Schlagwort: Persönliches

Urlaubsende …

So sehr ich es mag, dass mein Mann und ich die erste Januarwoche noch Urlaub haben (also er hat Urlaub und ich schließe mich da wie immer an 😉 ), so schwer fällt es mir nach dieser längeren Auszeit wieder in meinen Alltag zu finden. Es gibt eine Menge Dinge, die ich so langsam in Angriff nehmen sollte, und nachdem ich in der letzten Woche meinen Haushalt fast vollständig ignoriert habe, gibt es auch da einiges aufzuholen. Aber ich denke, ich werde es langsam angehen lassen …

Ich habe es in den letzten Tagen sehr genossen, dass ich – neben der einen oder anderen Brettspielrunde und Zeit mit Videospielen – viel gelesen habe. Genau genommen habe ich in diesem Jahr schon vier Bücher, drei Kurzgeschichten und zwei Comics gelesen. Außerdem liegen gerade zwei angefangene Sachbücher neben mir – wobei ich bei dem einen („Fake History – 101 Things that Never Happend“) bewusst jeden Tag nur einen Eintrag lese und dementsprechend noch 93 Tage mit dem Buch vor mir habe. Ich glaube nicht, dass ich in 2024 noch einmal in einer Woche 2000 Seiten lesen werde, aber es fühlt sich nach einem sehr guten Start ins Jahr an und ich hoffe, dass ich diese Leselust in den nächsten Wochen aufrecht halten kann.

Mein Vater

CW: Tod/Trauer/Krebs/Krankheit

 

Ich habe in den letzten zwei Wochen gründlich darüber nachgedacht, ob ich hier einen Beitrag darüber veröffentliche, was ich im Mai gemacht habe. Weniger, weil es mir schwerfällt, darüber zu schreiben, sondern weil ich davon ausgehen kann, dass es einigen meiner Leser*innen schwerfallen wird, darüber zu lesen. Aber mein Blog ist auch eine Art Tagebuch für mich, und mir hilft es immer, wenn ich einmal (öffentlich) meine Gedanken festhalten kann, weshalb ich mich dann doch dazu durchgerungen habe.

Im September 2022 wurde bei meinem über 80jährigen Vater Blasenkrebs diagnostiziert, und obwohl er – dank einiger ernsthafter chronischer Krankheiten – in keinem guten gesundheitlichen Zustand war, hat er die in den folgenden Monaten durchgeführten Operationen gut überstanden. Anfang Mai war er krebsfrei und sollte aus dem Krankenhaus entlassen werden, allerdings war zu diesem Zeitpunkt niemand da, der ihn hätte in Empfang nehmen und sich um ihn hätte kümmern können, weil meine Mutter wegen eines mehrfachen Beckenbruchs ebenfalls für einige Wochen ins Krankenhaus musste. Ich bin also zu meinen Eltern gefahren, um beide nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus zu versorgen, und konnte zu dem Zeitpunkt nicht vorhersagen, wie lange ich gebraucht würde.

Während meine Mutter sichtbare Fortschritte machte, ging es mit meinem Vater nicht aufwärts. Er hatte sehr starke Schmerzen, von denen wir bis heute nicht genau wissen, was sie verursacht hat, und die dazu führten, dass er von seinem Hausarzt wieder ins Krankenhaus eingewiesen wurde – wo er nach wenigen Tagen starb. Die darauf folgende Zeit habe ich mich also weiter um meine Mutter gekümmert und darum, all die Sachen zu organisieren, die nun einmal rund um einen Todesfall anstehen. Zum Glück hatten meine Eltern (nach vielen Jahren des Drängelns) vor einiger Zeit alle ihre Wünsche und wichtigsten Informationen für einen eventuellen Todesfall aufgeschrieben, was wirklich, wirklich hilfreich war.

Es klingt vielleicht seltsam, aber in den Tagen nach dem Tod meines Vaters habe ich nicht getrauert. Eine liebe Freundin meinte, dass das noch kommen wird, wenn ich die vergangenen Monate erst einmal verarbeitet und etwas mehr Ruhe habe – und vielleicht hat sie recht und es kommt für mich noch eine Zeit der Trauer. Aber es gibt zwei Aspekte, die dagegen sprechen: Auf der einen Seite denke ich, dass es so für meinen Vater gut war, und auf der anderen Seite habe ich in den vergangenen Jahren schon einen Teil meiner Trauer erledigt. Mein Vater ist mit dem Alter kein einfacherer Mensch geworden, und in der Regel reagierte er auf alles, was ihm zu viel wurde, auf jede Person, die nicht seiner Meinung war, auf jedes negative Gefühl wie Angst, Frustration oder Überforderung mit Streit. Ich bin traurig, dass mein Vater nicht mehr Teil meines Lebens ist, aber noch trauriger war ich vor vielen Jahren, als klar wurde, dass er niemals all die Pläne in Angriff nehmen würde, die er für seine „Rentenzeit“ hatte.

