf frische Produkte und eine selbstgemachte Bechamelsauce zurückgreifen würde, aber da es mit Tiefkühlgemüse und Crème fraîche auch wunderbar schmeckt, bleibt es in der Regel bei der simplen Variante.

Samstag war es wieder soweit, dass ich ein Essen für das ganze Wochenende benötigte, aber nicht groß Kochen wollte. Also habe ich mir auf folgende Weise eine Gemüselasagne zusammengebastelt:

500 g passierte Tomaten (man kann dafür auch die gleiche Menge kleingeschnittene frische Tomaten oder Tomaten aus der Dose nehmen)
1 1/2 frische Paprika, in feine Würfel geschnitten
ca. 150 g gemischtes Tiefkühl-Gemüse (bei mir war es eine Mischung aus Mais, Möhren und Erbsen, aber eigentlich kann da alles an Gemüse rein, was man eh gerade im Haus hat)
1 kleine Packung Crème fraîche
12 Lasagneblätter (das ergibt bei mir vier Lagen, da ich drei Blätter für eine Schicht benötige)
100 g geriebenen Gouda (oder Parmesan oder Mozarella oder Bergkäse oder … )
Salz
Pfeffer
Basilikum
etwas Öl

Die Paprika habe ich in etwas Öl angedünstet, dann kam das Tiefkühlgemüse dazu bis alles bissfest gegart war, danach folgten die passierten Tomaten. Die Sauce habe ich dann mit Salz, Pfeffer und Basilikum kräftig gewürzt (etwas intensiver als ich es bei einer normalen Nudelsauce machen würde).

Als nächstes habe ich den Boden meiner Auflaufform mit der Sauce bedeckt, eine Schicht Lasagneblätter darauf verteilt und das Ganze wiederholt bis ich gerade noch genügend Sauce hatte, um die letzte Schicht Nudeln zu bedecken. Wenn die Sauce knapp werden könnte, dann einfach mit etwas Gemüsebrühe verlängern.

Auf die Nudel-Saucen-Schichten kommen zuletzt noch Crème-fraîche-Kleckse (bei meiner Form benötige ich die ganze kleine Packung, um eine gleichmäßige Verteilung hinzubekommen) und als Abschluss eine Schicht geriebener Käse.

Das Ganze dann für eine halbe Stunde bei 180 Grad in den Backofen (funktioniert sowohl bei Umluft als auch bei Ober- und Unterhitze) und fertig ist die Lasagne. Aufgewärmt mag ich sie übrigens noch lieber als am ersten Tag.

Das Ganze ist wirklich schnell und einfach gemacht und perfektes Soulfood für die kommenden kalte Tage.

Nebenbemerkung für Natira:
Ich weiß, du magst keine tomatigen Saucen, aber da die Lasagneblätter eine Menge Flüssigkeit aus der Sauce ziehen, bekommst du einfach saftige Nudelschichten mit Gemüse und etwas Tomate dazwischen. So viel anderes als bei Pizza (und die magst du ja) sind Geschmack und Konsistenz der Sauce dann auch nicht. 😉

Und da ich schon bei Pizza bin, gibt es hier noch einen Blick auf die (nach diesem Rezept) selbstgemachte Pizza von letzter Woche:

Für mich in der 3-Käse-Resteverwertungs-Version (Bergkäse, Parmesan und Mozarella) und für meinen Mann gab es die mit Bergkäse und Salami. Sehr lecker, sehr knusprig, sehr italienisch und den Nudelsaucen-Rest vom Vortag hatten wir damit auch gleich aufgebraucht! 🙂

Marian Keyes: Glück ist backbar

Von Marian Keyes habe ich bislang erst ein Buch („Märchenprinz„) gelesen, und das hatte mich jetzt nicht so sehr begeistert, dass ich mir weitere Romane von der Autorin holen musste. Auf der anderen Seite sah das erste  Backbuch der Autorin so verlockend aus, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte. Mit dem Backen hatte Marian Keyes angefangen, als sie dringend eine Therapie gegen ihre Depression benötigte und dann feststellte, dass Kuchenbacken ihr hilft. In „Glück ist backbar“ finden sich dementsprechend Rezepte, die nach Marian Keyes‘ Meinung glücklich machen – beim Backen ebenso wie beim Verzehr der fertigen Kuchen, Cupcakes und anderen Leckereien.

