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Lese-Sonntag November 2019

Bislang bestand der November aus einer guten Mischung aus „viel gearbeitet“ und „viel gelesen“, was dazu geführt hat, dass ich in den letzten Wochen so langsam all die Stapel mit angefangenen Bücher etwas mehr in den Griff bekommen und mich dafür auf den einen oder anderen Bibliotheks-Titel gestürzt habe. Neben drei weiteren Büchern, die ich in den nächsten Tagen lesen muss, wenn ich sie nicht ungelesen in die Bibliothek zurückbringen will, habe ich hier noch ein paar Romane, die ich in den letzten Wochen aus dem SuB und dem Bücherregal gezogen habe, weil ich sie gern lesen wollte. So richtig weiß ich noch nicht, wonach mir heute ist, aber Auswahl habe ich ja genug. Vorher gibt es aber erst einmal eine Kurzgeschichte aus der „A Thousand Beginnings and Endings“-Anthologie, die in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen ist. Außerdem wäre es vermutlich nicht schlecht, wenn ich gleich einmal kurz in die Küche husche, um das Geschirr von gestern Abend in Angriff zu nehmen (und eine Portion noch nicht verarbeiteter Plätzchenteig ruht auch noch im Kühlschrank). Ich wünsche euch erst einmal einen schönen und entspannten Start in den heutigen Lesetag und erinnere euch jetzt schon einmal daran, dass der Lese-Sonntag im Dezember auf den 15. fällt. 😉

Update 12:00 Uhr

Orangen-Mäuse

Ich bin mir nicht sicher, ob mir „Still Star-Crossed“ von Sona Charaipotra gefallen hat, denn auf der einen Seite wirkt die Geschichte zwar romantisch (vor allem, wenn man die „Basisgeschichte“ von Mirza und Sahiba im Hinterkopf behält und sich vorstellt, dass die beiden Liebenden über die Jahrhunderte immer wieder eine Chance auf ein Happy Ende bekommen – und es immer wieder von neuem verbocken), auf der anderen Seite hat der Protagonist der Geschichte etwas von einem Stalker, weil er in der Protagonistin Taara seine verlorene Liebe wiedererkennt und nun natürlich alles tun will, um endlich mit ihr zusammen sein zu können. Schwierig, aber immerhin eine Geschichte, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Zimt-Schildkröten

Ansonsten war die Küche zwischendurch sauber und danach habe ich mich mit (eigentlich bewährtem) Plätzchenteig rumgeärgert, der heute seltsam brüchig und so gar nicht gut zu verarbeiten war. Aber jetzt ist er weggebacken und ich hoffe sehr, dass die Ergebnisse heute Nachmittag schmecken. Außerdem habe ich mir zum Frühstück ein paar Seiten in „Howl’s Mowing Castle“ von Diana Wynne Jones gegönnt. Ich liebe den Anfang dieser Geschichte so sehr und ich hatte heute solche Lust darauf, obwohl es so viel vernünftiger wäre, wenn ich ein paar Bücher vom SuB anfangen würde. Aber Vernunft spielt beim Bücherhorten und -lesen bei mir ja eh keine so große Rolle. 😉 Kommentiert habe ich auch eine Runde und jetzt rolle ich mich wieder auf dem Sofa zusammen und entspanne mich mit Sophie, die demnächst in ein magischen Schloss eindringt (und dann behaupten wird, dass sie die neue Putzfrau sei). 😉

Apfel-Milchreis mit Zimt

Update 16:00 Uhr

Nach dem letzten Update haben mein Mann und ich – dank eines Anstupers durch Ariana – erst einmal einige Zeit damit verbracht herauszufinden, ob wir unsere Stereoanlage und unseren Laptop per Bluetooth verbinden können. Da hat geklappt und nachdem die Verbindung nun steht, sollte es in Zukunft relativ einfach möglich sein, dass ich nun meine (Audible-)Hörbücher über die Lautsprecher der Anlage höre und nicht mehr darauf angewiesen bin, dass ich mit Kopfhörern in den Ohren rumlaufe. Vielen Dank für die Anregung, Ariana! 🙂

Nicht die schönste Ausgabe von „Howl’s Moving Castle“, aber ich hänge wirklich an diesem Buch. 🙂

Als ich mich dann wieder auf dem Sofa einrollen wollte, hielt eine hupende Kolonne vor der Tür, Instrumente wurden ausgepackt und die Brautentführung der Nachbarstochter aus dem Hinterhaus nahm ihren Lauf. Auch wenn keine dieser Traditionen rund um Hochzeiten noch besonders zeitgemäß ist, muss ich doch zugeben, dass die ganze Aktion hübsch anzuschauen war, weshalb wir auch aus dem Fenster schauten bis die Braut davonfuhr. Wobei ich überrascht war, wie laut die Musik ist, wenn man sie nicht nur von der Straße aus hört (was hier im Viertel jetzt nicht so selten der Fall ist), sondern gleichzeitig noch aus dem eigenen Treppenhaus. *g* Dann ging es aber wirklich mit Buch und Tee aufs Sofa. Jedes Mal, wenn ich zu „Howl’s Moving Castle“ greife, finde ich es großartig zu lesen, wie befreiend es für Sophie ist eine alte Frau zu sein. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie nicht das Gefühl, sie müssen den Erwartungen ihrer Familie/Umgebung gerecht werden, sondern sie macht einfach wonach ihr ist – und wenn man sie deswegen für verrückt halten sollten, dann ist es auch egal, denn alte Frauen werden oft als sonderlich, verrückt oder verwirrt abgetan.

Orangen-Maus, Zimt-Schildkröte und Schokoladen-Katze. 😉

Neben „Howl’s Moving Castle“ habe ich ansonsten noch die Geschichte „A Recipe for Magic“ von Kate Howard und Fran Wilde gelesen, die (schon vor zwei Jahren) auf dem B&N-Blog veröffentlicht wurde. Die Handlung wird erzählt aus der Sicht von Esmé, der Besitzerin der Night & Day Bakery – wo Backen und Magie Hand in Hand gehen, und aus der Sicht von Lux, Esmés neuer Auszubildenden, die anfangs so glücklich war diesen Ausbildungsplatz zu finden. Doch nachdem ihr ein Missgeschick nach dem anderen passiert, fürchtet sie, dass sie ihren Ausbildungsplatz verliert, ihre letzte Chance mehr über Magie zu lernen und den einzige Ort, an dem sie sich noch Zuhause fühlt. Ich mochte die Geschichte sehr, vor allem war es schön zu lesen, wie viel Mühe sich Esmé gibt, damit Lux sich wohlfühlt, etwas von dem Kummer aus ihrer Vergangenheit loslässt und bereit ist all die Dinge über Magie und Backen zu lernen, die Esmé ihr beibringen will. Vor allem mochte ich aber die Verbindung, die Esmé mit ihrer Bäckerei, mit ihrem Ofen und all den anderen Utensilien hatte, die sie tagtäglich für ihre Arbeit verwendet. Das war eine wirklich hübsche Geschichte! 🙂

Update 19:15 Uhr

Von den vergangenen gut drei Stunden habe ich ungefähr zwei mit Sofaschlaf verbracht. Das war anscheinend nötig, nachdem die letzten Nächte etwas kurz waren. 😉 Jetzt flitze ich in die Küche und während das Essen im Ofen ist, drehe ich eine Blogrunde und schaue, wie es euch heute Nachmittag erging.

Update 22:00 Uhr

Kartoffeln und Rote Beete aus dem Ofen mit Feta und Thymian

Die letzten Stunden sind mit Kochen, Essen, Kommentare schreiben und beantworten und natürlich Animal-Crossing-Spielen schnell vergangen. Ich mag, wie mein Animal-Crossing-Charakter gerade aussieht, obwohl ich die Frisur normalerweise scheußlich finde. Aber mit dem Outfit passt alles erstaunlich gut zusammen. *g* Den Rest meines Abends werde ich wohl weiterhin mit „Howl’s Moving Castle“ verbringen und da die anderen schon ihr letztes Update geschrieben haben, war es das hier auch für mich.

Ich habe mich darüber gefreut, dass wir heute wieder in so netter Runde gemeinsam gelesen und den Tag verbracht haben! Habt einen schönen Start in die Woche, passt gut auf euch auf und gönnt euch ab und an eine Auszeit. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
JED
Ariana
Sunny

Herbstlesen im Oktober (So., 27. Oktober)

Da für den 31. kaum einer Zeit und Interesse angemeldet hat (was bei einem Wochentag mehr als verständlich ist), ist heute also schon der letzte Tag des Herbstlesens 2019. Ich freu mich sehr darüber, dass wir noch einen gemeinsam Sonntag miteinander verbringen können (und verweise vorsichtshalber schon mal auf den Lese-Sonntag am 17. November). Bevor ich noch mehr Sätze mit eingeschobenen Klammerbemerkungen produziere, schiebe ich die gestern angesetzten Brötchen in den Ofen und greife ich dann erst einmal zu meiner Anthologie und schaue, was die nächste Kurzgeschichte mir zu bieten hat. 😉

Update 10:00 Uhr

Die Brötchen sind fertig (wenn sie schmecken, mache ich das nächste Mal nur die Hälfte des Teigs und nehme deutlich weniger Hitze als im Rezept steht), der Abwasch erledigt, die Wäsche von gestern Abend weggeräumt und meine erste Kurzgeschichte des Tages habe ich auch gelesen. Lori M. Lee greift in „Steel Skin“ eine Geschichte der Hmong („The Woman and the Tiger“) auf und erzählt eine SF-Handlung, in der die fünfzehnjährige Protagonistin Yer vor einem Jahr bei einem Aufstand der Androiden ihre Mutter verloren hat. Ihr Vater ist seitdem nicht mehr der Selbe, er ist verschlossen, antriebslos und abweisend, obwohl Yer ihn nun mehr den je benötigt. Richtig unheimlich wird es, als er nach einer Reise zurückkommt und sich noch weniger als zuvor um Yer kümmert, bis in ihr der Verdacht aufkommt, dass die Person, mit der sie zusammenlebt, nicht mehr ihr Vater ist … Ich mochte die Geschichte sehr, sie ist voller Wut und Trauer, Freundschaft und Vertrauen und präsentiert ein wirklich überraschendes und cooles Ende. 🙂

Nach dem Lesen der Geschichte habe ich die Tatsache genutzt, dass mein Mann heute länger geschlafen hat und mir Musik angemacht und zu meinem Strickzeug gegriffen. Das Tuch habe ich schon vor einer Weile angefangen, hatte aber in letzter Zeit keine Gelegenheit für „Stricken mit ein bisschen mehr Denken als sonst“ und stattdessen in der Regel eher zu den Socken gegriffen, die ich aktuell für meinen Mann stricke. Wenn mein Mann mit seinem Frühstück fertig ist, werden wir wohl erst einmal eine Runde zusammen puzzeln. Den Hellboy hatten wir in der vergangenen Woche beendet und nun haben wir uns als nächstes unser letztes (noch eingeschweißtes) Elzupp! vorgenommen. Da es heute draußen sehr dunkel ist und bestimmt bald wie aus Eimern schütten wird (mein Mittleid gilt den armen Läufern, die heute beim Frankfurt Marathon starten), wird es heute etwas anstrengend für die Augen. Aber wir denken, dass das schon klappt wenn wir einfach vormittags und nachmittags eine Puzzle-Runde einlegen – das bietet mir dann auch die Gelegenheit zu einer relativ normalen Zeit (also für mich) zu frühstücken. 😉

Update 13:00 Uhr

Ich bin wirklich froh, dass ich heute Vormittag gar nicht versucht habe zu Lesen, denn wie immer an Marathon- (oder Triathlon-)Tagen ist es sehr, sehr laut im Viertel inklusive Trillerpfeifen und Kuhglocken, Hubschraubern und Vorausfahrzeugen mit Megafon-Durchsagen. Immerhin ist heute die Spitze der Läufer schon um 11 Uhr an unserer Kreuzung vorbeigezogen und gerade meldete die Polizei über Twitter, dass sie einen Teil der Innenstadt schon wieder für den Verkehr freigibt, also sollte sich die Veranstaltung heute wohl nicht so lang hinziehen.

