Herbstlesen im Oktober 2024 (Sonntag, 20.10.)

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Gestern war ich dann nach dem letzten Update wirklich schnell im Bett (und habe dann heute Nacht erstaunlich viel von „Twin Peaks“ geträumt). Für heute geht es weiter mit dem entspannten Tagesplan. Ich mag viel Lesen, mein Mann und ich werde eine Runde „Keep the Heroes Out!“ spielen und heute Abend werde ich einige Zeit mit Kochen verbringen.

Mal schauen, auf welches Buch ich gleich Lust habe. Zur Wahl stehen immer noch „Blackfoot“ von W.R. Gingell, der zweite Babysitters-Coven-Band von Kate Williams und „Fin and the Memory Curse“ von Helenka Stachera (den Namen muss ich immer nachgucken, mal schauen, ob ich ihn mir merken kann, bis ich mit dem Roman durch bin). „Blackfoot“ fand ich gestern schön entspannend, aber die anderen beiden Titel reizen mich auch.

Update 11:30 Uhr

Ein Spielbrett, das aus mehreren Platten aufgebaut wurde, und ein Dungeon mit unterschiedlichen Räumen darstellt. In den verschiedenen Räumen befinden sich mehrere Schleim-Holzfiguren, drei Echsenfiguren (in der Schatzkammer) und eine Cthulhu-Figur.

Das war ein schön entspannter Vormittag! Erst habe ich mich etwas online rumgetrieben und geschaut, was heute Nacht in der Welt so passiert ist, dann wuselte ich ein bisschen in der Wohnung rum und gegen 10 Uhr haben mein Mann und ich angefangen „Keep the Heroes Out!“ zu spielen. Das heutige Szenario drehte sich darum, dass ein Rezept für ein Gericht mit Echsenfleisch berühmt wurde – weshalb nun die diversen Helden unser Dungeon stürmten, um Echsen zu erlegen. Was wir als Dungeonbetreiber natürlich nicht zulassen konnten, weshalb meine Schleime und der Cthulhu, den mein Mann spielte, die Echsen beschützen und die eindringenden Helden bekämpfen mussten. Nachdem wir ganz am Anfang zwei Echsen verloren haben, haben wir es knapp geschafft die drei Echsen, die für den Sieg notwendig waren, am Leben zu halten. Meine Schleime waren dieses Mal nicht die ideale Wahl (zu wenig Angriff!), aber nachdem mein Mann sich an seinen Cthulhu (den keiner von uns bislang gespielt hatte) gewöhnt hat, lief es eigentlich ganz gut. Ich finde es jedes Mal wieder sehr lustig, welche Grundidee hinter den verschiedenen Spielrunden steht und freue mich jetzt schon auf das nächste Wochenende! 🙂

Update 14:30 Uhr

Eine grüne Schale mit Porridge und Bananenscheiben. Hinter der Schale steht rechts eine große Tasse mit Milchschaumhaube und auf der anderen Seite eine kleine brennende Sturmlaterne. Neben der Schale liegt ein angeschalteter eReader und im Hintergrund ist ein grauer Herbsttag durchs Fenster zu erahnen.

Heute fühle ich mich schon etwas aus der Zeit gefallen, was kein Wunder ist, da es den ganzen Tag gleichbleibend grau ist. Was ich mag, was aber nicht dazu führt, dass ich meine Updates auf die Reihe bekomme (vor allem wenn ich mir dafür keinen Wecker gestellt habe). *g* Nachdem ich mich hier das letzte Mal gemeldet hatte, gab es erst einmal Frühstück (Porridge mit einer winzigen Banane und etwas „Espresso-Crunch“ und ein Milchkaffee) für mich. Beim Essen habe ich weiter meine Nase in „Blackfoot“ gesteckt und immer wieder meinem Mann Passagen vorgelesen, die mich vom Stil her an Diana Wynne Jones erinnerten. Ich finde es lustig, dass sowohl DWJ, als auch W.R. Gingell es schaffen Charaktere zu schreiben, die über nicht gerade sympathische Eigenschaften verfügen, die ich aber trotzdem mag, weil sie nicht „unsympathisch“ sind, um unangenehm zu sein, sondern weil sie eben einfach so sind, wie sie sind.

Ein Screenshot von meinem Animal-Crossing-Spiel. Es ist ein roter Hund mit schwarzen Flecken zu sehen, der sagt "Das Wochenende ging voll schnell rum, oder? Ich könnt glatt noch mal eins dranhängen. Oder zwei."

Als es dann Zeit für eine Lesepause wurde, habe ich zur Switch gegriffen und etwas „Animal Crossing“ gespielt. Und ich muss zugeben, dass ich meiner Nachbarin Bella hier recht geben könnte: Das Wochenende ging bislang voll schnell rum und ich hätte nichts gegen eine Verlängerung! 😉

Update 18:00 Uhr

Die Taschenbuchausgabe von "Fin and the Memory Curse". Das Cover zeigt in der oberen Hälfte ein Herrenhaus, von dem zwei Kinder (ein rothaariges Mädchen und ein dunkelhaariger Junge) zusammen mit einem Hund weglaufen. In der unteren Hälfte ist der Titel auf dunklem Grund zu sehen und darunter lässt sich eine leichenblasse liegende Person erahnen.

