Lese-Sonntag im Juli

Heute starte ich sehr früh in den Lese-Sonntag, da ich seit ein paar Wochen wieder morgens um 4:30 Uhr aufstehe, um die Wohnung gründlich durchlüften zu können, bevor die Sonne ab halb sieben wieder auf die Fassade knallt. Ohne die dadurch entstehende Abkühlung ist es hier tagsüber wirklich unerträglich. Nachdem ich die ersten Wochen das Gefühl hatte, ich würde vor lauter Übermüdung nie wieder denken können, habe ich mich inzwischen immerhin einigermaßen an meinen aktuellen zweigeteilten Schlafrhythmus gewöhnt (schwierig wird es nur, wenn der ausgiebige Mittagsschlaf wegfällt). Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich nie im Schichtdienst arbeiten musste und bin voller Bewunderung für jeden, der das einige Jahre lang ohne größere Probleme auf die Reihe bekommt.

Viel Konzentration fürs Lesen bleibt trotzdem gerade nicht übrig, weshalb ich in den letzten Tagen vor allem Kinder- und Jugendbücher (und weiterhin Manga) zur Hand genommen habe. Auch heute zieht es mich in die Richtung, nachdem ich in der vergangenen Woche doch noch meine „Qualze“-Bücher gefunden habe, von denen ich schon befürchtet hatte, dass sie beim vorletzten großen Ausmisten von mir in die Bibliothek gebracht wurden. Mal schauen, ob ich auch über zehn Jahre nach dem letzten Lesen dieser Geschichten die Abenteuer der acht Kinder von König Grostro, die sich gegen die Qualze behaupten müssen, genießen kann. Aber erst einmal schaue ich, was sich nach meinem Schlafengehen noch so online getan hat und lese – bis die Lichtverhältnisse besser sind – weiter in „Velveteen vs. The Seasons“. 😉

Update 08:45 Uhr

… und dann ging dem Tablet mal wieder der Saft aus, während ich mitten in der Geschichte war. *grummel* Es gibt definitiv Gründe, warum ich gedruckte Bücher immer noch lieber lese als eBooks. In meiner Timeline war über Nacht auch nicht viel los, aber da das Licht inzwischen zum Lesen ausreichte, habe ich zu „Die Qualze – Im Reich von König Gommelick“ von Helga Weymar gegriffen. Dieses Buch fand ich – ebenso wie die Fortsetzung „Die Qualze – Der wachsende Berg“ – als Kind so knuffig, dass ich mir die beiden Titel kaufen musste, nachdem ich sie in der Bibliothek entdeckt hatte. Die Erzählweise und viele kleine Elemente in den Qualze-Büchern erinnern mich an Geschichten von Max Kruse, ohne dass ich das Gefühl habe, die Autorin hätte sich direkt von dem Autor inspirieren lassen.

Die Handlung beginnt damit, dass König Grostro mal wieder über seine acht Kinder jammert, die alle nicht so geraten sind, wie er sich das gewünscht hätte. Seine Tochter Xargarixa setzt mit Schmollen, Weinen und Wutanfällen ständig ihren Willen durch und seine sieben Söhne verbringen den Tag mit allerlei unnützen Dingen. Die ältesten (die Zwillinge Hager und Mager) spielen allen ständig Streiche, der klügste Sohn (Spring) weiß nichts mit all seiner Klugheit anzufangen, Schwobb hält sich für einen Dichter, Mupi schläft Tag und Nacht, Plex eifert den Zwillingen nach und der jüngste Sohn, Acht, ist so gutmütig, dass mit ihm auch nicht viel anzufangen ist. Zu Beginn von „Die Qualze – Im Reich des König Gommelick“ lässt sich König Grosto von seiner Tochter überreden einen Liebesbrief-Wettbewerb auszurichten, um einen Ehemann für sie zu finden, und während er noch darüber jammert, dass das eine dumme Idee sei und wie es sein kann, dass er dem zugestimmt hat, erklingt ein geheimnisvollen (und auch etwas unheimliches) Kichern im Thronsaal, dass alle Anwesenden sofort der Qualze zuschreiben. Die Qualze ist eine Hexe, die in allen Ländern Afraliens ihr Unwesen treibt und von der man nicht weiß, ob sie gut oder böse ist. Es steht nur fest, dass sie das Leben aller Beteiligten kräftig auf den Kopf stellt, wenn sie sich erst einmal einmischt …

