Stay home & read – Lese-Wochenende mit Lyne und Neyasha

Lyne und Neyasha haben für dieses Wochenende ein „stay home and read“-Lesewochenende geplant, dem ich mich gern anschließe. Große Pläne habe ich für heute und morgen nicht, aber ich will mich mit Büchern und „Animal Crossing – New Horizons“ entspannen und ich muss zwischen durch noch ein bisschen arbeiten, weil ich heute Abend gern mit dem aktuellen Job fertig wäre. Außerdem hoffe ich, dass ich mit meinem Mann mal wieder einen gemeinsamen Film schauen kann, denn das kam in den letzten Wochen ein bisschen zu kurz. Was das Lesen angeht, so habe ich gerade mehrere Bücher angefangen, aber an diesem Wochenende werde ich wohl vor allem zu dem gestern angelesenen Roman „Feedback“ von Mira Grant (Seanan McGuire) greifen. Das Buch ist der vierte Teil ihrer Newsflesh-Trilogie und erzählt die Geschichte des ersten Bandes („Feed“) aus einer ganz anderen Perspektive. Da dieser Roman so von der restlichen Geschichte losgelöst zu sein scheint, habe ich mir den ein bisschen aufgehoben (das Lesen von „Feed“ hatte mich damals wirklich fertig gemacht), aber bei den aktuellen Ereignissen musste ich ständig an die Newsflesh-Serie denken und dachte, es sei ein guter Zeitpunkt, um auch diesen letzten Band endlich zu lesen. Bevor ich aber zum Buch greife (oder für den Abwasch in de Küche wandere), gönne ich mir eine kleine „Animal Crossing – New Horizons“-Runde zum Aufwachen. 😉

Update 11:45 Uhr

Meinen heutigen Insel-Vormittag fand ich wunderbar entspannend! Inzwischen ist meine Insel schon deutlich mehr ausgebaut, als ich nach einer Woche Spielzeit erwartet hätte, aber ich mag meine neuen Nachbarn und ich suche gern Baugrundstücke für weitere Zugänge aus. Das Museum entwickelt sich auch so langsam und überhaupt gibt es jeden Tag so viel zu tun – ich liebe es! 😉

Bevor ich heute irgendwann weiterspiele, habe ich aber noch ein paar andere Sachen vor. Das Geschirr ist abgewaschen, einige Seiten in „Feedback“ habe ich auch schon gelesen (Ash und ihr Team sind inzwischen als begleitende Journalisten von einer Präsidentschaftskandidatin der Demokraten engagiert worden) und wenn ich gleich in Ruhe mein Frühstück zu mir genommen habe, werde ich erst einmal eine Runde arbeiten. Viel habe ich da nicht mehr zu tun, aber ich möchte gern damit fertig werden. Wenn ich also über den Tag verteilt immer wieder ein bisschen mache, dann klappt das schon, ohne dass ich auf zu viel Freizeit verzichten müsste. 😉

Update 18:30 Uhr

Huch, wo ist der Nachmittag hin? 😉 Nach dem letzten Update gab es erst einmal Frühstück und ein paar Seiten in „Feedback“. Im Moment finde ich es nicht nur faszinierend die neuen Charaktere kennenzulernen, sondern auch wie sie mit der Situation umgehen. Es fühlt sich definitiv ganz anders an als „Feed“, obwohl die Geschichte zur selben Zeit spielt und ich inzwischen auch diverse Anspielungen auf die Ereignisse beim Wahlkampf der Republikaner gelesen habe. Nach dem Frühstück habe ich meine Arbeit beendet und die Daten hochgeladen, so dass ich das auch aus dem Kopf hatte, und da mein Mann mir dann dezent die Joy-Cons vor die Nase gelegt hat, gab es eine weitere Runde „Animal Crossing“. *g*

In der Woche, in der ich inzwischen spiele, gab es noch nicht einmal einen Regentag, was ein bisschen schade ist, denn ich mag die Regentage in dem Spiel sehr gern. Ansonsten habe ich viel Zeit damit zugebracht Fische zu angeln und andere Dinge zu tun, mit denen man Geld verdienen kann, um damit einen Aufgang auf eine der Klippe bezahlen zu können. 😉 Beendet habe ich mein Spiel dann, als mein Mann den Kuchen brachte.

Nach dem Kuchen habe ich dann ein kleines Sofaschläfchen eingelegt, das statt der geplanten halben Stunde dann über eine Stunde dauerte. *g* Bis zum Abendessen, das heute mein Mann kochen wird, gönne ich mir weitere Lesezeit – davon hatte ich heute noch nicht so viel, obwohl mir mein Buch wirklich gut gefällt. (Und das finde ich wirklich das größte Kompliment, dass ich einer Zombie-Geschichte machen kann, da ich sonst definitiv keinen Horror lese!)

Update 22:30 Uhr

Ich habe wirklich seit Abendessen nichts anderes gemacht als gelesen und bin inzwischen zur Hälfte mit „Feedback“ durch. Meinem Gefühl nach wollte Seanan McGuire mit dieser Geschichte einige Seiten beleuchten, die sie in ihrer Trilogie ausgelassen hatte, wie zum Beispiel das Leben von queeren Personen in einer von Zombies bedrohten Welt aussieht. So ist die Protagonistin Ash in einer sehr, sehr konservativen irischen Familie aufgewachsen, die weder mit ihrer Homosexualität, noch mit ihrer Arbeit als Irwing (das sind die Journalisten, die sich im Freien aufhalten, nach Zombies suchen und dann ihre Kämpfe gegen diese veröffentlichen) einverstanden war. Für Ash bedeutete das, dass sie als Jugendliche in ein Heim gesperrt wurde, wo sie mit Drogen „ruhig gestellt“ wurde. Außerdem gibt es natürlich einige Beobachtungen zu den Ereignissen rund um die Mason-Geschwister, die eben nur Außenstehenden möglich sind und die deshalb in „Feed“ gar nicht vorkommen konnten. Ich mag die Geschichte wirklich sehr und die Erzählweise von Seanan McGuire hat mich wieder sehr gepackt, obwohl ich sonst weder mit Zombies, noch mit Politik etwas anfangen kann. 😉

Trotzdem geht es für mich jetzt erst einmal ins Bett – wir lesen uns morgen wieder! 🙂

***

Sonntag
10:15 Uhr

Da ich heute weder meinen Wecker gestellt hatte, noch meinem Mann eine Aufstehzeit genannt hatte, habe ich tief und fest bis zehn Uhr geschlafen. Jetzt muss ich erst einmal langsam wach werden, bevor ich aktiv werden kann. Genau gesagt werde ich eine Runde auf meiner Insel drehen und schauen, ob ich ein paar Rüben kaufen kann. 😉

Update 15:00 Uhr

Während ich heute gemütlich auf dem Sofa lag und spielte, haben meine Nachbarn heute schon Frühsport gemacht. 😉 Ich finde es so schön, dass in diesem Spiel die Nachbarn so viele Dinge tun können, die nichts mit dem Spieler selber zu tun habe. Wenn ich über die Insel flitze, sehe ich sie, wie sie Blumen gießen oder Insekten studieren (natürlich mit dem Bestimmungsbuch in der Hand!), morgens und abends wird Sport getrieben, manche von ihnen angeln an den Flüssen oder sitzen unter einem Baum und gönnen sich eine Auszeit. Das lässt sie so viel realer wirken und trägt so viel zur Atmosphäre bei! Meine Rüben habe ich übrigens kaufen können und werde damit dann in den kommenden Tagen spekulieren. 😀

Zum Frühstück gab es dann wieder ein paar Seiten in „Feedback“ – ich mag die Geschichte sehr, bin aber beim Lesen auch die ganze Zeit damit beschäftigt, dass ich den Roman mit „Feed“ vergleiche und überlege, welche Unterschiede und welche Übereinstimmungen ich finde. Es ist auf jeden Fall überraschend spannend eine andere Perspektive auf die Ereignisse im ersten Band zu bekommen. Da mich aber meine Insel zu sehr lockte, habe ich dann doch wieder die Konsole angeworfen.

Das große Ziel von Tom Nook, Melinda und mir ist es, dass unsere Insel so bekannt wird, dass der berühmte K.K. dort ein Konzert gibt. 😉 Heute haben wir dann wieder ein neues Zwischenziel erreicht – ich bin gespannt, wie es in den nächsten Wochen weitergeht auf meiner Insel. Lustigerweise mag ich es zwar sehr, wenn ich ständig neue Dinge bauen und die Insel weiterentwickeln kann, aber ein bisschen freue ich mich jetzt schon auf die Zeit, wenn all die „großen“ Ziele erreicht sind und ich einfach nur in Ruhe überlegen kann, wie ich meine Infrastruktur aufbauen und die Gegend rund um die Nachbarhäuser gestalten will. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich jetzt etwas lese oder mir eine andere Tätigkeit suche, mal schauen, was mich gleich spontan anspricht. 🙂

Update 17:45 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich vor allem gelesen, die Geschichte steuert so langsam auf die Auflösung zu und ich finde es faszinierend wie unterschiedlich der Ton ist im Vergleich zu „Feed“. Bei „Feed“ war die Erzählstimme vor allem sehr sachlich, sehr nüchtern und sehr journalistisch, da George eben zu den Journalisten gehört, die Daten, Fakten und Tatsachen zusammentragen und für den Leser so aufbereiten, dass das Ganze gut erfassbar wird. Ash hingegen gehört zu den Medienschaffenden, die impulsiver und emotionaler arbeiten können, weil sie den Zuschaue mitnehmen in die Welt und sich begleiten lassen beim „Abenteuer erleben“ – auch wenn das in diesem Fall in erster Linie „Kämpfe mit Zombies“ bedeutet. Aber ihre Arbeitsweise bringt es mit sich, dass sie ganz anders an eine Sachlage herangeht und natürlich auch ihre Perspektive ganz andere Facetten mit sich bringt als die von George. Inzwischen steuert die Geschichte deutlich auf das Ende zu und ich ertappe mich dabei, wie ich das Lesen etwas herauszögere, weil ich nicht will, dass der Roman schon so bald zu Ende geht – weshalb ich heute Nachmittag auch noch eine kleine Runde mit dem Strickzeug eingelegt habe. 😉 Oh, und ich habe den aktuellen Deborah-Crombie-Post mit einem Update versehen, nachdem eben von Sayuri die Meldung kam, dass sie jetzt auch soweit sei. 🙂

Update 22:30 Uhr

Eigentlich war ich mir ja sicher, dass ich heute noch mein Buch auslesen würde, aber irgendwie kam doch immer was dazwischen. Der Abend ist also rumgegangen mit Kochen (und dem Abwasch, denn ich erledigt habe, während das Abendessen garte), Schwatzen mit meinem Mann und meinem Strickzeug, das der ideale Begleiter neben der Kochsendung war, die mein Mann schauen wollte. So langsam wird es für mich Zeit an mein Bettchen zu denken, also wird das Ende von „Feedback“ bis morgen warten müssen. Insgesamt war das Wochenende auf jeden Fall erholsam und ich habe meine ausgedehnte Sofazeit und den Austausch darüber sehr genossen! 🙂

 

 

 

22 Kommentare

  1. Schön, dass du mit dabei bist! Ach ja, um den Abwasch sollte ich mich auch mal kümmern …
    Ich hoffe, dass du trotz Arbeit auch genug Zeit zum gemütlichen Lesen findest.

    • Konstanze

      Ich habe meinen inzwischen erledigt, ich finde das eigentlich immer ganz nett, wenn ich morgens mit wenig Aufwand das Gefühl habe, ich habe schon so viel geschafft. 😉

      Ganz bestimmt! So viel Arbeit ist es gar nicht mehr, das werde ich zwischendurch immer mal wieder einschieben. Ich will es nur einfach fertig haben, damit ich nicht mehr daran denken muss. 🙂

  2. Du bist ja richtig fleißig heute. Ich muss jetzt fragen, wie ist das Spiel „Animal Crossing – New Horizons“ so. Viele sagen, dass er sehr spannend ist und sie nicht mehr aufhören können.
    Lg Lyne

    • Konstanze

      Ich liebe das Spiel, Lyne! Aber ich mochte auch schon die Vorgänger und habe die in der Regel so lange gespielt, bis der Nachfolger erschien. Spannend ist gar nicht mal das Wort, das ich dafür verwenden würde. Es ist wunderbar entspannend und gerade mit dem neuen Spiel hast du immer was zu tun und bist ständig versucht nur noch eben eine kleine Aufgabe zu erledigen. Die Grafik ist so hübsch und alles ist so nett und harmonisch, ohne dabei kitschig zu sein – normalerweise nutzen mein Mann und ich unsere tägliche Animal-Crossing-Zeit, um abends den Feierabend einzuläuten, ein bisschen Zeit in einer hübschen kleinen Welt zu verbringen und uns nebenbei über unseren Tag auszutauschen. Da das neue Spiel gerade mal ein paar Tage alt ist, gibt es diese Routine bislang noch nicht für uns, dafür so viele Dinge, die man noch ausbauen, gestalten und entdecken kann! 🙂

      • Das Spiel klingt für mich gefährlich. Deine Beschreibungen machen wirklich Lust darauf. Du bist schuld, sollte ich anfangen. 😉

        • Konstanze

          Das ist okay, ich habe in den letzten Wochen schon so einige Personen zu „Animal Crossing“ gebracht und bislang hat sich noch niemand darüber beschwert. 😀

    • Konstanze

      Die ist inzwischen erledigt, Neyasha! 🙂 Außerdem habe ich ein bisschen gespielt, ein wenig gelesen und eine Runde Sofaschlaf eingelegt – der fiel dann allerdings etwas länger aus als geplant. *g*

  3. Du machst mich ganz hibbelig! Meine Bestellung wurde gestern versandt, hoffe doch sehr, dass sie am Dienstag dann auch kommt! Bei Strategiespielen mag ich Echtzeit eigentlich nicht, weil ich dann immer das Gefühl habe, hetzen zu müssen. Ich hoffe, bei Animal Crossing hat man genug Zeit für alles 😉

    • Konstanze

      Hihi. 😀 Es kommt näher! Ich hoffe, du hast dann sehr viel Freude mit dem Spiel! 🙂 Und du hast definitiv genug Zeit für alles! Es gibt ein paar Dinge, die zeitrelevant sind wie der Rübenkauf am Sonntagmorgen, wenn man mit Rüben spekulieren will. Aber das sind alles Sachen, die du nicht machen musst, sondern nur machen kannst, wenn du willst. 🙂

  4. Manchmal braucht man das, dass man mal so richtig ausschläft. Ich hoffe, du hattest am Vormittag viel Spaß auf deiner Insel!

    • Konstanze

      Ich hatte sehr viel Spaß auf meiner Insel – so viel, dass ich gleich nach dem Frühstück noch eine Runde eingelegt habe. *g*

        • Konstanze

          *schmunzel* Meine Animal-Crossing-Nachbarn haben Frühsport gemacht – meine realen Nachbarn haben sich lieber lautstark gestritten, ich fürchte, dass da die erzwungene Nähe nicht gerade der Beziehung förderlich ist. (Und ja, ich gebe zu, dass ich die ganze Zeit gelauscht habe, ob es wie ein „normaler“ Streit klingt oder ob es so heftig wird, dass man vielleicht eingreifen müsste.) 🙁

          • Oje, das klingt nicht gut mit dem Streit. In meiner alten Wohnung habe ich auch immer die Nachbarn streiten gehört – das war ziemlich anstrengend.

            Es ist immer toll, wenn einem ein Roman so gut gefällt, dass man das Ende hinauszögern möchte. Hast du ihn inzwischen doch noch beendet?

          • Konstanze

            Den Nachbarn hören wir wirklich den ganzen Tag. Er hat eine wirklich durchdringende Stimme und hört sich wirklich gern reden. Aber das heute Vormittag war dann doch noch was anderes und ich habe sie noch nie so laut gehört wie heute. Nur gut, dass die beiden nicht so oft streiten …

            Leider nicht, ich hatte heute Abend keine Ruhe mehr. Erst kam mir das Kochen dazwischen, dann haben wir uns über aktuelle Nachrichten aus unserem Bundesland unterhalten und heute Abend wollte mein Mann dann „Kitchen Impossible“ schauen, weshalb ich wieder zum Strickzeug gegriffen habe.

    • Konstanze

      Gründe dafür muss ich zumindest nie suchen, Argumente zum Rausgehen sind für mich viel schwieriger zu finden. 😉

  5. Mir ist es heute auch so gegangen. Einfach ohne Wecker bis 10 Uhr geschlafen. Einfach herrlich und bisher spüre ich noch keinen „Jetleg“. Viel Spaß noch beim Spielen und Lesen.

    • Konstanze

      In diesem Jahr habe ich mir das „einfach ausschlafen“ eigentlich versucht abzugewöhnen, weil es mir grundsätzlich mit festeren Schlafens- und Aufstehzeiten besser geht, aber heute war das definitiv notwendig und ich hoffe auch, dass es mir den Uhrumstellungs-Jetlag erspart. 🙂 Dankeschön! 🙂

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