Schlagwort: Lese-Tag

Lese-Sonntag August 2019

Ich habe gerade mal wieder eine Phase, in der ich grumpig mit der Welt bin und das schließt leider auch meine Bücher ein. Auf dem Wohnzimmertisch stapeln sich die angefangenen Romane und Sachbücher und mit keinem komme ich gerade so recht weiter. Also habe ich mir gedacht, ich könnte den heutigen Tag nutzen, um ein paar „Wackelkandidaten“ aus dem Regal zu zupfen und zu schauen, ob ich den Büchern auch in Zukunft noch Regalplatz einräumen will. Mal schauen, wie sich das heute – gerade angesichts meiner aktuellen Stimmung – so entwickelt. 😉

Update 10:00 Uhr

Nach dem Wachwerden habe ich erst einmal „Zeit der Kämpfer“ (ein Sammelband in dem die Titanen-Trilogie veröffentlicht wurde) und „Chamäleon-Zauber“ von Piers Anthony aus dem Regal gezogen. Nach dem Lesen des ersten Kapitels kann ich sagen, dass „Zeit der Kämpfer“ auf jeden Fall rausfliegt. Diese 1972 veröffentlichte Geschichte spielt in einer fernen Zukunft nach eine Atomkrieg und nach dem Zusammenbruch unserer Zivilisation und in einer Zeit, in der sich eine Gesellschaft gebildet hat, in der Krieger gegeneinander kämpfen, um Konflikte zu lösen. Ich hatte so gut wie keine Erinnerungen mehr an das Buch und es stand eigentlich nur noch im Regal, weil ich von dem Autor früher die „Inkarnationen der Unsterblichkeit“- und die Xanth-Reihe so mochte. Da mich aber das erste Kapitel, in dem Sol und Sol miteinander kämpfen (Letzterer verliert im Laufe des Kampfes das Recht diesen Namen zu tragen), schon nervt – auch weil ich den Umgang mit der namenlosen Frau in der Herberge ätzend finde – fliegt der Titel auf jeden Fall aus dem Bestand.

„Chamäleon-Zauber“ hingegen darf ebenso wie die weiteren 21 Titel der Xanth-Reihe, die in meinem Regal stehen, erst einmal bleiben. Ich finde den Umgang mit Frauen in dem Roman wirklich schwierig (vor allem die titelgebende Frau, deren Schönheit und Intelligenz sich im Laufe einer Mondphase konträr entwickelt *argh*), auf der anderen Seite gibt es so viele tolle fantastische Ideen, skurrile Momente und bissige Anmerkungen zu gesellschaftlichen und politischen Elementen, das ich mich von den Büchern doch noch nicht trennen mag. Natürlich wäre es mir deutlich lieber, wenn Piers Anthony respektvoller mit seinen Frauenfiguren umgegangen wäre, auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich bei einem 1977 veröffentlichten Buch (von einem Autor) eh keine großen Erwartungen bezüglich der weiblichen Charaktere habe. Als ich Anfang der 80er Jahre Fantasyromane für mich entdeckte, waren das eben vor allem Bücher, die von Männern für Männer geschrieben wurden.

Update 11:30 Uhr

Weiter ging es mit „Der Retter von Dent-All“ ebenfalls von Piers Anthony. In dem Buch geht es um einen Zahnarzt, der von Aliens entführt wird, um seinem Job auf unterschiedlichen Planeten nachzugehen und ich finde die Grundidee immer noch lustig, kann aber mit der Erzählweise überhaupt nichts mehr anfangen. Wenn das so weitergeht, werde ich bald kaum noch Fantasyromane aus den 70er Jahren in meinem Regal stehen haben. *g*

Katherine Allfreys „Der flammende Baum“ wurde von mir eigentlich nur aus dem Regal gezogen, weil ich kaum noch Erinnerungen an die Handlung hatte. Nach dem ersten Anlesen kamen aber nicht nur die Erinnerungen zurück, sondern ich habe mich auch so über die Erzählweise gefreut, dass ich das Buch wohl in den nächsten Tagen mal in Ruhe lesen werde. Aktuell mag ich mich nicht festlesen, weil ich so viele Titel im Auge habe, die ich vielleicht aus dem Regal werfen könnte. 😉 „Schmetterlingskind“ von Chester Anderson werde ich hingegen behalten, es ist der einzige „psychedelische Klassiker“ in meinem Bestand und ich mochte die ersten Szenen beim Wiederlesen sehr. Wenn das so weitergeht, werde ich am Ende des Tages einen neuen Stapel mit „bald mal lesen“-Büchern auf dem Wohnzimmertisch haben.

Update 12:45 Uhr

Ich finde es wirklich lustig zu sehen, was für unterschiedliche fantastische Romane sich so im Laufe des Jahres in meinen Regalen angesammelt haben. „Die Macht der Träume“ von Andreas Brandhorst befindet sich vor allem deshalb noch in meinem Bestand, weil ich so wenige Fantasytitel von deutschen Autoren habe und die Geschichte für ihre Zeit (erschienen 1991) einige ungewöhnliche Elemente aufweist. Aber ich muss gestehen, dass mich diese Art von Fantasy wirklich nicht mehr reizt – schon gar nicht, wenn ich keine persönlichen Erinnerungen mit dem Buch verknüpfe. Es gibt so einige Romane, die aus sentimentalen Gründen im Regal bleiben, aber dieser gehört nicht dazu.

Bei „Die beschädigte Göttin“ von Hans Bemmann weiß ich noch, dass ich es Anfang der 90er sehr mochte (im Gegensatz zu „Stein und Flöte“ von dem Autoren, das ich relativ früh aussortiert hatte). Ich habe das Buch damals mehrere Male gelesen, genauso wie „Die Gärten der Löwin“ (das keine wirkliche Fortsetzung der Geschichte ist, sondern das eine andere Perspekte auf die Handlung von „Die beschädigte Göttin“ wirft). Aber ich muss auch zugeben, dass ich die Romane in den letzten zwanzig Jahren nicht wieder in die Hand genommen habe und auch heute hat mich der Anfang überhaupt nicht gereizt. Bevor das Buch weitere zwanzig Jahre ungelesen im Regal steht, wandert es dann doch besser in den Bücherschrankt.

„Mellin, die dem Drachen befielt“ von Kirsten Boie finde ich immer noch süß, aber auch das Buch habe ich seit sehr, sehr vielen Jahren nicht mehr in der Hand gehalten und die ersten Kapitel haben auch keine großen Erinnerungen aufkommen lassen. Da mein Herz nicht daran hängt, fliegt es aus dem Regal. Das gleiche gilt auch für „Will Moogleys Geisteragentur – Unheimlichkeiten aller Art“ von Pierdomenico Baccalario. Das Buch ist nett und amüsant (ich mag die Erzählweise des Autors), aber es gehört nicht zu den Romanen, die ich unbedingt noch einmal lesen mag oder mit denen ich besondere Erinnerungen verknüpfe.

Bei den Shannara-Bänden von Terry Brooks fand ich es gerade erstaunlich schwierig zu entscheiden, ob ich die behalte oder nicht. Ich mag die Landover-Romane von dem Autor wirklich sehr und habe mich damals (Ende der 80er/Anfang der 90er) gut mit den Shannara-Büchern unterhalten gefühlt, außerdem verbinde ich ein paar schöne Erinnerungen mit den Romanen. Aber als vor einiger Zeit die Fernsehserie aufkam, waren meine Gedanken eher „ach ja, die gab es ja auch“ und weniger Freude darüber, dass eine alte Fantasyreihe nun neue Beachtung bekommt. Und ein Teil von mir ärgert sich immer noch sehr darüber, dass ich mit den alten Goldmann-Ausgaben pro Buch gerade mal ein Drittel des Originals vorliegen habe. Das war damals so eine Abzocke und ist heute immer noch eine heftige Platzverschwendung im Regal …

Bevor ich weitere Bücher aus dem Regal ziehe, mache ich mir jetzt aber erst einmal Frühstück! 🙂

Update 15:45 Uhr

Zum Frühstück gab es nicht nur Knäcke mit Fruchtgelee (sehr leckeres Aronia-Gelee, nicht so leckeres Quitten-Gewürz-Gelee, das ich vor einiger Zeit geschenkt bekam), sondern auch zwei weitere Wackelkandidaten. Von Timothy Carter hatte ich vor einigen Jahren mehrere Bücher gelesen und „Dämonenhunger“ war damals der einzige Titel, den ich behalten hatte. Da ich die Erzählweise immer noch amüsant finde, darf das Buch auch weiterhin im Regal bleiben. Auch die ersten Kapitel von „Der Lehrling des Magiers“ von Raymond Feist fand ich nett genug geschrieben, dass der Band (plus die fünf folgenden Teile der deutschen Veröffentlichung) nicht rausgeworfen werden. Ich hatte früher noch mehr Romane von dem Autor, die in der gleichen Welt spielten wie die Midkemia-Saga, aber da mir die langfristig Entwicklung der Geschichte nicht zusagte, habe ich irgendwann die späteren Titel rausgeworfen.

Ich finde es gerade überraschend befriedigend so Stück für Stück durchs Regal zu gehen und zu gucken, ob ich Bücher finde, die ich anlesen und eventuell aussortieren möchte. Seit dem Einräumen des Regals vor gut einem Jahr, schaue ich immer wieder auf die Fächer und denke, dass ich mir den einen oder anderen Roman mal vornehmen sollte, weil ich nicht weiß, ob ich ihn wirklich behalten will. Es tut gut, dass ich das nun endlich in Angriff genommen habe. Allerdings erlebe ich dabei auch immer wieder Momente, in denen ich bestimmte Titel vermisse, von denen ich mir sicher war, dass ich mich davon nicht getrennt hätte, die ich aber wohl doch mal aussortiert hatte. Trotzdem ist es schön zu sehen, wie sehr der Stapel mit den aussortierten Büchern heute wächst.

Mary Gentles „Der silberne Falke“ war wohl das erste Urban-Fantasy-Buch, das ich gelesen habe, auch wenn ich 1988 (Erscheinungstermin meiner deutschen Ausgabe, der Roman ist 1977 veröffentlicht worden) noch keine Ahnung hatte, dass es einen Begriff für dieses Genre gab. *g* Die Geschichte hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, aber ich habe das Buch schon sehr, sehr lange nicht mehr gelesen – so lange, dass ich ehrlich gesagt Angst hatte, dass es mir nicht mehr gefallen könnte. Aber die ersten Kapitel mochte ich gerade sehr gern, weshalb es nicht nur seinen Platz im Regal behält, sondern auch auf dem „bald lesen“-Stapel auf dem Wohnzimmertisch gelandet ist. (Ich fürchte, ich habe ein leichtes Stapel-Problem. 😉 )

Nachdem ich damals Douglas Adams und Terry Pratchett für mich entdeckt hatte, zogen noch so einige weitere Autoren bei mir ein, die „humorvolle“ Fantasy/SF schrieben (wenn auch in der Regel nicht auf dem gleichen Niveau wie die beiden anderen). Irgendwie hatte ich aber in den letzten Jahren keine Lust auf diese Art von Büchern, weshalb ich gleich mehrere Romane in dieser Richtung aus dem Schrank gezogen habe. „Surfing Samurai Robots“ von Mel Gilden (deutsche Veröffentlichung von 1992) darf nach den ersten Kapitel auf jeden Fall erst einmal bleiben, weil ich die Grundidee und (überraschenderweise) den Erzähler mag, auch wenn ich die „Außerirdischer blickt auf die ihm unbekannte menschliche Welt“-Idee schon damals etwas ausgelutscht fand. Bei Craig Shaw Gardners „Wunschbringer“ finde ich ebenso wie „Ein Magier in Nöten“ die ersten Kapitel erschreckenderweise auch immer noch lustig. Auch wenn beide mal wieder ein Fall von „denken wir besser nicht näher über die Darstellung von Frauen in von Männern geschriebenen Fantasyromanen nach“ sind – wobei ich zugeben muss, dass sich die ersten Kapitel von Esther Friesners Büchern „Wünschelzeit“ und „Die Käseburg-Connection“ in der Beziehung auch nicht anders anfühlen. Trotzdem dürfen sie bleiben, weil ich die ersten Kapitel amüsant und wunderbar absurd fand.

