Schlagwort: Lesetag

Herbstlesen im Oktober 2024 (Sonntag, 13.10.)

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Guten Morgen! Gestern bin ich nach dem letzten Update und der anschließenden Blogrunde wirklich zügig im Bett verschwunden und habe es genossen zum Geräusch des strömenden Regens einzuschlafen. Den heutigen Tag will ich vor allem mit meinen angefangenen Büchern („The Babysitters Coven“, „Wolfskin“ und „Ghost Squad“) verbringen.

Außerdem haben mein Mann und ich eine weitere Runde „Keep the Heroes Out!“ geplant und irgendwann am Nachmittag werde ich mit der Zubereitung des Abendessens beginnen, da es heute Zwiebelkuchen geben soll und der einige Zeit benötigt. Jetzt aber starte ich erst einmal langsam in den Tag – so sehr ich das aktuelle graue Wetter mag, so sorgt es doch dafür, dass ich morgens noch länger zum Wachwerden benötige als sowieso schon. 😉

Update 11:00 Uhr

Die letzten Stunden habe ich damit verbracht diverse Dinge in Zeitlupe zu erledigen – zumindest hat es sich so angefühlt. *g* Wobei mir beim Abwaschen durch den Kopf gegangen ist, dass ich es wirklich mag, wenn ich morgens als erstes lauter alltägliche Dinge tue, die keinerlei Denkfähigkeit erfordern. Das erlaubt es mir langsam wach zu werden und trotzdem das Gefühl zu haben, ich hätte schon was geschafft. Danach habe ich eine kleine Runde „Animal Crossing“ gespielt und weiter in „The Babysitters Coven“ gelesen. Außerdem habe ich mir eben noch einen Pfefferminztee gekocht, weil mir gerade ziemlich kalt ist und heißer Tee da genau richtig klingt. Die nächsten Stunden werde ich vermutlich mit einem Buch vor der Nase auf dem Sofa verbringen, weil mein Mann heute erst am (frühen) Nachmittag „Keep the Heroes Out!“ spielen will.

Update 14:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erst noch ein bisschen gelesen und mir dann den Rest Spitzkohl-Eintopf von gestern zum Frühstück aufgewärmt. Beim Frühstücken habe ich mich ein bisschen online rumgetrieben (zu viele neue Youtube-Videos, um mich für eins zu entscheiden, und meine englischsprachige Timeline ist voll im US-Wahlkampf-Modus), nur um dann noch ein bisschen weiter in „The Babysitters Coven“ zu lesen. Da ich das Buch zum zweiten Mal lese, habe ich das Gefühl, ich erinnere mich zu gut an die interessanten Details, während ich gleichzeitig überrascht bin vom Anteil an Highschool-Drama. Den Teil hatte ich ziemlich gut verdrängt. *g* Da mein Mann dann seine geplanten Aktivitäten für den Vormittag schon erledigt hatte, haben wir unsere heutige Runde „Keep the Heroes Out!“ gespielt.

Ein kleiner Ausschnitt des KeepTheHeroesOut-Spielbretts, der einen Raum mit Laborausstattung zeigt, in dem ein Pappmarker mit drei Ausrufezeichen zu sehen ist. Daneben lässt sich ein Schatzraum mit einem Drachen erahnen.

Das heutige Szenario enthielt zum ersten Mal das „Labor“ (der Raum mit den Ausrufezeichen), der es ermöglichte einen Gegner ins Verließ zu stecken und dafür eine fremde Fähigkeit (genau gesagt eine Karte aus einem fremden Set, das in unser Waren-Angebot gemischt wurde) zu übernehmen. Das war ziemlich lustig, weil es dem eigenen Kartendeck auf einmal überraschende Möglichkeiten verlieh. Dazu kam dann noch, dass bei jedem gezogenen Krieger (es gibt als Gegner Krieger, Magier, Schurken und Bogenschützen) ein Gegner extra ins Dungeon kam, weshalb wir heute wirklich schnell mit dem Spiel fertig gewesen sind – obwohl mein Mann von seinen vier Spielfiguren in der Regel gerade mal eine auf dem Spielfeld hatte. *g* Es war auf jeden Fall wieder sehr lustig und ich bin jetzt schon gespannt, was für Sonderbedingungen am kommenden Wochenende mit dem nächsten Szenario das Spiel beeinflussen werden. Jetzt aber krabbel ich zum Aufwärmen erst einmal wieder unter meine Sofadecke, trinke eine weitere Tasse mit heißem Tee und drehe eine kleine Blogrunde.

Update 17:00 Uhr

Meine „kleine Blogrunde“ hat dann doch eben ein bisschen länger gedauert als erwartet – was auch daran liegt, dass ich mich heute von jedem Bisschen (wie z.B. von einem Chocolate-Chips-Scone-Rezept, das ich wohl in den nächsten WochenTagen ausprobieren muss) ablenken lasse. Dann aber wurde es Zeit endlich weiter in „Ghost Squad“ zu lesen und mitzuerleben wie Lucely und ihre beste Freundin Syd auf einem Friedhof einen Zauberspruch ausprobieren. Mal davon abgesehen, dass es nur noch wenige Tage bis Halloween sind, scheint es mir etwas unüberlegt „A Spell to Wake the Sleeping“ gerade an diesem Ort auszuführen, aber ich bin ja auch keine verzweifelte Zwölfjährige. 😉

Ich finde es gerade sehr gemütlich mit brennenden Kerzen in der Dämmerung auf dem Sofa zu sitzen, während ich herausfinde wie es mit Lucely weitergeht, nachdem sie diesen Zauber ausgesprochen hat. Trotzdem werde ich gleich (also nach einer weiteren Blog- und Kommentarrunde) erst einmal in die Küche wandern und mit der Vorbereitung fürs Abendsessen anfangen.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Wie ich erwartet hatte, hat die Zubereitung des Zwiebelkuchens ziemlich lange gebraucht (und wir hätten ihn ruhig zehn Minuten früher aus dem Ofen holen können *g*). Aber die Arbeit hat sich auch gelohnt, denn der Zwiebelkuchen ist wirklich lecker geworden und ich freue mich schon darauf, dass ich morgen noch einmal davon essen kann. Ansonsten haben wir die vorletzte Folge von „Culinary Class War“ geschaut und mit den sieben Kandidaten mitgelitten, die versuchten den letzten Platz fürs Finale zu erreichen. Die Aufgabe, die sie dafür bewältigen mussten, wurde als „Koch-Hölle“ bezeichnet und bestand darin, dass sie in 30 Minuten ein Tofu-Gericht zubereiten sollten, bei dem der Tofu im Mittelpunkt stehen sollte.

Weitere Bewertungskriterien waren die Ausführung und die Kreativität und nach den 30 Minuten schied einer der Kandidaten aus, woraufhin das Ganze von vorne begann. So viel unterschiedliche und erstklassige Tofu-Gerichte zu kochen, war definitiv eine Herausforderung für die Kandidaten, und die körperliche Anstrengung hat für weitere Schwierigkeiten gesorgt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welcher der Kandidaten ins Finale einzieht. Diese Sendung ist wirklich überraschend faszinierend und ich mag das Konzept wirklich sehr. Aber ich glaube nicht, dass sich diese Sendung so noch einmal wiederholen lässt, weil die Besonderheit in dieser Mischung aus hochwertigen Köchen als Kandidaten, einem überraschend fairem Konzept und zwei großartigen Juroren liegt.

Und nachdem gerade unsere Internetverbindung ausfiel, aktualisiere ich jetzt lieber schnell meinen Beitrag, ohne noch mehr zu schreiben! Ich wünsche euch eine gute Nacht und einen stressfreien Start in die Woche. Es war schön mit euch gemeinsam das Wochenende zu verbringen! 🙂

***

Heutige Mitleser*innen:

Herbstlesen im Oktober 2024 (Samstag, 12.10.)

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Eigentlich hatten mein Mann und ich vor unsere zweite Urlaubswoche durchgehend mit Erholung zu verbringen. Einfach nur lesen und puzzeln und mit der Konsole in der Hand auf dem Sofa sitzen und spielen. Stattdessen haben wir uns einen neuen Fernseher kaufen müssen …

Was dann dazu führte, dass wir die gesamte Verkabelung unserer Geräte im Wohnzimmer neu sortiert haben – inklusive der Anbringung von Kabelschächten auf den Fußbodenleisten. Weshalb wir nicht nur das Sofa abrücken, sondern auch das Billy-Regal mit meinem SuB und das Kallax-Regal mit unserer Videospiele- und Filmsammlung ausräumen und von der Wand abziehen mussten. Was wiederum dazu führte, dass wir einige Spiele und Filme aussortiert haben, alles wieder gründlich saubergemacht und dann ordentlich verstaut haben. Donnerstagnachmittag waren wir damit fertig und gestern hatten wir dann beide das Gefühl, wir bräuchten jetzt Urlaub … *g*

Trotz all dieser Aktivitäten haben wir es geschafft nicht nur das am vergangenen Sonntag angefangene Puzzle zu beenden, sondern gleich noch ein zweites Puzzle anzufangen. Wir genießen das gemeinsame Puzzeln gerade sehr und werden damit heute auf jeden Fall weitermachen! Ansonsten habe ich in der vergangenen Woche „Pumpkin Spice & Poltergeist“ (von Ali K. Mulford und K. Ellen Morrison) und gestern Nachmittag die zweite Hälfte von „The Whispering Walls“ (von Phil Hickes) gelesen. Was bedeutet, dass ich gleich mal schauen muss, welches Buch ich mir für heute vornehme. Aber vorher starte ich mit der üblichen kleinen Onlinerunde und etwas Haushaltskram in den Tag, während ich so langsam wach(er) werde!

Update 11:00 Uhr

In den letzten Stunden habe ich mich online rumgetrieben, das Geschirr vom Abendessen abgewaschen, Grießpudding gekocht und noch ein paar weitere Haushaltssachen erledigt. Außerdem habe ich eine kurze Runde „Animal Crossing“ gespielt, ein paar Seiten in „The Babysitters Coven“ von Kate Williams und die ersten beiden Kapitel in „Wolfskin“ von W.R. Gingell“ gelesen und im Vorbeigehen ein paar Puzzleteile angelegt. „The Babysitters Coven“ mochte ich beim ersten Lesen so sehr, dass ich mir die Fortsetzung besorgt hatte, auch wenn ich mit ein paar Elementen nicht ganz so glücklich war. Heute morgen fühlte ich mich hingegen etwas ungeduldig beim Lesen, wenn es um Esmes Schulerlebnisse ging, weil ich wenig Lust auf Teenie-Drama und Jammern über Sportumkleideräume hatte. Mal schauen, wie es damit später weitergeht.

