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Lese-Sonntag im Juni

Ich habe keine Ahnung, wo der vergangene Monat geblieben ist (abgesehen von den zehn Urlaubstagen meines Mannes inklusive Nippon-Connection, den diversen Projekten und dem weiteren Bücherräumen 😉 ), aber heute ist schon wieder der dritte Sonntag im Monat. In den letzten Wochen habe ich viel Manga gelesen, nicht nur, weil ich eh Lust darauf hatte, sondern weil die sw-Zeichnungen und Sprechblasen in unserer verdunkelten Wohnung weniger anstrengend für die Augen sind als Romane. Wenn es dann doch mal ein „richtiges“ Buch sein sollte, dann warteten einige ältere Krimis auf mich, die ich viel zu lange nicht mehr in der Hand hatte. Allerdings habe ich da einige der Bände nur angelesen und dann mit einem hübschen Lesezeichen versehen auf dem Tisch neben dem Sofa gestapelt. *hüstel*

Gestern Abend zog es mich aber doch mal wieder zu Fantasy, jdenn nachdem ich meinen Bestand in den letzten Tagen durchsortiert hatte, fielen mir meine „Circle of Magic“-Bände von Tamora Pierce in die Hände. Bei „Sandry’s Book“ fehlen mir jetzt nur noch ungefähr 50 Seiten bis zum Ende und es macht so viel Spaß die Charaktere und die Welt wiederzusehen – ich freu mich schon aufs Weiterlesen! Aber vorher sollte ich wach genug werden, damit ich auch lesen kann. 😉

Update 10:15 Uhr

Sommerliche Verdunklung am frühen Morgen – nicht schön, aber notwendig.

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich dann heute morgen zum Buch gegriffen habe. Immerhin habe ich in der Zeit den Feedreader geleert und meinem Mann zugehört, der mir seinen sehr absurden Traum der vergangenen Nacht erzählte. Inzwischen habe ich aber „Sandry’s Book“ beendet und es so genossen diese Geschichte endlich wieder lesen zu können. Die Emelan-Romane von Tamora Pierce haben mich seit dem ersten Lesen noch etwas mehr berührt als ihre Tortall-Geschichten und ich finde es unglaublich schade, dass die Autorin aufgrund von Problemen mit dem Verlag keine weiteren Romane, die in dieser Welt spielen, schreiben kann.

Während ich „Sandry’s Book“ las, habe ich darüber nachgedacht, warum mich diese Geschichten so ansprechen und inzwischen glaube ich, dass es an zwei Aspekten liegt. Auf der einen Seite merkt man deutlich, dass Tamora Pierce seit dem Schreiben ihrer Alanna-Bücher sehr, sehr viel über das Thema Weltenbau gelernt hat, so dass schon der Einstieg in die Emelan-Romane mit einer deutlich umfangreicheren und stimmigeren Welt passiert als bei den Alanna-Geschichten. Zu Beginn von „Sandry’s Book“ lernt man die vier Protagonisten Sandrilene (Sandry) fa Toren, Trisana (Tris) Chandler, Daja Kisubo und Roach Briar Moss kennen und schon in diesen kurzen „Vorstellungsszenen“ lernt man so viel über die Welt, in der die vier unterschiedlichen Charaktere leben. Auch wenn man nicht genau erfassen kann, wie Dajas Leben als Teil eines reisenden Volkes von Kaufleuten genau aussieht, wird deutlich, dass ihre Wertvorstellungen, ihr Familienleben, ihr Alltag aus Sicht des Lesers relativ ungewöhnlich ist. Und Tamora Pierce gelingt es diese persönliche Perspektive durchgehend stimmig beizubehalten, so dass auch in den folgenden Kapiteln und Romanen immer wieder deutlich wird, dass Daja zum Beispiel aus einer anderen Kultur kommt oder dass Briar aufgrund seiner Kindheit in einer Diebesbande automatische den Wert und die Stehlbarkeit von Dingen einschätzt (auch wenn er sie nicht mehr stehlen würde). Bei den Tortall-Büchern kamen all diese Elemente erst nach und nach und wurden davon beeinflusst, dass Tamora Pierce die anfangs nur grob erdachte Welt – trotz aller großen Ereignisse – ja nicht so sehr verändern konnte, dass sie nicht mehr zu den ersten Geschichten passte.

So ein Schreck, als ich in der Buchhandlung sah, dass jemand in dem Buch rumgekritzelt hatte. Es hatte damals etwas gedauert, bis ich die Signatur der Autorin erkannte. *g*

Außerdem dreht sich die Magie in den Emelan-Romanen vor allem um handwerkliche Elemente. Sandry lernt Spinnen, Weben, Nähen und alles andere rund um Fasern, Wolle und Stoffe, Daja wird in allen Bereichen der Schmiedekunst ausgebildet und Briars Leben dreht sich vor allem ums Gärtnern und ihrer aller Magie wird davon beherrscht, wie gut sie in ihrem Handwerk sind und wie viel Basiswissen sie über ihr jeweiliges Element besitzen. Tris ist die einzige Ausnahme, da ihre Magie sich aufs Wetter bezieht, aber auch hier gibt es genügend Bemerkungen zum Thema Meterologie, Astronomie, Geografie und ähnliches, dass es sich stimmig in die sonst eher handwerklichen Ausbildungen der anderen fügt. Ich finde diese Variante von Magie nicht nur stimmiger als Alannas Gespräche mit der Göttin und einer Magie, die gefühlt ohne greifbare theoretische Struktur entsteht, sondern es kommt auch meiner Vorliebe für gut geschriebene Szenen mit Handwerksbeschreibungen entgegen.

Bevor ich mir nun überlege, was ich als nächstes lese, mache ich mir erst einmal Frühstück – so langsam bekomme ich Hunger. 😉

Update 12:45 Uhr

Seit dem letzten Update gab es für mich Frühstück, eine Kurzgeschichte und ein paar Seiten in dem zweiten „Circle of Magic“-Romanen. Eigentlich wollte ich nach Natiras dezentem Hinweis zum dritten Velveteen-Band greifen, aber da das Tablet, mit dem ich auf Skoobe zugreifen kann, mal wieder energielos war, musste ich mir eine Alternative suchen. Ich glaube, das ist der Hauptgrund, warum ich so selten mit dem Tablet und über Skoobe Romane lese. Ich finde die Akkuzeiten, das ständige Laden und die Tatsache, dass das Gerät sich auch bei Nichtbenutzung komplett entlädt, einfach lästig. Das bekomme ich nur auf die Reihe, wenn ich das Tablet aus irgendeinem Grund täglich nutze. Jetzt hängt es auf jeden Fall erst einmal am Strom und ich musste mir eine Alternative suchen.

Französisches Weißbrot mit „Erdbeer-Sahne-Schaum“, Sechs-Körner-Brot mit Gouda und das Beste von allem: Leerdammer mit Chili-Paprika-Fruchtaufstrich. Die Kombination habe ich in den letzten zwei Wochen für mich entdeckt und das ist sooooo lecker!

Zum Frühstück gab es also die erste Kurzgeschichte aus „Urban Enemies“, dem Gegenstück zu „Urban Allies“, das ich während des Herbstlesens 2016 gelesen habe. Während in „Urban Allies“ zwei Autoren eine Geschichte schrieben, in der ihre Protagonisten zusammenarbeiten mussten, gibt es in „Urban Enemies“ leider keiner gemeinsam geschriebenen Geschichten. Dafür drehen sich die Handlungen um die „Bösewichte“, die in den jeweiligen Roman(reih)en der Autoren eine wichtige Rolle spielen. Bei „Even Hand“ von Jim Butcher dreht sich die Handlung um „Gentleman John Marcone“ einem klassischen Chicagoer Gangster, der schon sehr früh in den Harry-Dresden-Romanen eine wichtige Rolle als Gegner des Zauberers spielte. Hier bittet eine junge Frau den Gangster um Hilfe und auch wenn er definitiv kein netter Mensch ist, gibt es Gründe, warum er ihr diese Hilfe gewährt.

Ich mochte die Geschichte, finde es aber bei Jim Butcher immer wieder bedauerlich, dass man seine Kurzgeschichten wirklich nur lesen kann, wenn man mit den Romanen auf dem aktuellen Stand ist. Ohne das Wissen um die Vorgänge in den Harry-Dresden-Bänden gibt es sowohl zu viele Spoiler, als auch eine Menge Elemente, die man nur versteht, wenn man weiß, in welcher Beziehung der jeweilige Charakter zu Harry Dresden und die Personen rund um ihn herum steht. Und da ich noch ein paar Möhrchen zu knabbern hatte, gab es noch die ersten zwei Kapitel aus „Tris’s Book“, dem zweiten „Circle of Magic“-Band. Nachdem ich gerade eine kleine Blogrunde gedreht und Kommentare beantwortet habe, wird jetzt erst einmal Christie versorgt und dann schaue ich, was ich weiterlese. Solange mein Mann das 24-Stunden-Rennen von Le Mans schaut, brauche ich neben dem Lärm eh einfache Lektüre – ach, grundsätzlich brauche ich gerade leichte Lektüre 😉 – und da wir heute aus Platzgründen kein „Gloomhaven“ spielen werden, kann ich gemütlich von Buch zu Buch springen, ohne mir Gedanken über eventuelle Unterbrechungen am Nachmittag zu machen.

Update 19:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich meine Nase vor allem in „Tris’s Book“ gesteckt und den Roman – von der einen oder anderen kurzen Unterbrechung abgesehen – in einem Zug durchgelesen. Ich genieße es so sehr mitzuerleben, wie die vier Protagonisten langsam im Tempelgebiet (wo sie die Beherrschung ihrer Magie lernen sollen) ankommen, wie sich ihre Freundschaft aufbaut und wie sie verstehen lernen, was ihre Magie überhaupt ist und welche Gefahren und welche Verantwortung damit einhergeht. Trotz all dieser Veränderungen gelingt es Tamora Pierce den  Kinder weiterhin innerhalb der von ihnen gewohnten Rahmen denken zu lassen. Sehr schön fand ich dabei, wie Briar zuhörte, wie zwei Kaufleute sich über eine Erbschaft unterhielten, und während ihm schon bewusst ist, dass ein Magier theoretisch viel Geld verdienen kann, bringt er dieses Wissen nicht mit seiner Person in Verbindung. Stattdessen denkt er darüber nach, dass er mit seinem „Erbe“ etwas anderes anzufangen wüsste, als die Person, über die die beiden Kaufleute redeten, und macht sich dann über sich selber lustig, weil er genau weiß, dass ein (ehemaliges) Straßenkind und Dieb niemals genügend Vermögen zusammen bekäme, um etwas zu vererben. Ich mag diese Details und ich stelle mal wieder fest, dass ich bei guten Romanen immer wieder neue Dinge für mich entdecken kann – ganz unabhängig davon, wie oft ich sie schon gelesen habe. 🙂

Als ich mit dem Roman fertig war, hatte gerade mein Mann den Laptop beschlagnahmt, also habe ich erst einmal den Salat fürs Abendessen vorbereitet und dann zu „Velveteen vs. the Seasons“ gegriffen und die erste Geschichte („Velveteen vs. Hypothermia“) gelesen. Ich muss gestehen, dass ich diese Kurzgeschichte nicht ganz so genießen konnte, wie ich gern hätte, weil ich einfach zu lange raus bin aus dieser Welt. Es ist 3 1/2 Jahre her, seitdem ich „Velveteen vs. the Multiverse“ gehört habe und als ich Velveteen verließ, war ihr Leben nicht gerade unkompliziert inklusive Paralleluniversen und diverser Verbündeter und Erzfeinde. Ich denke, ich werde im Laufe der nächsten Geschichten wieder in die Handlung reinfinden, aber momentan ist es etwas schwierig.

Gleich gibt es erst einmal Abendessen und danach schaue ich mal, womit ich mich den Rest des Abends beschäftige. Mein Mann hat für sich einen Film (die Verfilmung einer Lovecraft-Geschichte) eingeplant, der mich nicht so interessiert, also kann ich mich wieder ganz aufs Buch stürzen – es sei denn die Geräuschkulisse wird zu aufdringlich fürs gemütliche Lesen. 😉 Auf jeden Fall gibt es heute Abend von mir noch ein Update!

Update 21:30 Uhr

Zum Abendessen gab es heute nur Gurkensalat und ein Käsebrot. Nachdem wir gestern gleich drei (wenn auch kleine) Brote gekauft haben, hatten wir beschlossen, dass wir das mit dem Kochen sein lassen, um die Brote auch so frisch wie möglich bewältigt zu bekommen. Außerdem hat das den Vorteil, dass ich mir trotz akuter Kochunlust kein Essen einfallen lassen musste, das ich schnell auf Reihe bekomme. 😉

Während Christie sich den gesamten Tag im Durchgangszimmer (langausgestreckt auf dem Tisch liegend) aufgehalten hat, kam sie nach dem Essen vorbei, um mir etwas Gesellschaft zu leisten, während ich meine „Blümchen goß“ …

… das sind die einzigen Tagen, an denen ich mich nach den alten Animal-Crossing-Spielen sehne, denn da musste man bei Regen keine Blumenpflege betreiben. 😉

Mit einem Bild von meinem selbstgemachten Himbeer-Joghurt-Eis (und einem winzigen Blick auf das Buchcover) beende ich den heutigen Lesetag-Post. Ich werde mich bis zum Schlafengehen nur noch mit „Daja’s Book“, dem dritten „Circle of Magic“-Band einrollen, und darüber wird es vermutlich nicht so viel zu erzählen geben.

Es war wieder nett, den Sonntag gemeinsam mit euch zu verbringen! Habt einen schönen Start in die Woche und vielleicht treffen wir uns ja im Juli wieder zum gemütlichen Lesen. 🙂

***

Heutige Mitleser:

Natira
Helma
Neyasha

Lese-Sonntag im Mai

Es ist 0:30 Uhr und somit schon Pfingssonntag und da das in diesem Jahr auch der dritte Sonntag im Monat ist, starte ich einfach schon mal in den Lese-Sonntag. 😉 Da ich gerade erst geduscht habe, brauchen meine Haare eh noch eine Stunde Trocknungszeit, bevor ich ins Bett kann – die Stunde kann ich dann auch zum Lesen nutzen. In den letzten Wochen ist bei mir sehr viel Zeit dafür draufgegangen alte Beiträge zu bearbeiten, die nach dem Blogumzug etwas aus der Form geraten waren oder deren Verlinkungen nicht mehr stimmten. Da blieb nicht gerade viel Luft für neue Blogbeiträge oder um den Stapel mit „etwas mehr Aufmerksamkeit erfordernden“ Bibliotheksbüchern in Angriff zu nehmen. Stattdessen habe ich mir die fünf Elemental-Assassin-Romane von meinem SuB geschnappt und mich beim Lesen in der Regel wunderbar entspannt. Vor allem ist es schön, dass ich die Geschichten problemlos an jeder Stelle unterbrechen kann, ohne den Faden zu verlieren. 😉

Bevor ich also ins Bett gehe, werde ich noch die letzten Seiten von „Snared“ lesen, auch wenn das bedeutet, dass ich mich morgen früh auf die Suche nach der nächsten Lektüre machen muss. So unterhaltsam ich die Elemental-Assassin-Bücher finde, so gibt es doch einen Punkt, der mich seit dem ersten Band stört und von dem ich mir so sehr wünschte, die Autorin hätte da ein besseres Händchen bewiesen. Dieser Punkt ist, dass Gin Blanco dafür, dass sie eine so erfolgreiche und erfahrene Assassine ist, einfach viel zu oft unprofessionell, impulsiv, emotional und leider auch regelmäßig zu dumm handelt. Das ändert nichts daran, dass ich die Charaktere in der Reihe eigentlich mag, ebenso wie die von Jennifer Estep entworfene Welt, die vielen Koch- und Essensbeschreibungen und die vielen Morde. Aber ich fände das Lesen eben noch befriedigender, wenn Gin nicht immer wieder die offensichtlichsten Sachen übersehen würde …

Nach dem Aufstehen gibt es dann das erste Update von mir – mal schauen, wie spät das sein wird. 😉

Update 10:00 Uhr

Nachdem wir gestern dann wirklich erst gegen zwei Uhr im Bett waren, bin ich immerhin schnell eingeschlafen (und habe nicht mal von misshandelten Frauen und Mordplänen geträumt 😉 ). Dafür bin ich heute morgen mit einem Ohrwurm aufgewacht, den ich einerseits niedlich finde, auf der anderen Seite jetzt schon gern los wäre. Genau genommen handelt es sich um das Lied der Rettungshilfsvereinigung aus „Bernard und Bianca“ (mein Dank gilt Sarah Burrini, die das Lied vor kurzem bei Twitter verlinkt hatte *seufz*). Immerhin hat mich das schnell aus dem Bett getrieben und so backen nicht nur schon Brötchen im Ofen (ich experimentiere mit einem Rezept mit Quarkteig, der keine Gehzeit braucht vor dem Backen), sondern es steht auch schon ein Milchkaffee vor meiner Nase und wird mir hoffentlich beim Wachwerden helfen. Nebenbei lese ich den gestern Nacht noch angefangenen „Detektiv Conan“-Band (Nr. 80) von Gosho Aoyama – nachdem mein Mann vor Kurzem beim Switchen in einem Detektiv-Conan-Film gelandet war, habe ich richtig Lust darauf gehabt die Reihe weiterzulesen.

Update 12:45 Uhr

Nach zwanzig Minuten Backzeit waren die Brötchen fertig – und nach einem Blick auf den Bräunungsgrad kann ich nun sagen, dass die fehlende Angabe im Rezept der Hinweis auf die Ofeneinstellung war. Beim nächsten Mal also Ober-/Unterhitze und nicht Umluft … Auch hatte die Bloggerin, wo ich das Rezept gefunden hatte, ganz viele Varianten erwähnt, aber nicht gesagt, ob sie dafür den Teig abändert oder einfach nur die variablen Zutaten zufügt – was mich ja immer ganz kirre macht, wenn ich so was lese. Nach dem Probieren der Brötchen kann ich sagen, dass ich das Rezept an sich gut finde. Man bekommt mit sehr wenig Arbeit und ohne Gehzeiten innerhalb von dreißig Minuten frische Brötchen auf den Tisch (muss dafür allerdings Quark und Ei im Haus haben), allerdings würde ich das Rezept beim nächsten Mal noch weiter verändern und mit Salz und Zucker „spielen“, um das unserem Geschmack anzupassen.

Dummerweise entdeckte mein Mann während des Frühstücks, dass gerade „Treffpunkt Flughafen“ im Fernsehen lief und somit bin ich nach dem Essen mit meiner Lektüre ins Schlafzimmer gewandert, um in Ruhe weiterlesen zu können. Ich mag die Detektiv-Conan-Geschichten wirklich, weil sie trotz aller „fantastischen“ Elemente solide in der Regel solide Kriminalfälle bieten, bei denen man gut mitermitteln kann. Obwohl „Detektiv Conan“ mit dem ersten Kapitel eines neuen Mordfalls endete, habe ich danach erst einmal zu „Im Eisland 2 – Gefangen“ von Kristina Gehrmann gegriffen. In den letzten Tagen war mir eigentlich nicht nach einer so deprimierenden Geschichte, aber da der Comic demnächst wieder zurück in die Bibliothek muss und ich gerade grundsätzlich Lust aufs Comiclesen habe, bot er sich an.

Update 18:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich in erster Linie „Küchenkram“ gemacht (Katze gefüttert, Näpfe gereinigt, Teig angesetzt) und natürlich Gloomhaven gespielt. Letzteres war heute wirklich anstrengend, da ich mit einem neuen Charakter gespielt habe. Der „Mindthief“ ist relativ schwach, hat dafür aber die Möglichkeit andere Mitspieler oder Gegner zu beeinflussen oder „andauernde Statusveränderungen“ zu bewirken.

Das erfordert nicht nur ein ordentliches Umdenken von meiner Seite, sondern hätte auch einiges an Glück benötigt, damit der Anfang nicht so frustrierend gewesen wäre. Aber immer, wenn ich gerade alles so hingedreht hatte, dass z.B. jeder meiner Nahkampfangriffe den Gegner zusätzlich vergiften und verwirren würde, hatte ich in den folgenden Runden keine Chance mehr überhaupt einen Nahkampfangriff zu machen. Überhaupt ist er mit diesen Statusveränderungen im Nahkampf erstaunlich erfolgreich, kommt aber aufgrund mangelnder Schrittzahl kaum in den Nahkampf – und wenn er nah genug am Gegner ist, muss ich aufpassen, dass er nicht sofort getötet wird, denn seine Lebenspunkte sind auch nicht gerade hoch. Ich hoffe, er spielt sich im Laufe der Zeit besser, sonst würde ich es wirklich bereuen, dass ich meinen Spellweaver für den Mindthief in Rente geschickt habe.

Immerhin haben wir am Ende (in der letzten Runde haben wir erstaunlich oft Glück, weil wir dann wirklich alles auf die letzte Karte setzen, was wir uns früher nicht trauen, weil die guten Karten dann zu schnell für den Rest des Spiels verloren wären) zwei neue Gebiete (Nr. 24 und 25 😀 ) freigeschaltet. Wir müssen aber noch mal nachschauen, ob wir eine bestimmte Eigenschaft des Mindthiefs richtig interpretiert haben. Zum Glück gibt es im Brettspielforum diverse Diskussionen mit Beteiligung des Spieleentwicklers, so dass solche Fragen relativ einfach zu klären sind.

