Herbstlesen im Oktober 2026 (Sonntag, 04.10.)

Ein goldgelbes Blatt auf grauem Asphaltboden. Darunter der Text Herbstlesen im Oktober 2026

Nachdem ich gestern so einen wunderbar entspannten Tag hatte, hoffe ich, dass es heute genauso weitergeht. Mein Mann und ich werden heute eine Brettspielrunde einlegen, wobei ich noch nicht weiß, welches Spiel wir spielen werden. Wir haben verabredet, dass jeder von uns in diesem Monat zwei Spiele auswählen darf,

die wir an den Sonntagen spielen, und er hat mir noch nicht mitgeteilt, welches er für heute gewählt hat. Wobei ich davon ausgehe, dass es eines der Spiele sein wird, die er in den letzten Tagen neu bekommen hat. Ansonsten bleibe ich weiter bei „A Case of Mice and Murder“ von Sally Smith und natürlich wird es auch wieder etwas Zeit mit der Switch geben. Vorher brauche ich aber wieder etwas Zeit zum Wachwerden und um etwas Pflichtkram zu erledigen. Bis später! 🙂

Update 10:15 Uhr

Heute macht es sich eindeutig bemerkbar, dass meine Nacht ziemlich unruhig und nicht so erholsam war wie gewünscht. Aber auch wenn sich meine Gedanken im Schneckentempo zu bewegen scheinen, so habe ich meinen Pflichtkram hinter mich gebracht und schon ein paar Kapitel in „A Case of Mice and Murder“ gelesen. Ich mag es sehr wie Sally Smith die Charaktere beschreibt. Ich habe bei den meisten davon keine Vorstellung wie sie aussehen, aber ich habe das Gefühl, ich kenne sie als Person und kann einschätzen wie sie normalerweise auf etwas reagieren würden. Auch mag ich, dass sich die Geschichte altmodisch genug anfühlt, dass ich (beinah) glauben könnte, dass sie wirklich vor über 100 Jahren geschrieben wurde. Während es gleichzeitig immer wieder kleine Nebenbemerkungen von Gabriel gibt, die bestimmte Traditionen (keine weiblichen Jurastudentinnen) oder Ansichten (wie Cesare Lombrosos Typisierung von Verbrechern) in Frage stellen. Was Aspekte sind, die für mich das Lesen all der wunderbaren alten Kriminalromane, die ich immer noch sehr mag, inzwischen etwas schwierig macht, da natürlich die Autor*innen da Ansichten ihrer Zeit wiedergeben – und das nicht immer mit meiner Sicht vereinbar ist. Weshalb ich umso glücklicher bin, wenn ich aktuelle Autor*innen finde, deren Bücher mir vergleichbare Geschichten mit weniger kontroversen Aspekten bieten.

Da mein Mann und ich uns für ca. 13 Uhr zum Brettspielen verabredet haben, muss ich mich so langsam beeilen, wenn ich vorher noch eine kleine Runde mit der Switch drehen und in Ruhe mein Frühstück essen will.

Update 13:00 Uhr

Eine zartgrüne Schale mit Porridge und Bananenscheiben zwischen der Taschenbuchausgabe von "A Case of Mice and Murder" und einer dampfenden Tasse mit Pfefferminztee.

Nach dem letzten Update bin ich noch etwas online hängengeblieben und habe dann meinem Mann ein bischen über mein Buch erzählt, was bedeutete, dass die Zeit nicht gereicht hat, um noch etwas mit der Switch zu spielen. Zum Frühstück gab es dann Porridge mit Banane – und ich kann nun leider sagen, dass die Banane nicht nur sehr klein, sondern auch sehr geschmacklos war. Immerhin weiß ich nun, was für ein Spiel wir gleich spielen werden. Es handelt sich um die „Die verlorenen Ruinen von Arnak“, das mein Mann in der vergangenen Woche gebraucht von einem Kollegen übernommen hat. Er hat damit gestern schon eine Solo-Runde gespielt, aber ich weiß bislang überhaupt nichts über das Spiel. Mal schauen, wie es mir gleich gefällt.

Update 16:15 Uhr

Der Aufbau einer Runde "Die verlorenen Ruinen von Arnak" mit dem Vogeltempel. Das Spielbrett ist voller kleinteiliger Elemente wie Orte, die erkundet werden können, Items wie Geld, Rubine oder Pfeilspitzen und im Vordergrund ist der Tempelbereich in dem Forschung betrieben wird.