Was „Wolfskin“ angeht, so gehört der Roman zu der „The Two Monarchies Sequence“ von der ich schon „Spindle“ gelesen hatte. Viel kann ich zu der Geschichte noch nicht sagen, aber ich genieße die märchenhafteren Elemente und werde damit vermutlich noch ein paar nette Stunden verbringen können. Aber erst einmal geht es zurück ans Puzzle, bevor mein Mann es ganz alleine fertigstellt. 😉

Update 14:30 Uhr

Nach dem letzten Update bin ich ins andere Zimmer gegangen, um mit meinem Mann weiter zu puzzeln. Lustigerweise hatten wir gestern Nachmittag noch gemeint, dass wir das Puzzle vermutlich heute nicht fertig bekommen, obwohl wir normalerweise gemeinsam drei Tage für ein 1000-Teile-Puzzle benötigen. Aber am Ende lief es – trotz all der verwirrenden Blüten vor braunem Hintergrund – überraschend gut, so dass wir das Puzzle heute fertig bekommen haben.

Da ich das Puzzeln nicht fürs Essen unterbrechen wollte, knurrte mein Magen ziemlich, als wir fertig waren. Also gab es Frühstück (mit Küchenfoto, weil ich zu ungeduldig war, um mein Essen ins Wohnzimmer zu tragen *g*) für mich, während mein Mann das heute gelieferte neue Kabel an den Blu-ray-Player anschloss.

Update 18:00 Uhr

Ein kleiner Tisch mit einer großen Tasse Milchkaffee, links dahinter eine kleine brennende Sturmlaterne und rechts davon ein Buch, auf dem drei Schokokugeln liegen. Im Hintergrund kann man aus dem Fenster auf einige Wohnhäuser und einen fahlgrauen Himmel blicken.

Der Nachmittag ist mir heute ein bisschen entglitten. Ich habe ein paar Seiten in „The Babysitters Coven“ gelesen, ein bisschen mit meinem Mann geplaudert, ein Video zu Ende geschaut, das ich gestern Abend angefangen hatte, und dann bin ich in einem Rezeptrecherche-Kaninchenloch verloren gegangen. *g* Ich fürchte, ich werde in den nächsten Wochen mal wieder etwas intensiver backen und kochen müssen, um all die in den letzten Tagen entdeckten Rezepte auszuprobieren. Wobei ich mir gut überlegen muss, wann ich die English Muffins mit Sauerteig mache, weil ich gestern morgen erst frisch gebackenes Sauerteigbrot eingefroren habe und damit eigentlich für die nächsten zwei Wochen versorgt bin. Sooo viel Tiefkühlkapazität habe ich nicht, dass ich daneben noch English Muffins unterbringen kann …

Die Taschenbuchausgabe von "Ghost Squad" auf einer orangen Decke. Das Cover zeigt zwei Schwarze Mädchen auf Fahrrädern. Das linke Mädchen trägt die Haare zum Afro gestylt, das recht Mädchen hat einen lockigen Pferdeschwanz. Die beiden Mädchen sind von mehreren Geistern umgeben. Eine Geisterkatze sitzt im Fahrradkorb eines der Mädchens.

So richtig Lust hatte ich danach weder auf „The Babysitters Coven“, noch auf „Wolfskin“, weshalb ich – klug wie ich bin 😉 – ein weiteres Buch angefangen habe. „Ghost Squad“ liegt schon zwei Jahre auf meinem SuB, aber in diesem Jahr ist es endlich auf meinem Herbststapel gelandet. Die Geschichte wird aus der Sicht der zwölfjährigen Lucely erzählt, deren Familie die Fähigkeit hat Geister zu sehen. Wobei genau genommen nur noch Lucely diese Fähigkeit hat, denn ihr Vater hat seine Gabe verloren, als Lucelys Mutter ihn verlassen hat. Ich mochte den Anfang sehr, in dem man mitverfolgen kann, wie sehr Lucely von all den (schon verstorbenen) Familienmitgliedern umsorgt wird. So fühlt es sich an, als ob das Mädchen inmitten einer trubeligen, liebevollen Großfamilie lebt. Aber natürlich bleibt es nicht so harmonisch und schon bald muss sich Lucely um die finanzielle Situation ihrer Familie und eine übernatürliche Bedrohnung Gedanken machen.

Update 22:30 Uhr

Nachdem das Abendessen heute etwas arg spät fertig war und wir zum Essen eine etwas längere Folge von „Culinary Class War“ (das ist ein überraschend spannender Kochwettbewerb und es ist sehr, sehr selten, dass wir so intensiv bei einer Sendung dranbleiben wie bei dieser) geschaut haben, hatte ich heute Abend nicht mehr so viel Lesezeit. Aber die Zeit, die ich hatte, habe ich mit „Ghost Squad“ verbracht, weil ich diese Mischung aus heimelig und unheimelig gerade sehr mag.

Da ich inzwischen ziemlich müde bin, ist das hier mein letztes Update für heute. Es war wieder sehr nett gemeinsam mit euch den Tag zu verbringen! Morgen geht es mit dem Herbstlesen (und meinen angefangenen Büchern) weiter! Bis dahin wünsche ich euch eine gute Nacht! 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Herbstlesen im Oktober 2024 (Sonntag 06.10.)

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Die vergangenen Tage waren sehr schön und sehr trubelig. Wir haben mit der Schwiegerfamilie viel unternommen und dabei das eine oder andere Eckchen der Stadt gesehen, das wir bislang noch nicht entdeckt hatten. Aber so schön die Zeit war, so froh bin ich dann doch, dass ich heute einfach zuhause bleiben und die Füße hochlegen kann.

Während mein Mann gerade noch einmal unterwegs ist, um seine Familie zu verabschieden, starte ich langsam in den Tag. Ich möchte heute viel Zeit auf dem Sofa verbringen und lesen (das habe ich in den vergangenen Tagen definitiv vermisst)! Auf der anderen Seite haben mein Mann und ich gestern noch darüber gesprochen, dass wir beide gerade Lust aufs Puzzeln haben und dass da noch so einige ungepuzzelte Motive liege, die wir gemeinsam machen wollten. Außerdem haben wir immer noch viel Spaß an „Keep the Heroes Out!“, so dass das ebenfalls eine Option ist. Aber erst einmal werde ich mich wohl online etwas rumtreiben und mich dann für ein Buch entscheiden, das ich heute lese.

Update 10:30 Uhr

Ein kleiner Tisch mit einer großen Tasse mit Pfefferminztee und einer Plüschwärmflasche, die wie ein sehr bunter Vogel ausschaut. Auf der Wärmflasche liegt die Taschenbuchausgabe des ersten Bands der Shadowhall-Academy-Reihe von Phil Hicks.

Mein Mann ist immer noch unterwegs, so dass ich gleich wohl erst einmal eine Runde lesen werde. Bislang habe ich den Tag damit verbracht, dass ich meinen Feedreader geleert (und ein paar Kommentare gelesen) habe, bei Bluesky geschaut habe, ob in den letzten Tagen was Interessantes passiert ist, und den Abwasch der letzten Tage (ein paar Gläser, Tassen und Besteck) erledigt habe. Alles läuft gerade etwas langsamer, weil ich ziemlich müde bin und mir immer noch der Kopf von all den Sinneseindrücken schwirrt, die die letzten Tage mit sich gebracht haben. Aber ich habe mir gerade einen Pfefferminztee und eine Wärmflasche gemacht und ein Buch aus dem „Herbststapel“ gezogen und werde mich jetzt damit auf dem Sofa einrollen, bis mein Mann zurückkommt.

Update 13:30 Uhr

Das elfte Szenario von Keep the Heroes Out, das ein quadratförmiges Dungeon zeigt, in dem Poltergeister und Skelette gegen eindringende Helden kämpfen. Außerdem liegt eine Drachenfigur im Gefängnis des Dungeons.

Mein Mann kam dann prompt kurz nach dem letzten Update nach Hause und nach einem kurzem Austausch über unsere weitere Planung haben wir uns dann darauf geeinigt, dass wir erst einmal eine Runde „Keep the Heroes Out!“ spielen würden. Das heutige Szenario spielte in eine relativ kompaktem Dungeon und drehte sich darum, dass wir am Vorabend (als wir zu einer kleinen PlünderEinkaufsrunde aufgebrachen) wohl die Tür zum Dungeon offen gelassen haben, so dass das geliebte Haustier unserer Drachendame weggelaufen ist. Die Drachin war nicht gerade begeistert darüber und so mussten wir uns dieses Mal nicht nur mit einfallenden Helden herumschlagen, sondern auch dafür sorgen, dass die Drachendame uns in ihrem Zorn nicht gleich miterledigte. Das war wieder lustig und herausfordernd – und wir haben nur mit sehr viel Glück vermeiden können, dass unsere Drachin uns erledigte. *g* Jetzt gibt es erst einmal Frühstück auf dem Sofa und danach schauen wir mal, ob (bzw. wann) wir mit Puzzeln anfangen.

Ein weißer Teller mit einem aufgeschnittenem Brötchen auf einem kleinen Tisch. Das Brötchen ist zur Hälfte mit Butter und die andere Hälfte mit Brombeermarmelade beschmiert. Neben den Brötchenhälften liegen zwei Möhrenstücke. Neben dem Teller steht eine hexenkesselförmige Tasse mit einer sehr voluminösen Milchschaumhaube.

Update 17:00 Uhr

Eine grüne Puzzlematte auf der eine geöffnete Tüte mit Puzzleteilen liegt. Links von der Tüte ist eine geöffnete Schachtel mit weiteren Puzzleteilen, im Hintergrund sind zwei Hände zu sehen, die Teile sortieren.

Das wird wohl heute wieder ein etwas lesearmer „Lesetag“, aber das ist ja auch okay. 🙂 Nach einem entspannten Frühstück und einer kleinen Kommentarrunde, habe ich mich noch eine halbe Stunde dösend unter der Sofadecke aufgewärmt und dann haben wir angefangen zu puzzeln. Unser heute angefangenes Puzzle ist eine Karte der USA – was uns ganz passend schien, um unser vor einiger Zeit angelerntes Wissen rund um US-Bundesstaaten und -Hauptstädte mal wieder aufzufrischen. Neben dem Puzzeln haben wir Musik („Bohren & der Club of Gore“) gehört, was schön entspannend war. Eigentlich wollten wir nur eine Stunde puzzeln, aber irgendwie ist es doch mal wieder länger geworden als geplant … Jetzt bleibe ich aber für den Rest des Tages unter meiner Decke und stecke meine Nase (nach einer kleinen Blogrunde) erst einmal ins Buch!

Eine Puzzlematte auf der der fertige Rahmen eines Puzzles liegen. An der unteren Kante sind noch weitere Puzzleteile angelegt, auf denen die Fahnen der Bundesstaaten der USA zu sehen sind.

Update 20:30 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich doch wirklich mal zum Buch gegriffen und in „Shadowhall Academy – The Whispering Walls“ von Phil Hickes gelesen. Bislang finde ich die Geschichte sehr nett, ich habe die Protagonistin Lilian Jones kennengelernt, habe mit ihr die ersten Tagen an ihrer neuen Schule erlebt und zugeschaut, wie sie sich mit ihren drei Mitbewohnerinnen angefreundet hat. Und dann gibt es da noch die seltsamen Geräusche in der Wand und eine Legende, die in der Schule erzählt wird … Ich fühle mich gut unterhalten, auch wenn mich die Geschichte bislang noch nicht so richtig gepackt hat.

