(U)FO-Liste

Vor zwei Monaten hatte ich eine UFO-Liste veröffentlicht, um mich mal dazu zu bringen, wieder regelmäßiger an all den angefangenen und geplanten Projekten zu arbeiten. Da ich inzwischen viele kleine (und zum Teil lästige) und größere Dinge erledigt habe, gibt es hier mal eine aktualisierte Liste. 😉 Die noch ausstehenden Sachen sahen am 20. November 2019 so aus:

1. An dem Geschenk für meine Freundin, das sich in der geschlossenen Box befindet, war ich in der Zwischenzeit immer noch nicht dran. Aber das ist auch eine größere Sache, die ich in den vergangenen Jahren immer wieder umgestürzt habe, und ich hatte in dem Bereich nicht gerade große Erwartungen. Vielleicht schaffe ich es ja bis zum Ende des Jahres … 😉

2. Da ich mir in den Tagen nach dem Veröffentlichen der UFO-Liste in meiner „Mittagspause“ immer ein Paar Socken vorgenommen hatte, hatte ich am 28.11. den letzten lästigen Faden vernäht. Zu dem Zeitpunkt, als ich das Foto machte, hatte ich noch zwei Paar Socken vor mir, während mein Mann schon seit ein paar Tagen eins der fertiggestellten Ringelsocken-Paare trug.

3. Mehrere Versuche, eine Art „Schwamm-Ersatz“ nach Mustern, die ich online gefunden hatte, anzufertigen. Genau gesagt hatte ich einmal eine Anleitung für eine gestrickte Version (rechts oben) gefunden, die ich aber schon beim Anfertigen nicht rau genug und nach dem Antesten mit dem doppelt gelegten Gewebe zu steif fand. Die runde gehäkelte Version (links oben) hat immer noch ein leichte Wölbung, aber so finden meine Finger besseren Halt beim Abwaschen, während mein nächster Versuch mit einer Online-Anleitung zu dem gehäkelten „Rippentuch“ (unten rechts) geführt hat. Da gefiel mir die Struktur auf Anhieb, aber es fühlte sich verkehrt an, dass die Rippen längst statt quer verlaufen. Was natürlich dazu führte, dass ich ein weiteres Tuch gehäkelt habe, bei dem die Rippen dann über die schmale Seite des Gewebes verliefen. Die vier Teile hatte ich bis zum 03. Dezember fertiggestellt und danach habe ich sie beim täglichen Abwasch ausprobiert, um ihren Nutzen direkt vergleichen zu können.

Am Ende haben sich die Rippentücher (unabhängig davon, wie die Rippen verlaufen *g*) als durchaus akzeptabler Schwamm-Ersatz herausgestellt. Wenn doch mal etwas in einem Topf so sehr festsitzt, dass ich es damit oder mit meiner Spülbürste beim Abwaschen nicht entfernt bekomme, dann kann ich immer noch den Topf mit Wasser und Natron erhitzen oder auf den Topfkratzer aus Metall zurückgreifen – das war aber bislang nicht notwendig. Ansonsten trocknen die Tücher innerhalb von einem halben Tag, was ich bei dem festen Gewebe okay finde, aber nicht so unglaublich hygienisch, weshalb ich mir den Luxus von fünf weitere Rippentücher gegönnt habe (ausreichend Garn hatte ich ja noch im Haus), damit ich genügend davon habe, dass ich die nach einmaligem Gebrauch in die Wäsche werfen kann. In meiner wöchentlichen Maschine Kochwäsche fallen die jetzt nicht so sehr ins Gewicht, und so kann ich sicher sein, dass ich da keine Bakterien kultiviere.

 

4. Da ich die feine und sehr weiche Wolle, aus der ich die „Marktfrauen-Handschuhe“ gestrickt hatte, zwar sehr gern trage, aber sehr ungern vernähe, dauerte es bis zum 02. Dezember, bis ich die in Angriff nahm. Dafür habe ich sie dann gleich am folgenden Tag das erste Mal getragen und war sehr zufrieden mit dem Sitz.

5. Noch einmal dieselbe Wolle wie bei den „Marktfrauen-Handschuhen“, und da die leicht filzt, ist es immer sehr lästig, Knäule aus den Strängen zu wickeln, aber am 02. Dezember war ich damit dann auch fertig und habe am 04. Dezember angefangen, an meinem Tuch zu stricken. Das Halstuch war am 14. Januar fertig und ist am Ende sehr schlicht geworden, aber so passt es gut zu der Jacke, zu der ich es haben wollte.

