
Obwohl ich gestern wirklich sehr unentschlossen war, was meine Lektüre anging, war ich am Ende des Tages wirklich zufrieden mit den gelesenen Titeln. Für heute nehme ich mir aber wirklich mal vor etwas Zeit mit „The Barbizon“ zu verbringen, damit ich mit dem Buch etwas voran komme.
Ansonsten muss ich mal schauen, ob ich mir einen neuen Roman suche oder zum dritten Hellboy-Omnibus greife. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob es heute eine Brettspielrunde mit meinem Mann geben wird oder nicht – das muss ich mit ihm noch absprechen, wenn er aufgestanden ist. Doch bevor ich den weiteren Tag plane, brauche ich erst einmal noch etwas Zeit zum Wachwerden und muss – neben dem Abwasch von gestern Abend – noch etwas morgendlichen Pflichtkram erledigen. Wir lesen uns später wieder!
Update 11:00 Uhr
Brrrr, trotz einer Sportrunde werde ich heute nicht richtig warm. Ich glaube, ich muss gleich erst einmal Frühstücken und dazu eine große Tasse heißen Tee trinken. Ansonsten habe ich meinen Pflichtkram hinter mich gebracht und in der letzten Stunde mit YT-Videos gucken und Switch spielen unter meiner Decke verbracht. Außerdem habe ich ein paar weitere Bücher aus den diversen Stapeln gezogen, damit ich gleich einmal schauen kann, ob mich eins davon packen kann. Eine Brettspielrunde wird es heute nicht geben, es wird heute also ein weiterer Sofatag für mich mit Comics und Büchern. Es wäre nett, wenn ich nicht nur mit „The Barbizon“ mal weiterkäme – was mir weiterhin gut gefällt, aber als Sachbuch eben nicht das ist, zu dem ich spontan greife, wenn ich lesen will, sondern vielleicht auch eines meiner in den letzten Wochen pausierten Büchern weiterlesen würde. Es ist wirklich erschreckend, wie viele Romane ich in den letzten Wochen mit einem „gefällt mir, aber meine Stimmung passt da gerade nicht zu“ zur Seite gelegt habe.
Wobei ich gerade eh etwas ungeduldig mit Büchern (und Autor*innen) bin. Freitag habe ich einen Roman angelesen, auf den ich mich eigentlich gefreut hatte, weil ich so neugierig auf die Silkpunk-Welt in der Geschichte war – und dann habe ich das Buch nach den ersten fünf Seiten weggelegt, weil die Protagonistin darüber nachdachte, dass sie trotz ihrer Schönheit in ihrem Dorf keine Heiratsanträge bekommt, weil sie ja so wenig mädchenhaft und seltsam ist. Wieso muss ich solche Gedanken lesen, wenn sie gerade erst mit ihrem experimentellen Fluggerät eine Runde geflogen ist und dann eine Bruchlandung hingelegt hat? (Und kurz davor ist ihren Vater und seinen Mörder zu überraschen?) Müsste sie nicht mit ihren Gedanken bei ihrem Experiment sein, wenn ihr ihre Forschung so wichtig ist – statt das mir die Autorin auf den ersten Seiten erzählt, dass ihre Protagonistin wirklich, wirklich hübsch ist?! *grummel* Ich schreibe den Roman nur deshalb noch nicht ab – vor allem, weil es (soweit ich weiß) das Debüt der Autorin ist, aber ich muss definitiv mehr Geduld mitbringen, wenn ich einen zweiten Versuch mit dem Buch starte.