Was das Puzzle angeht, so wird es dieses Mal besonders spannend, denn wir puzzeln nicht einen Teil der Szene, der auf dem Bild nicht abgebildet ist, wie das sonst bei den Elzzups! der Fall war, sondern wir puzzeln die gleiche Veranstaltung – allerdings 2000 Jahre in der Zukunft. Bislang haben wir gerade mal den Rand gelegt und überall auf dem Tisch Häufchen verteilt, um einen groben Überblick über das Puzzle zu bekommen. Momentan habe ich das Gefühl, wir hätten die Puzzlematte gar nicht rausholen müssen, weil wir mit all den Haufen das Ganze eh nicht mal eben einrollen können, wenn wir den Tisch anderweitig nutzen wollen. *g*

Da mein Magen dann doch noch anfing zu knurren, gab es erst einmal Frühstück. Die Brötchen schmecken überraschend gut, allerdings finde ich die Konsistenz recht schwierig, da nach dem Abkühlen selbst die anfangs knusprige Kruste weich geworden ist. Mal schauen, wie sie sich in den nächsten Tagen machen – ich habe ja genug gebacken, um mich davon bis zur Wochenmitte zu ernähren … Jetzt dreh ich erst einmal eine Kommentarrunde und wärme dabei meine Fuße unter der Sofadecke.

Update 17:00 Uhr

Uff, rund um das letzte Update fing unsere Internetverbindung an zu mucken und so etwas treibt mich ja in den Wahnsinn. Für Technik – egal welcher Art – die nicht reibungslos funktioniert, habe ich so gar keine Geduld. Besonders lästig war es, dass sich dadurch die Kommentarrunde so lange hingezogen hat und ich bei den Blogspot-Blogs mehrfach meinen Namen eingeben und die „ich bin kein Roboter“-Haken setzen musste, bevor mein Kommentar überhaupt gesendet wurde. Jetzt scheint aber alles wieder okay zu sein und ich hoffe, dass es den Rest des Tages dann auch so bleibt.

Da ich mich etwas frostig fühlte und meine (seit Wochen ein winziges Bisschen am Morgen vorhandenen) Halsschmerzen heute einfach nicht verschwinden wollen, bin ich nach der Kommentarrunde auf dem Sofa geblieben und habe mit meinem Mann „Gefangen bei den Pharaonen“ von H.P. Lovecraft (gelesen von David Nathan) gehört. Dazu habe ich weiter an meinem Tuch gestrickt, bis ich genügend Fläche hatte, um mir das Muster richtig anzuschauen. Dann habe ich beschlossen, dass meine Wolle viel zu fein für dieses Muster ist und alles wieder aufgeribbelt. Etwas ärgerlich, aber ich ribbel lieber jetzt auf, als dass ich später mit einem Tuch rumlaufe, das mir nicht gefällt. Dummerweise muss ich mich jetzt auf die Suche nach einem weiteren klarem, nicht zu verspielten Muster machen, mit dem ich den nächsten Versuch für ein Halstuch wagen kann.

Oder ich mache das Muster noch einmal, das ich schon für mein grünes Tuch verwendet habe. Das gefiel mir gut und passt auch zu der Jacke, zu der ich das schwarze Tuch machen möchte, aber auf der anderen Seite finde ich es etwas langweilig zwei gleiche Tücher zu machen. Nebenbei habe ich in der letzten Stunde weiter Kommentare beantwortet und etwas getwittert (wenn mein Mann CivVI kommen regelmäßig blöde Sprüche von ihm, die ich einfach irgendwo festhalten mag :D) und Bilder von flauschigen Katzenbäuchen zugeschickt bekommen. Drückt mir die Daumen, dass ich nicht in den nächsten Tagen krank werde, ich habe keine Lust meinen Grippe-Impftermin am Mittwoch abzusagen.

Update 20:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich spontan einen ersten Entwurf für einen „Sachbuch-Challenge“-Ankündungsbeitrag (für Anfang Dezember) geschrieben. Seitdem das Thema vor kurzem aufkam, ging es mir nicht mehr aus dem Kopf und ich hoffe, dass ich für das kommende Jahr wieder Leute finde, die mit mir gemeinsam Sachbücher lesen mögen. Vor der Veröffentlichung müsste ich aber noch ein Logo basteln. *g*

Außerdem habe ich ein bisschen an meinem aktuellen Socken gestrickt, während mein Mann (seltsame) Musik gehört hat. Neben habe ich noch ein paar Seiten in „Poor Economics“ (darüber, warum Versicherungsangebote von wirklich armen Menschen so gut wie nie angenommen werden) gelesen und gekocht (und immer wieder ein paar Puzzleteile gelegt :D) und gegessen.

Spitzkohl-Eintopf

Jetzt gibt es erst einmal wieder eine gründliche Blog- und Kommentarrunde und dann geht es mit dem Blücmchen gießen weiter.

Update 23:00 Uhr

Eigentlich wollte ich ja nach dem letzten Update „Animal Crossing“ spielen, aber bislang hat es nur zum Laden meines Speicherstands gereicht und den Rest der Zeit habe ich mit dem Lesen von Updates und dem Schreiben von Kommentaren verbracht. Irre, wie viel ihr heute (mit mir) kommuniziert habt! 😀 Damit meine Blümchen nicht über Nacht welken, werde ich für heute offline gehen, Blümchen gießen und dann ins Bett fallen.

Es war auch in diesem Jahr wieder wunderbar, mit euch gemeinsam das Herbstlesen zu verbringen. Ich mag es nicht nur, dass dieses bewusste Verbringen des Tages dafür sorgt, dass ich mir wirklich ausgiebige Erholungszeit gönne, sondern ich liebe auch den Austausch mit euch! Es ist immer spannend zu sehen, was euch beschäftigt, was ihr lest und womit ihr eure Stunden verbringt, wenn ihr es euch gutgehen lasst. Also vielen Dank fürs Mitmachen, und vielleicht treffen wir uns im kommenden Jahr ja wieder zum Herbstlesen im Oktober! 🙂

 

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Heutige Mitleserin:

Neyasha
Ina
Sunny
Anette
Natira
Kiya
JED
Sayuri

Herbstlesen im Oktober (Sa., 26. Oktober)

Ich habe gerade mal wieder einen Anfall von „wie schnell die Zeit vergeht“, denn heute bricht schon das letzte Herbstlesen-Wochenende an und ich habe das Gefühl, der Oktober ist einfach so vorbeigeflogen. Immerhin habe ich mir in der vergangenen Woche sehr viele Lesestunden gönnen können (auch in den Bewusstsein, dass die kommende Woche mit all den vielen Terminen mir nicht viel Freizeit bringen wird). Es ging also nicht nur am Freitag weiter mit dem Deborah-Crombie-Lesen mit Sayuri, sondern ich habe auch den erste Band der Beaumont-and-Beasley-Reihe, „The Spellcoats“, ungefähr die Hälfte von „Poor Economics“ und ein paar Kapitel in „The Boneyard“ gelesen, sowie „Brief Cases“ beendet und „A Thousand Beginnings and Endings“ (erneut) angefangen. Mit der Anthologie mache ich auch gleich weiter, bevor es für uns wieder losgeht, weil wir für heute Vormittag eine Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin haben.

Update 8:45 Uhr

Nicht gerade das beste Cover, um es im Halbdunkeln zu fotografieren …

Die Kurzgeschichte „Olivia’s Table“ von Alyssa Wong hat mir sehr gut gefallen (ich muss mal schauen, was die Autorin noch so geschrieben hat). In der Geschichte wird das chinesische Yu Lan (Hungry Ghost Festival – keine Ahnung, wie das auf Deutsch genannt wird) aufgegriffen, wobei Olivia eine chinesische Amerikanerin ist, die nach dem Tod ihrer Mutter deren Rolle als „Exorzistin“ übernimmt und in einer alten Minenstadt für die Geister ein Festmahl ausrichtet. Während das örtliche Hotel Olivia als Exorzistin engagiert hat, geht es ihr darum die Vorfahren zu ehren, sie auch nach dem Tod noch mit gutem Essen glücklich zu machen und wenn das dazu führt, dass sie Ruhe und Frieden finden, dann ist es gut so. Ich mochte die Geschichte sehr, weil es nicht nur schön diese chinesische Tradition beschreibt, sondern auch Olivias eigenen Weg, um mit dem Tod ihrer Mutter fertig zu werden, und ihre Suche nach einen Platz im Leben.

Jetzt muss ich mich aber so langsam umziehen, damit wir uns pünktlich auf den Weg machen können. Ich melde mich nach der Frühstücksverabredung wieder hier und wünsche euch bis dahin einen schönen Start ins Wochenende! 🙂

Update 14:45 Uhr

Uff, das war heute eine gründliche Frühstücksverabredung mit sehr lästigen Straßenbahnfahrten (dank Sperrung des Hauptbahnhofes hat sich sehr viel Verkehr auf die Straßenbahn verlagert, die wir quer durch die Stadt nehmen müssen) und sehr intensiven und lustigen Gesprächen. Unter anderem haben wir uns über Filme unterhalten, die anscheinend nur ich kenne … Ich gebe zu, dass weder „Die Indianer von Cleveland“, noch „Flammender Sommer“ besondere Kunstwerke oder besonders erinnerungswürdig sind, aber dass weder unsere ehemalige Nachbarin, noch mein Mann diese Filme je gesehen haben, irritiert mich. Das ist ein bisschen wie mit „Bolle“ am vergangenen Wochenende, bei den „Indianern von Cleveland“ war ich mir ebenso sicher, dass die allgemein bekannt sind wie der „Bolle“. 😉

Bevor ich mich jetzt auf dem Sofa einrolle und zum Buch greife, drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde und kümmere mich um den heute Morgen nicht beendeten Abwasch.

Update 19:00 Uhr

Statt mich direkt nach der Kommentarrunde auf meinen restlichen Abwasch zu stürzen, habe ich mich natürlich vom Internet ablenken lassen und mich intensiv mit einem Artikel über Giulia Tofana beschäftigt – eine Frau, die in der Renaissance über 600 Frauen dabei half, ihre Männer zu vergiften. Ich muss gestehen, ich würde sehr gern mal eine gut geschriebene Biografie über diese Frau lesen, aber da es die nicht zu geben scheint, muss ich mich wohl mit einem englischen Sachbuch über Giftmorde („The Royal Art of Poison“ von Eleanor Herman) begnügen, über das ich bei meiner Suche gestolpert bin und das ich auf meinen Merkzettel gesetzt habe. 😀 Und da ich schon bei meinem Merkzettel war und seit Wochen im Hinterkopf habe, dass ich noch ausprobieren wollte, ob ich meinen Vater in diesem Jahr von „doppelten Geschenken“ abhalten kann, in dem ich für ihn einen Extra-Wunschzettel, habe ich das auch gleich erledigt. Irgendwie erschüttert es mich immer wieder, dass der Mensch, der mir in den 90ern bei jedem PC-Problem zur Seite stand, heutzutage mit den alltäglichsten Dingen im Internet vollkommen überfordert ist (obwohl er das natürlich nicht so sieht und ich deshalb sehr vorsichtig sein muss, wenn ich mich mit ihm darüber unterhalte, warum etwas wohl noch hinhaute).