„Jagd der Vampire“ von Barbara Hambly war der erste Horror-Roman, den ich gelesen habe, der kein Klassiker war, und der mir (1990) richtig gut gefiel. Obwohl mir Horror eigentlich nicht zusagt, hatte ich damals nicht nur diesen Band verschlungen, sondern mir auch die Fortsetzung „Gefährten des Todes“ besorgt (und dank Wiki-Eintrag stelle ich gerade fest, dass sieben James-Asher-Romane gibt und der letzte davon ist erst vor zwei Jahren erschienen). Ein bisschen hatte ich Angst, dass mir nach das Buch nach so vielen Jahren nicht gefallen würden, aber nach den ersten Seiten mag ich nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die Erzählstimme. Es bleibt also im Regal – bzw. landet erst einmal auf dem „bald lesen Stapel“. 😉

Von „Der magische Schlüssel“-Reihe hatte ich vor dem vorletzten Umzug gerade mal die ersten Bücher gelesen und dann musste ich all die schon gehamsterten Titel im Kartons versenken. Dummerweise blieben die Bücher fast zehn Jahre in den Kartons, bis wir nach dem letzten Umzug endlich die neuen Regale angeschafft hatten, so dass ich mir nach all der Zeit nicht mehr sicher war, ob ich noch Lust auf Kate Forsyth’s Romane habe. Aber da ich die ersten Kapitel von „Der Hexenturm“ gerade sehr nett fand, bleiben die Bände erst einmal in meinem Bestand.

Ich weiß nicht, ob ich gleich noch mit meinen „Wackelkandidaten“ weitermache oder mir erst einmal eine andere Beschäftigung suche. Brettgespielt wird heute bei uns nicht, da unser großer Tisch gerade dank einiger Umräumprojekte so vollgestapelt ist, dass sich das Freiräumen als sehr schwierig erweisen würde – nächste Woche dann wieder. Bevor ich mir jetzt überlege, was ich als nächstes mache, packe ich auf jeden Fall meine Bücher wieder an ihren Platz und schaue, was die anderen Mitleserinnen bislang so getan/gelesen haben. 🙂

Update 19:20 Uhr

Nachdem mich gerade eine Müdigkeitswelle packte und ich nicht (schon wieder!) eine Runde Nachmittagsschlaf einlegen wollte, habe ich mich etwas online rumgetrieben (und Schokolade genascht – Müdigkeit ist bei mir bedauerlicherweise der Hauptgrund für Lust auf Schokolade). Da ich aber online nichts Interessantes mehr zu lesen finde, habe ich mir gedacht, dass ich noch ein paar Titel aus dem Regal fische und anschaue. Wenn ich die noch „erledige“, dann hätte ich heute die Hälfte meiner Regalfächer durchgeguckt und das fände ich ziemlich befriedigend. (Weniger schön war die Menge an Staub, die ich in den Regalen gefunden habe, da muss ich in den nächsten Tagen dringend mal aktiv werden. 😉 )

Dass ich Kim Harrisons Rachel-Morgan-Serie sehr mochte, ist ja kein Geheimnis. Und auch mit „Madison Avery – Totgeküsste leben länger“ hatte ich beim ersten Lesen viel Spaß, aber trotzdem habe ich mir den zweiten (und dritten) Band der Reihe nie besorgt und das Buch kein zweites Mal aus dem Regal gezogen. Gerade eben habe ich nicht mal das erste Kapitel beenden wollen, weil mir die Protagonistin auf die Nerven ging (ich habe definitiv keine Geduld mehr mit dieser Art Teenager in Romanen), also fliegt das Buch jetzt aus dem Regal.

Die Romane von Laurell K. Hamilton gehören zu der Kategorie, die ich persönlich für mich als „Regalsünde“ bezeichne, weil ich absolut keine Ahnung mehr habe, wo die Bücher herkommen und ob ich sie jemals gelesen habe. Ich gehe davon aus, dass Letzteres der Fall ist, denn sonst ständen sie im SuB, aber es ist wirklich erschreckend, dass ich so gar keine Erinnerungen an die Titel habe. Selbst nach dem Lesen der ersten zwei Kapitel kommt mir die Geschichte vollkommen unvertraut vor, weshalb ich die beiden Bücher mal auf einen Extra-Stapel gepackt habe. Der Anfang ist nicht schlecht geschrieben, auch wenn mich die Bemerkungen über Sex und Nachwuchs im Klappentext nicht anmachen. Ich schaue mal, ob ich in den nächsten Tagen in der richtigen Stimmung bin, um etwas weiter zu lesen. Sollte das nicht der Fall sein, kann ich die beiden Bücher immer noch zum öffentlichen Bücherschrank bringen, wenn ich die letzte Runde der aussortierten Titel dort einstelle.

„Humorvolle britische Fantasy“ bekam vom Heyne-Verlag in der Mitte der 90er wirklich „wundervolle“ Cover verpasst. Immerhin muss ich zugeben, dass man damals so immerhin die Veröffentlichungen von Tom Holt problemlos im Bücherständer am Bahnhof finden konnte. 😉 „Liebling der Götter“ ist der Titel in meinem Regal, bei dem ich mich kaum noch an die Handlung erinnern konnte, weshalb ich mich fragte, ob der nicht vielleicht aussortiert werden könnte (einige andere Titel des Autoren, die mir nicht so gut gefallen hatten, habe ich schon vor einigen Jahren weggegeben). Aber nachdem ich gerade die ersten Szenen meinem Mann vorgelesen habe, weil ich es so amüsant fand wie das Ehepaar Derry versucht die Missetaten ihres Sohnes zu beseitigen, werde ich „Liebling der Götter“ definitiv noch im Regal behalten.

„Das Buch der Worte 1 – Melliandra“ von J.V. Jones gehört für mich zu den Romanen, die in den 90ern einen Übergang bilden von der recht männlichen Szene zu High Fantasy, die zwar noch sehr von den Veröffentlichungen der 70er und 80er Jahre geprägt, aber von Frauen veröffentlicht wurde. Mir hatte die Reihe in der Mitte der 90er Jahre sehr gut gefallen, dummerweise hatte Bastei Lübbe die Geschichten in diesem unhandlichen Hardcover-Format veröffentlicht. Ich weiß nicht, was den Verlagsleuten damals durch den Kopf ging, aber das Format ist so unangenehm beim Lesen (und bei einigen Büchern löste sich schon beim ersten vorsichtigen Öffnen die Bindung, so dass einem die mittleren Seiten entgegenrauschten), dass ich die Romane nur selten wieder in die Hand genommen habe. Beim aktuellen erneuten Lesen der ersten Kapitel bin ich etwas hin- und hergerissen. Auf der einen Seite lässt sich die Geschichte flüssig lesen und ich habe das Gefühl, dass die Autorin zwar überaus vertraute Elemente verwendet, aber ich die Handlung trotzdem unterhaltsam finden könnte, auf der anderen Seite gibt es Missbrauchs-Szenen, die ich so eigentlich nicht mehr lesen mag. Ein wenig kann ich das mit der Zeit entschuldigen, in der die Romane entstanden sind, trotzdem nervt es mich. Auf der anderen Seite habe ich in den letzten Jahren so einige High-Fantasy-Titel aussortiert und so langsam fühlt es sich an, als ob ich kaum noch etwas von diesem Genre im Regal hätte. Vielleicht sollte ich die Bücher auf den gleichen Stapel packen wie die Romane von Laurell K. Hamilton und mir noch ein paar Tage Zeit lassen, um eine Entscheidung zu treffen.

Der letzte „Wackelkandidat“ für heute ist „Die Herrin der Wölfe“ von Tara K. Harper (und die restlichen vier Bände der Wolfwalker-Serie). Von Goldmann wurde die Serie damals (1998) als Fantasy vermarktet, aber eigentlich sind es SF-Romane. Die ersten Szenen erzählen davon wie die Protagonistin Dion auf einer Reise, die sie gemeinsam mit ihrem Bruder unternimmt, von Sklavenjägern überfallen wurde und danach verletzt und nur mit ihrer Wölfin Gray Hishin als Begleiterin überleben muss. Ich mochte das Verhältnis zwischen Dion und Gray Hishin und habe den Roman erst einmal auf den „demnächst lesen“-Stapel gepackt (schließlich braucht so ein Stapel eine anständige Höhe, um nicht zwischen all den anderen Stapeln auf dem Wohnzimmertisch unterzugehen 😉 ).

Jetzt schaue ich aber erst einmal nach den anderen und dann koche ich mir Abendessen …

Update 21:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht mehr viel gemacht. Zum „luxuriösen“ Abendessen (Nudeln mit Ketchup, da wir dank Fehlkommunikation bezüglich des Einkaufszettels heute Morgen einen eklatanten Mangel an Lebensmitteln im Haus feststellen mussten) gab es eine Sendung auf NHK World. Ich schaffe es irgendwie nie auf dem Sender gezielt etwas zu schauen, freue mich aber immer, wenn ich dort über interessante japanische Dokumentationen stolpere.

Danach gab es nur noch eine Runde „Animal Crossing“ für mich, während mein Mann eine aufgenommen Quizssendung geschaut hat. Da ich inzwischen wirklich müde bin, werde ich nur noch eine Blogrunde drehen und dann wohl direkt ins Bett fallen. Die To-do-Liste für die kommende Woche ist lang, da schadet es nicht, wenn ich morgen früh ausgeschlafen in den Montag starte. 😉

Es war sehr schön, dass heute so viele mit mir gemeinsam den Lese-Sonntag verbracht haben. Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Tag und kommt gut in die neue Woche! 🙂

Heutige Mitleserin:

Neyasha
Natira
Sayuri

Deborah-Crombie-Lesetag (3)

Genau genommen wird das hier nicht ein Beitrag für den heutigen Tag, sondern im Prinzip ein „Sammelbeitrag“ für die kommenden Tage, die Sayuri und ich dafür nutzen, um in ihrer Mittagspause (meine Frühstückspause 😉 ) gemeinsam den dritten Band der Kincaid-und-James-Krimis von Deborah Crombie zu lesen. An „Und ruhe in Frieden“ habe ich relativ wenig Erinnerungen, aber das ist der Teil der Reihe, der bei mir am ehesten ein „Elizabeth George“-Gefühl auslöst – vielleicht wegen des Umfelds, in dem der Mord passiert ist. Ich kann wirklich nicht genau sagen warum, aber das ist der Gedanke, der mir als erstes zu diesem Titel in den Sinn kommt. Mal schauen, ob mir das auch heute noch so geht oder ob ich dieses Mal beim Lesen gar nicht mehr verstehen kann, wo der Vergleich herkommt. *g*

Auch beim dritten Band halten wir uns mit Spoilern nicht zurück und somit sollten diejenigen, die diesen Krimi noch für sich entdecken wollen, diesen Beitrag lieber nicht lesen.

Update 15:00 Uhr

In „Und ruhe in Frieden“ bekommt der Leser erst einmal einen Prolog präsentiert, in dem beschrieben wird, wie Julia Asherton miterleben muss wie ihr kleiner Bruder Matthew in einem Bach ertrinkt. Die eigentliche Handlung beginnt dann mit Duncan Kincaid, der zu einem Mord gerufen wird, bei dem das Opfer Connor Swann ertrunken in einem Kanal gefunden wird. Seine Frau Julia scheint die einzige Person zu sein, die seinen Tod nicht betrauert, während ihre Eltern sehr erschüttert sind von dem Tod ihres Schwiegersohns. Ich finde es spannend, wie Deborah Crombie auf der einen Seite das Bild des netten, lebenslustigen und beliebten Connors zeichnet und auf der anderen Seite seine Frau stehen lässt, die meint, dass ihr Mann ein Schwein war und sie ihn verachtet hatte. Was sie natürlich – auch aufgrund des Prologs – sehr verdächtig wirken lässt. 😉

Was ich nicht so schön finde, ist Kincaids Haltung zu dem Fall. Er reist nur wiederwillig an, weil ihm der Fall als Gefälligkeit seines Chefs gegenüber Sir Gerald Asherton übertragen wurde. Er scheint so gar nicht neugierig auf die Menschen zu sein (abgesehen von Julia, die ihm aufgrund ihrer Ausstrahlung zu beeindrucken scheint) und scheint anfangs vor allem damit beschäftigt zu sein sich über das unbehagliche Wetter Gedanken zu machen als über den Fall, der vor ihm liegt. Gemma ist im Vergleich dazu angenehm professionell, beschäftigt sich mit den Unterlagen der örtlichen Kollegen, befragt nebenbei den Wirt des örtlichen Pubs und bleibt mit ihrer Konzentration bei den Ermittlungen, obwohl sie sich in der Gesellschaft der Ashertons unwohl fühlt. Ich habe mich beim Lesen ein bisschen gefragt, ob Deborah Crombie anfangs einfach Probleme hatte aus männlicher Perspektive zu schreiben. Es gab schon in den vorhergehenden beiden Büchern immer wieder Momente, die ich unstimmig in Bezug auf Duncans Charakter fand und die sich vor allem um seinen Umgang mit Frauen drehten (auch hier gibt es wieder eine seltsame Flirtszene mit einer Frau in der Gerichtsmedizin). Trotz dieser Elemente mag ich Duncan Kincaid, aber ich mag ihn in den späteren Büchern lieber, als diese spontane Anziehung zwischen ihm und anderen Frauen als Gemma nur noch von Sympathie und potenzieller Freundschaft zeugt und nichts anderes andeutet.

