Lese-Sonntag März 2026

Während ich sonst kaum glauben kann, dass schon der dritte Sonntag im Monat ist, habe ich in diesem März das Gefühl, dass es der Monat schon mindestens fünf Wochen andauert. Nur gut, dass der Lese-Sonntag fest in meinem Kalender steht und so nicht von mir vergessen werden kann … Was das Lesen angeht, so kann ich vermelden, dass ich in den letzten Tagen überraschend viel gelesen habe, und gerade sehr begierig bin zu meinem aktuellem eBook zurückzukehren. „Yes, Your Serpentine Excellency“ von Kate Stradling trifft gerade genau meinen Humor – was bedeutet, dass der Krimi („Miss Pinkerton“ von Mary Roberts Rinehart), den ich vor ein paar Tagen vom SuB gezogen habe, wohl etwas liegen bleiben muss. Wobei ich heute vermutlich zu beiden Büchern greifen werde – so viele Kapitel habe ich mit seiner Exzellenz nicht mehr vor mir. Aber vorher erst einmal brauche ich etwas Zeit zum Wachwerden und um ein paar lästige Pflichten zu erledigen …

Update 11:00 Uhr

Das mit dem Wachwerden ist heute noch etwas schwieriger als sonst schon – was ganz eventuell daran liegen könnte, dass ich vergangene Nacht bis ein Uhr in mein Buch versunken war. Auch in der letzten Stunde habe ich schon etwas Zeit mit „Yes, Your Serpentine Excellency“ verbracht und mich so gut dabei amüsiert, dass ich definitiv schauen muss, ob mich noch mehr Romane von Kate Stradling ansprechen. Die Handlung spielt in einer fantastischen und ans Viktorianische Zeitalter erinnernden Welt und wird aus der Sicht von Joanna Marlow erzählt, die zu Beginn des Romans einem Mann in eine Spielhölle folgt, nachdem dieser sie bestohlen hatte. Statt ihr gestohlenes Erbstück zurück zu bekommen, verursacht Joanna einen Aufruhr in der Spielhölle – und zieht die Aufmerksamkeit eines Drachen auf sich, der ihr dann nach Hause folgt. Wie schon gesagt, der Humor in dieser Geschichte liegt mir sehr, aber ich mochte auch die Welt voller Magier, Gestaltwandler, Krimineller Organisationen und Marlows (die Familie Marlow ist definitiv ein Faktor für sich), die sich Kate Stradling für „Yes, Your Serpentine Excellency“ ausgedacht hat. Ich muss mal schauen, ob ich in den nächsten Tagen eine richtige Rezension für den Titel auf die Reihe bekomme – es gab so viele Elemente, die mir bislang Spaß gemacht haben. Bevor ich aber die letzten Kapitel lese, muss ich mir mal so langsam Frühstück machen. Mein Magen knurrt schon eine ganze Weile vor sich hin … *g*

Update 14:00 Uhr

Da meine in dieser Woche gelieferten Bananen in Größe und Farbe eher an Gurken erinnern, habe ich mir statt des geplanten Porridge Milchreis zum Frühstück gemacht (und durfte dabei feststellen, dass ich keinen Milchreis mehr im Haus habe, aber zum Glück hatte ich noch etwas Risottoreis). Während ich den Reis gekocht habe, habe ich „Yes, Your Serpentine Excellency“ ausgelesen und mich bis zur letzten Seite davon gut unterhalten gefühlt. Weshalb ich dann zum Frühstück in die Leseprobe von „Kingdom of Ruses“ von der gleichen Autorin reingeschaut habe. Das Buch liest sich zwar gut an, aber Protagonistin klingt für meinen aktuellen Geschmack etwas zu jung – ich werde also entweder weiterschauen müssen, ob mich andere Titel von Kate Stradling ansprechen oder (vernünftigerweise) erst einmal weiter meine vorhandenen eBooks lesen. 😉