Update 14:00 Uhr

Zum Frühstück habe ich den nächsten „Penric & Desdemona“-Band angefangen und zu meinem Erstaunen festgestellt, dass dort die Handlung von „Penric’s Mission“ und „Mira’s Last Dance“ weitergeführt wird. Was ich eigentlich ganz nett finde, mich aber zu dem Gedanken gebracht hat, dass Lois McMaster Bujold wohl eine Schwäche für sympathische, intelligente Männer hat, die sich in pragmatische und kluge Frauen verlieben, deren Pragmatismus dann dazu führt, dass daraus dann keine Beziehung wird. *g* Außerdem habe ich große Lust endlich mal wieder die Miles-Vorkosigan-Romane wieder zu lesen – wobei ich darauf regelmäßig Lust habe und dann immer davor zurückschrecke, weil ich eigentlich mal schauen möchte, welche Geschichten mir noch fehlen. (Was bedeutet, dass ich englische und deutsche Titel vergleichen und eine gute Lese-Reihenfolge für all die Kurzgeschichten finden muss …)

Danach habe ich erst einmal wieder zu „The Barbizon“ gegriffen. Ich finde es wirklich faszinierend, wie viel ich über das Leben von Frauen (in meinem aktuellen Kapitel) in den 30er- und 40er-Jahren in den USA lerne, nur weil es zum Beispiel Verbindungen zwischen dem Barbizon und dem Margazin „Mademoiselle“ gab. Was in diesem Fall bedeutet, dass ich nicht nur die Entstehungsgeschichte des Magazins erfahren habe, sondern auch wie es überhaupt dazu kam, dass so viele (später) berühmte Frauen einige Wochen als „guest editor“ für „Mademoiselle“ arbeiteten.
Update 17:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich mich wieder weiter durch meine Buchstapel gewühlt, bis ich bei „A Closed and Common Orbit“ von Becky Chambers gelandet bin. Den Roman hatte ich direkt nach dem Beenden von „The Long Way to a Small, Angry Planet“ angefangen, weil ich mir mehr über die Crewmitglieder der Wayfarers erhofft hatte. So war ich ein bisschen enttäuscht, als mir mit diesem Roman ein Perspektivwechsel serviert wurde, obwohl ich die Figuren in dieser Geschichte eigentlich auch von Anfang an mochte. Trotzdem schien es mir besser den Roman erst einmal zu pausieren, bis ich in der richtigen Stimmung sein würde, um den Ereignissen rund um Sidra und Jane 23 zu folgen. In den letzten Tagen habe ich aber immer wieder an „A Closed and Common Orbit“ gedacht und nur deshalb nicht zu dem Roman gegriffen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich gerade in der Stimmung für Science Fiction bin. Nach dem Anlesen heute Nachmittag bin ich aber bei dem Roman geblieben und freue mich darüber, dass ich gemeinsam mit Sidra das Leben in Port Coriol entdecken kann und dass ich nun herausfinden werde, wie aus Jane 23 die Person wurde, die sich heute Pepper nennt.

Ich hatte ursprünglich überlegt nach dem Tee zu „Hellboy“ zu wechseln, aber es ist gerade so grau draußen, dass ich vermutlich wenig Freude an den Zeichnungen des Comics hätte. Da ich aber noch kein Licht anmachen mag, weiß ich nicht, ob ich jetzt zum eBook wechsel oder mir erst einmal eine andere Beschäftigung suchen werde.
Update 20:30 Uhr

Die Zeit bis zum Kochen habe ich dann mit einer Mischung aus eBook lesen und Youtube-Videos schauen verbracht. Penric, der eigentlich schon längst wieder zurück beim Erzherzog sein sollte, der ihn ursprünglich auf Spionage-Mission geschickt hat, macht sich auf, um eine Gefangene von einer Klosterinsel zu retten. Was nicht nur bedeutet, dass er in das Land zurückkehren muss, in dem er wegen seiner misslungenen Spionage-Mission gesucht wird, sondern auch eng mit der Frau zusammenarbeiten muss, in der er seit Wochen verliebt ist. Was Penrics Dämon Desdemona immer wieder zu wunderbar bissigen Bemerkungen veranlasst. 😉 Das Kochen ging heute schnell, weil ich nur die Paprika, die ich gestern nicht für die Wraps gebraucht habe, mit Mais für eine Tomatensauce verwendet und dazu Nudeln gemacht habe. Nachdem ich nach dem letzten Update etwas müde war, fühle ich mich jetzt wieder wach genug, um bis zum Schlafengehen weiter in „A Closed and Common Orbit“ zu lesen. Es wäre nett, wenn ich darin weit genug kommen würde, dass ich mich auch in den nächsten Tagen auf das Buch einlassen mag, wenn es etwas stressiger sein wird.