Ich habe versucht, für meinen Text aus jedem Kapitel („Klassiker“, „Cupcakes“, „Käsekuchen“, „Flüssige Kuchen“, „Tarte, Pie & Co.“, „Baiser und Macarones“, „Plätzchen und Cookies“, „Vitaminspritzen“, „Schokolade“) etwas auszuprobieren, aber ganz habe ich es nicht geschafft. 😉

Versuch Nr. 1 – „Dreierlei Milch“-Kuchen („Flüssige Kuchen“)
[aufgrund eines Wunsches von Bibendum in einer besonderen Backform gebacken]

Aus den Zutaten ergab sich ein cremiger und lecker duftender Teig, den ich auf die von Bibendum mitgebrachte Backform und eine Kinderkuchenform von mir verteilt habe. Die Backzeit musste ich trotz der kleineren Menge deutlich verlängern, bis die Garprobe stimmte. Nach dem Abkühlen wird der Kuchen mit einer Mischung aus Créme double und süßer sowie ungesüßter Kondensmilch getränkt, wobei wir trotz mehrerer Versuche nicht die ganze Flüssigkeitsmenge in den Kuchen bekommen haben. Nach dem Anschneiden war der Kuchen erstaunlich fest, fast wie Grießpudding, aber sehr lecker – und unglaublich sättigend!

Versuch Nr. 2 – Chocolate Cheesecake Cupcakes („Cupcakes“)

[auch ein Wunsch von Bibendum]

Sehr gehaltvoll, sehr cremig, sehr schokoladig und sehr lecker! Aber meiner Meinung nach reicht ein Cupcake, um eine Großfamilie zu sättigen 😉 – Bibendum und mein Mann hingegen konnten davon deutlich mehr essen als ich. Aufgrund der Frischkäse-Problematik (siehe unten) war der Cupcake meiner Meinung nach aber etwas weich (man musste sie aus dem Papierförmchen herauslöffeln!), was dem Geschmack allerdings nicht geschadet hat!

Versuch Nr. 3 – Ungebackener Ingwer-Limetten-Käsekuchen („Käsekuchen“)

Links: So sollte es aussehen! Rechts: So sah mein Ergebnis aus …

Weder Ingwerkekse noch unbehandelte Limetten oder gar Limettenwackelpudding waren beim Einkaufen aufzutreiben … Die zum Ersatz herangezogenen Butterkekse scheinen deutlich leichter als Ingwerkekse zu sein, ich hatte ungefähr ein Drittel der Keksmasse übrig, musste dafür aber mehr Butter nehmen. Außerdem kam das mit dem (Zitronen-)Wackelpudding nicht so recht hin: Ich hatte zwar versucht, meine Pulvermenge irgendwie umzurechnen, aber die gesamte Masse wurde einfach zu fest. Und das, obwohl bei mir das „Creme in die Form geben und glattstreichen“ – wieder dank der Frischkäse-Problematik – zu „Flüssigkeit in die Form gießen und verzweifelt gucken“ wurde. Mit ganz normalem Frischkäse wurde das einfach nur eine flüssige Plörre und nichts anderes! Überraschenderweise ist das Ganze am Ende trotzdem fest geworden … *g* Wobei fest geworden kein Ausdruck mehr war: Man hatte im Mund eine so extrem gelierte Masse, dass das Essen schon fast unangenehm wurde. Da ist jeder Wackelpudding schmeichelnder für den Mund! Dazu muss ich allerdings sagen, dass meinem Mann der Kuchen gut geschmeckt hat, und er würde ihn auch noch einmal essen (aber er musste ja auch nicht die drei Fertigungsrunden hinter sich bringen 😉 ). Wenn mir irgendjemand eine auf deutsche Zutaten angepasste leckere Version zukommen lässt, dann versuche ich es noch einmal mit diesem Kuchen – bis dahin stürze ich mich lieber auf bewährte Rezepte, die sich zu ähnlichen Varianten abwandeln lassen.

