Herbstlesen im Oktober 2024 (Sonntag, 27.10.)

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Schon der letzte Herbstlesentag für dieses Jahr und ich finde es wirklich überraschend, wie schnell das dieses Mal rumgegangen ist. Wobei es vielleicht nicht soooo überraschend ist, wenn ich bedenke, dass wir eh nur vier Wochenenden hatten und ich davon auch noch den ersten Samstag absagen musste …

Nachdem ich gestern so klug war und „Ravenfall“ vor dem Schlafengehen noch beendet habe, stehe ich heute wieder vor der Frage, was ich lesen werde. „For Better or Cursed“ liegt weiterhin neben dem Sofa, aber ich weiß nicht, ob ich heute genug Geduld für die erwachsenen Charaktere in der Geschichte aufbringen kann. Auf der anderen Seite will ich auch nicht so schnell ein weiteres Middle-Grade-Buch anfangen. Mal schauen, wann ich mich für meinen nächsten Roman entscheide. Vorher will ich erst einmal wachwerden und einen Hefeteig für heute Nachmittag ansetzen und irgendwann wollen mein Mann und ich eine weitere Runde „Keep the Heroes Out!“ spielen.

Update 12:00 Uhr

Ui, der Vormittag ist aber schnell rumgegangen! Ich habe den üblichen morgendlichen Kram hinter mich gebracht, Hefeteig angesetzt und da mein Mann dann noch dabei war seine Animal-Crossing-Runde zu drehen, habe ich auch schnell noch die Switch angeworfen und bin über meine Insel gelaufen. Um kurz nach zehn waren wir damit fertig und haben dann mit unseren heutigen „Keep the Heroes Out!“-Runde angefangen – und das dauerte prompt etwas länger als üblich. Das heutige Szenario griff wieder die Tatsache auf, dass unsere Meerjungfrau eine berühmte Sängerin ist. Dieses Mal war es aber so, dass sie nicht in unserem Dungeon auftrat, sondern dass sie ein großes Konzert geben wollte und das war schon so gut wie ausverkauft. Weshalb ihr Manager aus Marketinggründen beschloss, dass er „Goldene Tickets“ für das Konzert in unserem Dungeon verstecken würde. Was natürlich dafür sorgte, dass wir uns gegen einen Haufen Helden durchsetzen mussten, die auch nicht vor Mord zurückschreckten, um uns aus dem Weg zu bekommen. *g*

Da der Dungeon für diese Runde ringförmig um einen zentralen Raum aufgebaut war, habe ich mich heute für die Hexe entschieden, die Portale machen kann. Allerdings muss ich zugeben, dass meine Hexe – nachdem alle Räume mit Portalen versorgt waren – vor allem dafür gut war, um Rohstoffe anzusammeln, die mein Mann mit seinen Echsen dann für Zaubertränke, Waffen und Zaubersprüche verwendete. Es war überraschend herausfordernd die heutige Runde zu gewinnen, hat aber auch wieder sehr viel Spaß gemacht! Ich mag dieses Spiel wirklich, wirklich gern!

Jetzt drehe ich erst einmal eine kleine Blog- und Kommentarrunde, um zu schauen, was Birthe und Anette heute Vormittag so gemacht haben, dann gehe ich in die Küche und forme meinen Hefeteig zu zwei kleinen Laiben, und während die gehen, entscheide ich mich für mein nächstes Buch. Mal schauen, wie gut ich mich dann konzentrieren kann, da heute eine Marathonstrecke durch unser Viertel läuft und eben schon das Anfeuerungsgeschrei für den ersten Pulk von Läufern zu hören war. So schön es für die Läufer ist, dass die Zuschauer normalerweise ausharren bis auch die langsameren Teilnehmer durch sind, so sorgt das doch auch immer für einige Stunden Lärm …