Eine Pizza in einer geöffneten Pappschachtel. Die Pizza hat einen knusprig gebackenen Teig und ist üppig mit Zwiebeln und Ananas belegt.

Zum Abendessen gab es heute dann Lieferpizza (wir hatten Glück, dass die Pizzeria trotz der diversen Straßensperren wegen des heutigen Fußballspiels geliefert hat) und dazu haben wir eine Folge „Culinary Class War“ geschaut. Das ist ein Wettbewerb zwischen sehr unterschiedlichen koreanischen Köch*innen. Diese Teilnehmer*innen wurden vor Beginn des Wettbewerbs in zwei Klassen unterteilt. Das weiße Team bestand aus 20 Köch*innen, die schon Sterne oder andere Auszeichnungen erkocht haben oder seit Jahrzehnten die gehobene koreanische Küche prägen. Das schwarze Team startete mit 80 Teilnehmer*innen, von denen nach einem ersten Ausscheidungskochen 20 Personen in die nächste Runde kamen. Diese 80 Köch*innen sind zum Teil Leute, die keinerlei Kochausbildung haben, die gerade erst mit ihrer Ausbildung fertig sind oder die zwar ihren Lebensunterhalt mit Kochen verdienen, aber in weniger anerkannten Bereichen wie die Grundschul-Kantinen-Köchin oder die Streetfood-Anbieter.

In der zweiten Runde traten dann jeweils eine Person aus dem schwarzen gegen eine Person aus dem weißen Team an. Obwohl wir uns eigentlich nicht für koreanische Küche interessieren, ist es unglaublich spannend zu sehen, wie sich diese Köch*innen schlagen, wenn sie unter diesen Bedingungen in einen Wettbewerb gehen müssen. Dazu kommt noch, dass die zweite Runde von den (wirklich sympathischen) Juroren blind verkostet wurde. Sie wussten also weder wer gekocht hatte, noch wie das Essen ausschaute, das ihnen serviert wurde. Das sorgte ziemlich häufig für überraschende Bewertungen. Wir sind inzwischen bei der dritten Wettbewerbsrunde angelangt, in der ein weißes Team gegen ein schwarzes Team antreten muss. Jedes Team muss 100 Portionen kochen – und es war wirklich faszinierend zu sehen, wie schwierig das für die Kochgrößen war. Da gab es nicht nur sehr viel Ego-Probleme, sondern auch so Aussagen wie „Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Schwein zerteilt habe. Das machen sonst meine Angestellten.“ Mein größtes Problem mit der Sendung ist, dass jede Folge mit einem Cliffhanger endet. *g*

Links die Taschenbuchausgabe von The Babysitter Coven, rechts die Taschenbuchausgabe von Shadowhall Academy. Auf dem rechten Buch liegt ein Cadbury-Schokoriegel.

Für den Rest des Abends werde ich jetzt noch zu einem Buch greifen. Wobei ich nicht weiß, ob ich weiter in „The Whispering Walls“ lese oder ob ich meine Nase in „The Babysitters Coven“stecke. Letzeres wäre ein Reread, da ich in den nächsten Woche die Fortsetzung vom SuB befreien möchte.

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Da ich die letzte Stunde mehr mit Sekundenschlaf als mit Lesen verbracht habe, wird es definitiv Zeit ins Bett zu gehen! Ich bin dann doch bei „The Whispering Walls“ geblieben und habe damit heute etwas mehr als die Hälfte des Romans gelesen. Was angesichts der Schriftgröße und Seitenzahl nicht sehr viel ist, aber es war genau das Richtige für einen Tag, an dem ich eher energie- und konzentrationslos war und mich immer wieder dabei ertappte, dass ich wegdöste. *g*

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sich mir heute gleich drei Personen beim Herbstlesen angeschlossen haben. Das war ein schöner Auftakt für die Aktion und ich hoffe, ihr habt den Tag genießen können. Habt einen guten Start in die kommende Woche! Vielleicht lesen wir uns ja an den nächsten Wochenenden dann wieder!

***

Heutige Mitleser*innen:

Ankündigung: Herbstlesen im Oktober 2024

Da in zwei Wochen schon das erste Herbstlesen-Wochenende ist, wird es langsam Zeit, einen offiziellen Ankündigungsbeitrag fürs diesjährige Herbstlesen zu veröffentlichen! In diesem Jahr freue ich mich besonders auf den Herbst und habe schon einen ganzen Stapel mit Büchern, die ich im Oktober lesen will, bereit liegen. Aber natürlich werde ich meine Zeit an den Herbstlesen-Wochenende nicht nur mit Lesen verbringen, sondern auch noch mit anderen Dingen, die mir Freude bereiten.

Es wäre schön, wenn sich auch in diesem Jahr ein paar Mitleser*innen fänden, die sich mir an dem einen oder anderen Wochenende anschließen und sich mit mir (und untereinander) austauschen mögen. Ich lesen einfach so gerne davon, wie ihr eure Zeit verbringt, um ein möglichst entspanntes und erholsames Wochenende zu verbringen, und wenn ich Glück habe, gibt es nebenbei noch den ein oder anderen Anstoß für eine neue Lektüre (oder ein neues Hobby – denn davon habe ich ja bekanntermaßen viel zu wenige *g*).

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Da sich der Besuch der Schwiegerfamilie etwas verschoben hat und ich deshalb an dem ersten Oktober-Samstag unterwegs sein werde, startet das „Herbstlesen im Oktober“ in diesem Jahr erst am 6. Oktober (Sonntag) und endet am 27. Oktober (Sonntag). Das bietet uns einen Sonntag und drei vollständige Wochenenden, um möglichst viel Zeit mit Büchern, Spielen, Puzzles, Handarbeiten, Spaziergängen, Backen und all den anderen unterhaltsamen und entspannenden Dingen zu verbringen. Wenn ihr gern einen Anlaufpunkt für den 5. Oktober hättet, kann ich morgens einen Beitrag veröffentlichen, aber ich werde dann wohl erst am späten Abend wieder auf den Blog zugreifen können. Ansonsten gibt es von mir wieder an jedem Samstag und an jedem Sonntag einen neuen Beitrag, in dem ich im Laufe des Tages davon erzähle, womit ich meine Zeit verbracht habe. Aber natürlich ist es auch möglich, einen Sammelbeitrag für das Herbstlesen oder einen Beitrag pro Wochenende zu verfassen.

Wichtig wäre es mir, dass ihr an den Tagen, an denen ihr mitmacht, einen Kommentar mit einem Hinweis auf eure Teilnahme (und einem Link zum dementsprechenden Beitrag) unter meinem aktuellen Post hinterlasst, damit ich euch verlinken kann. Der Austausch mit den anderen „Herbstleser*innen“ ist schließlich immer einer der nettesten Aspekte dieser Aktion, und wenn es einen zentralen Ort gibt, an dem alle Links gesammelt werden, geht das am besten. (Und da es zur Zeit anscheinend Probleme mit meinem Feed gibt: Ich veröffentliche meine Beiträge an den Herbstlesen-Tagen vor 8 Uhr! Schaut bitte im Zweifelsfall direkt auf dem Blog nach, auch wenn euer Feedreader keinen Beitrag anzeigen sollte!)

Ich muss zugeben, dass ich mich schon sehr auf diesen gemütlichen Start in den Herbst freue, und ich hoffe, es geht euch genauso!

Lese-Sonntag im September 2024

Nach meiner Sommerpause freue ich mich heute besonders auf den heutigen Lese-Sonntag. Dabei weiß ich noch gar nicht so recht, womit ich mir den Tag vertreiben will – abgesehen davon, dass mein Mann und ich definitiv eine Brettspielrunde einlegen werden. Ich habe einen Stapel mit Büchern, die ich eigentlich im Sommer lesen wollte und die von mir noch eine Chance bis Ende September bekommen (im Oktober wird es dann Zeit zu dem Stapel mit „Herbstbüchern“ zu greifen, der langsam anwächst *g*). Außerdem hätte ich mal wieder Lust zu Puzzeln, aber da mein Mann die nächsten drei Tage Urlaub hat und dann den Tisch für Solospiele nutzen will, wäre es ungeschickt, wenn ich heute ein Puzzle anfangen würde. Wenn ich mich dazu aufraffen könnte, gäbe es auch noch die eine oder andere Rezension, die ich eigentlich noch schreiben möchte … Erst einmal aber muss ich wach genug werden, um noch ein bisschen rumzuwuseln, und dann schaue ich, womit ich in den gemütlichen Teil des Tages starte.

Update 11:30 Uhr

Eine angeschaltete Switch, deren Bildschirm eine Szene aus "Animal Crossing" zeigt. Meine Nachbarin Bella (ein rot-schwarzer Hund) sagt zu meinem Charakter "Ganz schön früh unterwegs. Könnte man ja fast neidisch werden, wenn man denn wach wäre ..."

Der Vormittag ist angenehm entspannt vergangen. Ich habe ein bisschen aufgeräumt, den Abwasch von gestern Abend erledigt, geduscht und dann „Animal Crossing“ gespielt. Außerdem habe ich eine Kurzgeschichte aus „The Super Sunny Murder Club“ gelesen, genau genommen die Geschichte „Window Pain“ von Sharna Jackson. Die Handlung wird aus der Perspektive von Paul erzählt, der sich in seinen Sommerferien vor der Hitze und den Pollen in seinem Zimmer versteckt und die Vorgänge in der gegenüberliegenen Schule beobachtet – was dazu führt, dass er einen Streit zwischen zwei Lehrkräften miterlebt, sowie eine verdächtige nächtliche Aktion, die ihn zu der Überzeugung bringt, dass dort ein Mord geschehen ist. Ich fand die Geschichte nett und unterhaltsam – muss aber zugeben, dass ich diese Anthologie bislang nicht ganz so nett finde wie „The Very Merry Murder Club“. Nachde ich jetzt noch gefrühstückt (und mit meinem Mann über den gerade seinen Geist aufgebenden Fernseher und eine eventuelle Neuanschaffung diskutiert habe) geht es jetzt erst einmal zum Brettspielen.

Ein Teller mit einem Gurkenbrot, Gurkenscheiben und Möhren, neben einer Tasse mit Tee und einem sehr bunten Taschenbuch mit dem Titel "The Super Sunny Murder Club"

Update 15:30 Uhr

Der Aufbau des siebten Szenario von "Keep the Heros Out" stellt ein dicht verwinkeltes Dungeon da, in dem einige Gnolle und Ratten unterwegs sind. Im Vordergrund sind mehrere Spielkarten mit unterschiedlichen Aktionen zu erkennen.

