
Als ich um fünf Uhr aufstand, hatten wir 29 Grad im Schlafzimmer (und 28 Grad im Wohnzimmer), aber der Morgenhimmel sah immerhin hübsch aus. In ein paar Minuten muss ich die Fenster in Schlafzimmer und Wohnzimmer verdunkeln, aber noch genieße ich ein bisschen das Tageslicht. Da für heute Nachmittag Gewitter angekündigt sind, hoffe ich, dass es dann bewölkt genug sein wird, dass wir zumindest die Verdunklungsvorhänge aufziehen können … Mal schauen, wie viel es heute mit dem Lesen klappen wird. Ich bin nach gerade mal einer Handvoll Tage mit diesen Temperaturen nicht gerade konzentrations- oder denkfähig und kann jetzt schon ankündigen, dass ich am frühen Nachmittag (hoffentlich) für ein paar Stunden vor dem Ventilator schlafen werde, um den fehlenden Nachtschlaf auszugleichen.
Oh, und bevor ich es vergesse kommt hier noch die Erinnerung daran, dass das heute der letzte Lese-Sonntag bis September sein wird. Da die Wahrscheinlichkeit, dass diese Temperaturen noch ein paar Wochen anhalten werden, laut dem gestern im Fernsehen auftretenden Wetterexperten recht hoch sind, bin ich wirklich froh über die geplante Sommerpause für den Blog.
Update 8:30 Uhr

Den Morgen habe ich mit all den Dingen verbracht, die ich definitiv nicht erledigen will, wenn es noch wärmer (und schwüler) in der Wohnung geworden ist. Nachdem Sport, Abwasch und ein paar andere Sachen erledigt waren, habe ich zu „The Sourdough Compendium“ von A. G. Slatter gegriffen. Das ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die die Autorin schon in drei vorherigen Büchern veröffentlicht hatte. Jede dieser Geschichten spielt in der Welt, die Angela Slatter auch für ihre Romane nutzt, und ich habe eine Rezension zu dem Band gelesen, in der gemeint wurde, dass man die Entwicklung der Autorin daran sehr gut verfolgen könnte. Das kann ich noch nicht beurteilen, weil ich heute erst die dritte Geschichte (mit dem Titel „The Badger Bride“) gelesen habe. Die Handlung wird erzählt aus der Sicht von Gytha, deren Talent als Kopistin (und Fälscherin) ihrem Vater und ihren zwei Schwestern ein gutes Leben ermöglicht. Zu Beginn der Geschichte bekommt sie den Auftrag ein Buch zu kopieren, dessen Autor und Titel von dem Auftraggeber sorgfältig unlesbar gemacht wurden, außerdem nimmt sie einen verletzten Dachs in ihr Haus auf. Ich mochte die Geschichte sehr, gerade weil sie ein ungewöhnliches Ende nimmt, und ich fand es spannend im Anschluss die Anmerkungen der Autorin zur Entstehung der Geschichte und ihre Inspirationen zu lesen.

Beim Teetrinken (Pfefferminz) habe ich dann noch ein bisschen Youtube geschaut, bis mein Mann eben aufgestanden ist. Und jetzt werde ich wohl weiter Lesen, bis es zu heiß und schwül wird, um ein gedrucktes Buch zu halten (oder mein Magen nach Frühstück verlangt).
Update 12:00 Uhr
Seit dem letzten Update habe ich in „The Labyrinth House Murders“ von Yukito Ayatsuji gelesen. Ich mag die Krimis von dem Autor wirklich gern, auch wenn ihr Schauplatz immer ein ziemlich absurdes Haus ist. All diese Häuser wurden von dem selben – verstorbenen – Architekten gebaut, was bedeutet, dass ich als Leserin mir sicher bin, dass es so einige Puzzle (Hinweise auf Geheimgänge, extra Räume o.ä.) in diesem Haus gibt, die bislang noch nicht enthüllt wurden. Dieses Mal ist die Geschichte besonders herausfordernd, weil ich von Anfang an weiß, dass die Sachen, die mir erzählt werden, eine „Romanversion“ eines Ereignisses sind, das vor gut einem Jahr stattfand. Bislang haben wir einen älteren und vermögenden Krimiautor, der Selbstmord begangen hat, und seine vier Protegés, die innerhalb weniger Tage eine 50seitige (Kriminal-)Geschichte schreiben müssen, in denen sie selbst ein Mordopfer sind. Diese vier Geschichten werden dann von einem Detektiv (der schon aus den anderen Büchern bekannte Shimada Kiyoshi), einem Kritiker und einem Lektor beurteilt – und der Autor/die Autorin der besten Geschichte erbt das Vermögen ihres verstorbenen Mentors. Als ich das Buch aus der Hand legte, war gerade ein Mord geschehen – und ich kann aufgrund der Erzählweise momentan noch nicht beurteilen, ob dieser Mord innerhalb einer dieser Kurzgeschichten, innerhalb des Romans oder wirklich passiert ist. Ich vermute, dass ich erst zum Ende von „The Labyrinth House Murders“ genug Informationen haben werde, um eine Ahnung von der Auflösung zu haben.