Versuch Nr. 4 – Red Velvet Cupcake Swirls („Cupcakes“)

Diese Cupcakes sahen auf dem Foto im Backbuch ein wenig so aus wie ein Marmorkuchen. Sie hatten zwei deutlich getrennte, aber miteinander „verswirlte“ Teige – genauer gesagt werden ein Schokoladenteig und ein Käsekuchenteig in eine Muffinform gefüllt und dann rührt man mit einem Spieß vorsichtig um, bis sich ein „Swirl“ bildet. Bei mir stimmte von Anfang an die Konsistenz nicht: Der Schokoladenteig war sehr fest (wenn auch unglaublich lecker!), während die Frischkäsemasse wieder einmal deutlich zu flüssig war – „swirlen“ konnte man da gar nichts. Während des Backens haben sich bei mir die beiden Schichten dann komplett getrennt (sehr gut auf dem rechten Foto beim Anschnitt zu sehen), außerdem musste ich die Backzeit verdoppeln, weil das Ganze einfach nicht fest wurde. Geschmacklich war es sehr gut, aber insgesamt waren diese Cupcakes für mich etwas unbefriedigend …

Beim zweiten Versuch habe ich dann statt des Frischkäses Mascarpone verwendet, und so ließ sich das Ganze besser „verswirlen“ (kann mir bitte jemand ein deutsches Wort dafür nennen? 😉 ) und die Cupcakes wurden auch deutlich fluffiger als bei der Variante mit dem Frischkäse.

Mein Fazit zu diesen Cupcakes ist ganz simpel: Ich werde in Zukunft mein Standard-Muffinrezept in der schokoladenhaltigen Variante machen und nach dem Backen ein vanilliges Mascarpone-Topping draufsetzen. Das macht weniger Arbeit und schmeckt bestimmt noch besser!

Versuch Nr. 5 – Scones („Klassiker“)

Bislang das problemloseste Gebäck aus diesem Backbuch – allerdings hat mich die Angabe „5 cm dicker Teig“ irritiert. So hätte ich nämlich nur sechs Scones bekommen, statt der beiden Bleche, die da rauskommen sollten. So habe ich mich dann an das Foto im Backbuch gehalten und meinen Teig auf eine Dicke von ca.  2,5 cm ausgerollt. Schade finde ich es auch, dass nirgendwo etwas zum Abstand stand, mit dem man die Rohlinge aufs Blech legen sollte, genauso wenig gab es eine Angabe, ob man die beiden Bleche zusammen oder nacheinander in den Ofen tun sollte. Nacheinander wäre im Rückblick deutlich besser gewesen, denn die auf dem unteren Blech gingen so gut wie gar nicht auf … Aber geschmeckt haben die Scones! Frisch und auch nach nach zwei Tagen, mit Butter und Marmelade ebenso wie pur auf die Hand!

Versuch Nr. 6: Rita-Annes Cola-Geburtstagskuchen („Flüssige Kuchen“)

Von diesem Kuchen gibt es kein Foto! Das Ergebnis war weder appetitlich anzusehen noch schmeckte es besonders gut! Naja, ein Foto während des Backens, um das Problem zu verdeutlichen:

Der Teig war anfangs wirklich lecker. Ein geschmeidiger, appetitlicher, wenn auch etwas süßer Schokoladenteig (bei dem ich mich zwar fragte, was die Cola darin überhaupt für eine Wirkung haben soll, aber immerhin klingt ein Colakuchen ja lustig). Und dann kamen die Mini-Marshmallows … Die Mini-Marshmallows, die für „kleine klebrige Inseln purer Köstlichkeit“ sorgen sollten und für eine „besondere Konsistenz“. Im Rezept stehen 200 Gramm und ich haben das wirklich fünfmal nachgeschlagen, weil ich es nicht glauben konnte.

