Herbstlesen im Oktober 2021 (Samstag, 16.10.)

Logo mit dem Text "Herbstlesen im Oktober 2021" vor einem Hintergrund, der trockene Herbstblätter auf einem Asphaltboden zeigt.In der vergangenen Woche habe ich gar nicht so wenig gelesen, auch wenn ich dafür in der Regel auf Schlaf verzichten musste. Ich weiß ja, dass das nicht gerade der klügste Weg ist, um Zeit mit seinen Büchern zu verbringen, aber ich habe gerade eine Phase, in der ich nicht nur viel um die Ohren habe, sondern mich auch erst am späten Abend wirklich auf meine Bücher konzentrieren kann. Und wenn ich erst einmal in einer Geschichte drin bin, dann werden aus „ich lese nur eben das Kapitel zuende“ oder „ich komme in ein paar Minuten nach“ auch mal eben ein oder zwei Stunden, die mir dann am nächsten Tag fehlen. 😉

So habe ich immerhin in den letzten Tage nicht nur den zweiten Band der Strangeworlds-Travel-Agency-Reihe („The Edge of the Ocean“), sondern auch „Scales and Sensibility“ von Stephanie Burgis beendet und zwischendurch neben fünf Kapitel in „At Bertram’s Hotel“ von Agatha Christie auch noch das eBook „Paladin’s Hope“ von T. Kingfisher gelesen, das am vergangenen Samstag in meinen Posteingang trudelte. Ich liebe die Paladin- bzw. Saint-of-Steel-Bücher ebenso sehr wie alle anderen Geschichten („Clocktaur War 1+2“ und „Swordheart“), die in dieser fantastischen Welt spielen, und wünschte mir, ich könnte sie jedem ans Herz legen. Aber es ist schwierig eine angemessene Rezension zu schreiben für „überaus amüsante, fluffige High-Fantasy-Liebesgeschichten mit Blood-and-Gore-Elementen“ oder gar eine Religion wie die des Ratten-Gottes zu erklären, dessen Anhänger … pragmatische Bürokraten sind, die dem Volk dienen und unabhängig von der jeweiligen Regierung für Recht und Ordnung sorgen … oder so … 😉

Für heute habe ich mir schon zwei Romane („Willow Moss and the Vanished Kingdom“ von Dominique Valente und „Daugther of Lies and Ruin“ von Jo Spurrier) rausgelegt, muss aber erst einmal wachwerden (und das Geschirr vom Abendessen abwaschen *g*), bevor ich zum Buch greife.

 

Update 11:00 Uhr

Seit dem Aufstehen habe ich ein bisschen Zeit online verbracht, den Abwasch erledigt und habe dann noch einen Blick auf einen Auftrag geworfen, den ich gestern Abend zugeschickt bekam, mit der Anmerkung, dass ich den doch allen anderen vorziehen sollte. Ich werde also auch in der kommenden Woche gut zu tun haben und hoffe, dass ich dann etwas vernünftiger bin und nicht meine Nächte zum Lesen nutzen werde. 😉 Kommentare habe ich auch beantwortet und jetzt öffne ich gleich mal den Feedreader und schaue, was ich in den letzten Tagen verpasst habe.

So richtig bin ich noch nicht in Romanstimmung, aber vielleicht gönne ich mir gleich erst einmal eine Häkelrunde. Es ist in der Wohnung kühl genug für eine Decke, was mich doch sehr motiviert, um weiter an der Häkeldecke zu arbeiten. Außerdem finde ich es gerade überraschend entspannend einfach nur zu häkeln ohne weitere Ablenkungen zu haben …

 

Update 15:00 Uhr

Ein Stück braun-weiß-karierte Häkeldecke, die auf meinem Schoß liegt und in der eine Häkelnadel steckt.

Ich habe nach dem letzten Update wirklich zur Häkelnadel gegriffen und eine Weile an meiner Decke gearbeitet. So langsam ist die Decke ja auch als solche erkennbar – wobei ich heute festgestellt habe, dass ich seit dem letzten Wochenende gerade mal eine Kästchenreihe geschafft habe. Wenn das so weiter geht, dann wird die Decke erst zum Herbst 2022 fertig und dabei habe ich noch nicht mal die Zeit in Betracht gezogen, die ich für die Umrandung benötigen werde. *g*

Links ein Stapel aus zwei Taschenbüchern, es lässt sich gerade so erahnen, dass der obere Titel von Dominique Valente ist. Rechts ein Teller mit zwei Brötchenhälften, die eine mit Honig, die andere mit Frischkäse. Dazwischen steht am oberen Rand des Fotos eine Glasschale mit Apfelspalten.

