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Dies und Das (5) und Linguine mit Spinat-Pesto

Der Baum

In den letzten Wochen habe ich mir ziemlich viele Gedanken um den Obstbaum in unserem Garten gemacht. Als wir hier im letzten Herbst eingezogen sind, war deutlich zu sehen, dass der Baum in dem Jahr noch eine Menge Früchte getragen hatte. Aber auch die ganzen abgebrochenen Zweige, die von unseren Vormietern einfach hinter den Stamm gelehnt worden waren, konnten wir nicht übersehen.

Dieses Jahr gab es recht wenige Früchte. Es könnte sein, dass es ein alter Baum mit gelben Pflaumen ist, der nur alle zwei Jahre sehr großen Ertrag gibt – zumindest meinte mein Gartenbuch, dass manche alten Sorten nur alle zwei Jahre richtig tragen – und ein Großteil der Früchte fiel auch vom Baum, bevor sie noch richtig reifen konnten. Da mein Buch mir auch sagte, dass der August der richtige Zeitpunkt ist, um den Baum zurückzuschneiden, haben wir ihn uns vorgestern intensiv angeguckt. Der größte Ast (auf der rechten Seite von der Wohnung aus gesehen), der quer durch den Garten ragt, sieht aus, als ob er bald abbricht. Die Äste, die nach oben ragen, sind sehr verknotet und zum Teil angerissen, die diversen Aststummel (die laut meinem Gartenbuch auch gar nicht hätten stehen bleiben dürfen) wirken, als ob sie von etwas befallen wären …

Wenn wir das Beschneiden so angegangen wären, wie es mir von dem Gartenbuch ans Herz gelegt wurde, dann wäre von dem Baum nichts übrig geblieben – und so kam bei uns der Gedanke auf, dass der arme Kerl vielleicht besser gefällt werden sollte. Nicht nur, weil wir sehr hilflos davor stehen, sondern auch, weil ich nicht erleben will, wie der Baum bei einem der kommenden Herbststürme im Nachbargarten – oder gar im Kindergarten-Garten – landet.

Doch einfach mal eben einen Baum fällen geht nicht und schon gar nicht, ohne den Vermieter zu fragen. Also haben wir den heute angerufen und mit ihm über das Problem gesprochen – und ich muss zugeben, dass er mich positiv überrascht hat. Sein Vorschlag gefällt mir deutlich besser als all unsere Überlegungen, denn er wird nun auf seine Kosten einen Fachmann beauftragen, sich den Baum anzugucken. Und wenn der sagt, dass der Baum eine Überlebenschance hat, ohne dass die Gartennutzer der Umgebung dafür ihr Leben riskieren, dann wird der Pflaumenbaum von dem Fachmann beschnitten und wir werden in Zukunft jeden Sommer vor der Frage stehen, was wir mit Früchten machen, die wir nur in kleinen Mengen essen mögen.

Tja, und wenn der Baum gefällt wird, dann wird der Garten im hinteren Bereich trotzdem nicht gerade lichter, denn im Schatten des Baumes hat sich schon ein … also … etwas anderes ausgebreitet. Ein Strauch, sehr groß und inzwischen auch so breit, dass wir das letzte Viertel des Gartens eigentlich nicht mehr betreten können (kein Wunder, dass der Nachbar unseren Haselstrauch schon von seiner Seite aus beschneidet), mit dunklen Früchten und dunklen glatten Blättern. Sehr schön, viel zu wuchernd und auf jeden Fall groß genug, um die Lücke zu füllen, falls der Baum dran glauben sollte. Nun warte ich mal den Fachmann ab und zupfe in der Zwischenzeit weiter Unkraut …

Katergedanken

Am Mittwochabend war ich ausnahmsweise mal weg. Ich ganz alleine, ganz ohne meinen Mann oder Besuch, während mein Mann mit den Katzen zuhause blieb. Ich gebe zu, dass das seit fast einem Jahr nicht mehr passiert ist – vor allem, da ich hier in der neuen Stadt noch rech wenig Menschen kenne. Als ich wieder zuhause ankam, erzählte mein Mann, dass Logan gespuckt hätte, aber kein Haarballen rauskam. Das passiert manchmal, wobei er in Anbetracht seines dichten Unterfells erstaunlich wenig Probleme damit hat. Und genauso passiert es dann auch, dass er die nächste Fütterung aussetzt, weil ihm wohl noch etwas übel ist.

