Herbstlesen im Oktober 2025 (Samstag, 18.10.)

Einige herbstlich verfärbte Bäume unter einem leicht bewölktem blauem Himmel. Über dem Himmel der Text: Herbstlesen im Oktober 2025 und die Adresse des Blogs.

Ich weiß nicht, wieso sich meine Wochen gerade so stressig anfühlen, aber ich bin froh, dass schon wieder Wochenende ist. Genau genommen ist es ein Herbstlesen-Wochenende – was bedeutet, dass ich den Tag wieder mit möglichst angenehmen und erholsamen Tätigkeiten verbringen werde.

In den letzten Tagen habe ich „The Good Hawk“ von Joseph Elliott und „Black and Deep Desire“ von Claire Trella Hill beendet (und weiter in „The Barbizon“ von Paulina Bren gelesen). Zu einem neuen Roman vom SuB habe ich noch nicht wieder gegriffen – auch wenn ich das eine oder andere Buch angelesen habe. Stattdessen habe ich mich endlich dazu durchgerungen die „Penric & Desdemona“-Bücher von Lois McMaster Bujold als eBooks anzuschaffen – was dazu führte, dass ich in den vergangenen vier Tagen vier(einhalb) davon gelesen habe. Sie sind aber auch wirklich kurz!*hüstel* Da ich an diesem Wochenende aber weder unterwegs sein werde, noch bei schlechten Lichtverhältnissen lesen muss, suche ich mir für heute wohl doch erst einmal wieder einen Titel vom SuB. Aber vorher brauche ich noch etwas Zeit zum Wachwerden und für etwas Pflichtkram, bevor ich in den angenehmen Teil des Tages starte.

Update 10:30 Uhr

Ich habe eben erschreckend lange auf meinen SuB geschaut und mich nicht für ein Buch entscheiden können. Eigentlich hätte ich Lust auf einen Kriminalroman, aber nicht auf die, die ich gerade in Reichweite habe. Außerdem denke ich, dass ich eine kleine Pause von Kinder- und Jugendbüchern brauche – aber irgendwie fallen die Geschichten, die mich momentan beim Anlesen am ehesten reizen, dann doch wieder in diesen Bereich. Ich habe immer noch den angelesenen Hellboy-Comic hier liegen und könnte den erst einmal beenden … oder ich lese weiter Romane an, bis ich doch an einem hängenbleibe. Oder ich greife erst einmal zu „The Barbizon“ – das Buch würde ich gern in den nächsten zwei Wochen beenden und bin noch nicht einmal halb durch … Vielleicht sollte ich mir erst einmal Frühstück machen und dann schaue ich weiter. Ich habe ja den Rest des Tages, um mich für ein Buch zu entscheiden. *g*

Update 13:45 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich noch ein bisschen Bücher gewälzt, ohne mich für einen Titel entscheiden zu können, und mir dann Frühstück gemacht. Zum Frühstück habe ich weiter in meinem aktuellen „Penric & Desdemona“-Band von Lois McMaster Bujold gelesen. Genauer gesagt bin ich gerade bei dem fünften Band mit dem Titel „Penric’s Mission“. Die (inzwischen) vierzehn Romane der Reihe drehen sich rund um Penric (der im ersten Band gerade mal 19 Jahre alt war) und die Abenteuer, die er gemeinsam mit seinem Tempeldämon „Desdemona“ erlebt. Genau genommen besteht Desdemona aus den Persönlichkeiten (und Erinnerungen) der früheren „Reiter“ des Dämons – was für Penric bedeutet, dass er im Prinzip mit zehn älteren Schwestern (und einer Löwin und einer Stute – aber deren Erinnerungen sind so gut wie nicht präsent) in seinem Kopf lebt.

Die Verbindung zwischen ihm und Desdemona erlaubt ihm Magie zu wirken, auch wenn die Bedingungen, die damit verbunden sind, den Gebrauch sehr einschränken. Dass Penric und Desdemona überhaupt zusammengekommen sind, war ein Unfall. Wobei die Tempeldämonen zu dem fünften Gott dieser fantastischen Welt, dem Gott des Chaos, gehören und davon ausgegangen werden kann, dass dieser durchaus einen Plan bei diesem „Unfall“ verfolgte – auch wenn seine Tempeldiener den Dämon nach dem Tod seiner letzten Reiterin eigentlich an eine Heilerin weitergeben wollten. Bislang habe ich miterlebt, wie Penric zu seinem Dämonen kam, wie er dabei half einen flüchtigen Schamanen zu finden, der verdächtigt wurde einen Mord begangen zu haben, und wie er in einer an Venedig erinnernden Stadt einen Mann verfolgte, der von einem (unkontrollierbarem) Dämon besessen worden war. Mein aktueller Band beginnt mit Penrics Ankunft in einer Hafenstadt, wo er seinen ersten Auftrag als Spion (für seinen Erzherzog) erledigen soll. Doch bevor er überhaupt seine ersten Schritte in der Stadt machen kann, wird er verhaftet …

