Am Dienstag habe ich den am letzten Wochenende angefangenen Roman „Mord im Park“ von Cynthia Harrod-Eagles beendet. Der Krimi war jetzt nicht der ganz große Wurf und ich muss die Reihe definitiv nicht weiterverfolgen, aber die Geschichte war so weit ganz nett zu lesen. Ein bisschen mehr dazu gibt es am Monatsende, wenn ich bis dahin genügend Leseeindrücke für einen ganzen Beitrag zusammen bekomme. 😉
Ansonsten habe ich in dieser Woche zwar recht viel Zeit auf dem Sofa verbracht, da ich mich wegen einer heftigen Erkältung selber „krankgeschrieben“ habe, aber viel lesen konnte ich so nicht. Immerhin habe ich inzwischen „Zelot“ beinah beendet (das Buch hatte ich ja schon vor über einem Monat während des ersten Herbstlesen-Wochenende angefangen), mir fehlen da nur noch die Anmerkungen zu den diversen Details, während ich in der Anthologie „Home Improvement: Undead Edition“ seit dem letzten Wochenende nicht weiter gelesen habe.
Für heute habe ich vor allem „Inselgrab“ von Johan Theorin ins Auge gefasst. Ich mag den Autor, ich mag seine Öland-Reihe und es wird Zeit, dass ich endlich den letzten Teil davon lese. Aber erst einmal geht es zum Wochenendeinkauf – bis später! 🙂
Update 12:00 Uhr
Da wir heute auch Katzenfutter einkaufen mussten, waren wir etwas später im Supermarkt als uns lieb ist und durften uns mit sehr vielen planlosen Menschen rumschlagen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich jetzt wieder Zuhause bin, mich auf dem Sofa einrollen und es mir gemütlich machen kann. Während des Frühstücks schau ich schon mal die ersten Seiten von „Inselgrab“ an.
Das hier sind übrigens leider die letzten Fotos, die ihr für einige Zeit auf meinem Blog sehen werdet, denn die Kamera ist gerade kaputt gegangen. Das Objektiv lässt sich nicht mehr einfahren und das Gerät meldet einen Systemfehler. Ich habe keine Ahnung, ob sich das noch einmal richten lässt, aber nach dem Tierarzt-Termin von gestern kann ich mir eine Reparatur eh so schnell nicht leisten.
Update 15:45 Uhr
„Inselgrab“ beginnt schon wieder wunderbar atmosphärisch mit einem Begräbnis im Jahr 1930, bei dem ein Mann zweimal begraben werden musste, nachdem beim ersten Versuch Klopfgeräusche aus dem Sarg zu hören waren. Wie immer erzählt Johan Theorin die Geschichte aus mehreren Perspektiven und verwendet dabei mehrere Zeitebenen, worauf man sich am Anfang etwas einlassen muss. Zumindest geht es mir so, dass ich immer das Bedürfnis habe, die verschiedenen Personen zuordnen zu wollen, was aber bei diesen Romanen nicht auf Anhieb geht und was eben auch einen Teil des Reizes ausmacht. Ich freu mich Gerlof wieder zu treffen, der sich inzwischen ein Hörgerät besorgt hat, mit dem er wieder die Klänge der Vögel hören kann, befürchte aber auch irgendwie, dass dies sein letzter Sommer auf Öland sein könnte. Nach dem Herbst, Winter und Frühling finde ich es spannend zu erleben, wie sehr sich die Insel durch den Ansturm der Mittsommer-Touristen verändert, und ein Teil von mir sträubt sich gegen diese Invasion und sehnt sich nach der Einsamkeit des Winters.
Zum Buch gibt es jetzt übrigens einen weiteren großen Pott mit heißem Tee und Kekse (Haferkekse für mich, Prinzenrolle für meinen Mann). 😉
Update 18:30 Uhr
Ach, ich mag die Romane von Johan Theorin so gern! In „Inselgrab“ finde ich den Kontrast zwischen dem fröhlichen Touristenleben, den Mittsommerfeiern und dem entspannten Sommeralltag auf der einen Seite und den schlimmen Vorkommnissen, einem verstörten Jungen und den Erzählungen aus den 30er Jahren wirklich wunderbar gemacht. Auch spielt der Autor ganz großartig mit den Erwartungen des Lesers, in dem er einen Punkt in der Geschichte nicht ausspricht und so in der Mitte des Romans einem eine ganz neue Denkrichtung vorgeben kann. Das hat bei mir wirklich für einen Aha-Effekt gesorgt, den ich so schon lange nicht mehr beim Lesen eines Romans hatte. Ich mag es auch, dass es immer ein paar kleine Geistergeschichten-Elemente gibt. Selbst dann, wenn Gerlof genau erklären kann wie manche Sagen entstanden sind, tragen diese Passagen so ungemein zur Öland-Atmosphäre bei. Bislang würde ich behaupten, dass dieser Band mit meinem bisherigen Lieblingsteil „Nebelsturm“ locker mithalten kann, wenn es um die Handlung und die Atmosphäre geht. 🙂
Jetzt unterbreche ich aber erst einmal und drehe eine Blogrunde und koche dann das Abendessen. Wenn das so weitergeht, werde ich aber nach dem Essen wieder zum Buch greifen. Der Roman macht mir gerade so viel Spaß, dass ich ihn vermutlich heute noch beende, wenn ich nicht später zu müde zum Lesen bin.
Update 0:00 Uhr
Das war ein sehr gutes Buch! 🙂 Ich muss gestehen, dass ich von Anfang an die Befürchtung hatte, dass Gerlof im Laufe dieser Geschichte sterben würde, aber diese letzten Seiten … Und auch sonst hat Theorin hier wieder einige eindrucksvolle Elemente miteinander vermischt, die einem die Inselvergangenheit näher bringen. Dieses Mal erzählt der Erzählstrang, der in der Vergangenheit beginnt, die wirklich erschütternde Geschichte eines schwedischen Auswanderers – und die trockene und sachliche Erzählweise sorgte dafür, dass das Grauen umso eindringlicher auf mich wirkte, während ich auf der anderen Seite genügend Distanz hatte, um die verschiedenen Handlungsstränge zu verfolgen und Stück um Stück das Gesamtbild zusammenzusetzen.
Doch, das war ganz eindeutig das richtige Buch für den heutigen Tag!
Auch wenn ich eigentlich davon ausging, dass es für das Wochenende reichen würde und nun keine Ahnung habe, was ich morgen lesen soll. 😉
Jetzt aber erst einmal eine Blogrunde, um zu schauen, wie es den anderen in den letzten Stunden so gegangen ist.
Heutige Mitleser:










