Lese-Sonntag November 2024

Heute ist schon der dritte Sonntag im November und somit Lese-Sonntag! Ich muss zugeben, dass ich mich in diesem Monat etwas vom Verstreichen der Zeit überrumpelt fühle. Am Mittwoch habe ich festgestellt, dass ich in den vergangenen zwei Wochen nicht mehr als eine 32seitige Kurzgeschichte gelesen hatte und auch sonst habe ich das Gefühl, dass mit mir nicht viel los war. Abgesehen davon, dass ich eine Menge (Brot, Kuchen, Kekse) gebacken … und meine nicht so geringe Sammlung an Werkzeug sortiert, ausgemistet und neu verstaut … und so einige Dinge zum Tauschladen gebracht habe. Aber grundsätzlich fühlt es sich an, als ob ich in diesem Jahr den November nicht so genießen könnte, wie ich es normalerweise tue. Ich hoffe sehr, dass der heutige Lese-Sonntag da für eine Wendung sorgen kann. Vor allem bin ich gespannt, ob ich heute endlich mal wieder zum Buch greife. Ich habe so viele schöne angefangene Romane neben mir aufgestapelt, die ich eigentlich gern weiterlesen würde … oder vielleicht sollte ich mal wieder einen vertrauten Titel aus dem Regal ziehen? Mal schauen, wie der Tag so verläuft.

Update 12:45 Uhr

Der Vormittag verging für mich mit entspanntem Rumwuseln und einer Runde „Keep the Heroes Out!“ mit meinem Mann. Beim Spielen sind wir inzwischen beim 17. Szenario angekommen und das bedeutet, dass wir nicht nur zwei verschiedene Sonderkarten in das „Heldendeck“ mischen mussten, sondern dass es auch für die unterschiedlichen angreifenden Helden Sonderregeln gab. Auf der anderen Seiten bekamen wir (ich mit meinen Echsen und mein Mann mit seinen Ratten) dieses Mal Unterstützung von den beiden Hexen Olga und Cynthia – während Olga Frösche herbeirief, die unsere Gegner angreifen konnten, hat Cynthia direkt gekämpft. Wobei die Frösche da nützlicher waren, da die kämpften bis sie besiegt wurden, während Olga und Cynthia nur aktiv wurden, wenn wir ihre Karte in die Finger bekamen. Ich finde es jedes Mal wieder faszinierend, wie unterschiedlich sich diese Spiele mit jedem Szenario anfühlen und amüsiere mich über die kleine „Geschichte“, die dadurch erzählt wird. Das Spiel war wirklich eine der besten Anschaffungen in diesem Jahr – und wir sind noch nicht fertig mit dem Grundspiel und haben dann noch die Erweiterung vor uns. *g*

Bevor ich mir überlege, was ich den Nachmittag über machen werde, gibt es erst einmal Frühstück für mich!

Update 17:00 Uhr

Das war wirklich ein etwas seltsamer Nachmittag. *g* Nach dem letzten Update habe ich erst einmal gefrühstückt und dabei auf Youtube etwas „CaFae Latte“ geschaut. Das sind (zusammengeschnittene) Tiktok-Beiträge von C. M. Alongi, in denen kurze Geschichte aus einem von einer Fae-Prinzessin geführten Café in unserer Welt erzählt werden. Ich mag diese amüsanten, diversen Urban-Fantasy-Videos, über die ich erst in den letzten Tagen gestolpert bin, und wann immer ich für ein paar Minuten Unterhaltung suche, schaue ich ein paar der kurzen Folgen. Danach wollte ich mir eigentlich ein Buch suchen und schauen, ob es mit dem Lesen klappen würde, aber stattdessen fühlte ich mich (natürlich vollkommen grundlos) etwas von den diversen, ineinanderverschmelzenden Stapeln in meinem Rücken bedroht. Weshalb ich etwas dagegen unternommen habe …

