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Gemeinsam lesen (30. März bis 03. April)

Nachdem es in der vergangenen Woche mit der täglichen Lesestunde durch das gemeinsame Lesen mit Neyasha so gut geklappt hat, geht es heute gleich damit weiter. Ich weiß noch nicht so recht, welches Buch ich lesen mag, nachdem ich heute Vormittag „Feedback“ beendet habe. Ich brauche jetzt eindeutig eine Geschichte, die keinerlei Ähnlichkeit mit dem Roman von Mira Grant (Seanan McGuire hat), bin aber noch nicht sicher in welche Richtung ich als nächstes gehen möchte. Nur gut, dass der SuB noch groß genug ist. 😉

(Eine Stunde später 😉 )
Eigentlich hatte ich nach einem Blick auf die SuB-Liste beschlossen, dass ich „Bewitched and Betrothed“ von Juliet Blackwell lesen würde. Den Roman hatte ich vor kurzem schon mal auf den „demnächst lesen Stapel“ gepackt, nur um ihn doch wieder im Regal zu verstauen – dieses Mal so gründlich, dass ich auf meiner Suche nach dem Titel erst einmal über „The Moving Finger“ von Agatha Christie stolperte und deshalb spontan diesen Krimi angefangen habe. Die Geschichte ist mir so vertraut (vertraut genug, um sie neben dem Motorsport-Film, den mein Mann gerade schaut, zu schauen), aber ich habe sie noch nie auf Englisch gelesen. Bislang fühlt es sich nicht anders an und ich bin auch noch über keine Stelle gestolpert, bei der ich dachte, dass da in der deutschen Übersetzung etwas geändert worden wäre. Die Suche nach Unterschieden zwischen Original und Übersetzung ist ja gerade für mich fast das Spannenste, wenn ich meine neuen englischen Agatha-Christie-Ausgaben lese. 😉 Auf jeden Fall fühle ich mich schon wieder sehr wohl in dem kleinen Ort Lymstock und bin genauso wie alle anwesenden Personen darüber schockiert, dass ein Schreiber von anonymen Briefen die Idylle stört, auch wenn ich natürlich schon weiß, welche Beweggründe die Person hat. Ich werde heute bestimmt noch ein paar Seiten in dem Roman lesen, aber vorher muss ich mich der Waschmaschinenladung widmen, die noch darauf wartet, dass ich sie zusammenlege und verstaue.

Dienstag (31. März)

Tja, irgendwie ist das dann gestern doch nichts geworden mit dem Weiterlesen nach dem Wäschezusammenlegen und heute Mittag habe ich in meiner Frühstückspause erst einmal zu „Nur wenn du mir vertraust“ von Deborah Crombie gegriffen, damit ich die nächsten Kapitel mal hinter mich bringe. Schon erstaunlich, dass ich die Krimis eigentlich mag, aber beim Reread doch einiges zu Kritisieren finde und die beiden Bände, die ich eh als schlecht in Erinnerung hatte, noch weniger mag als ich erwartet hatte. Umso mehr freue ich mich jetzt auf „The Moving Finger“ und die vertrauten Ereignisse in Lymstock.

(Und wieder ist die Stunde rum …)
Ganz so entspannt war mein abendliches Lesestündchen heute nicht, da mein Mailfach ständig neue Nachrichten signalisierten, aber ich habe doch einige Seiten in „The Moving Finger“ genießen können. Ich finde es wirklich spannend gemacht wie Agatha Christie ihren Protagonisten so langsam bewusst werden lässt, dass die anonymen Briefe, die im Städchen umgehen, nicht so harmlos sind, wie er dachte. Nicht, weil die Briefe brisante Themen ansprechen, sondern weil solche Briefe die Atmosphäre vergifte, weil sie Misstrauen zwischen Menschen säen, die einander zugetan sein sollten, und weil auch ein blinder Schuss mal eine tödliche Stelle treffen kann. Ansonsten genieße ich Agatha Christies Beschreibungen der verschiedenen Figuren sehr wie die des göttlichen Kindermädchens, dessen ganzer Zauber verfliegt, sobald es anfängt zu sprechen. 😉

Mittwoch (1. April)

Ich muss gestehen, dass meine Freizeit heute komplett von „Animal Crossing“ und den ersten Vorbereitungen zum „Häschentag“ gefressen wurde, aber jetzt bin ich doch ganz froh eine Spielpause einlegen zu können (und meinem Mann die Gelegenheit zu bieten, dass er auch mal eine Runde mit meiner Switch spielen kann) und etwas zu lesen. Die Ereignisse in Lymstock ziehen an und wenn ich mich recht erinnere, dann dürfte es nicht mehr lange sein, bis die Anwaltsgattin stirbt …

