Herbstlesen im Oktober (4) – Samstag

Samstag und damit wieder Lesetag – ich freu mich sehr auf die entspannten Stunden, die heute und morgen vor mir liegen! Diese Woche war ziemlich anstrengend und zum (privaten) Lesen bin ich nicht besonders viel gekommen, umso mehr Zeit möchte ich heute mit meinen Büchern verbringen. Ich habe mir „Mörderische Metropole Berlin“ von Regina Stürickow wieder bereit gelegt. Das Buch hatte ich im Sommer schon mal angefangen und dann hatte mich erst einmal die Lust verlassen, mich mit der kriminellen Seite Berlins zu beschäftigen. So langsam wird es jetzt also Zeit weiter darin zu lesen. Ansonsten locken mich gerade die Lady-Trent-Bücher von Marie Brennan. Seitdem ich den letzten Band habe, warte ich auf den richtigen Zeitpunkt, um die Reihe am Stück zu lesen, und im Moment gefällt mir die Vorstellung sehr gemeinsam mit Lady Trent auf die Suche nach Drachen zu gehen …

Wie immer werde ich eventuelle Mitleser am Ende des Beitrags verlinken, sobald sie sich in den Kommentaren melden. Ich wünsche uns allen schon mal einen entspannten und gemütlichen Start ins Wochenende und melde mich später dann wieder.

Update 11:45 Uhr

Mit dem Lesen hat es bislang nicht geklappt, zumindest nicht mit dem Lesen von Büchern, dafür ist der Feedreader mal wieder von mir geleert worden. Außerdem waren mein Mann und ich heute Vormittag beide etwas verpeilt und sind wir ständig umeinander gelaufen und haben deshalb kaum etwas auf die Reihe bekommen. Da er jetzt aber unterwegs ist (wieder ein Brettspieltag mit Kollegen), das Chaos in der Küche beseitigt und die erste Wäscherunde durchgelaufen ist, wird es jetzt wirklich Zeit für mich in den gemütlichen Teil des Tages zu starten. Zum Frühstück schnappe ich mir also „A Natural History of Dragons“ von Marie Brennan. Den Roman habe ich vor 2 1/2 Jahren schon mal gelesen und rezensiert, aber wenn ich schon die ganze Reihe im Haus habe, dann kann ich mir auch den ersten Band noch einmal vornehmen. 🙂



Update 14:30 Uhr

Hach, ich mag den Anfang von „A Natural History of Dragons“ so gern. Ich finde es so schön, wie Isabella ihre beginnende Leidenschaft für Naturwissenschaften und für Drachen beschreibt. Vor allem aber liebe ich die Szenen mit ihrem Vater und dass dieser klug genug ist, um seine Tochter mit dem nötigen Hintergrundwissen für die Suche nach einem guten Ehemann (belesen und willens seine Bibliothek mit seine Frau zu teilen) auszustatten. Und dann ist da noch der Moment, in dem Isabella einen Heiratsantrag bekommt, von einem Mann, der glücklich ist, dass es eine Frau gibt, die weniger an seinem Vermögen und mehr an seiner Begeisterung für Naturwissenschaften interessiert ist. Bevor die beiden zu ihrer ersten Expedition aufbrechen, lege ich erst einmal eine kleine Pause ein, um zu schauen wie es den anderen heute so ergeht.

Ich weiß noch nicht, ob ich danach weiterlesen oder erst einmal zum Hörbuch wechsel. Es ist eine Woche her und so langsam sollte ich mal die dritte CD von „Oberst Chabert“ (von Honoré Balzac) hören, damit ich nicht vergesse, an welcher Stellung der Handlung ich bin.

Update 18:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich über den „Kriminalistenalltag im Ersten Weltkrieg“ bzw. den Mord an einer alten Schreibwarenladen-Besitzerin gelesen („Mörderische Metropole Berlin“) und mir wirklich das letzte Dritte von „Oberst Chabert“ angehört, während ich weiter an meinem Socken gestrickt habe. Ich mochte an „Oberst Chabert“ die kleinen Einblicke in den Alltag der Figuren rund um das Jahr 1820, kann die Erzählweise anerkennen, fand die Geschichte selber aber sehr deprimierend und brauchte danach eine kleine Aufheiterung. Also gab es ein Stück von der für den gestrigen Besuch gebackenen Apple Tarte und ein paar weitere Seiten in „A Natural History of Dragons“.