Ich habe schon vor vielen Jahren angefangen um die Seiten meines Vaters zu trauern, die ihn liebenswert gemacht haben, um den Mann, der ganze Abende zuhörte, wenn ich ihm von den Dingen erzählt habe, die mich gerade interessierten, der mit mir zusammen tagträumte und der mit mir gemeinsam überlegte, wie ich die Pläne realisieren könnte, die mir tagelang durch den Kopf gingen. Ich habe schon vor langer Zeit um den Vater getrauert, der einen Sommer lang mit mir von einem Frisörsalon zum nächsten gefahren ist, weil ich mir in einem Jahrzehnt die Haare grün färben wollte, als das noch keine einfach zu kaufende Farbe war, und um den Vater, der mir als Kind Totenschädel und Säbel mit Edding auf den Arm malte, wenn ich im Urlaub über den Campingplatz stromerte. Ich bin froh, dass ich trotz all der negativen Gefühle, die es auch zwischen uns gab, so viele schöne und liebevolle Erinnerungen an meinen Vater habe, und am Ende kann ich nur sagen, dass es so gut ist, wie es ist.

Offline

Da ich in den kommenden Wochen anderweitig eingespannt sein werde, werde ich einige Zeit offline sein. Ich habe keine Ahnung, wann es bei mir (und hier) wieder normal weitergeht, melde mich dann aber mit einem Blogbeitrag zurück.

Eventuell wird das Ganze dann auch dafür sorgen, dass der Lese-Sonntag im Mai nicht auf meinem Blog stattfinden kann. Das kann ich noch nicht genau sagen, versuche mich dann aber hier zumindest kurz zu melden …

Jahresanfang

Die erste Januarwoche ist schon wieder vorbei, der „Weihnachtsurlaub“ ist zu Ende, und ich versuche ab heute wieder in meinen normalen Rhythmus zu finden, ohne dabei zu sehr an die beiden OP-Termine zu denken, die in diesem Monat noch für zwei Familienmitglieder anstehen. Wenn das alles vorbei und (hoffentlich!) gut gelaufen ist, habe ich vielleicht auch wieder mehr Energie für ein paar Extra-Dinge, die sich in den letzten Monaten aufgehäuft haben. (Ich habe keine Ahnung, wie lange ich schon vorhabe, ein paar Sachen versandfertig zu machen, ohne dass ich das auf die Reihe bekomme …)

Immerhin kann ich vermelden, dass ich in den letzten Tagen wieder gelesen habe. Wobei ich mich dabei ertappt habe, dass ich beim Beenden von „Before the Coffee gets cold“ von Toshikazu Kawaguchi dachte, wie schön es doch ist, dass ich endlich ein Buch gelesen habe – nur um dann festzustellen, dass ich für den Januar schon zwei beendete Romane auf meiner Liste stehen hatte. Und dann musste ich erst einmal darüber nachdenken, wieso die sich für mich nicht als „richtige“ Bücher angefühlt haben, so dass ich vollständig vergessen hatte, dass ich sie überhaupt gelesen habe. Ein Grund war, dass ich „Storm Forged“ von Lindsay Buroker schon im vergangenen Jahr angefangen hatte, aber das war es nicht allein.

Sowohl „Storm Forged“, als auch „Gladiator Bear“ von Murphy Lawless (eines der vielen Pseudonyme von C.E. Murphy) waren nette und unterhaltsame Romane, aber keiner von beiden hatte irgendwelche Elemente, die dafür sorgten, dass ich mich (beim Lesen oder danach) damit hätte beschäftigen müssen. Beide Geschichten haben sich hervorragend im abgelenkten Zustand lesen (oder eben auch nach wenigen Absätzen unterbrechen) lassen, ohne dass ich das Gefühl hatte, ich würde irgendwas verpassen. Beide sind perfekte Bücher für Phasen, in denen ich mich einfach nur etwas unterhalten lassen will, aber die Handlung ist vorhersehbar. Die amüsanten Szenen wiederum sind sehr nett zu lesen und die Figuren sind vertraute Stereotype mit ein paar netten Eigenschaften, die dafür sorgen, dass ich sie gern einige Seiten lang begleite. Alles in allem also keine besonders erinnerungswürdigen Romane, auch wenn sie ihren Zweck definitiv erfüllt haben.

Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir zwischen Weihnachten und dem vergangenen Wochenende ziemlich intensiv „Mechs vs. Minions“ gespielt haben, dass ich die beiden Bücher so schnell so gründlich verdrängt hatte. Das Brettspiel haben wir nach einigen Jahren Pause wieder rausgesucht, weil wir beide überraschenderweise Lust darauf hatten. Und so haben wir uns an zwölf von fünfzehn Urlaubstagen am frühen Nachmittag hingesetzt und versucht, mit unseren gezogenen Karten eine „Befehlskette“ zu programmieren, die unseren Mechs im Kampf gegen eine Horde von Minions möglichst viele Alternativen gab. Das war stellenweise überraschend anstrengend und fordernd, aber es hat auch viel Spaß gemacht (vor allem, da wir nach der vierten Mission als Hausregel eingeführt hatten, dass es kein Zeitlimit beim Ziehen der Karten mehr geben wird). Nachdem wir am Samstag die letzte Mission hoffnungslos verloren hatten, hatten wir schon befürchtet, wir müssten das Spiel für diese Woche wegräumen, ohne siegreich zu sein, aber am Sonntag lief es dann so gut, dass wir nicht einmal eine Stunde brauchten, um den Endboss zu besiegen.

Ich hoffe, ihr habt euren Jahresanfang auch recht geruhsam verbringen und die vorherigen Feiertage genießen können! Mal schauen, was uns dieses Jahr so bringt …

Kommt gut ins neue Jahr!

Neben all den guten Wünschen, die wir alle zu Silvester austauschen, in denen wir uns für das kommende Jahr Gesundheit, Glück und all die anderen schönen Dinge wünschen, die das Leben ein bisschen schöner machen, schwingt zum neuen Jahr ja auch häufig die Hoffnung mit, dass alles grundsätzlich ein bisschen besser werden könnte. Zu diesem Silvester gibt es sogar einen konkreten Anlass zu dieser Hoffnung, doch bevor die Corona-Impfungen in Deutschland so weit sind, dass die Pandemie nicht mehr ganz so furchterregend sein wird, werden noch einige Monate vergehen. Also passt in den kommenden Monaten weiterhin gut auf euch und eure Lieben auf, bleibt zu Hause und macht es euch dort so schön wie möglich, auch wenn euch so langsam die Decke auf den Kopf fallen sollte.

Auch wenn das Jahr 2021 noch einmal mit schlimmen Nachrichten und deutlich härterem Lockdown anfängt, so besteht die Hoffnung, dass es zum Ende hin deutlich besser sein wird als jetzt. Also kommt gut ins neue Jahr und haltet euch an der Hoffnung fest, dass es in absehbarer Zeit aufwärts geht. 🙂

Im Moment …

… habe ich überraschend viel um die Ohren, und die To-do-Liste scheint in der Regel länger als der Tag zu sein. Aber nicht alle Punkte auf der To-do-Liste sind stressig oder reine „Pflichtaufgaben“. Manchmal steht da auch „Kuchen zum Frühstück genießen“ drauf, und das mache ich dann auch.

Ein grün gemusterter Teller mit einem sehr flachen Stück Apple Pie und einem Klecks Sahne darauf, daneben eine schwarz-weiß-geringelte Tasse mit Milchkaffee

Die To-do-Liste führe ich eigentlich, damit ich nicht ständig den Kopf voll mit Dingen habe, an die ich noch denken will, aber so richtig klappt das gerade nicht. Weshalb ich in den letzten Wochen nicht so viel Ruhe und Zeit zum Lesen hatte, wie ich gern gehabt hätte, aber grundsätzlich läuft es gerade trotzdem ganz gut mit den Büchern. Am Ende des Tages kann ich doch auf so einige Lesepausen zurückblicken, und das finde ich ziemlich schön.

