Gemeinsam lesen (6. bis 10. April)

Eine weitere Woche „Social Distancing“, eine weitere Woche mit gemeinsamer abendlicher Lesezeit.

Sehr viel habe ich am Wochenende nicht gelesen, aber ich bin mit „The Goblin Emperor“ von Katherine Addison doch ein Stückchen weitergekommen. Ich mag den Protagonisten Maia so gern, ebenso wie die Personen, die ihm … nicht nahe stehen … eher in einem engen Dienstverhältnis zu ihm stehen. Es ist großartig, wie Katherine Addison Maias Situation beschreibt, seine Versuche sich wie ein Herrscher zu benehmen und doch nicht gleichgültig oder grausam zu sein und immer wieder der Wunsch, er könnte einen leichteren Weg gehen, er hätte jemandem, dem er durch und durch vertrauen kann, und es wäre nicht er, der diesen Job übernehmen musste. Es wird mit jeder Seite klar, dass Maias Position ihm ein unglückliches und einsames Leben bescheren wird, obwohl man ihm so sehr wünscht, dass es ihm mal gut gehen würde und er jemanden finden könnte, der für ihn da ist. Aber gerade deshalb liest sich Maias Geschichte so gut, weil er eben ein Charakter ist, der sich wissentlich auf dieses Erbe einlässt, weil ein unerfahrender Herrscher für das Land so viel weniger schlimm ist als ein politisch erfahrener, aber skrupelloser Usurpator …

(Eine Stunde später)
Was ich bei dieser doch eigentlich recht ruhig erzählten Geschichte wirklich faszinierend finde, ist, dass ich nie Probleme habe in die Handlung reinzufinden und trotz vieler anderer Gedanken im Kopf immer sofort wieder bei Maia und seinen Erlebnissen bin. Vermutlich liegt das daran, dass mich dieser Charakter wirklich berührt. Als ich gerade eine Szene las, in der eine ältere Adelige, die zwar zur Familie seines Vaters gehört, aber keinerlei Beziehung zu Maia hat, zustimmte mit ihm einmal die Woche zu Abend zu essen, wären mir vor Erleichterung fast die Tränen gekommen. Diese Frau wird ihm zwar keine Freundin sein (können), aber immerhin eine Person, mit der er auf relativer Augenhöhe kommunizieren und so etwas wie ein familiäres Verhältnis aufbauen kann … Wie ihr seht, beschäftigt mich Maias Schicksal sehr, obwohl ich mich noch relativ gut an die Geschichte erinnere. Aber es sind die kleinen Szenen mit ihm, die mich so sehr berühren, die Momente, in denen er sich unzulänglich vorkommt oder in denen er nicht weiß, wie er mit einer anderen Person kommunizieren soll, oder sogar die, in denen er feststellt, dass er sich nicht mehr wie Maia benimmt, sondern wie sein Vater … Morgen geht es weiter!

Dienstag (07. April)

Heute hatte ich leider keine Zeit, um weiter in „The Goblin Emperor“ zu lesen, dafür freue ich mich umso mehr auf diese abendliche Lesestunde. Obwohl mein eigenes Leben durch die Selbstisolation eigentlich kaum anders verläuft als mein normaler Alltag, finde ich es so langsam doch etwas anstrengend, dass mein Mann so einen seltsamen Rhythmus hat (er geht drei Stunden später zur Arbeit und kommt irgendwann zwischen 14 und 16 Uhr nach Hause). Mir fehlen vier Stunden, in denen ich ungestört meinen Kram erledigen kann, und während ich meine Pflichten noch gut auf die Reihe bekomme, vermisse ich ein bisschen die Nachmittagsstunden, in denen ich mir sonst regelmäßig ungestörte Lesezeit gönnen konnte. das ist alles kein großes Drama, aber eben etwas, das ich inzwischen deutlich wahrnehme … Aber zurück zu meinem Buch: Je nachdem wie gut ich mich heute konzentrieren kann, komme ich heute Abend oder morgen mit dem Roman zum Ende. Im Moment kann ich mir noch gar nicht vorstellen zu einer anderen Geschichte zu wechseln – mal schauen, was mir dann so in die Finger fällt. 😉