Unsere heutige „Keep the Heroes Out“-Runde hat wieder viel Spaß gemacht. Seitdem wir das Spiel im Juli bekommen haben, haben wir schon so einige Male gespielt und es war immer lustig. In diesem Brettspiel gehören die Spieler zu einer Gruppe von Monstern, die ein Dungeon betreiben und die sich regelmäßig gegen eindringende Helden verteidigen müssen. Dabei sorgen die unterschiedlichen Szenarien immer wieder für neue Ausgangssituationen – dieses Mal hatten wir Monster (mein Mann spielte Gnolle, ich spielte Ratten) den Verdacht, dass eine gegnerische Gruppe unseren Bibliothekar bestechen würde, um an Insider-Informationen zu kommen. Was dazu führte, dass die besonderen Gegner für diese Spielrunde unter bestimmten Bedingungen unsere Schatztruhen hätten ausräumen können – was wir natürlich verhindert haben! *g* Wir sind ziemlich erfolgreich bei diesem Spiel, wenn auch nur auf der leichtesten Stufe. Bei unseren bisher einzigen Versuch mit einem höheren Schwierigkeitsgrad sind wir hoffnungslos gescheitert – ich bin gespannt, ob das beim nächsten Mal besser wird, da wir inzwischen die verschiedenen Monstergruppen und ihre Fähigkeiten besser kennen.

Die Taschenbuchausgabe von "The Forgotten Magic" auf einer orangefarbenden Decke. Das Cover zeigt zwei dunkelhaarige Kinder in einem düsteren Wald. Die Hände des Jungen auf der linken Seite sind von Flammen umschlossen, während das Mädchen auf der rechten Seite eine Katze auf der Schulter, ein Zauberbuch unterm Arm und ein leuchtendes Glas in der anderen Hand hat.

Nach dem Brettspielen habe ich zu „The Forgotten Magic“, den ersten Teil der Artezans-Reihe gegriffen. Ich mochte bislang alles, was ich von L.D. Lapinski gelesen habe und der Anfang von dieser neuen Reihe gefällt mir bislang auch. Die Geschichte wird aus der Perspektive des elfjährigen Ed(ward) erzählt. Ed nimmt zum Beginn der Sommerferien gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester Elodie an einer Zeremonie teil, die enthüllen soll, über welche Form von Magie die Kinder verfügen (oder ob sie vielleicht keinerlei Magie haben). Edward ist schrecklich nervös und ängstlich und die Tatsache, dass bei dieser Zeremonie so viele Personen anwesend sind, macht es für ihn nicht einfacher. Bislang lese ich überraschend gern aus Eds Perspektive, obwohl er so eine Ansammlung von Ängsten und Neid und Fluchtgedanken ist, und ich bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht. Das Buch scheint für mich heute genau das richtige zu sein – was mich ein bisschen erleichtert, nachdem ich in den letzten Tagen so viele Romane angefangen habe, um am nächsten Tag zu einem anderen Titel zu greifen.

Update 19:00 Uhr

Ein Zitat aus "The Forgotten Magic", der Text lautet: ... "Feels like a relive, doesn't it?" she said. "Finally over!" An ugly wee knot of jealousy prodded Ed in the ribs. "Aye, I guess it does. No more wondering if we're magic or not." Ed stopped in front of his door. He had to get over himself. Elodie hadn't done any of this on purpose, and he knew what it was like to be ignored and alone. "I didn't say before ... well done. It's a great power, Elodie." She beamed in response. "Thanks, Ed!"

Den Nachmittag über habe ich weiter in „The Forgetten Magic“ gelesen und mich sehr darüber gefreut wie L.D. Lapinski mit Eds negativen Gefühlen umgeht. Ich mag es sehr, dass Ed als Figur eifersüchtig sein darf, ohne dass ihn das zu einem unangenehmen Charakter macht. Er steht zu seinen negativen Gefühlen und auch wenn ihm das nicht leicht fällt, so versucht er vernünftig mit ihnen umzugehen und seine Mitmenschen nicht darunter leiden zu lassen. Sobald ihm bewusst wird, dass die andere Person keine Schuld daran hat, dass er sich gerade schlecht fühlt, versucht er sich wie ein anständiger Mensch zu verhalten.

Ein kleiner Tisch mit einer großen Tasse mit einer Milchschaumhaube, einer Untertasse mit Schokolade darauf und der Taschenbuchausgabe von "The Forgotten Magic".

Bislang ist die Handlung relativ einfach gestrickt (das Buch ist halt für eine Zielgruppe zwischen 8 und 10 Jahren gedacht), aber die Themen, die angesprochen werden sind ziemlich breit gefächert. Vor allem aber gefällt mir diese Mischung aus zuckersüßen und unterschwellig bedrohlichen Elementen, die durch die Vergangenheit der Artezans und durch die Dinge, die Ed nach der Zeremonie herausfindet. (Sorry, da versuche ich gerade Spoiler zu vermeiden. *g*) Ich bin mir sicher, ich werde heute Abend noch etwas weiterlesen, aber vorher werde ich einige Zeit mit Abendessen kochen (und essen) beschäftigt sein.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Eine weiße Schale, deren linken Hälfte mit Reis und deren rechten Hälfte mit Matar Paneer (Erbsen und gebratener Paneer in einer würzigen Tomatensauce) gefüllt ist.

Zum Abendessen gab es heute Matar Paneer mit Reis – seitdem unser Biokisten-Anbieter auch Paneer im Sortiment hat, experimentier ich wieder mehr mit indischen Rezepten. Bei Matar Paneer mag ich diese Mischung aus leichter Schärfe, Cremigkeit (die durch den Paneer und Cashew-Mus in der Sauce kommt) und der Süße der Erbsen. Außerdem lässt sich das Ganze relativ einfach kochen, der größte Zeitaufwand kommt durch das Anbraten des Paneer …

Nach dem Essen habe ich erst einmal etwas Abwechslung gebraucht und zu „The Old Man in the Corner“ von Baroness Orczy gegriffen. Diese Sammlung von Kurzgeschichten wurde 1909 veröffentlicht und die Geschichten drehen sich um einen namenlosen alten Mann, der regelmäßig in einem Café sitzt und der jungen Journalistin Polly Burton erzählt, was seiner Meinung nach die Lösung für aufsehenerregende Kriminalfälle sei. Dabei fasst er erst einmal zusammen, wie genau das Verbrechen passiert ist, dann fügt er die Informationen hinzu, die durch die Polizei (und eventuell vor Gericht) gesammelt wurden, um in einem dritten Teil seine Schlussfolgerungen zu präsentieren. Ich habe heute den zweiten Fall rund um einen Diamantenraub gelesen und fand die Lösung relativ offensichtlich, aber insgesamt fühle ich mich von den Geschichten gut unterhalten. Es wird schon deutlich, dass sich die Autorin von den Sherlock-Holmes-Veröffentlichungen hat inspirieren lassen, aber ihre Geschichten sind kein reiner Abklatsch und haben eine andere Atmosphäre.

Ein angeschalteter eReader, dessen Bildschirm das Cover von "The Old Man in the Corner" zeigt. Das Cover besteht aus einer Zeichnung eines alten Mannes in einem Ohrensesse, der von ein paar floralen Elementen umgeben ist.

Nach „The Old Man in the Corner“ habe ich wieder zu „The Forgotten Magic“ gegriffen und werde vermutlich vor dem Schlafengehen auch noch ein paar weitere Seiten darin lesen. Da ich aber nicht mehr so lange aufbleiben werde, ist dies mein letztes Update für heute. Ich habe den heutigen Lese-Sonntag mal wieder sehr genossen! Danke, Kiya, dass du dich mir heute angeschlossen hast – ich hoffe, du hattest einen ebenso netten Tag wie ich!

Habt einen guten Start in die neue Woche! Wir lesen uns – hoffentlich – wieder während des Herbstlesens. 🙂

***

Heutige Mitleserin:

Lese-Sonntag im März 2024

Wenn die Wettervorhersage recht hat, dann wird das heute bei uns ein sehr grauer Tag – also theoretisch perfekt, um sich mit einem Buch einzurollen und zu lesen. Wobei ich zugeben muss, dass ich das in der letzten Wochen schon ziemlich intensiv getan habe. Genau genommen habe ich am Samstag vor einer Woche eine (für mich) neue Urban-Fantasy-Reihe („The City Between“-Reihe von W.R. Gingell) begonnen und lese mich seitdem systematisch durch die Bücher. Momentan bin ich bei Band sieben und parallel lese ich den elften Teil, der genaugenommen eine Sammlung von Kurzgeschichten ist, die ich an der passenden Stelle zwischen den Romanen einschiebe. Die Handlung ist eigentlich nichts besonderes, aber ich mag die Figuren und die Geschichte spielt in Tasmanien, was ich auch mal eine nette Abwechslung finde. Wobei ich so langsam das Gefühl habe, dass ich doch mal wieder etwas anderes lesen könnte … Mal schauen, für welches Buch ich mich also später entscheide. Erst einmal muss ich wach genug werden, um unter die Dusche zu hüpfen, und dann sehe ich weiter.

Update 11:00 Uhr

Den Vormittag habe ich recht entspannt verbracht. Ich habe geduscht, mich online rumgetrieben und etwas „Animal Crossing“ gespielt. Vor allem aber habe ich mich mit meinem Mann unterhalten, mit dem ich in der vergangenen Woche wegen Überstunden und Extraterminen nur wenig Zeit verbringen konnte. Außerdem habe ich „Between Decisions“ angefangen, den achten Band der „The City Between“-Reihe … Die Bücher sind wirklich schnell lesbar (und mit 200 bis 280 Seiten ziemlich kurz) und die Autorin schafft es mich mit den kleinen Enthüllungen am Ende eines Bandes so sehr bei der Stange zu halten, dass ich gleich zum nächsten greife. Oh, und ich finde die Idee hinter der Serie nett, weil die Protagonistin von einem Vampir und zwei Fae als „Pet“ gehalten wird – was ihr Schutz garantiert, während sie als eine Art Haushälterin für die drei fungiert. Nur hält das Ganze diese Protagonistin nicht davon ab immer wieder auf eigene Faust Dinge zu tun. Ein bisschen wie all die Teenager-Nebenfiguren, die sonst in Urban-Fantasy-Romanen auftauchen, um die weiche Seite der hartgesottenen Protagonist*innen zu zeigen, beschützt zu werden und neue Informationen zu bringen. Nur dass diese Figur halt dieses Mal die Protagonistin ist … Jetzt gibt es für mich aber erst einmal Frühstück und dann schaue ich, womit ich weitermache.

Ein weißer Teller mit einer gebutterten Scheibe Brot, einer sehr großen Möhre und einer in Stücke geschnittenen Kohlrabi. Daneben steht eine große Tasse mit Tee mit einem Schuss Milch.

Update 15:00 Uhr

Die Taschenbuchausgabe von Bunt! Auf dem Cover ist eine junge Schwarze Frau mit grünen Haaren und Taschen voller Zeichenuntensilien zu sehen, die in einer Hand einen Softball-Schläger hält, der auf ihrer Schulter liegt.