Den Nachmittag habe ich zum Großteil mit „Fin and the Memory Curse“ von Helenka Stachera verbracht. Ich glaube nicht, dass ich hier schon mehr über das Buch geschrieben habe … *geht kurz nachgucken* Die Geschichte beginnt im Jahr 1866 in London und wird aus der Perspektive von Fin erzählt, die vor elf Jahren in Zeitungspapier gewickelt und in der Gesellschaft eines Jack Russell Terriers auf den Stufen von Ma Stump gefunden wurde. Gemeinsam mit zwei weiteren Waisenkindern (George und Snot) wird sie von Ma Stump aufgezogen und lernt schnell ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Als sie eines Tages Blutegel, die sie frisch für einen Apotheker gefangen hat, abliefert, begegnet sie Lady Worth, die in Fin ihre verloren geglaubte Nichte erkennt.

So findet sich Fin von einem Tag auf den anderen in einem Schloss am Rande des Marschlands wieder und muss sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass sie von einer adeligen polnischen Familie abstammt, die vor ca. 25 Jahren in England Fuß gefasst hat. Es ist nicht so ganz einfach für Fin sich an ihr neues Leben zu gewöhnen, obwohl ihre Cousine Emily und ihr Cousin Eryk gar nicht so übel zu sein scheinen. Ich verrate nicht mehr, als der Klappentext schon mitteilt, wenn ich hier noch schreibe, dass ein Fluch auf der Familie zu liegen scheint … 😉

Ein Stapel aus zwei Büchern, auf dem eine Untertasse mit einigen Keksen steht. Dahinter ist eine dampfende Tasse zu erkennen und eine kleine brennende Sturmlaterne.

Zum Kekse essen und Tee trinken bin ich von Fin wieder zurück zu „Blackfoot“ gewechselt. Aber da ich neugierig auf Fins weitere Erlebnisse war, habe ich die letzte Stunde dann wieder mit ihr im Schloss verbracht. Bevor ich mich entscheiden kann, mit welchem Buch ich den Rest des Abends verbringe, wird es aber jetzt erst einmal Zeit für eine Blog- und Kommentarrunde und dann für den Gang in die Küche, um das Abendessen zu kochen. Ich gehe mal davon aus, dass wir zum Essen wieder eine Folge „Twin Peaks“ gucken werden. Das hat uns gestern gut unterhalten!

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Ein Teller mit einer Portion Kartoffelbrei, Buttergemüse und ein paar Käsesticks.

Wie schon geschrieben, habe ich nach dem letzten Update Abendessen gekocht (mein Mann hatte sich Kartoffelbrei gewünscht) und beim Essen haben wir die erste Folge von „Twin Peaks“ geschaut. Lustigerweise haben wir beide heute zum ersten Mal gesehen, dass auf dem Ortsschild von Twin Peaks eine Einwohnerzahl von über 51.000 Einwohnern steht – während wir beide das Gefühl haben, dass 1000 Einwohner aufgrund des Verhaltens der Anwohner stimmiger wäre. Es ist wirklich spannend, dass wir uns an so viele Details erinnern, obwohl wir beide die Serie nur einmal (und dass vor über zwanzig Jahren) geschaut haben. Dazu kommt bei mir, dass ich wirklich gern die Waverly-Jones-Romane von Skyla Dawn Cameron lese und die Autorin offen zugibt, dass sie so einige Twin-Peaks-Anspielungen dort eingebaut hat, die ich jetzt erst durch das erneute Schauen der Serie zuordnen kann.

Ansonsten habe ich die letzte Stunde damit verstreichen lassen, dass ich den Inhalt meines eReaders mit den „muss ich mir mal genauer anschauen“-Tabs der letzten Wochen verglichen habe. Nachdem ich in den letzten Monaten immer öfter eBooks kaufen wollte, die ich schon vor Jahren gekauft habe, ist es definitv notwendig, dass ich da mal für etwas mehr Ordnung sorge! Aber nicht mehr heute, heute ist es eher so langsam Zeit um ans Schlafen zu denken. Ich verabschiede mich also für dieses Wochenende von euch und wünsche euch für morgen einen wunderschönen Start in die kommende Woche! Es war wieder nett das Wochenende mit euch zu verbringen und ich hoffe, dass wir uns zum letzten Herbstlesenwochenende noch einmal wiedersehen. 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

18 Kommentare

  1. Tach Konstanze! Dein Vormittag klingt super, ist der Vorteil, wenn man auch sonntags früher aufsteht. Bereue das Ausschlafen immer ein bisschen, weil nach dem Frühstück kaum was übrig bleibt vom Vormittag.
    Es gibt Spiele mit Cthulhus? Ich sehe, ich sollte wirklich mal Lovecraft lesen…

    • Ich finde es auch immer nett, wenn ich den Vormittag richtig genutzt bekomme. Auf der anderen Seite ist Ausschlafen so gemütlich und im Zweifelsfall muss dann eben die Nacht etwas intensiver genutzt werden, um noch alles auf die Reihe zu bekommen, was der Tag an Vergnügen mit sich bringt. 😉