(Gegen 21 Uhr)
Gegen Ende der Geschichte gibt es einen großen Staatsbesuch von Maias Großvater, der nicht nur der Herrscher der Goblins ist, sondern auch seit über fünfzig Jahren sein Reich nicht verlassen hatte. Ich mag wie die Autorin diese Figur aufbaut, auf der einen Seite erfährt man, dass dieser Mann seine Tochter wie eine Handelsware behandelte als es um ihre Ehe ging, auf der anderen Seite steht natürlich die Frage im Raum wie Maias Mutter so eine aufmerksame und liebevolle Frau werden konnte, wenn ihr Zuhause genauso lieblos gewesen wäre wie der Hof, an dem Maias Vater herrschte. Als Maias Großvater dann eintrifft, habe ich das Gefühl, dass sich dieser Widerspruch stimmig aufklärt und am Ende kann man all die Szenen mit dem alten Mann einfach nur noch genießen. Außerdem gibt es natürlich noch die diversen Intrigen gegen Maia und – kurz vom Ende – die dazugehörigen Aufklärungen, wobei ich es mag, dass Katherine Addison weniger bei den dramatischen Ereignissen verharrt, als dass sie die Folgen betont, die die folgenden Verhandlungen, Bestrafungen und Veränderungen bei Hofe für Maia mit sich bringen. Jetzt lege ich erst einmal eine Lesepause ein (die Nook-Brüder haben nur noch bis 22 Uhr geöffnet und ich möchte heute noch ein bisschen Geld verdienen 😉 ), aber ich denke, ich werde das Buch vor dem Schlafengehen noch beenden.

Mittwoch (8. April)

Ich habe „The Goblin Emperor“ wirklich gestern noch beendet und mich gefreut, dass die Zukunft für Maia … nun … nicht rosig aussieht, aber auch nicht mehr so schlimm wie am Anfang. Es gab so viele Figuren in diesem Buch, die ich mochte, das war einfach nur schön zu lesen. 🙂 Für heute Abend greife ich erneut auf eine vertraute Geschichte zurück, die ich zum ersten Mal im englischen Original lese: „A Murder Is Announced“ von Agatha Christie. Ich mag die Handlung und die Figuren sehr, auch wenn ich vermutlich ein wenig anders denken würde, wenn all diese Charaktere meine direkten Nachbarn wären. 😉

(Eine Stunde später)
Da ich heute Abend immer wieder abgelenkt wurde, bin ich noch nicht so weit in dem Roman gekommen, aber inzwischen wurden alle relevanten Personen in dem kleinen Ort Chipping Cleghorn vorgestellt und die improvisierte „Mörderparty“ hat begonnen. Ich finde es lustig, dass das der einzige Agatha-Christie-Roman ist, bei dem ich – trotz diverser gesehener Romanverfilmungen – immer die Besetzung einer bestimmten TV-Verfilmung vor Augen habe. Es ist der Film von 1985 mit Joan Hickson als Miss Marple und ich mag nicht nur Joan Hickson in dieser Rolle, sondern finde die gesamten Charaktere überraschend passend besetzt. Ansonsten ist dieser einer der Romane, die mir als erstes einfallen, wenn es um die Darstellung „lesbischer Paare“ in Büchern geht, ohne dass die Autor.innen jemals explizit sagen, dass es sich bei den beiden zusammenlebenden Frauen um ein Paar handelt. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ich bei Agatha Christie das Gefühl habe, dass die Autorin schon relativ deutlich zeigt, ob zwei zusammenlebende Frauen in ihren Romanen als Paar oder eben nur als Mitbewohnerinnen dargestellt werden, ohne dass sie jemals näher auf die Beziehung dieser Frauen eingeht.

Donnerstag (9. April)

Heute gab es tagsüber keine Lesezeit für mich (ich hatte kräftig verschlafen und dank der anhängenden wirren Träume habe ich den Vormittag über auch deutlich weniger auf die Reihe bekomme als geplant), also geht es jetzt für mich mit der „Mörderparty“ in „A Murder Is Announced“ weiter. Und da mir heute erst aufgegangen ist, dass morgen ein Feiertag ist: Wollt ihr morgen auch gemeinsam lesen und was ist mit Oster-Montag?