Seit dem letzten Update habe ich gefrühstückt (und parallel dazu Kommentare geschrieben) und dann habe ich zu „Bunt! – Striking Out on Financial Aid“ gegriffen. Der Comic ist im Februar als Taschenbuch erschienen und nach etwas hin und her ist er in der vergangenen Woche bei mir eingetroffen. (Momentan ist für mich die zuverlässigste Weise englischsprachige Bücher zu bestellen, wenn ich direkt über Blackwell’s in UK ordere. Das dauert zwar eine Weile, aber mir werden nicht ständig Vorbestellungen storniert, weil „nicht verfügbar“.) „Bunt!“ ist von Ngozi Ukazu („Check Please“) geschrieben und von Mad Rupert gezeichnet worden. Von Mad Rupert hatte ich noch nichts gesehen und ihr Stil ist mir stellenweise ein bisschen zu unrund, aber bislang amüsiere ich sehr über die Geschichte, die sich um eine Kunststudentin dreht, deren Stipendium weggefallen ist und die deshalb einigen Einfallsreichtum entwickelt, um an ein anderes Stipendium zu gelangen.

Die Taschenbuchausgabe von "A Spy in the House". Das in Rottönen gehaltene Cover zeigt vor allem den Titel in weißen, leicht geschnörkelten Buchstaben. Im Hintergrund ist ein britisch anmutendes Herrenhaus zu erahnen.

Und da fünf Stunden Schlaf heute Nacht wohl nicht genug waren, gab es nach ein paar Kapiteln in „Bunt!“ erst einmal eine Runde Mittagsschlaf. Danach habe ich zu „A Spy in the House“ von Y.S. Lee gegriffen und ein bisschen darin gelesen. Den Roman hatte ich 2020 schon mal gelesen und da er mir gefallen hatte, hatte ich die drei Fortsetzungen der Reihe auf meinen Wunschzettel gesetzt – und die Bücher dann nie gelesen, weil ich auf die richtige Stimmung für historische Kriminalromane wartete. Was bedeutet, dass ich in den letzten Monaten natürlich das Gefühl hatte, ich könnte die drei Titel nicht vom SuB ziehen, ohne vorher meine Erinnerungen an den ersten Band aufzufrischen. Mal schauen, ob ich das gesamte Buch lese, bevor ich zur Fortsetzung greife, im Moment gehe ich davon aus, weil sich die Geschichte wirklich nett liest. *g*

Update 19:00 Uhr

Eine weiße Untertasse mit einem Riegel Schokolade und zwei Schokokeksen, daneben eine große Tasse mit Milchschaumhaube und die restliche Schokoladentafel, deren Verpackung zeigt, dass es eine vegane Nougat-Schokolade ist.

Ich habe das Gefühl, ich war seit dem letzten Update vor allem mit Essen beschäftigt. 😉 Genau genommen habe ich mir am Nachmittag einen Milchkaffee gemacht und dazu eine Schokolade probiert, die es diese Woche bei unserem Gemüsekisten-Anbieter im Angebot gab. Sehr lecker, obwohl ich Nougat normalerweise nicht mag, und mein Mann, der Nougat besonders gern mag, fand sie auch sehr gut. Daneben habe ich ein weiter in „Between Decisions“ gelesen, weil der eReader einfach praktischer ist, wenn ich mit beiden Händen eine Tasse halte (und weil ich wissen wollte, wie es mit einer bestimmten Szene weitergeht *g*). Ansonsten habe ich ein paar Sachen online recherchiert und Seife für die nächsten Monate und einen neuen Pyjama bestellt.

Ein geöffneter Pizzakarton mit einer in Stück geschnittenen Pizza, die mit Ananasstückchen und Zwiebeln belegt ist.

So ist der Nachmittag überraschend schnell rumgegangen und es wurde Zeit die Pizzeria für unser Abendessen anzurufen. Zum Essen haben wir dann die aktuelle Folge von „Delicious in Dungeon“ geschaut. Ich liebe diesen Anime rund um eine Handvoll Abenteurer, die versuchen ein ehemaliges Teammitglied zu retten und dabei versuchen sich (nicht nur) aus finanziellen Gründen vor allem von Dingen zu ernähren, die sie im Dungeon finden! Da wir so viel Freude damit haben, heben wir uns die wöchentliche Folge immer für den Sonntagabend auf. 🙂 Ich weiß noch nicht so recht, womit ich den restlichen Abend verbringe – vielleicht greife ich zur Switch, ich habe in der vergangenen Woche ziemlich wenig gespielt … Aber vorher drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde!

Update 22:30 Uhr (letztes Update)

Den Abend habe ich damit verbracht ein paar Sachen für morgen vorzubereiten, „Bunt!“ zu beenden (und dabei regelmäßig zu kichern) und noch ein bisschen „Silent Hope“ zu spielen. Letzteres war nicht sehr erfolgreich, weil ich definitiv schon zu müde war für ein Spiel, bei dem ich etwas aufpassen muss, damit mich die verschiedenen Gegner nicht erwischen. *g*

Jetzt drehe ich noch eine letzte Blogrunde und dann falle ich ins Bett! Es war wieder sehr nett mit euch den Tag zu verbringen und ich habe mich gefreut, dass heute so viele dabei waren! Ich hoffe, ihr habt morgen einen guten Start in die Woche – und vielleicht lesen wir uns ja in einem Monat wieder hier! 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Ankündigung: Herbstlesen im Oktober 2023

Nur noch zehn Tage, bis auch der September vorbei ist, und somit wird es langsam Zeit, einen offiziellen Ankündigungsbeitrag fürs diesjährige Herbstlesen zu veröffentlichen! Wie schon in den vergangenen Jahren nehme ich mir vor, dass ich an den Wochenenden im Oktober so viel Zeit wie möglich mit den Dingen verbringen werde, die mir Freude bereiten. Natürlich wäre es schön, wenn ich das nicht allein tun würde, sondern wenn sich ein paar Mitleser*innen fänden, die sich mir an dem einen oder anderen Wochenende anschließen würden.

Das Logo füs 2023er Herbstlesen zeigt unten eine Baumreihe mit gelben Blättern, an der linken Seite einen Baum mit dunkelroten Blättern und einen leicht bewölkten Himmel auf den der Text "Herbstlesen im Oktober 2023" geschrieben wurde.

In diesem Jahr startet das „Herbstlesen im Oktober“ am 1. Oktober (Sonntag) und endet am 29. Oktober (ebenfalls ein Sonntag). Das bietet uns vier Wochenenden und einen extra Sonntag zu Beginn des Monats, um möglichst viel Zeit mit Büchern, Spielen, Puzzles, Handarbeiten und all den anderen unterhaltsamen und entspannenden Dingen zu verbringen. Von mir gibt es wieder an jedem Samstag und an jedem Sonntag einen neuen Beitrag, in dem ich davon erzähle, was ich an dem jeweiligen Tag so machen werde. Aber natürlich ist es auch möglich, einen Sammelbeitrag für das Herbstlesen (oder vielleicht einen Beitrag pro Wochenende) zu verfassen – wichtig wäre es mir nur, dass ihr an den Tagen, an denen ihr mitmacht, einen Kommentar mit einem Hinweis auf eure Teilnahme unter meinem aktuellen Post hinterlasst, damit ich euch verlinken kann. Der Austausch mit den anderen „Herbstleser*innen“ ist schließlich immer einer der nettesten Aspekte dieser Aktion, und wenn es einen zentralen Ort gibt, an dem alle Links gesammelt werden, geht das am besten.

Ich muss zugeben, dass ich mich schon sehr auf diese gemütlichen Wochenenden freue, und ich hoffe, es geht euch genauso!

Lese-Sonntag im September 2023

Schon wieder ein Lese-Sonntag und traditionell beginne ich auch heute mit einer Runde Jammern übers Wetter. 😉 Ich weiß, dass es im September dafür noch zu früh ist, aber ich bin so langsam wirklich bereit für den ersten Frost! Wobei ich zugeben muss, dass die aktuellen hohen Tagestemperaturen sogar erträglich sind. Aber ich mag nicht mehr nach Hause kommen und das Bedürfnis nach einer Dusche statt einer heißen Schokolade und Kuscheldecke haben …

Ansonsten habe ich gerade ein bisschen das Gefühl, dass das hier der letzte entspannte Tag für die kommenden drei Wochen sein wird. Denn in den nächsten 14 Tagen will ich versuchen die Unordnung, die sich seit Ende April in unserer Wohnung ausgebreitet hat, in den Griff zu bekommen. Um dann in der ersten Oktoberwoche ein paar nette Tage mit Besuch verbringen können … Heute also noch einmal ein Sonntag auf dem Sofa mit Büchern und der Switch und gemütlichem Bloggen und morgen wartet auf mich eine ordentliche To-do-Liste. 😉

 

Update 11:00 Uhr

Der Vormittag ist überraschend schnell mit etwas Hausarbeit und online rumtreiben vergangen. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, worüber ich so stolpere, während ich meinen Feedreader leere. Heute war es das australische „Indigenous Voice to Parliament referendum“, zu dem ich dann noch ein bisschen mehr gelesen habe. Aber jetzt wird es langsam Zeit zu meinen Büchern zu greifen und die Tatsache auszunutzen, dass wir inzwischen auch tagsüber die Wohnung nicht mehr vollständig verdunkeln müssen. Es ist zwar nicht mehr so schön bewölkt wie noch vor einer Stunde, als ich das Foto gemacht habe, aber die Sonne ist soweit rumgewandert, dass wir im Wohnzimmer mit Tageslicht sitzen können!

Blick aus einem geöffneten Fenster auf einen bewölkten Himmel über Wohnblöcken, im Vordergrund sind zwei Bücher auf einem kleinen Tisch zu sehen.

Was meine Bücher angeht, so werde ich heute vermutlich bei „The Woman all Spies Fear“ (eine Biografie über Elizebeth Smith Friedman von Amy Butler Greenfield) und „Soul Taken“ von Patricia Briggs bleiben. Ich habe in den letzten Tagen so viele Bücher angefangen, um dann am nächsten Tag zu einem anderen Titel zu greifen, dass ich es ausnutzen muss, dass mich gestern Abend „Soul Taken“ so gut unterhalten hat. Ich finde es wirklich lästig, dass ich so viele gute Romane in Reichweite habe, die mich beim Lesen gut unterhalten, die aber nicht zu meiner aktuellen Stimmung passen und deshalb von mir erst einmal zur Seite gelegt werden. Der Stapel mit den angefangenen Titeln wächst so ins unendliche und das ist unbefriedigend. Aber nun gut, der Herbst ist in Reichweite und spätestens ab der zweiten Oktoberwoche werde ich mir sehr, sehr viele Lesestunden gönnen!

 

Update 13:30 Uhr

Die Hardcoverausgabe von "The Woman All Spies Fear".