Für heute war es das schon mit meiner „Und ruhe in Frieden“-Pause, morgen gibt es hier dann ein Update, wenn ich weiterlese.

Dienstag 13:00 Uhr

Ich finde es lustig, dass ich gestern nach dem Lesen zwar weiter über „Und ruhe in Frieden“ nachgedacht habe, aber nicht über den gelesenen Teil, sondern über die Dinge, an die ich mich noch erinnere. Was erschreckend wenig ist, obwohl normalerweise nach wenigen Kapiteln wieder Erinnerungen an die Handlung auftauchen, wenn ich einen Roman schon mal gelesen hatte. Ich habe nur die ganze Zeit ein vages Gefühl, dass ich einen Teil der Handlung, der sich um Julia drehte, nicht so befriedigend fand. Mal schauen, ob sich dieses vage Gefühl in der heutigen Frühstückspause schon bestätigt oder ob ich mich im Laufe meiner Lesezeit an ein paar mehr Sachen erinnern kann. *g*

Update 14:30 Uhr

Für heute war es das schon wieder mit meiner Frühstücks-Lese-Pause. 😉 Ich mag, wie so langsam die eine oder andere Unstimmigkeit zum Vorschein kommt und wie Gemma und Duncan sich ihre Gedanken zu den verschiedenen Beteiligten machen. Spannend finde ich auch die vielen Facetten, die der ermordete Connor gehabt zu haben scheint. Ich glaube, der Connor, der für seine Freundin Sharon kocht und mit ihrer kleinen Tochter Hayley spielt, der Connor, der sich anscheinend nach einer Familie und liebevoller Gesellschaft sehnt, dieser Connor ist mir am Liebsten. Aber natürlich wird diese Seite von Connor nicht der Grund dafür gewesen sein, dass er umgebracht wurde …

Und um meine Sammlung an „relativ unbedeutende Nebenfiguren, die von Deborah Crombie in einer kleinen Szene vorgestellt werden und beim Leser hängenbleiben“ zu erweitern: Mir war der Galerist sehr sympathisch, der Julias Bilder ausstellt. Er ist zwar kein treuer Ehemann, aber er scheint ein netter Mensch zu sein, der sich Mühe gibt andere Personen nicht zu verletzen, der sich keine Illusionen über sich und seine Fähigkeiten macht und der sich freut, wenn ein Bild von jemandem gekauft wird, der sich darin verliebt hat. Ebenso habe ich den Pastor ins Herz geschlossen, dessen Leidenschaft für die Landschaftsgeschichte seiner Region etwas größer zu sein scheint als die Lust auf das Schreiben von Predigten. Diese Figuren bilden einen deutlichen Kontrast zu der Familie Asherton, die trotz ihrer Hilfsbereitschaft und Höflichkeit gegenüber Duncan und Gemma kühl und abweisen wirken.

Oh, und noch eine Bemerkung zu Gemma: Ich wusste noch, dass Gemma ihre Schwäche für klassische Musik erst im Laufe der Romanreihe entwickelt, hatte aber komplett vergessen, dass ein Besuch in der Oper (zur Bestätigung von Sir Geralds Alibi) diese Liebe ausgelöst hat. Das war eine schöne Szene, ebenso wie der Moment am Küchentisch, als sie Duncan ihr neues Wissen über La Traviata erzählt. 🙂

Morgen geht es hier weiter, für heute muss ich erst einmal mit „Und ruhe in Frieden“ aufhören.

Mittwoch 14:45 Uhr

Eine der letzten Szenen, die ich gestern gelesen habe, war die Befragung von Tommy Godwin und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Person – trotz der Lässigkeit gegenüber Gemma – der Grund für den Tod von Connor ist. Irgendwo zwischen Tommy und den Asherton liegt die Lösung des Falls, auch wenn mir gerade spontan nur ein Grund einfällt und der scheint mir nicht wichtig genug für einen Mord.

Außerdem frage ich mich, ob diese seltsame Anziehung zwischen Duncan und Julia von Deborah Crombie nur deshalb eingebracht wurde, um zu erklären wieso Julia sich Duncan gegenüber stellenweise öffnet, obwohl Julia grundsätzlich als zurückhaltender Mensch beschrieben wird. Als ob es zwischen ihrem Protagonisten und den diversen weiblichen Nebenfiguren nur dann zu einem offenen Austausch kommen kann, wenn sich beider einer gewissen Anziehung bewusst sind. Während Gemma natürlich als Frau (und Mutter) das notwendige Fingerspitzengefühl hat, um mit Männern und Frauen zu reden, ohne dass da etwas mitschwingen muss. Was so auch nicht stimmt, denn bei Gemma schwingt gerade bei Frauen, die schön oder gebildet sind, etwas mit, das stark an Eifersucht erinnert, nur dass sie diese unschönen Regungen in der Regel unterdrückt.

Inzwischen haben Duncan und Gemma rausgefunden, dass überraschend viel Personen mit Connor am Abend seines Todes noch Kontakt hatten, auch wenn sie immer noch nicht wissen, was Connor an diesem Tag so sehr beschäftigt hat. Ich höre für heute erst einmal auf zu lesen, denn die letzten 50 Seiten des Romans würde ich gern am Stück konsumieren und da Sayuri in den letzten Tagen nicht so viel zum Lesen gekommen ist, will ich das Buch nicht so viel vor ihr beenden …

Dienstag, 06.08.

Da Sayuri gerade wirklich viel um die Ohren hat, haben wir beschlossen, dass wir die letzten Seiten von „Und ruhe in Frieden“ nicht gemeinsam lesen werde. Also habe ich heute Abend den Krimi beendet und sitze nun ein bisschen grummelig da. Auf der einen Seite kann ich gut damit leben, dass Duncans „Beziehung“ zu Julia von der Autorin als Katalysator benutzt wurde, um Duncan einen Übergang von seinem „Single-Darsein, nachdem mich meine Ex-Frau so verletzt hat“ zu einer potenzielle Beziehung mit Gemma zu bieten. Auf der anderen Seite hasse ich Kriminalfälle, bei denen es letztendlich nur darum geht, wer vor vielen, vielen Jahren mit wem geschlafen hat. Ich hatte auf jeden Fall recht, dass Tommy in gewisser Weise in die Ursache für den Mord involviert war. Oh, und der Mord könnte auch nur unterlassene Hilfeleistung gewesen sein, weil wohl nie bewiesen werden kann, ob Connor absichtlich ins Wehr gestoßen wurde oder ob die beteiligte Person „nur“ keine Hilfe geholt hat, als Connor zu ertrinken drohte.

Es ist irgendwie lustig, dass ich die Bücher immer noch sehr gern mag, aber bei einem so aufmerksamen Wiederlesen eine Menge Punkte finde, die mich ärgern oder bei denen ich der Meinung bin, dass Deborah Crombie das besser hätte lösen können.

Mit „Das verlorene Gedicht“ geht es vermutlich in der kommenden Woche los – das hängt ein wenig davon ab, ob und wie Sayuri das gemeinsame Lesen einrichten kann. Da ich den Band in sehr guter Erinnerung habe, bin ich gespannt, ob ich da auch so viele Elemente zum Bekritteln finde oder ob ich die Geschichte rundum genießen kann. (Wobei ich mich jetzt schon daran erinnere, dass ich das Mordmotiv in dem Roman auch nicht so prickelnd fand, aber an alles andere habe ich wirklich gute Erinnerungen! *g*)

Lese-Sonntag Juli 2019

Ganz „traditionell“ fange ich diesen Beitrag wieder an mit: Heute ist wieder der dritte Sonntag im Monat und somit Lese-Sonntag. 😉 Ich hänge gerade ein bisschen zwischen zwei Büchern, da ich am Freitagabend den zweiten Band von „The Apprentice Witch“ beendet hatte und gestern nach der Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin zu kaputt war, um ein neues Buch anzufangen. Eigentlich darf ich mich über den Sommer nicht beschweren, da es relativ wenige richtig heiße Tage hintereinander gab und dafür relativ viele Phasen, in denen es zumindest nachts kühl genug war, um die Wohnung auf annehmbare Temperaturen zu bekommen, aber der gestrige schwül-heiße Tag hat mich wirklich fertig gemacht. Deshalb gab es also gestern ab dem Nachmittag nur noch die Switch und eine Runde Renovierungssendungen für mich und ich muss mich nun für einen neuen Roman entscheiden.

In Reichweite liegen „Brief Cases“ von Jim Butcher (eine Anthologie mit Harry-Dresden-Geschichten, die ich schon seit ein paar Tagen anfangen möchte), „Urban Shaman“ von C. E. Murphy (Urban Fantasy zum Ausprobieren, ob ich die Autorin auch in diesem Genre mag,) und „When Death Comes Stealing“, den ersten Tamara-Hayles-Krimi von Valerie Wilson Wesley. Letzterer ist meine aktuelle Wartezimmerlektüre und es wäre schön, wenn ich darin mal mehr als ein paar Seiten am Stück lesen würde, auch wenn der wirklich kurze Roman, dann wohl innerhalb einer Stunde beendet wäre und ich mir neue Wartezimmerlektüre suchen müsste. *g*

Ich schau gleich mal, ob mich eines der drei Bücher packt und wenn nicht, dann habe ich da ja noch einen SuB mit reichlich Auswahl und einen Leihbücher-Stapel voller (japanischer) Geschichten. Ansonsten haben mein Mann und ich für den heutigen Vormittag eine Gloomhaven-Runde geplant und ein bisschen im Haushalt rumwuseln darf ich auch noch, aber erst einmal lese ich ein wenig. 🙂

Update 10:30 Uhr

Es ist immer wieder faszinierend, wie sehr ich mich ablenken lasse, wenn ich doch eigentlich lesen will. Unter anderem habe ich heute morgen die aktuelle Sendung mit der Maus (rund um den Mond) gesehen, da für meinen Mann der Fernseher zu seiner „Wachwerde“-Zeit gehört. Ein bisschen habe ich inzwischen aber auch in „Urban Shaman“ gelesen und nach einem etwas holprigen Start, weil die Ausgangsszene doch etwas arg unglaubwürdig war (die Protagonistin sieht aus einem landenden Passagierflugzeug heraus eine Frau, die von einer Hundemeute gejagt und von einem Mann mit einem Messer auf einem Parkplatz gestellt wird), finde ich die Geschicht doch nett. So ganz weiß ich noch nicht, was ich von den mythologischen Elementen halte (der Mann mit dem Messer soll Cernunnos sein), die Protagonistin Joanne Walker (Walkingstick) ist halb Cherokee, halb Irin (und hat laut Klappentext schamanische Fähigkeiten, auch wenn sie das noch nicht weiß, was ich aber als Erklärung für die Flugzeugfenster-Sache nehme). Bislang gefällt mir das Verhältnis, dass sich zwischen Joanne und dem Taxifahrer Gary, der sie vom Flughafen aus zu dem Parkplatz gefahren hat, am Besten an dem Buch. Gary ist ein alter Mann, der in seiner Jugend Football gespielt hat und immer noch die dementsprechende Figur aufweist, der vor einigen Jahren seine Frau verloren hat und der ständig stichelnde Bemerkungen macht. Trotzdem steht er Joanne zur Seite, als sie sich auf diese seltsame Suche nach der unbekannten Frau macht, die vielleicht vor einem Messerstecher gerettet werden muss. Ich mag gut geschriebene und konstruierte Urban Fantasy, aber selbst wenn ich den Weltenbau noch nicht überzeugend finde, so kann mich eine UF-Geschichte auch gut unterhalten, wenn mir die Charaktere – in all ihrer Grumpigkeit – sympathisch sind. Ich bin gespannt, ob mich der Weltenbau im Laufe der Geschichte mehr überzeugt, halte beim Lesen aber auch im Hinterkopf, dass das der Debütroman der Autorin ist. 😉

Jetzt aber erst einmal Frühstück und „Gloomhaven“ …

Update 13:00 Uhr

Ein Brute allein im Dungeon …

Genau genommen wurde es erst einmal nur „Gloomhaven“ und ich muss zugeben, dass diese heutige Brettspielrunde überraschend frustrierend war. Normalerweise macht es mir nichts aus, wenn wir mehrere Anläufe für ein Szenario benötigen, aber nach den heutigen drei Anläufen brauchte ich erst einmal eine Pause. Wir haben heute das erste Solo-Szenario von meinem Brute gespielt, was bedeutet, dass ich mit meinem Charakter allein ins Dungeon gegangen bin, während mein Mann die Steuerung der Gegner übernommen hat. Zwei Punkte haben dabei gleich mehrfach zu meinem Scheitern geführt: 1. hat der Brute beim Spiel am vergangenen Wochenende ein Level dazu gewonnen, was dafür sorgt, dass die Gegner deutlich schwerer geworden sind, und 2. ist mein Brute ein Teamspieler, der heftigen Schaden bei den Monstern verursacht und viel Schaden einsteckt, der dann von den Teammitgliedern wieder geheilt wird. Das mit dem Schadeneinstecken hat er dieses Mal auch hinbekommen, aber mit nur einer einzige Möglichkeit zu heilen und Gegner, die dank hoher Schildzahlen nur schwer zu töten waren, war mein Brute immer schon besiegt, bevor er den zweiten von drei Räumen überhaupt durchquert hatte. Es gibt theoretisch die Möglichkeit die Schwierigkeit dieses Solo-Szenarios runterzusetzen, wir überlegen noch, ob wir dass dann für die nächste Spielrunde machen oder nicht. Ich fände es auf jeden Fall schade, wenn ich meinen Brute mit so einem frustrierenden Gefühl in Rente schicken würde und er hat nur noch eine einzige Aufgabe zu bewältigen, bevor er in den Ruhestand gehen muss.