(Ein knappes Stündchen später)
Heute klappt es nicht so recht mit dem Lesen – ich bin unkonzentriert und mein Mann ist sehr kommunikativ … Mal schauen, ob ich mir morgen tagsüber Lesezeit einräumen kann – ein paar Sachen stehen noch auf der To-do-Liste, die ich heute eigentlich schon erledigt haben wollte, aber so viele sind das nicht.

Freitag (10. April)

Ich habe heute Nachmittag ein bisschen in einen Urban-Fantasy-Roman („Greywalker“) reingeschnuppert, den ich vor einiger Zeit schon mal angelesen hatte, war aber nicht so recht in der Stimmung für diese Art von Geschichte. Also geht es heute Abend mit meinem gemächlichen „A Murder Is Announced“ weiter – inzwischen ist nicht nur der erste Mord geschehen, sondern der ermittelnde Polizist hat schon einen ersten Eindruck von den beteiligten Personen gewonnen (und sein Patenonkel hat ihm schon von seiner älteren Dame, die ein besseres Gespür für Mordermittlungen hat als er, vorgeschwärmt).

(Eine Stunde – und ein paar geschriebene Kommentare 😉 – später)
Ich glaube, was ich gerade beim Lesen meines Krimis vor allem genieße, sind die Nebenbemerkungen, in denen die Charaktere über ihre Nachbarn urteilen, und all die kleinen Unstimmigkeiten in den Aussagen, die eigentlich schon sehr, sehr früh die Person entlarven, die den Mord begangen hat, die man aber normalerweise überliest, weil nun einmal Aussagen verschiedener Personen unterschiedlich ausfallen. Ich bin mal wieder sehr hingerissen von Agatha Christies Erzählweise, muss aber auch zugeben, dass die Tatsache, dass mein Mann gerade auf dem Fernseher „Animal Crossing“ spielt mich nicht wenig ablenkt – und den Wunsch weckt selber das Spiel wieder anzuwerfen. 😉

Ich wünsche euch also weiterhin schöne und hoffentlich entspannte Osterfeiertage! 🙂 Sehen wir uns am Montag wieder hier?

***

Gemeinsam lesen mit …

Neyasha
Kiya

38 Kommentare

  1. Das klingt wirklich nach einem sehr positiven Charakter! Ich behalte das Buch mal weiter im Hinterkopf.

    In Österreich wurden heute die Ausgangsbeschränkungen offiziell bis Ende April verlängert. Nicht überraschend, hat aber dennoch für einen kleinen Durchhänger heute bei mir gesorgt. Auf der positiven Seite hatte ich aber eine selbstgenähte Maske von meiner Mutter im Briefkasten und konnte außerdem meine Ostergeschenke wegschicken.
    Nun ja, auf jeden Fall werde ich jetzt wohl mein nächstes Puzzle fertigstellen und dazu Hörbuch horchen. Eigentlich wollte ich „Permanent Record“ weiterlesen, aber heute ist eher wieder ein Tag, an dem ich mich nicht gut aufs Lesen konzentrieren kann. Daher besser Hörbuch.

    • Konstanze

      Wie gesagt, ich mochte das Buch so gern, als ich es aus der Bibliothek ausgeliehen hatte, dass ich es mir noch einmal im Original besorgen musste. 😉

      Die Verlängerung ist wirklich nicht überraschend und selbst wenn die weitere Ausbreitung des Virus verlangsamt wird, so wird es doch noch so einige Zeit dauern, bis alle Ländern wieder an einem Punkt sind, an dem das Gesundheitssystem nicht von Überlastung bedroht wird … Immerhin hast du heute deine Päckchen auf den Weg bringen können und ein nützliches Geschenk von deiner Mutter im Briefkasten finden können. Ich finde es gerade so schön zu sehen, wer alles Masken näht und auf welche Wege diese geschickt werden. 🙂

      Hab viel Spaß mit dem Puzzle! „Permanent Record“ läuft dir ja nicht weg und irgendwann klappt das mit dem Lesen dann doch wieder besser.

      • Das ist immer toll, wenn einem ein in der Bibliothek entdecktes Buch so gut gefällt, dass man es selbst besitzen möchte.

        Das mit den Masken finde ich auch schön und ich hab mich auch total gefreut darüber, Post von meiner Familie zu bekommen. Und eine weitere Maske wird sich bald auf den Weg machen. Meine Mutter hat mir quasi den Prototyp geschickt, damit ich schnell eine habe und möchte mir nun auch noch ein „verbessertes Modell“ zukommen lassen.
        Nach Ostern werden bei uns kleine Geschäfte und Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen – es geht also in Babyschritten voran und die Zahlen stimmen derzeit auch optimistisch. Aber in vielen anderen Ländern ist das ja leider nicht der Fall.

        Mein Puzzle ist inzwischen fertig. Das ist so ein schönes, farbenfrohes Motiv und es hat extrem Spaß gemacht.

        • Konstanze

          Das stimmt! Ich muss aber auch zugeben, dass das lange Zeit der Grund dafür war, dass ich recht selten in die Bibliothek ging – meine Wunschliste war deutlich länger als mein Budget und da wollte ich gar nicht noch mehr gute Bücher finden und haben wollen. 😉

          Das ist wirklich lieb von deiner Mutter! Vermutlich geht es ihr wie meiner und sie macht sich Sorgen, weil die Tochter in der Großstadt mit so vielen Menschen zusammenlebt. (Dabei habe ich das Gefühl, dass „Social Distancing“ in der Stadt so viel einfacher ist …)

          Wie schön, dass du dein Puzzle so genossen hast! Ich habe seit Samstag nicht in den Feedreader geschaut und muss mal gucken, ob du am Sonntag dein Puzzle gezeigt hattest. 🙂

  2. Das hört sich wirklich nach einem tollen Charakter, aber auch nach einer bedrückenden und eher etwas traurigen Geschichte an, wenn du so viel mit deinem Protagonisten mitleiden musst. 🙁

    • Konstanze

      Es ist ein wirklich toller Charakter! Und ja, die Geschichte hat sehr viele traurige und bedrückende Momente, aber das wird auch ausgeglichen zum Beispiel durch Erinnerungen an seine Mutter, die zwar früh gestorben ist, aber bis zu ihrem Tod eine sehr liebevolle und aufmerksame Mutter war. Und es gibt auch überraschend amüsante Szenen, aber oft sind die gerade deshalb amüsant, weil man nichts Positives in Maias Leben erwartet und er selber dann so überrascht ist, dass jemand auf ihn zukommt oder ihn unterstützt. Es ist trotz all der traurigen Ereignisse in Maias Leben für mich gerade ein richtiges Wohlfühlbuch, weil ich ihn mit all seinen Fehlern und Schwächen so mag und es schön finde, wie viel Mühe er sich gibt (und dass er eben auch immer wieder dagegen ankämpfen muss es sich einfacher zu machen und sich wie ein Tyrann zu verhalten).

      • Danke! Du scheinst dein Buch ja auch sehr zu mögen – ich habe den letzten Teil jetzt aber nur überflogen, weil ich es ja selbst noch auf dem SuB habe und daher noch gar nicht viel darüber wissen möchte 😉

        • Konstanze

          Ich mag es wirklich sehr (und ich habe versucht so wenig wie möglich zu verraten *g*). 🙂

          • Ich weiß 🙂 Aber ich will mich noch überraschen lassen, wohin die Handlung geht. Ich habe wirklich erst wenige Seiten in dem Buch gelesen, wahrscheinlich muss ich es noch einmal beginnen, wenn ich es mir wieder vornehme.

