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Lese-Sonntag im Juli 2020

Um beim inzwischen schon traditionellen Anfang zu bleiben: Heute ist wieder der dritte Sonntag im Monat und somit Lese-Sonntag! Bei uns ist in der vergangenen Woche der Alltag zurückgekommen, nachdem mein Mann wieder Vollzeit in der Firma sein muss (obwohl die meisten Kollegen noch ein paar Wochen verkürzte Arbeitszeiten haben *seufz*). Für mich bedeutet dies etwas mehr „frei verfügbare“ Zeit, aber das auch nur theoretisch, denn in den vergangenen Monaten ist doch einiges liegengeblieben, was ich nun aufholen möchte. Heute gönne ich mir aber einen entspannten Tag und das bedeutet, dass ich möglichst viel Zeit mit Lesen und Spielen verbringen will. Genau genommen mit „Animal Crossing“ denn für „Gloomhaven“ ist es in unserer Wohnung nach zwei 30-Grad-Tagen schon wieder zu warm. In den Tag starte ich aber erst einmal mit dem Abwasch von gestern und dann mit „The Jumbie God’s Revenge“ von Tracey Baptiste, dem dritten und (vorerst?) letzten Band rund um Corinne und die Jumbies.

Update 11:00 Uhr

Die Stunden seit dem Aufstehen sind gut rumgegangen … *g* Das Geschirr von gestern Abend ist abgewaschen, die Küche aufgeräumt, meine nächtliche Timeline aufgelesen und Zeit mit den Jumbies habe ich auch schon verbracht. Ich mochte die ersten beiden Romane von Tracey Baptiste schon sehr und der zweite gefiel mir noch besser als der Auftaktband der Reihe, aber ich finde es traurig zu sehen, wie unsicher und ängstlich Corinne zu Beginn von „The Jumbie God’s Revenge“ ist. Ihr Mut war zwar einer der Hauptgründe dafür, dass sie in der Vergangenheit ständig in Schwierigkeiten geriet, aber er war eben auch eine ihrer hervorstechensten Charaktereigenschaften. Noch bin ich ziemlich am Anfang der Geschichte und ich hoffe sehr, dass sie ihr Selbstbewusstsein und ihre Tapferkeit bald wiederfindet … Ansonsten habe ich einige Zeit mit „Animal Crossing – New Horizons“ verbracht, da wir Sonntagsmorgens uns immer als Gruppe austauschen, um Rüben zu schauen, auf welcher Insel Rüben am günstigsten gekauft werden können. Das macht das Spekulieren mit Rüben nicht nur deutlich einfacher, sondern ist auch immer lustig, wenn wir als Gruppe auf einer Insel rumflitzen und uns über alle möglichen Sachen austauschen. Jetzt greife ich aber erst einmal wieder zum Buch … 🙂

Update 14:00 Uhr

Ursprünglich wollte ich zum Frühstück lesen, aber dann habe ich doch lieber mit meinem Mann ein Video über das Nähen eines viktorianischen Ballkleids geschaut. Und da mein Mann danach noch ein weiteres Video schauen wollte, das mich nicht interessierte, aber zu laut war, um nebenbei zu lesen, habe ich meine Planung für die kommende Woche angefangen. Der Essensplan für die Woche vom 25. bis 31. Juli steht auch schon, jetzt muss ich nur noch das dafür benötigte Gemüse beim Händler bestellen. (Die Tatsache, dass ich die Bestellung Anfang der Woche aufgeben muss und Freitags die Bio-Kiste bekomme, ist auch der Grund dafür, dass ich so weit im Voraus plane und mein Essensplan von Samstag bis Freitag geht. *g*) Ein paar Seiten habe ich aber dann doch noch auf einer karibischen Insel verbracht, die gerade von einem Hurrikane heftig getroffen wurde. Die Autorin Tracey Baptiste hat das Buch ihre karibischen Familienmitgliedern gewidmet, die „displaced by extreme weather“ sind. Ich fürchte, Corinne wird sich dieses Mal nicht mit einem mächtigen Jumbie, sondern gleich mit einem Gott anlegen müssen … Bevor ich mich aber wieder in die Karibik begebe, besuche ich erst einmal meinen Mann auf seiner Insel, denn da warten nicht nur blaue Rosen darauf, dass ich sie gieße, sondern auch ein Nachbar, der eine Anleitung bastelt, die ich noch nicht kenne. 😉

Update 17:20 Uhr

Nach dem letzten Update bin ich erst einmal wieder bei „Animal Crossing“ rein und habe Zeit auf den Inseln von meinem Mann und Sayuri verbracht. Weil da die Stunden immer so fliegen und ich nebenbei noch mehrmals in die Küche flitzen musste, bin ich im Spiel geblieben bis es Zeit war Kuchen zu essen. 😉 Genau genommen habe ich neben dem Spielen ein sehr kleines Fladenbrot gebacken, das wir heute als Beilage zum Abendessen essen wollen, und dann die Wärme vom Ofen genutzt, um einen Rhabarber-Clafoutis anzuwärmen, den ich gestern Abend aus dem Tiefkühler geholt hatte. Nach dem Kuchen habe ich meine Nase wieder in „The Jumbie’s God Revenge“ gesteckt und mit Corinne, ihrem Vater, ihren Freunden und Nachbarn mitgelitten, da ihre Insel nun schon seit mehreren Tagen von Hurrikanen heimgesucht wird. Inzwischen weiß Corinne, dass der Gott Huracan Schuld an den verheerenden Unwettern ist, aber noch hat sie keine Ahnung, wie sie den Zorn des Gottes besänftigen soll. Außerdem haben Bouki und Malik Familienangehörige gefunden, denen Corinne (ebenso wie ich *g*) misstraut. Ich bin mir sicher, dass ich den Roman heute noch beenden werde, auch wenn ich noch nicht weiß, wann das heute sein wird.

Update 21:00 Uhr

Mein Buch habe ich seit dem letzten Update ausgelesen – ich mag die Reihe so sehr und finde, dass sie mit jedem Band besser wird. Allerdings war das wohl wirklich der letzte Teil rund um Corinne und die Jumbies, was so wie es am Ende ist auch rund und stimmig ist, auch wenn ich gern noch mehr davon lesen würde. Dadurch, dass ich nur noch eben den Roman beenden wollte, ist es ein bisschen später mit dem Kochen geworden als geplant. Und so sind wir gerade erst mit der London-Folge der aktuellen Staffel von „Somebody Feed Phil“ fertig geworden – wir heben uns diese Folgen regelrecht auf, weil wir die Sendung so erholsam finden und es so wenige Folgen pro Staffel gibt. *g*

Rührei mit Frühlingszwiebeln und Feta und dazu etwas Fladenbrot.

Das war hier mein letztes Update für heute. Ich werde nur noch ein bisschen „Animal Crossing“ spielen und dann früh ins Bett gehen. Die To-do-Liste für die kommende Woche ist voll und da sollte ich nicht übermüdet in den Montag starten. 😉 Ich hatte heute wieder einen gemütlichen Tag und habe mich sehr darüber gefreut, dass mir Sayuri beim Lese-Sonntag Gesellschaft geleistet – und eine Runde „Animal Crossing“ mit mir gespielt hat!

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Heutige Mitleserin:

Sayuri

Lese-Sonntag im April 2020

Am vergangenen Lese-Sonntag habe ich noch gedacht, dass mich all die Corona-Maßnahmen gar nicht so beeinträchtigen werden, weil ich den Großteil meines Lebens Zuhause verbringe. Es ist auch wirklich so, dass sich an meinem Alltag wenig geändert hat, aber dafür sehr, sehr viel am Alltag der Menschen um mich herum, und ich hatte definitiv unterschätzt, wie sehr mich das beeinflussen und wie viel Extra-Kommunikation und Unruhe (für meine Gedanken und für mein Leben) das mit sich bringen würde. Das Einzige, was in den vergangenen Wochen an Ablenkung immer gut funktionierte, war und ist „Animal Crossing“ und damit werde ich auch in den Tag starten, wenn ich gleich in der Küche fertig bin. Ansonsten habe ich für heute nichts anderes geplant als Lesen, Spielen und vielleicht etwas Handarbeiten, wobei es mich nicht wundern würde, wenn dazu noch eine Runde Sofaschlaf am Nachmittag käme. 😉 Außerdem wäre es schön, wenn ich es endlich mal schaffen würde den vernachlässigten Feedreader abzuarbeiten – ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal einen Blogbeitrag gelesen und kommentiert habe, zu dem ich nicht eh „verabredet“ war.

Update 12:00 Uhr

Aus dem „Stündchen“ mit Animal Crossing wurde dann ein Vormittag mit dem Spiel, aber dafür sind Sonntage ja da. Ein Grund, wieso ich so lange gespielt habe, lag daran, dass ich heute gute Rübenpreise hatte und dementsprechend Familie und Freunde vorbeikamen um einzukaufen. 😉 In den kommenden Tagen werden wir dann wieder eine Liste führen und schauen, wer den besten Verkaufspreis hat – in der vergangenen Woche konnte ich so mein Geld vervierfachen und mir deshalb den nächsten Hausausbau leisten. *g* Ansonsten habe ich alles „Wichtige“ im Spiel erledigt und könnte es theoretisch für heute liegenlassen, aber wie ich mich kenne, gibt es heute Abend doch wieder eine Spielrunde (oder sogar zwischendurch, wenn ich per Twitter wieder eine Besuchsanfrage bekomme). Diese gegenseitigen Inselbesuche fressen wirklich sehr viel meiner Spielzeit, aber ich freu mich so darüber zu sehen wie andere Leute ihre Inseln ausbauen und wie unterschiedlich sich alles entwickelt, obwohl wir doch die selben Grundvoraussetzungen für unsere Inseln haben. Diese einfache Besuchsmöglichkeit ist für mich mit einer der schönsten Neuerungen am Spiel, auch wenn das bedeutet, dass man die Online-Mitgliedschaft bei Nintendo bezahlen muss … Jetzt aber wird es Zeit, dass ich an mein Frühstück denke, mein Magen (der in den letzten Tagen überraschend fordernd ist) knurrt schon.

Update 14:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich wirklich vor allem gelesen (und mein Frühstück gegessen!) und da Buch ist weiterhin unterhaltsam, aber ein bisschen habe ich langsam das Gefühl, dass für mich die Luft bei der Serie raus ist. Ich muss mal schauen, ob sich dieses Gefühl bis zum Ende des Romans wieder auflöst oder ob ich mich weiter an all den Kleinigkeiten störe, von denen ich denke, dass die Autorin sie hätte besser machen können. Was ich immer noch mag sind die „magischen“ Elemente und viele der Figuren, was mich ärgert ist das (mangelnde) Tempo der Geschichte und die (häufig ebenfalls mangelnde) Kommunikation der verschiedenen Parteien. Jetzt drehe ich aber erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde und danach gibt es Milchkaffee und Schokoleier (gehört ihr auch zu den Leuten, die „saisonale Süßigkeiten“ immer erst nach den jeweiligen Feiertagen kaufen? *g*), während wir das aktuelle maiLab-Video schauen.

