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Lese-Sonntag im September

Irgendwie habe ich gerade ein Problem wieder in einen funktionierenden Alltag zurückzufinden, aber das ändert natürlich nichts daran, dass der dritte Sonntag im Monat wieder ein Lese-Tag ist. Momentan habe ich einen ganzen Stapel mit angefangenen Büchern auf dem Wohnzimmertisch liegen, finde eigentlich alle sehr reizvoll und kann mich nicht so recht entscheiden, womit ich weiter mache. Außerdem fiel mir gestern Abend auf, dass ich im August (vor der Ankunft des Besuchs) einen weitern „SaB“ ins Regal geräumt hatte (unter anderem ist da die Anthologie dabei, die ich Juni angefangen und dann aus den Augen verloren hatte). Da ich gestern den Cozy („A Trifle Dead“ von Livia Day) beendet habe, an dem ich in den letzten Tagen las, schaue ich mal, ob mich heute einer der Romane aus einem der Stapel locken kann. Oder vielleicht lese ich etwas in den Briefen die sich Astrid Lindgren und Louise Hartung geschrieben haben? Ich schau einfach mal während des Wachwerdens, was mich gerade anspricht.

Update 11:30 Uhr

Seit meinem ersten Lebenszeichen heute morgen, habe ich sehr viel Zeit damit zugebracht ein Buch in der Hand zu halten und einfach vor mich hinzuträumen. Außerdem habe ich meine nächtliche Timeline aufgelesen und erste Kommentare beantwortet, irgendwann war ich aber dann doch soweit, dass ich an Frühstück und erste Lektüre denken konnte. Während mein Mann (der deutlich vor mir gefrühstückt hat) seinen Vormittag mit „Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah“ verbracht hat, habe ich weiter in „Ich habe auch gelebt! Briefe einer Freundschaft“ von Astrid Lindgren und Louise Hartung gelesen. In diesem Band wurden die Briefe veröffentlicht, die sich Astrid Lindgren und Louise Hartung zwischen September 1953 und November 1964 schrieben.

Natürlich kann man dort nicht alle über 600 Briefe lese, die die beiden Frauen ausgetauscht haben und einige Texte wurden auch gekürzt, aber man bekommt eine sehr gute Vorstellung von der intensiven Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Neben dem Entdecken all der – für mich – neuen Facetten an Astrid Lindgren, finde ich es auch sehr spannend Louise Hartung kennenzulernen, die mir vorher nur dem Namen nach bekannt war. Diese Sammlung von Briefen ist das einzige Buch auf meinem Stapel, das ich bewusst regelmäßig liegen lasse, denn wenn ich es erst einmal wieder in der Hand habe, kann ich kaum aufhören zu lesen. Auf der anderen Seite will ich mir diese Briefe aber auch ein bisschen aufsparen und nicht einfach so runterlesen, weil ich diesen Gedankenaustasch der beiden Frauen so faszinierend und kostbar finde.

Bei meinem Mann läuft nun „Gamera vs. Gyaos“ und ich werde nun bis zum Katzenfüttern noch etwas in den Briefen lesen. Gegen dreizehn Uhr wollen wir mit unser heutigen Spielrunde starten – mal schauen, ob wir das hinbekommen.

Update 13:30 Uhr

So ganz hat es nicht mit der Spielrunde um 13 Uhr geklappt, aber gleich geht es los mit „Obsession“. Mein Mann baut gerade alles auf und ich wandere gleich rüber, um mit ihm um die Gunst der Fairchild-Erben zu wetteifern. 😉 Nach dem Katzenfüttern hatte ich zu „Arsenic for Tea“ von Robin Stevens gegriffen, während mein Mann die erste Folge der Serie „SRI und die unheimlichen Fälle“ geschaut hat (ich gebe Natira die Schuld daran, dass er gerade wieder Lust auf skurrile und trashige japanische Filme hat). „Arsenic for Tea“ schien mir als Einstimmung in die heutige Spielerunde passend zu sein, da die Geschichte in einem britischen Herrensitz spielt. Ich mag die Perspektive der Erzählerin Hazel Wong sehr, ebenso wie ihre Bemerkungen zu ihrer besten Freundin Daisy. Obwohl ich schon weiß, dass ein Mord passiert und wer das Opfer ist, ist die Handlung noch nicht so weit fortgeschritten, dass es auch wirklich zu dem tragischen Ereignis kam. Stattdessen drehen sich Hazels Gedanken momentan sehr um die Beziehungen, die die verschiedenen Familienmitglieder und Gäste zueinander haben. Ich mag diese Art von Geschichten sehr und ich mag, dass dieser zweite Band der „Murder Most Unladylike“-Romane nicht in dem Internat spielt, das die beiden Mädchen besuchen. Jetzt geht es aber erst einmal zur Brettspielrunde: „Obsession“ ist ein Spiel, bei dem es um verarmte britische Familien der höheren Gesellschaft geht, die versuchen genügend Ansehen zu erreichen, um eines ihrer Kinder mit Charles oder Elizabeht Fairchild verheiraten können. Wir haben das Spiel erst vor gut einer Woche bekommen und hatten erst einmal Zeit zum Spielen, aber das hat wirklich Spaß gemacht – mehr zu dem Spiel gibt es dann beim nächsten Update. In der Zwischenzeit habe ich noch eine spielende Christie für euch. 😉

Update 16:45 Uhr

Nachdem ich am vergangenen Sonntag haushoch gewonnen hatte, wurde ich bei der heutigen Spielrunde von meinem Mann vernichtend geschlagen. Spaß gemacht hat es aber trotzdem! *g* „Obsession“ wurde von dem Entwickler Dan Hallagan geschaffen, damit er und seine Frau mal zusammen spielen können, da diese zwar grundsätzlich gern spielt, aber nichts mit den Fantasy- oder Horrorthemen anfangen kann, die häufig vorherrschen.

Bei „Obsession“ spielt man eine von mehreren verarmten Adelsfamilien, die in Derbyshire leben. Nachdem vor Kurzem die beiden reichen Erben Charles und Elizabeth Fairchild in die Gegend gezogen sind, versucht nun jede der Familien, die Aufmerksamkeit der Geschwister zu erregen, in der Hoffnung, eins ihrer Kinder vermögend verheiraten zu können.

Um das Interesse von Charles oder Elizabeth Fairchild auf sich zu ziehen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann sein Anwesen ausbauen (mehr Personal, Sehenswürdigkeiten, gesellschaftliche Veranstaltungen, sportliche Unternehmungen) und so entweder Geld oder Reputation verdienen. Je mehr Ansehen man hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man auch hochrangige Gäste auf in sein Haus einladen kann.

Um mit seinen Gästen – egal, ob hochrangig oder weniger angesehen – etwas unternehmen zu können (was wieder zu Geld oder Ansehen führt), benötigt man natürlich auch das passende Personal. Ohne Bedienstete, die die Bedürfnisse der Besucher stillen können, gibt es keine unterhaltsamen Veranstaltungen zur Unterhaltung der Gäste.

Ich mag an „Obsession“ diese Mischung aus Taktik, Glück und Unterhaltung. Auf der einen Seite kann man natürlich seine Züge planen und versuchen, seine Ressourcen so optimal wie möglich zu investieren, auf der anderen Seite hängt sehr viel auch vom Glück ab (so dass nicht so erfahrene oder nicht so taktisch spielende Leute auch eine Chance gegen erfahrenere Spieler haben). Richtig toll finde ich die ganzen Personenbeschreibungen auf den Karten, die zwar nur kurz sind, aber sehr viel Atmosphäre bringen.

Mir war das Glück heute – wie schon gesagt – nicht hold und so habe ich ständig Gäste in mein Haus eingeladen, deren Ruf nicht so gut war oder die selbst pleite waren und deren Unterhalt deshalb mehr Geld kostete, als er einbrachte. Irgendwie hat „meine Familie“ im Laufe dieses Spiels eine Schwäche für reiche Amerikanerinnen entwickelt, die zwar Geld brachten, aber meinem Ansehen deutlich schadeten – ich glaube, ich muss noch mal mit „meinem Erben“ über seinen Geschmack bei Frauen reden. 😉

Bis zum Kochen werde ich noch eine Runde durch die anderen Blogs machen und dann meine Nase wieder in „Arsenic for Tea“ stecken. Ich bin gerade in der richtigen Stimmung, um auf den Mord an einem ungeliebten Hausgast zu warten. *g*

Update 21:25 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich noch etwas in „Arsenic for Tea“ gelesen (ich mag die Geschichte bislang wirklich gern – inklusive all der Gedanken, die sich Hazel zu den ganzen Ereignissen macht) und dann gekocht. Zum Essen haben wir eine in Lissabon spielenden Folge von „Somebody Feed Phil“ (Netflix) geschaut. Ich liebe diese Sendung, in der es nur darum geht, dass Phil (Philip Rosenthal) in ein Land reist und dort Essen probiert, in der Regel hat er während der Sendung einheimische Führer, Termine in einem Sterne-Restaurant und spontane Begegnungen auf der Straße, bei denen er sich mit Leute über Essen und andere Dinge austauscht. Es macht wirklich Spaß diesem seltsamen Mann beim Essen zuzuschauen, weil er so gerne isst und so begeistert von den verschiedenen Gerichten ist. Allerdings habe ich nach der heutigen Folge sehr große Lust doch endlich mal das portugisische Café (mit der nicht so ansprechenden Homepage) im Viertel auszuprobieren – und sei es nur, um endlich ein Pastel zu probieren! *g*

Da ich bis zum Schlafengehen nur noch etwas „Animal Crossing“ spielen werde, war das mein letztes Update für heute. Es hat wieder viel Spaß gemacht gemeinsam mit euch den Tag zu verbringen und ich wünsche euch einen wunderschönen Start in die kommende Woche! 🙂

Heutige Mitleser:

Natira
Kiya
Helma
Sayuri

Lese-Sonntag im Juli

Heute starte ich sehr früh in den Lese-Sonntag, da ich seit ein paar Wochen wieder morgens um 4:30 Uhr aufstehe, um die Wohnung gründlich durchlüften zu können, bevor die Sonne ab halb sieben wieder auf die Fassade knallt. Ohne die dadurch entstehende Abkühlung ist es hier tagsüber wirklich unerträglich. Nachdem ich die ersten Wochen das Gefühl hatte, ich würde vor lauter Übermüdung nie wieder denken können, habe ich mich inzwischen immerhin einigermaßen an meinen aktuellen zweigeteilten Schlafrhythmus gewöhnt (schwierig wird es nur, wenn der ausgiebige Mittagsschlaf wegfällt). Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich nie im Schichtdienst arbeiten musste und bin voller Bewunderung für jeden, der das einige Jahre lang ohne größere Probleme auf die Reihe bekommt.

Viel Konzentration fürs Lesen bleibt trotzdem gerade nicht übrig, weshalb ich in den letzten Tagen vor allem Kinder- und Jugendbücher (und weiterhin Manga) zur Hand genommen habe. Auch heute zieht es mich in die Richtung, nachdem ich in der vergangenen Woche doch noch meine „Qualze“-Bücher gefunden habe, von denen ich schon befürchtet hatte, dass sie beim vorletzten großen Ausmisten von mir in die Bibliothek gebracht wurden. Mal schauen, ob ich auch über zehn Jahre nach dem letzten Lesen dieser Geschichten die Abenteuer der acht Kinder von König Grostro, die sich gegen die Qualze behaupten müssen, genießen kann. Aber erst einmal schaue ich, was sich nach meinem Schlafengehen noch so online getan hat und lese – bis die Lichtverhältnisse besser sind – weiter in „Velveteen vs. The Seasons“. 😉

Update 08:45 Uhr

… und dann ging dem Tablet mal wieder der Saft aus, während ich mitten in der Geschichte war. *grummel* Es gibt definitiv Gründe, warum ich gedruckte Bücher immer noch lieber lese als eBooks. In meiner Timeline war über Nacht auch nicht viel los, aber da das Licht inzwischen zum Lesen ausreichte, habe ich zu „Die Qualze – Im Reich von König Gommelick“ von Helga Weymar gegriffen. Dieses Buch fand ich – ebenso wie die Fortsetzung „Die Qualze – Der wachsende Berg“ – als Kind so knuffig, dass ich mir die beiden Titel kaufen musste, nachdem ich sie in der Bibliothek entdeckt hatte. Die Erzählweise und viele kleine Elemente in den Qualze-Büchern erinnern mich an Geschichten von Max Kruse, ohne dass ich das Gefühl habe, die Autorin hätte sich direkt von dem Autor inspirieren lassen.

Die Handlung beginnt damit, dass König Grostro mal wieder über seine acht Kinder jammert, die alle nicht so geraten sind, wie er sich das gewünscht hätte. Seine Tochter Xargarixa setzt mit Schmollen, Weinen und Wutanfällen ständig ihren Willen durch und seine sieben Söhne verbringen den Tag mit allerlei unnützen Dingen. Die ältesten (die Zwillinge Hager und Mager) spielen allen ständig Streiche, der klügste Sohn (Spring) weiß nichts mit all seiner Klugheit anzufangen, Schwobb hält sich für einen Dichter, Mupi schläft Tag und Nacht, Plex eifert den Zwillingen nach und der jüngste Sohn, Acht, ist so gutmütig, dass mit ihm auch nicht viel anzufangen ist. Zu Beginn von „Die Qualze – Im Reich des König Gommelick“ lässt sich König Grosto von seiner Tochter überreden einen Liebesbrief-Wettbewerb auszurichten, um einen Ehemann für sie zu finden, und während er noch darüber jammert, dass das eine dumme Idee sei und wie es sein kann, dass er dem zugestimmt hat, erklingt ein geheimnisvollen (und auch etwas unheimliches) Kichern im Thronsaal, dass alle Anwesenden sofort der Qualze zuschreiben. Die Qualze ist eine Hexe, die in allen Ländern Afraliens ihr Unwesen treibt und von der man nicht weiß, ob sie gut oder böse ist. Es steht nur fest, dass sie das Leben aller Beteiligten kräftig auf den Kopf stellt, wenn sie sich erst einmal einmischt …

Mir hat es wirklich Spaß gemacht die Abenteuer der von der Qualze in verschiedene bunte Wesen (oder Dinge) verzauberteten Prinzen zu verfolgen und mitzuerleben, wie sie einen Weg finden müssen, um den auf ihnen liegenden Zauber wieder aufzuheben. Manchmal haben sie dabei Hilfe von anderen Personen, die ebenfalls Opfer der Qualze wurden, bekommen, dann wieder hatten sie das Glück und trafen auf einen ihrer Brüder, der ihnen beistehen konnte, oder sie haben ganz allein herausgefunden, welches Mittel ihnen ihre alte Gestalt wieder zurück bringt. Und da der erste Band so nett und die Geschichte damit noch nicht abgeschlossen war, habe ich gleich zu „Die Qualze – Der wachsende Berg“ gegriffen und das Buch auch noch gelesen. Ich mag es, dass die Qualze zwar keine besonders sympathische Figur ist, aber im Laufe der beiden Bücher klar wird, dass sich langfristig das Leben all der von ihr verzauberten Personen verbessert hat, weil sie durch ihre Erlebnisse so viel gelernt und sich weiterentwickelt haben. 🙂

Update 11:30 Uhr

Nach dem letzten Update gab es erst einmal Frühstück für mich und dazu haben mein Mann und ich die gestrige Folge von „Kids Baking Championship“ gesehen – immer wieder spannend, was diese Kinder für Techniken beherrschen (auch wenn die gestrige Folge in der Beziehung nicht soooo beeindruckend war). Außerdem ging es mit „Velveteen vs. The Seasons“ von Seanan McGuire – genauer gesagt mit der Geschichte „Velveteen Presents The Princess vs. Public Relations“ – weiter. Diese dritte Sammlung von Velveteen-Kurzgeschichten dreht sich um die Zeit, die Velveteen bei den Jahreszeiten verbringen muss, um für die Hilfe zu bezahlen, die sie von diesen bekommen hat. Velveteen hat sich verpflichtet eine Saison pro Jahreszeit zu dienen, in der Hoffnung, dass sie danach noch rechtzeitig kommt, um ihren Liebsten aus seinem magischen Schlaf zu retten. Die Jahreszeiten – allen voran Winter – hingegen hoffen, dass sie Velveteen für immer für sich gewinnen können. Die schon von mir gelesenen Geschichten drehten sich um die Zeit, die Velveteen im Winter verbracht hat, und darum, wie sie die schreckliche Seite des Winters entdeckte, nachdem diese Jahreszeit sie von klein auf nur mit den schönen Elementen verwöhnt hat (um sie in ihren Dienst zu locken).

Das Testbrot für dieses Wochenende ist Haselnuss-Brot – sehr lecker, sowohl mit Käse, als auch mit Aronia-Gelee. 🙂

„The Princess vs. Public Relations“ dreht sich hingegen nicht um Velveteen (die Winter gerade verlassen hat und auf dem Weg zum Frühling ist), sondern um „The Princess“, eine der besten Freundinnen von Velveteen und eine der wenigen Superheldinnen, die nicht von klein auf zu den Super Patriots gehörte. Ich fand es schön mehr über „The Princess“ zu erfahren, die ich bislang zwar als Freundin von Velveteen mochte, die aber bislang relativ wenig Profil und so gut wie keinen Hintergrund bekommen hatte. Schön fand ich die beiläufige Bemerkung, dass „The Princess“ (getauft auf den Namen Scott Miller) seit ihrem sechsten Lebensjahr Carrabelle hieß, und die Beschreibung des Moments, als ihre Magie in einem märchenhaften Themenpark erwachte. Ich glaube, ich finde diese Elemente deshalb so besonders, weil ich mir bei Seanan McGuire sicher bin, dass für sie der Charakter von Anfang an genau diesen Hintergrund hatte und dass sie nur jetzt erst dazu kam, die Geschichte dieser Figur zu erzählen. (Wobei man da auch in Betracht ziehen muss, dass die Velveteen-Kurzgeschichten von der Autorin nicht chronologisch geschrieben und für die Anthologien überarbeitet und passend sortiert wurden.)

Weil es so selten ist, dass ich Christie mal beim Schmusen (mit meinem Mann) festhalten kann, packe ich das Bild trotz der schlechten Lichtverhältnisse durch die Verdunklung in unserer Wohnung mal hier rein. Noch schöner ist das Bild, bei dem sie ihren Kopf an seinem Kinn reibt, aber das möchte er nicht veröffentlicht haben. *g* Bis zum Katzenfüttern lese ich noch in den schon rausgelegten Criminal-Comics von Brubaker. Mein Mann hatte vor einiger Zeit mal seine Brubaker-Hefte für mich rausgesucht und heute habe ich endlich Lust mir mal die nächste Serie davon vorzunehmen. Mal schauen, wie weit ich damit komme, bevor Christie ihr Futter verlang. Nach dem Katzefüttern werde ich vermutlich den langsam notwendigen Mittagsschlaf einlegen …

Update 16:00 Uhr

Katze gefüttert, Mittagsschlaf beendet, Internetrunde gedreht … jetzt Kekse und wenn „Die Traumhaus-Challenge: Irland“, die mein Mann gerade laufen hat, zuende ist, greife ich wieder zu den Comics. 😉

Update 18:45 Uhr

Der Comic („Second Chance From Hell“), den ich heute Mittag gelesen hatte, drehte sich um zwei junge Männer (Jake und Sebastian), deren Väter zusammen die kriminelle Macht in der Stadt in der Hand hielten. Und während Sebastian in die Fußstapfen seines Vaters treten will, versucht Jake als Profi-Boxer eine ehrbare Karriere zu starten. Doch natürlich entkommen sie dem Erbe ihrer Väter nicht – schon gar nicht, als ganz „klassisch“ die Liebe zu einer Frau (Danica) ihrer beider Freundschaft zerstört. Das zweite Heft, „A Wolf Among Wolves“, dreht sich nicht – wie ich erwartet hatte (schon blöd, wenn man dank gezeichneter Verletzungen die blonden Figuren nicht auseinanderhalten kann *g*) um Sebastian, sondern um Teeg Lawless (dessen Sohn kenne ich schon aus einer anderen Criminal-Reihe von Brubaker). Teeg ist gerade erst aus dem Krieg zurückgekehrt und hat mehr Erinnerungen mitgenommen, als er erwartet hatte. Schon vor dem Vietnam-Krieg war er kein besonders gesetztestreuer Mensch, nun aber gerät er – dank Spielschulden und einem kleinen Rest von Verantwortungsgefühl gegenüber seiner Frau und den beiden Söhnen – in eine rasante Abwärtsspirale. Da ich mir Namen so schlecht merken kann, hat es bis zum zweiten Heft gedauert, bis ich feststellte, dass ich auch Jake schon kannte … 😀

Heft Nummer drei („Female Of The Species“) wird dann aus Danicas Sicht erzählt und klärt die Frage, warum sie nach fünf Jahren überhaupt wieder in die Stadt gekommen ist. Ich mag die Noir-Stimmung in diesem Comics, ich mag viele der Figuren, auch wenn sie ständig die falsche Entscheidung treffen, und ich mag wie die verschiedenen Geschichten verknüpft sind (auch wenn das herausfordernd sein kann, wenn man immer so viel Zeit zwischen den einzelnen Reihen verstreichen lässt). Aber ich muss auch zugeben, dass ich für all diese Hoffnungslosigkeit und Gewalt in den Criminal-Comics in der richtigen Stimmung sein muss, obwohl die Geschichten wirklich cool erzählt werden. Aktuell passt es, aber nach diesen sieben zusammengehörigen Heften gibt es für mich vermutlich wieder eine kleine Brubaker-Pause. 😉

Bevor ich aber die vier Teile von „Bad Night“ beende, sollte ich in die Küche wandern und Abendessen kochen. Heute gibt es Pita-Taschen mit würziger Karotten-Kichererbsen-Füllung und Joghurt-Sauce… nur ohne Pita-Taschen (dafür mit Fladenbrot) und auch sonst fehlen mir ein paar Zutaten, weil es beim gestrigen Wochenend-Einkauf mal wieder nur sehr, sehr wenig Auswahl im Viertel gab. Die Hälfte der geplanten Essen für die kommende Woche musste ich spontan streichen, weil so exotische Zutaten wie Parmesan oder Frühlingszwiebeln nicht zu bekommen waren. *grummel*

Update 21:15 Uhr

Das Abendessen war lecker, wenn auch etwas herausfordernd zu essen – so viel kullernde Kichererbsen! *g* Außerdem war die Menge schon recht großzügig, obwohl ich weniger gemacht hatte, als im Rezept für zwei Personen veranschlagt worden war. Nebenbei haben wir eine Doku über Bettina Tietjen laufen gehabt, die es vor kurzem im Fernsehen gab, und so ging die Zeit bis jetzt gut vorbei. 😉 Nach einer letzten Blogrunde, werde ich gleich die letzten beiden Criminal-Hefte lesen, um die Geschichte zu beenden, und dann vor dem Schlafengehen nur noch etwas mit dem DS spielen.

Es war schön, heute wieder gemeinsam mit euch zu lesen! Habt einen guten Start in die Woche und gönnt euch möglichst viel Erholungs- und Lesezeit bis zum nächsten Lese-Sonntag im August! 🙂

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Heutige Mitleser:

Natira
Kiya
Sayuri

Handarbeits- und Lesesonntag am 24. April

Mila und ich haben uns vor ein paar Tagen überlegt, dass wir doch mal einen gemeinsamen „Handarbeits- und Lesetag“ einlegen könnten. Am 24. April (der übrigens ein Sonntag ist) wollen wir den Tag gemütlich mit unseren aktuellen Hand- und Bastelarbeiten und Büchern verbringen und darüber bloggen.

Im Prinzip läuft es wie an einem „normalen“ Lesetag. Wir erstellen am 24. April einen Blogpost, der immer wieder aktualisiert wird, um zu erzählen, was in den letzten Stunden so gemacht und gelesen wurde.

Es wäre schön, wenn sich noch weitere Leute finden, die Lust aufs Handarbeiten und/oder Lesen haben und mitmachen mögen. Wer dabei sein mag, kann sich am 24. bei Mila oder mir mit einem Kommentar melden, in dem der eigene Blogbeitrag verlinkt wird. Wir erstellen dann eine Liste mit denjenigen, die mitmachen, damit wir uns den Tag über immer wieder austauschen können.

Ich freu mich schon darauf! 🙂

[Lese-Tag] „Wechselhaftes Lesen“ mit Lyne und Neyasha

Neyasha und Lyne veranstalten heute einen Lesetag (hier der Ankündigungspost) – und da es viel zu lange her ist, dass ich mir so einen Tag gegönnt habe, schließe ich mich den beiden gern an.

Erst einmal musste ich heute morgen die üblichen Samstagspflichten hinter mich bringen, bevor ich mit dem Lesen anfangen konnte. Nachdem das aber inzwischen erledigt ist, kann ich mich den Rest des Tages vollkommen dem Lesen (und der Entspannung) widmen. Ich habe mehrere Bücher zur Auswahl („Letzte Nacht in Twisted River“ und „The School of Good and Evil 2“ sind schon angefangen, „Blauer Hibiskus“ und „Einsame Herzen“ reizen mich auch und in „Verwüstung“ sollte ich auch mal einen Blick werfen, da das Buch für vier Wochen Ausleihzeit ganz schön umfangreich ist), und werde vermutlich im Laufe des Tages zwischen diesen springen, weil ich eigentlich alle Romane mag, aber keinen so brennend weiterlesen muss.

Zum Frühstück geht es erst einmal mit „The School of Good and Evil – A World Without Princes“ weiter, bei dem ich gestern gerade mal die ersten Seiten gelesen habe.

Update 13:30 Uhr

Neben dem Frühstück und dem Lesen gab es schon eine gründliche Blogrunde für mich. Außerdem hat sich inzwischen mein Mann verabschiedet, der den Tag wieder mit seinen Arbeitskollegen spielen wird, und ich habe die Katzen gefüttert. Letzteres läuft gerade so, dass ich einen Napf mit Futter hinstelle, schaue, welche Katze bereit ist das zu fressen, und dann öffne ich eine andere Sorte und stell diese für die zweite Katze hin. Sehr lästig, aber das Wichtigste ist nun mal, dass Baltimore etwas hat, das er fressen kann und mag. Lustig dabei ist allerdings, dass Christie die seltsamen Formfleischprodukte, die Baltimore gerade so mag, bestreikt und auf echtes Fleisch besteht. Als wir noch roh gefüttert haben, war sie immer diejenige, die am ehesten das Fleisch verweigert hat.

„The School for Good and Evil – A World Without Princes“ hat sich bislang gut lesen lassen. Die Geschichte dreht sich um die Folgen, die das Ende des ersten Bandes für die Welt der Märchen hat. Auf einmal endete das Märchen von einem guten Mädchen, einem bösen Mädchen und einem Prinz nicht damit, dass die Böse vernichtet wird, damit die Gute und ihr Prinz ein Happy End haben können. Und nun kommt unter den Prinzessinen und Hexen der Verdacht auf, dass sie ganz gut ohne Prinzen zurechtkommen würden. Doch wenn Prinzen nicht mehr als Helden benötigt werden, welche Rolle bleibt dann noch für sie übrig? Das macht mir wirklich Spaß, aber gerade habe ich ein kleines Mittagstief und befürchte, dass ich einschlafen werde, wenn ich weiter lese. Also greife ich erst einmal ein bisschen zum DS und entscheide mich danach, ob ich weiterlese oder zu einem anderen Buch greife. 🙂

Update 16:30 Uhr 

Irgendwie habe ich in den letzten Stunden ein ziemliches Kontrastprogramm gefahren. Auf der einen Seite habe ich die Demo zu „Yo-Kai Watch“ (ein Spiel für eher jüngere Spieler, aber von Level-5 und mit ganz viel Sammel- und Levelmöglichkeiten – was ich bei Spielen wirklich mag) gespielt, dann habe ich mir einen Kakao (Mila ist Schuld!) gekocht und John Irving geschnappt. Was dazu geführt hat, dass ich mal wieder zu dem Schluss gekommen bin, dass ich seine Erzählweise und seine Charaktere sehr mag, aber die Handlung selber berührt mich nicht so tief, dass ich wirklich an der Geschichte dranbleiben muss. Trotzdem werde ich nach einer kleinen Blogrunde noch etwas bei dem Roman bleiben. Es ist gerade so ruhig im Haus, dass ich das ausnutzen muss. 😉

Update 21:30 Uhr

Heute hat es sich wieder gezeigt, dass ich für einen John-Irving-Roman Ruhe benötige, denn sobald die Nachbarn wieder daheim waren, war es das mit dem Lesen für mich. Da ich aber bei Lärm erstaunlich gut schlafen kann, bin ich eingenickt, während ich noch überlegte, welches Buch ich als nächstes in Angriff nehme. *g* Nach dem Aufwachen habe ich ein paar Seiten in „Blauer Hibiskus“ gelesen und fand den Vater der Protagonistin in der Eingangsszene so schrecklich, dass ich den Roman nach relativ kurzer Zeit schon wieder beiseite gelegt habe.

Stattdessen gab es erst einmal was zum Essen und eine Reisereportage über Belgien, die ich vor ein paar Wochen aufgenommen habe. Den Rest des Tages werde ich wohl wieder mit „The School for Good and Evil – A World Without Princes“ und puschelige Gesellschaft verbringen. Die Geschichte passt zu einem entspannten Tagesausklang. Aber vorher schau ich noch, wie es den anderen den Abend über mit ihren Büchern ergangen ist.

[Lese-Tag] Ostermontag

Schon der letzte Tag des langen Osterwochenendes … Ich ertappe mich dabei, wie ich schon wieder meine Arbeit für morgen plane, dabei will ich den Tag doch eigentlich nur entspannt verbringen. Gestern Abend habe ich mich dann doch noch für einige Seiten in „The House Called Hadlow“ entschieden – ein märchenhaftes Kinderbuch, angenehm altmodisch und sehr britisch, rund um ein Haus, auf dessen Bewohner ein Fluch liegt. Dieser Fluch wurde ausgesprochen, nachdem eine schöne junge Frau das Vertrauen des Kleinen Volks gebrochen hat – und nun liegt es an zwei Kindern, die in diesem Haus zu Besuch sind, den Fluch zu brechen und das Unrecht, das dem Kleinen Volk angetan wurde, wieder gut zu machen. Ich mag die Geschichte sehr, hebe sie mir aber gerade deshalb auch etwas auf. Schließlich weiß ich nicht, wann ich das nächste Mal ein so angenehm klassisches Kinderbuch für mich neuentdecken darf.

Ansonsten habe ich gestern noch etwas an meinem aktuellen Socken gestrickt – ich muss weiterhin unsere Vorräte aufstocken, nachdem in den letzten Monaten ein Paar nach dem anderen durchgelaufen war. Und da mein Mann gestern „The Sandbaggers“ beendet hat (leider mit einem etwas offenen Ende, aber dafür war das auch eine spannende Folge), werden wir heute gemeinsam mit „The Pretender“ anfangen – wozu ich dann auch wieder stricken kann. Ich mochte die Serie früher sehr gern und inzwischen haben wir die DVD-Box, so dass ich sie nicht nur noch einmal vollständig sehen kann, sondern auch die später gedrehten Filme mal kennenlerne.

Oh, und nachdem mich die Julia-Quinn-Klappentexte spontan nicht so ansprachen, habe ich gestern noch „I can see clearly now“ von Brendan Halpin aus dem Regal gezogen. Von dem Autor habe ich schon mal ein Buch gelesen, das ich unterhaltsam fand – mal schauen, ob mich dieser Titel von ihm heute durch den Tag begleitet oder ob ich mich noch umentscheide. Jetzt koche ich aber erst einmal Chili-Polenta, damit ich die heute Abend nur noch anbraten muss und mache mir Frühstück. 🙂

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Update 14:45 Uhr

Zum Frühstück ging es dann wirklich mit „I can see clearly now“ los und ich denke, ich werde das Buch heute noch beenden. Es geht um eine Gruppe von Musikern, die von einem Fernsehsender engagiert werden, um lehrreiche Lieder für eine pädagogische Kindersendung zu schreiben. Das Ganze spielt in den 70er Jahren in New York und Sex und Drogen spielen keine geringe Rolle im Alltag dieser Musiker. Zum Schmunzeln bringen mich so „gelungene“ Formulierungen wie „Magnetwellen der Geilheit“, die von dem Bett einer bekannten Sängerin ausgestrahlt werden. Ansonsten wird die Handlung mit sehr vielen Perspektivwechseln erzählt, was dafür sorgt, dass mir keine der Figuren wirklich nahe kommt, aber auch dafür, dass es nicht langweilig wird.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat der Autor schon bei dem anderen Buch („Song about you“), das ich gelesen habe, mit vielen Perspektivwechseln und massenhafter Musikerwähnung gearbeitet. Genau kann ich das aber nicht mehr sagen, musste ich eben doch erst einmal die Inhaltsbeschreibung durchlesen, um überhaupt ein paar Erinnerungen an den Titel heraufzubeschwören. Außerdem hatte ich mir damals notiert, dass die Geschichte deutlich besser gewesen wäre, wenn die Protagonisten (vor allem die männliche Hauptfigur) nicht so sehr von Sex bzw. dem Mangel daran besessen gewesen wäre. Ich glaube, ich sollte in Zukunft immer erst einmal meine Notizen zu Rate ziehen, bevor ich mir Romane von Autoren besorgen, die ich als „unterhaltsam“ in Erinnerung hatte. *g*

Während ich so lese, hängt Christie auf meinen Beinen ab und sorgt mit grummeligen Blicken dafür, dass ich mich auf keinen Fall bewege.

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Update 17:30 Uhr

Auch wenn es schön ist, mal wieder ein Buch beendet zu haben (*g* irgendwie fühlt es sich nach all den Abbrüchen an diesem langen Wochenende so an), war „I can see clearly now“ kein Roman, den ich jetzt unbedingt hätte lesen müssen. Genau genommen bin ich mir sogar sicher, dass ich in einer Woche schon wieder Schwierigkeiten haben werde, mich an den Inhalt zu erinnern … Den Rest des Tages werde ich wohl ohne ein neues Buch verbringen und meine Lesezeit (wenn ich mir davon überhaupt noch welche gönne und nicht vor dem DVD-Player und dem DS versumpfe) nur noch mit meinem englischen Kinderbuch verbringen.

So hübsch die von den Nachbarn geschenkte hauchdünne Himbeer- und Kaffee-Schokolade aussieht, geschmacklich kann sie leider nicht so recht überzeugen. Oh, und irgendwie habe ich eine Schwäche für diese Flower-Power-Hippie-Cover – nur dumm, dass die Handlung nicht überzeugen konnte.

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Update 21:45 Uhr

Uff, war das Abendessen gut! 😀 Theoretisch könnte ich hier zumindest das Rezept für das Radieschen-Tzatziki verlinken. Aber da ich das ziemlich abgeändert habe, habe ich mir überlegt, dass ich eigentlich das gesamte Abendessen in den nächsten Tagen verbloggen könnte.

Zum Essen haben wir die Pilotfolge von „The Pretender“ geschaut. Zum ersten Mal mit Originalton und es macht mir höllischen Spaß. Michael T. Weiss hat im Original eine tolle Stimme, dafür finde ich Patrick Bauchau ganz fürchterlich zu verstehen (die Synchronstimme war deutlich angenehmer) und an Miss Parkers Originalstimme muss ich mich auch noch gewöhnen. Aber es ist lustig die Serie nach so langer Zeit mal wieder zu sehen – und ich mag den Humor heute immer noch so gern wie 1997 bei der Erstausstrahlung in Deutschland. 🙂

[Lese-Tag] Ostersonntag

Seit der Zeitumstellung bin ich irgendwie aus dem Tritt und neige dazu regelmäßig erst gegen drei Uhr morgens einzuschlafen. Immerhin habe ich heute Vormittag einigen Schlaf nachgeholt und starte deshalb jetzt erst in den Tag. Gestern habe ich noch etwas über „Des Teufels Maskerade“ von Victoria Schlederer nachgedacht. Es bleibt dabei, dass mir die Geschichte an sich gefällt, ebenso wie die Charaktere und die Erzählweise. Aber trotz diverser interessanter Elemente in der Handlung bin ich bislang nicht gespannt darauf wie es weitergeht. Ich glaube, es liegt daran, dass ich nicht emotional beteiligt bin. Das wiederum könnte daran liegen, dass die ganze Geschichte aus Dejans Perspektive erzählt wird und bei aller Hitzköpfigkeit ist er doch ein recht distanzierter Erzähler, dem es wichtig ist seine Haltung zu waren und der sich selber oft genug belügt, weil bestimmte Gedanken oder Wünsche nicht zu seiner Selbstsicht passen. Oder er verschweigt dem Leser Elemente, weil er sich dessen schämt oder nicht möchte, dass eins seiner Geheimnisse bekannt wird. Die Autorin hat das zwar gut gemacht und ich empfinde die Dejan durchgehend als stimmiger und realistischer Charakter, aber das sorgt eben auch dafür, dass das Erzählte von dieser Figur nur gefiltert wiedergegeben wird, – und eben auch dafür, dass mich die Handlung nicht so richtig packt …

So, jetzt erst einmal Frühstück für mich und dann lese ich weiter!

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Update 16:00 Uhr

Inzwischen habe ich „Des Teufels Maskerade“ beendet. Das Buch war unterhaltsam und hebt sich angenehm von vielen anderen Werken ab, aber trotzdem fehlte mir das „gewisse Etwas“. Ohne eine emotionale Beteiligung beim Lesen, kann mich ein Roman leider nicht vollständig für sich einnehmen …

Danach habe ich erst einmal eine Lesepaus eingelegt, um mich ganz klassische an einer Ostereier-Suche zu beteiligen. Irgendwie gehört das ja doch zu Ostern dazu, oder? 😉 Wenn ich bedenke, dass ich dieses Animal-Crossing-Spiel schon wieder seit zwei Jahren fast täglich spiele (und sei es nur, dass ich zehn Minuten durch meinen kleinen Ort flitze und Blumen gieße, damit die nicht eingehen), dann finde ich es wirklich faszinierend, wie viel Spaß mir so ein simples Spiel macht. Und davor habe ich auch schon die GameCube-Variante und die erste DS-Ausgabe intensiv gespielt – und so groß waren die Unterschiede zwischen den Spielen nicht. Aber ich mag es einfach immer wieder ein Dorf aufzubauen, mit den Nachbarn (vor allem die grumpigen Kerle!) zu kommunizieren und mit so entspannenden Tätigkeiten wie Angeln oder Obstpflücken mein Leben zu finanzieren. 😉

Zu Tee und Kuchen geht es jetzt trotzdem wieder mit einem Buch weiter. Inzwischen habe ich von meiner Vorauswahl nur noch einen Titel, der in Frage kommt. Mal schauen, ob mich Katja Brandis/Siri Lindberg mich überzeugen kann, wenn sie romantische Fantasy schreibt.

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Update 21:30 Uhr

Hmmmm … Ich bin mir nicht sicher, ob es grundsätzlich an der Liebesgeschichte oder eher an der Fluch-Grundidee liegt, aber so recht packt mich „Nachtlilien“ nicht. Ich mag wie die Welt in dem Buch aufgebaut ist – soweit ich das bislang sagen kann -, ich mag die vielen Details, die dezent von einem realistischen Alltag zeugen, aber ich war von dem Moment an, als der Fluch erwähnt wurde, irgendwie nicht mehr bereit mich auf die Geschichte einzulassen. Gegen Flüche an sich habe ich nichts, aber dieser spezielle Fluch stört mich irgendwie. Ich habe nicht die Geduld darauf zu warten, dass die Protagonistin sich – schon bei der Suche nach einem Weg aus diesem Fluch – verliebt. Nach dem Abendessen habe ich mich dabei ertappt, wie ich statt bewusst den Text wahrzunehmen die Geschichte querlas.

Möhren-Kartoffelauflauf mit Curry

Für heute breche ich „Nachtlilien“ erst einmal ab, weiß aber nicht, ob ich nicht in den nächsten Tagen noch einen Versuch mit dem Roman wage. Jetzt muss ich mich nur entscheiden, was ich den Rest des Abends lese. Zur Auswahl stehen mein aktuelles eBook, „The House Called Hadlow“, oder einer der anderen SuB-Titel. Vielleicht sollte ich mir mal die Julia-Quinn-Romane vornehmen, die schon so lange auf mich warten, oder doch noch einen Blick auf den deutschen SuB werfen und schauen, ob mich spontan ein weiteres Buch zum SuB-trahieren anspricht. Ich könnte auch mal wieder „Persona Q“ weiterspielen – da bin ich noch lange nicht am Ende. Allerdings hätten wir dann ein Geräuschkulissenproblem, denn mein Mann schaut gerade weiter „The Sandbaggers“ … Mal schauen, ob ich noch zu einer Entscheidung komme. 😉

[Lese-Tag] Ostersamstag

Sehr weit bin ich gestern nicht mehr mit „Des Teufels Maskerade“ von Victoria Schlederer gekommen – dafür habe ich mich von „The Sandbaggers“ und dem Internet zu sehr ablenken lassen. Heute geht aber endlich mit dem Roman weiter. Es ist ganz schön, dass ich heute zumindest weiß, was ich lesen werde und nicht erst rumprobieren muss, bis ich einen Roman finde, der mir zusagt. 😉

Die erste Ladung Wäsche dreht sich im Trockner, der Wochenendeinkauf ist erledigt und im Ofen backt ein Kirsch-Clafoutis für heute Nachmittag. Und nachdem die Nachbarn die halbe Nacht Besuch hatten (viel Gerede, viel Gelächter) und danach bis gegen vier Uhr die Wohnung aufräumten (Stuhlbeingequitsche auf Parkett, schnelle und harte Schritte und Treppe rauf und runter inklusive Tür- und Mülleimerdeckelknallen), habe ich mir das Auspacken des Einkaufs damit versüßt, dass ich meine Rockland-CD (von Katzenjammer) im Wohnzimmer so weit aufgedreht habe, dass ich in der Küche eine angenehme Lautstärke hatte. Das ist vielleicht nicht gerade höflich, hat meine Laune nach der kurzen Nacht aber deutlich gehoben. 😉 Jetzt Frühstücken und Lesen!

Logan sieht heute auch eher aus wie ein verschlafenes Huhn in der Mauser. Oo

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Update 17:30 Uhr

So viel Zeit, die ich mit Lesen verbringen wollte … Stattdessen habe ich zwei Körbe voll Wäsche zusammengelegt und verstaut, Sahne geschlagen und Kuchen gegessen (sehr lecker, auch wenn „jemand“ den Teig definitiv etwas zu überhastet zusammengerührt hat – das Sofa lockte halt 😉 ) und ganz viel Zeit mit der Recherche nach Pflanzen verbracht. Ich suche immer noch den richtigen Mittelpunkt für mein großes Beet und immer wenn ich eine Pflanze gefunden habe, die ich optisch und zeitlich (Blühzeit) ansprechend finde, dann wird sie entweder zu groß für meinen Garten, soll einzeln gepflanzt werden oder benötigt einen vollkommen anderen Standplatz, als ich ihn anbieten kann. Das finde ich etwas unbefriedigend … Immerhin habe ich inzwischen trotzdem ein paar Seiten gelesen und hoffe, dass ich den Rest des Tages dabei bleibe und mich nicht wieder von etwas ablenken lasse. 😉

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Update 0:00 Uhr

So ein leckeres Abendessen (Burger mit knusprigen Getreide-Gemüse-Bratlingen)! Ein Essen, das wir nur machen, wenn wir beide Zeit und Ruhe haben, um gemeinsam zu schnippseln und zu braten – was viel zu selten der Fall ist. 😉 Ich mag mein Buch immer noch, muss aber zugeben, dass ich leider recht wenig Probleme damit habe, es aus der Hand zu legen. Mal schaue ich nach Pflanzen, mal lese ich Blogbeiträge oder mache ein kleines Schläfchen, um den Schlafmangel der letzten Nacht aufzuholen.