6. Es bleibt dabei, dass Bügeln und Zuschneiden nicht gerade meine Lieblingstätigkeiten sind, wenn es ums Nähen geht. Ursprünglich wollte ich die Taschentücher fertig haben, bevor mich in diesem Winter eine Erkältung erwischt – das hat so nicht ganz geklappt. Nachdem ich aber wieder fit war, habe ich mich am 04. Januar doch mal zusammengerissen und die Taschentücher zugeschnitten. Noch sind nicht alle gesäumt (3 von 16 sind fertig), aber da das mit der Hand sowieso immer endlos dauert, bin ich mit meinem bisherigen Fortschritt sehr zufrieden.

Am Ende bleibt mir – mal wieder – die Erkenntnis, dass ich wohl häufiger Projektlisten und Vorhaben hier öffentlich verkünden sollte, damit ich da auch regelmäßig dran bleibe. 😉

8 Kommentare

  1. Schön, dass du so produktiv warst. Die Handschuhe finde ich besonders toll.
    Ich habe mein Häkeltuch tatsächlich auch endlich beendet. 🙂
    LG
    Sunny

    • Konstanze

      Ich bin in den letzten Wochen wirklich erstaunlich regelmäßig dabei gewesen und habe mich schon morgens auf meine mittägliche Stunde Handarbeiten mit Musik hören gefreut. *g*

      Die Handschuhe mag ich auch sehr gern. Das ist schon das zweite Paar, das ich nach dem Muster gestrickt habe. Es ist total simpel und die Handschuh sind genau das, was ich brauche. Dienstag habe ich sie wieder tragen können (wir hatten doch endlich mal einen Tag, der kühl genug war für Handschuhe) und mich darüber gefreut.

      Herzlichen Glückwunsch! An dem Tuch hast du ja auch schon eine Weile gesessen, schön, dass du es jetzt fertig hast. 🙂

  2. Wow, du warst ja sehr fleißig! Ich bin unterdessen noch immer nicht dazu gekommen, mal einen Schwamm-Ersatz auszuprobieren. Welche Wolle hast du denn dafür genommen?

    Übrigens werde ich nun immer neugieriger, was sich in der geschlossenen Box wohl befindet. 😉

    • Konstanze

      Du hast dafür mal eben ein paar Weihnachts- und sonstige Geschenke gehäkelt und riesige Fortschritte mit deiner Decke gemacht. 🙂 Ich habe dafür ein sehr fest gedrehtes Küchengarn aus Baumwolle genommen, das wohl auch als Bastelgarn verwendet wird wie ich später herausfand. Eigentlich hatte ich Paketschnur aus Pflanzenfasern gesucht, da aber bei Paketschnüren kein Material angegeben wird, bin ich dann zu dem (deutlich hübscheren) zweifarbige Küchengarn gewechselt. Normales Baumwollgarn wäre mir zu weich für den Schwammersatz, aber im Prinzip müsste jedes Garn gehen, das etwas fester und rauer ist.

      Wenn ich das Box-Projekt jemals beendet bekomme, dann fotografiere ich es, bevor ich es verschenke. *g*

      • Ich habe eine Paketschnur aus Jutegarn daheim, mit der ich das ganz gern probieren würde – allerdings ist die ziemlich dick, eignet sich also nur für einen sehr groben Schwamm. Mal sehen, ob ich etwas geeignetes für feinere Schwämme finde.

        • Konstanze

          Mit der Paketschnur kannst du ja auf jeden Fall schon mal ausprobieren, ob dir so ein gehäkelter Schwamm überhaupt liegt. 🙂

          Ich muss gestehen, dass ich auch nach vier Wochen immer noch überrascht bin, wie gut ich damit mein Geschirr sauber bekomme. Bei manchen Sachen bin ich immer noch sehr vorsichtig (scharfe Messer habe ich mit einem normalem Schwamm dann doch etwas hemmungsloser abgewaschen, weil ich den im Zweifelsfall eben ersetzen konnte), aber grundsätzlich sind die Lappen überraschend robust und effektiv.

  3. Ach ja, diese Handschuhstulpen (Marktfrauenhandschuhe) mag ich auch total gerne tragen. Meine Hände sind ja sowieso IMMER kalt genauso wie meine Füße!

    Sehr fleißig warst du! Immer wieder verrückt, wie sehr einen so kleine Listen motivieren können.

    • Konstanze

      Meine Hände und Füße sind eigentlich immer zu warm, ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich in den letzten Jahren Socken im Winter draußen getragen habe. Aber die Haut an meinen Händen mag es nicht, wenn sie direkt dem Wetter ausgesetzt ist, also sind die Marktfrauenhandschuhe ein guter Kompromiss.

      Öffentliche(!) Listen sind auf jeden Fall hilfreicher als private Listen, habe ich für mich festgestellt. *g* Außerdem habe ich in den letzten Monaten wirklich festgestellt, dass es mir hilft, wenn ich mir immer wieder klarmache, dass viele kleine Arbeitspausen am Ende mehr bringen, als wenn ich auf den einen freien Tag warte, an dem ich das alles auf einmal schaffen kann. 😉

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