Update 15:00 Uhr

Ich kann mitteilen, dass der Marathon schon beendet ist – zumindest läuft schon wieder normaler Verkehr an unserem Haus vorbei! Ansonsten habe ich in den letzten drei Stunden entspannt gefrühstückt (und dabei ein Video geschaut) und mich überraschend viel Zeit in der Küche aufgehalten, um zwei „Hefekringel“ zu formen, gehen zu lassen und zu backen (und zwischendurch immer wieder aufzuräumen und abzuwaschen). Das Ganze hat dafür gesorgt, dass ich nicht wirklich Ruhe zum Lesen hatte und mich stattdessen weiter online rumgetrieben habe. Jetzt aber riecht es in der Wohnung wunderbar nach frischem Hefegebäck und in der nächsten Stunde bin ich fest entschlossen mich auf dem Sofa einzurollen und zu schauen, ob ich heute in der richtigen Stimmung für „The Briar Book of the Dead“ von A. G. Slatter bin.

Update 18:30 Uhr

Ich habe dann wirklich doch endlich zu „The Briar Book of the Dead“ gegriffen und mich gut von dem Anfang unterhalten gefühlt. Die Geschichte wird aus der Perspektive der neunzehnjährigen Ellie Briar erzählt, die als einzige Frau ihrer aus Hexen bestehenden Familie über keinerlei Magie verfügt. Nachdem Ellies Großtante Maud vor einigen Monaten gestorben ist, hat sie ihre Aufgaben als Steward für die Familie übernommen. Bislang bin ich noch dabei die verschiedenen Familienmitglieder kennenzulernen und wie Ellie mit ihnen auskommt. Aber der Klappentext hat schon verraten, dass in absehbarer Zeit der Punkt kommt, an dem Ellie mit einem Machtwechsel in der Familie konfrontiert wird. Außerdem verfügt sie über eine Fähigkeit, von der sie bislang noch nichts ahnt und ich bin gespannt, wie sie damit umgehen wird.

Angela Slatters Schreibweise finde ich – wie schon bei ihren vorherigen Romanen – wieder sehr fesselnd. Sie lässt sich Zeit, um die Figuren und die Situation, in der sich ihre Protagonistinnen befinden, vorzustellen. Und während ich auf der einen Seite ihre Geschichten gut aus der Hand legen kann, lassen sie mich auf der anderen Seite nicht los und selbst nach dem Beenden eines ihrer Romane, muss ich immer wieder an bestimmte Figuren oder Szenen denken. Ich gebe zu, dass ihre Urban-Fantasy-Titel in der Beziehung nicht ganz mit den aktuelleren Büchern mithalten kann, aber selbst da habe ich immer wieder Aspekte gefunden, die ungewöhnlich genug waren, dass ich die Geschichten nie ganz vergessen konnte.

Obwohl mir der Anfang von „The Briar Book of the Dead“ so gut gefallen hat, habe ich heute Nachmittag noch spontan „Staff and Crown“ von W.R. Gingell runtergeladen. Das ist die Fortsetzung von „Blackfoot“ und ich fand, dass das eine gute Lektüre für die Momente des Tages wäre, an denen ich beim Lesen die Hände gern (z.B. zum Essen) frei hätte. Im Moment bin ich – gemeinsam mit Annabel – etwas irritiert mit all den Magiern in ihrem Leben, die zu viele Geheimnisse vor ihr haben. Aber da es für Annabel demnächst an eine Finishing School geht und ich schon weiß, dass sie da eine meiner Lieblingsnebenfiguren aus „Spindle“ treffen wird, freu ich mich schon auf die weiteren Entwicklungen.

Aber bevor ich wieder zu irgendeinem Buch greife, geht es erst einmal in die Küche zum Abendessen kochen …

Update 21:00 Uhr

Ein Teller mit zwei halbierten, goldbraun gebackenen Wraps, wobei die Hälften des einen Wraps so auf dem anderen liegen, dass die Schnittflächen mit der Füllung zu sehen sind.