Irgendwann habe ich mich dann aber doch vom Laptop gelöst (nachdem ich noch eben spontan zwei Hörbücher gekauft und den Download gestartet hatte, obwohl ich gerade so gut wie keine Hörbücher höre,) und mich auf den Abwasch und danach in die Dusche gestürzt. Kochwäsche habe ich auch noch angeworfen und das Abendessen soweit vorbereitet, dass ich nur noch Nudeln kochen und die Sauce aufwärmen muss. Dann wollte ich eigentlich gemütlich mit Tee, Apfel (wir testen gerade jede Woche eine andere aktuelle Apfelsorte, was erstaunlich spannend ist, weil die so unterschiedlich schmecken) und Buch auf dem Sofa versumpfen, aber irgendwie gab es schon wieder Kommentare zu beantworten. *g* Jetzt werde ich aber die Zeit bis zum Kochen nutzen und wirklich meine Nase in meinen Roman stecken. Da ich wieder einen spontanen Anfall von Cozy-Lust habe, aber euch nicht schon wieder einen Agatha Christie zumuten will, habe ich mich für den vierten (?) Her-Royal-Spyness-Band „Royal Blood“ entschieden. Ich habe von der Reihe noch mehrere Bände auf dem SuB und es gibt noch diverse Fortsetzungen, die ich noch nicht besorgt habe, so dass ich da nicht befürchten muss, dass mir der Nachschub in den nächsten Jahren ausgeht. 😉

Update 22 Uhr

Brötchenteig … der wegen der darin befindlichen Haferlocken so klumpig aussieht. *g*

Wenn man bis 20 Uhr Kommentare schreibt, schiebt sich das Abendessen irgendwie ein bisschen nach hinten. Und wenn man dann noch während des Kochens feststellt, dass die einkaufende Person heute vergessen hat Knäcke für mein Frühstück zu besorgen, dann wird es notwendig noch eben einen Teig für „Übernachtbrötchen“ anzusetzen. Das Rezept habe ich vor einigen Wochen irgendwo gefunden und für den „Notfall“ notiert, hätte aber nicht gedacht, dass ich es so schnell einmal ausprobieren würde. Aber Mehl, Haferflocken, Wasser und Trockenhefe habe ich nun mal immer im Haus und wenn die Brötchen morgen was werden, dann wäre das ziemlich cool.

Linsen-Bolognese ist auch nicht gerade das fotogenste Essen. 😉

Nach dem Abendessen habe ich dann noch meine tägliche Runde „Animal Crossing“ absolviert – so langsam geht es auch in dem Spiel in Richtung Halloween, was bedeutet, dass meine Nachbarin mich mal wieder darüber aufgeklärt hat, was ich am 31. zu tun habe. 😉

Uuuund dann habe ich es doch noch geschafft endlich meinen Roman aufzuschlagen! Georgie hat nach den Ereignissen im vergangenen Band kein neues Engagement gehabt (nachdem ihre Idee eines Begleitservices für Theaterbesuche diverse Herren auf vollkommen absurde Ideen gebracht hatte – sehr seltsam! :D). Es ist nebelig und kalt in London und Georgie fühlt sich ziemlich einsam im Stadthaus ihrer Familie. Trotzdem ist die Aussicht darauf, dass ihr Bruder mit seiner Frau (die zu erwarten scheint, dass Georgie das Haus vorbereitet) sich in den nächsten Wochen dort einquartieren, noch unangenehmer für Georgie als die Einsamkeit. Außerdem fürchtet sie sich ein bisschen davor, dass Queen Mary wieder einen Auftrag für sie geplant hat, der ihr Leben aufregender machen wird, als ihr lieb ist (und als sie sich finanziell leisten kann). Stellenweise wird Georgie schon sehr naiv dargestellt, aber grundsätzlich mag ich die Krimis sehr gern, finde sie amüsant und bin neugierig auf den Fall. Es gibt eindeutig schlechtere Cozies. 🙂

Update 23:50 Uhr

Auch wenn ich mich wiederhole: Wo ist der Tag hin? Seit dem letzten Update habe ich noch ein bisschen gelesen und ein bisschen kommentiert und nun hüpfe ich am Besten ins Bett, bevor ich wieder etwas finde, dass die nächsten Stunden frisst. 😉 Ich hoffe, ihr habt eine gute Nacht! Bis morgen! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
Sunny
Natira
Ina
Anette
JED

Deborah-Crombie-Lesetag (6) – Böses Erwachen

Inzwischen sind Sayuri und ich schon beim sechsten Kincaid-und-James-Roman angekommen und als ich in der vergangenen Woche online den Klappentext der aktuellen Ausgabe las, konnte ich so gar nichts mit der Inhaltsangabe anfangen. Meine ältere Ausgabe hingegen beinhaltet nicht nur die Erwähnung eines „Straßenmusiker“ (bei dem ich mich frage, ob ich die richtige Figur im Kopf habe), sondern auch den Namen des Opfers und der sorgt dafür, dass ich mich zumindest erinnern kann, dass ich die Geschichte früher mochte. Ich bin gespannt, welche Erinnerungen im Laufe der ersten Kapitel noch hochkommen oder ob es dieses Mal so sein wird, als ob ich den Roman zum ersten Mal lesen würde. 😉

Update 11:45 Uhr

Es ist für mich jedes Mal wieder von neuem faszinierend, wie Deborah Crombie mit wenigen Worten einen Charakter kreiert, der für mich lebendig wird. Auf den ersten Seiten von „Böses Erwachen“ schafft sie das für mich mit George Brent, der nur seine Hündin ausführen will, bevor der Tag noch heißer wird, und dabei eine Leiche findet. Die wenigen Absätze aus seiner Sicht führen dazu, dass es mir schrecklich leid tut, dass gerade er diese Leiche finden muss. Auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass seine Hündin Sheba und seine verwitwete Nachbarin sich gut um ihn kümmern werden. 🙂 Außerdem mochte ich sehr die ersten beiden Szenen mit Gemma (die all ihren Mut zusammengenommen hat, um eine Klavierlehrerin aufzusuchen,) und Duncan (der auf dem Weg ist, um einen Tag mit Kit zu verbringen, der immer noch nicht weiß, dass er Duncans Sohn ist). Während Gemma Angst vor ihrer eigenen Courage hat, ist Duncan richtig glücklich darüber, dass er Zeit mit Kit verbringen kann und dass sie sich in den letzten Monaten so gut verstanden haben. Das ist ebenso schön zu lesen wie die Pläne, die er sich beim Anblick eines bunten Marktes für einen gemeinsamen Ausflug mit Kit und Gemma überlegt.

Schon auf den ersten Seiten stellt Deborah Crombie mit wenigen Sätzen die Entwicklung der Docklands da. Die Arbeiter und Farmer, die früher dort lebten, und die Baufirmen, die in den 90er Jahren der Gegend einen ganz neuen Schwerpunkt verliehen haben. Sehr schön die Beschreibung des Supermarktes, der für eine gehobenere Schichte geplant zu sein scheint, aber (noch?) vor allem von Arbeitern genutzt wird. Dass es sich bei der Toten um Annabelle Hammond handelt, wird schon lange vor der Identifizierung der Leiche deutlich, und obwohl die Autorin wie immer schöne „Vorstellungsszenen“ geschrieben hat, wurde es mir am Anfang fast ein wenig viel mit all den neuen Charakteren, die sich Gedanken über Annabelle machten. Es fühlte sich an, als ob ich die selbe Stunde des selben Samstags immer wieder erlebte, ohne dass es weiterging. Wobei Letzteres vermutlich an mir liegt und weniger an dem Buch, da ich den Vormittag über auf eine Lieferung gewartet habe und mich das immer unruhig macht. Aber da meine Gemüsekiste gerade geliefert wurde, kann ich mich jetzt in Ruhe mit Frühstück und Buch auf dem Sofa einrollen und mich in den nächsten Stunden etwas intensiver mit der Geschichte befassen.

Update 13:30 Uhr

So richtig klappte es heute nicht mit dem konzentrierten Lesen, aber trotzdem habe ich das Gefühl, ich bin wieder in der Handlung drin. Ich erinnere mich an die Atmosphäre des Romans und bestimmte Szenen kommen mir auch vertraut vor (wie der Moment, in dem Reg und der Vater der Toten zusammen Tee trinken und sich Reg Gedanken über die richtige Art des Teeaufbrühens macht), aber ich habe keine Erinnerungen an noch kommende Szenen. Ich bin mir nur sicher, dass der Straßenmusikant (der bislang vor allem in den Gedanken anderer vorkam) nichts mit dem Mord zu tun hat und in gewisser Weise selber ein Opfer ist. Ansonsten frage ich mich, was Deborah Crombie mit der Figur von Janice Coopin beabsichtigt hat. Es fühlt sich an, als ob die Autorin sich nicht entscheiden konnte, ob diese Polizistin nun sympathisch sein sollte oder nicht, und wie so oft denke ich, dass Duncan ihr gegenüber etwas aufmerksamer sein könnte. Er bemerkt zwar, dass es für sie nicht schön ist, dass er ihr bei dieser Ermittlung vor die Nase gesetzt wird, hat aber kein Gefühl dafür, dass es für sie als Frau noch einmal ein Stück schwieriger ist, obwohl er inzwischen durch Gemma doch genügend Einblicke in das Leben als Polizistin bekommen haben müsste.

Ein wenig schmunzeln musste ich bei der Beschreibung der Wohnung von Annabelle, da Gemma feststellt, dass alles ein bisschen zu ordentlich ist und nichts darauf hinweist, dass das Opfer irgendeiner Tätigkeit nachgegangen sei, bevor sie das Haus verließ. Wenn ich so über den Rand meines Buches blicke, dann sehe ich bei mir genau das Gegenteil davon (und bekomme spontan Lust ein paar der angefangenen Sachen jetzt sofort weiter zu machen). *g*

Update 15:00 Uhr

Heute ist einer dieser Tage, an denen sich mein Gehirn mit allem möglichen beschäftigt und viel zu wenig mit dem Buch vor meiner Nase. (Ein Teil meines Gehirns hat sich zum Beispiel mit der Frage beschäftigt, ob es sich lohnen würde, wenn man After-Eight-Stückchen dünn mit Mürbeteig ummantelt, um Kekse darauf zu backen, oder ob sich die Schokolade mit der Minzfüllung einfach bei der Wärme im Ofen verabschieden würden. Und nein, ich weiß nicht, wieso mir das gerade heute in den Sinn gekommen ist …) Aber zurück zu „Boses Erwachen“: Inzwischen hat der Straßenmusiker (Gordon Finch) nicht nur einen Namen, sondern ist auch zum ersten Mal von der Polizei verhört worden. Was zu der Frage führt, was wohl zwischen ihm und Gemma vor einiger Zeit vorgefallen ist, was uns als Leser bislang vorenthalten wird.

Ansonsten schwanke ich zwischen Faszination und Erschütterung, wenn es um das Verhältnis der verschiedenen Personen zu Annabell geht. Auf der einen Seite hat sie ihre Angestellten anscheinend sehr unterstützt und sie ermutigt das Beste aus sich herauszuholen und sich mehr zuzutrauen, auf der anderen Seite scheint sie die Leute in ihrer Nähe regelmäßig verletzt zu haben (ohne dass sie es wollte oder es sie kümmerte?). Was mich erschüttert, ist die Verherrlichung ihrer Person, die anscheinend schon vor ihrem Tod stattfand. Für ihren Vater war sie die perfekte Tochter und ihre Schwester Jo konnte da nicht mithalten, für ihren Verlobten schien es klar zu sein, dass Annabell diejenige war, die die Regeln aufstellte, die die Entscheidungen traf und deren Launen jederzeit nachgegangen werden müsste. Es kann für Annabell nicht einfach gewesen sein, diesem Ideal ihres Vaters/ihrer Umgebung zu entsprechend, und damit zu leben, dass dies natürlich auch (negative) Reaktionen in ihrem Umfeld hervorgerufen hat.

Außerdem hatte ich ganz vergessen, dass es eine Verbindung zwischen William Hammond und Lewis Finch gibt – zum Großteil ist es wirklich, als ob ich den Roman noch gar nicht kennen würde. Ansonsten bin ich ziemlich verärgert mit Duncan, weil er Kit gegenüber so rücksichtslos ist und ihn (und seine Versprechen Kit gegenüber) vollkommen über die Arbeit vergessen hat. Das ist mehr als nur „er ist nicht ans Vatersein gewöhnt“, das ist rücksicht- und herzlos. Auch wenn ich vermute, dass das von Deborah Crombie so aufgebaut wurde, damit Duncan Kit endlich sagt, dass er sein leiblicher Vater ist.

Für heute war es das auf jeden Fall mit dem Deborah-Crombie-Lesetag für mich. Der Staubsauger und das Badezimmer rufen nach mir und auch sonst stehen noch ein paar weitere Punkte auf der To-do-Liste, die ich erledigen möchte, damit ich den Samstag entspannt genießen kann. 🙂

Mittwoch, der 6. November
Update 10:30 Uhr

Irgendwie bin ich heute nicht in den Tritt gekommen und renne ein bisschen hinter meiner Terminplanung hinterher, aber jetzt ist es soweit, dass die dringensten Vormittagssachen erledigt sind, mein Tee fertig gezogen ist und ich mich für eine Weile mit dem Buch aufs Sofa zurückziehen kann. Ich muss zugeben, dass ich mich seit Ende Oktober gar nicht mehr mit dem Roman beschäftigt habe und ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass mich dieses Mal die Figuren (noch) nicht so gepackt haben, oder einfach daran, dass gerade in jeder freien Minute Bücher verschlinge und deshalb so viele Charaktere und Geschichten zwischen mich und „Böses Erwachen“ kamen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Handlung weitergeht, denn es bleibt dabei, dass ich mich an erstaunlich wenig Dinge erinnern kann. 🙂

Update 12:00 Uhr

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wieder in der Geschichte drin war. Vor allem sind mir zwei Dinge durch den Kopf gegangen: Wie einsam all diese Figuren sind, selbst wenn sie Familien und Freunde haben, zu denen sie regelmäßig Kontakt haben. Jeder von ihnen gibt mir das Gefühl, er müsse einen Teil seiner Selbst verbergen, um den Erwartungen und Ansprüchen seiner Umgebung zu genügen. Auf der anderen Seite ist da Annabell, die den Menschen, mit denen sie zusammen war, das Gefühl gab, dass sie ihnen nur einen kleinen Teil ihrer selbst zeigen würde, dass sie sich und ihr Verhalten nie an die Erwartungen und Ansprüche ihrer Umgebung anpassen würde. Immer wieder fällt dabei das Wort „Egoismus“, aber fast nie schwingt dabei ein bitterer Unterton bei, sondern eher Bewunderung dafür, dass sie so konsequent in ihrem Verhalten war.

Ansonsten hänge ich mit meinem Kopf ein bisschen bei der Frage, was Gemma mit Gordon Finch verbindet und wieso sie mit Duncan nicht darüber reden mag. Gemma und Gordon haben keine Beziehung miteinander und doch ist da etwas Persönliches, das über die gemeinsame (und auf Gemmas Seite unausgesprochene) Liebe zur Musik hinaus zu gehen scheint. Duncan hingegen darf sich nun damit herumschlagen, dass Ian McClellan wieder eine Rolle in Kits Leben spielen will. All diese Erwachsenen, die für den Jungen wichtig sein wollen, aber nicht wirklich bereit sind ihren Alltag so weit umzukrempeln, dass Kit auch darin Platz findet, machen mich gerade ziemlich wütend. Ebenso wenig bin ich darüber glücklich, dass Duncan Gemma so von seinem Leben ausschließt, weil es bei ihm gerade nicht so gut läuft. Dieses Zurückziehen und Schweigen in einer Beziehung macht es für beide doch nur schwieriger …

Freitag, der 8. November
Update 10:30 Uhr

In den kommenden ein oder zwei Stunden wird es bei mir noch nicht so viel mit dem ungestörten Lesen, da ich unter anderem die Lieferung der Gemüsekiste erwarte und noch einen Kuchenteig im Ofen hatte. Außerdem muckt mein Körper ein bisschen, nachdem ich gestern die Treppe vor unserer Wohnungstür auf eher unkonventionellere Weise hinter mich gebracht habe. Zum Glück ist mir kaum etwas passiert, aber längere Zeit in der selben Position sitzen mag meine rechte Schulter seitdem so gar nicht, was das gemütliche Einrollen auf dem Sofa etwas erschwert. Was „Böses Erwachen“ angeht, so hinterlässt dieser Roman selbst beim Lesen bei mir relativ wenig Eindrücke. Vielleicht liegt das daran, dass ich schon weiß, wie es mit Kit und Duncan ausgehen wird, oder daran, dass ich Gordon Finch zwar mag, aber nicht das Gefühl habe, als ob er jemals wieder eine Rolle spielen wird, weil er einfach ein Mensch ist, dessen Prioritäten keine tieferen Bindungen zu anderen Menschen zulassen. Ich mag die Geschichte, aber sie klingt nicht so in mir nach wie die anderen Deborah-Crombie-Romane. Trotzdem bin ich neugierig darauf, wie es nun weitergeht und welche Spuren Gemma und Duncan letztendlich zum Täter (an den ich mich weiterhin nicht erinnern kann) führen. Ich glaube, am Ende bleiben zu Annabell bei mir vor allem die Sätze der Nachbarin Rachel hängen, die bedauert, dass Annabell durch ihren frühen Tod nicht die Gelegenheit hatte ihrer Schönheit zu entwachsen.

Update 12:30 Uhr

Sehr viel habe ich bislang nicht gelesen, dafür ist der Kuchen aus dem Ofen und ich habe mir noch einen Apfel-Milchreis zum Frühstück angesetzt … Bei „Böses Erwachsen“ ist bislang auch nicht so viel Neues passiert, allerdings habe ich gerade Brandy, die neue „Freundin“ von Martin Lowell, kennengelernt. Sie ist sehr jung, hat blondgefärbte Haare und trägt während einer sommerlichen Hitzewelle einen Minirock, ein bauchfreies Top und ein Nabelpiercing. Das wäre ja nicht bemerkenswert, wenn nicht sowohl Duncan, als auch Gemma abfällige Bemerkungen über Brandy machen würden, bei denen klar gesagt wird, dass Brandy selber Schuld ist, wenn Männer sie anglotzen, weil sie das mit ihrer Kleidung provoziert. Solche Bemerkungen machen mich wütend und ich hatte von Deborah Crombie eigentlich mehr erwartet, vor allem nachdem die Autorin im dritten Band der Reihe genau diese „Falle“ umgangen hatte, in dem sie Connors Freundin Sharon zwar auf den ersten Blick „billig“ wirken ließ, aber dann durch die weiteren Gespräche zwischen Duncan und ihr zeigte, was für ein Unrecht Sharon mit solch einer schnellen Verurteilung angetan wurde. Brandy hingegen wird wohl keinen weiteren Raum im Roman mehr einnehmen … Überhaupt muss ich bei diesem Band einen beklagenswerten Mangel an liebenswerten Nebenfiguren feststellen, wenn man von George Brent und Jos Nachbarin Rachel absieht, aber beide gehen etwas unter zwischen all den Personen, die direkter mit Annabell zu tun hatten.

Update 15:00 Uhr

Beim Fotografieren ist mir eben mal wieder aufgefallen, wie nichtssagend die Cover der Deborah-Crombie-Romane doch gestaltet wurden. Dabei hätte man bei diesem Band so schön einen alten Speicher, einen Teil der Themse oder ähnliches verwenden können, um die Stimmung der Geschichte aufzugreifen. Selbst ein altes Herrenhaus, wie das in dem William und Lewis die Kriegsjahre verbracht haben, wäre passender gewesen als dieses nichtssagende Gebäude. Aber nun gut, nur weil ich die Cover wenig ansprechend finde, wird der Verlag wohl nicht anfangen eine 25-Jahre-alte Verkaufsstrategie zu ändern. 😉

Es hat eben ein bisschen gedauert, bis ich mich wirklich in Ruhe aufs Sofa setzen und lesen konnte, aber da ich wusste, dass ich Sayuri mal wieder davon geeilt war, fand ich es heute auch nicht so schlimm, dass ich von Paketboten, Gemüselieferanten und all den anderen Kleinigkeiten, die ich „nur kurz“ eben erledigt habe, abgelenkt wurde. Was „Böses Erwachen“ angeht, so finde ich es schwierig über Gemmas „Beziehung“ mit Gordon zu lesen. Ich kann verstehen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt, ich kann aber nicht verstehen, dass sie damit nicht umgehen kann. Letztendlich sind es einfach nur ein gut aussehender Mann und seine Musik und ich vermute, dass Letzteres der Hauptgrund für die Anziehung ist, die sie reizen. Aber bislang war Gemma zu professionell, um private Elemente so sehr in ihre Arbeit einfließen zu lassen, und diese Professionalität vermisse ich hier. Ebenso passt es für mich nicht, dass sie sich wie Duncan in den vergangenen Romanen benimmt, statt wie die Gemma, die ich bislang kennengelernt habe.

Ansonsten fand ich es schön Irene kennenzulernen, auch wenn sie nur sehr wenig Raum einnahm, und dass Madelaine Wade (aus „Kein Grund zur Trauer“) noch einmal auftauchen durfte. Außerdem fand ich die Szenen berührend, in der Gordon und Lewis endlich einmal miteinander reden und endlich das ausgesprochen wird, was die ganze Zeit bei jedem Gespräch der beiden mit der Polizei mitschwang (nämlich, dass sie befürchteten, dass der jeweils andere der Mörder sein könnte). Was die Auflösung des Falls angeht, so habe ich inzwischen das Gefühl, dass ich die nach dem Lesen einfach jedes Mal wieder verdränge. So eine unschöne Geschichte, so viel verschwendetes Leben, so große unrealistische Erwartungen und so viele Jahre Kummer, obwohl das eine oder andere leicht hätte geklärt werden können. Oh, und irgendwie hatte ich gedacht, dass der Tee eine größere Rolle spielen würde – vielleicht weil das der Teil ist, der am unberührtesten von der ganzen Geschichte bleibt …

Herbstlesen im Oktober (So., 20. Oktober)

Mir ist gerade erst aufgefallen, dass heute ja nicht nur das Herbstlesen, sondern auch der monatliche Lese-Sonntag ist – wie kann es sein, dass wir schon das dritte Oktoberwochenende erreicht haben? Nachdem ich gestern das Lesen von „White Hot“ so sehr genossen habe, werde ich heute damit auch weitermachen, außerdem haben mein Mann und ich geplant, dass wir heute zusammen puzzeln wollen. Aber vorher gönne ich mir noch eine Harry-Dresden-Kurzgeschichte und erledige den Abwasch, den ich seit Freitagabend dezent ignoriere und nun wirklich mal in Angriff nehmen sollte. 😉

Update 11:00 Uhr

Die heutige (ziemlich lange) Kurzgeschichte drehte sich vor allem um Molly (Harrys Lehrling), die ohne Harry auf der Straße überleben muss und dabei versucht ihre Magie so einzusetzen, wie er es (ihrer Meinung nach) tun würde. Ich mag es, wie Molly beschrieben wird – sie ist skrupellos, sie nimmt magische Abkürzungen und das alles passt zu ihrer weiteren Entwicklung. Außerdem finde ich Jim Butchers Versuch jemanden „nach Harrys Vorbild“ handeln zu lassen unterhaltsam zu lesen, weil man so einen idealisierten Harry präsentiert bekommt, ohne all seine Gedanken mitzubekommen, die zeigen, dass ihm durchaus bewusst ist, dass er gerade Mist gebaut hat oder dass seine Motive bei einer Handlung nicht ganz so edel sind, wie er selber gern glauben würde. Ich mochte die Geschichte („Bombshells“), aber ich muss trotzdem zugeben, dass Jim Butcher besser darin ist aus der Sicht von Männern zu schreiben als aus der Perspektive einer Frau.

Einen Teil der Zeit seit dem letzten Update habe ich nicht nur „normal“ online verbracht, sondern ich musste auch unbedingt den Text von „Bolle reiste jüngst zu Pfingsten“ nachschauen, weil mein Mann das nicht kannte, obwohl das Lied meinem Gefühl nach zum Allgemeinwissen (in „Westdeutschland“?) gehört. Ansonsten ist die Küche inzwischen ordentlich (also so ordentlich wie sie sein kann, wenn man lauter Sachen auf der Arbeitsplatte lagert), die Kartoffeln fürs Abendessen sind vorgekocht und mein Frühstück ist fertig, was bedeutet, dass ich mich damit auf dem Sofa einrollen und noch ein bisschen in „White Hot“ lesen werde, bis mein Mann mit mir anfangen mag zu puzzeln.

Update 17:00 Uhr

Bis ich dann mit meinem Frühstück und der Blog- und Kommentarrunde fertig war (sagt mal, seid ihr heute alle gleichzeitig online gegangen? *g*), war es dann doch schon wieder 13:00 Uhr und mein Mann wartete auf mich, damit wir endlich mit puzzeln anfangen konnten.

Wir haben uns heute ein Hellboy-Puzzle vorgenommen, dass sich mein Mann beim „Hellboy Day“ im März gegönnt hatte. Dazu gab es – nachdem wir die Stereoanlage im Wohnzimmer ab- und im Durchgangszimmer aufgebaut hatten – von David Nathan gelesene Geschichten von Lovecraft. Genau genommen haben wir die Geschichten „Das Fest“, „Stadt ohne Namen“, „Die Katzen von Ulthar“, „Der Alchemist“, „Geschichte des Necronomicons“ und „Das gemiedene Haus“ gehört, bis ich gerade keine Lust hatte länger am Tisch zu sitzen und mich nach Sofa und Buch sehnte. 😉

Aber wir sind mit dem Puzzle ganz schön weit gekommen und wenn das Licht im Durchgangszimmer besser wäre, wäre es sogar ein bisschen einfacher all die sehr ähnlichen Blauschattierungen auch besser auseinander zu halten. *g*

Update 20:45 Uhr

Heute rennt die Zeit wieder sehr schnell. *g* Seit dem letzten Update habe ich vor allem in „White Hot“ gelesen (und ich winde mich immer noch bei dem Titel). Ich mag die Figuren, ich mag die Geschichte und ich finde das Ganze trotz der diversen Dramen wunderbar erholsam. Gegen halb acht bin ich dann in die Küche gewandert und habe angefangen Spinat zu putzen (wieso vergesse ich eigentlich immer, wie lange das dauert?), um eine „Würzige Spinat-Kartoffel-Pfanne“ nach einem Gericht von Hugh Fearnley-Whittingstall zu kochen. Das war mein erster Versuch damit und die leicht angebratenen Kartoffen, mit Spinat, Zwiebeln, Knoblauch und den scharfen Gewürzen waren verflixt lecker! Wenn ich mich häufiger dazu aufraffen kann frischen Spinat zu verarbeiten, wird es das Gericht in Zukunft definitiv öfter geben. Bevor ich zum DS greife, um Animal Crossing zu spielen, drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde und schaue, wie es euch den Abend über ergangen ist.

Update 0:15 Uhr

Ups, etwas später als geplant, aber dafür habe ich nicht nur „Blümchen gegossen“, sondern auch meinen Roman ausgelesen. Natürlich bin ich nach dem Ende nun neugierig auf die Fortsetzung, aber die muss noch eine Weile warten, ich habe nicht nur genügend angefangene Bücher und Bibliotheksausleihen im Haus, ich will auch nicht das Risiko eingehen, dass ich von der Reihe übersättigt werde. 😉 Es war heute wieder sehr nett, dass ich mit euch gemeinsam den Herbstlese-Sonntag verbringen durfte! Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen und erholsamen Tag! Gute Besserung an all diejenigen von euch, die mit Halsschmerzen und Erkältungen kämpfen! Kommt gut durch die Woche und gönnt euch genügend Erholungszeiten. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Helma
Natira
Ina
Anette
JED
Sunny

Herbstlesen im Oktober (Sa., 19. Oktober)

Seit ich mir am Dienstag vorgenommen hatte, dass ich doch mal etwas konzentrierter bei meinen angefangenen Büchern bleibe und nicht ständig etwas Neues anfange, habe ich auch wirklich einige Romane ausgelesen. Besonders leicht fiel es mir bei den Krimis dranzubleiben und nicht ständig zu einem anderen Buch zu greifen, weshalb ich inzwischen „Ordeal by Innocence“ von Agatha Christie und „Das verlorene Gedicht“ von Deborah Crombie beendet habe. Danach hat die Zeit dann auch noch für „Drowned Ammet“ von Diana Wynne Jones gereicht, bevor mich die Arbeit am Ende der Woche wieder einholte. 😉 Dummerweise habe ich jetzt keine Krimis mehr auf meinen Stapeln mit angefangenen Bücher, auf der anderen Seite sollte ich an diesem Wochenende vielleicht eh mal mit den Bibliotheksbüchern beginnen, die ich vor zehn Tagen ausgeliehen und seitdem nicht weiter beachtet habe. *g* Da ich heute Vormittag zum Frühstücken im (alten) Lieblingscafé verabredet bin, schiebe ich die Entscheidung noch ein bisschen vor mir her und greife jetzt erst einmal zu der Anthologie mit Harry-Dresden-Kurzgeschichten.

Update 8:45 Uhr

Da mein Mann und ich noch ein paar Dinge zu schwatzen hatten, hat die Zeit nicht einmal zum Beenden der ersten Kurzgeschichte gereicht. Immerhin kann ich sagen, dass ich auch die dritte Bigfoot-Geschichte in dieser Anthologie bislang mag. Irwin studiert inzwischen und ist eindeutig erwachsen geworden – was es für Harry nicht einfach macht, sich in sein Leben einzumischen. Dazu kommt, dass Irwins Freundin (ohne es selbst zu wissen) eine weiße Vampirin ist und ihr Vater auch nicht so begeistert davon, dass ein berüchtigter Zauberer sich in das Leben seiner Tochter einmischt. Ich finde es nett zu sehen, wie sich Irwin entwickelt hat, und ich mag die Erzählweise (Harry erzählt die Geschichte dem Campus-Polizisten). Jetzt muss ich mich aber beeilen, damit ich pünktlich zu meiner Verabredung komme. Ich melde mich, wenn ich wieder Zuhause bin, bis dahin wünsche ich euch einen wunderschönen und entspannten Samstagvormittag! 🙂

Update 14:45 Uhr

Wie immer bin ich total überrascht, wenn ich sehe wie schnell die Zeit vergeht, während ich doch nur den „Vormittag“ über frühstücken war. 😉 Auf jeden Fall habe ich sehr schöne Stunden mit Neyasha im Café verbracht und wir haben uns über alle möglichen Themen unterhalten. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sie ihren „freien“ Vormittag vor ihrer Rückreise mit mir verbringen mochte und hoffe, sie kommt heute wieder gut nach Hause. 🙂 Gelesen habe ich heute auch noch ein bisschen, da ich während der Straßenbahnfahrt sowohl auf dem Hin-, als auch auf dem Rückweg einen Sitzplatz ergattern und meinen eReader zücken konnte. (Theoretisch könnte ich auch im Stehen damit lesen, aber das finde ich doch etwas lästig – vor allem, weil man in den älteren Bahnen vor allem im Türbereich steht und da an den Haltestellen immer von einer Seite zur anderen wandern darf.) Spontan hat mich dann heute morgen „White Hot“ von Ilona Andrews angesprochen, die Fortsetzung von „Burn for Me“ (die Titel und Cover sind so schrecklich, dass ich ausnahmsweise froh bin, dass man die beim eReader kaum zu Gesicht bekommt). Jetzt schaue ich erst einmal, wie es euch heute bislang so ergangen ist, und greife dann wieder zum Buch.

Update 18:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich viel Zeit online verbracht, um Blogs zu lesen, zu kommentieren und auf Twitter über „Doreamon – Story of Seasons“ zu reden (das habe ich in den letzten zwei Wochen wirklich vermisst, da die Person, mit der ich mich sonst über solche Spiele austausche, erst heute wieder online war). *g* Zwischendurch habe ich noch „Bigfoot on Campus“ ausgelesen und mich darüber gefreut, dass Harry als „Bezahlung“ für den aktuellen Job ausgehandelt hatte, das Irwin endlich seinen Vater kennenlernen würde. Ansonsten hätte ich die (wenn auch nicht zum Glück nicht sooo detailiert beschriebene) Orgie in der Geschichte nicht gebraucht, auch wenn es insofern stimmig war, dass Irwins Freundin als weiße Vampirin sich nun mal von Sex „ernährt“.

Ich sollte zum Fotografieren wirklich mal das Licht anmachen … *g*

Zum Kuchen (den ich heute auf dem Heimweg vom Frühstück besorgt hatte – schließlich muss man seine Mahlzeiten gut planen!) habe ich dann „White Hot“ weitergelesen. Ich mag auch in diesem zweiten Band die Protagonistin sehr gern, gerade weil sie nicht perfekt ist und regelmäßig auf ihr Herz statt auf ihre Vernunft hört. Außerdem bin ich wirklich fasziniert davon, dass mich der „Beziehungsteil“ in der Geschichte so gar nicht stört, obwohl die Tatsache, dass Nevada und Connor „Mad“ Rogan sich nach den Ereignissen in „Burn for Me“ nicht wiedergesehen haben, schon Raum in Nevadas Gedanken einnimmt. Aber sie lässt sich davon nicht von ihrem aktuellen Fall (ein Mord an einer Anwältin, der anscheinend vom Arbeitgeber der Frau vertuscht wird,) ablenken. Und obwohl sie es schade findet, dass Rogan anscheinend nicht an ihr interessiert ist, weil sie ihn gern besser kennengelernt hätte, jammert sie dem Ganzen nicht nach, sondern lebt damit. Natürlich ist für den Leser von anfang an klar, dass es nicht so lange dauern wird, bis Rogan wieder auftaucht und eine Rolle in der Geschichte spielen wird, aber solange die Handlung sich trotzdem weiterhin vor allem um die Ermittlungen dreht, ist das nicht nur vollkommen okay, sondern bietet auch Stoff für amüsante Szenen mit Nevadas Familie (zumindest ihre Großmutter und ihre jüngeren Schwestern wollen sie nämlich unbedingt mit Rogan verkuppeln, auch wenn sie keine Ahnung haben, wie sie das anstellen sollen). Ähm, sorry, wie ihr seht, beschäftigt mich die Einbindung von Liebesgeschichten in Urban-Fantasy-Romane immer noch sehr.

Update 10:15 Uhr

Meine Käse-Neuentdeckung: Möhrengouda von unseren Bio-Gemüsekisten-Anbieter! So lecker! 🙂

Ich fühle mich wirklich gut von „White Hot“ unterhalten, ich mag die Charaktere und trotz diverser dramatischer (und trauriger) Szenen, kichere ich immer wieder vor mich hin, weil ich einige Dialoge so lustig finde. Mir tut diese Art von „leichte Unterhaltung“ gerade erstaunlich gut, ohne dass mir vorher bewusst war, dass ich genau das gerade benötige. Es war also doch ganz gut, dass ich heute nicht zu meinen Bibliotheksbüchern gegriffen habe. 🙂 Da ich gerade so viel Spaß mit dem Roman habe, gab es bei uns heute recht spät Abendessen, und seitdem haben wir nur noch „Animal Crossing“ gespielt, was auch etwas länger dauerte, da wir zu zweit Unkraut in meinem Dorf zupfen mussten. (Verratet Gerd bloß nicht, dass ich das in den vergangenen Wochen extra stehengelassen habe, damit es von ihm fürs Zupfen eine Belohnung gibt! 😉 )

Da ich bis zum Schlafengehen nur noch eine Blog- und Kommentarrunde drehen und dann weiter in „White Hot“ lesen werde, war das für heute mein letztes Update. Ich hoffe, euer heutiger Herbstlesentag war genauso schön und entspannt wie meiner! Gute Nacht! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Anette
Kiya
JED
Helma

Herbstlesen im Oktober (So., 13. Oktober)

Gestern ist es definitiv zu spät geworden (so viel zu dem Vorsatz früher ins Bett zu gehen 😉 ) und das wird vermutlich dafür sorgen, dass ich im Laufe des Tages eine Runde Sofaschlaf einlegen werde. Überhaupt plane ich einen entspannten Tag auf dem Sofa, den ich mit Büchern, Spielen und eventuell meinem Strickzeug verbringen werde. Nach der vergangenen Woche mag ich einfach nur noch die Füße hochlegen und so ein Lesetag ist schließlich perfekt dafür. Erst einmal starte ich langsam in den Tag und schaue jetzt mal, ob ich mich auf eine Kurzgeschichte konzentrieren kann oder der Müdigkeit nachgebe und mir zum Wachwerden ein Cooking-Tree-Video gönne.