Und dann habe ich die Marshmallows zum zweiten Mal gewogen und dann erst habe ich diese Menge an Mini-Marshmallows unter den Teig gerührt. Ganz ehrlich, diese Mengenangabe kann nicht stimmen! Nach dem Zusammenrühren von Marshmallows und Teig hatte ich Marshmallows mit Schokoteigüberzeug und nicht einen Teig mit Marshmallows, die beim Backen kleine Löcher im Teig hinterlassen können. Das hat dann dazu geführt, dass die Marshmallowmasse beim Backen eine zusammenhängende Schicht auf dem Kuchen gebildet hat. So wurde der Teig darunter nicht richtig gebacken, was zu einer sehr klitschigen Konsistenz führte, und bevor der noch gar werden konnte, hatten die Marshmallows schon die Zustandsschritte „Karamell“ und „leicht angebranntes Karamell“ hinter sich gebracht. Und das Ganze sollte zum „krönenden“ Abschluss noch ein Topping aus Cola, Butter, Kakaopulver und einem Paket Puderzucker bekommen.

Wenn ich die Zutaten nicht schon abgewogen und in einen Topf getan hätte, hätte ich an dieser Stelle das Experiment beendet. So aber habe ich auch noch das Topping gemacht – was ebenfalls nicht so aussah wie auf dem schicken Foto im Backbuch. Heraus kam eine übersüße schokoladige Sauce, die zwar sehr appetitlich aussah, aber zu flüssig war, um sich auf dem Kuchen verstreichen zu lassen. Es hieß zwar im Rezept, dass man das Ganze abkühlen lassen sollte und es bildeten sich bei mir nach vier Stunden „Abkühlzeit“ eine Art Kruste auf der Masse, die so aussah wie das Topping auf dem Foto. Aber die Sauce unter der Kruste wollte nicht die richtige Festigkeit annehmen und letztendlich habe ich dann nach einige Stunden die Geduld verloren und den „Kuchen“ mit der „Schokosauce“ getränkt …

Auf die Deko mit sauren Cola-Fläschen habe ich dann verzichtet, weil ich nicht noch mehr Lebensmittel vergeuden wollte. „Das Schokodesaster“ ist irgendwie essbar gewesen … und ein Haufen Erstklässler wäre vielleicht begeistert davon gewesen … aber nach zwei Löffeln wäre die ganze Bande so aufgedreht vor Überzuckerung, dass für eine Woche an Schlaf nicht zu denken wäre. Von der Cola war am Ende übrigens geschmacklich auch nichts mehr festzustellen.

Versuch Nr. 7: Mams Apfeltarte („Tarte, Pie & Co.“)

Lecker, lecker, lecker! Einfach zu machen und genau richtig zwischen Süße und Säure (was auch daran lag, dass ich die perfekten Äpfel dafür bekommen habe), eine dünne, knusprige Teigdecke, die beim Essen einfach nur dahingeschmolzen ist, ein saftiger, dünner Boden und insgesamt unglaublich köstlich! Am zweiten Tag etwas weniger knusprig, aber dafür umso aromatischer … Diese Tarte wird von mir bestimmt noch so einige Male gemacht – für mich das beste Rezept von den bislang ausprobierten. Ich freu mich schon auf einen Herbst voller Apfeltarte!

***

Das Problem mit dem Frischkäse

Bei allen von mir ausprobierten Rezepten mit (Doppelrahm-)Frischkäse passte die Konsistenz nicht und der jeweilige Teig wurde viel zu flüssig, dabei habe ich mit unterschiedlichen Marken gebacken. Inzwischen denke ich, dass da im Original etwas deutlich Gehaltvolleres verwendet wurde, etwas, das eine deutlich festere Konsistenz hat als der durchschnittliche (Doppelrahm-)Frischkäse. Bei meinem zweiten Versuch mit den „Red Velvet Cupcake Swirls“ habe ich deshalb Mascarpone verwendet und da war die Konsistenz wesentlich besser! Deshalb werde ich vermutlich bei weiteren Experimenten mit diesem Backbuch (und es wird noch so einige geben) gleich auf Mascarpone zurückgreifen!