Bei „The Woman All Spies Fear“ bin ich gerade erst im September 1940 angekommen. Elizebeth Smith Friedman und ihr Mann arbeiteten zu dieser Zeit für unterschiedliche (konkurrierende) Regierungsorganisationen der USA und waren bis über beide Ohren damit beschäftigt das Kriegstreiben der verschiedenen Länder zu beobachten, auch wenn die USA zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell in den Zweiten Weltkrieg involviert war. Was ich bei diesem Buch besonders spannend finde, ist die Tatsache, dass Elizebeth Smith Friedman sich ihre Fähigkeiten als Codebreakerin vor allem während der Prohibition angeeignet hat, weil sie für die Küstenwache arbeitete, die gegen den Alkoholschmuggel vorging. Das bedeutet, dass Elizebeth Smith Friedman jahrelang (und ganz allein) massenhaft Nachrichten von Schmugglern entziffern musste, während diese viel Geld für Profis ausgaben, die dafür sorgten, dass die Morsenachrichten der Verbrecher aufwändig verschlüsselt wurden. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich in einem Sachbuch unabhängig von Krieg und Spionage über Codes und Codebreaking lese. Und da ich gerade erst „Between Silk and Cyanide“ beendet habe, wo Leo Marks Arbeit auf schon bestehenden Codingsystemen basiert, ist es natürlich besonders beeindruckend von diesem Ehepaar zu lesen, das ohne größeres Vorwissen in diesen Bereich geriet. Was mir bei dem Buch nicht ganz so gut gefällt, ist, dass die Autorin immer wieder zukünftige Ereignisse andeutet – womit ich in einem Roman leben kann, wenn es gut gemacht wird, aber bei einer Biografie fühlt sich das für mich nach schlechtem Stil an …

 

Update 16:00 Uhr

Uff, nach dem letzten Update ist bei mir erst einmal einige Zeit dafür draufgegangen, mich durch Linienpläne des Öffentlichen Nahverkehrs zu arbeiten. Mein Mann reserviert gerade Tische in den Restaurants, in denen wir Anfang Oktober mit dem Besuch essen gehen wollen, und wollte dafür Fahrpläne und Ankunftszeiten wissen. Was dazu führte, dass wir uns mit Haltestellenverlegungen, Ersatzverkehrplanung und abweichender Linienführung für Hin- und Rückwege beschäftigt haben. Und ganz ehrlich, die App des RMV ist nicht immer optimal, wenn bestimmte Bedingungen bei der Suche erfüllt sein, oder wir in Betracht ziehen müssen, dass eine der Person nach längerer Krankheitsphase nicht besonders gut zu Fuß sein wird. (Außerdem ist es manchmal anstrengender, wenn der Besuch keine Umstände machen will und deshalb nicht genau sagt, was gewünscht/möglich ist oder nicht, weil wir so versuchen die verschiedenen unausgesprochenen Aspekte mitzudenken.)

Because household help was in short supply in wartime Washington, Elizebeth did a second shift when she got home. It was a time of shortage and limited labor-saving devices, and housework could take hours. As a farmer's daughter, Elizebeth had the skills to be self-reliant, but it was hard to find the time – and the supplies. It would be a cinch to make the blouse [I need],“ she wrote once, „if I ever had five minutes – plus the hours it would take to find the material.“ At one point, she had a local restaurant drop off daily dinners for her teenage son, just to be sure he got fed. Under pressure at work and at home, Elizebeth often worried about her family. William was at the top of her list ...

Aber zurück zu „The Woman All Spies Fear“: Ich war schon zu Beginn von Elizebeth Smith Friedmans Karriere darüber gestolpert, dass sie nur deshalb Vollzeit arbeiten konnte, weil die Haushälterinnen die Erziehung der Kinder übernommen hatten – und dass das nur kurz angerissen wurde. Sonst wird viel erwähnt, dass sie trotz ihrer Arbeit so viel Zeit wie möglich mit ihrer Familie und Freunden verbracht hätte, und erst auf Seite 194 ist die Doppelbelastung wieder ein Thema, weil der Krieg durch den damit einhergehenden Personalmangel das Ganze verschärft. Ich verstehe, dass hier Elizebeth Smith Friedmans Arbeit und ihre Erfolge im Bereich des (De-)Coding das Wichtige sind, habe aber das Gefühl, dass das Ganze vielleicht noch etwas mehr in einen zeitlichen/gesellschaftlichen Kontext hätte eingeordnet werden müssen. Überhaupt hege ich beim Lesen (so spannend ich das Buch finde) immer wieder den Gedanken, ich hätte das Lesen der Original-Tagebücher deutlich mehr genossen. Gern in einer Fassung wie bei denen von Anne Lister, wo kleine Anmerkungen helfen die erwähnten Figuren oder Ereignisse einzuordnen – selbst wenn das bedeuten würde, dass ich tagelang die selben kleinlichen Gedanken zu irgendwelchem Alltagskram lesen müsste. Dieser Alltagskram ist nämlich überraschend oft wirklich interessant, weil da Aspekte erwähnt werden, die sonst keinen Einzug in die Geschichtsbücher finden …

Links zwei gestapelte Bücher, im Vordergrund rechts eine weiße Untertasse mit ein paar kleinen Stückchen karamellfarbender Schokolade, dahinter eine sehr große Tasse mit Milchschaumhaube.

Obwohl ich nicht mehr so viele Seiten in der Biografie vor mir habe, habe ich jetzt erst einmal das Bedürfnis nach weniger Information und mehr Vergnügen und werde jetzt zu „Soul Taken“ greifen. Ich finde es lustig, dass ich bei jedem Band der Mercy-Thompson-Reihe am Ende das Gefühl habe, dass erst einmal alles gut ist, und dann am Anfang des nächsten Teils die Stimmung ganz schnell von amüsant zu bedrohlich umschlägt. Jetzt also Milchkaffee, Salz-Karamell-Schokolade und sehr unterhaltsame Urban Fantasy!

 

Update 18:30 Uhr

Bevor ich gleich zum Kochen in die Küche wandere und dann zum Essen mit meinem Mann einen Film schaue, gibt es hier noch ein kurzes Update von mir. Den restlichen Nachmittag habe ich mich sehr gut von „Soul Taken“ unterhalten gefühlt. Wobei ich zugeben muss, dass die Abstände zwischen den einzelnen Bänden immer wieder dazu führen, dass ich Details oder Figuren vergesse und erst beim Lesen dann wieder darüber stolpere. Aber Patricia Briggs ist in der Regel ganz gut darin diese Elemente so auftauchen zu lassen, dass ich nicht das Gefühl habe, sie würde Umwege gehen um Hintergründe zu erklären – und trotzdem gibt es genügend Hinweise, damit ich das Vergessene wieder einordnen kann. Ich denke, ich werde mit dem Roman in den nächsten Tagen noch viel Spaß haben. 🙂

Das nächste Update gibt es wohl erst kurz vor meinem Schlafengehen, aber dann kann ich noch ein bisschen von dem Film („Ghost Story“ von 1981, der letzte Film mit Fred Astaire! Oo) erzählen, den wir heute Abend schauen, und für Kiya Fotos von meinem Hof in „Fae Farm“ machen.

 

Update 23:30 Uhr (letztes Update)

Eine Schale mit goldgelber Suppe, in der ein paar Kräuter schwimmen.

Heute gab es zum Abendessen eine Suppe mit pürriertem Mais und auch wenn es sehr lecker war, so finde ich den Aufwand im Vergleich zum Ergebnis ziemlich unbefriedigend. Ich glaube nicht, dass ich die Suppe noch einmal machen werden … Während des Essens haben wir dann mit „Ghost Story“ angefangen und der Film, den ein Kollege meinem Mann geliehen hat, ist überraschend schlecht! Kein Wunder, dass keiner von uns bislang von dem Film gehört hatte, obwohl mein Mann eine Schwäche für ältere Horrorfilme hat und ich eine Zeitlang eine Schwäche für unbekanntere Fred-Astaire-Filme hatte.

Die BluRay-Hülle von "Ghost Storie" mit einem schwarz-weißem Cover, das ein altmodisches Haus und einen Vollmond in weiß vor einem schwarzen Hintergrund zeigt.

Die Handlung basiert auf einem Roman von Peter Straub und dreht sich um vier ältere Männer, die befürchten, dass sie von dem Geist einer Frau verfolgt werden. Wieso sie von ihrem Geist verfolgt werden, liegt auf der Hand, aber es dauert fast zwei Stunden mit einem Rückblick nach dem anderen bis der Film auf den Punkt kommt. Dazu kommt die schlechteste Schauspielerleistung, die ich je von Fred Astaire, Melvyn Douglas, Douglas Fairbanks Jr., John Houseman, Craig Wasson and Alice Krige gesehen habe – und ich muss zugeben, dass mir Craig Wasson nur als Nebendarsteller diverser Serien aus den 80er und 90er Jahren ein Begriff ist. Ich hoffe sehr, dass all die alten Schauspieler richtig gut dafür bezahlt wurden, dass sie ihre Karriere mit diesem Machwerk beendeten.

Zwei Fae-Farm-Screenshots. Link mit ein paar abgeernteten Gemüsebeeten und einem ganz nett gestalteten Bereich rund um einen Pflanztisch, rechts eine ziemlich chaotische Farm mit Blumenbeeten und Geräten, die wild verstreut rumstehen.

Zum Abschluss des Tages habe ich noch eine gute Stunde „Fae Farm“ gespielt. Ich finde das Spiel wirklich entspannend und wusel momentan jeden Abend noch eine Runde auf meiner Farm rum oder sammel in den Dungeons Edelsteine ein, bevor ich ins Bett gehe. Der „Storyteil“ des Spiels ist ziemlich einfach und ich bin da schon ziemlich weit gekommen, wenn ich bedenke, dass es erst vor zehn Tagen veröffentlicht wurde. Aber es gibt so viele kleine Nebenquests und Dinge, die ich noch machen will, dass ich vermutlich bis zum DLC im Dezember gut damit beschäftigt sein werde. Ich mag die niedliche Optik und dass alles so stressfrei ist, auch wenn es schön wäre, wenn die Zeit im Spiel anhalten würde, während die Spieler*innen im Menü beschäftigt sind.

Ich habe heute wieder einen sehr schönen, entspannenden Sonntag, auch wenn ich den Abend lieber mit einem unterhaltsameren Film verbracht hätte. 😉 Es war auf jeden Fall wieder nett heute den Tag gemeinsam mit euch zu verbringen! Habt einen guten Start in die Woche! 🙂

 

***

Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Anette

Lese-Sonntag im August 2023

Puhhh … das war wieder eine unangenehm heiße Nacht mit wenig Schlaf! Ich hoffe, ich habe aus diesem Sommer gelernt, dass ich im kommenden Jahr offiziell eine Sommerpause einplanen werde. Denn – wie hier eindeutig in den letzten Wochen zu sehen war – ich bin nicht gerade kommunikativ während der Sommerzeit, nicht einmal, wenn es (wie zu Beginn dieses Monats) eine kurze Phase mit kühleren Temperaturen gibt … Immerhin habe ich mich in den letzten Tagen intensiv darauf konzentriert Pläne für den Herbst zu machen, um meine Stimmung zu heben – und die Aussicht auf lauter gemütliche Sachen, auf die ich mich freue, hat wirklich für eine Verbesserung meiner Laune gesorgt. Ich habe eine sehr lange Liste mit Punkten wie „Apple Pie backen“ und „Fae Farm spielen“ (und „alle angefangen Bücher beenden, die sich neben dem Sofa stapeln“ 😉 ).