So langsam wird es zu heiß, um noch ein gedrucktes Buch in der Hand zu halten, weshalb ich wohl gleich erst einmal eine Runde mit der Switch spielen und danach vielleicht zum eBook wechseln werde. Oder vielleicht gehe ich nach dem Spielen erst einmal ins Bett und schaue, ob ich etwas Schlaf nachholen kann …
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Guten Morgen! Ich bin heute auch mit dabei, auch wenn ich vermutlich nicht so viel Zeit zum Lesen habe. https://neyasha.at/2026/06/21/lesesonntag-im-juni-2026/
Ich habe auch bereits die Nase voll vom Sommer und es ist gerade mal Juni …
Hier sind zwar am Abend ebenfalls Gewitter angesagt, aber ohne Abkühlung, daher erhoffe ich mir davon nicht zu viel.
Hoffentlich kannst du am Nachmittag noch etwas Schlaf nachholen! Bei mir ist auch der Ventilator die einzige Rettung.
Guten Morgen, Neyasha! Mir geht es ebenso – wobei ich sehr dankbar bin, dass die ersten zwei Juniwochen so angenehm waren. Wir waren während des Filmfests so viel unterwegs, ich weiß nicht, ob ich das heil überstanden hätte, wenn die Temperaturen so wie heute gewesen wären.
Ja, Gewitter und keine Abkühlung ist auch die Vorhersage für unsere Region. Was bedeutet, dass es aktuell schon unangenehm schwül ist, aber immerhin habe ich zwischendurch die Fenster noch einmal aufreißen können, weil es bewölkt genug war, dass die Sonne nicht schon um kurz nach fünf die Wohnung weiter aufheizte.
Danke! Ohne den Ventilator wäre gerade an Schlaf gar nicht zu denken und nachdem ich am Freitag so frustriert war, habe ich noch einen Tischventilator bestellt, der in der Küche seinen Dienst tun darf. Die ist leider so klein, dass ein Standventilator keinen Platz hat, wenn ich mich da noch bewegen will. Aber einen Tischventilator sollte ich auf der Waschmaschine unterbringen können …
Guten Morgen, ich möchte mich auch anschließen, auch wenn ich vorhabe, erst noch ein bisschen mit Coral Island zu verbringen…
https://kiyaliest.wordpress.com/2026/06/21/lesesonntag-im-juni-4/
Dein Buch sieht gut aus – ich glaube, ein Buch von der Autorin liegt bei mir auch irgendwo auf dem SuB vergraben. Da spielen also mehrere Bücher in derselben Welt? Wie hängen die denn zusammen und welches wäre gut zum Einstieg?
Huhu, Kiya! Ich hoffe, du hast/hattest viel Spaß mit „Coral Island“ (ich schmolle ja immer noch, weil das Spiel wohl nicht auf der Switch erscheinen wird).
Die Autorin schreibt Gothic-hafte Fantasy in der Sourdough-Welt. Jeder Roman kann für sich stehend gelesen werden. Aber wenn du mehrere Romane liest, wird dir auffallen, dass Figuren erwähnt werden, die du schon kennst, oder eine Legende, die du schon gelesen hast, auf einem Charakter basiert, den du gerade erst kennenlernst. Es ist alles miteinander verzahnt, aber auf eine so unaufdringliche Art und Weise, dass du – soweit ich das bislang beurteilen kann – überall anfangen kannst. Ich denke, dass dir die Kurzgeschichten (soweit ich das nach gerade mal drei Stück sagen kann) besonders gefallen könnten, aber auch sonst denke ich, dass du dich mit ihrer eher gemächlichen (aber sehr atmosphärischen) Erzählweise vermutlich ganz gut vergnügen könntest.
Moin Konstanze! Melde mich zum Dienst unter https://nettebuecherkiste.wordpress.com/2026/06/21/lesesonntag-im-juni-2026-hitze-edition/
Der Titel deines Buches ist der Brüller! 😀 Und die Tasse epochal!
Tut mir echt leid, dass das so schlimm ist bei euch mit der Hitze. Meine Wohnung heizt zwar auch ziemlich auf, aber so schlimm nicht.
Tststs … Anette, so ein Lese-Sonntag ist doch Entspannung und keine Arbeit! 😉
Das ist halt der Name, den die Autorin für ihre fantastische Welt verwendet. *g* Und ich liebe die Tasse! Ich habe sie von der ehemaligen Nachbarin zum letzten Geburtstag geschenkt bekommen und seitdem darf das Capybara regelmäßig in Pfefferminztee baden. 😀
Unsere Wohnung hat halt wirklich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang direkte Sonneneinstrahlung – was im Winter super ist, da wir sehr wenig heizen müssen. Aber im Sommer wird es trotz doppelter Verdunklung schnell unerträglich und wenn dann noch – wie aktuell – nachts entweder so viel Wind geht, dass wir die Fenster nicht offen lassen können, oder so wenig Wind, dass keine Abkühlung dadurch kommt, dann bleibt die Hitze halt in der Wohnung. Die Hitze ist der einzige Grund, wieso ich aktuell jeden Morgen um fünf Uhr aufstehe, um vor Sonnenuntergang alles verdunkeln zu können. Definitiv nicht meine Jahreszeit!