Fazit

Nachdem ich sieben sehr unterschiedliche Rezepte aus diesem Backbuch ausprobiert habe, bin ich nicht so ganz davon überzeugt, aber auch nicht so richtig abgeschreckt. Es gibt noch so einige Rezepte, die ich gern ausprobieren möchte, auch wenn ich bei einigen Mengen- und Zutatenangaben unsicher bin, ob das wirklich so gemeint ist. Dank Kiya kann ich nun zwar sicher sein, dass auch im englischen Original „cream cheese“ als Zutat angegeben ist, aber da das bei meinen Versuchen selbst mit unterschiedlichen Frischkäsesorten nicht geklappt hat, bin ich etwas frustriert – gerade weil der dem Gefühl nach in jedem zweiten Kuchenrezept vorkommt.

Außerdem habe ich ein ernsthaftes Beschaffungsproblem mit einigen Zutaten – wer nicht gerade einen englischen Shop oder einen fantastisch ausgestatteten Supermarkt in seiner Nähe hat, der dürfte bei so manchen Rezepten aufgeschmissen sein. (Vor allem, da ich es nicht einsehe, für einen Kuchen Zutaten online zu bestellen und dann dafür auch noch saftiges Porto zu zahlen.) Und selbst wenn es vergleichbare deutsche Produkte gibt, so muss man in der Regel erst einmal gründlich online recherchieren, um herauszufinden, was nun genau diese eine Zutat ausmacht und was als Ersatz dafür herhalten könnte.

Und so sehr ich die therapeutische Wirkung des Backens unterschreiben kann, so stand ich oft in der Küche und habe mir das Endergebnis angeguckt und gedacht, dass ich einen gleichwertigen (oder sogar leckeren Kuchen) mit einfacheren und weniger zeit- und zutatenaufwendigen Rezepten machen kann. Ein saftiger Schokoladenkuchen mit einem cremigen Topping ist keine Kunst und lässt sich problemlos ohne die Zugabe von Cola fertigen, und wenn es etwas Erfrischend-Fruchtiges sein soll, dann würde ich doch lieber auf einen lockeren Biskuitteig mit einer erfrischenden Creme und je nach Vorliebe sogar Fruchtstücken zurückgreifen.

Auch wenn es um die Süße der verschiedenen Kuchen – besonders bei den schokoladigen – geht, wäre für mich weniger mehr gewesen. Und wer einmal gesehen hat, wie ich meinen Milchkaffee trinke, der weiß, dass ich es gern süß mag. 😉 Aber hier fehlte mir bei den meisten Rezepten einfach das Gegengewicht zur Süße. Ich muss aber auch zugeben, dass mein Mann (der ein überführter Schokoholiker ist) damit deutlich weniger Probleme hatte als ich. Ihm war nur „Das Schokodesaster“ viel zu süß – was wiederum eine Menge über diesen Kuchen aussagt. 😉

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Rezeptbeschreibungen. Marian Keyes hat zwar den einen oder anderen guten Tipp für Backanfänger, aber auch immer wieder relativ ungenaue Arbeitsschritte angegeben, so dass man sich den Text zum Teil gründlich durchlesen muss. Auch finde ich die Aufteilung der Texte nicht sehr übersichtlich. Mal stehen wichtige Punkte im Einleitungstext, mal muss man sie innerhalb der Anleitung suchen. Verschiedene Backangaben zu unterschiedlichen Herdtypen gibt es auch nicht, dabei macht es schon einen deutlichen Unterschied, ob man mit Ober- und Unterhitze oder Umluft backt. Doch vor allem hat mich die fehlende Übersichtlichkeit gestört, weil ich so nicht mal eben während des Backens mit einem Blick nachgucken konnte, ob ich die Anleitung noch richtig im Kopf habe. Gerade bei Teigen, die schnell gefertigt werden müssen, ist es lästig, wenn man dann wieder mehrere Absätze gründlich durchlesen muss, um sich zu vergewissern.