Das war ein nette, aber auch überraschend anstrengende Brettspielrunde. Mein Mann hatte – wie schon erwähnt – gestern eine Solo-Runde mit „Die verlorenen Ruinen von Arnak“ gespielt und hatte deshalb den Spielablauf und die Regeln noch präsent. Aber für mich war das alles neu und ich muss zugeben, dass ich nicht sehr gut darin bin, wenn ein Spiel sehr viele unterschiedliche Wege zum Ziel bietet. Ich neige eher dazu mich auf einige wenige Sachen zu konzentrieren, was nicht gerade ideal für dieses Spiel ist. Aber grundsätzlich fand ich es schon nett Orte zu erkunden, zu „forschen“ und meine Karten und Materialien so optimal wie möglich zu verwalten. Es wird definitiv nicht mein Lieblingsspiel, aber ich habe auch kein Problem damit, wenn mein Mann das noch einmal mit mir spielen will. Wobei er es vor allem von seinem Kollegen gekauft hat, um es beim abendlichen Spieletreff im Kollegenkreis zu nutzen. Ach ja, ich habe übrigens mit 61:64 Punkten gegen meinen Mann verloren (und das vor allem, weil er mir regelmäßig Hinweise gab, wo ich noch etwas rausholen könnte). *g*

Jetzt fühle ich mich aber ein bisschen erholungsbedürftig und gönne mir erst einmal einen Chai Latte und Kekse und greife dann zur Switch. 🙂

Update 19:15 Uhr

Im Vordergrund rechts eine Untertasse mit drei Keksen und links mein aktuelles Buch. Im Hintergrund rechts eine große Tasse Chai mit einer Milchschaumhaube und links davon eine kleine brennende Sturmlaterne.

Während ich meine Kekse und meinen Chai genascht habe, habe ich noch ein bisschen in „A Case of Mice and Murder“ gelesen, aber danach ging es dann wirklich an die Switch. Wo ich dann mit meiner üblichen Animal-Crossing-Runde startete, die so entspannt war, dass ich dabei mehrfach einnickte. Irgendwann rief mein Mann aus dem Nebenzimmer, ob ich denn immer noch „Animal Crossing“ spielen würde und weckte mich damit aus meinem entspannten Nachmittagsschlaf. *g*

Meine Animal-Crossing-Nachbarin beim Sport, während meine Spielfigur mit großen Augen zuschaut.

Immerhin hat dieser Weckruf dann noch dafür gesorgt, dass ich noch ein Stündchen mit „Pokopia“ verbringen konnte. Jetzt aber wird es Zeit das Abendessen zu kochen (bzw. aufzuwärmen). Es gibt heute Nudeln mit Linsen-Bolognese, die ich schon vor einiger Zeit gekocht und dann eingefroren hatte.

Update 22:15 Uhr (letztes Update)

Eine Schale mit Nudeln und Linsen-Bolognese.

Nach dem – wieder einmal sehr leckeren – Abendessen habe ich wieder zu „A Case of Mice and Murder“ gegriffen und gemütlich gelesen. Wobei mir einfällt, dass ich bislang noch gar nicht so viel zu dem Kriminalfall gesagt habe, aber ich mag es, wie so nach und nach ein immer deutlicherer Eindruck von dem Tatabend und den vielen kleinen Verbindungen zwischen den verschiedenen Personen aufgebaut wird. Und ich finde es sehr unterhaltsam wie Gabriel regelmäßig neue Facetten an Personen entdeckt, über die er sich (abgesehen von seiner beruflichen Beziehung zu ihnen) vorher keinerlei Gedanken gemacht hat. Sehr viele Kapitel habe ich nicht mehr vor mir, aber ich fürchte, ich bin heute Abend zu müde, um den Roman noch zu beenden. Aber ich denke, dass ich mir morgen schon wieder eine neue Lektüre suchen muss. Was dieses Herbstlesen-Wochenende zu einem produktiven Lese-Wochenende macht, auch wenn ich so einige Zeit mit den diversen Spielen verbracht habe. Alles in allem war es wunderbar entspannen und ich habe sowohl mein Buch, als auch meine Zeit mit den Spielen sehr genossen.

