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Herbstlesen im Oktober 2019 (So., 6. Oktober)

Gefühlt habe ich gestern mehr Zeit online als mit einem Buch verbracht, aber das gehört ja irgendwie zum Herbstlesen dazu. 😉 Heute geht es weiter mit einer Harry-Dresden-Kurzgeschichte und „Murder is Easy“. Ansonsten habe ich keine großen Pläne für den heutigen Tag, abgesehen davon, dass ich irgendwann den Teig fürs Abendessen vorbereiten muss, steht heute Vormittag nur noch wieder der Abwasch auf dem Programm, aber der sollte schnell erledigt sein. Mal schauen, ob ich heute „Murder is Easy“ fertig bekomme oder mich wieder von diversen Dingen ablenken lasse. Irgendwann sollte ich mir auch noch mal meinen Feedreader vornehmen, da schlummern noch die ganzen Buchblog-Beiträge der letzten zwei Wochen, die ich nach meinem Urlaub nicht aufgeholt habe. Da die kommende Woche etwas stressiger wird, wäre es vielleicht ganz vernünftig, wenn ich das vorher hinbekommen würde. Na, mal schauen, ob ich dazu im Laufe des Tages Lust habe, jetzt greife ich erst einmal zum Buch.

Update 9:15 Uhr

Die heutige Harry-Dresden-Geschichte war „I was a Teenage Bigfoot“ und hier hatte Harry wieder mit Irwin zu tun, der schon in „B is for Bigfoot“ vorkam. Es sind ein paar Jahre vergangen, seitdem die beiden sich getroffen haben, und dieses Mal wurde Harry zur Hilfe gerufen, weil Irwin krank ist, obwohl ein Bigfoot eigentlich nicht krankwerden kann. Ich fand es ein bisschen schade, dass Irwin den Großteil der Geschichte bewusstlos war, aber mit Nurse Jen habe ich eine neue Lieblingsfigur, auch wenn ich vermutlich niemals wieder von ihr lesen werde. 🙂

Ansonsten habe ich den „Buchblogger“-Bereich meines Feedreaders überflogen und schon mal alle Beiträge als gelesen markiert, bei denen ich definitiv nicht kommentieren werde. Jetzt muss ich nur noch schauen, ob ich die restlichen 18 Beiträge heute noch angucke und kommentiere oder erst im Laufe der Woche. Immerhin habe ich in den letzten zwei Tagen den Feedreader von über 200 ungelesenen Beiträgen auf diese übersichtliche Menge geschrumpft bekommen. Ich habe das Gefühl, dass es sich gerade besonders bemerkbar macht, dass Herbst ist und die Leute wieder mehr Lust zum Bloggen haben. 😉

Die Planung für die kommende Woche habe ich auch schon angefangen (trotz eines Kalenders und sich wiederholender Tätigkeiten fühle ich mich immer noch am Wohlsten, wenn ich in stressigen Zeiten alles per Hand auf einen Zettel schreibe und dort dann abstreiche, was ich erledigt habe) und nun wandere ich in die Küche, erledige den Abwasch und kümmere mich um meinen knurrenden Magen. Keine Ahnung, was der schon so früh von mir will, aber da ich überraschenderweise Lust auf Porridge habe, lässt sich das Frühstück heute ja schnell zusammenrühren. 😉

Update 11:15 Uhr

Bevor ich eben in die Küche ging, durfte sich mein armer Mann noch eine lange Erklärung anhören, wieso „Trace of Magic“ von Diana Pharaoh Francis mich so geärgert hat und „Burn for Me“ von Ilona Andrews mich so gut unterhalten hat, obwohl beide Geschichten theoretisch so viele Ähnlichkeiten haben, wenn es um die Grundthemen geht. Ich finde es wirklich faszinierend, wie ähnlich sich viele Aspekte in diesen Romanen sind und wie unterschiedlich die Autorinnen (bzw. die Autorin und das Autorenteam) damit umgehen und welchen Unterschied das für mich als Leserin macht. Nach meinem Monolog über Urban-Fantasy-Bücher haben wir dann erst einmal zusammen abgewaschen und danach ging es mit dem Frühstück (und einem Youtube-Video weiter – es ist so seltsam, dass ich seit diesem Sommer regelmäßig Videos schaue).

Eine Blogrunde habe ich auch schon gedreht und noch ein bisschen in „Murder is Easy“ weitergelesen. Momentan klappert Luke die verschiedenen Dorfbewohner ab, um mehr über die verstorbenen Personen zu erfahren und herauszufinden, ob es jemanden gibt, der eine Verbindung zu allen Personen hatte. Ich mag es, dass Agatha Christie sich mit diesem Part Zeit lässt, so dass man die verschiedenen Figuren nicht nur im direkten Gespräch mit Luke kennenlernt, sondern auch die verschiedenen Bemerkungen mitbekommt, die die Nachbarn machen und die einen einen neuen Blick auf den jeweiligen Charakter werfen lassen.

Update 14:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich vor allem meine Nase in meinen Roman gesteckt und „Murder is Easy“ ausgelesen. Ich muss zugeben, dass ich es immer etwas unbefriedigend finde, wenn ich die Motivation eines Täters nicht so recht nachvollziehen kann (in diesem Fall, weil der Mörder verrückt ist), aber grundsätzlich mochte ich „Murder is Easy“ auch dieses Mal gern lesen. Ich habe es genossen, wie fein Agatha Christie die Hinweise in die Geschichte eingestreut und wie die Autorin die verschiedenen Figuren dargestellt hat. Was die deutsche Übersetzung angeht, so habe ich das Gefühl, dass einige Dialoge gekürzt und einige Zitate entfernt wurden, aber die Unterschiede fühlen sich nicht so gravierend an, dass ich für einen Vergleich meine deutsche Ausgabe aus dem Regel ziehen wollte. 😉 Bevor ich überlege, was ich als nächstes lesen werde, schaue ich erst einmal, wie es den anderen bislang so ergangen ist.

Update 18:45 Uhr

Uff, ganz schön viel Zeit vergangen, seit dem letzten Update. *g* Den Nachmittag habe ich mit Mothra und meinem Strickzeug verbracht. Mein Mann hat den Film zum Geburtstag bekommen und wollte ihn gern sehen und bei Mothra-Filmen bin ich auch gern dabei. Die Handlung war relativ simpel: Ein Forschungsteam findet auf einer angeblich einsamen Insel zwei „Mini-Mädchen“ und obwohl sich alle einig sind, dass sie die Frauen und den Rest der Insel in Ruhe lassen, gibt es natürlich einen Bösewicht, der die beiden Frauen entführt und gegen Geld zur Schau stellt. Darauf hin rufen die Einheimischen der Insel Mothra, um die beiden Frauen aus ihrer Gefangenschaft zu retten. Was ich nett fand, war, dass der „Held“ der Geschichte ein mittelalter, übergewichtiger Journalist war, der zwar oft gute Ideen hatte, aber grundsätzlich wirkte wie sprichwörtliche Mann von nebenan.

Da es natürlich sehr anstrengend ist, um die Zukunft der Welt zu bangen 😉 , brauchten wir auch noch ein Stück Kuchen. Dazu gab es für mich die ersten Seiten von „Cart and Cwidder“ von Diana Wynne Jones. Ich habe die Dalemark-Reihe als Kind geliebt und die in der Bibliothek vorhandenen Teile immer wieder ausgeleihen. Ich habe aber nie die gesamte Reihe gelesen und als ich nun vor einiger Zeit die Bände bekommen habe, habe ich mich kaum getraut sie anzulesen, weil ich fürchtete, dass die Romane mit einer Erinnerung nicht mithalten können. Die ersten Seiten mochte ich aber wieder sehr gern und habe mich gefreut, dass ich durch Morils Augen eine Einführung in das Leben seiner Familie bekomme, die als fahrende Spielleute durch Dalemark ziehen.

Und dann fiel mir ein, dass ich in diesem Monat noch Manga bestellen wollte und da ich schon dabei war, habe ich gleich geschaut, ob es neu aufgelegte Bücher Diana Wynne Jones gibt (jupp, drei Stück, die im Juni erschienen sind) und irgendwie ist da dann doch eine ganz schöne Bestellung zusammengekommen. Mal schauen, wann mein Buchhändler die Titel liefert – gerade die englischen Bücher brauchen ja immer etwas länger, vor allem, wenn sie direkt für mich importiert werden. Das war dann vermutlich auch die letzte Bestellung für diese Jahr (wenn ich von den Vorbestellungen absehe, die ich schon im Sommer getätigt habe), denn normalerweise spare ich mein Büchergeld in den letzten zwei Monaten des Jahres lieber und gönne mir dann zum Jahresanfang eine etwas größere Bestellung. 😉 Jetzt geht es für mich erst einmal in die Küche, da das Essen heute wieder etwas länger dauert (und dann noch einige Zeit im Ofen benötigt) und dann gönne ich mir eine ausgiebige Blog- und Kommentarrunde.

Update 22:45 Uhr

Das Kochen hat – wie erwartet – ziemlich viel Zeit gekostet, aber am Ende lohnt sich das lange Warten dann doch, weil so eine Mangold-Quiche einfach sehr lecker ist. 😉 Nach dem Kochen blieb neben der Blogrunde nicht so viel Zeit, weshalb ich zwischendurch nur noch das sechste Kapitel von „Numismancer“ von Kelly McCullough gelesen habe. Der Autor schaltet jeden Monat bei Patreon ein Kapitel des Romans frei und bislang finde ich die Geschichte rund um einen Mann, der versucht dem Einfluss seines Vaters zu entfliehen, und in der Münzen eine wichtige Rolle im Kampf gegen das Übernatürliche spielen, ganz nett. So viel ist in den ersten sechs Kapiteln noch nicht passiert, auch wenn es schon einen Mord gab. Aber vor allem ging es bislang darum die Figuren vorzustellen und die Grundsituation einzuführen.

Und da ich schon bei den Patron-Geschichten war, habe ich gleich noch mit „The Traitor Lords“ von Kameron Hurley weitergemacht. Die Geschichte ist „about a young mage on a quest to hunt down the five traitor lords who’ve brought ruin to her family“, genau genommen macht sich Imelda auf den Weg ausgestattet mit den wenigen Erbstücken, die von ihrer Lieben übrig geblieben sind, und dem alten Hund der Familie an ihrer Seite. Die Geschichte ist sehr märchenhaft und ich habe sie wirklich gern gelesen.

Zuletzt wartete noch die monatliche Geschichte von Seanan McGuire auf mich. „Take the Shot“ gehört zu den InCryptid-Romanen. Die Autorin bietet eine Menge Kurzgeschichten kostenlos auf ihrer Homepage an und die rund um Thomas Price und Alice Healy mochte ich bislang immer. Diese Geschichte bildet da keine Ausnahme und bekommt von mir Bonuspunkte für das Auftauchen von Mary (ein Geist, der früher als Alice Babysitter fungierte) und eine Runde Magie. Ganz ehrlich, Seanan McGuire könnte über Gemüse schreiben und ich fände es unterhaltsam – genau genommen hat sie schon über Gemüse geschrieben und es war eher gruselig, aber das sehen ich mal nicht so eng. 😉

Da ich heute vermutlich nur noch etwas Zeit mit „Animal Crossing“ verbringe, bevor ich nach einer letzten Blogrunde ins Bett falle, verabschiede ich mich hier schon mal für heute von euch. Habt einen guten Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja am kommenden Wochenende wieder! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Neyasha
Natira
Anette
Ina
Sunny

Herbstlesen im Oktober 2019 (Sa., 5. Oktober)

Nachdem ich mich am Donnerstag ja ein winziges Bisschen über meine Lektüre geärgert hatte, kann ich heute verkünden, dass ich gestern „Trace of Magic“ von Diana Pharaoh Francis beendet habe (alle Passagen ohne Beziehungskram haben mir wirklich gefallen, es gab nur zu wenig davon 😉 ) und heute mit einem neuen Buch in den Tag starten kann. Wobei ich erst einmal wieder zu „Brief Cases“ von Jim Butcher greife und eine Kurzgeschichte lese, weil ich heute Vormittag noch Zeit in der Küche verbringen muss, um das Geschirr von gestern Abend abzuwaschen und eine Torte zu basteln. Da ich zu kurz vor seinem Geburtstag von meiner Reise nach Hause kam, um die Torte pünktlich fertigzustellen, gibt es heute nachträglich den Geburtstagskuchen für meinen Mann. 🙂 Während ich in der Küche wusel, kann ich ja dann schon mal darüber nachdenken, nach welchem Genre mir so als nächstes ist …

Update 11:00 Uhr

Inzwischen ist die Küche aufgeräumt und sauber, die Schoko-Birnen-Torte ruht im Kühlschrank und ich habe die Gemüselieferung entgegengenommen und verstaut. (Ob ich irgendwann einmal lerne das Fassungsvermögen meines Gemüsefachs so gut einzuschätzen, dass die wöchentliche Gemüsekiste mich nicht zum Tetris-spielen herausfordert?) Außerdem bin ich noch eben unter die Dusche gesprungen und habe eine Runde Wäsche angestellt – das war es jetzt aber auch mit Haushalten für heute (wenn ich davon absehe, dass ich die Wäsche später noch zusammenlegen und verstauen muss)!