  3. Ich habe noch rasch einen Blogbeitrag geschrieben, aber jetzt bin ich auch da! Ich schnappe mir heute „Verschüttete Milch“ von Barbara Frischmuth, das ich am Wochenende begonnen habe, und mache es mir damit auf dem Sofa bequem.
    Ich habe übrigens das Gefühl, dass mir auch Lesezeit fehlt, was verrückt ist, da ich gerade mehr Zeit zum Lesen hätte als sonst. Was doch sonst das regelmäßige Lesen in den öffentlichen Verkehrsmitteln ausmacht!

    • Konstanze

      Du bist gerade schrecklich fleißig, ich wünschte, ich würde das mit dem Bloggen so gut hinbekommen. (Viele angefangene Texte, aber keinen davon so weit geschrieben, dass ich was veröffentlichen könnte. *g*) Viel Vergnügen beim Lesen! Laut den Rezensionen, die ich zu dem Buch gesehen habe, ist es ja recht ruhig geschrieben. 🙂

      Ich glaube, es liegt bei dir daran, dass du sonst während der Fahrt nichts anderes zu tun hast, während du aktuell so viel andere Dinge neben dem Lesen tun kannst. Wenn ich sehe, was du gerade an Handarbeiten, Bloggen und Balkonarbeit so erledigt hast, finde ich es nicht verwunderlich, wenn das „richtige“ Lesen etwas kürzer kommt.

      • Ich glaube, ich muss kompensieren, dass ich mir im Home Office teilweise so unproduktiv vorkomme. 😉
        Ja, es stimmt, dass die Zeit in den Öffis deshalb für mich so eine gut Lesezeit ist, weil ich dort wenig Ablenkung (also im Sinne von anderen Hobbys) habe. Daher komme ich dort auch bei Büchern gut voran, die ich etwas mühsam zu lesen finde, trotzdem aber nicht abbrechen will. Dagegen bin ich zuhause eine ungeduldigere Leserin. „Achtsam morden“, den Krimi, den ich unlängst abgebrochen habe, hätte ich vermutlich unterwegs in der Straßenbahn tatsächlich weitergelesen.

        • Ach ja, und ich wünsche dir noch eine schöne restliche Zeit mit deinem Buch! Oder hast du es inzwischen schon zu Ende gelesen?

          • Konstanze

            Dabei bist du da wahrscheinlich gar nicht unproduktivi, sondern arbeitest einfach nur anders als sonst. 🙂

            Dankeschön! Ich habe es wirklich gestern Abend beendet und die letzten Seiten sehr genossen!

  4. Ich bin wieder etwas später dran heute – hatte noch eine Skype-Verabredung. Vermutlich greife ich heute wieder zu „Verschüttete Milch“, da bin ich gestern ganz gut reingekommen.

    „A Murder Is Announced“ hab ich vor einigen Jahren auch mal gelesen, kann mich aber nicht mehr wirklich daran erinnern. Ich bin ja eher ein Fan von Poirot, daher habe ich da einige Krimis mehrmals gelesen, die mit Miss Marple dagegen nur einmal. Viel Spaß auf jeden Fall damit!

    • Konstanze

      Dann wünsche ich dir weiter gute Unterhaltung mit deinem Buch, Neyasha. 🙂

      Mir ist Poirot zu sehr eine Parodie seiner selbst, während ich an Miss Marple mag, dass sie eine recht normale alte Dame ist. Aber grundsätzlich gibt es eigentlich keinen Agatha-Christie-Roman, den ich nicht mag und nicht mehrfach gelesen habe – wenn man von „Passagier nach Frankfurt“ absieht, der wirklich sehr seltsam ist. Ich genieße die vertraute Geschichte auf jeden Fall gerade sehr! 🙂

  5. Ich habe noch nicht so viel Agatha Christie gelesen wie ihr alle, aber bisher fühle ich mich am wohlsten damit, die Ermittler zu mischen, also nicht unbedingt mehrere Poirot- oder Marple-Bücher hintereinander zu lesen, damit es nicht zu eintönig wird 😉 Mit Tommy und Tuppence hatte ich auch schon viel Spaß.

    • Konstanze

      Bei Poirot wäre es mir auch zuviel, wenn ich alle nacheinander lesen würde. Miss Marple hingegen kommt in vielen „ihrer“ Romane relativ wenig vor, da passt es für mich – außerdem schiebe ich ja immer wieder andere Genres dazwischen. Und ja, mit Tommy und Tuppence kann man sehr viel Spaß haben. 🙂

  6. Für mich wird der Feiertag morgen nicht anders ablaufen als die anderen Tage auch, insofern können wir morgen gern das Lesestündchen machen 🙂 Viel Spaß heute weiterhin mit Agatha Christie!

    • Konstanze

      Bei uns auch nicht, aber da mir gerade auffiel, dass morgen Feiertag ist, wollte ich mal nachfragen. (Lustigerweise war mir die ganze Zeit bewusst, dass es das Osterwochenende ist, aber dass Freitag und Montag Feiertage sind, hatte ich vergessen. 😉 )

      Danke! Den habe ich. 🙂

  7. Diese Woche lass ich irgendwie ein wenig aus … ich hatte grad noch ein Skype-Treffen und hab noch kein Abendessen gehabt. Ich werde mir also erst mal was zum Essen machen und mich danach vielleicht zum Lesen nach draußen setzen, da es wohl noch immer warm genug ist.
    Morgen wär ich mit dabei (und voraussichtlich auch endlich mal wieder pünktlich).

    • Konstanze

      Manchmal klappt es eben nicht wie geplant. 🙂

      Ich wünsche dir guten Appetit und entspanntes Balkonlesen!

      • Danke, ich hatte noch ein angenehmes Lesestündchen auf dem Balkon, aber inzwischen ist es doch etwas zu kühl geworden.
        Ich hoffe, dass du morgen tagsüber ein wenig Lesezeit unterbringen kannst!

        Ich hab heute und morgen Urlaub genommen. Heute hab ich einige Sachen erledigt und einen längeren Spaziergang unternommen, aber morgen werde ich vermutlich tagsüber auch einige Zeit mit Lesen verbringen.

        • Konstanze

          Das ist schön, Neyasha! Wir sitzen hier auch gerade mit weit geöffneten Fenster, weil die Luft draußen noch so warm ist. Allerdings kommt vom benachbarten China-Imbiss nicht ganz so netter Geruch herein und die Raucher, die sich auf der Straße aufhalten, trüben mein Vergnügen auch etwas. 😉

          Urlaub klingt gut und auch notwendig, wenn ich daran denke, was du von den vergangenen Wochen so geschrieben hast. Ich wünsche dir schon einmal für morgen einen gemütlichen und erholsamen Tag mit so einigen Balkon-Lesestunden! 🙂

  8. Ich habe heute schon „Verschüttete Milch“ ausgelesen und mir das nächste Puzzle geschnappt. Es hat nur 500 Teile, daher bin ich schon ziemlich weit. Da mir außerdem von meinem aktuellen Hörbuch „Der Fluss“ nur noch eine knappe Stunde fehlt und es gerade sehr spannend ist, werde ich jetzt auch weiter Hörbuch horchen.
    Von meinem Puzzle reiße ich mich aber erst mal los, da ich noch rasch eine kleine Häkelei einschieben muss. Ich habe in meinem Briefkasten sehr unerwartet einen Brief vorgefunden mit einer Art Osterschnitzeljagd, auf die ich mich morgen Vormittag begeben soll. Ich bin sehr gespannt und aufgeregt und weiß weder genau, von wem der Brief ist (auch wenn ich einen Verdacht habe), noch was mich da genau erwartet. Auf jeden Fall aber möchte ich meinem Osterhasen auch irgendwie ein Geschenk zukommen lassen, daher werde ich noch ein Körbchen häkeln.

    • Konstanze

      Das klingt, als ob dein Tag bislang gut gelaufen wäre, Neyasha! 🙂 So eine überraschende Osterschnitzeljagd klingt großartig! Ich wünsche dir jetzt schon viel Spaß dabei! 🙂

      Hab noch viel Freude mit deinem Hörbuch und viel Erfolg beim Häkeln!

      • Danke! Das Hörbuch habe ich nun zu Ende gehört; mit der Häkelei bin ich dann auch bald fertig. Mal sehen, ob ich mich danach mit neuem Hörbuch nochmal ans Puzzle setze oder lieber eine Folge bei „His Dark Materials“ weiterschaue.