Jetzt wandere ich erst einmal wieder in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten, und während die Quiche im Ofen ist, schaue ich nach den anderen Blogs. 🙂

Update 20:30 Uhr

Inzwischen habe ich meine Blog- und Kommentarrunde nachgeholt (irgendwie bin ich heute wohl doch etwas zu übermüdet, um das „richtig“ auf die Reihe zu bekommen *g*) und die Quiche ist auch fertig. Dank eines Rechenfehlers auf meiner Seite (das nächste Mal merke ich mir hoffentlich, dass ein halbes Pizzateigrezept vollkommen reicht) und dank des von meinem Mann gekauften und wirklich monströs großen Blumenkohls, ist die Quiche etwas ausladender geworden als geplant. Aber da das eh ein „zwei bis drei Tage“-Essen ist, werden wir damit wohl fertig. 😉

Während des Essens lief schon „Team Ninja Warrior“ und dabei werden wir bleiben, während wir nebenbei mit dem DS spielen (und in meinem Fall später weiter Comic lesen). Es gibt auf jeden Fall noch ein Update von mir und eine Kommentarrunde werde ich vor dem Schlafengehen auch noch drehen. Schließlich habe ich bislang noch nicht so viel zu meinen Comics geschrieben … 😉

Update 23:30 Uhr

So, das letzte Update des Tages. Heute war wirklich ein Comic-Lesetag für mich, da ich inzwischen nicht nur den zweiten Teil von „Im Eisland“ beendet, sondern danach direkt zu „Malcolm Max 1 – Body Snatchers“ von Peter Menningen und Ingo Römling gegriffen habe. Bei „Im Eisland“ bleibt es eigentlich bei den Kritikpunkten, die ich schon zum ersten Band hatte. Mich machen einige Aspekte bei den Zeichnungen wirklich kirre, weil die Figuren so sind, die Köpfe häufig wie aufgesetzt wirken und eine Alterseinschätzung erschreckend oft einfach nicht möglich ist. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie überrascht ich war, als der kleine Junge aus dem ersten Band nach gerade mal einem Winter im Eis seinen neunzehnten Geburtstag feierte (und prompt im selben Panel so an den unteren Rand gequetsch wurde, dass er schon allein aufgrund der Perspektive wieder wie ein Kind wirkte). Die Geschichte an sich ist bedrückend, die Landschaften atmosphärisch, die Dialoge informationsreich – das reicht, dass ich auch noch den dritten Teil lesen möchte, aber ich werde auch dabei vermutlich wieder regelmäßig vor mich hingrummeln.

Während ich „Im Eisland“ problemlos nutzen konnte, um die Werbepausen und die Moderatoren bei „Team Ninja Warrior“ auszublenden (wenn nicht so viele Teilnehmer wirklich beeindruckend wären, wäre das Drumherum gar nicht zu ertragen), funktioniert „Malcolm Max“ aufgrund der Textlastigkeit besser ohne jegliche Ablenkung. Den ersten Band habe ich allerdings schon damals beim Erscheinen gelesen und da ich nun endlich auch die beiden Fortsetzungen lesen will, habe ich den nur zum Erinnerungauffrischen noch einmal aus dem Regal gezogen. Die Story ist unterhaltsam mit einem düsteren viktorianischen Urban-Fantasy-Setting und die Dialoge sind stellenweise (gerade am Anfang) viel zu sperrig und gekünstelt (und damit meine ich nicht den Versuch sich „historisch korrekt“ auszudrücken), während die Zeichnungen so atmosphärisch und wunderbar kantig sind mit angenehm individuellen Charakteren. Ich hoffe, ich finde morgen Zeit, um die letzten Seiten von „Body Snatchers“ zu lesen und mit dem zweiten Album weiter zu machen.

Jetzt ist es aber wirklich Zeit für heute Schluss zu machen! Es war wieder schön mit euch! Ich wünsche euch morgen noch einen geruhsamen Tag und denjenigen, die einen weiteren Lesetag einlegen, viel Spaß mit der Lektüre! 🙂

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Heutige Mitleser:

Natira

Sayuri

Neyasha

Lese-Sonntag im April

Es kommt mir etwas seltsam vor, dass heute schon der dritte Sonntag im April sein soll – aber so etwas passiert halt, wenn der Monat mit einem Sonntag beginnt. 😉 Heute ist also wieder Lesetag und ich hoffe, dass ich das mit dem Lesen (abgesehen von der inzwischen traditionellen Gloomhaven-Runde am Nachmittag) auch auf die Reihe bekomme. In den letzten zwei Wochen war mein Schlafrhythmus total durch den Wind und ich habe deshalb erschreckend wenig auf die Reihe bekommen, was sich auch auf mein Leseverhalten ausgewirkt hat. Es wäre also schön, wenn ich mal wieder ein paar Stunden am Stück lesen könnte. Es ist irgendwie auch nicht hilfreich, dass ich momentan mehrere Bücher lesen, die alle keine durchgehende Geschichte haben. (Zwei Sachbücher zu ungefähr dem selben Thema, eine Horror-Anthologie, eine Sammlung von fantastischen britischen Kurzgeschichten für Kinder und ein Titel mit Informationen zu dem fantastischen Land Tortall.)

Außerdem habe ich da noch diesen Krimi aus der Stadtbibliothek, den ich eigentlich am Dienstag zurückgeben (oder verlängern) müsste. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Thema gerade was für mich ist. Ich mochte von Johan Theorin die Öland-Reihe sehr gern, aber der Anfang von „So bitterkalt“ hat mich beim ersten Anlesen nicht packen können. Irgendwie mag ich das Thema (Krankenhaus/Psychatrie für Verbrecher plus damit verbundener Kinderhort) nicht so sehr, auf der anderen Seite traue ich es dem Autor zu, dass er daraus eine gute Geschichte spinnt. Ich werde also erst einmal mit „So bitterkalt“ weitermachen und schauen, ob mich die Handlung noch packt oder ob ich das Buch einfach unbeendet zur Bibliothek zurückschleppe. Vorher sollte ich aber erst einmal richtig wach werden und mir etwas zu Trinken besorgen …

Update 10:00 Uhr

 

Ich weiß wirklich nicht so recht, was ich von „So bitterkalt“ von Johan Theorin halten soll. Jan Hauger, aus dessen Sicht man die Geschichte erzählt bekommt, ist mir relativ egal. Er ist Vorschullehrer, hat persönlichen Gründen was gegen Mobbing, zeichnet seit fünfzehn Jahren an einem Comic und ist besessen von einer Sängerin, die vor neun Jahren ein einziges Album herausgebracht hat und dann von der Bildfläche verschwand. Jan bewirbt sich auf eine Stelle in der „Lichtung“, einer Vorschule, die zu dem psychatrischen Krankenhaus St. Patricia gehört, und in die Kinder gehen, die weiterhin regelmäßigen Kontakt zu ihren Elternteilen haben sollen, obwohl eines von ihnen in St. Patricia behandelt wird. Ich finde diese Grundvoraussetzung – gerade weil zu Beginn der Geschichte angedeutet wird, dass die Patienten in der Regel ernsthaftere Vorgeschichten haben und mindestens ein Patient dort ist, weil er mehrere Kinder getötet hat – so abwegig, dass ich wirklich Probleme habe mich auf die Geschichte einzulassen. Vielleicht bin ich einfach auch nicht in der richtigen Stimmung für diese Art von Roman, auf jeden Fall habe ich keine Lust mich weiter zum Lesen zu zwingen und breche das Buch jetzt ab. Mal schauen, was mir stattdessen unter die Nase kommt …

Update 12:00 Uhr 

 

Vor, zum und nach dem Frühstück habe ich weiter in meinen angefangenen Bücher gestöbert. Bei „Tortall – A Spy’s Guide“ bin ich gerade bei einem längeren Text von Evim Larsen über die Ränge innerhalb des Geheimdienstes und die Ausbildung der neuen Mitglieder. Nur wenige von ihnen arbeiten am Ende in Bereichen, die sich nach „richtiger Spionage“ anfühlen, aber das macht ihre Ausbildung und ihre Arbeit nicht weniger wichtig (oder gefährlich). Das Ganze ist interessant und es gibt nette Nebenbemerkungen, aber es ist eben auch ein Text, der als Unterrichtsmaterial für Ausbilder herhalten muss und in dem entsprechenden Ton geschrieben.

Außerdem gab es eine weitere Kurzgeschichte aus „The Serial Garden“ von Joan Aiken für mich, in der Mrs. Armitage gemeinsam mit weiteren Damen des Dorfes Geld für S.A.D.O.F.L. (The Society for the Aid of Distressed Old Fairy Ladies) sammelt und feststellen muss, dass nicht jede dieser „Distressed Old Fairy Ladies“ (wagt es ja nicht, sie Hexen zu nennen!) so begeistert davon ist, dass man sie als hilfsbedürftig ansehen könnte. Ich liebe den Humor und die fantastischen Ideen in diesen Geschichten und muss mich momentan selber zügeln, damit ich die nicht hintereinander verschlinge. Aber ich will nicht, dass all die wunderbaren Elemente und Geschichten in meinem Kopf verschwimmen, es macht doch mehr Spaß, wenn ich sie einzeln würdigen kann.

Christie haben wir auch schon versorgt und so bleiben mir noch ungefähr zwei Stunden zum Lesen, bevor es mit „Gloomhaven“ losgeht. Bevor ich aber eine weitere Kurzgeschichte aus „Dark Cities“ lese (nur noch drei, dann ist das Buch beendet), gibt es eine kleine Blog- und Kommentarrunde.

Update 14:15 Uhr

Die kleine Blog- und Kommentarrunde wurde dann doch etwas länger als geplant – unter anderem, weil ich „mal eben“ ein paar Eindrücke in die angefangenen Blogbeiträge zu „The Serial Garden“, „Dark Cities“ und „Tortall – A Spy’s Guide“ eingefügt habe. Kein Wunder, dass ich gerade so viele Beitragsentwürfe im Dashboard habe, wenn ich parallel zum Lesen an den dazugehörigen Rezensionen schreibe. Gerade die Anthologien ziehen sich ja bei mir gern mal über längere Zeit hin.

Bei „Dark Cities“ habe ich eben noch „Matter of Life and Death“ von Sherilynne Kenyon gelesen – eine überraschend amüsante Geschichte für eine Horror-/Dark-Fantasy-Anthologie, bei der die Autorin mal all ihre negativen Gedanken für unfreundliche Lektoren freien Lauf gelassen hat.

Außerdem haben mein Mann und ich eben beschlossen, dass wir uns dringend etwas gönnen müssten und deshalb spontan einen Etat für „nachträgliche Ostergeschenke“ festgelegt und in CD-Bestellungen investiert. Ich bin ganz stolz auf mich, dass ich den Etat wirklich für eine der CDs von meiner Wunschliste („Bad Behaviour“ von Kat Frankie) ausgegeben habe, statt schon wieder Bücher zu bestellen. Vor allem, da mein Mann kurz darauf in unserem Briefkasten einen Roman gefunden hat, auf dessen Lieferung ich schon einige Zeit warte … Jetzt aber erst einmal „Gloomhaven“, denn während ich dieses Update tippte, hat mein Mann schon mal das Spielfeld aufgebaut.

Update 17:30 Uhr

 

Die heutige Gloomhaven-Runde hat wieder viel Spaß gemacht. Bevor es losging konnte ich mir für meinen „Brute“ das erste Upgrad (für einen Angriff) leisten – was den Vorteil hat, dass jeder „Brute“, der in Zukunft von uns gespielt wird, schon über diesen verbesserten Angriff verfügt. Wir haben wieder mit unserem „Anfangsteam“ gespielt, weil der „Tinkerer“ meines Mannes für sein Lebensziel den Boss aus dieser Mission benötigte. Außerdem muss ich zugeben, dass es mir gerade viel Spaß macht den „Brute“ zu spielen, weil seine Karten so schön kombinierbar sind. Am Anfang sah alles noch relativ harmlos aus und wir sind gut durchgekommen, im letzten Raum hingegen waren wir sehr froh, dass wir nur die Endgegnerin besiegen mussten, um die Mission erfolgreich abzuschließen. Bei der Menge an Gegnern hätten wir es bestimmt nicht geschafft alle zu töten, bevor uns die Karten (oder die Lebenspunkte) ausgegangen wären. Schön war auch, dass uns diese Mission eine gute Waffe für meinen „Brute“ gebracht hat (ein Schatztruhen-Fund) und gleich drei neue Gebiete freigeschaltet hat – darunter eins im Stadtgebiet von Gloomhaven, das für die Entwicklung meines „Brutes“ wichtig ist. Doch, das war eine erfolgreiche Brettspiel-Runde heute! 😀

Mein Mann hat sich übrigens vor kurzem mit einem Arbeitskollegen über das Spiel unterhalten. Dieser Kollege, der regelmäßig mit einer festen Gruppe von Freunden „Gloomhaven“ spielt, ist deutlich weiter als wir, weil die Missionen einfach ganz anders verlaufen, wenn man mit einer größeren Gruppe von Abenteurern unterwegs ist. Ich finde das wirklich spannend, aber es stört mich auch nicht, dass wir zu zweit schon mal länger an einem Auftrag zu knobeln haben. Wenn man sie trotz der größeren Herausforderungen dann geschafft hat, ist so eine Mission doch umso befriedigender.