Die heutige Harry-Dresden-Geschichte war „AAAA Wizardry“ über die Grundlagen der Arbeit als magischer Privatermittler. Mir hat auch diese Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn ich fand, dass Jim Butcher anfangs die Mischung aus „Unterrichtssituation“ (Harry gibt angehenden Zauberern eine Lektion über kluges Ermitteln) und „Rückblick“ (er erinnert sich an einen früheren Fall, bei dem er all die Grundlagen, die er heute so wichtig findet, vollkommen missachtete) nicht ganz so rund erzählt hat, wie er gekommt hätte. Aber am Ende fühlte es sich stimmig an und das ist ja das Wichtigste an einer Geschichte. Jetzt wird es erst einmal Zeit für eine kleine Blogrunde, danach gibt es mein Frühstück und dabei schaue ich dann, ob mich der aus dem Regal gezupfte Krimi heute reizen kann. 🙂

Update 13:30 Uhr

Zum Frühstück gab es dann weniger Krimilesen und dafür eine Menge Bloglesen, aber das gehört zum Herbstlesen ja auch dazu. *g* Inzwischen habe ich dann aber doch einige Seiten in „Murder is Easy“ (oder „Easy to kill“) gelesen. Wenn ich mich recht erinnere, dann ist das einer der Agatha-Christie-Romane, bei denen ich das Motiv des Täters nicht ganz stimmig fand, aber die Figuren und die Erzählweise so sehr mochte, dass mich diese Schwäche bei der Auflösung nicht störte. Bislang kenne ich die Geschichte nur auf Deutsch („Das Sterben in Wychwood“) und ich bin gespannt, ob bei diesem Roman auch so viele atmosphärische Szenen bei der Übersetzung verloren gingen. Zumindest ist mir bei den ersten Kapiteln relativ wenig „Kurzungspotezial“ aufgefallen, so dass ich mich bislang noch davon abhalten kann, meine deutsche Ausgabe aus dem Regal zu ziehen, um die beiden Versionen der Geschichte zu vergleichen. 😉

Etwas irritierend ist gerade, dass mein Mann den gestern Abend aufgenommenen SchleFaZ („Laserkill – Todesstrahlen aus dem All“) schaut und der Film ist nicht nur eine unerträgliche Mischung aus langweilig und bescheuert, sondern stellenweise auch sehr laut. Aber solange ich zum Lesen das Wohnzimmer nicht verlassen will, muss ich damit wohl leben. 😉 (Und dann musste ich doch noch imdb.com anwerfen, um herauszufinden, dass der Sheriff in dem Film der gleiche Schauspieler ist, der bei „Mord ist ihr Hobby“ Sheriff Metzger gespielt hat – irgendwie lässt es mir immer keine Ruhe, wenn mir ein Schauspieler vertraut vorkommt.)

Update 16:00 Uhr

Ich habe bislang beim Lesen wirklich das Gefühl, dass für die deutsche Ausgabe meines Agatha-Christie-Romans nicht so viel gekürzt wurde. Mal schauen, ob ich das noch überprüfe oder ob ich einfach weiter die Geschichte genieße. Da ich dazu noch nichts geschrieben habe, gibt es hier erst einmal die Grundlagen der Handlung. Protatonist von „Murder is Easy“ ist Luke Fitzwilliam, der nachlangjähriger Arbeit als Polizist im „Osten“ zurück nach England gekommen ist und im Zug eine ältere Dame trifft, die ihm erzählt, dass sie auf dem Weg zu Scotland Yard sei. Genau genommen will Miss Pinkerton bei Scotland Yard bewirken, dass Ermittlungen gegen einen mehrfachen Mörder in ihrem Dorf aufgenommen wird. Keiner der Todesfälle ist bislang als Mord aufgefallen, doch Miss Pinkerton ist sich sicher, dass es Morde waren und dass sie genau weiß, wer das nächste Opfer sein soll. Natürlich denkt Luke erst einmal, dass die Fantasie mit der alten Dame durchgeht. Doch als er erst von Miss Pinkertons Tod und wenig später auch den Namen des nächsten Opfers in den Todesanzeigen der Zeitung liest, beschließt er auf eigene Faust in dem idyllischem Ort Wychwood zu ermitteln. Ich mag einfach, wie Agatha Christie die verschiedenen Personen und die Dynamik im Dorf beschreibt. Ein wenig bedauerlich ist es, dass ich mich noch so gut an den Mörder erinnern kann, aber immerhin bedeutet das auch, dass ich mich an all den kleinen versteckten Hinweise erfreuen kann.

Zum Tortenstück habe ich aber erst einmal zu einer Kurzgeschichte gewechselt, die ich online gefunden hatte. „To Follow Her Home“ von Lydia San Andres erzählt von einer Gruppe von Frauen, die den Tod einer gemeinsamen Freundin betrauern. Die Erzählerin kann nicht so recht fassen, dass ihre Freundin Ada so plötzlich gestorben ist und sucht eine übernatürliche Erklärung für den Tod. Dabei ist sie so besessen von ihrer Suche, dass sie nicht nur ihre noch lebenden Freunde allein mit ihrer Trauer lässt, sondern beinah auch noch ihre Lebensgefährtin verloren hätte. Ich mochte die Erzählstimme, auch wenn es mir schwerfiel die Besessenheit der Erzählerin zu verstehen, und ich mochte die Auflösung am Ende der Geschichte.

Nebenbei gluckerte hier noch die Heizung so sehr, dass mein Mann keinen weiteren Film angefangen hat. Wir heizen zwar noch nicht, aber am Mittwoch kommen erneut die Installateure, da bei der im Frühling neu eingebauten Heizung – laut unserer Nachbarn – irgendwas nicht in Ordnung ist. Auf jeden Fall wollten wir mal schauen, ob bei uns alles funktioniert wie es sollte, bevor der Handwerkertermin ins Haus steht, und durften dabei feststellen, dass die Heizung nicht nur kaum heizt, sondern auch über eine Stunde benötigt, um warm zu werden … Jetzt lege ich aber schnell noch die Kochwäsche zusammen, bevor ich mich wieder mit „Murder is Easy“ auf dem Sofa einrolle.

Update 21:15 Uhr

Ich habe keine Ahnung, wo die Stunden seit dem letzten Update geblieben sind. Ich habe meine Wäsche zusammengelegt (und amüsiere mich immer noch über meine neue eingeführte Marie-Kondō-Faltung für Geschirrtücher – schon schlimm, was so hängenbleibt, wenn man die US-Serie mit ihr sieht), dann ging es weiter mit „Animal Crossing“ und danach habe ich irgendwie Zeit verloren.

Das heutige Abendessen dauerte auch seine Zeit, aber das Rote-Beete-Risotto ist nicht nur sehr lecker, sondern auch das einzige Gericht, das mir spontan mit Roter Beete einfällt. Wenn ihr da noch Tipps für mich habt, wäre ich wirklich dankbar, da ich Rote Beete wirklich gern mag, aber so keine Zubereitungsideen habe. Zum Essen gab es noch eine Folge „Brooklyn Nine-Nine“ – wir sind noch in der dritten Staffel, da wir immer etwas aufpassen müssen, dass wir von einer Serie nicht zu schnell übersättigt sind, aber aktuell mögen wir die Serie wieder.

Jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und schaue, was ihr so heute Abend bislang so gemacht habt, und beantworte Kommentare. Danach geht es weiter mit „Murder is Easy“, die Geschichte passt gerade gut zu meiner Stimmung. 🙂

Update 23:30 Uhr

Sehr viel habe ich seit dem Update nicht mehr in „Murder is Easy“ gelesen, aber morgen geht es ja weiter mit dem Herbstlesen. Da es so langsam wirklich Zeit wird ins Bett zu gehen, wünsche ich euch eine gute Nacht! Es war wieder sehr schön mit euch heute! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
Natira
Ina
Kiya
Sunny
Anette

Deborah-Crombie-Lesetag (4) – Kein Grund zur Trauer

Nach „Und ruhe in Frieden“ , das ich gemeinsam mit Sayuri Ende Juli gelesen habe, geht es heute weiter mit „Kein Grund zur Trauer“ von Deborah Crombie. An den vierten Band der Kincaid-und-James-Krimis habe ich noch erstaunlich viele Erinnerungen, obwohl auch hier das letzte Lesen mehr als zehn Jahre her ist. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass ich noch weiß, wer der Mörder ist, obwohl ich natürlich nicht mehr alle Personen auf die Reihe bekomme, die in dem Buch vorkommen. Da Sayuri und ich auch dieses Mal keine Hemmungen haben werden zu spoilern, gibt es hier wieder die Warnung, dass dieser Beitrag nur für diejenigen geeignet ist, die diesen Roman schon kennen oder eh nicht lesen wollen. 😉

Update 11:15 Uhr

So ganz bin ich eben nicht ins Lesen gekommen, aber inzwischen bin ich dann doch in der Handlung drin. In diesem Roman dreht sich die Geschichte um die Ermordung von Commander Alastair Gilbert, einem hochrangigen Polizisten, der von seiner Frau Claire und seiner Stieftochter Lucy abends ermordet in der Küche gefunden wird, als die beiden von einem Einkaufstripp zurückkehrten. Ich mag es sehr, wie Deborah Crombie schon beim ersten Gespräch mit der Familie andeutet, dass der Ermordete kein freundlicher Mensch war. All die kleinen Bemerkungen, die dafür sorgen, dass man nebenbei mitbekommt, dass Gilbert mit seiner Frau nicht über seine Arbeit geredet hat, dass er Lucy nicht erlaubt hat ihren Hund mit ins Haus zu nehmen, obwohl dieser ihr offentlichtlich viel bedeutet, und die doch erst einmal keine so große Bedeutung zu haben scheinen, obwohl hier der Schlüssel zur Tat liegt.

Was das Verhältnis zwischen Gemma und Kincaid angeht, so bin ich hin und her gerissen. Auf der einen Seite war ich am Ende des dritten Bandes irritiert, weil die beide schon so früh im Bett miteinander gelandet sind (und ich beider Motivation nicht so recht verstehen konnte, weil er die ganze Zeit mit anderen Frauen flirtete, während sie von ihm nur genervt war), auf der anderen Seite finde ich es gut, dass beide erst einmal in der Lage sind ihre persönlichen Probleme zur ignorieren, um weiterhin professionell miteinander zu arbeiten.

Update 13:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal eine kurze Pause gemacht, um mir mein Frühstück fertig zu machen, bevor ich weiterlas. Ich freue mich gerade vor allem über das Wiedersehen mit Figuren, an die ich mich nicht spontan erinnert habe. Madeleine, die den Dorfladen betreibt, Gemmas ehemalige Kollegin Jackie, die – wenn ich mich recht erinnere – ihre Nase in gefährliche Angelegenheiten stecken wird, und ich hatte ganz vergessen, dass Gemma inzwischen im Garten von Hazel Cavendish wohnt, eine Frau, die Gemma und Duncan noch viele Jahre begleiten wird. Oh, und ich glaube, die immer wieder erwähnten Diebstähle haben mit einer Quest zu tun und nicht mit dem Mord – schon seltsam, was für Erinnerungen beim Lesen wieder auftauchen. Ich finde es auf jeden Fall spannend, dass „Kein Grund zur Trauer“ der Roman von Deborah Crombie ist, der mir bislang am lebhaftesten in Erinnerung geblieben ist.

Am Freitagvormittag geht es hier weiter mit dem Deborah-Crombie-Lesetag – ich bin gespannt, wie viel ich mich bis dahin in Gedanken mit all den kleinen Erinnungsfetzen beschäftige, die gerade wieder auftauchen. 😉

 

Update Freitag 10:20 Uhr

Die vergangene Nacht war nicht gerade erholsam, aber inzwischen habe ich die dringensten Haushaltssachen erledigt und kann mich nun mit dem Buch auf dem Sofa einrollen. Ich muss zugeben, dass ich seit Mittwoch so gut wie gar nicht an die Handlung von „Kein Grund zur Trauer“ gedacht habe. Auf der einen Seite bin ich mir immer noch sicher, dass ich mich richtig an den Täter erinnere, und auf der anderen Seite habe ich bis gestern Abend parallel einen spannenden japanischen Krimi gelesen, der mich doch etwas mehr beschäftigt hat. 😉 Jetzt geht es aber wieder weiter mit „Kein Grund zur Trauer“. Ich bin auf Seite 148 und so wie es aussieht werden Gemma und Duncan die nächsten Stunden miteinander verbringen, nachdem sie bislang vor allem getrennt ermittelt haben …

Update 11:30 Uhr

Wie immer in der ersten Stunden eines „Lesetages“ brauchte ich etwas, um wieder in meinem Buch anzukommen, aber inzwischen habe ich doch einige Seiten gelesen. Mit meiner Vermutung bezüglich der Diebstähle und der Quest lag ich nur zum Teil richtig, an Geoffs Problem hingegen kommt ich mich gar nicht mehr erinnern. Ich mochte die Szene sehr, in der sich die „einflussreichen Frauen“ des Dorfes zusammengetan haben, um eine Verhaftung zu verhindern, auch wenn ich Duncans Ärger über die Aktion (und die damit erfolgte Unterlaufung des Rechtssystems) gut verstehen kann. Jetzt mache ich erst einmal eine kleine Pause, um mir Frühstück zu machen (und mich davor zu drücken die nächsten Seiten zu lesen, weil ich um Gemmas Freundin Jackie fürchte, die ich in den wenigen Szenen, die es bislang mit ihr gab, wirklich mochte).

Update 13:40 Uhr

Statt mir direkt nach dem letzten Update Frühstück machen zu können, habe ich mich erst einmal um das klingelnde Telefon kümmern müssen und eine Dreiviertelstunde mit meinem Vater telefoniert. Zum Frühstück ging es dann aber weiter mit den letzten Seiten von „Kein Grund zur Trauer“ und mit jedem Gespräch über den ermordeten Alastair Gilbert wird deutlich, was für ein unangenehmer Mensch er war und wie viele Personen einen Grund gehabt hätten, ihm den Tod zu wünschen. Leider hat mich meine Erinnerung bezüglich des Mörders nicht getrügt – es kommt bei Deborah-Crombie-Krimis regelmäßig vor, dass ich die Motivation des Täters nachvollziehen kann und mir am Ende wünsche, dass die Person in Zukunft nicht allzu sehr unter ihrer Tat zu leiden hat (und vor Gericht glimpflich davonkommt). Ein Beweis dafür, dass diese Autorin es immer wieder hinbekommt, dass einem selbst Figuren ans Herz wachsen, die nur kleine Szenen bekommen. Was mich daran erinnert, dass ich in die „Nebenfiguren, die wunderbar liebevoll dargestellt werden, obwohl sie nur kurz vorkommen“-Sammlung noch die Pfarrerin und die Ärztin aufnehmen wollte.

Was die Beziehung von Gemma und Duncan angeht, so musste ich über mich schmunzeln, als ich mich bei einem Gespräch über Duncan ärgerte. Er erzählt in diesem Gespräch Madeleine, dass seine Ehe daran kaputt ging, dass für ihn seine Arbeit höhere Priorität hatte als seine Frau, kommt aber nicht darauf, dass sich das ganze Problem mit Gemma darum dreht, dass sie ihre Arbeit wichtiger findet als eine potenzielle Beziehung zu ihm. Dabei müsste er doch Verständnis für diese Haltung haben, selbst wenn ihm nicht bewusst sein sollte, dass so ein Verhältnis für sie als Frau bei Scotland Yard (und dann auch noch als seine Untergebene) wirklich riskant ist. Sie riskiert damit nicht nur ihren Ruf, sondern auch ihre Karriere, und dabei ist sie als alleinerziehende Mutter nicht nur für sich selber, sondern auch für die (finanzielle) Zukunft ihres Sohns verantwortlich. Ganz ehrlich, Duncan macht es sich in der Regel viel zu leicht – erstaunlicherweise ist er trotzdem kein unsympathischer Charakter, was unter anderem daran liegt, dass ihm seine Schwächen und Fehler (wenn auch manchmal erst im Nachhinein) bewusst sind und er daran arbeitet.

Alles in allem habe ich es wieder sehr genossen einen Deborah-Crombie-Krimi nach all den Jahren wiederzuentdecken und freue mich jetzt schon auf den nächsten Band „Das verlorene Gedicht“, auch wenn ich mich auch da an den Täter und das Motiv erinnere. 😉

Für mich ist der Deborah-Crombie-Lesetag für heute erst einmal vorbei. Ich bin gespannt, wie weit Sayuri heute noch mit dem Roman kommt und was sie zu den bislang gelesenen Kapitel zu sagen hat. Da ich in der kommenden Woche verreist bin, geht es mit den Deborah-Crombie-Romanen erst wieder im Oktober weiter.

Lese-Sonntag September 2019

Da der 1. September auf einen Sonntag fiel, ist in diesem Monat der Lese-Sonntag wieder überraschend früh. In den letzten Wochen habe ich erschreckend wenig (und vor allem Kurzgeschichten) gelesen, aber so langsam kommt die Leselust wieder. Wenn ich mich also etwas wacher fühle (gestern ist es doch etwas sehr spät geworden), werde ich vermutlich gleich zu „Summerkin“ von Sarah Prineas greifen. Das Buch habe ich gestern angefangen und mir fehlen nur noch ungefähr 100 Seiten, bis ich damit durch bin. „Summerkin“ ist der zweite Teil der „Summerlands“-Trilogie und während ich die Geschichte im ersten Band ein kleines bisschen zu entspannt fand, bange ich gerade doch sehr um das Schicksal der Protagonistin und ihrer Freunde.

Mal schauen, ob ich das Buch bis zum nächsten Update durchbekomme oder ob ich wieder so lange zum Wachwerden benötige, dass es mit dem Lesen am Vormittag nicht so zügig läuft. 😉

Update 9:30 Uhr

Hm, ich habe keine Ahnung, wieso mein Beitrag nicht um acht Uhr veröffentlicht wurde und hoffe jetzt nur, dass er mit diesem Update dann endlich rausgeht.

In der Zwischenzeit habe ich „Summerkin“ ausgelesen und mochte die Lösung, die Sarah Prineas für ihre Protagonistin gefunden hat sehr. Fer hatte im ersten Band der Trilogie gesehen, was für Unglück ein Eid in dem magischen Land (aus dem ihre Mutter stammt) anrichten kann und sich geschworen, dass sie niemals einen Eid von jemanden annehmen würde. Doch als zukünftige Herrscherin des Summerlands benötigt sie eine Verbindung zum Land und seinen Bewohnern und diese Verbindung wird normalerweise über einen Eid geschlossen. Nachdem ich den ersten Band („Winterling“) schon sehr nett fand, gefiel mir „Summerkin“ noch besser. So ist es gut, dass ich den dritten Teil auch schon auf dem SuB liegen habe. 😉

Update 11:00 Uhr

Tja, viel gelesen habe ich in den letzten 1 1/2 Stunden nicht mehr, dafür habe ich versucht herauszufinden, wieso einige Blogleser meine aktuellen Beiträge nicht sehen können. Es scheint nicht nur so zu sein, dass beim Aufrufen meines Blogs die Beiträge nicht angezeigt werden, sondern auch dass (verschiedene?) Feedreader diejenigen meiner Beiträge, die seit dem 21. August veröffentlicht wurden, nicht mehr erfasst haben. Ich habe keine Ahnung, wie ich das wieder in Ordnung bringen kann und finde es ungemein frustrierend. Mein Blog meldet mir keinerlei Probleme und mehr als Aktualisierungen wiederholen oder Plugins ein- und ausschalten kann ich auch nicht machen …

Update 13:30 Uhr

Kürbis-Spinat-Curry zum Frühstück

Ich muss gestehen, dass mich die Probleme mit meinem Blog doch ziemlich beschäftigen. Natira hat inzwischen herausgefunden, dass auch meine Kommentare seit dem 21. August nicht mehr im Feedreader auftauchen. Dummerweise habe ich keine Ahnung, was ich noch ausprobieren soll, um das wieder in Ordnung zu bringen. Trotz des ganzen Ärgers habe ich etwas in „Moonkind“ gelesen und herausgefunden, dass Fer in diesem Band dafür sorgen muss, dass all die Änderungen, die sie in „Summerkin“ angestoßen hat, in der magische Welt auch greifen. Außerdem habe ich inzwischen gefrühstückt und dabei Youtube-Videos von Cooking Tree geschaut – nachdem ich den Kanal gestern Abend durch Zufall entdeckt habe, bin ich gerade sehr fasziniert von all den wunderschönen Keksen und Kuchen, die von der Person gebacken werden. (Und für die, die sich über den Anblick meines Frühstücks wundern: Da ich momentan große Lust auf herzhaftes bzw. scharfes Essen habe, verzichte ich gerade auf meine normalen „Frühstücksoptionen“ und greife stattdessen lieber zu verschiedenen Currys, die ich im Tiefkühler gehamstert habe.)

Update 17:00 Uhr

Auch wenn ich mich zwischendurch online etwas habe ablenken lassen, habe ich inzwischen „Moonkind“ ausgelesen. Für mich ist die Summerlands-Trilogie wirklich mit jedem Band besser geworden und ich habe mich am Ende sehr über all die Entwicklungen rund um Fer und ihre Freunde sehr gefreut. Ich mag es, wenn mich eine Geschichte zum Schmunzeln bringt und wenn ich mir am Ende die feuchten Augen abtupfen muss, weil ich so gerührt bin von den Entscheidungen, die die verschiedenen Charaktere gefällt haben. Und auch wenn diese Romane mit 270-290 Seiten recht dünn sind, ist es ein schönes Gefühl, dass ich endlich mal wieder drei Bücher am Stück (und das innerhalb von zwei Tagen) gelesen habe. 😉

Bevor ich schaue, was ich als nächstest mache (ich hätte da noch zwei angefangene Bücher mit kurzen Texten, mein Strickzeug und natürlich die heutige Runde „Animal Crossing“ zur Auswahl) hüpfe ich erst einmal unter die Dusche.

Update 20:45 Uhr

Nach der Runde unter der Dusche habe ich mich auf der einen Seite mit „Teufelsköche“ von Juan Moreno (und Fotos von Mirco Taliercio) beschäftigt und auf der anderen Seite mit „Animal Crossing“. „Teufelsköche“ ist eine Leihgabe von Natira und beschäftigt sich mit ungewöhnliche Köchen. Grundsätzlich mag ich diese Mischung aus skurrilen Typen (wie zum Beispiel den Koch, der seit Jahrzehnten bei Großdemonstrationen kocht) und „klassischen“ Chefköchen, aber ich habe ein Problem damit dem Autor zu vertrauen. Bei sehr vielen Dingen habe ich das Gefühl, dass da sehr viel in die jeweilige Szene reininterpretiert wird, das macht das Lesen für mich schwierig, weil ich ständig Aussagen hinterfrage.

Kartoffeln mit Frühlingszwiebeln und Feta aus dem Ofen

Ansonsten habe ich seit dem letzten Update Abendessen gekocht (und gegessen) und sitze nun mit dem Strickzeug vor dem Fernseher. Eigentlich wollten wir heute Abend den Film „Shin Godzilla“ schauen, aber unsere Playstation erkennt die BluRay nicht – heute passt es mit mir und der Technik anscheinend nicht. Stattdessen schauen wir eine Aufnahme von „Ninja Warrior“ – was immerhin den Vorteil hat, dass wir alle Werbepausen (und nervigen Moderatorenszenen) vorspulen können und ich nicht meine ganze Aufmerksamkeit auf den Fernseher richten muss, sondern nebenbei stricken kann.

Bevor ich den Laptop wieder zuklappe, drehe ich noch eine Blogrunde und schaue mal, wie es den anderen bislang heute Abend ergangen ist. Außerdem werde ich vor dem Schlafengehen noch einmal hier vorbeischauen. 🙂

Update 23:00 Uhr

Viel getan habe ich heute nicht mehr, nur noch etwas ferngesehen, gestrickt und mich online rumgetrieben (unter anderem habe ich einen Artikel über Hilda Lyon gelesen, den ich sehr interessant fand). Für mich geht es jetzt auch gleich ins Bett, vorher schaue ich noch kurz bei Ariana vorbei, die sich als einzigen noch nicht für heute verabschieden hat. 😉 Abgesehen von der Entdeckung, dass mein Blog- und Kommentarfeed zur Zeit anscheinend nicht funktioniert und ich keine Ahnung habe, wie ich das wieder richten kann, war das heute ein schöner und entspannter Lese-Tag in angenehmer Gesellschaft. Danke, dass ihr wieder dabei gewesen seid, ich wünsche euch für morgen einen guten Start in die Woche! 🙂

 

Oh, und da der Beitragsfeed ja nicht geht, sage ich jetzt schon mal Bescheid, dass ich für den 18. September einen „Herbstlesen-Ankündungs-Post“ geplant habe. Nicht nur, um anzukündigen, dass das Herbstlesen auch in diesem Jahr wieder stattfindet, sondern auch um zu fragen, ob ihr gern möchtet, dass auch der Feiertag (3. Oktober) und Halloween (31. Oktober) im Rahmen des Herbstlesens als „Lesetage“ laufen. Denkt in Ruhe darüber nach und sagt mir am Besten bis zum 1. Oktober Bescheid.

 

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Heutige Mitleserinnen:

Ariana
Kiya
Natira

Lese-Sonntag August 2019

Ich habe gerade mal wieder eine Phase, in der ich grumpig mit der Welt bin und das schließt leider auch meine Bücher ein. Auf dem Wohnzimmertisch stapeln sich die angefangenen Romane und Sachbücher und mit keinem komme ich gerade so recht weiter. Also habe ich mir gedacht, ich könnte den heutigen Tag nutzen, um ein paar „Wackelkandidaten“ aus dem Regal zu zupfen und zu schauen, ob ich den Büchern auch in Zukunft noch Regalplatz einräumen will. Mal schauen, wie sich das heute – gerade angesichts meiner aktuellen Stimmung – so entwickelt. 😉

Update 10:00 Uhr

Nach dem Wachwerden habe ich erst einmal „Zeit der Kämpfer“ (ein Sammelband in dem die Titanen-Trilogie veröffentlicht wurde) und „Chamäleon-Zauber“ von Piers Anthony aus dem Regal gezogen. Nach dem Lesen des ersten Kapitels kann ich sagen, dass „Zeit der Kämpfer“ auf jeden Fall rausfliegt. Diese 1972 veröffentlichte Geschichte spielt in einer fernen Zukunft nach eine Atomkrieg und nach dem Zusammenbruch unserer Zivilisation und in einer Zeit, in der sich eine Gesellschaft gebildet hat, in der Krieger gegeneinander kämpfen, um Konflikte zu lösen. Ich hatte so gut wie keine Erinnerungen mehr an das Buch und es stand eigentlich nur noch im Regal, weil ich von dem Autor früher die „Inkarnationen der Unsterblichkeit“- und die Xanth-Reihe so mochte. Da mich aber das erste Kapitel, in dem Sol und Sol miteinander kämpfen (Letzterer verliert im Laufe des Kampfes das Recht diesen Namen zu tragen), schon nervt – auch weil ich den Umgang mit der namenlosen Frau in der Herberge ätzend finde – fliegt der Titel auf jeden Fall aus dem Bestand.

„Chamäleon-Zauber“ hingegen darf ebenso wie die weiteren 21 Titel der Xanth-Reihe, die in meinem Regal stehen, erst einmal bleiben. Ich finde den Umgang mit Frauen in dem Roman wirklich schwierig (vor allem die titelgebende Frau, deren Schönheit und Intelligenz sich im Laufe einer Mondphase konträr entwickelt *argh*), auf der anderen Seite gibt es so viele tolle fantastische Ideen, skurrile Momente und bissige Anmerkungen zu gesellschaftlichen und politischen Elementen, das ich mich von den Büchern doch noch nicht trennen mag. Natürlich wäre es mir deutlich lieber, wenn Piers Anthony respektvoller mit seinen Frauenfiguren umgegangen wäre, auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich bei einem 1977 veröffentlichten Buch (von einem Autor) eh keine großen Erwartungen bezüglich der weiblichen Charaktere habe. Als ich Anfang der 80er Jahre Fantasyromane für mich entdeckte, waren das eben vor allem Bücher, die von Männern für Männer geschrieben wurden.

Update 11:30 Uhr

Weiter ging es mit „Der Retter von Dent-All“ ebenfalls von Piers Anthony. In dem Buch geht es um einen Zahnarzt, der von Aliens entführt wird, um seinem Job auf unterschiedlichen Planeten nachzugehen und ich finde die Grundidee immer noch lustig, kann aber mit der Erzählweise überhaupt nichts mehr anfangen. Wenn das so weitergeht, werde ich bald kaum noch Fantasyromane aus den 70er Jahren in meinem Regal stehen haben. *g*

Katherine Allfreys „Der flammende Baum“ wurde von mir eigentlich nur aus dem Regal gezogen, weil ich kaum noch Erinnerungen an die Handlung hatte. Nach dem ersten Anlesen kamen aber nicht nur die Erinnerungen zurück, sondern ich habe mich auch so über die Erzählweise gefreut, dass ich das Buch wohl in den nächsten Tagen mal in Ruhe lesen werde. Aktuell mag ich mich nicht festlesen, weil ich so viele Titel im Auge habe, die ich vielleicht aus dem Regal werfen könnte. 😉 „Schmetterlingskind“ von Chester Anderson werde ich hingegen behalten, es ist der einzige „psychedelische Klassiker“ in meinem Bestand und ich mochte die ersten Szenen beim Wiederlesen sehr. Wenn das so weitergeht, werde ich am Ende des Tages einen neuen Stapel mit „bald mal lesen“-Büchern auf dem Wohnzimmertisch haben.

Update 12:45 Uhr

Ich finde es wirklich lustig zu sehen, was für unterschiedliche fantastische Romane sich so im Laufe des Jahres in meinen Regalen angesammelt haben. „Die Macht der Träume“ von Andreas Brandhorst befindet sich vor allem deshalb noch in meinem Bestand, weil ich so wenige Fantasytitel von deutschen Autoren habe und die Geschichte für ihre Zeit (erschienen 1991) einige ungewöhnliche Elemente aufweist. Aber ich muss gestehen, dass mich diese Art von Fantasy wirklich nicht mehr reizt – schon gar nicht, wenn ich keine persönlichen Erinnerungen mit dem Buch verknüpfe. Es gibt so einige Romane, die aus sentimentalen Gründen im Regal bleiben, aber dieser gehört nicht dazu.

Bei „Die beschädigte Göttin“ von Hans Bemmann weiß ich noch, dass ich es Anfang der 90er sehr mochte (im Gegensatz zu „Stein und Flöte“ von dem Autoren, das ich relativ früh aussortiert hatte). Ich habe das Buch damals mehrere Male gelesen, genauso wie „Die Gärten der Löwin“ (das keine wirkliche Fortsetzung der Geschichte ist, sondern das eine andere Perspekte auf die Handlung von „Die beschädigte Göttin“ wirft). Aber ich muss auch zugeben, dass ich die Romane in den letzten zwanzig Jahren nicht wieder in die Hand genommen habe und auch heute hat mich der Anfang überhaupt nicht gereizt. Bevor das Buch weitere zwanzig Jahre ungelesen im Regal steht, wandert es dann doch besser in den Bücherschrankt.

„Mellin, die dem Drachen befielt“ von Kirsten Boie finde ich immer noch süß, aber auch das Buch habe ich seit sehr, sehr vielen Jahren nicht mehr in der Hand gehalten und die ersten Kapitel haben auch keine großen Erinnerungen aufkommen lassen. Da mein Herz nicht daran hängt, fliegt es aus dem Regal. Das gleiche gilt auch für „Will Moogleys Geisteragentur – Unheimlichkeiten aller Art“ von Pierdomenico Baccalario. Das Buch ist nett und amüsant (ich mag die Erzählweise des Autors), aber es gehört nicht zu den Romanen, die ich unbedingt noch einmal lesen mag oder mit denen ich besondere Erinnerungen verknüpfe.

Bei den Shannara-Bänden von Terry Brooks fand ich es gerade erstaunlich schwierig zu entscheiden, ob ich die behalte oder nicht. Ich mag die Landover-Romane von dem Autor wirklich sehr und habe mich damals (Ende der 80er/Anfang der 90er) gut mit den Shannara-Büchern unterhalten gefühlt, außerdem verbinde ich ein paar schöne Erinnerungen mit den Romanen. Aber als vor einiger Zeit die Fernsehserie aufkam, waren meine Gedanken eher „ach ja, die gab es ja auch“ und weniger Freude darüber, dass eine alte Fantasyreihe nun neue Beachtung bekommt. Und ein Teil von mir ärgert sich immer noch sehr darüber, dass ich mit den alten Goldmann-Ausgaben pro Buch gerade mal ein Drittel des Originals vorliegen habe. Das war damals so eine Abzocke und ist heute immer noch eine heftige Platzverschwendung im Regal …

Bevor ich weitere Bücher aus dem Regal ziehe, mache ich mir jetzt aber erst einmal Frühstück! 🙂

Update 15:45 Uhr

Zum Frühstück gab es nicht nur Knäcke mit Fruchtgelee (sehr leckeres Aronia-Gelee, nicht so leckeres Quitten-Gewürz-Gelee, das ich vor einiger Zeit geschenkt bekam), sondern auch zwei weitere Wackelkandidaten. Von Timothy Carter hatte ich vor einigen Jahren mehrere Bücher gelesen und „Dämonenhunger“ war damals der einzige Titel, den ich behalten hatte. Da ich die Erzählweise immer noch amüsant finde, darf das Buch auch weiterhin im Regal bleiben. Auch die ersten Kapitel von „Der Lehrling des Magiers“ von Raymond Feist fand ich nett genug geschrieben, dass der Band (plus die fünf folgenden Teile der deutschen Veröffentlichung) nicht rausgeworfen werden. Ich hatte früher noch mehr Romane von dem Autor, die in der gleichen Welt spielten wie die Midkemia-Saga, aber da mir die langfristig Entwicklung der Geschichte nicht zusagte, habe ich irgendwann die späteren Titel rausgeworfen.

Ich finde es gerade überraschend befriedigend so Stück für Stück durchs Regal zu gehen und zu gucken, ob ich Bücher finde, die ich anlesen und eventuell aussortieren möchte. Seit dem Einräumen des Regals vor gut einem Jahr, schaue ich immer wieder auf die Fächer und denke, dass ich mir den einen oder anderen Roman mal vornehmen sollte, weil ich nicht weiß, ob ich ihn wirklich behalten will. Es tut gut, dass ich das nun endlich in Angriff genommen habe. Allerdings erlebe ich dabei auch immer wieder Momente, in denen ich bestimmte Titel vermisse, von denen ich mir sicher war, dass ich mich davon nicht getrennt hätte, die ich aber wohl doch mal aussortiert hatte. Trotzdem ist es schön zu sehen, wie sehr der Stapel mit den aussortierten Büchern heute wächst.

Mary Gentles „Der silberne Falke“ war wohl das erste Urban-Fantasy-Buch, das ich gelesen habe, auch wenn ich 1988 (Erscheinungstermin meiner deutschen Ausgabe, der Roman ist 1977 veröffentlicht worden) noch keine Ahnung hatte, dass es einen Begriff für dieses Genre gab. *g* Die Geschichte hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, aber ich habe das Buch schon sehr, sehr lange nicht mehr gelesen – so lange, dass ich ehrlich gesagt Angst hatte, dass es mir nicht mehr gefallen könnte. Aber die ersten Kapitel mochte ich gerade sehr gern, weshalb es nicht nur seinen Platz im Regal behält, sondern auch auf dem „bald lesen“-Stapel auf dem Wohnzimmertisch gelandet ist. (Ich fürchte, ich habe ein leichtes Stapel-Problem. 😉 )

Nachdem ich damals Douglas Adams und Terry Pratchett für mich entdeckt hatte, zogen noch so einige weitere Autoren bei mir ein, die „humorvolle“ Fantasy/SF schrieben (wenn auch in der Regel nicht auf dem gleichen Niveau wie die beiden anderen). Irgendwie hatte ich aber in den letzten Jahren keine Lust auf diese Art von Büchern, weshalb ich gleich mehrere Romane in dieser Richtung aus dem Schrank gezogen habe. „Surfing Samurai Robots“ von Mel Gilden (deutsche Veröffentlichung von 1992) darf nach den ersten Kapitel auf jeden Fall erst einmal bleiben, weil ich die Grundidee und (überraschenderweise) den Erzähler mag, auch wenn ich die „Außerirdischer blickt auf die ihm unbekannte menschliche Welt“-Idee schon damals etwas ausgelutscht fand. Bei Craig Shaw Gardners „Wunschbringer“ finde ich ebenso wie „Ein Magier in Nöten“ die ersten Kapitel erschreckenderweise auch immer noch lustig. Auch wenn beide mal wieder ein Fall von „denken wir besser nicht näher über die Darstellung von Frauen in von Männern geschriebenen Fantasyromanen nach“ sind – wobei ich zugeben muss, dass sich die ersten Kapitel von Esther Friesners Büchern „Wünschelzeit“ und „Die Käseburg-Connection“ in der Beziehung auch nicht anders anfühlen. Trotzdem dürfen sie bleiben, weil ich die ersten Kapitel amüsant und wunderbar absurd fand.

„Jagd der Vampire“ von Barbara Hambly war der erste Horror-Roman, den ich gelesen habe, der kein Klassiker war, und der mir (1990) richtig gut gefiel. Obwohl mir Horror eigentlich nicht zusagt, hatte ich damals nicht nur diesen Band verschlungen, sondern mir auch die Fortsetzung „Gefährten des Todes“ besorgt (und dank Wiki-Eintrag stelle ich gerade fest, dass sieben James-Asher-Romane gibt und der letzte davon ist erst vor zwei Jahren erschienen). Ein bisschen hatte ich Angst, dass mir nach das Buch nach so vielen Jahren nicht gefallen würden, aber nach den ersten Seiten mag ich nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die Erzählstimme. Es bleibt also im Regal – bzw. landet erst einmal auf dem „bald lesen Stapel“. 😉

Von „Der magische Schlüssel“-Reihe hatte ich vor dem vorletzten Umzug gerade mal die ersten Bücher gelesen und dann musste ich all die schon gehamsterten Titel im Kartons versenken. Dummerweise blieben die Bücher fast zehn Jahre in den Kartons, bis wir nach dem letzten Umzug endlich die neuen Regale angeschafft hatten, so dass ich mir nach all der Zeit nicht mehr sicher war, ob ich noch Lust auf Kate Forsyth’s Romane habe. Aber da ich die ersten Kapitel von „Der Hexenturm“ gerade sehr nett fand, bleiben die Bände erst einmal in meinem Bestand.

Ich weiß nicht, ob ich gleich noch mit meinen „Wackelkandidaten“ weitermache oder mir erst einmal eine andere Beschäftigung suche. Brettgespielt wird heute bei uns nicht, da unser großer Tisch gerade dank einiger Umräumprojekte so vollgestapelt ist, dass sich das Freiräumen als sehr schwierig erweisen würde – nächste Woche dann wieder. Bevor ich mir jetzt überlege, was ich als nächstes mache, packe ich auf jeden Fall meine Bücher wieder an ihren Platz und schaue, was die anderen Mitleserinnen bislang so getan/gelesen haben. 🙂

Update 19:20 Uhr

Nachdem mich gerade eine Müdigkeitswelle packte und ich nicht (schon wieder!) eine Runde Nachmittagsschlaf einlegen wollte, habe ich mich etwas online rumgetrieben (und Schokolade genascht – Müdigkeit ist bei mir bedauerlicherweise der Hauptgrund für Lust auf Schokolade). Da ich aber online nichts Interessantes mehr zu lesen finde, habe ich mir gedacht, dass ich noch ein paar Titel aus dem Regal fische und anschaue. Wenn ich die noch „erledige“, dann hätte ich heute die Hälfte meiner Regalfächer durchgeguckt und das fände ich ziemlich befriedigend. (Weniger schön war die Menge an Staub, die ich in den Regalen gefunden habe, da muss ich in den nächsten Tagen dringend mal aktiv werden. 😉 )

Dass ich Kim Harrisons Rachel-Morgan-Serie sehr mochte, ist ja kein Geheimnis. Und auch mit „Madison Avery – Totgeküsste leben länger“ hatte ich beim ersten Lesen viel Spaß, aber trotzdem habe ich mir den zweiten (und dritten) Band der Reihe nie besorgt und das Buch kein zweites Mal aus dem Regal gezogen. Gerade eben habe ich nicht mal das erste Kapitel beenden wollen, weil mir die Protagonistin auf die Nerven ging (ich habe definitiv keine Geduld mehr mit dieser Art Teenager in Romanen), also fliegt das Buch jetzt aus dem Regal.

Die Romane von Laurell K. Hamilton gehören zu der Kategorie, die ich persönlich für mich als „Regalsünde“ bezeichne, weil ich absolut keine Ahnung mehr habe, wo die Bücher herkommen und ob ich sie jemals gelesen habe. Ich gehe davon aus, dass Letzteres der Fall ist, denn sonst ständen sie im SuB, aber es ist wirklich erschreckend, dass ich so gar keine Erinnerungen an die Titel habe. Selbst nach dem Lesen der ersten zwei Kapitel kommt mir die Geschichte vollkommen unvertraut vor, weshalb ich die beiden Bücher mal auf einen Extra-Stapel gepackt habe. Der Anfang ist nicht schlecht geschrieben, auch wenn mich die Bemerkungen über Sex und Nachwuchs im Klappentext nicht anmachen. Ich schaue mal, ob ich in den nächsten Tagen in der richtigen Stimmung bin, um etwas weiter zu lesen. Sollte das nicht der Fall sein, kann ich die beiden Bücher immer noch zum öffentlichen Bücherschrank bringen, wenn ich die letzte Runde der aussortierten Titel dort einstelle.

„Humorvolle britische Fantasy“ bekam vom Heyne-Verlag in der Mitte der 90er wirklich „wundervolle“ Cover verpasst. Immerhin muss ich zugeben, dass man damals so immerhin die Veröffentlichungen von Tom Holt problemlos im Bücherständer am Bahnhof finden konnte. 😉 „Liebling der Götter“ ist der Titel in meinem Regal, bei dem ich mich kaum noch an die Handlung erinnern konnte, weshalb ich mich fragte, ob der nicht vielleicht aussortiert werden könnte (einige andere Titel des Autoren, die mir nicht so gut gefallen hatten, habe ich schon vor einigen Jahren weggegeben). Aber nachdem ich gerade die ersten Szenen meinem Mann vorgelesen habe, weil ich es so amüsant fand wie das Ehepaar Derry versucht die Missetaten ihres Sohnes zu beseitigen, werde ich „Liebling der Götter“ definitiv noch im Regal behalten.

„Das Buch der Worte 1 – Melliandra“ von J.V. Jones gehört für mich zu den Romanen, die in den 90ern einen Übergang bilden von der recht männlichen Szene zu High Fantasy, die zwar noch sehr von den Veröffentlichungen der 70er und 80er Jahre geprägt, aber von Frauen veröffentlicht wurde. Mir hatte die Reihe in der Mitte der 90er Jahre sehr gut gefallen, dummerweise hatte Bastei Lübbe die Geschichten in diesem unhandlichen Hardcover-Format veröffentlicht. Ich weiß nicht, was den Verlagsleuten damals durch den Kopf ging, aber das Format ist so unangenehm beim Lesen (und bei einigen Büchern löste sich schon beim ersten vorsichtigen Öffnen die Bindung, so dass einem die mittleren Seiten entgegenrauschten), dass ich die Romane nur selten wieder in die Hand genommen habe. Beim aktuellen erneuten Lesen der ersten Kapitel bin ich etwas hin- und hergerissen. Auf der einen Seite lässt sich die Geschichte flüssig lesen und ich habe das Gefühl, dass die Autorin zwar überaus vertraute Elemente verwendet, aber ich die Handlung trotzdem unterhaltsam finden könnte, auf der anderen Seite gibt es Missbrauchs-Szenen, die ich so eigentlich nicht mehr lesen mag. Ein wenig kann ich das mit der Zeit entschuldigen, in der die Romane entstanden sind, trotzdem nervt es mich. Auf der anderen Seite habe ich in den letzten Jahren so einige High-Fantasy-Titel aussortiert und so langsam fühlt es sich an, als ob ich kaum noch etwas von diesem Genre im Regal hätte. Vielleicht sollte ich die Bücher auf den gleichen Stapel packen wie die Romane von Laurell K. Hamilton und mir noch ein paar Tage Zeit lassen, um eine Entscheidung zu treffen.

Der letzte „Wackelkandidat“ für heute ist „Die Herrin der Wölfe“ von Tara K. Harper (und die restlichen vier Bände der Wolfwalker-Serie). Von Goldmann wurde die Serie damals (1998) als Fantasy vermarktet, aber eigentlich sind es SF-Romane. Die ersten Szenen erzählen davon wie die Protagonistin Dion auf einer Reise, die sie gemeinsam mit ihrem Bruder unternimmt, von Sklavenjägern überfallen wurde und danach verletzt und nur mit ihrer Wölfin Gray Hishin als Begleiterin überleben muss. Ich mochte das Verhältnis zwischen Dion und Gray Hishin und habe den Roman erst einmal auf den „demnächst lesen“-Stapel gepackt (schließlich braucht so ein Stapel eine anständige Höhe, um nicht zwischen all den anderen Stapeln auf dem Wohnzimmertisch unterzugehen 😉 ).

Jetzt schaue ich aber erst einmal nach den anderen und dann koche ich mir Abendessen …

Update 21:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht mehr viel gemacht. Zum „luxuriösen“ Abendessen (Nudeln mit Ketchup, da wir dank Fehlkommunikation bezüglich des Einkaufszettels heute Morgen einen eklatanten Mangel an Lebensmitteln im Haus feststellen mussten) gab es eine Sendung auf NHK World. Ich schaffe es irgendwie nie auf dem Sender gezielt etwas zu schauen, freue mich aber immer, wenn ich dort über interessante japanische Dokumentationen stolpere.

Danach gab es nur noch eine Runde „Animal Crossing“ für mich, während mein Mann eine aufgenommen Quizssendung geschaut hat. Da ich inzwischen wirklich müde bin, werde ich nur noch eine Blogrunde drehen und dann wohl direkt ins Bett fallen. Die To-do-Liste für die kommende Woche ist lang, da schadet es nicht, wenn ich morgen früh ausgeschlafen in den Montag starte. 😉

Es war sehr schön, dass heute so viele mit mir gemeinsam den Lese-Sonntag verbracht haben. Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Tag und kommt gut in die neue Woche! 🙂

Heutige Mitleserin:

Neyasha
Natira
Sayuri

Deborah-Crombie-Lesetag (3)

Genau genommen wird das hier nicht ein Beitrag für den heutigen Tag, sondern im Prinzip ein „Sammelbeitrag“ für die kommenden Tage, die Sayuri und ich dafür nutzen, um in ihrer Mittagspause (meine Frühstückspause 😉 ) gemeinsam den dritten Band der Kincaid-und-James-Krimis von Deborah Crombie zu lesen. An „Und ruhe in Frieden“ habe ich relativ wenig Erinnerungen, aber das ist der Teil der Reihe, der bei mir am ehesten ein „Elizabeth George“-Gefühl auslöst – vielleicht wegen des Umfelds, in dem der Mord passiert ist. Ich kann wirklich nicht genau sagen warum, aber das ist der Gedanke, der mir als erstes zu diesem Titel in den Sinn kommt. Mal schauen, ob mir das auch heute noch so geht oder ob ich dieses Mal beim Lesen gar nicht mehr verstehen kann, wo der Vergleich herkommt. *g*

Auch beim dritten Band halten wir uns mit Spoilern nicht zurück und somit sollten diejenigen, die diesen Krimi noch für sich entdecken wollen, diesen Beitrag lieber nicht lesen.

Update 15:00 Uhr

In „Und ruhe in Frieden“ bekommt der Leser erst einmal einen Prolog präsentiert, in dem beschrieben wird, wie Julia Asherton miterleben muss wie ihr kleiner Bruder Matthew in einem Bach ertrinkt. Die eigentliche Handlung beginnt dann mit Duncan Kincaid, der zu einem Mord gerufen wird, bei dem das Opfer Connor Swann ertrunken in einem Kanal gefunden wird. Seine Frau Julia scheint die einzige Person zu sein, die seinen Tod nicht betrauert, während ihre Eltern sehr erschüttert sind von dem Tod ihres Schwiegersohns. Ich finde es spannend, wie Deborah Crombie auf der einen Seite das Bild des netten, lebenslustigen und beliebten Connors zeichnet und auf der anderen Seite seine Frau stehen lässt, die meint, dass ihr Mann ein Schwein war und sie ihn verachtet hatte. Was sie natürlich – auch aufgrund des Prologs – sehr verdächtig wirken lässt. 😉

Was ich nicht so schön finde, ist Kincaids Haltung zu dem Fall. Er reist nur wiederwillig an, weil ihm der Fall als Gefälligkeit seines Chefs gegenüber Sir Gerald Asherton übertragen wurde. Er scheint so gar nicht neugierig auf die Menschen zu sein (abgesehen von Julia, die ihm aufgrund ihrer Ausstrahlung zu beeindrucken scheint) und scheint anfangs vor allem damit beschäftigt zu sein sich über das unbehagliche Wetter Gedanken zu machen als über den Fall, der vor ihm liegt. Gemma ist im Vergleich dazu angenehm professionell, beschäftigt sich mit den Unterlagen der örtlichen Kollegen, befragt nebenbei den Wirt des örtlichen Pubs und bleibt mit ihrer Konzentration bei den Ermittlungen, obwohl sie sich in der Gesellschaft der Ashertons unwohl fühlt. Ich habe mich beim Lesen ein bisschen gefragt, ob Deborah Crombie anfangs einfach Probleme hatte aus männlicher Perspektive zu schreiben. Es gab schon in den vorhergehenden beiden Büchern immer wieder Momente, die ich unstimmig in Bezug auf Duncans Charakter fand und die sich vor allem um seinen Umgang mit Frauen drehten (auch hier gibt es wieder eine seltsame Flirtszene mit einer Frau in der Gerichtsmedizin). Trotz dieser Elemente mag ich Duncan Kincaid, aber ich mag ihn in den späteren Büchern lieber, als diese spontane Anziehung zwischen ihm und anderen Frauen als Gemma nur noch von Sympathie und potenzieller Freundschaft zeugt und nichts anderes andeutet.

Für heute war es das schon mit meiner „Und ruhe in Frieden“-Pause, morgen gibt es hier dann ein Update, wenn ich weiterlese.

Dienstag 13:00 Uhr

Ich finde es lustig, dass ich gestern nach dem Lesen zwar weiter über „Und ruhe in Frieden“ nachgedacht habe, aber nicht über den gelesenen Teil, sondern über die Dinge, an die ich mich noch erinnere. Was erschreckend wenig ist, obwohl normalerweise nach wenigen Kapiteln wieder Erinnerungen an die Handlung auftauchen, wenn ich einen Roman schon mal gelesen hatte. Ich habe nur die ganze Zeit ein vages Gefühl, dass ich einen Teil der Handlung, der sich um Julia drehte, nicht so befriedigend fand. Mal schauen, ob sich dieses vage Gefühl in der heutigen Frühstückspause schon bestätigt oder ob ich mich im Laufe meiner Lesezeit an ein paar mehr Sachen erinnern kann. *g*

Update 14:30 Uhr

Für heute war es das schon wieder mit meiner Frühstücks-Lese-Pause. 😉 Ich mag, wie so langsam die eine oder andere Unstimmigkeit zum Vorschein kommt und wie Gemma und Duncan sich ihre Gedanken zu den verschiedenen Beteiligten machen. Spannend finde ich auch die vielen Facetten, die der ermordete Connor gehabt zu haben scheint. Ich glaube, der Connor, der für seine Freundin Sharon kocht und mit ihrer kleinen Tochter Hayley spielt, der Connor, der sich anscheinend nach einer Familie und liebevoller Gesellschaft sehnt, dieser Connor ist mir am Liebsten. Aber natürlich wird diese Seite von Connor nicht der Grund dafür gewesen sein, dass er umgebracht wurde …

Und um meine Sammlung an „relativ unbedeutende Nebenfiguren, die von Deborah Crombie in einer kleinen Szene vorgestellt werden und beim Leser hängenbleiben“ zu erweitern: Mir war der Galerist sehr sympathisch, der Julias Bilder ausstellt. Er ist zwar kein treuer Ehemann, aber er scheint ein netter Mensch zu sein, der sich Mühe gibt andere Personen nicht zu verletzen, der sich keine Illusionen über sich und seine Fähigkeiten macht und der sich freut, wenn ein Bild von jemandem gekauft wird, der sich darin verliebt hat. Ebenso habe ich den Pastor ins Herz geschlossen, dessen Leidenschaft für die Landschaftsgeschichte seiner Region etwas größer zu sein scheint als die Lust auf das Schreiben von Predigten. Diese Figuren bilden einen deutlichen Kontrast zu der Familie Asherton, die trotz ihrer Hilfsbereitschaft und Höflichkeit gegenüber Duncan und Gemma kühl und abweisen wirken.

Oh, und noch eine Bemerkung zu Gemma: Ich wusste noch, dass Gemma ihre Schwäche für klassische Musik erst im Laufe der Romanreihe entwickelt, hatte aber komplett vergessen, dass ein Besuch in der Oper (zur Bestätigung von Sir Geralds Alibi) diese Liebe ausgelöst hat. Das war eine schöne Szene, ebenso wie der Moment am Küchentisch, als sie Duncan ihr neues Wissen über La Traviata erzählt. 🙂

Morgen geht es hier weiter, für heute muss ich erst einmal mit „Und ruhe in Frieden“ aufhören.

Mittwoch 14:45 Uhr

Eine der letzten Szenen, die ich gestern gelesen habe, war die Befragung von Tommy Godwin und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Person – trotz der Lässigkeit gegenüber Gemma – der Grund für den Tod von Connor ist. Irgendwo zwischen Tommy und den Asherton liegt die Lösung des Falls, auch wenn mir gerade spontan nur ein Grund einfällt und der scheint mir nicht wichtig genug für einen Mord.

Außerdem frage ich mich, ob diese seltsame Anziehung zwischen Duncan und Julia von Deborah Crombie nur deshalb eingebracht wurde, um zu erklären wieso Julia sich Duncan gegenüber stellenweise öffnet, obwohl Julia grundsätzlich als zurückhaltender Mensch beschrieben wird. Als ob es zwischen ihrem Protagonisten und den diversen weiblichen Nebenfiguren nur dann zu einem offenen Austausch kommen kann, wenn sich beider einer gewissen Anziehung bewusst sind. Während Gemma natürlich als Frau (und Mutter) das notwendige Fingerspitzengefühl hat, um mit Männern und Frauen zu reden, ohne dass da etwas mitschwingen muss. Was so auch nicht stimmt, denn bei Gemma schwingt gerade bei Frauen, die schön oder gebildet sind, etwas mit, das stark an Eifersucht erinnert, nur dass sie diese unschönen Regungen in der Regel unterdrückt.

Inzwischen haben Duncan und Gemma rausgefunden, dass überraschend viel Personen mit Connor am Abend seines Todes noch Kontakt hatten, auch wenn sie immer noch nicht wissen, was Connor an diesem Tag so sehr beschäftigt hat. Ich höre für heute erst einmal auf zu lesen, denn die letzten 50 Seiten des Romans würde ich gern am Stück konsumieren und da Sayuri in den letzten Tagen nicht so viel zum Lesen gekommen ist, will ich das Buch nicht so viel vor ihr beenden …

Dienstag, 06.08.

Da Sayuri gerade wirklich viel um die Ohren hat, haben wir beschlossen, dass wir die letzten Seiten von „Und ruhe in Frieden“ nicht gemeinsam lesen werde. Also habe ich heute Abend den Krimi beendet und sitze nun ein bisschen grummelig da. Auf der einen Seite kann ich gut damit leben, dass Duncans „Beziehung“ zu Julia von der Autorin als Katalysator benutzt wurde, um Duncan einen Übergang von seinem „Single-Darsein, nachdem mich meine Ex-Frau so verletzt hat“ zu einer potenzielle Beziehung mit Gemma zu bieten. Auf der anderen Seite hasse ich Kriminalfälle, bei denen es letztendlich nur darum geht, wer vor vielen, vielen Jahren mit wem geschlafen hat. Ich hatte auf jeden Fall recht, dass Tommy in gewisser Weise in die Ursache für den Mord involviert war. Oh, und der Mord könnte auch nur unterlassene Hilfeleistung gewesen sein, weil wohl nie bewiesen werden kann, ob Connor absichtlich ins Wehr gestoßen wurde oder ob die beteiligte Person „nur“ keine Hilfe geholt hat, als Connor zu ertrinken drohte.

Es ist irgendwie lustig, dass ich die Bücher immer noch sehr gern mag, aber bei einem so aufmerksamen Wiederlesen eine Menge Punkte finde, die mich ärgern oder bei denen ich der Meinung bin, dass Deborah Crombie das besser hätte lösen können.

Mit „Das verlorene Gedicht“ geht es vermutlich in der kommenden Woche los – das hängt ein wenig davon ab, ob und wie Sayuri das gemeinsame Lesen einrichten kann. Da ich den Band in sehr guter Erinnerung habe, bin ich gespannt, ob ich da auch so viele Elemente zum Bekritteln finde oder ob ich die Geschichte rundum genießen kann. (Wobei ich mich jetzt schon daran erinnere, dass ich das Mordmotiv in dem Roman auch nicht so prickelnd fand, aber an alles andere habe ich wirklich gute Erinnerungen! *g*)

Lese-Sonntag Juli 2019

Ganz „traditionell“ fange ich diesen Beitrag wieder an mit: Heute ist wieder der dritte Sonntag im Monat und somit Lese-Sonntag. 😉 Ich hänge gerade ein bisschen zwischen zwei Büchern, da ich am Freitagabend den zweiten Band von „The Apprentice Witch“ beendet hatte und gestern nach der Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin zu kaputt war, um ein neues Buch anzufangen. Eigentlich darf ich mich über den Sommer nicht beschweren, da es relativ wenige richtig heiße Tage hintereinander gab und dafür relativ viele Phasen, in denen es zumindest nachts kühl genug war, um die Wohnung auf annehmbare Temperaturen zu bekommen, aber der gestrige schwül-heiße Tag hat mich wirklich fertig gemacht. Deshalb gab es also gestern ab dem Nachmittag nur noch die Switch und eine Runde Renovierungssendungen für mich und ich muss mich nun für einen neuen Roman entscheiden.

In Reichweite liegen „Brief Cases“ von Jim Butcher (eine Anthologie mit Harry-Dresden-Geschichten, die ich schon seit ein paar Tagen anfangen möchte), „Urban Shaman“ von C. E. Murphy (Urban Fantasy zum Ausprobieren, ob ich die Autorin auch in diesem Genre mag,) und „When Death Comes Stealing“, den ersten Tamara-Hayles-Krimi von Valerie Wilson Wesley. Letzterer ist meine aktuelle Wartezimmerlektüre und es wäre schön, wenn ich darin mal mehr als ein paar Seiten am Stück lesen würde, auch wenn der wirklich kurze Roman, dann wohl innerhalb einer Stunde beendet wäre und ich mir neue Wartezimmerlektüre suchen müsste. *g*

Ich schau gleich mal, ob mich eines der drei Bücher packt und wenn nicht, dann habe ich da ja noch einen SuB mit reichlich Auswahl und einen Leihbücher-Stapel voller (japanischer) Geschichten. Ansonsten haben mein Mann und ich für den heutigen Vormittag eine Gloomhaven-Runde geplant und ein bisschen im Haushalt rumwuseln darf ich auch noch, aber erst einmal lese ich ein wenig. 🙂

Update 10:30 Uhr

Es ist immer wieder faszinierend, wie sehr ich mich ablenken lasse, wenn ich doch eigentlich lesen will. Unter anderem habe ich heute morgen die aktuelle Sendung mit der Maus (rund um den Mond) gesehen, da für meinen Mann der Fernseher zu seiner „Wachwerde“-Zeit gehört. Ein bisschen habe ich inzwischen aber auch in „Urban Shaman“ gelesen und nach einem etwas holprigen Start, weil die Ausgangsszene doch etwas arg unglaubwürdig war (die Protagonistin sieht aus einem landenden Passagierflugzeug heraus eine Frau, die von einer Hundemeute gejagt und von einem Mann mit einem Messer auf einem Parkplatz gestellt wird), finde ich die Geschicht doch nett. So ganz weiß ich noch nicht, was ich von den mythologischen Elementen halte (der Mann mit dem Messer soll Cernunnos sein), die Protagonistin Joanne Walker (Walkingstick) ist halb Cherokee, halb Irin (und hat laut Klappentext schamanische Fähigkeiten, auch wenn sie das noch nicht weiß, was ich aber als Erklärung für die Flugzeugfenster-Sache nehme). Bislang gefällt mir das Verhältnis, dass sich zwischen Joanne und dem Taxifahrer Gary, der sie vom Flughafen aus zu dem Parkplatz gefahren hat, am Besten an dem Buch. Gary ist ein alter Mann, der in seiner Jugend Football gespielt hat und immer noch die dementsprechende Figur aufweist, der vor einigen Jahren seine Frau verloren hat und der ständig stichelnde Bemerkungen macht. Trotzdem steht er Joanne zur Seite, als sie sich auf diese seltsame Suche nach der unbekannten Frau macht, die vielleicht vor einem Messerstecher gerettet werden muss. Ich mag gut geschriebene und konstruierte Urban Fantasy, aber selbst wenn ich den Weltenbau noch nicht überzeugend finde, so kann mich eine UF-Geschichte auch gut unterhalten, wenn mir die Charaktere – in all ihrer Grumpigkeit – sympathisch sind. Ich bin gespannt, ob mich der Weltenbau im Laufe der Geschichte mehr überzeugt, halte beim Lesen aber auch im Hinterkopf, dass das der Debütroman der Autorin ist. 😉

Jetzt aber erst einmal Frühstück und „Gloomhaven“ …

Update 13:00 Uhr

Ein Brute allein im Dungeon …

Genau genommen wurde es erst einmal nur „Gloomhaven“ und ich muss zugeben, dass diese heutige Brettspielrunde überraschend frustrierend war. Normalerweise macht es mir nichts aus, wenn wir mehrere Anläufe für ein Szenario benötigen, aber nach den heutigen drei Anläufen brauchte ich erst einmal eine Pause. Wir haben heute das erste Solo-Szenario von meinem Brute gespielt, was bedeutet, dass ich mit meinem Charakter allein ins Dungeon gegangen bin, während mein Mann die Steuerung der Gegner übernommen hat. Zwei Punkte haben dabei gleich mehrfach zu meinem Scheitern geführt: 1. hat der Brute beim Spiel am vergangenen Wochenende ein Level dazu gewonnen, was dafür sorgt, dass die Gegner deutlich schwerer geworden sind, und 2. ist mein Brute ein Teamspieler, der heftigen Schaden bei den Monstern verursacht und viel Schaden einsteckt, der dann von den Teammitgliedern wieder geheilt wird. Das mit dem Schadeneinstecken hat er dieses Mal auch hinbekommen, aber mit nur einer einzige Möglichkeit zu heilen und Gegner, die dank hoher Schildzahlen nur schwer zu töten waren, war mein Brute immer schon besiegt, bevor er den zweiten von drei Räumen überhaupt durchquert hatte. Es gibt theoretisch die Möglichkeit die Schwierigkeit dieses Solo-Szenarios runterzusetzen, wir überlegen noch, ob wir dass dann für die nächste Spielrunde machen oder nicht. Ich fände es auf jeden Fall schade, wenn ich meinen Brute mit so einem frustrierenden Gefühl in Rente schicken würde und er hat nur noch eine einzige Aufgabe zu bewältigen, bevor er in den Ruhestand gehen muss.

Knäcke mit Gurke und Möhrenstücken

Jetzt aber erst einmal Frühstück – heute bin ich ungewöhnlich hungrig *g* – und weiter in „Urban Shaman“ lesen.

Update 15:00 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich mein Frühstück gegessen, weitergelesen und etwas Zeit in der Küche verbracht. Bislang finde ich „Urban Shaman“ ganz unterhaltsam, auch wenn ich den „übernatürlichen Bereich“ etwas willkürlich gestaltet finde und mich die Magie noch nicht so recht überzeugt. Dafür mag ich die Charaktere immer mehr – auch wenn eine interessante Figur gerade ermordet aufgefunden wurde. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und welche Überraschungen die Handlung für mich noch bereit hält. Trotz der einen oder anderen Schwäche ist es ein nettes Buch und wenn der Roman bis zum Ende sein Niveau hält (oder vielleicht sogar besser wird), werde ich mir die Fortsetzungen der Reihe wohl auch mal anschauen.

Ansonsten ist es heute ein extrem ruhiger Lese-Sonntag, denn Ariana ist die einzige Person, die noch mitmacht. Keine Ahnung, ob die anderen heute anderes zu tun haben, einfach nur keine Lust hatten oder ob sie Probleme mit meinem Blog haben. Ariana zumindest meinte, dass sie den heutigen Blogpost erst über den Direktlink, den ich ihr per Twitter gegeben habe, hätte aufrufen können und vorher hätte sie keinen Beitrag für den heutigen Tag gefunden, obwohl sie meinen Blog mit mehrere Browser aufgerufen hatte. Ich finde es immer etwas frustrierend, wenn es ein Problem zu geben scheint und es gibt keinen Hinweis darauf, was das verursacht …

Update 17:45 Uhr

Zwischendurch habe ich „Urban Shaman“ kurz verlassen und stattdessen den Comic „Mysticons“ von Kate Leth (Autorin) und Megan Levens (Zeichnerin) gelesen. Von dem selben Team hatte ich schon „Spell on Wheels“ gelesen und sehr gemocht, weshalb ich vor einiger Zeit diesen Comic auf die Merkliste gepackt hatte. Jetzt nach dem Lesen fühle ich mich ein bisschen unbefriedigt, denn die Zeichnungen waren zwar nett und die Charaktere waren mir sympathisch, aber ich habe das Gefühl, dass mir irgendwie eine Vorgeschichte oder Hintergrundwissen fehlt. Alles in allem eine nette Lektüre, aber nicht gut genug, um auch noch den zweiten Band lesen zu wollen.

Comic und Kekse am Nachmittag

Die Handlung in „Urban Shaman“ nimmt langsam Fahrt auf, die Geschichte macht mir immer noch viel Spaß (auch wenn eine Frau, die ein Nahtod-Erlebnis und zum ersten Mal beeindruckende „magische“ Fähigkeiten eingesetzt hatte, für mein Gefühl nicht ganz so energisch die Existenz übernatürlicher Elemente leugnen müsste, aber das führt immerhin immer wieder zu amüsanten Szenen). Ansonsten genieße ich sehr, dass es bislang keine Liebesgeschichte gibt (auch wenn sie ein interessantes Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten hat und ich fürchte, dass da (langfristig) noch etwas kommen könnte). Doch vor allem dreht sich die Handlung um die Wilde Jagd, um die Akzeptanz von Joannes ererbten Fähigkeiten und darum denjenigen zu stoppen, der in den letzten Wochen einigen Menschen in der Stadt ermordet hat.

Bis zum Abendessen ist es noch etwas hin (den Salat habe ich schon heute Mittag vorbereitet, das Fladenbrot habe ich heute Nachmittag gebacken, das Servieren wird dann mein Mann übernehmen 😉 ) und ich stecke einfach weiter meine Nase in mein Buch.

Update 21:15 Uhr

Fladenbrot, Feta und Gurkensalat mit Joghurt-Dill-Sauce

Seit dem letzten Update gab es noch ein paar Kapitel in „Urban Shaman“, das Abendessen und eine Runde „Animal Crossing“. Bei „Animal Crossing“ sammel ich seit einiger Zeit etwas gezielter die Fotos meiner Nachbarn (genau genommen seit dem Zeitpunkt, an dem wir die Amiibo-Karten hatten, mit denen man sich gezielt neue Nachbarn ins Dorf einladen kann). Es dauert immer einige Zeit, bis die Freundschaft mit den Nachbarn so intensiv genug ist, dass sie einem ein Foto schenken, aber das sorgt dafür, dass ich auch nach über sechs Jahren noch eine Art „Ziel“ im Spiel habe. Wie man auf dem Bild sehen kann, habe ich bald alle Fotos von vogelartigen Nachbarn – die Hühner und Hähne sind schon vollständig, die Entenfotos musste ich in einem anderen Raum lagern. *g*

Da ich heute nur noch etwas bis zum Schlafengehen lesen werde (mal schauen, ob ich den Roman heute noch beenden kann), ist dies mein letztes Update für heute. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und für Ariana hoffe ich, dass sie in den letzten Stunden ihres Lesemarathons noch gut durchhält. *g*

Heutige Mitleserin:

Ariana

Deborah-Crombie-Lesetag (2)

Da Sayuri und ich beide bis zum Nachmittag relativ wenig zu tun haben, haben wir beschlossen, dass wir heute mit unserem „Deborah Crombie lesen“ weitermachen. Ich hatte ja schon am Montag die ersten Seiten in „Alles wird gut“, dem zweiten Kincaid-und-James-Roman, gelesen und mich darüber gefreut, dass Gemma James in diesem Band eine größere Rolle spielt. Außerdem ist mir das Opfer Jasmine Dent sympathisch – soweit ich das anhand der kurzen Szenen mit ihr (und der Art und Weise wie die Menschen, die mit ihr bekannt waren, über sie reden) beurteilen kann. Wie schon am Montag gilt auch hier: Wer keine Spoiler zu der Krimireihe lesen möchte, sollte diesen Beitrag einfach ignorieren.

Die Handlung beginnt in „Alles wird gut“ relativ gemächlich. Am Anfang gibt es eine Szene mit Jasmine, die darüber nachdenkt, dass es doch ganz gut sei, dass sie den Gedanken an Selbstmord aufgegeben hat. Durch sie wirft man einen ersten Blick auf die Menschen, die in ihrem Leben eine Rolle spielen, nur um kurz darauf – aus der Perspektive von Duncan Kincaid – ihre Leiche zu finden. Da Jasmine Krebs und nur noch wenige Wochen zu leben hatte, geht ihre Pflegerin anfangs von einem natürlichen Tod aus, während Duncan ein komisches Gefühl hat. Durch Jasmines Freundin Margaret erfahren sie von den Selbstmordplänen (und der Verwerfung derselben durch Jasmine), so dass Duncan eine rechtliche Handhabe für eine Obduktion bekommt.

Für den Leser steht natürlich von Anfang an fest, dass Jasmine ermordet wurde, aber es scheint so gar keinen Verdächtigen oder gar ein Motiv zu geben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Opfer eh nicht mehr lange zu leben hatte. Gemma wird von Duncan zu den Ermittlungen (anfangs inoffiziell) zugezogen und lernt ihn so mal von einer etwas emotionaleren und privateren Seite kennen (was zum Glück die eine oder andere Illusion über ihren Vorgesetzten zerstört und ihr zeigt, dass er deutlich mehr Schwächen hat, als sie bislang geahnt hatte). Ich mag, dass ihre Perspektive deutlich zeigt, wenn er ihrer Meinung nach Mist gebaut hat, auch wenn sie das ihm – der nun einmal ihr Vorgesetzter ist und den sie noch nicht besonders gut kennt – nicht direkt sagen kann.

Oh, und ich fand auch die kleine Szene zwischen Duncan und seinem Nachbarn sehr berührend. Die beiden wohnen zwar im selben Haus und waren beide – auf ihre Weise – mit Jasmine befreundet, hatten aber vorher kaum etwas miteinander zu tun. Und dann gibt es da diese eine Szene, in der die beiden zusammen Rosen pflanzen und sich zum ersten Mal ein bisschen unterhalten – dieses vorsichtige und höfliche „Annähern“ über die gemeinsame Trauer war schön beschrieben. Dafür, dass ich schon am Montag etwas über diesen Part geschrieben hatte, ist mir doch noch ganz schön viel erzählenswertes eingefallen. Ich greife jetzt erst einmal wieder zum Buch und steige heute bei Seite 110 wieder in die Geschichte ein.

Update 10:45 Uhr

Mir fällt beim Lesen gerade auf, dass es bestimmte Typen gibt, die Deborah Crombie immer wieder aufgreift wie zum Beispiel den arroganten Schönling aus reichem Haus (der aber keinen Pfennig besitzt, weil seine Familie ihn am Gängelband führt). Überhaupt scheint sie – wenn ich mich recht erinnere – in den ersten Romanen gewisse Vorurteile gegen Menschen mit viel Geld zu haben. Auf der anderen Seite gibt es hier schon so einige Szenen, die für mich so typisch für die Kincaid-und-James-Romane sind, wie zum Beispiel die Befragung einer ehemaligen Nachbarin von Jasmine. Ein kurzes Zusammentreffen zwischen Kincaid und dieser alten Frau und schon hat man das Gefühl eine genaue Vorstellung von ihrem Charakter zu haben, gerade diese Momente mit Figuren, die man spontan ins Herz schließt, mag ich sehr. Ebenso wie die Passagen, die man aus Gemmas Perspektive verfolgt, in denen man immer wieder gut sehen kann, dass sie zwischen Minderwertigkeitskomplexen aufgrund ihrer Herkunft (ihre Familie macht es ihr auch nicht leicht, da sie ihre Berufswahl überhaupt nicht verstehen können und glücklicher wäre, wenn sie wie ihre Schwester Friseurin geworden wäre) und Selbstbewusstsein/Authorität aufgrund ihres Berufes und der damit schon erbrachten Leistungen schwankt.

Bevor ich weiterlesen kann, muss ich mich erst einmal ein bisschen um die To-do-Liste kümmern, auch wenn ich lieber weiter Zeit mit dem Buch auf dem Sofa verbringen würde. Ich erinnere mich an überraschend viele Details aus „Alles wird gut“ – nur nicht an den Mörder! Mal schauen, ob meine Erinnerung daran wiederkommt, bevor die Geschichte aufgelöst wird, oder nicht. 😉

Update 14:45 Uhr

Möhren, Gurken-Knäcke und Milchkaffee – so langsam hatte ich richtig Hunger. *g*

Zum „Frühstück“ gab es dann die letzten Seiten von „Alles wird gut“ für mich. Ich bin mir nicht so sicher, was ich von der Auflösung halte. Eigentlich hatte man als Leser alle notwendigen Informationen zur Lösung – vor allem, wenn man darüber nachdachte, wer überhaupt eine Gelegenheit gehabt hätte Jasmine mit einer Überdosis Morphium zu ermorden -, aber ich fand das Motiv recht unbefriedigend. Wieso sollte jemand nach so vielen Jahren, wenn man eh schon weiß, dass die Person in wenigen Wochen an einer wirklich scheußlichen Krankheit sterben wird, einen Menschen ermorden? Nicht, dass ich grundsätzlich verstehen würde, was jemanden zum Mord treibt 😉 , aber nach so langer Zeit so zu handeln und als Grund anzugeben, dass man es nicht ertragen hätte, dass Jasmine ihren Frieden mit ihrem Tod und ihrer Krankheit gemacht hätte. Das ist für mich der unstimmigste Part an der Geschichte. Von diesem Teil abgesehen, habe ich mich mit „Alles wird gut“ wieder sehr wohl gefühlt. Gemma und Duncan bekommen so langsam die für sie typischen Charakterzüge verliehen und es ist schön mitzuerleben, wie sie sich besser kennenlernen und zu facettenreicheren Figuren werden, als sie in „Das Hotel im Moor“ waren. Aber vor allem habe ich die kleinen Szenen genossen, für die Deborah Crombie einfach ein Händchen hat und in denen eine Person mit wenigen Sätzen so dargestellt wird, dass man das Gefühl hat, man würde sie mit all ihren Ecken und Kanten kennenlernen und ins Herz schließen. Diese kleinen (Neben-)Figuren, sind diejenigen, die man auch nach dem Lesen noch ein Weilchen mit sich trägt und die der Grund sind, warum der Kriminalteil einem selbst dann stimmig vorkommt, wenn man das Motiv des Täters nicht so ganz nachvollziehbar findet. 😉

Ich werde jetzt erst einmal abwarten bis auch Sayuri den Roman beendet hat und dann schauen wir mal, wann wir den nächsten (fast) freien Tag zum gemeinsamen Lesen finden. Immerhin kann ich sagen, dass durch diese beiden Lesetage in dieser Woche meine Leselust endlich zurückgekommen ist und ich neben dem nächsten Deborah-Crombie-Roman noch ein paar weitere Bücher aus dem Regal gezoge habe, für die ich mir in den nächsten Tagen Zeit nehmen möchte. 🙂

Deborah-Crombie-Lesetag (1)

Ich hatte schon in meinem SuB-Beitrag zum Monatsanfang erwähnt, dass ich in den kommenden Wochen gemeinsam mit Sayuri mal wieder die Krimis von Deborah Crombie lesen möchte. Wir haben uns für heute verabredet, um zu lesen und uns über das Gelesene auszutauschen und wer keine Spoiler zu der Krimireihe lesen möchte, sollte diesen Beitrag einfach ignorieren. Ganz frei kann ich mir heute zwar nicht nehmen, aber zwischen den verschiedenen Verpflichtungen (etwas Arbeit, etwas Haushalt) komme ich definitiv zum Lesen und werde dann hier darüber schreiben.

Es ist schon einige Jahre her, seitdem ich die ersten Teile der Kincaid-und-James-Krimis gelesen habe und gerade den ersten Band („Das Hotel im Moor“) habe ich nicht so oft gelesen wie einige andere Bücher der Reihe, weil der nicht zu meinen Lieblingsteilen gehörten und ich ihn nur als „ganz okay“ in Erinnerung habe. Ich weiß gar nicht, ob ich damals die Reihe überhaupt nach „Das Hotel im Moor“ weiterlesen hätte, wenn ich nicht von einer Freundin gleich die ersten drei Bände geliehen bekommen hätte. Mal schauen, was ich heute so von „Das Hotel im Moor“ halte und ob mir die Geschichte dieses Mal besser gefällt, als ich sie in Erinnerung habe.

Update 11:00 Uhr

Ich finde es lustig, dass ich gleich auf den ersten Seiten über Sätze stolpere, die mich stutzen lasse, weil ich sie nicht mit Duncan Kincaid verbinde. Zu Beginn der Geschichte ist er müde und überarbeitet und dazu passt eine gewisse Frustration darüber, dass man als Polizist nicht weiß, ob die Beweise, die man gesammelt hat, auch wirklich am Ende für eine Verurteilung einer Person ausreichen. Aber ich habe das Gefühl, dass der Kincaid, den ich „kenne“, nicht so verächtlich über Geschworene denken würde, wie man es hier zu Beginn des Buches lesen kann. Außerdem finde ich es spannend, dass er „ehrgeizig“ auf eine Beförderung hingearbeitet hat. Die Motivation stimmt in dem Absatz (er will keinen reinen Schreibtischjob, sondern aktiv ermitteln), aber Ehrgeiz gehört für mich nicht zu seinem Charakter. Immer wieder interessant, dass ich mich so an Kleinigkeiten aufhängen kann …

Die Handlung beginnt in „Das Hotel im Moor“ mit Duncan Kincaid, der nach Monaten voller Überstunden endlich eine Woche Urlaub machen kann und dafür die Reservierung seines Vetters übernimmt, der ein Apartement in einem Timesharing-Hotel gebucht hatte. Gemma James bekommt man auf den ersten Seiten nur kurz als Duncans Untergebene vorgestellt (inklusive der Info, dass sie rothaarig, intelligent, geschieden, zehn Jahre jünger als Duncan und alleinerziehende Mutter ist) – immer wieder schwierig für Autoren die richtige Balance zwischen Informationsvermittlung und natürlichem Gedankenfluß ihrer Protagonisten zu finden. *g* Ich finde es etwas schade, dass die Situation im Hotel dadurch eingeführt wird, dass Duncan gleich beim ersten Betreten unabsichtlich einen Streit zwischen den beiden Geschäftsführern belauscht. Das ist etwas plump gemacht, bei den späteren Büchern geht die Autorin eindeutig raffinierter vor.

Update 14:00 Uhr

Ich mag es immer wieder, wie Deborah Crombie die verschiedenen Charaktere vorstellt. Es geht nicht ganz ohne Klischees bei ihr, aber eine kleine Szene mit einer Frau am Fenster, ein kleiner Moment beim abendlichen Haarebürsten und schon hat man einen guten Eindruck von der Person gewonnen. Manche sind sympathisch, manche definitiv nicht und bei anderen erkennt man schnell, dass sie zwar nicht unsympathisch sind, aber trotzdem keine einfachen Charaktere. Ich mochte das Mordopfer, auch wenn er mit seiner sarkatischen Art bestimmt einige Menschen vor den Kopf gestoßen hat. Mich stört allerdings der örtliche Leiter der Ermittlungen – so ein richtiger Klischee-„Dorfpolizist“: unfähig, unfreundlich und sehr von sich überzeugt. Und natürlich ist er nicht glücklich damit, dass er mit Kincaid einen Mann von Scotland Yard an seinem Tatort hat. Diesen Typ Polizist greifen eigentlich alle Krimiautoren gerne auf, aber das ändert nichts daran, dass ich ihn nicht mag, auch wenn so ein Ermittler natürlich immer einen guten Grund für die Hauptfigur darstellt, um auf eigene Faust zu ermitteln. Hier ist sich Kincaid immerhin bewusst, dass er weder zuständig ist, noch seine Einmischungen erwünscht sind, weshalb er versucht über seinen Vorgesetzten Zugang zu den Ermittlungen zu bekommen. Gemma spielt bis jetzt kaum eine Rolle – noch etwas, das sich zum Glück im Laufe der weiteren Romane ändert.

Knäckebrot mit Gurke an Roman 😉

Die ersten knapp 100 Seiten von „Das Hotel im Moor“ habe ich bislang in kleinen Pausen zwischen der Arbeit gelesen, aber jetzt gönne ich mir erst einmal eine Stunde „Frühstückspause“, um etwas länger am Stück lesen zu können, bevor ich weiter meine To-do-Liste abarbeite. 😉

Update 16:00 Uhr

Das „etwas länger am Stück lesen“ habe ich dann mal spontan auf fast zwei Stunden ausgedehnt, als ich merkte, dass ich nicht mehr so viele Seiten vor mir hatte und so langsam die Erinnerungen an die Auflösung wiederkamen. Der Kniff mit den beiden „Ablenkungsopfern“ ist relativ alt, aber er sorgt immer wieder für Spannung, weil man beim Lesen die ganze Zeit die Opfer, die möglichen Gründe für ihren Tod und natürlich ihr Umfeld im Hinterkopf behält.

Etwas seltsam fand ich Duncans Bedürfnis nach Nähe. Ich hatte das für „Das Hotel im Moor“ (mir fällt gerade auf, dass nicht einmal ein Moor erwähnt wurde, da hat der deutsche Verlag wohl unabhängig vom Inhalt nach etwas stimmungsvollem gesucht *g*) gar nicht so in Erinnerung, auch wenn eine gewisse Melancholie und Sehnsucht – gerade in den ersten Bänden, bevor er mit Gemma eine Familie gründet – schon zu seinem Charakter gehört. Aber hier hatte ich das Gefühl, er würde jede Frau, mit der er sich gut versteht und die er zusätzlich auch noch attraktiv findet, als potenzielle Partnerin in Betracht ziehen – selbst bei der Ärztin, die verheiratet und zufrieden in ihrer Ehe ist.

Der Krimi leidet definitiv an ein paar Kinderkrankheiten, aber grundsätzlich ist da schon viel von dem drin, was ich bei der Autorin schätze. So hat sich „Das Hotel im Moor“ zügig lesen lassen und mich gut unterhalten, ich mochte viele Figuren und die Art und Weise, wie sie beschrieben wurden, und auch Duncan und Gemma (in den wenigen Szenen, in denen sie vorkam,) zeigten schon eine Menge Züge, die ich an ihnen mag und die die Basis für die Entwicklung der beiden Charaktere (in den kommenden Bänden) bilden.

Es war schön endlich mal wieder ein Buch (so ziemlich) am Stück zu lesen, auch wenn ich mich jetzt definitiv auf meine To-do-Liste stürzen muss, damit ich bis 17 Uhr hoffentlich fertig werde. Ich weiß nicht, ob ich vor dem abendlichen Kochen noch einmal zum Buch greifen werde, aber ich denke, ich werde heute Abend noch mit dem zweiten Deborah-Crombie-Band („Alles wird gut“) anfangen. Der Roman liegt eh bereit, da ich die ersten beiden Bände als Doppelband habe, und ich habe große Lust auf die Geschichte im zweiten Teil. 🙂

Update 22:00 Uhr

Sehr dunkles Foto einer Kartoffel-Zucchini-Zwiebel-Frittata

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mit der To-do-Liste und dem Abendessen fertig war, aber in der letzten Stunde habe ich noch in „Alles wird gut“ gelesen und knapp 100 Seiten geschafft. An diesen zweiten Band der Kincaid-und-James-Krimis erinnere ich mich noch sehr gut, denn hier beginnt für mich das Zusammenspiel zwischen Duncan und Gemma, das für mich die Romane von Deborah Crombie so lesenswert macht, und man lernt die beiden Protagonisten deutlich besser kennen als in „Das Hotel im Moor“ (was bedeutet, dass vor allem Gemma endlich mal ein paar gute Szenen bekommt). Außerdem mag ich das Opfer sehr, denn auch wenn man Duncans Nachbarin Jasmine nur in einer kurzen Szene am Anfang kennenlernt, so dreht sich doch die gesamte Geschichte um sie. Bei jedem Gespräch wird deutlich, was für eine wichtige Rolle sie im Leben der wenigen Menschen gespielt hat, denen sie nahe stand, und wie viel Bedeutung es für diese Menschen hat zu erfahren, ob sie eines natürlichen Todes (natürlich nicht!), durch eigene oder durch fremde Hand gestorben ist. Das einzige, was mich bislang irritiert, ist, dass Duncan immer Jasmines Kater Sid(hi) vergisst – aber nun gut, noch ist er kein Katzenmensch. 😉

Ich werde für heute mit dem Lesen aufhören und nur noch ein bisschen „Animal Crossing“ spielen, bevor es (relativ) früh ins Bett geht. Mir hat das gemeinsame Lesen viel Vergnügen bereitet und ich habe endlich mal wieder ein Buch gelesen. Mal schauen, wann Sayuri und ich Zeit finden, um damit weiterzumachen. 🙂

Lese-Sonntag Juni 2019

Seit dem vergangenen Lese-Sonntag gab es hier von mir ja nicht viele Lebenszeichen und auch heute Vormittag wird es etwas ruhiger bleiben, da ich so verpeilt war und die monatliche Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin auf den heutigen Tag gelegt habe. Um halb neun geht es aus dem Haus, um mal wieder ein neues Café auszuprobieren. Ich muss zugeben, dass wir ohne diese Verabredungen vermutlich weiterhin nur unser Lieblingscafé aufsuchen würden (allerdings gehen wir auch ohne konkreten Anlass selten ins Café *g*).

Unsere sonntägliches Brettspielen haben wir schon gestrichen, nach einem Vormittag unterwegs werde ich das Knie mit Kühlakkus aufs Sofa legen, statt mehrere Stunden am Tisch zu sitzen. Dafür bekomme ich es hoffentlich am Nachmittag mal wieder mit dem Lesen auf die Reihe, wenn ich mehrere unverplante Stunden am Stück dafür habe. Ein bisschen befürchte ich, dass die Unmengen an Büchern, die ich in den vergangenen Wochen gelesen habe, dafür gesorgt haben, dass ich gerade etwas übersättigt bin. Oder es liegt an den Romanen, die ich gerade lese, dass ich so wenig Lust auf Lesezeit habe. Ich habe mir vor einigen Tagen „Death by Dumpling“ noch einmal rausgezogen und finde die Figuren und die Grundidee mit dem „Asia Village“, in dem ein Mord passiert, eigentlich sehr nett, aber die Handlung dümpelt so vor sich hin und das sorgt dafür, dass ich zwischendurch lieber auf dem eReader einen Cozy, zwei historische Liebesromane und den Anfang eines UF-Romans („Cry Wolf“ von Patricia Briggs) gelesen habe. Letzterer packt mich leider auch nicht so recht, obwohl ich die Mercy-Thompson-Reihe von der Autorin ja sehr mag, aber obwohl „Cry Wolf“ der erste Band einer Reihe ist, scheint es eine Menge Vorgeschichte zu geben, die ich nicht kenne. Nun … das Ganze war ein „umsonst mal zum Antesten mitgenommen“-Buch und wenn ich es nicht beende, ist es auch kein großer Verlust. Oder kennt jemand die Reihe und würde mir ernsthaft empfehlen mir die Kurzgeschichte zu besorgen, in der die Vorgeschichte erzählt wird?

Ähm, wenn ich mir so die Textmenge anschaue, dann würde ich sagen, dass das heute mit dem Kommunizieren schon klappen wird. *g* Ich wünsche euch erst einmal einen schönen Vormittag und melde mich irgendwann um die Mittagszeit wieder, wenn wir wieder Zuhause sind. 🙂

Update 14:30 Uhr

Uff, das war eine sehr schöne Frühstücksverabredung mit sehr leckerem Frühstück (Bagel mit Frischkäse und Rührei mit Käse für mich – leider kein Foto, da ich die Kamera vergessen hatte) und viel Redebedarf. Das Café merken wir uns auf jeden Fall für weitere Verabredungen – genau genommen haben mein Mann und ich vor unseren demnächst anstehenden 13. (uff!) Hochzeitstag dort zu begehen. Das einzige ärgerliche an der heutigen Verabredung waren die Nahverkehrsprobleme, die durch die Sperrung eines Viertels (Straßenfest), die Sperrung eines Streckenabschnitts (Baustelle) und die Sperrung dreier U-Bahn-Haltestellen (Schienenarbeiten) erzeugt wurden. So konnten wir nicht einfach in die Straßenbahn steigen und eine Dreiviertelstunde quer durch die Stadt zum Café fahren, sondern mussten uns mit lustigen Umwegen und diversen Umstiegen zum Café vorarbeiten.

Jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und dann schaue ich, welche Lektüre/Beschäftigung ich für den Nachmittag wähle. Ich hoffe, ihr hattet schon mal einen entspannten Vormittag! 🙂

Update 18:00 Uhr

eReader-Foto, das gut zeigt, wie dunkel unser Wohnzimmer mit zugezogenen Verdunklungsvorhängen ist, wenn nur durch einen kleinen Spalt „Leselicht“ hereinfällt. *g*

Die letzten 3 1/2 Stunden habe ich auf der einen Seite online zugebracht (immer wieder erstaunlich, wie viel Zeit dabei draufgeht 😉 ) und auf der anderen Seite die Kurzgeschichte „Alpha und Omega“ runtergeladen (Vielen Dank für den Tipp an Susanne) und gelesen. Die Geschichte gefällt mir besser als der Anfang des Romans und sollte mir genügend Geduld bringen, um mit „Cry Wolf“ weiterzumachen, auch wenn ich auf den „mein Wolf hat beschlossen, dass du seine Gefährtin bist“-Anteil gut hätte verzichten können. Immerhin führt das in dieser Geschichte bislang nur zu einem gesteigerten Beschützerinstinkt … *g* Urban Fantasy ohne Liebesgeschichten wäre mir in der Regel lieber, aber ich mag das Genre so gern, dass ich es lese, obwohl es kaum eine Geschichte ohne gibt.

Bis zum Abendessen werde ich noch etwas weiterlesen und danach vermutlich etwas mit meinem Mann fernsehen (und dabei „Blümchen gießen“ – habe ich schon erzählt, dass in acht Monaten das nächste „Animal Crossing“-Spiel erscheinen wird *freu*?).

Update 21:00 Uhr

Bohnen-Erbsen-Möhrensuppe mit Perlgraupen (von gestern). 😉

Da mein Mann heute „gekocht“ hat, wurde unser üblicher Rhythmus etwas auf den Kopf gestellt, also habe ich während der Kochzeit und nach dem Essen weiter in „Cry Wolf“ gelesen und muss zugeben, dass mir die Geschichte mit dem Wissen aus dem Prequel besser gefällt. Außerdem kann ich nun sagen, dass meine Weiße-Bohnen-Suppe auch aufgewärmt schmeckt (einfrieren traue ich mich mit den weißen Bohnen trotzdem nicht – ist das nur ein Vorurteil oder tief vergrabenes Wissen über weiße Bohnen?) und wir haben gerade ein vor ein paar Tagen aufgenommene Quiz-Sendung laufen, zu dem ich „Animal Crossing“ gespielt habe.

Mein Animal-Crossing-Charakter darf in diesem Sommer barfuß rumlaufen. 😉

Da ich heute nicht mehr viel anderes als tun werde, als das Quiz zuende zu schauen und danach vielleicht noch etwas zu lesen, ist das mein letztes Update für heute. Mein Tag war auf jeden Fall entspannt und so mag ich meine Sonntage. 🙂

Ich hoffe, ihr habt euren Lese-Sonntag ebenfalls genossen und mit Tätigkeiten und Geschichten gefüllt, die euch gut getan und gut unterhalten haben. 🙂

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Sayuri
Ariana