Update 10:00 Uhr

Statt vernünftig zu sein und einfach ein entspanntes Backvideo zu schauen, habe ich mich mit der aktuellen Nachrichtenlage beschäftigt und dann hatte ich das dringende Bedürfnis mich wieder für ein paar Stunden vor den aktuellen Entwicklungen der Welt zu verstecken und meine Nase in ein Buch zu stecken. Was dazu geführt hat, dass ich die Kurzgeschichte „Curses“ von Jim Butcher gelesen habe, in der sich Harry Dresden mit dem „Curse of the Billy Goat“ beschäftigt – ein Fluch, der angeblich zwischen 1945 und 2016 dafür gesorgt hat, dass die Chicago Cubs kein Spiel der National League gewannen. (Und ja, natürlich hat das dafür gesorgt, dass ich erst einmal Details zum Fluch bei Wikipedia nachgelesen und ich über die verschiedenen „Fluchaufhebungsversuche“ amüsiert habe.) Ich muss zugeben, dass ich beim Baseball-Thema erst einmal wenig motiviert war die Geschichte zu lesen, aber Jim Butcher hat es auch hier wieder geschafft eine Handlung zu spinnen, die ich genossen habe und die dafür gesorgt hat, dass ich mit einem Grinsen im Gesicht das Buch zugeklappt habe.

Update 13:15 Uhr

Vor dem Frühstück habe ich erst einmal die Küche wieder in Ordnung gebracht und zum Essen gab es wieder ein paar Seiten von „Ordeal by Innocence“, aber ich muss zugeben, dass ich mich dann schnell durch das Internet habe ablenken lassen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie die Zeit davonrast, während ich das eine oder andere recherchiere, einen Blogbeitrag oder ein Video sehe und so von einer Seite zur nächsten dümpel. *g* Da unser Nachtbar schon seit heute früh wieder unglaublich kommunikativ ist und mich die anhaltende Geräuschkulisse so langsam aggressiv macht, denken wir gerade über die Kombination Film (für meinen Mann) und Switch (für mich) nach. Musik als Hintergrund fürs Lesen habe ich gerade schon ausprobiert und das hat nichts geholfen, weil der Nachbar heute so gut bei Stimme ist, dass ich die Anlage sehr laut drehen müsste, um ihn zu übertönen, und das bringt mir dann auch nicht die richtige Stimmung zum Lesen.

Update 18:00 Uhr

Ich habe die eine oder andere ruhigere Phase zum Lesen genutzt und dabei drüber nachgedacht, dass ich es immer wieder mag, wenn Agatha Christie mit den Erwartungen des Lesers spielt. Es gibt in dieser Geschichte zum Beispiel ein Ehepaar, bei dem die Frau auf den ersten Blick als kühl, kontrolliert und emotionslos wirkend beschrieben wird, während er einen boshaften Zug zeigt. Aber kaum beginnt das Gespräch zwischen den beiden, wird deutlich, dass er zwar ein Problem damit hat, dass sie ihn seit einer Erkrankung bemuttert, aber grundsätzlich kein unangenehmer Mensch ist und sie immer wieder dazu bringt, dass sie zu ihren Emotionen und Gedanken steht. Sie hingegen ist eher zu emotional und wirkt deshalb so beherrscht, weil sie seit Jahren versucht ihre Gefühle zu unterdrücken, eben weil sie so extrem sind. Grundsätzlich mag ich es, wie Agatha Christie mit wenigen Worten eine Figur beschreibt und obwohl sie damit so manches Mal ein Klischee erfüllt, so gibt es genügend Charaktere, bei den sie dieses Klischee nur aufbaut, um es dann mit wenigen Sätzen wieder einzureißen.

Ansonsten war der Nachmittag wirklich vor allem mit Filmschauen („Rogue One“ für meinen Mann, der ursprünglich fand, dass das der beste der neuen Star-Wars-Filme war, und trotzdem die ganze Zeit beim Schauen vor sich hingenörgelt hat) und Spielen für mich gefüllt. Bis es wieder in die Küche zum Kochen geht, werde ich wohl noch etwas weiterspielen. Vorher schaue ich aber mal, was meine drei Mitleserinnen heute Nachmittag so gemacht haben. 🙂

Update 21:30 Uhr

Heute ist es wirklich schlimm mit mir und ich bekomme wirklich nicht viel auf die Reihe – auf der anderen Seite war das nach einer stressigen Woche, einer Samstagnachmittagverabredung und zu wenig Schlaf in der vergangenen Nacht eigentlich auch zu erwarten. *g* Nach dem Abendessen (mal wieder selbstgemacht Pizza) hat mein Mann wieder einen Film („Frankenstein – Zweikampf der Giganten“) angeworfen, den er schon seit einigen Tagen schauen wollte, während ich mich online rumgetrieben, denn Feedreader geleert und Kommentare geschrieben habe. Jetzt werde ich noch ein bisschen spielen, aber dann geht es für mich auch schon ins Bett, damit ich hoffentlich morgen wieder etwas einsatzfähiger bin. 😉 Auch wenn ich heute nicht ganz so kommunikativ war, hat es mir wieder viel Spaß mit euch gemacht! Ich hoffe, ihr habt alle eine schöne Woche vor euch und vielleicht lesen wir uns ja (spätestens) am kommenden Samstag wieder. 🙂

 

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Sunny
Neyasha

Herbstlesen im Oktober (Sa., 12. Oktober)

Heute geht es weiter mit dem Herbstlesen und nach einer trubeligen Woche freue ich mich sehr auf ein erholsames Wochenende und das Bloggen darüber! Allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass ich mich hier zwischen ca. 12 und 19 Uhr nicht zu Wort melden werde, weil wir heute Nachmittag Besuch bekommen werden. Davor und danach werde ich hier aber wie immer von meinem Tag erzählen.

In der vergangenen Woche habe ich erstaunlich viel gelesen, wenn man bedenkt, dass meine täglichen To-do-Listen überraschend lang waren. Aber das gemeinsame Deborah-Crombie-Lesen mit Sayuri und die eine oder andere spontan eingelegte Lesepause haben dann doch dafür gesorgt, dass ich nicht nur das am vergangenen Sonntag begonnene „Cart and Cwidder“ beendet, sondern auch ein paar Kurzgeschichten und Manga gelesen und zwei weitere Bücher angefangen habe. Außerdem gab es gestern ein neues Switch-Spiel für mich und ich muss zugeben, dass es mich gerade sehr lockt „Doreamon – Story of Seasons“ zu spielen, weil ich gestern Abend noch nicht so viel Zeit dafür hatte. Aber erst einmal kümmere ich mich um den Zustand der Küche und backe die Plätzchen, die ich gestern schon vorbereitet hatte, danach schaue ich, ob ich den Vormittag bis zum Eintreffen des Besuchs mit einem Buch oder mit meinem Spiel verbringe.

Update 10:00 Uhr

Nachdem ich bis jetzt durch die Wohnung gewuselt bin (nach all den Regentagen musste ich den Sonnenschein dann doch kurz zum Fensterputzen nutzen) und die Zimtplätzchen fertig gebacken sind, ist es jetzt Zeit für eine Frühstückspause. Da mein Mann sich die Switch geschnappt hat, greife ich dann wohl zum Buch. 😉 Genau genommen habe ich „Ordeal by Innocence“ von Agatha Christie aus dem Regal gezogen – den Roman habe ich vor kurzem erst auf Englisch in die Finger bekommen und er gehört zu den wenigen Agatha-Christie-Geschichten, bei denen mir nicht nach dem Lesen des Klappentextes und der ersten Seiten die Handlung wieder präsent ist. Bei den meisten anderen Büchern gibt es in der Regel irgendwas, was meine Erinnerung auslöst, aber dieses hier scheine ich auf Deutsch sehr selten gelesen zu haben – vermutlich, weil die Geschichte nicht viele Elemente hat, die sie von anderen Agatha-Christie-Veröffentlichungen unterscheidet. Aber wer weiß, vielleicht beeindruckt mich die Handlung ja auf Englisch deutlich mehr, bei manchen Übersetzungen wurden ja all die atmophärischen Elemente gestrichen, oder ich finde heraus, dass das hier einer der wenigen Romane der Autorin ist, die eben nicht so gelungen sind. 😉

Update 11:30 Uhr

„Ordeal by Innocence“ lässt mich – zum wiederholten Mal – darüber nachdenken, welche Einstellung wohl Agatha Christie zur Todesstrafe hatte. Auf der einen Seite gibt es mehr als eine Agatha-Christie-Figur, die sich deutlich für die Todesstrafe ausspricht (gerade ihre eher altmodischen Charaktere sind da sehr deutlich in ihren Aussagen), auf der anderen Seite hat die Autorin mehrere Bücher geschrieben, in denen das Aufrollen alter Fälle dafür gezeigt hat, dass die dafür verurteilte Person unschuldig war. So auch bei „Ordeal by Innocence“, wo zwei Jahre nach dem Mord an Rachel Argyle mit Dr. Calgary ein Zeuge auftaucht, der Rachels Sohn Jacko ein Alibi geben kann. Doch da Jacko wenige Monate nach seiner Verurteilung verstorben ist, kann dieser von dem Beweis seiner Unschuld nicht mehr profitieren – stattdessen muss sich nun die Familie fragen, wer von ihnen wirklich für Rachels Tod verantwortlich war.

Ein weiteres wiederkehrendes Thema, das auch hier in den ersten Kapiteln angeschnitten wird, ist die Frage, wie man mit Tätern umgeht, die ihre Tat aufgrund einer Geisteskrankheit begangen haben, oder die Fragen, ob Menschen, die des Mordes fähig sind, nicht grundsätzlich als „krank“ anzusehen sind. Auch hier nehmen Agatha Christies Figuren unterschiedliche Standpunkte ein – abhängig davon wie konservativ sie sind, wie sehr sie persönlich getroffen sind oder in welchem Verhältnis sie zum Täter/Opfer stehen. Ich finde es immer wieder spannend, wie die Autorin mit wenigen Sätzen diese Figuren so stimmig darstellt und wie sie auch bei diesem Thema ihre Charaktere die verschiedenen Aspekte aufzeigen lässt, ohne den Leser dabei zu bevormunden.

Da der Besuch wohl doch erst kurz vor 13 Uhr ankommt, wechsel ich jetzt doch noch zu meinem „Doreamon – Story of Seasons“-Spiel – zwei Tage auf meine Farm sollten in der Zeit noch drin sein. 😉

Update 12:40 Uhr

Da gleich der Besuch kommt, höre ich jetzt wohl erst einmal besser auf zu spielen. Ich freue mich übrigens sehr über das neue Spiel – mit Doreamon kann ich zwar recht wenig anfangen, aber der Story-of-Seasons-Teil macht mir wirklich Freude und ich kann es kaum erwartetn zu sehen, was ich langfristig alles aus meiner Farm machen kann. Vorerst allerdings fange ich noch mühsam Insekten, in der Hoffnung, dass ich irgendwann genügend Geld für eine Rucksackerweiterung zusammenbekomme. 😉 Ich wünsche euch schon mal einen wunderschönen Nachmittag und melde mich heute Abend wieder, wenn der Besuch wieder weggefahren ist. 🙂

Update 20:45 Uhr

Elena blieb dann doch ein kleines Bisschen länger als erwartet und danach habe ich erst einmal eine Blogrunde gedreht, um zu schauen wie es heute so bei den anderen lief. Wir waren den Nachmittag über vor allem mit „Obsession“ beschäftigt und haben zwei Runden lang versucht für unsere Familien genügend Reputation, Gebäudeausbauten und einflussreiche Besucher zu verschaffen, um die Aufmerksamkeit der einflussreichen und wohlhabenden Fairchild-Erben auf uns zu ziehen. 😉 Es hat wirklich Spaß gemacht das Spiel mal zu dritt zu spielen und zu sehen wie jemand, der vorher noch gar nichts mit dem Spiel zu tun hatte, so langsam ein Gefühl dafür entwickelte. Zwischendurch gab es dann noch die Plätzchen zur Stärkung inklusive der „Nutellakekse“, die ich gestern schon gebacken hatte.