Dejan finde ich interessant, was seine frühere Freundschaft zu Felix ausmachte, fand ich zu offensichtlich, um das Drumherumgerede zu gerechtfertigen. Mirko erscheint mir etwas zu kopfscheu für jemanden mit seinem Hintergrund. Entweder er ist ein misstrauischer Mensch aufgrund seiner Vergangenheit, dann fände ich es stimmiger, wenn er jemandem sein Vertrauen – so es denn erst einmal geschenkt – nicht so schnell entziehen würde. Oder er ist naiv – und dann frage ich mich, wie er bis zu diesem Zeitpunkt überlebt hat. (Schwierig zu beschreiben, wenn ich nicht zu viel verraten möchte.) Lysander ist wunderbar! Eine tolle Figur, ich kann die Begeisterung für diesen Charakter wirklich verstehen. 😀 Die Handlung … nun … sie braucht etwas, um in die Gänge zu kommen. Was okay ist, denn die Figuren sind interessant genug, aber eben auch dafür sorgt, dass ich so wenig gefesselt von der Geschichte bin. Morgen sollte ich das Buch aber beenden können. 🙂

[Lese-Tag] Karfreitag

Bevor wir uns alle auf unsere geplanten Osteraktivitäten stürzen, wollte ich euch erst einmal frohe Feiertage wünschen! 🙂

Für uns bedeuten diese kirchliche Feiertage nichts anderes, als dass wir es uns mit den Katzen gemütlich machen und ein angenehm langes Wochenende mit unseren Hobbies und leckerem Essen verbringen werden. Ich habe einen Neustart mit „What Jane Austen ate and Charles Dickens know“ für diese Tage im Hinterkopf. Mal schauen, ob ich bei dem Buch endlich mal über das erste Kapitel hinaus komme. Außerdem habe ich mal wieder Lust einen Plauder-Lese-Tag zu verbringen, so dass ich – zumindest heute, vielleicht aber auch das ganze Wochenende über – im Laufe des Tages immer mal wieder diesen Beitrag aktualisieren und von meinen Tätigkeiten berichten werde. Doch vor allem will ich, da ich im März so gar nicht zum SuB-trahieren gekommen bin, meine Zeit mit ein paar Alt-SuB-Titeln verbringen. Shandy hat mir gestern Abend schon mal bei einer Vorauswahl geholfen:

Doch bevor ich mich auf die Bücher stürze, muss ich noch eine Ladung Wäsche in die Maschine werfen, richtig wach werden und ich denke – trotz der frühen Stunde 😉 – schon ernsthaft über Frühstück nach.

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Update 14 Uhr

Zum Frühstück habe ich mir einfach blind einen Titel von meinem Stapel gegriffen und bin bei „Hydra“ von Chris Marten gelandet. So recht weiß ich noch nicht, ob ich den Roman weiterlesen oder doch abbrechen werde. Bislang finde ich die Autoreninformation interessanter als die Handlung selber, denn hinter „Chris Marten“ verbergen sich eine ehemalige Lehrerin (Birgit Biehl), die sich intensiv mit Afrika beschäftigt hat, und ihr ehemaliger Schüler (Herbert Knorr), der unter anderem die „Mord am Hellweg“-Veranstaltung leitet. Die Geschichte selber beginnt mit einem Albtraum, einer Mail, einer Lesung, einer gestohlenen Handtasche und diversen Zitaten (von Schiller) – und bislang finde ich das alles eher anstrengend als interessant. Aber ein paar Seiten gebe ich dem Roman noch …

Logan

Außerdem habe ich beim Katzenfüttern (beim Abwasch der Näpfe mit Blick auf den Garten und die Nachbarn, die nebenan eifrig dabei waren Töpfe zu bepflanzen) endlich einen Entschluss zum Thema Gartenneugestaltung gefasst. Mein angedachter „Nutzgarten“ – also die Kübel, die ich mit Salat und Gemüse bepflanzen will – hat zwar in den nächsten Wochen Vorrang, aber das bedeutet ja nicht, dass ich nicht die Beete zumindest im Kopf weiter planen kann.

Aber erst einmal wandere ich mit meinem Buch (und einem Teil der schokoladigen Leckereien, die es von einer Nachbarsfamilie als Dank für das Annehmen der Post gab) wieder aufs Sofa!

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Update 15:45 Uhr

Inzwischen habe ich „Hydra“ entnervt abgebrochen und nach einem kurzen Anlesen auch „Jung stirbt, wen die Götter lieben“ aussortiert. Weiter geht es mit „Nebra“ von Thomas Thiemeyer – ein Titel, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob der wirklich meinem Geschmack entspricht. Ich mochte die ersten Bände der „Chroniken der Weltensucher“ (die Reihe könnte ich eigentlich auch mal beenden) eigentlich ganz gern beim direkten Lesen, aber im Nachhinein fand ich immer mehr Kritikpunkte, wenn ich noch einmal über die Bücher nachdachte. Mal schauen, ob mir ein Roman für Erwachsene von ihm besser gefällt …

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Update 21:00 Uhr

Nach „Nebra“ habe ich mein Glück noch mit „Lyra“ versucht und bin inzwischen bei „Des Teufels Maskerade“ gelandet. Das erste Buch, bei dem ich heute nicht schon nach den ersten Absätzen von dem einen oder anderen Aspekt genervt bin. Genau genommen fühle ich mich bislang eigentlich gut unterhalten, mag den Schreibstil und bin gespannt, was ich im Laufe der Zeit so alles über die Figuren erfahren werde. Sehr weit bin ich allerdings noch nicht gekommen, da ich eine Pause machen musste, um das Abendessen zu kochen.

Nudelauflauf mit Mais

Ich hoffe, ich kann mich den Rest des Abends ausreichend auf „Des Teufels Maskerade“ konzentrieren, während mein Mann „The Sandbaggers“ schaut. Eigentlich wäre die Serie auch was für mich – Spionage, intelligente Dialoge, abwechslungsreiche Stories und ein genialer Roy Marsden -, aber ich verstehe ohne Untertitel viel zu wenig britisches Englisch, um das Schauen wirklich genießen zu können. So bekomme ich beim „Mitgucken“ ein paar wichtige Aspekte mit und lasse mir am Ende der Folge von meinem Mann den Inhalt zusammenfassen, damit ich auf dem aktuellen Stand bin.