Ich habe also einen Teil meines Nachmittags damit zugebracht und die verschiedenen Stapel, die sich in den letzten Wochen rund um das Sofa gebildet hatten, abgebaut, sortiert und … äh … auf einen Beistelltisch umgelagert. Immerhin kann ich nun genau sagen, wo die Bücher sind, die ich noch rezensieren will, wo die sind, die ich für aktuelle Projekte benötige, welche Sachbücher ich eigentlich in diesem Jahr noch lesen wollte und welche Titel ich vor dem Jahresende auch noch lesen möchte. Außerdem kann ich – sobald ich die beiden Romane quergelesen habe – die Weihnachtsgeschenke für meine Mutter schon mal geschenkfertig machen und muss dann im Dezember nur noch eine nette Karte schreiben und das Ganze abschicken. Ich hoffe sehr, dass die Aktion mich ein bisschen zum Lesen und Rezensieren anspornt! Außerdem habe ich bei der Gelegenheit die vier neuen Boxen zusammengebaut, die für etwas mehr Ordnung (und Platz für Brettspiele) sorgen sollen.

Und weil ich bei der ganzen Aktion „Digger Unearthed“ von Ursula Vernon ausgegraben habe und mir ursprünglich Anfang des Jahres vorgenommen hatte, dass ich mir auch mal meine ungelesenen Comics anschauen wollte, habe ich den Wälzer angefangen. Ich habe die Hardcover-Ausgabe, die über den Kickstarter zu bekommen war, den Patrick Rothfuss für eine Digger-Neuauflage gestartet hatte. Nachdem ich den Comic bekommen hatte, hatte ich mich sehr über die wertige Ausgabe gefreut, in ein paar Kapitel reingeblättert und dann beschlossen, dass ich mir dafür mal Zeit und Ruhe nehmen würde. Wobei es dann geblieben ist …

Update 20:00 Uhr

Bis es Zeit zum Abendessen (Kartoffelsuppe, die ich gestern gekocht hatte und die mein Mann heute für uns aufgewärmt hat) wurde, habe ich dann auch wirklich in „Digger Unearthed“ gelesen. Ich muss zugeben, dass ich vorher gar nicht so viel über die Handlung wusste, aber ich genieße es gerade sehr die Geschichte von Digger zu lesen. Digger ist ein(e) Wombat(dame), die beim Graben verloren ging und nun lauter skurrile, magische Abenteuer mit seltsamen und/oder göttlichen Wesen erlebt. Diese Mischung aus vollkommen absurden und vollkommen pragmatischen Momenten ist einfach typisch für Ursula Vernon und ich mag das wirklich gern. Ich denke, ich werde den Rest des Abends weiter mit meinem Comic verbringen – bei einem Umfang von fast 800 Seiten habe ich ja auch noch ein bisschen was davon. 😉

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Die Zeit seit dem letzten Update habe ich wirklich mit dem Lesen von „Digger Unearthed“ verbracht und mich dabei wunderbar amüsiert. Ich freue mich sehr darüber, dass meine kleine Umstapelaktion mich dazu gebracht hat, dass ich den Comic endlich anfange. Damit werde ich in den nächsten Tagen noch eine nette Zeit verbringen und es ist toll mal wieder was zu Lesen, bei dem ich das Weiterlesen kaum erwarten kann. Hoffentlich schwappt dieses Gefühl dann auch mal wieder zu meinen Romanen und Sachbüchern über, denn da hatte ich heute auch so einige in der Hand, die ich eigentlich gern lesen oder zumindest mal beenden würde.

Alles in allem hatte ich heute einen schön entspannten Tag und das ist alles, was ich von einem Lese-Sonntag erwarte. Ich hoffe, Anette hat den heutigen Tag auch genossen und wünsche sonst allen, die hier vielleicht noch reinlesen sollten, einen schönen Start in die kommende Woche! Ich habe ein paar Termine vor mir, von denen ich jetzt schon sagen kann, dass sie mehr Zeit kosten werden, als mir lieb ist. Aber wenn die erledigt sind, steht nur noch ein Posten auf der „unbedingt in diesem Jahr endlich erledigen“-Liste! Mal schauen, ob ich den bis zum nächsten Lese-Sonntag auch noch abgehakt bekomme …

***

Heutige Mitleserin:

Anette

15 Kommentare

  1. Ich kann heute nicht dabei sein, weil ich Freundinnen besuche, aber ich lese nach, was ihr so lest 🙂 Mir ging es den ganzen Herbst über so, dass ich die Jahreszeit nicht so recht auskosten konnte, aber ich habe noch ziemlich viele Urlaubstage und werde vermutlich den größten Teil des Dezembers zu Hause verbringen können – dann hole ich das hoffentlich nach.

    Ich lese gerade vorrangig „Brennen muss Salem“, nachdem ich vor ein paar Tagen den Film gesehen habe (es macht Spaß, die Lücken beim Lesen auszufüllen), und Darcy Coates‘ „The Haunting of Gillespie House“.

    • Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Besuch, Kiya! 🙂

      Und ich drücke die Daumen, dass das mit dem Urlaub und dem Jahreszeitgenießen im Dezember klappt! Ich/wir haben in den nächsten zwei Wochen noch einige Termine und dann hoffe ich sehr, dass ich den Rest des Jahres den Kopf etwas freier habe, um mich auf ein paar schöne Dinge einzulassen.

      Beide Bücher kenne ich nicht – und sie klingen auch nicht nach meinem Lesegeschmack. *g* Aber ich wäre bei „The Haunting of Gillespie House“ trotzdem neugierig, was du davon hälst. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

      • Ab und an lese ich gern ein Buch von Stephen King – das letzte ist schon eine Weile her und mich interessieren auch nicht alle Titel; eigentlich stecke ich noch im dritten Band der „Dunkler Turm“-Reihe, aber es bot sich durch die Verfilmung an, jetzt „Brennen muss Salem“ dazwischen zu schieben.

        „The Haunting of Gillespie House“ hat eher Novellenlänge mit 130 Seiten – aufgefüllt ist das Buch dann mit noch drei Kurzgeschichten, versehen mit kurzen Einleitungstexten der Autorin. Eine der Geschichten ist aus der gleichen Idee wie die Titelgeschichte entstanden und lädt ein, zu schauen, wie unterschiedlich sie sich trotzdem entwickelt haben.
        Ich habe in der Titelgeschichte etwas mehr als die Hälfte gelesen. Durch die Kürze geht es recht zügig voran, eingeteilt in Tage und Nächte, zum Beispiel „Third Night“. In der Vergangenheit gab es einen eigenartigen Kultführer in dem Haus – so ein Thema ist potentiell sehr unangenehm zu lesen, aber Darcy Coates hat eine Art, Grusel eher cozy anzugehen, ohne zu sehr in schmerzliche Details zu gehen (anders als Stephen King, der mitunter den Finger mit Freuden in die Wunde legt). Mal sehen, ob das so bleibt, für mich ist es erst das zweite Buch von ihr.

        • „Cozy Grusel“ klingt wirklich überraschend nett – ich versuche mal im Hinterkopf zu halten, dass ich bei dir ab und an mal schaue, ob du noch mehr von der Autorin liest und wie dir die Titel dann gefallen. Es ist ja nicht so, als ob ich mit Grusel gar nichts anfangen kann, ich bevorzuge nur eine sehr, sehr kleine Nische davon. *g*

  2. Hallo Konstanze, ich bin jetzt dabei unter https://nettebuecherkiste.wordpress.com/2024/11/17/lesesonntag-im-november-2/
    Schade, dass der November bei dir nicht so schön verlaufen ist, aber du hast recht, die Zeit fliegt wirklich nur so vorbei. Ich fühlte mich auch durch die schrecklicken Wahlen in den USA und das Aus für unsere Regierung irgendwie wie gelähmt, davon muss man sich erst mal erholen…
    Ich hoffe, der Lesesonntag bringt tatsächlich eine Wendung für dich!

    • Hallo Anette, dann hoffe ich, dass du heute einen schönen Lese-Sonntag genießen kannst!

      Und ja, die politischen Ereignisse (national und international) sind etwas, was erst einmal verdaut werden muss. Ich versuche mich mit sinnvollen Beschäftigungen abzulegen – Doomscrolling bringt ja auch nix …

      • Ja, das mit dem Doomscrollen ist so eine Sache. Andererseits habe ich das Bedürfnis, informiert zu sein, um möglichst wenig böse Überraschungen zu erleben…
        Das Spiel hört sich genial an. Genieße dein Frühstück!

        • Wir mögen das Spiel wirklich sehr und sind selbst überrascht davon, wie viel Freude es uns bereitet! Außerdem hat das den Vorteil, dass es relativ schnell zu spielen ist, so dass mein Mann am Wochenende dann noch Zeit für eine Solorunde mit einem der Brettspiele hat, die ich nicht so genieße. 😉

          Ich versuche auch informiert zu bleiben. Aber momentan reicht es mir, wenn ich einmal am Tag grob mitbekomme, was los ist. Es ändert überhaupt nichts, wenn ich mich mehrfach am Tag mit schlechten Nachrichten auseinandersetze und meine Gedanken um all die Dinge kreisen, die die dann verursachen könnten. Ich brauche meine Energie für die Sachen, die real in meiner Umgebung passieren und (ganz vielleicht) von mir beeinflussbar sind. Trump z.B. wird wieder an die Macht kommen, da hilft es nichts, wenn ich in den Wochen bis es soweit ist meine begrenzte Energie mit Panik, Fassungslosigkeit, und Frustration verschwende …

          • Da hast du vollkommen recht. Ich versuche auch, mich mit meinen ganzen Hobbies abzulenken. Deswegen bin ich auch froh, dass ich jetzt wieder Fantasy lese und kein Buch über die AfD… Eine Wombat-Frau, die Abenteuer erlebt? Klingt total abgefahren, lol. Viel Spaß noch damit heute Abend!

          • Es ist wirklich eine skurrile Geschichte! Die Handlung wird aus der Sicht von Digger erzählt, die beim Graben aus einem unerfindlichem Grund vom Weg abgekommen ist und in einem Ganesh-Tempel wieder zum Vorschein kam. Die Ganesh-Statue und sie versuchen daraufhin herauszufinden, warum (und wie) sie überhaupt dahin gekommen ist und welchen Weg sie nach Hause nehmen könnte. Und während sie die Antworten auf diese Fragen suchen, lernt Digger ziemlich viele seltsame/gefährliche Personen kennen, was viel Potenzial für amüsante oder „gesellschaftskritische“ Momente mit sich bringt.

          • Klingt echt witzig. Und ich finde Wombats ohnehin überaus sympathisch. Getoppt nur noch von Quokkas. Und vielleicht Capybaras. Drücke die Daumen, dass deine Leselaune auch für Romane und Sachbücher zurückkehrt! 🙂

          • Danke! Es wäre wirklich nett, wenn ich mich mal wieder kopfüber in Bücher stürzen könnte. Immerhin freue ich mich jetzt schon auf meine Digger-Lesezeit heute Nachmittag. 🙂

  3. Bei mir ist der halbe Herbst irgendwo vorbeigeflogen, dass es einfach unfassbar war. Am Lesesonntag war ich gerade noch auf der Rückreise von Sizilien, daher habe ich den leider verpasst. Aber ich glaube, ich habe an dem Tag sogar einiges gelesen.
    Dein Tag war ja ziemlich gut ausgefüllt. Schön, dass du neben Brettspiel und Umstapelei auch noch ausreichend Zeit für entspanntes Lesen hattest!

    • Du hattest ja auch so einige letzte Male und Veränderungen, die die letzten Wochen vermutlich ziemlich gefüllt haben – und so ein Sizilien-Urlaub klingt auch nach etwas, was viel zu schnell vergeht.

      Das Umstapeln war überraschend hilfreich, um wieder mit dem Lesen anzufangen, und der Griff zum Comic hat auch geholfen. Wobei ich mit „Digger“ langsamer vorankomme, als ich erwartet hatte, weil das Format wirklich unhandlich ist und ich nur in einer bestimmten Position darin lesen kann. *g*

      • Ja, das stimmt, ich war ziemlich im Ausnahmezustand.
        Unhandliche Formate sind immer etwas mühsam zum Lesen, aber solche Bücher muss man dann eben in kleinen Portionen genießen. 😉

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