Mir hat es wirklich Spaß gemacht die Abenteuer der von der Qualze in verschiedene bunte Wesen (oder Dinge) verzauberteten Prinzen zu verfolgen und mitzuerleben, wie sie einen Weg finden müssen, um den auf ihnen liegenden Zauber wieder aufzuheben. Manchmal haben sie dabei Hilfe von anderen Personen, die ebenfalls Opfer der Qualze wurden, bekommen, dann wieder hatten sie das Glück und trafen auf einen ihrer Brüder, der ihnen beistehen konnte, oder sie haben ganz allein herausgefunden, welches Mittel ihnen ihre alte Gestalt wieder zurück bringt. Und da der erste Band so nett und die Geschichte damit noch nicht abgeschlossen war, habe ich gleich zu „Die Qualze – Der wachsende Berg“ gegriffen und das Buch auch noch gelesen. Ich mag es, dass die Qualze zwar keine besonders sympathische Figur ist, aber im Laufe der beiden Bücher klar wird, dass sich langfristig das Leben all der von ihr verzauberten Personen verbessert hat, weil sie durch ihre Erlebnisse so viel gelernt und sich weiterentwickelt haben. 🙂

Update 11:30 Uhr

Nach dem letzten Update gab es erst einmal Frühstück für mich und dazu haben mein Mann und ich die gestrige Folge von „Kids Baking Championship“ gesehen – immer wieder spannend, was diese Kinder für Techniken beherrschen (auch wenn die gestrige Folge in der Beziehung nicht soooo beeindruckend war). Außerdem ging es mit „Velveteen vs. The Seasons“ von Seanan McGuire – genauer gesagt mit der Geschichte „Velveteen Presents The Princess vs. Public Relations“ – weiter. Diese dritte Sammlung von Velveteen-Kurzgeschichten dreht sich um die Zeit, die Velveteen bei den Jahreszeiten verbringen muss, um für die Hilfe zu bezahlen, die sie von diesen bekommen hat. Velveteen hat sich verpflichtet eine Saison pro Jahreszeit zu dienen, in der Hoffnung, dass sie danach noch rechtzeitig kommt, um ihren Liebsten aus seinem magischen Schlaf zu retten. Die Jahreszeiten – allen voran Winter – hingegen hoffen, dass sie Velveteen für immer für sich gewinnen können. Die schon von mir gelesenen Geschichten drehten sich um die Zeit, die Velveteen im Winter verbracht hat, und darum, wie sie die schreckliche Seite des Winters entdeckte, nachdem diese Jahreszeit sie von klein auf nur mit den schönen Elementen verwöhnt hat (um sie in ihren Dienst zu locken).

Das Testbrot für dieses Wochenende ist Haselnuss-Brot – sehr lecker, sowohl mit Käse, als auch mit Aronia-Gelee. 🙂

„The Princess vs. Public Relations“ dreht sich hingegen nicht um Velveteen (die Winter gerade verlassen hat und auf dem Weg zum Frühling ist), sondern um „The Princess“, eine der besten Freundinnen von Velveteen und eine der wenigen Superheldinnen, die nicht von klein auf zu den Super Patriots gehörte. Ich fand es schön mehr über „The Princess“ zu erfahren, die ich bislang zwar als Freundin von Velveteen mochte, die aber bislang relativ wenig Profil und so gut wie keinen Hintergrund bekommen hatte. Schön fand ich die beiläufige Bemerkung, dass „The Princess“ (getauft auf den Namen Scott Miller) seit ihrem sechsten Lebensjahr Carrabelle hieß, und die Beschreibung des Moments, als ihre Magie in einem märchenhaften Themenpark erwachte. Ich glaube, ich finde diese Elemente deshalb so besonders, weil ich mir bei Seanan McGuire sicher bin, dass für sie der Charakter von Anfang an genau diesen Hintergrund hatte und dass sie nur jetzt erst dazu kam, die Geschichte dieser Figur zu erzählen. (Wobei man da auch in Betracht ziehen muss, dass die Velveteen-Kurzgeschichten von der Autorin nicht chronologisch geschrieben und für die Anthologien überarbeitet und passend sortiert wurden.)