Update 23:30 Uhr (letztes Update)
Jetzt bin ich doch so sehr in mein Buch vertieft gewesen, dass ich meinen „Update-Wecker“ erst einmal ausgestellt und mein Kapitel zu Ende gelesen habe. Das war ein netter Abend mit „A Closed and Common Orbit“ und ich bin wirklich gespannt wie es mit Jane 23 und Sidra weitergeht. Ich meine, bei der einen weiß ich ja, wo sie am Ende landen wird, aber ich finde es spannend den Weg dahin zu verfolgen. Während ich bei Sidra nur hoffen kann, dass sie für sich eine Möglichkeit findet in Zukunft in einer Welt zurecht zu kommen, für die sie so nicht geschaffen wurde. Mal schauen, wie viel Zeit ich in den nächsten Tagen zum Lesen finde – meine Tage sind ziemlich verplant und Donnerstagvormittag habe ich eine Zahn-Op, nach der ich vermutlich den restlichen Tag verdösen werde.
Es war wieder nett das Herbstlesen-Wochenende in eurer Gesellschaft zu verbringen. Schön, dass ihr Zeit dafür gefunden habt! Ich hoffe, ihr habt eine gute Woche vor euch! Wir lesen uns am kommenden Wochenende wieder! Gute Nacht! 🙂
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Guten Morgen! Heute bin ich auch wieder mit dabei: https://neyasha.at/2025/10/19/konstanzes-herbstlesen-19-oktober-2025/
Das ist ja erfreulich, dass du gestern nach anfänglicher Unentschlossenheit doch mit der Lektüre zufrieden warst. Hoffentlich ist es heute auch so (minus Unentschlossenheit ;-)).
Guten Morgen, Neyasha! Schön, dass du heute dabei bist. 🙂
Ich habe für heute zwei Bücher (und einen Comic) im Auge – mal schauen, ob ich dann auch wirklich dabei lande. *g*
Moin Konstanze! Wow, du hast schon eine Sportrunde absolviert? Da komme ich mir wieder doppelt faul vor. Ich hoffe, du findest heute noch einen Roman, der so richtig zu deiner Stimmung passt! Und jetzt habe ich wieder was zu googeln: Silkpunk 😉
Huhu, Anette! Keine Angst, das ist keine besonders intensive Sporteinheit, aber ich finde es gerade sehr befriedigend, wenn das morgens hinter mich bringe. Außerdem habe ich seit Wochen Probleme mit der Achillessehne und vorsichtiges Dehnen sorgt dafür, dass die beim Laufen weniger schmerzt. (Und ich hoffe, die neuen Schuhe, die ich letzte Woche gekauft habe, sorgen dafür, dass das Problem endgültig verschwindet.)
Dehnen müsste ich auch mehr, zumal ich immer noch Probleme mit dem rechten Oberschenkel habe, wenn auch nur bei längerem Sitzen. „A Closed and Common Orbit“ steht auf meiner Racheliste, habe den ersten Teil vor 5 Jahren gelesen und eigentlich sehr gemocht… *schäm*
Ich bin da gerade wieder regelmäßig dabei, weil ich den Sommer über so viel Ausdauer und Beweglichkeit verloren habe, als mir wochenlang so schwindelig war, dass ich kaum alleine rausgehen mochte.
Immerhin ist das eine Reihe, bei der es kein Problem ist, wenn du dir länger Zeit zwischen Band 1 und 2 lässt. Die Protagonisten wechseln und alles, was du vom ersten Teil wissen musst, bekommst du noch einmal erzählt. 😉
Mit Schwindel hatte ich vor ein paar Wochen auch Probleme, ist jetzt wieder besser, ich hoffe, bei dir auch!