Auf der anderen Seite findet man tolle Ideen in „Glück ist backbar“ und die Fotos von den fertigen Backwaren lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Außerdem gibt es zu den Rezepten unterhaltsame Annekdoten, die wirklich nett zu lesen sind. Es gibt noch eine Menge Rezepte, die ich ausprobieren werde, weil sie so gut klingen und die – wenn man nur nach dem Lesen der Anleitung geht – einfach zu backen sind. Wer ernsthaft über die Anschaffung dieses Backbuchs nachdenkt, sollte meiner Meinung nach das Original kaufen und sich im Zweifelsfall per Internetsuche durch die Zutatenliste wühlen. So könnte man sich dann aber zumindest sicher sein, dass die Zutatenangaben genau so sind, wie es die Autorin im Sinn hatte, und kann sich einfach aufs Backen konzentrieren!

[Kulinarischer] Rückblick auf die vergangene Woche

Um den Blog nicht nur noch mit einzelnen Backbeiträgen zu füllen, gibt es hier mal einen kurzen Rückblick auf die vergangene Woche. Ich muss dazu betonen, dass ich normalerweise nicht so viel backe! Aber nach drei Jahren ohne Backofen und angesichts der Tatsache, dass ich „Backen macht glücklich“ einmal gründlich testen wollte, gab es einfach zu viele Rezepte, die mich gereizt haben.

Am Samstag habe ich ein Muffinrezept aus „Backen macht glücklich“ getestet. So richtig glücklich war ich mit den „Red Velvet Cupcake Swirls“ nicht (mehr Details gibt es dann in der Rezension zu dem Backbuch), aber die Muffins waren – trotz ein paar Konsistenzproblemen – so richtig schön schokoladig.


Sonntags ging es dann weiter mit einer Runde Scones (ebenfalls nach einem Rezept von Marian Keyes), die auch sehr lecker waren. Abgesehen davon, dass ich nun unbedingt mal Clotted Cream auftreiben muss (angeblich gibt es in gerade mal vier Kilometern Entfernung ein Geschäft mit britischen Lebensmitteln :D), werde ich demnächst noch zum Vergleich ein Rezept antesten, dass mir Anette aus einem ihrer Teatime-Bücher abgeschrieben hat.

Und weil ich als Gegengewicht zu all dem süßen Zeug etwas herzhaftes benötigte, gab es am Montag zum Abendessen Stücke vom „Kräuter-Käse-Zupfbrot“. Spannend in der Zubereitung und so lecker! Denn auch wenn die Scheiben auf dem Foto etwas sehr fest und „klitschig“ aussehen, so liegt das an der Kombination aus meinen mangelnden Fotokünsten und dem Käse und nicht am Rezept. Das Brot ist einfach nur total locker, saftig und würzig. Aber ohne den Gurkensalat dazu wäre es wohl doch etwas sehr fettig geworden. Trotzdem wird dieses Brot bestimmt noch einmal gemacht – und dann mit deutlich mehr Kräutern!

Nachdem ich schon einiges aus „Glück ist backbar“ ausprobiert hatte, fehlte noch ein Testobjekt aus dem Bereich „Blechkuchen“. Um das zu ändern (und weil mein Mann von dem Gedanken an einen Colakuchen so fasziniert war), habe ich am Mittwoch dann „Rita-Annes Cola-Geburtstagskuchen“ gebacken. Ein Foto gibt es von diesem Kuchen nicht, der wird gerade bei uns nur noch „Das Schokodesaster“ genannt und war nicht gerade ein Erfolg.

Um etwas gegen den Frust zu tun und weil wir ja abends auch noch etwas essen mussten, das einem nicht die Zähne vor lauter klebriger Süße zusammenzieht, habe ich dann noch eine kleine Zucchini-Pizza gemacht und zwei mit Spinat gefüllte Blätterteigtaschen. Zum Glück hat beides sehr gut geschmeckt! Und weil am Freitag ein Grillfest mit den Nachbarn anstand und ich gesagt hatte, dass ich (unter anderem) Brot mitbringen würde, habe ich noch den Teig für ein Topfbrot angesetzt, damit ich das Rezept mal antesten kann.