(Ein überraschend entspanntes Stündchen später)
In den letzten Tagen war es immer so, dass prompt nach 20 Uhr mein Maileingang ständig neue Nachrichten meldete und oft genug welche, bei denen ich gleich antworten musste. Heute hingegen konnte ich recht ungestört mein Buch genießen. Ich mag es einfach so sehr, wie Agatha Christie Figuren vorstellt – besonders ist es mir gerade bei der (inzwischen verstorbenen) Anwaltsgattin aufgefallen, von der man erst einen allgemeineren Eindruck präsentiert bekommt, dann die Meinung des Erzählers und nun gibt es all das Geschwätz rund um ihren Tod. So bekommt man in diesem Fall erst einmal die Seite der Person zu sehen, die sie der Außenwelt zeigt, dann die kleinen verräterischen Dinge, die andere Facetten ihrer Persönlichkeit zeigen, und zuletzt lernt man anhand all der Gerüchte mehr über ihr Umfeld und über die Nachbarn und Familienmitglieder. Ich mag diese kleinen Elemente, die dem Leser am Ende einen zwar nicht wenig klischeehaften, aber stimmigen Charakter präsentieren.

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Gemeinsam lesen mit

Neyasha
Kiya

Gemeinsam lesen (23. bis 27. März)

Am Wochenende haben Neyasha und ich uns überlegt, dass es uns gerade gut tun würde, wenn wir uns einmal am Tag ein Lese-Stündchen gönnen würden. Damit wir uns auch wirklich dazu hinsetzen und uns am Anfang und Ende dieser Zeit kurz austauschen können, gibt es diesen Beitrag für die Zeit vom 23. bis 29. März.

Montag (23. März)

Nachdem ich mir ein dreitägiges „Insel-Wochenende“ gegönnt habe, begann heute morgen für mich wieder der Alltag und ich muss zugeben, dass mir mehr Normalität und weniger „zwischendurch auf die Twitter-Timeline schielen“ schon gut tut. Gelesen habe ich dank „Animal Crossing: New Horizons“ in den letzten Tagen relativ wenig, weshalb ich immer noch am Anfang von „Jodeln und Juwelen“ von Charlotte MacLeod bin, obwohl ich das Buch schon vor zwei Wochen begonnen hatte. Auf jeden Fall geht es jetzt erst einmal für ein Stündchen damit weiter! 🙂

Eine Stunde später 😉
Mein Buch begann für mich an dem ersten Abend, den Emma Kelling auf der Sommerinsel einer Freundin verbringt. Ihre Freundin ist in diesem Jahr verhindert und so übernimmt Emma die Aufgabe, die Gastgeberin für eine Gruppe von Künstlern zu spielen, die den Sommer auf der Insel leben und arbeiten werden. Außerdem habe ich inzwischen das gesamte Personal kennengelernt und einen mysteriösen Mann, der in einem Taucheranzug und ohne jegliche Erinnerung am Strand gefunden wurde, und inzwischen schon wieder spurlos verschwunden ist. Alles in allem war das ein sehr nettes Stündchen mit einem sehr netten Buch – die Geschichte packt mich nicht ganz so wie die ersten Teile der Reihe, denn obwohl ich Emma Kelling sehr mag, vermisse ich doch die Perspektive von Sarah oder Max bei all den seltsamen Ereignissen. Insgesamt fand ich diese erste gemeinsame Lesestunde schon mal sehr angenehm und hoffe, dass es Neyasha ebenso erging. 🙂

Dienstag (24. März)

Ich muss gestehen, dass ich gerade sehr, sehr müde bin – mal schauen, wie gut es so mit dem Lesen klappt. Die To-do-Liste war in den letzten Tagen voll, dazu kamen ein paar ungeplante Dinge (ein Job, der zeitnah erledigt werden soll, und das Zusammenbauen und Austesten des neuen Staubsaugers) und wieder einmal eine etwas zu kurze Nacht, weil ich momentan mit meinem Mann aufwache und es dann nicht schaffe, die mir fehlenden zwei Stunden Schlaf noch nachzuholen. Aber ich freue mich gerade trotzdem sehr auf diese ruhige Stunde mit Buch und hoffe, dass ich nicht über Emma Kellings Erlebnissen einnicke. 😉

(Eine gute Stunde später)
Das Lesen klappte dann doch erstaunlich gut, was nicht nur daran lag, dass inzwischen eine Leiche aufgetaucht ist und die auf der Insel befindliche Wahrsagerin in der Nacht des Mordes anscheinend betäubt wurde – Emma Kelling und ich sind uns übrigens noch nicht sicher, ob wir der Dame ihre Kräfte abkaufen sollen oder nicht, immerhin müssen wir zugeben, dass uns diese Person sympathisch ist. 😉 Ansonsten mag ich diesen Satz: „Eine gute Gastgeberin versuchte stets, alles Unangenehme von ihren Gästen fern zu halten, selbst wenn sie sich heimlich eingestehen musste, dass ihr diese Gäste ziemlich auf die Nerven gingen.“ (Ich möchte dazu anmerken, dass Emma gerade mal 24 Stunden mit diesen Gästen zusammen auf der Insel ist. :D) Immerhin ist inzwischen Theonia Kelling auf der Insel eingetroffen und wird Emma in den kommenden Tagen zur Seite stehen – ich freu mich schon darauf morgen mehr über die Zusammenarbeit dieser beiden Damen zu lesen, die ergeben ein unschlagbares Team.