Danke, dass ihr mir an diesem Wochenende wieder Gesellschaft geleistet und mit mir „herbstgelesen“ habt. Ich wünsche euch einen guten Start in die kommende Woche – und vielleicht lesen wir uns ja am nächsten Wochenende wieder hier. 🙂

***

Heutige Mitleser*innen:

14 Kommentare

  1. Ich wäre gern beim Einstieg ins Herbstlesen dabei, muss allerdings dieses Wochenende bei meiner Familie ausmisten, weil meine Mutter umzieht. Also kein gemütliches Lesen für mich …
    Ich wünsche dir einen schönen und entspannten Lesesonntag und viel Spaß mit dem Brettspiel!

    • Konstanze

      Oh, das ist ein guter, wenn auch vermutlich ziemlich anstrengender Grund nicht am Herbstlesen teilzunehmen. Ich drücke die Daumen, dass das Ausmisten schnell über die Bühne geht und der Umzug deiner Mutter reibungslos verläuft. Und danke, ich bin mir sicher, dass ich heute wieder einen angenehmen Tag haben werde. 🙂

  2. Tach Konstanze! Bin jetzt auch wieder dabei. Das mit den alten Kriminalromanen kann ich nachvollziehen. Im ersten Sherlock Holmes-Roman wird ein Bewohner der Andamanen auf eine Art und Weise beschrieben, die ich besonders haarsträubend fand, ist echt nicht einfach, darüber hinwegzulesen. Glücklicherweise gibt es in den Folgebüchern nicht so viel Rassismus.

    • Konstanze

      Ja, es gibt so einige Dinge in alten Romanen, die heutzutage schwer zu verdauen sind … und dazu kommt dann immer noch die Frage, ob eine Aussage für die damalige Zeit schon rassistisch/ableistisch/usw. war oder ob die Person dachte, sie wäre mit ihrer Ausdrucksweise respektvoll. Das ist mir so aufgefallen bei den Briefen zwischen Astrid Lindgren und Louise Hartung, die beide intelligente und aufmerksame Frauen waren und sich spürbar um die richtige und respektvolle Wortwahl bemühten und trotzdem Begriffe verwendeten, die heute als eindeutig rassistisch eingestuft werden.

      • Der Titel eures Spiels ist ja vielversprechend, bin gespannt, was du berichtest. Ist auch immer super, wenn man ein Spiel auch allein spielen kann

        • Konstanze

          Es hat auch Spaß gemacht, aber ich fand diese erste Spielrunde auch etwas anstrengend, weil es doch viele Aspekte zu beachten gibt. Für uns ist es immer ein großer Pluspunkt, wenn ein Spiel auch einen Solo-Modus hat. Mein Mann mag so einige Spiele, die mir nicht gefallen, und die er dann alleine spielt, während ich mir ab und an am Nachmittag, wenn er bei der Arbeit ist, eine Solo-Runde gönne. Spiele müssen für uns – wenn mein Mann sie nicht gerade für die Kollegenrunde besorgt – mit 1-2 Spielern funktionieren, damit wie sie auch wirklich nutzen können.

          • Ich finde es super, dass es da inzwischen so viel gibt. Ich weiß noch, wie oft ich als Kind Spiele gegen mich selbst gespielt habe, was natürlich nicht wirklich funktioniert…
            Linsenbolognese ist was Feines, lass sie dir schmecken!

          • Konstanze

            Oh ja, davon gibt es inzwischen eine Menge! Als Kind gegen sich selbst spielen … jupp, das habe ich auch gemacht, was immerhin dazu geführt hat, dass ich mir eigene Regeln für meine „Solo-Runden“ ausgedacht habe. *g*

            Danke, das habe ich! Ich bin immer froh, wenn ich davon eine Portion im Tiefkühler und damit ein einfaches und trotzdem leckeres Essen in Reserve habe.

            Ich hoffe, du hattest heute auch einen netten Abend! Schön, dass du wieder dabei warst – und falls wir uns vorher nicht mehr lesen: Viel Spaß in deinem Kurzurlaub in der kommenden Woche! 🙂

  3. Schön, dass du so ein zur Lesestimmung gerade passendes Buch für das Wochenende zur Hand hast und darin weiterhin gut vorankommst 🙂 Manchmal schaffen es Kinderbücher, sich zeitlos anzufühlen, während andere schon nach wenigen Jahren veraltet wirken, wenn sie sich zu sehr an den Zeitgeist angehängt haben. „Die Ruinen von Arnak“ haben wir – samt einer Erweiterung – auch im Regal stehen, aber ich glaube nicht, dass wir das schon besonders oft gespielt haben. Ich meine, wir hätten es einmal an Silvester mit Freunden begonnen.

