Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 1/Samstag

Nachdem ich am Mittwoch schon gemütlich  ins Herbstlesen gestartet bin, geht es heute „offiziell“ los. Ich bin gespannt, ob ich heute auch wieder ein paar Mitleser habe und wenn ja, womit diese sich den Tag vertreiben und welche Bücher gelesen werden.

Bei mir hat sich seit Mittwoch nicht so viel getan. Ich habe weiterhin „Ich habe auch gelebt – Briefe einer Freundschaft“ von Astrid Lindgren und Louise Hartung, die Anthologie „Urban Enemies“ (herausgegeben von Joseph Nassise) und „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire neben dem Sofa liegen. Dazu kommt noch „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson, das mich so sehr gelockt hat, als ich vorgestern diesen Beitrag über Herbstbücher vorbereitet habe. Mal schauen, bei welchem Titel ich zum „Wachwerden“ hängenbleibe – nur gut, dass mein Mann den Wochenend-Einkauf übernimmt, so dass ich gemütlich in den Tag starten kann. 😉 Neben dem Lesen (und vielleicht einer nachmittäglichen Brettspielrunde) habe ich eigentlich keine Pläne für den Tag, allerdings wäre es vermutlich nicht schlecht, wenn ich mich dazu aufraffen könnte das Nähzeug rauszuholen, um etwas Flickarbeit hinter mich zu bringen.

Update 11:00 Uhr

Hihi, so richtig wurde das heute nichts mit dem gemütlichen Wachwerden und dabei lesen. Als ich mir Tee kochen wollte, musste ich feststellen, dass die Spülmaschine noch lief (die programmiere ich immer abends und hatte mich wohl gestern mit der Zeit vertan), weshalb ich spontan unter die Dusche sprang. Dann kam mein Mann wieder und schwatzte mit mir, während Christie verzweifelt an der Küchentür scharrte, weil sie sooooooolchen Hunger hatte. (Wenn das mit dem Cortison-gepimpten Kätzche so weitergeht, dann geht uns das Futter aus, bevor die Nachlieferung kommt!) Also haben wir beschlossen, dass es eine Extra-Futterrunde für Christie gibt, doch bevor sie was zu Essen bekommen konnte, mussten wir erst einmal die Näpfe abwaschen, die Wassernäpfe reinigen und das Katzenklo ebenso und als das alles erledigt war, hatte ich solchen Hunger, dass ich mir Frühstück gemacht habe. Statt dann beim Frühstück in einem meiner Bücher zu lesen, habe ich online rumgedümpelt und so war das irgendwie nicht geplant. *g* Ich klappe jetzt also erst einmal den Laptop zu, damit ich wirklich auch etwas Zeit mit Lesen verbringe. 😉

Update 13:45 Uhr

Gerade mal 62 Seiten sind es in „Herbst im Mumintal“ geworden, was auch daran liegt, dass ich meinem armen Mann regelmäßig Passagen vorlese. Beim Hemul fühlte ich mich ein bisschen ertappt und als ich meinem Mann vorlas, wie der Hemul morgens aufwacht, meinte er (wenn auch mit einem Schmunzeln), dass das das Deprimierenste gewesen wäre, das er je gehört hätte. Ähm … nun … bei aller Niedlichkeit sind die Mumingeschichten doch nicht ohne Melancholie … und ich mag es sehr, wie der Hemul zumindest für einen kleinen Moment aus seinem Alltag ausbricht und ihn das so glücklich macht.

Nachdem ich in den letzten Minuten einige Kommentare beantwortet und hinterlassen habe, werde ich jetzt wieder den Laptop zuklappen. Ich bin für 14 Uhr mit meinem Mann für eine „Obsession“-Runde verabredet. Wir haben am Mittwoch gemerkt, dass wir noch nicht ganz regelsicher sind und beschlossen, dass wir etwas häufiger spielen müssen, um nicht nur all unsere Brettspiele angemessen zu würdigen, sondern auch etwas sicherer spielen zu können. 😉

Update 16:15 Uhr

Uff, so langsam denke ich, dass mir das Spiel nicht liegt – was nichts daran ändert, dass es mir wirklich viel Spaß macht. Aber dreimal hintereinander zu verlieren, selbst wenn es nur knapp ist, ist doch ein bisschen frustrierend. Genau gesagt war es heute ein bisschen frustrierend, weil ich relativ wenige Möglichkeiten hatte (wenig Geld, wenig gute Gäste, wenig Sachen, bei denen sich der Kauf gelohnt hätte) und jedes Mal, wenn ich mir dann doch eine gute Kombination überlegt hatte, kam mein Mann vor mir dran und schnappte sich genau das Teil, das ich dringend gebraucht hätte. Nun gut, beim nächsten Mal läuft es hoffentlich anders! (Wenn wir aber morgen spielen sollten, wäre eh erst einmal wieder „Gloomhaven“ dran.)

Jetzt gibt es erst einmal Tee und Kuchen (ein halbes Stück Rhabarber-Käsekuchen mit Streuseln und ein halbes Stück Schoko-Kirsch-Käsekuchen), während mein Mann „Assault – Anschlag bei Nacht“ schaut (den Film hat er gerade erst zum Geburtstag bekommen) und ich bei den anderen Herstleserinnen vorbeischaue. Danach geht es wieder ins Mumintal, das genieße ich gerade so sehr. 🙂

Update 19:00 Uhr

Christie und ich haben uns wirklich noch etwas Zeit im Mumintal gegönnt, dann allerdings meldete der Wäschetrockner, dass er geleert werden wollte und ich habe mich ans Zusammenlegen gemacht. (Irgendwie verdränge ich immer gern, dass nach dem Wäschewaschen das Zusammenlegen kommt – geht euch das auch so?) Währendessen habe ich darüber nachgedacht, dass es doch albern ist, dass ich heute den ganzen Tag erzähle, dass ich wegen der letzten Geschichte gerade wenig Lust auf die Anthologie habe. Also habe ich mir dann „Urban Enemies“ geschnappt und „The Naughtiest Cherub“ von Kevin Hearne gelesen. Die Geschichte spielt nach dem achten Roman rund um den Eisernen Druiden und beschreibt eine Besuch Lokis in der Hölle. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich den Eisernen Druiden nicht besonders gut kenne (halt nur von Kurzgeschichten), an Kevin Hearnes Erzählweise (die mir nicht wirklich liegt) oder an der Handlung, aber so richtig konnte mich diese Kurzgeschichte nicht überzeugen. Mal schauen, wie es dann mit der nächsten Geschichte wird – immerhin kann ich da schon sagen, dass ich schon einige nette Texte von Caitlin Kittredge gelesen. 🙂

Nach der Kurzgeschichte habe ich mir noch ein paar Seiten in „Herbst im Mumintal“ gegönnt und nun drehe ich eine Blogrunde, bevor ich in die Küche wandere, um zu kochen. Ich hoffe, ihr hattet bislang einen schönen Tag und habt all eure Tätigkeiten genossen! 🙂

Update 22:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich gekocht (und nebenbei „Animal Crossing“ gespielt, das passt immer gut, wenn man Garzeiten zu überbrücken hat). Ich muss gestehen, ich bin gerade etwas „kulinarisch“ frustriert. Seitdem ich versuche frisches Obst und Gemüse nur noch bio und regional zu kaufen, bin ich dank der naheliegenden Supermärkte gezwungen mir sehr viele Varianten mit Kartoffeln und Möhren zu überlegen … Ich hoffe, ich kann demnächst häufiger meinen Mann in den neueröffneten Biomarkt schicken, um etwas mehr Abwechslung auf den Tisch zu bekommen.

Nach dem Essen habe ich „Herbst im Mumintal“ beendet und ja, die Geschichte ist schon stellenweise sehr melancholisch, aber auch wunderschön. Ich liebe allein schon die Szenen mit dem Onkelschrompel, der sehr alt ist und fast alles vergessen hat – abgesehen von ein paar schönen Kleinigkeiten – und der eine sehr schöne Zeit mit dem Urahn verbringt, der aus unerklärlichen Gründen im Kleiderschrank lebt, ebenso höflich wie der Onkelschrompel ist, nie spricht und – aber verratet es dem alten Herren nicht – das Spiegelbild des Onkelschrompel sein könnte. 😉

Außerdem habe ich eine Rede von Deniz Yücel gelesen, die mit dem Titel „Ein Lob der Zerrissenheit zum Tag der Einheit“ in der Welt veröffentlicht wurde (wer Interesse daran hat, dürfte mit diesen Angaben bei einer Suchmaschine erfolgreich sein – ich hasse diese ganzen Einschränkungen beim Verlinken, die durch die „neuen“ Gesetze entstanden sind) und die ich an der einen oder anderen Stelle augeöffnend empfand (und die mir viele andere Dinge in Erinnerung gerufen haben, die mir nicht mehr ganz so bewusst waren). Jetzt werde ich nur noch eine Blogrunde drehen, Kommentare beantworten und die zweite Ladung Wäsche zusammenlegen. Morgen sehen wir uns hoffentlich hier wieder – es war wieder schön mit euch! Habt noch einen angenehmen Abend! 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Natira
JED
Kiya
Ina

31 Kommentare

    • Konstanze

      Guten Morgen, JED! Schön, dass du heute dabei bist – ich wünsche dir einen wunderschönen Herbstlesen-Tag! 🙂

      Hihi, ich freu mich immer, wenn ich die Mumins verbreiten kann! Sie sind so bezaubernd und ich liebe bei diesem Buch so sehr den Anfang über den Beginn des Herbstes und all die kleinen Eigenheiten der verschiedenen Bewohner des Mumintals. Ich wünsche dir und deiner Liebsten viel Spaß beim Lesen! Oh, und es ist so schön, dass du dich jedes Jahr aufs Herbstlesen freust! Das ist der Grund, warum es so viel Spaß macht! 🙂

      • @ Konstanze

        Oh, dann müsstest Du mal in der Wohnung der Liebsten vorbeischauen: Mumins-Untersetzer, – Handtücher, -Buchstützen, – Tassen, -Teller etc…. um nur einige zu nennen.
        Zum Glück haben wir hier einen skandinavischen Laden in Berlin, der immer für Nachschub gut ist. 😉

        • Konstanze

          Lustigerweise habe ich kein Mumin-Zeug, wenn man von den Büchern absieht. Die liebe ich dafür umso mehr – oh, und ich freue mich, wenn ich mal auf Fotos bei anderen Bloggern die Mumins entdecke!

          Deine Liebste scheint den liebenswerten Wesen ja vollkommen verfallen zu sein – hast sie denn eine Figur, die ihr besonders ans Herz gewachsen ist oder liebt sie alle Bewohner des Mumintals? (Meine besonderen Lieblinge sind der Schnupferich und die Mü! :D)

          • Nachfrage bei der Liebsten hat erbracht: sie mag alle, außer Stinker.
            „Aber eigentlich ist der auch nett.“ kam gerade noch die Stimme aus dem Off.
            :))))

          • Konstanze

            Natürlich sind irgendwie alle nett! Sogar der Hemul und die Filifjonka, mit denen ich nicht zusammenleben wollen würde. *g*

  1. Pingback: [Herbstlesen im Oktober 2018] Wochenende 1 | kiyaliest

    • Konstanze

      Das freut ich, Kiya! 🙂

      Die Mumins sind so wunderbar! Ich habe sie ja auch jahrelang aus den Augen verloren, nachdem sie zu meiner Kindheit einfach dazu gehörten. Ich bin nur froh, dass ich irgendwann über die Neuausgaben stolperte und mir die dann doch recht gezielt angeschafft habe. Bei den Bilderbüchern bein ich mit dem Anschaffen noch nicht angelangt – da sollte ich aber mal drüber nachdenken. *g*

      • Kann ich auf jeden Fall empfehlen! Ich war auch erst zurückhaltend, aber eine Freundin von mir liest sie auch ihrer Tochter vor und hat sie empfohlen. Es gibt noch zwei weitere, die ich mir nach und nach auch noch anschaffen werde. Und ein bisschen Text ist auch dabei, nur sind es eben keine Romane 🙂

        • Konstanze

          Die Bilder sind ja auch bezaubernd – ich verliere die Bilderbücher nur immer wieder aus den Augen, weil es einfach so viele tolle Bücher gibt, die auf der Wunschliste stehen. Mal schauen, wie es zum Jahresende ausschaut …

      • Nach deiner Begeisterung hier habe ich heute in die Leseprobe von „Herbst im Mumintal“ reingeschaut und gemerkt, nein, ich finde sie immer noch unterschwellig gruselig. Keine Ahnung, warum.

        Ich habe als Kind und Jugendliche alle gelesen, die die Bücherei hergab. Wenn ich mich recht erinnere, hat mein Vater die Bücher geliebt. Kaufen werde ich sie mir aber wohl nicht.

        • Konstanze

          Gerade der Herbsttitel ist auch recht melancholisch, Susanne. Aber gruselig finde ich das nicht – nicht mal das Tier, das sich der kleine Homsa erdacht hat und das gruselig sein könnte, wenn man nicht genau wüsste, dass Homsa am Ende damit fertig wird.

          Ich hatte die als Kind auch aus der Bibliothek und freue mich nun so darüber, dass ich sie vor einiger Zeit für mich wiederentdecken konnte und nun jederzeit aus dem Regel ziehen und reinschnuppern kann.

  2. Ah, bei Dir ist der Morgen auch nicht ganz so gestartet wie geplant. 🙂

    Ich habe für solche Futternotfälle immer eine kleine Packung TroFu im Haus. Im September war aber auch diese morgens geleert und abends kam ich nicht mehr zum Futterladen, also gab es Rinderminutensteaks aus dem Rewe (wurden gut angenommen), der bis 22 Uhr auf hat.

    Joseph Nassise, warum sagt mir der Name etwas? Ah… Ich habe vor Jahren „Der Schattenseher“ von ihm gelesen, ich glaube mich zu erinnern, dass mich der Roman nicht ganz überzeugt hat.

    • Konstanze

      Nein, Natira, nicht so ganz … *g* Aber das ist okay, es ist ja Wochenende! Viel mehr irritiert es mich, wenn meine Wochentage nicht so richtig anlaufen (in letzter Zeit gern, weil mein Vater anruft und mit mir ein bis zwei Stunden über Politik reden will Oo).

      Wir haben noch kleine Dosen im Haus, die wir im Notfall geben können. Aber da dieses spezielle Futter das einzige ist, bei der ihre Allergie besser geworden ist, würde ich ungern ein „Risikofutter“ geben. Normalerweise reicht es, wenn ich eine Woche vor Ende der Vorräte bestelle, aber die heutige Bestellmail löste eine „es kann länger dauern, wir sind gerade erst umgezogen“-Nachricht aus. Außerdem ist Christie gerade wirklich unberechenbar. An einigen Tagen frisst sie das dreifache ihrer normalen Portion – da kommen wohl Cortison und Herbstwetter zusammen. Rinderhack oder Huhn trauen wir uns nicht mehr zu geben, weil sie darauf anscheinend mit Juckreiz reagiert.

      Ich kenne Joseph Nassise nur als Herausgeber (und als Co-Autor einer Kurzgeschichte) von Anthologien und bin mit denen eigentlich immer ganz zufrieden. Nur bei „Urban Enemies“ habe ich mich bei der letzten Geschichte so geärgert, dass ich nicht nur fast drei Stunden für 22 Seiten benötigte, sondern jetzt gerade auch wenig Lust aufs Weiterlesen habe. Mal schauen, ob ich mir das heute noch zur „Aufgabe“ mache.

      • Oha, selbst pures Rind oder Huhn löst das aus? Mist.

        Viel Spass mit „Obsession“ – und gebt auf die reichen Amerikanerinnen acht.

        • Konstanze

          Ja, wir wissen nicht genau, was von beidem es ist (oder vielleicht sogar beides), aber seitdem wir keine „normalen“ Fleischsorten mehr füttern und auf 100% Lamm/Pferd/Hirsch beschränken ist es besser geworden.

          Danke! Die reichen Amerikanerinnen waren dieses mal nicht das Problem, sondern das Personal und mein Unvermögen die richtigen Investitionen für mein Landgut zu machen. (Mein Mann hat mir den „Drawing Room“ weggeschnappt und das war der Beginn meines Untergangs! *schluchz*) 😉

          • Dein Mann nimmt aber auch gar keine Rücksicht auf Deine Wünsche, tse!

            Sehr schön, wie Christie Dir beim Lesen Gesellschaft leistet. Und die nächste Geschichte in Deiner Storysammlung wird Dich bestimmt besser unterhalten! 🙂

          • Konstanze

            Ich muss zu seiner Verteidigung sagen, dass er ja nicht wusst, dass ich diesen Raum benötigte. Ärgerlich war es trotzdem! *g*

            Christie ist gerade sehr anhänglich (wenn ihr Futternapf leer ist), nur das mit dem Fotografieren ist immer eine Herausforderung – du willst definitiv nicht wissen, wie viele Fotos ich für die beiden Schnappschüsse machen musste!

  3. Pingback: Herbstlesen im Oktober 2018 / Samstag (1) – Weird Words Within

  4. So jetzt ja…
    https://weirdwordswithin.wordpress.com/2018/10/06/herbstlesen-im-oktober-2018-samstag-1/

    Endlich klappts mit dem Kommentieren 🙂 Ich hab gezwungenermaßen dieses Wochenende Schonzeit und bin nicht unterwegs und kann auch am Herbstlesen teilnehmen. Freu ich mich aber auch schon seit Wochen drauf. Auch wenn es noch sonnig bei uns ist, wird es langsam kühl und ich genieße meine Zeit auf der Couch und finde wieder mehr zu meinen Büchern zurück.

    Wünsche allen einen gemütlichen Tag.

    • Konstanze

      Schön, Ina, dass es doch noch mit dem Kommentieren bei mir klappt! Dein Beitrag ist verlinkt und ich hoffe, dass es jetzt keine Probleme mehr geben wird! 🙂

      Erzwungene Schonzeit klingt nicht so gut, aber wenn du dafür am Herbstlesen teilnehmen kannst, dann ist das doch auch mal was. 😉 Sonnig ist es bei uns auch, aber trotzdem so kühl, dass ich jetzt schon bei dem Gedanken an unsere Brettspielrunde heute Nachmittag zittere. *g* Hab auch du einen gemütlichen Tag!

      • Die Wohnung, die ich mir nach der Trennung von meinem Mann gesucht habe, ist super isoliert. Im Sommer immer aushaltbar trotz Hitze und im Winter bleibt die Wärme lange erhalten. Da hab ich echt Glück gehabt. Außerdem ist es überall so schön ruhig und grün hier. Hinter dem Haus ist ein kleiner Berg, von dem man einen wunderschönen Ausblick über das Ruhrgebiet hat.
        Am Dienstag stellt sich raus, ob das Fremdgewebe in meinem Unterbauch durch Hormone abgestoßen wurde, oder ob ich operiert werde. Solange muss ich mich schonen und soll nicht so viel machen. Aber ich bin zuversichtlich.
        Solange mach ichs mir gemütlich und ein bisschen Entschleunigung tut mir auf jeden Fall gut.

        • Konstanze

          @Ina: Jetzt bin ich richtig neidisch! Isoliert ist bei unserer Wohnung gar nichts – wir haben schon Glück, dass es ein Altbau mit richtig dicken Wänden ist. Es dauert also etwas, bis die Hitze drin ist, wenn sie aber drin ist (und dank der fehlenden Dachisolierung und ohne Rollläden ist das nicht zu vermeiden), dann bleibt sie auch hartnäckig. „Ruhig und grün“ passt auf unser aktuelles Viertel auch nicht so recht, aber dafür haben wir eine spannende Mischung von Nachbarn aus aller Welt. 😉

          Uh, dann werden also kräftig die Daumen gedrückt, dass du um die OP herumkommst und deine Zuversicht gerechtfertig ist. 🙂 Entschleunigung schadet grundsätzlich nicht …

          • Ich hatte gar nicht richtig Zeit mir Gedanken über meine Wohnung zu machen. Ich brauchte letztes Jahr einfach dringend einen Ort zum Wohnen, den ich mir leisten konnte und den ich direkt beziehen konnte (gut, ich musste dann doch alles selbst renovieren) aber ich habe da mehr oder weniger auf meinen Bauch gehört. Dafür habe wir Holzdielen als Fußboden und man hört die Nachbarn recht laut, wenn die nicht gute Trittschalldämmung gelegt haben. Ich glaube es gibt überall vor und Nachteile, aber im Moment fühle ich mich mehr als wohl hier.

            Ich bewundere dich ja. Bei Brettspielen werde ich schnell grantig, wenn ich zu oft verliere. Ich habe mir deswegen angewöhnt vor allem Spiele zu spielen, die man gemeinsam gegen das Spiel spielen kann, so wie Shadows over Camelot (was man aber schnell durchschaut hat) oder Arkham Horror (was extrem komplex ist und hunderte von Extension Packs hat). Wenn alle gemeinsam verlieren gehts. 😀

          • Konstanze

            Schön, dass es unter den Umständen so gut für dich ausging und dass du dich wohlfühlst, Ina! Bei uns war es so, dass wir relativ lange suchten (und das mit einer Eigenbedarfskündigung im Nacken) und mit jeder Absagen weitere Abstriche machten, bis wir am Ende eine Wohnung genommen haben, bei der wir von Anfang an die Nachteile sahen. Aber der Vermieter hat uns trotz der großen Konkurrenz genommen (wir waren halt die ersten, die sagten, dass sie die Wohnung wollten), wir konnten sie uns leisten und wir mussten keine Grundsanierung durchführen – das musste zu dem Zeitpunkt reichen.

            Ich bin froh, dass unser dauertelefonierend Nachbar Kroate ist, so dass ich nur bei den Telefonaten, bei denen er Deutsch spricht, seine Gespräche mitverfolgen kann. Und was den Trittschall angeht, so haben wir zum Glück niemanden mehr über uns …

            Wir spielen auch ungern gegeneinander, das macht uns wenig Spaß. Aber bei „Obesession“ gibt es Ausbauten oder Gäste, die gekauft oder gezogen werden müssen, und wenn einer der Mitspieler früher etwas kaufen kann, das man selber so dringend brauchen könnte, oder ich mitbekomme, dass mein Mann einen Gast zieht, der mir gut getan hätte, während ich beim nächsten Zug Pech habe, dann ist es schon etwas doof. Insgesamt kann ich aber bei dem Spiel auch mit einer Niederlage leben, weil es eben Spaß macht. 🙂

            Arkham Horror haben wir schon sehr lange nicht mehr gespielt – etwas zu komplex, um es nur ab und an zu spielen, und die ganzen Erweiterungen haben wir uns nicht zeitnah leisten können und dann gab es zu viele neue Spiele, wo wir auch gemeinsam gegen das Spiel spielen können, und die uns eigentlich mehr liegen. Aktuell zum Beispiel „Gloomhaven“ – das spielen wir schon seit einem Jahr und es hat seinen Reiz für uns noch nicht verloren. Wir haben nur im Sommer pausiert, weil es einfach zu heiß war, um mit Karten und Pappteilen zu hantieren.

  5. *lol*

    Ich bin ganz bei Dir!! Wäschezusammenlegen ist ja auch mein Untergang.
    Und das Schlimmste ist: Kaum ist man fertig, steht der nächste Berg an. A neverending story!!! :((

    Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, nebenbei Hörbücher oder Podcasts zu hören.

    • Konstanze

      Ich mache das eigentlich sogar gern, JED! Aber ich plane das irgendwie nie in meinen Tag ein und stehe dann vor dem Kochen oder Schlafengehen da und muss das noch irgendwie schnell erledigen. *g* So viel Wäsche haben wir zum Glück nicht – zwei Ladungen reichen normalerweise pro Woche. Heute war es nur etwas mehr, weil ich am vergangenen Wochenende samstags mit meinem Mann beim Roller Derby war und deshalb nicht gewaschen habe.

      Für Hörbücher dauert das Zusammenlegen nicht lang genug (und am Wochenende bin ich immer ganz froh, wenn ich eine kurze Auszeit ohne Nebengeräusche habe, weil mein Mann fast den ganzen Tag irgendwas laufen hat, das Töne macht). 😉

  6. Pingback: Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 1/Sonntag – ALLES AUẞER LYRIK

  7. Keine grünen Bohnen oder Blumenkohl (auf Pasta? mit Erbsen?) oder Lauchbrote oder Pastinaken- oder Petersilienwurzel-Suppe ? Ich habe gerade im Netz auch eine Kürbis-Polenta-gesehen, klang nicht schlecht …
    Nicht, dass Euer Abendessen nicht lecker aussehen würde. Hm, vielleicht sollte ich mal wieder eine kleine Packung Eier kaufen, hatte ich lange nicht mehr im Haus.

    • Konstanze

      Keine grünen Bohnen, Natira. Blumenkohl ohne Regionsangabe, keine Pastinaken, mein Mann isst keinen Kürbis und der Lauch sah aus, als ob er schon die Steinzeit miterlebt hätte … Anfang der Woche hatte ich solche Lust auf Abwechslung, dass ich dann doch Zucchini aus Spanien gekauft habe, aber es ärgert mich so, dass das Angebot beim Gemüse so eingeschränkt ist. Dafür gibt es aktuell auf der kleinen Fläche zehn Sorten Äpfel, die Hälfte davon allerdings aus Neuseeland! *grummel*

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