Donnerstag habe ich es ganz gemütlich angehen lassen. Ich habe nach dem Besuch des Technikers mein Topfbrot gebacken (schön knusprig, saftig und lecker – aber kein Rezept, das ich täglich machen würde) und nach dem erfolgreichen Test zwei Portionen Teig (einen davon mit Sesam) für den nächsten Tag angesetzt. Ansonsten habe ich mich mit dem Backen zurückgehalten (und dafür noch eben einen Curry-Nudelsalat und zwei Sorten Kräuterbutter gemacht). Zum Abendessen gab es übrigens Lieferpizza – ich brauchte wirklich eine Auszeit von der Küche! *g*

Freitag habe ich dann nur noch die beiden Topfbrote gebacken … Lustigerweise hätte ich früher selber nie gedacht, dass ich mal so viel in einer Woche backen würde und dass ich das sogar neben allem möglichem (Termin-)Stress so entspannend finden würde. Trotzdem werde ich mir jetzt wohl erst einmal eine kleine Auszeit vom Backen nehmen …

… auf der anderen Seite sollte es die nächsten Tage kühl genug sein, dass man mal eine Gemüsewähe essen könnte, und die Apfeltarte aus „Glück ist backbar“ will ich auch noch probieren. 😉

Dies und Das (9)

Eigentlich wollte ich am Montag noch ein schnelles Lebenszeichen posten, weil ich wusste, dass ich den Rest der Woche dank Besuch nicht zum Schreiben kommen würde. Dann wurde aber aus dem „ich fahre parallel zur Vor-Besuchs-Putzorgie noch eben den PC hoch“ eine ausgewachsene Panikattacke, weil der PC nur noch einen Hardwarefehler meldete und danach in den Streik trat. Bislang haben wir ihn nicht wiederbelebt bekommen, was bedeutet, dass wir ihn demnächst mal in professionellere Hände geben müssen. Hoffentlich kann ein Fachmann ihn wieder hinbekommen …

Zum Glück gibt es noch das Netbook, so dass ich nicht ganz offline bin, auch wenn es eine ganz schöne Umstellung ist und einfache Dinge wie z.B. die Bildbearbeitung erstaunlich viel Zeit kosten, weil ich mich in so vieler Hinsicht umstellen muss.

Über Besuchsvorbereitungen, PC-Ärger und Besuch habe ich diese Woche dann prompt ein paar wichtige Termine verpasst, was gerade dazu führt, dass ich regelmäßig innehalte, einen Blick auf den Kalender werfe und im Kopf noch einmal alle Termine aufliste, die bis zum 31. August noch anliegen. Ich glaube, ich brauche eine Sekretärin (oder einen Babysitter für mich). Morgen gibt es erst einmal einen Nachmontage-Termin für die Küche, da die Spülmaschine wegen einer kleinen Macke ausgetauscht wird …

Bei all dem Trubel hatte ich am Montag dringend eine kleine Auszeit nötig und so habe ich mich in die Küche begeben und einen Hefeteig angesetzt, um ein Rezept auszuprobieren, dass ich schon lange im Auge habe. Mir fehlte zwar das richtige Mehl und – nachdem ich über drei Jahre keinen Hefeteig mehr verarbeitet habe – aus der Übung bin ich auch, so dass von den acht Bagels nur drei wirklich gut aussahen, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis gewesen!

Das nächste Mal – und es wird bestimmt noch so einige Male geben – werde ich mit den richtigen Mehlsorten arbeiten und auf den Honig im Kochwasser verzichten, da die Bagels eine spürbar süßliche Note hatten, die ich für herzhaften Belag nicht so passend finde.

[Kulinarisches] Kartoffeltaler

Heute war es mal wieder Zeit für ein Küchenexperiment, und so gab es bei uns Kartoffeltaler mit Kräuterquark zum Abendessen.