Knäcke mit Gurke und Möhrenstücken

Jetzt aber erst einmal Frühstück – heute bin ich ungewöhnlich hungrig *g* – und weiter in „Urban Shaman“ lesen.

Update 15:00 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich mein Frühstück gegessen, weitergelesen und etwas Zeit in der Küche verbracht. Bislang finde ich „Urban Shaman“ ganz unterhaltsam, auch wenn ich den „übernatürlichen Bereich“ etwas willkürlich gestaltet finde und mich die Magie noch nicht so recht überzeugt. Dafür mag ich die Charaktere immer mehr – auch wenn eine interessante Figur gerade ermordet aufgefunden wurde. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und welche Überraschungen die Handlung für mich noch bereit hält. Trotz der einen oder anderen Schwäche ist es ein nettes Buch und wenn der Roman bis zum Ende sein Niveau hält (oder vielleicht sogar besser wird), werde ich mir die Fortsetzungen der Reihe wohl auch mal anschauen.

Ansonsten ist es heute ein extrem ruhiger Lese-Sonntag, denn Ariana ist die einzige Person, die noch mitmacht. Keine Ahnung, ob die anderen heute anderes zu tun haben, einfach nur keine Lust hatten oder ob sie Probleme mit meinem Blog haben. Ariana zumindest meinte, dass sie den heutigen Blogpost erst über den Direktlink, den ich ihr per Twitter gegeben habe, hätte aufrufen können und vorher hätte sie keinen Beitrag für den heutigen Tag gefunden, obwohl sie meinen Blog mit mehrere Browser aufgerufen hatte. Ich finde es immer etwas frustrierend, wenn es ein Problem zu geben scheint und es gibt keinen Hinweis darauf, was das verursacht …

Update 17:45 Uhr

Zwischendurch habe ich „Urban Shaman“ kurz verlassen und stattdessen den Comic „Mysticons“ von Kate Leth (Autorin) und Megan Levens (Zeichnerin) gelesen. Von dem selben Team hatte ich schon „Spell on Wheels“ gelesen und sehr gemocht, weshalb ich vor einiger Zeit diesen Comic auf die Merkliste gepackt hatte. Jetzt nach dem Lesen fühle ich mich ein bisschen unbefriedigt, denn die Zeichnungen waren zwar nett und die Charaktere waren mir sympathisch, aber ich habe das Gefühl, dass mir irgendwie eine Vorgeschichte oder Hintergrundwissen fehlt. Alles in allem eine nette Lektüre, aber nicht gut genug, um auch noch den zweiten Band lesen zu wollen.

Comic und Kekse am Nachmittag

Die Handlung in „Urban Shaman“ nimmt langsam Fahrt auf, die Geschichte macht mir immer noch viel Spaß (auch wenn eine Frau, die ein Nahtod-Erlebnis und zum ersten Mal beeindruckende „magische“ Fähigkeiten eingesetzt hatte, für mein Gefühl nicht ganz so energisch die Existenz übernatürlicher Elemente leugnen müsste, aber das führt immerhin immer wieder zu amüsanten Szenen). Ansonsten genieße ich sehr, dass es bislang keine Liebesgeschichte gibt (auch wenn sie ein interessantes Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten hat und ich fürchte, dass da (langfristig) noch etwas kommen könnte). Doch vor allem dreht sich die Handlung um die Wilde Jagd, um die Akzeptanz von Joannes ererbten Fähigkeiten und darum denjenigen zu stoppen, der in den letzten Wochen einigen Menschen in der Stadt ermordet hat.

Bis zum Abendessen ist es noch etwas hin (den Salat habe ich schon heute Mittag vorbereitet, das Fladenbrot habe ich heute Nachmittag gebacken, das Servieren wird dann mein Mann übernehmen 😉 ) und ich stecke einfach weiter meine Nase in mein Buch.

Update 21:15 Uhr

Fladenbrot, Feta und Gurkensalat mit Joghurt-Dill-Sauce

Seit dem letzten Update gab es noch ein paar Kapitel in „Urban Shaman“, das Abendessen und eine Runde „Animal Crossing“. Bei „Animal Crossing“ sammel ich seit einiger Zeit etwas gezielter die Fotos meiner Nachbarn (genau genommen seit dem Zeitpunkt, an dem wir die Amiibo-Karten hatten, mit denen man sich gezielt neue Nachbarn ins Dorf einladen kann). Es dauert immer einige Zeit, bis die Freundschaft mit den Nachbarn so intensiv genug ist, dass sie einem ein Foto schenken, aber das sorgt dafür, dass ich auch nach über sechs Jahren noch eine Art „Ziel“ im Spiel habe. Wie man auf dem Bild sehen kann, habe ich bald alle Fotos von vogelartigen Nachbarn – die Hühner und Hähne sind schon vollständig, die Entenfotos musste ich in einem anderen Raum lagern. *g*

Da ich heute nur noch etwas bis zum Schlafengehen lesen werde (mal schauen, ob ich den Roman heute noch beenden kann), ist dies mein letztes Update für heute. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und für Ariana hoffe ich, dass sie in den letzten Stunden ihres Lesemarathons noch gut durchhält. *g*

Heutige Mitleserin:

Ariana

Deborah-Crombie-Lesetag (2)

Da Sayuri und ich beide bis zum Nachmittag relativ wenig zu tun haben, haben wir beschlossen, dass wir heute mit unserem „Deborah Crombie lesen“ weitermachen. Ich hatte ja schon am Montag die ersten Seiten in „Alles wird gut“, dem zweiten Kincaid-und-James-Roman, gelesen und mich darüber gefreut, dass Gemma James in diesem Band eine größere Rolle spielt. Außerdem ist mir das Opfer Jasmine Dent sympathisch – soweit ich das anhand der kurzen Szenen mit ihr (und der Art und Weise wie die Menschen, die mit ihr bekannt waren, über sie reden) beurteilen kann. Wie schon am Montag gilt auch hier: Wer keine Spoiler zu der Krimireihe lesen möchte, sollte diesen Beitrag einfach ignorieren.

Die Handlung beginnt in „Alles wird gut“ relativ gemächlich. Am Anfang gibt es eine Szene mit Jasmine, die darüber nachdenkt, dass es doch ganz gut sei, dass sie den Gedanken an Selbstmord aufgegeben hat. Durch sie wirft man einen ersten Blick auf die Menschen, die in ihrem Leben eine Rolle spielen, nur um kurz darauf – aus der Perspektive von Duncan Kincaid – ihre Leiche zu finden. Da Jasmine Krebs und nur noch wenige Wochen zu leben hatte, geht ihre Pflegerin anfangs von einem natürlichen Tod aus, während Duncan ein komisches Gefühl hat. Durch Jasmines Freundin Margaret erfahren sie von den Selbstmordplänen (und der Verwerfung derselben durch Jasmine), so dass Duncan eine rechtliche Handhabe für eine Obduktion bekommt.

Für den Leser steht natürlich von Anfang an fest, dass Jasmine ermordet wurde, aber es scheint so gar keinen Verdächtigen oder gar ein Motiv zu geben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Opfer eh nicht mehr lange zu leben hatte. Gemma wird von Duncan zu den Ermittlungen (anfangs inoffiziell) zugezogen und lernt ihn so mal von einer etwas emotionaleren und privateren Seite kennen (was zum Glück die eine oder andere Illusion über ihren Vorgesetzten zerstört und ihr zeigt, dass er deutlich mehr Schwächen hat, als sie bislang geahnt hatte). Ich mag, dass ihre Perspektive deutlich zeigt, wenn er ihrer Meinung nach Mist gebaut hat, auch wenn sie das ihm – der nun einmal ihr Vorgesetzter ist und den sie noch nicht besonders gut kennt – nicht direkt sagen kann.

Oh, und ich fand auch die kleine Szene zwischen Duncan und seinem Nachbarn sehr berührend. Die beiden wohnen zwar im selben Haus und waren beide – auf ihre Weise – mit Jasmine befreundet, hatten aber vorher kaum etwas miteinander zu tun. Und dann gibt es da diese eine Szene, in der die beiden zusammen Rosen pflanzen und sich zum ersten Mal ein bisschen unterhalten – dieses vorsichtige und höfliche „Annähern“ über die gemeinsame Trauer war schön beschrieben. Dafür, dass ich schon am Montag etwas über diesen Part geschrieben hatte, ist mir doch noch ganz schön viel erzählenswertes eingefallen. Ich greife jetzt erst einmal wieder zum Buch und steige heute bei Seite 110 wieder in die Geschichte ein.

Update 10:45 Uhr

Mir fällt beim Lesen gerade auf, dass es bestimmte Typen gibt, die Deborah Crombie immer wieder aufgreift wie zum Beispiel den arroganten Schönling aus reichem Haus (der aber keinen Pfennig besitzt, weil seine Familie ihn am Gängelband führt). Überhaupt scheint sie – wenn ich mich recht erinnere – in den ersten Romanen gewisse Vorurteile gegen Menschen mit viel Geld zu haben. Auf der anderen Seite gibt es hier schon so einige Szenen, die für mich so typisch für die Kincaid-und-James-Romane sind, wie zum Beispiel die Befragung einer ehemaligen Nachbarin von Jasmine. Ein kurzes Zusammentreffen zwischen Kincaid und dieser alten Frau und schon hat man das Gefühl eine genaue Vorstellung von ihrem Charakter zu haben, gerade diese Momente mit Figuren, die man spontan ins Herz schließt, mag ich sehr. Ebenso wie die Passagen, die man aus Gemmas Perspektive verfolgt, in denen man immer wieder gut sehen kann, dass sie zwischen Minderwertigkeitskomplexen aufgrund ihrer Herkunft (ihre Familie macht es ihr auch nicht leicht, da sie ihre Berufswahl überhaupt nicht verstehen können und glücklicher wäre, wenn sie wie ihre Schwester Friseurin geworden wäre) und Selbstbewusstsein/Authorität aufgrund ihres Berufes und der damit schon erbrachten Leistungen schwankt.