Mittwoch (25. März)

Ich muss gestehen, dass ich mich heute besonders auf diese Lesestunde freue, da der Tag anstrengend war und ein paar nicht so schöne Nachrichten mit sich brachte. Ich werde jetzt also zu Emma und Theonia Kelling auf die Insel flüchten (das Thema zieht sich gerade eindeutig durch meine Freizeit 😉 ) und versuchen herauszufinden, was es mit all den seltsamen Sommergästen und dem mysteriösen Toten auf sich hat.

Irgendwie macht mir das Buch Lust darauf von Tove Jansson noch einmal „The Summer Book“ zu lesen, denn ich habe das Gefühl, dass die kleine Privatinsel, auf der Emma den Sommer verbringt, unter normalen Umständen genauso eine hübsche kleine Zuflucht wäre wie die Insel, die von Tove Jansson in ihrem Roman beschrieben wird.

(Ein Stündchen später)
Auch wenn Theonia schon so einige Bewegung in all die seltsamen Ereignisse auf der Insel gebracht hat, so ist die arme Emma gerade nicht besonders glücklich über die neugewonnenen Erkenntnisse und die neu hinzugegkommenen Mysterien. Ich denke, dass ich morgen Abend mit dem Roman fertig werde und da ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnere, wer hinter dem Mord und den anderen Dingen steckt, bin ich jetzt schon neugierig auf die Auflösung. *g*

Donnerstag (26. März)

Heute bin ich ein bisschen spät dran, da die Gemüse-Lasagne doch etwas länger brauchte, als ich eingerechnet hatte. Aber ich freu mich schon sehr darauf jetzt eine kleine Auszeit zu nehmen und mich mit Emma und Theonie auf die Insel zu begeben, dabei war mein Tag relativ ruhig, ich habe relativ entspannt vor mich ingearbeitet – war dabei aber so auf meine Arbeit konzentriert, dass ich mal wieder gar nicht mitbekommen habe, wie viel Hunger und Durst ich hatte. Jetzt also mit Buch, vollem Magen und einem großen Glas Wasser entspannen …

(Heute nur ein knappes Stündchen Lesezeit …)
Da ich gerade zu unruhig bin um weiter zu lesen, ist das heute nur ein knappes Lesestündchen für mich geworden – aber so reicht mein Buch immerhin noch für den morgigen Abend. 😉 Stattdessen werde ich jetzt noch eine kleine Arbeitsrunde einlegen, in der Hoffnung, dass ich heute mit diesem Teil des Jobs noch fertig werde.

Freitag (27. März)

So lange habe ich gestern dann doch nicht mehr arbeiten müssen, aber da dann das Hochladen der bearbeiteten Daten nicht so recht laufen wollte, habe ich dann kurz vor Mitternacht doch noch einmal zu „Jodeln und Juwelen“ gegriffen und das Buch beendet. Ich mochte die Geschichte wirklich gern, aber die früheren Bände der Reihe liegen mir schon etwas mehr am Herzen. Als Kontrastprogramm darf heute Abend „Feedback“ dienen – ich muss seit Beginn der Corona-Pandemie an die „Newsflesh“-Serie von Mira Grant denken und nun habe ich endlich mal den vierten und abschließenden Band der … äh … Trilogie *g* … vom SuB befreit. Mal schauen, wie es sich anfühlt von einer Welt zu lesen, in der „Social Distancing“ zum Alltag gehört und es kaum noch Anläss gibt, zu denen man sich persönlich trifft, während man selber „Social Distancing“ praktiziert.

(Ein gutes Stündchen später)
Ich mag den Ton in „Feedback“ und ich glaube, ich werde die Protagonistin (ob wohl noch eine weitere Person dazu kommt, bei den anderen Romanen hat man die Geschichte immer aus mindestens zwei Perspektiven erlebt) mögen. Ash kommt aus Irland und lebt inzwischen mit ihrem Mann Ben in den USA. Sie und Ben haben einander geheiratet, damit sie die US-Staatsbürgerschaft bekommen konnte (und er dafür die der EU) und die Ehe ist wirklich nicht mehr als eine Geschäftsbeziehung zwischen sehr guten Freunden und Kollegen (unter anderem, weil Ash homosexuell ist). Obwohl die beiden ebenso wie George und Shaun Mason Journalisten sind und immer auf der Jagd nach Neuigkeiten, die sie berichten können, habe ich ein ganz anderes Gefühl bei diesen beiden Figuren und bin sehr gespannt, wie sich das Ganze noch entwickelt und wie und wo es im Laufe des Romans Anknüpfungspunkte an „Feed“ gibt – dessen Ereignisse parallel zu „Feedback“ laufen müssten. Das war definitiv die richtige Buchwahl für die nächsten Tage. 🙂