Nur ein kurzes Lebenszeichen, weil mir sonst die Spanne bis zum letzten Update des Tages zu lang wird. Die Stunden seit dem letzten Update ist vor allem mit Kochen und Essen drauf gegangen. Kidney-Bohnen-Wraps brauchen immer etwas mehr Zeit, aber sie sind so lecker, dass es sich definitiv lohnt diesen Aufwand zu betreiben. Beim Essen haben wir wieder etwas „The Taste“ laufen lassen – normalerweise reicht eine Folge bei uns drei bis vier Tage. Aber jetzt wird es definitiv Zeit wieder zum Buch zu greifen und etwas zu lesen!

Update 23:00 Uhr (letztes Update für das Herbstlesen 2024)

Die letzten zwei Stunden habe ich mit einer Mischung aus Lesen („Staff and Crown“) und Dösen verbracht – ich bin wohl doch müder, als ich dachte. *g* Es wird also so langsam Zeit ins Bett zu gehen, aber vorher wollte ich mich noch einmal bedanken, dass ihr auch in diesem Jahr wieder beim Herbstlesen dabei gewesen seid!

Auch wenn es mit jedem Jahr weniger Personen werden, die Zeit für diese Lesewochenenden im Oktober haben, so habe ich keinen Herbstlesen-Tag allein verbracht und das ist nach all den Jahren doch beachtlich. Ich hoffe, ihr hattet wieder eine schöne Zeit und konntet diese Aktion als Anlass nehmen, um bewusst eure Tage (oder zumindest Teile davon) mit Dingen zu füllen, die euch gut tun und entspannen. Vielleicht lesen wir uns ja am nächsten Lese-Sonntag (17. November) wieder – ich wünsche euch bis dahin eine wunderbare Zeit! 🙂

***

Heutige Mitleser*innen:

11 Kommentare

  1. Moin Konstanze! Finde es auch unglaublich, dass der Oktober schon wieder fast zu Ende ist. Macht mich auch ein bisschen traurig, den unmittelbar nach dem 1. wird wohl das Weihnachtsgedöns losgehen und darauf habe ich noch gar keine Lust.
    Bin gespannt, für welches Buch du dich entscheidest!

    • Da es in unserem Viertel auf den Straßen keine nennenswerte Weihnachtsdeko gibt und mein Mann den Großteil der Lebensmitteleinkäufe übernimmt, kann ich eventuelle Weihnachtssachen im November noch gut ignorieren. Für mich ist November immer die Zeit, in der ich runterfahre und es mir gemütlich mache und darauf freue ich mich schon sehr. Es ist trotzdem unglaublich, wie schnell der Oktober vergangen ist (und wie viel ich in den letzten Wochen auf die Reihe bekommen habe).

      Ich habe heute Vormittag ein paar Bücher in Reichweite gelegt, mich aber noch nicht für einen konkreten Titel entschieden. Das mache ich dann gleich, wenn ich mich auf dem Sofa einmuckel. 🙂

      • Ist ja echt witzig, wie viel so ein Brettspiel hergeben kann!
        Ich wohne in der Nähe des Fußballplatzes, in dem der kleine Stadtverein spielt, aber auch in der Nähe des Fußballstadions, in dem die SVE z. B. gestern gegen den HSV gespielt hat, von daher kenne ich das mit den Sportereignissen 😉 Die Lautstärke hält sich aber eigentlich in Grenzen und wenn ich die Balkontür zuhabe, höre ich nicht allzu viel.