    • Konstanze

      Das Buch gefällt mir gerade wirklich überraschend gut. 🙂 Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, welche Romane gut altern und wieso – wobei ich ja schon einen gewissen altmodischen Charme genießen kann.

      Mein Mann hat es vor allem für die Kollegenrunde gekauft, will aber bei der Spiel mal die Augen für eine Erweiterung aufhalten, die „Die Ruinen von Arnak“ für zwei Spieler noch angenehmer machen soll, weil die dann zusammen gegen das Spiel angehen können.

      • Auf deinem Bild kommt mir „Arnak“ doch nicht so recht bekannt vor, also ist es entweder Bestandteil der zahlreichen Brettspiele, die wir angeschafft haben, während das Kind noch klein war – diese Ausrede, die Spiele nicht zu spielen, zieht allerdings nicht mehr. Ich finde es schön, dass ihr euch so oft zum Spielen zusammensetzt. Aber immerhin: am Freitag spielen wir mit Freunden „City of Angels“ weiter (da ist die letzte Runde aber auch schon wieder ein halbes Jahr her).

        Ich komme mit dem Besuchersystem in „Hello Kitty“ ja besser klar als mit dem in „Animal Crossing“ – die waren irgendwie so gleichartig, dass es mir ziemlich egal war, wer da nun auf der Insel herumlief. In „Hello Kitty“ habe ich die möglichen Besucher entsprechend auch anfangs ignoriert, aber jetzt sammle ich doch alle zusammen, weil die Quests aufeinander aufbauen. Mir fehlt zum Beispiel immer noch Corune, bevor ich Milk haben kann…

        • Konstanze

          Naja, so oft ist relativ. Den Sommer über ist es uns definitiv zu heiß dafür, aber sobald es kühl genug ist, spielen wir schon regelmäßig. Es macht uns beiden Spaß und wir haben ja auch genug Spiele, die zu zweit gut funktionieren. Mit Kindern und wenn man sich auch noch mit anderen Personen abstimmen muss, geht das deutlich weniger spontan als bei uns. Viel Spaß am Freitag! 🙂

          Bei „Animal Crossing“ gibt es 8 Personentypen, von denen es je zwei Varianten gibt. Was natürlich zu Wiederholungen bei den Dialogen führt, aber auch zu häufig zu amüsanten Szenen und überraschend individuellen Momenten führt. Wir müssen immer wieder feststellen, dass wir bestimmte Figuren so viel lieber mögen als andere, obwohl sie theoretisch dem selben Charaktertyp angehören.

          Bei „Hello Kitty“ finde ich es sehr schade, dass die Besucher außerhalb ihrer kleinen Quests einfach nur rumstehen und keine Funktion haben. Und die Quests sind so schnell vorbei … wobei ich den Humor, der da immer wieder aufblitzt, schon zu schätzen weiß.

          Milk ist sehr süß und bekommt langfristig sogar noch eine Aufgabe, die ich sehr nett finde. Viel Glück also für Corune!

  4. Hey Konstanze,

    oh wie schön, das sieht nach einem weiteren gemütlichen Tag inklusive Brettspiel, Buch, Switch und Schläfchen aus 😉 Das muss auch mal sein!

    Ich mag Brettspiele mit zu vielen Regeln und Möglichkeiten auch nicht unbedingt. Vor allem wenn ich gleichzeitig zum ersten Mal die Regeln selbst vorlesen und verstehen soll und nur in Gesichter mit Fragezeichen blicke 😀

    Wünsche Dir eine schöne neue Woche und heute noch einen schönen Abend! Liebe Grüße Melli

    • Konstanze

      Danke, Melli! Den schönen Abend hatte ich! Ich habe dieses Wochenende sehr genossen und habe mich mit lauter Dingen beschäftigt, die ich gern mag. 😀

      Was die Regeln angeht, so habe ich normalerweise Glück und mein Mann studiert vorher ausführlich das Regelbuch und erklärt mir dann, was los ist. Er macht das gern und ich finde es einfacher, wenn ich dabei vor dem Spielbrett sitze und schon mal die verschiedenen Teile in die Hand nehmen und eventuelle Zusammenhänge direkt sehen kann. Gleichzeitig das Regelbuch lesen und erklären klingt wirklich nach einer Herausforderung … *g*

      Schön, dass du an diesem Wochenende dabei warst und das Herbstlesen mit uns genossen hast! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert