Herbstlesen im Oktober 2021 (Sonntag, 24.10.)

Logo mit dem Text "Herbstlesen im Oktober 2021" vor einem Hintergrund, der trockene Herbstblätter auf einem Asphaltboden zeigt.Nachdem ich gestern so einen gemütlichen Samstag hatte, hoffe ich, dass es heute ebenso entspannt hier weitergeht. Viel habe ich gestern nicht mehr gelesen, auch wenn ich nicht ganz so früh ins Bett gekommen bin, wie ich gehofft hatte. Im Zweifelsfall muss ich heute also wohl einen Mittagsschlaf einlegen. *g*

Außerdem haben wir für heute wieder eine Brettspiel-Runde geplant (wenn wir uns denn auf ein Spiel einigen können) und ich habe natürlich noch meine beiden angefangenen Bücher („And Dangerous to Know“ und „Howl’s Moving Castle“). Aber erst einmal muss ich wieder wachwerden und dann sehe ich weiter … 🙂

 

Update 11:15 Uhr

Links oben eine kleine Laterne, in der Mitte ein Stapel mit Büchern, auf dem ein angeschalteter eReader liegt und eine Seite der Kurzgeschichte "Undead Philosophy 101" zeigt und rechts eine Tasse mit Milchtee.

Es bleibt dabei, dass ich es immer wieder faszinierend finde, wie so ein Vormittag einfach vergehen kann, ohne dass ich viel gemacht hätte. Genau genommen habe ich mich ein bisschen online rumgetrieben, mit meinem Mann die Essensplanung für heute und die nächsten Tage durchgesprochen und eine Kurzgeschichte gelesen. Die Kurzgeschichte war „Undead Philosophy 101“ von Stephanie Burgis und als Urban-Fantasy-Geschichte gehört sie so gar nicht zu dem, was die Autorin normalerweise schreibt, aber sie hat mir gut gefallen. Die Protagonistin Amanda sucht in der Geschichte Beistand bei ihrem Philosophie-Professor, weil ihre Mitbewohnerin von einem Vampir gebissen wurde. Es gibt sehr viele Gedanken darüber, dass Amanda nicht den Erwartungen ihrer Eltern entsprechen will, sehr viele (amüsante) Details zum Studentenleben und natürlich ein paar Vampire … *g* Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und muss zugeben, dass ich es nett fände, wenn Stephanie Burgis das Genre irgendwann mal wieder für sich entdecken und mehr darin schreiben würde. 😉

 

Update 15:00 Uhr

Links die Taschenbuchausgabe von "Howl's Moving Castle", rechts eine grüne Schale mit Udon-Nudeln, Möhrenscheiben und kleinen Blumenkohlröschen in Brühe, quer über der Schale liegen Essstäbchen.

Ich würde ja gern behaupten, dass ich mich nach dem letzten Update gleich an meine Frühstückszubereitung gemacht habe, aber natürlich habe ich vorher noch etwas Zeit mit Kommentaren und allem möglichen anderen Kram verstreichen lassen. Beim Frühstück habe ich (mal wieder) gemerkt, dass es doch gut zwanzig Jahre her ist, seitdem ich regelmäßig mit Essstäbchen gegessen habe. Ich bin wirklich ziemlich unbeholfen geworden, wobei die kalten Finger vermutlich auch nicht geholfen haben. *g* Aber die Udon-Nudeln waren lecker und das warme Frühstück war heute einfach perfekt! Danach habe ich dann erst einmal zu „Howl’s Moving Castle“ von Diana Wynne Jones gegriffen. Ich mag dieses Buch so gerne und ich liebe all die kleinen Details und Zusammenhänge in der Geschichte, die zum Teil erst dann ins Auge fallen, wenn einem die Handlung schon bekannt ist.

Ein aufgeschlagenes Buch auf einer orangen Decke.

Was ich gerade allerdings wirklich lustig fand, war die Tatsache, dass mir heute zum ersten Mal aufgefallen ist, dass ich es in all den Jahren immer hingekommen habe, dass im Schloss nicht gekocht werden kann, wenn Calcifer erschöpft ist. Ja, der Dämon lebt im Herd und wenn auf dem Herd gekocht werden soll, dann muss dort auch ein Feuer brennen, das stark genug dafür ist. Aber auf der anderen Seite gibt es zwei Wege in Gebiete (ein Hinterhof und ein Moorgebiet), in denen ungestört ein kleines Lagerfeuer gemacht werden könnte, um etwas zu erhitzen. Es ist ja nicht so, als ob im Schloss Holzmangel herrschen würde, wenn man bedenkt, dass Calcifer regelmäßig mit Holzscheiten gefüttert werden muss …

 

Update 18:00 Uhr

Ein sehr herbstlicher Animal-Crossing-Screenshot, bei dem meine Figur vor einem Beet mit orangen Blumen steht und eine Pflanze ausgraben will, die außerhalb des Beetes wächst.

Da ich für das heutige Essen noch die Spinat-Füllung improvisieren machen muss, muss ich gleich in die Küche wandern. Aber vorher erzähle ich noch, was ich in den letzten Stunde gemacht habe. Nach dem letzten Update habe ich erst einmal etwas „Animal Crossing“ gespielt, bei der ich all die Blumen ausgraben durfte, die dank des gestrigen Regens auf meiner Insel gewachsen sind. Ich mag diese tägliche Runde über meine Insel wirklich gern und finde es wunderbar entspannend auch in diesem Spiel so etwas wie „Alltag“ zu haben … mal schauen, wie das so wird, wenn am 05. November die Erweiterung veröffentlicht wird. Ich fürchte, ich werde wohl für das Wochenende sehr viel Spielzeit einplanen müssen. 😉

Links die Taschenbuchausgabe von "And Dangerous to Know", darauf steht eine Untertasse mit verschiedenen Keksen (Lebkuchenherzen, Smartie-Schokokekse, Marzipankartoffeln und Spekulatius), rechts neben dem Buch steht eine große Tasse Milchkaffee.

Danach hatte ich dann große Lust auf was Süßes und einen großen Pott mit Milchkaffee. Dabei habe ich wieder zu „And Dangerous to Know“ von Darcie Wilde gegriffen und weitergelesen. Ich glaube, ich habe noch gar nicht so viel zur Handlung erzählt … Die Protagonistin Rosalind Thorne ist eine verarmte „Tochter aus reichem Haus“, die überlebt, indem sie anderen Frauen ihrer Gesellschaft diskret bei ihren Problemen hilft. Dieses Mal wird sie von Lady Melbourne engagiert, um herauszufinden wer Briefe aus dem Besitz der Lady gestohlen hat. Diese Briefe enthalten (vermutlich) Details über das Liebesleben von Lord Byron und könnten einen Skandal entfachen, der nicht nur den (momentan auf dem Kontinent lebenden) Lord seine Stellung kosten könnte, sondern auch Lady Melbourne und ihrer Familie schaden würde. Auf der anderen Seite hat der Bow Street Runner Adam Harkness, mit dem Rosalind schon zweimal zusammengearbeitet hat, das Problem, dass die Leiche einer unbekannten Frau zu Scotland Yard geliefert wurde – und die Herren, die das „Paket“ abgeliefert hatten, sagten aus, dass sie ihre Lieferung im Hof des Herrenhaus der Familie Melbourne in Empfang genommen haben. Offiziell wäre es zu gefährlich zu ermitteln, also bittet Adam Rosalind darum, dass sie für ihn die Ohren aufhält. Alles in allem mag ich die Geschichte eigentlich, ich hätte aber mehr Vergnügen daran, wenn die Autorin keine real existierenden Personen eingebaut hätte, über die ich in diesem Jahr gerade erst einiges gelesen habe, was eben nicht mit den Darstellungen in diesem Roman übereinstimmt, und wenn nicht die „sachbezogenen“ historischen Details in dem Buch so stimmig klingen würden … So, jetzt aber in die Küche! 😉

 

Update 22:00 Uhr

Ein Teller mit einem Stück Spinat-Quiche.

Wie schon geahnt, hat das Kochen heute etwas Zeit in Anspruch genommen und während das Essen im Ofen war, habe ich schon mal den Abwasch erledigt, so dass ich damit für heute durch bin. Die Spinat … Quiche(?) war sehr lecker und – da ich damit diverse Reste inklusive etwas Mascarpone, Parmesan und Feta aufgebraucht habe – sättigend. Ich freu mich jetzt schon darauf, dass ich morgen noch ein Stück davon zum Abendessen habe. *g* Eigentlich wollten wir zum Essen etwas Schauen, aber am Ende haben wir die Zeit nur genutzt, um unsere Netflix-Liste mal auszumisten. Danach habe ich noch ein paar Kommentare beantwortet und ein paar Seiten in meinen beiden Büchern gelesen. Ich neige dazu im Laufe eines Abends alles, was ich in Reichweite haben will, auf meiner Sofadecke anzusammeln und heute führt das dazu, dass ich gerade ständig zwischen den beiden Romanen wechsel. Ich denke, ich werde das auch noch ein Stündchen oder so weiter so machen und dann ins Bett gehen.

Zwei Bücher auf einer orangen Decke, unten liegt "Howl's Moving Castle", darauf liegt "An Dangerous to Know".

Es war heute wieder schön gemeinsam mit euch den Tag zu verbringen und ich kann kaum glauben, dass wir nur noch ein Herbstlesen-Wochenende vor uns haben! Ich hoffe, wir lesen uns hier am kommenden Wochenende wieder oder ansonsten spätestens am Lese-Sonntag im November. Habt einen guten Start in die Woche und genießt das Herbstwetter solange es anhält! 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Anette
Neyasha
Birthe
Sayuri
JED

26 Kommentare

  1. Ich hoffe, du hast heute einen gemütlichen Sonntag mit Brettspielen und Büchern. Bei mir wird es heute auch noch Brettspiele geben, da meine Nichte zu einem Spieleabend kommt.

    • Oh, danke! Das wünsche ich dir auch! Wie nett, dass deine Nichte dafür vorbeikommt – was für Spiele wollt ihr denn spielen? 🙂

  2. Moin! Bei mir ist es auch etwas später geworden, als geplant, aber ich habe es auch geschafft, heute Morgen mal bis 8 zu schlafen 😉 Mittagsschlaf klingt trotzdem gut!

    • Ich weiß nicht, ob es dir ebenso geht, Anette, aber ein Teil von mir denkt immer „es ist ja Wochenende, da kann ich den Tag etwas länger nutzen“. *g* Schön, dass du heute etwas länger schlafen konntest – mal schauen, ob wir beiden heute wirklich einen Mittagsschlaf einlegen, oder ob die Bücher doch wieder zu verlockend sind, um Zeit zu „verlieren“. 😉

      • Ich habe auch gerade das Gefühl, heute Morgen eigentlich nicht wirklich was gemacht zu haben. Das ist irgendwie immer so sonntags. Ich hab mich schon auf die Couch gelegt heute Mittag, hab dabei aber Messe geguckt und Instagram gewälzt. Ich finde, Sonntag müssten mehr Stunden haben. Na ja, wenigstens nächstes Wochenende bekommen wir eine Stunde geschenkt 😉

        • Grundsätzlich wäre ich für längere Wochenenden, Anette! *g* Und stimmt, am kommenden Wochenende ist wieder Zeitumstellung, gut, dass du mich daran erinnerst!

          • Dein Süßigkeiten-Teller sieht genial aus 🙂
            Ich mag es eigentlich ganz gern, wenn historische Persönlichkeiten in Romanen auftauchen, aber wenn die Darstellung dann nicht stimmig ist, ist das tatsächlich schwierig. Was Lord Byron angeht, ich hab mir gerade den Film „Gothic“ auf BluRay besorgt, den mochte ich früher total gerne und hab ihn immer mal wieder geschaut, da spielt Gabriel Byrne Lord Byron und es geht um die Entstehung von Mary Shelleys Frankenstein. Ist aber zugegebenermaßen ziemlich nerdig, der Film 😉

          • Ich war auch ganz zufrieden mit der Auswahl, Anette! Nachdem mein Mann so viele Keksvarianten zum Geburtstag bekommen hatte, futtern wir uns gerade so nach und nach da durch. *g*

            Ich kann auch damit leben, wenn sich jemand Freiheiten bei der Darstellung nimmt, aber dann bitte auf amüsante Art und Weise und nicht so, dass es sich anfühlt, als ob da jemand auf das Grab pinkelt.

            Inwiefern ist der Film „nerdig“?

  3. Hihi, die Kurzgeschichte klingt interessant – also, die Autorin muss ich mir wirklich merken. „Scales and Sensibility“ ist eh schon im Einkaufskorb beim bösen A (weiß jemand eine bessere Alternative für englische Bücher? Manches kriegt man ja bei buecher.de, aber das war da nicht zu finden …). 🙂
    Dass Tage so dahinplätschern, kenne ich aber auch. Ganz schlimm ist das, wenn man halt wirklich nur die Zeit vertrödelt (Youtube und Co. sind da ganz besonders gut geeignet), statt sie bewusst zu genießen. Mein Vormittag war heute erfreulich lang irgendwie – ich vermute, weil ich ihn aktiv geplant habe, mir immer überlegt: Was will ich jetzt als Nächstes machen?
    Aber manchmal ist es ja auch ganz schön, wenn ein Tag einfach mal wegplätschern darf. 🙂

    • Bislang mochte ich eigentlich alles, was ich von Stephanie Burgis gelesen habe – ich unterstütze sie sogar auf Patreon, weil ich ihre Geschichten so mag. Einige ihrer Kurzgeschichten sind auch kostenlos online zu lesen, wenn du mal schauen willst: https://www.stephanieburgis.com/short-stories/

      Was englischsprachige Bücher angeht, so war mein örtlicher Buchhändler bis vor einem Jahr eine gute und verlässliche Quelle, auch wenn ich da einige Wochen auf meine Bestellungen warten musste. Aber in diesem Jahr hat er sich mit Thalia zusammengetan und das macht es für mich überraschend umständlich und schwierig mit den Bestellungen … ich suche also gerade auch eine neue Quelle für englischsprachige Titel.

      Ich finde es auch nicht schlimm, wenn der Tag so plätschert, ich nur immer wieder fasziniert davon, dass mein Zeitgefühl an solchen Tagen gar nicht funktioniert. Da verschwinden einfach Stunden, obwohl ich doch nur zehn Minuten etwas getan habe. 😉

      Wobei dein Vormittag wirklich gut klingt und ich freue mich für dich, dass du die Zeit so gut genutzt hast. 🙂

  4. Einen schönen, sonnigen Sonntag, wünsche ich.
    Heute kann ich vielleicht ein bisschen lesen und habe schon einen kleinen Blogpost geschrieben.
    Für mich sind solche Wochenendtage eigentlich immer sehr gelungen, wenn der Tag so dahin plätschert – vor allem, wenn ich nichts dringend machen muss (sonst sieht es anders aus, dann werde ich schnell umentspannt und genervt).
    Habt einen schönen Sonntag!

    • Ich esse im Herbst und Winter regelmäßig warm zum Frühstück, JED. Wenn auch nicht immer herzhaft, sondern häufiger süß mit zum Beispiel Milchreis oder Porridge. Im Moment finde ich das besonders wohltuend, da wir noch nicht heizen und da die extra Wärme doch recht willkommen ist. *g*

      Hab noch einen schönen (Lese-)Abend! Schön, dass du heute auch wieder dabei bist. 🙂

      • Für meine Begriffe hast du sowieso einfach bloß das Frühstück ausgelassen und bist gleich zu einem Mittagssnack übergegangen … *flücht* 😉

        • Nene, Birthe, die erste Mahlzeit des Tages ist das Frühstück! Selbst wenn dieses Frühstück eben ein paar Stunden nach dem Aufwachen gegessen wird … 😀

      • Oh, vielleicht kannst Du da mal das eine oder andere Rezept veröffentlichen? *liebguck* Bin auf der Suche nache Inspiration.

        @ Birthe

        Das nennt sich Intervallfasten. ;)) Konstanze frühstückt immer so spät.

        • Boah, JED, ich hätte dir nie erzählen dürfen, wie sehr es mich ärgert, wenn die Leute denken, dass ich intervallfaste … *grummel* Erst werde ich ein Leben lang komisch angesehen, weil ich erst einige Stunden nach dem Aufstehen etwas essen mag, und nun denken die Leute auch noch, dass ich irgendeiner Modeerscheinung nachlaufe …

          Was für Rezepte suchst du denn? Mein Milchreis-Rezept findest du auf dem Blog, mein Porridge mache ich immer mal wieder anders und alles andere setzt sich häufig aus Resten der letzten Tage zusammen. 🙂

  5. Wurde heute doch nichts aus der Brettspiel-Runde bei euch?

    Irgendwann muss ich auch mal “Howl’s Moving Castle” lesen. Ich kenne davon bisher nur die Ghibli-Verfilmung, die ich allerdings nicht ganz so gern mag.

    • Irgendwie haben wir das mit dem Brettspielen gestern komplett verschlafen, Neyasha. Das ist aber nicht schlimm, denn mein Mann hat in dieser Woche Urlaub und wir können das also problemlos mehrmals in den nächsten Tagen auf die Reihe bekommen. 🙂

      Ich mag die Ghibli-Version, obwohl ich finde, dass sie keine runde Geschichte erzählt, weil sie einfach viel zu viele Elemente des Buches wegfallen lässt. Die Handlung im Buch zieht sich über einen längeren Zeitraum und beinhaltet deutlich mehr Personen.

      • Na dann wünsche ich euch spannende/unterhaltsame Spiele in dieser Woche!

        Ich finde auch, dass die Ghibli-Version nicht ganz rund ist, deshalb mag ich den Film auch nicht besonders. Das Problem habe ich überhaupt mit ein paar Ghibli-Filmen, z.B. Chihiro.

        • Dankeschön! 🙂

          Mich stört das Unrunde nicht so sehr, ich genieße einfach die hübschen Teile, die da sind, und den Rest fülle ich mit meiner eigenen Fantasie. Wobei ich gestehen muss, dass ich da nicht so verzeihend wäre, wenn ich nicht die „hübschen Teile“ so genießen könnte.

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