Eigentlich dachte ich, dass sich dieser Beitrag gar nicht lohnen würde, weil ich für die meisten Titel, die ich im April gelesen habe, eigentlich noch Rezensionen schreiben möchte. Und dann ging mir durch den Kopf, dass ich hier zumindest die Reihenfortsetzungen erwähnen könnte … 😉
Skyla Dawn Cameron: Alone at Night (Waverly Jones 3)
„Alone at Night“ ist der dritte Teil rund um die Privatdetektivin Waverly Jones von Skyla Dawn Cameron, und ich kann nach dem Lesen dieses Bands nur sagen, dass ich die Reihe wirklich liebe. Die wichtigsten Punkte hatte ich eigentlich schon in der Rezension zu dem Waverly-Jones-Auftaktband angesprochen, aber ich möchte hier noch einmal betonen, wie sehr ich es mag, dass sich die Autorin in dieser Reihe vor allem mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkungen ein Verbrechen auf die Opfer bzw. ihre Hinterbliebenen und ihre Umgebung hat. Es gibt einen Handlungsfaden, der sich durch alle Bände der Reihe zieht, aber auch für jeden einzelnen Band einen „aktuelleren“ Fall, der eine neue Facette des Grundthemas beleuchtet. Skyla Dawn Cameron hat mit den Waverly-Jones-Büchern eine ungewöhnliche Thriller-/Mystery-Reihe geschaffen, bei der die (für mich) überraschenden Wendungen weniger bei der Enthüllung der Täter als bei den (Re-)Aktionen der Figuren zu finden sind.
Morgan Stang: Murder at Spindle Manor (The Lamplight Murder Mysteries 1)
Dieses Buch hat mich ein bisschen sprachlos gemacht, und am Ende hat mich vor allem die Frage beschäftigt, was ich da eigentlich gerade gelesen habe. Grundsätzlich finde ich die – edwardianisch/viktorianisch angehauchte – Fantasy-Welt, die Morgan Stang für seinen Krimi geschaffen hat, wirklich faszinierend. Ich mochte die Figuren, auch wenn sie so viel Tiefe hatten wie ein Abziehbild, und mir gefiel die Grundidee für diesen Mord in geschlossener Gesellschafft/Mord in verschlossenem Raum. Aber trotz all der theoretisch (!) lustigen Elemente und einem Umfang von knapp 250 Seiten zogen sich die Ermittlungen endlos hin und immer wieder wurden Dinge wiederholt, die auf der Hand lagen. Am Ende fühlte es sich an, als ob ich in einer „Eine Leiche zum Dessert“-Dauerschleife gefangen wäre – und so unterhaltsam ich den Film finde, ich möchte dann doch nicht mehrere Stunden am Stück damit verbringen!
Mara Webb: Better Off Bread (Compass Cove 3)
Nachdem ich den ersten Teil („Cakes to Die For“) von Mara Webbs Compass-Cove-Reihe sehr nett fand und mich über den zweiten Band („A Brunch With Death“) ziemlich geärgert hatte, hat es mir doch keine rechte Ruhe gelassen und ich habe im April doch noch den dritten Roman aus der Reihe gelesen. Immerhin kann ich so nun sagen, dass die Geschichte, die sich um die Ermordung des Jurors eines Brotback-Wettbewerbs dreht, für mich wieder so unterhaltsam war wie der erste Band. Dieses Mal hat die Autorin sich mehr auf weitere fantastische Elemente in Compass Cove konzentriert, der „romantische“ Teil der Handlung war so gut wie nicht vorhanden (yeah!) und die Protagonistin hat ein neues magisches Haustier, das ich wirklich nett fand. Wenn die Serie so bleibt, dann habe ich noch ein paar nette Bücher „für zwischendurch“ vor mir.
