Was schön war (1): Ein Museumsbesuch

An einem klirrend kalten Wintertag
mit dem allerersten Hauch von Schnee
in meine kuschelige Jacke eingemuckelt
mit dem vor Kurzem gestrickten Schal um den Hals
durch die Stadt gehen.

Eine Sonderausstellung im Deutschen Filmmuseum besucht,
in der Kostüme von Barbara Baum gezeigt wurden
(leider vor sehr dunklem Hintergrund und mit sehr dämmrigem Licht,
so dass man kaum Details erkennen konnte).

Neben den Kostümen gab es noch Skizzen, Notizen zu Materialplanungen
und viele andere Dinge rund um den Schaffensprozess der Kostümbildnerin zu sehen.
Das war ziemlich faszinierend
und wenn es nicht irgendwann ziemlich voll geworden wäre,
wäre ich auch noch länger in der Ausstellung geblieben
und hätte danach noch das Museumscafé ausprobiert.

So allerdings bin ich nach gut zwei Stunden an die frische Luft „geflohen“,
um mir im nahe gelegenen und bewährten Café ein Stück Kuchen zu gönnen.
Auf dem Heimweg habe ich mich in der Bahn dann noch über
zwei betont „cool“ und „männlich“ gekleidete und gestylte Teenager gefreut,
deren Gespräch mit ihrem Karate-Training begann,
über die Betreuung der Kinder im Dojo
und die richtige Zubereitung von pochierten Eiern wanderte
und mit der Einkaufsplanung für das gemeinsame Kochen endete.

Zu Hause wartete dann noch eine unangekündigte
Buchhändler-Fahrradkurier-Lieferung auf mich,
die der Nachbar nicht nur für mich angenommen,
sondern auch noch extra zu uns hochgetragen und vor die Tür gelegt hatte.

6 Kommentare

  1. Die Ausstellung schaut sehr interessant aus. Schade, dass die Beleuchtungssituation nicht so gut war. Das ist ein Problem, das ich auch vom Weltmuseum in Wien und von der Pompeji-Ausstellung von vor ein paar Jahren in München kenne. Man kann es mit „stimmungsvoll“ auch übertreiben ….

    • Konstanze

      Ich fand die Ausstellung auch sehr interessant und ärgere mich ein bisschen, dass ich mir nicht das Begleitbuch dazu gegönnt habe. Die Beleuchtung war sehr ärgerlich und auch das man die Kostümgruppen nur aus einer Perspektive betrachten konnte. Bei einem Kleid stand zum Beispiel dabei, dass es hinten geknöpft wäre, aber sehen konnte man davon gar nichts, weil man es nicht von hinten betrachten konnte. Wenn es alte Kleider gewesen wären, hätte ich das eher verstanden, aber ich gehe (vielleicht zu Unrecht?) davon aus, dass Kleider aus den letzten 50 Jahren nicht so lichtempfindlich sind, dass man sie nicht besser hätte beleuchten können.

  2. Na, da hattest du ja einen interessanten Tag. Der Kuchen sieht sooooo lecker aus.
    Teenager, die sich über poschierte Eier unterhalten? Na du lebst ja in einer interessanten Ecke. 😀

    LG
    Sunny

    • Konstanze

      Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Tag, Sunny! 🙂 Der Kuchen war auch lecker – nicht der beste Kuchen der Stadt aber ein solider Nachmittagsgenuß. *g*

      Die Jungs waren so großartig wie sie sich übers Kochen unterhalten haben! Der eine hat dann noch seinen Vater angerufen, damit der doch bitte Bargeld besorgt, damit die beiden Jungs dann auch fürs Kochen einkaufen gehen konnten. Sie wollten etwas machen, was „Hühnchen Alfredo“ heißt und was laut dem einen unbedingt auf Brot und mit einem pochierten Ei obendrauf gegessen werden müsste. 😀

  3. Hach, auf der Uferseite bin ich ja auch schon herumspaziert, aber in einem der Museen war ich noch nie. Vielleicht schaffen wir das ja mal irgendwann gemeinsam.
    Schön, dass Du so einen tollen Tag hattest.

    • Ich scheine auch den Zeitdruck bei interessanten Sonderausstellungen zu benötigen, um mal ins Museum zu gehen, Natira. Mal schauen, ob wir das gemeinsam auf die Reihe bekommen – eigentlich gibt es ja so viele Museen am Museumsufer und in der Innenstadt, dass wir bestimmt etwas interessantes finden könnten. Mein Mann will auch unbedingt irgendwann noch einmal Dinosaurier im Naturkundemuseum anschauen. *g* (Das wäre aufgrund der gleichbleibenden Temperatur im Museum auch mal ein Projekt für heiße Sommertage. 😉 )

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