 

Bis zum Kochen werde ich jetzt „A Magical Match“, den in diesem Monat erschienenen neunten Band der „Witchcraft Mystery“-Reihe, anlesen. Wer weiß, vielleicht ist das ja die richtige Geschichte, um von meinen Essays und Anthologien wegzukommen – und wenn nicht, dann bleibe ich den Rest des Tages eben bei den angefangenen Titeln und wechsel einfach weiter zwischen Horror, fantastischen britischen Kurzgeschichten, Spionage-Handbuch und feministischen Texten. 😉

Update 21:15 Uhr

Dieses Update könnte man fast mit „Ein Update in Bildern“ betiteln, denn ich habe mehr Fotos als wirklich etwas zu erzählen. 😉

 

Erst einmal habe ich „A Magical Match“ angelesen und dabei – nach all dem Gerede in den Kommentaren über Osterschokolade – einen kleinen Schokohasen gekillt. Die Geschichte fängt gut an inklusive einem Hexenkreis, der sich nicht einige wird, wie man eine Spendenaktion organisieren soll, einem Bus voller alter Hexen, der auf einmal verschwindet, einer „magischen“ Erkältung, die anscheinend die Fähigkeiten der Protagonistin behindert und dem mysteriösen Verhalten des Verlobten dieser Protagonistin. Ich bin mir sicher, dass ich da in den nächsten Tagen weiterlesen werde. 🙂 Aber erst einmal verlangte Christie nach Aufmerksamkeit und da das gerade nur selten der Fall ist, habe ich natürlich sofort gehorcht.

 

Als nächstes habe ich das traditionelle Blumengießen eingeschoben und mich als Bürgermeisterin angemessen für mein Dorf angestrengt …

… wobei ich das Spielen fürs Kochen unterbrochen habe, weil wir beide inzwischen ziemlich hungrig waren.

 

Zum Tagesabschluss sehe ich jetzt noch mit meinem Mann die erste Folge von „Chef’s Table“ (Netflix). Keine Ahnung, ob das gut und unterhaltsam ist, aber mit Kochsendungen (aus dem englischsprachigen Raum) kann man uns ja in der Regel gut unterhalten. 😉

Da es danach wohl Zeit fürs Bettchen wird, ist das für heute mein letztes Update! Ich habe mich sehr gefreut, dass ich heute wieder Gesellschaft beim Lese-Sonntag hatte und hoffe, dass ihr so viel Spaß damit hattet wie ich. Habt einen guten Start in die Woche! Wir lesen uns (spätestens) in einem Monat wieder. 🙂

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Heutige Mitleser:

Natira 
Neyasha

Lese-Sonntag im März

Heute ist der dritte Sonntag im Monat und somit wieder Lesetag und so langsam kommt es mir vor, als ob ich jeden Lese-Sonntag-Post so beginne. 😉 Die vergangene Woche war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Vor allem habe ich meine Zeit damit verbracht durch die Gegend zu fahren und durch die Wohnung zu rennen und wenn ich weder das eine noch das andere gemacht habe, habe ich schwere Kartons gehoben (oder gezogen, geschoben und verflucht). Außerdem waren wir gestern beim ersten Roller-Derby-Spiel der Saison – und da nicht nur das offizielle Liga-Spiel stattfand, sondern nacher auch noch eine Gastmannschaft gegen ein Mix-Team antrat, war damit fast der gesamte Tag ausgebucht. Heute plane ich also wieder sehr viel Zeit mit einem Buch auf dem Sofa zu verbringen – nur unterbrochen von der sonntäglichen Gloomhaven-Runde (wenn wir denn an das Spiel herakommen, da davor Bücher gestapelt sind). Ganz sicher bin ich mir noch nicht, was ich gleich lesen werde. Auf der einen Seite habe ich eine Anthologie, die gerade erst bei mir eingezogen ist und mich reizen würde, dann gibt es da noch zwei Titel aus der Bibliothek, Lust auf einen Krimi hätte ich auch mal wieder und dann ist mir noch „Der Hexenladen“ in den letzten Tagen in die Finger gefallen … Irgendwas zum Lesen werde ich also wohl finden. 😉

Update 9:45 Uhr

Inzwischen habe ich in die „Underwater Ballroom Society“-Anthology (herausgegeben von Stephanie Burgis und Tiffany Trent) reingelesen, aber ich war eindeutig zu müde, um in die erste Geschichte („The Queen of Life“ von Ysabeau S. Wilce) reinzukommen. Beim Zurückblättern bin ich über „The Baronet’s Bride“ von Emily Larkin gestolpert und fand den Anfang schon sehr nett. Es ist der zweite Teil (bzw. dritte Teil, wenn man die dazugehörige Kurzgeschichte als für sich stehenden Band zählt) der „Midnight Quill“-Bücher der Autorin und erzählt die Geschichte eines Paares, das frisch verheiratet (und verliebt) ist. Die Handlung beginnt in der Hochzeitsnachts und während sie – die als Witwe schon mal Sex hatte – diese unappetitliche Sache einfach hinter sich bringen will, würde er – der in Waterloo einen Arm verloren hat – am Liebsten ganz auf den Sex verzichten, weil er nach der Amputation nicht weiß, wie das funktionieren soll und überhaupt fühlt er sich so unwohl mit seinem veränderten Körper, dass er sich eigentlich niemandem mehr nackt zeigen will. Da die gesamte Geschichte nur 100 Seiten lang ist, werde ich sie wohl erst einmal beenden, bevor ich mir was Neues suche (und dabei gegen die aufziehenden Halsschmerzen meinen Tee trinken).

Update 12:45 Uhr

Die 100 Seiten bei „The Baronet’s Bride“ waren dann doch eher 50 Seiten plus Leseproben, aber ich mochte diese kleine Geschichte rund um die Hochzeitsnacht der beiden Protagonisten und wie sie gemeinsam all ihre Befürchtungen überwinden. Emily Larkins große Stärke ist für mich immer wieder, dass sie wunderbar realistische Figuren schreibt, denen man ihre Ängste abnimmt und die (häufig) angenehm pragmatisch mit ihren Einschränkungen umgehen.

Beim Fühstück habe ich dann die ersten Seiten von „Der Hexenladen“ von Tanya Huff gelesen, aber so sehr ich mich freute, als ich den Roman in den letzten Tagen wieder in die Finger bekam, so bin ich mir gerade nicht sicher, ob es die richtige Art von Geschichte für den heutigen Tag ist. Aktuell schauen wir eh gerade die Abschlussfeier der Paralympischen Spiele (von denen ich in den letzten Tagen wirklich gern mehr mitbekommen hätte, als nur die sporadische Berichterstattung im ZDF). Danach schaue ich mal, zu welchem Buch (oder Comic?) ich greife. 🙂

Update 17:30 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich weiter in „Der Hexenladen“ gelesen und doch noch in die Geschichte reingefunde. Ich finde den Anfang immer etwas anstrengend, weil man da so viele Personen kennenlernt – die sind zwar wichtig, um ein Gefühl für die Familienverhältnisse zu bekommen, aber es ist auch etwas anstrengend, wenn man müde und matt ist.

Außerdem habe ich endlich zu „Slam!“ gegriffen. Den Comic habe ich im November geschenkt bekommen und wartete ein wenig auf die richtige Stimmung. Nachdem wir aber gestern beim Roller Derby waren, hatte ich endlich Lust ihn zu lesen. Es ist spannend die Unterschiede zwischen Steilbahn und Flat Track zu sehen (letzteres ist inzwischen deutlich verbreiteter und auch das, was man in Deutschland zu sehen bekommt), aber vor allem dreht sich der Comic um die Freundschaft zwischen zwei Frauen, die sich beim Probelaufen fürs Roller Derby kennenlernen. Die Handlung mochte ich sehr (auch wenn ich auf den Konflikt zwischen den Protagonistinnen hätte verzichten können), die Charakterentwicklung auch und ebenso die Zeichnungen. Im September gibt es den nächsten Band, der jetzt schon auf meiner Wunschliste steht. 😉

Update 21:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich weiter in „Der Hexenladen“ gelesen und genieße das erneute Entdecken der Geschichte sehr – irgendwie ist es doch nett, wenn man bestimmte Entwicklungen schon im Hinterkopf hat und deswegen die Hinweise in den früheren Kapiteln ganz anders einordnen kann. Nach dem Abendessen (Curry mit Süßkartoffeln und Erbsen – sehr lecker!) habe ich wieder eine Runde Animal Crossing gespielt – heute hat es im Spiel geregnet, dummerweise muss ich in dieser Version trotzdem meine Blumen gießen, damit sie nicht vertrocknen. 😉

Ein weiteres Update wird es nicht geben, aber abgesehen davon, dass ich noch die letzten Seiten in meinem Roman lesen werde, wird hier eh nichts mehr passieren.

Lese-Sonntag im Februar

Mein heutiger Lese-Sonntag startet nicht nur etwas spät, sondern auch ziemlich verschlafen. Irgendwie komme ich heute so gar nicht in den Tritt oder wie mein Mann gerade liebevoll anmerkte „Nur gut, dass beim Lese-Sonntag keine Fotos von den Teilnehmern veröffentlicht werden.“. Ein kleines bisschen könnte es damit zusammenhängen, dass ich gestern nur noch ein Kapitel lesen wollte, nachdem mein Mann schon ins Bett gegangen war, und aus dem Kapitel wurde dann zwei Uhr morgens. Der Roman, der mich so lange wachgehalten hat, ist „Dangerously Charming“ von Deborah Blake und der Auftakt einer Reihe, die sich um die „Rider“ dreht. Die „Rider“ sind in den Baba-Yaga-Romanen der Autorin drei unsterbliche Brüder, die den Baba Yagas auf der ganzen Welt zur Seite stehen, wenn sie Hilfe benötigen. Es gibt nur wenige romantische (Urban-)Fantasy-Geschichten, die ich noch ertrage, aber die Bücher von Deborah Blake mag ich wirklich, weil die Charaktere gut angelegt sind und die Autorin ein Händchen dafür hat (russische) Legenden in die aktuelle Zeit zu verlegen und unterhaltsame Handlungen drumherum zu basteln.