Weil es so selten ist, dass ich Christie mal beim Schmusen (mit meinem Mann) festhalten kann, packe ich das Bild trotz der schlechten Lichtverhältnisse durch die Verdunklung in unserer Wohnung mal hier rein. Noch schöner ist das Bild, bei dem sie ihren Kopf an seinem Kinn reibt, aber das möchte er nicht veröffentlicht haben. *g* Bis zum Katzenfüttern lese ich noch in den schon rausgelegten Criminal-Comics von Brubaker. Mein Mann hatte vor einiger Zeit mal seine Brubaker-Hefte für mich rausgesucht und heute habe ich endlich Lust mir mal die nächste Serie davon vorzunehmen. Mal schauen, wie weit ich damit komme, bevor Christie ihr Futter verlang. Nach dem Katzefüttern werde ich vermutlich den langsam notwendigen Mittagsschlaf einlegen …

Update 16:00 Uhr

Katze gefüttert, Mittagsschlaf beendet, Internetrunde gedreht … jetzt Kekse und wenn „Die Traumhaus-Challenge: Irland“, die mein Mann gerade laufen hat, zuende ist, greife ich wieder zu den Comics. 😉

Update 18:45 Uhr

Der Comic („Second Chance From Hell“), den ich heute Mittag gelesen hatte, drehte sich um zwei junge Männer (Jake und Sebastian), deren Väter zusammen die kriminelle Macht in der Stadt in der Hand hielten. Und während Sebastian in die Fußstapfen seines Vaters treten will, versucht Jake als Profi-Boxer eine ehrbare Karriere zu starten. Doch natürlich entkommen sie dem Erbe ihrer Väter nicht – schon gar nicht, als ganz „klassisch“ die Liebe zu einer Frau (Danica) ihrer beider Freundschaft zerstört. Das zweite Heft, „A Wolf Among Wolves“, dreht sich nicht – wie ich erwartet hatte (schon blöd, wenn man dank gezeichneter Verletzungen die blonden Figuren nicht auseinanderhalten kann *g*) um Sebastian, sondern um Teeg Lawless (dessen Sohn kenne ich schon aus einer anderen Criminal-Reihe von Brubaker). Teeg ist gerade erst aus dem Krieg zurückgekehrt und hat mehr Erinnerungen mitgenommen, als er erwartet hatte. Schon vor dem Vietnam-Krieg war er kein besonders gesetztestreuer Mensch, nun aber gerät er – dank Spielschulden und einem kleinen Rest von Verantwortungsgefühl gegenüber seiner Frau und den beiden Söhnen – in eine rasante Abwärtsspirale. Da ich mir Namen so schlecht merken kann, hat es bis zum zweiten Heft gedauert, bis ich feststellte, dass ich auch Jake schon kannte … 😀

Heft Nummer drei („Female Of The Species“) wird dann aus Danicas Sicht erzählt und klärt die Frage, warum sie nach fünf Jahren überhaupt wieder in die Stadt gekommen ist. Ich mag die Noir-Stimmung in diesem Comics, ich mag viele der Figuren, auch wenn sie ständig die falsche Entscheidung treffen, und ich mag wie die verschiedenen Geschichten verknüpft sind (auch wenn das herausfordernd sein kann, wenn man immer so viel Zeit zwischen den einzelnen Reihen verstreichen lässt). Aber ich muss auch zugeben, dass ich für all diese Hoffnungslosigkeit und Gewalt in den Criminal-Comics in der richtigen Stimmung sein muss, obwohl die Geschichten wirklich cool erzählt werden. Aktuell passt es, aber nach diesen sieben zusammengehörigen Heften gibt es für mich vermutlich wieder eine kleine Brubaker-Pause. 😉

Bevor ich aber die vier Teile von „Bad Night“ beende, sollte ich in die Küche wandern und Abendessen kochen. Heute gibt es Pita-Taschen mit würziger Karotten-Kichererbsen-Füllung und Joghurt-Sauce… nur ohne Pita-Taschen (dafür mit Fladenbrot) und auch sonst fehlen mir ein paar Zutaten, weil es beim gestrigen Wochenend-Einkauf mal wieder nur sehr, sehr wenig Auswahl im Viertel gab. Die Hälfte der geplanten Essen für die kommende Woche musste ich spontan streichen, weil so exotische Zutaten wie Parmesan oder Frühlingszwiebeln nicht zu bekommen waren. *grummel*