Bevor ich weiterlesen kann, muss ich mich erst einmal ein bisschen um die To-do-Liste kümmern, auch wenn ich lieber weiter Zeit mit dem Buch auf dem Sofa verbringen würde. Ich erinnere mich an überraschend viele Details aus „Alles wird gut“ – nur nicht an den Mörder! Mal schauen, ob meine Erinnerung daran wiederkommt, bevor die Geschichte aufgelöst wird, oder nicht. 😉

Update 14:45 Uhr

Möhren, Gurken-Knäcke und Milchkaffee – so langsam hatte ich richtig Hunger. *g*

Zum „Frühstück“ gab es dann die letzten Seiten von „Alles wird gut“ für mich. Ich bin mir nicht so sicher, was ich von der Auflösung halte. Eigentlich hatte man als Leser alle notwendigen Informationen zur Lösung – vor allem, wenn man darüber nachdachte, wer überhaupt eine Gelegenheit gehabt hätte Jasmine mit einer Überdosis Morphium zu ermorden -, aber ich fand das Motiv recht unbefriedigend. Wieso sollte jemand nach so vielen Jahren, wenn man eh schon weiß, dass die Person in wenigen Wochen an einer wirklich scheußlichen Krankheit sterben wird, einen Menschen ermorden? Nicht, dass ich grundsätzlich verstehen würde, was jemanden zum Mord treibt 😉 , aber nach so langer Zeit so zu handeln und als Grund anzugeben, dass man es nicht ertragen hätte, dass Jasmine ihren Frieden mit ihrem Tod und ihrer Krankheit gemacht hätte. Das ist für mich der unstimmigste Part an der Geschichte. Von diesem Teil abgesehen, habe ich mich mit „Alles wird gut“ wieder sehr wohl gefühlt. Gemma und Duncan bekommen so langsam die für sie typischen Charakterzüge verliehen und es ist schön mitzuerleben, wie sie sich besser kennenlernen und zu facettenreicheren Figuren werden, als sie in „Das Hotel im Moor“ waren. Aber vor allem habe ich die kleinen Szenen genossen, für die Deborah Crombie einfach ein Händchen hat und in denen eine Person mit wenigen Sätzen so dargestellt wird, dass man das Gefühl hat, man würde sie mit all ihren Ecken und Kanten kennenlernen und ins Herz schließen. Diese kleinen (Neben-)Figuren, sind diejenigen, die man auch nach dem Lesen noch ein Weilchen mit sich trägt und die der Grund sind, warum der Kriminalteil einem selbst dann stimmig vorkommt, wenn man das Motiv des Täters nicht so ganz nachvollziehbar findet. 😉

Ich werde jetzt erst einmal abwarten bis auch Sayuri den Roman beendet hat und dann schauen wir mal, wann wir den nächsten (fast) freien Tag zum gemeinsamen Lesen finden. Immerhin kann ich sagen, dass durch diese beiden Lesetage in dieser Woche meine Leselust endlich zurückgekommen ist und ich neben dem nächsten Deborah-Crombie-Roman noch ein paar weitere Bücher aus dem Regal gezoge habe, für die ich mir in den nächsten Tagen Zeit nehmen möchte. 🙂

Deborah-Crombie-Lesetag (1)

Ich hatte schon in meinem SuB-Beitrag zum Monatsanfang erwähnt, dass ich in den kommenden Wochen gemeinsam mit Sayuri mal wieder die Krimis von Deborah Crombie lesen möchte. Wir haben uns für heute verabredet, um zu lesen und uns über das Gelesene auszutauschen und wer keine Spoiler zu der Krimireihe lesen möchte, sollte diesen Beitrag einfach ignorieren. Ganz frei kann ich mir heute zwar nicht nehmen, aber zwischen den verschiedenen Verpflichtungen (etwas Arbeit, etwas Haushalt) komme ich definitiv zum Lesen und werde dann hier darüber schreiben.

Es ist schon einige Jahre her, seitdem ich die ersten Teile der Kincaid-und-James-Krimis gelesen habe und gerade den ersten Band („Das Hotel im Moor“) habe ich nicht so oft gelesen wie einige andere Bücher der Reihe, weil der nicht zu meinen Lieblingsteilen gehörten und ich ihn nur als „ganz okay“ in Erinnerung habe. Ich weiß gar nicht, ob ich damals die Reihe überhaupt nach „Das Hotel im Moor“ weiterlesen hätte, wenn ich nicht von einer Freundin gleich die ersten drei Bände geliehen bekommen hätte. Mal schauen, was ich heute so von „Das Hotel im Moor“ halte und ob mir die Geschichte dieses Mal besser gefällt, als ich sie in Erinnerung habe.

Update 11:00 Uhr

Ich finde es lustig, dass ich gleich auf den ersten Seiten über Sätze stolpere, die mich stutzen lasse, weil ich sie nicht mit Duncan Kincaid verbinde. Zu Beginn der Geschichte ist er müde und überarbeitet und dazu passt eine gewisse Frustration darüber, dass man als Polizist nicht weiß, ob die Beweise, die man gesammelt hat, auch wirklich am Ende für eine Verurteilung einer Person ausreichen. Aber ich habe das Gefühl, dass der Kincaid, den ich „kenne“, nicht so verächtlich über Geschworene denken würde, wie man es hier zu Beginn des Buches lesen kann. Außerdem finde ich es spannend, dass er „ehrgeizig“ auf eine Beförderung hingearbeitet hat. Die Motivation stimmt in dem Absatz (er will keinen reinen Schreibtischjob, sondern aktiv ermitteln), aber Ehrgeiz gehört für mich nicht zu seinem Charakter. Immer wieder interessant, dass ich mich so an Kleinigkeiten aufhängen kann …

Die Handlung beginnt in „Das Hotel im Moor“ mit Duncan Kincaid, der nach Monaten voller Überstunden endlich eine Woche Urlaub machen kann und dafür die Reservierung seines Vetters übernimmt, der ein Apartement in einem Timesharing-Hotel gebucht hatte. Gemma James bekommt man auf den ersten Seiten nur kurz als Duncans Untergebene vorgestellt (inklusive der Info, dass sie rothaarig, intelligent, geschieden, zehn Jahre jünger als Duncan und alleinerziehende Mutter ist) – immer wieder schwierig für Autoren die richtige Balance zwischen Informationsvermittlung und natürlichem Gedankenfluß ihrer Protagonisten zu finden. *g* Ich finde es etwas schade, dass die Situation im Hotel dadurch eingeführt wird, dass Duncan gleich beim ersten Betreten unabsichtlich einen Streit zwischen den beiden Geschäftsführern belauscht. Das ist etwas plump gemacht, bei den späteren Büchern geht die Autorin eindeutig raffinierter vor.

Update 14:00 Uhr

Ich mag es immer wieder, wie Deborah Crombie die verschiedenen Charaktere vorstellt. Es geht nicht ganz ohne Klischees bei ihr, aber eine kleine Szene mit einer Frau am Fenster, ein kleiner Moment beim abendlichen Haarebürsten und schon hat man einen guten Eindruck von der Person gewonnen. Manche sind sympathisch, manche definitiv nicht und bei anderen erkennt man schnell, dass sie zwar nicht unsympathisch sind, aber trotzdem keine einfachen Charaktere. Ich mochte das Mordopfer, auch wenn er mit seiner sarkatischen Art bestimmt einige Menschen vor den Kopf gestoßen hat. Mich stört allerdings der örtliche Leiter der Ermittlungen – so ein richtiger Klischee-„Dorfpolizist“: unfähig, unfreundlich und sehr von sich überzeugt. Und natürlich ist er nicht glücklich damit, dass er mit Kincaid einen Mann von Scotland Yard an seinem Tatort hat. Diesen Typ Polizist greifen eigentlich alle Krimiautoren gerne auf, aber das ändert nichts daran, dass ich ihn nicht mag, auch wenn so ein Ermittler natürlich immer einen guten Grund für die Hauptfigur darstellt, um auf eigene Faust zu ermitteln. Hier ist sich Kincaid immerhin bewusst, dass er weder zuständig ist, noch seine Einmischungen erwünscht sind, weshalb er versucht über seinen Vorgesetzten Zugang zu den Ermittlungen zu bekommen. Gemma spielt bis jetzt kaum eine Rolle – noch etwas, das sich zum Glück im Laufe der weiteren Romane ändert.

Knäckebrot mit Gurke an Roman 😉

Die ersten knapp 100 Seiten von „Das Hotel im Moor“ habe ich bislang in kleinen Pausen zwischen der Arbeit gelesen, aber jetzt gönne ich mir erst einmal eine Stunde „Frühstückspause“, um etwas länger am Stück lesen zu können, bevor ich weiter meine To-do-Liste abarbeite. 😉

Update 16:00 Uhr

Das „etwas länger am Stück lesen“ habe ich dann mal spontan auf fast zwei Stunden ausgedehnt, als ich merkte, dass ich nicht mehr so viele Seiten vor mir hatte und so langsam die Erinnerungen an die Auflösung wiederkamen. Der Kniff mit den beiden „Ablenkungsopfern“ ist relativ alt, aber er sorgt immer wieder für Spannung, weil man beim Lesen die ganze Zeit die Opfer, die möglichen Gründe für ihren Tod und natürlich ihr Umfeld im Hinterkopf behält.

Etwas seltsam fand ich Duncans Bedürfnis nach Nähe. Ich hatte das für „Das Hotel im Moor“ (mir fällt gerade auf, dass nicht einmal ein Moor erwähnt wurde, da hat der deutsche Verlag wohl unabhängig vom Inhalt nach etwas stimmungsvollem gesucht *g*) gar nicht so in Erinnerung, auch wenn eine gewisse Melancholie und Sehnsucht – gerade in den ersten Bänden, bevor er mit Gemma eine Familie gründet – schon zu seinem Charakter gehört. Aber hier hatte ich das Gefühl, er würde jede Frau, mit der er sich gut versteht und die er zusätzlich auch noch attraktiv findet, als potenzielle Partnerin in Betracht ziehen – selbst bei der Ärztin, die verheiratet und zufrieden in ihrer Ehe ist.

Der Krimi leidet definitiv an ein paar Kinderkrankheiten, aber grundsätzlich ist da schon viel von dem drin, was ich bei der Autorin schätze. So hat sich „Das Hotel im Moor“ zügig lesen lassen und mich gut unterhalten, ich mochte viele Figuren und die Art und Weise, wie sie beschrieben wurden, und auch Duncan und Gemma (in den wenigen Szenen, in denen sie vorkam,) zeigten schon eine Menge Züge, die ich an ihnen mag und die die Basis für die Entwicklung der beiden Charaktere (in den kommenden Bänden) bilden.

Es war schön endlich mal wieder ein Buch (so ziemlich) am Stück zu lesen, auch wenn ich mich jetzt definitiv auf meine To-do-Liste stürzen muss, damit ich bis 17 Uhr hoffentlich fertig werde. Ich weiß nicht, ob ich vor dem abendlichen Kochen noch einmal zum Buch greifen werde, aber ich denke, ich werde heute Abend noch mit dem zweiten Deborah-Crombie-Band („Alles wird gut“) anfangen. Der Roman liegt eh bereit, da ich die ersten beiden Bände als Doppelband habe, und ich habe große Lust auf die Geschichte im zweiten Teil. 🙂

Update 22:00 Uhr

Sehr dunkles Foto einer Kartoffel-Zucchini-Zwiebel-Frittata

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mit der To-do-Liste und dem Abendessen fertig war, aber in der letzten Stunde habe ich noch in „Alles wird gut“ gelesen und knapp 100 Seiten geschafft. An diesen zweiten Band der Kincaid-und-James-Krimis erinnere ich mich noch sehr gut, denn hier beginnt für mich das Zusammenspiel zwischen Duncan und Gemma, das für mich die Romane von Deborah Crombie so lesenswert macht, und man lernt die beiden Protagonisten deutlich besser kennen als in „Das Hotel im Moor“ (was bedeutet, dass vor allem Gemma endlich mal ein paar gute Szenen bekommt). Außerdem mag ich das Opfer sehr, denn auch wenn man Duncans Nachbarin Jasmine nur in einer kurzen Szene am Anfang kennenlernt, so dreht sich doch die gesamte Geschichte um sie. Bei jedem Gespräch wird deutlich, was für eine wichtige Rolle sie im Leben der wenigen Menschen gespielt hat, denen sie nahe stand, und wie viel Bedeutung es für diese Menschen hat zu erfahren, ob sie eines natürlichen Todes (natürlich nicht!), durch eigene oder durch fremde Hand gestorben ist. Das einzige, was mich bislang irritiert, ist, dass Duncan immer Jasmines Kater Sid(hi) vergisst – aber nun gut, noch ist er kein Katzenmensch. 😉

Ich werde für heute mit dem Lesen aufhören und nur noch ein bisschen „Animal Crossing“ spielen, bevor es (relativ) früh ins Bett geht. Mir hat das gemeinsame Lesen viel Vergnügen bereitet und ich habe endlich mal wieder ein Buch gelesen. Mal schauen, wann Sayuri und ich Zeit finden, um damit weiterzumachen. 🙂

Lese-Sonntag Juni 2019

Seit dem vergangenen Lese-Sonntag gab es hier von mir ja nicht viele Lebenszeichen und auch heute Vormittag wird es etwas ruhiger bleiben, da ich so verpeilt war und die monatliche Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin auf den heutigen Tag gelegt habe. Um halb neun geht es aus dem Haus, um mal wieder ein neues Café auszuprobieren. Ich muss zugeben, dass wir ohne diese Verabredungen vermutlich weiterhin nur unser Lieblingscafé aufsuchen würden (allerdings gehen wir auch ohne konkreten Anlass selten ins Café *g*).

Unsere sonntägliches Brettspielen haben wir schon gestrichen, nach einem Vormittag unterwegs werde ich das Knie mit Kühlakkus aufs Sofa legen, statt mehrere Stunden am Tisch zu sitzen. Dafür bekomme ich es hoffentlich am Nachmittag mal wieder mit dem Lesen auf die Reihe, wenn ich mehrere unverplante Stunden am Stück dafür habe. Ein bisschen befürchte ich, dass die Unmengen an Büchern, die ich in den vergangenen Wochen gelesen habe, dafür gesorgt haben, dass ich gerade etwas übersättigt bin. Oder es liegt an den Romanen, die ich gerade lese, dass ich so wenig Lust auf Lesezeit habe. Ich habe mir vor einigen Tagen „Death by Dumpling“ noch einmal rausgezogen und finde die Figuren und die Grundidee mit dem „Asia Village“, in dem ein Mord passiert, eigentlich sehr nett, aber die Handlung dümpelt so vor sich hin und das sorgt dafür, dass ich zwischendurch lieber auf dem eReader einen Cozy, zwei historische Liebesromane und den Anfang eines UF-Romans („Cry Wolf“ von Patricia Briggs) gelesen habe. Letzterer packt mich leider auch nicht so recht, obwohl ich die Mercy-Thompson-Reihe von der Autorin ja sehr mag, aber obwohl „Cry Wolf“ der erste Band einer Reihe ist, scheint es eine Menge Vorgeschichte zu geben, die ich nicht kenne. Nun … das Ganze war ein „umsonst mal zum Antesten mitgenommen“-Buch und wenn ich es nicht beende, ist es auch kein großer Verlust. Oder kennt jemand die Reihe und würde mir ernsthaft empfehlen mir die Kurzgeschichte zu besorgen, in der die Vorgeschichte erzählt wird?