Bevor es aber Zeit wird diese Liste abzuarbeiten müssen wir wohl oder übel noch einige schwül-heißen Tage überstehen. 🙁 Da es gestern selbst am späten Abend mit fast 30 Grad viel zu heiß in der Wohnung war, um noch den Abwasch zu erledigen, darf ich den heute als erstes in Angriff nehmen. Was etwas Zeit dauern wird, denn mir ist gerade ständig schwindelig und ich muss mich bei stehenden Tätigkeiten alle paar Minuten hinsetzen, um nicht umzukippen. Danach schaue ich mal, was für ein Buch ich mir heute schnappen werde. Meine aktuellen eBooks sind alle nicht so packend, dass ich gerade große Lust aufs Weiterlesen habe. Vielleicht werde ich heute Vormittag auch einfach etwas Zeit mit Leseproben verbringen und schauen, ob mich davon dann etwas genügend reizt, um dann dabei zu bleiben …

 

Update 9:30 Uhr

So, der Abwasch ist erledigt (mein Mann ist zum Glück aufgewacht und hat mir noch geholfen), die Wohnung ist rundum verdunkelt und der Ventilator läuft. Den Rest des Tages muss ich das Sofa (und den Ventilator) nur verlassen, wenn ich was zu Essen holen will. 😉 Außerdem habe ich gerade mal geschaut, welche eBooks ich mir in diesem Jahr gekauft, aber noch nicht gelesen habe, und welche davon gerade interessant ausschauen. Ich denke, ich werde gleich einmal einen Blick auf „All the Murmuring Bones“ von Angela Slatter, „Bitter Medicine“ von Mia Tsai, „Glass Girl“ von Dorothy Winsor und „The Twisted Ones“ von T. Kingfisher werfen. Wenn mich davon keins packt, habe ich noch so einige weitere Titel auf dem eReader, aber diese vier Titel schauen gerade am vielversprechensten aus.

 

Update 13:00 Uhr

Ein angeschalteter eReader, auf dessen Bildschirm in schwarzweiß das Cover von "All the Murmuring Bones" zu sehen ist. Neben dem Titel stechen vor allem eine "Meerjungfrauenschwanzflosse", die am unteren Rand des Covers zu sehen ist und ein Hintergrundmuster, das an Schuppen oder Wellen erinnert, hervor.

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal die Leseprobe von „All the Murmuring Bones“ von Angela Slatter gelesen und muss zugeben, dass ich jetzt noch ein Stückchen neugieriger auf den Roman bin, als ich es schon beim Kauf war. Zumindest der Anfang lässt sich sehr gut lesen mit einer sehr klaren, aber auch etwas überraschenden Bildhaftigkeit. Die Geschichte scheint fantastischer zu sein, als ich es ursprünglich erwartet hatte (zumindest gab es schon ein paar Erwähnungen von Zaubern, die vor einer Beerdigung oder zur Erhöhung des Ertrags des Küchengartens gesprochen wurden,) und sorgte dafür, dass ich mir dann einen Youtube-Kanal suchte, der sich um die richtige Aussprache von irischen Namen drehte. 😉

Zwei Animal-Crossing-Figuren an einem Strand, die vor einer Gruppe von Olmekischen Kolossalköpfen für ein Selfie posieren.

Nach der Leseprobe habe ich erst einmal eine Runde bei „Animal Crossing“ gedreht, weil mein Mann ins Spiel gegangen war und wir schon länger mal wieder Items austauschen wollten. Seitdem ich rund um die Fahrt zu meinen Eltern einige Wochen Pause eingelegt hatte, klappt es nicht mehr so recht mit dem regelmäßigen spielen bei mir. Was ich ehrlich gesagt etwas schade finde, ich mochte meine tägliche kleine Runde über die Insel, auf der anderen Seite ist halt schon vor längerer Zeit Alltag ins Spiel eingekehrt und den bekomme ich gerade nicht so gut auf die Reihe. 😉

Das Cover von "Bitter Medicine" auf dem schwarzweißen eReader-Bildschirm. Es sind zwei Figuren zu sehen, die einander lose im Arm halten. Die männliche Figur hat deutlich erkennbare Elfenohren, die weibliche Figur wehende lange Haare.

Nach dem Spielen habe ich mir Frühstück (Porridge) gemacht und beim Essen dann die Leseprobe von „Bitter Medicine“ von Mia Tsai gelesen. Ich mag die vielen kleinen magischen Elemente, die schon auf den ersten Seiten rund um die Kalligrafie, die die Protagonistin Elle beherrscht, erwähnt werden, muss aber zugeben, dass ich gerade keine Lust auf Fantasy habe, bei der Inhaltsangabe (und Cover) deutlich auf eine Liebesgeschichte hinweisen. Bevor ich mich entscheide, ob ich zu „All the Murmuring Bones“ greife oder vorher noch die anderen beiden Leseproben anteste, drehe ich erst einmal eine kleine Blogrunde.

 

Update 18:15 Uhr

Das schwarzweiße Cover von "Glass Girl" auf meinem eReader-Bildschirm, das einen Torbogen zeigt, der den Eindruck erweckt, das er ins Nichts führt, und aus dem Lichtstrahlen fallen.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viel wählerischer ich im Laufe der Zeit bei der Wahl meiner Lektüre geworden bin (und wie wenig Hemmunge ich trotzdem habe Romane zu lesen, von denen ich von Anfang an weiß, dass sie im besten Fall „nett“ sind). Als Jugendliche habe ich mich systematisch durch jedes Buch „gefressen“, das mir vor die Nase kam und auch nur einigermaßen interessant vorkam. Heute hingegen lese ich eine Leseprobe (in diesem Fall „Glass Girl“ von Dorothy Winsor) und denke, dass das zwar nett geschrieben ist und ich es schön finde, dass die Autorin direkt zu Beginn deutlich macht, dass Glasfenster ein Luxusobjekt in ihrer Welt sind, dass ich aber jetzt in diesem Moment keine Lust auf diese Art von siebzehnjährige Protagonistin habe. (Mit „diese Art“ meinte ich hier, dass eine gewisse Naivität durchschimmert, die bei der gleichaltrigen Protagonistin von „All the Murmuring Bones“ definitiv nicht zu spüren war.)

Das Cover von "The Twisted Ones" ist auch im Original schwarz weiß und wirkt mit seiner etwas verwirrt aussehenden Schriftart und den schwarzen Schatten, die von oben herabwuchern, passenderweise schon sehr nach einem Horrorroman.

Und weil ich dann nur noch eine von den heute morgen geöffneten Leseproben ungelesen hatte, habe ich mir auch noch die von „The Twisted Ones“ angeschaut (die sich gut lesen lies und mir grundsätzlich gefällt) und dann beschlossen, dass ich doch zu „All the Murmuring Bones“ greifen werde, weil es atmosphärischer ist und mich am meisten reizt. Das hätte ich auch etwas kürzer halten können, aber ich habe es genossen mir heute mal ein paar von meinen gehorteten eBooks genauer anzuschauen und sie ein bisschen mehr in die passenden Leselaunen-Schubladen zu stecken.

Zitat aus "All the Murmuring Bones": Other families might have stories of curses, cold lads and white ladies, but we have old gods, merfolk and monsters. I never doubted, when I was little, that these stories were true. Now, less a child, I'm not so sure.

So viel habe ich dann leider doch nicht gelesen, weil mich die Müdigkeit überwältigte und ich lieber eine Runde Sofaschlaf eingelegt habe. Aber ich kann sagen, dass mir der Roman bislang gut gefällt, ich mag es die Perspektive der Protagonistin Miren zu verfolgen und ich glaube, dass dieser Absatz aus dem Buch die Atmosphäre – soweit ich das bislang sagen kann – sehr gut einfängt. Es fühlt sich (sehr entfernt!) nach „The Fall of the House of Usher“ an, aber aus einer weiblichen Perspektive und in einer fantastischen Welt und mit tödlichen Meerwesen …

Ich denke, ich werde später am Abend weiterlesen, aber jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und dann wird es Zeit fürs Abendessen.

 

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Seit dem letzten Update habe ich die nachmittags vorbereitete Focaccia gebacken, die wir dann zusammen mit einem Salat zum Abendessen hatten. Dazu haben wir die erste Folge von „The Big Nailed It! Baking Challenge“ geschaut, wobei es mir gefiel, dass hier die Kandidat*innen (im Gegensatz zu „Nailed It!“ zwei Profis zur Seite gestellt bekommen, die ihnen etwas auf die Finger schauen und mit Backtipps helfen). Das Ganze war am Ende genauso chaotisch und lustig wie das Original, aber durch die Profi-Hilfe deutlich befriedigender zu gucken. Danach habe ich dann noch weiter in „All the Murmuring Bones“ gelesen und mich sehr gut damit unterhalten gefühlt. Ich bin sehr gespannt wie die Geschichte weitergeht und werde heute Abend aufpassen müssen, dass ich mich davon nicht zu lange vom Schlafengehen abhalten lasse. Nachdem ich in den letzten Tagen etwas unzufrieden mit meiner Lektüre war, bin ich froh, dass ich jetzt mal wieder etwas erwischt habe, das mir so viel Spaß macht.

Bevor ich aber wieder zum Buch greife, möchte ich noch diesen Blogbeitrag beenden und sagen, dass ich es wieder sehr schön fand heute gemeinsam mit euch den Lese-Sonntag zu verbringen. Egal wie wenig kommunikativ ich gerade bin, so ein Plauderbeitrag und der Austausch mit euch heben doch immer meine Laune! Ich hoffe, ihr habt morgen einen guten Start in die Woche und haltet die kommenden heißen Tage noch durch (bis es am Ende der Woche hoffentlich zur heute vorhergesagten Abkühlung kommt)! Passt gut auf euch auf! 🙂

 

***

Heutige Mitleserinnen:

Birthe
Neyasha
Kiya

Lese-Sonntag im Juli 2023

So langsam kommen wir in dem Teil des Sommers an, in dem ich vor lauter Müdigkeit normalerweise wirklich nichts mehr auf die Reihe bekomme. Trotzdem haben wir uns gestern aufgerafft und uns (zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie) mit der ehemaligen Nachbarin zum Café-Frühstück getroffen und ich habe mich mit ihr fürs kommende Wochenende zu einem Kinobesuch verabredet. Dafür, dass gerade ekelhaftestes Sommerwetter ist, bin ich also erschreckend aktiv. 😉 Nach einer heißen und schwülen Nacht voller Gewitter ist es heute früh ein bisschen abgekühlt und nachdem die frühen Morgenstunden deshalb etwas erholsameren Schlaf mit sich brachten, bin ich gespannt, ob ich den heutigen Tag ohne Mittagsschlaf durchhalte. Aber erst einmal starte ich mit einer kleinen Runde Abwasch und etwas Online-Zeit in den Tag, später muss ich dann mal schauen, welches Buch ich heute lese. So richtig packen mich meine aktuellen Titel nicht und ich denke, ich werde noch einmal meinen eBook-Bestand durchstöbern müssen, um zu schauen, ob mich doch noch einer der Romane anspricht.