Inzwischen sind Isabella und ihr Mann an ihrem Zielort angekommen und müssen feststellen, dass dort einige Schwierigkeiten auf sie warten, wobei das Wetter für die Protagonistin eines der Hauptärgernisse darstellt. *g*

Update 21:15 Uhr

In den letzten Stunden habe ich die gewaschene Wäsche zusammengelegt und verstaut, während mir William Dufris „Murder Goes Mumming“ von Charlotte MacLeod vorgelesen hat. Auch wenn wir noch Oktober haben, habe ich die Beschreibungen des gemütlichen Vorweihnachtsabends genossen, den Madoc und Janet in einer abgeschiedenen Hütte mit Bekannten seiner Familie verbracht haben. Ich bin mir zwar sicher, dass das frischverlobte Paar etwas mehr Ruhe und einen Mord weniger schön gefunden hätten, aber ich habe mich mit ihren Erlebnissen gut unterhalten gefühlt und bin gespannt wie es weitergeht. 😉

Doch erst einmal gab es Abendessen für mich: Nicht besonders dekorative Nudeln mit Ketchup und Käsewürfeln. Das ist eines der Trost-Essen aus meiner Kindheit, auf die ich alle paar Jahre regelrechten Heißhunger bekomme und da mein Mann heute Abend außer Haus isst … 😉 Zum Essen habe ich mir einen Film angemacht, der jetzt auch noch läuft.

„Tödliche Botschaft“ ist zwar lange nicht so gut wie das Buch („The Wheel Spins“ von Ethel Lina White) oder die Verfilmung von Hitchcock („Eine Dame verschwindet“), aber ich finde ihn gerade sehr entspannend (auch wenn ich mir wünschte, dass Cybill Shepherd weniger laut wäre 😉 ) und solange mein Exemplar des Buches noch in einer der Kisten steckt, kann ich mich damit begnügen.

Update 22:30 Uhr

Ich vergesse jedes Mal, wie schlecht dieser Film doch ist. Ich muss wirklich mal schauen, ob es die Hitchcock-Variante auf DVD gibt … Da mein Mann gleich nach Hause kommt und ich dann den Laptop eh erst einmal eine Weile nicht nutzen kann, ist dies mein letztes Update für heute. Ich hoffe, ihr habt alle eine gute Nacht! Wir lesen uns morgen wieder! 🙂

***

Heutige Mitleser:

Susanne
Neyasha
Natira
Kiya
Elena

24 Kommentare

  1. Oh, ein weiterer Brettspieltag! Nur aus Neugierde: Hat sich die Reisezeit für Deinen Mann im Vergleich zu früher geändert?

    Auf in die gemütliche Lesezeit!

  2. @Neyasha: Den habe ich! Ich liebe gerade den Anfang des Buches so sehr, wenn sie über ihr erwachendes Interesse an Drachen und Naturwissenschaft schreibt und wie sie versucht Wege zu finden, um dieses Interesse am Leben zu halten, obwohl sie eine "Dame" sein soll. Ich mag auch ihre Expeditionsbeschreibungen, aber dieser Anfang besitzt für mich einen ganz eigenen Zauber. 🙂

  3. @Natira: Jupp, schon wieder. Er meinte heute schon, dass er den Oktober bislang als sehr stressig empfindet, weil er an den Wochenenden und zum Teil auch nach der Arbeit ständig unterwegs ist. (Also ständig für unsere Verhältnisse. *g*)

    Seine Reisezeit ist immer noch relativ lang (eine Stunde von Bahnhof zu Bahnhof), aber immerhin muss er jetzt nicht mehr mehrfach umsteigen, um überhaupt zum Hauptbahnhof zu kommen, sondern braucht von unserem Stadtteil nur noch 2-5 Minuten Fahrt, wenn er die S-Bahn nimmt. Es ist also besser geworden, obwohl die Strecke selber länger ist. 😉

    Wenn wir das Durchgangszimmer irgendwann mit einem Tisch ausstatten können, der groß genug für "das Spiel" ist, dann würde er auch ab und an Kollegen zu uns einladen. Es gibt einige, die in Fußnähe wohnen und auch gern spielen. Aber momentan ist das von der Raumsituation noch nicht drin.

  4. mmmh Apfeltarte, lecker.