Geschichten von Lois McMaster Bujold mag ich immer kaum aus der Hand legen, aber auf der anderen Seite möchte ich das Tageslicht auch nutzen, um lieber gedruckte Bücher zu lesen. Weshalb ich nach dem Essen erst einmal zu dem „Hellboy“-Comic gegriffen habe, der seit dem letzten Wochenende unbeachtet neben dem Sofa lag. Vielleicht bekomme ich den Band ja heute beendet und kann dann morgen zum nächsten greifen … Mal schauen, wonach mir so im Laufe des Nachmittags ist.

Update 17:00 Uhr

Ich bin den Nachmittag über wirklich bei „Hellboy“ geblieben und habe den Comic nur aus der Hand gelegt, um meinen Apfel-Vanillepudding-Crumble zu löffeln und Milchkaffee zu trinken. Als mein Mann mitbekam, dass ich bei dem Teil der Hellboy-Geschichten angekommen war, bei dem Hellboy die Organisation BPRD verlassen hatte, war er kurz davor seine BPRD-Comicsammlung rauszukramen. Denn in den Heften stehen die Geschichten, die parallel zu Hellboys Erlebnissen passieren. Dabei lese ich die Omnibus-Comics, damit ich nicht die ganze Zeit mit den verschiedenen Serien parallel jonglieren muss! So schön es ist, dass das Hellboy-Universum inzwischen so viele Geschichten präsentiert, so unübersichtlich ist es doch, wenn man versucht das Ganze in eine einigermaßen logische Reihenfolge zu bringen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich nicht die Stile aller Zeichner mag, die an Hellboy inzwischen beteiligt sind. So hat mich z.B. die Optik der von Richard Corben gezeichneten Geschichte nicht so angesprochen – wobei ich zugeben muss, dass ich den Stil von Gary Gianni, der für die letzte Geschichte in diesem Band verantwortlich ist, sehr mag. Sein Zeichenstil erinnert an Holzschnitte und das finde ich überraschend passend für das Hellboy-Universum. Dieses letzte Kapitel werde ich mir jetzt noch gönnen und dann schaue ich mal, womit ich die Zeit bis zum Kochen verbringen werde …

Update 19:55 Uhr

Bevor ich mich für den restlichen Abend einigel, wollte ich noch kurz ein kleines Update hier hinterlassen. Ich habe in den letzten Stunden nicht nur „Hellboy“ beendet (und fand den Zeichenstil von Gary Gianni wirklich großartig für eine Geschichte rund um Hellboy und ein verfluchtes Schiff – das mich ein wenig an den Fliegenden Holländer denken ließ), sondern auch „Penric’s Mission“ ausgelesen. Letzteres vor allem, weil ich keine Lust hatte mir ein neues Buch zu suchen … nur gut, dass ich noch ein paar „Penric & Desdemona“-Titel vor mir habe. *g* Danach ging es in die Küche, wo wir nicht nur den Abwasch des Tages erledigt, sondern auch Kidneybohnen-Wraps zubereitet haben. Genau genommen sind das Wraps mit einer Füllung aus Bohne, Reis, Paprika, Zwiebeln und Käse, die u.a. mit Sriracha scharf gewürzt werden, und nun im Ofen sind, damit der Käse schmelzen und die Wraps knusprig werden können. Die sollten gleich fertig sein und dann gibt es Abendessen und dazu eine Folge der Halloween-Staffel von „Is It Cake?“. Ich melde mich vor dem Schlafengehen dann noch einmal. 🙂