Da mein Magen dann doch anfing zu knurren, gab es für mich dann auch Frühstück (unser Lieblingsbäcker hat gerade mal wieder riesige Brötchen Oo) und dazu ein paar Seiten in „Willow Moss and the Vanished Kingdom“. Ich freu mich sehr auf die Geschichte und finde es weiterhin faszinierend, dass mir die Bücher so gut gefallen, obwohl die Autorin ein paar Elemente verwendet, die mich bei anderen Romanen regelmäßig stören. Ich muss aber auch zugeben, dass ich es schön fände, wenn die Ausgangssituation nicht immer so wäre, dass niemand Willow glaubt. Ich konnte das ja noch beim ersten Band verstehen, weil es da um einen verschwundenen Tag ging und so niemand sich an diesen Tag bzw. an die Zeit, als dieser verschwunden war, erinnern konnte. Aber beim dritten Buch ist es doch etwas … einfallslos, dass selbst ehemalige Verbündete, die Willow schon zweimal davon überzeugt hat, dass sie sich nichts einbildet, wieder glauben, dass sie nur irgendwelche absurden Geschichten erzählt, so dass Willow ganz alleine (plus dem Monster unter dem Bett und den üblichen besten Freunden) losziehen und Unrecht wieder in Ordnung bringen muss. Das macht mich, obwohl ich mich über viele kleine Dinge in der Handlung und das Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren freue, gerade etwas grumpig.

 

Update 18:30 Uhr

Links wieder die Taschenbuchausgabe von "Willow Moss and the Vanished Kingdom", rechts ein großes Glas mit Chai-Milchtee, das von einer Milchschaumhaube gekrönt wird.

Im Moment bin ich einfach den ganzen Tag süchtig nach heißen Getränken mit Milch (und das liegt nicht daran, dass ich mir inzwischen wirklich einen elektrischen Milchschäumer besorgt habe), weshalb es nach dem Frühstück und dem letzten Update noch einen Chai-Milchtee für mich gab. Lustigerweise mag ich weder den Großteil der Gewürze in meiner Chai-Mischung, noch Rooibos, der ebenfalls darin verwendet wird, aber trotzdem trinke ich jeden Tag eine Tasse davon, weil es mit der Milch zusammen dann doch irgendwie … wohltuend ist.

Links eine Untertasse mit acht unterschiedlichen Pralinen, rechts eine Tasse, die wie ein Hexenkessel geformt ist und die mit Kakao und Mini-Marshmallows gefüllt ist.

Am Nachmittag habe ich etwas in „Daughter of Lies and Ruin“ von Jo Spurrier gelesen. Ich mochte den ersten Band der Blackbone-Witches so gern und auch diese Geschichte fängt schon wieder gut an. Ich mag das Verhältnis zwischen der Protagonistin Dee und ihrer Dienstherrin/Ausbilderin Aleida , auf der einen Seite ist Dee immer wieder bemüht Aleida zurückzuhalten (zu Beginn des Buches werden die beiden zum Beispiel von Räubern überfallen und Aleida ist durchaus bereit diese mit einem Streich zu erledigen), auf der anderen Seite ist Dee sehr froh darüber, dass Aleida so wenig Skrupel hat und sie in jedem Fall beschützen wird. Dummerweise bin ich beim Lesen immer wieder dem Sekunden-Schlaf zum Opfer gefallen, weshalb ich dann zu „Animal Crossing“ gegriffen habe.

Animal-Crossing-Screenshot mit meiner Spielfigur und Eugen, dem Museumsdirektor. Eugen sagt "Huhuuu! Wenn das nicht ein Einfachgemälde ist, vollwertig und authentisch!"

Nicht, dass ich bei dem Spiel nicht einschlafen würde, aber da bin ich das gewohnt und es stört mich nicht. 😉 Nach über 1 1/2 Jahren ist mein Museum noch immer nicht vollständig, obwohl wir uns im Freundeskreis fleißig ausgetauscht und doppelte Kunstwerke verteilt haben, aber ich arbeite weiter daran. Und nachdem es gestern ein Nintendo Direct zu dem neuen „Animal Crossing“-Update gab, habe ich das Gefühl, ich sollte noch ein paar Sachen auf meiner Insel erledigen, bevor es so viele neue Dinge zu entdecken gibt. Aber nicht mehr heute, für heute bin ich mit dem Spiel durch. Stattdessen drehe ich jetzt eine Blogrunde und wandere dann in die Küche, wo ich ein neues Rezept ausprobieren werde. Spannend wird dabei der Einsatz von Sriracha, die habe ich vorher noch nie probiert und bin gespannt, ob sie uns schmeckt (und in die geplanten Wraps passt).

