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Gemeinsam lesen (30. März bis 03. April)

Nachdem es in der vergangenen Woche mit der täglichen Lesestunde durch das gemeinsame Lesen mit Neyasha so gut geklappt hat, geht es heute gleich damit weiter. Ich weiß noch nicht so recht, welches Buch ich lesen mag, nachdem ich heute Vormittag „Feedback“ beendet habe. Ich brauche jetzt eindeutig eine Geschichte, die keinerlei Ähnlichkeit mit dem Roman von Mira Grant (Seanan McGuire hat), bin aber noch nicht sicher in welche Richtung ich als nächstes gehen möchte. Nur gut, dass der SuB noch groß genug ist. 😉

(Eine Stunde später 😉 )
Eigentlich hatte ich nach einem Blick auf die SuB-Liste beschlossen, dass ich „Bewitched and Betrothed“ von Juliet Blackwell lesen würde. Den Roman hatte ich vor kurzem schon mal auf den „demnächst lesen Stapel“ gepackt, nur um ihn doch wieder im Regal zu verstauen – dieses Mal so gründlich, dass ich auf meiner Suche nach dem Titel erst einmal über „The Moving Finger“ von Agatha Christie stolperte und deshalb spontan diesen Krimi angefangen habe. Die Geschichte ist mir so vertraut (vertraut genug, um sie neben dem Motorsport-Film, den mein Mann gerade schaut, zu schauen), aber ich habe sie noch nie auf Englisch gelesen. Bislang fühlt es sich nicht anders an und ich bin auch noch über keine Stelle gestolpert, bei der ich dachte, dass da in der deutschen Übersetzung etwas geändert worden wäre. Die Suche nach Unterschieden zwischen Original und Übersetzung ist ja gerade für mich fast das Spannenste, wenn ich meine neuen englischen Agatha-Christie-Ausgaben lese. 😉 Auf jeden Fall fühle ich mich schon wieder sehr wohl in dem kleinen Ort Lymstock und bin genauso wie alle anwesenden Personen darüber schockiert, dass ein Schreiber von anonymen Briefen die Idylle stört, auch wenn ich natürlich schon weiß, welche Beweggründe die Person hat. Ich werde heute bestimmt noch ein paar Seiten in dem Roman lesen, aber vorher muss ich mich der Waschmaschinenladung widmen, die noch darauf wartet, dass ich sie zusammenlege und verstaue.

Dienstag (31. März)

Tja, irgendwie ist das dann gestern doch nichts geworden mit dem Weiterlesen nach dem Wäschezusammenlegen und heute Mittag habe ich in meiner Frühstückspause erst einmal zu „Nur wenn du mir vertraust“ von Deborah Crombie gegriffen, damit ich die nächsten Kapitel mal hinter mich bringe. Schon erstaunlich, dass ich die Krimis eigentlich mag, aber beim Reread doch einiges zu Kritisieren finde und die beiden Bände, die ich eh als schlecht in Erinnerung hatte, noch weniger mag als ich erwartet hatte. Umso mehr freue ich mich jetzt auf „The Moving Finger“ und die vertrauten Ereignisse in Lymstock.

(Und wieder ist die Stunde rum …)
Ganz so entspannt war mein abendliches Lesestündchen heute nicht, da mein Mailfach ständig neue Nachrichten signalisierten, aber ich habe doch einige Seiten in „The Moving Finger“ genießen können. Ich finde es wirklich spannend gemacht wie Agatha Christie ihren Protagonisten so langsam bewusst werden lässt, dass die anonymen Briefe, die im Städchen umgehen, nicht so harmlos sind, wie er dachte. Nicht, weil die Briefe brisante Themen ansprechen, sondern weil solche Briefe die Atmosphäre vergifte, weil sie Misstrauen zwischen Menschen säen, die einander zugetan sein sollten, und weil auch ein blinder Schuss mal eine tödliche Stelle treffen kann. Ansonsten genieße ich Agatha Christies Beschreibungen der verschiedenen Figuren sehr wie die des göttlichen Kindermädchens, dessen ganzer Zauber verfliegt, sobald es anfängt zu sprechen. 😉

Mittwoch (1. April)

Ich muss gestehen, dass meine Freizeit heute komplett von „Animal Crossing“ und den ersten Vorbereitungen zum „Häschentag“ gefressen wurde, aber jetzt bin ich doch ganz froh eine Spielpause einlegen zu können (und meinem Mann die Gelegenheit zu bieten, dass er auch mal eine Runde mit meiner Switch spielen kann) und etwas zu lesen. Die Ereignisse in Lymstock ziehen an und wenn ich mich recht erinnere, dann dürfte es nicht mehr lange sein, bis die Anwaltsgattin stirbt …

(Ein überraschend entspanntes Stündchen später)
In den letzten Tagen war es immer so, dass prompt nach 20 Uhr mein Maileingang ständig neue Nachrichten meldete und oft genug welche, bei denen ich gleich antworten musste. Heute hingegen konnte ich recht ungestört mein Buch genießen. Ich mag es einfach so sehr, wie Agatha Christie Figuren vorstellt – besonders ist es mir gerade bei der (inzwischen verstorbenen) Anwaltsgattin aufgefallen, von der man erst einen allgemeineren Eindruck präsentiert bekommt, dann die Meinung des Erzählers und nun gibt es all das Geschwätz rund um ihren Tod. So bekommt man in diesem Fall erst einmal die Seite der Person zu sehen, die sie der Außenwelt zeigt, dann die kleinen verräterischen Dinge, die andere Facetten ihrer Persönlichkeit zeigen, und zuletzt lernt man anhand all der Gerüchte mehr über ihr Umfeld und über die Nachbarn und Familienmitglieder. Ich mag diese kleinen Elemente, die dem Leser am Ende einen zwar nicht wenig klischeehaften, aber stimmigen Charakter präsentieren.

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Gemeinsam lesen mit

Neyasha
Kiya

Stay home & read – Lese-Wochenende mit Lyne und Neyasha

Lyne und Neyasha haben für dieses Wochenende ein „stay home and read“-Lesewochenende geplant, dem ich mich gern anschließe. Große Pläne habe ich für heute und morgen nicht, aber ich will mich mit Büchern und „Animal Crossing – New Horizons“ entspannen und ich muss zwischen durch noch ein bisschen arbeiten, weil ich heute Abend gern mit dem aktuellen Job fertig wäre. Außerdem hoffe ich, dass ich mit meinem Mann mal wieder einen gemeinsamen Film schauen kann, denn das kam in den letzten Wochen ein bisschen zu kurz. Was das Lesen angeht, so habe ich gerade mehrere Bücher angefangen, aber an diesem Wochenende werde ich wohl vor allem zu dem gestern angelesenen Roman „Feedback“ von Mira Grant (Seanan McGuire) greifen. Das Buch ist der vierte Teil ihrer Newsflesh-Trilogie und erzählt die Geschichte des ersten Bandes („Feed“) aus einer ganz anderen Perspektive. Da dieser Roman so von der restlichen Geschichte losgelöst zu sein scheint, habe ich mir den ein bisschen aufgehoben (das Lesen von „Feed“ hatte mich damals wirklich fertig gemacht), aber bei den aktuellen Ereignissen musste ich ständig an die Newsflesh-Serie denken und dachte, es sei ein guter Zeitpunkt, um auch diesen letzten Band endlich zu lesen. Bevor ich aber zum Buch greife (oder für den Abwasch in de Küche wandere), gönne ich mir eine kleine „Animal Crossing – New Horizons“-Runde zum Aufwachen. 😉

Update 11:45 Uhr

Meinen heutigen Insel-Vormittag fand ich wunderbar entspannend! Inzwischen ist meine Insel schon deutlich mehr ausgebaut, als ich nach einer Woche Spielzeit erwartet hätte, aber ich mag meine neuen Nachbarn und ich suche gern Baugrundstücke für weitere Zugänge aus. Das Museum entwickelt sich auch so langsam und überhaupt gibt es jeden Tag so viel zu tun – ich liebe es! 😉

Bevor ich heute irgendwann weiterspiele, habe ich aber noch ein paar andere Sachen vor. Das Geschirr ist abgewaschen, einige Seiten in „Feedback“ habe ich auch schon gelesen (Ash und ihr Team sind inzwischen als begleitende Journalisten von einer Präsidentschaftskandidatin der Demokraten engagiert worden) und wenn ich gleich in Ruhe mein Frühstück zu mir genommen habe, werde ich erst einmal eine Runde arbeiten. Viel habe ich da nicht mehr zu tun, aber ich möchte gern damit fertig werden. Wenn ich also über den Tag verteilt immer wieder ein bisschen mache, dann klappt das schon, ohne dass ich auf zu viel Freizeit verzichten müsste. 😉

Update 18:30 Uhr

Huch, wo ist der Nachmittag hin? 😉 Nach dem letzten Update gab es erst einmal Frühstück und ein paar Seiten in „Feedback“. Im Moment finde ich es nicht nur faszinierend die neuen Charaktere kennenzulernen, sondern auch wie sie mit der Situation umgehen. Es fühlt sich definitiv ganz anders an als „Feed“, obwohl die Geschichte zur selben Zeit spielt und ich inzwischen auch diverse Anspielungen auf die Ereignisse beim Wahlkampf der Republikaner gelesen habe. Nach dem Frühstück habe ich meine Arbeit beendet und die Daten hochgeladen, so dass ich das auch aus dem Kopf hatte, und da mein Mann mir dann dezent die Joy-Cons vor die Nase gelegt hat, gab es eine weitere Runde „Animal Crossing“. *g*

In der Woche, in der ich inzwischen spiele, gab es noch nicht einmal einen Regentag, was ein bisschen schade ist, denn ich mag die Regentage in dem Spiel sehr gern. Ansonsten habe ich viel Zeit damit zugebracht Fische zu angeln und andere Dinge zu tun, mit denen man Geld verdienen kann, um damit einen Aufgang auf eine der Klippe bezahlen zu können. 😉 Beendet habe ich mein Spiel dann, als mein Mann den Kuchen brachte.

Nach dem Kuchen habe ich dann ein kleines Sofaschläfchen eingelegt, das statt der geplanten halben Stunde dann über eine Stunde dauerte. *g* Bis zum Abendessen, das heute mein Mann kochen wird, gönne ich mir weitere Lesezeit – davon hatte ich heute noch nicht so viel, obwohl mir mein Buch wirklich gut gefällt. (Und das finde ich wirklich das größte Kompliment, dass ich einer Zombie-Geschichte machen kann, da ich sonst definitiv keinen Horror lese!)

Update 22:30 Uhr

Ich habe wirklich seit Abendessen nichts anderes gemacht als gelesen und bin inzwischen zur Hälfte mit „Feedback“ durch. Meinem Gefühl nach wollte Seanan McGuire mit dieser Geschichte einige Seiten beleuchten, die sie in ihrer Trilogie ausgelassen hatte, wie zum Beispiel das Leben von queeren Personen in einer von Zombies bedrohten Welt aussieht. So ist die Protagonistin Ash in einer sehr, sehr konservativen irischen Familie aufgewachsen, die weder mit ihrer Homosexualität, noch mit ihrer Arbeit als Irwing (das sind die Journalisten, die sich im Freien aufhalten, nach Zombies suchen und dann ihre Kämpfe gegen diese veröffentlichen) einverstanden war. Für Ash bedeutete das, dass sie als Jugendliche in ein Heim gesperrt wurde, wo sie mit Drogen „ruhig gestellt“ wurde. Außerdem gibt es natürlich einige Beobachtungen zu den Ereignissen rund um die Mason-Geschwister, die eben nur Außenstehenden möglich sind und die deshalb in „Feed“ gar nicht vorkommen konnten. Ich mag die Geschichte wirklich sehr und die Erzählweise von Seanan McGuire hat mich wieder sehr gepackt, obwohl ich sonst weder mit Zombies, noch mit Politik etwas anfangen kann. 😉

Trotzdem geht es für mich jetzt erst einmal ins Bett – wir lesen uns morgen wieder! 🙂

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Sonntag
10:15 Uhr

Da ich heute weder meinen Wecker gestellt hatte, noch meinem Mann eine Aufstehzeit genannt hatte, habe ich tief und fest bis zehn Uhr geschlafen. Jetzt muss ich erst einmal langsam wach werden, bevor ich aktiv werden kann. Genau gesagt werde ich eine Runde auf meiner Insel drehen und schauen, ob ich ein paar Rüben kaufen kann. 😉

Update 15:00 Uhr

Während ich heute gemütlich auf dem Sofa lag und spielte, haben meine Nachbarn heute schon Frühsport gemacht. 😉 Ich finde es so schön, dass in diesem Spiel die Nachbarn so viele Dinge tun können, die nichts mit dem Spieler selber zu tun habe. Wenn ich über die Insel flitze, sehe ich sie, wie sie Blumen gießen oder Insekten studieren (natürlich mit dem Bestimmungsbuch in der Hand!), morgens und abends wird Sport getrieben, manche von ihnen angeln an den Flüssen oder sitzen unter einem Baum und gönnen sich eine Auszeit. Das lässt sie so viel realer wirken und trägt so viel zur Atmosphäre bei! Meine Rüben habe ich übrigens kaufen können und werde damit dann in den kommenden Tagen spekulieren. 😀

Zum Frühstück gab es dann wieder ein paar Seiten in „Feedback“ – ich mag die Geschichte sehr, bin aber beim Lesen auch die ganze Zeit damit beschäftigt, dass ich den Roman mit „Feed“ vergleiche und überlege, welche Unterschiede und welche Übereinstimmungen ich finde. Es ist auf jeden Fall überraschend spannend eine andere Perspektive auf die Ereignisse im ersten Band zu bekommen. Da mich aber meine Insel zu sehr lockte, habe ich dann doch wieder die Konsole angeworfen.

Das große Ziel von Tom Nook, Melinda und mir ist es, dass unsere Insel so bekannt wird, dass der berühmte K.K. dort ein Konzert gibt. 😉 Heute haben wir dann wieder ein neues Zwischenziel erreicht – ich bin gespannt, wie es in den nächsten Wochen weitergeht auf meiner Insel. Lustigerweise mag ich es zwar sehr, wenn ich ständig neue Dinge bauen und die Insel weiterentwickeln kann, aber ein bisschen freue ich mich jetzt schon auf die Zeit, wenn all die „großen“ Ziele erreicht sind und ich einfach nur in Ruhe überlegen kann, wie ich meine Infrastruktur aufbauen und die Gegend rund um die Nachbarhäuser gestalten will. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich jetzt etwas lese oder mir eine andere Tätigkeit suche, mal schauen, was mich gleich spontan anspricht. 🙂

Update 17:45 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich vor allem gelesen, die Geschichte steuert so langsam auf die Auflösung zu und ich finde es faszinierend wie unterschiedlich der Ton ist im Vergleich zu „Feed“. Bei „Feed“ war die Erzählstimme vor allem sehr sachlich, sehr nüchtern und sehr journalistisch, da George eben zu den Journalisten gehört, die Daten, Fakten und Tatsachen zusammentragen und für den Leser so aufbereiten, dass das Ganze gut erfassbar wird. Ash hingegen gehört zu den Medienschaffenden, die impulsiver und emotionaler arbeiten können, weil sie den Zuschaue mitnehmen in die Welt und sich begleiten lassen beim „Abenteuer erleben“ – auch wenn das in diesem Fall in erster Linie „Kämpfe mit Zombies“ bedeutet. Aber ihre Arbeitsweise bringt es mit sich, dass sie ganz anders an eine Sachlage herangeht und natürlich auch ihre Perspektive ganz andere Facetten mit sich bringt als die von George. Inzwischen steuert die Geschichte deutlich auf das Ende zu und ich ertappe mich dabei, wie ich das Lesen etwas herauszögere, weil ich nicht will, dass der Roman schon so bald zu Ende geht – weshalb ich heute Nachmittag auch noch eine kleine Runde mit dem Strickzeug eingelegt habe. 😉 Oh, und ich habe den aktuellen Deborah-Crombie-Post mit einem Update versehen, nachdem eben von Sayuri die Meldung kam, dass sie jetzt auch soweit sei. 🙂

Update 22:30 Uhr

Eigentlich war ich mir ja sicher, dass ich heute noch mein Buch auslesen würde, aber irgendwie kam doch immer was dazwischen. Der Abend ist also rumgegangen mit Kochen (und dem Abwasch, denn ich erledigt habe, während das Abendessen garte), Schwatzen mit meinem Mann und meinem Strickzeug, das der ideale Begleiter neben der Kochsendung war, die mein Mann schauen wollte. So langsam wird es für mich Zeit an mein Bettchen zu denken, also wird das Ende von „Feedback“ bis morgen warten müssen. Insgesamt war das Wochenende auf jeden Fall erholsam und ich habe meine ausgedehnte Sofazeit und den Austausch darüber sehr genossen! 🙂

 

 

 

Gemeinsam lesen (23. bis 27. März)

Am Wochenende haben Neyasha und ich uns überlegt, dass es uns gerade gut tun würde, wenn wir uns einmal am Tag ein Lese-Stündchen gönnen würden. Damit wir uns auch wirklich dazu hinsetzen und uns am Anfang und Ende dieser Zeit kurz austauschen können, gibt es diesen Beitrag für die Zeit vom 23. bis 29. März.

Montag (23. März)

Nachdem ich mir ein dreitägiges „Insel-Wochenende“ gegönnt habe, begann heute morgen für mich wieder der Alltag und ich muss zugeben, dass mir mehr Normalität und weniger „zwischendurch auf die Twitter-Timeline schielen“ schon gut tut. Gelesen habe ich dank „Animal Crossing: New Horizons“ in den letzten Tagen relativ wenig, weshalb ich immer noch am Anfang von „Jodeln und Juwelen“ von Charlotte MacLeod bin, obwohl ich das Buch schon vor zwei Wochen begonnen hatte. Auf jeden Fall geht es jetzt erst einmal für ein Stündchen damit weiter! 🙂

Eine Stunde später 😉
Mein Buch begann für mich an dem ersten Abend, den Emma Kelling auf der Sommerinsel einer Freundin verbringt. Ihre Freundin ist in diesem Jahr verhindert und so übernimmt Emma die Aufgabe, die Gastgeberin für eine Gruppe von Künstlern zu spielen, die den Sommer auf der Insel leben und arbeiten werden. Außerdem habe ich inzwischen das gesamte Personal kennengelernt und einen mysteriösen Mann, der in einem Taucheranzug und ohne jegliche Erinnerung am Strand gefunden wurde, und inzwischen schon wieder spurlos verschwunden ist. Alles in allem war das ein sehr nettes Stündchen mit einem sehr netten Buch – die Geschichte packt mich nicht ganz so wie die ersten Teile der Reihe, denn obwohl ich Emma Kelling sehr mag, vermisse ich doch die Perspektive von Sarah oder Max bei all den seltsamen Ereignissen. Insgesamt fand ich diese erste gemeinsame Lesestunde schon mal sehr angenehm und hoffe, dass es Neyasha ebenso erging. 🙂

Dienstag (24. März)

Ich muss gestehen, dass ich gerade sehr, sehr müde bin – mal schauen, wie gut es so mit dem Lesen klappt. Die To-do-Liste war in den letzten Tagen voll, dazu kamen ein paar ungeplante Dinge (ein Job, der zeitnah erledigt werden soll, und das Zusammenbauen und Austesten des neuen Staubsaugers) und wieder einmal eine etwas zu kurze Nacht, weil ich momentan mit meinem Mann aufwache und es dann nicht schaffe, die mir fehlenden zwei Stunden Schlaf noch nachzuholen. Aber ich freue mich gerade trotzdem sehr auf diese ruhige Stunde mit Buch und hoffe, dass ich nicht über Emma Kellings Erlebnissen einnicke. 😉

(Eine gute Stunde später)
Das Lesen klappte dann doch erstaunlich gut, was nicht nur daran lag, dass inzwischen eine Leiche aufgetaucht ist und die auf der Insel befindliche Wahrsagerin in der Nacht des Mordes anscheinend betäubt wurde – Emma Kelling und ich sind uns übrigens noch nicht sicher, ob wir der Dame ihre Kräfte abkaufen sollen oder nicht, immerhin müssen wir zugeben, dass uns diese Person sympathisch ist. 😉 Ansonsten mag ich diesen Satz: „Eine gute Gastgeberin versuchte stets, alles Unangenehme von ihren Gästen fern zu halten, selbst wenn sie sich heimlich eingestehen musste, dass ihr diese Gäste ziemlich auf die Nerven gingen.“ (Ich möchte dazu anmerken, dass Emma gerade mal 24 Stunden mit diesen Gästen zusammen auf der Insel ist. :D) Immerhin ist inzwischen Theonia Kelling auf der Insel eingetroffen und wird Emma in den kommenden Tagen zur Seite stehen – ich freu mich schon darauf morgen mehr über die Zusammenarbeit dieser beiden Damen zu lesen, die ergeben ein unschlagbares Team.

Mittwoch (25. März)

Ich muss gestehen, dass ich mich heute besonders auf diese Lesestunde freue, da der Tag anstrengend war und ein paar nicht so schöne Nachrichten mit sich brachte. Ich werde jetzt also zu Emma und Theonia Kelling auf die Insel flüchten (das Thema zieht sich gerade eindeutig durch meine Freizeit 😉 ) und versuchen herauszufinden, was es mit all den seltsamen Sommergästen und dem mysteriösen Toten auf sich hat.

Irgendwie macht mir das Buch Lust darauf von Tove Jansson noch einmal „The Summer Book“ zu lesen, denn ich habe das Gefühl, dass die kleine Privatinsel, auf der Emma den Sommer verbringt, unter normalen Umständen genauso eine hübsche kleine Zuflucht wäre wie die Insel, die von Tove Jansson in ihrem Roman beschrieben wird.

(Ein Stündchen später)
Auch wenn Theonia schon so einige Bewegung in all die seltsamen Ereignisse auf der Insel gebracht hat, so ist die arme Emma gerade nicht besonders glücklich über die neugewonnenen Erkenntnisse und die neu hinzugegkommenen Mysterien. Ich denke, dass ich morgen Abend mit dem Roman fertig werde und da ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnere, wer hinter dem Mord und den anderen Dingen steckt, bin ich jetzt schon neugierig auf die Auflösung. *g*

Donnerstag (26. März)

Heute bin ich ein bisschen spät dran, da die Gemüse-Lasagne doch etwas länger brauchte, als ich eingerechnet hatte. Aber ich freu mich schon sehr darauf jetzt eine kleine Auszeit zu nehmen und mich mit Emma und Theonie auf die Insel zu begeben, dabei war mein Tag relativ ruhig, ich habe relativ entspannt vor mich ingearbeitet – war dabei aber so auf meine Arbeit konzentriert, dass ich mal wieder gar nicht mitbekommen habe, wie viel Hunger und Durst ich hatte. Jetzt also mit Buch, vollem Magen und einem großen Glas Wasser entspannen …

(Heute nur ein knappes Stündchen Lesezeit …)
Da ich gerade zu unruhig bin um weiter zu lesen, ist das heute nur ein knappes Lesestündchen für mich geworden – aber so reicht mein Buch immerhin noch für den morgigen Abend. 😉 Stattdessen werde ich jetzt noch eine kleine Arbeitsrunde einlegen, in der Hoffnung, dass ich heute mit diesem Teil des Jobs noch fertig werde.

Freitag (27. März)

So lange habe ich gestern dann doch nicht mehr arbeiten müssen, aber da dann das Hochladen der bearbeiteten Daten nicht so recht laufen wollte, habe ich dann kurz vor Mitternacht doch noch einmal zu „Jodeln und Juwelen“ gegriffen und das Buch beendet. Ich mochte die Geschichte wirklich gern, aber die früheren Bände der Reihe liegen mir schon etwas mehr am Herzen. Als Kontrastprogramm darf heute Abend „Feedback“ dienen – ich muss seit Beginn der Corona-Pandemie an die „Newsflesh“-Serie von Mira Grant denken und nun habe ich endlich mal den vierten und abschließenden Band der … äh … Trilogie *g* … vom SuB befreit. Mal schauen, wie es sich anfühlt von einer Welt zu lesen, in der „Social Distancing“ zum Alltag gehört und es kaum noch Anläss gibt, zu denen man sich persönlich trifft, während man selber „Social Distancing“ praktiziert.

(Ein gutes Stündchen später)
Ich mag den Ton in „Feedback“ und ich glaube, ich werde die Protagonistin (ob wohl noch eine weitere Person dazu kommt, bei den anderen Romanen hat man die Geschichte immer aus mindestens zwei Perspektiven erlebt) mögen. Ash kommt aus Irland und lebt inzwischen mit ihrem Mann Ben in den USA. Sie und Ben haben einander geheiratet, damit sie die US-Staatsbürgerschaft bekommen konnte (und er dafür die der EU) und die Ehe ist wirklich nicht mehr als eine Geschäftsbeziehung zwischen sehr guten Freunden und Kollegen (unter anderem, weil Ash homosexuell ist). Obwohl die beiden ebenso wie George und Shaun Mason Journalisten sind und immer auf der Jagd nach Neuigkeiten, die sie berichten können, habe ich ein ganz anderes Gefühl bei diesen beiden Figuren und bin sehr gespannt, wie sich das Ganze noch entwickelt und wie und wo es im Laufe des Romans Anknüpfungspunkte an „Feed“ gibt – dessen Ereignisse parallel zu „Feedback“ laufen müssten. Das war definitiv die richtige Buchwahl für die nächsten Tage. 🙂

Gemeinsame Lesezeit?

Da das Leben gerade voller erschreckender Nachrichten ist und zumindest in meiner Timeline sehr viele Leute gerade damit fertig werden müssen, dass sie nicht so gut darin sind, zu Hause zu arbeiten und nicht spontan rausgehen zu können, habe ich mich gefragt, ob es nicht schön wäre, wenn wir uns in den nächsten Tagen vielleicht kleine gemeinsame Auszeiten gönnen würden.

Ich meine damit keine ganzen Lesetage (da gibt es ja wieder den üblichen dritten Sonntag im April), sondern vielleicht eine feste Stunde am Tag (oder zwei Stündchen alle zwei oder drei Tage), an denen wir uns bewusst Zeit zum Lesen nehmen und einmal am Anfang und am Ende in einem Beitrag (oder gern auch nur in den Kommentaren unter dem jeweils dafür veröffentlichten Text auf meinem Blog) erzählen, wie es uns gerade geht, mit welchen schönen Dingen wir uns gerade beschäftigen und ob es mit dieser kleinen Auszeit und dem Lesen in der geplanten Zeit geklappt hat.

Hättet ihr an so etwas Interesse? Oder würde so eine „geplante Auszeit“ euch mehr Stress verursachen, als ihr im Moment haben mögt?

Wenn ihr Zeit dafür und Lust darauf hättet, würde ich mich freuen, wenn ihr in den Kommentaren schreibt, welcher Rhythmus und welche Länge euch am Besten passen würde.

Deborah-Crombie-Lesetag (8) – Der Rache kaltes Schwert

Es ist schon wieder ein Weilchen her, seitdem Sayuri und ich das letzte Mal zusammen einen Deborah-Crombie-Roman gelesen haben, aber Vorweihnachtsstress, Feiertage, Urlaubswochen und anderer Trubel sind dann doch ein bisschen wichtiger als das gemeinsame Lesen zwanzig Jahre alter Krimis. 😉 Wie immer gilt, dass diese Beiträge nur für Leute geeignet sind, die die Kincaid-und-James-Romane schon kennen oder nicht vorhaben sie jemals zu lesen, denn wir werden uns mit Spoilern nicht zurückhalten.

Mit „Der Rache kaltes Schwert“ kommen wir langsam in einen Bereich der Reihe, wo meine Erinnerungen etwas verschwimmen. Es gibt viele Elemente aus dem Leben von Gemma und Duncan, an die ich mich erinnere, die ich aber nicht einem bestimmten Roman zuordnen kann. Was auch daran liegt, dass ich die ersten sechs Romane (über den siebten Band rede ich dann doch lieber nicht,) während meines Studiums immer mal wieder gelesen habe. Den folgenden Romanen hing aber so ein bisschen das „Von fremder Hand“-Stigma (und eine Entwicklung von Hazel, die bald kommen wird,) nach und dazu kam, dass ich fast zehn Jahre lang den Großteil meiner Bücher in Umzugskartons aufbewahrte, so dass ich irgendwann nur noch die Neuerscheinungen las und kaum noch Rereads in Angriff nahm. Ich bin also gespannt, was mich in „Der Rache kaltes Schwert“ erwartet und welche Erinnerungen während des Lesens wieder hochkommen …

Update 12:00 Uhr

Freitagvormittag kümmere ich mich normalerweise um all den Haushaltskram, für den ich an den anderen Tagen keine Zeit habe und den ich vor dem Wochenende erledigt haben will. Und selbst wenn ich – wie in dieser Woche – das alles auf Donnerstag gelegt habe, fallen mir immer noch Dinge ein, die mich kurz vom Sofa springen lassen. Ich finde es wirklich seltsam, dass es mir so schwer fällt mich selbst bei solchen Leseverabredungen vormittags einfach hinzusetzen und längere Zeit am Stück zu lesen … Aber nun zum Buch: Faszinierenderweise fühlt es sich an, als ob ich die Geschichte noch nie gelesen hätte. In der Regel kommen bei diesen Rereads relativ schnell Erinnerungen an die Figuren zurück, wenn ich die ersten Kapitel gelesen habe, aber weder das Opfer, noch die Männer, die mit Dawn Arrowood in Verbindung standen, kommen mir irgendwie vertraut vor. Einzig bei der Tierärztin klingelte ein sehr, sehr fernes Glöckchen, aber mehr war da auch nicht, ich kann mich weder an sie als Person noch als Teil der Handlung erinnern.

Die persönlichen Momente zwischen Gemma und Duncan geben mir dafür eher ein Gefühl von „ach ja, so war das“ und „stimmt, das Haus gehörte der Schwester von Duncans Chef“ – wobei ich mich frage, ob die fünf Jahre nicht schon längst vorbei sind (also bei dem aktuellen Roman, nicht bei „Der Rache kaltes Schwert“). 😉 Außerdem mag ich, wie Deborah Crombie in diesem Band den ersten gemeinsamen Auftritt von Gemma und Duncan an einem Mordschauplatz gestaltet hat, bei dem Duncan nur die Rolle des Zuschauers übernehmen darf, und ich freu mich mehr über Doug und Melody zu lesen, die inzwischen schon so lange zum „Team“ gehören, dass ich mich gar nicht mehr an die ersten Szenen mit den beiden erinnern kann. (Wie lang es wohl dauert, bis Doug nicht mehr das Gefühl hat, dass er gegen Gemma immer verlieren wird, weil Duncan mit ihrer Arbeit soooo zufrieden war.)

Bevor ich weiterlese, räume ich erst einmal die Gemüsekiste weg, die gerade geliefert wurde, und mache mir ein Frühstück.

Update 14:00 Uhr

Nach Frühstück, Tee und ein paar weiteren Kapiteln bin ich inzwischen mehr in der Geschichte drin und genieße es einen „unvertrauten“ Deborah-Crombie-Roman zu lesen. Spannend finde ich, dass ich Dawn in den wenigen Momente, die man aus Sicht des Opfers erlebte, gar nicht sooo sympathisch fand, während sie mir nun nach ihrem Tod ans Herz wächst, weil die Menschen um sie herum so von ihr fasziniert waren. (Irgendwann würde ich allerdings gern mal einen Kriminalroman der Autorin lesen, in dem das Mordopfer einfach nur ein ganz gewöhnlicher und unauffälliger Mensch war.) Außerdem deuten sich bei Hazel schon ganz leicht die kommenden Entwicklungen an (ich bin gespannt, ob ich den Teil beim erneuten Lesen auch wieder so doof finde wie vor einigen Jahren) und Duncan rollt in typischer Duncan-Manier in Gemmas Fall hinein, ohne ihr gegenüber überhaupt vorher eine Andeutung fallen zu lassen. Wie kann er die Nacht nach dem Mord mit ihr verbringen und nicht einmal erwähnen, dass er vor einiger Zeit einen ähnlichen Mordfall hatte? Und auch nachdem er seinen Chef darum gebeten hat, dass er sich in Gemmas Mordfall einmischen darf, wartet er noch einen weiteren Tag, bis er ihr Bescheid gibt … Ganz ehrlich, da hätte ich mich an Gemmas Stelle nicht so schnell beruhigen lassen!

Ansonsten finde ich Ferns Verhalten sehr seltsam. Ich kann verstehen, dass sie Alex vor Dawns Ehemann in Sicherheit bringen will, wenn sie befürchet, dass dieser Dawn umgebracht hat, weil sie ein Verhältnis mit Alex hatte (und von ihm schwanger war). Aber wieso sie dann der Polizei nicht sagen will, wo Alex ist und solch ein Rumgeeiere mit Gemma aufführt, kann ich nicht nachvollziehen. Auf der anderen Seite gibt es gleich zwei Frauen in dieser Geschichte, die an hoffnungslosen Gefühlen für Männer festhalten, die anscheinend nichts für sie empfinden, was mir eigentlich etwas viel für einen einzigen Roman ist. 😉

Ich weiß nicht, wie lange Sayuri heute lesen will, aber ich bin gerade mit dem sechsten Kapitel fertig geworden und lege jetzt erst einmal eine Lesepause ein, um ein paar Sachen zu erledigen, und schaue dann, ob es bei Sayuri in der Zwischenzeit ein neues Update gab und ob es bei ihr dann noch weitergeht oder ob sie in den kommenden Tagen etwas „nachlesen“ möchte, bis wir uns zum nächsten gemeinsamen Lesen verabreden.

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Update Montag, der 17.02.2020

Da Sayuri und ich am Freitag mit dem zehnten Kapitel starten wollen, gibt es hier noch meine Eindrücke zu den Kapiteln sieben bis neun. Als ich heute wieder zu „Der Rache kaltes Schwert“ griff, war ich ein bisschen überrascht, dass sich der Ton – meinem Gefühl nach – so deutlich geändert hatte. Es war, als ob die ersten sechs Kapitel die Grundlagen für die Geschichten gelegt hätten (was ist passiert, welche Personen sind beteiligt und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander), während jetzt nicht nur die Ermittlungen mehr Hinweise an den Tag bringen, sondern auch die vielen Charaktere sich ernsthaft der Tatsache stellen müssen, dass so ein Mord mehr als nur die offensichtliche Folge (also den Tod eines Menschen) mit sich bringt und dass jeder von ihnen unter Verdacht steht und sich – bis zur Auflösung des Falles – fragen wird, ob er etwas hätte anders tun können, ob der Mensch, mit dem er sich gerade unterhält, in den Mord verwickelt ist und wie die Person, die einem am Herzen liegt, sich von so einem Schicksalsschlag wieder erholen kann.

Wie immer bei den Romanen, die innerhalb von London spielen, finde ich es wunderbar, wie Deborah Crombie die Geschichte des Stadtteils und die Entwicklung der Gegend in ihre Handlung miteinbezieht. Die Szenen mit Angel und Ronnie waren übrigens die ersten, die mir seitdem wir Freitag das Buch begonnen haben, vertraut vorkamen. Ansonsten bin ich mir – eigentlich seit der ersten Erwähnung der Person – sehr sicher, dass ich weiß, wer der Täter ist, auch wenn ich keine Ahnung habe, was sein Motiv ist. Ebenso finde ich es etwas arg bemüht, dass Deborah Crombie mit dem Spitznamen Angel arbeitet, um die Verbindung zwischen diese Szenen und einem der Mordopfer zu vertuschen – obwohl doch offensichtlich ist, wie der reale Name dieser Frau war – und spätestens nach dem Fotos, dass der Nachbar der ermordeten Marianne Kincaid gegeben hat, kann man sich als Leser auch denken, in wessen Beuteschema Marianne als junge Frau fiel …

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Update Freitag, der 21.02.2020
10:30 Uhr

Ich bin heute mal wieder ein bisschen spät dran, aber dafür habe ich alles erledigt, was ich diese Woche erledigen musste und kann mich nun entspannt aufs Lesen konzentrieren. Ich muss zugeben, dass ich in den vergangenen Tagen kaum an „Der Rache kaltes Schwert“ gedacht habe, weil ich das Gefühl habe, ich wüsste die Auflösung schon und dieses Mal beschäftigen mich die verschiedenen Charaktere nicht so sehr wie sonst bei einem Deborah-Crombie-Roman. Die einzigen Sachen, die mir eben beim Teekochen durch den Kopf gingen, war, dass ich 1. zu wissen glaube, wie Gemma ihr Baby verliert (bei einer Konfrontation mit dem Mörder in der Suppenküche) und 2. ging mir die Frage durch den Kopf, ob ich mich richtig erinnere, dass Wesley in Zukunft als Babysitter für Gemmas Sohn herhalten wird. Da bin ich mir nicht mehr sicher, aber spätestens als erwähnt wurde, dass er auf die Töchter des Cafébesitzers aufpasst, dachte ich, dass er mir vertraut vorkommen würde. Oh, und ich wusste gar nicht mehr wie Geordie zur Familie James-Kincaid kam und finde Gemmas spontanen Entschluss nicht nur untypisch für sie (wenn auch irgendwie liebenswert), sondern hätte mich auch gefreut, wenn sie das in der Zwischenzeit Duncan gegenüber mal angesprochen hätte. Dass die beiden auch über wichtige Punkte ihres Familienlebens kaum reden, finde ich erschreckend irritierend!

Update 13:00 Uhr

Hunger und keine Ahnung, was ich frühstücken soll – also gibt es mal wieder Zimtmilchreis. *g*

Ich mochte diesen Moment der Erkenntnis, den Fern hatte, als sie darüber nachdachte, ob sie deshalb so an Alex Dunn hing, weil diese unerwiederte Liebe ihr erlaubte in ihrer aktuellen Situation zu verharren statt sich weiterzubewegen. Während ich es schon ganz schön heftig finde, dass Gemma und Duncan Kit an seinem allerersten Abend im neuen Haus zum Babysitten verdonnern. Als ob er ein Gummiball wäre, denn man mal eben in jede beliebige Richtung schleudern kann und der heil von allen Herausforderungen zurückprallt. Er war bislang nur zu Besuch in London, kennt sich in der Gegen nicht aus, hat niemanden in der Nachbarschaft, an den er sich wenden kann, und ist verantwortlich für einen kleinen aktiven Jungen – in seinem Alter und mit seiner Vorgeschichte würde es mich nicht beruhigen, dass ich Gemma per Handy jederzeit erreichen kann. Ansonsten musste ich natürlich das Lesen unterbrechen, um mich über Stephen Ward und Christine Keeler zu informieren – das ist genau die Art von Geschichte, die mein Mann in seinen britischen Spionage-Serien so liebt. *g*

Ansonsten hätte ich gern noch mehr über Betty gelesen. Sie kommt so wenig vor in den Rückblicken, aber die wenigen Sätze, die man von ihr hört, lassen sie sehr sympathisch wirken. Mrs. Farley hingegen fand ich gruselig – so viel Fassade, so wenig Inhalt. Ich möchte mir nicht vorstellen, was sie für eine Ehe mit dem Tierarzt (so ein unangenehmer Mensch!) führt. Aber ich kann anerkennen, dass Deborah Crombie es auch hier mal wieder geschafft hat, dass man nach einem kurzen Gespräch eben doch eine erschreckend gute Vorstellung von dieser Ehe bekommt. Und dann ist da noch Marc Mitchell, der zum ersten Mal überhaupt richtig zu Wort kommt und den man sonst nur durch die Augen von Bryony erlebt. Sich selbst soweit aufzugeben, um Gutes zu tun, zeugt von einem Extremismus, den ich bedenklich finde – und kein Wort über seine Mutter, nur über seine Großmutter …

Nur noch ein paar Seiten, aber bevor ich weiterlese gibt es erst einmal Frühstück. 😉

Update 14:00 Uhr

Gemma und das Baby – ich muss gestehen, dass ich es sehr geschickt finde, dass Deborah Crombie Gemma erst allen von Schwangerschaft erzählen lässt und es wirkt, als ob alles gut ist und es keine Probleme mit der Arbeit gibt. Geschickt, aber auch herzzerreißend …

Oh, und ich habe erst als Gemma die Wohnung beschrieb daran gedacht, dass Wesley Bettys Sohn ist – das ist schon etwas sehr viel Zufall, aber ich mag es. Die Betty, die man aus Angels Perspektive kennenlernt, ist die passende Frau, um einen Sohn wie Wesley zu erziehen.

Was den Täter angeht, so wusste ich schon bei seinem Auftauchen, dass er der Täter war, aber erst als Evan erwähnt wurde, konnte man ein Motiv erahnen. Am Ende finde ich den Fall vor allem frustrierend, weil die Gier eines Mannes so viel Leid verursacht hat und weil all die Morde so sinnlos waren … und natürlich das Ende der Geschichte schrecklich traurig, auch wenn die Teekanne ein schönes Element ist. Ich finde es schön, dass sie sich in Zukunft durch fast alle Bücher zieht und dass ich mich nun daran erinnere, wofür sie steht. 🙂

Lese-Sonntag Dezember 2019/Arianas Adventslesen – 3. Advent 2019

Heute ist der dritte Sonntag im Dezember und somit der letzte Lese-Sonntag in diesem Jahr! Die meisten von uns machen gleichzeitig bei Arianas Adventslesen mit (die beiden Sachen ergänzen sich ja gut), trotzdem werde ich wie immer eine Liste der teilnehmenden Personen unten anhängen, damit der Zugriff auf die heute mitmachenden Blogs einfacher ist. 🙂

Meine Woche lief nicht ganz so rund wie ich gehofft hatte, aber immerhin habe ich mir regelmäßig Lesezeit gönnen können („Die Grenze“ ist inzwischen ausgelesen und rezensiert) und etwas Adventsdeko habe ich auch rausgekramt und aufgestellt. Außerdem sind gestern alle Weihnachtsgeschenke und -karten bei der Post gelandet und am Nachmittag haben mein Mann (der sein Überstundensoll für die Woche schon am Mittwoch erfüllt hatte) und ich endlich mal wieder eine Brettspielrunde eingelegt. Was den heutigen Tag angeht, so habe ich wieder sehr, sehr viel Sofazeit mit Büchern, Strickzeug und der einen oder anderen Konsole geplant. Aber erst einmal starte ich mit einer Kurzgeschichte in den Morgen und dann wandere ich in die Küche, um das Chaos vom gestrigen Abend zu beseitigen.

Update 10:00 Uhr

Sonntagmorgen sieht bei uns in letzter Zeit so aus, dass ich versuche ganz, ganz leise zu sein, um meinen Mann nicht zu wecken, der dringend Schlaf nachholen muss. Irgendwie sorgt das aber dafür, dass ich meine ersten wachen Stunden vor allem auf dem Sofa verbringe und mich mit dem Internet beschäftige, was deutlich weniger befriedigend ist als die dringensten Haushaltssachen eben zu erledigen, um dann zu lesen. Immerhin habe ich die Kurzgeschichte „Per Aspera Ad Astra“ von Katherine Locke gelesen. Eine SF-Geschichte, in der die Protagonistin Lizzie mit ihrem inneren Krieg fertig werden muss, um zu verhindern, dass ihre Stadt und ihre Familie bei einem feindlichen Angriff zerstört wird. Ich … „mochte sehr“ ist hier der falsche Ausdruck … ich fand es beeindruckend, wie die Autorin Lizzies lähmende Angst vor eigentlich allem dargestellt hat und wie es trotzdem stimmig war, dass Lizzie sich aufmacht, um ihre Stadt zu retten. Da mein Mann inzwischen aber aufgestanden ist, werde ich jetzt aber doch endlich in die Küche flitzen und mir – nach dem Abwasch und dem Zusammenlegen der gestrigen Kochwäsche – was zum Frühstück machen. Ich habe heute erstaunlich früh Hunger … *g*

Update 13:00 Uhr

„Erstaunlich früh Hunger“ haben scheint trotzdem nicht zu reichen, damit ich auch ein frühes Frühstück auf die Reihe bekomme. *g* Erst habe ich noch meine Kommentarrunde beendet, dann die Wäsche zusammengelegt, die gestern liegengeblieben ist, und das Geschirr abgewaschen. Dann habe ich mich mit meinem Frühstück (inklusive Adventskalender-Leckerei) hingesetzt, die Kerzen im Wohnzimmer angezündet und die Nase in mein Buch gesteckt. Ich muss gestehen, dass ich mit „Bitten“ von Kelley Armstrong nicht ganz so glücklich bin. Ich hatte mir das Buch gewünscht, weil ich herausfinden wollte, ob ich die Romane der Autorin ebenso sehr mag wie ihre Kurzgeschichten, aber im Moment fürchte ich, dass das nicht der Fall ist. Trotzdem möchte ich den Roman eigentlich beenden, weil ich hoffe, dass meine Desinteresse vor allem damit zusammenhängt, dass Kelley Armstrong in diesem Reihen-Auftakt noch nicht richtig in ihrer Welt und Geschichte angekommen ist. Wobei ich auch zugeben muss, dass ein Teil meiner Unzufriedenheit mit „Bitten“ damit zusammenhängt, dass ich eine am Anfang eingeführte Nebenfigur sehr mochte, von der ich aber weiß, dass sie nicht weiter vorkommen wird, während ich einen anderen Charakter ganz fürchterlich finde und der natürlich die größte Rolle neben der Protagonistin spielt. Das sind Dinge, die sich nicht ändern werden, aber vielleicht finde ich den zweiten Charakter im Laufe der Zeit ja nicht mehr so schlimm … Bislang ist es allerdings so, dass ich ein paar Seiten lese und dann das Buch wieder weglege, um andere Dinge zu tun. Außerdem liegt da ein weiterer Roman in Reichweite, dessen Anfang ich wirklich hinreißend fand … *seufz*

Update 16:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich mir einen Wecker gestellt, um mal dafür zu sorgen, dass ich eine halbe Stunde am Stück in „Bitten“ lese, statt den Roman ständig wieder aus der Hand zu legen. Danach habe ich die Tatsache ausgenutzt, dass mein Mann lieber im Nebenzimmer sein neues Brettspiel („Mezzo“ – nichts für mich, wie er sagt, aber dafür mit Ein-Spieler-Modus spielbar) ausprobiert hat, und habe zum Strickzeug gegriffen und die Buchverfilmung „Tage wie diese“ bei Netflix geschaut. Ich mochte die drei Romanteile, die von drei unterschiedlichen Autor.innen geschrieben wurden, vor Jahren eigentlich gleich gern (HIER ist ein Leseeindruck von mir zu dem Buch zu finden) und hatte nicht das Gefühl, ich würde einen Handlungsstrang bevorzugen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich mich nach acht Jahren auch nicht detailliert an die Handlung erinnere und vor allem noch weiß, dass ich das Gefühl hatte, das John Green eigentlich immer die gleiche Geschichte erzählt (was okay ist, denn das kann er und so weiß man, was einen erwartet).

Äh, wo war ich? Ach ja, ich erinnere mich nicht mehr so gut an die Handlung, aber in der Verfilmung tauchten eine Menge Dinge auf, an dich ich mich erinnert hätte, wenn ich sie in dem Buch gelesen hätte. Was der Grund ist, warum ich grundsätzlich mit Buchverfilmungen nicht so glücklich bin, auch wenn ich hier immerhin sagen kann, dass ein paar Elemente besser waren, als ich sie bei der Romanhandlung in Erinnerung hatte, während andere Dinge für mich beim Lesen deutlich weniger Fremdscham hervorgerufen hatten als beim Schauen … Alles in allem kein Film, den ich in Erinnerung behalten werde, womit er irgendwie wieder zum Roman passt. *g* Jetzt Tee und Kekse und eine Kommentarrunde!

Update 21:30 Uhr (Letztes Update)

Wie geplant hatte ich mir nach dem letzten Update Tee und Kekse gegönnt und dabei eine Blogrunde gedreht. Als ich damit fertig war, habe ich wieder zu „Bitten“ gegriffen und fand anfangs sogar, dass die Handlung jetzt endlich etwas anzieht, weil leichte Krimielemente eine Rolle spielten. Dann bin ich allerdings über eine Szene gestolpert, die ich nicht akzeptabel fand, weshalb das Buch nun ungelesen aus meinem Bestand fliegt. Ich kann mit schwierigen Sexszenen in Urban-Fantasy-Romanen leben, solange mir die Autor.innen gute Begründungen dafür geben, aber wenn es auf „ich ignoriere dein Nein und fessel dich, um mit dir Sex zu haben, denn du willst es doch auch“ hinausläuft, dann reicht es mir – vor allem, wenn es keinerlei für mich akzeptable Hintergründe für dieses Verhalten gibt. Um mich wieder zu beruhigen habe ich dann erst einmal zu „Animal Crossing“ gegriffen.

Mein Charakter ist für die Adventszeit gut ausgerüstet (und hat ihre Haare schon gefärbt, um am 24. den Job von Chris dem Rentier zu übernehmen und im Weihnachtsmann-Kostüm Geschenke zu verteilen 😉 ). Noch 96 Tage bis „Animal Crossing: New Horizon“ für die Switch erscheint (nicht, dass ich die Tage zählen würde, weil ich mich so auf das neue Spiel freue … *g*). Nach dem Spielen hatte ich noch etwas Zeit, bevor ich mit dem Kochen des Abendessens anfangen musste, also habe ich zu „Wintersonnenwende“ gegriffen. Ich habe seit Tagen total große Lust auf das Buch und ich will mir meinen anderen Roman („Nevermoor“) noch etwas aufheben, also gönne ich mir diesen einen Band von Susan Cooper.

Das Kochen hat heute ziemlich lange gedauert (ich unterschätze jedes Mal, wie viel Zeit man braucht, um kleinblättriges Grünzeug zu putzen), aber die Grünkohl-Pasta hat definitiv geschmeckt. Ich weiß nur nicht, ob ich mir die Arbeit noch einmal machen wollen würde. Die Entdeckung für mich war dabei ehrlich gesagt vor allem der „vegane Parmesan“ aus Cashewkernen, Knoblauch und etwas Salz – der war wirklich lecker und das merke ich mir für den Fall, dass ich mal wieder Lust auf Pasta, aber keinen Parmesan im Haus habe. Jetzt drehe ich erst einmal eine abschließende Blogrunde und dann werde ich bis zum Schlafengehen die Nase in meine Bücher stecken.

Ich wünsche euch einen angenehmen Start in die kommende Woche! Lasst euch keinen Stress machen und gönnt euch – soweit wie möglich – kleine Auszeiten zum Erholen (und Lesen)! 🙂

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Heutige Mitleserin:

Sayuri
Natira
JED
Ariana
Anette
Sunny
Neyasha

Deborah-Crombie-Lesetag (7) – Von fremder Hand

Nachdem Sayuri und ich inzwischen beide „Böses Erwachen“ beendet haben, beginnen wir heute mit „Von fremder Hand“. Ich muss zugeben, dass ich mich auch hier an relativ wenig erinnere, was dieses Mal daran liegt, dass ich den Roman (ebenso wie den neunten Teil) beim ersten Lesen nicht mochte und deshalb auch deutlich seltener gelesen habe als die anderen Deborah-Crombie-Titel. Alles, woran ich mich noch erinnere, ist, dass sich diese Geschichte um eine Person dreht, die Texte, die von einem mittelalterlichen(?) Mönch niederschreibt, und sich darum eine Art Kult bildet (bei dem Teil bin ich mir nicht so sicher). Für mich bildet dieses Buch den Tiefpunkt der Reihe – ich bin gespannt, ob das nach dem erneuten Lesen so bleibt, oder ob ich überraschenderweise Elemente finde, die ich doch mögen werde. 😉

Wie immer kommt hier die Warnung, dass dieser Beitrag nur für Leute geeignet ist, die den Roman schon kennen oder keinerlei Probleme mit Spoilern haben, denn Sayuri und ich werden uns hemmungslos über die Geschichte austauschen. Ansonsten bin ich gespannt, wie viel Konzentration ich in den nächsten Stunden aufbringe, da ich auf Paketboten warte und mich das immer sehr unruhig macht, weil die örtlichen Boten recht unzuverlässig sind.

Update 12:00 Uhr

Es ist schwierig für mich unbefangen an ein Buch heranzugehen, das ich seit so vielen Jahren als „Tiefpunkt“ der Reihe in Erinnerung habe – obwohl ich kaum noch Erinnerungen an den Inhalt habe. *g* Ich bemühe mich wirklich unbefangen an die Geschichte heranzugehen, finde aber Jacks Reaktion auf die lateinischen Texte, die er unbewusst produziert, etwas extrem, auch wenn Deborah Crombie versucht das mit einem „Gefühl“ zu hinterlegen, das dafür sorgt, dass Jack die Vorgänge nicht einfach verdrängen/ignorieren kann. Ebenfalls finde ich es etwas seltsam, dass Nick bei seinem ersten Gespräch mit Jack so schnell auf den Gedanken kommt, dass dieser genau wie Frederick Bligh Bond paranormale Botschaften erhält. Frederich Bligh Bond hat mich dann erst einmal vom Lesen abgelenkt hat, weil ich durch eine Online-Recherche meine Erinnungen an ihn auffrischen musste und nun bin ich irritiert, weil in dem englischen Wiki-Artikel behauptet wird, dass er Botschaften durch ein Medium bekam, während in „Von fremder Hand“ gesagt wird, dass er selber – mit Hilfe eines Freundes – das „automatisches Schreiben“ beherrschte.

Ansonsten finde ich es gerade überraschend anstrengend, dass die Autorin einem erst einmal eine ganze Reihe von Personen vorstellt. Jede Figur hat zwar auch ihren ganz eigenen Ton, aber da ich etwas unruhig bin, würde ich gerade gern lieber länger bei einem Charakter bleiben. Immerhin freue ich mich über das Wiedersehen mit Winnie und mochte es, wie Jack an sie denkt und wie er in Gedanken ihr erstes Treffen noch einmal durchspielte. Außerdem hatte ich gar nicht mehr in Erinnerung, dass es für Gemma so schwierig war den Entschluss zu fassen, dass es Zeit für den nächsten Karriereschritt sei. Aber zu Beginn dieses Buches zögert sie, weil das bedeuten würde, dass sie nicht länger mit Duncan zusammenarbeiten würde und weil sie nicht weiß, wie Duncan darauf reagieren wird. Insgesamt bleibt es momentan dabei, dass ich kaum Erinnerungen an die Geschichte habe – stattdessen habe ich bislang einen Haufen Leute kennengelernt, den ich erst einmal zuordnen muss, wobei Winnie sich als roter Faden erweist, denn sie scheint diejenige zu sein, zu der fast alle eine Beziehung haben.

Update 14:00 Uhr

Sehr weit bin ich heute mit dem Roman nicht gekommen, aber ich denke, ich habe jetzt so gut wie alle relevanten Personen kennengelernt und ein Gefühl für ihren jeweiligen Charakter und ihre Ansichten bekommen. Und ich muss mich berichtigen, Deborah Crombie klärt dann relativ schnell noch auf, dass nicht Bligh Bond, sondern sein „helfender“ Freund derjenige war, der das automatische Schreiben praktizierte. Außerdem bin ich etwas grummelig, weil wir als Leser das Gespräch zwischen Gemma und Kincaid, in dem es um ihre Bemühungen um eine Beförderung geht, nicht mitbekommen hat. Wieso hat die Autorin dann das Thema überhaupt aus Gemmas Sicht aufgebracht, wieso ist sie nicht gleich an dem Punkt eingestiegen, an dem sich Duncan und Kit darüber unterhalten? Alles in allem packt mich die Geschichte noch nicht, aber da es inzwischen in dem Kreis, der sich rund um Jack gebildet hat, knirscht, bin ich neugierig darauf, wann endlich etwas passiert, das dafür sorgt, dass Duncan hinzugezogen wird.

Jetzt höre ich für heute aber erst einmal auf mit dem Lesen, denn sonst ist das letzte bisschen Tageslicht weg, bevor die Wohnung einigermaßen sauber ist. 😉

Mittwoch, der 27. November
Update10:45 Uhr

Heute steige ich etwas verspätet in die gemeinsame Leserunde mit Sayuri ein, da mein Wuseln in der Küche etwas länger gedauert hatte als geplant. Dafür habe ich das Abendessen für heute schon vorgekocht und mein Frühstück fertig gemacht und kann mich jetzt ungestört mit meinem Buch einrollen. 😉 Ich muss gestehen, dass ich seit Freitag nicht einmal an „Von fremder Hand“ gedacht habe. Die Geschichte hinterlässt bei mir nicht genügend Spuren, um mich auch zwischen den Lesestunden zu beschäftigen (während mich mein „Zweitkrimi“ sogar bis in den Schlaf begleitet). So ganz ohne Grund habe ich diesen Band der Kincaid-und-James-Reihe also doch nicht als den schlechtesten Roman von Deborah Crombie in Erinnerung. Wie Sayuri auch, finde ich den esoterische Anteil nicht stimmig. Mir kommt Jack zwar glaubwürdig vor, aber ich glaube der Autorin nicht, dass mit ihm die Dinge passieren, die sie schildert. Ansonsten muss ich schon etwas genauer darüber nachdenken, um mich an Details aus den ersten vier Kapiteln zu erinnern und abgesehen davon, dass ich Winnie wirklich mag, bleibt nur eine vage Furcht um Faith, weil ich ihr Verhältnis zu Garnet wirklich ungesund finde.

Update 12:00 Uhr

Dank Gemmas Beförderung taucht nun Doug Cullen in der Geschichte auf bzw. er wurde einmal kurz erwähnt – darüber freu ich mich, ich weiß gar nicht mehr, wie seine erste Zeit als Duncans Sergant war, aber ich mag die Figur und hoffe, dass es bald mehr von ihm (und Gemma und Duncan) zu lesen gibt. (Dass Gemma schon so früh in ihrer Beziehung befürchtet schwanger zu sein, hatte ich auch komplett vergessen.) Ansonsten bin ich jetzt gerade erst mit dem siebten Kapitel fertig geworden, weil ich mich kurz von einer Recherche zum Thema Straußenfeder-Staubwedel habe ablenken lassen, und hoffe, dass die Geschichte nun mit Winnies Unfall endlich etwas Fahrt aufnimmt. Diese ganzen Vorahnungen bei den diversen Beteiligten und die unausgesprochenen Verbindungen und Erwartungen, die die Charakter miteinander verknüpft, finde ich in diesem Roman wirklich etwas zu viel. Wobei es immerhin nett zu lesen ist, dass sich so viele Leute Gedanken um Faith machen und sie beschützen wollen, auch wenn kaum eine dieser Personen uneigennützig handelt. Für heute beende ich erst einmal das Deborah-Crombie-Lesen, aber vielleicht schaffe ich morgen noch ein Kapitel oder so, damit ich am Freitag wieder ungefähr auf dem gleichen Stand wie Sayuri bin.

Freitag, der 29. November
Update 13:30 Uhr

Ich fürchte, es bleibt dabei, dass mich die Geschichte von „Von fremder Hand“ nach dem Weglegen des Buches nicht länger beschäftigt. Ich habe sogar regelmäßig beim Weiterlesen einen leichten Moment der Orientierungslosigkeit, weil ich mich nicht daran erinnern kann, was als letztes passiert ist. Ganz so schlimm wird es heute nicht sein, denn 1. habe ich erst gestern Abend das achte und neunte Kapitel gelesen, damit ich heute auf dem selben Stand bin wie Sayuri, und 2. zieht die Handlung endlich etwas an, nachdem Winnie angefahren wurde und Faith in verwirrtem Zustand bei Jack aufgeschlagen ist. Außerdem Duncan und Gemma auf dem Weg nach Glastonbury, so dass das Ganze jetzt hoffentlich in den kommenden Kapiteln mehr an einen Krimi erinnern wird. 😉

Update 14:30 Uhr

Heute komme ich wirklich deutlich besser voran, als an den letzten Tagen, was damit zusammenhängt, dass endlich mehr in der Geschichte passiert. Nicht nur, dass Winnie angefahren wurde und es mehrere Verdächtige gibt, sondern inzwischen ist auch Garnet ermordet aufgefunden worden. Und auch wenn ich mich nicht mehr an die Handlung erinneren kann, verhält sich Andrew (Winnies Bruder) momentan so verdächtig, dass ich mir sicher bin, dass er nichts mit den Morden zu tun hat.

Update 16:10 Uhr

Und das war es dann auch schon für mich mit „Von fremder Hand“. Es bleibt dabei, dass ich Winnie und Jack sehr mag, und nachdem die Geschichte mit dem Eintreffen von Gemma und Duncan in Glastonbury an Fahrt aufnahm, habe ich den Roman auch gern gelesen. Die Auflösung der verschiedenen Geheimnisse fand ich allerdings etwas unbefriedigend. Dass Andrew der Vater von Faith Kind ist, war von langer Hand abzusehen, dass er sich am Ende so unreif und dumm benimmt, finde ich weiterhin nervig. Ansonsten fand ich das Motiv für den Mord an Garnet etwas schwach. Die Verheimlichung einer Tat, die vor mehreren Jahren stattfand, ist zwar ein klassisches Mordmotiv, aber so viel hätte der Täter durch das Eingeständnis der damaligen Fahrerflucht meiner Meinung nach nicht zu verlieren gehabt. Ein bisschen frage ich mich, wie es langfristig mit Fiona weitergehen wird – auf der anderen Seite gehe ich davon aus, dass Winnie sich schon um ihre Freundin kümmern wird. Alles in allem bleibe ich dabei, dass dieser Band für mich der schwächste der Reihe ist, weil die esoterischen Elemente der Krimihandlung ebenso wenig wie dem Erzähltempo gut getan haben.

Lese-Sonntag November 2019

Bislang bestand der November aus einer guten Mischung aus „viel gearbeitet“ und „viel gelesen“, was dazu geführt hat, dass ich in den letzten Wochen so langsam all die Stapel mit angefangenen Bücher etwas mehr in den Griff bekommen und mich dafür auf den einen oder anderen Bibliotheks-Titel gestürzt habe. Neben drei weiteren Büchern, die ich in den nächsten Tagen lesen muss, wenn ich sie nicht ungelesen in die Bibliothek zurückbringen will, habe ich hier noch ein paar Romane, die ich in den letzten Wochen aus dem SuB und dem Bücherregal gezogen habe, weil ich sie gern lesen wollte. So richtig weiß ich noch nicht, wonach mir heute ist, aber Auswahl habe ich ja genug. Vorher gibt es aber erst einmal eine Kurzgeschichte aus der „A Thousand Beginnings and Endings“-Anthologie, die in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen ist. Außerdem wäre es vermutlich nicht schlecht, wenn ich gleich einmal kurz in die Küche husche, um das Geschirr von gestern Abend in Angriff zu nehmen (und eine Portion noch nicht verarbeiteter Plätzchenteig ruht auch noch im Kühlschrank). Ich wünsche euch erst einmal einen schönen und entspannten Start in den heutigen Lesetag und erinnere euch jetzt schon einmal daran, dass der Lese-Sonntag im Dezember auf den 15. fällt. 😉

Update 12:00 Uhr

Orangen-Mäuse

Ich bin mir nicht sicher, ob mir „Still Star-Crossed“ von Sona Charaipotra gefallen hat, denn auf der einen Seite wirkt die Geschichte zwar romantisch (vor allem, wenn man die „Basisgeschichte“ von Mirza und Sahiba im Hinterkopf behält und sich vorstellt, dass die beiden Liebenden über die Jahrhunderte immer wieder eine Chance auf ein Happy Ende bekommen – und es immer wieder von neuem verbocken), auf der anderen Seite hat der Protagonist der Geschichte etwas von einem Stalker, weil er in der Protagonistin Taara seine verlorene Liebe wiedererkennt und nun natürlich alles tun will, um endlich mit ihr zusammen sein zu können. Schwierig, aber immerhin eine Geschichte, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Zimt-Schildkröten

Ansonsten war die Küche zwischendurch sauber und danach habe ich mich mit (eigentlich bewährtem) Plätzchenteig rumgeärgert, der heute seltsam brüchig und so gar nicht gut zu verarbeiten war. Aber jetzt ist er weggebacken und ich hoffe sehr, dass die Ergebnisse heute Nachmittag schmecken. Außerdem habe ich mir zum Frühstück ein paar Seiten in „Howl’s Mowing Castle“ von Diana Wynne Jones gegönnt. Ich liebe den Anfang dieser Geschichte so sehr und ich hatte heute solche Lust darauf, obwohl es so viel vernünftiger wäre, wenn ich ein paar Bücher vom SuB anfangen würde. Aber Vernunft spielt beim Bücherhorten und -lesen bei mir ja eh keine so große Rolle. 😉 Kommentiert habe ich auch eine Runde und jetzt rolle ich mich wieder auf dem Sofa zusammen und entspanne mich mit Sophie, die demnächst in ein magischen Schloss eindringt (und dann behaupten wird, dass sie die neue Putzfrau sei). 😉

Apfel-Milchreis mit Zimt

Update 16:00 Uhr

Nach dem letzten Update haben mein Mann und ich – dank eines Anstupers durch Ariana – erst einmal einige Zeit damit verbracht herauszufinden, ob wir unsere Stereoanlage und unseren Laptop per Bluetooth verbinden können. Da hat geklappt und nachdem die Verbindung nun steht, sollte es in Zukunft relativ einfach möglich sein, dass ich nun meine (Audible-)Hörbücher über die Lautsprecher der Anlage höre und nicht mehr darauf angewiesen bin, dass ich mit Kopfhörern in den Ohren rumlaufe. Vielen Dank für die Anregung, Ariana! 🙂

Nicht die schönste Ausgabe von „Howl’s Moving Castle“, aber ich hänge wirklich an diesem Buch. 🙂

Als ich mich dann wieder auf dem Sofa einrollen wollte, hielt eine hupende Kolonne vor der Tür, Instrumente wurden ausgepackt und die Brautentführung der Nachbarstochter aus dem Hinterhaus nahm ihren Lauf. Auch wenn keine dieser Traditionen rund um Hochzeiten noch besonders zeitgemäß ist, muss ich doch zugeben, dass die ganze Aktion hübsch anzuschauen war, weshalb wir auch aus dem Fenster schauten bis die Braut davonfuhr. Wobei ich überrascht war, wie laut die Musik ist, wenn man sie nicht nur von der Straße aus hört (was hier im Viertel jetzt nicht so selten der Fall ist), sondern gleichzeitig noch aus dem eigenen Treppenhaus. *g* Dann ging es aber wirklich mit Buch und Tee aufs Sofa. Jedes Mal, wenn ich zu „Howl’s Moving Castle“ greife, finde ich es großartig zu lesen, wie befreiend es für Sophie ist eine alte Frau zu sein. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie nicht das Gefühl, sie müssen den Erwartungen ihrer Familie/Umgebung gerecht werden, sondern sie macht einfach wonach ihr ist – und wenn man sie deswegen für verrückt halten sollten, dann ist es auch egal, denn alte Frauen werden oft als sonderlich, verrückt oder verwirrt abgetan.

Orangen-Maus, Zimt-Schildkröte und Schokoladen-Katze. 😉

Neben „Howl’s Moving Castle“ habe ich ansonsten noch die Geschichte „A Recipe for Magic“ von Kate Howard und Fran Wilde gelesen, die (schon vor zwei Jahren) auf dem B&N-Blog veröffentlicht wurde. Die Handlung wird erzählt aus der Sicht von Esmé, der Besitzerin der Night & Day Bakery – wo Backen und Magie Hand in Hand gehen, und aus der Sicht von Lux, Esmés neuer Auszubildenden, die anfangs so glücklich war diesen Ausbildungsplatz zu finden. Doch nachdem ihr ein Missgeschick nach dem anderen passiert, fürchtet sie, dass sie ihren Ausbildungsplatz verliert, ihre letzte Chance mehr über Magie zu lernen und den einzige Ort, an dem sie sich noch Zuhause fühlt. Ich mochte die Geschichte sehr, vor allem war es schön zu lesen, wie viel Mühe sich Esmé gibt, damit Lux sich wohlfühlt, etwas von dem Kummer aus ihrer Vergangenheit loslässt und bereit ist all die Dinge über Magie und Backen zu lernen, die Esmé ihr beibringen will. Vor allem mochte ich aber die Verbindung, die Esmé mit ihrer Bäckerei, mit ihrem Ofen und all den anderen Utensilien hatte, die sie tagtäglich für ihre Arbeit verwendet. Das war eine wirklich hübsche Geschichte! 🙂

Update 19:15 Uhr

Von den vergangenen gut drei Stunden habe ich ungefähr zwei mit Sofaschlaf verbracht. Das war anscheinend nötig, nachdem die letzten Nächte etwas kurz waren. 😉 Jetzt flitze ich in die Küche und während das Essen im Ofen ist, drehe ich eine Blogrunde und schaue, wie es euch heute Nachmittag erging.

Update 22:00 Uhr

Kartoffeln und Rote Beete aus dem Ofen mit Feta und Thymian

Die letzten Stunden sind mit Kochen, Essen, Kommentare schreiben und beantworten und natürlich Animal-Crossing-Spielen schnell vergangen. Ich mag, wie mein Animal-Crossing-Charakter gerade aussieht, obwohl ich die Frisur normalerweise scheußlich finde. Aber mit dem Outfit passt alles erstaunlich gut zusammen. *g* Den Rest meines Abends werde ich wohl weiterhin mit „Howl’s Moving Castle“ verbringen und da die anderen schon ihr letztes Update geschrieben haben, war es das hier auch für mich.

Ich habe mich darüber gefreut, dass wir heute wieder in so netter Runde gemeinsam gelesen und den Tag verbracht haben! Habt einen schönen Start in die Woche, passt gut auf euch auf und gönnt euch ab und an eine Auszeit. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
JED
Ariana
Sunny

Herbstlesen im Oktober (So., 27. Oktober)

Da für den 31. kaum einer Zeit und Interesse angemeldet hat (was bei einem Wochentag mehr als verständlich ist), ist heute also schon der letzte Tag des Herbstlesens 2019. Ich freu mich sehr darüber, dass wir noch einen gemeinsam Sonntag miteinander verbringen können (und verweise vorsichtshalber schon mal auf den Lese-Sonntag am 17. November). Bevor ich noch mehr Sätze mit eingeschobenen Klammerbemerkungen produziere, schiebe ich die gestern angesetzten Brötchen in den Ofen und greife ich dann erst einmal zu meiner Anthologie und schaue, was die nächste Kurzgeschichte mir zu bieten hat. 😉

Update 10:00 Uhr

Die Brötchen sind fertig (wenn sie schmecken, mache ich das nächste Mal nur die Hälfte des Teigs und nehme deutlich weniger Hitze als im Rezept steht), der Abwasch erledigt, die Wäsche von gestern Abend weggeräumt und meine erste Kurzgeschichte des Tages habe ich auch gelesen. Lori M. Lee greift in „Steel Skin“ eine Geschichte der Hmong („The Woman and the Tiger“) auf und erzählt eine SF-Handlung, in der die fünfzehnjährige Protagonistin Yer vor einem Jahr bei einem Aufstand der Androiden ihre Mutter verloren hat. Ihr Vater ist seitdem nicht mehr der Selbe, er ist verschlossen, antriebslos und abweisend, obwohl Yer ihn nun mehr den je benötigt. Richtig unheimlich wird es, als er nach einer Reise zurückkommt und sich noch weniger als zuvor um Yer kümmert, bis in ihr der Verdacht aufkommt, dass die Person, mit der sie zusammenlebt, nicht mehr ihr Vater ist … Ich mochte die Geschichte sehr, sie ist voller Wut und Trauer, Freundschaft und Vertrauen und präsentiert ein wirklich überraschendes und cooles Ende. 🙂

Nach dem Lesen der Geschichte habe ich die Tatsache genutzt, dass mein Mann heute länger geschlafen hat und mir Musik angemacht und zu meinem Strickzeug gegriffen. Das Tuch habe ich schon vor einer Weile angefangen, hatte aber in letzter Zeit keine Gelegenheit für „Stricken mit ein bisschen mehr Denken als sonst“ und stattdessen in der Regel eher zu den Socken gegriffen, die ich aktuell für meinen Mann stricke. Wenn mein Mann mit seinem Frühstück fertig ist, werden wir wohl erst einmal eine Runde zusammen puzzeln. Den Hellboy hatten wir in der vergangenen Woche beendet und nun haben wir uns als nächstes unser letztes (noch eingeschweißtes) Elzupp! vorgenommen. Da es heute draußen sehr dunkel ist und bestimmt bald wie aus Eimern schütten wird (mein Mittleid gilt den armen Läufern, die heute beim Frankfurt Marathon starten), wird es heute etwas anstrengend für die Augen. Aber wir denken, dass das schon klappt wenn wir einfach vormittags und nachmittags eine Puzzle-Runde einlegen – das bietet mir dann auch die Gelegenheit zu einer relativ normalen Zeit (also für mich) zu frühstücken. 😉

Update 13:00 Uhr

Ich bin wirklich froh, dass ich heute Vormittag gar nicht versucht habe zu Lesen, denn wie immer an Marathon- (oder Triathlon-)Tagen ist es sehr, sehr laut im Viertel inklusive Trillerpfeifen und Kuhglocken, Hubschraubern und Vorausfahrzeugen mit Megafon-Durchsagen. Immerhin ist heute die Spitze der Läufer schon um 11 Uhr an unserer Kreuzung vorbeigezogen und gerade meldete die Polizei über Twitter, dass sie einen Teil der Innenstadt schon wieder für den Verkehr freigibt, also sollte sich die Veranstaltung heute wohl nicht so lang hinziehen.

Was das Puzzle angeht, so wird es dieses Mal besonders spannend, denn wir puzzeln nicht einen Teil der Szene, der auf dem Bild nicht abgebildet ist, wie das sonst bei den Elzzups! der Fall war, sondern wir puzzeln die gleiche Veranstaltung – allerdings 2000 Jahre in der Zukunft. Bislang haben wir gerade mal den Rand gelegt und überall auf dem Tisch Häufchen verteilt, um einen groben Überblick über das Puzzle zu bekommen. Momentan habe ich das Gefühl, wir hätten die Puzzlematte gar nicht rausholen müssen, weil wir mit all den Haufen das Ganze eh nicht mal eben einrollen können, wenn wir den Tisch anderweitig nutzen wollen. *g*

Da mein Magen dann doch noch anfing zu knurren, gab es erst einmal Frühstück. Die Brötchen schmecken überraschend gut, allerdings finde ich die Konsistenz recht schwierig, da nach dem Abkühlen selbst die anfangs knusprige Kruste weich geworden ist. Mal schauen, wie sie sich in den nächsten Tagen machen – ich habe ja genug gebacken, um mich davon bis zur Wochenmitte zu ernähren … Jetzt dreh ich erst einmal eine Kommentarrunde und wärme dabei meine Fuße unter der Sofadecke.

Update 17:00 Uhr

Uff, rund um das letzte Update fing unsere Internetverbindung an zu mucken und so etwas treibt mich ja in den Wahnsinn. Für Technik – egal welcher Art – die nicht reibungslos funktioniert, habe ich so gar keine Geduld. Besonders lästig war es, dass sich dadurch die Kommentarrunde so lange hingezogen hat und ich bei den Blogspot-Blogs mehrfach meinen Namen eingeben und die „ich bin kein Roboter“-Haken setzen musste, bevor mein Kommentar überhaupt gesendet wurde. Jetzt scheint aber alles wieder okay zu sein und ich hoffe, dass es den Rest des Tages dann auch so bleibt.

Da ich mich etwas frostig fühlte und meine (seit Wochen ein winziges Bisschen am Morgen vorhandenen) Halsschmerzen heute einfach nicht verschwinden wollen, bin ich nach der Kommentarrunde auf dem Sofa geblieben und habe mit meinem Mann „Gefangen bei den Pharaonen“ von H.P. Lovecraft (gelesen von David Nathan) gehört. Dazu habe ich weiter an meinem Tuch gestrickt, bis ich genügend Fläche hatte, um mir das Muster richtig anzuschauen. Dann habe ich beschlossen, dass meine Wolle viel zu fein für dieses Muster ist und alles wieder aufgeribbelt. Etwas ärgerlich, aber ich ribbel lieber jetzt auf, als dass ich später mit einem Tuch rumlaufe, das mir nicht gefällt. Dummerweise muss ich mich jetzt auf die Suche nach einem weiteren klarem, nicht zu verspielten Muster machen, mit dem ich den nächsten Versuch für ein Halstuch wagen kann.

Oder ich mache das Muster noch einmal, das ich schon für mein grünes Tuch verwendet habe. Das gefiel mir gut und passt auch zu der Jacke, zu der ich das schwarze Tuch machen möchte, aber auf der anderen Seite finde ich es etwas langweilig zwei gleiche Tücher zu machen. Nebenbei habe ich in der letzten Stunde weiter Kommentare beantwortet und etwas getwittert (wenn mein Mann CivVI kommen regelmäßig blöde Sprüche von ihm, die ich einfach irgendwo festhalten mag :D) und Bilder von flauschigen Katzenbäuchen zugeschickt bekommen. Drückt mir die Daumen, dass ich nicht in den nächsten Tagen krank werde, ich habe keine Lust meinen Grippe-Impftermin am Mittwoch abzusagen.

Update 20:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich spontan einen ersten Entwurf für einen „Sachbuch-Challenge“-Ankündungsbeitrag (für Anfang Dezember) geschrieben. Seitdem das Thema vor kurzem aufkam, ging es mir nicht mehr aus dem Kopf und ich hoffe, dass ich für das kommende Jahr wieder Leute finde, die mit mir gemeinsam Sachbücher lesen mögen. Vor der Veröffentlichung müsste ich aber noch ein Logo basteln. *g*

Außerdem habe ich ein bisschen an meinem aktuellen Socken gestrickt, während mein Mann (seltsame) Musik gehört hat. Neben habe ich noch ein paar Seiten in „Poor Economics“ (darüber, warum Versicherungsangebote von wirklich armen Menschen so gut wie nie angenommen werden) gelesen und gekocht (und immer wieder ein paar Puzzleteile gelegt :D) und gegessen.

Spitzkohl-Eintopf

Jetzt gibt es erst einmal wieder eine gründliche Blog- und Kommentarrunde und dann geht es mit dem Blücmchen gießen weiter.

Update 23:00 Uhr

Eigentlich wollte ich ja nach dem letzten Update „Animal Crossing“ spielen, aber bislang hat es nur zum Laden meines Speicherstands gereicht und den Rest der Zeit habe ich mit dem Lesen von Updates und dem Schreiben von Kommentaren verbracht. Irre, wie viel ihr heute (mit mir) kommuniziert habt! 😀 Damit meine Blümchen nicht über Nacht welken, werde ich für heute offline gehen, Blümchen gießen und dann ins Bett fallen.

Es war auch in diesem Jahr wieder wunderbar, mit euch gemeinsam das Herbstlesen zu verbringen. Ich mag es nicht nur, dass dieses bewusste Verbringen des Tages dafür sorgt, dass ich mir wirklich ausgiebige Erholungszeit gönne, sondern ich liebe auch den Austausch mit euch! Es ist immer spannend zu sehen, was euch beschäftigt, was ihr lest und womit ihr eure Stunden verbringt, wenn ihr es euch gutgehen lasst. Also vielen Dank fürs Mitmachen, und vielleicht treffen wir uns im kommenden Jahr ja wieder zum Herbstlesen im Oktober! 🙂

 

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Heutige Mitleserin:

Neyasha
Ina
Sunny
Anette
Natira
Kiya
JED
Sayuri

Herbstlesen im Oktober (Sa., 26. Oktober)

Ich habe gerade mal wieder einen Anfall von „wie schnell die Zeit vergeht“, denn heute bricht schon das letzte Herbstlesen-Wochenende an und ich habe das Gefühl, der Oktober ist einfach so vorbeigeflogen. Immerhin habe ich mir in der vergangenen Woche sehr viele Lesestunden gönnen können (auch in den Bewusstsein, dass die kommende Woche mit all den vielen Terminen mir nicht viel Freizeit bringen wird). Es ging also nicht nur am Freitag weiter mit dem Deborah-Crombie-Lesen mit Sayuri, sondern ich habe auch den erste Band der Beaumont-and-Beasley-Reihe, „The Spellcoats“, ungefähr die Hälfte von „Poor Economics“ und ein paar Kapitel in „The Boneyard“ gelesen, sowie „Brief Cases“ beendet und „A Thousand Beginnings and Endings“ (erneut) angefangen. Mit der Anthologie mache ich auch gleich weiter, bevor es für uns wieder losgeht, weil wir für heute Vormittag eine Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin haben.

Update 8:45 Uhr

Nicht gerade das beste Cover, um es im Halbdunkeln zu fotografieren …

Die Kurzgeschichte „Olivia’s Table“ von Alyssa Wong hat mir sehr gut gefallen (ich muss mal schauen, was die Autorin noch so geschrieben hat). In der Geschichte wird das chinesische Yu Lan (Hungry Ghost Festival – keine Ahnung, wie das auf Deutsch genannt wird) aufgegriffen, wobei Olivia eine chinesische Amerikanerin ist, die nach dem Tod ihrer Mutter deren Rolle als „Exorzistin“ übernimmt und in einer alten Minenstadt für die Geister ein Festmahl ausrichtet. Während das örtliche Hotel Olivia als Exorzistin engagiert hat, geht es ihr darum die Vorfahren zu ehren, sie auch nach dem Tod noch mit gutem Essen glücklich zu machen und wenn das dazu führt, dass sie Ruhe und Frieden finden, dann ist es gut so. Ich mochte die Geschichte sehr, weil es nicht nur schön diese chinesische Tradition beschreibt, sondern auch Olivias eigenen Weg, um mit dem Tod ihrer Mutter fertig zu werden, und ihre Suche nach einen Platz im Leben.

Jetzt muss ich mich aber so langsam umziehen, damit wir uns pünktlich auf den Weg machen können. Ich melde mich nach der Frühstücksverabredung wieder hier und wünsche euch bis dahin einen schönen Start ins Wochenende! 🙂

Update 14:45 Uhr

Uff, das war heute eine gründliche Frühstücksverabredung mit sehr lästigen Straßenbahnfahrten (dank Sperrung des Hauptbahnhofes hat sich sehr viel Verkehr auf die Straßenbahn verlagert, die wir quer durch die Stadt nehmen müssen) und sehr intensiven und lustigen Gesprächen. Unter anderem haben wir uns über Filme unterhalten, die anscheinend nur ich kenne … Ich gebe zu, dass weder „Die Indianer von Cleveland“, noch „Flammender Sommer“ besondere Kunstwerke oder besonders erinnerungswürdig sind, aber dass weder unsere ehemalige Nachbarin, noch mein Mann diese Filme je gesehen haben, irritiert mich. Das ist ein bisschen wie mit „Bolle“ am vergangenen Wochenende, bei den „Indianern von Cleveland“ war ich mir ebenso sicher, dass die allgemein bekannt sind wie der „Bolle“. 😉

Bevor ich mich jetzt auf dem Sofa einrolle und zum Buch greife, drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde und kümmere mich um den heute Morgen nicht beendeten Abwasch.

Update 19:00 Uhr

Statt mich direkt nach der Kommentarrunde auf meinen restlichen Abwasch zu stürzen, habe ich mich natürlich vom Internet ablenken lassen und mich intensiv mit einem Artikel über Giulia Tofana beschäftigt – eine Frau, die in der Renaissance über 600 Frauen dabei half, ihre Männer zu vergiften. Ich muss gestehen, ich würde sehr gern mal eine gut geschriebene Biografie über diese Frau lesen, aber da es die nicht zu geben scheint, muss ich mich wohl mit einem englischen Sachbuch über Giftmorde („The Royal Art of Poison“ von Eleanor Herman) begnügen, über das ich bei meiner Suche gestolpert bin und das ich auf meinen Merkzettel gesetzt habe. 😀 Und da ich schon bei meinem Merkzettel war und seit Wochen im Hinterkopf habe, dass ich noch ausprobieren wollte, ob ich meinen Vater in diesem Jahr von „doppelten Geschenken“ abhalten kann, in dem ich für ihn einen Extra-Wunschzettel, habe ich das auch gleich erledigt. Irgendwie erschüttert es mich immer wieder, dass der Mensch, der mir in den 90ern bei jedem PC-Problem zur Seite stand, heutzutage mit den alltäglichsten Dingen im Internet vollkommen überfordert ist (obwohl er das natürlich nicht so sieht und ich deshalb sehr vorsichtig sein muss, wenn ich mich mit ihm darüber unterhalte, warum etwas wohl noch hinhaute).

Irgendwann habe ich mich dann aber doch vom Laptop gelöst (nachdem ich noch eben spontan zwei Hörbücher gekauft und den Download gestartet hatte, obwohl ich gerade so gut wie keine Hörbücher höre,) und mich auf den Abwasch und danach in die Dusche gestürzt. Kochwäsche habe ich auch noch angeworfen und das Abendessen soweit vorbereitet, dass ich nur noch Nudeln kochen und die Sauce aufwärmen muss. Dann wollte ich eigentlich gemütlich mit Tee, Apfel (wir testen gerade jede Woche eine andere aktuelle Apfelsorte, was erstaunlich spannend ist, weil die so unterschiedlich schmecken) und Buch auf dem Sofa versumpfen, aber irgendwie gab es schon wieder Kommentare zu beantworten. *g* Jetzt werde ich aber die Zeit bis zum Kochen nutzen und wirklich meine Nase in meinen Roman stecken. Da ich wieder einen spontanen Anfall von Cozy-Lust habe, aber euch nicht schon wieder einen Agatha Christie zumuten will, habe ich mich für den vierten (?) Her-Royal-Spyness-Band „Royal Blood“ entschieden. Ich habe von der Reihe noch mehrere Bände auf dem SuB und es gibt noch diverse Fortsetzungen, die ich noch nicht besorgt habe, so dass ich da nicht befürchten muss, dass mir der Nachschub in den nächsten Jahren ausgeht. 😉

Update 22 Uhr

Brötchenteig … der wegen der darin befindlichen Haferlocken so klumpig aussieht. *g*

Wenn man bis 20 Uhr Kommentare schreibt, schiebt sich das Abendessen irgendwie ein bisschen nach hinten. Und wenn man dann noch während des Kochens feststellt, dass die einkaufende Person heute vergessen hat Knäcke für mein Frühstück zu besorgen, dann wird es notwendig noch eben einen Teig für „Übernachtbrötchen“ anzusetzen. Das Rezept habe ich vor einigen Wochen irgendwo gefunden und für den „Notfall“ notiert, hätte aber nicht gedacht, dass ich es so schnell einmal ausprobieren würde. Aber Mehl, Haferflocken, Wasser und Trockenhefe habe ich nun mal immer im Haus und wenn die Brötchen morgen was werden, dann wäre das ziemlich cool.

Linsen-Bolognese ist auch nicht gerade das fotogenste Essen. 😉

Nach dem Abendessen habe ich dann noch meine tägliche Runde „Animal Crossing“ absolviert – so langsam geht es auch in dem Spiel in Richtung Halloween, was bedeutet, dass meine Nachbarin mich mal wieder darüber aufgeklärt hat, was ich am 31. zu tun habe. 😉

Uuuund dann habe ich es doch noch geschafft endlich meinen Roman aufzuschlagen! Georgie hat nach den Ereignissen im vergangenen Band kein neues Engagement gehabt (nachdem ihre Idee eines Begleitservices für Theaterbesuche diverse Herren auf vollkommen absurde Ideen gebracht hatte – sehr seltsam! :D). Es ist nebelig und kalt in London und Georgie fühlt sich ziemlich einsam im Stadthaus ihrer Familie. Trotzdem ist die Aussicht darauf, dass ihr Bruder mit seiner Frau (die zu erwarten scheint, dass Georgie das Haus vorbereitet) sich in den nächsten Wochen dort einquartieren, noch unangenehmer für Georgie als die Einsamkeit. Außerdem fürchtet sie sich ein bisschen davor, dass Queen Mary wieder einen Auftrag für sie geplant hat, der ihr Leben aufregender machen wird, als ihr lieb ist (und als sie sich finanziell leisten kann). Stellenweise wird Georgie schon sehr naiv dargestellt, aber grundsätzlich mag ich die Krimis sehr gern, finde sie amüsant und bin neugierig auf den Fall. Es gibt eindeutig schlechtere Cozies. 🙂

Update 23:50 Uhr

Auch wenn ich mich wiederhole: Wo ist der Tag hin? Seit dem letzten Update habe ich noch ein bisschen gelesen und ein bisschen kommentiert und nun hüpfe ich am Besten ins Bett, bevor ich wieder etwas finde, dass die nächsten Stunden frisst. 😉 Ich hoffe, ihr habt eine gute Nacht! Bis morgen! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
Sunny
Natira
Ina
Anette
JED