    Vielleicht ist ja die Serie "Babylon Berlin", die jetzt erst mal auf Sky läuft und im nächsten Jahr dann wohl auf ARD, demnächst was für Dich (oder die Krimis von Volker Kutscher, die dieser Serie zugrundeliegen). Oder kennst Du die Krimis sogar schon?

    Dein Mann hat also Freizeitstress, tse. 😉

  5. "A Natural History of Dragon" klingt wirklich ziemlich interessant, da schaue ich mal, ob du eine Rezension zu schreibst.

    Der Apfeltarte sieht sehr lecker aus! Da konnte sich dein Besuch glücklich schätzen 🙂

    Und ich hoffe, dass Ihr es möglichst bald einrichten könnt, einen Spieletisch in das Durchgangszimmer reinzustellen.

  6. @Natira: Sehr lecker! Das war es aber leider schon für mich mit der Tarte, da ich das letzte Stück für meinen Mann aufhebe. 😉

    Ich hatte "Der nasse Fisch" von Kutscher gelesen und war nicht so angetan davon. Aber ich mag die Bücher von Susanne Goga und freu mich schon auf den nächsten Band, der im kommenden Jahr erscheinen müsste.

    Jupp, den hat er. 😀 Und dann muss er mit mir auch noch ab und an aus dem Haus gehen. 😉

  7. Ich mochte den Anfang von "A Natural History of Dragons" auch total gern. Danach fand ich die Handlung stellenweise etwas zäh, aber ich konnte ja trotzdem nicht die Finger von den restlichen Bänden lassen. Mal sehen, ob ich den letzten dieses Jahr noch lese – auf dem SuB wäre er schon mal.

  8. Ich mochte den Anfang bei Lady Trent auch. Ich fand es angenehm, dass auch die Männer Sympathieträger waren. Ich sollte wirklich mal zu Band 2 greifen…

    Zu so einer Apple Tarte hätte ich heute auch nicht Nein gesagt *hmm*

  9. @Neyasha: Ich fand einige Stellen auch etwas gemächlich erzählt, als ich das Buch das erste Mal las. Aktuell hingegen haben ich viel mehr Geduld mit der Erzählerin, weil ich nicht mehr darauf warte, dass etwas passiert, und deshalb die Details mehr genießen kann.

    Ich habe ja die restliche Reihe vollständig auf dem SuB und finde es toll, dass ich gerade solche Freude an dieser Art von Geschichte habe. Wenn das so bleibt, dann lese ich die bestimmt in diesem Jahr noch vollständig. 🙂

  10. @Kiya: Ich mag sowohl ihren Ehemann, als auch den Leiter der Expedition total gern. Sie fühlen sich nicht unrealistisch an, aber es sind intelligente und aufgeschlossene Männer, die einer Frau eigene Interessen und Wünsche zugestehen, das ist toll! Mal schauen, ob du Band 2 während des Herbstlesens noch anfängst. 😉

  11. Vielleicht können wir ja dann den letzten Band parallel lesen. 🙂

    Trost-Essen aus der Kindheit sind immer eine schöne Sache, auch wenn Nudeln mit Ketchup mich persönlich eher schaudern lassen (in meiner Kindheit gabs aber auch nie Ketchup – vielleicht finde ich deshalb den Geschmack bis jetzt seltsam und nur in sehr kleinen Dosen genießbar). Bei mir sind es eher süße Sachen, die mir da einfallen würden, z.B. Buchteln und Rahmdalken oder dann abseits vom Süßen auch gefüllte Paprika (oder kurz gesagt: die böhmische Küche meiner Oma).

  12. @Neyasha: Schauen wir mal, wie lange es dauert bis ich bei dem Band bin. 🙂

    Böhmische Oma-Küche klingt auch sehr gut. 🙂 Nudeln mit Ketchup und Käse war immer meine letzte Rettung, wenn ich Hunger hatte und meine Mutter nicht daheim war. *g*

  13. Als Kind war bei mir die letzte Rettung, wenn ich nicht mochte, was auf den Tisch kam (ja, war dann erlaubt, wenn bewusst ein Lieblingsessen eines anderen Familienmitgliedes gekocht wurde, was nicht jeder mochte) Nudeln mit Butter und Zucker. 🙂

    "Eine Dame verschwindet" ist doch ein schwarz-weiß-Film, der im Zug beginnt, richtig? Dann habe ich ihn vor ein paar Jahren gesehen und mochte ihn.

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