 

Update 22:15 Uhr (letztes Update)

Ein Teller mit zwei Wraps, einer davon ist durchgeschnitten und der Anschnitt zeigt eine Füllung aus Reis, Kidney-Bohnen, Paprika und Zwiebeln.

Okay, ich muss zugeben, dass Sriracha deutlich zu scharf für mich ist (vor allem, da ich bei zu viel Schärfe keine Luft mehr bekomme), aber Extrawürze in der Füllung und mit etwas Ketchup abgemildert, passt die Sauce sehr gut zu diesen Wraps. Alles in allem hat uns das Essen wirklich gut geschmeckt und ich mochte es, dass es so einfach mit der Hand zu essen war. Zum Essen haben wir eine Folge „Document 72 Hours“ geschaut, dieses Mal ging es um Menschen, die rund um den Jahreswechsel 2017/2018 die Tsugaru Strait Ferry benutzten. Ich mag diese kleinen Einblicke in die Leben der Personen, die für diese Sendung interviewt werden, und finde es immer wieder überraschend, welche Dinge sie über sich preisgeben. Ansonsten habe ich nur noch etwas weiter in „Daughter of Lies and Ruin“ gelesen und wie schon im ersten Band habe ich das Gefühl, dass es eine schön gemütliche Geschichte ist, obwohl die ganze Zeit Dinge passieren. *g* Bevor ich ins Bett gehe, wasche ich noch eben das Geschirr vom Abendessen ab und drehe eine Blogrunde. Mehr gibt es also von mir hier nicht. Ich wünsche euch eine gute Nacht – bis morgen! 🙂

 

***

Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
JED
Anette

19 Kommentare

    • Mal schauen, wenn mein Mann weiterhin laut den Fernseher laufen hat, werde ich wohl tagsüber nicht so viel zum Lesen kommen. *g*

      Schön, dass du an diesem Wochenende mit dabei bist! Ich wünsche dir eine schöne Zeit! 🙂

    • Ich fürchte, JED, dass das eher gegen mich spricht, dass ich immer einige Zeit brauche, bis mich ein Buch so fängt, dass ich nicht mehr aufhören will. 😉

    • Eine Katzenstreukrise klingt nicht gut, Anette! Ich hoffe, Bilbo ist übers Wochenende versorgt, alles andere wird sich finden. 😉

      Ja, den kenne ich auch, aber dieser Gott ist damit definitiv nicht vergleichbar. 😀 In dieser Welt treten die Götter weniger direkt auf, dafür sind ihre Kirchen (oder eben im Fall des Rattengottes eher Verwaltungsgebäude) sehr präsent. *g*

      • Ja, hab noch genug Streu, leider teilweise am falschen Ort 😉
        Ich glaube, einfach nur Häkeln oder Stricken könnte ich nicht. Ich brauch immer Unterhaltung. Früher brauchte ich sogar beim Fernsehen noch irgendeine Parallelbeschäftigung. Da ich mittlerweile ja nur noch einmal die Woche „richtig“ fernsehe bzw. streame, geht das inzwischen, weil ich ja wirklich nur noch ausgewählte Filme oder Serien anschaue. Aber wenn ich z. B. esse, läuft gleichzeitig der Fernseher mit einer Quizshow oder den Simpsons im Hintergrund und ich blättere außerdem noch in Prospekten oder einem Kochbuch 😉

        • Ich mache ja auch normalerweise immer viele Dinge parallel, aber momentan habe ich das Gefühl, als ob mein Kopf einfach eine Auszeit benötigt und so ist es überraschend erholsam einfach mal nichts anderes zu machen als zu häkeln. Es fühlt sich an, als ob mein Gehirn so die Auszeit bekommt, die es benötigt, um all die Sachen, die in der Woche aufgelaufen sind, zu sortieren und zu verarbeiten. 😉

          • Das ist so etwas, was bei mir irgendwie nur beim Wandern funktioniert. Vielleicht auch noch beim Staubsagen, obwohl ich das hasse 😉
            Das Starfell-Cover sieht ja hübsch aus. Hexen und Katzen sind immer gut. Ist das Middle Grade?

