Nachdem ich in den vergangenen Tagen die fünf Teacup-Magic-Titel von Tansy Rayner Roberts gelesen und dann festgestellt habe, dass ich hier noch gar nichts dazu geschrieben hatte, gibt es hier eine (kleine) Vorstellung der Reihe. Bislang hat die Autorin fünf Titel in dieser Reihe veröffentlicht (im August erscheint der sechste Teil). Die ersten drei Bände („Tea and Sympathetic Magic“, „The Frost Fair Affaire“ und „Spellcrackers Honeymoon“) werden aus der Perspektive von Mnemosyne Seabourne erzählt, die zu Beginn von „Tea and Sympathetic Magic“ die Nase voll hat von der Saison und der Suche nach einem passenden Ehemann. Doch dann kommt es während einer Hausparty, die von ihrem Cousin Henry (dem Duke of Storm) veranstaltet wird, zu einer Entführung. Gemeinsam mit Henrys Spellcracker Thornbury (und diversen jungen Damen der Gesellschaft) macht sich Mneme zur Rettung des Entführungsopfers auf und beweist dabei eine Menge Einfallsreichtum.
Das Land, in dem Tansy Rayner Roberts ihre Teacup-Magic-Geschichten spielen lässt, besteht aus einem Haufen Inseln, die in vielen Aspekten sehr an die Regency-Zeit erinnern und auf denen die Anwendung von Magie zum Alltag gehört. So reisen die Herren der Gesellschaft per magischem Portal von einem Ort zum anderen (während die Damen für ihre Reisen auf Schwanenboote und Kutschen angewiesen sind), beim Versuch, einen potenziellen Ehemann für sich zu gewinnen, werden Zauber eingesetzt, die größere Sympathie erzeugen sollen, und natürlich wird mit Magie dafür gesorgt, dass der Tee immer die richtige Temperatur hat. Während die Geschichten sich anfangs noch um relativ „übliche“ Themen drehen wie die Suche einer Dame der Gesellschaft nach einem Ehemann, wird die Reihe im Laufe der Zeit immer absurder (und somit auch amüsanter). Mnemosyne versucht im zweiten Band etwas für die Rechte der Frauen zu erreichen und bekommt es dabei mit dem Geheimdienst der Königin zu tun, und im dritten Band ist sie an der Aufklärung eines magischen Mords – auf einer angeblich magiefreien Insel – beteiligt.
Bei den folgenden Bänden wechseln dann die Protagonistinnen. Der vierte Band („Lady Liesl’s Seaside Surprise“) wird aus der Sicht von Lady Liesl erzählt, die in vorherigen Geschichten schon als Nebenfigur auftauchte. Lady Liesl versucht darin einen Diamantendiebstahl zu klären, um die zweite Ehe ihres Vaters zu retten. Dabei begibt sich Liesl in die Gesellschaft von freigeistigen Künstlern und ungewöhnlichen Dienstboten, sie schreibt Unmengen von Briefen an diverse Freunde und Verwandte (lebende und tote! – was ich sehr amüsant fand) und findet nebenbei noch heraus, was sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen will. Mit dem bislang aktuellsten Titel („Have Spirit, Will Duchess“) gibt es überaus überraschende Informationen über das Vorleben der aktuellen Duchess of Storm, einen Haufen Geister (besonders beeindruckend ist dabei die verstorbene Duchess of Storm – und ja, das ist definitiv eine Herzogin zu viel!), einen Assassinen und ein Schiff voller Freibeuter. Außerdem brachte die fünfte Geschichte einige Andeutungen für den sechsten Band mit sich, so dass ich es kaum erwarten kann, dass „This Entchanted Island“ endlich im Spätsommer erscheint.
Ich gebe zu, dass keine dieser (zwischen 80 und 190 Seiten langen) Geschichten so sehr herausstechend ist, dass sie einen lang anhaltenden Eindruck bei mir hinterlässt, der über „das war so nett!“ hinausgeht. Aber auf der anderen Seite sind die Teacup-Magic-Titel so wunderbar absurd und amüsant, dass ich immer wieder darauf zurückkomme, wenn ich den Kopf abschalten und mich erholen will. Außerdem mag ich die Charaktere und ihre Erzählstimmen wirklich gern, und es macht mir Spaß, meine Zeit mit ihnen zu verbringen. Die ersten drei Teacup-Magic-Bände gibt es inzwischen auch als Bundle (und aktuell kostet das gerade mal 99 Cent), und im August, wenn der sechste Band erscheint, wird es auch noch ein zweites Bundle mit den restlichen drei Geschichten geben.

Aufgrund deiner Berichte habe ich mir irgendwann die erste Collection für den Kindle gekauft – ich muss nur noch anfangen zu lesen 😉
Nun, wenn du jetzt damit anfängst, könntest du – wenn du hier und da ein paar gemütliche Seiten liest – bis zum August soweit sein, dass du über das zweite Bundle nachdenken könntest. 😉
Das ist unwahrscheinlich, so wie ich mich kenne, aber vielleicht könnte ich Band 1 lesen und trotzdem das zweite Bundle kaufen… Momentan heißt mein Kindle-Buch aber erst einmal „The Perfectly Proper Paranormal Museum“ 🙂
Oh, das klingt auch sehr nett! Ich bin gerade eher märchenhaft mit „The Frost Gate“ unterwegs.
Das klingt auch nicht schlecht – ich habe mir die Leseprobe für den Kindle besorgt. Momentan bin ich weniger in Märchenstimmung, aber das kommt ja immer mal wieder.
Das paranormale Museum habe ich heute beendet – es ist überwiegend wie viele Cozy Mysteries, hat aber schon ein sehr nettes Setting. Ich bin bei Instagram über die Autorin gestolpert, weil sie so viele quirky Cozy-Reihen hat (es gibt noch welche mit Hexen, einem Tee-und-Tarot-Laden und einem UFO B&B – ich glaube, ich muss nach und nach in alle wenigstens reinlesen).
Oh, wenn die Autorin so viel geschrieben hat, sollte ich vielleicht mal schauen, ob ich schon was von ihr auf dem eReader habe. Da sammelt sich ja immer so einiges an Cozy Mysteries, an deren Anschaffung ich mich kurz darauf nicht mehr erinnern kann. *g*
„The Frost Gate“ war wieder sehr süß. Ich würde die Titel in der Veröffentlichungsreihenfolge lesen, wenn du ihnen eine Chance geben willst. Oder du testest „The Lily Gate“ mal an, die Geschichte ist am wenigsten mit den anderen verknüpft (und kann umsonst gelesen werden, wenn der Newsletter abonniert wird).