Abends hatte mir Shandy dann auch noch etwas Ärger gemacht, denn er hatte seinen Unmut über meine Abwesenheit durch eine nasse Überraschung im Bett meines Mannes ausgedrückt, so dass ich vor dem Schlafengehen noch das Bettzeug austauschen durfte. Zum Glück hatte es nur die waschbare Decke erwischt. Irgendwie war dieser Kater nicht so ganz zufrieden damit, dass er den Abend nicht auf meinem Schoß verbringen durfte …

Am Donnerstagmorgen war Logan immer noch ganz matt, wollte mittags nichts fressen – und ich rannte im Kreis herum und war innerlich schon auf dem Weg zum Tierarzt. Auf der anderen Seite ist für Logan ein Tierarztbesuch immer ganz besonderer Stress (vermutlich aufgrund der Ereignisse mit seinen Vorbesitzern) und ich überlege mir gut, ob ich ihm das antue. Abgesehen davon, dass der Kater seine Ruhe und nichts zu fressen haben wollte, sah er eigentlich gut aus – und zum Glück hat er sich auch im Laufe des Donnerstagnachmittags wieder berappelt und wieder „normal“ benommen.

Trotzdem irritiert es mich, dass ich nicht weiß, was mit ihm los war. Aber da ich für Anfang September eh einen Tierarzttermin für die Coon-Brüder ausmachen will, um ihre Zähne mal begutachten zu lassen, werde ich ihn bis dahin einfach gut im Auge behalten. Heute benahm er sich, als ob nie was gewesen wäre, frisst wie ein Scheunendrescher und stellt wie immer lauthals seine Forderungen nach Aufmerksamkeit, Spielzeit, Streicheleinheiten und einem gefüllten Napf, was eindeutig zeigt, dass er sich wieder fit fühlt.

Das kulinarische Experiment (Spinat-Pesto)

In den letzten Tagen hatte ich – ausgelöst durch Sayuris Urlaubspost – mal wieder Lust, etwas in der Küche zu experimentieren, und so habe ich am Freitagabend Linguine mit Spinat-Pesto gekocht. Mein erstes Pesto und natürlich musste ich dabei gleich ohne Mengenangaben oder gar eine Rezeptvorlage rumwerkeln. Aber obwohl meine Ölflasche nur noch eine kleine Restpfütze aufwies, was ich natürlich erst während des Kochens gemerkt habe, hat das Ergebnis gut geschmeckt und wird bestimmt noch einmal gemacht, vor allem, da es ganz einfach geht.

Ich habe erst Mandeln angeröstet (100g – was deutlich zuviel war), dann den Spinat (250g – Tiefkühlware, aufgetaut und gründlich entwässert, irgendwann suche ich mal nach frischem Spinat *rotwerd*) mit dem Pürierstab bearbeitet und immer mal wieder Mandeln, Parmesan (das waren ca. 100g – und auch deutlich zuviel) und Öl (hochwertiges Rapsöl) zugefügt. Irgendwann hatte ich eine sehr feste Paste, deren Konsistenz eher an eine (allerdings appetitlich grüne) Spachtelmasse erinnerte – und kein Öl mehr. Dabei war ich mir fast ganz sicher, dass ich noch eine Reserveflasche im Regal stehen hätte. Zuletzt habe ich das Ganze noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Weil das „Pesto“ eindeutig nicht flüssig genug war, um einfach über die Nudeln gegeben zu werden, habe ich es in eine Pfanne getan und mit einigen Löffeln von dem Kochwasser der Linguine vermischt, die Pasta kam dann ebenfalls in die Pfanne und nachdem sich das Ganze gut vermischt hatte, konnten wir essen. Es war wirklich lecker und wird bestimmt noch häufiger von mir gemacht werden. Dann allerdings mit nicht mal der Hälfte der Zutaten und einer ausreichenden Menge Öl …

Dies und Das (4)

Betten beziehen mit Katzen:

Katze 1 vom Kopfkissen verjagen, das Kissen schütteln und wieder hinlegen. Katze 2 vom Nachthemd vertreiben, Nachthemd zusammenlegen. Katze 1-3 von der Bettdecke pflücken, Bettdecke schütteln, zusammenlegen und wieder hinlegen. Katze 4 vom zweitem Kopfkissen heben, Kissen schütteln und wieder hinlegen. Erleichtert beobachten, dass Katze 1 und 4 genervt von den Aktivitäten sind und ins Wohnzimmer wandern. Katze 2 und 3 freundlicherweise auf die schon gemachte Bettdecke umquartieren und hoffen, dass sie lange genug da liegen bleiben, damit man die zweite Bettdecke schütteln, zusammenlegen und wieder hinlegen kann. Feststellen, dass sich Katze 1 (die doch wiedergekommen ist) in der Zwischenzeit auf das Bettlaken gelegt hat und resigniert die Decke auf die Katze legen … Wenn man dann aus dem Zimmer geht, fragt man sich, warum man das Bett überhaupt gemacht hat, denn nun hat man eine Beule unter der einen Bettdecke und zwei genervte Katzen auf der anderen.

Garten:

Verblühte Pfingstrosen abschneiden ist überraschend angenehm. So eine leichte, weiche und duftige Blüte in der Hand zu haben ist ein wunderschönes Gefühl!

Und ich habe heute die Hecke geschnitten, was mich überraschenderweise nur 2,5 Stunden gekostet hat. Jetzt habe ich einen leichten Sonnenbrand und bin per Du mit den Herren von der Abfallbeseitigung.

Das hat dazu geführt, dass ich heute eine Antwort auf eine Frage bekommen habe, die mich seit meiner Kindheit beschäftigt: Wo gehen die während der Arbeitszeit auf Toilette? (Antwort: Nach einer höflichen Frage bei den Leuten, deren Mülltonne sie gerade leeren wollen … )

Außerdem weiß ich nun, dass der einer der Herren ein gelernter Gärtner ist, aber bei der Abfallbeseitigung mehr verdient. Er wäre auch bereit gewesen mir eben die Hecke zu kürzen, wenn ich eine elektrische Heckenschere gehabt hätte. Aber mit meiner niedlichen mechanischen Heckenschere hätte es ihm zu lange gedauert …

Oh, und ich habe unserem Gartennachbarn die Erlaubnis gegeben unsere Haselnuss etwas zu stutzen, weil sie ihm soviel Licht wegnimmt. Ob ihm bewusst ist, dass die Ecke unseres Gartens so zugewuchert ist, dass er sich erst einmal am Baum vorbei durch das Gestrüpp kämpfen muss? Vielleicht habe ich ja Glück und er stutzt noch mehr, dann kann ich mich in den nächsten Tagen weiter auf die Beete konzentrieren …

Dies und Das (3)

Fußbodenleisten machen einen neuen Fußboden noch viel schöner!

Nach drei Wochen, in denen der Kühlschrank im Flur neben dem Wohnzimmer und Geschirr und Lebensmittel in dem Raum neben der Küche standen, benötigt mein Mann fast eine Woche, um nicht ständig im Flur zu stehen, weil er etwas aus dem Kühlschrank sucht. Ich hingegen habe mich nach dem zweiten Tag daran gewöhnt, dass eine Bitte um Teller dazuführt, dass er die Küche verlässt …

Ich habe viele Jahre in einem umgebauten Lehm-Fachwerk-Haus gelebt und war so gut wie nie krank, jetzt wohne ich seit einigen Monaten in einem Steinhaus und habe schon die dritte oder vierte Erkältung – wer hätte gedacht, dass ich so empfindlich auf das Wohnklima reagiere … Je erkälteter ich bin, desto mehr besteht Logan darauf auf meinem Kopf zu schlafen – das ist bestimmt ganz lieb gemeint, führt aber eher dazu, dass er in der Nacht im hohen Bogen aus dem Schlafzimmer fliegt.

Wenn man den größten Raum in der Wohnung für Umzugskisten und Baumaterialien nutzt, dann kommt irgendwann der Tag, an dem man keine Ahnung hat, wo man die drei großen Eimer mit Profifarbe noch unterbringen soll. Nur gut, dass der Kühlschrank nicht mehr im Flur steht, so gibt es einen „leeren Platz“, an dem die Eimer erst einmal stehen können.

Heute hatte ich zwischen Tau und Regen nicht genug Zeit den Rasen zu mähen. Dafür hätte ich die Postbotin empfangen können, wenn sie mir denn endlich mein schon lange erwartetes Buch vorbeigebrach hätte. Wetten, dass sie erst wieder klingelt, wenn ich doch mal zum Rasenmähen komme?

