Schlagwort: Kochen und Backen

[Kulinarisches] Asiatische Zwiebelsuppe

Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wo dieses Rezept ursprünglich herstammt. Ich weiß noch, bei welchen Freunden ich die Suppe zuerst gegessen habe und ich erinnere mich daran, dass ich sie an dem Samstag, bevor ich Shandy zu mir geholt habe, für meine Geburtstagsgäste gekocht habe.

Die Zutatenzusammenstellung ist sehr ungewöhnlich und hätte ich sie nicht erst gegessen und dann erst das Rezept bekommen, dann hätte ich vermutlich keinen Versuch mit der Suppe gewagt. Aber allen Skeptikern kann ich versichern, dass dieses Gericht wirklich lecker ist! Auch wenn die Konsistenz eher an einen Eintopf als an eine Suppe erinnert. 🙂

Zutaten für vier Personen:

200 g Gemüsezwiebeln, geschält und gewürfelt
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gewürfelt
100 g Naturreis
2 TL Curry
1 l Gemüsebrühe

1 Banane, püriert
100 ml Sahne
2 EL Weißwein
1-2 EL Zitronensaft
2 EL Mangochutney
Salz
Pfeffer
etwas Öl zum Anbraten

Die Zwiebeln und den Knoblauch in einem Topf mit etwas Öl goldgelb anbraten, dann den Reis und das Curry zugeben und kurz mitrösten. Die Zwiebel-Reis-Mischung dann mit Gemüsebrühe aufgießen und 45 Minuten kochen lassen. Danach die restlichen Zutaten zugeben und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich mache gern die doppelte Portion und friere einen Teil der Suppe dann ein. Wenn man die langsam erwärmt und nicht zu heiß werden lässt, dann schmeckt sie ebenso gut wie vor dem Einfrieren. Außerdem essen wir die Suppe grundsätzlich zwei Tage hintereinander, denn aufgewärmt schmeckt sie noch besser als frisch gekocht. Ich liebe diese milde Würzigkeit mit der leichten Fruchtnote.

Oh, und wer keine Bananen oder Curry mag: Beide Geschmackskomponenten sind nicht so dominant, dass sie euch abschrecken sollten. Aber sie sind notwendig für das Gesamtergebnis – während man den Knoblauch oder den Wein im Zweifelsfall auch weglassen kann.

P.S.: Wer sich gerade wundert, weil dieser Beitrag schon vor ein paar Tagen im Feed-Reader angezeigt wurde: Anscheinend habe ich beim Tippen mit dem Netbook mal wieder unbeabsichtigt eine Tastenkombination erwischt, die den Beitrag freigeschaltet hat, während ich eigentlich gerade in meine Rezeptkladde guckte. Das kommt davon, wenn man „mal eben“ am Montagabend einen Beitrag vorbereiten will, während die Nudeln für den Auflauf gerade überzukochen drohen … *g*

Sonja Riker: Suppenglück

Nachdem ich das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte, habe ich in den letzten Wochen ein paar Suppen gekocht. Angenehm ist für mich an diesem Kochbuch, dass sehr viele vegetarische Rezepte darin sind und selbst die Suppen, bei denen man Fleisch verwenden oder als Hühnchenspieß dazureichen soll, kann man häufig vegetarisch abwandeln. Spannend finde ich es auch, dass am Ende des Buches Rezepte für Basisbrühen (Gemüse-, Rinder-, Hühnerbrühe und Fischfond) sowie für Gewürzmischungen zu finden sind, ebenso wie ein paar grundsätzliche Aussagen zu Gewürzen wie Zimt, Chili und Pfeffer.

Insgesamt sind die Rezepte erstaunlich einfach, wobei ich zugeben muss, dass ich bislang vor allem die Gerichte ausprobiert habe, die mit den wenigsten Zutaten auskommen. Wenn ich für eine Suppe eine Möhre, einen Viertel Kohlkopf oder ähnliches benötige, dann muss ich vorher auch gut nachdenken, was ich mit den restlichen Möhren vom Bund oder einem Dreiviertel Kohlkopf noch anfangen will – und dazu war ich in den letzten Wochen zu uninspiriert. Dafür tummeln sich jetzt angefangene Mandel- und Nusspäckchen in meinem Vorratsregal, was wohl dafür sorgen wird, dass ich die schon ausprobierten Suppen bald noch einmal kochen werden.

Brokkolicrémesuppe mit gerösteten Zimtmandeln

Denn lecker waren alle bislang getesteten Rezepte, auch wenn ich zugeben muss, dass ich in Zukunft das Ganze zum Teil etwas variieren werde, damit es uns noch besser schmeckt. Den Anfang machte zum Beispiel die „Brokkolicrémesuppe mit gerösteten Zimtmandeln“, bei der ich in Zukunft den Zimt bei den Mandeln weglassen (oder vielleicht direkt in die Suppe geben werde). Die Geschmackskombination war zwar sehr lecker, aber meine Nase war von dem Zimtgeruch der Mandeln erstaunlich irritiert. Dabei habe ich in letzter Zeit Zimt in herzhaften Gerichten schätzen gelernt, aber eher als ein Bestandteil von mehreren und nicht als dominierender Geruch beim Essen.

Außerdem haben wir die „Rote Linsencrémesuppe mit Kreuzkümmel, Koriander und Vanille“ (die wird das nächste Mal mit der im Rezept vorgesehenen gemahlenen Vanille statt einer Vanilleschote gemacht – und vielleicht nehme ich dafür weniger Orangensaft als im Rezept vorgesehen), die „Pastinakensuppe mit Muskatblüte und gerösteten Pekannüssen“ (lecker und perfekt wie sie ist, vor allem, da die Nüsse mit Cayennepfeffer geröstet werden und eine tolle Schärfe zufügen) und die „Karotten-Maronen-Suppe mit Rosmarin“ (auch wirklich gut, aber unfassbar sättigend) probiert.

Bei der vorgestern gegessenen „Goldenen Maiscrémesuppe mit Chiliflocken“ waren Geschmack und Konsistenz auch total toll (obwohl mein Pürierstab nicht der Beste ist und ich kein Passiersieb habe, sondern die Suppe so sieben musste), aber dafür fand ich den produzierten Abfall erschreckend. Auch wenn ich die nach dem Pürieren zurückbleibenden Schalen nicht hätte essen wollen, so war das doch ganz schön viel. Die Suppe wird also vermutlich nicht so oft gekocht oder wir gucken mal, wie sie uns ohne das Pürieren schmeckt, denn Maiskörner mögen wir eigentlich immer.

Golden Maiscrémesuppe mit Chiliflocken

Mich irritiert allerdings, dass ich bei den Rezepten, die alle für vier Personen gedacht sind, so unterschiedliche Mengen herausbekommen habe. Mal hatten wir wirklich genug Suppe, um am zweiten Tag noch davon zu essen und dann wieder haben wir nur zwei Teller rausbekommen und hatten danach nicht das Gefühl, dass wir satt sind – Was dazu führte, dass wir kurz darauf in die Küche gesprintet sind, um uns noch ein Butterbrot zu machen. Da werde ich noch ein bisschen rumprobieren müssen, bis ich die perfekte Menge für meinen Mann und mich bei jedem Rezept gefunden habe.

Die fehlen Kochzeitangaben hingegen stören mich nicht. Wenn mal etwas länger gekocht werden muss (bei der Maissuppe sollte der Mais zum Bespiel eine halbe Stunde in der Brühe köcheln), dann ist es angegeben. Und bei normalem Gemüse kann ich aus Erfahrung sagen, wie lange es dauert bis es gar ist. Die Brokkolisuppe zum Beispiel hat mich (inklusive das Anrösten der Mandeln) gerade mal eine Viertelstunde Kochzeit gekostet, was allerdings auch daran liegt, dass Flüssigkeiten mit der Induktionsplatte so schnell heiß werden.

Und obwohl alle Suppen uns wirklich gut geschmeckt haben, streikt mein Mann inzwischen ein wenig und wir mussten uns auf eine Eine-Suppe-pro-Woche-Regel einigen. Als nächstes teste ich dann die Grießnockerln, die eigentlich für eine reine Gemüsebouillon gedacht sind, in unserer Standardgemüsesuppe. Und irgendwann probiere ich auch noch die „Pfannkuchensuppe mit Sesam und Karotten“ und den „Kartoffel-Buttermilch-Eintopf mit Sauerampfer“ und die „Zucchini-Limetten-Suppe mit Lauchsprossen“ oder den „Rote-Beete-Himbeer-Shot“. Ich glaube, so schnell werde ich mit dem Kochbuch nicht am Ende sein …

Gemahlene Vanille?!

In meinem neuen Kochbuch „Suppenglück“ gibt es so einige Rezepte, für die gemahlene Vanille benötigt wird. Immer nur zwei Messerspitzen voll, aber ich denke schon, dass ich so eine individuelle Zutat nicht einfach weglassen sollte. Also habe ich nach Weihnachten meinem Mann gesagt, er solle beim Einkaufen die Augen danach aufhalten. Gefunden hat er keine, dafür brachte er mir dann eine Vanilleschote. Ich denke, dass ich damit unserer Linsensuppe heute Abend auch eine nette Note verleihen kann, aber es ist eben nicht genau das, was im Rezept angegeben wurde.

Also habe ich heute beim gemeinsamen Einkauf noch einmal die Augen aufgehalten und wirklich gemahlene Vanille gefunden! Eine Dose mit dem Konterfei eines bayrischen Sternekochs (der mir nicht erst seit der aktuellen McD-Werbung etwas auf die Nerven geht) und bei der ich für 15g fast 14 Euro hätte zahlen müssen!

Versteht mich nicht falsch, für gute Zutaten gebe ich auch gern etwas mehr Geld aus. Aber hier finde ich das Preis-/Mengenverhältnis doch etwas üppig – und um mal eben ein Rezept auszuprobieren, ist mir das eindeutig zu teuer! Auch wenn ich zugeben muss, dass ich allein aufgrund der Tatsache, dass ich überhaupt so eine Dose in dem wirklich großen Gewürzregal unseres Supermarktes gefunden habe, kurz in Versuchung geführt wurde.

Nun würde ich gern wissen, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit gemahlener Vanille gemacht hat und mir vielleicht eine Marke (und Bezugsquelle) empfehlen kann. 🙂

[Kulinarisches] Paprika-Linsensuppe

Leider kann ich bei diesem Rezept kein Foto mitliefern, weil ich gestern erst die Suppe komplett ausgelöffelt habe und mir dann aufging, dass sie es wert wäre, verbloggt zu werden. Sie war nämlich einfach nur lecker! 😉 Entstanden ist das Ganze als eine Art Resteverwertung, ich versuche gerade mal wieder, meine Vorräte zu reduzieren, und experimentierte deshalb mit roten Linsen. Ach ja, weder Zucker noch Koriander hatte ich anfangs für die Suppe eingeplant, aber mit diesen beiden Bestandteilen wurde sie richtig rund. Diese Linsensuppe ist leicht scharf, sehr sättigend, einfach gemacht und vor allem so lecker!

Ein tiefer Teller mit einer goldfarbenden Suppe, in der kleine rote Paprikastückchen schwimmen.

1,5 Jahre später doch noch ein Foto …

Zutaten für vier Teller Suppe:

3 kleine, scharfe Paprika (gewürfelt)
1/2 Zwiebel (fein gewürfelt)
250g rote Linsen
ca. 1 1/2 Liter Gemüsebrühe
100 ml Sahne
1 TL Zucker
Salz
Pfeffer
Paprikapulver (Rosenpaprika)
gemahlener Koriander

Die Paprika und die Zwiebel in einem Topf mit etwas Öl gründlich anschwitzen, die Linsen (nachdem sie kurz mit klarem Wasser gespült wurden) zugeben und mit der Brühe aufgießen. Das Ganze kurz aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze eine (gute) Viertelstunde köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Die Sahne zugeben, mit Zucker, Salz, Pfeffer, Rosenpaprika und Koriander abschmecken und vor dem Servieren noch einmal kurz ziehen lassen.

[Kulinarisches] Zucchini-Rosmarin-Reis-Pfanne

Ein tiefer Teller mit Reis, Zucchini und Feta in Tomatensauce.

Nachdem die Abende in den letzten Tagen doch langsam kälter werden, ist es wieder Zeit für ein herzhaftes Essen, das irgendwie auch ein wenig an den vergangenen Sommer erinnert. Entstanden ist das Gericht vor einigen Jahren, als ich eine Alternative zu einer – von einer Freundin heißgeliebten – Fertigmischung suchte. Mir persönlich schmeckt meine Version deutlich besser, da sie mehr Tomatengeschmack hat als die Wasser-und-Fertigpulver-Variante.

Ein tiefer Teller mit Reis, Zucchini und Feta in Tomatensauce.

[Edit: Foto am 31.10.2015 ausgetauscht wegen neuer Kamera, besserem Licht in der Küche und neuem Geschirr. ;)]

Zutaten für zwei bis drei Personen:

ca. 300 g Zucchini (gewürfelt oder in Scheiben)
200 g Reis
2-3 TL Rosmarin
500 ml passierte Tomaten
ca. 250 ml Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Zucker (eine Prise)
Öl zum Anbraten
100 g Feta (gewürfelt)

Die Zucchini leicht anbraten, dann den Reis in die Pfanne geben und mitbraten, bis dieser glasig geworden ist. Jetzt die Brühe, die passierten Tomaten, das Tomatenmark und den Rosmarin hinzugeben, alles gut vermischen und bei leichter Hitze köcheln lassen, bis der Reis gar ist. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts ansetzt. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken – nicht zu viel Salz verwenden, weil der Feta ja ebenfalls salzig ist. Zuletzt den gewürfelten Feta dazugeben und leicht anschmelzen lassen. Je nach Vorliebe kann man den Feta dabei unterrühren oder über dem Essen schmelzen lassen, beides ist sehr lecker.

[Kulinarisches] Apfel-Zimt-Muffins

Da ich gestern eine fremde Küche samt Ofen nutzen konnte, gibt es heute mal ein Muffin-Rezept. Trotz fehlendem Backpulver und der Tatsache, dass ich etwas aus der Übung bin, sind die Muffins doch recht lecker geworden – und für den kommenden Herbst sind die einfach nur perfekt!

Zutaten für 12 (bis 20) Muffins:

2 mittelgroße säuerliche Äpfel (in kleine Stücke schneiden)
260 g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 1/2 TL Zimt
1 Päckchen Vanillezucker
80 g gehackte Mandeln (ich nehme eigentlich immer 100g, weil es kaum 80g-Päckchen gibt)
1 Ei
150 g Zucker
100 ml (neutrales) Pflanzenöl (z.B. Rapsöl, es sollte halt keinen intensiven Eigengeschmack haben)
300 ml Milch (im ursprünglichen Rezept steht Buttermilch, aber mit normaler Milch geht es ebenso gut und die muss ich nicht extra kaufen)

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver, Natron und Zimt gut miteinander vermischen. Das Ei mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, dann Milch und Öl hinzugeben und verrühren. Wenn die Flüssigkeiten eine homogene Masse bilden, die Mehlmischung unterrühren, zuletzt die Äpfel und Mandeln hinzugeben und gründlich mischen.

Den Teig in Muffinförmchen geben (ich nehme immer Muffinbleche und lege die noch mit Papierförmchen aus, damit das eine saubere Angelegenheit ist), dabei ungefähr einen halben Zentimeter Luft bis zum Ende der Form lassen, da der Teig ja noch aufgeht. Die Muffins 20-25 Minuten bei 200 Grad backen (die erste Ladung benötigt immer länger, bei einer zweiten Ladung nach zwanzig Minuten mal nachgucken) und dann auf einem Gitter abkühlen lassen. Man sollte die auf gar keinen Fall einfach in den Blechen abkühlen lassen, dann dann können sie nicht „ausdampfen“. Zum Abschluss kann man die Muffins noch mit Puderzucker bedecken, dann sehen sie noch etwas hübscher aus.

Nach dem Abkühlen kann man die Muffins problemlos ein paar Tage in einem geschlossenen Gefäß aufheben oder sogar einfrieren und an einem anderen Tag wieder aufbacken.

[Kulinarisches] Schweizer Käsemakkaroni

In der letzten Woche hatte ich so viel um die Ohren, dass ich kaum zum Kommunizieren gekommen bin. Zu meiner großen Freude ist allerdings das Wetter inzwischen deutlich weniger heiß und schwül, so dass ich so langsam wieder das Gefühl habe denkfähig zu sein. Außerdem hatte ich in der letzten Woche wirklich ein Problem mit dem Kochen. Wenn ich nur Salat mache, dann meckert mein Mann, aber Lust zum Kochen hatte ich auch nicht, geschweige denn Appetit auf warmes Essen. Jetzt allerdings ist es kühl genug, um mal wieder etwas mehr Zeit in der Küche zu verbringen und somit auch Zeit für „Schweizer Käsemakkaroni“. Mit diesem Rezept experimentiere ich schon seit fast einem Jahr und von den ursprünglichen Mengenzutaten ist kaum noch etwas übrig, dafür schmeckt es uns inzwischen richtig gut. Oh, und wer skeptisch sein sollte, weil in dem Gericht sowohl Kartoffeln als auch Nudeln verwendet werden, der sollte es einfach mal probieren!

Zutaten für zwei (hungrige) Personen:

ca. 200g Pellkartoffeln (Die Menge hängt bei uns immer davon ab, wieviel am Vortag übrig geblieben ist.)
200g kurze Makkaroni (Die perfekte Größe haben die Maccheroni von Barilla.)
etwas Butter oder Öl
1 Zwiebel
250 ml kräftige Gemüsebrühe
250 ml Milch
ca. 100 ml Sahne
100 – 150g geriebener Emmentaler
Muskat
Salz
Pfeffer
Petersilie

Die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden, die Zwiebel ebenfalls würfeln und beides in etwas Butter oder Öl in einer Pfanne leicht anbraten. Die Nudeln in die Pfanne geben und das Ganze mit Milch und Brühe aufgießen und ca. 10 Minuten mit Deckel köcheln lassen bis die Nudeln bissfest sind (dabei immer wieder umrühren). Zu diesem Zeitpunkt sollte die Brühe-Milch-Mischung fast verkocht sein. Dann mit Salz, Pfeffer, Muskat und Petersilie abschmecken, zuletzt Sahne und Käse zugeben und gründlich untermischen.

Das Ganze ist nicht gerade leichte Kost, aber sehr lecker, vor allem, wenn man dann noch einen Salat dazu serviert.

[Kulinarisches] Schoko-Kirsch-Trifle

Da wir seit gestern Bibendum zu Besuch haben, werden wir uns die nächsten Tag wieder sehr viel mit Essen beschäftigen. Ich habe keine Ahnung, wie es dazu immer kommen kann … 😉

Und da sich Bibendum einen Schoko-Kirsch-Trifle gewünscht hat, habe ich gestern (neben der obligatorischen Last-Minute-Putzrunde, die bei einem Vier-Katzen-Haushalt nun einmal anfällt) auch noch diesen sündhaft leckeren Nachtisch gemacht und den Aufbau für euch fotografiert. Nachmachen wird ausdrücklich von mir empfohlen! 😀

Als erstes kommt eine Schicht Schokokuchen in die Schüssel.
(Da ich gerade keinen Backofen habe, habe ich auf drei fertige Muffins zurückgegriffen.)

Normalerweise wird der Kuchen noch ein wenig mit Alkohol oder Fruchtsaft getränkt, aber da dieses Mal Kirschen draufkamen und die immer sehr saftig sind, habe ich darauf lieber verzichtet.

Für die nächste Schicht muss man immer am Vortag schon eine Runde „Arbeit“ ansetzen und Wackelpudding vorbereiten.

Der wird gewürfelt und dann auf die Kirschen gegeben.

Der nächste Teil ist der kniffeligste! Man muss Vanillepudding kochen und den so lange rühren, bis er immer noch gut gießbar, aber ziemlich kalt ist. Wenn man den nämlich zu warm über den Wackelpudding gibt, dann fließt der davon …
Wenn er dann so aussieht, kommt die Schüssel in den Kühlschrank.
Und kurz vor dem Servieren noch die letzte Schicht auftragen: Sahne und Schokostreusel!
Die späte Stunde hat leider auch ihre Auswirkungen auf die Fotoqualität … 😀
Eine von mir deutlich häufiger gemachte Variante ist übrigens mit einem Boden aus Sandkuchen (schön mit Vanille gebacken) und mit Pfirsichsaft getränkt, Pfirsichen aus der Dose, rotem Wackelpudding, Vanillepudding, Sahne und Mandelblättern. Der schmeckt nicht nur etwas weniger süß als die Schoko-Kirsch-Variante, sondern ist farblich auch deutlich abwechslungsreicher. Lecker ist ein Trifle aber auf jeden Fall immer! 🙂