 

Update 10:30 Uhr

Ich glaube, eine*r meiner Nachbarn*innen hat vergessen den Wecker auszustellen, bevor das Haus verlassen wurde. Ich habe nämlich nach dem Veröffentlichen des Beitrags eine halbe Stunde lang mit einem Geräusch von Draußen leben müssen, das wie ein Alarmsignal klang, das auf dem Verbindungsgeräusch eines Faxgeräts basierte und immer die selbe Tonfolge aufwies. So etwas treibt mich ja die Wände hoch – vor allem, wenn ich keinerlei Möglichkeit habe das Geräusch zu stoppen! Zum Glück hörte es dann nach einer halben Stunde auf und ich konnte mich wieder auf meinen Kram konzentrieren. 😉

Inzwischen habe ich also das Geschirr von gestern Abend abgewaschen, ein bisschen online gesurft, mich mit meinem Mann unterhalten und meinen eReader durchstöbert. Hängengeblieben bin ich dabei bei „Guardian of Chaos“ von Michelle Manus. Ich weiß noch, dass der Roman (oder genauer gesagt die Reihe) auf Twitter von irgendjemand sehr gelobt wurde und dass es das eBook im Mai für 99 Cent zu kaufen gab. Aber an irgendwelche inhaltlichen Aussagen kann ich mich nicht erinnern, was dafür sorgt, dass ich ziemlich unbefangen an die Geschichte herangehe. Bislang habe ich nur erfahren, dass die Protagonistin Nyx Fortuna heißt, 25 Jahre alt ist, keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit hat und von den meisten Personen nicht wahrgenommen wird. Außerdem lag eine Art „Fluch“ auf ihr, der dafür sorgte, dass sie die Stadt Tampe (in Arizona) nicht verlassen konnte, ohne um ihr Leben zu fürchten.

Ein angeschalteter eReader, dessen Bildschirm das Cover von "Guardian of Chaos" von Michelle Manus zeigt. Auf dem Cover ist eine Frau in Jeans, T-Shirt und kurzer Jacke zu sehen, die einen Schwert trägt, dessen Griff hinter ihrer Schulter zu sehen ist. Im Hintergrund ist ein schattenhafter Greif zu erahnen.

Zu Beginn der Geschichte ist sie verzweifelt genug, dass sie sich trotzdem in einen Greyhound Bus setzt, nur um kurz vor Phoenix voller unerträglicher Schmerzen und mit blutender Nase und Ohren aus dem Fahrzeug zu flüchten. Doch statt auf dem Boden der Tankstelle, an der sie den Bus verlassen hat, das Bewusstsein zu verlieren, landet sie in einer Art Parallelwelt, wo Nyx (ohne dass sie irgendwelche Erklärungen bekommt) zu Wächterin einer Weltenportal-Grenzstation ernannt wird. Die Grenzstation selber klingt wunderbar magisch-gemütlich – im Prinzip ein Buch-Café mit magischem Avatar, das als Einreisekontrolle für Weltenreisende dient. Weiter bin ich noch nicht gekommen, aber ich bin gespannt, was Nyx da noch so erlebt und welche Hintergrundgeschichte hinter Nyx „Fluch“ und ihrer Vergessbarkeit steckt und was es mit den vielen Welten und der Grenzstation auf sich haben. Ich denke also, dass ich heute (erst einmal) bei dem Roman bleiben werde.

 

Update 13:30 Uhr

Links eine grüne Schale mit Milchreis und einer großzügigen Portion Apfelmus, daneben ist eine grüngemusterte Tasse, in der ein Teesieb mit Teeblättern hängt, zu sehen.

Falls sich jemals jemand fragen sollte, was die chronische Übermüdung durch die sommerlichen Temperaturen mit mir macht: Nur die Tatsache, dass das Sieb im Weg war, hat mich gerade davon abgehalten Apfelmus in meinen Tee zu löffeln statt in meine Milchreis-Schale. Ich glaube nicht, dass ich dieses kulinarische Erlebnis genossen hätte. 😉

Ein Foto von meinem Laptop-Bildschirm. Links ist der Audible-Player mit dem Cover von "A Little Night Murder" zu sehen. Der Bildschirm-Hintergrund zeigt eine Zeichnung des Künstlers Satoshi Matsuura, die einen sehr niedlichen schweineähnlichen Ork darstellt.

Beim Milchreiskochen habe ich ein bisschen in meinen aktuellen Hörbuch weitergehört. „A Little Night Murder“ von Matthew Costello und Neil Richards ist der zweite Teil der Mydworth-Mysteries, eine Krimireihe, die in Großbritannien in den 1920er Jahren spielt und in der ein britischer Adeliger und seine amerikanische Ehefrau gemeinsam Mordfälle lösen. Den ersten Teil fand ich ganz unterhaltsam und mir kommt es gerade sehr entgegen, dass die Geschichten mit etwas über drei Stunden Hördauer nicht so lang sind, allerdings gibt es immer wieder Momente, die aus der Sicht der Protagonistin geschrieben wurde, in denen ich das Gefühl habe, dass es sich bemerkbar macht, dass zwei Männer die Autoren sind. Wie gesagt, die Hörbücher sind unterhaltsam, aber ich habe auch kein Problem eine Viertelstunde vorm Ende das Ganze zu unterbrechen, um zu irgendeinem anderen Zeitpunkt weiterzuhören.

Ein Ausschnitt aus "Guardian of Chaos" mit folgendem Text: "You don't remember anything?" Nyx shook her head. "Damnedest thing. The first morning I can remember I woke up with a letter taped to my hand. It said the apartment I was in was paid in my name for the next year, gave me my ID and social security card and stuff, and told me I had a scholarship to Arizona State. "I thought it must be a joke at first. That I had friends or something who's given me a temporary memory-loss drug and were having a good laugh at me." I should know. I waited until all the food ran out. Then I waited another two days, anyway. "You never found out who wrote the letter?"

Mit „Guardian of Chaos“ fühle ich mich weiterhin gut unterhalten. Inzwischen hat Nyx ihrem Grenzstations-Avatar ihre Situation erklärt, erfahren, dass ihre Vorgängerin eine Assistentin angeheuert hat (die sich als waffenbestückte Amazone herausstellte) und vom „Galaktischen Rat“ den Auftrag bekommen eine Person, die illegal in die Welt eingereist ist, während Nyx und ihre Vorgängerin die Positionen getauscht haben, zu jagen. Denn als Wächterin der Grenzstation ist es nun einmal ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass illegal eingereiste Personen keinen Zugang bekommen und da ist es auch vollkommen egal, dass Nyx zum Zeitpunkt der Einreise noch gar nicht im Amt war. Insgesamt fühlt es sich an, als ob die Autorin eine gute Mischung aus einer sympathischen Protagonistin (mit einer etwas absurden, aber nicht uninteressanten Vorgeschichte) und vertrauten SFF-Elementen gesponnen hätte. Die Stadt rund um die Grenzstation hat zum Beispiel die klassischen RPG-Einkaufsmöglichkeiten „Apotheke“, „Waffenladen“ und „Junkshop“, es gibt Leylines, die die Reisen zwischen den verschiedenen (magischen) Galaxien ermöglichen und der Avatar der Grenzstation ist in der Lage mit Magie die Einrichtung (inklusive Lebensmittel und Kleidung) an Nyx Vorlieben anzupassen – was dazu führt, dass mich die Station an das magische Inn in den „Innkeeper-Chronicles“ von Ilona Andrews erinnert. Ich mag solche magische Gebäude und schwanke nun gerade sehr zwischen „ich will mehr Szenen in der Station lesen“ und „ich bin neugierig auf weitere Details zum Weltenbau“. *g*

 

Update 16:30 Uhr

Zwei sehr große Gläser, die auf einer Küchenarbeitsplatte stehen. Das linke Glas enthält Eiskaffee, das rechte Glas (das einen Tom-Nook-Aufdruck hat) enthält Eisschokolade.

Seit dem letzten Update habe ich ziemlich durchgehend gelesen – nur unterbrochen von dem Zubereiten unseres heutigen „Nachmittagssüß“ (genauer gesagt Eiskaffee für mich und Eisschokolade für meinen Mann). Die Protagonistin Nyx ist inzwischen einer Gruppe mörderischer Söldner begegnet, was zu einem heftigen Kampf geführt hat, hat ihre ersten Bekanntschaften in der Stadt gemacht und mehr über ihre eigene Familiengeschichte erfahren. Lustigerweise finde ich die Geschichte trotz der Kämpfe und all der nicht so schönen Dinge, die Nyx bislang erfahren hat, überraschend heimelig – was dazu führt, dass mich selbst die etwas vorhersehbaren Entwicklungen nicht stören, während ich die kleinen unerwarteten Wendungen sehr genieße. Wenn das so weitergeht, werde ich das Buch wohl vor dem Schlafengehen beendet haben, auch wenn ich später fürs Kochen und Film schauen eine Weile das Lesen unterbrechen muss.

 

Update 21:30 Uhr (letztes Update)

Nach dem letzten Update habe ich weiter gelesen, bis es für mich Zeit zum Kochen wurde. Zum Essen haben wir dann eine Folge „Document 72 Hours“ gesehen, die dieses Mal drei Tage lang die Personen begleitet hat, die mit Wassertaxis zwischen den japanischen Inseln Kakeroma und Amami Oshima pendeln. Ich mag ja diese kleinen Einblicke in den japanischen Alltag, die diese Sendungen bieten, und finde es immer wieder schön entspannend so die Woche zu beenden. Nach dem Essen war es dann draußen kühl genug, dass wir (endlich!) die Verdunklung öffnen und Tageslicht reinlassen konnten, was ich genutzt habe, um ein Kapitel in „The Grimoire of Grave Fates“ zu lesen.

Die Taschenbuchausgabe von "The Grimour of Grave Fates", die an meiner Sofalehne lehnt.

In dem Buch erzählen 18 Autor*innen in ebenso vielen Kapiteln aus der Sicht von 18 Personen die Ereignisse rund um einen Mord in einer magischen Universität. Im Moment amüsiere ich mich sehr darüber, dass es relativ zu Beginn eine magische Botschaft gab, die dank eines Unfalls in der gesamten Universität verbreitet wurde und die eine „erwählte Person“ erwähnte – und weil es nun einmal eine magische Institution ist und so gut wie jede Person, die dort studiert aus einem Kulturkreis stammt, in der es mindestens eine Prophezeiung rund um eine „erwählte Person“ gibt, denken ziemlich viele, dass sie damit gemeint wären. Solche Elemente mag ich sehr, vor allem, wenn sie zu so abwechslungsreichen Geschichten führen, die Stückche für Stückchen zum Gesamtbild beitragen. Noch weiß ich nicht, warum das Opfer ermordet wurde (auch wenn viele ein Motiv gehabt hätten), aber immerhin weiß ich inzwischen, wieso der Ermordete an dem Ort war, an dem er gefunden wurde.

Bis zum Schlafengehen werde ich jetzt aber wieder zu „Guardian of Chaos“ greifen. Nyx bricht gerade sämtliche Regeln, die sie bislang für ihren neuen Job gelernt hat, und ich bin gespannt, welche Folgen das für sie haben wird. 😉 Ich verabschiede mich also für heute von euch und hoffe, dass ihr einen guten Start in die Woche habt! 🙂

***

Heutige Mitleserin:

Natira