Update 16:45 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal mein Socken-Chaos gesichtet – ich stricke gerade den selben Socken zum vierten Mal (wobei ich Versuch Nr. 1 beim aktuellen stricken aufribbel), weil ich eine Lösung für die Ferse suche, bei der ich weiter die wirklich simple Bumerangferse stricken und trotzdem den perfekten Sitz für meine Füße finden kann. Eigentlich bin ich mit der Ferse ja zufrieden, aber so ein kleines bisschen besser könnte der Socken schon sitzen, und da ich gerade mehrere Wollknäuel mit der gleichen Wolle habe, experimentiere ich damit ein bisschen rum. Ansonsten haben wir das aktuelle Video von Mai (ein „Virologen-Vergleich“) angeschaut und so gern ich ihre Videos schaue, so stolpere ich hier und da doch über Dinge, die mich stören. So hat sie in diesem Video mehrfach gesagt, dass Leute immun seien, die die Virus-Infektion überstanden haben, dabei habe ich in den letzten Tagen mehrfach Artikel gelesen, die meldeten, dass diese Immunität gerade von Medizinern in Frage gestellt wird. Die Verwendung des Wortes hat mich wegen dieser Artikel sehr irritiert, außerdem hätte sie diesen Begriff nicht verwenden müssen, um ihre Aussagen zu den verschiedenen Virulogen zu untermauern. Aber vielleicht weiß sie ja auch etwas, was ich nicht weiß, weil ich eben nur verschiedene Artikel lese und mich nicht gezielter informiere …

Außerdem haben wir danach noch eine Folge „Terrace House“ geschaut, die aktuelle Staffel bringt ein paar sehr nervige Beziehungen mit sich, gerade wenn man die Serie doch vor allem sieht, um ein bisschen japanischen Alltag mitzubekommen. *g* Aber der Typ, um den sich diese seltsamen Beziehungsgespräche drehten, hat das Haus verlassen, ein anderer Auszug ist auch schon angekündigt und so hoffen wir, dass es in den nächsten Folgen erst einmal wieder um alltäglichere Dinge geht. 😉 Trotz Milchkaffee und Schokolade erwischt mich gerade die Müdigkeit – mal schauen, ob eine Runde Sofaschlaf dem abhelfen kann.

Update 20:45 Uhr

Da bei mir heute auch nicht mehr viel passieren wird und sich zwei Leute schon verabschiedet haben, ist dies auch mein letztes Update für heute, wobei ich vor dem Schlafengehen noch einmal eine Runde drehen werde, um zu schauen, ob Neyasha und JED noch etwas zu erzählen hatten. 🙂 Zum Sofaschlaf kam es dann doch nicht, weil es mir am Ende doch fast zu spät dazu war. Also habe ich ein Handarbeitsvideo angemacht und Kopfhörer aufgesetzt und mir etwas darüber erzählen lassen, wie andere Personen zum Nähen gekommen sind und was genau sie machen. Danach habe ich das Abendessen gekocht und – wie man sehen kann – stilvoll mit dem Laptop auf dem Schoß gegessen, während ich eure Updates gelesen habe. Jetzt reise ich noch eine Runde auf die Insel, angel etwas und schau mal, ob meine Nachbarn mir noch was zu erzählen haben. Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Tag und habt einen guten Start in die Woche! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
Natira
Sayuri
JED

Deborah-Crombie-Lesetag (10) – Denn nie bist du allein

Da unser beider Tagesplanung im Moment zu sehr aus dem Rhythmus ist, um zeitgleich einen Vor- oder Nachmittag zum gemeinsamen Lesen freizuschaufeln, Sayuri und ich aber trotzdem mit dem Deborah-Crombie-Lesen weitermachen wollen, gibt es hier in den nächsten Wochen immer am Freitag ein Update zu je drei Kapiteln aus „Denn nie bist du allein“. Ich glaube, ich habe die Geschichte bislang nur einmal gelesen, als sie damals neu herauskam. Allerdings hat der Klappentext meiner Ausgabe doch schon einige Erinnungen bei mir geweckt, mal schauen wie mir die Handlung beim Reread so gefällt. 😉

Da ich heute Vormittag ein bisschen Zeit habe, werde ich mir eine ausgedehnte Frühstückspause mit den ersten drei Kapiteln des Romans gönnen – das Update gibt es aber erst morgen, wenn auch Sayuri soweit ist. Wie immer gilt, dass dieser Beitrag nur von Leuten gelesen werden sollte, die die Kincaid-und-James-Reihe schon kennen oder nie vorhaben diese Krimis zu lesen, denn wir werden uns mit Spoilern nicht zurückhalten.

Update 17. April (Kapitel 1 bis 3)

Da schreibe ich, dass ich mir eine ausgedehnte Frühstückspause gönnen würde und kaum ist der Satz veröffentlicht, gibt es mal wieder einen kleinen Schluckauf in meiner Tagesplanung. Am Ende habe ich mich gestern um halb drei hingesetzt und erst einmal beim Lesen die Schoko-Eier genascht, die für den Nachmittag geplant waren, während mein Frühstück (Milchreis) fertig wurde. Nun aber endlich zu „Denn nie bist du allein“, das sich dieses Mal um das Thema „historische Brände in London“ und natürlich einen Feuerteufel dreht. Ich mochte den Einstieg in die Geschichte und die Perspektive von Rose, die Feuerwehrfrau ist und bei einem Einsatz über eine Leiche stolpert, ebenso wie die anderen beiden „Personenvorstellungen“, bei denen Deborah Crombie zeigt wie gut sie mit wenigen Sätzen einen Charakter (und seine Lebensumstände) einführen kann.

Die Ermittlungen um die Tote in dem abgebrannten Gebäude werden – auch aus politischen Gründen – Duncan Kincaid zugeschanzt, der sich anscheinend mit Brandschauplätzen nicht wohl fühlt (ob es dafür eine Ursache gibt, wird nicht erklärt), und Winifred taucht wieder auf! Winifred war der einzige Lichtblick in dem schrecklichen Glastonbury-Band der Reihe und ist die Frau von Duncans Cousin Jack. Ich muss zugeben, dass ich mich nicht erinnern kann, welche Rolle sie in dieser Geschichte spielen wird, aber grundsätzlich freue ich mich, dass sie überhaupt wieder einen Teil in der Handlung einnimmt. Und wenn ich mich recht an den Namen erinnere, dann gehört auch Maura Bell von der Kriminalpolizei zu den Personen, die noch häufiger vorkommen werden.

Worüber ich immer wieder stolpere, seitdem wir die Reihe gemeinsam lesen, sind kleine Nebenbemerkungen von Duncan – und zwar in wirklich in erster Linie von Duncan und keinem anderen Charakter. In diesem Fall denkt er mit großem Bedauern darüber nach, dass in diesen „politisch korrekten Zeiten“ seine Kinder nie „Cowboy und Indianer“ spielen können, obwohl ihm das als Kind so viel Spaß gemacht hätte und aus ihm ja auch ein anständiger Mensch geworden wäre. Wie entlarvend solche Gedanken doch sind und wie unsympathisch sie mir eine Figur machen, die ich so viele Jahre lang wirklich mochte. Es ist nicht so, dass ich Duncan nicht mehr mag, aber über solche Aussagen stolpere ich bei ihm wirklich und sie ärgern mich, weil sie für mich nicht dem Bild entsprechen, die die Autorin sonst von dem Charakter zeichnet.

Hm, was sonst noch nach diesen ersten drei Kapiteln? Ich finde es interessant, dass wir mindestens vier Personen in der Geschichte haben, die in Krankenhäusern bzw. im medizinischem Bereich arbeiten oder arbeiteten, auch wenn die Handlung bislang den Schwerpunkt auf Brandstiftung und Kindesentzug zu setzen scheint.

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Update 24. April (Kapitel 4 bis 6)

Es fühlt sich immer noch so an, als ob Deborah Crombie hier die Grundsituation darstellt. Maura ist nicht begeistert, dass sich Scotland Yard in ihren Fall einmischt, auch wenn sie langsam auftaut, und wir lernen ein paar neue Figuren kennen, wobei die eine Person (Leiterin des neben dem Tatort liegenden Frauenhauses) bislang keinerlei Bezug zu irgendeinem bislang erwähnten Charakter hat, während die andere (der Abgeordnete Michael Yarwood) der Besitzer des abgebrannten Hauses ist. Außerdem haben sich inzwischen Winnie und Gemma getroffen, um über die verschwundene Elaine zu reden (die möglicherweise die Tote am Brandschauplatz ist). Bislang bewegt sich also nicht so viel, man lernt die verschiedenen Figuren ein kleines Bisschen besser kennen und wird darüber informiert, auf welchem Stand Gemma und Duncans Familie gerade seht (die Anhörung, die darüber entscheiden soll, ob Kit zu seiner Großmutter ziehen muss, findet in der kommenden Woche statt).

Außerdem wird immer deutlicher, dass Fannys verschwundene Mitbewohnerin Elaine wohl so einige Geheimnisse hatte, die die Frage aufkommen lassen, ob sie wirklich eine so gute Mitbewohnerin war wie Fanny denkt. Und natürlich ist bei dem Fall von Kindesentzug etwas schief gelaufen (was ehrlich gesagt ab dem Punkt absehbar war, als man das erste Mal eine Szene aus Perspektive des Vaters gelesen hatte) … Alles in allem war das nett zu lesen und es gab immer wieder gut geschriebene Momente mit den verschiedenen Figuren, die dafür sorgten, dass sie sich wie reale Menschen anfühlen und nicht wie Charaktere. Ansonsten bin ich noch nicht so recht neugierig auf die Hintergründe und kann die Geschichte einfach so auf mich zukommen lassen (und ebenso einfach aus der Hand legen, um eine Lesepause bis zum nächsten Update einzulegen).

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Update 1. Mai (Kapitel 7 bis 10)

Diese Kapitel haben bei mir viele kleine Gedanken ausgelöst. Ich finde es schrecklich, dass eine so aufgeweckte und mitdenkende Person wie Rose von ihrem Vorgesetzten so gedeckelt wird, dass sie sich kaum traut mit einem der ermittelnden Polizisten oder gar dem Brandspezialisten zu sprechen.

Duncan hatte zwischendurch einen erhellenden Moment, als er mit Rose sprach und mal über sein eigenes Verhalten nachdenken musste – allerdings hatte ich das Gefühl, dass er vor der Frage, ob er Maura auch so herablassend behandelt hätte, wenn sie ein Mann gewesen wäre, sehr schnell zurückschreckt und das Thema nur zu gern wieder verlässt, ohne sich wirklich ernsthaft damit zu beschäftigen. Genauso wie seine Gedanken rund um Fanny und ihre Behinderung mich wirklich wütend gemacht haben und da reicht es nicht, dass ihm seine Vorurteile bewusst werden, ich erwarte bei solchen Stellen von Deborah Crombie, dass sie ihre Figuren an solchen Punkten sich weiterentwickeln lässt, wenn sie solche menschenfeindlichen Gedanken bei sich entdecken. Und dann noch der Schluss, dass er ja eigentlich nicht ihre Behinderung abstoßend findet, sondern die Tatsache, dass sie hilfebedürftig wirkt statt kämpferisch … Wie habe ich über solche Stellen früher hinweglesen können?

Und dann zieht er Gemma ein paar Kapitel vorher in seine Ermittlungen, nur um kurz darauf irritiert zu sein, weil sie auf eigene Faust Ermittlungen rund um die verschwundene Elaine anstellt – dabei wissen sie an diesem Punkt noch gar nicht, ob „seine“ Leiche überhaupt Elaine ist und Gemma war diejenige, die überhaupt die Vermisstenanzeige durch Fanny veranlasst hat! Oh, und besonders nett verhält er sich Doug und Maura gegenüber auch nicht – ich hasse diese „Wie will sie bei der Polizei überleben, wenn sie nicht mal eine harmlose Neckerei hinnehmen kann“-Haltung und frage mich, wie er reagieren würde, wenn jemand Gemma so behandeln würde, wie er mit Maura umgeht. Überhaupt ist Duncan hier extrem unprofessionell und schmollt dann, weil seine Kollegen doch glatt den Mut aufbringen und ihm das auch sagen.

Duncan und Gemma geben mir außerdem weiterhin das Gefühl, dass sie ihre Kinder einfach so mitlaufen lassen. Was nicht gerade die richtige Vorgehensweise ist, wenn eines der Kinder gerade eine wichtige und Angst erzeugende Anhörung vor sich hat. Kit tut mir einfach nur leid, aber selbst in den wenigen Momenten, wenn Duncan und Gemma erneut bewusst wird, dass sie sich mehr Zeit für die Kinder nehmen sollten, bekomme ich nicht das Gefühl, dass sich auch nur irgendwas ändern wird. Vor allem, wenn beide keine Hemmungen haben die Termine mit den Kindern abzusagen oder zu verkürzen, wenn etwas Wichtiges (also irgendwas rund um die Arbeit, was vermutlich auch von einer anderen Person oder einen Tag später erledigt werden könnte) dazwischenkommt.

Ansonsten war die Identität der unbekannten jungen Frau von dem Überwachungsvideo im Prinzip in dem Moment erahnbar, als sie das erste Mal auf dem Video auftauchte – ich fände es schön, wenn da jetzt mal ein bisschen mehr Schwung in die Geschichte käme. Wobei es auch sein kann, dass ich die Handlung als etwas langatmig empfinde, weil wir momentan den Roman „Wochenportionen“ lese, während ich so ein Buch normalerweise schneller verschlingen (und vermutlich nicht so viele Details wahrnehmen) würde.

Wollen wir den Rest des Romans in zwei Portionen lesen, Sayuri? Vier Kapitel pro Woche und dann wären wir durch. 😉

 

Update 8. Mai (Kapitel 11 bis 14)

Ich mochte den Anfang des elften Kapitels, das Wiedersehen mit Erika und wie Gemma Erikas Wohnung wahrnimmt. Da sind auf einmal all die kleinen Details, die ich bislang in diesem Roman vermisst habe. Es gab zwar auch schon bei Elaines Wohnung Dinge, die beschrieben wurden und ihre Persönlichkeit ausdrücken sollten, aber es fehlte ein wenig … die Seele oder das Herz hinter diesen Beschreibungen und es fühlte sich mehr nach einer Auflistung an.

Dummerweise war ich dann wenig später beim Lesen wieder auf 180, weil Duncan sein Versprechen gegenüber Rose vergessen hatte und sie nun den ganzen Abend auf eine Rückmeldung des Brandmeisters wartete, der bislang ihre Daten noch nicht einmal erhalten hatte. Dass Duncan das Ganze überhaupt so abtut, als ihm einfällt, dass er das vergessen hat, ärgert mich dann noch ein Stückchen mehr, weil das verdammt noch mal wichtige Informationen rund um Brände sind, die Leben kosten können. Aber seine Pläne und Ermittlungen sind natürlich wieder wichtiger, als das Einhalten eines Versprechens oder die Ermittlungsansätze anderer Personen.

Grundsätzlich bekleckert sich Duncan in diesem Band (mal wieder *seufz*) nicht gerade mit Ruhm, wenn es um den Umgang mit anderen Menschen geht. Ich würde sein Verhalten ja darauf schieben, dass er sich Sorgen um die Anhörung und Kit macht, aber eigentlich scheint das in seinem Leben gerade so gar keine Rolle zu spielen und man bekommt davon vor allem etwas mit, weil Gemma zumindest ab und an daran denkt. Genauso wie sie inzwischen als „Mutter zweier Söhne“ bezeichnet wird – was ich mir bei Duncan so gar nicht vorstellen kann. Der scheint ja aktuell nicht mal für seinen leiblichen Sohn als Vater wirklich herzuhalten, während Gemma wenigstens hin und wieder Zeit mit den Kindern verbringt. Das Ganze würde ich übrigens deutlich weniger übel nehmen, wenn man als Leser das Gefühl bekäme, dass Duncan und Gemma für solche Notfälle vorplanen. Aber stattdessen gibt es immer wieder Leute, die einspringen, oder eben Kit, der auf Toby aufpasst, und viele, viele abgesagte oder verschobene Verabredungen, die den Kindern versprochen worden waren.

Immerhin kommt endlich etwas Bewegung in die Geschichte – so kurz vorm Ende wäre alles andere aber auch wirklich dramatisch 😉 – und die Ermittler bekommen hier und da doch wirklich mal eine greifbare Information in die Finger. Wobei mir das alles viel zu langsam vorwärts geht, weil der „unverdächtige Nebencharakter“ so verdächtig als „Nebencharakter“ ist, dass einem das Wort „Mörder“ geradezu ins Gesicht springt.

Inzwischen bin ich übrigens der Überzeugung, dass ich mich nicht nur deshalb so sehr beim Lesen ärgere, weil ich durch das gemeinsame Lesen aufmerksamer (und langsamer) lese als sonst, sondern auch weil ich diese vagen Momente von „das gefiel mir gerade nicht“ zusätzlich hier in Worte fasse. Je länger ich darüber nachdenke, was mir da gerade nicht gefiel und wie ich das hier nachvollziehbar ausdrücken kann, desto mehr kann ich mich in das Ganze reinsteigern. 😉

Update 15. Mai (Kapitel 15 bis Ende)

Zu Beginn des 15. Kapitels schwanke ich zwischen „ich will das jetzt hinter mich bringen“ und „ich will nicht weiterlesen, weil ich davon ausgehe, dass Kit mal wieder von Duncan im Stich gelassen wird“. Aber nun gut, bringen wir das Ganze mal hinter uns! Harriet ist inzwischen nur zu bewusst, dass sie entführt wurde und dazu kommt noch ein gebrochener Arm, der ihr große Schmerzen bereitet. Auch Duncan und sein Team haben inzwischen von der Entführung erfahren und wissen, wer die Entführerin ist. Rose hat bei einem Brand einen Kollegen verloren und hat kurz darauf die entscheidende Eingebung rund um die Brände und das Motiv des Brandstifters – beides finde ich etwas … hm … wenig innovativ, außerdem finde ich es enttäuschend, dass dieser Täter so aus dem Blauen auftaucht. Natürlich ist mir bewusst, dass dieser ganze Brandstiftungskram davon ablenken soll, dass der Mord an Harriets Mutter andere Motive hat, aber ich möchte trotzdem eine Chance haben im Laufe der Geschichte einen Blick auf den Täter zu werfen, der nicht ausschließlich aus der Täterperspektive kommt.

Außerdem mag ich es normalerweise, wenn Deborah Crombie die großen und kleinen Dramen in ihren Büchern verwebt und so die Tragik rund um einen Mord und die Alltagsprobleme ihrer Stammcharaktere nebeneinander stellt. Dummerweise habe ich aber hier das Gefühl, die Autorin lässt Doug nur deshalb mit seiner Freundin Stella Schluss machen (während er eigentlich auf dem Weg zu einem wichtigen Zeugen/Verdächtigen ist), weil sie keine Ahnung hat, wie dieser Teil der Geschichte hätte weitergehen können. Überhaupt kommt es mir so vor, als ob sie in den letzten Bänden – also seitdem Gemma und Duncan kein berufliches Team mehr sind – keine Ahnung, wie sie die Reihe (und somit auch die Zusammenarbeit der beiden) weiterschreiben sollte. Da ich die kommenden Romane in besserer Erinnerung habe, hoffe ich, dass sie nun mit all den seltsamen, abrupten und ärgerlichen Szenen in diesem Buch diese ganzen Sackgassen beseitigt hat und es in Zukunft wieder besser wird.

Auch der Tod von Mouse kommt mir vor wie eine Flucht aus der Sackgasse, also als ob Deborah Crombie nicht gewusst hätte, wie sie Duncan auf die Spur des Mörders bringen sollte, ohne noch einen weiteren Nebencharakter zu opfern. Mir kommt es so vor, als ob sie in den ersten Bänden liebevoller mit ihren Nebenfiguren umgegangen wäre und im Gegenzug ruhigere und stimmigere Krimihandlungen entworfen hätte. Aber es ist natürlich einfacher mit Leichen um sich zu werfen und so dafür zu sorgen, dass die Polizei mit jeder neuen Tat neue Puzzlestücke bekommt, statt eine intensivere Ermittlung zu beschreiben, bei der Duncan und sein Team für die gewonnen Erkenntnisse auch arbeiten müssen …

Und ja, natürlich war für Duncan Kits Anhörung nicht so wichtig wie sein Job – also ist da weiterhin alles so ärgerlich wie immer. Und wieso macht Gemma sich Vorwürfe, dass sie „ungerecht“ gewesen wäre, weil sie Duncan mal klar gesagt hat, dass er Kit im Stich gelassen und wieder einmal seinen Beruf über seinen Sohn gestellt hat? (Und wie konnte ich früher dieses Verhalten einfach hinnehmen, statt das Bedürfnis zu haben alle Beteiligten zu schütteln? Darf ich bitte wieder zu den ersten Romanen zurückkehren und die Reread-Erfahrungen der letzten Bände vergessen?!)

Wie gesagt, die Auflösung mit dem Brandstifter fand ich unbefriedigend, auch wenn ich es nett fand, dass Rose noch einmal eine aktive Rolle bekam. Die Auflösung mit dem Mörder war ebenso unbefriedigend und dass nicht nur, weil er so einen lächerliche Gestalt und so offensichtlich als total unverdächtiger Nebencharakter eingeführt worden war. Schön hingegen fand ich Gemmas Lösung zur … Hausdurchsuchung, in der Hoffnung Harriet zu retten.

Und irgendwie hätte ich es cool gefunden, wenn Duncan seinen Job für Kit aufgegaben hätte. Gemma als offizielle Ermittlerin, Duncan als … Hausmann und Teilzeitbuchhändler oder so, der seine Frau bei ihrer Arbeit inoffiziell unterstützt. 😀

Gemeinsam lesen (14. bis 17. April)

Am vergangenen Osterwochenende wollte ich so viel lesen, bin aber vor allem bei einem längeren beruflichen Manuskript hängengeblieben, während ich gleichzeitig sehnsüchtig auf meine beiden angefangenen Bücher schaute. Also habe ich gestern Abend kurz vor Mitternach noch die Nase in „Greywalker“ gesteckt und gelesen, bis ich kurz nach drei Uhr morgens den Roman beendet hatte – was überraschenderweise dazu führt, dass ich jetzt doch sehr, sehr müde bin. 😉 Trotz meiner Müdigkeit sollte es jetzt für ein Stündchen mit „A Murder Is Announced“ klappen, wo zuletzt die Ankunft von Miss Marple in Chipping Gleghorn angekündigt wurde.

Ich hoffe, es lief für euch in den letzten Tagen besser und ihr hattet ein paar schöne und erholsame Feiertage. 🙂

(Eine Stunde später)
Alles in allem habe ich vermutlich nur eine halbe Stunde gelesen, aber da mir inzwischen regelmäßig die Augen zufallen, muss das für heute auch reichen. Ich finde es nett, dass die Geschichte bislang weniger eine Miss-Marple-Geschichte war (auch wenn sie in den letzten beiden Kapiteln schon eine Rolle gespielt hat) als eine „Detective-Inspector Craddock“-Geschichte. Ich mag Craddock, gerade weil er bei dieser Ermittlung relativ unsicher ist und das Gefühl hat, er kommt mit seinen üblichen systematischen Methoden nicht so recht weiter, aber weil er keinen anderen Weg weiß, wendet er sie natürlich trotzdem an, hält die Ohren und Augen offen und versucht die ganze Zeit darauf zu kommen, was sein Instinkt ihm eigentlich sagen will.

Auf der anderen Seite ist dieser Roman natürlich wieder ein Spiegelbild seiner Zeit und das bedeutet in diesem Fall, dass Miss Marple und Craddock darüber sinnieren wie sehr sich das Leben auf dem Land in den letzten Jahren geändert hat. Nun sind es nicht mehr die eingesessenen Familien, deren Vorfahren mit den eigenen Vorfahren vertraut waren (oder zumindest durch gemeinsame Bekannte in die eigene Gesellschaft eingeführt wurden), nun leben in all den alten Häusern Menschen, deren Vorgeschichte und deren Familien man eigentlich nicht kennt und bei denen man auf ihre eigenen Aussagen angewiesen ist, um mehr über sie herauszufinden. 😉

Mittwoch (15. April)

Das war heute ein seltsamer und anstrengender Tag und die beiden Lichtblicke heute waren die Krankschreibung meines Mannes bis Ende der Woche (so wie es aussieht, rächt sich bei ihm gerade der berufliche Stress der vergangenen Monate) und die Besucher, die ich auf meiner Insel bei „Animal Crossing“ hatte. Zum privaten Lesen hatte ich keine Zeit, dafür habe ich meine „Mittagspause“ damit zugebracht die oberste Reihe meines Wohnzimmer-Bücherregals abzustauben und dabei gleich eine Kiste Bücher aussortiert. Zu dumm, dass momentan der Öffentliche Bücherschrank um die Ecke keinen Platz für meine Bücher bietet, aber eine Kiste mehr oder wenige im Schlafzimmer stört dann auch nicht mehr … Für mich geht es in der kommende Stunde weiter mit Detetive-Inspector Craddock und Miss Marple und wie so oft, wenn ich eine Geschichte schon kenne, fiebere ich auf den nächsten Mord hin, weil ich mich auf bestimmte Szenen freue, die danach kommen werden. 😉

Donnerstag (16. April)

Ich sehr gerade, dass ich gestern ja gar kein Update mehr geschrieben habe … Nun gut. Auch heute war ein seltsamer und anstrengender Tag, aber immerhin habe ich gestern vor dem Schlafengehen „A Murder Is Announced“ ausgelesen (am Ende gibt es doch eine Menge Leichen, wenn man bedenkt, dass das ein netter harmloser Cozy ist 😉 ) und heute Nachmittag – geplant war eigentlich der Vormittag, aber wir wollen mal nicht so sein – habe ich drei Kapitel in „Denn nie bist du allein“ von Deborah Crombie gelesen, den Roman lese ich wieder mit Sayuri zusammen. Außerdem habe ich für heute Abend „Bewitched and Betrothed“ rausgesucht, da ich immer noch Lust auf gemütliche Krimis, aber mal Abwechslung von den Agatha Christies Geschichten gesucht habe. Mal schauen, ob ich in die Handlung reinkomme, seitdem ich die einzelnen Bände mit so großem Abstand lese, habe ich immer etwas Probleme mich zu erinnern, was da gerade im Hintergrund los ist und wie gerade die Beziehung der Protagonistin zu den verschiedenen Charakteren aussieht.

(Eine Stunde später)
Mit Kopfhörern und Musik auf den Ohren lesen klappt erstaunlich gut, allerdings tun mir so langsam die Ohren weh von den vielen Stunden mit Kopfhörern heute. *g* Ich bin eigentlich ganz gut in die Geschichte reingekommen, auch wenn mir bei der Hindergrundhandlung immer noch ein paar Details fehlen. Lily bereitet immer noch ihre Hochzeit vor (gefühlt seit acht Bänden, was aber nicht sein kann, weil sie ihren Liebsten schon einige Zeit kannte, bevor es zur Verlobung kam), ihre Großmutter samt Coven macht immer noch die Stadt unsicher (auch das gefühlt seit Monaten) und Lily selber hat Albträume rund ums Ertrinken und Alcatraz und kurz darauf findet sich auch noch das Sträflingshemd eines Mannes unter den Neuzugängen für ihren Vintage-Shop, der vermutlich aus Alcatraz geflüchtet war. Ich muss gestehen, ich wünschte mir, dass dieses ganze Hochzeitsgedöns endlich vorbei wäre, aber grundsätzlich finde ich das Wiedersehen mit all den Figuren und die Art der Magie in diesen Romanen eigentlich ganz nett. Außerdem gab es gerade eine Entführung und ich freue mich schon darauf, dass ich morgen mehr darüber lesen kann. Jetzt arbeite ich aber erst einmal ein Stündchen, bevor ich mir dann noch eine Runde auf meiner Insel gönne. 🙂

Freitag (17. April)

Zum Lesen bin ich heute nicht gekommen, dafür habe ich gestern meinen Job noch fertiggemacht (und heute gleich den nächsten geschickt bekommen, der aber bis Montag warten kann). Die Woche war (wieder) überraschend anstrengend, aber jetzt ist erst einmal alles erledigt und ich freu mich sehr aufs Wochenende. Wie lief es bei euch? Könnt ihr nun auch einfach die kommenden zwei Tage mit Erholung verbringen oder gibt es noch Sachen, die ihr aus der Woche „mitschleppt“?

Ansonsten muss ich gestehen, dass ich heute tagsüber keine Gedanken an „Bewitched and Betrothed“ verschwendet habe, trotzdem bin ich jetzt gespannt, ob ich mehr zu der Erführung erfahre, die auf der letzten gestern gelesenen Seite passiert ist …

(Ein gutes Stündchen später)
Zu meiner eigenen Überraschung habe ich die vergangene Stunde schön durchlesen können und das sogar ohne Kopfhörer auf den Ohren. Sehr viel mehr gab es zu der Entführung bislang eigentlich nicht zu lesen – alles sind sich einige, dass sie eigentlich nichts wissen – und Lily hat sich für den nächsten Tag mit einer Frau verabredet, die mit ihrer Kristallkugel nach der Entführten suchen wird. Dringend scheint die Suche nach dem armen Opfer ja nicht zu sein … Ich muss gestehen, dass ich mich auf der einen Seite zwar immer noch gut mit der Serie unterhalten fühle, aber so langsam etwas ungeduldig mit der Erzählweise der Autorin werde. Ich habe das Gefühl, dass sie sich nicht entscheiden kann, welche Art von Geschichte sie erzählen will. Es fühlt sich für mich seltsam an, wenn eine Entführung passiert und angeblich alle besorgt um das Opfer sind, aber trotzdem erst einmal diverse andere Dinge getan werden und sehr viel organisatorische Elemente zufällig passieren. Morgen lese ich weiter, jetzt spiele ich noch ein Stündchen und falle dann ins Bett. 🙂

***

Gemeinsam lesen mit …

Kiya
Neyasha
Sayuri

Gemeinsam lesen (6. bis 10. April)

Eine weitere Woche „Social Distancing“, eine weitere Woche mit gemeinsamer abendlicher Lesezeit.

Sehr viel habe ich am Wochenende nicht gelesen, aber ich bin mit „The Goblin Emperor“ von Katherine Addison doch ein Stückchen weitergekommen. Ich mag den Protagonisten Maia so gern, ebenso wie die Personen, die ihm … nicht nahe stehen … eher in einem engen Dienstverhältnis zu ihm stehen. Es ist großartig, wie Katherine Addison Maias Situation beschreibt, seine Versuche sich wie ein Herrscher zu benehmen und doch nicht gleichgültig oder grausam zu sein und immer wieder der Wunsch, er könnte einen leichteren Weg gehen, er hätte jemandem, dem er durch und durch vertrauen kann, und es wäre nicht er, der diesen Job übernehmen musste. Es wird mit jeder Seite klar, dass Maias Position ihm ein unglückliches und einsames Leben bescheren wird, obwohl man ihm so sehr wünscht, dass es ihm mal gut gehen würde und er jemanden finden könnte, der für ihn da ist. Aber gerade deshalb liest sich Maias Geschichte so gut, weil er eben ein Charakter ist, der sich wissentlich auf dieses Erbe einlässt, weil ein unerfahrender Herrscher für das Land so viel weniger schlimm ist als ein politisch erfahrener, aber skrupelloser Usurpator …

(Eine Stunde später)
Was ich bei dieser doch eigentlich recht ruhig erzählten Geschichte wirklich faszinierend finde, ist, dass ich nie Probleme habe in die Handlung reinzufinden und trotz vieler anderer Gedanken im Kopf immer sofort wieder bei Maia und seinen Erlebnissen bin. Vermutlich liegt das daran, dass mich dieser Charakter wirklich berührt. Als ich gerade eine Szene las, in der eine ältere Adelige, die zwar zur Familie seines Vaters gehört, aber keinerlei Beziehung zu Maia hat, zustimmte mit ihm einmal die Woche zu Abend zu essen, wären mir vor Erleichterung fast die Tränen gekommen. Diese Frau wird ihm zwar keine Freundin sein (können), aber immerhin eine Person, mit der er auf relativer Augenhöhe kommunizieren und so etwas wie ein familiäres Verhältnis aufbauen kann … Wie ihr seht, beschäftigt mich Maias Schicksal sehr, obwohl ich mich noch relativ gut an die Geschichte erinnere. Aber es sind die kleinen Szenen mit ihm, die mich so sehr berühren, die Momente, in denen er sich unzulänglich vorkommt oder in denen er nicht weiß, wie er mit einer anderen Person kommunizieren soll, oder sogar die, in denen er feststellt, dass er sich nicht mehr wie Maia benimmt, sondern wie sein Vater … Morgen geht es weiter!

Dienstag (07. April)

Heute hatte ich leider keine Zeit, um weiter in „The Goblin Emperor“ zu lesen, dafür freue ich mich umso mehr auf diese abendliche Lesestunde. Obwohl mein eigenes Leben durch die Selbstisolation eigentlich kaum anders verläuft als mein normaler Alltag, finde ich es so langsam doch etwas anstrengend, dass mein Mann so einen seltsamen Rhythmus hat (er geht drei Stunden später zur Arbeit und kommt irgendwann zwischen 14 und 16 Uhr nach Hause). Mir fehlen vier Stunden, in denen ich ungestört meinen Kram erledigen kann, und während ich meine Pflichten noch gut auf die Reihe bekomme, vermisse ich ein bisschen die Nachmittagsstunden, in denen ich mir sonst regelmäßig ungestörte Lesezeit gönnen konnte. das ist alles kein großes Drama, aber eben etwas, das ich inzwischen deutlich wahrnehme … Aber zurück zu meinem Buch: Je nachdem wie gut ich mich heute konzentrieren kann, komme ich heute Abend oder morgen mit dem Roman zum Ende. Im Moment kann ich mir noch gar nicht vorstellen zu einer anderen Geschichte zu wechseln – mal schauen, was mir dann so in die Finger fällt. 😉

(Gegen 21 Uhr)
Gegen Ende der Geschichte gibt es einen großen Staatsbesuch von Maias Großvater, der nicht nur der Herrscher der Goblins ist, sondern auch seit über fünfzig Jahren sein Reich nicht verlassen hatte. Ich mag wie die Autorin diese Figur aufbaut, auf der einen Seite erfährt man, dass dieser Mann seine Tochter wie eine Handelsware behandelte als es um ihre Ehe ging, auf der anderen Seite steht natürlich die Frage im Raum wie Maias Mutter so eine aufmerksame und liebevolle Frau werden konnte, wenn ihr Zuhause genauso lieblos gewesen wäre wie der Hof, an dem Maias Vater herrschte. Als Maias Großvater dann eintrifft, habe ich das Gefühl, dass sich dieser Widerspruch stimmig aufklärt und am Ende kann man all die Szenen mit dem alten Mann einfach nur noch genießen. Außerdem gibt es natürlich noch die diversen Intrigen gegen Maia und – kurz vom Ende – die dazugehörigen Aufklärungen, wobei ich es mag, dass Katherine Addison weniger bei den dramatischen Ereignissen verharrt, als dass sie die Folgen betont, die die folgenden Verhandlungen, Bestrafungen und Veränderungen bei Hofe für Maia mit sich bringen. Jetzt lege ich erst einmal eine Lesepause ein (die Nook-Brüder haben nur noch bis 22 Uhr geöffnet und ich möchte heute noch ein bisschen Geld verdienen 😉 ), aber ich denke, ich werde das Buch vor dem Schlafengehen noch beenden.

Mittwoch (8. April)

Ich habe „The Goblin Emperor“ wirklich gestern noch beendet und mich gefreut, dass die Zukunft für Maia … nun … nicht rosig aussieht, aber auch nicht mehr so schlimm wie am Anfang. Es gab so viele Figuren in diesem Buch, die ich mochte, das war einfach nur schön zu lesen. 🙂 Für heute Abend greife ich erneut auf eine vertraute Geschichte zurück, die ich zum ersten Mal im englischen Original lese: „A Murder Is Announced“ von Agatha Christie. Ich mag die Handlung und die Figuren sehr, auch wenn ich vermutlich ein wenig anders denken würde, wenn all diese Charaktere meine direkten Nachbarn wären. 😉

(Eine Stunde später)
Da ich heute Abend immer wieder abgelenkt wurde, bin ich noch nicht so weit in dem Roman gekommen, aber inzwischen wurden alle relevanten Personen in dem kleinen Ort Chipping Cleghorn vorgestellt und die improvisierte „Mörderparty“ hat begonnen. Ich finde es lustig, dass das der einzige Agatha-Christie-Roman ist, bei dem ich – trotz diverser gesehener Romanverfilmungen – immer die Besetzung einer bestimmten TV-Verfilmung vor Augen habe. Es ist der Film von 1985 mit Joan Hickson als Miss Marple und ich mag nicht nur Joan Hickson in dieser Rolle, sondern finde die gesamten Charaktere überraschend passend besetzt. Ansonsten ist dieser einer der Romane, die mir als erstes einfallen, wenn es um die Darstellung „lesbischer Paare“ in Büchern geht, ohne dass die Autor.innen jemals explizit sagen, dass es sich bei den beiden zusammenlebenden Frauen um ein Paar handelt. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ich bei Agatha Christie das Gefühl habe, dass die Autorin schon relativ deutlich zeigt, ob zwei zusammenlebende Frauen in ihren Romanen als Paar oder eben nur als Mitbewohnerinnen dargestellt werden, ohne dass sie jemals näher auf die Beziehung dieser Frauen eingeht.

Donnerstag (9. April)

Heute gab es tagsüber keine Lesezeit für mich (ich hatte kräftig verschlafen und dank der anhängenden wirren Träume habe ich den Vormittag über auch deutlich weniger auf die Reihe bekomme als geplant), also geht es jetzt für mich mit der „Mörderparty“ in „A Murder Is Announced“ weiter. Und da mir heute erst aufgegangen ist, dass morgen ein Feiertag ist: Wollt ihr morgen auch gemeinsam lesen und was ist mit Oster-Montag?

(Ein knappes Stündchen später)
Heute klappt es nicht so recht mit dem Lesen – ich bin unkonzentriert und mein Mann ist sehr kommunikativ … Mal schauen, ob ich mir morgen tagsüber Lesezeit einräumen kann – ein paar Sachen stehen noch auf der To-do-Liste, die ich heute eigentlich schon erledigt haben wollte, aber so viele sind das nicht.

Freitag (10. April)

Ich habe heute Nachmittag ein bisschen in einen Urban-Fantasy-Roman („Greywalker“) reingeschnuppert, den ich vor einiger Zeit schon mal angelesen hatte, war aber nicht so recht in der Stimmung für diese Art von Geschichte. Also geht es heute Abend mit meinem gemächlichen „A Murder Is Announced“ weiter – inzwischen ist nicht nur der erste Mord geschehen, sondern der ermittelnde Polizist hat schon einen ersten Eindruck von den beteiligten Personen gewonnen (und sein Patenonkel hat ihm schon von seiner älteren Dame, die ein besseres Gespür für Mordermittlungen hat als er, vorgeschwärmt).

(Eine Stunde – und ein paar geschriebene Kommentare 😉 – später)
Ich glaube, was ich gerade beim Lesen meines Krimis vor allem genieße, sind die Nebenbemerkungen, in denen die Charaktere über ihre Nachbarn urteilen, und all die kleinen Unstimmigkeiten in den Aussagen, die eigentlich schon sehr, sehr früh die Person entlarven, die den Mord begangen hat, die man aber normalerweise überliest, weil nun einmal Aussagen verschiedener Personen unterschiedlich ausfallen. Ich bin mal wieder sehr hingerissen von Agatha Christies Erzählweise, muss aber auch zugeben, dass die Tatsache, dass mein Mann gerade auf dem Fernseher „Animal Crossing“ spielt mich nicht wenig ablenkt – und den Wunsch weckt selber das Spiel wieder anzuwerfen. 😉

Ich wünsche euch also weiterhin schöne und hoffentlich entspannte Osterfeiertage! 🙂 Sehen wir uns am Montag wieder hier?

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Gemeinsam lesen mit …

Neyasha
Kiya

Gemeinsam lesen (30. März bis 03. April)

Nachdem es in der vergangenen Woche mit der täglichen Lesestunde durch das gemeinsame Lesen mit Neyasha so gut geklappt hat, geht es heute gleich damit weiter. Ich weiß noch nicht so recht, welches Buch ich lesen mag, nachdem ich heute Vormittag „Feedback“ beendet habe. Ich brauche jetzt eindeutig eine Geschichte, die keinerlei Ähnlichkeit mit dem Roman von Mira Grant (Seanan McGuire hat), bin aber noch nicht sicher in welche Richtung ich als nächstes gehen möchte. Nur gut, dass der SuB noch groß genug ist. 😉

(Eine Stunde später 😉 )
Eigentlich hatte ich nach einem Blick auf die SuB-Liste beschlossen, dass ich „Bewitched and Betrothed“ von Juliet Blackwell lesen würde. Den Roman hatte ich vor kurzem schon mal auf den „demnächst lesen Stapel“ gepackt, nur um ihn doch wieder im Regal zu verstauen – dieses Mal so gründlich, dass ich auf meiner Suche nach dem Titel erst einmal über „The Moving Finger“ von Agatha Christie stolperte und deshalb spontan diesen Krimi angefangen habe. Die Geschichte ist mir so vertraut (vertraut genug, um sie neben dem Motorsport-Film, den mein Mann gerade schaut, zu schauen), aber ich habe sie noch nie auf Englisch gelesen. Bislang fühlt es sich nicht anders an und ich bin auch noch über keine Stelle gestolpert, bei der ich dachte, dass da in der deutschen Übersetzung etwas geändert worden wäre. Die Suche nach Unterschieden zwischen Original und Übersetzung ist ja gerade für mich fast das Spannenste, wenn ich meine neuen englischen Agatha-Christie-Ausgaben lese. 😉 Auf jeden Fall fühle ich mich schon wieder sehr wohl in dem kleinen Ort Lymstock und bin genauso wie alle anwesenden Personen darüber schockiert, dass ein Schreiber von anonymen Briefen die Idylle stört, auch wenn ich natürlich schon weiß, welche Beweggründe die Person hat. Ich werde heute bestimmt noch ein paar Seiten in dem Roman lesen, aber vorher muss ich mich der Waschmaschinenladung widmen, die noch darauf wartet, dass ich sie zusammenlege und verstaue.

Dienstag (31. März)

Tja, irgendwie ist das dann gestern doch nichts geworden mit dem Weiterlesen nach dem Wäschezusammenlegen und heute Mittag habe ich in meiner Frühstückspause erst einmal zu „Nur wenn du mir vertraust“ von Deborah Crombie gegriffen, damit ich die nächsten Kapitel mal hinter mich bringe. Schon erstaunlich, dass ich die Krimis eigentlich mag, aber beim Reread doch einiges zu Kritisieren finde und die beiden Bände, die ich eh als schlecht in Erinnerung hatte, noch weniger mag als ich erwartet hatte. Umso mehr freue ich mich jetzt auf „The Moving Finger“ und die vertrauten Ereignisse in Lymstock.

(Und wieder ist die Stunde rum …)
Ganz so entspannt war mein abendliches Lesestündchen heute nicht, da mein Mailfach ständig neue Nachrichten signalisierten, aber ich habe doch einige Seiten in „The Moving Finger“ genießen können. Ich finde es wirklich spannend gemacht wie Agatha Christie ihren Protagonisten so langsam bewusst werden lässt, dass die anonymen Briefe, die im Städchen umgehen, nicht so harmlos sind, wie er dachte. Nicht, weil die Briefe brisante Themen ansprechen, sondern weil solche Briefe die Atmosphäre vergifte, weil sie Misstrauen zwischen Menschen säen, die einander zugetan sein sollten, und weil auch ein blinder Schuss mal eine tödliche Stelle treffen kann. Ansonsten genieße ich Agatha Christies Beschreibungen der verschiedenen Figuren sehr wie die des göttlichen Kindermädchens, dessen ganzer Zauber verfliegt, sobald es anfängt zu sprechen. 😉

Mittwoch (1. April)

Ich muss gestehen, dass meine Freizeit heute komplett von „Animal Crossing“ und den ersten Vorbereitungen zum „Häschentag“ gefressen wurde, aber jetzt bin ich doch ganz froh eine Spielpause einlegen zu können (und meinem Mann die Gelegenheit zu bieten, dass er auch mal eine Runde mit meiner Switch spielen kann) und etwas zu lesen. Die Ereignisse in Lymstock ziehen an und wenn ich mich recht erinnere, dann dürfte es nicht mehr lange sein, bis die Anwaltsgattin stirbt …

(Ein überraschend entspanntes Stündchen später)
In den letzten Tagen war es immer so, dass prompt nach 20 Uhr mein Maileingang ständig neue Nachrichten meldete und oft genug welche, bei denen ich gleich antworten musste. Heute hingegen konnte ich recht ungestört mein Buch genießen. Ich mag es einfach so sehr, wie Agatha Christie Figuren vorstellt – besonders ist es mir gerade bei der (inzwischen verstorbenen) Anwaltsgattin aufgefallen, von der man erst einen allgemeineren Eindruck präsentiert bekommt, dann die Meinung des Erzählers und nun gibt es all das Geschwätz rund um ihren Tod. So bekommt man in diesem Fall erst einmal die Seite der Person zu sehen, die sie der Außenwelt zeigt, dann die kleinen verräterischen Dinge, die andere Facetten ihrer Persönlichkeit zeigen, und zuletzt lernt man anhand all der Gerüchte mehr über ihr Umfeld und über die Nachbarn und Familienmitglieder. Ich mag diese kleinen Elemente, die dem Leser am Ende einen zwar nicht wenig klischeehaften, aber stimmigen Charakter präsentieren.

Donnerstag (02. April)

Heute wieder ein bisschen später als geplant, aber die „wir unterstützen die örtliche Pizzeria mit den essbaren Pizzen“-Bestellung 😉 brauchte auch ziemlich lange und dann haben wir noch in Ruhe gegessen. Jetzt aber geht es weiter mit „The Moving Finger“, ich hatte heute zum Frühstück ein bisschen weitergelesen – mal schauen, ob ich mit dem Roman heute fertig werde oder mir die letzten Seiten bis morgen noch aufhebe. Falls ich das Buch heute beende, habe ich (natürlich *g*) auch schon einen weiteren Roman in Reichweite, den ich lesen mag … 🙂

(Schon 21:20 Uhr …)
Ich genieße weiterin mein Buch und das Gerätsel um die Identität des Briefschreibers und wieso die Person das kleine Dienstmädchen ermordet hat (und natürlich die Anwaltsgattin, aber das wird weiterhin als Selbstmord abgetan), auch wenn ich heute in meiner Lesestunde realtiv häufig durch Mails und DMs unterbrochen wurde. Aber da mein Mann noch ein wenig meine Switch nutzen will (morgen bekommt er hoffentlich endlich seine eigene, die eigentlich schon am 20. April eintreffen sollte), nutze ich die Gelegenheit und lese ich noch ein bisschen weiter.

Freitag (03. April)

„The Moving Finger“ habe ich gestern Abend noch beendet und als ich das Buch weglegte, ging mir durch den Kopf, dass ich es nicht so recht verstehe, dass es Menschen gibt, die behaupten, dass das kein „richtiger Miss Marple-Roman“ sei. Dabei finde ich es spannend, dass man hier Miss Marple mal aus der Sicht einer Person kennenlernt, die überhaupt keine Ahnung hat, dass diese nette alte Dame mit all den neugierigen Fragen eben nicht nur ihre Klatschsucht befriedigen will, sondern versucht den Mörder zu finden. Nur die Tatsache, dass der Erzähler engeren Kontakt zur Polizei hat (und persönlich an einer der betroffenen Personen interessiert ist) und die Pfarrersfrau am Ende alle noch einmal zu einem „Abschlussgespräch versammelt, sorgt dafür, dass er überhaupt mitbekommt wie sehr Miss Marple ihre Finger in der Auflösung stecken hat. Oh, und obwohl ich diese Geschichte schon so oft gelesen habe, habe ich mich erst dieses Mal gefragt, was wohl aus den beiden kleineren Jungen wird, nachdem ihre Eltern sich beide nicht mehr um sie kümmern können …

So, nun aber zu „The Goblin Emperor“ – das Buch mochte ich vor einigen Jahren schon auf Deutsch sehr, sehr gern und ich freu mich darauf die Geschichte jetzt im Original zu lesen.

(Kurz nach 21 Uhr)
Irgendwie sind meine Abende gerade ganz schön verplant, aber obwohl ich nur eine gute halbe Stunde zum Lesen kam, habe ich es genossen Maia wiederzutreffen und mich mit ihm den ersten Herausforderungen am Hof zu stellen. Ich mag, dass er zwar in einem abgeschiedenen Eckchen des Kaiserreichs aufgewachsen ist, aber eine solide (wenn auch lieblose) Erziehung genossen hat, die ihn dazu befähigt als Kaiser zu regieren, obwohl niemand je erwartete, dass gerade er den Titel seines Vaters erben würde. Mal schauen, ob ich übers Wochenende noch das eine oder andere Lesestündchen einlegen kann, Pläne mag ich gerade für die kommenden Tage nicht machen. *g*

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Gemeinsam lesen mit

Neyasha
Kiya

Stay home & read – Lese-Wochenende mit Lyne und Neyasha

Lyne und Neyasha haben für dieses Wochenende ein „stay home and read“-Lesewochenende geplant, dem ich mich gern anschließe. Große Pläne habe ich für heute und morgen nicht, aber ich will mich mit Büchern und „Animal Crossing – New Horizons“ entspannen und ich muss zwischen durch noch ein bisschen arbeiten, weil ich heute Abend gern mit dem aktuellen Job fertig wäre. Außerdem hoffe ich, dass ich mit meinem Mann mal wieder einen gemeinsamen Film schauen kann, denn das kam in den letzten Wochen ein bisschen zu kurz. Was das Lesen angeht, so habe ich gerade mehrere Bücher angefangen, aber an diesem Wochenende werde ich wohl vor allem zu dem gestern angelesenen Roman „Feedback“ von Mira Grant (Seanan McGuire) greifen. Das Buch ist der vierte Teil ihrer Newsflesh-Trilogie und erzählt die Geschichte des ersten Bandes („Feed“) aus einer ganz anderen Perspektive. Da dieser Roman so von der restlichen Geschichte losgelöst zu sein scheint, habe ich mir den ein bisschen aufgehoben (das Lesen von „Feed“ hatte mich damals wirklich fertig gemacht), aber bei den aktuellen Ereignissen musste ich ständig an die Newsflesh-Serie denken und dachte, es sei ein guter Zeitpunkt, um auch diesen letzten Band endlich zu lesen. Bevor ich aber zum Buch greife (oder für den Abwasch in de Küche wandere), gönne ich mir eine kleine „Animal Crossing – New Horizons“-Runde zum Aufwachen. 😉

Update 11:45 Uhr

Meinen heutigen Insel-Vormittag fand ich wunderbar entspannend! Inzwischen ist meine Insel schon deutlich mehr ausgebaut, als ich nach einer Woche Spielzeit erwartet hätte, aber ich mag meine neuen Nachbarn und ich suche gern Baugrundstücke für weitere Zugänge aus. Das Museum entwickelt sich auch so langsam und überhaupt gibt es jeden Tag so viel zu tun – ich liebe es! 😉

Bevor ich heute irgendwann weiterspiele, habe ich aber noch ein paar andere Sachen vor. Das Geschirr ist abgewaschen, einige Seiten in „Feedback“ habe ich auch schon gelesen (Ash und ihr Team sind inzwischen als begleitende Journalisten von einer Präsidentschaftskandidatin der Demokraten engagiert worden) und wenn ich gleich in Ruhe mein Frühstück zu mir genommen habe, werde ich erst einmal eine Runde arbeiten. Viel habe ich da nicht mehr zu tun, aber ich möchte gern damit fertig werden. Wenn ich also über den Tag verteilt immer wieder ein bisschen mache, dann klappt das schon, ohne dass ich auf zu viel Freizeit verzichten müsste. 😉

Update 18:30 Uhr

Huch, wo ist der Nachmittag hin? 😉 Nach dem letzten Update gab es erst einmal Frühstück und ein paar Seiten in „Feedback“. Im Moment finde ich es nicht nur faszinierend die neuen Charaktere kennenzulernen, sondern auch wie sie mit der Situation umgehen. Es fühlt sich definitiv ganz anders an als „Feed“, obwohl die Geschichte zur selben Zeit spielt und ich inzwischen auch diverse Anspielungen auf die Ereignisse beim Wahlkampf der Republikaner gelesen habe. Nach dem Frühstück habe ich meine Arbeit beendet und die Daten hochgeladen, so dass ich das auch aus dem Kopf hatte, und da mein Mann mir dann dezent die Joy-Cons vor die Nase gelegt hat, gab es eine weitere Runde „Animal Crossing“. *g*

In der Woche, in der ich inzwischen spiele, gab es noch nicht einmal einen Regentag, was ein bisschen schade ist, denn ich mag die Regentage in dem Spiel sehr gern. Ansonsten habe ich viel Zeit damit zugebracht Fische zu angeln und andere Dinge zu tun, mit denen man Geld verdienen kann, um damit einen Aufgang auf eine der Klippe bezahlen zu können. 😉 Beendet habe ich mein Spiel dann, als mein Mann den Kuchen brachte.

Nach dem Kuchen habe ich dann ein kleines Sofaschläfchen eingelegt, das statt der geplanten halben Stunde dann über eine Stunde dauerte. *g* Bis zum Abendessen, das heute mein Mann kochen wird, gönne ich mir weitere Lesezeit – davon hatte ich heute noch nicht so viel, obwohl mir mein Buch wirklich gut gefällt. (Und das finde ich wirklich das größte Kompliment, dass ich einer Zombie-Geschichte machen kann, da ich sonst definitiv keinen Horror lese!)

Update 22:30 Uhr

Ich habe wirklich seit Abendessen nichts anderes gemacht als gelesen und bin inzwischen zur Hälfte mit „Feedback“ durch. Meinem Gefühl nach wollte Seanan McGuire mit dieser Geschichte einige Seiten beleuchten, die sie in ihrer Trilogie ausgelassen hatte, wie zum Beispiel das Leben von queeren Personen in einer von Zombies bedrohten Welt aussieht. So ist die Protagonistin Ash in einer sehr, sehr konservativen irischen Familie aufgewachsen, die weder mit ihrer Homosexualität, noch mit ihrer Arbeit als Irwing (das sind die Journalisten, die sich im Freien aufhalten, nach Zombies suchen und dann ihre Kämpfe gegen diese veröffentlichen) einverstanden war. Für Ash bedeutete das, dass sie als Jugendliche in ein Heim gesperrt wurde, wo sie mit Drogen „ruhig gestellt“ wurde. Außerdem gibt es natürlich einige Beobachtungen zu den Ereignissen rund um die Mason-Geschwister, die eben nur Außenstehenden möglich sind und die deshalb in „Feed“ gar nicht vorkommen konnten. Ich mag die Geschichte wirklich sehr und die Erzählweise von Seanan McGuire hat mich wieder sehr gepackt, obwohl ich sonst weder mit Zombies, noch mit Politik etwas anfangen kann. 😉

Trotzdem geht es für mich jetzt erst einmal ins Bett – wir lesen uns morgen wieder! 🙂

***

Sonntag
10:15 Uhr

Da ich heute weder meinen Wecker gestellt hatte, noch meinem Mann eine Aufstehzeit genannt hatte, habe ich tief und fest bis zehn Uhr geschlafen. Jetzt muss ich erst einmal langsam wach werden, bevor ich aktiv werden kann. Genau gesagt werde ich eine Runde auf meiner Insel drehen und schauen, ob ich ein paar Rüben kaufen kann. 😉

Update 15:00 Uhr

Während ich heute gemütlich auf dem Sofa lag und spielte, haben meine Nachbarn heute schon Frühsport gemacht. 😉 Ich finde es so schön, dass in diesem Spiel die Nachbarn so viele Dinge tun können, die nichts mit dem Spieler selber zu tun habe. Wenn ich über die Insel flitze, sehe ich sie, wie sie Blumen gießen oder Insekten studieren (natürlich mit dem Bestimmungsbuch in der Hand!), morgens und abends wird Sport getrieben, manche von ihnen angeln an den Flüssen oder sitzen unter einem Baum und gönnen sich eine Auszeit. Das lässt sie so viel realer wirken und trägt so viel zur Atmosphäre bei! Meine Rüben habe ich übrigens kaufen können und werde damit dann in den kommenden Tagen spekulieren. 😀

Zum Frühstück gab es dann wieder ein paar Seiten in „Feedback“ – ich mag die Geschichte sehr, bin aber beim Lesen auch die ganze Zeit damit beschäftigt, dass ich den Roman mit „Feed“ vergleiche und überlege, welche Unterschiede und welche Übereinstimmungen ich finde. Es ist auf jeden Fall überraschend spannend eine andere Perspektive auf die Ereignisse im ersten Band zu bekommen. Da mich aber meine Insel zu sehr lockte, habe ich dann doch wieder die Konsole angeworfen.

Das große Ziel von Tom Nook, Melinda und mir ist es, dass unsere Insel so bekannt wird, dass der berühmte K.K. dort ein Konzert gibt. 😉 Heute haben wir dann wieder ein neues Zwischenziel erreicht – ich bin gespannt, wie es in den nächsten Wochen weitergeht auf meiner Insel. Lustigerweise mag ich es zwar sehr, wenn ich ständig neue Dinge bauen und die Insel weiterentwickeln kann, aber ein bisschen freue ich mich jetzt schon auf die Zeit, wenn all die „großen“ Ziele erreicht sind und ich einfach nur in Ruhe überlegen kann, wie ich meine Infrastruktur aufbauen und die Gegend rund um die Nachbarhäuser gestalten will. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich jetzt etwas lese oder mir eine andere Tätigkeit suche, mal schauen, was mich gleich spontan anspricht. 🙂

Update 17:45 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich vor allem gelesen, die Geschichte steuert so langsam auf die Auflösung zu und ich finde es faszinierend wie unterschiedlich der Ton ist im Vergleich zu „Feed“. Bei „Feed“ war die Erzählstimme vor allem sehr sachlich, sehr nüchtern und sehr journalistisch, da George eben zu den Journalisten gehört, die Daten, Fakten und Tatsachen zusammentragen und für den Leser so aufbereiten, dass das Ganze gut erfassbar wird. Ash hingegen gehört zu den Medienschaffenden, die impulsiver und emotionaler arbeiten können, weil sie den Zuschaue mitnehmen in die Welt und sich begleiten lassen beim „Abenteuer erleben“ – auch wenn das in diesem Fall in erster Linie „Kämpfe mit Zombies“ bedeutet. Aber ihre Arbeitsweise bringt es mit sich, dass sie ganz anders an eine Sachlage herangeht und natürlich auch ihre Perspektive ganz andere Facetten mit sich bringt als die von George. Inzwischen steuert die Geschichte deutlich auf das Ende zu und ich ertappe mich dabei, wie ich das Lesen etwas herauszögere, weil ich nicht will, dass der Roman schon so bald zu Ende geht – weshalb ich heute Nachmittag auch noch eine kleine Runde mit dem Strickzeug eingelegt habe. 😉 Oh, und ich habe den aktuellen Deborah-Crombie-Post mit einem Update versehen, nachdem eben von Sayuri die Meldung kam, dass sie jetzt auch soweit sei. 🙂

Update 22:30 Uhr

Eigentlich war ich mir ja sicher, dass ich heute noch mein Buch auslesen würde, aber irgendwie kam doch immer was dazwischen. Der Abend ist also rumgegangen mit Kochen (und dem Abwasch, denn ich erledigt habe, während das Abendessen garte), Schwatzen mit meinem Mann und meinem Strickzeug, das der ideale Begleiter neben der Kochsendung war, die mein Mann schauen wollte. So langsam wird es für mich Zeit an mein Bettchen zu denken, also wird das Ende von „Feedback“ bis morgen warten müssen. Insgesamt war das Wochenende auf jeden Fall erholsam und ich habe meine ausgedehnte Sofazeit und den Austausch darüber sehr genossen! 🙂

 

 

 

Gemeinsam lesen (23. bis 27. März)

Am Wochenende haben Neyasha und ich uns überlegt, dass es uns gerade gut tun würde, wenn wir uns einmal am Tag ein Lese-Stündchen gönnen würden. Damit wir uns auch wirklich dazu hinsetzen und uns am Anfang und Ende dieser Zeit kurz austauschen können, gibt es diesen Beitrag für die Zeit vom 23. bis 29. März.

Montag (23. März)

Nachdem ich mir ein dreitägiges „Insel-Wochenende“ gegönnt habe, begann heute morgen für mich wieder der Alltag und ich muss zugeben, dass mir mehr Normalität und weniger „zwischendurch auf die Twitter-Timeline schielen“ schon gut tut. Gelesen habe ich dank „Animal Crossing: New Horizons“ in den letzten Tagen relativ wenig, weshalb ich immer noch am Anfang von „Jodeln und Juwelen“ von Charlotte MacLeod bin, obwohl ich das Buch schon vor zwei Wochen begonnen hatte. Auf jeden Fall geht es jetzt erst einmal für ein Stündchen damit weiter! 🙂

Eine Stunde später 😉
Mein Buch begann für mich an dem ersten Abend, den Emma Kelling auf der Sommerinsel einer Freundin verbringt. Ihre Freundin ist in diesem Jahr verhindert und so übernimmt Emma die Aufgabe, die Gastgeberin für eine Gruppe von Künstlern zu spielen, die den Sommer auf der Insel leben und arbeiten werden. Außerdem habe ich inzwischen das gesamte Personal kennengelernt und einen mysteriösen Mann, der in einem Taucheranzug und ohne jegliche Erinnerung am Strand gefunden wurde, und inzwischen schon wieder spurlos verschwunden ist. Alles in allem war das ein sehr nettes Stündchen mit einem sehr netten Buch – die Geschichte packt mich nicht ganz so wie die ersten Teile der Reihe, denn obwohl ich Emma Kelling sehr mag, vermisse ich doch die Perspektive von Sarah oder Max bei all den seltsamen Ereignissen. Insgesamt fand ich diese erste gemeinsame Lesestunde schon mal sehr angenehm und hoffe, dass es Neyasha ebenso erging. 🙂

Dienstag (24. März)

Ich muss gestehen, dass ich gerade sehr, sehr müde bin – mal schauen, wie gut es so mit dem Lesen klappt. Die To-do-Liste war in den letzten Tagen voll, dazu kamen ein paar ungeplante Dinge (ein Job, der zeitnah erledigt werden soll, und das Zusammenbauen und Austesten des neuen Staubsaugers) und wieder einmal eine etwas zu kurze Nacht, weil ich momentan mit meinem Mann aufwache und es dann nicht schaffe, die mir fehlenden zwei Stunden Schlaf noch nachzuholen. Aber ich freue mich gerade trotzdem sehr auf diese ruhige Stunde mit Buch und hoffe, dass ich nicht über Emma Kellings Erlebnissen einnicke. 😉

(Eine gute Stunde später)
Das Lesen klappte dann doch erstaunlich gut, was nicht nur daran lag, dass inzwischen eine Leiche aufgetaucht ist und die auf der Insel befindliche Wahrsagerin in der Nacht des Mordes anscheinend betäubt wurde – Emma Kelling und ich sind uns übrigens noch nicht sicher, ob wir der Dame ihre Kräfte abkaufen sollen oder nicht, immerhin müssen wir zugeben, dass uns diese Person sympathisch ist. 😉 Ansonsten mag ich diesen Satz: „Eine gute Gastgeberin versuchte stets, alles Unangenehme von ihren Gästen fern zu halten, selbst wenn sie sich heimlich eingestehen musste, dass ihr diese Gäste ziemlich auf die Nerven gingen.“ (Ich möchte dazu anmerken, dass Emma gerade mal 24 Stunden mit diesen Gästen zusammen auf der Insel ist. :D) Immerhin ist inzwischen Theonia Kelling auf der Insel eingetroffen und wird Emma in den kommenden Tagen zur Seite stehen – ich freu mich schon darauf morgen mehr über die Zusammenarbeit dieser beiden Damen zu lesen, die ergeben ein unschlagbares Team.

Mittwoch (25. März)

Ich muss gestehen, dass ich mich heute besonders auf diese Lesestunde freue, da der Tag anstrengend war und ein paar nicht so schöne Nachrichten mit sich brachte. Ich werde jetzt also zu Emma und Theonia Kelling auf die Insel flüchten (das Thema zieht sich gerade eindeutig durch meine Freizeit 😉 ) und versuchen herauszufinden, was es mit all den seltsamen Sommergästen und dem mysteriösen Toten auf sich hat.

Irgendwie macht mir das Buch Lust darauf von Tove Jansson noch einmal „The Summer Book“ zu lesen, denn ich habe das Gefühl, dass die kleine Privatinsel, auf der Emma den Sommer verbringt, unter normalen Umständen genauso eine hübsche kleine Zuflucht wäre wie die Insel, die von Tove Jansson in ihrem Roman beschrieben wird.

(Ein Stündchen später)
Auch wenn Theonia schon so einige Bewegung in all die seltsamen Ereignisse auf der Insel gebracht hat, so ist die arme Emma gerade nicht besonders glücklich über die neugewonnenen Erkenntnisse und die neu hinzugegkommenen Mysterien. Ich denke, dass ich morgen Abend mit dem Roman fertig werde und da ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnere, wer hinter dem Mord und den anderen Dingen steckt, bin ich jetzt schon neugierig auf die Auflösung. *g*

Donnerstag (26. März)

Heute bin ich ein bisschen spät dran, da die Gemüse-Lasagne doch etwas länger brauchte, als ich eingerechnet hatte. Aber ich freu mich schon sehr darauf jetzt eine kleine Auszeit zu nehmen und mich mit Emma und Theonie auf die Insel zu begeben, dabei war mein Tag relativ ruhig, ich habe relativ entspannt vor mich ingearbeitet – war dabei aber so auf meine Arbeit konzentriert, dass ich mal wieder gar nicht mitbekommen habe, wie viel Hunger und Durst ich hatte. Jetzt also mit Buch, vollem Magen und einem großen Glas Wasser entspannen …

(Heute nur ein knappes Stündchen Lesezeit …)
Da ich gerade zu unruhig bin um weiter zu lesen, ist das heute nur ein knappes Lesestündchen für mich geworden – aber so reicht mein Buch immerhin noch für den morgigen Abend. 😉 Stattdessen werde ich jetzt noch eine kleine Arbeitsrunde einlegen, in der Hoffnung, dass ich heute mit diesem Teil des Jobs noch fertig werde.

Freitag (27. März)

So lange habe ich gestern dann doch nicht mehr arbeiten müssen, aber da dann das Hochladen der bearbeiteten Daten nicht so recht laufen wollte, habe ich dann kurz vor Mitternacht doch noch einmal zu „Jodeln und Juwelen“ gegriffen und das Buch beendet. Ich mochte die Geschichte wirklich gern, aber die früheren Bände der Reihe liegen mir schon etwas mehr am Herzen. Als Kontrastprogramm darf heute Abend „Feedback“ dienen – ich muss seit Beginn der Corona-Pandemie an die „Newsflesh“-Serie von Mira Grant denken und nun habe ich endlich mal den vierten und abschließenden Band der … äh … Trilogie *g* … vom SuB befreit. Mal schauen, wie es sich anfühlt von einer Welt zu lesen, in der „Social Distancing“ zum Alltag gehört und es kaum noch Anläss gibt, zu denen man sich persönlich trifft, während man selber „Social Distancing“ praktiziert.

(Ein gutes Stündchen später)
Ich mag den Ton in „Feedback“ und ich glaube, ich werde die Protagonistin (ob wohl noch eine weitere Person dazu kommt, bei den anderen Romanen hat man die Geschichte immer aus mindestens zwei Perspektiven erlebt) mögen. Ash kommt aus Irland und lebt inzwischen mit ihrem Mann Ben in den USA. Sie und Ben haben einander geheiratet, damit sie die US-Staatsbürgerschaft bekommen konnte (und er dafür die der EU) und die Ehe ist wirklich nicht mehr als eine Geschäftsbeziehung zwischen sehr guten Freunden und Kollegen (unter anderem, weil Ash homosexuell ist). Obwohl die beiden ebenso wie George und Shaun Mason Journalisten sind und immer auf der Jagd nach Neuigkeiten, die sie berichten können, habe ich ein ganz anderes Gefühl bei diesen beiden Figuren und bin sehr gespannt, wie sich das Ganze noch entwickelt und wie und wo es im Laufe des Romans Anknüpfungspunkte an „Feed“ gibt – dessen Ereignisse parallel zu „Feedback“ laufen müssten. Das war definitiv die richtige Buchwahl für die nächsten Tage. 🙂

Gemeinsame Lesezeit?

Da das Leben gerade voller erschreckender Nachrichten ist und zumindest in meiner Timeline sehr viele Leute gerade damit fertig werden müssen, dass sie nicht so gut darin sind, zu Hause zu arbeiten und nicht spontan rausgehen zu können, habe ich mich gefragt, ob es nicht schön wäre, wenn wir uns in den nächsten Tagen vielleicht kleine gemeinsame Auszeiten gönnen würden.

Ich meine damit keine ganzen Lesetage (da gibt es ja wieder den üblichen dritten Sonntag im April), sondern vielleicht eine feste Stunde am Tag (oder zwei Stündchen alle zwei oder drei Tage), an denen wir uns bewusst Zeit zum Lesen nehmen und einmal am Anfang und am Ende in einem Beitrag (oder gern auch nur in den Kommentaren unter dem jeweils dafür veröffentlichten Text auf meinem Blog) erzählen, wie es uns gerade geht, mit welchen schönen Dingen wir uns gerade beschäftigen und ob es mit dieser kleinen Auszeit und dem Lesen in der geplanten Zeit geklappt hat.

Hättet ihr an so etwas Interesse? Oder würde so eine „geplante Auszeit“ euch mehr Stress verursachen, als ihr im Moment haben mögt?

Wenn ihr Zeit dafür und Lust darauf hättet, würde ich mich freuen, wenn ihr in den Kommentaren schreibt, welcher Rhythmus und welche Länge euch am Besten passen würde.

Deborah-Crombie-Lesetag (8) – Der Rache kaltes Schwert

Es ist schon wieder ein Weilchen her, seitdem Sayuri und ich das letzte Mal zusammen einen Deborah-Crombie-Roman gelesen haben, aber Vorweihnachtsstress, Feiertage, Urlaubswochen und anderer Trubel sind dann doch ein bisschen wichtiger als das gemeinsame Lesen zwanzig Jahre alter Krimis. 😉 Wie immer gilt, dass diese Beiträge nur für Leute geeignet sind, die die Kincaid-und-James-Romane schon kennen oder nicht vorhaben sie jemals zu lesen, denn wir werden uns mit Spoilern nicht zurückhalten.

Mit „Der Rache kaltes Schwert“ kommen wir langsam in einen Bereich der Reihe, wo meine Erinnerungen etwas verschwimmen. Es gibt viele Elemente aus dem Leben von Gemma und Duncan, an die ich mich erinnere, die ich aber nicht einem bestimmten Roman zuordnen kann. Was auch daran liegt, dass ich die ersten sechs Romane (über den siebten Band rede ich dann doch lieber nicht,) während meines Studiums immer mal wieder gelesen habe. Den folgenden Romanen hing aber so ein bisschen das „Von fremder Hand“-Stigma (und eine Entwicklung von Hazel, die bald kommen wird,) nach und dazu kam, dass ich fast zehn Jahre lang den Großteil meiner Bücher in Umzugskartons aufbewahrte, so dass ich irgendwann nur noch die Neuerscheinungen las und kaum noch Rereads in Angriff nahm. Ich bin also gespannt, was mich in „Der Rache kaltes Schwert“ erwartet und welche Erinnerungen während des Lesens wieder hochkommen …

Update 12:00 Uhr

Freitagvormittag kümmere ich mich normalerweise um all den Haushaltskram, für den ich an den anderen Tagen keine Zeit habe und den ich vor dem Wochenende erledigt haben will. Und selbst wenn ich – wie in dieser Woche – das alles auf Donnerstag gelegt habe, fallen mir immer noch Dinge ein, die mich kurz vom Sofa springen lassen. Ich finde es wirklich seltsam, dass es mir so schwer fällt mich selbst bei solchen Leseverabredungen vormittags einfach hinzusetzen und längere Zeit am Stück zu lesen … Aber nun zum Buch: Faszinierenderweise fühlt es sich an, als ob ich die Geschichte noch nie gelesen hätte. In der Regel kommen bei diesen Rereads relativ schnell Erinnerungen an die Figuren zurück, wenn ich die ersten Kapitel gelesen habe, aber weder das Opfer, noch die Männer, die mit Dawn Arrowood in Verbindung standen, kommen mir irgendwie vertraut vor. Einzig bei der Tierärztin klingelte ein sehr, sehr fernes Glöckchen, aber mehr war da auch nicht, ich kann mich weder an sie als Person noch als Teil der Handlung erinnern.

Die persönlichen Momente zwischen Gemma und Duncan geben mir dafür eher ein Gefühl von „ach ja, so war das“ und „stimmt, das Haus gehörte der Schwester von Duncans Chef“ – wobei ich mich frage, ob die fünf Jahre nicht schon längst vorbei sind (also bei dem aktuellen Roman, nicht bei „Der Rache kaltes Schwert“). 😉 Außerdem mag ich, wie Deborah Crombie in diesem Band den ersten gemeinsamen Auftritt von Gemma und Duncan an einem Mordschauplatz gestaltet hat, bei dem Duncan nur die Rolle des Zuschauers übernehmen darf, und ich freu mich mehr über Doug und Melody zu lesen, die inzwischen schon so lange zum „Team“ gehören, dass ich mich gar nicht mehr an die ersten Szenen mit den beiden erinnern kann. (Wie lang es wohl dauert, bis Doug nicht mehr das Gefühl hat, dass er gegen Gemma immer verlieren wird, weil Duncan mit ihrer Arbeit soooo zufrieden war.)

Bevor ich weiterlese, räume ich erst einmal die Gemüsekiste weg, die gerade geliefert wurde, und mache mir ein Frühstück.

Update 14:00 Uhr

Nach Frühstück, Tee und ein paar weiteren Kapiteln bin ich inzwischen mehr in der Geschichte drin und genieße es einen „unvertrauten“ Deborah-Crombie-Roman zu lesen. Spannend finde ich, dass ich Dawn in den wenigen Momente, die man aus Sicht des Opfers erlebte, gar nicht sooo sympathisch fand, während sie mir nun nach ihrem Tod ans Herz wächst, weil die Menschen um sie herum so von ihr fasziniert waren. (Irgendwann würde ich allerdings gern mal einen Kriminalroman der Autorin lesen, in dem das Mordopfer einfach nur ein ganz gewöhnlicher und unauffälliger Mensch war.) Außerdem deuten sich bei Hazel schon ganz leicht die kommenden Entwicklungen an (ich bin gespannt, ob ich den Teil beim erneuten Lesen auch wieder so doof finde wie vor einigen Jahren) und Duncan rollt in typischer Duncan-Manier in Gemmas Fall hinein, ohne ihr gegenüber überhaupt vorher eine Andeutung fallen zu lassen. Wie kann er die Nacht nach dem Mord mit ihr verbringen und nicht einmal erwähnen, dass er vor einiger Zeit einen ähnlichen Mordfall hatte? Und auch nachdem er seinen Chef darum gebeten hat, dass er sich in Gemmas Mordfall einmischen darf, wartet er noch einen weiteren Tag, bis er ihr Bescheid gibt … Ganz ehrlich, da hätte ich mich an Gemmas Stelle nicht so schnell beruhigen lassen!

Ansonsten finde ich Ferns Verhalten sehr seltsam. Ich kann verstehen, dass sie Alex vor Dawns Ehemann in Sicherheit bringen will, wenn sie befürchet, dass dieser Dawn umgebracht hat, weil sie ein Verhältnis mit Alex hatte (und von ihm schwanger war). Aber wieso sie dann der Polizei nicht sagen will, wo Alex ist und solch ein Rumgeeiere mit Gemma aufführt, kann ich nicht nachvollziehen. Auf der anderen Seite gibt es gleich zwei Frauen in dieser Geschichte, die an hoffnungslosen Gefühlen für Männer festhalten, die anscheinend nichts für sie empfinden, was mir eigentlich etwas viel für einen einzigen Roman ist. 😉

Ich weiß nicht, wie lange Sayuri heute lesen will, aber ich bin gerade mit dem sechsten Kapitel fertig geworden und lege jetzt erst einmal eine Lesepause ein, um ein paar Sachen zu erledigen, und schaue dann, ob es bei Sayuri in der Zwischenzeit ein neues Update gab und ob es bei ihr dann noch weitergeht oder ob sie in den kommenden Tagen etwas „nachlesen“ möchte, bis wir uns zum nächsten gemeinsamen Lesen verabreden.

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Update Montag, der 17.02.2020

Da Sayuri und ich am Freitag mit dem zehnten Kapitel starten wollen, gibt es hier noch meine Eindrücke zu den Kapiteln sieben bis neun. Als ich heute wieder zu „Der Rache kaltes Schwert“ griff, war ich ein bisschen überrascht, dass sich der Ton – meinem Gefühl nach – so deutlich geändert hatte. Es war, als ob die ersten sechs Kapitel die Grundlagen für die Geschichten gelegt hätten (was ist passiert, welche Personen sind beteiligt und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander), während jetzt nicht nur die Ermittlungen mehr Hinweise an den Tag bringen, sondern auch die vielen Charaktere sich ernsthaft der Tatsache stellen müssen, dass so ein Mord mehr als nur die offensichtliche Folge (also den Tod eines Menschen) mit sich bringt und dass jeder von ihnen unter Verdacht steht und sich – bis zur Auflösung des Falles – fragen wird, ob er etwas hätte anders tun können, ob der Mensch, mit dem er sich gerade unterhält, in den Mord verwickelt ist und wie die Person, die einem am Herzen liegt, sich von so einem Schicksalsschlag wieder erholen kann.

Wie immer bei den Romanen, die innerhalb von London spielen, finde ich es wunderbar, wie Deborah Crombie die Geschichte des Stadtteils und die Entwicklung der Gegend in ihre Handlung miteinbezieht. Die Szenen mit Angel und Ronnie waren übrigens die ersten, die mir seitdem wir Freitag das Buch begonnen haben, vertraut vorkamen. Ansonsten bin ich mir – eigentlich seit der ersten Erwähnung der Person – sehr sicher, dass ich weiß, wer der Täter ist, auch wenn ich keine Ahnung habe, was sein Motiv ist. Ebenso finde ich es etwas arg bemüht, dass Deborah Crombie mit dem Spitznamen Angel arbeitet, um die Verbindung zwischen diese Szenen und einem der Mordopfer zu vertuschen – obwohl doch offensichtlich ist, wie der reale Name dieser Frau war – und spätestens nach dem Fotos, dass der Nachbar der ermordeten Marianne Kincaid gegeben hat, kann man sich als Leser auch denken, in wessen Beuteschema Marianne als junge Frau fiel …

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Update Freitag, der 21.02.2020
10:30 Uhr

Ich bin heute mal wieder ein bisschen spät dran, aber dafür habe ich alles erledigt, was ich diese Woche erledigen musste und kann mich nun entspannt aufs Lesen konzentrieren. Ich muss zugeben, dass ich in den vergangenen Tagen kaum an „Der Rache kaltes Schwert“ gedacht habe, weil ich das Gefühl habe, ich wüsste die Auflösung schon und dieses Mal beschäftigen mich die verschiedenen Charaktere nicht so sehr wie sonst bei einem Deborah-Crombie-Roman. Die einzigen Sachen, die mir eben beim Teekochen durch den Kopf gingen, war, dass ich 1. zu wissen glaube, wie Gemma ihr Baby verliert (bei einer Konfrontation mit dem Mörder in der Suppenküche) und 2. ging mir die Frage durch den Kopf, ob ich mich richtig erinnere, dass Wesley in Zukunft als Babysitter für Gemmas Sohn herhalten wird. Da bin ich mir nicht mehr sicher, aber spätestens als erwähnt wurde, dass er auf die Töchter des Cafébesitzers aufpasst, dachte ich, dass er mir vertraut vorkommen würde. Oh, und ich wusste gar nicht mehr wie Geordie zur Familie James-Kincaid kam und finde Gemmas spontanen Entschluss nicht nur untypisch für sie (wenn auch irgendwie liebenswert), sondern hätte mich auch gefreut, wenn sie das in der Zwischenzeit Duncan gegenüber mal angesprochen hätte. Dass die beiden auch über wichtige Punkte ihres Familienlebens kaum reden, finde ich erschreckend irritierend!

Update 13:00 Uhr

Hunger und keine Ahnung, was ich frühstücken soll – also gibt es mal wieder Zimtmilchreis. *g*

Ich mochte diesen Moment der Erkenntnis, den Fern hatte, als sie darüber nachdachte, ob sie deshalb so an Alex Dunn hing, weil diese unerwiederte Liebe ihr erlaubte in ihrer aktuellen Situation zu verharren statt sich weiterzubewegen. Während ich es schon ganz schön heftig finde, dass Gemma und Duncan Kit an seinem allerersten Abend im neuen Haus zum Babysitten verdonnern. Als ob er ein Gummiball wäre, denn man mal eben in jede beliebige Richtung schleudern kann und der heil von allen Herausforderungen zurückprallt. Er war bislang nur zu Besuch in London, kennt sich in der Gegen nicht aus, hat niemanden in der Nachbarschaft, an den er sich wenden kann, und ist verantwortlich für einen kleinen aktiven Jungen – in seinem Alter und mit seiner Vorgeschichte würde es mich nicht beruhigen, dass ich Gemma per Handy jederzeit erreichen kann. Ansonsten musste ich natürlich das Lesen unterbrechen, um mich über Stephen Ward und Christine Keeler zu informieren – das ist genau die Art von Geschichte, die mein Mann in seinen britischen Spionage-Serien so liebt. *g*

Ansonsten hätte ich gern noch mehr über Betty gelesen. Sie kommt so wenig vor in den Rückblicken, aber die wenigen Sätze, die man von ihr hört, lassen sie sehr sympathisch wirken. Mrs. Farley hingegen fand ich gruselig – so viel Fassade, so wenig Inhalt. Ich möchte mir nicht vorstellen, was sie für eine Ehe mit dem Tierarzt (so ein unangenehmer Mensch!) führt. Aber ich kann anerkennen, dass Deborah Crombie es auch hier mal wieder geschafft hat, dass man nach einem kurzen Gespräch eben doch eine erschreckend gute Vorstellung von dieser Ehe bekommt. Und dann ist da noch Marc Mitchell, der zum ersten Mal überhaupt richtig zu Wort kommt und den man sonst nur durch die Augen von Bryony erlebt. Sich selbst soweit aufzugeben, um Gutes zu tun, zeugt von einem Extremismus, den ich bedenklich finde – und kein Wort über seine Mutter, nur über seine Großmutter …

Nur noch ein paar Seiten, aber bevor ich weiterlese gibt es erst einmal Frühstück. 😉

Update 14:00 Uhr

Gemma und das Baby – ich muss gestehen, dass ich es sehr geschickt finde, dass Deborah Crombie Gemma erst allen von Schwangerschaft erzählen lässt und es wirkt, als ob alles gut ist und es keine Probleme mit der Arbeit gibt. Geschickt, aber auch herzzerreißend …

Oh, und ich habe erst als Gemma die Wohnung beschrieb daran gedacht, dass Wesley Bettys Sohn ist – das ist schon etwas sehr viel Zufall, aber ich mag es. Die Betty, die man aus Angels Perspektive kennenlernt, ist die passende Frau, um einen Sohn wie Wesley zu erziehen.

Was den Täter angeht, so wusste ich schon bei seinem Auftauchen, dass er der Täter war, aber erst als Evan erwähnt wurde, konnte man ein Motiv erahnen. Am Ende finde ich den Fall vor allem frustrierend, weil die Gier eines Mannes so viel Leid verursacht hat und weil all die Morde so sinnlos waren … und natürlich das Ende der Geschichte schrecklich traurig, auch wenn die Teekanne ein schönes Element ist. Ich finde es schön, dass sie sich in Zukunft durch fast alle Bücher zieht und dass ich mich nun daran erinnere, wofür sie steht. 🙂