        • Den Fußballplatz hatten wir bei der alten Wohnung und ich muss zugeben, dass da am Wochenende deutlich mehr und deutlich häufiger Lärm war. Aber wenn in diesem Viertel etwas los ist (entweder wegen einer Sportveranstaltung, die quer durch die Stadt geht, oder wegen eines Spiels/Konzerts/usw. im Stadion), dann wird unser Teil des Viertels immer gleich ganz vom Öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten. Den Lärm bekommen wir nur bei den Sachen mit, die parallel zur Straßenbahn stattfinden, oder wenn der Wind bei Großveranstaltungen richtig steht. Aber das sind dann eh die Tage, wo wir auch den Fluglärm vom Flughafen mitbekommen …

          • Fluglärm ist etwas echt Ätzendes. Wir liegen in der Einflugschneise von Rammstein, d. h. bei uns dröhnt des Öfteren mal die ein oder andere Militärmaschine im Tiefflug drüber (obwohl wir jetzt wirklich nicht sooo nahe an Rammstein sind). Und von Düsenfliegern kann ich ein Lied singen. Die fliegen bei uns manchmal so niedrig, dass man kurz vorm Herzinfarkt ist. Bin mir sicher, dass das eigentlich nicht erlaubt ist 🙁
            Deine Bücher klingen sehr stimmungsvoll und passend für die Jahreszeit, hab noch viel Spaß damit!

          • Oh ja, Düsenflieger über dem Teutoburger Wald gehören zu meinen Kindheitserinnerungen, die sind auch unangenehm! Grundsätzlich bin ich kein Fan von Fluggeräuschen – egal, ob Flugzeuge jeglicher Art oder Hubschrauber.

            „The Briar Book of the Dead“ habe ich mir extra für den Herbst aufgehoben, der Roman liegt schon seit Februar auf dem SuB. *g* „Staff and Crown“ ist eher amüsante – auf angenehme Weise leicht altmodisch wirkende – (Jugend-)Fantasy.

  2. Also, ich bin ja nicht so der allergrößte Brettspiel-Fan, aber das hört sich wirklich nach einem sehr spaßigen und abwechslungsreichen Spiel an.
    Dann hoffe ich mal, dass der Marathon mit wenig Lärm abläuft oder du ihn gut ausblenden und deinen Nachmittag trotzdem genießen kannst!

    • Bei Brettspielen kommt es meiner Erfahrung nach so auf die Art des Spiels und die Mitspieler an, aber wenn man erst einmal rausgefunden hat, welche Spiele einem liegen und mit was für Personen sich gut spielen lässt, macht es so viel Spaß!

      Eben gab es schon eine Runde mit extra großem Lärm, weil ein älteres Ehepaar unbedingt untergehakt im Schneckentempo quer über die Straße musste und dabei in eine Läufergruppe geriet …

      • Oh, die Wraps sehen sehr lecker aus – machst du die Fladen selber?
        Was du von Angela Slatter schreibst, macht für mich tatsächlich die besten Romane aus – dass man die Charaktere, bestimmte Szenen und das Flair und die Aussagen nicht sofort wieder vergisst und auch im Alltag immer wieder daran denken muss. Ich habe schon manchen Roman gelesen, den ich weggesuchtet habe, aber wo ich hinterher beim drüber nachdenken dann gemerkt habe, was mir eigentlich gar nicht so gut gefiel, was ich nur vor Spannung nicht gemerkt habe. Aber von solchen Romanen bleibt dann eben auch nichts oder zumindest nicht viel im Kopf und im Herzen zurück.

        • Nein, das sind gekaufte Fladen (genau genommen libanesisches Fladenbrot von einem Stand auf unserem winzigen Markt). Ich habe mal mit verschiedenen Fladenbrot-Rezepten experimentiert. Aber ich war mit keinem so zufrieden wie mit diesen gekauften Broten, als bin ich bei denen geblieben.

          Ich mag beide Arten von Romanen – die, die packend sind, aber bei denen vor allem das Lesegefühl und weniger Details rund um das Buch zurückbleiben, und die, die ich bewusst in kleinen Portionen genieße und bei denen kleine Elemente langfristig haftenbleiben und immer wieder neue Gedanken und Erinnerungen anstoßen. Die Letzteren sind schon die, die einen besonderen Platz einnehmen, aber es sind auch die, für die ich etwas mehr Konzentration und Zeit aufwenden muss (und bei denen ich mich ärgere, wenn beides nicht passt, wenn ich den Roman doch eigentlich lesen will).

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