Nach den zwei Spielrunden musste ich mich auch schon beeilen, um in die Küche zu flitzen und das Abendessen zu kochen, weil Elena pünktlich wieder weg musste. Und während ich in der Küche den Spinat-Nudel-Auflauf zusammenbaute, haben die anderen beiden Punkte gezählt und das Spiel wieder weggeräumt. Bei beiden Runden habe ich die glorreiche Mitte belegt, was ich total lustig finde, weil ich beim ersten Mal das Gefühl hatte, es würde total gut laufen, und beim zweiten Spiel dachte, ich würde haushoch verlieren. *g*

Ich weiß noch nicht so recht, womit ich mich als nächstes beschäftige, mal schauen, was gleich noch meine Aufmerksamkeit weckt.

Update 0:30 Uhr

Upps, wo sind denn nur die letzten Stunden hin? 😉 Ich habe seit dem letzten Update noch ein bisschen gelesen (inzwischen hat man als Leser die verschiedenen Familienmitglieder und die Beziehungen der Personen zueinander besser kennengelernt) und mir dann die Switch geschnappt, um noch ein paar Tage bei „Story of Seasons“ zu spielen. Ich muss zugeben, dass ich mit dem „Doreamon“-Teil des Spiels relativ wenig anfangen kann und deutlich merke, dass ich einige Jahre älter bin, als die übliche Doreamon-Zielgruppe. Aber ich mag die Optik des Spiels (also von den Doreamon-Charakteren abgesehen) und natürlich grundsätzlich das Spielprinzip. Wobei dieser SoS-Version relativ einfach ist, was den Farmanteil angeht (im ersten Frühling konnte ich schon fünf verschiedene Feldfrüchte anbauen und habe keine Probleme meine dreißig Feldstücke zu bebauen) und etwas lästig, wenn es um das Sammeln von Gegenständen oder Insekten oder das Angeln geht, weil ein Rucksackausbau wirklich teuer ist und der Original-Rucksack nur acht Gegenstände fasst.

Jetzt wird es aber wirklich Zeit für mich ins Bett zu wandern. Vermutlich wird es morgen etwas später als sonst, aber ich versuche nicht zu spät aufzustehen, damit ihr einen Ort habt, wo ihr den Sonntags-Herbstlesen-Beitrag verlinken könnt. 🙂 Auch wenn ich heute weniger Zeit für eigentliche Lesen und den Austausch hatte, fand ich es doch schön wieder „gemeinsam“ mit euch den Tag zu verbringen. Gute Nacht! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Sunny
Neyasha

Deborah-Crombie-Lesetag (5) – Das verlorene Gedicht

Auch wenn es immer wieder etwas schwieriger mit der Terminabsprache ist, als wir ursprünglich gedacht haben, führen Sayuri und ich natürlich auch im Oktober unser Deborah-Crombie-Lesen weiter. Inzwischen sind wir beim fünften Roman der „Kincaid und James“-Krimis angelangt und wir freuen uns beide schon sehr auf „Das verlorene Gedicht“. Ich erinnere mich leider noch sehr gut an die Auflösung, aber das hindert mich ja nicht daran einen Krimi zu genießen. In diesem Band dreht sich sehr viel um Duncan Kincaids Ex-Frau und eine Überrschung, die sie für ihn bereithält. Das hier war mein erster und letzter Versuch in diesem Beitrag einen Spoiler zu vermeiden, aber hier schreibe ich ohne weitere Hemmungen, was bedeutet, dass dieser Text nur gelesen werden sollte, wenn ihr das Buch schon kennt oder eh davon ausgeht, dass man es nie lesen wird. 😉

Update 13:00 Uhr

So viel Lesezeit wie geplant, habe ich heute nicht gehabt, da ich einen Anruf bekam, nachdem ich gerade erst zum Buch gegriffen hatte. Aber inzwischen bin ich schon wieder in der Geschichte drin und habe die Szene sehr genossen, in der Duncan seine Ex-Frau Vic(toria) wiedertrifft. Während die beiden gemeinsam in ihrer Küche sitzen bekommt man das Gefühl, dass die beiden jetzt reif genug sind, dass sie gute Freunde werden könnten – was Vics Tod wenig später umso tragischer wirken lässt. Und Nathan. Ich liebe Nathan als Figur wirklich!

Amüsant finde ich immer wieder kleine Nebenbemerkungen, bei denen man merkt wie alt das Buch schon ist – wie zum Beispiel den Satz über die „einzige Nichtraucherkneipe“ in Großbritannien. 😀 Ansonsten genieße ich es gerade sehr all die Charaktere wiederzutreffen und Kit durch die Augen seiner Mutter und die Gespräche zwischen ihr und Nathan kennenzulernen. Ich hatte ganz vergessen, dass Gemma und Vic sich auch getroffen hatten – und wie lange es dauert, bis Vic ermordet wird … Für heute war es das schon wieder, mal schauen, ob ich am Freitag Zeit finde, um weiter mit Sayuri zu lesen, oder ob wir uns für die kommende Woche verabreden müssen.

Update Freitag 10:00 Uhr

Heute geht es also weiter mit „Das verlorene Gedicht“ und ich muss zugeben, dass ich seit Mittwoch immer wieder an den Roman gedacht habe – weniger, weil es mich der Fall beschäftigt, als die all die kleinen und größeren Beziehungen rund um Victoria/Lydia Brooke und die Personen, die sie in Cambridge kennen/kannten. Aber jetzt greife ich erst einmal wieder zum Buch, auch wenn ich es jetzt schon traurig finde, dass ich nur noch wenige Seiten vor mir habe, bis Vic ermordet wird …

Update 12:20 Uhr

Da ich mich noch erinnere, wer der Mörder ist, lese ich natürlich in alle Szenen mit dieser Person etwas hinein, das ich vermutlich beim ersten Lesen nicht so interpretiert hätte. *g* Ansonsten mochte ich die Reaktionen der meisten Menschen auf Vics Tod – was sich jetzt vermutlich seltsam anhört, aber selbst Menschen, die sie nur flüchtig gekannt hatten, mochten sie und waren von ihrer Leidenschaft für ihre Arbeit beeindruckt.

Was Duncans Reaktion auf ihren Tod angeht, so kann ich die Heftigkeit nachvollziehen, mit der er reagiert, aber ich mochte die Auseinandersetzung mit seinem Freund von der Polizei in Cambridge nicht. Duncan und Alec Byrne sind seit vielen Jahren befreundet und es wurde anfangs betont, dass Alec ein guter Polizist sei. Natürlich gefällt es ihm nicht, dass Duncan andeutet, dass seine Kollegen bei Lydias Tod schlampig gearbeitet haben, aber ich sehe keinen Grund, wieso Deborah Crombie Alec auch bei Vics Tod so gleichgültig an die Arbeit gehen lässt. Selbst mit einer professionellen Ermittlung vor Ort, hätte Duncan aufgrund seiner persönlichen Verwicklung genügend Motivation gehabt, um sich auf eigene Faust umzuhören. So hingegen gibt mir die Autorin das Gefühl, als ob sich Duncan als der einzige Polizist sehen würde, der eine Mordermittlung intensiv genug durchziehen würde. Ach, sowas mag ich einfach nicht.

Was ich hingegen immer wieder sehr mag, ist, wie Deborah Crombie Beziehungen schildert. Gemma, die sich um Vics Tod Gedanken macht, sich krank meldet und auf eigene Faust ermittelt, weil Duncan nicht in der Lage ist sie mit einzubeziehen. Oder Francesca Ashby, die einen Mann geheiratet hat, der sie vor seinen Gefühlen für seine Ex-Frau Lydia beschützen will, während sie versucht als Puffer für ihn und seine Gefühle zu dienen. Und dazu all diese kleinen Unwahrheiten zugunsten des anderen, um die Person, die man liebt zu schützen, oder auch sich selber vor der Enttäuschung zu bewahren, vor dem „nicht ausreichend“ oder „nicht richtig“ geliebt werden.

Ansonsten finde ich es erschreckend, dass so wenig Leute an Kit zu denken scheinen, wenn es um den Tod seiner Mutter geht. Aber das liegt vermutlich daran, dass diese Personen Vic in der Regel nicht als Mutter, sondern als Kollegin oder als Wissenschaftlerin kennengelernt haben … Oh, und ich mochte es, Gemma aus Sicht von Duncans Mutter zu sehen. Überhaupt mag ich Duncans Eltern – so selten sie in den Romanen vorkommen – sehr, sehr gern.

Für heute war es das erst einmal mit „Das verlorene Gedicht“, für die nächste Deborah-Crombie-Leserunde habe ich in diesem Band noch ungefähr 100 Seiten vor mir – mal schauen, wann Sayuri und ich zum Weiterlesen kommen. 🙂

Update Mittwoch 15:00 Uhr

Kaum hatte ich das Buch wieder aufgeschlagen, kam auch schon die Person vor, die zur Auflösung der Geschichte sorgte. Genau genommen wurde Verity nur erwähnt und wie immer, wenn ich den Namen und die Beschreibung (eine 15jährige, die verschwindet und vermutlich ermordet wurde) lese, muss ich an Agatha Christies Roman „Nemesis/Das Schicksal in Person“ denken – ob Deborah Crombie sich davon inspirieren ließ?  Ich muss zugeben, dass ich die Einführung von Verity zu diesem Zeitpunkt ziemlich schwach von der Autorin finde. Sie hat zwar vorher schon angedeutet, dass Lydia und ihre Freunde in ihrer Collegezeit ein recht „freies“ Leben führten und dass da Dinge vorgefallen sind, die bei Lydia zu Albträumen führten, aber Verity oder überhaupt weitere Personen außerhalb des engen Freundeskreises wurden nie erwähnt. Das führt bei mir dazu, dass ich den Tod von Verity als ein Verlegenheits-Plott-Element empfinde, und nicht das Gefühl habe, als ob Deborah Crombie diesen Teil des Falls gut durchdacht hätte. Wobei ich zugeben muss, dass „Das verlorene Gedicht“ sich auch weniger um den Kriminalfall dreht, als um die Persönlichkeiten von Lydia und Vic und diese beiden Figuren waren es auch, die mich zwischen den einzelnen Leserunden immer wieder beschäftigt haben.

Ansonsten ist mir mal wieder aufgefallen wie unterschiedlich Duncan und Gemma Menschen wahrnehmen. Während Duncan voller Empörung darüber ist, dass Morgan seine Frau geschlagen hat, und nicht über die Tat selber hinaussehen kann, sieht Gemma – die es selbstverständlich ebenfalls unakzeptabel findet, wenn ein Mann (s)eine Frau schlägt, dass die Beziehung zwischen Morgan und Lydia zu diesem Zeitpunkt schon so eskaliert war, dass ein Mensch wie Morgan keinen anderen Weg fand als zur Gewalt zu greifen. Außerdem kann Gemma anerkennen, dass dieser einmalige Akt der Gewalt für Morgan der Punkt war, an dem er die Beziehung zu Lydia beendete und sich stattdessen einer Partnerin zuwandte, bei der er sich sicher vor seinem (und ihrem) Temperament fühlen konnte.

Ein bisschen schade finde ich es, dass man als Leser lange Zeit nichts darüber erfährt, wie Duncan darüber denkt, dass er wahrscheinlich Kits leiblicher Vater ist. Es gibt eine Lücke zwischen „seine Mutter sagt ihm, dass Kit ausschaut wie Duncan als er klein war“ und „Duncan geht davon aus, dass er wirklich der Vater ist, weiß aber nicht damit umzugehen“, bei der ich mir wünschte, wir würden mehr über Duncans Gedanken erfahren, statt nur Gemmas Perspektive zu verfolgen, die sich ebenso wie der Leser fragt, was in Duncan vorgeht.

Was den Schluss des Romans angeht, so weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll, dass Nathan am Ende derjenige ist, der den Täter zur Strecke bringt (und das im wortwörtlichen Sinn), auch wenn ihm das gezeigt hat, dass sein Wunsch weiterzuleben deutlich größer ist als er dachte.

Als nächster Band steht dann „Böses erwachen“ an und nach einem Blick auf dem Klappentext muss ich zugeben, dass ich mich an den Roman so gar nicht erinnere. *g*

 

Herbstlesen im Oktober 2019 (So., 6. Oktober)

Gefühlt habe ich gestern mehr Zeit online als mit einem Buch verbracht, aber das gehört ja irgendwie zum Herbstlesen dazu. 😉 Heute geht es weiter mit einer Harry-Dresden-Kurzgeschichte und „Murder is Easy“. Ansonsten habe ich keine großen Pläne für den heutigen Tag, abgesehen davon, dass ich irgendwann den Teig fürs Abendessen vorbereiten muss, steht heute Vormittag nur noch wieder der Abwasch auf dem Programm, aber der sollte schnell erledigt sein. Mal schauen, ob ich heute „Murder is Easy“ fertig bekomme oder mich wieder von diversen Dingen ablenken lasse. Irgendwann sollte ich mir auch noch mal meinen Feedreader vornehmen, da schlummern noch die ganzen Buchblog-Beiträge der letzten zwei Wochen, die ich nach meinem Urlaub nicht aufgeholt habe. Da die kommende Woche etwas stressiger wird, wäre es vielleicht ganz vernünftig, wenn ich das vorher hinbekommen würde. Na, mal schauen, ob ich dazu im Laufe des Tages Lust habe, jetzt greife ich erst einmal zum Buch.

Update 9:15 Uhr

Die heutige Harry-Dresden-Geschichte war „I was a Teenage Bigfoot“ und hier hatte Harry wieder mit Irwin zu tun, der schon in „B is for Bigfoot“ vorkam. Es sind ein paar Jahre vergangen, seitdem die beiden sich getroffen haben, und dieses Mal wurde Harry zur Hilfe gerufen, weil Irwin krank ist, obwohl ein Bigfoot eigentlich nicht krankwerden kann. Ich fand es ein bisschen schade, dass Irwin den Großteil der Geschichte bewusstlos war, aber mit Nurse Jen habe ich eine neue Lieblingsfigur, auch wenn ich vermutlich niemals wieder von ihr lesen werde. 🙂

Ansonsten habe ich den „Buchblogger“-Bereich meines Feedreaders überflogen und schon mal alle Beiträge als gelesen markiert, bei denen ich definitiv nicht kommentieren werde. Jetzt muss ich nur noch schauen, ob ich die restlichen 18 Beiträge heute noch angucke und kommentiere oder erst im Laufe der Woche. Immerhin habe ich in den letzten zwei Tagen den Feedreader von über 200 ungelesenen Beiträgen auf diese übersichtliche Menge geschrumpft bekommen. Ich habe das Gefühl, dass es sich gerade besonders bemerkbar macht, dass Herbst ist und die Leute wieder mehr Lust zum Bloggen haben. 😉

Die Planung für die kommende Woche habe ich auch schon angefangen (trotz eines Kalenders und sich wiederholender Tätigkeiten fühle ich mich immer noch am Wohlsten, wenn ich in stressigen Zeiten alles per Hand auf einen Zettel schreibe und dort dann abstreiche, was ich erledigt habe) und nun wandere ich in die Küche, erledige den Abwasch und kümmere mich um meinen knurrenden Magen. Keine Ahnung, was der schon so früh von mir will, aber da ich überraschenderweise Lust auf Porridge habe, lässt sich das Frühstück heute ja schnell zusammenrühren. 😉

Update 11:15 Uhr

Bevor ich eben in die Küche ging, durfte sich mein armer Mann noch eine lange Erklärung anhören, wieso „Trace of Magic“ von Diana Pharaoh Francis mich so geärgert hat und „Burn for Me“ von Ilona Andrews mich so gut unterhalten hat, obwohl beide Geschichten theoretisch so viele Ähnlichkeiten haben, wenn es um die Grundthemen geht. Ich finde es wirklich faszinierend, wie ähnlich sich viele Aspekte in diesen Romanen sind und wie unterschiedlich die Autorinnen (bzw. die Autorin und das Autorenteam) damit umgehen und welchen Unterschied das für mich als Leserin macht. Nach meinem Monolog über Urban-Fantasy-Bücher haben wir dann erst einmal zusammen abgewaschen und danach ging es mit dem Frühstück (und einem Youtube-Video weiter – es ist so seltsam, dass ich seit diesem Sommer regelmäßig Videos schaue).

Eine Blogrunde habe ich auch schon gedreht und noch ein bisschen in „Murder is Easy“ weitergelesen. Momentan klappert Luke die verschiedenen Dorfbewohner ab, um mehr über die verstorbenen Personen zu erfahren und herauszufinden, ob es jemanden gibt, der eine Verbindung zu allen Personen hatte. Ich mag es, dass Agatha Christie sich mit diesem Part Zeit lässt, so dass man die verschiedenen Figuren nicht nur im direkten Gespräch mit Luke kennenlernt, sondern auch die verschiedenen Bemerkungen mitbekommt, die die Nachbarn machen und die einen einen neuen Blick auf den jeweiligen Charakter werfen lassen.

Update 14:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich vor allem meine Nase in meinen Roman gesteckt und „Murder is Easy“ ausgelesen. Ich muss zugeben, dass ich es immer etwas unbefriedigend finde, wenn ich die Motivation eines Täters nicht so recht nachvollziehen kann (in diesem Fall, weil der Mörder verrückt ist), aber grundsätzlich mochte ich „Murder is Easy“ auch dieses Mal gern lesen. Ich habe es genossen, wie fein Agatha Christie die Hinweise in die Geschichte eingestreut und wie die Autorin die verschiedenen Figuren dargestellt hat. Was die deutsche Übersetzung angeht, so habe ich das Gefühl, dass einige Dialoge gekürzt und einige Zitate entfernt wurden, aber die Unterschiede fühlen sich nicht so gravierend an, dass ich für einen Vergleich meine deutsche Ausgabe aus dem Regel ziehen wollte. 😉 Bevor ich überlege, was ich als nächstes lesen werde, schaue ich erst einmal, wie es den anderen bislang so ergangen ist.

Update 18:45 Uhr

Uff, ganz schön viel Zeit vergangen, seit dem letzten Update. *g* Den Nachmittag habe ich mit Mothra und meinem Strickzeug verbracht. Mein Mann hat den Film zum Geburtstag bekommen und wollte ihn gern sehen und bei Mothra-Filmen bin ich auch gern dabei. Die Handlung war relativ simpel: Ein Forschungsteam findet auf einer angeblich einsamen Insel zwei „Mini-Mädchen“ und obwohl sich alle einig sind, dass sie die Frauen und den Rest der Insel in Ruhe lassen, gibt es natürlich einen Bösewicht, der die beiden Frauen entführt und gegen Geld zur Schau stellt. Darauf hin rufen die Einheimischen der Insel Mothra, um die beiden Frauen aus ihrer Gefangenschaft zu retten. Was ich nett fand, war, dass der „Held“ der Geschichte ein mittelalter, übergewichtiger Journalist war, der zwar oft gute Ideen hatte, aber grundsätzlich wirkte wie sprichwörtliche Mann von nebenan.

Da es natürlich sehr anstrengend ist, um die Zukunft der Welt zu bangen 😉 , brauchten wir auch noch ein Stück Kuchen. Dazu gab es für mich die ersten Seiten von „Cart and Cwidder“ von Diana Wynne Jones. Ich habe die Dalemark-Reihe als Kind geliebt und die in der Bibliothek vorhandenen Teile immer wieder ausgeleihen. Ich habe aber nie die gesamte Reihe gelesen und als ich nun vor einiger Zeit die Bände bekommen habe, habe ich mich kaum getraut sie anzulesen, weil ich fürchtete, dass die Romane mit einer Erinnerung nicht mithalten können. Die ersten Seiten mochte ich aber wieder sehr gern und habe mich gefreut, dass ich durch Morils Augen eine Einführung in das Leben seiner Familie bekomme, die als fahrende Spielleute durch Dalemark ziehen.

Und dann fiel mir ein, dass ich in diesem Monat noch Manga bestellen wollte und da ich schon dabei war, habe ich gleich geschaut, ob es neu aufgelegte Bücher Diana Wynne Jones gibt (jupp, drei Stück, die im Juni erschienen sind) und irgendwie ist da dann doch eine ganz schöne Bestellung zusammengekommen. Mal schauen, wann mein Buchhändler die Titel liefert – gerade die englischen Bücher brauchen ja immer etwas länger, vor allem, wenn sie direkt für mich importiert werden. Das war dann vermutlich auch die letzte Bestellung für diese Jahr (wenn ich von den Vorbestellungen absehe, die ich schon im Sommer getätigt habe), denn normalerweise spare ich mein Büchergeld in den letzten zwei Monaten des Jahres lieber und gönne mir dann zum Jahresanfang eine etwas größere Bestellung. 😉 Jetzt geht es für mich erst einmal in die Küche, da das Essen heute wieder etwas länger dauert (und dann noch einige Zeit im Ofen benötigt) und dann gönne ich mir eine ausgiebige Blog- und Kommentarrunde.

Update 22:45 Uhr

Das Kochen hat – wie erwartet – ziemlich viel Zeit gekostet, aber am Ende lohnt sich das lange Warten dann doch, weil so eine Mangold-Quiche einfach sehr lecker ist. 😉 Nach dem Kochen blieb neben der Blogrunde nicht so viel Zeit, weshalb ich zwischendurch nur noch das sechste Kapitel von „Numismancer“ von Kelly McCullough gelesen habe. Der Autor schaltet jeden Monat bei Patreon ein Kapitel des Romans frei und bislang finde ich die Geschichte rund um einen Mann, der versucht dem Einfluss seines Vaters zu entfliehen, und in der Münzen eine wichtige Rolle im Kampf gegen das Übernatürliche spielen, ganz nett. So viel ist in den ersten sechs Kapiteln noch nicht passiert, auch wenn es schon einen Mord gab. Aber vor allem ging es bislang darum die Figuren vorzustellen und die Grundsituation einzuführen.

Und da ich schon bei den Patron-Geschichten war, habe ich gleich noch mit „The Traitor Lords“ von Kameron Hurley weitergemacht. Die Geschichte ist „about a young mage on a quest to hunt down the five traitor lords who’ve brought ruin to her family“, genau genommen macht sich Imelda auf den Weg ausgestattet mit den wenigen Erbstücken, die von ihrer Lieben übrig geblieben sind, und dem alten Hund der Familie an ihrer Seite. Die Geschichte ist sehr märchenhaft und ich habe sie wirklich gern gelesen.

Zuletzt wartete noch die monatliche Geschichte von Seanan McGuire auf mich. „Take the Shot“ gehört zu den InCryptid-Romanen. Die Autorin bietet eine Menge Kurzgeschichten kostenlos auf ihrer Homepage an und die rund um Thomas Price und Alice Healy mochte ich bislang immer. Diese Geschichte bildet da keine Ausnahme und bekommt von mir Bonuspunkte für das Auftauchen von Mary (ein Geist, der früher als Alice Babysitter fungierte) und eine Runde Magie. Ganz ehrlich, Seanan McGuire könnte über Gemüse schreiben und ich fände es unterhaltsam – genau genommen hat sie schon über Gemüse geschrieben und es war eher gruselig, aber das sehen ich mal nicht so eng. 😉

Da ich heute vermutlich nur noch etwas Zeit mit „Animal Crossing“ verbringe, bevor ich nach einer letzten Blogrunde ins Bett falle, verabschiede ich mich hier schon mal für heute von euch. Habt einen guten Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja am kommenden Wochenende wieder! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Neyasha
Natira
Anette
Ina
Sunny