Update 21:15 Uhr

Das Abendessen war lecker, wenn auch etwas herausfordernd zu essen – so viel kullernde Kichererbsen! *g* Außerdem war die Menge schon recht großzügig, obwohl ich weniger gemacht hatte, als im Rezept für zwei Personen veranschlagt worden war. Nebenbei haben wir eine Doku über Bettina Tietjen laufen gehabt, die es vor kurzem im Fernsehen gab, und so ging die Zeit bis jetzt gut vorbei. 😉 Nach einer letzten Blogrunde, werde ich gleich die letzten beiden Criminal-Hefte lesen, um die Geschichte zu beenden, und dann vor dem Schlafengehen nur noch etwas mit dem DS spielen.

Es war schön, heute wieder gemeinsam mit euch zu lesen! Habt einen guten Start in die Woche und gönnt euch möglichst viel Erholungs- und Lesezeit bis zum nächsten Lese-Sonntag im August! 🙂

***

Heutige Mitleser:

Natira
Kiya
Sayuri

20 Kommentare

  1. Guten Morgen! Ich bin heute auch wieder dabei.
    Hm, ich hoffe, dass die Geschichte wenigstens gut ist, sodass es sich lohn, das Tablet wieder aufzuladen? Ich glaube, hier ist das Problem auch, dass der Titel gedruckt oder als audio nicht verfügbar ist, oder?

    Die Abenteuer mit der Qualze erscheinen sehr phantasievoll. Ich habe von den Büchern noch nie etwas gehört (bin allerdings bekanntlich im damaligen Nachbarstaat aufgewachsen). Waren die Bücher denn bei Erscheinen hier bekannt und wurden sie gekauft, weißt Du darüber etwas?

    • Konstanze

      Guten Morgen! Ich freu mich, dass du heute den Tag wieder mit mir (und dem einen oder anderen Buch) verbringen magst. 🙂

      Stimmt, diese Velveteen-Veröffentlichung gibt es nicht als Audio-Version und die Druckversion war damals so schwer zu bekommen und schon in der regulären Ausgabe so teuer, dass ich sie mir nicht gegönnt habe. Ich mag die Geschichten, ich finde es nur immer noch schade, dass ich sie nicht vorgelesen bekomme – das hat bei den anderen beiden Bänden schon einen für mich deutlich spürbaren Mehrwert gebracht.

      Die sind wirklich total nett (auch wenn das Ende etwas überhastet ist). Meine Ausgabe ist von 1985, aber wenn man nach gebrauchten Exemplaren schaut, dann gibt es zumindest den erste Band in einer sichtbar älteren Variante. Ich glaube nicht, dass die Geschichten besonders bekannt waren – zumindest waren sie für die Personen, mit denen ich mich damals darüber unterhalten habe, auch neu. Anscheinend hatte ich einfach Glück, dass ich darüber in der Bibliothek gestolpert war und sie dann auch noch im Laden bestellen konnte.

  2. Pingback: Lesesonntag im Juli | kiyaliest

    • Konstanze

      Sehr, sehr toll, dass das geklappt hat! Ich freu mich sehr und hoffe, du findest wirklich ein bisschen „Mittagsschlaf-Lesezeit“. 🙂

      • Ich könnte schon, bisher bin ich aber erstmal wieder eingeschlafen (kommt davon, wenn man früh aus dem Bett geworfen wurde) und widme mich jetzt endlich einer richtigen Blogrunde 😉 Wird aber noch.

        Deine Bücher heute klingen sehr gemütlich! Die Qualze sagen mir nichts, lassen mich aber des Artikels wegen gerade an die Schnerge denken, die letztens bei mir eingezogen sind. Und es ist erschreckend, wie viel Seanan McGuire schreibt. Ich bin längst ausgestiegen bei dem Versuch, up to date zu bleiben *g* Ich weiß ja auch nicht, ob alles etwas für mich ist, auch wenn die Ideen meist irgendwie spannend klingen (märchenhafter Themenpark ist auch wieder so ein Stichwort, bei dem ich sofort hellhörig werde ;-)).