        Die vielen kleinen Hinweise, die Agatha Christie bei ihren Krimis einstreut, finde ich auch immer toll. Theoretisch könnte man, wenn man ganz, ganz aufmerksam liest, ja selbst auf die Auflösung kommen. Aber ich habe es fast nie geschafft, tatsächlich selbst alles richtig zusammenzusetzen.

        • Was ich jetzt vergessen habe zu schreiben: Am kommenden Montag weiß ich noch nicht, ob es bei mir geht bzw. werde ich wohl eher wieder später dazu stoßen. Die restliche Woche sollte dann wieder gut passen.

          • Konstanze

            Dann bist du heute Abend ja wirklich erfolgreich gewesen – hast dir das Hörbuch denn bis zum Ende gefallen? Und welche Entscheidung hast du getroffen? Hat „His Dark Materials“ gewonnen oder hast du gleich zum nächsten Hörbuch gegriffen?

            Ich bin schon früher regelmäßig auf die Auflösung gekommen, aber nie so früh wie es theoretisch möglich gewesen wäre, weil ich dafür so viel aufmerksamer hätte lesen müssen. *g*

            Dann würde ich mal sagen, dass wir uns erst am Dienstag wieder treffen! 🙂

          • Mir hat das Ende des Hörbuchs nicht ganz so gut gefallen wie der Rest des Romans, aber dennoch hat sich dieser Zufallsfund sehr gelohnt.
            Entschieden hab ich mich letztendlich dafür, das Puzzle fertigzubauen. Da ich aber nicht direkt zu einem neuen Hörbuch wechseln wollte, habe ich dabei einfach Radio gehört.

            Ich war nie gut darin, auf die Auflösungen von Agatha Christie-Krimis zu kommen (von ein paar Ausnahmen abgesehen), aber dafür scheine ich unerwartete Wendungen in Filmen aus zig Metern Entfernung zu riechen, z.B. in „Knives Out“, der sonst so für seine Wendungen gelobt wurde.

          • Konstanze

            Ah, ich finde es immer schade, wenn das Ende mit dem Rest nicht mithalten kann, aber solange du das Gefühl hast, dass sich das Hören gelohnt hat, ist es ja schön. 🙂

            Ich glaube, ich habe einfach zu viele Agatha Christie gelesen, sie hat ja immer die gleiche Art ihre Hinweise einzubauen, auch wenn diese in der Regel schon sehr schön versteckt sind. Bei Filmen finde ich es spannend, wie viel einem Kameraführung und Schnitt verraten – mein Mann hat regelmäßig am späten Nachmittag den Fernseher ohne Ton laufen, weil er einen Bildteppich haben möchte, um nach der Arbeit runterzukommen, und wenn da Krimis laufen machen wir uns manchmal den Spaß und erraten den Mörder ohne überhaupt groß etwas von der Handlung mitzubekommen, einfach weil Kamera, Schnitt und das Szenentiming oft schon so viel verrät. *g*

  9. Die Osterschnitzeljagd klingt ja toll. Darauf hätte ich auch Lust. Und auch puzzlen klingt gut. Mein letztes war ein Disney-Puzzle, aber bei Natira habe ich noch einige andere schöne Motive entdeckt. Welches Motiv puzzlest du gerade, Neyasha?

  10. Ich kann noch nicht so genau sagen, wie die nächste Woche bei mir verlaufen wird – wenn ich Pech habe, muss ich schon in mein Praktikum starten. Trotzdem sollten die Abende dann langsam entspannter werden, insofern fände ich es schön, wenn die Aktion nächste Woche weitergeht. Ob ich jeden Tag dabei sein kann, werden wir sehen.

    • Konstanze

      Kiya, ich hoffe sehr, dass deine Abende in der kommenden Woche wieder entspannter werden! Wenn du Zeit und Lust hast, geht es am Dienstag wieder weiter. 🙂

      Oh, Neyasah! Die Faultiere sind ja großartig! 😀 Viel Spaß dabei! 🙂

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