Soweit erst einmal mein heutiges „Lebenszeichen“ – später mehr über meinen heutigen Lesetag. 🙂

Update 13:45 Uhr

Nachdem mein Mann gerade einen besonders unnetten Vergleich in den Raum warf, trau ich mich kaum mein Frühstücksfoto zu posten. Aber nun gut, Porridge ist nicht gerade das ästhetischte Essen, da helfen die Himbeeren auch nicht … Seit meinem „morgendlichen“ Lebenszeichen habe ich viel Zeit mit Wachwerden (und dabei den Feedreader leeren) verbracht, etwas im Haushalt gewuselt und sogar das Frühstücken auf die Reihe bekommen – dabei habe ich sogar zum Buch greifen können. Ich mag die Geschichte wirklich und mir liegt der Humor der Autorin, was für mich ja immer ein vollkommen ausreichender Auslgeich ist, wenn die Handlung an sich etwas schlichter ist. Zur Zeit sind die beiden Protagonisten im „Feenland“ (Otherworld) unterwegs und interessanterweise hat der unterschiedliche Verlauf der Zeit zwischen Menschen- und Feenwelt auch spürbare Auswirkungen auf Jennas Schwangerschaft. Was bedeutet, dass sie nur umso dringender den Fluch loswerden muss, damit ihre noch ungeborene Tochter nicht in die Hände der Fee fällt. Die Fee hingegen setzt natürlich alle Mittel in Bewegung, um nicht den Wortlaut, aber den Sinn der sie begrenzenden Vereinbarung zu brechen – wie es sich eben für eine Fee gehört. Alles nicht sehr dramatisch, sondern nett und amüsant und mit hübschen Details. Die letzten 50 Seiten werde ich aber erst später lesen können, denn jetzt geht es unter die Dusche und danach bin ich mit meinem Mann für eine Runde „Gloomhaven“ verabredet.

Oh, und da heute so schön viel Leute mitlesen, gibt es am Ende des Beitrags mal wieder eine Liste. 🙂

Update 18:00 Uhr

Uff, das war eine überraschend anstrengende Gloomhaven-Runde, obwohl die Ausgangssituation relativ harmlos aussah. Aber wir haben nach längerer Zeit mal wieder die Charaktere eingesetzt, mit denen wir das Spiel angefangen hatten, und gerade bei meinem Mann hat das zu einem ziemlich hohen Kartenverbrauch geführt, so dass er bei meinem letzten Zug schon handlungsunfähig war. (Was ich ehrlich gesagt ziemlich lustig finde, weil er sonst immer deutlich überlegter und strategischer spielt als ich.) Außerdem hatten wir ziemliches „Würfelpech“, so dass die richtig großen Angriffe auf die gefährlicheren Gegner regelmäßig scheiterten. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht und am Ende habe ich mit meinem letzten möglichen Zug den „Elite-Feuerdrachen“ beseitigt, so dass wir nun eine frisch aufgetauchte Insel auf unserer Landkarte entdecken konnten. Die Insel erforschen wir dann am kommenden Wochenende – der braucht dringend einen neuen Level, nachdem die heutige Runde ihm nur 24 der dafür noch fehlenden 25 Erfahrungspunkte gebracht haben. *g*

Da wir beide gerade relativ unmotiviert sind, was das Kochen angeht, haben wir eben noch spontan beschlossen, dass mein Mann heute Tiefkühl-Pizza in den Ofen werfen wird, während ich mich nun mit Laptop und Buch auf dem Sofa einrolle. Es wird nicht nur Zeit zu schauen, wie es den anderen heute Nachmittag ergangen ist, ich muss auch rausfinden, wie Jenna am Ende den Fluch brechen kann. (Nicht, dass ich nicht schon einen Verdacht hätte …) 😉

Update 21:45 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich „Dangerously Charming“ beendet (und gleich die Leseprobe zur Fortsetzung hinterhergeschoben). Der Roman war nett, unterhaltsam und hat mir wunderbar entspannte Stunden beschert. Ich mochte die Charaktere, die diversen kleinen Details rund um die Otherworld und den Humor in der Geschichte. Ich muss aber auch zugeben, dass ich für diese Art von Liebesgeschichte in der richtigen Stimmung sein muss und dass das gerade nun mal der Fall war.

Als ich mein Buch beendet hatte, haben wir zu Netflix gewechselt und „My Next Guest Needs No Introduction“ gesehen. In dieser Sendung unterhält sich David Letterman mit einer bekannten Persönlichkeit über alle möglichen Dinge und ich finde es spannend, einen kleinen Einblick in das Leben und den Charakter dieser Interviewgäste (und ebenso in David Lettermans Leben und Charakter) zu bekommen. Die heutige Folge mit George Clooney bot zwar nicht so viele überraschende (und amüsante) Momente wie die Folge mit Barak Obama, aber es war interessant, spannend und unterhaltsam das Gespräch zwischen den beiden Männern zu verfolgen. Im kommenden Monat wird Malala Yousafzai in der Sendung zu Gast sein – ich bin schon sehr gespannt darauf.

Das hier ist mein letztes Update für heute. Ich werde nur noch eine kleine Blogrunde drehen, um zu schauen wie die anderen so den Abend verbracht haben, und dann meine Nase in „Das grauenvolle Grab“ von Jonathan Strout stecken. Nachdem ich in der vergangenen Woche den vierten Band der Lockwood-Romane gelesen habe, habe ich wunderbar zeitnah auch den Abschlussband der Reihe aus der Bibliothek ausleihen können und bin nun gespannt, wie die Geschichte von Lucy, Lockwood und den anderen Mitarbeiter der Agentur ausgehen wird.

Es war schön heute in so großer Gruppe den Lese-Sonntag zu verbringen, ich hoffe, ihr hattet ebenfalls einen angenehmen und entspannten Tag! Habt einen schönen Start in die Woche!

Heutige Mitleser:

Natira
Kiya
Sayuri
Helma
Neyasha

Lese-Sonntag im Januar

Heute ist wieder der dritte Sonntag im Monat und somit Lesetag! Ich hoffe, dass es für mich mit dem Lesen heute klappt, nachdem ich in den vergangenen Tagen mit Entscheidungsproblemen zu kämpfen hatte. Es gab in den vergangenen Wochen so viele schöne neue Bücher für mich, dass ich regelmäßig vor den Buchstapeln stand und am Liebsten alle Titel gleichzeitig angefangen hätte. Statt mich für eines der Bücher zu entscheiden, habe ich dann lieber zu den Bibliothekstiteln gegriffen – deren Rückgabe wurde nach den langen Weihnachtsferien eh fällig. Nur „Mister Aufziehvogel“ habe ich mal wieder nicht geschafft … Murakamis Bücher bekomme ich wohl wirklich nur beendet, wenn ich mich auf die Sachbücher beschränke. 😉

Ich beginne heute morgen mal mit „The Wolves of Willoughby Chase“ von Joan Aiken. Davon habe ich gestern zumindest die Einleitung gelesen, in der Lizzy Aiken darüber schrieb, wie und warum ihre Mutter die Geschichte zehn Jahre unterbrechen musste, bevor sie sie endlich beenden konnte. Der Folgeband war vor sehr vielen Jahren das erste Buch von Joan Aiken, das ich gelesen habe, und die Figur des Simon hat allein schon deshalb einen besonderen Platz in meinem Herzen. Mal schauen, wie mir diese Geschichte gefällt, in der Simon „nur“ eine Nebenrolle innehält (wenn ich recht informiert bin).

Update 12:00 Uhr

Bislang bin ich mit „The Wolves of Willoughby Chase“ sehr zufrieden. Ich mag Bonnie und Sylvia und ich verspüre angemessenen Abscheu für die neue Gouvernante Miss Slighcarp. Joan Aiken erzählt hier eine sehr klassische Geschichte inklusive Waisenkind, das von der Familie der reichen liebevollen Cousine aufgenommen wird, und bei der man schon weiß, dass spätestens in dem Moment alles mögliche Schreckliche passieren wird, sobald die Eltern des reichen Mädchens das Land verlassen. Bislang ist alles sehr britisch und wunderbar atmosphärisch mit den rundherum im Schnee drohenden Wölfen, die die größte Gefahr in diesem Land darzustellen scheinen und die sogar den Zugverkehr beeinflussen, da man sich nie sicher sein kann, dass sie nicht einen Zug stoppen und in ihn eindringen oder bei einem Halt die aussteigenden Passagiere überfallen.

 

Obwohl mir der Roman gerade so gut gefällt, habe ich trotzdem noch zwei weitere Bücher in Reichweite gelegt. Vermutlich bleibe ich bei meinem Kinderbuch, aber wenn mich die Lust auf ein anderes Genre überkommt, kann ich später eine Geschichte aus „Dark Cities“ lesen oder mit „The Murder at the Vicarage“ anfangen. Ein bisschen hängt das auch davon ab, was für eine Atmosphäre durch die Musik entsteht, die mein Mann momentan über Kopfhörer hört. Obwohl er mich nicht beim Lesen stören will, bekomme ich doch noch recht viel davon mit. *g*

Update 16:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich „The Wolves of Willoughby Chase“ beendet und die Geschichte bis zum Ende sehr genossen. Kiya hat zwar recht damit, dass in dem Buch nicht so viel mehr passiert als schon im Klappentext angekündigt, aber da ich den Klappentext nicht mehr so präsent hatte und Joan Aikens Erzählweise genossen habe, passt das gut für mich. Insgesamt war das – trotz all der dramatischen Ereignisse, die Bonnie und Sylvia zugestoßen sind, – wirklich eine Wohlfühlgeschichte und ich habe mich über das Wiedersehen mit Simon sehr gefreut.

 

Außerdem haben wir eine Runde „Tao Long“ gespielt. Das Spiel entspricht eigentlich nicht unserem Beuteschema, da es auf eine Weise strategisch gespielt werden muss, die uns nicht so liegt. Aber da ein Kollege von meinem Mann zwei Exemplare von dem Spiel geliefert bekam und es wirklich hübsch ist, hat mein Mann es ihm für den halben Preis abgenommen. Bei „Tao Long“ jagen sich zwei Drachen über ein Spielbrett voller Hindernisse und Portale (es gibt verschiedene Anordnungen für die Spielrunden) und der Drache, der am Ende alle seine Gliedmaßen verloren hat, muss leider aufgeben. Da mein armer Dilong am Ende nur noch aus einem Kopf bestand, konnte der weiße Tianlong am Ende triumphieren. (So ein 6er-Angriff ist aber auch etwas fieses, wenn man doch eigentlich kurz vor dem Sieg steht. 😉 )

Update 20:00 Uhr

 

Zu meinen Nachmittagskeksen (liebevoll serviert von meinem Mann Oo) habe ich das Vorwort von „Dark Cities“ gelesen und dann beschlossen, dass heute nicht der richtige Tag für mich ist, um Horrorgeschichten, die in Großstädten spielen, zu lesen. Also ging es mit „The Mureder at the Vicarage“ von Agatha Christie weiter, was perfekt für einen gemütlichen Nachmittag passte. Sehr weit bin ich nicht gekommen, bislang wurden gerade mal alle Personen vorgestellt und man bekommt eine Ahnung von ihren Beziehungen zueinander. Aber für mich passt die vertraute Geschichte heute perfekt und ich finde es schön sie mal im Original zu lesen. Als mir dann die Augen beim Lesen zufielen, habe ich mir eine Stunde Sofaschlaf gegönnt und bin danach in die Küche, um das heutige Abendessen vorzubereiten. Da das Essen eine Weile im Ofen benötigt, reichte die Zeit noch für dieses Update und eine kleine Blogrunde bei den anderen. Zum Essen gibt es bei uns gleich vermutlich die „Inspector Barnaby“-Folge der vergangenen Woche – womit ich immerhin das Thema „britische Gemütlichkeit“ für den gesamten Tag fast durchgehend durchgezogen hätte. 😉

Update 23:00 Uhr 

 

Wie schon angekündigt gab es zum Essen den Barnaby der vergangenen Woche und da der Film länger lief als wir zum Essen benötigen, habe ich danach meine neue Nachbarin Monika besucht – so viel Aufmerksamkeit brauchen die Ermittlungen in Midsomer dann doch nicht. 😉

 

Danach habe ich meine Aufmerksamkeit wieder den Ereignissen in St. Mary Mead zugewandt und mich wie immer über Inspector Slack geärgert, der einfach nicht zuhört, wenn man ihm etwas über Uhren erzählen will. Ich mag Agatha Christies Erzählweise und ihre Figuren einfach. 🙂 So langsam wird es trotzdem Zeit ins Bett zu gehen. Ich wünsche euch allen einen guten Start in die Woche!

Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen: 3. Advent und Lesesonntag im Dezember

Heute ist der dritte Sonntag im Dezember und somit ist es wieder Zeit für den regelmäßigen Lesesonntag und außerdem ist da natürlich noch das Arianas Adventslesen. Die vergangene Woche war wieder recht trubelig, aber ich habe es geschafft nicht nur die letzten Weihnachtsgeschenke (Pralinen) anzufertigen und alle Weihnachtskarten zu schreiben, sondern auch alles zeitnah zur Post zu bringen! (Allerdings liegen die Pakete, wenn ich der Sendungsverfolgung glauben darf, seit der Abgabe in der Postfiliale und bewegen sich nicht weiter, was wirklich ärgerlich ist, weil ich eigentlich früh genug für den heutigen Geburtstag eines Familienmitglieds war.) Ansonsten kam in den vergangenen Tagen die erste Weihnachtskarte des Jahres bei uns an und ich habe viel auf angekündigte Paketboten gewartet, die dann doch nicht kamen. Mal schauen, wie sich das so vor Weihnachten noch entwickelt.

In der kommenden Woche werde ich vermutlich noch eine Runde Pralinen gießen (dieses Mal aber nicht zum Verschenken), ein paar Kekse backen und weiter mit den Buchkartons beschäftigt sein. Außerdem hat mein Mann ab Donnerstag Urlaub und wenn das Wetter nicht zu schlimm ist, dann werden wir in die Stadt fahren, ein paar Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt essen und in ein Lieblingscafé gehen.

Heute werde ich meine Nase in ein „märchenhaftes“ Kinderbuch stecken, denn Märchen gehören für mich definitiv in die Weihnachtszeit und wenn die Handlung dann noch auf der Geschichte der „Schneekönigin“ basiert, dann passt es für mich noch besser. „Ophelia and the Marvelous Boy“ von Karen Foxlee ist mir bei Twitter untergekommen (so langsam denke ich, ich sollte den Account von Stephanie Burgis nicht länger verfolgen, denn darüber stolpere ich über viel zu viele interessante Bücher) und die Leseprobe hatte mir dann so gut gefallen, dass ich den Roman auf meine Geburtstagswunschliste gepackt hatte. Die Geschichte beginnt damit, dass die elfjährige Ophelia Jane Worthington-Whittard gemeinsam mit ihrem Vater und ihrer älteren Schwester in eine Stadt reist, in der immer Schnee liegt. In dieser geheimnisvollen Stadt soll ihr Vater, der Experte für alte Schwerter ist, für ein ungewöhnliches Museum arbeiten – und als Ophelia dieses Museum erkundet, stolpert sie über einen Raum, in dem seit langer Zeit ein Junge eingesperrt ist, der jemanden sucht, der gemeinsam mit ihm die Schneekönigin zu besiegt. Wie gesagt, ich mochte die Leseprobe sehr und bin nun gespannt, wie es mit Ophelia und dem wunderbarem Jungen weitergeht und werde jetzt erst einmal meine Nase in das Buch stecken. Später gibt es weitere Updates – bis dahin wünsche ich euch einen schönen Start in den Tag!

Update 14:30 Uhr

Nachdem ich mich heute morgen erst einmal vom Feedreader habe ablenken lassen (und mich sehr geärgert habe, weil der neuen Blog einer Bloggerin von diesem nicht erkannt wurde und auch die Postbenachrichtung per Mail über WordPress nicht klappen wollte), habe ich inzwischen ungefähr 1/3 von „Ophelia and the Marvelous Boy“ gelesen. Ich mag die Protagonistin sehr gern und ich mag den Ton, in dem diese Geschichte erzählt wurde. Auf der einen Seite bekommt man Ophelias Sicht auf die Ereignisse mit, auf der anderen Seite erzählt der namenlose Junge Ophelia seine Geschichte, um diese dazu zu bewegen, dass sie ihm hilft. Denn so einfach ist es nicht Ophelia dazu zu bringen dem geheimnisvollen Jungen beizustehen. Sie ist eine sehr vernünftige Elfjährige, die sich lieber auf Wissenschaft stützt als an etwas so Unbelegbares wie Magie zu glauben. Aber sie ist auch hilfsbereit und neugierig und erledigt genau deshalb all die seltsamen Aufgaben, die ihr der Junge aufträgt. Ich verfolge ihre Streifzüge durchs Museum sehr gern und freu mich über all die Abenteuer, die sie dabei erlebt. Ein bisschen habe ich auch Angst um Ophelias große Schwester. auch wenn ich mir sicher bin, dass alles bis zum Weihnachtstag – die Geschichte spielt in den drei Tagen vor Weihnachten – doch noch irgendwie gut ausgehen wird.

Obwohl ich jetzt gern weiterlesen würde, mache ich erst einmal eine Lesepause, um mit meinem Mann Gloomhaven zu spielen. Christie ist zwar nicht gerade erfreut darüber, dass ich nicht langer wärmender Ruheplatz zur Verfügung stehe, aber die paar Stunden bis ich die Füße wieder hochlege, wird sie wohl durchhalten. 😉



Update 18:30 Uhr

Den Nachmittag haben wir dann wieder mit Gloomhaven verbracht und uns zum zweiten Mal an der Mission versucht, an der wir vor zwei Wochen gescheitert waren. Dieses Mal klappte es ganz gut, obwohl wir im ersten von vier Räumen schon dachten, dass wir keine Hoffnung mehr auf einen Sieg hätten.

Meine Magierin hat sich in dieser Runde gut geschlagen. Ich bin gespannt, ob ich nun den Dreh raushabe. Es macht sich schon bemerkbar, dass die Magierin deutlich weniger Karten (und somit Spielzüge am Stück) hat, als die anderen Charaktere. Aber wenn sie dran ist und ihren Zug wie geplant machen kann, dann ist sie doch überraschend erfolgreich. Für meinen Mann hingegen war das heute etwas frustrierender, weil seine Pläne von mir ständig über den Haufen geworfen wurden, wenn ich Gegner beseitigte, die er sich eigentlich vorgenommen hatte. Dass man sich bei Gloomhaven nicht absprechen darf, macht sich halt schon bemerkbar.

Nachdem wir durch den Sieg über die Kultisten zwei weitere Ziele freigeschaltet haben, füllt sich unsere Landkarte schon sichtbar. Und so langsam wird es schwierig die nächsten Missionen zu planen, weil die Entscheidung für ein Ziel regelmäßig bedeutet, dass man einen weiteren Ort nicht mehr erkunden kann, weil die Handlung das dann nicht mehr hergibt. (Wobei wir nach dem Ende der Geschichte die verpassten Missionen bestimmt nachholen werden. 😉 )

Jetzt werden erst mal wieder die Füße aufgewärmt, Tee und Kekse genossen und ein paar „Blümchen gegossen“, bevor ich später Abendessen kochen muss.

Update 22:00 Uhr

Bis zum Kochen (Brokkolisuppe mit gesalzener Sahne und Mandelblättchen) hatte ich noch etwas gelesen, vermutlich werde ich morgen „Ophelia and the Marvelous Boy“ beenden und ich bin jetzt schon gespannt darauf, wie die Geschichte ausgeht. Da mein Mann – während ich in der Küche war – entdeckte, dass heute die 1974er Verfilmung von „Mord im Orientexpress“, haben wir die vergangenen 1 1/2 Stunden mit dem Film verbracht. Bis zum Schlafengehen werde ich vermutlich mit dem DS spielen, weshalb dies mein letztes Update für heute ist.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und hoffe, dass die wenigen Tage bis Weihnachten für euch nicht zu stressig und hektisch werden!

Lese-Sonntag im September

Nachdem ich gestern wieder viel zu spät ins Bett gegangen bin und in der Nacht – wie eigentlich immer in der vergangenen Woche – mit sehr seltsamen Träumen beschäftigt war, lasse ich den heutigen Lesetag langsam angehen. Was bedeutet, dass ich hier erst einmal ein Lebenszeichen hinterlasse, um zu signalisieren, dass ich heute wieder dabei bin, und mich dann unter einer Decke auf dem Sofa einrolle und die Nase in „Death Rites“ von Tanya Huff stecke.

„Death Rites“ habe ich gestern schon angefangen, es ist eine von drei Kurzgeschichten aus der „Three Quarters“-Sammlung und die Geschichte erzählt von einem Auftrag, den die beiden Assassinen Vree und Bannon erfüllten, bevor die Handlung in „Fifth Quarter“ überhaupt anfängt. Ich finde es etwas schade, dass das nun die letzten Geschichten rund um die Quarters-Romane sind, die ich noch nicht kenne, aber ich lese Tanya Huff zu gern, als dass ich mir die Anthologie noch aufheben wollen würde. 😉

Update 12:30 Uhr

„Death Rites“ war jetzt keine so besondere Geschichte, aber es war nett Vree und Bannon mal wieder unbelastet von den Ereignissen aus „Fifth Quarter“ zu sehen und ich mag diesen kleinen bösen Touch, den Tanya Huffs Assassinen-Geschichten haben. Ansonsten habe ich den Vormittag mit Wachwerden, Duschen, „Animal Crossing“-Spielen, „Trudes Tier“ (ich liebe diese Filmchen!) und dem Füttern von Christie verbracht. Außerdem habe ich lauter Dinge herangeschleppt, auf die ich heute Lust habe und die nun den Wohnzimmertisch füllen, ohne dass ich weiß, was ich davon als nächstes tun werde.

Es ist irgendwie gerade ganz schrecklich mit mir, ich will so viel auf einmal tun, dass die Entscheidung, was ich nun wirklich mache, immer ziemlich lange dauert. Aber nachdem ich mich gerade wieder mit Agatha-Christie-Ausgaben beschäftigt habe (nachdem mir Kiya einen ziemlichen Schreck eingejagt hat, weil sie meinte, dass die alten – schönen! – englischen Christie-Ausgaben durch eine neue Auflage mit weniger hübschen Cover ersetzt wird), werde ich vermutlich als erstes meine Nase in „The Witness for the Prosecution and Other Stories“ stecken. Das Buch gehört zu einem Stapel von Leihgaben von Natira und ich wollte mich da sowieso endlich mal durcharbeiten.

Ich hoffe nur, dass meine Lektüre nicht davon unterbrochen wird, dass die gerade wild rumtobende Christie vom Regal fällt. Bei ihrem Überschwang ist gerade alles möglich. *g*

Update 16:30 Uhr

In den letzten Stunden habe ich die ersten drei Geschichten aus „The Witness for the Prosecution and Other Stories“ von Agatha Christie gelesen. Ich muss gestehen, dass ich bei „The Witness for the Prosecution“ doch immer auch die Verfilmung von Billy Wilder mit Marlene Dietrich im Hinterkopf habe und deshalb jedes Mal über Agatha Christies Beschreibung dieser Figur stolpere, dabei kannte ich die Kurzgeschichte, bevor ich den Film sah, was normalerweise dazu führt, dass ich mich nur über Unstimmigkeiten bei der Besetzung ärgere, statt dass der Filmcharakter meine Vorstellung vom Buchcharakter überschreibt. Aber Marlene Dietrich war ja auch eine eindrucksvolle Schauspielerin.

„The Red Signal“ und „The Fourth Man“ finde ich beide immer nett zu lesen, aber beide Geschichten sind jetzt nicht so herausragend, dass ich mir ihre Handlung lange merken kann. Ich sitze beim Lesen nur immer da und denke „Wie war das noch?“ und „Ach ja, das war der Knackpunkt und die Geschichte löst sich auf diese Weise auf.“ und dann blättere ich zur nächsten Geschichte. Wobei ich dieses Mal dann doch nicht weitergeblättert habe, sondern das Buch aus der Hand legte und ein Stündchen geschlafen habe. Ich war einfach zu müde, um weiter zu lesen, und habe mich stattdessen der Müdigkeit und Christie, die einen warmen Ruheplatz suchte, ergeben.

Inzwischen fühle ich mich wieder einigermaßen wach, habe eine Kommentarrunde gedreht und wechsel jetzt (schon wieder) das Buch. Ich habe zur Zeit so große Lust mal wieder ein paar Bände einer Reihe am Stück zu lesen und irgendwie klingt auch High Fantasy gerade verlockend, so dass ich jetzt zum zweiten Band der „Codex Alera“-Romane von Jim Butcher greifen werde. „Im Schatten des Fürsten“ habe ich vor einem Jahr schon mal gelesen, hatte dann aber nicht weitergelesen, weil mir noch der fünfte und sechste Teil der Reihe fehlten und ich damals schon darauf gehoffte hatte, ich könnte die folgenden Bände am Stück lesen. Mal schauen, ob es bei diesem Anlauf mit dem Lesen von Band zwei bis sechs klappt oder ob ich irgendwann noch einen Versuch starte und mir dann wirklich die gesamte Reihe (inklusive Teil eins) vornehmen werde.

Update 19:45 Uhr

Hach, ich finde es schön wieder in die Codex-Alera-Welt zurückzukehren. Mit etwas Glück kann ich mir in der kommenden Wochen abends regelmäßig Zeit für die Bücher freischaufeln, dann dürften die fünf Romane nicht allzu viel Zeit brauchen. *g* Dummerweise wurde es dann langsam Zeit das Abendessen vorzubereiten, also habe ich zu „Pint of Murder“ von Alisa Craig (Charlotte MacLeod) gegriffen, während ich Gemüse geschnippelt habe. Diesen Band der „Janet and Madoc Rhys“-Romane habe ich vor vielen Jahren auf Deutsch gelesen und hätte den Band und die weiteren vier Teile der Reihe gern auf Englisch gehabt, aber da sie schon so lange vergriffen sind, habe ich mir jetzt endlich mal die Hörbücher geholt. 

Ich mag die Geschichte, die aus Janets Perspektive erzählt wird und damit beginnt, dass Janets Nachbarin an einer Vergiftung stirbt, die anscheinend durch ihre nicht sachgemäß eingemachten grünen Bohnen verursacht wurde. Doch so natürlich war der Tod der alten Dame kein Unfall und nachdem Janet auch noch über ihren toten Hausarzt stolpert, wird es Zeit die Mounties zu rufen. Und weil ich die Geschichte so sehr genieße, hat mein Mann dann das Kochen der vorbereiteten Suppe übernommen, während ich mich mit dem Hörbuch und meinen Strickzeug wieder auf dem Sofa eingerollt habe. Jetzt flitze ich noch kurz zu den anderen und schaue, wie es ihnen bislang ergangen ist und spätestens vor dem Schlafengehen gibt es hier noch ein Update, um den Lesetag zum Ende zu bringen.

Update 00:00 Uhr

Nach dem Abendessen habe ich noch etwas weitergelesen und dann (nachdem mein Mann den Fernseher angeworfen hat) mir die Zeit mit der aktuellen Demo des neusten „Etrian Odyssey“-3DS-Spiels vertrieben. Wie so oft ist mir dabei nicht aufgefallen wie spät es schon wieder ist, also wird es jetzt – nachdem ich meine abschließende Kommentarrunde schon gedreht habe – wirklich Zeit ins Bett zu hüpfen. Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche!

Lese-Sonntag im August

Da mein Mann seinen letzten Urlaubstag mit Musik und Comics verbringen will, passt es ganz gut, dass heute wieder der dritte Sonntag im Monat und somit ein Lesetag ist. In den letzten drei Wochen habe ich selten Zeit gehabt, um mal etwas länger am Stück zu lesen, was sich auch deutlich in den gelesenen Titeln niedergeschlagen hat. Da am Dienstag wieder Besuch eintrifft, will ich kein neues Buch anfangen, das ich nicht auch heute beenden kann. Was bedeutet, dass es sich anbieten würde, wenn ich zu einem der schon im Juli angelesenen Bücher greifen würde – aber ehrlich gesagt reizen mich diese Titel gerade nicht so sehr. Ich werde einfach in den Tag starten, indem ich so lange in die auf dem Tisch gestapelten Romane reinschnuppere, bis mich eine Geschichte packt.

Das erst einmal als erstes Lebenszeichen von mir zum Lesetag. Der Beitrag wird wie immer im Laufe des Tages ergänzt – ich bin gespannt, wie viele heute noch den Tag entspannt mit Büchern verbringen werden.

Update 10:30 Uhr

Ich bin heute morgen bei „Some Kind of Happiness“ von Claire Legrand hängengeblieben. Die Autorin kenne ich noch nicht, ich fand aber den Klappentext dieses Romans so reizvoll, dass ich ihn unbedingt haben wollte. Protagonistin ist die elfjährige Finley Hart, die den Sommer bei ihren Großeltern verbringen soll, weil ihre Eltern „Probleme haben“. Dummerweise ist sie ihren Großeltern vorher noch nie begegnet, ebensowenig wie all den anderen Verwandten, die den Sommer über ihre Zeit bei den Großeltern verbringen, so dass das Ganze für Finley ziemlich beängstigend ist.

Finley mag ihre Bücher lieber als Menschen, sie fühlt sich in der fremden Umgebung nicht wohl und sie hat Angst, dass jemand ein Blick in ihr Notizbuch wirft, in dem sie all die Geschichten, die sich rund um den magischen Wald „Everwood“ drehen, aufgeschrieben hat. Und während Finley mit all den unguten Gefühlen kämpft, die mit diesem Sommer für sie verbunden sind, wartet der Everwood auf ein entscheidendes Ereignis – das ihn retten oder vernichten kann.

Bislang mag ich die Schreibweise von Claire Legrand sehr gern. Finley ist eine gute Beobachterin und beschreibt sich und ihre Umgebung mit Sätzen, die ich stellenweise als erschreckend stimmig empfinde, gerade dann wenn es um ihr Gefühlsleben geht. Es ist von Anfang an klar, dass Finley Probleme hat, die nicht nur darauf zurückzuführen sind, dass sie den Sommer bei ihr unbekannten Verwandten in einer ebenfalls unbekannten Umgebung verbringen muss, während die Eltern vermutlich darüber nachdenken, ob sie sich scheiden lassen oder nicht. Ebenso zeigt sich von der ersten Seite an, dass Finley alles versucht, damit ihre Umgebung (inklusive ihrer Eltern) nicht mitbekommt, was mit ihr los ist.

Bevor ich weiterlese, wird es Zeit für Frühstück. So langsam habe ich wirklich Hunger!

Update 13:15 Uhr

Heute habe ich beim Frühstück (u.a. mit einem sehr leckeren selbstgebackenen halben Zwiebel-Bier-Bagel) weitergelesen. Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch immer wieder innehalten muss, weil ich Finleys Gefühle stellenweise wirklich bedrückend finde. Es gibt in dieser Geschichte viele schöne Szenen, wenn sie sich in ihrer Geschichte rund um den Everwood verliert (Passagen davon gibt es zu Beginn eines jeden Kapitels) oder ihren Cousin und ihre Cousinen besser kennenlernt. Aber es gibt eben auch die Momente, in denen sie niemandem erzählen kann, dass es Tage gibt, an denen sie kaum aufstehen und sich die Zähne putzen kann, an denen sie innerlich (um Hilfe) schreit und ihr doch die Worte fehlen, um jemandem zu erzählen, wie sie sich fühlt, an denen sie so erfüllt von Angst ist, dass sie kaum noch atmen kann. Das berührt mich sehr, gerade weil die Autorin es so stimmig darstellt, aber es ist halt auch nicht einfach zu lesen.

Update 16:30 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich etwas im Internet gesurft und ein wenig mit Christie geschmust, die in den letzten zwei Wochen – dank ihrer Ohrenentzündung – verhältnismäßig abweisend war. Es macht halt keinen Spaß zu Schmusen, wenn man jederzeit befürchten muss, dass dieser schreckliche Mensch gleich wieder in oder an den Ohren rumprokelt.

Zitrone-Melisse-Fruchtaufstrich – unglaublich lecker!

Ansonsten habe ich relativ konzentriert gelesen. Inzwischen ist wirklich nicht mehr zu übersehen, dass Finley nicht die einzige Person in ihrer Familie ist, die ein Problem hat. Wobei niemand über all die Familiengeheimnisse reden will. Niemand erzählt Finley, warum sie nicht mit den Bailey-Kindern von nebenan spielen darf, warum ihr Vater und seine Mutter seit vielen Jahren nicht mehr miteinander geredet haben und natürlich reden ihre Eltern nicht offen mit Finley darüber, was in ihrer Ehe eigentlich los ist. Das alles führt dazu, dass Finley – der es ja eh schon nicht so gut geht – ständig um Geheimnisse herumschleichen muss und das Gefühl hat, sie wüsste nicht, wie sie sich angemessen verhält, um niemanden gegen sich aufzubringen. Ich muss gestehen, dass ich sehr mit Finley mitleide, wobei es weiterhin wunderschöne Szenen gibt, in denen Finley mit den anderen Kindern Sommerferien-Abenteuer im Wald hinter dem Haus und in dem mit dem Großvater gebautem Baumhaus erlebt. Trotzdem geht es ihr nicht gut, was sich natürlich auch im Everwood niederschlägt …

Da mein Mann jetzt eine Runde mit der Playstation spielen will, muss ich schauen, ob ich weiterhin so intensiv lesen kann oder ob ich erst einmal „Blümchen gieße“.

Update 20:00 Uhr

„Some Kind of Happiness“ wurde zum Ende immer eindringlicher und weil ich den Roman gern noch etwas nachklingen lassen möchte, werde ich zu keinem weiteren Buch mehr greifen.

Nach dem Kochen (mein armer Mann musste sich heute trotz knurrendem Magen gedulden, bis ich meinen Roman beendet hatte) beantworte ich Kommentare und flitze ich bei euch vorbei und schaue, wie es bei euch den Nachmittag über lief. Ansonsten erkläre ich den heutigen Lesetag für mich beendet – es war wieder schön mit euch und ich freu mich schon auf den Lesesonntag im September!

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Heutige Mitleser:

Kiya
Natira
Sayuri

Lese-Sonntag im Juli

Es ist der 3. Sonntag im Juli und somit mal wieder Zeit für einen Lesetag. Genau genommen fühlt es sich für mich noch wie Samstag an, aber es ist nach Mitternacht und ich bleibe vermutlich noch eine Weile wach, um auf meinen Mann zu warten, der heute wieder einen Brettspieltag mit Kollegen hatte. Und da ich jetzt eh zum Buch greife, kann ich auch schon den Beitrag zum Lesetag anfangen. 😉 Es wird hier also im Laufe des Sonntags weitere Updates geben und wenn sich mir noch weitere Leute anschließen, verlinke ich sie am Ende dieses Posts.

Am Mittwoch hatte ich Fotos mit den Bücher gezeigt, die ich zu dem Zeitpunkt angefangen hatte. Inzwischen habe ich „Murder, Honey“ von Vinnie Hansen ausgelesen (bzw. die zweite Hälfte quergelesen) und „Woodwalkers 1 – Carags Verwandlung“ beendet (Rezi gibt es am Montag). Oh, und ich habe endlich wieder Hörbücher gehört – das erste Mal seit November letzten Jahres! Außerdem versuche ich jeden Tag eine Kurzgeschichte aus „Chicks Kick Butt“ zu lesen. Aktuell hänge ich bei „Monsters“ von Lilith Saintcrow. Ich habe das Gefühl, dass die Autorin die Geschichte in einer Welt spielen lässt, die ihren Lesern schon bekannt ist. Da ich aber diese Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten nicht kenne, kann ich auf den ersten Seiten nur raten, dass die Protagonistin und die Leute, mit denen sie sich trifft, Vampire sind – und auf dieses „in der Luft hängen“ zu Beginn einer Kurzgeschichte hatte ich am Samstagmorgen beim Frühstück keine Lust. Bevor ich also heute beim Frühstück vor dem selben Problem stehe, gebe ich der „Monsters“ jetzt noch einmal eine Chance.

Update 1:40 Uhr

Am Ende war „Monsters“ ganz nett, aber ich glaube immer noch, dass mir Hintergründe fehlen, die dafür gesorgt hätte, dass ich mehr von der Geschichte gehabt hätte. Was ich wirklich schade finde und mich an die vorhergehende Geschichte („Hunt“ von Rachel Vincent) denken lässt, die mich wirklich mitgenommen hat, obwohl ich die Figuren ebenso wenig kannte wie Eleni und Wolf aus „Monsters“.

Und da gerade mein Mann zur Tür hereinkommt, wird es so langsam Zeit ins Bett zu gehen. Mal schauen, wann (und mit welchem Buch) ich nach meinem Nachtschlaf in den Tag starte.

Update 8:30 Uhr

So, da bin ich wieder. Zum Wachwerden starte ich mit einer Geschichte aus „Rise“ von Mira Grant (Seanan McGuire) in den Tag. „Rise“ ist eine Sammlung aller Kurzgeschichten, die die Autorin rund um ihre „Newsflesh“-Serie geschrieben hat. Nachdem ich im vergangenen Monat die ersten drei Teile der Serie gelesen hatte, wurde es Zeit mit dieser Anthologie zu beginnen. „San Diego 2014: The Last Stand of the California Browncoats“ erzählt von Zombies bei der San Diego Comic Con und die Geschichte ist mit gut 100 Seiten nicht gerade kurz. 😉

Update 10:45 Uhr

Hach, Seanan McGuire kann einfach schreiben und die Vorstellung, dass es einen Zombie-Ausbruch in einer Umgebung wie der Comic Con geben könnte, ist sehr, sehr gruselig. So viele Menschen auf so engem Raum – allerdings auch diverse Personen, die mit Waffen rumlaufen, weil das zu ihren Kostümen gehört – und so viele Möglichkeiten für amüsante Momente rund um die ganzen Fan-Gruppen (ein Hoch auf die Klingonen! *g*). Das war wirklich gut! 🙂

So langsam wird es Zeit für mich, mich um mein Frühstück zu kümmern. Parallel dazu werde ich vermutlich erst mal zu einer etwas leichteren Lektüre greifen (und sei es nur, weil mein Mann gerade zum Wachwerden „Bares für Rares“ schaut und mich damit ein bisschen vom Lesen ablenkt). Also werde ich entweder zu der Hellboy-Kurzgeschichte greifen, die mir mein Mann gerade ans Herz gelegt hat, oder zu „Heroine Worship“.



Update 14:00 Uhr

Inzwischen gab es für mich Frühstück und die Hellboy-Kurzgeschichte „Produce“ von Amber Benson, die mein Mann mir heute morgen ans Herz gelegt hat mit den Worten „Die beste Hellboy-Prosa, die ich je gelesen habe!“ Ganz so weit würde ich nicht gehen, aber ich kann verstehen, warum sie ihm so gut gefiel und ich liebe die ungewöhnliche Erzählperspektive, die die Autorin für die Geschichte gewählt hat. Dummerweise kann ich nicht mehr dazu sagen, weil bei der Kürze der Geschichte jede Aussage zum Inhalt wirklich zuviel verraten würde.

Danach habe ich mich ein bisschen online rumgetrieben (und da das Postfach schon wieder diverse Nachrichten anzeigt, werde ich das gleich auch noch weiter machen), etwas im Haushalt rumgewuselt und die Katze gefüttert. Wenn ich die Kommentare im Postfach „abgearbeitet“ habe, wird es wieder Zeit zum Buch zu greifen, und da ich mit meinen Pflichten für heute durch bin, kann ich den Rest des Tages auch dabei bleiben. (Es sei denn, ich werde von meinem Mann abgelenkt, der gerade Demonstrationsschilder für Plastik-Kultisten bastelt. *g*)

Update 17:45 Uhr

Seit dem letzte Update habe ich die Kurzgeschichte „Vampires Prefer Blondes“ von P. N. Elrod (aus „Chicks Kick Butt“ gelesen. Die Geschichte spielt in den 1930er Jahren in den USA und die Protagonistin ist Sängerin in einem Nachtklub – ich mochte ihre Erzählstimme sehr und die Handlung an sich war auch sehr nett, allerdings wäre die Geschichte noch besser, wenn der Teil mit den Vampiren nicht schon im Titel verraten worden wäre. Hätte man das offen gelassen, bis es in der Handlung vorkommt, hätte ich das besser gefunden. Während ich las, hat mein Mann immer wieder Aufmerksamkeit eingefordert, damit ich seine Demo-Schilder begutachte. Ich mag es, wenn mein Mann sich mit solchem Blödsinn beschäftigt. 😀

Den Rest des Nachmittags habe ich mit „Fifth Quarter“ von Tanya Huff verbracht. Der zweite Band der Quarters-Serie spielt in der selben Welt wie „Sing the Four Quarters“, aber zu einer deutlich späteren Zeit und in einem anderen Teil der Welt. Wie schon beim ersten Buch wechselt die Autorin regelmäßig die Perspektive, so dass man als Leser eine Geschichte von verschiedenen Seiten erzählt bekommt. Etwas pikant ist dabei, dass sich durch einen Vorfall zu Beginn der Handlung zwei Geschwister einen Körper teilen müssen und der Bruder die ganze Zeit seine Schwester auffordert die Person zu verführen, die seinen Körper in Besitz genommen hat. Er argumentiert damit, dass es ja nur sein Körper ist und nicht er selbst, während diese Tatsache für seine Schwester vollkommen ausreicht, um schon Probleme mit den Gedanken an Sex zu haben. Bevor ihr jetzt denkt, es dreht sich alles nur um das Liebesleben der Protagonisten: Die Handlung – von der ich bislang ungefähr ein Drittel kenne – dreht sich um den Missbrauch von Macht, um die Folgen, die eine Art Unsterblichkeit mit sich bringen kann, um die verzweifelte Suche nach dem Grund für dem Tod von vielen Babys und viele andere Dinge. Ich mag diese Mischung aus Szenen, bei denen ich traurig oder bedrückt vor den Sätzen sitzt, und Momenten, die mich zum Schmunzeln bringen. Wenn ich richtig informiert bin, dann wird die Handlung aus „Fifth Quarter“ im nächsten Teil der Serie fortgesetzt. Ich hoffe nur, dass es am Ende keinen Cliffhanger gibt, denn dann müsste ich wohl in den nächsten Tagen meinen Buchetat für August anbrechen. 😉

Bis zum Abendessen schaue ich mal, ob es Updates bei den anderen Blogs gibt …

Update 20:00 Uhr

Uh, die Wettervorhersage eben hat mir gründlich die Laune verhagelt, nachdem ich mich in der vergangenen Wochen endlich etwas von der Hitze erholt hatte. Für die kommende Woche sind für unsere Gegend Temperaturen um die 35 Grad und Nachttemperaturen über 20 Grad angekündigt, dabei ist die Temperatur in der Wohnung erst Freitagnacht endlich auf erträgliche 26 Grad gewandert … Nun gut, ich muss vermutlich nur noch zwei Monate überstehen, bis mir das Wetter wieder entgegenkommt.

Beim Essen habe ich heute darüber nachgedacht, dass ich wirklich selten Lust auf „Kindheitsessen“ habe, aber wenn diese Lust aufkommt, dann muss ich sie auch stillen. Dieses Mal Kartoffelsalat wie meine Mutter ihn gemacht hätte (nur dass ich die Mayonnaise mit Joghurt mische, damit das Ganze nicht so pappig und verträglicher ist) und dazu den Rest vom gestrigen Fladenbrot. Außerdem haben wir eine Folge „Kids Backing Challenge“ geschaut. Es ist immer wieder beeindruckend, wie diese zehn- bis dreizehnjährigen Kinder backen können und das dann auch noch unter Zeitdruck.

Aber jetzt wird es wieder Zeit zu lesen – ich bin mir nur noch nicht sicher, zu welchem Buch ich greifen soll.

Update 22:45 Uhr

Ich habe dann zu „Darkbeast Rebellion“ von Morgan Keyes gegriffen.  Den ersten Band („Darkbeast“) hatte ich im Dezember vor 1 1/2 Jahren gelesen, was schon zeigt, dass der zweite Teil schon eine Weile auf meinem SuB liegt. Ich mochte den ersten Roman, aber ich wusste, ich brauche die richtige Stimmung für diese Art von Geschichte. Aktuell passt es überraschenderweise, vielleicht weil ich mich so nach dem Winter sehne und das Buch voller Schnee und Kälte ist, was ich sehr genieße. Wobei ich zugebe, dass ich ungern um mein Leben bangen würde, weil ich hungere und friere. 😉 Keara ist immer noch eine sperrige Protagonistin, misstrauisch, eifersüchtig und ich würde sie ab und an gern schütteln, aber das macht sie auch zu einer überzeugenden Figur. Doch so sehr ich gerade in der Geschichte drin bin, so langsam wird es nach der kurzen Nacht Zeit für mein Bettchen.

Zum Schluss noch ein Foto von Christie, da sie gerade ausnahmsweise weder auf mir sitzt, noch durch die Gegend düst. 😉 Es war wieder schön mit euch heute gemeinsam zu lesen!

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Heutige Mitleser:

Neyasha
Kiya
Natira
Sayuri