Lese-Sonntag Mai 2025

Der dritte Sonntag im Monat ist auch im Mai ein „Lese-Sonntag“. Wobei ich aktuell eigentlich keinen extra Tag zum Lesen freihalten muss, weil ich das eigentlich ganz gut auf die Reihe bekomme. Was sich wirklich gut anfühlt … aber auch zu dem einen oder anderen Buchzugang in den letzten Wochen geführt hat, weil gelesene Leseproben oder die Tatsache, dass ich einen Band aus einer Reihe beendet habe, zu spontanen Bestellungen führten. Ich bin sehr gespannt, wie mein SuB zum Monatsende ausschaut und ob ich noch ein paar Bücher beendet bekomme, bevor der Urlaub meines Mannes beginnt und damit so einige gemeinsame Vorhaben anstehen. Wie immer muss ich erst einmal wachwerden (und das Abendessen vorbereiten und den Abwasch der letzten … ähm … 1 1/2 Tage erledigen), bevor ich heute zum Buch greife. Ich bin gepannt, ob ich heute einen der angefangenen (und zum Teil schon länger pausierten) Titel weiterlese, oder ob es mich spontan zu einem neuen Roman ziehen wird. Momentan kann ich meine Leselaune noch gar nicht einschätzen …

12:00 Uhr Update

Heute ein spätes erstes Update, weil mir heute nach dem „ich habe ein paar Pflichten, bevor ich mich vergnügen kann“-Beitragsanfang nicht nach Kommunikation war. Ich war müde und schlecht gelaunt und hatte keine Lust den Abwasch anzufangen. Mein Kopf ist mit der Planung der kommenden drei Wochen beschäftigt und ich habe gleichzeitig zu viele Bücher, die ich jetzt sofort lesen will, und zu viele Bücher, die mir nicht gefallen, denen ich aber noch eine Chance geben will. Außerdem habe ich keine Ahnung, was ich heute frühstücken soll, ich habe den schwedischen Eurovision-Song als Ohrwurm … und so könnte ich immer weiter jammern. Dabei gehe ich mir selber so auf die Nerven, wenn ich so schlecht drauf bin, was meine Laune natürlich nicht verbessert. *g*

Irgendwann war der Abwasch dann doch erledigt, die Suppe für heute Abend so weit vorgekocht, dass ich mir darüber keine Gedanken mehr machen muss, mein Mann und ich haben einen Café-Termin für seinen Urlaub geplant und ein Switch-Spiel für den Sommer vorbestellt, auf das wir uns beide schon seit der ersten Ankündigung vor ein paar Jahren freuen. Jetzt muss ich mich so langsam für ein Frühstück entscheiden und dann denke ich, dass ich einfach so lange Bücher von dem Stapel neben dem Sofa (weiter)lese, bis ich bei einem hängenbleibe. Mit etwas Gück bleibt der Himmel weiterhin so bedeckt, dass ich beim Lesen sogar Tageslicht genießen kann.

Update 15:00 Uhr

Eine zartgrüne Schale mit einer Portion Milchreis, auf der sich ein großzügiger Klecks pürrierte Mango befindet. Daneben steht eine große Tasse mit schwarzem Tee mit Milch. Im Hintergrund ist eine kleinere Schale mit Milchreis zu erahnen.

Sehr viel habe ich seit dem letzten Update nicht gemacht. Ich habe mir Milchreis zum Frühstück gekocht (heute mit etwas gekaufter pürrierter Mango) und beim Essen ein Video von Beth Bartholomew geschaut, danach habe ich etwas Zeit mit zwei Büchern verbracht. Das eine Buch ist „Fuzzy Nation“ von John Scalzi, das schon seit erschreckend langer Zeit (November 2016) auf meinem SuB liegt. Da ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe endlich mal mehr ältere Titel aus meinem Bestand zu lesen, habe ich vor ein paar Tagen zu dem Buch gegriffen und wurde dann nicht so recht warm mit dem Protagonisten. Ich finde immer noch das die Inhaltsangabe dieses SciFi-Romans gut klingt, aber ich weiß nicht, ob mir John Scalzis Erzählweise liegt. Es kann aber auch sein, dass ich einfach gerade nur etwas nörgelig bin und mir etwas mehr Zeit nehmen muss, um in die Geschichte reinzukommen und mich auf den Protagonisten einzulassen.

Zwei Bücher auf einer dunkelbraunen Sofa-Sitzfläche. Rechts das Masspaperback von Fuzzy Nation von John Scalzi. Das Cover zeigt einen Mann und ein kleineres pelziges Wesen und im Hintergrund neben einem großen Baum einen kleinen Flieger. Links liegt das Buch "The Kingdom of Carbonel", dessen gezeichnetes und etwas altmodisch wirkendes Cover zwei Kinder und zwei kleine Katzen zeigt, die in einem Schaukelstuhl durch die Luft fliegen.

Da ich mich gerade aber dazu nicht in der Stimmung fühlte, habe ich „The Kingdom of Carbonel“ von Barbara Sleigh aus dem Regal gezogen. Den ersten Carbonel-Band mochte ich wirklich gern und ich fand es nett ein paar Kapitel in dieser wunderbar altmodischen Geschichte zu lesen, aber auch dafür bin ich nicht in der richtigen Stimmung. Ich denke, ich werde noch eine Weile weiter durch meine Bücherstapel wühlen, bis ich das richtige Buch für mich gefunden habe.

Update 18:30 Uhr

Ein angeschalteter eReader mit der Titelseite von "The Gryphonpike Chronicles" auf dem Bildschirm. Davor eine Untertasse mit zwei Keksen und einem Riegel Schokolade.

Mein Nachmittag ist damit vergangen, dass ich meine Nase in verschiedene Bücher gesteckt habe. Ich habe gerade so viele angefangene und „die lese ich als nächstes“-Titel neben dem Sofa gestapelt, dass ich wirklich viel Auswahl hatte. 😉 Als es dann Zeit für Tee und Kekse wurde, habe ich aber lieber zum eBook gegriffen und die „Gryphonpike Chronicles“ von Annie Bellet angefangen. Mein eBook beinhaltet alle sechs Geschichten (insgesamt um die 220 Seiten), die zu der Reihe gehören, und der Anfang gefiel mir gut genug, dass ich den Roman wohl in den nächsten Tagen weiterlesen werde, wann immer ich beim Lesen die Hände frei haben möchte. Die Geschichten drehen sich um eine stumme Elfe, die von ihrem Volk verstoßen wurde und erst ihre Stimme zurückerhält, wenn sie 1000 gute Taten vollbracht hat. Dafür hat sie sich eine klassischen (und sehr gemischten) Gruppe von Abenteurern angeschlossen und ich denke, dass das ganz unterhaltsam wird. Ich mochte Annie Bellets Erzählweise in den Titeln, die ich bislang von der Autorin gelesen habe, und diese Geschichte unterscheidet sich deutlich von dem gestern beendeten Roman „The Viscount St. Albans“, was mir bei meinem nächsten eBook wichtig war.

Eine Szene aus dem Switchspiel "Hello Kitty Island Adventure", bei der mein Charakter - ein braunes Häschen - an einem gemütlich prasselnden Lagerfeuer in einer stimmungsvollen Schneelandschaft sitzt.

Danach habe ich erst einmal eine Runde „Hello Kitty Island Adventure“ gespielt. Nachdem es in der vergangenen Wochen ein vorgezogenes Update für das Spiel gab, gibt es ein neues Gebiet, das ich sehr mag, und neue Challenges, die ich nett finde. Grundsätzlich kommt es mir entgegen, dass ich bei dem Spiel selber wählen kann, wie viel oder wie wenig Zeit ich damit verbringen, ohne dass ich das Gefühl habe, ich würde etwas verpassen. 🙂 Da ich aber noch immer unzufrieden damit war, dass ich kein „richtiges“ Buch gefunden hatte, das mich fesseln konnte, habe ich zu einem meiner Neuzugänge gegriffen und „The Raven Scholar“ von Antonia Hodgson angefangen – und ich denke, dass ist der Roman, bei dem ich erst einmal bleibe. *uff*

The Raven Scholar auf einer Fensterbank. Das dunkelviolette Cover zeigt einen gezeichneten weißen Raben, dessen Kopf und Kralle von der linken Seite über den goldenen Titel ragen.

„The Raven Scholar“ ist epic fantasy, obwohl ich das ja fast gar nicht mehr lese. Die Handlung dreht sich um einen Wettbewerb, in dem acht Kandidat*innen (die in Klöstern, von denen jedes einem anderen heiligen Tier gewidmet ist, dafür ausgebildet wurden) gegeneinander antreten. Der/die Sieger/in in diesem Wettbewerb wird für die kommenden 24 Jahre als Kaiser*in das Land regieren. Doch ein/e Teilnehmer*in des Wettbewerbs wird ermordet und die Protagonistin Neema Kraa (eine Gelehrte) wird damit beauftragt den Mörder zu finden. Ich mag Neema, die unter dem aktuellen Kaiser eine Rolle bei Hof einnimmt, obwohl sie so gar nicht in die höfische Gesellschaft passt. Sie freut sich gerade sehr darauf, dass sie in wenigen Wochen ihren Dienst für den Kaiser beenden und in Ruhe ihre wissenschaftlichen Studien wieder aufnehmen kann. Mal schauen, wie es mit ihr so weitergeht. *g*

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Die letzten Stunden habe ich vor allem mit Lesen verbracht. Bei den „Gryphonpike Chronicles“ habe ich inzwischen die erste Geschichte („Witch Hunt“) beendet und mich von dem Miteinander der Abenteurergruppe gut unterhalten gefühlt. Weder Weltenbau, noch Handlung, noch Figuren sind ungewöhnlich, aber ich finde es nett eine neue Variante eines vertrauten Themas zu lesen. Es fühlt sich an, als ob ich ein klassisches RPG anfangen würde. 🙂 Bei „The Raven Scholar“ hingegen habe ich das Gefühl, dass ich immer noch zuschaue, wie die eigentliche Handlung vorbereitet wird. Neema Kraa durchsteht eine unangenehme Situation nach der anderen und sie tut mir jetzt schon leid, wenn ich nur daran denke, was ihr noch bevorsteht. Auf der anderen Seite bin ich sehr gespannt, wie sie sich auf der Suche nach einem Mörder (wenn der Mord dann mal passiert ist) anstellen wird. Außerdem gibt es einen Aspekt, der mit dem Prolog zusammenhängt, bei dem mich eine Frage nicht loslässt und ich hoffe sehr, dass die Autorin darauf noch einmal irgendwann zurückkommen wird.

Aber jetzt ist es so langsam für mich Zeit eine letzte Blogrunde zu drehen und den Tag dann zu beenden. Auch wenn ich ziemlich nörgelig in den Tag gestartet bin, fand ich es nett die letzten Stunden in meinem Buch zu versinken und freue ich darauf morgen mehr von Neema zu lesen. Danke, dass ihr mir wieder beim Lese-Sonntag Gesellschaft geleistet habt – ich hoffe, ihr habt einen guten Start in die Woche und wir lesen uns demnächst wieder hier! Gute Nacht!

***

Heutige Mitleserinnen:

12 Kommentare

    • Konstanze

      Liebe Birthe, schön, dass du heute dabei bist! Mein Vormittag war bislang … etwas grumpig. Aber ich hoffe, dass sich das jetzt bald mal ändert. Ich wünsche dir einen wunderbar gemütlichen Lese-Tag!

  1. […] letzten Lesesonntag konnte ich ostersonntagsbedingt nicht teilnehmen und heute (Konstanzes Beitrag) ist es auch ein bisschen knapp, aber ich plane jetzt und abends vorbeizuschauen. Am Nachmittag […]

    • Konstanze

      Wie nett, dass du heute vorbeischaust, obwohl du nur wenig Zeit hast. 🙂

      Wir haben „Fantasy Life i“ vorbestellt. Den Vorgänger auf dem DS haben wir beide sehr gern (und für viele Stunden) gespielt. Ich glaube, ich habe (auch weil ich das Spiel gleich zweimal durchgespielt hatte) insgesamt über 500 Stunden damit verbracht, und wir hoffen, dass das neue Spiel uns ebensoviel Freude bereitet. Mit „Hello Kitty“ habe ich auch immer noch Spaß (es gab für die Switch gerade verfrüht das erste Update), aber ich denke, dass ich im Sommer Zeit für ein zweites zeitaufwendiges Spiel finden werde. *g*

      • Ja, an Fantasy Life kann ich mich auch noch erinnern, da bin ich auch an der Fortsetzung interessiert. Hello Kitty ist bisher ziemlich nett – zum Glück kann ich einen Großteil der Sammelei nun an die „Freunde“ übertragen. Sachen, die sich ständig wiederholen, wie die immer gleichen Sätze, nerven mich aber schon jetzt.

        „The Kingdom of Carbonel“ kenne und mag ich auch 🙂 „Carbonel & Calidor“ habe ich noch auf dem SuB. Deine Ausgabe ist witzig zu sehen, sie ist ganz anders als meine von der New York Review Children’s Collection. Beinhaltet deine Ausgabe auch Illustrationen?

        • Konstanze

          Die Sammelaufträge sind großartig, wobei ich inzwischen soweit bin, dass ich zwei Personen als Begleiter haben kann und da gibt es eine Kombination, bei der ein Begleiter automatisch alles in der Nähe aufsammelt, während der andere Begleiter eine Chance zur Verdoppelung der Items bietet. Das nutze ich gern für bestimmte Gebiete, wo seltenere (oder viel benötigte) Sachen zu finden sind.

          Ich mag meine Carbonel-Ausgaben wirklich gern, aber leider gab es davon den dritten Band nicht mehr, als ich ihn kaufen wollte. Und ja, meine Ausgabe beinhaltet auch Illustrationen.

    • Konstanze

      Huhu, Anette! Schön, dass du auch dabei bist! Normalerweise finde ich den Abwasch nicht so schlimm. Aber da ich gestern absolut keine Zeit dafür hatte, hatte sich sehr viel aufgehäuft … parallel dazu habe ich noch gekocht und dann meine schlechte Laune – das war ein bisschen viel heute Morgen.

      Ich habe in dem Antwortkommentar auf Kiya den Spieltitel genannt – jetzt kannst du selber entscheiden, ob du danach schaust oder nicht. 😉

      • Habe den Titel gelesen, aber noch nicht geforscht 😉 Den Namen John Scalzi kenne ich irgendwo her, habe aber glaube ich nichts von ihm auf der Wunschliste. The Ravn Scholar schau ich mir auch mal an. Das Hello Kitty-Spiel sieht ja wirklich niedlich aus. Hab noch einen schönen Leseabend!

        • Konstanze

          John Scalzi war früher auf Twitter und aktuell auf Bluesky sehr aktiv und wird dementsprechend häufig repostet. Er ist ein ehemaliger Journalist, seit Jahren SF-Autor und wird regelmäßig für die üblichen großen SFF-Preise nominiert (oder gewinnt sie sogar). Ich finde ihn online häufig unterhaltsam und ich mag, dass er auf seinem Blog anderen Autoren eine Plattform bietet, um ihre Neuerscheinungen (und die Idee dahinter) vorzustellen. Also dachte ich vor einigen Jahren, ich sollte vielleicht mal was von ihm lesen … *g*

          Danke, den hatte ich! Ich hoffe, dein Abend war auch angenehm. 🙂

Antworte auf den Kommentar von Kiya Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert