Lese-Sonntag Februar 2026

Der Februar war bislang ein etwas seltsamer Lese-Monat. Es ist nicht so, dass ich nichts gelesen habe, ich habe nur sehr, sehr viele Bücher angefangen, um sie dann wieder wegzulegen und zu einem anderen Titel zu greifen. Abgesehen von der „Hidden Legacy“-Reihe von Ilona Andrews, von der ich am 1. Februar den aktuellsten Band („Beast Business“) gelesen habe, um in den folgenden sechs Tagen die älteren sechs Teile der Reihe zu verschlingen. Ich würde ja daraus schließen, dass ich gerade in Urban-Fantasy-Stimmung bin, wenn ich nicht eigentlich gerade sehr darauf warten würde, dass ein High-Fantasy-Band („This Kingdom Will Not Kill Me“), den das Autoren-Duo geschrieben hat, Ende März endlich erscheint. Mal schauen, ob ich mich heute genug zusammenreißen kann, um nicht ständig neue Bücher anzufangen. Es wäre eigentlich ganz nett, wenn ich mal ein bisschen in meinem aktuellen Sachbuch („The Mistresses of Cliveden“ von Natalie Livingstone) ankommen würde oder zumindest zu einem der vielen angefangenen Romane, die neben dem Sofa liegen, greifen würde. Aber vorher brauche ich – wie immer – erst einmal etwas Zeit zum Wachwerden und um ein paar lästige Pflichten zu erledigen.

Update 11:00 Uhr

Ich würde nicht behaupten, dass ich mich inzwischen wach fühle, aber immerhin fühle ich mich einigermaßen funktionsfähig. 😉 Wenn ich mal davon absehe, dass ich gerade beim Abwiegen und Kneten von Teigzutaten sehr unkoordiniert war und mehrfach mit Löffeln und Zutaten jonglieren musste, weil sie mir überraschenderweise aus der Hand fielen. Aber die Küche ist sauber, ich habe eine Runde Dehnübungen gemacht und im Kühlschrank ruht nun ein Teig für Chocolate Scones, den ich heute Nachmittag nur noch in den Ofen werfen muss, damit wir etwas Leckeres essen können. Zumindest hoffe ich, dass sie lecker werden – ich bin gerade auf der Suche nach einem guten Scones-Rezept und teste deshalb immer mal wieder andere Rezepte aus. Bei dem heutigen Rezept habe ich das Gefühl, dass aus einem eigentlich einfachen Gebäck etwas überraschend aufwändiges gemacht wurde. Aber wenn es richtig gut schmecken sollte, bin ich bereit sie häufiger zu machen, auch wenn das zu einer ganz schönen Sauerei in der Küche führt. *g*

Da ich inzwischen richtig großen Hunger habe, mache ich mir erst einmal Frühstück und entscheide mich dann für eins meiner angefangenen Bücher. Es wäre wirklich schön, wenn ich zumindest einen der Romane heute beenden und einige Seite in meinem Sachbuch lesen könnte.

Update 14:00 Uhr

Ein kleiner Tisch mit einer zartgrünen Schale mit Porridge und Bananenscheiben. Dahinter eine große Tasse mit Milchschaumhaube. Links von der Schale lässt sich die Taschenbuchausgabe von "The Mistresses of Cliveden" von Natalie Livingstone erahnen und dahinter eine kleine brennende Sturmlaterne.

Nach dem letzten Update habe ich mir wirklich erst einmal Frühstück gemacht und das dann genossen, während ein YT-Video lief. Danach habe ich endlich zu „The Mistresses of Cliveden“ von Natalie Livingstone gegriffen und mich in den ersten Teil des Buchs vertieft. Cliveden ist ein Anwesen, das gerade mal fünf Meilen von Windsor Castle und 30 Meilen von Westminster Palace entfernt liegt und das von seinem ersten Besitzer (2nd Duke of Buckingham) in den 1870er Jahren gebaut wurde, damit er dort ungestört mit seiner Geliebten (Anna Maria) zusammen sein konnte – nachdem er ihren Ehemann in einem Duell getötet hatte. Ich muss zugeben, dass sich das Buch wirklich gut liest, wenn ich mich erst einmal darauf einlasse. Natalie Livingston (deren Mann im Jahr 2012 Cliveden erworben hatte) mischt Zusammenfassungen der jeweiligen Ereignisse mit Zitaten von Zeitzeugen. Sie sorgt so dafür, dass ich nicht nur das Gefühl habe, ich kann die Personen und Ereignisse gut einordnen, sondern ich fühle mich auch unterhalten genug, um meinem Mann immer wieder von dem Gelesenen zu erzählen. Ich hoffe sehr, dass das bedeutet, dass ich in den nächsten Tagen häufiger zu dem Buch greife. Jetzt werde ich aber erst einmal zur Switch wechseln …

Update 17:00 Uhr

Die UK-Taschenbuchausgabe von "Enchanting the Fae Queen" von Stephanie Burgis. Das grüne Cover zeigt im unteren Drittel zwei kleine Figuren, die Hand und Hand gehen. Die eine Figur ist ein blonder Mann, die andere eine ebenfalls blonde Frau. Sie sind von goldenen Linien umgeben, die auf ein Labyrinth hindeuten. Im Hintergrund ist der Umriss eines Märchenschlosses zu sehen.

Nachdem ich gemütlich ein Stündchen mit der Switch gespielt habe, habe ich erst einmal zu „Enchanting the Fae Queen“ von Stephanie Burgis gegriffen. Das Buch habe ich in der letzten Woche angefangen und abends immer mal wieder etwas darin gelesen. Es ist der zweite Band der „Queens of Villainy“-Reihe der Autorin (Band 1 war „Wooing the Witch Queen“) und wie schon beim ersten Teil habe ich eigentlich recht wenig zu der Geschichte zu sagen. Die Handlung ist nett, aber auf eine Art und Weise, dass ich mir wünschte, es wäre etwas weniger cozy, damit ich emotional etwas mehr involviert wäre beim Lesen. Was ich spannend finde, ist, dass das die erste Reihe mit fantastischen Liebesgeschichten ist, die Stephanie Burgis über einen Verlag veröffentlicht – und ich habe ein bisschen das Gefühl, dass das der Handlung nicht so gut getan hat. Ich mag zumindest ihre selbstveröffentlichten Titel deutlich mehr, weil sie mich in der Regel deutlich mehr berühren und ich mich beim Lesen deutlich mehr amüsiere. Das bedeutet nicht, dass diese Reihe schlecht wäre, aber ich genieße sie nicht so sehr wie andere Romane der Autorin …

Im Vordergrund liegt ein appetitlich ausschauender goldbraun gebackener Chocolate Chip Scone auf einem gemusterten Teller. Im Hintergrund sind eine große dampfende Tasse und eine kleine brennende Sturmlaterne zu sehen.

Gegen 15 Uhr habe ich dann den Ofen angeworfen und die Scones gebacken, damit wir sie zu unserer üblichen „Teezeit“ gegen 16 Uhr essen konnten. Ich weiß noch nicht, wie gut sie sich einfrieren und wieder auftauen lassen, aber im Moment würde ich sagen, dass sich die ganze Sauerei heute Vormittag in der Küche definitiv gelohnt hat. Die Chocolate Chips Scones sind unglaublich lecker! Außen knusprig, innen mürbe ohne auch nur annähernd trocken zu sein – und wenn ich nicht nach einem schon satt gewesen wäre, hätte ich mir wirklich gern noch einen zweiten genommen, weil sie so gut sind. Vermutlich werde ich trotzdem noch andere Rezepte ausprobieren, weil ich eigentlich ein schnelles Rezept mit nicht ganz so vielen Zutaten suche, aber verflixt war das lecker … *g*

Update 19:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich – abgesehen von einer Pause, um die inzwischen abgekühlten Scones einzufrieren – weiter in „Enchanting the Fae Queen“ gelesen und inzwischen den Roman beendet. Ich glaube, das war die längste Zeit, die ich in den letzten sieben Tagen am Stück gelesen habe. Leider bleibt es dabei, dass ich zu dem Buch nicht mehr zu sagen habe, als dass es wirklich nett war. Ich werde auf jeden Fall auch den dritten (und abschließenden) Band der Reihe lesen, wenn er irgendwann erscheint, und ich werde bestimmt wieder eine angenehme Zeit damit haben. Aber grundsätzlich sind es nicht die besten Geschichten, die ich je von Stephanie Burgis gelesen habe … und ich hoffe eher, dass sie demnächst eine Möglichkeit findet, um zum Beispiel weitere „The Unexpected Adventures of Lady and Lord Riven“-Titel zu schreiben, denn die lese ich mit mehr Vergnügen. 😉 Jetzt aber meldet mein Mann, dass unser Abendessen (Kartoffelsuppe, die ich gestern gekocht hatte,) servierbereit ist und das bedeutet, dass ich mein Update hier beenden und später erst eine Blogrunde drehen werde.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Drei Bände von "Die Tagebücher der Apothekerin" (genau genommen Band 13, 14 und 15), die aufgefächert auf meinen Beinen liegen.

Nach dem Abendessen habe ich spontan zu den drei ungelesenen Bändern von „Die Tagebücher der Apothekerin“ gegriffen, die hier noch lagen. Ich mag die Manga-Reihe sehr und finde es immer wieder amüsant gemeinsam mit Maomao zu erleben, welche größeren und kleineren Geheimnisse den Inneren Palast eines fiktiven (chinesisch inspirierten) Landes umtreiben. In dem letzten Teil, den ich gelesen hatte, gab es bei einem Jagdausflug einen Anschlag auf den Kronprinzen (den jüngeren Bruder des Kaisers) und auch wenn die Attentäter gefasst wurden, so ist noch ungewiss, welcher Drahtzieher hinter der Tat steht. Außerdem gibt es so einige Gerüchte über eventuelle Schwangerschaften (und somit potenzielle weitere Thronerben), weitere Missverständnisse zwischen Maomao und dem Eunuchen, der für die Verwaltung des Inneren Palastes zuständig ist – und ich fühle mich beim Lesen wunderbar unterhalten. Ich mag die Reihe wirklich sehr und finde es nur bedauerlich, dass ich jetzt auf dem aktuellen Stand bin und so einige Monate warten muss, um herauszufinden wie es weitergeht.

Da ich bald ins Bett gehen werde, war das hier das letzte Update für den heutigen Lese-Sonntag. Ich hatte einen wirklich angenehm entspannten Tag mit leckeren Chocolate Chip Scones und freue mich, dass ich nicht nur „Enchanting the Fae Queen“ und die drei Manga beendet, sondern auch ein Stückchen in „The Mistresses of Cliveden“ weitergelesen habe. Ich hoffe sehr, dass ich nun regelmäßiger darin lese und es vielleicht sogar bis zum Monatsende beendet bekomme. Euch wünsche ich einen angenehmen und stressfreien Start in die Woche! Bei uns soll es morgen sehr glatt werden – passt gut auf euch auf, wenn ihr aus dem Haus geht! Gute Nacht! 🙂

***

Heutige Mitleser*innen:

20 Kommentare

    • Aber ich habe keine Lust auf einen Inkeeper-Reread oder auf eine der Reihen, die ich bislang nicht lese, weil mir der erste Band nicht gut genug gefallen hat, um mehr davon zu lesen. *g*
      Es ist gerade kompliziert … 😉

      • Danke, es war schön 🙂 Dir viel Spaß jetzt mit der Switch. Ich hatte meine schon seit ein paar Jahren nicht mehr in der Hand, glaube ich, was einfach daran liegt, dass ich alles, was geht, am PC spiele.
        Ich bin gespannt auf das Ergebnis eurer Scones-Versuchsreihe und hoffe, du teilst deine Erkenntnisse zu den Rezepten.

        • Danke, den hatte ich. 🙂 Ich spiele ungern mit Tastatur, während ich die Switch wirklich angenehm finde. Ärgerlich ist es, dass inzwischen einige Spiele, die mich reizen würden, nur für die Switch 2 veröffentlicht werden – und die ist für meine Gelenke ein bisschen zu schwer, um sie auf dem Schoß zu halten beim Spielen. (Und ich spiele oft, während mein Mann den Fernseher anderweitig belegt, also brauche ich eine Konsole, die ich beim Spielen in den Händen halten kann.)

          Ein Teil von mir ist bereit zu verkünden, dass die Versuchsreihe vorbei ist. Die Scones sind sooo lecker! (Es war übrigens dieses Rezept: https://bakeitwithlove.com/chocolate-chip-scones/ )

          • Vielleicht kannst du für die Switch 2 eine Unterlage verwenden, wie andere sie zum Beispiel zum Malen auf dem Schoß benutzen? Ich habe die Switch 2 nicht, deshalb weiß ich aus eigenem Probieren gar nicht, wie schwer sie ist, aber ich habe die alte Switch schon manchmal lieber vor mir aufgestellt.

            Danke für den Link – der Scone sieht phantastisch aus. Schön, dass sich die Mühe gelohnt hat.
            „Enchanting the Fae Queen“ sieht auch sehr hübsch aus, klingt aber eher nach etwas, was ich mir als preiswertes E-Book zulegen würde (der erste Band schlummert auf meinem Kindle, den gab es mal für etwa 1 €).

          • Mein Mann hatte sich im vergangenen Jahr eine Switch 2 gekauft, mit der ich das Spielen ausprobieren konnte. Der Gewichtsunterschied ist gar nicht so groß, aber dank beginnender Arthrose in den Gelenken merke ich den leider dann doch überraschend deutlich.

            Ich mag die UK-Cover der Romane wirklich sehr – mit ein Grund, wieso ich mich dann auch beim zweiten Band zu einer Vorbestellung durchringen konnte, obwohl ich da schon wusste, dass ich diese Reihe nur „nett“ finde. *g*

  1. Moin Konstanze, bin jetzt – mal wieder sehr spät – dabei unter https://nettebuecherkiste.wordpress.com/2026/02/15/lesesonntag-februar-2026/
    The Mistresses of Cliveden hab ich auch auf der Wunschliste, finde ich thematisch total interessant, ich hoffe, du findest gut rein! Chocolate Scones klingen genial, ich bin selbst leider viel zu faul zum Backen, auch wenn ich es mir immer mal wieder vornehme, mich endlich mal mit dem veganen Backen zu beschäftigen. Bin gespannt, für welches Buch du dich entschieden hast!

    • Huhu, Anette! „The Mistresses of Cliveden“ liegt schon eine Weile auf meinem Sachbuch-SuB und nachdem ich vor kurzem in einem anderen Buch über eine der Damen gestolpert war, dachte ich, es wäre mal Zeit endlich zu diesem Titel zu greifen. Die Einleitung war schon gut zu lesen, aber weiter bin ich in der vergangenen Woche nicht gekommen. Mal schauen, ob ich gleich etwas länger dabei bleibe …

      Backen finde ich – von dem einen oder anderen Gefluche, weil ich zu ungeschickt oder zu abgelenkt bin – wirklich entspannend und befriedigend. Die „zeitaufwändigsten“ Rezepte, die ich mache, benötigen Gehzeiten über Nacht, was bedeutet, dass der Arbeitsanteil gering ist, auch wenn ich das Ganze etwas planen muss. Aber selbst bei diesen Sachen habe ich nach relativ übersichtlichem Arbeitsaufwand etwas Leckeres, was ich mehrfach genießen kann. Kochen finde ich da deutlich unbefriedigender, weil ich da für den selben Arbeitsaufwand weniger von habe. 😉

      • Freut mich, dass dir das Buch gefällt!
        Ich denke halt immer, Kochen musst du ja, damit du anständig isst, finde Backen eher optional 😉 Viel Spaß beim Zocken!

        • Aber gerade die optionalen Dinge sind doch die, die das Leben reizvoll machen! 😀

          Danke! Ich hatte meinen Spaß mit meiner täglichen Spielrunde – und habe dann brav wieder zu einem Buch gegriffen. *g*

          • Stimmt auch wieder 😉 Die Scones sehen fantastisch aus! Genieße den Abend, ich hoffe, das Fae Queen-Buch wird noch etwas besser!

          • Sie waren auch wirklich sehr lecker! Da hatte sich die Arbeit wirklich gelohnt!

            Danke! Ich habe meinen Abend wirklich genossen und nicht nur das Fae-Queen-Buch beendet, sondern sogar noch drei Manga gelesen. 😀

          • Wow, noch drei Manga, super! Bei uns hat es gestern Abend noch massiv angefangen zu schneien, aber heute Morgen war alles wieder weg.

  2. Ich kann verstehen, dass die Cover ein Kaufargument waren. Übrigens habe ich jetzt „The Unexpected Adventures of Lady and Lord Riven“ auf meine Wunschliste geschoben – das könnte etwas für mich sein, aber die geringe Seitenzahl schreckt mich ab.

  3. Ach mist, ich hatte mich schon gefreut, dass ich morgen endlich mal wieder beim Lesesonntag dabei sein kann, letzte Woche war ich weg … Und jetzt fällt mir auf, dass der 1. ja ein Sonntag war! 😭 Na, dann lese ich morgen trotzdem und hoffe auf den März … oh nein, jetzt seh ich’s: Das ist ausgerechnet das Wochenende, an dem ich Reitkurs habe. Dann wohl April. 😅

    • Es tut mir leid, aber ich musste eben schon schmunzeln, als ich deinen Kommentar las, Birthe.

      Der dritte Sonntag scheint sehr beliebt für andere Pläne zu sein – aber ich möchte wetten, wenn ich den Lese-Sonntag auf ein anderes Datum setze, käme auch immer was dazwischen …

      Ich drücke die Daumen, dass es mit deiner Teilnahme im April klappt – und wünsche dir viel Spaß morgen beim Lesen! 🙂

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