Ähm, wenn ich mir so die Textmenge anschaue, dann würde ich sagen, dass das heute mit dem Kommunizieren schon klappen wird. *g* Ich wünsche euch erst einmal einen schönen Vormittag und melde mich irgendwann um die Mittagszeit wieder, wenn wir wieder Zuhause sind. 🙂

Update 14:30 Uhr

Uff, das war eine sehr schöne Frühstücksverabredung mit sehr leckerem Frühstück (Bagel mit Frischkäse und Rührei mit Käse für mich – leider kein Foto, da ich die Kamera vergessen hatte) und viel Redebedarf. Das Café merken wir uns auf jeden Fall für weitere Verabredungen – genau genommen haben mein Mann und ich vor unseren demnächst anstehenden 13. (uff!) Hochzeitstag dort zu begehen. Das einzige ärgerliche an der heutigen Verabredung waren die Nahverkehrsprobleme, die durch die Sperrung eines Viertels (Straßenfest), die Sperrung eines Streckenabschnitts (Baustelle) und die Sperrung dreier U-Bahn-Haltestellen (Schienenarbeiten) erzeugt wurden. So konnten wir nicht einfach in die Straßenbahn steigen und eine Dreiviertelstunde quer durch die Stadt zum Café fahren, sondern mussten uns mit lustigen Umwegen und diversen Umstiegen zum Café vorarbeiten.

Jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und dann schaue ich, welche Lektüre/Beschäftigung ich für den Nachmittag wähle. Ich hoffe, ihr hattet schon mal einen entspannten Vormittag! 🙂

Update 18:00 Uhr

eReader-Foto, das gut zeigt, wie dunkel unser Wohnzimmer mit zugezogenen Verdunklungsvorhängen ist, wenn nur durch einen kleinen Spalt „Leselicht“ hereinfällt. *g*

Die letzten 3 1/2 Stunden habe ich auf der einen Seite online zugebracht (immer wieder erstaunlich, wie viel Zeit dabei draufgeht 😉 ) und auf der anderen Seite die Kurzgeschichte „Alpha und Omega“ runtergeladen (Vielen Dank für den Tipp an Susanne) und gelesen. Die Geschichte gefällt mir besser als der Anfang des Romans und sollte mir genügend Geduld bringen, um mit „Cry Wolf“ weiterzumachen, auch wenn ich auf den „mein Wolf hat beschlossen, dass du seine Gefährtin bist“-Anteil gut hätte verzichten können. Immerhin führt das in dieser Geschichte bislang nur zu einem gesteigerten Beschützerinstinkt … *g* Urban Fantasy ohne Liebesgeschichten wäre mir in der Regel lieber, aber ich mag das Genre so gern, dass ich es lese, obwohl es kaum eine Geschichte ohne gibt.

Bis zum Abendessen werde ich noch etwas weiterlesen und danach vermutlich etwas mit meinem Mann fernsehen (und dabei „Blümchen gießen“ – habe ich schon erzählt, dass in acht Monaten das nächste „Animal Crossing“-Spiel erscheinen wird *freu*?).

Update 21:00 Uhr

Bohnen-Erbsen-Möhrensuppe mit Perlgraupen (von gestern). 😉

Da mein Mann heute „gekocht“ hat, wurde unser üblicher Rhythmus etwas auf den Kopf gestellt, also habe ich während der Kochzeit und nach dem Essen weiter in „Cry Wolf“ gelesen und muss zugeben, dass mir die Geschichte mit dem Wissen aus dem Prequel besser gefällt. Außerdem kann ich nun sagen, dass meine Weiße-Bohnen-Suppe auch aufgewärmt schmeckt (einfrieren traue ich mich mit den weißen Bohnen trotzdem nicht – ist das nur ein Vorurteil oder tief vergrabenes Wissen über weiße Bohnen?) und wir haben gerade ein vor ein paar Tagen aufgenommene Quiz-Sendung laufen, zu dem ich „Animal Crossing“ gespielt habe.

Mein Animal-Crossing-Charakter darf in diesem Sommer barfuß rumlaufen. 😉

Da ich heute nicht mehr viel anderes als tun werde, als das Quiz zuende zu schauen und danach vielleicht noch etwas zu lesen, ist das mein letztes Update für heute. Mein Tag war auf jeden Fall entspannt und so mag ich meine Sonntage. 🙂

Ich hoffe, ihr habt euren Lese-Sonntag ebenfalls genossen und mit Tätigkeiten und Geschichten gefüllt, die euch gut getan und gut unterhalten haben. 🙂

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Sayuri
Ariana

Lese-Sonntag Mai 2019

Gestern wurde es dank des ESCs etwas später, was bedeutet, dass ich gerade noch nicht so richtig wach bin. Immerhin war es mal wieder lustig die Bemerkungen in meiner Timeline zu den verschiedenen Songs zu lesen – während die Songs selber in der Regel keinen großen Eindruck hinterlassen haben …

Irgendwie war ich in den letzten zwei Woche nicht ganz so fit (keine Ahnung, was ich mir da eingefangen hatte), aber das war okay, denn ich wollte eh nur mit der Nase im Buch versinken und mal eine Weile nichts anderes sehen und hören. 😉 Nachdem ich viel Zeit mit Kinder-, Jugendbüchern und Liebesromanen verbracht habe, bin ich in den letzten Tagen wieder bei Urban Fantasy gelandet. Genau gesagt habe ich mir meinen Vorrat an ungelesenen Mercy-Thompson-Romanen von Patricia Briggs vorgenommen und entspanne mich beim Lesen ganz wunderbar. Aktuell bin ich beim zehnten Band der Reihe („Silence Fallen“) und werde damit auch heute weitermachen.

Außerdem haben mein Mann und ich für heute wieder eine Spielrunde geplant, die wohl etwas länger werden wird. Beim letzten Mal haben wir endlich die erste Herausforderung beim „Hellboy“-Brettspiel erfolgreich beendet, also haben wir uns für heute ein etwas längeres Zufallsszenario vorgenommen. Mir macht das Spiel wirklich Spaß, aber man hat als Spieler relativ wenig Einfluss darauf, ob man erfolgreich aus einer Herausforderung geht, da so viel von den gezogenen Karten und dem Würfelglück abhängt. Eigentlich würden wir auch gern mal wieder „Gloomhaven“ spielen, aber erst einmal wollten wir bei „Hellboy“ etwas regelfester werden, damit wir nicht ständig die diversen Sonderregeln nachschlagen müssen. Nun, mal schauen, was der Tag sonst noch bringt, erst einmal stecke ich meine Nase wieder in mein Buch. 😀

Update 11:00 Uhr

Irgendwie schaffe ich es an den Lese-Sonntagen immer die ersten Stunden des Tages online zu verbringen und nicht so viel Zeit mit Lesen. 😉 Dafür ist der Feedreader geleert und es gibt schon ein paar Mitleserinnen 🙂 und mein Mann und ich haben nebenbei über alles Mögliche geschwatzt. Bevor ich jetzt (wieder) zum Buch greife und endlich erfahre, ob Mercy der Ausbruch gelingt und sie vor ihren Kidnappern fliehen kann, muss ich aber erst einmal in die Küche wandern und den Berg mit Abwasch in Angriff nehmen, der sich seit gestern einfach nicht von selber erledigt hat. Ich weiß auch nicht, wie an einem Tag so viel dreckiges Geschirr entstehen kann, wenn ich doch nur auf dem Sofa sitze und lese … 😉 Danach gibt es dann auch Frühstück für mich, darauf hatte ich bislang noch keine Lust.

Update 13:30 Uhr

UF-Roman an Frühstück. 😉

Nachdem ich mich eben zum Abwasch aufgerafft hatte, kam mir noch die Idee, ich könnte spontan Kuchen für heute Nachmittag backen (schließlich waren da noch vier Eier, die aufgebraucht werden mussten). Danach gab es dann aber wirklich Frühstück für mich und noch ein paar Kapitel in „Silence Fallen“. Mercy ist inzwischen ihrem Entführer entkommen und in Prag gelandet, was für einen Koyoten nicht gerade eine vertraute Umgebung ist. Irgendwie bin ich mir sicher, dass die Geschichte sich nun nicht nur um ihre Entführung und die damit verbundenen politischen Entwicklungen drehen, sondern in Prag auch noch ein paar Dinge extra passieren werden. Immerhin weiß ich schon, dass der örtliche Alpha-Werwolf sehr, sehr alt ist (und Mercy hat als Kind beängstigende Gerüchte über ihn gehört) und sie ist schon dem Geist eines Golems begegnet. *g* Bevor ich aber weiterlese, gibt es erst einmal die geplante „Hellboy“-Runde. Aus dem Nebenzimmer kamen eben schon Beschwerden, dass unser Tisch heute eigentlich nicht ausreicht, weil das Szenario etwas größer ist dieses Mal …

Update 16:00 Uhr

Drei Froschmonster im Kampf gegen drei Agenten, während der Bossgegner aus dem Hinterhalt schießt. *g*

Die heutige „Hellboy“-Runde ging deutlich schneller, als wir erwartet hatten. Aber seitdem wir mit drei Charakteren spielen (wobei wir den dritten Charakter gemeinsam verwalten), geht es deutlich einfacher als zu zweit. Außerdem hatten wir ziemliches Glück beim Würfeln und konnten uns gegenseitig gut unterstützen (also Heilung oder Verstärkung bei Angriffen liefern). Die Aufgabe selber fand ich ziemlich lustig. Wir mussten einen antiken unterirdischen Tempel erkunden und stießen dort – natürlich – auf Monster bzw. am Ende auf Rasputin. Was wir vorher nicht wussten, war, dass sich die Räume verändern würden, wenn wir bestimmte Punkte untersuchten. So mussten wir während des Spiels zweimal das Spielbrett komplett umbauen – was uns aber am Ende wirklich zu Gute kam, weil wir so relativ ungehindert zum Endkampf stürzen konnten. *g*

Abe Sapien und der unterridische Tempel. 😀

Das nächste Szenario haben wir schon rausgesucht, aber so langsam würde ich wirklich gern wieder „Gloomhaven“ spielen, bevor es dafür während des Sommers in unserer Wohnung zu heiß wird.

Jetzt gibt es aber erst einmal Kuchen und danach greife ich wieder zum Buch. 🙂

Update 18:30 Uhr

Kirsch-Clafoutis

Lecker Kuchen und unterhaltsames Buch – ich bin mit den letzten Stunden wirklich zufrieden. 😉 Falls ihr euch wundert, wieso es hier schon wieder (also im monatlichen Abstand *g*) Clafoutis gibt: Er ist schnell zubereitet und ich hatte eh noch vor das Rezept an meine aktuellen Ofenprobleme anzupassen. In zwei kleinen, statt einer großen Form und mit einer höheren Backtemperatur klappt er hervorragend und ich könnte die kleinere Form theoretisch mit dem Kuchen einfrieren, wenn wir den Rest nicht morgen Abend zum Nachtisch essen würden. Ansonsten sieht Mercy momentan in Prag eine Menge Geister, was für sie nicht ganz so ungewöhnlich wäre, wenn es nicht seltsame Nebenwirkungen gäbe, die durch die Begegnung mit dem Golem entstanden sind.

So langsam wird es Zeit in die Küche zu wandern und mit dem Kochen anzufangen, aber bevor ich das mache, schaue ich noch mal, wie es den anderen heute ergangen ist. 🙂

Update 21:30 Uhr

Scharfer Kichererbsen-Eintopf

Zwischen Bloglesen und Kochen bin ich doch glatt noch für eine halbe Stunde auf dem Sofa eingeschlafen, die kurze Nacht macht sich bemerkbar, sobald ich mal nichts tue. *g* Zum Essen (eine scharfen Eintopf mit Kartoffeln, Kichererbsen und Paprika) gab es dann die erste Folge einer Dokumentationsreihe über asiatisches Streetfood. Wir kannten die vorgestellte Köchin aus Bangkok zwar schon (von einer Phil-Folge?), aber es war trotzdem spannend mehr über sie als Person und Streetfood in der Stadt zu erfahren. Danach habe ich „Blümchen gegossen“ und sehr viel mehr werde ich heute Abend nicht mehr tun. Vielleicht lese ich nach meiner gleich folgenden Blogrunde noch ein paar Seiten, aber grundsätzlich plane ich heute früh(er) ins Bett zu gehen.