Nachtrag: Hah, wenn ich gewußt hätte, dass Jammern hilft, dann hätte ich diesen Beitrag schon gestern eingestellt. 😉 Meine Nase ist gerade frei und der Paketbote brachte mein Buch! *kicher*

Ich warte ja auch erst seit über drei Wochen! Leider muss ich vorher noch ein paar andere Bücher lesen, aber am Wochenende stürze ich mich auf das fünfte Bridgerton-Liebesabenteuer!

Dies und Das (2)

Die Post kommt immer zwischen 10 und 17 Uhr …

… nur nicht an Tagen, an denen ich morgens um halb neun unter der Dusche stehe und ausnahmsweise mal nicht auf das Klingeln an der Tür reagieren kann.

So war es am Mittwoch und da Donnertag Feiertag war, habe ich den Abholschein am Freitagmorgen meinem Mann mitgegeben, damit er nach der Arbeit die verpasste Sendung auf dem Heimweg mitbringen kann. Am Abend kam er grummelnd nach Hause, denn unsere Postfiliale hatte nichts für uns. Nun will die Filialleiterin mal nachforschen, wo das Päckchen geblieben ist – und hat angekündigt, uns Samstagvormittags (inzwischen ist es übrigens Mittag *seufz*) deshalb anzurufen. Ich weiß noch nicht, was mir lieber wäre:

Möglichkeit Nummer 1: Das Päckchen liegt in der großen Filiale einige Kilometer weiter, bei der man theoretisch sogar mit dem Auto parken kann – was auch nötig ist, denn sonst wäre die Strecke sehr mühselig zu bewältigen, da die nächste U-Bahn-Haltestelle etwas weiter weg ist.

oder

Möglichkeit Nummer 2: Die vermisste Sendung ist der große Umschlag, der mir am Freitagmorgen von dem aktuellen Aushilfspostboten in die Hand gedrückt wurde.

Doch vor allem hoffe ich, dass nicht Folgendes passiert …

Möglichkeit Nummer 3: Die geheimnisvolle Post ist unauffindbar verschwunden und da ich nicht einmal weiß, wer uns was geschickt haben könnte, kann ich nicht mal beim Absender Bescheid geben, dass wir was vermissen … Besonders ärgerlich wäre das, wenn es eine der nicht angekündigten, aber wichtigen Sendungen wäre, die mir ab und an ins Haus flattern.

Außerdem wurde mir Mittwoch von einer Bekannten eine Hermes-Versandverfolgungsnummer gemailt, mit dem Hinweis, dass sie ein Paket abgeschickt habe. Da das entgegen aller Hoffnungen nicht Freitag eingetroffen ist, aber am heutigen Samstag den Status „Befindet sich in der Zustellung“ hat, haben wir also beschlossen, die Suche nach einer Küche um eine weitere Woche zu verschieben und stattdessen den Tag mit dem Warten auf die Post zu verbringen.

Denn auch bei Hermes-Sendungen ist es hier in der Gegend nicht so ganz leicht, an sein Paket zu kommen, wenn man beim ersten Versuch nicht zu Hause war.

Noch lustiger ist es allerdings, wenn man die Lieferung seine monatliche Comic-Bestellung per GLS verpasst hat. Deren Abholstation liegt drei Ortsteile weiter, ebenfalls außerhalb der Reichweite der U-Bahn- , S-Bahn- oder Bus-Haltestellen und ist eigentlich eine Tankstelle. Wenn man die dann mit Hilfe eines zentimeterdicken Stadtplans, freundlicher Passanten und viel Glück gefunden hat, dauert die Herausgabe auch noch eine Weile, weil der Tankstelleninhaber sich erst einmal lang und breit darüber auslassen muss, dass ja noch nie jemand von soooo weit weg gekommen sei, um eine Lieferung abzuholen …

 

***

Und zuletzt noch ein typischer Wochenend-Dialog im Hause Winterkatze:

Sie sitzt am PC, er liest auf dem Sofa.