          • Na, das sind ja gar nicht so unähnliche Tätigkeiten, Anette. Beim Häkeln, Wandern oder Staubsaugen ist ein Teil des Körpers beschäftigt, ohne dass man da viele Gedanken reinstecken muss, und der Kopf ist frei zum Verarbeiten all der angestauten Gedanken. 🙂

            Jupp, das ist Middle Grade und wenn du mehr über die Reihe wissen willst, dann findest du hier die Rezi zum ersten Band: https://allesausserlyrik.de/dominique-valente-starfell-1-willow-moss-and-the-lost-day/

  1. Fein, dass du wieder motiviert bist zu häkeln! Bei mir lässt die Häkellust leider noch auf sich warten. Vielleicht brauche ich ein neues bzw. ein Zwischenprojekt.

    • Vielleicht kommt die Häkellust ja wieder, wenn es noch etwas kühler und muckeliger wird oder wenn du deine Hörbuchzeit nicht mit Kartenplanen und -malen füllen magst. Manchmal hat man ja so Phasen, da locken einen die vertrauten Zeitvertreibe nicht so sehr. Hättest du denn eine Idee für ein eventuelles Zwischenprojekt?

      (Ich muss mir hingegen gerade sehr deutlich sagen, dass ich nicht mal eben Wolle für eine vollkommen andere Häkeldecke bestellen muss, nur weil ich ein tolles Muster gefunden habe und mir das Häkeln gerade so viel Freude bereitet! 😉 )

      • Ich hätte ganz gern neue Topflappen, was ja durchaus ein überschaubares Projekt wäre. Mal sehen.
        Die Decke ist auf jeden Fall sichtbar gewachsen, auch wenn du den Eindruck hast, dass du nur langsam vorankommst.

        Viel Erfolg mit dem neuen Rezept!

        • Das wäre wirklich ein schnelles Projekt und es gibt so viele toller Muster, die man dafür verwenden könnte. Ich bin gespannt, wofür du dich letztendlich entscheidest. 🙂

          Ich sehe schon, dass da eine Kästchenreihe mehr ist und dass ich inzwischen die Decke dreimal falte statt zweimal, wenn ich sie wegpacke. Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich um die 64 Kästchen in der Länge benötige, damit die Decke groß genug wird, und bis dahin ist es noch sehr weit hin. *g*

          Danke! Ich bin etwas nervös, aber irgendwas essbares kommt am Ende bestimmt raus. 🙂

  2. Tolle Decke! Ich bewundere ja jeden, der soetwas kann und auch die Geduld dafür aufbringt.

    Ist doch egal, wann sie fertig wird. Solange Du Freude daran hast: Der Weg ist das Ziel. :o))

    • Danke, JED! Geduld ist wirklich das einzige, was man dafür braucht. Das Muster selbst ist wirklich einfach. So erfahren bin ich beim Häkeln auch nicht, dafür mache ich das normalerweise viel zu selten.

      Das stimmt natürlich, aber es wäre schon schön, wenn mein Mann bald seine kalten Füße in die Decke einwickeln könnte. Dafür habe ich sie ja im Frühling angefangen. Außerdem liebäugle ich schon mit der nächsten … *g*

      • Hervorragend! Handarbeiten gehören ja so gar nicht zu meinen Kernkompetenzen, aber ich liebe immer all die Fotos von Euren Kunstwerken!

        Ansonsten hast Du Dir ja zu Deiner schönen Hexenkesseltasse das passende Buch ausgesucht. Auch wenn ich gerade etwas schmunzeln musste, dass Du irgendwie gar keinen Chai magst, aber trotzdem trinkst. Das klingt…äh….gesund. *lach*

        Aber ich kenne das mit der Milch. Haue ich mir auch fast überall in Tee gern rein, weil es einfach leckerer ist. Außer natürlich in Kräutertee. Obwohl mir das ernsthaft schon angeboten wurde. Weil alle wissen, dass ich gern Tee mit Milch trinke. *lach*

        • Kunstwerke würde ich meine Sachen nicht nennen, aber es beschäftigt die Hände und am Ende kommen Dinge raus, die ich nutzen kann. *g*

          Im Moment ist es fast einfacher für mich Bücher mit Hexen in meinem Bestand zu finden als welche ohne. 😉 Naja, in Chai-Teemischungen sind in der Regel Kardamom und Ingwer drin und beides mag ich nicht so gern, aber zusammen mit dem Geschmack von Milch ist es nicht so penetrant, sondern eher würzig-wärmend.

          Ich habe eine Zeitlang gar keine Milch mehr getrunken, aber im Moment kann ich einfach nicht darauf verzichten. Lustig, dass es bei deinen Freunden so fest drin sitzt, dass du Tee mit Milch trinkst, dass sie dir jede Art von Tee mit Milch mischen wollen. 😀

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