Meine Animal-Crossing-Nachbarin hat mir ein Geschenk gemacht. *g*

Es war wieder sehr nett mit euch! Wir lesen uns hoffentlich (spätestens) im kommenden Monat wieder. 🙂

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Kiya

Lese-Sonntag im Februar 2019

Heute ist wieder der dritte Sonntag im Monat und somit Lese-Tag! Bei mir wird es heute neben den Lesestunden, die ich mir einräumen werde, etwas weniger berechenbar zugehen als sonst, da wir gegen Mittag meine Schwägerin erwarten, die über Nacht bleiben wird. Allerdings bedeutet dies auch, dass mein Mann heute mehrere Stunden mit seiner Schwester unterwegs sein wird, was von mir definitiv für ungestörte Lesezeit genutzt wird. 😉 Da ich in der Woche kaum Zeit gefunden habe mich in die amüsant-absurde Welt des Mocklore-Universums zu verlieren, werde ich weiter in „Splashdance Silver“ von Tansy Rayner Roberts lesen. Von dem Buch hatte ich beim „Faschingslesen von Lyne und Neyasha“ am vergangenen Sonntag schon erzählt und ich freu mich darauf weiter darin zu lesen. Ansonsten liegt auch noch „The Ravenmaster“ von Christopher Skaife in Reichweite – ich folge dem Ravenmaster des Tower of London schon seit einigen Jahren auf Twitter und bin immer wieder hingerissen von seinen Rabenfotos und seiner Vertrautheit mit den Vögeln.

Update 10:00 Uhr

Seit dem Aufstehen habe ich nur wenig Zeit mit Lesen verbringen können, aber ich die Passagen, die ich gelesen habe, fand ich wieder wunderbar absurd und amüsant. Aktuell begleitet ich eine Reisegruppe, die von einer Songwitch/Piraten-Prinzessin angeführt wird und zu der noch ihr Biograf, ein ergeizloser Dieb mit einer Schubkarre voller Silber, ein verräterischer Schwertkämpfer, ein (aktuell sichtbares) Mitglied der unsichbaren Armee, ein (ehemaliger) Pirat/Gargoyle/Monster und ein grünes geflügeltes Schaf gehören. Diese bunte Gruppe ist gerade auf einem Geister-Piratenschiff und steht kurz davor drei Göttinnen zu treffen, die nicht gerade den besten Ruf haben. 😉

Außerdem habe ich festgestellt, dass ich gestern wohl nicht sehr viel Zeit in der Küche verbracht habe. Zumindest hatte ich ziemlich erfolgreich verdrängt, dass da noch Wäsche auf mich wartet, die endlich mal zusammenfalten sollte, und auch eine Runde Abwasch wäre noch fällig. Aber beides kann warten, bis mein Mann und seine Schwester unterwegs sind. Die letzten Tage waren recht gut gefüllt und so langsam sorgt das dafür, dass ich zu viel im Kopf habe, um automatisch meinen Alltagskram auf die Reihe zu bekommen.

Update 12:45 Uhr

Nach dem Schreiben meines letzten Updates hat mein Mann mich etwas abgelenkt, da er während seines Frühstücks auf NHK World eine japanische Dokumentation über die Kodama Whorl Snail gefunden hat und die war wirklich sehr spannend. Die Schnecke stammt anscheinend ursprünglich von Hokkaido, ist aber auch deutlich weiter im Süden auf den Ogasawara-Inseln zu finden und es ist faszinierend zu sehen, wie sehr sich die Schnecke allein auf der Insel Minami Iwo-To von ihrer Ursprungsform in Hokkaido unterscheidet, weil sie sich deutlich den fünf unterschiedlichen Ebenen angepasst hat. Ich wünschte, wir hätten ein detailliertes Programm von dem Sender, da stolpern wir immer wieder über spannende Dokus, aber leider nur zufällig, weil es immer nur grobe Programmüberblicke gibt, die nicht viel zu den gesendeten Sachen aussagen. (Immerhin hat mein Mann noch rechtzeitig entdeckt, dass es da heute auch eine Doku über „The Songs of Studio Ghibli“ gibt – was wir dann aufnehmen werden. *g*)

Und dann traf auch schon unser Besuch ein und wir haben uns gegenseitig auf den neusten Stand gebracht und die Zeit bis zum Aufbruch der beiden mit Schwatzen verbracht. Ich hoffe, mein Mann und seine Schwester haben heute viel Spaß. Während seine Schwester regelmäßig ihre Fußballmannschaft im Stadion anfeuert, kommt mein Mann – dank des Gewinns von VIP-Karten – heute zum ersten Mal in den Genuß von Stadion-Atmosphäre und dabei kann er mit Fußball nicht mal etwas anfangen. 😉 Ich werde jetzt erst einmal eine kleine Online-Runde drehen, dann das Gästebett fertig machen und dann für den Rest des Nachmittags mit meinen Büchern aufs Sofa fallen.

Update 15:30 Uhr

Von der Hausherrin kritisch inspiziertes Gästebett.

Uff, dieses Wetter ist unglaublich. Da sich unsere Wohnung bei Sonnenschein schnell aufwärmt, haben wir seit ein paar Tagen tagsüber die Heizung nicht an und das im Februar! Um mal das Positive daran zu sehen: Ich bin gespannt, wie hoch dann im kommenden Jahr die Nebenkostenrückerstattung ausfällt. Ansonsten habe ich inzwischen alles noch anstehende an Haushalt inklusive Abwasch geschafft, das Gästebett gerichtet und mir einen Milchkaffee gekocht, der den „Glückskeksen“ Gesellschaft leisten darf, die ich heute mitgebracht bekommen habe.

Da ich heute Abend Essen mitgebracht bekomme, kann ich mich nun wirklich für den Rest des Tages einmuckeln und in Ruhe lesen. Was bedeutet, dass ich jetzt erst einmal zu „The Ravenmaster“ greife und mir von ihm etwas über die Raben im Tower of London erzählen lasse.

Oh, und weil ich gerade mit einer für mich neuen Art des Kaffeekochens experimentiere, lasse ich hier mal ein Foto davon da:

Wer braucht schon einen Kaffeefilter, wenn man auch improvisieren kann?

Die Lösung mit kleinem Sieb und Baumwolltaschentuch funktioniert überraschend gut, geht schneller als das Kochen von Espresso mit der kleinen Kanne, ich verbrauche weniger Espressopulver und kann genau die Menge kochen, die ich auch benötige. *g*

Update 18:45 Uhr

Die Stunden seit dem letzten Update habe ich vor allem mit „The Ravenmaster“ verbracht, während ich parallel dazu eine Zeitlang meiner Pflicht als Katzenmöbel nachkam. 😉 Bislang fand ich Christopher Skaifes Buch über seine Arbeit sehr unterhaltsam und informativ. Er erzählt halt von seinem Arbeitsalltag, von den Raben, von der langen Geschichte und vom Leben des Towers. Man merkt, dass ihm die Vögel am Herzen liegen und dass er es gewöhnt ist tagtäglich mit vielen Menschen über seinen Job und die Tiere zu reden. Grob orientiert sich der Aufbau seines Buches – soweit ich das bislang sagen kann – an seinem Tagesablauf, aber er mäandert beim Erzählen ein bisschen durch verschiedene Themengebiete, was das Ganze wirklich gut lesbar macht. Vor allem mag ich es, dass er diverse Dinge anspricht, über die ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe wie zum Beispiel die Füchse, die sie im Tower genauso rumtreiben wie in jedem anderen Bereich von London.

Da die beiden „Fußballfans“ gerade auf dem Rückweg sind und mir mein Abendessen (Pizza vom besten Italiener des Viertels) mitbringen werden, aktualisiere ich jetzt mal meinen Beitrag und drehe dann bis zum Essen eine kleine Blogrunde und schaue, ob sich im Laufe des Nachmittags bei den anderen was getan hat. 🙂

Update 21:15 Uhr

Bei sehr leckerer Pizza und einem kleinen Mitbringsel (eine grüne „Milchschnitte“ mit Pistazien) aus der VIP-Lounge habe ich mir erst einmal von meiner Schwägerin und meinem Mann von ihrem Nachmittag erzählen lassen. Und da die beiden sehr viel zu erzählen hatten, habe ich nach dem Essen auch noch zum Strickzeug gegriffen. Als es so schien, als ob der Erzählfluss etwas versickern würde, gab es noch das abendliche „Blümchen gießen“, was sich ebenfalls gut als Begleitung eignet, wenn einem sehr viel erzählt wird. 😉 Zusammengefasst kann ich sagen, dass die beiden wohl kein einziges Tor mitbekommen haben, weil sie relativ wenig Zeit mit Blick aufs Fußballfeld verbracht haben und stattdessen ausführlich die verschiedenen und sehr leckeren Gänge des Buffets gewürdigt haben. (Die Erkenntnis des Tages ist anscheinend, dass man, wenn man sich viel zu voll fühlt, weil man Donauwelle auf all die anderen Gänge gestopft hat, nur eine Runde Frankfurter Würstchen benötigt, um das Völlegefühl in den Griff zu bekommen. Oo)

Für mich ist das hier heute das letzte Update des Tages, statt zum Buch werde ich wieder zum Strickzeug greifen und noch etwas die Gesellschaft genießen. Vielleicht schaffe ich vor dem Schlafengehen noch eine kleine Runde – ansonsten schaue ich morgen Mittag, wie es euch in den letzten Stunden des Tages gegangen ist. Es war auf jeden Fall schön, dass sich heute so viele am Lesetag beteiligt haben! Ich hoffe, ihr hattet alle einen schöne Sonntag und könnt einen guten Start in die Woche genießen! 🙂

***

Heutige Mitleserin:

Natira
Kiya
Ariana
Sayuri
Sunny

Faschingslesen mit Lyne und Neyasha

Lyne und Neyasha verbringen an diesem Wochenende zwei Lese-Tage miteinander und nachdem ich die Ankündigung dazu gesehen hatte, wollte ich mich gern anschließen, auch wenn der gestrige Tag schon verplant war. Aber heute klappt es mit ein paar Lesestunden, die ich hoffentlich zum Großteil mit dem „Mocklore Box Set“ von Tansy Rayner Roberts verbringen werde. Obwohl die Autorin mit ihrem Humor und all den fantastischen Elementen in ihren Geschichten genau meinen Geschmack trifft, dauert es doch etwas bis ich die insgesamt 1356 Seiten gelesen habe. Vor allem, da ich aktuell gerade erst beim ersten Roman („Splashdance Silver“) bin und mich die Mocklore-Welt stellenweise noch etwas verwirrt. Aber es gibt eine „Songwitch“ und Piraten und Magie und skrupellose Schwertkämpfer und sie alle sind hinter dem Schatz eines verstorbenen, legendären Piratenkapitäns her.

Update 14:30 Uhr

Heute läuft bei mir und meinem Mann alles etwas langsamer, da wir beide so müde sind. Das ist auch der Grund dafür, dass die heutige Brettspielrunde ausfällt (und die Tatsache, dass mein Mann sich die Switch geschnappt hat und CivVI spielt 😉 ). Dafür muss ich zugeben, dass meine aktuelle Lektüre perfekt für einen etwas müden Lesetag ist, an dem ich keiner komplizierten Handlung folgen mag und mich nur entspannen will, während alle anderen angefangenen Bücher gerade etwas mehr Aufmerksamkeit benötigen. So werde ich wohl noch eine Weile weiter auf der Suche nach dem Piratenschatz sein und all die absurden und seltsamen Einfälle von Tansy Rayner Roberts genießen. Zuletzt habe ich gelernt, dass die Fauna in dem Mocklore-Universum zu schnellen und unerwarteten Mutationen neigt und die dort lebenden Bergziegen deshalb beschlossen, dass sie, wenn sie schon irgendwann mutieren, gezielt bestimmte Elemente als Schwerpunkt setzen. Was irgendwie gegen eine unerwartete Mutation spricht, aber zu sehr praktischen Ergebnissen geführt hat, was nun der Grund ist, warum einer der Nebencharaktere in einer Kutsche unterwegs ist, die auf den Rücken von vier riesigen Bergziegen getragen wird.

Und dann sind da noch die tanzenden Feuergeister und ihr heißer Talentwettbewerb oder die frisch an die Macht gekommene Kaiserin (die schon die vierte Person ist, die in diesem Jahr diese Position innehat, aber im Gegensatz zu ihren Vorgängern will sie nicht mit beiden Händen das Gold der Schatzkammer verprassen, bis sie von ihrem Nachfolger ermordet wird, sondern ist fest entschlossen, die Position zu behalten und Geld aufzutreiben, um die geleerte Schatzkammer wieder zu füllen). Alles sehr seltsam und sehr lustig und obwohl die Hälfte der vorkommenden Personen Piraten (oder Diebe, Betrüger usw.) sind und die andere Hälfte ebenfalls auf der Suche nach dem verlorenen Piratenschatz, gab es noch kein einziges Schiff in der Geschichte. 😉

Update 19:45 Uhr

Dafür, dass ich heute auch viel auf Twitter unterwegs war und zwischendurch ein Nachmittagsschläfchen eingelegt hatte, bin ich ganz schön weit in meinem Buch gekommen. Aber ich werde noch eine ganze Weile damit zu tun haben. Eigentlich ist es ja auch „nur“ mein Nebenbei-Buch für die Stunden, die ich unterwegs bin oder zu müde und unkonzentriert für eines der anderen angefangenen Bücher. Nur gut, dass ich inzwische weiß, dass dieses Parallellesen langfristig doch auch dafür sorgt, dass ich all die Titel, die ich eigentlich sofort lesen will, fertig gelesen bekomme. 😉

Ansonsten ist inzwischen der stürmische Dauerregen des Tages einem wunderschönen Nachthimmel gewichen und ich sitze geduscht im Pyjama auf dem Sofa und warte darauf, dass das Abendessen (ein „Rübli-Auflauf“) aus dem Ofen kommt. Sehr viel werde ich nach dem Essen wohl nicht mehr auf die Reihe bekommen – vor allem, da ich früh ins Bett muss, um morgen früh meinen „Handwerkerdienst“ anzutreten, wenn im Keller gewerkelt wird. Mal schauen, wie das so wird, wenn wir ein paar Stunden weder Wasser noch Heizung haben …

Ich wünsche euch auf jeden Fall noch einen schönen Abend und einen entspannten Start in die Woche. Danke an Lyne und Neyasha für den Lesetag! Es war heute sehr gemütlich mit euch! 🙂

Lese-Sonntag im Januar 2019

Nachdem ich Anfang des Jahres meine Lesebrille kaputt gemacht hatte, bestand der Januar vor allem aus dem Lesen von Manga und kurzen eBooks. Kaum war die neue Brille im Haus, habe ich mich auf das „Abarbeiten“ der Bibliotheksbücher gestürzt und nun bin ich so langsam wieder bereit mich meinem SuB zuzuwenden. Angesichts der Tatsache, dass dieser dank der einen oder anderen Bücherlieferung in der vergangenen Woche schnurstracks auf die 100 zusteuert, ist es nur gut, dass heute wieder der dritte Sonntag im Monat und somit der erste Lese-Sonntag im Jahr 2019 ist. Mein Tag wird vermutlich wie an den meisten anderen Lese-Sonntagen aus ein bisschen Lesen, nachmittags mit meinem Mann ein Brettspiel spielen und ansonsten viel zu viel Zeit im Internet verbringen bestehen. 😉 Aber erst einmal starte ich mit „Mistletoe and Murder“ von Robin Stevens in den Tag, wenn ich nicht doch noch spontan zu einem der beiden anderen angefangenen Bücher („Girl Squads“ von Sam Maggs und „Dreadful Young Ladies and Other Stories“ von Kelly Barnhill) greife – ich bin momentan nicht gerade entscheidungsfreudig …

Update 9:30 Uhr

Die letzten Stunden habe ich doch wirklich etwas in „Mistletoe and Murder“ gelesen. Eigentlich wollte ich den Roman schon um Weihnachten anfangen, aber der Januar ist auch noch okay, um einen Krimi zu lesen, der rund um die Weihnachtszeit spielt. Dieses Mal sind Daisy und Hazel in Cambridge zu Besuch und messen sich bei der Lösung eines Falls mit ihren Rivalen, den „Junior Pinkertons. Ich mag es sehr zu verfolgen, wie sich die beiden Mädchen im Laufe der Reihe entwickeln und welche Charaktere dazu kommen – überhaupt habe ich das Gefühl, dass die „Murder Most Unladylike“-Romane im Laufe der Zeit besser geworden sind, was man ja leider nicht von jeder Reihe sagen kann.

Außerdem habe ich noch ein bisschen zum Thema „Muscheltaucherinnen“ informiert. Ich habe gestern den „Haenyeo“-Eintrag in „Girl Squads“ gelesen und mich die ganze Zeit gefragt, ob ich vor einigen Jahren über diese koreanischen Frauen oder – wie ich es in Erinnerung hatte – über eine Gruppe Japanerinnen eine Dokumentation gesehen hatte. Inzwischen weiß ich, dass ich wirklich über die japanischen Ama einen Film sah und dass ich deshalb so verwirrt war, als Sam Maggs im Text erwähnte, dass die Haenyeo heutzutage nicht mehr die traditionelle Baumwollkleidung zum Apnoe-Tauchen tragen, sondern Taucheranzüge und dass das ganz neue Probleme mit sich bringt. Oh, „Girl Squads“ ist übrigens ein Sachbuch, in dem die Autorin Frauen vorstellt, die gemeinsam etwas Bemerkenswertes erreicht oder getan haben. Das Buch ist aufgeteilt in die Bereiche „Athlete Squads“, „Political and Activist Squads“, „Warrior Squads“, Scientist Squads“ und „Artist Squads“ und ich bin bislang noch ganz am Anfang, fand aber den Ansatz, dass nicht eine einzelne Frau vorgestellt wird, sondern mehrere Gruppen, deren Zusammenarbeit historisch interessant waren, reizvoll.

Jetzt sollte ich mir aber wohl erst einmal ein Frühstück machen, bevor ich mich weiter mit meinen Büchern beschäftige. 😉

Update 12:00 Uhr

Zum Frühstück gab es weitere Kapitel in „Mistletoe and Murder“ für mich (bislang noch kein Mord, aber er wird kommen!) und danach musste ich mich erst einmal um Christie kümmern, die zur Zeit sehr bedürftig ist. Momentan kann ich nicht mal im Bad verschwinden, ohne dass sie vor der Tür lauert und darauf wartet, dass ich wieder rauskomme und mit ihr zum Sofa gehe, um dort für sie als Liegefläche zu fungieren. Sie will nicht mal bespielt werden (oder gar geschmust), aber sie besteht darauf, dass ich viel Zeit mit ihr auf dem Sofa liege, damit sie es warm und kuschelig hat. In der Woche konnte ich das noch verstehen, weil wir wieder einen Handwerker im Treppenhaus hatte und die Geräusche für sie natürlich nicht einordbar und deshalb verstörend sind. Aber so langsam wird mir unser Kätzchen da ein bisschen zu fordernd, vor allem, da sie es sich auch angewöhnt hat nachts sofort Aufmerksamkeit zu verlangen, sobald wir ins Bett gegangen sind. Da wünschte ich mir wirklich, sie hätte es sich nicht vor ein paar Jahren abgewöhnt mit ins Bett zu krabbeln, sondern würde sich dann einfach zu uns gesellen und in Ruhe schlafen lassen …

Oops, mein „passt nicht mehr ins Regal“-SuB ist im Hintergrund deutlich zu sehen. *g*

Update 13:45 Uhr

Sehr viel ist in den letzten zwei Stunden nicht passiert, aber bevor ich mich mit meinem Mann zu unserer sonntäglichen Brettspielrunde zurückziehe, wollte ich hier noch ein kleines Lebenszeichen von mir geben. 😉 Bislang habe ich die Mittagszeit vor allem mit Lesen (weiterhin „Mistletoe and Murder“) Carola-Dunn-Titeln-Recherchieren verbracht – wenn ich demnächst eine große Bestellung in Großbritannien aufgebe, dann seid ihr daran Schuld! 😉

Was Christies Verhalten angeht, so denke ich, dass sie gerade nicht nur Probleme mit dem Handwerker hat, sondern auch etwas gestresst war, weil wir Anfang der Wochen viel unterwegs waren und sie ungewöhnlich häufig allein gelassen haben. Sie ist ja doch daran gewöhnt, dass ich so gut wie den ganzen Tag daheim bin. Außerdem müsste so langsam die Wirkung des Kortisondepots nachlassen (zumindest sind seit der Spritze drei Monate vergangen), was sich zwar noch nicht damit bemerkbar macht, dass sie sich ständig kratzt, aber Grund für ihre Unruhe sein könnte …

Die nächsten Stunden wird das Kätzchen aber leider wieder auf meine Sofapräsenz verzichten müssen, denn ich habe einen Laden zu eröffnen und Abenteurer mit Waffen und anderen Items auszustatten, damit sie die Stadt vor Monstern schützen können! *g*

Update 17:00 Uhr

„Bargain Quest“ war wieder sehr lustig – ich hatte das Spiel viel zu lange nicht mehr gespielt, während mein Mann das momentan regelmäßig mit zur Arbeit nimmt, um sich danach mit Kollegen zum Spielen zusammenzusetzen. Die erste Runde verlief für mich ziemlich katastrophal, weil ich zwar schöne Items für den Verkauf hatte, aber die Helden entweder kein Geld hatten oder mit meinem Angebot nichts anfangen konnte – lustigerweise waren sie insgesamt trotzdem stark genug, um die Monster, die die Stadt bedrohten, zu killen, so dass die erste Runde auch schnell vorbei war. In der zweiten Runde haben wir doppelt so viele Anläufe gebraucht, um die Gegner zu vernichten, dafür habe ich mit meinem Laden sehr, sehr viel Geld verdient, was meine Krämerseele sehr gefallen hat. 😉

Bis es Zeit zum Kochen ist, werde ich jetzt noch eine Blogrunde drehen und dann meine Nase in „Dreadful Young Ladies and Other Stories“ von Kelly Barnhill stecken. Bislang hatte ich nur die erste Geschichte („Mrs. Sorensen and the Sasquatch“) der Anthologie gelesen und das nun schon zum dritten Mal, weil ich den Text online schon zweimal vor der Nase hatte. Jetzt bin ich gespannt, wie mir „Open the Door and the Light Pours Through“ gefällt.

Update 22:00 Uhr

Ich mochte die Geschichte „Open the Door and the Light Pours Through“ sehr gern, auch wenn ich das Ende etwas sehr skurril fand. Der Anfang ist schon mal sehr cool, wenn man verfolgen kann, wie sich ein Mann und seine Frau gegenseitig Briefe schreiben, nachdem er sie wegen der Amerikaner im weltkriegsgeplagten London zu seiner Familie aufs Land geschickt hat. Nach jedem Brief gibt es eine Passage mit den Dinge, die sich die beiden nicht geschrieben haben, die sie aber beschäftigen, und irgendwann kommt der Punkt, an dem er Briefe erhält, die anscheinend nicht mit der normalen Post gekommen sind … Nach der Geschichte bin ich dann doch etwas eingedöst, dabei hatte ich mir fest vorgenommen, dass ich heute nicht wieder beim Lesen einnicke. Immerhin war es nur eine Viertelstunde und dann ging es auch schon ans Kochen. Ich mag diesen Kartoffel-Kichererbsen-Paprika-Eintopf total gern und das Beste daran ist nicht nur, dass er gut schmeckt, sondern dass er auch einfach zu machen ist. *g*

Zum Abschluss des Abends gab es noch den Film „Adventures in Babysitting“ (oder auch „Die Nacht der Abenteuer“). Der Film ist total albern und die 80er-Jahre-Kostüme sind definitiv nicht gut gealtert, aber für mich ist das ein Wohlfühlfilm. Zum Großteil liegt das daran, dass ich den Soundtrack so sehr mag und da es die Musik nicht auf CD gibt (wenn ich nicht gerade über hundert Euro für eine CD investieren will), habe ich mir Ende letzten Jahres mal die relativ günstige DVD gegönnt. Mein Mann kannte den Film noch nicht – ich habe keine Ahnung, wie ihm der entgehen konnte, wo ich den in den letzten Jahren doch immer mal wieder auf Video geschaut hatte – und fand ihn anscheinend nett genug, um ihn aufmerksam bis zum Ende zu schauen. Ich hingegen habe nebenbei etwas gesurft und kommentiert, „Blümchen gegossen“, mit den Füßen zur Musik gewippt und spontan Textpassagen zitiert. Ich kenne den Film definitiv viel zu gut. 😉

Jetzt werde ich nur noch ein paar Seiten lesen und dann ins Bett fallen. Ich habe mich gefreut, dass wir heute wieder mit mehreren Leuten beim Lese-Tag dabei waren und dass ihr euch alle anscheinend wirklich gemütlich gemacht und den Tage genossen habt. Habt einen guten Start in die Woche! 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Kiya
Sayuri