      Es gibt eine Menge Spiele mit Cthulhu. Lovecrafts Werk ist für jeden lizenzfrei zu nutzen und seine Horrorelemente sind vage genug beschrieben, das sie für alle möglichen Dinge verwendet werden könne ohne eventuelle Fans zu irritieren. Es gibt richtig große Brettspiele, die sich rund um Cthulhu drehen, es gibt Spiele, die sich um andere Aspekte von Lovecrafts Romane drehen, und es gibt – so wie hier – Spiele, die eigentlich nichts mit Lovecraft zu tun haben, die aber für Erweiterungen oder als Bonus für z.B. Kickstarter Cthulhu (oder andere Lovecraft-Elemente) anbieten.

      Wenn du wirklich mal bei Lovecraft reinschnuppern willst, dann könntest du z.B. das „Berge des Wahnsinns“-Hörbuch mit David Nathan als Sprecher ausprobieren.

      • Hmmmmm, ich hab ja eigentlich den Anspruch, englischsprachige Werke immer im Original zu konsumieren, mal sehen 😉
        Das Wochenende war wirklich viel zu kurz. Ich hab nächste Woche Termine und allein das stresst mich schon. Irgendwas stresst mich irgendwie immer.

        • Wenn du einen guten Sprecher findest, dann mach das. Ich kann halt nur sagen, dass die Version mit David Nathan mir und meinem Mann gut gefallen hatte.

          Termine finde ich auch immer nervtötend. Aber wenn sie dann erledigt sind, ist es doch auch ein gutes Gefühl, oder? 🙂

          • Ich muss gestehen, ich habe noch nie ein Hörbuch mit David Nathan als Sprecher gehört… Er liest irgendwie immer Sachen, die übersetzt sind, so jedenfalls mein Eindruck.
            Blöderweise ist einer meiner Termine ein sich wiederholender 😉 Was mich daran eigentlich mehr stresst, ist, dass ich dann im Haushalt weniger erledigt bekomme. Das darf ich eigentlich niemandem erzählen, das ich nicht mal den richtig auf die Reihe bekomme…

          • Na, wenn es ein wiederholender Termin ist, könntest du ja deine Woche vielleicht so umplanen, dass du die Zeit freihältst. Dann kannst du die freigehaltene Zeit in Wochen, in denen der Termin nicht stattfindest, ja immer noch mit angenehmen Dingen füllen. 🙂

    • Das ist ein netter Strip – und so wahr! Umso schöner sind die wenigen Wochenenden, die dann dank Feiertagen etwas verlängert werden. Also, die sind auch zu kurz, aber sie fühlen sich nicht so extrem kurz an wie normale Wochenenden. 😉

      • Danke! Das habe ich schon herausgefunden und „Spindle“ als Leseprobe geöffnet. Der Anfang sagt mir zu, aber ich habe erst ein paar Sätze gelesen.

        Bei „Fin and the Memory Curse“ finde ich den polnischen Bezug irgendwie spannend. Inwiefern spielt der eine Rolle im Buch?

        • Dann bin ich gespannt, ob ich demnächst bei dir sehe, dass du „Spindle“ liest oder ob du dich doch gegen das Buch entscheidest. 🙂

          Es ist schon mehrfach in der Geschichte erwähnt worden, dass die Familie aus Polen stammt. Die Großmutter ist mit ihren Töchtern aus Polen nach England gegangen und hat das Schloss so bauen lassen, dass niemand sich unentdeckt auf das Gebäude zubewegen kann. Außerdem ist Fins Cousin gerade erst aus Polen gekommen, nachdem seine Eltern gestorben sind. Ich weiß nicht, wie relevant das Ganze noch wird, aber ich vermute, dass der Fluch, der auf der Familie liegt, aus polnischen Zeiten stammt … Ich werde berichten, wenn ich mehr sagen kann.

  2. „Fin and the Memory Curse“ klingt sehr nett, das könnte mir glaube ich auch gefallen – und das Cover finde ich schick. Ich hoffe, du hattest noch einen schönen Abend mit Twin Peaks und weiterem Lesen!

    • Was mir bei „Fin and the Memory Curse“ aufgefallen ist, ist, dass es Fin zwar nicht gerade super bei ihrer „Pflegemutter“ geht, aber ihr ist auch bewusst, dass sie es deutlich schlechter hätte treffen können. Und als sie von ihrer Tante gefunden wird, ist sie nicht so glücklich darüber, dass sie nun in ein herrschaftliches Haus ziehen soll, weil es eben nicht ihr „Zuhause“ und ihre vertraute „Familie“ ist. Das ist etwas, was meinem Gefühl nach bei solchen Geschichten sonst nicht mit solchen … Grauschattierungen geschrieben wird. Das fand ich schon mal sehr nett gemacht.

      Gelesen habe ich nicht mehr (zumindest in keinem Buch), aber es war nett und wir haben „Twin Peaks“ wieder genossen. 🙂

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