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Wenige Minuten nach dem letzten Update war unser Abendessen fertig und dazu haben wir eine Folge „Is It Cake?“ geschaut. Ich bin immer wieder fasziniert davon, mit welchen Techniken dafür gesorgt werden können, dass ein Kuchen wie ein vollkommen anderer Gegenstand ausschaut. Auf der anderen Seite bin ich aber auch immer ein bisschen fassungslos, weil diese Kuchen selten so ausschauen, als ob jemand sie wirklich essen wollen würde … Und da mein Mann dann fragte, ob es okay wäre, wenn er den Film, den ich ihm zum Geburtstag geschenkt hatte, im Dunkeln gucken würde, habe ich zum nächsten „Penric & Desdemona“-Band gegriffen und in einem Zug ausgelesen. Was jetzt nicht so schwierig war, da „Mira’s Last Dance“ gerade mal 110 Seiten umfasste und somit schnell zu lesen war. Die Handlung schließt direkt an die Geschichte in „Penric’s Mission“ an und ich habe mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt – auch wenn ich am Ende ziemliches Mitleid mit Penric hatte.

Da es jetzt definitiv spät genug ist, um ans Schlafengehen zu denken, beende ich diesen Blogpost für heute. Auch wenn ich heute nicht so recht wusste, was ich lesen sollte (und morgen wieder vor der selben Frage stehe), bin ich doch wirklich zufrieden mit dem heutigen Lesetag. Ich habe „Hellboy“ und „Penric’s Mission“ beendet und „Mira’s Last Dance“ gelesen, nur „The Barbizon“ ist mal wieder zu kurz gekommen – vielleicht komme ich damit morgen mal wieder weiter. Jetzt schaue ich noch, wie es Anette heute Abend ergangen ist und gehe dann ins Bett. Bis morgen! 🙂

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Heutige Mitleser*in:

8 Kommentare

    • Guten Morgen, Anette! Mit meinem Pflichtkram bin ich durch (als wach würde ich mich immer noch nicht so recht bezeichnen *g*) und nun kann ich mich nicht für ein Buch entscheiden, was ich immer sehr lästig finde. 😉

      Schön, dass du heute wieder dabei bist, ich hoffe, du kannst den Tag genießen!

  1. Hört sich an, als seiest du eine Stimmungsleserin 🙂 Ich bin da anders, ich hab immer einen Plan, welche 5 Bücher ich als Nächstes lesen will. Da schiebe ich aber immer mal wieder was „Dringendes“ ein, wie gerade „Papyrus“. Bin gespannt, wofür du dich entscheidest, ich hoffe, es fällt dir nicht zu schwer!

    • Ja, definitiv. Zumindest seitdem ich genügend Bücher zur Auswahl habe, dass ich schauen kann, worauf ich gerade Lust habe, statt einfach Lesen zu müssen, was gerade da ist. Pläne habe ich auch, dafür gibt es die Stapel neben dem Sofa, die ich gerade durchstöbert habe. Aber so richtig hat mich da gerade nichts gepackt … Ich denke, ich bleibe erst einmal bei „Hellboy“. 🙂

  2. Ich habe ja mal erwogen, mir so eine Tageslicht-Leselampe zu bestellen, habe dann aber gelesen, dass das bei einem Glaukom unter Umständen gar nicht so gut ist. Wollte demnächst mal meine Augenärztin fragen. Hast du so eine? Falls nicht, würde dir vielleicht helfen?
    Viel Spaß mit Hellboy!

    • Wir haben eine Tageslichtlampe, aber ich finde es inzwischen deutlich angenehmer gedruckte Bücher zu lesen, wenn der ganze Raum von Tageslicht erhellt wird. Und wenn das Licht nicht gut genug ist, greife ich zum eBook – wobei das halt nicht immer mit meiner aktuellen Lesestimmung passt. *g* Danke! Bislang habe ich mich gut damit unterhalten gefühlt und jetzt lese ich noch die letzten Seiten in dem Band. 🙂

  3. Ui, gleich zwei Titel beendet, super! Dein Abendessen klingt total super! Lass es dir schmecken! Was liest du als Nächstes? Hab einen schönen Abend!

    • Inzwischen sogar drei Titel. *g* Aber der letzte Band hatte auch gerade mal 110 Seiten – der erforderte jetzt nicht so viel Zeit. 😉

      Ich mag dieses Essen total gern, aber wir machen es relativ selten – und nur Samstags, weil wir dann auf dem Markt die hauchdünnen Fladenbrote bekommen, die wir als Wraps verwenden.

      Mal schauen, was ich morgen lesen werde, aber erst einmal geht es ins Bett. Ich hoffe, du hattest auch einen schönen Abend – wir lesen uns morgen in einem neuen Beitrag von mir! 😉

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