Schal und Tofu

Mein Schal ist fertig! Nachdem ich am Dienstag etwas rumprobieren musste, bis ich die Maschen so aufgenommen hatte, dass die geforderte Anzahl für meinen neuen Schal auf meiner Stricknadel war, hatte ich gerade mal zwanzig Zentimeter an dem Abend geschafft. Mittwochabend und Donnerstagnachmittag ging es dann weiter, wobei ich am Mittwoch auch gerade mal zwei Stunden zum Stricken kam. Trotzdem war der Schal gestern Abend fertig – und dabei habe ich bei meinem Hörbuch noch eine CD vor mir. 😉

Wer sich jetzt wundert, dass man so schnell 2,20 m strickt, der muss nur einen Blick auf den Faden werfen. Der ganze Schal hat nur eine Breite von zwölf Maschen (d.h. es werden nur zwei Maschen zwischen zwei Pompons gestrickt) und das geht einfach schnell. Kuschelig und warm ist er auch – so warm, dass ich ihn heute morgen beim Schneeräumen ganz schnell wieder abgewickelt und in den Flur gelegt habe. Und er passt sogar ganz gut zu meinem Mantel – auch wenn ich mir da noch bessere Farben vorstellen könnte. Aber man muss eben mit dem arbeiten was da ist. 😉

Kulinarisch habe ich gestern auch noch etwas experimentiert. Ich bin zwar Vegetarierin, habe aber noch nie mit Tofu gekocht. Vor allem, weil die wenigen Kostproben, die ich davon bekam, doch eher weniger meinen Geschmack trafen. Aber gestern habe ich ein Rezept ausprobiert – und es war nicht so schlecht. Wobei es eigentlich ein Gulasch-Rezept ist und obwohl ich alle Zutaten an sich mag, hat mir die Gewürzzusammenstellung so nicht so gut gefallen. Meinem Mann hat es sehr gut geschmeckt, aber trotzdem würde er beim nächsten Mal die nicht-vegetarische Variante bevorzugen. Und das obwohl ich es bislang nicht schaffe Gulasch auch zart hinzubekommen. 😉

[Kulinarisches] Schnelle Küche: Pasta mit roter Kräuterbutter

Vor einiger Zeit hatte ich ja mal von den verschiedenen Sorten Kräuterbutter erzählt, die ich nach einem Grundrezept meine Schwiegermutter gemacht hatte. Die eine Kräuterbutter wurde mit Tomatenmark gemacht – und beim Essen hatte ich die ganze Zeit Lust auf Pasta statt auf die Pellkartoffeln, die wir damit gegessen hatten. Da aber die „Zimmertemperatur“ in unserer Küche zur Zeit zu kalt ist, um mal eben eine Kräuterbutter anzumischen, habe ich mir in den letzten Wochen eine Schnellvariante davon ausgedacht. Ich finde, dass es absolut köstlich schmeckt und dazu ist es einfach und ohne Zeitaufwand zu machen. Achja, frisch geriebener Parmesan gehört auch dazu!

Für die Butter benötigte Zutaten (für zwei Portionen Pasta):

ca. 80g Butter
ca. 3 EL Tomatenmark
1/2 Päckchen „Italienische Kräuter“ (in der Mischung sind rote Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grüner Knoblauch, Thymian und Oregano)
großzügig Salz
großzügig Pfeffer

Die Butter in einer Pfanne schmelzen, dann die restlichen Zutaten dazu geben und gründlich  umrühren. Das sieht auf den ersten Blick nicht so appetitlich aus, ist aber wirklich lecker, wenn es mit der Pasta gemischt wurde.

Wenn das Butter-Tomatenmark-Kräuter-Gemisch fertig ist, dann stelle ich es zur Seite (das klappt also auch, wenn man nur eine Kochplatte hat 😉 ) und koche die Pasta. Für dieses Essen nehme ich Linguine, die eine Kochzeit von 6 Minuten haben – viel schneller kann man gutes Essen wirklich nicht zubereiten. Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen, in die Pfanne zur Butter geben und gründlich durchmischen. Wenn die Pasta rundum mit der Kräuterbutter überzogen ist, dann noch mit Parmesan bestreuen und essen!