        • Konstanze

          *schmunzel* Ausgeschlafen macht das Lesen ja auch mehr Spaß …

          „Die Schnerge“ sagt mir hingegen nichts. Und ja, Seanan McGuires Produktivität ist schon heftig. Die Velveteen-Geschichten kann man auf ihrer Homepage lesen, aber da erscheinen sie wie sie sie veröffentlicht hat, während sie für die Anthologien etwas poliert und geordnet wurden. Da ich es sehr, sehr schwierig fand dem Ganzen zu folgen, ohne eine „richtige“ Reihenfolge zu haben, war ich über die Anthologie-Veröffentlichungen damals sehr glücklich. Die Geschichten sind sehr eigen (also selbst für Seanan McGuires Verhältnis), vermutlich, weil sie sie vor allem zu ihrem eigenen Vergnügen geschrieben hat und drehen sich vor allem um ungewöhnliche Superhelden und eine Firma, die diese vermarktet und einsetzt. Das mit dem märchenhaften Themenpark ist jetzt einfach nur ein wichtiges Element in der Geschichte der Prinzessin.

          • Die Schnerge habe ich auch noch nicht richtig angefangen, aber es ist ein Kinderbuch, das zuerst in den 1920er Jahren erschien. Die Schnerge haben wohl Tolkien ein bisschen mit zu seinen Hobbits inspiriert. Ich mag ja diesen Stil älterer englischer Kinderbücher 🙂

        • Konstanze

          Ich mag den auch sehr und finde, dass das gut klingt. Allerdings habe ich gerade nur eine Gesamtausgabe für 45 Euro gefunden und das finde ich momentan doch etwas viel zum Antesten. Ah, es gibt auch eine englische Ausgabe für gut 10 Euro – wobei da nichts zum Umfang steht … Mal schauen, wie dir die Schnerge langfristig gefallen. 🙂

  3. Vielleicht gibt es ja irgendwann auch eine audio-Version dieses Velveteen-Buches; ich drücke die Daumen!

    Hm, ist das nur Haselnuss-Brot auf Deinem Teller oder auch ein Bagel?

    Auf Amazon habe ich „Die Qualze und die sieben Brüder“ gefunden und die von Dir hier genannten beiden Bücher. Kann es sein, dass „Die Qualze und die sieben Brüder“ die beiden Einzelbücher enthält?

    • Konstanze

      Wenn nicht, dann ist es auch nicht so schlimm. Theoretisch könnte ich all diese Geschichten auf der Homepage der Autorin lesen, ich müsste finde es da nur schwierig eine Reihenfolge rauszufinden (und es sind wirklich viele Geschichten, das erschlägt einen schon etwas).

      Eine Brötchenhälfte mit bagelhaftem Loch in der Mitte. *g*

      Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute auch, dass „Die Qualze und die sieben Brüder“ die (ältere) Gesamtausgabe der Geschichte ist.

      • Ah, ein Tarnbrötchen! 😀

        Schön, dass Du eine erholsame Siesta halten konntest. Gute Unterhaltung mit den Comics (der Herr hat ja ganz schön was „abbekommen“).

        • Konstanze

          *schmunzel* Ja, so könnte man es nennen.

          Danke! Der Herr war im ersten Heft, das ich heute Mittag gelesen habe, Mafia-Boss in spe, der ehemalige Kindheitsfreund des Protagonisten und Grund für das Ende der Karriere als Profi-Boxer für den Erzähler, den ich sehr mochte – ich bin also erst einmal noch nicht so entsetzt von seinem Zustand. Mal schauen, ob ich ihn in seiner Geschichte sympathischer finde. 😉

          • Mich reizen diese Geschichten zwar nicht, aber schön, dass Dich diese Criminal-Comics gut unterhalten.

            Also, man kann doch auch nicht erwarten, dass man Frühlingszwiebeln im Sommer bekommt! 😉 Trotzdem klingt der Alternativplan (Brot statt Tasche) lecker! Guten Appetit!