Ein aufgeschlagenes Buch mit englischem Text auf einer orangefarbenden Decke

Allerdings sorgt meine Grund-Wuseligkeit auch dafür, dass mir immer wieder andere Bücher durch den Kopf gehen, die ich „jetzt sofort“ und wenn nicht schon „genau in diesem Moment“, dann definitiv „spätestens morgen“ anfangen will. So wächst der Stapel neben meinem Sofa immer weiter an, aber irgendwie ist es auch ziemlich schön, dass da so viele Titel auf mich warten, auf die ich mich so freue.

Zwei Stapel mit insgesamt dreizehn Büchern, von denen man nur den Buchschnitt sieht, vor einem Fenster

Es gibt momentan eine Menge Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, und es gab ein paar schlechte Nachrichten von verschiedenen Seiten. Aber es gab auch immer wieder kleine Momente in den vergangenen Tagen, in denen sich jemand meldet und sagt „es geht mir besser“ oder „ich habe mich lange nicht gemeldet, aber immer wieder an dich gedacht“. Alles in Allem kann ich sagen, dass es mir persönlich trotz der vollen To-do-Listen und nicht so schönen Nachrichten gerade gut geht. Mir ist klar, dass das mehr ist, als viele andere zur Zeit von sich sagen können, weshalb ich diese Phase im Moment umso bewusster genieße …

Ich hoffe sehr, dass es bei denjenigen von euch, denen es gerade nicht so gut geht, bald besser ausschaut, und wenn es etwas gibt, das ich für euch tun kann, dann sagt bitte Bescheid.

Was schön war (4)

Endlich richtiges Herbstwetter erleben.
Aufwachen und hören, wie der Regen gegen das Fenster klopft.
Zum ersten Mal seit März wieder Socken anziehen,
weil die Zehen kalt werden.

Nach viel zu langer Zeit wieder
mit einer guten Freundin telefoniert
und debei regelmäßige „Telefon-Termine“ verabredet,
damit die Pausen zwischen den Telefonaten in Zukunft
nicht mehr so lang werden.

Das erste Roller-Derby-Spiel seit Saison-Start gesehen –
„unser“ Team spielt zwar in derselben Liga
wie die heutigen Gegner, aber nicht auf demselben Niveau.
Das Zuschauen hat trotzdem Spaß gemacht!

Was schön war (4)

Endlich richtiges Herbstwetter erleben.
Aufwachen und hören, wie der Regen gegen das Fenster klopft.
Zum ersten Mal seit März wieder Socken anziehen,
weil die Zehen kalt werden.

Nach viel zu langer Zeit wieder
mit einer guten Freundin telefoniert
und debei regelmäßige „Telefon-Termine“ verabredet,
damit die Pausen zwischen den Telefonaten in Zukunft
nicht mehr so lang werden.

Das erste Roller-Derby-Spiel seit Saison-Start gesehen –
„unser“ Team spielt zwar in derselben Liga
wie die heutigen Gegner, aber nicht auf demselben Niveau.
Das Zuschauen hat trotzdem Spaß gemacht!

Was schön war (4)

Endlich richtiges Herbstwetter erleben.
Aufwachen und hören, wie der Regen gegen das Fenster klopft.
Zum ersten Mal seit März wieder Socken anziehen,
weil die Zehen kalt werden.

Nach viel zu langer Zeit wieder
mit einer guten Freundin telefoniert
und debei regelmäßige „Telefon-Termine“ verabredet,
damit die Pausen zwischen den Telefonaten in Zukunft
nicht mehr so lang werden.

Das erste Roller-Derby-Spiel seit Saison-Start gesehen –
„unser“ Team spielt zwar in derselben Liga
wie die heutigen Gegner, aber nicht auf demselben Niveau.
Das Zuschauen hat trotzdem Spaß gemacht!

Sommerwetter

Auch wenn es euch vielleicht nicht so vorkommt, so versuche ich mich doch beim Jammern über die Hitze zurückzuhalten. Immerhin ist es seit gestern ein bisschen kühler und heute sollte ich vielleicht sogar tagsüber auch mal die Vorhänge öffnen können, ohne dass die Sonne gleich alles durchheizt. Auch wenn es selbst bei anhaltender Temperaturreduzierung (die leider nicht vorhergesagt wurde) noch eine Weile dauert, bis die Hitze aus den Wänden der Wohnung verschwindet, bin ich über jede kleine Abkühlung des „Sommerwetters“ froh. Und um euch nicht immer nur erzählen, dass es hier verflixt warm ist, gibt es noch ein Bild, das ich Samstagabend von der Küchenfensterbank geschossen habe. 😉