Ich hab das Buch noch ziemlich gut in Erinnerung, aber wenn das Wichtigste noch mal erzählt wird, umso besser 😉 Ich hoffe, es gefällt dir und du hast in den nächsten Tagen weiter Spaß damit! Gute Nacht!
Mir geht es zum Glück seit Anfang September wieder gut. Aber den Sommer über hatte ich wirklich schlimm mit dem Kreislauf zu kämpfen. An einem Tag musste mein armer Mann miterleben, wie ich am Tisch sitzend ohnmächtig geworden bin, was ich so ehrlich gesagt auch noch nie erlebt hatte, und was ihn ziemlich in Panik versetzte. Wie gesagt, jetzt muss ich dringend wieder anfangen Kondition und Kraft aufzubauen, also treibe ich brav regelmäßig Sport, auch wenn meine Lust darauf relativ gering ist. 😉
Ich hatte heute Abend schon mal sehr viel Spaß mit „A Closed and Common Orbit“ und bin inzwischen schon beinah bei der Hälfte. Das reicht auf jeden Fall, dass ich in den nächsten Tagen ohne Anschlussprobleme in kleinen Häppchen weiterlesen kann. 🙂
Puh, die Protagonistin nervt mich schon alleine in deiner Beschreibung. Immer auch diese Betonung auf die Schönheit der weiblichen Hauptfigur. %-) Hoffentlich wird der Roman noch besser!
Mich nervt das so sehr, Neyasha! Oder es gibt das andere Extrem, wo die Protagonistin unauffällig ist und trotzdem so viele Personen mit ihrer Persönlichkeit in ihren Bann zieht.
Ich brauche auf jeden Fall jetzt erst einmal wieder ein bisschen Abstand, bevor ich einen zweiten Versuch mit dem Roman starte. *g*
Das ist etwas, das ich gar nicht so sehr kenne. Eher, dass sich die Protagonistin selbst als unauffällig/graue Maus sieht und alle anderen sie als Schönheit.
Von Lois McMaster Bujold wollte ich eigentlich auch schon längst mal was lesen. Die Vorkosigan-Reihe wäre mir allerdings zu umfangreich, glaube ich.
Oh ja, noch etwas, was kaum noch erträglich ist!
Ich mag die Romane der Autorin wirklich gern und wenn ich das heute Nachmittag richtig gesehen habe, dann fehlen mir bei den Vorkosigan-Büchern nur drei Titel (oder vier), was okay wäre. *g* Und ja, es ist eine längere (und übersichtliche) Reihe, aber gerade die ersten Romane sind gut voneinander unabhängig zu lesen. „Shards of Honor“ wäre ein guter Startpunkt, die Geschichte steht für sich und spielt vor den ganzen Miles-Abenteuern, so dass du grundsätzlich entscheiden kannst, ob dir der Stil liegt und ob du überhaupt an mehr Interesse hast. Ansonsten gibt es von ihr noch die „Sharing Knife“-Romane, die einen guten Einstieg in ihre Fantasy-Bücher bilden und mit fünf Titeln deutlich übersichtlicher sind als die Vorkosigan-Bücher.
Danke für die Tipps! Ich werde mal schauen, was die Bibliothek zu bieten hat.
Ich hoffe, du fühlst dich inzwischen in „A Closed and Common Orbit“ schon etwas heimischer.
Gern geschehen! 🙂
Ich bin definitiv inzwischen in meinem Roman angekommen und habe eben zu meinem Erstaunen festgestellt, dass ich schon beinah die Hälfte des Buchs gelesen habe. Durch die abwechselnden Perspektiven (und Zeitstränge) kommt es mir gar nicht so viel vor! Aber es macht Spaß mich auf Jane 23 und Sidra einzulassen. 🙂