          • Konstanze

            Ich mag eigentlich die Noir-Geschichten lieber, in denen der Protagonist eine (wenn auch in der Regel eigenen) Ehren-Codex folgt, aber zur Abwechslung sind solche düsteren Comics, in denen anscheinend kein Charakter einen Ausweg aus seiner düsteren Situation findet, schon schön atmosphärische Lektüre. 🙂

            *seufz* Genauso wenig wie bestimmte Konserven oder Milchprodukte, richtig?

            Lecker war es, aber auch herausfordernd zu essen und sehr sättigend. *g*

  4. sayuris.exile

    Fast hätte ich es verpasst, aber zum Glück habe ich heute beim Frühstück schon um Lesezeit für nächsten Sonntag gebeten, worauf wir herausfanden, dass schon heute Lesetag ist … Ich bin zur Zeit außerhalb von Raum und Zeit 😉
    Aber zum Glück habe ich auch heute Lesezeit bekommen und werde mich gleich auf meinen Donna-Leon-Roman stürzen.
    Die Qualz-Bücher klingen wirklich sehr fantasievoll – schon die Namen der Kinder sind großartig gewählt und ich freue mich, dass sie Dir viel Freude machen.
    Wie schön, dass Christie heute so schmusig ist <3
    Ich wünsche Dir einen schönen Mittagsschlaf und einen angenehmen Lesetag!

    • Konstanze

      Ich bekomme es auch nur auf die Reihe, weil ich zum Monatsanfang immer schaue, wann denn der dritte Sonntag des Monats ist (und in diesem Jahr sind die immer so verflixt früh!). Schön, dass du wieder dabei bist – ich freu mich sehr!

      Die Qualze-Geschichten strotzen voll wunderbarer Elemente, sind aber auch sehr einfach erzählt und haben ein paar Aspekte (zum Beispiel die trotzende und weinende Prinzessin), die ich bei aktuelleren Veröffentlichungen vehementer kritisieren würde. So finde ich diesen Punkt nicht so toll, hake es aber ein bisschen mit „70er-Jahre-Kinderbuch“ ab.

      Christie sitzt momentan den ganzen Tag in einem Pappkarton auf dem Tisch im Nebenraum, aber ab und an kommt sie vorbei und verlangt Aufmerksamkeit. So intensiv ist sie dabei aber wirklich selten, umso schöner ist es dann zu sehen. 🙂

      Danke! Der Mittagsschlaf hat schon mal gut getan und zum Lesen komme ich vermutlich gleich auch wieder.

  5. Ohhh, die Qualze! Ich hatte mal in einem verregneten Urlaub in der Mini-Bücherei der Frühstückspension den 1. Band gelesen und war ganz unglücklich, als es kein richtiges Ende gab. in unserer Stadtbücherei gabs die Bücher nicht und damals hätte ich auch nicht gewusst, wie ich sonst danach suchen sollte.
    Ich habe dann jahrelang auf das Buch vergessen, bis ich erst als Erwachsene durch Zufall bei einem Bekannten erneut darauf gestoßen bin und endlich auch die Fortsetzung lesen konnte. Das begeisterte Quietschen, als ich bei ihm im Regal „Die Qualze“ entdeckt habe, muss man wohl noch kilomenterweit gehört haben. 😉 Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon daran gezweifelt, dass es wirklich ein Buch mit diesem Namen gab …

    • Konstanze

      Oh, du kennst die Qualze! Und wie ärgerlich, dass du so lange Zeit auf das Ende der Geschichte warten musstest, auch wenn es schön ist, dass du irgendwann doch noch den zweiten Teil in die Finger bekommen hast. Das war immer der große Nachteil an Bibliotheksausleihen, wenn man nicht die Fortsetzungen (oder noch schlimmer die ersten Bände) in die Finger bekommen konnte!

      • Ich weiß ja noch nicht mal, ob es den 2. Band nicht sogar am Urlaubsort gegeben hätte. Aber da sind wir halt dann wieder abgereist …

        Jahrelang bin ich keiner Menschenseele begegnet, die überhaupt jemals von den Büchern gehört hatte, bis ich selbst schon das Gefühl hatte, das irgendwie falsch in Erinnerung zu haben. Daher freue ich mich immer noch, wenn jemand anderer die Bücher auch kennt. 🙂

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