Sie: „Ach, Lauch …“
Er: „Hm?“
Sie: „Leek.“
Er: „Porenta?“
Sie: „Tomatensauce …“

Wer diesem Dialog folgen kann, ohne den ersten Link zu aktivieren: Herzlich Willkommen in meiner kleinen verschrobenen Welt! 🙂

Dies und Das

Die letzten Tage waren sehr trubelig, und in den kommenden werde ich wohl auch gut eingespannt sein. So bekommt ihr hier nur ein paar Sachen präsentiert, die mich aktuell beschäftigt haben. Ich hoffe sehr, dass ich nach dem kommenden Wochenende mal wieder ein paar Buchrezensionen für den Blog schreiben kann, denn so langsam wird der Stapel an Romanen, die ich noch besprechen will, bedrohlich hoch. 😉

Freitag
Ich liebe meine Katzen, aber ich hasse es, wenn ich mal wieder feststellen muss, dass Christie wieder eine Phase hat, in der sie auf den neu bestückten Wäscheständern schläft. Trotz Kleiderbürste und Klebeband lassen sich ihre weißen Haare einfach nicht vollständig von der Wäsche entfernen, und so räume ich zur Zeit mal wieder frisch gewaschene T-Shirts in den Schrank, die voller Katzenhaare sind …

Samstag
Als ich gerade vom Einkaufen nach Hause kam, sprach mich ein Handwerker im Hausflur an und meinte: „Wenn Sie wollen, dann können wir die Tür jetzt beilegen.“
Nachdem ich ihn eine Weile sehr ratlos angeguckt habe, machte er die Tür dann zu mit der Bemerkung „Ich habe hier im Haus schon mitbekommen, dass das nicht gern gesehen ist.“ und ging weg. Ich bin mir immer noch nicht sicher, was er mir genau sagen wollte.

Sonntag
Seit Dezember fragen wir, wer mit dem Mähen der Gemeinschaftsfläche im Jahr 2010 dran ist – seit Sonntagabend wissen wir, dass wir es sind. Eigentlich hätte mein Mann da gut noch mähen können, aber es wäre etwas arg schwierig geworden, um die Nachbarn herum zu arbeiten, die sich auf der Fläche zum Grillen getroffen hatten …

Montag
Wenn man vier Katzen hat und Besuch bekommt, dann saugt man in letzter Minute. Wenn sich der Besuch für morgens sieben Uhr angekündigt hat, dann bedeutet das, dass man Montagabend die Wohnung putzt – in dem Wissen, dass man nach dem Aufstehen schon wieder die ersten Filzmäuse vorbeiwehen sieht …

Gartenerkenntnisse:
Ich schaffe es mit Mühe und Not, den Rasenmäher allein die Kellertreppe raufzuschleppen. Lustigweise ist es einfacher, ihn für den Vorgarten einfach durch das Fenster zu heben – zu schade, dass es die Option für den hinteren Rasen nicht gibt.

Man benötigt mit einem gut funktionierenden Elektro-Rasenmäher zwei Stunden, um die hubbelige Geländestrecke mit Hindernissen in Form von Wäschestangen, die sich Gemeinschaftsrasen nennt, zu mähen – zumindest, wenn es das erste Mal im Jahr ist.

Nach dem Knoblauchgeruch zu schließen, der aus dem Rasenschnitt aufsteigt, würde ich sagen, dass wir Bärlauch im Garten haben. Vermutlich sind die einen Pflanzen also doch keine Maiglöckchen – aber ich werde das bei meinen botanischen Kenntnissen bestimmt nicht im Selbstversuch austesten!

Anscheinend bin ich gegen irgendeine Pflanze allergisch, wenn ich nach den kleinen roten Punkten auf meinen Unterarmen gehen darf. Wäre es die Sonne (zum Glück lag der größte Teil des Rasens im Schatten), dann wären nicht nur meine Unterarme betroffen …

Nach dem ersten Mähen im Jahr habe ich genügend Rasenschnitt, um die nächsten sechs Wochen ganz allein die Tonne für den Grünmüll zu füllen – jetzt frage ich mich nur, was für lustige Schlachten wir uns die nächsten Monate mit den anderen Nachbarn liefern, die auch alle einen Garten haben und die gleiche Tonne wie wir nutzen. Aber wer weiß, vielleicht bekomme ich ja irgendwann sogar in den nächsten Wochen noch einen Tipp, wie man den Grünschnitt anders entsorgen kann. Oder ich lege demnächst in der Nacht heimlich einen hübschen Komposthaufen auf dem nahe gelegenen Fußballplatz an … 😉