Nach dem Essen habe ich weiter meine Nase in „Miss Pinkerton“ gesteckt. Ich hatte vor ein paar Tagen große Lust auf einen Kriminalroman, aber „Miss Pinkerton“ packt mich nicht ganz so sehr, wie ich gehofft hatte. Die Erzählweise ist typisch für Mary Roberts Rinehart, aber die Protagonistin Hilda Adams ist – im Gegensatz zu den anderen Protagonistinnen, die ich bislang von der Autorin kenne – eine Außenseiterin in der Geschichte. Was dafür sorgt, dass ich die Handlung als relativ zäh empfinde, weil Hilda erst einmal selber mehr über die Figuren herausfinden muss, bevor sie mit ihnen interagieren kann. Bei allen anderen Romanen war es bislang so, dass die Erzählerin sich in einem vertrauten Umfeld mit vertrauten Personen befand und dort auf einmal über verstörte Ereignisse stolpert, die ihre Sicht auf ihre Umgebung und die ihr nahestehenden Menschen verändert. Obwohl die Geschichte so zäh ist, finde ich den Fall an sich schon interessant: Ein junger Mann wird erschossen in seinem Zimmer aufgefunden und obwohl die Hinweise eher für einen Unfall beim Waffenreinigen oder Selbstmord sprechen, geht die Polizei von Mord aus – und engagiert Hilda als Krankenschwester für die alte Frau, der das Haus gehört, damit sie unauffällig Informationen sammeln kann. Ich denke, ich werde erst einmal noch etwas bei „Miss Pinkerton“ bleiben, muss aber zugeben, dass die eher gemächliche Erzählweise nicht ideal für meinen übermüdeten Zustand ist. Vielleicht doch erst einmal eine Runde Mittagsschlaf?

Update 17:00 Uhr

Ich habe dann wirklich erst einmal ein Stündchen geschlafen, nachdem ich einsehen musste, dass eine sich sehr langsam entwickelnde Geschichte und mein Müdigkeitsgrad keine ideale Kombination waren. Danach habe ich dann wieder zu „Miss Pinkerton“ gegriffen und bin ungefähr bei der Hälfte des Romans. Hilda Adams hat inzwischen große Sympathien für eine junge Frau, die mit dem Verstorbenen verlobt war, weshalb sie sich immer mal wieder zwischen die Polizei und diese Frau stellt. Außerdem gab es ein paar nächtliche Vorfälle, die dazu geführt haben, dass der Anwalt und der Hausarzt der alten Dame, die von Hilda betreut wird, eine Nacht lang Wache im Haus gehalten haben, um zu schauen, ob sie einen Eindringling ertappen können. Ich muss zugeben, dass ist ein Aspekt, den ich bei diesen Romanen immer wieder sehr faszinierend finde. Wie reich (oder wie „alteingesessen“) muss eine Person sein, dass der Anwalt und der Hausarzt das Gefühl haben, es wäre ihre Pflicht nachts Wache zu halten?!

Bevor ich weiterlese, werde ich jetzt wohl erst einmal eine Runde zur Switch greifen und einen Spaziergang über meine Animal-Crossing-Insel einlegen …

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Drei Frühlingsrollen auf einem weißen Teller. Daneben eine kleine Schale mit Sweet-Chili-Sauce.

Nach dem letzten Update habe ich wirklich erst einmal „Animal Crossing“ gespielt, bis es Zeit fürs Abendessen wurde. Zum Abendessen gab es für mich heute fertige Frühlingsrollen und die ganze Zeit beim Essen habe ich darüber nachgedacht, wann ich das letzte mal Frühlingsrollen gegessen habe – ich glaube, das ist mindestens zehn Jahre her. Es waren definitiv nicht die besten Frühlingsrollen, die ich je hatte, aber es war eine nette Abwechslung und hatte den Vorteil, dass ich heute nicht kochen musste. 😉 Nach dem Essen habe ich dann zu „An Unreliable Magic“ gegriffen, was die Fortsetzung von „Wicked as You Wish“ ist, was ich vor ein paar Tagen hier auf dem Blog besprochen hatte. Ich mag diese Mischung aus modernen und märchenhaften Elementen in der Geschichte und der Schreibstil von Rin Chupeco lässt sich auch in übermüdetem Zustand noch gut lesen. So langsam wird es für mich aber dann doch Zeit ins Bett zu gehen, wenn ich morgen meinen Kram auf die Reihe bekommen will.

Die Taschenbuchausgabe von "An Unreliable Magic" von Rin Chupeco.

Es war nett heute voller Vorfreude auf mein Buch in den Lese-Sonntag zu starten und ich habe mich gefreut, dass ich den Tag nicht alleine verbracht habe. Ich hoffe sehr, ihr hattet einen angenehmen und entspannten Sonntag! Habt einen guten Start in die Woche! 🙂

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Heutige Mitleser*in:

14 Kommentare

    • Konstanze

      Ich genieße es auch sehr, dass ich gerade wieder lesen mag. Ich muss nur aufpassen, dass ich gerade nicht zu den falschen Büchern greife – vorgestern hatte ich ein kostenloses eBook aus meinem Vorrat gelesen, das so schlecht konzipiert war, dass ich es eigentlich nur hinter mich bringen wollte. Umso froher bin ich, dass mich seine Exzellenz gerade so gut unterhält. 😀

      Schön, dass du heute wieder mit dabei bist – ich wünsche dir einen wunderbar entspannenden Lese-Sonntag! Oh, und gute Besserung!

      • Auweia, das ist ja schade, dass das E-Book so ein Fehlgriff war. Zum Glück war es kostenlos! Hoffentlich kann dich auch dein Krimi bald mehr packen oder du findest eine andere Lektüre zum „Aufwecken“.

        • Konstanze

          Ich war ziemlich überrascht davon, weil ich selbst bei kostenlosen Büchern inzwischen vorher die Leseprobe lese. Aber hier war die Leseprobe ganz nett – und dann wurde es immer unlogischer und unerträglicher. *g*

    • Konstanze

      Je ruhiger es drumherum ist, desto mehr kann ich mich in ein Buch vertiefen … Wobei ich auch dazu neige meine Müdigkeit nicht wahrzunehmen, wenn mir ein Roman wirklich gut gefällt. Ich habe nicht ohne Grund einen täglichen Wecker für meine Bettgehzeit … *g*

      • Das habe ich (leider) nur sehr selten, dass ein Buch mich wirklich wachhält. Schade, dass deine aktuellen Bücher nicht so reinhauen, drücke die Daumen, dass das noch wird!

        • Konstanze

          Ich habe eigentlich regelmäßig solche Bücher und muss mich dann immer dazu zwingen, dass ich früh genug mit dem Lesen aufhöre, um nicht zu spät im Bett zu landen.

          „Miss Pinkerton“ hat es gerade halt etwas schwer, nachdem ich so viel Spaß mit meinem Vormittagsbuch hatte. Die Geschichte ist gar nicht so schlecht, aber leider auch nicht ganz so gut wie die anderen Bücher der Autorin, die ich bislang kenne. Mal schauen, ob ich später noch einen anderen Roman anlese.

          • Sehr beneidenswert. Vielleicht sollte ich auch wieder mehr Fantasy lesen. Den Verdacht habe ich ja schon länger… Obwohl ich mir nicht sicher bin, dass es wirklich an den Büchern liegt und ich andererseits ganz froh bin, dass ich nicht wie früher massiv unter Schlafstörungen leide. Sehr coole Tasse übrigens! Genieße deinen Abend!

          • Konstanze

            Ich genieße es einfach zu sehr, wenn ich so richtig in einem Buch versinken kann, weshalb ich versuche so viele Romane wie möglich zu finden, die mir das ermöglichen. Es muss für mich nicht mal unbedingt Fantasy sein, wobei ich das Genre besonders gern mag und deshalb die Wahrscheinlichkeit höher ist als bei anderen Genres.

            Keine Schlafstörungen zu haben ist definitiv ein Plus! Bei mir ist das in den letzten Monaten wieder schwieriger mit dem Schlafen geworden – ein Nebeneffekt der Wechseljahre, auf den ich definitiv verzichten könnte.

            Danke! Ich habe die Tasse schon ein paar Jahre (JED hat sie auf meinem Blog so sehr gefallen, dass sie sich auch eine gekauft hatte) und genieße es immer wieder sehr, wenn ich daraus trinke. Die Kesselform ist nicht nur gut, um sie mit beiden Händen zu umschließen, ich trinke daraus auch genussvoller meine Heiße Schokolade. 😀

          • Bei mir haben diesen Effekt auch am Ehesten Fantasy-Bücher und ich nehme mir eigentlich schon länger vor, wieder mehr davon zu lesen, aber dann kommt immer so viel anderes dazwischen (vor allem Sachbücher, die meine Leidenschaft sind). Vielleicht sollte ich mir mal eine Fantasy-Challenge überlegen 🙂

  1. Klappt es mit dem Roman nach dem Schläfchen nun besser? Ich hoffe, du hattest damit einen schönen Lesenachmittag.
    Deine Tasse ist ja herzallerliebst! 🙂

    • Konstanze

      Es klappte nach dem Schläfchen definitiv besser mit dem Lesen, aber ich habe nach dem Abendessen trotzdem die Lektüre gewechselt und lieber zu einem Jugenbuch gegriffen. Das habe ich gerade erst gekauft und wollte es eh zeitnah lesen, weil es die Fortsetzung zu einem Titel ist, den ich Anfang des Monats gelesen habe.

      Die Tasse ist meine „Heiße Schokolade“-Tasse und ich finde sie großartig. Ich glaube, ich habe die bei jedem zweiten Lese-Sonntag (oder zumindest bei jedem zweiten Herbstlesen-Beitrag) fotografiert, weil ich sie so gerne nutze. *g*

      • Hauptsache, du hast für dich noch die passende Lektüre gefunden! 🙂
        Anscheinend habe ich dann die Tasse bisher noch nicht bewusst wahrgenommen …

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