Zutaten für ca. 18 Taler:

Die Menge reicht je nach Hunger und Beilagen für 2 bis 4 Personen – und ich gehe davon aus, dass sich Reste problemlos im Backofen aufwärmen lassen.

500 g festkochende Kartoffeln
1 Ei
100 g Mehl (plus Mehl für die Hände beim Formen der Plätzchen)
125 g Schafskäse – fein gewürfelt
Schnittlauch (2-3 EL, fein geschnitten)
Salz
Pfeffer

Rapsöl (oder ein anderes neutrales Öl) zum Ausbacken

Die Kartoffeln mit Schale kochen, dann pellen und fein stampfen. Die Kartoffelmasse mit dem Ei, dem Schafskäse und dem Schnittlauch mischen und Salz und Pfeffer zugeben, dann nach und nach das Mehl unterkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Aus dem Teig Taler formen (ich habe einen Esslöffel Teig pro Taler genommen) und die auf einer bemehlten Fläche zwischenlagern. Da der Teig ziemlich klebt, braucht man auch nicht gerade wenig Mehl für die Hände. Zuletzt die Taler in der Pfanne mit Rapsöl goldgelb ausbacken und mit Kräuterquark oder Salat essen.

Oh, und wer sich fragt, was ich mit dem restlichen Schafskäse machen werde: Es gibt in den nächsten Tagen wieder eine Zucchini-Rosmarin-Reis-Pfanne bei uns. 😉

[Kulinarisches] Gemüsepfanne (inspiriert von Sayuri)

Auf Sayuri’s Exile hatte ich das Rezept für einen Gemüsegratin gesehen, das mir gut gefallen hatte. Aber ohne Ofen lässt sich so ein Gratin schlecht machen, also musste ich ein wenig experimentieren. Herausgekommen ist eine recht schmackhafte Gemüsepfanne, die ich euch nicht vorenthalten will. Oh, und da ich keinen Kürbis bekommen hatte, habe ich stattdessen eine Kohlrabi gekauft, damit ich nicht nur süßliche Gemüsesorten verwende.

Zutaten für eine Pfanne:

2 sehr große Süßkartoffeln
1/2 Kohlrabi
3 Karotten
2 Pastinaken
300 ml Crème légère
100 ml Gemüsebrühe (statt Weißwein, da ich den nicht im Haus hatte)
160 g Gruyère
Salz
Pfeffer
Thymian (den hatte ich auch nur getrocknet im Haus)

Ich habe die Kohlrabihälfte noch einmal halbiert und dann in feine Scheiben geschnitten (damit mein Mann die Stücke rausfischen kann, wenn es ihm zu viel Kohlrabi ist 😉 ), die Möhren und die Pastinaken der Länge nach halbiert und ebenfalls in feine Scheiben geschnitten und die Süßkartoffeln fein gewürfelt. Dann habe ich mir die Mühe gemacht und jedes Gemüse einzeln in der Pfanne vorgegart. Da das Gemüseschnippeln viel Zeit brauchte, ging das ganz gut nebenbei. Während die letzte Runde Gemüse in der Pfanne garte, habe ich die Sauce aus Crème légère und Brühe zusammengerührt und mit Salz (wenig) und Pfeffer (kräftig) abgeschmeckt. Zuletzt habe ich noch den Gruyère gerieben.

Das vorgegarte Gemüse habe ich in einer Schüssel gemischt. Dann kam die Hälfte davon in die Pfanne und wurde mit der Hälfte der Sauce begossen und der Hälfte des geriebenen Käses und etwas Thymian bestreut. Darauf kamen dann das restliche Gemüse, die restliche Sauce, der restliche Käse und wieder etwas Thymian. Dann habe ich den Deckel auf die Pfanne gepackt und das Ganze bei Stufe 2 (Induktionsplatte, Stufe 2/10) 20 Minuten weitergaren lassen bis der Käse geschmolzen war. Das Ergebnis war sehr lecker und wurde von uns an dem Abend bis aufs letzte Gemüsestückchen verputzt, auch wenn wir danach wirklich sehr satt waren. 😉