Lesezeit (3) – Kein Weihnachten ohne die Oma

In der letzten Woche war ich ziemlich genervt davon, dass ich so wenig ruhige Zeit zum Lesen gefunden habe, dass ich mir fest vorgenommen hatte, dass ich mich zumindest am Sonntag mit einem Buch einigeln würde. Dummerweise hat das nicht geklappt und deshalb habe ich beschlossen, dass ich heute eine kurze „Lesezeit“ einlegen werde. Für ein gemütliches Lesestündchen habe ich keine Zeit, aber das finde ich heute gar nicht so schlimm, denn ich habe ein Bilderbuch aus dem Regal gezupft.

Ein kleiner Tisch mit einer kleinen brennenden Sturmlaterne, einem Bilderbuch, auf dessen Cover eine Wichtelfamilie zu sehen ist, die um einen Weihnachtsbaum tanzt, eine rot-weiß-geringelte Tasse mit Heißer Schokolade und eine kleine Schale, in der zwei Lebkuchen und zwei Marzipankartoffeln zu sehen sind.

Genau genommen handelt es sich um „Kein Weihnachten ohne die Oma“ von dem dänischen Ehepaar Carla und Vilhelm Hansen. Das Bilderbuch ist 1975 im Carlsen Verlag erschienen und ich vermute, dass das das Jahr war, in dem ich es auch geschenkt bekommen habe. Ich habe die humorvollen Zeichnungen (Vilhelm Hansen) und die niedliche Geschichte (Carla Hansen) so sehr geliebt, dass ich es jahrelang immer wieder gelesen und anderen Leuten davon erzählt habe, wenn es um das Thema „Lieblingsbilderbücher“ ging. Es ist inzwischen aber schon so einige Jahre her, dass ich das Buch das letzte Mal aufgeschlagen habe, weshalb ich mich umso mehr auf ein Wiedersehen mit der Wichtelfamilie freue.

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Hach, ich mag das Bilderbuch immer noch! Die Geschichte erzählt davon wie der Wichtelvater und sein Sohn Martin sich gemeinsam aufmachen, um die Oma zur Weihnachten abzuholen. Sie starten mit einem selbstgebautem Wagen, aber dann fängt es an zu schneien und sie haben mehrere kleine Unfälle und so müssen sie ein Problemchen nach dem anderen bewältigen. Und als sie dann bei Oma angekommen sind und sie mitsamt allen Geschenken und der Katze auf der Ladefläche verstaut haben, geht es natürlich nicht einfach so reibungslos nach Hause. Aber am Ende landen sie alle wieder bei der restlichen Wichtelfamilie, tanzen um den Weihnachtsbaum, schlagen sich den Bauch voll und Oma hat für alle ein Geschenk und eine Überraschung dabei. Ich gebe zu, es macht sich bemerkbar, dass die Geschichte schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, aber – wie schon gesagt – ich mag sie immer noch. Ich finde Oma großartig (zum Beispiel als sie argumentiert, dass sie selbstverständlich die Katze tragen muss und diese doch gar nichts wiegen würde, wenn sie sie hält, während der Wichtelvater die Oma trägt), ich finde die Zeichnungen sehr niedlich und ich habe dieses Wiedersehen nach all den Jahren sehr genossen. Das war eine hübsche kleine Auszeit für heute – und ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten Tagen wieder etwas mehr Zeit für mich und meine Bücher finde!

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